:: wikimiki.org ::
| Axel Springer |
Axel SpringerAxel Springer, geboren als Axel Cäsar Springer, ( - 2. Mai 1912 in Altona; † 22. September 1985 in Berlin), war Gründer und Inhaber des Axel Springer Verlags.
Der Verlegersohn startete seine Karriere 1947 mit der Gründung der Axel Springer GmbH in Hamburg. 1948 gab er das Hamburger Abendblatt heraus, bald folgen weitere Objekte wie Hörzu und, im Jahr 1952, die erste Ausgabe der Boulevardzeitung "Bild", die seitdem täglich erschien. Die Bild-Zeitung prägte seitdem das Meinungsbild einer Millionenleserschaft.
1967 begannen die Demonstrationen und Proteste einer vorwiegend linksgerichteten Studentenschaft gegen die Springer-Presse, vor allem gegen die Bild-Zeitung, die ein eher bürgerliches und wertkonservatives Welt- und Politikbild vermittelte und den Kommunismus sowie die studentische APO und ihren Führer Rudi Dutschke entschieden bekämpfte.
1972 Bombenanschlag der Rote Armee Fraktion (RAF) auf das Hamburger Springer-Hochhaus, bei dem 17 Mitarbeiter verletzt werden.
1980 war Axel Springer Mitbegründer einer konservativen Interessenvereinigung und der "Bürgeraktion Demokraten für Strauß", die den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß bei der Wahl für das Bundeskanzleramt unterstützte.
Im Januar 1980 beging sein Sohn Axel Springer jr., der unter dem Namen Sven Simon als Sportfotograf sehr bekannt war, Suizid. Dieses Ereignis belastete den Vater schwer.
Springer starb 1985 in Westberlin.
Seine Erben verpflichtete Springer, ihr Erbe bis zum Jahre 2015 nicht zu verkaufen. Heute wird sein Erbe überwiegend von seiner fünften Ehefrau Friede Springer verwaltet.
Literatur
- Axel Springer, Hans Wallenberg (Hrsg.): Von Berlin aus gesehen. Zeugnisse eines engagierten Deutschen, Busse u. Seewald : Herford 1985
- Axel Springer, Friede Springer (Hrsg.): Axel Springer. Die Freunde dem Freund, Ullstein : Berlin 1986
- Gerhard Naeher: Axel Springer. Mensch, Macht, Mythos, D. Straube Verlag, Erlangen 1991
- Michael Jürgs: Der Verleger – Der Fall Axel, Springer List : Tübingen 2001
- Claus Jacobi: Der Verleger Axel Springer. Eine Biografie aus der Nähe. Herbig, München 2005, ISBN 3-7766-2440-X
Siehe auch
-
- Bildzeitung
- Axel Springer Verlag
Weblinks
- [http://zeus.zeit.de/text/2005/33/Springer1 Großmacht Springer - Dossier in "Die Zeit" Nr. 33/2005 von Götz Hamann, Hanns-Bruno Kammertöns und Roland Kirbach]
- [http://zeus.zeit.de/text/archiv/2001/52/200152_springer.xml Gunhild Freese über den Generationswechsel bei Springer in Die Zeit Nr. 52/2001]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SpringerAxel/ Biographie Axel Springer]
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
Springer, Axel
2. MaiDer 2. Mai ist der 122. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 123. in Schaltjahren) - somit verbleiben 243 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1389 - Hochzeit der Sophie von Bayern mit dem König von Böhmen Wenzel von Luxemburg
- 1635 - In Paris wird der "Jardin des Plantes" eröffnet. Der Garten wurde von den königlichen Leibärzten Jean Hérouard und Guy de La Brosse als Heilkräuterpark für Ludwig XIII. angelegt.
- 1668 - Mit dem 1. Aachener Frieden endet der Devolutionskrieg.
- 1808 - Die Bürger von Madrid erheben sich gegen die französische Besatzungsmacht.
- 1813 - Erste Schlacht der Freiheitskriege zwischen den alliierten preußischen, russischen Armeen und den französischen Truppen und Rheinbundtruppen bei Groß-Görschen.
- 1879 - Gründung der spanischen politischen Partei Partido Socialista del Trabajo (Sozialistische Arbeitspartei) aus der durch Umbenennung im Jahr 1888 der Partido Socialista Obrero Español (kurz: PSOE; deutsch: Sozialistische Spanische Arbeiterpartei) wurde.
- 1924 - Die "Norddeutsche Rundfunk AG" (NORAG),der spätere NDR, nimmt ihren Sendebetrieb auf.
- 1933 - Die Nazis zerschlagen die deutschen Gewerkschaften.
- 1945 - Soldaten der Roten Armee hissen die rote Fahne auf dem Berliner Reichstagsgebäude, General Helmuth Weidling unterzeichnet die Kapitulation Berlins.
- 1953 - In Jordanien und Irak werden der 18-jährige Hussain II. und sein 18-jähriger Vetter Faisal zu Königen gekrönt.
- 1974 - Die ständigen Vertretungen der BRD und der DDR werden in Bonn und Ost-Berlin eröffnet.
- 1989 - Ungarn öffnet seine Westgrenze und beginnt den Abriss der Grenzbefestigungen.
- 1997 - Tony Blair wird Premierminister Grossbritanniens.
- 2002 - Perry Gladstone Christie wird Premierminister der Bahamas.
- 2002 - Young Vivian wird Premierminister von Niue.
- 2003 - Albanien und die USA unterzeichnen ein Nichtauslieferungsabkommen amerikanischer Staatsbürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1800 - Anthony Carlisle und William Nicholson gelingt es, Wasser mittels elektrischem Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Diesen Vorgang wird Michael Faraday dementsprechend als Elektrolyse bezeichnen.
- 1963 - Berthold Seliger startet im Wattengebiet von Cuxhaven eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern.
Kultur
- 1750 - "Das Kaffeehaus", eine Komödie in drei Akten von Carlo Goldoni, wird in Mantua erstmalig aufgeführt.
- 1906 - "Tod und Teufel" von Frank Wedekind wird unter dem Namen "Totentanz" am Intimen Theater in Nürnberg uraufgeführt.
- 1909 - Uraufführung der Oper Bacchus von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris.
Religion
- 1939 - Martin Niemöller, der Begründer des Pfarrernotbundes und als oppositioneller evangelischer Priester Adolf Hitlers "persönlicher Gefangener", wird nach Verbüßung seiner Haftstrafe in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert.
Katastrophen
- 1656 - Aachen brennt fast vollständig nieder und wird in der Folge als Badekurort wieder aufgebaut.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Dick Ryan in Lübeck, durch technischen KO.
Geboren
- 1458 - Eleonore von Portugal, als Gattin von König Johann II. Königin 1481-1495
- 1599 - Adam Heinrich von Quingenberg, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1602 - Athanasius Kircher, deutscher Jesuit, Universalgelehrter und Erfinder
- 1614 - Christian Reichsgraf zu Rantzau, Statthalter im königlich-dänischen Anteil von Schleswig-Holstein
- 1649 - Engel de Ruyter, niederländischer Vizeadmiral
- 1660 - Alessandro Scarlatti, italienischer Komponist des Barock
- 1702 - Friedrich Christoph Oetinger, deutscher Theologe, Vertreter des württembergischen Pietismus.
- 1725 - Wilhelm Jeremias Müller, deutscher Architekt
- 1729 - Katharina II. (Russland), (die Große), russische Kaiserin
- 1730 - Sigismund Anton Graf v. Hohenwart, österreichische Theologe, Erzbischof von Wien
- 1772 - Novalis, deutscher Dichter der Frühromantik
- 1802 - Heinrich Gustav Magnus, deutscher Physiker und Chemiker
- 1803 - Johann Friedrich Christoph Bauer, deutscher Politiker
- 1833 - Rudolf Berlin, deutscher Augenarzt
- 1843 - Carl Michael Ziehrer, österreichischer Komponist
- 1860 - John Scott Haldane, britischer Physiologe
- 1860 - Theodor Herzl, österreichischer Schriftsteller, Publizist, und Politiker
- 1862 - Maurice Emmanuel, französischer Komponist
- 1868 - Robert Williams Wood, US-amerikanischer Experimentalphysiker
- 1881 - Ernst Legal, deutscher Schauspieler
- 1883 - Otto Weidt, Besitzer einer Berliner Blindenwerkstatt und Nazi-Gegner
- 1886 - Gottfried Benn, deutscher Arzt, Dichter und Essayist
- 1890 - E. E. Smith, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1891 - Otto Wittenburg, deutscher DP-Politiker und MdB
- 1892 - Manfred von Richthofen (Der Rote Baron), deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg
- 1895 - Alfred Kurella, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Kulturfunktionär der SED
- 1897 - Trude Hesterberg, deutsche Schauspielerin
- 1901 - Edouard Zeckendorf, belgischer Amateur-Mathematiker
- 1901 - Willi Bredel, deutscher Schriftsteller
- 1902 - Georg Kurlbaum, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1902 - Werner Finck, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist
- 1906 - Philippe Halsman, US-amerikanischer Fotograf
- 1906 - Wolfgang Abendroth, deutscher Politikwissenschaftler
- 1912 - Axel Springer, deutscher Verleger
- 1912 - Karl Adam, deutscher Rudertrainer
- 1920 - Jean-Marie Auberson, schweizerischer Dirigent und Geiger
- 1920 - Jacob Gilboa, israelischer Komponist
- 1921 - Satyajit Ray, indischer Filmregisseur
- 1922 - Serge Reggiani, französischer Schauspieler und Chansonnier
- 1923 - Albert Nordengen, norwegischer Politiker, Bürgermeister von Oslo
- 1924 - Kurt Ludwig, deutscher Synchronsprecher
- 1928 - Georges-Arthur Goldschmidt, jüdischer Schriftsteller
- 1929 - Édouard Balladur, französischer Premierminister
- 1935 - Faisal II., König des Irak 1939-1958
- 1936 - Engelbert, Sänger
- 1936 - Helga Brauer, deutsche Sängerin
- 1937 - Gisela Elsner, deutsche Schriftstellerin
- 1937 - Thomas Billhardt, deutscher Fotograf und Publizist
- 1941 - Jules Albert Wijdenbosch, Staatspräsident von Suriname
- 1942 - Jacques Rogge, belgischer orthopädischer Chirurg und Präsident des IOC
- 1942 - Udo Ehrbar, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1943 - Hilton Valetine, britischer Musiker
- 1943 - Manfred Schnelldorfer, deutscher Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 1944 - Franz Innerhofer, österreichischer Schriftsteller
- 1944 - John Verity, britischer Musiker
- 1945 - Bianca Jagger, amerikanische Menschenrechtsaktivistin (Amnesty International)
- 1945 - Goldy McJohn, kanadischer Musiker
- 1946 - Lesley Gore, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Philippe Herreweghe, belgischer Dirigent
- 1948 - Larry Gatlin, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1950 - Lou Gramm, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Ulrich Goll, deutscher Politiker
- 1951 - John Callis, britischer Musiker
- 1952 - Werner Schulze-Erdel, deutscher Moderator und Schauspieler
- 1953 - Domitien Ndayizeye, Staatspräsident von Burundi
- 1953 - Waleri Abissalowitsch Gergijew, russischer Dirigent
- 1954 - Prescott Niles, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Werner Melzer, deutscher Fußballspieler
- 1955 - Dave Winer, US-amerikanischer Softwareentwickler und Firmengründer
- 1955 - Angelika Birk, deutsche Politikerin und MdL
- 1957 - Markus Stockhausen, deutscher Komponist und Trompeter
- 1961 - Robert Howard, britischer Sänger
- 1962 - Jimmy White, englischer Snookerspieler
- 1962 - Ty Herndon, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1964 - Silvia Neid, deutsche Fußballspielerin und -trainerin
- 1966 - Belinda Stronach, kanadische Geschäftsfrau und Politikerin
- 1969 - Daryl F. Mallett, Schriftsteller und Schauspieler
- 1972 - Dwayne Douglas Johnson, US-amerikanischer Wrestler und Filmschauspieler
- 1975 - David Beckham, englischer Fußballspieler
- 1975 - Kalle Palander, erfolgreichster finnischer Skirennläufer
- 1980 - Tim Borowski, deutscher Fußballspieler
- 1982 - Blythe Hartley, kanadische Wasserspringerin
- 1983 - Tina Maze, slowenische Skirennläuferin
- 1985 - Sarah Hughes, US-amerikanische Eiskunstläuferin
Gestorben
- 373 - Athanasius von Alexandria, Bischof und Theologe
- 756 - Shōmu, 45. Kaiser von Japan
- 926 - Wiborada, Einsiedlerin und Märtyrerin der katholischen Kirche
- 1519 - Leonardo Da Vinci, Italienischer Künstler und Universalgelehrter
- 1777 - Joachim Gottlob Am Ende, deutscher Theologe und Lehrer
- 1790 - Philipp Matthäus Hahn, deutscher Pfarrer, Konstrukteur und Erfinder
- 1813 - Ferdinand von Preußen, preußischer Generalmajor
- 1845 - August Friedrich Pauly, deutscher Philologe
- 1845 - Guillaume de Vaudoncourt, französischer General und Kriegshistoriker
- 1854 - Sulpiz Boisserée, deutscher Architekt
- 1857 - Alfred de Musset, französischer Schriftsteller
- 1864 - Giacomo Meyerbeer, deutscher Komponist und Dirigent
- 1886 - Isabella Braun, deutsche Jugendbuchautorin
- 1892 - Wilhelm Rust, deutscher Komponist und Thomaskantor
- 1899 - Martin Eduard Sigismund Simson, deutscher Jurist und Politiker
- 1907 - Rudolf Baier, erster Stralsunder Museumsdirektor
- 1909 - Manuel Amador Guerrero, erster Staatspräsident von Panama
- 1915 - Clara Immerwahr, Frauenrechtlerin, zweite deutsche Frau mit Doktorwürde
- 1916 - Jules Blanchard, französischer Bildhauer
- 1919 - Gustav Landauer, Theoretiker und Aktivist des deutschen Anarchismus
- 1924 - Charles Eugene Lancelot Brown, schweizerischer Maschinenkonstrukteur
- 1925 - Johann Palisa, österreichischer Astronom
- 1936 - Robert Michels, deutscher Soziologe
- 1944 - Erich Knauf, deutscher Journalist, Schriftsteller und Liedtexter
- 1945 - Friedo Lampe, deutscher Schriftsteller
- 1945 - Ludwig Stumpfegger, Begleitarzt im Stab des Reichskanzlers
- 1945 - Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP
- 1945 - Walther Hewel, Fahnenträger beim Hitlerputsch
- 1947 - Dorothea Binz, Oberaufseherin im Konzentrationslager (KZ) Ravensbück
- 1947 - Grete Boesel, Aufseherin im KZ Ravensbrück
- 1950 - Paul Eugen Sieg, deutscher Physiker und Schriftsteller
- 1957 - Joseph McCarthy, US-amerikanischer Politiker und Senator, "Kommunistenjäger"
- 1958 - Alfred Weber, deutscher Soziologe und Nationalökonom
- 1960 - Hans Joachim Iwand, deutscher Theologe
- 1961 - Egon Lustgarten, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1967 - Ernst Friedrich, anarchistischer Pazifist
- 1967 - Wilhelm Schröder, SED-Politiker
- 1969 - Franz von Papen, deutscher Politiker (Zentrumspartei)
- 1969 - Robert Arthur, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1972 - Hugo Hartung, deutscher Schriftsteller
- 1972 - John Edgar Hoover, Begründer und Direktor des FBI
- 1979 - Giulio Natta, italienischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1981 - David Wechsler, US-amerikanischer Psychologe
- 1983 - Pridi Banomyong, Premierminister von Thailand
- 1989 - Giuseppe Siri, italienischer Kardinal
- 1992 - Margarethe Wallmann, österreichische Tänzerin, Choreographin und Opernregisseurin
- 1995 - Werner Veigel, Chefsprecher der Tagesschau der ARD
- 1996 - Christopher Bird, US-amerikanischer Botaniker und Schriftsteller
- 1997 - Alfred Day Hershey, US-amerikanischer Biologe
- 1997 - Heinz Ellenberg, deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologie
- 1997 - John Carew Eccles, australischer Physiologe, Nobelpreisträger
- 1997 - Paulo Freire, brasilianischer Pädagoge, Jurist, Historiker, Philosoph
- 1998 - Hideto Matsumoto, japanischer Musiker
- 1998 - Justin Fashanu, britischer Fußballspieler
- 1998 - Raimund Harmstorf, deutscher Schauspieler
- 1999 - Oliver Reed, britischer Schauspieler
- 2001 - Heinz te Laake, Künstler der Malerei, Kinetik und Skulptur
- 2001 - Waldir Pereira, brasilianischer Fußballtrainer
- 2002 - Richard Stücklen, deutscher Politiker und Bundesminister
- 2003 - Adolf Frisé, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 2003 - Mohammed Dib, algerischer Schriftsteller
- 2004 - Paul Guimard, französischer Schriftsteller
- 2005 - Bob Hunter, kanadischer Journalist und Gründungsmitglied von Greenpeace
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Athanasius von Alexandria, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
- Baha'i: Letzter Tag des Ridvánfestes
- Madrid: Gedenktag an den Aufstand gegen Napoleon
Siehe auch
- 1. Mai - 3. Mai
- 2. April - 2. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0502
ja:5月2日
ko:5월 2일
simple:May 2
th:2 พฤษภาคม
Hamburg-Altona
Altona ist der westlichste Bezirk der Freien und Hansestadt Hamburg mit 249.419 Einwohnern (2001) und einer Fläche von 78,3 km2. Altona grenzt im Süden und Osten an den Bezirk Hamburg-Mitte, im Nordosten an den Bezirk Eimsbüttel und im Norden und Westen an das Bundesland Schleswig-Holstein.
Geografie
Der Bezirk Altona ist größtenteils identisch mit der bis 1938 selbständigen Stadt Altona/Elbe – abgesehen davon, dass Eidelstedt und Stellingen-Langenfelde heute zum Bezirk Eimsbüttel gehören und der Grenzverlauf zu Sankt Pauli kleinere Veränderungen erfahren hat. Der Bezirk besteht aus 13 Stadtteilen, die sich von der Bebauungs- und Bevölkerungsdichte (2001) her drei Typen zuordnen lassen:
- den östlichen Bezirks-Stadtteilen Altona-Altstadt, Altona-Nord und Ottensen, die im Wesentlichen dem alten Stadtkern entsprechen, mit 9.400 bis 11.300 Ew./km² (weitgehend Geschosswohnungsbau)
- den abseits der Elbe gelegenen Stadtteilen (Bahrenfeld, Groß Flottbek, Iserbrook - , Lurup - , Osdorf - ) mit 2.300 bis 5.000 Ew./km² (gemischte Bebauung)
- den westlichen Elbvororten (Blankenese - , Nienstedten - , Othmarschen und Rissen - ) einschließlich des teilweise ländlichen Sülldorf - mit 900 bis 1.800 Ew./km² (ganz überwiegend Einzelhäuser und Villen).
Hinweis: Die mit - markierten Stadtteile gehören zum Ortsamtsgebiet Blankenese. Eine Karte der Lage der Stadtteile kann [http://fhh1.hamburg.de/fhh/behoerden/behoerde_fuer_inneres/statistisches_landesamt/profile/profileka.htm hier] eingesehen werden.
Landschaftlich ist der Bezirk in drei elbparallele, über etwa 15 km in West-Ost-Richtung verlaufende Streifen gegliedert:
- der sehr schmale, uneingedeichte Elbstrand, zum Hinterland durch einen steil aufsteigenden Hang begrenzt
- das eiszeitlich geformte Hochufer (Endmoränenwall), das in Blankenese (Falkenstein, Bismarckstein, Süllberg) bis etwa 90 m aufragt und nur an wenigen Stellen durch die Einmündung von Bächen abgeflacht ist: am Fischmarkt durch die Pepermölen-, in Teufelsbrück durch die Flottbek
- die sich landeinwärts anschließende, überwiegend flache Geest, die im nordwestlichen Teil noch heute landwirtschaftlich genutzt wird (Osdorfer bzw. Sülldorf-Rissener Feldmark) und mit dem Klövensteen auch ein großes Waldgebiet aufweist.
Verkehrsverbindungen:
Mit dem Bahnhof Hamburg-Altona liegt ein bedeutender Eisenbahn-Knotenpunkt des deutschen Bahnnetzes und auch des ICE-Netzes innerhalb des Bezirks. Der Altonaer Bahnhof ist Endpunkt und Ausgangspunkt für zahlreiche Eisenbahn-Verbindungen aus und in Richtung Süden und von und nach Skandinavien.
Mit der Autobahn A 7 (E 45; Ausfahrten HH-Othmarschen, -Bahrenfeld und -Volkspark) führt eine wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung und mit den B 4 und B 5 zwei große nationale Nord-Süd- bzw. Ost-West-Straßenverkehrsverbindungen, letztere mit Hauptstadt-Anschluss, direkt durch den Bezirk.
Die innere Erschließung und die Verbindung mit anderen Hamburger Stadtteilen durch den Öffentlichen Personennahverkehr im Rahmen des Hamburger Verkehrsverbundes leisten insbesondere die S-Bahn-Linien 1, 11, 2, 21, 3 und 31, sowie zahlreiche Buslinien und auch einige Elbfähren.
Außerdem durchqueren den Bezirk die Radfernwege Hamburg-Bremen, der Elbe-Radweg, der Nordseeküstenradweg und der Nordheide-Radweg. In der Planung oder Durchführung sind auch innerstädtische Radrouten etwa vom Bahnhof Altona zur Universität und von den Elbvororten über Ottensen bis St.Pauli.
Wirtschaftlich
Desiderat
Geschichte
Die Anfänge
Um 1535 entstand Altona als Fischersiedlung in der schauenburgischen Grafschaft Pinneberg in Holstein. Allerdings wird bereits 1310 die Umwandlung eines Meierhofes am Pepermolenbach in das Kloster Herwardeshude (1246) urkundlich erwähnt, wo eine kleine Siedlung entsteht, die z.T. auf Altonaer Boden liegt. In dieser Urkunde ist auch erstmalig von Ottensen (Ottenhusen, ab 1390 Vogtei) die Rede, zu der Altona anfangs gehört.
Einer Legende zufolge soll die Keimzelle (und der Anlass für den Namen) eine Rotbierkneipe gewesen sein, um die herum sich Handwerker und Fischer ansiedelten - jedoch nach Ansicht des Hamburger Rates "all to nah" (allzu nah) an der Stadtgrenze. Der Kern dieser Ansiedlung, die Krogwirtschaft des Fischers Joachim vom Lohe, lag wohl am Geesthang zwischen dem späteren Nobistor und dem Altonaer Fischmarkt im Bereich der heutigen Straße Pepermölenbek. Der Name Altona könnte auch von einem Bach ("Altenau") herrühren.
Daneben gibt es spärliche Hinweise auf mögliche frühere Ansiedlungen im heutigen Bahrenfeld zwischen Schnackenburgallee und Altonaer Volkspark. So wird aus der Ortsbezeichnung "Winsberg" bzw. der Straße "Winsbergring" und der Straße "Hellgrundweg" ein Zusammenhang mit Odin/Wotan und Hel sowie daraus folgend die Existenz von germanischen Opferstätten abgeleitet.
Die Frühe Neuzeit
Von Anfang an kommt es zwischen Hamburg und Altona zu Auseinandersetzungen über Weide- und Münzrechte, Zunft- und Glaubensfragen und die Nutzung der Elbe. 1591 bricht gar ein Grenzkrieg aus, der auch vor dem Reichskammergericht ausgetragen wird und erst 1740 durch einen Vergleich endet. Ebenso akzeptiert Hamburg Altonas Stadtprivileg erst 1692 (Kopenhagener Rezeß).
1692
Im Dreißigjährigen Krieg gerät auch Altona zeitweise zwischen die wechselnden Fronten: 1637 zählt man über 60 leerstehende Häuser, 1644/45 gerät es vorübergehend in schwedischen Besitz; andererseits wird 1638 eine prachtvolle Allee angelegt, die Palmaille. Zum Schutz der Bevölkerung vor Horden von marodierenden ehemaligen Landsknechten genehmigt Graf Otto von Schauenburg und Holstein-Pinneberg dem Ort 1639 die Gründung einer Schützencompagnie als Bürgerwehr und Brandgilde. Unter dem später angenommenen Namen Altonaer Schützengilde von 1639 existiert diese bis heute (seit 1864 allerdings als privater Verein).
Nach dem Aussterben der schauenburgischen Linie Pinneberg-Holstein (1640) fällt Altona an das Herzogtum Holstein und damit in Personalunion an den jeweiligen dänischen König; es gehört in dieser Zeit zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Daher ist Altona zwar bis 1806 deutsch und bis 1864 holsteinisch, steht aber unter dänischer Verwaltung mit allen sich daraus ergebenden Angleichungen z. B. des geltenden Rechts und der Währung.
Am 23. August 1664 verleiht der dänische König Friedrich III. Altona die Stadtrechte; dieses Privileg umfasst unter anderem Zoll-, Stapel- und Gewerbefreiheiten sowie Gerichtshoheit. 1688 wird das heute noch bestehende Christianeum als städtische Lateinschule gegründet und 1738 zum Gymnasium erweitert. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts werden hier auch zahlreiche Schüler aus Altonas jüdischen Familien aufgenommen. Mit rund 12.000 Einwohnern 1710 und rund 24.000 Einwohnern 1803 ist Altona nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt innerhalb des dänischen Gesamtstaates, zu dem neben dem Königreich Dänemark auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein, das Königreich Norwegen sowie Island und die Faröer-Inseln gehören. Außerhalb des Königreiches Dänemark ist Altona damit sogar die größte Stadt im dänischen Gesamtstaat.
Das 18. Jahrhundert
Im Zuge des Großen Nordischen Krieges erfolgt im Januar 1713 eine Brandlegung durch Soldaten des schwedischen Generals Stenbock. Im Osten beginnend, wird Haus für Haus planmäßig in Brand gesetzt. Daraus (etwa 60% der Gebäude werden zerstört) erklärt sich, dass außer der Straßenanlage der Palmaille so gut wie nichts mehr an das Altona vor dem Schwedenbrand erinnert.
Der im gleichen Jahr zum Oberpräsidenten ernannte Christian Detlev von Reventlow gilt als Neugründer der Stadt; u.a. erwirkt er beim König weitgehende Rechte zu ihrem Wiederaufbau. Ihm unterstehen auch Ottensen und Neumühlen. Mit Claus Stallknecht, der nahe dem Nobistor auch ein Rathaus (Amtssitz bis 1898, zerstört 1943) errichtet, wird ein eigener Stadtbaumeister bestellt. Die Zeit vom Wiederaufbau bis zur Kontinentalsperre (1807) wird von den Chronisten als "goldene Epoche" Altonas bezeichnet.
Im späten 18. Jahrhundert entwickelt sich Altona zu einem Zentrum der Aufklärung in Norddeutschland, personifiziert insbesondere ab 1757 in dem sozialreformerischen Stadtphysikus und Armenarzt Johann Friedrich Struensee, der ab 1769 zunächst als Leibarzt des dänischen Königs Christian VII. wirkt, dann als geadelter Geheimer Kabinettsminister innerhalb von nur 16 Monaten mehrere hundert Gesetze und Verordnungen zur Modernisierung des Staates Dänemark erlässt. Struensee wird von den ihres Einflusses beraubten Vertretern der "alten Ordnung" nach einem Schauprozess 1772 in Kopenhagen hingerichtet.
Altona hat sich zu allen Zeiten als "offene Stadt" verstanden, wie es das Wappen mit dem geöffneten Tor symbolisiert; politisch oder religiös Verfolgte ebenso wie Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen anderswo nicht geduldet wurden, finden hier Aufnahme: holländische Reformierte, Hugenotten, Mennoniten, Juden, unzünftige Handwerker, von den napoléonischen Besatzern vertriebene mittellose Bewohner Hamburgs (Winter 1813/14), aber auch längst vergessene Sekten wie Adamiten, Gichtilianer oder Separatisten. Sie genossen die geistigen wie ökonomischen Freiheiten, die "Hamburgs schöne Schwester" ihnen bot und trugen ihrerseits vielfach zur Entwicklung der Stadt bei. Die jüdischen Begräbnisplätze oder die Straßennamen Kleine bzw. Große Freiheit veranschaulichen dieses Klima der Toleranz in Altona auch auf dem Stadtplan. Diese Straßen wurden 1938 dem Stadtteil St. Pauli zugeordnet.
Entsprechend sind auch die 6 Stadttore, die seit 1740 Altona von Hamburgs Vorstadt "Hamburger Berg" (heute St.Pauli) trennen, eher offene Grenzmarkierungen: vom Elbufer aufwärts Pinnas-, Schlachter-, Trommel-, Nobis-, Hummeltor sowie der namenlose nördlichste Durchgang in der Nähe der Straße "Beim Grünen Jäger". An der südlichen Lage der fünf benannten Tore lässt sich gut erkennen, dass Altona selbst im 18. Jhd. noch überwiegend elbnah bebaut ist.
Die Ideen der französischen Revolution treffen auch im nördlichen Europa auf Zustimmung: in Altona gründen republikanisch gesinnte Intellektuelle und - für die damalige Zeit ungewöhnlich - einzelne Angehörige der städtischen Unterschichten 1792 einen Jakobinerclub, der regelmäßig in einer Herberge an Altonas Rathausmarkt tagt. Das Handeln seiner Mitglieder beschränkt sich auf das Verbreiten aufklärerischer und revolutionärer Ideen durch "wildes Plakatieren" von Flugblättern; der Kopf des Königs ist dadurch nicht bedroht. Christian VII. veranlasst, wohl auch, um allzu demokratischen Bestrebungen den Wind aus den Segeln zu nehmen, im selben Jahr mehrere Gesetze, durch die die allgemeine Schulpflicht eingeführt und wesentliche Schritte zur Judenemanzipation geleistet werden.
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Durch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches (1806) durch die Napoléonischen Kriege und die anschließende Zeit, in der Altona nicht mehr Teil eines deutschen Staates war, sowie durch die Mitgliedschaft im Deutschen Bund (1815) änderte sich in Altona - wie im Herzogtum Holstein insgesamt - politisch wenig: es wurde weiterhin durch den dänischen König verwaltet, in die dänische Politik einbezogen und von dieser gefördert. Zwischen 1848 und 1864 versuchte Dänemark wiederholt, die Verflechtung zwischen dem Königreich Dänemark und Holstein von einer Personalunion in eine Realunion umzuwandeln, was zum Schleswig-Holsteinischen Aufstand (1848-1852) und – einhergehend mit dem preußischen Expansionsdrang – zum Deutsch-Dänischen Krieg (1863/64) führte. 1864-1866 befand sich Altona (wie ganz Holstein) formal unter österreichischer Verwaltung (im Auftrag des Deutschen Bundes), von 1867 bis 1871 gehörte es danach allein zu Preußen und wurde mit der Gründung des Deutschen Reiches auch Teil des Reiches. Wirtschaftlich allerdings endete Altonas "goldene Zeit" durch die Napoléonische Kontinentalsperre abrupt: die totale Elbblockade brachte viele Handelshäuser, Reedereien und exportorientierte Gewerbe an den Rand des Ruins.
Durch ein Privileg des Königs Friedrich VI. erhielt der Astronomieprofessor Heinrich Christian Schumacher die Erlaubnis, an der Palmaille eine Sternwarte zu errichten (1821), die er größtenteils aus Privatmitteln und königlichen Zuschüssen unterhielt und die schnell hohes wissenschaftliches Renommée erlangte. Hier wurden auch die Astronomischen Nachrichten herausgegeben. Nach Schumachers Tod (1850) wurde das Observatorium unter wechselnden Direktoren und mit knapperen Mitteln weiterbetrieben, bis es 1872 nach Kiel verlegt wurde; das Gebäude wurde während eines Luftangriffes 1941 zerstört.
Altona war der erste Freihafen Nordeuropas (seit 1664); dadurch, aber auch durch die vorausschauende Planung unter Bürgermeister Carl Heinrich Behn, † 1853, die eine erhebliche Norderweiterung vorsah (welche Ende des Jahrhunderts realisiert ist), erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blütezeit.
Schleswig-Holsteins erste Kunststraße ("Chaussee", 1833) verband Altona und Kiel. Und 1839 schlägt die Geburtsstunde des (zunächst noch privat betriebenen) Personennahverkehrs: die Basson'sche Pferdeomnibuslinie trug dazu bei, den wachsenden Verkehr zwischen Altona und Hamburg zu bewältigen.
Im Vormärz formierte sich auch in Altona, obwohl es seit 1640 immer von den dänischen Königen begünstigt worden war, Widerstand gegen die wachsenden Danisierungsbestrebungen unter Christian VIII. und Friedrich VII.: ein Altonaer Kaufmann beispielsweise unterstützte die letztlich erfolglose Erhebung Schleswig-Holsteins gegen die Krone (23. März 1848) mit 100.000 Mark Courant; und zahlreiche Bewohner bejubelten Weihnachten 1863 den Einmarsch deutscher Bundestruppen in die Stadt (Beginn des deutsch-dänischen Krieges).
Am 16. Juni 1842 konstituierte sich die "Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft", die am 28. Juni des gleichen Jahres die königlich dänische Konzession zum Bau und Betrieb der König Christian VIII. Ostseebahn erhielt. Diese verband ab 1844 Altona mit Kiel. 1866 wurde die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn zum Hamburger Bahnhof Klosterthor gebaut, 1867 eine Strecke zum pinnebergischen Blankenese.
Ab 1876 führte eine Hafenbahn zum Elbufer abwärts, für die später der längste Eisenbahntunnel Norddeutschlands, der so bezeichnete "Schellfischtunnel" gebaut wurde (1992 stillgelegt). 1884 richtete die Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung in Altona eine Eisenbahndirektion ein. Im selben Jahr nahm die Altona-Kaltenkirchener Eisenbahngesellschaft AG (AKE, seit 1916 AKN) den Personen- und Güterverkehr zwischen Altona und Kaltenkirchen in Betrieb (1898 verlängert bis Bad Bramstedt, 1916 bis Neumünster).
Zu Beginn des Jahres 1886 ging die Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft in das Eigentum der Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung (KPEV) über. 1895 wurde etwa 500 Meter nördlich des ersten Bahnhofs ein neuer Altonaer Hauptbahnhof errichtet. Der bisherige Bahnhof wurde ab 1898 als Gebäude für das Rathaus genutzt.
Von der Industrialisierung profitierte das benachbarte Ottensen (Zuwachs von 4.660 (1855) auf 25.500 (1890) Einwohner) aufgrund wechselnder Zollgrenzen (1854, 1867) bis 1888 stärker als Altona. Zu den dominierenden Branchen zählten Glashütten und Tabakverarbeitung ("Piependreiher" = Zigarrendreher, meist in Heimarbeit), ab 1865 Eisen- und Metallindustrie (Gießereien, Maschinen-, Dampfkessel-, Schiffsschraubenbau), Nahrungs- und Genussmittelproduktion, Brauereien und vor allem fischverarbeitende Betriebe - 1913 ist Altona Deutschlands größter Anlandeplatz und Industriestandort für Fisch.
1863 errichtete eine private Gesellschaft an der Palmaille ein Museum, das 1888 von der Stadt übernommen wurde und 1901 in einem Neubau im neuen Stadtzentrum als landeskundliches Altonaer Museum seine Pforten öffnete.
1889 wurden Ottensen und Neumühlen, 1890 Bahrenfeld, Othmarschen und Övelgönne eingemeindet. Dadurch und durch die Zuwanderung infolge der Industrialisierung wuchs Altonas Bevölkerung rapide: von 40.626 (1855) über 84.099 (1875) auf 143.249 (1890) Einwohner.
Um die Jahrhundertwende gründeten sich zunehmend Sportvereine, die sukzessive auch eigene Sportstätten anlegten, so 1898 der Hamburger Polo-Club (spielte zunächst auf der Trabrennbahn, ab 1907 an der Jenischstraße in Flottbek) und 1906 der Hamburger Golf-Club (vereinseigene Anlage ebenfalls in Flottbek). Pfingsten 1903 richtete Altona 93 das allererste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft auf der Exerzierweide in Bahrenfeld aus.
Seit 1913 kaufte oder pachtete der Magistrat gezielt private Flächen, um daraus öffentliche Grünanlagen zu schaffen (Donners, Gayenscher, Rathenau-, Jenisch- und Volkspark mit angrenzendem Hauptfriedhof) sowie, beginnend unterhalb von Rainville, den Elbuferweg (heute durchgehender Wander- und Radfernweg) herzustellen. Aus Anlass des 250jährigen Stadtjubiläums richtete Altona die Deutsche Gartenbauausstellung aus (1914) - diese wird allerdings überschattet vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
1918 bis 1945
Nach dem Ersten Weltkrieg legt der Gartenbaudirektor Tutenberg nördlich der Trabrennbahn Bahrenfeld mit dem Volkspark ein zunächst 125 ha großes, stadtnahes Erholungsareal an; dazu entstehen an dessen Rändern der städtische "Centralfriedhof", ein Flughafen (an der Luruper Chaussee) und das Volksparkstadion. Seit den 1920er Jahren gilt Altona als die deutsche Großstadt mit den meisten Grünflächen (siehe auch unten).
Unter dem 1924 bis 1933 amtierenden Oberbürgermeister Max Brauer (SPD, seit 1919 bereits 2. Bürgermeister) erlebt die Stadt eine heute noch vielerorts sichtbare Aufschwungphase, die 1927 in der Verdoppelung der Stadtfläche durch die Eingemeindung der Elbdörfer Groß- und Kleinflottbek, Nienstedten, Blankenese und Rissen sowie der Geestgemeinden Osdorf, Iserbrook, Sülldorf, Lurup, Eidelstedt und Stellingen-Langenfelde kulminiert. Mit diesem keineswegs von allen betroffenen Gemeinden begrüßten Schritt (siehe Groß-Altona-Gesetz) geht eine vorausschauende Stadtentwicklungspolitik einher, die sich insbesondere in dem Generalbauplan (von Altonas Bausenator Gustav Oelsner bereits ab 1923 für Altona und andere preußische Gebiete rund um Hamburg aufgestellt), dem Ankauf von Bauerwartungsland und der Gründung (1922) des kommunalen Wohnungsbauunternehmens Siedlungs-Aktiengesellschaft Altona (SAGA) manifestiert. Für Erholungszwecke werden drei Grüngürtel durch die Stadt angelegt; auch Hagenbecks Tierpark in Stellingen ist nun eine Altonaer Attraktion.
Überhaupt ist dies die hohe Zeit der Kommunalisierung von Versorgungsdienstleistungen: das Wasserwerk am Baurs Berg in Blankenese, das Gaswerk in Bahrenfeld, das Elektrizitätswerk Unterelbe (EWU) in Neumühlen (1913 erbaut; Siemens-Anteile 1922 übernommen) befinden sich in städtischem Besitz - und reichen für den Bedarf der wachsenden Stadt bald schon nicht mehr aus: bereits 1928 geht in Schulau (heute Teil von Wedel/Holstein) ein zweites Kraftwerk ans Netz.
Ebenso wird für die zunehmend erforderliche Nahverkehrserschließung 1925 ein städtischer Betrieb, die Verkehrs-Aktiengesellschaft Altona (VAGA), gegründet. Im selben Jahr eröffnet zudem Europas erste regelmäßige Wasserfluglinie zwischen Altona und Dresden.
Altona an der Elbe (so der offizielle Name) hat sich zu einer veritablen Großstadt mit einer von 172.628 (1910) auf 231.872 (1928) gestiegenen Einwohnerzahl gemausert. Damit ist es die größte Stadt in Schleswig-Holstein. Allerdings währt die Selbständigkeit nur noch knapp 11 Jahre.
Zu Ende der Weimarer Republik wehrt sich das "rote Altona" auch handfest gegen nationalsozialistische Einflüsse: Höhepunkt ist der Widerstand vieler Bewohner gegen einen Propagandamarsch schleswig-holsteinischer SA-Verbände durch die engen, dicht besiedelten Straßen von Altona-Altstadt. Dieser "Altonaer Blutsonntag" (17. Juli 1932) führt zum sog. "Preußenschlag", also der staatsstreichartigen Absetzung der von Otto Braun (SPD) geführten preußischen Regierung durch die Reichsregierung unter Franz von Papen.
Nach der NS-Machtergreifung werden 4 Männer wegen angeblicher Verbrechen während des Blutsonntags von einem Sondergericht verurteilt und im Sommer 1933 in Altona hingerichtet: Karl Wolff, Bruno Tesch, August Lütgens und Walter Möller. Auch diese Namen findet man (seit den späten 1980ern) auf dem Altonaer Stadtplan; und in den 1990ern wurden endlich auch diese Unrechtsurteile aufgehoben.
Allerdings bleibt auch Altona nicht vom Niedergang der Golden Twenties und vom Aufkommen des Faschismus verschont. Die Arbeitslosenzahl steigt von 2.683 (Dezember 1929) auf 14.161 (Mai 1932). Und bei der Wahl zum Stadtverordnetenkollegium (Stadtrat) 1929 erhält die NSDAP zwar nur 6.880 Stimmen (hingegen SPD 46.122, KPD 18.046), aber bei den Reichstagswahlen im November 1932, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise, liegen die Nazis nur noch in Altstadt (hinter der KPD), Ottensen, Bahrenfeld und Lurup (hinter der SPD) lediglich auf Platz 2, während sie insbesondere in Rissen, Sülldorf, Oevelgönne (über 50%), Blankenese und Othmarschen (über 40%) ihre Hochburgen haben.
Am 10. März 1933 - zwei Tage vor der Kommunalwahl - besetzen Nationalsozialisten nachts das Altonaer Rathaus und erklären den stellvertretenden Gauleiter Emil Brix zum neuen Oberbürgermeister. Entsprechend die Stimmenzahlen vom 12. März 1933: NSDAP 60.112, SPD 32.484, KPD 17.501, Kampffront Schwarz-Weiß-Rot 11.057.
1933
In diesen Jahren kommt es auch hier zur Verfolgung von Andersdenkenden. Heute erinnern an das vielgestalte jüdische Leben in Altona nur noch Gedenkwerke wie
- der Findling am Rand des Bahnhofsvorplatzes (an die von hier aus Deportierten),
- der schwarze Quader von Sol LeWitt am Südende des Platzes der Republik (an die jüdische Gemeinde, ehemals Teil der Skulptur.Projekte der Stadt Münster),
- eine Tafel an der Post in der Kirchenstraße (an die ehemalige Synagoge in der Kleinen Papagoyenstraße),
- die Namensliste im Untergeschoss des Ottenser Einkaufszentrums (an die auf dem inzwischen überbauten Friedhof Begrabenen).
Durch das Groß-Hamburg-Gesetz wird Altona 1937 zunächst Teil des Landes Hamburg und verliert seinen Status als selbständige Gemeinde durch Eingemeindung am 1. April 1938; die überraschten Bewohner der Stadt erfahren davon aus Zeitung oder Radio. Im Oktober des selben Jahres werden in Hamburg die Stadtteilgrenzen analog den Kreisgrenzen der nationalsozialistischen Parteiorganisation verändert; Altona geht dadurch eines Teils seines historischen Gebietes verlustig (vor allem gegenüber St. Pauli und Eimsbüttel) und ist jetzt identisch mit dem NSDAP-Parteikreis 7. Diese Änderungen sind auch nach Ende der NS-Diktatur beibehalten worden.
Im Juli 1943 zerstören alliierte Bomber große Teile der Altstadt und verwandeln insbesondere das dicht besiedelte Gebiet zwischen Nobistor und Allee, Holsten- und Große Elbstraße in ein großflächiges Ruinenfeld; Altonas historischer Kern um Rathaus- und Münzmarkt wird auch nicht wieder aufgebaut. Auch nördlich der Stresemannstraße bis zum Eimsbütteler Marktplatz sind ganze Straßenzüge nicht mehr wiederzuerkennen.
Nach 1945
Nach dem Krieg werden dort neue Straßen angelegt (Verlängerung und Verbreiterung der Holstenstraße bis zur Reeperbahn, der Alsenstraße bis zur Fruchtallee) oder Freiflächen geschaffen ("Grünzug Neu-Altona" = Walter-Möller-Park), anstelle der kleinmaßstäblichen, geschlossenen Blockrandbebauung werden einzeln stehende Hochhäuser und Häuserblocks errichtet ("Neu-Altona-Plan"), um den Wohnungsmangel zu bekämpfen: denn noch bis etwa 1960 stehen in diesem Viertel "Nissenhütten"-Siedlungen und andere Notunterkünfte (z. B. hinter der Unzer- und an der Eggerstedtstraße).
In den folgenden Jahrzehnten setzt sich die Veränderung fort: unter der Devise "Luft und Licht für die Arbeiterschicht" kommt es zur Flächensanierung, etwa 1970 in Altonas ehemaligem Hauptgeschäftsviertel um die Große Bergstraße herum, am Hexenberg oder zuletzt noch 1980 im Gebiet der Behn'schen Stadterweiterung.
Spektakulärstes Beispiel aus der Mitte der 70er Jahre: der Abriss des stadtbildprägenden Backstein-Hauptbahnhofs und seine Ersetzung durch ein Kaufhaus mit Gleisanschluss (Volksmund: "Kaufbahnhof").
Manches Großprojekt wird aber auch verhindert (z. B. ein Autobahnzubringer mitten durch Ottensen, das gleichzeitig in die (Büro-)"City West" umgewandelt werden soll, oder der Abriss des Krankenhauses an der Allee).
In den 90er Jahren entsteht am Elbufer zwischen Altonaer Fischmarkt und Neumühlen ein Ensemble politisch zunächst heftig umstrittener Solitärbauten ("Perlenkette"), wodurch die Tertiärisierung der Volkswirtschaft auch in Altonas Stadtbild sichtbar wird: an die Stelle der fischverarbeitenden Industrie treten v.a. Bürokomplexe, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen - und das nicht nur am Fluss: Reemtsma, BAT, Gartmanns Schokoladenfabrik, Holsatia-Holzverarbeitung, Margarine-Union und Essig-Kühne in Bahrenfeld, Zeise (Schiffsschraubenguss), Menck&Hambrock (Baggerherstellung) oder Aal-Friedrichs in Ottensen und die Elbschlossbrauerei in Nienstedten gehören zu den großen gewerblichen Arbeitgebern, die ihre Produktionsstätten in den letzten Jahrzehnten aufgegeben oder verlagert haben.
Politisch ist das Nachkriegs-Altona durch seine soziale Mischung aus innerstädtischen Arbeiter- und peripheren großbürgerlichen Wohnquartieren relativ heterogen - mit einer seit den 60er Jahren tendenziell abnehmenden sozialdemokratischen Dominanz.
Zu Altona gehören einige von Hamburgs reichsten Stadtteilen, aber auch einige der einkommensschwächsten: mittlere Einkünfte pro Steuerpflichtigem 1998 in Othmarschen 81.149 € bei einem Sozialhilfeempfängeranteil von 0,9%, in Altona-Altstadt 23.599 € und 14,7%.
Seit Anfang der 80er Jahre sind, bedingt durch die bauliche Aufwertung ("Gentrification") und die Entstehung diverser Milieus und Subkulturen v.a. in Ottensen und Altona, neue Präferenzen hinzugetreten, was sich u.a. in grün-alternativen Bezirkswahlergebnissen von bis zu 22% (1997) äußert. Hamburgs erste formelle rot-grüne Koalition (1994-1997) entsteht ebenso in Altona wie die erste schwarz-grüne Kooperation (seit 2004).
Das Fortbestehen der historisch gewachsenen Offenheit und Toleranz drückt sich gleichermaßen in einem überproportionalen Immigrantenanteil an der Wohnbevölkerung (1998: 17,4% ggüb. 15,9% in ganz Hamburg) aus wie im Wiedererstarken eines spezifischen Altonaer Selbstverständnisses bis hin zu sezessionistischen Kräften ("Altonaer Freiheit"): 1989 hielt zum ersten Mal seit 1863 ein Abgeordneter wieder eine Rede auf Dänisch in der Bezirksversammlung.
Anlässlich der Durchfahrt eines britischen U-Bootes nach Hamburg erklärt die Bezirksversammlung 1983 den Bezirk Altona zur atomwaffenfreien Zone.
Sehenswürdigkeiten
Plätze und Bauten
Altona definiert sich durch mehr als die Elbe, Ottensen und die Nähe zur Reeperbahn. Eine der Hauptattraktionen ist sicherlich der Fischmarkt, der zum großen Teil von Touristen besucht wird oder von Einheimischen, die es nach einer durchzechten Nacht auf dem Kiez nicht mehr nach Hause schaffen. Sehenswert ist dort auch die restaurierte Fischauktionshalle. Generell sehr beliebt ist der Elbabschnitt zwischen Fischmarkt und Övelgönne für alle Arten von Aktivitäten.
Övelgönne
Övelgönne
Vom Elbufer aus einen beeindruckenden Anblick bietet die 1887 eingeweihte Köhlbrandtreppe mit ihrem monumentalen Kopfbau an der Einmündung der Carsten-Rehder- in die Große Elbstraße: diese Anlage benutzten bis in die 1960er Jahre täglich tausende von Arbeitern auf ihrem Weg zwischen den eng bebauten Wohnquartieren in der Oberstadt und dem Fähranleger bzw. den Hafen- und Gewerbebetrieben am Elbufer. Auf der Wasserseite dieser Straßeneinmündung befindet sich mit dem Holzhafen auch das 1722 angelegte und somit älteste erhaltene (wenngleich heute nicht mehr genutzte) Becken im gesamten Hamburger Hafengebiet.
Am Rathaus Altona, das sich im Gebäude des einstigen Altonaer Bahnhofes befindet, beginnt die Elbchaussee (anfangs: Klopstockstraße), die sich westwärts oberhalb des Elbhanges bis Blankenese hinzieht. Ebenfalls am Rathaus, direkt am Elbhang, der Altonaer Balkon, ein Aussichtspunkt mit weitem Blick über den Hafen. Hier ist auch der Beginn des Elbuferweges, auf dem man immer am Wasser entlang Richtung Övelgönne und Blankenese bis Wedel wandern oder radeln kann.
Am Anleger Neumühlen hat ein privater Verein im Museumshafen Övelgönne eine stattliche Anzahl historischer Schiffe versammelt, die seine Mitglieder auch selbst restaurieren.
Zwischen Rathaus, Altonaer Museum und neuem Bahnhof liegt Altonas wohl wichtigstes Symbol, der 1900 eingeweihte Stuhlmannbrunnen: zwei Zentauren ringen verbissen um einen riesigen Fisch - eine Allegorie auf die Konkurrenz der Nachbarstädte Altona und Hamburg.
Von den St.Pauli-Landungsbrücken bestehen Fährverbindungen auf der Elbe entlang des Altonaer Ufers nach Finkenwerder, zum Museumshafen Övelgönne und nach Blankenese mit Blick auf die zahlreiche Villen am Elbhang. Altona selbst hat noch 4 Anleger für Elbfähren (mit HVV-Ticket zu benutzen): Altona (an der Fischauktionshalle), Neumühlen, Teufelsbrück und Blankenese.
Architekturinteressierten seien 2 stadtbildprägende Baumeister empfohlen:
HVV
Christian Frederik Hansen (1756-1845) schuf zwischen 1789 und 1806 als holsteinischer Landbaumeister diverse großbürgerliche Wohn- und Landhäuser, aber auch öffentliche Gebäude in Altona, Ottensen und den Elbdörfern, beispielsweise das "Elbschlösschen", das Stallgebäude "Halbmond", das "Weiße Haus" (alle an der Elbchaussee) und die Bürgerhäuser Palmaille 49-63 und 108-120.
Gustav Oelsner (1879-1956) schuf als Bausenator in Altona (1924-1933) städtischen Geschosswohnungsbau - beispielhaft die Wohnblöcke an Lunapark (Altona-Nord) und Bunsenstraße (Ottensen) -, aber auch die Gartenstadt Steenkampsiedlung (Bahrenfeld) sowie Zweckbauten (Kaischuppen E/F in Neumühlen, Arbeitsamt in Altona-Nord).
Ein atmosphärisch "dichter" Veranstaltungsort für Rockkonzerte ist nach wie vor die Fabrik (Ottensen, Barnerstraße).
Jährlich wiederkehrende Großveranstaltungen:
- die Altonale, ein Straßenfest mit Buden, Bühnen und Belustigungen im gesamten Altonaer Zentrum, begleitet von Kunst, Literatur und Kulinarischem (2006: Mitte Juni)
- die Cyclassics, ein Radsportereignis mit Jedermann- und Profi-Rennen, die beide in einer großen Schleife durch den Bezirk führen (2006: 30. Juli)
Parks und Naturdenkmäler
- Altonaer Volkspark in Bahrenfeld
- Jenischpark mit NSG Flottbekniederung in Hamburg-Othmarschen
- Neuer Botanischer Garten in Hamburg-Osdorf
- diverse Parks am Elbhang, besonders im Ortsamtsbereich Blankenese
- NSG Schnaakenmoor,
- NSG Wittenbergener Heide und
- NSG Wittenbergener Elbwiesen im Ortsamtsbereich Rissen
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Nach dem Jahr der Ernennung:
- 1872: Albrecht Gustav von Manstein (1805-1877), General
- 1891: Franz Adickes (1846-1915), Bürgermeister
- 1895: Otto von Bismarck (1815-1898), Reichskanzler
- 1895: Hermann von Tresckow (1818-1900), General
- 1896: Alfred Graf von Waldersee (1832-1904), Generalfeldmarschall, erfolgloser Versuch der Aberkennung 1990
- 1908: Ferdinand Rosenhagen (1830-1920), 2. Bürgermeister
- 1937: Hinrich Lohse (1896-1964), Gauleiter, im Oktober 1945 aberkannt
Söhne und Töchter der Stadt
- Christopher Ernst Friedrich Weyse, - 5. März 1774, † 8. Oktober 1842 in Kopenhagen, Komponist
- Conrad Hinrich Donner, - 11. April 1774, † 1. Januar 1854 in Altona (Grabstätte auf dem Heilig-Geist-Kirchhof), Kaufmann, Fabrikant und Reeder, kgl. dän. Conferenzrat, Dannebrogsmann, Deputierter Altonas zur Schleswig-Holsteinischen Ständeversammlung
- Friedrich Georg Wilhelm Struve, - 15. April 1793, † 23. November 1864 bei St. Petersburg, Astronom
- Günther Ludwig Stuhlmann - 10. Februar 1797, † 30. März 1872 in Nizza, Fabrikant und Mäzen
- Siegfried Dehn, - 24. Februar 1799, † 12. April 1858 in Berlin, Musiktheoretiker und Kompositionslehrer
- Gottfried Semper, - 29. September 1803, † 15. Mai 1879 in Rom, Baumeister ("Semperoper")
- Carl Reinecke, - 23. Juni 1824, † 10. Mai 1910 in Leipzig, Komponist
- Emil Warburg, - 9. März 1846, † 28. Juli 1931 in Grunau (heute Bayreuth), Physiker
- Hans Ehrenberg, - 4. Juni 1883, † 31. August 1958 in Heidelberg, Theologe
- Louise Schroeder, - 2. April 1887, † 4. Juni 1957 in Berlin, Politikerin (SPD), MdR, MdB, Bürgermeisterin von Berlin
- Hans Friedrich Blunck, - 3. September 1888, † 25. April 1961 in Hamburg, Schriftsteller, Präsident der Reichsschrifttumskammer
- Adolf Jäger, - 31. März 1889, † 21. November 1944 in Hamburg-Altona, Fußball-Nationalspieler
- Edgar Ende, - 23. Februar 1901, † 27. Dezember 1965 in Netterndorf bei München, Maler
- Axel Springer, - 2. Mai 1912, † 22. September 1985 in Berlin, Verleger
- Heinz-Joachim Heydorn, - 14. Juni 1916; † 15. Dezember 1974 in Frankfurt am Main), Pädagoge
Weitere Persönlichkeiten
die zwar nicht in Altona geboren, aber nachhaltig in der Stadt wirkten und dort beerdigt wurden:
- Friedrich Gottlieb Klopstock, Dichter, - 2. Juli 1724 in Quedlinburg, † 14. März 1803 (Grabstätte auf dem Christianskirchhof in Ottensen)
- Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident, - 29. Februar 1764 in Penzlin, † 1. August 1845 (Grabstätte auf dem Friedhof Norderreihe in Altona-Altstadt)
- Heinrich Christian Schumacher, Astronom und Geodät, - 3. September 1780 in Bramstedt, † 28. Dezember 1850 (Grabstätte auf dem Heilig-Geist-Kirchhof in Altona-Altstadt)
- Charlotte Niese, Dichterin, - 7. Juni 1854 in Burg auf Fehmarn, † 8. Dezember 1935 (Grabstätte auf dem Friedhof Bernadottestraße in Ottensen)
- Felix Woyrsch, Komponist und städtischer Musikdirektor, - 8. Oktober 1860 in Troppau, † 20. März 1944 (Grabstätte auf dem Friedhof Bernadottestraße in Ottensen)
Literatur
- Olaf Bartels: Altonaer Architekten - Eine Stadtbaugeschichte in Biographien. Hamburg 1997 (Junius Verlag) ISBN 3-88506-269-0
- Hajo Brandenburg: Hamburg-Altona. ISBN 3-8970-2556-6
- Förderkreis e.V. (Hg.): Ottensen-Chronik. Hamburg 1994 (Eigenverlag)
- Hans-Günther Freitag/Hans-Werner Engels: Altona - Hamburgs schöne Schwester. Hamburg 1982 (A. Springer Verlag)
- Paul Th. Hoffmann: Neues Altona 1919-1929. 2 Bde., Jena 1929 (E.Diederichs-Verlag)
- Anthony McElligott: Das 'Abruzzenviertel' - Arbeiter in Altona 1918-1932. In Herzig/Langewiesche/Sywottek: Arbeiter in Hamburg. Hamburg 1983 (Verlag Erziehung und Wissenschaft) ISBN 3-8103-0807-2
- Anthony McElligott: Contested City. Municipal Politics and the Rise of Nazism in Altona, 1917-1937. Ann Arbor 1998 (University of Michigan Press) ISBN 0-472-10929-4
- Hans-Kai Möller: Altona-Ottensen: Blauer Dunst und rote Fahnen. In Urs Diederichs: Schleswig-Holsteins Weg ins Industriezeitalter. Hamburg 1986 (Christians-Verlag) ISBN 3-7672-0965-9
- Christoph Timm: Altona-Altstadt und -Nord. Denkmaltopographie. Hamburg 1987 (Christians-Verlag) ISBN 3-7672-9997-6
- Stefan Winkle: Johann Friedrich Struensee - Arzt, Aufklärer, Staatsmann. Stuttgart 1989² (G. Fischer Verlag) ISBN 3-437-11262-7
Weblinks
- [http://www.altona.dk/geschichte/ Chronologie von altona.dk].
- [http://gutenberg.spiegel.de/sagen/schleswi/roel0046.htm Sage über die Entstehung Altonas: "Dat is ja all to na!"]
- [http://www.rettet-den-volkspark.de/ Initiative für den Erhalt des Altonaer Volksparks]
- [http://www.simonbruckner.de/wahlen_altona.html Wahlanalysen für Altona und seine Stadtteile]
Siehe auch:
- Altonaer Blutsonntag
- Altonaer Ofen
- Altonaer FC von 1893
- Altonaer Bürgermeister
- Bezirksamtsleiter
Altona
1985
Jahreswidmungen
- 1985 ist „Jahr der Vereinten Nationen“.
- 1985 ist „Internationales Jahr der Jugend“.
- Der Neuntöter (lat. Lanius collurio) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: In Deutschland geht SAT.1 auf Sendung
- 1. Januar: Die Schweiz führt die Autobahngebühr für Pkw ein
- 1. Januar: Die DDR vergrößert ihr See-Territorium von 3 auf 12 Seemeilen
- 1. Januar: Kurt Furgler wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In den meisten EG-Mitgliedsstaaten werden die ersten Europäischen Pässe ausgestellt
- 15. Januar: Der 298 Meter hohe Sendemast des Westdeutschen Rundfunks auf dem Bielstein im Teutoburger Wald stürzt um, nachdem durch starke Vereisung eine Pardune zerrissen ist
- 5. Februar: Nach 16 Jahren wird der Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar wiedereröffnet
- 12. Februar: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Saarland
- 23. Februar: Dr. Martin Bangemann wird auf dem Parteitag in Saarbrücken als Nachfolger von Hans-Dietrich Genscher zum neuen Bundesvorsitzenden der FDP gewählt
- 4. März: In Ahaus nimmt der erste deutsche Bürgerbus seinen Betrieb auf
- 10. März: Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin (West-Berlin), die Koalition von CDU und FDP unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) wird bestätigt. Die SPD erzielt ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende
- 11. März: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU
- 15. März: Wiederherstellung der Demokratie in Brasilien
- 2. April: Verurteilung der führenden RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt
- 11. April: Albanien. Tod von Enver Hoxha, Ramiz Alia übernimmt die Führung der Kommunistischen Partei, Beginn einer vorsichtigen Öffnung des Landes
- 16. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Türkei
- 8. Mai: Richard von Weizsäcker hält im Deutschen Bundestag die vielbeachtete Rede Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
- 20. Mai: Sendestart von Radio Martí
- 10. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Volksrepublik China
- 11. Juni: Im geteilten Berlin kommt es zum größten Agentenaustausch in der Nachkriegsära. 25 Westspione wechseln auf der Glienicker Brücke gegen 4 Ostagenten die Demarkationslinie
- 21. Juni: Syrien wird Mitglied in der FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
- 9. Juli: Der österreichische Glykolwein-Skandal nimmt seinen Lauf. Vor dem Genuss von Prädikatsweinen, die mit dem Frostschutzmittel Diethylenglykol gepanscht sein können, warnt das deutsche Bundesgesundheitsministerium
- 10. Juli: Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior wird von Agenten des französischen Geheimdiensts im Hafen von Auckland versenkt
- 13. Juli: Mit Live Aid findet das bis dahin größte Benefizkonzert parallel in London und Philadelphia statt
- 23. Juli: Commodore stellt den Amiga (später in Amiga 1000 umbenannt) im Lincoln Center in New York, USA, vor. Mit dabei sind unter anderem der Künstler Andy Warhol und Debbie Harry (Blondie). Er überbietet an Grafikleistung alles bisher da gewesene
- 6. August: Bolivien. Dr. Victor Paz Estenssoro wird zum 4. Mal Präsident
- 27. August: General Ibrahim Babangida übernimmt die Macht in Nigeria
- 23. September: Malediven. Staatspräsident Gayoom wird für 5 Jahre wiedergewählt
- 7. Oktober: Das Kreuzfahrtschiff Achille Lauro wird durch Palästinenser unter dem Kommando Abu Abbas' entführt
- 26. Oktober - 120 Aborigines erhalten den australischen Uluru-Nationalpark mit dem Felsen Ayers Rock zurückübertragen. Sie vereinbaren im Gegenzug mit der Regierung in Canberra, den Park für 99 Jahre auch dem Tourismus zu öffnen.
- 27. Dezember: Bei einem Terroranschlag am Flughafen Wien-Schwechat werden drei vor dem Schalter der israelischen Fluggesellschaft El Al wartende Passagiere getötet und mehr als dreißig teils schwer verletzt
- 31. Dezember: Großbritannien tritt aus der UNESCO aus
- Alexey Pajitnov programmiert das Computerspiel Tetris
- Aus dem ersten Privatsender Deutschlands, PKS, wird SAT.1
- UNO: Jahr der Jugend
Kultur
- 16. Februar - Uraufführung der Oper Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke von Siegfried Matthus an der Staatsoper in Dresden
- 19. Februar Die erste Folge der Fernsehserie Eastenders wird zum ersten Mal in der BBC ausgestrahlt.
- 22. April - Eröffnung des Käthe Kollwitz Museum in Köln.
- 13. Juni - Durch einen Brandanschlag wird im Kunsthaus Zürich das Gemälde Bildnis des spanischen Königs Philipp IV. von Peter Paul Rubens völlig zerstört
- Eröffnung der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München
- Die Stadt Augsburg feiert ihren 2000. Geburtstag
Katastrophen
- 17. Februar: In der Nähe von Düren, Deutschland ereignet sich einer der schwersten Autobahnunfälle der deutschen Nachkriegszeit, bei dem sechs Menschen ums Leben kommen. Ein auf ein Stauende treffender Fahrer hält direkt hinter einer Anhöhe und wegen der an diesem Tag häufig vorhandenen Nebelbänken fährt ein LKW mit zu hoher Geschwindigkeit auf das Stauende zu. Es kommt zur Katastrophe, bei der mehrere Menschen regelrecht zerquetscht wurden. Insgesamt werden mehr als 60 Fahrzeuge in die Massenkarambolage verwickelt
- 29. Mai: Brüssel, Belgien. Beim Europapokal-Finale zwischen Juventus Turin und Liverpool im Brüsseler Heyselstadion kommt es zur Katastrophe, als englische Fans in den gegnerischen Block stürmen und die Italiener gegen eine Mauer treiben. Bei deren Einsturz kommen 39 Menschen ums Leben
- 23. Juni: Atlantik, eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion in den Atlantik. Es waren 329 Todesopfer zu beklagen
- 19. Juli: Bei Téséro im Val di Stava (Stavatal) in Trentino-Südtirol, Italien bricht der Absetzdamm eines Bergwerks und verursacht eine Flutwelle, die zwischen 200 und 361 Todesopfer fordert
- 2. August: Fort Worth, Dallas, Texas, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Delta Air Lines stürzte während eines Sturms in der Nähe des Flughafens ab. 134 Menschen starben, 30 wurden gerettet
- 12. August: In der Nähe der Stadt Otsuki, Japan stürzte eine Boeing 747 der Japan Airlines, Flugnummer 123, ab und zerschellte. Von den 524 Menschen an Bord überlebten nur vier. Die Firma Boeing entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall, da dieser Unfall auf eine unsachgemäß durchgeführte Reparatur zurückzuführen war
- 22. August: Manchester, Großbritannien. Eine Boeing 737 der British Airtours mit 137 Menschen an Bord, startet zum Flug nach Korfu, Griechenland. Während des Startvorgangs bricht zunächst unbemerkt an einem Triebwerk Feuer aus. Sekunden danach brachen die Piloten den Startvorgang ab. Aber der Wind intensivierte die Flammen und der Treibstoff fing ebenfalls Feuer. 55 Personen starben in den Flammen und an den Rauchvergiftungen
- 6. September: Milwaukee, Wisconsin, USA. Eine Douglas DC-9 der Midwest Express stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 31 Menschen an Bord starben
- 19. September: Erdbeben der Stärke 8,1 in Michoacán, Mexiko, etwa 15.000 Tote
- 13. November: Ausbruch des Vulkans Nevado del Ruiz, Nähe Armero, Kolumbien. Die Stadt Armero wurde verwüstet. 31.000 Tote
- 12. Dezember: Eine gecharterte Douglas DC-8 mit US-Soldaten der Sinai-Friedenstruppe auf dem Flug nach Hause in die Weihnachtsferien stürzte unmittelbar nach dem Start in Neufundland ab. 256 Menschen kamen ums Leben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Juni: Pinklon Thomas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Weaver in Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 7. Juli: Boris Becker siegt als erster Deutscher und jüngster Tennisspieler aller Zeiten beim Grand Slam-Turnier von Wimbledon
- Bernhard Langer gewinnt als erster deutscher Golfer die US Masters in Augusta
- 8. Januar: Elisabeth Pähtz, Schachspielerin
- 11. Januar: Mark Yeates, irischer Fußballspieler
- 15. Januar: René Adler, deutscher Fußballspieler
- 19. Januar: Ulrich Maurer (Sportler), deutscher Eishockeyspieler
- 19. Januar: Daniyel Cimen, Profifußballer
- 22. Januar: Thomas Bröker, deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: Paul Thomik, deutscher Fußballspieler
- 28. Januar: Basharmal Sultani, afghanischer Boxer
- 29. Januar: Athina Onassis, Enkelin und Erbin des Vermögens von Aristoteles Onassis
- 2. Februar: Massoud Azizi, afghanischer Leichtathlet
- 4. Februar: David Lazzaroni, französischer Skispringer
- 5. Februar: Cristiano Ronaldo, portugiesischer Fußballspieler
- 7. Februar: Tina Majorino, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 9. Februar: David Gallagher, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 26. Februar: Sanya Richards, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1. März: Andreas Ottl, deutscher Fußballspieler
- 3. März: Mariel Zagunis, US-amerikanische Säbel-Fechterin
- 11. März: Sascha Rammel, deutscher Fußballspieler
- 11. März: Hakuho Sho, mongolischer Sumo-ringer
- 18. M | | |