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Bálint Balla

Bálint Balla

Bálint Balla (
- 7. Juli 1928 in Budapest) ist ein ungarisch-deutscher Soziologe.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur 1944 und dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Budapest (Promotion 1951) arbeitete er im Großhandel, wandte sich der Soziologie zu, studierte sie in Deutschland 1965-67 an der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster und ging dann als Oberassistent an die Technische Universität Berlin. 1969 war er in Bern Mitbegründer der Evangelischen Akademie für Ungarn in Europa. 1971 habilitierte er sich an der TU Berlin für "Soziologie" und wirkte dort als Professor für Allgemeine Soziologie bis zu seiner Emeritierung 1993, sowie auch als Gastprofessor in Deutschland und Rumänien. Seine Studien zur "Kaderverwaltung" (Stuttgart 1972) und zumal zu einer "Soziologie der Knappheit" (Stuttgart 1978) gewannen ihm Ansehen. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der jetzigen Sektion "Ost- und Ostmitteleuropa" der Deutschen Gesellschaft für Soziologie leistete er viel für die Verknüpfung der soziologischen Forschung in dieser Großregion. 1991 wurde ihm die Imre-Nagy-Plakette und 2002 von der Universität Budapest die Ehrendoktorwürde verliehen. Eine vorzügliche Festschrift anlässlich seines 75. Geburtstages – "Soziologie über die Grenzen" – erschien 2003. Er hat rund 50 wissenschaftliche und allgemeinere Bücher herausgegeben und ist, auch als Autor, Publizist und Übersetzer aus dem Ungarischen, nach wie vor wissenschaftlich tätig (2005).

Werke


- Bálint Balla, Knappheit als Ursprung sozialen Handelns, Hamburg: Reinhold Krämer 2005, ISBN 3-89622-070-5
- Stephan Beetz / Ulf Jacob / Anton Sterbling (Hgg.), Soziologie über die Grenzen, Hamburg 2003: Reinhold Krämer, ISBN 3-89622-060-8

Weblinks


- Balla, Bálint Balla, Bálint Balla, Bálint Balla, Bálint

7. Juli

Der 7. Juli ist der 188. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 189. in Schaltjahren) - somit bleiben 177 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1694 - Komplott gegen Philipp Christoph von Königsmarck
- 1807 - Der Frieden von Tilsit beendet den 4. Koalitionskrieg.
- 1846 - Die Vereinigten Staaten annektieren Kalifornien.
- 1880 - Konrad Dudens »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache« erscheint im Verlag Bibliographisches Institut in Leipzig.
- 1887 - Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha-Koháry wird Fürst von Bulgarien.
- 1903 - Gründung der Königlichen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau in Berlin
- 1918 - Monaco und Frankreich schließen einen Schutzvertrag.
- 1937 - Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg. In der Folge besetzt Japan ganz Ost-China.
- 1956 - Verabschiedung des Wehrpflichtgesetzes durch den Bundestag
- 1971 - Bulgarien. Stanko Todorov wird Regierungschef.
- 1975 - Die Republik Niger wird Mitglied in der CEDEAO (Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten)
- 1975 - Parlamentswahlen in São Tomé und Príncipe
- 1976 - In Berlin wird das erste deutsche Frauenhaus eröffnet.
- 1978 - Die Salomonen erhalten die staatliche Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1993 - Guntis Ulmanis wird Staatspräsident von Lettland.
- 1994 - Aden wird von Truppen aus dem Nordjemen besetzt, damit ist der Jemen wiedervereinigt.
- 1996 - Präsidentschaftswahlen in der Rebublik Niger
- 1996 - Ecuador. Abdalá Bucaram wird Staatspräsident.
- 1997 - Nairobi, Kenia. Blutige Auseinandersetzungen mit Demonstranten, die den Rücktritt von Staatspräsident Daniel arap Moi fordern.
- 1999 - Vaira Vīķe-Freiberga wird Staatspräsidentin Lettlands.
- 1999 - Teheran, Iran. Verabschiedung eines neuen Pressegesetzes. Daraufhin werden mehrere Zeitungen verboten.
- 2001 - Der erste Peoplemover wird in Pfullingen eingeweiht. Damit können Menschen in einer Kabine die Bundesstraße überqueren.
- 2002 - Algerien lässt 101 marokkanische Kriegsgefangene nach über 20 Jahren Gefangenschaft frei.

Katastrophen


- 1987 - In Herborn rast ein Tanklastzug in eine Eisdiele. Sechs Menschen sterben in den Flammen, siehe auch Großbrand von Herborn.
- 2003 - Port Sudan, Sudan. Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways kurz nach dem Start, etwa 5 km nach der Start- und Landebahn. 116 Personen sterben, ein Kind soll angeblich überlebt haben.
- 2005 - Terroranschlag in Form von mehreren Explosionen in Londoner Verkehrsmitteln (U-Bahnen und Busse); es gibt 55 Tote und über 700 Verletze.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1932 - Kurt Stöpel erringt als erster deutscher Radrennfahrer das Gelbe Trikot.
- 1974 - Deutschland wird durch 2:1-Sieg gegen die Niederlande zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister.
- 1980 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Scott LeDoux im Metro Centre, Bloomington, USA, durch technischen KO.
- 1985 - Boris Becker siegt als erster Deutscher und jüngster Tennis-Spieler in Wimbledon.

Geboren


- 1053 - Shirakawa, 72. Kaiser von Japan
- 1119 - Sutoku, 75. Kaiser von Japan
- 1745 - Christian, Prinz von Dänemark, Sohn von Friedrich V.
- 1752 - Joseph-Marie Jacquard, französischer Erfinder des Jaquard-Webstuhls
- 1828 - Johann Joseph Otto Duvigneau, Magdeburger Kommunalpolitiker und Ehrenbürger
- 1843 - Camillo Golgi, italienischer Mediziner und Physiologe
- 1852 - Vera Figner, russische Revolutionärin
- 1855 - Ludwig Ganghofer, deutscher Schriftsteller
- 1860 - Gustav Mahler, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1874 - André Jolles, niederländischer Literaturwissenschaftler
- 1876 - Maximilian Hartmann, deutscher Zoologe
- 1881 - Josef Winckler, deutscher Schriftsteller
- 1884 - Lion Feuchtwanger, deutscher Schriftsteller
- 1887 - Marc Chagall, französisch-russischer Maler
- 1895 - Otto Ziegler, deutscher Politiker
- 1895 - William Borm, liberaler Politiker und Stasi-Agent
- 1896 - Albin Lesky, österreichischer Altphilologe
- 1899 - George Cukor, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1900 - Conrad Fink, deutscher Politiker und MdB
- 1901 - Gustav Knuth, deutscher Schauspieler
- 1901 - Hans Kudszus, deutscher Aphoristiker
- 1902 - Vittorio De Sica, italienischer Schauspieler
- 1902 - Ted Radcliffe, US-amerikanischer Profibaseballspieler
- 1905 - Hans-Joachim von Merkatz, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1906 - Anton Karas, österreichischer Komponist und Zitherspieler
- 1906 - William Feller, Mathematiker besonders der Wahrscheinlichkeitstheorie
- 1907 - Robert A. Heinlein, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 1909 - Gottfried von Cramm, deutscher Tennisspieler
- 1910 - Monika Mann, deutsche Schriftstellerin
- 1911 - Gretchen Franklin, britische Schauspielerin
- 1920 - Yul Brynner, US-amerikanischer Schauspieler
- 1921 - Adolf von Thadden, deutscher Politiker
- 1922 - Pierre Cardin, französischer Modeschöpfer
- 1924 - Dieter Nowka, deutscher Komponist
- 1927 - Charlie Louvin, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Doc Severinsen, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1928 - Bálint Balla, ungarisch-deutscher Soziologe
- 1928 - Mary Ford, US-amerikanische Sängerin
- 1929 - Reinhard Baumgart, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1930 - Theodore Edgar McCarrick, Erzbischof von Washington und Kardinal
- 1932 - Joe Zawinul, österreichischer Jazz-Pianist und Keyboarder
- 1932 - Quino, argentinischer Cartoon-Zeichner
- 1933 - Fulbert Steffensky, deutscher ev-luth. Theologe
- 1934 - Vinko Globokar, slowenischer Komponist
- 1936 - Joseph Siffert, Schweizer Formel-1 Rennfahrer
- 1940 - Ringo Starr, britischer Schlagzeuger
- 1940 - Rosel Zech, deutsche Schauspielerin
- 1940 - Wolfgang Clement, deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
- 1940 - Rory Storm, britischer Sänger
- 1943 - Bob Smith, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Jürgen Grabowski, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Warren Entner, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Beatrix Philipp, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Jim Rodford, britischer Musiker
- 1947 - Fredl Fesl, deutscher Liedermacher
- 1947 - Rob Townshend, britischer Musiker
- 1948 - Larry Reinhardt, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Shelley Duvall, US-amerikanische Schauspielerin
- 1950 - David Hodo, US-amerikanischer Sänger (Village People)
- 1950 - Gerda Hasselfeldt, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1952 - Ulrich Potofski, deutscher TV-Moderator
- 1956 - Giorgi Chaindrawa, georgischer Filmproduzent und Minister
- 1959 - Alessandro Nannini, italienischer Rennfahrer (Formel 1)
- 1962 - Clive Jackson, US-amerikanischer Sänger und Musiker
- 1966 - Gundula Krause, deutsche Folk-Geigerin
- 1966 - Lars Büchel, deutscher Filmregisseur
- 1967 - Bettina Göschl, deutsche Kinderbuchautorin und Kinderliedermacherin
- 1967 - Tom Kristensen, dänischer Auto-Rennfahrer
- 1969 - Clemens Haipl, österreichischer Autor und Kabarettist
- 1970 - Erik Zabel, deutscher Radrennfahrer
- 1973 - Kyung-Shin Yoon, südkoreanischer Handballer
- 1974 - Liv Grete Poiree, norwegische Biathletin
- 1975 - Nina Hoss, deutsche Schauspielerin
- 1980 - Michelle Kwan, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 1981 - Omar Naber, slowenischer Popsänger
- 1984 - Stephanie Stumph, deutsche Schauspielerin

Gestorben

Stephanie Stumph
- 781 oder 787 - Willibald von Eichstätt, erster Bischof von Eichstätt
- 1191 - Jutta Claricia von Thüringen, Landgräfin von Thüringen
- 1285 - Tile Kolup, deutscher Hochstapler, der sich als Kaiser Friedrich II. ausgab (als Ketzer verbrannt)
- 1304 - Benedikt XI. (Papst), Papst
- 1307 - Eduard I., englischer König
- 1531 - Tilman Riemenschneider, deutscher Bildhauer und Bildschnitzer
- 1568 - William Turner, britischer Ornithologe und Botaniker
- 1572 - Sigismund II., König von Polen, Großfürst von Litauen, letzter König der Jagiellonen
- 1573 - Giacomo Barozzi da Vignola, italienischer Architekt
- 1576 - Thomas Matthias, Berliner Bürgermeister
- 1645 - Georg Friedrich von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim, Offizier und Gelegenheitsdichter
- 1664 - Hans Ernst von Wied-Runkel, deutscher Soldat und Hofbeamter
- 1667 - Nicolas Sanson, französischer Kartograph
- 1708 - Konrad Samuel Schurzfleisch, deutscher Historiker, Polyhistor und Bibliothekar
- 1720 - Maria Barbara Bach, Frau des Johann Sebastian Bachs
- 1785 - Stanislaw Czerniewicz, Ordensgeneral
- 1790 - Franz Hemsterhuis, holländischer Philosoph und Schriftsteller
- 1815 - Teruya Kanga Sakugawa, Meister des frühen okinawanischen Tode
- 1816 - Richard Brinsley Sheridan, irischer Dramatiker und Politiker
- 1819 - Sophie Blanchard, französische Ballonfahrerin
- 1828 - August Hermann Niemeyer, deutscher Theologe und Pädagoge
- 1850 - Carl Rottmann, deutscher Landschaftsmaler
- 1863 - William Mulready, irischer Maler
- 1866 - Adolf Diesterweg, deutscher Pädagoge
- 1872 - Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter
- 1877 - Carl Wallau, Oberbürgermeister von Mainz
- 1885 - Christoph Theodor Äby, französisch-schweizer Anthropologe
- 1887 - Adolph Bermpohl, Navigationslehrer, DGzRS-Gründer
- 1890 - Henri Nestlé, deutscher Unternehmer
- 1891 - P. T. Barnum, US-amerikanischer Zirkuspionier
- 1900 - Adalbert Falk, preußischer Kultusminister
- 1901 - Johanna Spyri, Schweizer Schriftstellerin (Heidi)
- 1909 - Walter Ritz, Schweizer Mathematiker
- 1927 - Magnus Gösta Mittag-Leffler, schwedischer Mathematiker
- 1927 - Sigmund Bergmann, Unternehmer und Erfinder
- 1930 - Arthur Conan Doyle, britischer Arzt und Schriftsteller
- 1937 - Erdmann Graeser, deutscher Schriftsteller
- 1941 - Alter Kacyzne, jiddischer Schriftsteller und Fotograf
- 1945 - Oskar Dirlewanger, deutscher Offizier in Armee und Waffen-SS
- 1947 - Maximilian Kaller, Bischof von Ermland in Ostpreußen
- 1956 - Gottfried Benn, deutscher Arzt, Dichter und Essayist
- 1956 - Werner Riegel, deutscher Lyriker und Essayist
- 1959 - Fritz Hardt, Bedeutender Unternehmer im Bergischen Land
- 1964 - Lillian Copeland, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1965 - Johannes Ude, römisch-katholischer Priester
- 1967 - Dorothy Parker, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1969 - Gustav Adolf Steengracht von Moyland, deutscher Diplomat und Politiker
- 1971 - Ub Iwerks, US-amerikanischer Trickfilmzeichner und -techniker
- 1972 - Athenagoras, Patriarch von Konstantinopel
- 1972 - Talal, König von Jordanien
- 1973 - Max Horkheimer, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1973 - Veronica Lake, Hollywood-Schauspielerin
- 1974 - Leon Shamroy, US-amerikanischer Kameramann und Regisseur
- 1975 - George Morgan, US-amerikanischer Musiker
- 1976 - Gustav Heinemann, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1983 - Herman Kahn, US-amerikanischer Kybernetiker
- 1985 - Guido Kisch, deutscher Jurist und Rechtshistoriker
- 1987 - Hannelore Schroth, deutsche Schauspielerin
- 1987 - Wilhelm M. Busch, deutscher Buch-Illustrator
- 1990 - Hugo Makibi Enomiya-Lassalle, Jesuit und Zen-Meister
- 1993 - Günther Tietjen, deutscher Politiker und MdB
- 1999 - Paul Oskar Kristeller, Humanismusforscher
- 2001 - Eberhard Stanjek, deutscher Sportjournalist
- 2002 - Michael Lukas Moeller, deutscher Psychoanalytiker
- 2004 - Hartmut Erbse, deutscher Altphilologe
- 2004 - Attila Kotányi, ungarischer Schriftsteller und Architekt
- 2004 - Vlado Kristl, deutsch-kroatischer Maler und Dichter

Feier- und Gedenktage


- Japan - Tanabata, Sternenfest

Siehe auch


- 6. Juli - 8. Juli
- 7. Juni - 7. August
- Juli - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0707 ja:7月7日 ko:7월 7일 simple:July 7 th:7 กรกฎาคม

1928

Ereignisse


- 8. Januar: Rural Grove, New York, USA. Eine FC-2 der Colonial Western Airways machte eine Bruchlandung. 3 Tote
- 10. Februar: erste Funksprechverbindung von Deutschland in die USA
- 24. Mai: Umberto Nobile überfliegt mit seinem Luftschiff „Italia“ zum zweiten Mal den Nordpol. Auf dem Rückflug wird das Luftschiff am 25. Mai auf das Packeis gedrückt, Nobile und weitere neun Expeditionsmitglieder werden auf eine Eisscholle geschleudert. Das geleichterte Luftschiff steigt mit 6 Mann wieder auf und wird nicht wiedergefunden. Bei einer internationalen Rettungsaktion ist Roald Amundsen verschollen. Nobile und die übrigen Expeditionsmitglieder können gerettet werden
- 4. Juni: Gustav Hartmann, der Eiserne Gustav erreicht mit seiner Pferdedroschke Paris
- 2. Juli: In Großbritannien erhalten Frauen ab 21 das Wahlrecht
- 8. Juli: Das Luftschiff LZ 127 wird auf den Namen „Graf Zeppelin“ getauft
- Richard Halliburton durchschwimmt als erster Mensch den Panama-Kanal auf gesamter Länge

Politik


- Staatsbesuch des Afghanenkönigs Amanullha und des äthiopischen Prinzen Tafari (1930 als Haile Selassi, Kaiser von Äthiopien) in Berlin
- 1. Januar: Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft
- 14. Juni: Paul Löbe, Sozialdemokratische Partei Deutschlands wird in Berlin erneut zum Reichstagspräsidenten gewählt
- 27. August: In Paris wird der Briand-Kellogg-Pakt unterzeichnet, der Kriege als Mittel der Politik ablehnt

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Luftfahrt


- Erstflug der Short S8 Calcutta
- Erstflug der Sikorsky S-38
- Erstflug der Bernard 190T im Frühling
- August: Erstflug der Boeing 80

Wissenschaft


- Alexander Fleming entdeckt durch Zufall das erste Antibiotikum Penicillin
- George Paget Thomson zeigt fast gleichzeitig mit Clinton Davisson und Lester Germer die Welleneigenschaften der Elektronen (veröffentlicht in: Proceedings of the Royal Society London (A) 117 (1928), 600; 119 (1928), 651)
- Edwin Hubble entdeckt die Rotverschiebung weit entfernter Galaxien
- Paul Dirac benutzt den Formalismus der Spinore, um seine Gleichungen für den Spin des Elektrons zu formulieren
- George Gamow und Edward U. Condon wenden die Quantenmechanik auf den Atomkern an und erklären den Alphazerfall als eine Art Tunneleffekt
- Hans Geiger und Walther Müller entwickeln ihr Geiger-Müller-Zählrohr, mit dem sie ionisierende Strahlung nachweisen können. Kurz darauf wendet Walther Bothe das Zählrohr in seiner Koinzidenzmethode zum Nachweis der Elektronenemission durch Röntgenstrahlen an
- Rolf Wideroe schlägt das Prinzip des Betatron vor (seinerzeit als Strahlentransformator bezeichnet)

Kultur


- 1. Januar: In Wien wird die Jazzoper Johnny spielt auf erstmals aufgeführt
- 2. März: Uraufführung der Operette Der Gatte des Fräuleins von Paul Abraham in Budapest
- 31. August: Uraufführung der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill in Berlin
- Eröffnung des 2.Goetheanum in Dornach/Schweiz. Entwurf: Rudolf Steiner. Weltweit eines der ersten Betongebäude in denen der Baustoff bereits künstlerisch-plastisch eingesetzt wurde. Nachfolgebau des abgebrannten 1.Goetheanums aus Holz

Katastrophen


- 6. Januar: London, England. Die Themse tritt durch eine Sturmflut über die Ufer, 14 Menschen sterben
- 12. März: Die Staumauer der St.-Francis-Talsperre in der Nähe von Los Angeles bricht: ca. 400 Tote
- 20. Mai: Giftgasunglück durch austretendes Phosgen auf dem Gelände der Fa. Stolzenberg in Hamburg; 10 Tote, etwa 150 Verletzte
- 6. Juli: Das Transportschiff „Angamos“ (Chile) strandet im Sturm bei Punta Morguillas (Chile) und bricht auseinander. 283 Tote, 8 Überlebende
- 24. Juli: Waalhaven, Rotterdam, Niederlande. eine KLM Fokker F-3 stürzte in die Nordsee
- 6. August: Untergang des U-Bootes F 14 in der Adria nach einer Kollision mit dem Torpedobootzerstörer „Giuseppe Missori“ (beide Italien). Die Rettung der eingeschlossenen Überlebenden scheitert, alle 21 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen ums Leben
- 4. September: Pocatelio, USA. Eine Super U der National Parks Airway macht eine Bruchlandung. 7 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 17. Mai: Eröffnung der IX. Olympische Sommerspiele in Amsterdam
- II. Olympische Winterspiele in St. Moritz

Geboren

1. Halbjahr


- 2. Januar: Daisaku Ikeda, Buddhist, Philosoph, Autor und ein unermüdlicher Botschafter des Friedens
- 4. Januar: Werner Felfe, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR († 1988)
- 5. Januar: Zulfikar Ali Bhutto, Staatspräsident und Premierminister von Pakistan († 1979)
- 5. Januar: Walter Mondale, US-amerikanischer Politiker, 42. Vizepräsident der USA
- 6. Januar: Astrid Gehlhoff-Claes, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 7. Januar: Emilio Pericoli, Sänger
- 8. Januar: Rudi Schmitt, deutscher Politiker und MdB
- 9. Januar: Domenico Modugno, italienischer Sänger und Songwriter († 1994)
- 12. Januar: Peter Lerche, deutscher Rechtswissenschaftler
- 14. Januar: Jürgen Weber, deutscher Bildhauer
- 17. Januar: Benno Meyer-Wehlack, deutscher Schriftsteller
- 17. Januar: Jean Barraqué, französischer Komponist († 1973)
- 17. Januar: Vidal Sassoon, Haarstylist und Unternehmer jüdischer Abstammung
- 18. Januar: Alexander Jakowlewitsch Gomelski, russischer Basketballspieler und -trainer († 2005)
- 19. Januar: Christof Krause, Bildhauer († 2005)
- 19. Januar: Hans Georg Wunderlich, deutscher Geologe († 1974)
- 21. Januar: Carol Beach York, Autorin von Jugendliteratur
- 24. Januar: Michel Serrault, französischer Schauspieler
- 24. Januar: Desmond Morris, Zoologe, Verhaltensforscher, Publizist und Künstler
- 25. Januar: Eduard Schewardnadse, sowjetischer Außenminister, georgischer Staatspräsident
- 26. Januar: Heinrich Franke, deutscher Politiker, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit († 2004)
- 26. Januar: Roger Vadim, französischer Filmregisseur († 2000)
- 27. Januar: Hans Modrow, deutscher Politiker, kurzfristig Regierungschef der DDR
- 30. Januar: Ruth Brown, US-amerikanische Rhythm and Blues-Sängerin
- 2. Februar: Ciriaco de Mita, italienischer Politiker
- 4. Februar: Kim Yong-nam, nordkoreanischer Politiker, Vorsitzender der Obersten Volksversammlung Nordkoreas
- 5. Februar: Ernst Eisenmann, deutscher Gewerkschafter
- 5. Februar: Bruno Krupp, deutscher Politiker
- 6. Februar: Sjel de Bruyckere, niederländischer Fußballspieler
- 6. Februar: Arno Esch, Politiker († 1951)
- 7. Februar: Carlo Ross, Schriftsteller jüdischer Herkunft († 2004)
- 8. Februar: Siegfried Fink, deutscher Schlagzeuger und Komponist
- 9. Februar: Rinus Michels, niederländischer Fußballtrainer († 2005)
- 10. Februar: Jean-Luc Lagardère, französischer Unternehmer († 2003)
- 11. Februar: Gotthilf Fischer, deutscher Chorleiter
- 12. Februar: Andreas Erich Beurmann, deutscher Musikwissenschaftler, Komponist und Physiker
- 12. Februar: Jürgen Thormann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 12. Februar: Heinz Baumann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 15. Februar: Luis Posada Carriles, exilkubanischer Terrorist
- 16. Februar: Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG (1987–1995)
- 17. Februar: Walther Busse von Colbe, deutscher Betriebswirtschaftler
- 19. Februar: Nicolas Hayek, Unternehmer (Swatch), Physiker und Mathematiker
- 20. Februar: Friedrich Wetter, katholischer Kardinal und Erzbischof der Erzdiözese München und Freising
- 24. Februar: Juan Allende-Blin, chilenischer Komponist
- 24. Februar: Al Lettieri, US-amerikanischer Schauspieler italienischer Abstammung († 1975)
- 25. Februar: Paul Elvstrøm, dänischer Segler
- 25. Februar: Bibiana Zeller, österreichische Schauspielerin
- 25. Februar: Larry Gelbart, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 26. Februar: Fats Domino, Bluesmusiker
- 26. Februar: Odo Marquard, deutscher Philosoph
- 26. Februar: Anatoli Wassiljewitsch Filiptschenko, sowjetischer Kosmonaut
- 27. Februar: Fred Gebhardt, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Februar: Klaus Dick, deutscher Weihbischof
- 27. Februar: Ariel Scharon, israelischer Politiker
- 27. Februar: Alfred Hrdlicka, österreichischer Bildhauer, Zeichner, Maler und Grafiker
- 28. Februar: Wolfgang Döbereiner, deutscher Astrologe und Homöopath
- 1. März: Jacques Rivette, französischer Regisseur
- 1. März: Seymour Papert, Mathematiker, Begründer der Artificial Intelligence Lab am MIT
- 3. März: Gudrun Pausewang, deutsche Schriftstellerin
- 3. März: Pierre Michelot, französischer Jazzmusiker und Komponist († 2005)
- 4. März: Alan Sillitoe, englischer Schriftsteller
- 5. März: Willi Bartels, deutscher Rennfahrer († 2005)
- 6. März: Gabriel García Márquez, kolumbianischer Schriftsteller
- 6. März: Georg Eder, österreichischer Erzbischof
- 8. März: Gotthilf Hempel, deutscher Meeresbiologe
- 9. März: Wilhelm Salber, Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität zu Köln
- 9. März: Gerald Bull, kanadischer Artilleriewissenschaftler († 1990)
- 10. März: James Earl Ray, US-amerikanischer Attentäter († 1998)
- 11. März: Käthe Recheis, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 11. März: Frederick Stafford, Schauspieler († 1979)
- 12. März: Paul Kuhn, deutscher Pianist, Bandleader und Sänger
- 12. März: Walter Althammer, deutscher Politiker
- 12. März: Philip Jones, englischer Trompeter und Gründer des Philip Jones Brass Ensemble († 2000)
- 12. März: Werner Krolikowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR
- 12. März: Edward Albee, US-amerikanischer Schriftsteller
- 14. März: Frank Borman, US-amerikanischer Astronaut
- 15. März: Manfred Bochmann, Minister für Geologie der DDR
- 16. März: Karl Otto Meyer, dänisch-deutscher Politiker
- 16. März: Rudolf Sigl, Direktor des Instituts für Astronomische und Physikalische Geodäsie († 1998)
- 16. März: Wakanohana Kanji I., japanischer Sumo-ringer und 45. Yokozuna
- 18. März: Gustav Peichl, Architekt und Autor
- 18. März: Charlotte von Mahlsdorf, Begründete das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf († 2002)
- 18. März: Alfred Einwag, deutscher Jurist
- 19. März: Patrick McGoohan, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 19. März: Emil Handschin, Schweizer Eishockeyspieler
- 19. März: Hans Küng, Schweizer Theologe
- 21. März: Peter Hacks, deutscher Dramatiker und Schriftsteller († 2003)
- 23. März: Karl-Heinz Tuschel, deutscher Sci-Fi-Autoren, Lyriker und Kabaretttexter († 2005)
- 24. März: Adrian Frutiger, gilt als einer der bedeutendsten Typografen des 20. Jahrhunderts
- 24. März: Byron Janis, US-amerikanischer Pianist, Komponist und Musikwissenschaftler
- 25. März: James A. Lovell, US-amerikanischer Astronaut
- 27. März: Hellmuth Klauhs, österreichischer Bankdirektor († 1990)
- 28. März: Alexander Grothendieck, Mathematiker
- 28. März: Henk van Lijnschooten, niederländischer Komponist und Dirigent
- 28. März: Zbigniew Brzeziński, polnisch-US-amerikanischer Politikwissenschaftler
- 28. März: Hans Jochen Boecker, protestantischer deutscher Theologe
- 29. März: Hans Georg Zambona, deutscher Komponist, Pianist und Schriftsteller
- 30. März: Tom Sharpe, südafrikanisch/britischer Autor
- 31. März: Karl Haehser, deutscher Politiker
- 31. März: Gordie Howe, Eishockeyspieler (NHL)
- 31. März: Lefty Frizzell, US-amerikanischer Country-Sänger († 1975)
- 2. April: Joseph Louis Bernardin, Erzbischof von Chicago und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1996)
- 2. April: Serge Gainsbourg, französischer Chansonnier († 1991)
- 2. April: Alain Vanzo, französischer Opernsänger (Tenor) († 2002)
- 2. April: Dolly Rathebe, südafrikanische Jazz- und Blues-Sängerin und Schauspielerin († 2004)
- 3. April: Earl Lloyd, US-amerikanischer Basketballspieler, erster Afroamerikaner in der NBA
- 3. April: Don Gibson, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber († 2003)
- 3. April: Kevin Hagen, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 4. April: Maya Angelou, US-amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Menschenrechtlerin
- 5. April: Hansrudi Wäscher, Comiczeichner und Comicautor
- 6. April: Paul-Werner Scheele, emeritierter Bischof von Würzburg
- 6. April: James Watson, US-amerikanischer Biochemiker
- 7. April: James White, Autor († 1999)
- 7. April: Francis Haskell, englischer Kunsthistoriker († 2000)
- 7. April: Alan J. Pakula, US-amerikanischer Filmemacher († 1998)
- 9. April: Iris Wittig, Die erste und vermutlich einzige Militärpilotin der DDR († 1978)
- 9. April: Erling Norvik, norwegischer Politiker und Journalist († 1998)
- 9. April: Paul Arizin, US-amerikanischer Basketballspieler
- 9. April: Tom Lehrer, US-amerikanischer Sänger, Liedermacher, Satiriker und Mathematiker
- 11. April: Ethel Skakel-Kennedy, Ehefrau von Robert F. Kennedy
- 11. April: Johann Staber, österreichischer Architekt
- 13. April: José Agustín Goytisolo, spanischer Dichter († 1999)
- 15. April: Hanna-Renate Laurien, deutsche Politikerin
- 18. April: Otto Piene, deutscher Künstler
- 18. April: Jürgen Seifert, deutscher Politikwissenschaftler und Bürgerrechtler († 2005)
- 19. April: Alexis Korner, englischer Blues-Musiker († 1984)
- 19. April: Karlheinz Kaske, Siemens Manager, Ingenieur, Honorarprofessor († 1998)
- 20. April: Hans Werner Kettenbach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 20. April: Heinz Melkus, deutscher Rennfahrer und Konstrukteur von Rennwagen († 2005)
- 21. April: Georg Kronawitter, deutscher Politiker
- 23. April: Shirley Temple, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. April: Cy Twombly, Vertreter der zeitgenössischen amerikanischen Malerei
- 25. April: Richard Anders, Schriftsteller
- 26. April: Hertha Kräftner, österreichische Schriftstellerin († 1951)
- 28. April: Jan Schotte, belgischer Kardinal († 2005)
- 28. April: Yves Klein, französischer Maler, Bildhauer und Performancekünstler († 1962)
- 28. April: Leah Rabin, israelische Politikerin und Ehefrau von Yitzhak Rabin († 2000)
- 28. April: Frank Horvat (Fotograf), italienischer Photograph
- 28. April: Carolyn Jones, US-amerikanische Schauspielerin († 1983)
- 28. April: Eugene Shoemaker, US-amerikanischer Astronom († 1997)
- 2. Mai: Rolf Heyne, deutscher Verleger († 2000)
- 2. Mai: Georges-Arthur Goldschmidt, Übersetzer und französisch-deutscher Schriftsteller
- 3. Mai: Dave Dudley, US-amerikanischer Country-Sänger († 2003)
- 4. Mai: Wolfgang Graf Berghe von Trips, deutscher Autorennfahrer († 1961)
- 4. Mai: Maynard Ferguson, kanadischer Jazz-Trompeter und Flügelhornist
- 4. Mai: Muhammad Husni Mubarak, Staatspräsident von Ägypten
- 7. Mai: Michael Croissant, deutscher Bildhauer und Künstler († 2002)
- 8. Mai: Manfred Gerlach, deutscher Politiker
- 9. Mai: Colin Chapman, britischer Rennwagen-Kontrukteur († 1982)
- 9. Mai: Peter Merseburger, deutscher Journalist und Autor
- 9. Mai: Ricardo González, US-amerikanischer Tennisspieler († 1995)
- 10. Mai: Lothar Schmid, deutscher Verleger und Schachspieler
- 10. Mai: Arnold Rüütel, estnischer Politiker und Präsident
- 11. Mai: Christopher Bird, US-amerikanischer Botaniker und Schriftsteller († 1996)
- 12. Mai: Burt Bacharach, US-amerikanischer Pianist und Komponist
- 13. Mai: Enrique Bolaños Geyer, Präsident der Republik Nicaragua
- 14. Mai: Ernst Cincera, Schweizer Politiker (FDP) († 2004)
- 16. Mai: Günter Ferdinand Ris, deutscher Bildhauer († 2005)
- 17. Mai: Idi Amin, ugandischer Diktator († 2003)
- 18. Mai: Jo Schlesser, Formel 1 Rennfahrer († 1968) beim GP Frankreich/Rouen
- 18. Mai: Pernell Roberts, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. Mai: Pol Pot, kambodschanischer Politiker, Bruder Nr. 1" der Roten Khmer († 1998)
- 19. Mai: Dolph Schayes, US-amerikanischer Basketballspieler
- 20. Mai: Werner Büdeler, deutscher Journalist und Autor († 2004)
- 20. Mai: Al Aronowitz, US-amerikanischer Musikjournalist († 2005)
- 21. Mai: António Ribeiro, Patriarch von Lissabon und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1998)
- 23. Mai: Hans Blum (Komponist), deutscher Komponist, Texter, Musikproduzent und Sänger
- 23. Mai: Rosemary Clooney, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 2002)
- 30. Mai: Agnès Varda, belgische Filmregisseurin
- 30. Mai: Gustav Leonhardt, niederländischer Musiker
- 1. Juni: Georgi Timofejewitsch Dobrowolski, sowjetischer Kosmonaut († 1971)
- 3. Juni: Donald Judd, US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Architekt († 1994)
- 5. Juni: Tony Richardson, englischer Regisseur († 1991)
- 5. Juni: Umberto Maglioli, italienischer Rennfahrer († 1999)
- 5. Juni: Otto F. Walter, Schweizer Schriftsteller († 1994)
- 7. Juni: Bernard Flood Burke, US-amerikanischer Astronom
- 7. Juni: James Ivory, US-amerikanischer Filmregisseur
- 8. Juni: Lothar Curdt, deutscher Politiker und MdB († 2005)
- 9. Juni: Erwin Scheuch, deutscher Soziologe († 2003)
- 9. Juni: Federico Bahamontes, spanischer Profi-Radsportler. Sieger der Tour de France
- 10. Juni: Carl Dahlhaus, deutscher Musikwissenschaftler († 1989)
- 10. Juni: Maurice Sendak, US-amerikanischer Illustrator und Kinderbuchautor
- 12. Juni: Petros Molyviatis, griechischer Politiker und Außenminister
- 13. Juni: Giacomo Biffi, italienischer Erzbischof von Bologna und Kardinal
- 13. Juni: John Forbes Nash Jr., US-amerikanischer Mathematiker
- 14. Juni: Ernesto Che Guevara, argentinischer Arzt und kubanischer Revolutionär († 1967)
- 15. Juni: Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Verhaltensforscher und Ethnologe
- 16. Juni: Dagmar Rom, österreichische Skirennläuferin
- 17. Juni: Peter Seiichi Shirayanagi, Erzbischof von Tokio und Kardinal
- 20. Juni: Heinrich Nöth, deutscher Chemiker
- 20. Juni: Jean-Marie Le Pen, französischer Politiker der extremen Rechten
- 20. Juni: Eric Dolphy, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1964)
- 21. Juni: Mona Baptiste, Schlagersängerin († 1993)
- 22. Juni: Elgudscha Amaschukeli, georgischer Bildhauer und Maler
- 22. Juni: Ralph Waite, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Juni: Klaus von Dohnanyi, deutscher Politiker
- 25. Juni: Peyo, belgischer Comiczeichner († 1992)
- 25. Juni: Hermann Buschfort, deutscher Politiker († 2003)
- 25. Juni: Alexei Alexejewitsch Abrikossow, russischer Physiker
- 26. Juni: Hermann Jünger, deutscher Goldschmied († 2005)
- 26. Juni: Nakamatsu Yoshirō, japanischer Erfinder
- 28. Juni: Claus Biederstaedt, deutscher Schauspieler
- 28. Juni: Hans Blix, ehemaliger Außenminister Schwedens
- 28. Juni: John Stewart Bell, Irischer Physiker († 1990)

2. Halbjahr


- 1. Juli: Hans-Joachim Rüscher, Wirtschaftsfunktionär der SED in der DDR
- 4. Juli: Giampiero Boniperti, italienischer Fußballspieler und Ehrenpräsident von Juventus Turin
- 4. Juli: Cathy Berberian, US-amerikanische Sängerin und avantgardistische Komponistin († 1983)
- 5. Juli: Pierre Mauroy, französischer Politiker
- 7. Juli: Bálint Balla, ungarisch-deutscher Soziologe
- 10. Juli: Alejandro De Tomaso, Gründer und Präsident des Sportwagenherstellers De Tomaso Modena S.p.A. († 2003)
- 12. Juli: Elias James Corey Jr., US-amerikanischer Chemiker und Professor an der Harvard University
- 13. Juli: Sven Davidson, ehemaliger schwedischer Tennisspieler
- 13. Juli: Bob Crane, US-amerikanischer Schauspieler († 1978)
- 15. Juli: Peter-Klaus Budig, deutscher Wissenschaftler und DDR-Minister
- 15. Juli: Carl Woese, US-amerikanischer Biologe
- 16. Juli: Manfred Kluge, Komponist und Kirchenmusiker († 1971)
- 16. Juli: Robert Sheckley, US-amerikanischer Schriftsteller
- 17. Juli: Vince Guaraldi, US-amerikanischer Jazzmusiker, Pianist und Komponist († 1976)
- 18. Juli: Carl Fontana, erfolgreicher Jazzposaunist († 2003)
- 20. Juli: Pavel Kohout, tschechischer Schriftsteller und Politiker
- 22. Juli: Per Højholt, dänischer Schriftsteller († 2004)
- 22. Juli: Gerhard Händler, Volkspolizist der DDR († 1953)
- 23. Juli: Luigi Locati, italienischer Bischof und Missionar († 2005)
- 23. Juli: Vera Rubin, US-amerikanische Astronomin
- 23. Juli: Leon Fleisher, US-amerikanischer Pianist
- 23. Juli: Hubert Selby, US-amerikanischer Schriftsteller († 2004)
- 26. Juli: Francesco Cossiga, italienischer Politiker der Democratia Italiana
- 26. Juli: Tadeusz Baird, polnischer Komponist († 1981)
- 26. Juli: Stanley Kubrick, US-amerikanischer Filmregisseur († 1999)
- 26. Juli: Elliott Erwitt, US-amerikanischer Fotograf
- 27. Juli: Karl Mai, deutscher Fußballspieler († 1993)
- 27. Juli: Joseph Kittinger, US-amerikanischer Luftfahrtpionier und Ballonfahrer
- 30. Juli: Chris Howland, englischer Schlagersänger
- 30. Juli: Dieter Trautwein, evangelischer Theologe († 2002)
- 31. Juli: Kurt Sontheimer, deutscher Politikwissenschaftler († 2005)
- 2. August: Theo Hotz, Schweizer Architekt
- 2. August: Luigi Colani, Schweizer Designerphilosoph
- 3. August: Irene Koss, Schauspielerin und die erste deutsche Fernsehansagerin († 1996)
- 5. August: Ulrich Wilckens, Bischof in der Nordelbischen evangelischen Kirche
- 5. August: Johann Baptist Metz, katholischer Theologe
- 6. August: Andy Warhol, Begründer und der bedeutendste Künstler der Pop-Art († 1987)
- 6. August: Jean-Claude Carrière, französischer Drehbuchautor und Schriftsteller († 2005)
- 7. August: James Randi, Bühnenzauberer, Skeptiker, und Gegner von Pseudowissenschaften
- 7. August: Helen Vita, deutsche Chansonni??re, Schauspielerin und Kabarettistin († 2001)
- 8. August: François Remetter, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 8. August: Vilayat Khan, indischer Sitarvirtuose († 2004)
- 8. August: Werner Hofmann (Kunstwissenschaftler), Kunstwissenschaftler
- 8. August: Lubor Bárta, tschechischer Komponist († 1972)
- 8. August: Martha Chase, US-amerikanische Forscherin († 2003)
- 9. August: Gerd Ruge, deutscher Journalist für den WDR und die ARD
- 9. August: Bob Cousy, US-amerikanischer Basketballspieler
- 10. August: Gerino Gerini, Formel-1-Rennfahrer
- 10. August: Jimmy Dean, US-amerikanischer Country-Musiker
- 15. August: Nicolas Roeg, Filmregisseur
- 20. August: Günter Fehring, deutscher Archäologe
- 20. August: Siegfried Böhm, SED-Funktionär und Minister der Finanzen der DDR († 1980)
- 21. August: Chris Brasher, britischer Leichtathlet und Olympiasieger († 2003)
- 21. August: Hans Voelkner, deutscher Geheimagent (DDR)
- 21. August: Art Farmer, US-amerikanischer Jazz-Trompeter († 1999)
- 23. August: Hermann Weber (Historiker), deutscher Historiker und Politikwissenschaftler
- 25. August: Herbert Kroemer, deutscher Physiker
- 27. August: Mangosuthu Buthelezi, südafrikanischer Politiker
- 29. August: Adolf Bieringer, deutscher Politiker und MdB († 1988)
- 29. August: Klaus Bölling, deutscher Publizist
- 29. August: Aaron Victor Cicourel, US-amerikanischer Soziologe
- 30. August: Harvey Hart, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent († 1989)
- 31. August: Jaime Lachica Sin, Erzbischof von Manila und Kardinal († 2005)
- 2. September: Horace Silver, US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist
- 3. September: Gaston Thorn, luxemburgischer Politiker
- 5. September: Albert Mangelsdorff, Jazz-Posaunist († 2005)
- 6. September: Jewgeni Fjodorowitsch Swetlanow, russischer Dirigent, Komponist und Pianist († 2002)
- 9. September: Fritz Herkenrath, deutscher Fußballspieler
- 9. September: Sol LeWitt, US-amerikanischer Künstler
- 10. September: Jean Vanier, Gründer von L'Arche
- 11. September: Friedrich Berentzen, deutscher Spirituosenfabrikant
-

Budapest

Budapest [] ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2005) ist Budapest die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.

Geografie

Óbuda

Geografische Lage

Budapest liegt an der Donau, die an dieser Stelle das ungarische Mittelgebirge verlässt und in das ungarische Tiefland fließt. Die höchste Erhebung in Budapest ist der 527 Meter hohe János-Berg. Geotektonisch gesehen liegt die Stadt auf einer Bruchstelle, deshalb ist besonders Buda so reich an Thermalquellen. Thermalquelle

Klima

Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Budapest ein relativ trockenes Kontinentalklima mit mildem Winter und warmem Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei -1 °C sowie im Juli bei 21 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Jahr rund 600 Millimeter.

Geschichte

Budapests Geschichte beginnt um 89 mit der Gründung einer Siedlung mit Festung namens Aquincum durch die Römer und einer Bürgerstadt im nördlichen Bereich des heutigen Óbuda. Die damaligen Bewohner dieser Gegend waren Eravisken keltischen Ursprungs. Aquincum war zwischen 106 und dem Ende des 4. Jahrhunderts Hauptstadt der Provinz Pannonia, denn sie lag an der natürlichen Grenze (Limes) Pannoniens, der Donau. Hier bekam der Ort mit der Festung eine führende Rolle, und wurde zum Sitz des römischen Statthalters. 107 begann der Bau eines Statthalterpalastes durch Kaiser Hadrian. Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann die Wanderung der Hirtenvölker (wie der Hunnen) aus dem Osten. Diese Welle erreichte gegen Ende des 4. Jahrhunderts Pannonien. Die Stürme dieser kriegerischen Stämme verwüsteten die Landschaft und zerstörten teilweise die römischen Städte. Relative Ruhe kehrte erst durch die Landnahme der Magyaren um 896 ein. Es kam zur Besiedlung des gesamten pannonischen Beckens und auch der Gegend um Óbuda. Durch die Christianisierung sesshaft gewordene Ungarn wohnten in von ihnen gebauten Dörfern mit Kirchen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Im Zentrum der Verkehrswege gewann Pest immer mehr an Bedeutung. Über die Donau (etwa bei der heutigen Elisabethbrücke) entstand ein reger Fährverkehr mit dem gegenüberliegenden Buda. Mit der Krönung Stephans I. 1000/1001 zum ersten König von Ungarn bauten die Ungarn ihre Vorherrschaft aus und 1361 wurde die Stadt, trotz der fast völligen Zerstörung durch den Einfall der Mongolen (Mongolensturm) 1241 und der Verlegung der königlichen Residenz nach Visegrád 1308, Hauptstadt des Königreiches. 1514 fand ein Bauernaufstand statt. 1514 Ab 1446 griffen die Osmanen immer wieder Ungarn an, was in der Besetzung des größten Teils des Landes gipfelte. So fielen Pest 1526 und Buda (lateinisch für „Ofen“ wegen der warmen Quelle), durch die Burg etwas geschützt, erst 15 Jahre später; die neue Hauptstadt des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus der heutigen Slowakei bestand, wurde von 1536 - 1784 Preßburg (das heutige Bratislava, ungarisch Pozsony). Während Buda zum Sitz des türkischen Gouverneurs wurde, fand Pest allerdings kaum eine Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner. Schließlich gelang es den Habsburgern, seit 1526 Könige von Ungarn, die Osmanen zu vertreiben und Ungarn wieder herzustellen. Für die Bevölkerung von Buda und Pest änderte sich allerdings nur wenig, sie wurde weiterhin unterdrückt und musste sehr hohe Steuern zahlen. Die Einwohner wehrten sich in einem Aufstand gegen die Unterdrücker, der aber niedergeschlagen wurde. Pest, das seit 1723 der Sitz der administrativen Verwaltung des Königreiches war, wurde trotz der widrigen Verhältnisse und eines verheerenden Hochwassers 1838 mit 70.000 Opfern zu einer der am schnellsten wachsenden Städte des 18. und 19. Jahrhunderts. 1780 wurde Deutsch von den Habsburgern als Amtssprache eingeführt, auch um die immer wieder aufflammenden revolutionären Bewegungen besser kontrollieren zu können. Während der ungarischen Revolution 1848 war Budapest einer der Hauptplätze der Unruhen, mit denen die Ungarn gegen die seit mehr als 150 Jahren andauernde Unterdrückung der Habsburger ankämpften. Zwar wurde der Aufstand mit Hilfe Russlands blutig niedergeschlagen, aber die Ereignisse von 1849 führten 1867 indirekt in den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, in dem Ungarn weitgehend unabhängig wurde. Symbol des Ausgleichs war der jährliche mehrwöchige Aufenthalt Kaiser Franz Josephs in Budapest. Als König von Ungarn residierte er auf der Budaer Burg und nahm in dieser Zeit - in ungarischer Sprache und in eine ungarische Uniform gekleidet - mit den Ministern k. Ungarns und dem k. ungarischen Reichstag seine ungarischen Ämter wahr. Die Zusammenlegung von Buda, Óbuda und Pest 1873 war schon 1849 unter der revolutionären Regierung Ungarns verordnet worden, als aber die Habsburger ihre Macht wiederherstellten, widerriefen sie diesen Beschluss. Habsburger Zur Jahrtausendfeier der Landnahme der Ungarn (dem sogenannten Millennium) 1896 wurden zahlreiche Großprojekte, wie z. B. der Heldenplatz und die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland fertiggestellt. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich dadurch zwischen 1840 und 1900 und stieg auf ca. 730.000. Der verlorene Erste Weltkrieg, die daraus resultierenden Todesopfer und der Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie 1918, aber auch die riesigen Gebietsabtretungen Ungarns (Ungarn verlor durch den Vertrag von Trianon fast ¾ seines Reichsgebiets) versetzten Budapest nur einen kurzzeitigen Schlag. Nach der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm Miklós Horthy als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktionären Gegenregierung den Kampf gegen das Regime von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. November 1919 in Budapest ein. Miklós Horthy wurde Reichsverweser (Verwalter; ungarisch: kormányzó) Ungarns, das immer noch Königreich war. Durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn starb rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung von 500.000 Ungarn, obwohl die deutsche Besatzung erst nach dem Versuch der Lösung von Deutschland 1944 zustande kam und somit nur ein Jahr andauerte. 1944 wurde die Stadt durch anglo-amerikanische Bombenangriffe teilweise beschädigt. Die stärksten Zerstörungen erfolgten jedoch durch die von Ende Dezember 1944 bis Anfang Februar 1945, 102 Tage andauernde Belagerung durch sowjetische Streitkräfte sowie durch die eingeschlossenen deutsche Truppen, die bei ihrem Rückzug auf die Budaer Seite des Kessels, auch sämtliche Brücken über die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben während der Belagerung. Nach dem Ende des Krieges folgte 1946 die Ausrufung der Republik und 1949 die Ausrufung der Volksrepublik Ungarn. 1956 war Budapest der Ausgangspunkt des Ungarischen Volksaufstandes, nach dessen blutiger Niederschlagung es zu Säuberungswellen im ganzen Land kam. Am 23. Oktober 1989 wurde in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen, was wegbereitend für den Zerfall des ganzen Ostblocks werden sollte. Im Jahre 2000 fanden ungarnweit Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der Staatsgründung statt. Aus diesem Anlass wurde auch die Hauptstadt verschönert: die Parkanlage und das Kulturzentrum Millenáris-Park und der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater wurden errichtet, die Budaer Donauseite mit dem Campus der Technischen Universität modernisiert. Schließlich folgte am 1. Mai 2004 die Mitgliedschaft Ungarns in der EU, was mit großen Feiern im ganzen Land, aber besonders in der Hauptstadt Budapest gefeiert wurde.

Einwohnerentwicklung

Budapest scheint als Hauptstadt für das ungarische 10-Millionen-Volk überdimensioniert, denn als die heutigen Konturen das Stadtbild schon prägten, war Ungarn wesentlich größer. Das Land hatte durch den Friedensvertrag von Trianon 1920 auch drei Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Von dem historischen Groß-Ungarn ist nur noch Groß-Budapest geblieben. 1920 ]]
- 1800: 54.200
- 1830: 102.700
- 1850: 178.000
- 1880: 370.800
- 1890: 491.900
- 1900: 733.400
- 1925: 957.800
- 1980: 2.004.900
- 1990: 2.016.700
- 2005: 1.695.000

Verwaltung

Stadtteile

Die Stadt besteht aus drei ehemals selbständigen Städten, die erst 1873 zur Gemeinde Budapest vereint wurden. Auf der östlichen, flachen Seite der Donau liegt Pest, das zwei Drittel der Stadtfläche einnimmt, auf der westlichen, bergigen Seite Buda (dt. Ofen) und Óbuda (dt. Alt-Ofen) das restliche Drittel der Stadt.

Bezirke

Óbuda Budapest ist verwaltungsrechtlich in 23 Bezirke eingeteilt. Am 1. Januar 1950 wurde die Stadt in 22 Bezirke geteilt, der 23. (XXXIII.) wurde später aus dem 20. (XX.) abgeteilt. Ausgehend vom ersten Bezirk um das Burgviertel (Vár) werden die Bezirke im Uhrzeigersinn mit römischen Zahlen durchnummeriert und dabei mehrmals die Donau übersprungen.

Städtepartnerschaften

Budapest unterhält derzeit (2005) Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- New York (USA), seit 1991
- Fort Worth (USA), seit 1990
- Wien (Österreich), seit 1990
- Berlin (Deutschland), seit 1992
- Frankfurt am Main (Deutschland), seit 1990
- Tel Aviv (Israel), seit 1989
- Sarajewo (Bosnien-Herzegowina), seit 1995
- Lissabon (Portugal), seit 1992
- Der achte Bezirk unterhält eine Partnerschaft mit dem gleichnamigen Bezirk Josefstadt in Wien und mit Josephstadt in Timişoara im „Bund der Josefstädte“.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Ufer der Donau. Auf der westlichen, Budaer Seite erhebt sich der felsige Gellértberg mit der Freiheitsstatue und der Zitadelle. Am Fuße des Berges liegt das Gellért-Hotel mit Thermalbad sowie weiter flussabwärts der Hauptbau der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität. Nördlich des Gellértberges liegt der Burgberg mit der ehemaligen Königlichen Burg. Sie beherbergt heute die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie sowie das Stadtmuseum. Neben der Burg befindet sich im klassizistischen Sándor-Palais der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten. Sándor-Palais Sándor-Palais Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und ihr zur Donau hin vorgelagert die Fischerbastei. Das Budaer Burgviertel und das Donaupanorama stehen seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein teils öffentlich zugängliches Labyrinthsystem. Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer Hotels am sogenannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter südlich das Nationaltheater und der Palast der Künste. Nationaltheater Die Donau ist die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von neun stadtbildprägenden Brücken überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich Wahrzeichen der Stadt, ist die Kettenbrücke. Von hier aus führt auf Pester Seite der kleine Ring zur Freiheitsbrücke, vorbei an der Großen Synagoge, dem Nationalmuseum und der Großen Markthalle. Die Große Synagoge in der Dohány-utca markiert den Zugang zum historischen jüdischen Viertel Budapests, gelegen zwischen kleinem und großem Ring. Der kleine Ring folgt in etwa dem Verlauf der früheren Pester Stadtmauer, deren letzten Stadttore Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurden. Reste der Stadtmauer stehen allerdings noch. Zwischen kleinem Ring und Donau liegt die eigentliche Innenstadt Budapests. Parallel zum Fluss verläuft mit der Váci utca die älteste Handelsstraße und heute bekannteste Flaniermeile der Stadt. Sie verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér. Nördlich der Innenstadt, aber noch im zentralen V. Bezirk gelegen, erhebt sich der höchste Kirchenbau Budapests, die Basilika. Der große Ring wurde zwischen 1872 und 1906 errichtet. Er führt von der Petőfibrücke zur Margaretenbrücke und ist eines der bedeutendsten Architekturensembles seiner Zeit in Europa. Der hier gelegene Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof Zeugnis der großen Bahnhofsarchitektur der letzten Jahrhundertwende. Am großen Ring, dessen Abschnitte die Namen des Heiligen Stefan sowie der angrenzenden Bezirke Teréz, Erzsébet, József und Ferenc tragen, stehen mehrere Theaterbauten (bis zu seiner Sprengung 1965 stand hier, am Blaha-Lujza-Platz auch das Nationaltheater) und viele Filmtheater, von denen einige Ende der 1990er Jahre schließen mussten, da am Westbahnhof und anderen Stellen der Stadt die Multiplexkinos mehr Zuschauer anlocken konnten. Der Ring wird beim achteckigen Platz Oktogon von der Andrássy-Straße gekreuzt, die den Stadtkern mit dem Stadtwäldchen verbindet. Die Andrássy-Straße ist bis heute das herausragendste städtebauliche Vorhaben der ungarischen Hauptstadt. In nur vierzehn Jahren, von 1871 bis 1885, wurde eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet, die gesäumt wird von sogenannten Wohnpalästen im Historismus, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum Haus des Terrors, mehreren Plätzen und auf den Heldenplatz hinführt, der seinerseits von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst wird. In der Mitte des Platzes gruppieren sich um das Millenniumsdenkmal die Standbilder von vierzehn ungari