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Aziz Nesin

Aziz Nesin

Aziz Nesin (
- 20. Dezember 1915 in İstanbul; † 6. Juli 1995 in İzmir) ist ein türkischer Pädagoge und Schriftsteller, der vor allem Satiren verfasste. Aziz Nesin wurde in Istanbul geboren und ging dort zur Schule. 1935 ging er auf die Militärakademie in Ankara, die er 1937 verließ um seinen Militärdienst anzutreten. 1945 wurde er Mitarbeiter der Zeitung Tan, die noch im selben Jahr Ziel eines Brandanschlages durch staatstreue Studenten wurde. Ab 1946 gab er u. a. mit Sabahattin Ali die erfolgreiche Satirezeitschrift Marko Paşa heraus, in der sie auch die politischen Verhältnisse angriffen. Beide wurden nach der dritten Ausgabe verhaftet, aber nach 20 Tagen Haft ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt. Um der Zensur zu entkommen, benannten sie die Zeitung mehrmals um; Nesin ging 1947 nach Bursa ins Exil, Ali wurde 1948 vermutlich durch staatliche Stellen ermordet. 1949 wurde Aziz Nesin von der heutigen britischen Königin Elisabeth II., dem Schah Mohammad Reza Pahlavi sowie dem ägyptischen König Faruq wegen Beleidigung angeklagt und musste für 6 Monate ins Gefängnis. Er betrieb danach die Zeitung noch bis 1951 weiter. In den Folgejahren arbeitete er bei unterschiedlichen Zeitungen und veröffentlichte eine Reihe von Büchern. Seine Werke unterlagen immer wieder der Zensur; er selbst saß insgesamt über 5 Jahre in Untersuchungshaft, ist aber immer wieder freigesprochen worden. 1962 gab es einen Brandanschlag auf seinen Verlag, bei dem auch seine Schriften verbrannten. 1972 gründete er eine Stiftung für Kinder aus Familien, die ihnen den Zugang zu Bildung nicht finanzieren können. Die Nesin-Stiftung liegt bei Çatalca in der Nähe von Istanbul. Die momentan (Januar 2005) circa 45 Kinder und Jugendlichen besuchen entweder staatliche Schulen oder Universitäten. In einem liebevollem Umfeld sollen die Kinder zu kreativen und kritischen Menschen erzogen werden. Die Leitung der Stiftung hat Aziz Nesins Sohn, Prof. Dr. Ali Nesin inne. Er gründete auch eine private Universität; mit diesem Schritt wendete er sich gegen die autoritären Strukturen im türkischen Bildungssystem. Da er die türkische Übersetzung von Auszügen aus Salman Rushdies "Satanischen Versen" herausgab, wurde er zum Hassobjekt islamischer Fundamentalisten, die ihn in einer Fatwa zum Abtrünnigen vom Islam erklärten. Im Sommer des gleichen Jahres starb er am 6. Juli nach einer Lesung in İzmir an einem Herzinfarkt. Als bekennender Atheist hatte er in seinem Testament verfügt, dass für ihn keine islamische Trauerfeier abgehalten werden soll. Er wurde auf dem Gelände des Kinderdorfes anonym beigesetzt.

Werk

Aziz Nesin gilt als einer der populärsten türkischen Schriftsteller; er schrieb 137 Bücher, von denen einige in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Aufgrund seiner kritischen Haltung hat er selbst über 200 politische Prozesse über sich ergehen lassen müssen. Für sein Werk, aber auch für sein demokratisches Engagement, erhielt er zahlreiche Preise: 2 Mal die Goldene Palme (1956 und 1957), den Goldenen Igel (1966), den Preis des Internationalen Krokodil-Satirewettbewerbs (1969), den Theaterpreis des türkischen Sprachvereins (1970), den Lotus-Preis (1974), den Madarali-Roman Preis (1978), die Auszeichnung "Vom Volk gewählter Schriftsteller" (1985), die "goldene Tolstoi-Medaille" (1989) und die "Carl-von-Ossietzky-Medaille" (1993). Neben seinen politischen Satiren schrieb er auch Theaterstücke und vor allem Kinderliteratur. Ins Deutsche sind bislang nur einige seiner politischen Werke übersetzt worden, u.a.:
- Ein Schiff namens Demokratie, ISBN 3886779173
- Die Umleitung, ISBN 3886779408
- Der einzige Weg, ISBN 3293200532
- Surnâme, Man bittet zum Galgen, ISBN 3293200664
- Ein Verrückter auf dem Dach. Meistersatiren aus fünfzig Jahren, ISBN 3406412432
- Wie Elefanten-Hamdi verhaftet wurde, ISBN 3886779181
- Heimatfilm, ISBN 3886779378
- Wie bereitet man einen Umsturz vor? ISBN 392134705X

Weblinks


-
- Die Nesin-Stiftung im Netz: http://www.nesinvakfi.org/
- Förderverein der Nesin-Stiftung in Deutschland: http://www.foenes.uni-bremen.de/
- Textbeispiele in Deutsch finden sich unter: http://www.geocities.com/Athens/8307/satire.htm. Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz Nesin, Aziz

20. Dezember

Der 20. Dezember ist der 354. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 355. in Schaltjahren) - somit bleiben 11 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1820 - Die Monarchen der fünf führenden europäischen Nationen beraten auf dem "Troppauer Fürstenkongress" über militärische Interventionen im Falle einer Gefährdung der überkommenen Ordnung.
- 1838 - Die Buren zerstören die Zuluhauptstadt uMgungundlovu
- 1924 - Adolf Hitler wird nach seinem Putschversuch vorzeitig aus der Haft entlassen.
- 1946 - Christian Stock, SPD wird Ministerpräsident in Hessen.
- 1961 - In der dominikanischen Republik finden die ersten freien Wahlen statt.
- 1963 - In Frankfurt am Main wird der 1. Auschwitz-Prozess gegen 20 Angeklagte eröffnet.
- 1971 - Ärzte ohne Grenzen wird als "Médecins Sans Frontières" von jungen französischen Ärzten gegründet.
- 1973 - Bei einem Anschlag der ETA mit einer Autobombe kommt der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco in Madrid ums Leben.
- 1990 - Der erste gesamtdeutsche Bundestag tritt zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.
- 1999 - Portugal gibt das seit gut 450 Jahren von Portugiesen besiedelte und seit 150 Jahren besetzte Macau an die Volksrepublik China zurück.
- 2000 - Serbien und Montenegro wird Mitglied in der UNESCO.
- 2003 - Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben.
- 2004 - In Hamburg beginnen die deutsch-russischen Konsultationen zwischen Putin und Schröder.

Wirtschaft


- 1924 - Mit dem Schilling-Rechnungsgesetz wird in Österreich die Ablösung der Krone durch den Schilling beschlossen und dieser schließlich am 1. März 1925 eingeführt.

Wissenschaft, Technik


- 1951 - In dem Versuchs-Reaktor EBR1 in Arco, Idaho (USA) gelingt erstmals die nukleare Stromerzeugung.
- 1994 - Intel kündigt ein umfassendes Austauschprogramm für vom FDIV-Bug betroffene Pentium-CPUs an.
- 1999 - Start des NASA-Satelliten ACRIMSat zur Erforschung der Energieabstrahlung der Sonne.

Kultur


- 1847 - Uraufführung der Oper The Maid of Honour von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London.
- 1902 - Uraufführung der Operette Der Rastelbinder von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1913 - Uraufführung des Operettenschwanks Der Nachtschnellzug von Leo Fall am Johann-Strauß-Theater in Wien.
- 1982 - "E.T. - Der Außerirdische" läuft in deutschen Kinos an.
- 1983 - Uraufführung der Oper Die Fastnachtsbeichte von Giselher Klebe in Darmstadt.

Religion


- 1254 - Alexander IV. wird als Nachfolger von Innozenz IV. als Papst inthronisiert.

Katastrophen


- 1942 – Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Erbaa, Türkei, fordert rund 3.000 Tote.
- 1946 – Ein Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, fordert 1.330 Todesopfer.
- 1952Moses Lake, Washington: Eine Douglas C-124 Globemaster II der US Air Force stürzt kurz nach dem Start von der Larson Air Force Base brennend ab. 87 Menschen sterben, 28 überleben.
- 1987 – Beim Untergang der philippinischen Fähre Dona Paz bei Mindoro nach einer Kollision mit dem Tanker "Vector" sterben 4.375 Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Dona Paz" und 11 Besatzungsmitglieder der "Vector". Es gibt insgesamt nur 26 Überlebende. Es handelt sich damit um das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten.
- 1995Cali, Kolumbien. Eine aus Miami kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs ab. Die Piloten haben beim Anflug ein falsches NDB als Navigationsziel eingestellt. Bei der anschließenden Kurskorrektur prallt die Maschine gegen einen Berg. 160 Menschen sterben, 4 können gerettet werden.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Anthony Willis in Offenburg durch KO.
- 1997 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Lampkins in Offenburg durch technischen KO.
- 2003 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Kampf gegen Danell Nicholson in der Ostseehalle in Kiel durch technischen KO.

Geboren


- 1539 - Paul Melissus, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Komponist
- 1576 - Johannes Sarkander, Priester und Märtyrer der katholischen Kirche
- 1600 - Nicolas Sanson, französischer Kartograph
- 1626 - Veit Ludwig von Seckendorff, Gelehrter und Staatsmann
- 1629 - Pieter de Hooch, holländischer Maler
- 1648 - Tommaso Ceva, italienischer Dichter und Mathematiker
- 1717 - Charles Gravier, comte de Vergennes, französischer Staatsmann
- 1722 - Gebhard Werner Graf von der Schulenburg, Hofmarschall am preußischen Hofe
- 1729 - František Xaver Pokorný, böhmischer Komponist
- 1780 - John Wilson Croker, englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist
- 1784 - Georg Wilhelm (Schaumburg-Lippe), Fürst zu Schaumburg-Lippe
- 1798 - Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe
- 1805 - Thomas Graham, britischer Chemiker
- 1815 - James Legge, britischer Sinologe und Übersetzer
- 1825 - Friedrich Grillo, deutscher Industrieller
- 1833 - Samuel Mudd, US-amerikanischer Arzt
- 1835 - Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller
- 1838 - Edwin Abbott Abbott, englischer Schuldirektor, Theologe und Schriftsteller
- 1841 - Ferdinand Buisson, französischer Pädagoge
- 1851 - Knut Wicksell, schwedischer Ökonom
- 1852 - Shibasaburo Kitasato, japanischer Bakteriologe
- 1856 - Ferdinand Avenarius, deutscher Dichter
- 1858 - Jan Toorop, niederländischer Maler des Symbolismus
- 1868 - Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker
- 1871 - Andreas Blunck, deutscher Jurist und Politiker
- 1871 - Henry Kimball Hadley, US-amerikanischer Komponist und Dirigent
- 1875 - Francesco Cantelli, italienischer Mathematiker
- 1881 - Heinrich Drake (Politiker), deutscher Politiker
- 1885 - Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Hazel Hotchkiss Wightman, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1890 - Jaroslav Heyrovský, tschechischer Physikochemiker
- 1893 - Charlotte Bühler, deutsche Psychologin
- 1893 - Ludwig Schneider (MdL Hessen), deutscher Politiker und MdL
- 1893 - Wilhelm Hollbach, deutscher Politiker und Journalist
- 1894 - Robert Menzies, australischer Premierminister
- 1895 - Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin
- 1896 - Frederick Browning, englischer General
- 1898 - Irene Dunne, US-amerikanische Theater- und Filmschauspielerin
- 1899 - Finn Ronne, norwegisch-amerikanischer Polarforscher
- 1899 - Hermann Claasen, deutscher, Fotograf
- 1901 - Robert Jemison Van de Graaff, US-amerikanischer Physiker
- 1902 - Georg Eduard, 1. Herzog von Kent, vierter Sohn von König Georg V.
- 1905 - Daisy Spies, Tänzerin und Choreographin
- 1906 - Léopold Sédar Senghor, Afrikanischer Dichter und Politiker
- 1907 - Paul Francis Webster, US-amerikanischer Songschreiber
- 1909 - Vagn Holmboe, dänischer Komponist
- 1912 - Rudolf Gebhardt, deutscher Kunstflieger
- 1915 - Aziz Nesin, türkischer Schriftsteller
- 1915 - Ilija Dzuvalekovski, mazedonischer Schauspieler
- 1917 - David Bohm, Quantenphysiker in den USA
- 1920 - Bruni Löbel, deutsche Schauspielerin
- 1920 - Gerhart Baumann, deutscher Germanist
- 1922 - George Roy Hill, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1922 - Walter Eichenberg, deutscher Komponist und Musiker
- 1924 - Friederike Mayröcker, österreichische Schriftstellerin
- 1924 - Karl-Heinz Heimann, deutscher Sportjournalist
- 1924 - Peter Janisch, österreichischer Filmschauspieler
- 1924 - Walter Davy, österreichischer Regisseur und Schauspieler
- 1925 - Mahathir bin Mohamad, Premierminister von Malaysia
- 1926 - Otto Graf Lambsdorff, deutscher Politiker
- 1927 - Kim Young-sam, südkoreanischer Politiker
- 1929 - Carlo Fassi, Eiskunstläufer und Trainer
- 1930 - Pat Hare, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1933 - Rik van Looy, belgischer Radrennfahrer
- 1934 - Julius Riyadi Darmaatmadja, Erzbischof von Jakarta und Kardinal
- 1937 - Manfred Lahnstein, deutscher Politiker
- 1939 - Paul Zulehner, österreichischer Theologieprofessor
- 1940 - Klaus Kada, österreichischer Architekt
- 1940 - Larry Willis, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Jean-Claude Trichet, französischer Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank
- 1942 - Robert Hayes, US-amerikanischer Leichtathlet und American Football-Spieler
- 1944 - Amara Essy, Politiker aus Côte d'Ivoire, Präsident der 49. UN-Generalversammlung
- 1944 - Bobby Colomby, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Christoph Franke, Fußballspieler und -Trainer
- 1944 - Gernot Wolfgruber, österreichischer Schriftsteller
- 1945 - Arno Schmidt (Bundestagsabgeordneter), ehemaliges MdB
- 1945 - Jürg Laederach, Schweizer Schriftsteller
- 1945 - Peter Criss, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1945 - Tom Tancredo, US-amerikanischer Politiker
- 1946 - Dick Wolf, Produzent amerikanischer Krimiserien
- 1946 - Uri Geller, Bühnenmagier (Löffelbieger)
- 1947 - Franz Sales Sklenitzka, österreichischer Schriftsteller und Graphiker.
- 1947 - Gigliola Cinquetti, italienische Sängerin
- 1947 - Marlene Rupprecht, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Alan Parsons, britischer Musiker
- 1948 - Beatrice Richter, deutsche Schauspielerin
- 1948 - Giuliana Sgrena, italienische Journalistin
- 1948 - Mitsuko Uchida, japanische Pianistin
- 1948 - Steve Wright, australischer Sänger (The Easybeats)
- 1948 - Uchida Mitsuko, japanische Pianistin
- 1950 - Bongi Makeba, Sängerin und Songwriterin
- 1951 - Wau Holland, deutscher Hacker (Gründer des Chaos Computer Club)
- 1951 - Wolfgang Maes, deutscher Fußballtrainer
- 1952 - Jenny Agutter, britische Schauspielerin
- 1952 - Lena Strothmann, deutsche Politikerin
- 1952 - Ray Bumatai, Schauspieler, Komödiant und Musiker
- 1955 - Martin Schulz, deutscher Politiker
- 1957 - Billy Bragg, englischer Säner und Songschreiber
- 1957 - Mike Watt, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 1957 - Piet Klocke, deutscher Komödiant
- 1958 - Jürgen Raab, deutscher Fußballer und heutiger Trainer
- 1959 - Hildegard Körner, ehemalige Leichtathletin der DDR
- 1959 - Kazimierz Marcinkiewicz, polnischer Politiker
- 1962 - Ray Coburn, kanadischer Musiker und Songschreiber
- 1963 - Elena von Spanien, spanische Prinzessin, Herzogin von Lugo
- 1963 - Mats Gren, schwedischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 1969 - Alain de Botton, In London lebender Schriftsteller
- 1969 - Michael Fellmann, deutscher Segelsportler
- 1969 - Serhij Holubyzkyj, ukrainischer Fechter
- 1970 - Earl Simmons, US-amerikanischer Hip Hop-Musiker
- 1971 - Thomas Gebhart, deutscher Politiker und MdL
- 1972 - Anja Rücker, deutsche Leichtathletin
- 1972 - Joey Kelly, deutsch-irischer Musiker (Kelly Family)
- 1974 - Carlos da Cruz, französischer Radrennfahrer
- 1974 - Pietro Piller Cottrer, italienischer Skilangläufer
- 1979 - Michael Rogers, australischer Radrennfahrer
- 1980 - Ashley Cole, englischer Fußballspieler
- 1980 - Martín Demichelis, argentinischer Fußballspieler
- 1990 - Joanna Levesque, US-amerikanische Pop-Sängerin

Gestorben


- 1200 - Gilbert Erail, Grossmeister des Templerordens
- 1552 - Katharina von Bora, deutsche Reformatorin und Ehefrau von Martin Luther
- 1644 - Albrecht von Sachsen-Eisenach, Herzog von Sachsen-Eisenach
- 1679 - Moritz von Nassau, Gouverneur von Holländisch-Brasilien
- 1723 - August Quirinus Rivinus, deutscher Mediziner und Botaniker
- 1838 - Kaspar Maria von Sternberg, böhmischer Theologe und Naturforscher
- 1864 - Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist
- 1896 - Johann Anton Wilhelm von Carstenn, deutscher Unternehmer und Stadtplaner
- 1927 - Michael Georg Conrad, deutscher Schriftsteller
- 1934 - Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler
- 1937 - Erich Ludendorff, preußischer General
- 1944 - Abbas II., türkischer Vizekönig von Ägypten
- 1951 - Hans von Seeckt, deutscher Generaloberst
- 1952 - Heinrich Lilienfein, deutscher Schriftsteller und Generalsekretär der Schiller-Stiftung in Weimar
- 1961 - Moss Hart, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1968 - John Steinbeck, US-amerikanischer Schriftsteller (Jenseits von Eden)
- 1968 - Max Brod, jüdischer Schriftsteller
- 1972 - Günter Eich, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Bobby Darin, in US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1975 - Mascha Kaléko, Dichterin
- 1982 - Arthur Rubinstein, polnischer Pianist
- 1983 - Bill Brandt, deutscher Fotograf
- 1984 - Dmitri Ustinov, sowjetischer Marschall und Verteidigungsminister
- 1989 - Kurt Böhme, deutscher Bass
- 1991 - Walter Chiari, italienischer Sänger und Filmschauspieler
- 1996 - Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom (Contact)
- 1998 - Alan Lloyd Hodgkin, britischer Biophysiker und Nobelpreisträger
- 2001 - Léopold Sédar Senghor, senegalesischer Dichter and Politiker

Feier- und Gedenktage


- katholisch: : Dominik (Domingo) - nach Dominikus von Silos; : Regina, nach Regina Hueter, Nonne, Mystikerin
- evangelisch: : Katharina von Bora
- orthodox: : Ignatius - nach Ignatius von Antiochien, Bischof von Antiochia, Märtyrer, Apostolischer Vater

Siehe auch


- 19. Dezember - 21. Dezember
- 20. November - 20. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1220 ja:12月20日 ko:12월 20일 simple:December 20 th:20 ธันวาคม

1915

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Giuseppe Motta wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Island tritt das Gesetz über das Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken in Kraft
- 1. Januar: Moritz Freiherr von Bissing, Generalgouverneur in Belgien (1914–1917), verbietet die Verlesung des Hirtenbriefs des Erzbischofs
- 1. Januar: Im besetzten Belgien wird der Eisenbahnbetrieb wieder aufgenommen
- 1. Januar: Papst Benedikt XV. schlägt allen Kriegsbeteiligten den Austausch der kriegsunfähigen Gefangenen vor
- 2. Januar: Fehlgeschlagene Militärrevolte in Paraguay
- 28. Januar: Bildung der United States Coast Guard, der Küstenwache der USA
- 24. April: Der türkische Genozid an den Armeniern. Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts, bei dem mehr als 1,5 Millionen Armenier umkommen
- 3. Mai: Italien tritt der Entente bei und verlässt damit den Dreibund mit Deutschland und Österreich-Ungarn
- 5. Juni: Die dänischen Frauen erhalten das Wahlrecht
- 13. Juni: „Baden verboten“ heißt es ab heute auf allen deutschen Nordseeinseln und der Nordseeküste. An der Ostsee gestattet demgegenüber das preußische Kriegsministerium, von wenigen gesperrten Gebieten abgesehen, den Badebetrieb
- 6. September - Die Mittelmächte Deutschland, Österreich-Ungarn und Bulgarien verbünden sich.
- 14. September - Das Osmanische Reich tritt dem Pakt der Mittelmächte bei.

Militärisch


- 1. Januar: Das deutsche U-Boot „U-24“ versenkt das britische Linienschiff HMS Formidable vor Plymouth
- 24. Januar: Im Gefecht auf der Doggerbank erleidet die deutsche Kaiserliche Marine eine Niederlage gegen die britische Royal Navy
- 18. März: 1. Weltkrieg: Der britische Angriff auf die Dardanellen scheitert
- 22. April: Erster Giftgaseinsatz: Deutschland setzt im 1. Weltkrieg bei Ypern in Belgien als erstes Land Giftgas ein
- 23. Juni: Italien eröffnet die erste Isonzoschlacht gegen Österreich
- 14. August: Deutsches U-Boot versenkt in der Ägäis das britische Truppentransportschiff Royal Edward mit 1.700 Mann am Bord
- 8. Oktober - Die serbische Hauptstadt Belgrad wird von Deutschen und Österreichern eingenommen.

Katastrophen


- 13. Januar: Erdbeben in den Abruzzen bei Avezzano, Italien fast 30.000 Tote
- 27. Mai: Explosion der Seeminen auf dem MinenlegerPrincess Irene“ (Großbritannien) im Hafen von Sheerness. 400 Tote und Totalverlust des Schiffs
- 23. Juni: Erdbeben unbekannter Stärke in Imperial Valley, Kalifornien, USA, 6 Tote
- 24. Juli: Der Passagierdampfer Eastland kentert in Chicago (USA). 1810 Menschen sterben

Wissenschaft und Technik


- 15. Januar: Die Erstausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences erscheint
- Deutsche Afghanistanexpedition unter Leitung des Legationsrats Werner Otto von Hentig
- November/Dezember: Albert Einstein veröffentlicht seine Allgemeine Relativitätstheorie
  - 11. November: Zur Allgemeinen Relativitätstheorie. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 778–786)
  - 18. November: Zur Allgemeinen Relativitätstheorie (Nachtrag). (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 799–801)
  - 25. November: Erklärung der Perihelbewegung des Merkur aus der allgemeinen Relativitätstheorie. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 831–839)
  - 2. Dezember: Die Feldgleichungen der Gravitation. (In: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin (1915), 844–847)

Kultur


- 26. September: Uraufführung der Oper Mona Lisa von Max von Schillings an der Hofoper in Stuttgart
- 2. Oktober: Uraufführung der Operette Der künstliche Mensch von Leo Fall in Berlin
- 8. Oktober: Uraufführung der Oper Isabella von Ludolf Nielsen an der Königlichen Oper in Kopenhagen

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 10. April: Wegen des Krieges zieht das Internationale Olympische Komitee von Paris nach Lausanne in die neutrale Schweiz um

Geboren


- 5. Januar: Fritz Holthoff, deutscher Politiker, Kultusminister Nordrhein-Westfalens
- 5. Januar: Humberto Teixeira, Musiker und Komponist († 1979)
- 6. Januar: Peter Ahrweiler, deutscher Schauspieler und Theaterdirektor († 2004)
- 6. Januar: John Cunningham Lilly, US-amerikanischer Neurophysiologe († 2001)
- 7. Januar: Erwin Wickert, deutscher Diplomat und Schriftsteller
- 11. Januar: Luise Krüger, deutsche Leichtathletin
- 14. Januar: Felix Kaspar, österreichischer Eiskunstläufer († 2003)
- 18. Januar: Syl Apps, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer († 1998)
- 18. Januar: Boris Wiktorowitsch Rauschenbach, Physiker, Begründer der sowjetischen Raumfahrt († 2001)
- 20. Januar: C. W. Ceram, deutscher Journalist und Wissenschaftsautor († 1972)
- 22. Januar: Heinrich Albertz, deutscher Politiker († 1993)
- 23. Januar: William Arthur Lewis, britischer Nobelpreisträger und Ökonom († 1991)
- 24. Januar: Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler († 1991)
- 27. Januar: Ernst Schröder (Schauspieler), deutscher Schauspieler († 1994)
- 29. Januar: Victor Mature, US-amerikanischer Filmdarsteller († 1999)
- 30. Januar: John Profumo, britischer Politiker
- 30. Januar: Horst Feistel, deutscher Kryptologe († 1990)
- 30. Januar: Joachim Peiper, Obersturmbannführer der Waffen-SS († 1976)
- 31. Januar: Thomas Merton, Mystiker († 1968)
- 31. Januar: Alan Lomax, US-amerikanischer Folklore- und Musikforscher († 2002)
- 1. Februar: Stanley Matthews, englischen Fußballspieler († 2002)
- 1. Februar: Artur London, tschechischer Kommunist und Diplomat († 1986)
- 2. Februar: Abba Eban, israelischer Diplomat, Minister und Abgeordneter († 2002)
- 3. Februar: Ingeborg Hunzinger, deutsche Bildhauerin
- 5. Februar: Robert Hofstadter, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger († 1990)
- 7. Februar: Georges-André Chevallaz, Schweizer Politiker (FDP) († 2002)
- 11. Februar: Richard Hamming, US-amerikanischer Mathematiker († 1998)
- 12. Februar: Lorne Greene, kanadischer Schauspieler († 1987)
- 13. Februar: Ludwig Ratzel, Politiker († 1996)
- 13. Februar: Aung San, Birmanischer Nationalheld († 1947)
- 14. Februar: Georg Thomalla, deutscher Schauspieler († 1999)
- 14. Februar: Johannes Duft, von 1948 bis 1981 Stiftsbibliothekar in der Stiftsbibliothek St. Gallen († 2003)
- 15. Februar: Roland von Hößlin, eine der Hauptpersonen des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler († 1944)
- 15. Februar: Abel Ferreira, brasilianischer Komponist, Klarinettist und Saxophonist († 1980)
- 21. Februar: Godfrey Brown, britischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1995)
- 21. Februar: Jewgeni Michailowitsch Lifschitz, sowjetischer Physiker († 1985)
- 21. Februar: Ann Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin († 1967)
- 23. Februar: Heinrich Schirmbeck, deutscher Schriftsteller († 2005)
- 23. Februar: Paul Tibbets, US-Amerikaner Pilot und Soldat
- 25. Februar: Zero Mostel, US-amerikanischer Schauspieler († 1977)
- 28. Februar: Karl Leisner, Märtyrer der katholischen Kirche († 1945)
- 3. März: Herbert Tiede, deutscher Schauspieler († 1987)
- 5. März: Friedrich Meyer, Komponist, Arrangeur und Bandleader († 1993)
- 5. März: Laurent Schwartz, Mathematiker, Fields-Medaillenträger († 2002)
- 7. März: Rudolf Thaut, Baptistenpastor, Präsident der Europäisch-Baptistischen Föderation († 1982)
- 7. März: Jacques Chaban-Delmas, französischer Politiker († 2000)
- 8. März: Tapio Rautavaara, finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler († 1979)
- 11. März: Karl Krolow, deutscher Schriftsteller († 1999)
- 11. März: Vijay Samuel Hazare, indischer Cricket-Spieler († 2004)
- 11. März: Werner Böhmer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 12. März: Arthur Henkel, deustcher Germanist und Literaturhistoriker († 2005)
- 14. März - Eunice Katunda, brasilianische Komponistin († 1990)
- 15. März: Heinrich List, Richter des Bundesfinanzhofs
- 16. März: Kunihiko Kodaira, japanischer Professor der Mathematik († 1997)
- 16. März: Haldun Taner, türkischer Schriftsteller († 1986)
- 18. März: Lorenz Giovanelli, italienischstämmiger Schweizer Volksmusiker und Komponist († 1976)
- 20. März: Rudolf Kirchschläger, Diplomat, Politiker, österreichischer Bundespräsident († 2000)
- 20. März: Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist. († 1997)
- 21. März: Willi Schwabe, deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator († 1991)
- 23. März: Wassili Grigorjewitsch Saizew, sowjetischer Scharfschütze im 2. Weltkrieg († 1991)
- 27. März: Erik Blumenfeld, deutscher Kaufmann und Politiker der CDU († 1997)
- 30. März: Pietro Ingrao, italienischer Journalist und Politiker
- 1. April: Liebherr, deutscher Unternehmer († 1993)
- 1. April: O. W. Fischer, österreichischer Schauspieler († 2004)
- 4. April: Muddy Waters, Bluesmusiker († 1983)
- 4. April: Lars Ahlin, schwedischer Schriftsteller
- 7. April: Billie Holiday, US-amerikanische Jazzsängerin († 1959)
- 7. April: Henry Kuttner, US-amerikanischer Schriftsteller († 1958)
- 8. April: Karl Wilhelm Berkhan, deutscher Politiker († 1994)
- 12. April: Ernst Wilhelm Julius Bornemann, deutscher Filmemacher († 1995)
- 12. April: Lujo Tončić-Sorinj, Politiker, österreichischer Außenminister, Diplomat († 2005)
- 12. April: Wolfhart Burdenski, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 12. April: Kurt Früh, Schweizer Filmregisseur
- 13. April: Stephan Hermlin, deutscher Schriftsteller († 1997)
- 16. April: Johannes Leppich, deutscher Priester, Jesuit und Wanderprediger († 1992)
- 16. April: Alfred Otto Schwede, deutscher Schriftsteller
- 18. April: Cläre Schmitt, deutsche Politikerin und MdB
- 21. April: Anthony Quinn, US-amerikanischer Filmschauspieler († 2001)
- 23. April: Christine Busta, eine österreichische Lyrikerin († 1987)
- 23. April: Fritz Pröll, Mitglied der Roten Hilfe, KZ-Häftling in Dora-Mittelbau († 1944)
- 24. April: Paul Rinkowski, Liegerad-Pionier aus Leipzig († 1986)
- 26. April: Johnny Shines, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 1992)
- 30. April: Hermann Aumer, deutscher Politiker († 1955)
- 1. Mai: Hanns-Martin Schleyer, deutscher Manager, getötet von der RAF († 1977)
- 1. Mai: Archibald Williams, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1993)
- 6. Mai: Orson Welles, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Autor († 1985)
- 10. Mai: Denis Thatcher, Geschäftsmann, Ehemann von Margaret Thatcher († 2003)
- 12. Mai: Frère Roger, Gründer des ökumenischen Männerordens von Taizé († 2005)
- 15. Mai: Mario Monicelli, italienischer Regisseur
- 15. Mai: Paul A. Samuelson, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 16. Mai: Ezra Stoller, US-amerikanischer Architekturfotograf († 2004)
- 17. Mai: Hans Joachim Faller, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 18. Mai: Heinz Funk, deutscher Filmkomponist
- 20. Mai: Mosche Dajan, israelischer General und Politiker († 1981)
- 27. Mai: Herman Wouk, US-amerikanischer Autor
- 29. Mai: Karl Münchinger, deutscher Dirigent († 1990)
- 31. Mai: Heinz Zahrnt, deutscher evangelischer Theologe, Schriftsteller und Publizist († 2003)
- 31. Mai: Bernard Schultze, deutscher Maler der Kunstrichtung Informel († 2005)
- 2. Juni: Josef Metternich (Sänger), deutscher Opernsänger († 2005)
- 4. Juni: Heinrich Tenhumberg, Bischof von Münster. († 1979)
- 4. Juni: Modibo Keïta, ehemaliger Präsident von Mali († 1977)
- 4. Juni: Günther Sabetzki, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, IIHF-Präsident († 2000)
- 6. Juni: Vincent Persichetti, US-amerikanischer Komponist und Professor († 1987)
- 10. Juni: Josef Bauer, deutscher Politiker, MdB († 1989)
- 10. Juni: René Joffroy, französischer Archäologe
- 10. Juni: Saul Bellow, US-amerikanischer Schriftsteller († 2005)
- 13. Juni: Donald Budge, US-amerikanischer Tennisspieler († 2000)
- 14. Juni: Nicolaas Cortlever, niederländischer Schachspieler († 1995)
- 15. Juni: Thomas Huckle Weller, US-amerikanischer Bakteriologe
- 16. Juni: Marga Faulstich, deutsche Glaschemikerin († 1998)
- 17. Juni: Geno Hartlaub, deutsche Schriftstellerin
- 18. Juni: Joan Trimble, irische Komponistin († 2000)
- 18. Juni: Paul Neal Adair, US-amerikanischer Feuerwehrmann († 2004)
- 24. Juni: Fred Hoyle, britischer Astronom, Mathematiker und Autor († 2001)
- 28. Juni: Garoto, Musiker, Komponist († 1955)
- 28. Juni: David Honeyboy Edwards, US-amerikanischer Delta-Blues-Musiker
- 29. Juni: Ruth Warrick, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 30. Juni: Oskar-Hubert Dennhardt, deutscher Politiker
- 30. Juni: Kurt Angstmann, deutscher Politiker († 1978)
- 1. Juli: Hermann Vetters, österreichischer Archäologe († 1993)
- 1. Juli: Willie Dixon, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1992)
- 2. Juli: Arthur Valerian Wellesley, 8. Herzog von Wellington, Brigadier, General und Unternehmer
- 4. Juli: Christine Lavant, österreichische Künstlerin und Schriftstellerin († 1973)
- 5. Juli: John Woodruff, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 6. Juli: Willy Guhl, Schweizer Möbeldesigner († 2004)
- 7. Juli: Erich Deisler, deutscher Tischtennisspieler († 1999)
- 9. Juli: David Diamond, US-amerikanischer Komponist († 2005)
- 10. Juli: Rudolf Singer, deutscher Funktionär und Vorsitzender des Staatliches Komitee für Rundfunk († 1980)
- 12. Juli: Otto Steinert, deutscher Fotograf († 1978)
- 15. Juli: Klaus Miedel, Schauspieler und Synchronsprecher († 2000)
- 18. Juli: Karl Bednarik, österreichischer Maler und Schriftsteller († 2001)
- 18. Juli: Philip Graham, US-amerikanischer Verleger († 1963)
- 25. Juli: Joseph Patrick Kennedy jr., ältester Sohn von Joseph und Rose Kennedy († 1944)
- 27. Juli: Josef Priller, deutscher Jagdflieger im 2. Weltkrieg († 1961)
- 27. Juli: Rolf Moebius, deutscher Schauspieler († 2004)
- 27. Juli: Mario del Monaco, italienischer Opernsänger (Tenor) († 1982)
- 28. Juli: Charles H. Townes, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 28. Juli: Richard Kerry, Vater des US-Präsidentschaftskandidat John Kerry († 2000)
- 30. Juli: Herbert Jobst, deutscher Schriftsteller († 1990)
- 1. August: Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker († 1999)
- 3. August: Peter Newell, kanadischer Basketballtrainer
- 9. August: Michael Young, einflussreicher britischer Soziologe († 2002)
- 10. August: Carlos Menditéguy, Formel-1-Rennfahrer, Polo-Spieler († 1973)
- 15. August: Herbert Hupka, deutscher Journalist und Politiker
- 18. August: Joseph Arthur Ankrah, ehemaliger Staatschef von Ghana († 1992)
- 19. August: Jay M. Gould, US-amerikanischer Ökonom, Statistiker und Epidemiologe und Autor († 2005)
- 23. August: Paul Schneider-Esleben, Architekt († 2005)
- 23. August: Antonio Innocenti, Kardinal
- 24. August: Wynonie Harris, US-amerikanischer Blues-Sänger († 1969)
- 24. August: James Tiptree, Jr, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller († 1987)
- 25. August: Georg Freiherr von Boeselager, deutscher Kavallerieoffizier († 1944)
- 26. August: Humphrey Searle, englischer Komponist und Schüler von Anton von Webern († 1982)
- 26. August: Boris Feoktistowitsch Safonow, sowjetischer Pilot († 1942)
- 27. August: Holger Hagen, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1996)
- 27. August: Norman Foster Ramsey, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 28. August: Gerda Johanna Werner, deutsche Malerin, Modell für das 50-Pfennig-Stück († 2004)
- 28. August: Hans Jakob Schudel, Schweizer Schachfunktionär und Schachspieler († 2004)
- 29. August: Ingrid Bergman, schwedische Schauspielerin († 1982)
- 31. August: Alice Schwarz-Gardos, israelische Journalistin
- 1. September: Ken Aston, Fussballschiedsrichter († 2001)
- 2. September: Hans-Joachim Koellreutter, deutsch-brasilianischer Komponist, Dirigent und Musikprofessor
- 2. September: Martin Rickelt, deutscher Schauspieler († 2004)
- 3. September: Memphis Slim, US-amerikanischer Bluessänger und -pianist († 1988)
- 4. September: Rudolf Schock, deutscher lyrischer Tenor, Opern-, Lied- und Operettensänger († 1986)
- 5. September: Horst Sindermann, deutscher Politiker und Präsident der Volkskammer der DDR († 1990)
- 6. September: Franz Josef Strauß, deutscher Politiker († 1988)
- 7. September: Itō Kiyoshi, japanischer Mathematiker
- 10. September: Robert Sparr, US-amerikanischer Filmregisseur, Cutter und Drehbuchautor († 1969)
- 15. September: Helmut Schön, deutscher Fußballtrainer und -spieler († 1996)
- 15. September: Meindert Boekel, niederländischer Komponist und Dirigent († 1989)
- 15. September: Albert Aloysius Casey, US-amerikansicher Jazzgitarrist († 2005)
- 20. September: Kurt Graunke, deutscher Orchestergründer und Komponist († 2005)
- 23. September: Clifford Shull, Physiker († 2001)
- 30. September: Ernst Müller-Hermann, deutscher Politiker († 1994)
- 1. Oktober: Skeets McDonald, US-amerikanischer Country-Musiker († 1968)
- 6. Oktober: Edgardo Martín, kubanischer Komponist († 2004)
- 9. Oktober: Henner Henkel, deutscher Tennisspieler
- 11. Oktober: Gustav Zumsteg, Schweizer Kunstsammler († 2005)
- 13. Oktober: Terry Frost, britischer Künstler
- 15. Oktober: Jitzhak Schamir, israelischer Politiker
- 15. Oktober: Carl Szokoll, Widerstandskämpfer, Autor († 2004)
- 17. Oktober: Arthur Miller, US-amerikanischer Schriftsteller († 2005)
- 30. Oktober: Ben Carnevale, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 2. November: Douglas Lilburn, neuseeländischer Komponist († 2001)
- 2. November: Sidney Luft, US-amerikanischer Filmproduzent († 2005)
- 4. November: Wee Kim Wee, Präsident Singapur († 2005)
- 7. November: Philip Morrison, US-amerikanischer Atomwaffenforscher († 2005)
- 11. November: Bernhard Heiliger, deutscher Bildhauer († 1995)
- 12. November: Roland Barthes, französischer Literaturkritiker, Schriftsteller, Philosoph und Semiotiker († 1980)
- 23. November: Herbert Schneider, deutscher Politiker († 1995)
- 25. November: Augusto Pinochet, chilenischer General und Politiker
- 26. November: Earl Wild, US-amerikanischer Pianist und Komponist
- 29. November: Billy Strayhorn, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1967)
- 29. November: Earl Wilbur Sutherland, US-amerikanischer Physiologe († 1974)
- 30. November: Henry Taube, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 30. November: Robert Lax, US-amerikanischer Autor, Lyriker und Publizist († 2000)
- 2. Dezember: Nico Richter, Komponist († 1945)
- 3. Dezember: Andrew J. Goodpaster, US-General und ehemaliger Alliierter Oberkommandierende für Europa
- 7. Dezember: Eli Wallach, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Dezember: Ernest Lehman, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 9. Dezember: Elisabeth Schwarzkopf, deutsche Opern- und Liedsängerin
- 10. Dezember: Karl Fruchtmann, deutscher Regisseur und Filmemacher († 2003)
- 12. Dezember: Frank Sinatra, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Entertainer († 1998)
- 13. Dezember: Curd Jürgens, deutscher Bühnen- und Filmschauspieler († 1982)
- 13. Dezember: Balthazar Johannes Vorster, Politiker, südafrikanischer Staatspräsident († 1983)
- 16. Dezember: Georgi Wassiljewitsch Swiridow, russischer Komponist († 1998)
- 17. Dezember: André Claveau, französischer Chansonnier († 2003)
- 19. Dezember: Edith Piaf, französische Chansonsängerin († 1963)
- 20. Dezember: Ilija Dzuvalekovski, Mazedonischer Film und Fernsehschauspieler († 2004)
- 25. Dezember: Per Hækkerup, dänischer sozialdemokratischer Politiker († 1979)

Gestorben


- 2. Januar: Karl Goldmark, österreichischer Komponist (
- 1830)
- 4. Januar: Anton von Werner, preußischer Historienmaler (
- 1843)
- 15. Januar: George Nares, britischer Admiral und Polarforscher (
- 1831)
- 24. Januar: Arthur Auwers, deutscher Astronom (
- 1838)
- 26. Januar: Akaki Zereteli, georgischer Schriftsteller und Politiker (
- 1840)
- 4. Februar: Franz Adickes, deutscher Politiker (
- 1846)
- 8. Februar: Justus Brinckmann, gründete das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (
- 1843)
- 12. Februar: Émile Waldteufel, war Elsässer Musiker und Komponist (
- 1837)
- 17. Februar: Francisco Giner de los Ríos, spanischer Philosoph und Pädagoge (
- 1839)
- 1. März: Walter Crane, britischer Maler
- 3. März: Frederick Winslow Taylor, US-amerikanischer Ingenieur (
- 1856)
- 13. März: Sergei Juljewitsch Witte, russischer Politiker (
- 1849)
- 31. März: Wyndham Halswelle, britischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1882)
- 1. April: Johann Joseph Abert, tschechischer Komponist (
- 1832)
- 3. April: Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller (
- 1851)
- 27. April: Alexander Skrjabin, russischer Pianist und Komponist (
- 1872)
- 9. Mai: François Faber, luxemburgischer Radrennfahrer (
- 1887)
- 9. Mai: Anthony Wilding, neuseeländischer Tennisspieler (
- 1883)
- 10. Mai: Karl Lamprecht, war Professor für Geschichte an der Universität Leipzig (
- 1856)
- 10. Mai: Albert Weisgerber, deutscher Maler und Grafiker (
- 1878)
- 15. Juni: Hans Dülfer, deutscher Bergsteiger (
- 1892)
- 20. Juni: Emil Rathenau, (Gründer der AEG) (
- 1838)
- 2. Juli: Porfirio Díaz, mexikanischer staatspräsident (
- 1830)
- 16. Juli: Ellen Gould White, Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten (
- 1827)
- 10. August: Henry Moseley, britischer Physiker (
- 1887)
- 19. August: Tevfik Fikret, türkischer Dichter (
- 1867)
- 20. August: Paul Ehrlich, deutscher Medizinnobelpreisträger, Begründer der Chemotherapie (
- 1854)
- 31. August: Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Mediziner (
- 1836)
- 1. September: August Stramm, deutscher Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus (
- 1874)
- 11. September: William Cornelius Van Horne, US-amerikanischer, später kanadischer, Eisenbahnpionier und Unternehmer (
- 1843)
- 19. September: David Friedrich Weinland, deutscher Zoologe und Schriftsteller (
- 1829)
- 29. September: Rudi Stephan, deutscher Komponist (
- 1887)
- 7. Oktober: Friedrich Hasenöhrl, Physiker (
- 1874)
- 15. Oktober: Paul Scheerbart, war Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner (
- 1863)
- 20. Oktober: Josef Ruederer, deutscher Schriftsteller (
- 1861)
- 22. Oktober: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph (
- 1848)
- 26. Oktober: August Bungert, deutscher Komp

İstanbul

Istanbul [] (türkisch İstanbul []), das alte Konstantinopel, ist die größte Stadt der Türkei und wurde unter dem Namen Byzantion (griech.: Βυζάντιον ; lat.: Byzantium ; heute auch: Byzanz) gegründet. Die eigentliche Stadt hat 9.797.536 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.588.545 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005). Sie erstreckt sich sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des Bosporus und ist damit die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt. Mit ihrer fast dreitausendjährigen Geschichte ist sie eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. Istanbul ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei. Es ist traditionell der Sitz des Patriarchen von Konstantinopel, zu dem einige orthodoxe Kirchen in der heutigen Türkei gehören und der als Oberhaupt der gesamten Orthodoxie anerkannt ist. Die Stadt ist Sitz des Erzbischofs der türkisch-orthodoxen Gemeinde, eines armenischen Erzbischofs und des türkischen Oberrabbiners. Istanbul ist Universitätsstadt und beherbergt Bibliotheken, zahlreiche Museen sowie ausländische Kulturinstitute. Die Altstadt von Istanbul wurde 1985 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Geografie

Geografische Lage

Weltkulturerbe Istanbul umschließt den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westliches, europäisches und ein östliches, asiatisches Gebiet geteilt. Das Goldene Horn, eine nach Westen verlaufende Bosporusbucht, trennt den europäischen Teil in eine südliche, zwischen Marmarameer und Goldenem Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile. Sowohl nach Westen als auch nach Norden und Osten hin ist Istanbul weit über die historischen Stadtteile hinaus in einer vehementen Ausdehnung begriffen. Im Südosten liegen die zu Istanbul gehörenden Prinzeninseln. Die geografischen Koordinaten sind 41° 0' nördlicher Breite und 28° 57' östlicher Länge. Die eigentliche Stadt hat eine Fläche von 1.538,77 Quadratkilometer. Die Metropolregion Istanbul, die mit der Bodenfläche der Provinz Istanbul identisch ist, hat eine Fläche von 5.220 Quadratkilometer, was etwa doppelt so groß wie das Saarland ist.

Geologie

Istanbul liegt in der Nähe der großen Nordanatolischen Störung, einem Grabenbruch, der sich vom nördlichen Anatolien bis zum Marmarameer hinzieht. Zwei Erdplatten, die afrikanische und die eurasische, stoßen hier aneinander. In den Hauptbebenregionen der Türkei ereignen sich aus diesem Grund in Abständen von wenigen Jahren starke Erdbeben. Eines der katastrophalen Beben, verbunden mit einer gigantischen Flutwelle, die über die Seemauern der Stadt einbrach, ereignete sich 1509: Über 100 Moscheen wurden zerstört, mehr als 10.000 Menschen starben. Im Jahr 1766 wurde die Eyüp-Moschee vollständig zerstört. 1894 stürzten bei einem Beben weite Teile des Gedeckten Basars ein. Für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre prognostizieren Erdwissenschaftler ein Beben der Stärke von mindestens 7,0 auf der Richter-Skala. Die verheerenden Beben vom August 1999 mit dem Epizentrum bei Kocaeli mit 18.000 Toten und im Winter 2001 in der Provinz Afyon waren, so befürchtet man, lediglich Vorboten. Gründe für die verheerenden Auswirkungen sind die dichte Besiedlung, die Baumängel, teilweise verursacht durch Korruption, Schlamperei und Schwarzbauten.

Stadtgliederung

Korruption Hauptartikel siehe: Stadtteile von Istanbul Istanbul gliedert sich in 27 Stadtbezirke: Adalar, Avcılar, Bağcılar, Bahçelievler, Bakırköy, Bayrampaşa, Beşiktaş, Beyoğlu, Beykoz, Eminönü, Eyüp, Esenler, Fatih, Gaziosmanpaşa, Güngören, Kadıköy, Kağıthane, Kartal, Küçükçekmece, Maltepe, Pendik, Sarıyer, Şişli, Tuzla, Ümraniye, Üsküdar und Zeytinburnu. Von den 27 Stadtbezirken befinden sich neun - Adalar, Beykoz, Kadıköy, Kartal, Maltepe, Pendik, Tuzla, Ümraniye und Üsküdar - im asiatischen Teil der Stadt, die restlichen 18 auf der europäischen Seite. Das alte, im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum Konstantinopels mit den Stadtteilen Eminönü und Fatih wird durch das Goldene Horn von den nördlicher gelegenen, jüngeren Stadtteilen getrennt und im Westen von der Theodosianischen Landmauer begrenzt. Nördlich des Goldenen Horns befinden sich das europäisch geprägte Beyoğlu und Beşiktaş, wo sich der letzte Sultanspalast befindet, gefolgt von einer Kette ehemaliger Dörfer wie Ortaköy und Bebek entlang dem Ufer des Bosporus. Hier errichteten wohlhabende Istanbuler bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts luxuriöse Holzvillen, Yalı genannt, die als Sommerwohnsitz dienten. Die auf der asiatischen Seite gegenüberliegenden Stadtteile Üsküdar und Kadıköy waren ursprünglich selbstständige Städte. Heute sind sie vor allem Wohn- und Geschäftsviertel. Auch auf dieser Seite liegen ehemalige Dörfer am Bosporus, die heute zu Stadtteilen oder -vierteln geworden sind. Bedingt durch das starke Wachstum Istanbuls seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, machen den größten Teil der Stadtfläche heute moderne, im Hinterland errichtete Stadtteile aus. Sie wurden teilweise als Gecekondus errichtet und erst nach Jahren oder Jahrzehnten an die städtische Infrastruktur angeschlossen, wie zum Beispiel Gaziosmanpaşa westlich des Goldenen Horn. Konzernzentralen und teure Büro- und Wohnviertel enststehen vor allem im Norden auf Höhe der zweiten Bosporusbrücke oberhalb von Bebek in den Vierteln Levent und Etiler.

Klima

Das Frühjahr und der Herbst sind angenehm temperiert und daher die besten Zeiten, der Stadt einen Besuch abzustatten. Relativ hohe Temperaturen (jedoch deutlich weniger hoch als etwa an der türkischen Riviera oder in Griechenland) und eine hohe Luftfeuchtigkeit bestimmen die Sommermonate. Lediglich am Bosporus, wo immer eine leichte Brise weht, ist es auch dann angenehm. Der Winter ist durch wechselhaftes Wetter bestimmt: Es gibt frühlingshafte Sonnentage, häufig Regen und Kälteeinbrüche, manchmal auch Schneefälle. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14,1 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge bei 698 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 23,2 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 5,4 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 122 Millimeter, der wenigste im Juli mit 19 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Siehe auch: Geschichte Istanbuls

Byzantion

Im Jahre 658 v. Chr. gründeten dorische Griechen aus Megara, eine Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus, in einem ruhigen und geschützten Hafen. Wegen der günstigen geografischen Lage - durch die Meerenge am Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbunden und dieses seinerseits mündet über die Dardanellen in das Mittelmeer - wurde Byzantion sehr bald ein bedeutendes Handelszentrum. Im Jahre 513 v. Chr. eroberte der persische König Darius I. die Stadt. 324 n. Chr. vereinigte Konstantin I. beide Teile des Römischen Reiches und am 11. Mai 330 taufte er die neue Hauptstadt feierlich auf den Namen Neu-Rom. Sie wird jedoch später bekannter unter dem Namen Konstantinopel. Siehe auch: Byzantion

Konstantinopel

Byzantion Byzantion Unter Kaiser Justinian I. (483-565), dem einzigen Oberhaupt von Staat und Kirche, gelangte Konstantinopel zu Ruhm. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts hatte die geistige Spannung, in der das Abendland lebte, verbunden mit der Idee, die heiligen Stätten in Jerusalem von den "Ungläubigen" zu befreien, zum Gedanken der Kreuzzüge geführt. Im April 1204 eroberten die Kreuzritter Konstantinopel. Die Stadt wurde geplündert und zahlreiche Einwohner wurden ermordet, Kunstwerke von unschätzbarem Wert gingen unwiderruflich verloren. Auf rund 100.000 Einwohner reduziert, ihres früheren Ruhms beraubt, wurde die Stadt 1261 vom Byzantinischen Reich unter Michael VIII. zurückerobert. Am 5. April 1453 begann die Belagerung Konstantinopels durch osmanische Streitkräfte unter Sultan Mehmed II. und am Morgen des 29. Mai wurde die Stadt besetzt. Konstantinopel wurde nach Bursa und Adrianopel zur neuen osmanischen Machtzentrale. Die Sultane sahen sich in der Nachfolge der christlichen Kaiser. Die teilweise zerstörte und entvölkerte Stadt wurde planvoll wiederbesiedelt und wiederaufgebaut. Die Macht des Osmanischen Reichs erreichte ihren Höhepunkt mit Sultan Süleyman I. (1520-1566), dessen Architekt Sinan das Stadtbild mit zahlreichen Moscheen, Brücken, Palästen und Brunnen prägte. Mit dem fortschreitenden Verfall des osmanischen Einflusses in der Region und der Verkleinerung des Reiches bis Anfang des 20. Jahrhundert litt auch die kosmopolitische Bedeutung Konstantinopels. Im Ersten Weltkrieg schlug sich das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte und verlor. Im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 wurde das Reich unter den alliierten Siegermächten aufgeteilt und musste gewaltige Gebietsverluste hinnehmen. Konstantinopel mit den Meerengen Bosporus und Dardanellen wurde zunächst von den Alliierten besetzt, vor allem Griechenland forderte die "Rückgabe" Konstantinopels, das es zu seiner neuen Hauptstadt machen wollte. Unter Mustafa Kemal, genannt Atatürk, begann ein Befreiungskrieg. Konstantinopel verlor 1923 den Status als Hauptstadt der modernen Türkei an Ankara im zentralen Hochland Anatoliens, wohl auch, weil sich die neue Republik von der Tradition der Osmanen abgrenzen wollte: Sultanat und Kalifat wurden abgeschafft, die arabische Schrift wurde durch die lateinische ersetzt, ein an westlichen Idealen orientiertes Bildungssystem wurde installiert, ein Rechtssystem nach westlichem Vorbild wurde eingeführt, darunter ein allgemeines Wahlrecht (auch für Frauen: vor vielen europäischen Staaten. Siehe auch: Konstantinopel

Istanbul

Am 28. März 1930 wurde Konstantinopel auf Veranlassung von Kemal Atatürk in Istanbul umbenannt. Die Stadt behielt ihre kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung bei, was durch den regen Zuzug von Menschen aus Anatolien seit den 1950er Jahren noch verstärkt wurde. Gigantische Bauprojekte über und unter der Erde waren die Folge, die jedoch mit dem rapiden Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten können. 1994 wurde der jetzige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan als Kandidat der weit rechts stehenden RP Refah Partisi Bürgermeister. Sein Nachfolger ist Mimar Kadir Topbaş von der AKP. Das Istanbul von heute leidet vor allem unter bevölkerungspolitischen und infrastrukturellen Problemen, die durch den enormen Bevölkerungsanstieg und den wirtschaftlichen Strukturwandel mit vielen Arbeitslosen, einer unkontrollierten Schattenwirtschaft und Korruption verschärft werden. Istanbuls geschichtliche Bauwerke, sein kosmopolitischer Charme, sein viele Klischees befriedigender Orientalismus, sein aufstrebender Internationalismus und sein reiches Kulturleben ziehen viele ausländische und inländische Touristen an. Türkische Investoren und Investoren aus aller Welt machten und machen Istanbul zu einer wichtigen Wirtschaftsmetropole als Mittler zwischen Okzident und Orient.

Entwicklung des Namens

Der ursprünglich thrakische Name Istanbuls, Byzantion, wurde später auf einen der legendären Gründer zurückgeführt. Aus Byzantion wurde unter den Römern Byzantium und im Laufe der Zeit Byzanz. Der Name Konstantinupolis, woraus im Deutschen Konstantinopel, im Englischen Constantinople wurde, stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Stadt des Konstantin". Die osmanische Variante des Namens lautet Konsţanţiniyye, im Armenischen ist es Gostantnubolis. Für die slawischen Völker (Russen, Serben und Bulgaren) hieß die Stadt Tsarigrad (Stadt des Zaren bzw. Kaisers). Der heutige Name Istanbul kam erst nach der Einnahme der Stadt durch die Osmanen in Gebrauch. Er leitet sich angeblich vom griechischen στήν Πόλι / stin Poli, "in die Stadt", ab. Die Zwischenform Stambul war während des 19. Jahrhunderts gebräuchlich. Aus der Gewohnheit ein "i" vor Wörter zu setzen, die mit zwei Konso