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Azande (Sprache)
Azande, auch Zande oder Pazande genannt, ist eine Niger-Kongo-Sprache und wird von 1.142.000 Menschen gesprochen,
davon leben 730.000 Menschen in Demokratischen Republik Kongo, 350.000 Menschen im Sudan und 62.000 in der Zentralafrikanischen Republik. Azande ist nirgendwo Amtssprache.
Das Volk, das diese Sprache spricht, wird ebenfalls Azande genannt.
Siehe auch
- Liste der Sprachen im Sudan
Weblinks
- http://www.ethnologue.com/show_lang_family.asp?code=zne
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Afrikanische Sprache
Kategorie:Sprache im Sudan
Niger-Kongo-SprachenDie Familie der Niger-Kongo-Sprachen ist ein Zweig der niger-kordofanischen Sprachen und hat folgende Unterfamilien:
- Niger-Kongo
- Mande-Sprachen
- Atlantische Sprachen
- Volta-Congo-Sprachen
- Benué-Kongo-Sprachen
- Bantusprachen
- Kru-Sprachen
- Kwa-Sprachen
- Gur-Sprachen
- Adamawa-Ubangi-Sprachen
- Dogon
Kategorie:Sprachfamilie
Sudan
---Sidenote START---
Die Republik Sudan ist ein Staat in Nordost-Afrika, der am Roten Meer liegt und an Ägypten, Libyen, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Äthiopien und Eritrea grenzt. Der Sudan ist das flächengrößte Land Afrikas und Khartum ist seine Hauptstadt.
Geographie
Ein Teil des Staates Sudan ist Teil der Großlandschaft Sudan.
Durch den Sudan verlaufen die Nordäquatorialschwelle und die Zentralafrikanische Schwelle. Weitere geographische Objekte, an denen der Sudan Anteil hat, sind die Nubische Wüste, die Sahelzone und der Nil. Der höchste Berg ist der Kinyeti (3.187 m ü. NN).
Wichtige Städte
Die Städte mit über einer Million Einwohner (Stand 1. Januar 2005) sind Omdurman (2.809.445 Einwohner), Khartum (1.974.647 Einwohner) und Bahri (1.530.443 Einwohner), die sich in enger Nachbarschaft am Zusammenfluss des Weißen Nils mit dem Blauen Nil befinden. Alle anderen Städte bleiben unter der Grenze von 500.000 Einwohnern. Unverzichtbar für den Außenhandel ist die Stadt Bur Sudan, die über den einzigen Meerhafen des Landes verfügt. Entlang des Nils findet man noch folgende größere Städte von Nord nach Süd: Wadi Halfa, Atbara, Kusti, Malakal, Bur und Dschuba.
Siehe auch:
- Liste der Städte im Sudan
- :Kategorie:Ort im Sudan
Bevölkerung
Bevölkerung Sudans
Der Sudan hat eine Bevölkerung von 40.187.486 (Stand: Juli 2005, geschätzt) und diese wächst mit 2,6 Prozent pro Jahr (Stand: 2005). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt 18 Jahre (Stand: 2005) und die Lebenserwartung 58,54 Jahre (Stand: 2005).
Lebenserwartungen, BSP/BIP pro Kopf
Die Lebenserwartung beträgt bei Männern 54,2 Jahre und bei Frauen 58 Jahre.
Das Bruttonationaleinkommen (BSP) pro Kopf beträgt 383 Euro (Stand 2003) und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf beträgt 2.246 Dollar (Stand 2005) (rund 1.826 Euro).
Sprachen
Wichtigste Sprachen in Reihenfolge der Sprecherzahl: Arabisch (Sudanesisch-Arabisch; wird vor allem im Norden gesprochen), Nuer-Dinka (im Süden von 17 % der Gesamtbevölkerung gesprochen), Nubisch (am mittleren Nil von 9 % der Bevölkerung gesprochen), Bedscha (im Nordosten von 6 % der Bevölkerung gesprochen), Azande (im Südwesten von 3 % der Bevölkerung gesprochen), Bari (im Südosten von 2 % der Bevölkerung gesprochen). Eine kleine Bevölkerungsgruppe spricht Ndogo.
Siehe auch: Liste der Sprachen im Sudan
Religionen
Der Islam ist in Sudan Staatsreligion. 70 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 25 % Animisten und 5 % Christen. Die Nichtmuslime leben hauptsächlich im Süden des Landes, der seit 1956 für die eigene Unabhängigkeit kämpft. Seit 2005 ist ein Friedensprozess eingeleitet worden, um den Krieg zu beenden.
Zusammensetzung
52 % der Bevölkerung sind Schwarzafrikaner, 39 % sind arabischer Abstammung, 6 % gehören zum Volk der Beja, 2 % sind Ausländer (meist Flüchtlinge der diversen Kriege in Afrika) und 1 % anderer Zugehörigkeit.
Geschichte
Beja
Hauptartikel: Geschichte Sudans
Die Geschichte Sudans reicht bis in die Pharaonenzeit zurück. Nach der Christianisierung im 6. Jahrhundert wird der Sudan - mit Ausnahme des Südens - zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert islamisiert. 1821 fällt das Land unter türkisch-ägyptische Herrschaft und wird nach einer kurzen Periode der Unabhängigkeit, infolge des Mahdi-Aufstands und Mahdi Reichs in den Jahren 1881 bis 1898, anglo-ägyptisches Kondominium. Faktisch bleibt es bis 1953 britische Kolonie. Nach einer Phase der vorbereitenden Machtübergabe wird der Sudan 1956 unabhängig. Bis 1972 herrscht ein Bürgerkrieg, ausgelößt durch die Vormachtstellung des arabisch-moslimischen Nordens über den afrikanischen, christlich-animistischen Süden und als weitreichende Folge der Nord-Südtrennung während der Kolonialzeit. Die deutlich werdende ökonomische Benachteiligung des nun eigentlich autonomen Süd-Sudan und die Einführung der Scharia im gesamten Sudan führt ein Jahrzehnt nach Friedensbeschluß zum erneuten Kriegsausbruch. Von 1983 bis 2005 befindet sich das Land praktisch ununterbrochen im Bürgerkrieg. 2005 wird ein Friedensabkommen zwischen der Regierung im Khartum und der SPLA, der südsudanesischen Rebellengruppe, unterzeichnet. Es sieht ein Referendum über die Unabhängigkeit des Süd-Sudan für 2011 vor.
Politik
Allgemein
Der Sudan ist seit dem 1. Januar 1956 eine unabhängige Republik mit einer demokratischen Verfassung, de facto aber von 1958–1964 und seit 1989 eine Militärdiktatur mit Präsidialcharakter. Der ehemalige Staatsideologe Hassan al-Turabi war Vorsitzender des sudanesischen Zweiges der Muslimbruderschaft.
Siehe auch: Liste der Präsidenten des Sudan
Außenpolitik
Aufenthalt Osama Bin Ladens im Sudan
Nachdem Osama Bin Laden 1992 in Saudi-Arabien zur persona non grata erklärt worden war – 1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen –, reiste er in den Sudan. Dort plante er den weiteren internationalen Aufbau und die Vernetzung der terroristischen Vereinigung Al-Qaida. Er fand Anhänger in Somalia, Algerien, Marokko, Pakistan und anderen Staaten. Außerdem baute er Kontakte nach Europa und in die USA auf. Im Sudan heiratete er auch die Nichte Hassan al-Turabis. 1996 wurde er jedoch des Landes verwiesen und reiste nach Afghanistan weiter.
Innere Konflikte
Süd-Sudan
Afghanistan
- Seit etwa 1955 herrscht im Süd-Sudan Bürgerkrieg um dessen Unabhängigkeit/Selbstbestimmung. Dieser Konflikt beherrscht die Innenpolitik wesentlich, da dadurch wertvolle Ressourcen gebunden werden, die der weiteren Entwicklung des Landes fehlen. Im Juni 2002 wurden, unter Mitwirkung des UN-Sonderbeauftragten John C. Danforth, in Machakos (Kenia) zwischen der Regierung und der Sudanese People's Liberation Movement/Army (SPLM/A) Friedensverhandlungen aufgenommen, welche auch tatsächlich Teilerfolge erzielen konnten. So einigte man sich unter anderem darauf, dem Süden für eine Dauer von 6 Jahren ein Selbstbestimmungsrecht einzuräumen und anschließend ein Referendum durchzuführen. Eine der Ursachen für den Krieg ist der Erdölreichtum verschiedener Südprovinzen. Die chinesischen Bemühungen Erdöl aus Afrika zu erhalten, fokussieren sich auf den Sudan.
:Siehe auch: Sezessionskrieg im Süd-Sudan
- Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Sklaverei im Sudan. Sie hat in dieser Region eine lange Tradition und betrifft die schwarze, meist christliche Bevölkerung des Südens, die von arabisch-muslimischen Nomaden, die als Paramilitärs von Khartum benutzt werden, versklavt und verkauft werden.
:Siehe auch: Sklaverei im Sudan
Darfur
Sklaverei im Sudan
Darfur wurde 2003 zum Schauplatz einer blutigen Rebellion gegen die arabisch-dominierte sudanesische Regierung mit zwei (schwarzafrikanischen) Rebellengruppen – der Sudanesischen Befreiungsarmee (Sudan Liberation Army, SLA) und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (Justice and Equality Movement, Jem), die die Regierung beschuldigen, Afrikaner zugunsten der Araber zu unterdrücken. Im Gegenzug begann die Regierung einen Feldzug mit Luftbombardements und Bodenangriffen, durchgeführt von einer arabischen Miliz, den Dschandschawid. Die sudanesische Regierung wies jedoch eine Mitschuld an den Verbrechen muslimischer Milizen in Darfur zurück.
Am 8. April 2004 wurde, aufgrund des internationalen Drucks, ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, für dessen Einhaltung die Friedensmission African Union Mission in Sudan (AMIS) mit logistischer Unterstützung der Nato sorgen soll.
Siehe auch: Konflikt in Darfur, Darfur-Krise
Administrative Gliederung
Der Sudan ist in 26 Bundesstaaten (wilayat) unterteilt. Diese teilen sich wiederum in 66 Provinzen und 218 Bezirke.
Siehe dazu: Sudanesische Bundesstaaten
Infrastruktur
Straßenverkehr
Das Straßennetz umfasst 11.900 Kilometer, wovon 4.320 Kilometer asphaltiert sind.
Schienenverkehr
Das Schienennetz umfasst 5.995 Kilometer.
Wasserverkehr
Der wichtigste Seehafen befindet sich in Port Sudan, über den das Erdöl aus dem Landesinneren mittels einer Pipeline exportiert werden kann.
Der Sudan verfügt über etwa 4.068 Kilometer Wasserstraßen, wovon 1.723 Kilometer (Blauer Nil und Weißer Nil) ganzjährig befahrbar sind. Wichtige Flusshäfen sind Dschuba, Khartum, Kusti, Malakal, Nimule und Wadi Halfa.
Pipelines
Das Pipeline-Netz umfasst für Erdöl 2.365 Kilometer, für Erdölprodukte 810 Kilometer und für Gas 156 Kilometer.
Wirtschaft
Wirtschaft Sudans
Der Süden des Landes verfügt über reichhaltige Bodenschätze, wie zum Beispiel Erdöl, Gold, Diamanten und Uran. Allein die Erdölvorkommen werden nach US-amerikanischen Schätzungen aus den 1990er Jahren auf rund 3 Milliarden Barrel beziffert. Bisher sind die meisten dieser Bodenschätze noch nicht erschlossen – teilweise sind sogar die Konzessionen noch nicht vergeben.
Haupt-Export-Länder (Stand 2004) sind China (64,3 %), Japan (13,8 %) und Saudi Arabien (3,7 %).
Haupt-Import-Länder (Stand 2004) sind Saudi-Arabien (11,7 %), China (10,7 %), die VAE (6,2 %), Ägypten (5,2 %), Deutschland (4,9 %), Indien (4,6 %), Australien (4,1 %) und Großbritannien (4 %).
Beziehung mit China
Die Volksrepublik China ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Mittlerweile deckt das afrikanische Land schätzungsweise 6 bis 8 % der gesamten Ölimporte Pekings; 60 Prozent des sudanesischen Erdöls geht nach China. Derzeit fördert der Sudan 340.000 Barrel am Tag. Man erwartet in absehbarer Zeit eine steigerung auf 800.000 Barrel täglich.
Trotz ständiger Menschenrechtsverletzungen verhindert China mit seinem Vetorecht im Uno-Sicherheitsrat internationale Sanktionen gegen Khartum, das 60 Prozent der Ölerlöse in (chinesisches) Kriegsgerät investiert.
Beziehung mit Deutschland
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Sudan bewegen sich im untergeordneten Bereich, haben aber weiter an Intensität gewonnen. Das Handelsvolumen entspricht mit 150 Mio. Euro nicht dem eigentlichen Potenzial beider Länder. Da bislang noch keine Hermesdeckung der Bundesregierung für Auslandgeschäfte mit dem Sudan möglich ist, bleiben die Perspektiven für eine Ausweitung des bilateralen Handelsaustausches noch beschränkt. Großprojekte wie die Erweiterung des sudanesischen Telekommunikationssektors sowie im Kraftwerksbau und im Luftfahrtbereich haben das Interesse deutscher Unternehmen geweckt, die sich an entsprechenden Ausschreibungen beteiligen. Im März 2004 wurde in Khartum ein deutscher Wirtschaftskreis gegründet, der als Ansprechpartner fungieren und den Austausch beider Seiten fördern soll.
Das bilaterale Handelsvolumen betrug im Jahr 2003 gut 150 Mio. Euro. Sudan exportierte Waren im Wert von 39,7 Mio. Euro nach Deutschland. Traditionelle Hauptexportgüter sind Baumwolle, Gummi Arabicum sowie in geringen Mengen Sesam, Nüsse und Häute.
Die sudanesischen Importe aus Deutschland umfassten im Jahr 2003 Waren im Wert von 111 Mio. Euro, darunter hauptsächlich Maschinen und Ausrüstungen, sowie Fertigerzeugnisse, Chemikalien, Lebensmittel und Textilien.
Siehe auch
-
Weblinks
Regierung
- [http://www.sudan.gov.sd/english.htm Webseite der Regierung des Sudans (englisch)]
- [http://www.sudan-embassy.de/pages/sudan_embassy.depag.html Botschaft der Republik Sudan in Deutschland]
Überblick
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=163 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
Nachrichten
- [http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Laenderauswahl/Sudan.php Ärzte ohne Grenzen zum Thema Sudan]
- [http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID3262992_REF1_NAV,00.html Tagesschau-Dossier: Die Katastrophe im Sudan]
Verzeichnisse
- [http://www.sudan.net/ www.sudan.net]
- [http://www.globalsecurity.org/military/world/war/sudan.htm www.globalsecurity.org]
Tourismus
-
Kategorie:Staat
ja:スーダン
ko:수단
ms:Sudan
simple:Sudan
th:ประเทศซูดาน
zh-min-nan:Sudan
AmtsspracheEine Amtssprache ist die Sprache, in der die Behörden (Regierung, Gerichte) eines Staates miteinander und mit der Bevölkerung kommunizieren und mit der sich Bürger und Bewohner an die Verwaltungseinrichtungen wenden können. Ein Land kann gleichzeitig mehrere Amtssprachen haben. Im Gegensatz zur Amtssprache bezeichnet Schulsprache eine Sprache, die im Unterricht an den Schulen eines Landes verwendet wird.
Was wird zur Amtssprache?
Nicht immer spiegeln die Amtssprache(n) die tatsächlichen Muttersprachen der Bewohner eines Landes wider.
In Europa, Asien oder Amerika ist meist die am häufigsten gesprochene Sprache eines Landes auch gleichzeitig dessen Amtssprache; so ist Deutsch die Amtssprache Deutschlands und Portugiesisch die Amtssprache Brasiliens. In Afrika dagegen sind meist Kolonialsprachen Amtssprache, so Französisch in Mali oder Englisch in Sambia. Diese Sprachpolitik begünstigt oft die herrschende Elite, die, im Gegensatz zum "gemeinen" Volk als einzige Klasse die Amtssprache beherrscht.
Nur in wenigen Fällen (Schweiz mit 4 Amtssprachen, Südafrika mit 12) sind alle verbreiteten Sprachen eines Landes auch Amtssprachen. So ist z.B. das in Deutschland mit über 2 Millionen Muttersprachlern (davon fast 1 Million deutscher Nationalität) stark vertretene Türkisch keine Amtssprache genauso wenig wie Elsässisch Amtssprache in Frankreich ist. Diese Tendenz wird mit der Notwendigkeit der nationalen Einheit und dem verwaltungsmäßigen Mehraufwand (Ausbildung aller Beamten und Ausdruck aller Formulare in mehreren Sprachen) begründet, führt aber in der Praxis zu einer sozialen Abwertung der Sprecher von solchen Nicht-Amtssprachen.
Ein Kompromiss ist, dass Minderheitensprachen nur auf regionaler Ebene den Status einer Amtssprache erhalten (so Deutsch in Südtirol, Sorbisch in der Lausitz).
Amtssprachen in einzelnen Ländern
Nicht alle Staaten haben ihre Amtssprache offiziell festgelegt.
USA
In den USA haben zwar manche Bundesstaaten Englisch als Amtssprache festgelegt, die Legislative der Vereinigten Staaten selbst jedoch hat es nie in diesen Status erhoben.
Da aber die Verfassung und sämtliche Gesetze auf Englisch vorliegen, kann es durchaus als offizielle Sprache angesehen werden. (Die oft gehörte Behauptung, Deutsch wäre im 18. Jahrhundert beinahe Amtssprache der USA geworden, ist eine Legende (die sogenannte Muehlenberg-Legende).)
Deutschland
In Deutschland legt § 23 Abs. 1 VwVfG Deutsch als Amtssprache fest. Durch die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen sind Behörden einzelner Bundesländer verpflichtet, auch in den Regionalsprachen Niedersächsisch (umgangssprachlich als Niederdeutsch bezeichnet), Friesisch, Dänisch bzw. Sorbisch zu korrespondieren.
Österreich
In Österreich ist Deutsch als Amtssprache festgelegt.
Die Minderheitensprachen sind im österreichischen Staatsvertrag 1955 und in zahlreichen Verordnungen über die genauen Regionen festgelegt.
Minderheitensprachen als Amtssprachen sind (nach Anzahl der Sprecher geordnet):
- Kroatisch (in Burgenland und Steiermark)
- Slowenisch (in Kärnten)
Weiteres unter Minderheitssprachen in Österreich
Schweiz
In der Schweiz existieren vier Amtssprachen:
- Deutsch
- Französisch
- Italienisch
- Rätoromanisch
Indien
In Indien existieren 17 regionale Amtssprachen (neben den 2 überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch):
- Asamiya
- Bengali
- Gujarati
- Kannada
- Kashmiri
- Konkani
- Malayalam
- Marathi
- Meitei
- Nepali
- Oriya
- Punjabi
- Sanskrit
- Sindhi
- Tamil
- Telugu
- Urdu
Siehe auch
- Liste der Amtssprachen
- Amtssprachen der Europäischen Union
Literatur
- [http://stattweb.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/stattweb.de/ArchivDetail&db=Archiv&Id=176 Anonym (sp): Staat, "Nation" und Sprache. Vierteilige Artikelreihe zur Sprachpolitik in Nationalstaaten und in der Europäischen Union. In: Stattzeitung für Südbaden, Ausgaben 56-59 (2004).]
Weblinks
- http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__23.html - §23 VwVfG
Kategorie:Sprache
Kategorie:Allgemeines Verwaltungsrecht
ja:公用語
ko:공용어
simple:Official language
zh-min-nan:Koaⁿ-hong gí-giân
Azande (Volk)Die Azande leben in Norden von Zentralafrika. Ihre Zahl wird auf (je nach Quelle) eine bis vier Millionen geschätzt.
Sie leben hauptsächlich im nördlichen Teil der Republik Kongo (Provinz Ober-Zaïre), im Südwesten Sudans (an den Ufern des Uele) und im südöstlichen Teil der Zentralafrikanischen Republik (Bezirke Rafaï, Zémio und Obo).
Ihre Sprache gehört zur Gruppe der Adamawa-Ubangi-Sprachen.
Die meisten Azande gehören einer Tierreligion an.
Ursprung des Namens
Azande bedeutet übersetzt Menschen, die viel Land besitzen und bezieht sich auf ihre Geschichte als Eroberer.
Andere Schreibweisen für Azande sind: Zande, Zandeh, A-Zandeh, Sandeh, usw.
Die Bezeichnung Niam-Niam wurde häufig von Fremden im 19. und frühen 20. Jahrhundert gebraucht und stammt vermutlich aus der Sprache der Dinka. Niam-Niam bedeutet dort soviel wie große Esser, wird heute aber als pejorativ aufgefasst und sollte dementsprechend nicht mehr verwendet werden.
Weblinks
- [http://1911encyclopedia.org/N/NI/NIAM_NIAM.htm Niam-Niam] Ein Artikel aus einer Enzyklopädie von 1911. (en)
- [http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=ZAN Ethnologischer Eintrag] zur Zande Sprache. (en)
Kategorie:Afrikanische Ethnie
Kategorie:Ethnie in Republik Kongo
Kategorie:Ethnie im Sudan
Kategorie:Ethnie in Zentralafrikanische Republik
ISO 639ISO 639 ist ein internationaler Standard, der Sprachen Sprachkennungen zuordnet. Die Buchstabenkürzel werden in kleinen Buchstaben geschrieben (siehe dazu auch das Kapitel Abgrenzung zu ISO 3166 und RFC 1766).
Struktur
Gemäß der ISO-Website sind bislang zwei Teile von ISO 639 veröffentlicht:
- ISO 639-1:2002 -- Codes for the representation of names of languages -- Part 1: Alpha-2 code (Kurzbezeichnung aus jeweils zwei Buchstaben)
- ISO 639-2:1998 -- Codes for the representation of names of languages -- Part 2: Alpha-3 code (Kurzbezeichnung aus jeweils drei Buchstaben)
Weitere Teile befinden sich derzeit noch in Entwicklung:
- ISO 639-3:2006? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 3: Alpha-3 code for comprehensive coverage of languages ([http://xml.coverpages.org/Nx74Clews-part3.pdf Draft technical report: Language codes part 3] (PDF))
- ISO 639-4:2007? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 4: Implementation guidelines and general principles for language coding
- ISO 639-5:2006? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 5: Alpha-3 code for language families and groups
Beispiele
Eine (englischsprachige) Liste der Kürzel in beiden Varianten ist im englischen Artikel zur ISO 639 enthalten. Die deutschen Entsprechungen sind im Wiktionary auf der Seite Wiktionary:Sprachen verzeichnet.
- Für heutiges Deutsch gibt es drei Kürzel: ger (bibliographischer Code), deu (terminologischer Code) und de.
- Mittelhochdeutsch (ca. 1050 - 1500) ist gmh (German, Middle High),
- Althochdeutsch (ca. 750 - 1050) goh (German, Old High) und
- Platt nds (Low Saxon).
Es werden auch Kunstsprachen (z. B. Klingonisch unter tlh) in die ISO-Listen aufgenommen.
Language Code nach ISO 639 (Liste/Auswahl)
Klingonisch
Klingonisch
(Liste bestehend nur aus Sprachen mit Codes nach ISO 639-1 und ISO 639-2!)
Abgrenzung zu ISO 3166 und RFC 3066
Während ISO 639 die sprachliche Einteilung definiert, beschreibt ISO 3166 die geografische Einteilung. ISO 639-1 und ISO 3166 verwenden dabei beide 2-buchstabige Kürzel, aber während diese im ISO 639-1 aus Kleinbuchstaben bestehen, verlangt die ISO 3166 Großbuchstaben. Abweichend vom Standard wird die Sprachkodierung aber oft in Großbuchstaben angegeben. Dies kann zur Verwechslung mit der Geografiekodierung führen, da einige Länder die selben Kürzel für ihre geografische und sprachliche Einteilung haben während andererseits das selbe Kürzel für völlig verschiedene Geografien bzw. Sprachen stehen kann.
Beispielsweise stehen DE/de für Deutschland/deutsch, FR/fr stehen für Frankreich/französisch, aber BE/be stehen für Belgien/belorussisch.
Andererseits lautet die geografische Einteilung für Griechenland GR, während die sprachliche Einteilung für die griechische Sprache el lautet.
Es existieren viele weitere Beispiele. Das Kürzel EU/eu steht einerseits für die geografische Einteilung Europäische Union, andererseits für die sprachliche Einteilung baskische Sprache. Das Kürzel AF/af steht einerseits für die geografische Einteilung Afghanistan, andererseits für die sprachliche Einteilung Afrikaans. Sämtliche Homographen finden sich auf :meta:Language codes/Conflicts (engl.).
Die Einteilung in Geografie und Sprache ist jedoch sinnvoll: beispielsweise gilt, dass Deutsch nicht nur in Deutschland und Französisch nicht nur in Frankreich gesprochen wird.
In Kombination mit den Geografiecodes nach ISO 3166 für Länder erklärt der RFC 3066 (früher RFC 1766) die Angabe von Sprachenkürzeln wie man sie für Locales benutzt, z.B. en_US (englische Sprache im Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika; amerikanisch) im Gegensatz zu en_GB (englische Sprache im Gebiet des Vereinigten Königreichs; britisch). Die Sprachkürzel werden hier durch Kleinbuchstaben symbolisiert, die Länder durch Großbuchstaben. Neben dem Unterstrich (engl. underscore) kommt als Trennzeichen auch oft der Bindestrich zum Einsatz. Locales definieren aber nicht nur eine Landessprache bzw. Regionalsprache, sondern werden auch zur Lokalisierung herangezogen.
Weblinks
- [http://lcweb.loc.gov/standards/iso639-2/codechanges.html ISO 639-2/RA Änderungsangaben] der Library of Congress
- [http://www.loc.gov/standards/iso639-2/langcodes.html Komplette Codeliste] (alphabetisch sortiert)
- [http://www.loc.gov/standards/iso639-2/normtext.html Details] at Library of Congress website
- RFC 3066, Tags for the Identification of Languages, Best Current Practice, Januar 2001
- [http://www.ethnologue.com/iso639/ ISO 639 and the Ethnologue]
- [http://fara.cs.uni-potsdam.de/~georgk/639.xml XML version] of the official ISO 639 HTML data at the Library of Congress
- Künftige [http://www.sil.org/iso639-3/codes.asp ISO 639-3-Codes bei der SIL] (Online-Version)
Kategorie:Sprache
Kategorie:ISO-Standard
ja:ISO 639
ko:ISO 639
th:ISO 639
zh-min-nan:ISO 639
Kategorie:EinzelspracheDiese Kategorie beinhaltet alle Artikel zu Einzelsprachen.
Siehe auch: Liste von Sprachen
Kategorie:Sprache
Kategorie:Afrikanische SpracheSprache
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Kategorie:Sprache
Kategorie:Sprache im SudanKategorie:Sudan
Kategorie:Kultur (Sudan)
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ja:Category:ゲームクリエイター
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