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| Bar |
BarDas Adjektiv bar (v. althochdt.: bar = nackt, unbekleidet, entblößt, frei) beschreibt
- die Eigenschaft des Geldes im direkten Zahlungsverkehr mit Münzen und Scheinen, siehe Bargeld; Bar als Abkürzung für Bargeld: Verkaufen gegen Bar, der Betrag in Bar.
Das Substantiv Bar beschreibt
- in der Gastronomie ein bestimmtes Lokal (siehe Bar (Lokal)) oder die Bar als Theke in eben diesem Lokal (aus dem Englischen Bar = Balken, Stange, Schranke, Schanktisch) - daher auch Barriere, Barre, Barcode (in Englisch aber auch Bar = Anwaltskammer!)
- eine physikalische Maßeinheit des Drucks, siehe Bar (Einheit) (vom griechisch baros = Schwere)
- ein regelmäßig gebautes mehrstrophiges Lied des Meistergesanges, siehe Bar (Meistergesang)
- eine Hafenstadt in Montenegro, siehe Bar (Montenegro)
- ein Ort in der Ukraine, Oblast Winnyzja, siehe Bar (Ukraine)
- ein historisches Herzogtum in Lothringen, siehe Herzogtum Bar
- die Stadt Bar-le-Duc in Lothringen
- eine Metasyntaktische Variable, siehe Fubar
- ein amerikanisches Maschinengewehr, siehe Browning Automatic Rifle
- ein türkischer Tanz, size Bar (Tanz)
ja:バール
AlthochdeutschAls Althochdeutsch (Ahd.) bezeichnet man die älteste schriftlich bezeugte Form der deutschen Sprache in der Zeit etwa von 750 bis 1050.
1050
Das Althochdeutsche ist keine einheitliche Sprache, wie der Begriff suggeriert, sondern die Bezeichnung für eine Gruppe von westgermanischen Dialekten, die südlich der so genannten „Benrather Linie“ (die von Düsseldorf-Benrath ungefähr in west-östlicher Richtung verläuft) gesprochen wurden. Diese Dialekte unterscheiden sich von den anderen westgermanischen Sprachen oder Dialekten durch die Durchführung der Zweiten (oder Hochdeutschen) Lautverschiebung. Die Dialekte nördlich der „Benrather Linie“, das heißt, im Bereich der norddeutschen Tiefebene und im Gebiet der heutigen Niederlande, haben die Zweite Lautverschiebung nicht durchgeführt. Diese Dialekte werden zur Unterscheidung vom Althochdeutschen unter der Bezeichnung Altsächsisch (seltener: Altniederdeutsch) zusammengefasst. Aus dem Altsächsischen hat sich das Mittel- und Neuniederdeutsche entwickelt.
Da das Althochdeutsche eine Gruppe nahe verwandter Dialekte war, gab es im frühen Mittelalter auch keine einheitliche Schriftsprache; die überlieferten Textzeugnisse lassen sich den einzelnen Dialekten zuweisen, so dass man oft treffender von Altfränkisch, Altbairisch, Altalemannisch etc. spricht.
Die althochdeutsche Überlieferung besteht zu einem großen Teil aus geistlichen Texten (Gebeten, Taufgelöbnissen, Bibelübersetzung); nur vereinzelt finden sich weltliche Dichtungen (Hildebrandslied) oder sonstige Sprachzeugnisse (Inschriften, Zaubersprüche).
Charakteristisch für die althochdeutsche Sprache sind die noch vokalisch volltönenden Endungen (vgl. Latein), zum Beispiel:
Im Zusammenhang mit der politischen Situation ging im 10. Jahrhundert die Schriftlichkeit im Allgemeinen und die Produktion deutschsprachiger Texte im Besonderen zurück; eine Neueinsetzung einer deutschsprachigen Schriftlichkeit und Literatur ist ab etwa 1050 zu beobachten. Da sich die schriftliche Überlieferung des 11. Jahrhunderts in lautlicher Hinsicht deutlich von der älteren Überlieferung unterscheidet, bezeichnet man die Sprache ab etwa 1050 als Mittelhochdeutsch.
Literatur
- Rolf Bergmann u. a. (Hrsg.): Althochdeutsch
# Grammatik. Glossen. Texte. Winter, Heidelberg 1987, ISBN 3-533-03877-7
# Wörter und Namen. Forschungsgeschichte. Winter, Heidelberg 1987, ISBN 3-533-03940-4
- Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik. Niemeyer, Tübingen 2004, ISBN 3-484-10861-4
- Rudolf Schützeichel: Althochdeutsches Wörterbuch.Niemeyer, Tübingen 1995, ISBN 3-484-10636-0
- Stefan Sonderegger: Althochdeutsche Sprache und Literatur: eine Einführung in das älteste Deutsch. Darstellung und Grammatik. de Gruyter, Berlin (u. a.) 1987, ISBN 3-11-004559-1
Siehe auch
Deutsche Sprachgeschichte, althochdeutsche Literatur
Weblinks
- [http://www.cis.uni-muenchen.de/ahdeutsch/haupt.html www.cis.uni-muenchen.de/ahdeutsch/haupt.html] – Althochdeutsches Wörterbuch des 8. Jahrhunderts
- [http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/althochdeutscheswoerterbuch/nhd-ahd.pdf Neuhochdeutsch-althochdeutsches Wörterbuch] – im PDF-Format
Kategorie:Deutsche Sprache
Kategorie:Sprachstufe
Bar (Lokal)Eine Bar ist ein Lokal, in dem hauptsächlich Getränke an einem auch Bar (englischer Ausdruck, der u.a. Theke bedeutet) genannten Schanktisch ausgeschenkt werden. Die meisten Bars sind nur abends und nachts geöffnet, einige aber auch tagsüber. Je nach Ausrichtung wird Bier und eine einfache Auswahl an Modegetränken oder auch eine große Vielfalt an Cocktails angeboten. Eine Bar ist ein beliebter Treffpunkt, sei es in Hotels oder als Ausgehziel in der Stadt. Gerade bei zweitgenannter Form wird meist viel Wert auf die gespielte Musik gelegt, die Grenzen zur Diskothek sind fließend.
Eine andere Bedeutung hat das Wort Bar in Italien: hier bezeichnet es eine in der Regel eine kleine gastronomische Einrichtung, die sich in fast jeder Straße einer Stadt findet. Dort trinkt der Besucher meist im Stehen seinen Espresso oder Capuccino, knabbert eine Brioche (Hörnchen), blättert ein wenig in der ausgelegten Zeitung und tauscht den neuesten Klatsch aus. Aus letzterem Grund erfüllt die Bar in Italien auch eine wichtige soziale Funktion (vergleichbar mit der des Barbiers). Espresso-Bars fassen zunehmend auch in deutschen Großstädten Fuß, wo sie dem gehobenen Publikum die Möglichkeit bieten, auch in nördlichen Gefilden italienische Lebensart zu pflegen.
Siehe auch Lounge, Resto-Bar, Pub, Kneipe
Kategorie:Gastronomiebetrieb
BarriereDas Wort Barriere bezeichnet allgemein ein Hindernis, das zwei räumliche Bereiche voneinander trennt. Es zu überwinden ist mit mehr oder weniger Aufwand verbunden oder unmöglich. Es können auch Widerstände äußerer oder innerer Struktur sein, die sich den Bedürfnissen oder Zielen entgegenstellen. Neuerdings findet sich als Gegenteil auch der Begriff der Barrierefreiheit.
- eine Bahnschranke
- einen Schlagbaum
- eine Sperre
- eine Schranke
Aus der Soziologie: soziale Einflüsse, kommunikationshemmend (Sprachbarriere, Bildungsbarriere)
Als Diffusionsbarriere, siehe zum Beispiel
- Permeabilität
- Tight junction
BarreMit oder ohne Akzent betont, hat Barre bzw. Barré mehrere Bedeutungen:
- Barre wird in der Geographie eine an der Mündung eines Flusses ins Meer gelegene Sand-, Schlick oder Schlammbank genannt, die häufig für die Schifffahrt bzw. Binnenschifffahrt eine gefährliche „Barriere” darstellt. Ein "Barrehafen" kann deshalb nur bei Hochwasser angelaufen werden.
- Barré ist eine Spieltechnik bei Seiteninstrumenten.
Auch Personen tragen Barre bzw. Barré als Namen:
- Martin Barre, britischer Musiker, Gitarrist der Gruppe Jethro Tull
- Mohammed Siad Barré (1919-1995), Präsident Somalias 1969-1991
- Raymond Barre, französischer Politiker
- Ernst Johann Barre, gründete im Jahre 1842 die [http://www.barre.de Privatbrauerei Ernst Barre]
Städte in den USA:
- Barre (Massachusetts)
- Barre (New York)
- Barre (Vermont)
- Barre (Wisconsin)
Barcode
Der Strichkode bzw. Strichcode (englisch barcode, bar = Strich) ist eine maschinenlesbare Schrift, die aus verschieden breiten Strichen und Lücken besteht. Sie kann über optische Abtaster, so genannte Strichcodelesegeräte (oder Barcodelesegerät, umgangssprachl. auch Scanner) maschinell gelesen und in einer EDV weiterverarbeitet werden.
Barcodes
Die verschiedenen Typen von Barcodes wurden zu verschiedenen Zeiten und Zwecken entwickelt, unterschiedlich nach Benutzergruppe und vor allem auch nach den jeweiligen Herstellungsmöglichkeiten.
Je nach Anwendung werden die Strichcodes mit konventionellen Druckverfahren (u.a. Offset, Flexo oder Tiefdruck) oder nach Bedarf (u.a. Laser, Thermodirekt, Thermotransfer, Tintenstrahl) hergestellt. Nadel-Matrixdrucker sind aufgrund ihres Druckbildes eher schlecht geeignet, weil ihre Ausdrucke die erforderlichen Standards zum Lesen oft nicht einhalten können.
Obwohl auch heute noch die meist verbreiten Barcodes eindimensional (1-D Codes) sind, wurden Ende der 1980er zweidimensionale (2-D Codes) entwickelt. Diese können aus gestapelten 1-D Codes bestehen (stacked), in Zeilen angeordnet sein oder als echter Flächencode (Matrix) hergestellt werden. Bei 3-D Codes ist Farbe die dritte Dimension.
Allgemeines
Oft steht in der Klartextzeile direkt unter dem Barcode der Dateninhalt auch in lesbarer Schrift.
Es gibt 1-D Strichcodearten mit 2 Strichbreiten und es gibt Strichcodearten mit mehreren Strichbreiten.
Der Barcode sollte eine gewisse Mindesthöhe haben, die in einigen Fällen genormt ist. Außerdem ist auch das Breitenverhältnis zwischen schmalen und breiten Balken genormt und liegt nach Norm zwischen 1:1,8 - 1:3,4 (normalerweise soll nur 1:2,0 bis 1:3,0 verwendet werden. Der größere Bereich sind erlaubte Toleranzen). Mehrstrichbreitencodes haben üblicherweise Balkenbreiten die sich um je ein Modul erhöhen. Auch muss vor und nach dem Code ein Feld frei bleiben - die so genannte Ruhezone - um den Code einwandfrei dekodieren zu können. Die Balken werden oft mit dem englischen Wort bars, die Lücken mit space bezeichnet. Als erstes und als letztes Zeichen stehen meistens ein Start- bzw. Stoppzeichen, anhand dessen der Leser einerseits die Barcodeart und andererseits auch die Leserichtung feststellen kann. (Es gibt z.B. den Pharma Code bzw. Laetus Code ohne Start und Stoppzeichen.)
Es gibt auch spezielle Anwendungen, die eine besondere Form eines der Barcodetypen erfordern. So kann der Code überquadratisch sein, d.h. er ist höher als breit. Damit ist es möglich, mit zwei zueinander im rechten Winkel stehenden Scannern den Code in jeder Lage zu lesen. Dies wird z.B. bei den Gepäckanhängern bei Fluggesellschaften verwendet. Eine andere Art ist der T-förmige Code. Dabei werden zwei Codes mit demselben Inhalt T-förmig zueinander aufgedruckt. Hier ist es möglich, mit einem Scanner in allen Richtungen zu lesen.
Die Druckqualität von linearem Strichcode ist in der Norm ISO/IEC 15416 definiert.
Die Druckqualität von 2D Strichcodes ist in der Norm ISO/IEC 15415 definiert.
Datenstrukturen (u.a. EAN 128 oder Fact) sind in der ISO/IEC 15418 (bzw. in der referenziert ANS MH10.8.2) festgelegt.
Bekannte Arten der 1-D-Codes
Handelsstrichcodes: EAN, UPC, IAN, JAN
UPC
UPC
Sowohl der Strichcode (ISO/IEC 15420) selbst als auch der Inhalt (EAN General Specifications) sind genormt:
- Zeichenvorrat 0–9
- Feste Längen:
- EAN-13 hat 13 Stellen, davon eine Prüfziffer
- EAN-8 hat 8 Stellen, davon eine Prüfziffer
- UPC-A hat 12 Stellen, davon eine Prüfziffer
- UPC-B, -C, -D sind zwar normiert, aber ohne praktische Bedeutung
- UPC-E definiert die Komprimierung von 11 Nutzziffern (wie UPC-A) in einen 8-stelligen Barcode, wenn die Nutzziffern bestimmte Folgen von Nullen enthalten.
- IAN (International article numbering) Barcode ist identisch mit EAN, der Inhalt mit EAN abgestimmt.
- JAN (Japanese article numbering) ebenso.
- Zusatzcodes: Gängig sind zweistellige und fünfstellige Zusatzcodes, die direkt neben dem EAN oder UPC gedruckt werden und beispielsweise für die Verschlüsselung der Ausgabennummer einer Zeitschrift oder der gewogenen Menge bei losen Waren dienen (siehe unten). Auch ein Preis ist hier möglich, jedoch kennen Kassensysteme "ihre" Artikel und den zugehörigen Preis in der Regel.
- Zur Darstellung sind je 4 verschiedene Balken- und Lückenbreiten notwendig, die insgesamt 32 Symbole definieren: Für die Ziffern 0-9 gibt es jeweils 3 Symbole (Codierung A, B, C), dazu kommt ein Randsymbol als erstes und letztes Zeichen, und schließlich ein Trennsymbol in der Mitte.
- Auch für die Verschlüsselung des EAN-13 (13 Ziffern!) genügen 12 Symbole. In der Literatur hat sich eine Zählung der Ziffern von rechts nach links durchgesetzt. Während die Ziffern der Stellen 1 - 6, darunter die Prüfziffer auf Stelle 1, mit den entsprechenden Symbolen aus dem Satz C gedruckt werden, werden die Ziffern 7 - 12 aus Symbolen aus A und B codiert, und zwar in einer Abfolge, aus der sich eindeutig die 13 Ziffer ergibt. Das ist die vorderste Ziffer. Meist steht die Nummer im Klartext darunter, und man sieht die 13. Ziffer dann links neben dem Barcode.
Es empfiehlt sich, diese Codearten nur im Zusammenhang mit einer gültigen EAN-Nummer einzusetzen, da ansonsten das Risiko von Verwechslungen sehr hoch ist.
Norm-konform ist aber auch der Einsatz von Inhouse-EANs, die mit der Ziffer 2 beginnen und ansonsten frei nach Bedarf des Anwenders mit Ziffern gefüllt werden. Wegen möglicher Überschneidungen empfehlen sich solche Barcodes nicht, wenn mehrere Geschäftspartner beteiligt sind (Großhandel usw.).
Unterarten:
- ISBN und ISSN Nummern werden im EAN13 Code verschlüsselt:
- Bei den 10-stelligen ISBN Nummern wird die letzte Ziffer (die Prüfziffer des numerischen ISBN-Codes) entfernt, eine 978 vorangestellt und die Prüfziffer des Barcodes angehängt -> 13 stelliger Code
- Bei ISSN-Nummern (für Zeitschriften) wird wie bei der ISBN verfahren, nur wird hier die 977 vorangestellt.
- Add-On-Codes können den EAN13-Code für ISBN und ISSN ergänzen. Die Add-On Codes sind vom EAN13 durch eine Ruhezone abgesetzt und enthalten entweder zwei Ziffern (für Heftnummer, Ausgabe) oder 5 Ziffern (Preis ohne Komma, keine Währungsangabe), ohne dass eine weitere Prüfziffer angehängt wird
2/5 Familie
ISSN
Zeichenvorrat 0-9
- Interleaved: Er ist heute der häufigste rein numerische Code. Mit zwei verschiedenen Balken- und Lückenbreiten kann er eine variable Stellenanzahl kodieren, ist aber nur mit gerader Ziffernanzahl verwendbar. Er sollte immer mit Prüfziffer verwendet werden. Er hat eine hohe Informationsdichte, d.h. auf kleinem Raum können viele Ziffern untergebracht werden.
Der 2/5 Interleaved ist in der Norm ISO/IEC 16390 spezifiziert. Oftmals findet man auch die Bezeichnung ITF für 'Interleaved 2 of 5 - Interleaved Two of Five'
Kaum mehr verwendete Unterarten
- (Industrial)
- (Matrix)
- (3 Striche Datalogic)
- (invertiert)
- (IATA)
Die Unterarten sind nicht normiert sondern durch firmenspezifische Spezifikationen definiert
Code39
IATA
Der Code39 ist ein älterer alphanumerischer Code. Er ist weit verbreitet in der Industrie. Beispielsweise in der Auto- (bei den VDA-Versandetiketten) oder in der Pharmaindustrie (PZN-Code oder Code-32) (bei der Pharmazentralnummer) wird er häufig eingesetzt, da er wegen seiner großen Drucktoleranzen einfach herzustellen ist. Bei dieser Codeart entspricht ein Zeichen Klarschrift einem Zeichen Barcode.
Der Code 39 ist in der ISO/IEC 16388 spezifiziert.
Unterarten sind:
- Standard Code39 (Zeichen A-Z, Ziffern 0-9, sowie einige Sonderzeichen)
- erweiterter Code 39 (Zeichen A-Z, a-z, 0-9, sowie einige Sonderzeichen). Es ist der komplette ASCII-Zeichensatz möglich, dann hat er aber eine geringe Informationsdichte da er jeweils zwei Zeichen für ein Klarschriftzeichen benötigt.
- Code 32 (Zeichen A-Z, Ziffern 0-9) (italienischer Pharmacode - Artikelnummer für Pharmaprodukte)
Code 93
Zeichenvorrat A-Z, 0-9, einige Sonderzeichen
- erweiterter Code 93
Zeichenvorrat ASCII Zeichensatz
Der Code 93 erreicht bei alphanumerischer Codierung die höchste Zeichendichte bei linearen Strichcodes.
Norm: ANSI/AIM BC5 1995
Diese Codeart hat in Europa so gut wie keine Bedeutung
Code128
ASCII
Der Code128 löst heute langsam den Code 39 ab, da die Informationsmöglichkeiten in diesem Code wesentlich größer sind. Es können bei einer gleichzeitig hohen Informationsdichte alle Zeichen zwischen ASCII 0 und ASCII 128 dargestellt werden. Es werden dabei gleiche Symbole für mehrere Zeichen gleichzeitig verwendet, diese werden aber durch Umschaltzeichen am Anfang des Codes oder vor einem Block dargestellt (Zeichensatz A, B und C).
Der EAN128 ist eigentlich kein Barcode, sondern eine Datenstruktur für die Logistik, die als Transportmedium (physical Layer) den Code 128 definiert. Das Protokoll ist auch EDI-fähig mittels EANcom. Das Sonderzeichen FNC1 nach dem Startzeichen definiert eindeutig den EAN128.
Norm Code 128: ISO/IEC 15417
EAN128 Datenstruktur und Größenrestriktionen sind in den EAN General Specifications definiert.
Norm: ISO/IEC 15417
2-D-Strichcode
(Siehe auch den Artikel zu 2-D Bar Codes in der englischen Wikipedia).
Alle 2-D-Barcodes verschlüsseln Informationen auch senkrecht zur Hauptausrichtung. Dabei sind echte Array-Codes QR Code, DataMatrix, AztecCode von gestapelten Codes PDF417, CodaBar
zu unterscheiden. Beim Postcode RM4SCC handelt es sich um keinen echten 2-D-Strichcode, allerdings wird hier zusätzliche Information über die Strichlänge codiert.
QR-Code
RM4SCC
QR Code steht für "Quick Response Code", ein in Japan sehr verbreiteter 2D-Strichcode, den fast jedes japanische Mobiltelefon entziffern kann.
(Siehe auch QR Code in der englischen Wikipedia)
PDF417
QR Code
PDF417 steht für "Portable Data File", im Unterschied zu anderen gestapelten Barcodes wie z.B. Codablock, Code16k oder Code49 erfordert er keine vollständige Zeilenkongruenz. Maximal 2000 Zeichen können in einem PDF417 gespeichert werden. Der PDF417 ist kein echter Matrix Code wie der DataMatrix Code. Es gibt einstellbare Fehlerkorrekturstufem (0 - 9). In Bezug auf Dateninhalt im Verhältnis zur Größe schneidet der PDF417 im Vergleich zu DataMatrix sehr schlecht ab. Sinnvoll (wenn auch nicht besonders effizient) ist der Einsatz im zusammenhang mit Laserscannern, die keine Matrixsymbologien erfassen können. Sobald Kamerasysteme als Scanner verwendet werden sind echte Matrix Code das Mittel der Wahl. Der PDF 417 wurde ursprünglich von der Firma Symbol Technologies entwickelt. Inzwischen ist der PDF 417 auch in einer ISO/IEC Norm spezifiziert.
Matrix-Code
PDF417
PDF417
Matrix-Codes wie DataMatrix können mit CCD-Kamerascannern omnidirektional gelesen werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur verdoppelt die Daten, wodurch ca. 25% des Codes zerstört werden können ohne die Dekodierung zu gefährden. Der Kode ist in der internationalen Norm ISO/IEC 16022 definiert.
Diese 2D-Codeart gewinnt zur Zeit (2005) stark an Bedeutung. Beispiele sind die elektronische Briefmarke (STAMPIT), der 2D-Pharmacode, Online-Tickets der Deutschen Bahn, Teilekennzeichnungen in Luft- und Raumfahrtindustrie und in der Medizintechnik.
Von EAN International ist diese Codeart kürzlich für EAN-Anwendungen zugelassen worden.
Aztec Code
Der Aztec Code ist eine eigenständige 2D Codeart. Bisher ist diese Codeart nicht in die Standardisierung aufgenommen worden. Weitere Infos zum Aztec Code sind hier zu finden http://www.taltech.com/TALtech_web/resources/intro_to_bc/bcsymbol.htm
In der unten aufgeführten Literatur Band 2 ist der Aztec Code ebenfalls beschrieben. Die Deutsche Bahn AG testet einen 2-D-Barcode ("Aztec") auf ihren "Online-Tickets".
Dotcode/Punktcode
Dotcodes sind zweidimensionale optische Codierungen mit hoher Informationsdichte und guter Lesesicherheit. Das Hauptanwendungsgebiet ist die Kennzeichnung von verschiedensten Materialien mit spezifischen Drucktechniken, insbesondere Präge- und Gravurtechniken. Ferner kann der Code sogar mit Bohrtechniken erstellt werden. Anwendungen z.B. bei der Markierung von Achsen auf der Stirnseite.
Eigenschaften: Kompakter Code. Flexibilität in der Anpassung von Informationen auf einer gegebenen Fläche. Er ist omnidirektional lesbar.
RM4SCC
Der Royal Mail 4 State Customer Code RM4SCC ist eine alphanumerischer Code (nur Großbuchstaben), wird aber inzwischen auch in anderen Ländern (Schweiz, Österreich, Dänemark, Australien) verwendet. Die [http://www.upu.int Universal Postal Union] hat auch entsprechende Spezifikationen herausgegeben.
RM4SCC
Der Code ist insbesondere für sehr hohe Geschwindigkeiten beim Direktdruck geeignet, da er Verzerrungen weitestgehend toleriert.
Barcodelesegerät
Barcodeleser gehören prinzipiell zu den Datenerfassungsgeräten. Es gibt verschiedenste Arten von Lesern:
- Lesestift: Es wird der Lesestift von Hand über den Barcode bewegt. Ein Dekoder empfängt das Hell/Dunkel-Signal und entziffert so den Barcode.
- CCD-Scanner: Der Barcode wird mit LEDs beleuchtet. Der Barcode reflektiert je nach Helligkeit oder Dunkelheit auf eine CCD-Zeile.
- Laser-Scanner: Ein oder mehrere Laserstrahlen werden auf den Barcode gerichtet und werden abhängig von der Farbe verschieden reflektiert und dekodiert.
Hauptartikel: Barcodelesegerät
Strichcodeprüfgerät
Ein spezielles Messgerät zur Kontrolle der Druckqualität (Kontrast, Metrik, Systematische Eigenschaften und manchmal Datenstrukturen)
Strichcodeprüfgeräte sollen die Toleranzen, die in der ISO/IEC 15426-1 (linear) bzw. der ISO/IEC 15426-2 (2D) festgelegt sind, einhalten.
Der wesentliche Unterschied zum Lesegerät ist, daß für eine Qualitätskontrolle das Prüfgerät unter definierten Bedingungen arbeiten muß. Das heißt es wird ein gleichbleibender Winkel, Abstand und Unterlage benötigt. Eine praktische Lesepistole scheidet daher als Prüfmittel prinzipbedingt aus.
Die Kontrolle der Druckqualität von Strichcodes ist für die effiziente Funktion eines auf Strichcodes basierten Systems unerlässlich. In der Praxis wird dieser Aspekt sehr oft vernachlässigt, was dazu führt, dass die gewünschte Effizienzsteigerung und Fehlerminimierung nicht erreicht wird. Probleme treten oft erst einige Zeit nach der Inbetriebnahme eines solche Systems auf, da mit schlechter werdenden Wartungszustand der Strichcodedrucker die Strichcodequalität schleichend schlechter wird und damit die Effizienz zunächst unmerklich abnimmt.
Die Prüfkriterien sind in der Norm ISO/IEC 15416 (lineare Strichocdes) festgelegt. 2D Matrix Codes und gestapelte Codes werden gemäß der Norm ISO/IEC 15415 geprüft. Beide Normen legen eine Qualitätseinstufung wie folgt fest:
Grad 4 - sehr gut
Grad 3 - gut
Grad 2 - befriedigend
Grad 1 - ausreichend
Grad 0 - durchgefallen
Herstellung von Barcodes
- mit allen üblichen Druckverfahren für größere Mengen von Etiketten, Verpackungen etc.
- In den meisten Fällen werden spezielle Etikettendrucker verwendet. Diese können Thermodrucker oder Thermotransferdrucker sein.
- mit Barcodefonts, die als eigene Schrift auf dem jeweiligen PC gespeichert sind. Die Anwendung hat fast immer Probleme in der Druckqualität zur Folge, da die Schriftart die Druckerauflösung nicht berücksichtigt. Das ist bei Barcodes aber notwendig um die Verhältnisse von Balken und Lücken einzuhalten.
- mit Laserdruckern, in die die Schrift vorher hineingeladen wird oder die ein Barcodemodul eingebaut haben. Kann wie eine Barcodefont Probleme machen. Wenn ein Barcodegenerator im Drucker eingebaut ist sollte es keine Probleme geben.
- mit Tintenstrahldruckern auch in Industrieanwendungen. Die Barcodes hängen vom Trägermaterial ab (z.B. Wellpappe) Das kann zu massiven Problemen führen.
- Barcodes in der Druckvorstufe (üblich Druckverfahren wie z.B. Flexodruck, Tiefdruck, Offsetdruck) sollten immer nur mit dafür geeigneten speziellen Programmen erzeugt werden. Diese Programme erlauben die Vorgabe einer Balkenbreitenkorrektur bzw. Balkenbreitenreduktion (eng. Bar width correction abk. BWC bzw. Bar width reduction abk. BWR) um den immer vorhandenen Druckzuwachs auszugleichen. Die Auflösung bestimmt dabei die Skalierungsschritte des Barcodes. Das Ergebnis muß die Anforderungen der Norm ISO/IEC 15421 einhalten.
- Für Etikettendrucker (meistens Thermotransfer, Thermodirekt) empfiehlt sich der Einsatz von Etikettendesignprogrammen. Diese Programme müssen die druckerinternen Barcodegeneratoren verwenden können. Da Laserdrucker normalerweise keine Barcodegeneratoren eingebaut haben, eignen sich nur sehr wenige Etikettendesignprogramme für den Einsatz mit Laserdruckern (die auftretende Punktüberlappung wird nicht berücksichtigt).
- Letzlich können Barcodes auch geätzt, gefäßt, gestanzt, genadelt, gelasert oder auf jede andere beliebige Art erzeugt werden, sofern nur eine den Barcode-Spezifikationen gemäße Veränderung der Oberfläche vorhanden ist, die durch ein optisches System (Laser/CCD) erkannt werden kann. Dabei wird z.B. bei streifendem Licht der Schattewurf des Höhenversatzes durch die Bearbeitung im Scanner ausgewertet.
Geschichtliches
- 1949 Patentanmeldung des ersten Barcodes durch den Amerikaner Douglas Young.
- 1973 UPC-Code
- 1976 EAN-Code
Erstmals am 26. Juni 1974 wurde ein Strichcode von einem Scanner in einem Supermarkt in Ohio, USA eingelesen: von einer Packung Kaugummi der Marke Wrigleys.
In der Schweiz gab es um 1968 Versuche, Artikel elektronisch zu lesen. Beteiligt war die Supermarktkette Migros und die Fa. Zellweger. Da das Verfahren noch nicht ausgereift war, wurden keine weiteren Versuche unternommen.
In Österreich war es die Supermarktkette BILLA, die als erste 1979 zwei Filialen in Wien mit Scannern auszurüstete und den EAN Code, der auch unter den Lieferanten nicht sehr verbreitet war, zu nutzen versuchte.
Literatur
Das Barcode-Lexikon
ISBN 3-89360-948-2
Autor Oliver Rosenbaum
Handbuch der automatischen Identifikation
Band 1 Identifikation allgemein, Strichcodes ISBN 3-935551-00-2
Autor Bernhard Lenk
Handbuch der automatischen Identifikation
Band 2: 2D Codes ISBN 3-935551-01-0
Autor Bernhard Lenk
Handbuch der automatischen Identifikation
Band 3: Strichcode-Praxis, Implementierung ISBN 3-935551-02-9
Autor Bernhard Lenk
Weblinks
- http://www.wasistdercode.de - BarCode/Club/Cocktail Bar Saarbrücken
- http://www.herdsoft.com/ti/barvis/cgibar/ - Strichcodes kostenlos online erstellen
- http://www.adams1.com/pub/russadam/ - englische Informationen zum Thema Barcode
- [http://www.barcodeart.com/art/art.html Bar Code Art] - englische Seite über Barcode als Kunst
- http://www.autoid.org - Alles zur Normenarbeit im Barcode- und RFID-Bereich
- http://www.ean.ch/gepir/client_d.asp - EAN-Datenbank
- http://idautomation.com/itffaq.html - umfassende engl. Seite zu ITF (Interleaved 2 of 5) Barcode und anderen
- ftp://ftp.gnu.org/gnu/barcode/ - GNU Barcode Tool
Siehe auch: Transponder, Auto-ID, Klebeetikett, Semacode, Zime
Kategorie:Identifikationstechnik
ja:バーコード
Bar (Einheit)
Das Bar ist in der Physik und Technik eine zulässige (SI-konforme) Einheit für den Druck. Der Name stammt von dem griechischen Wort . báros »schwer« ab.
Am 1. Januar 1978 löste das Bar in Deutschland und Österreich die Maßeinheit atü (Atmosphäre Überdruck) ab. Die eigentliche SI-Einheit für den Druck ist das Pascal (sehr kleine Einheit); das Bar darf aber ebenso wie Liter, Minute oder Elektronenvolt mit dem SI verwendet werden.
- 1 bar = 105 N/m² = 105 Pa,
- 1 mbar = 1 hPa,
- 1013,25 mbar = 1 atm (Normaldruck).
Unterscheide in der unten stehende Tabelle die technische Atmosphäre at von der Standard-Atmosphäre atm.
Umrechnungstabelle
Siehe auch
- Thermodynamik
- Physikalische Größen und ihre Einheiten
- Torr
- Luftdruck
Kategorie:Tauchen
Kategorie:Maßeinheit
ja:バール (単位)
Bar (Montenegro)Bar (italienisch Antivari) liegt an der montenegrinischen Adriaküste und ist der wichtigste Seehafen des Landes. Die Stadt hat etwa 20.000 Einwohner.
Von Bar besteht eine Eisenbahnverbindung über Podgorica und Belgrad nach Mitteleuropa, außerdem über Podgorica und Shkodër nach Tirana. Es besteht ebenfalls eine Fährverbindung zu den italienischen Städten Bari und Ancona.
Der alte Kern der Stadt (Stari Bar) liegt jedoch nicht direkt an der Küste, sondern einige Kilometer landeinwärts an den Hängen des Rumija-Gebirges. Beim Erdbeben im Jahre 1979 wurde die Altstadt vollständig zerstört. Einige Gebäude wurden inzwischen detailgetreu wieder aufgebaut.
Seit dem 9. Jahrhundert ist Bar Sitz eines katholischen Bischofs (1089 zum Erzbischof erhoben). Auf dem Berliner Kongress 1878 wurde die Stadt dem Fürstentum Montenegro zugeschlagen, das damit erstmals einen Zugang zum Meer bekam.
Kategorie:Ort in Montenegro
Kategorie:Ort mit Seehafen
Ukraine
Die Ukraine [] (ukrainisch Україна/Ukrajina) ist ein Staat in Osteuropa und grenzt an Rumänien, Moldawien, Ungarn, die Slowakei, Polen, Weißrussland und Russland. Sie hat eine Küste am Schwarzen Meer, von dem die zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim das Asowsche Meer abteilt. Die Ukraine ist nach Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas.
Geografie
Der größte Teil der Ukraine (ca. 95 %) liegt auf dem Gebiet der Osteuropäischen Ebene. Deshalb wird sie fast ausschließlich zu Osteuropa gezählt, obwohl nach mehreren Berechnungen der Schwerpunkt Europas in ihrem westlichen Staatsgebiet liegt.
Andere Landschaftsräume außerhalb der großen Ebene finden sich lediglich in der südlichen Westukraine, wo das Land Anteil an den Karpaten und an der Pannonischen Ebene hat, sowie im äußersten Süden, wo sich das Krimgebirge befindet. Der höchste Berg des Landes ist der Howerla in den Ostkarpaten, welcher eine Höhe von 2.061 Metern erreicht. Die höchste Erhebung der Krim ist der Roman Kosch mit 1.545 Metern.
Auf dem zur Osteuropäischen Ebene gehörenden Teil erstrecken sich insbesondere im Norden und Süden des Landes große Tiefländer (ukrainisch Низовина) wie etwa das Dnjeprtiefland und die Schwarzmeersenke. Das Gelände erreicht dort Höhen zwischen 0 und 200 m. Aufgrund des niedrigen Reliefs fließen die Flüsse dieses Gebiets sehr langsam. Hierzu gehören etwa der Dnepr (ukrainisch Dnipro), die Desna, und der Siwerskij Donez. Viele kleinere Flüsse sind von versumpften Ufern mit Schilfbestand geprägt. Im Bereich der Tiefländer gibt es insbesondere in der zentralukrainischen Oblast Poltawa kleinere Gas- und Erdölvorkommen, welche aber für eine Eigenversorgung des Landes nicht ausreichend sind. Hoffnungen werden in die Erschließung von Feldern im Schwarzen Meer gesetzt. Aufgrund der vermuteten Rohstoffvorkommen bestehen momentan Grenzstreitigkeiten mit dem südwestlichen Nachbarland Rumänien um die Schlangeninsel.
Im zentralen Landesteil erstrecken sich von Westen nach Osten höherliegende Gebiete mit Geländehöhen zwischen 200 und knapp über 500 m, welche Platten (ukrainisch Височина) genannt werden. Zu diesen gehören etwa die Podilische oder die Donezplatte. Diese Platten bestehen überwiegend aus Gestein aus dem Erdaltertum, welches durch die Entstehung des alpidischen Gebirgsgürtels in den letzten 10 Millionen Jahren wieder angehoben worden ist. Sie sind reich an Rohstoffen wie etwa Eisenerz und Kohle. Die größten Erzvorkommen finden sich um Krywyj Rih in der Oblast Dnipropetrowsk, während die Kohlelager sich überwiegend im Gebiet um die Stadt Donezk befinden. Die Platten sind von zahlreichen kleineren und größeren Flüssen durchschnitten, welche sich teilweise tief ins Gelände eingeschnitten haben. Dies gilt etwa für die oberen und mittleren Einzugsgebiete des Dnister und des Südlichen Bugs.
Abgesehen von den Berggebieten und den südwestlichen und südlichen Küstenregionen lässt sich die Ukraine hinsichtlich des Klimas, der Böden und der Vegetation in drei Großzonen gliedern. Im Nordwesten hat es Anteil an den Prypjatsumpfgebieten, welches insbesondere durch frühere Gletschervorstöße aus Skandinavien während der Eiszeiten geprägt wurde. Hier finden sich die schlechtesten Böden des Landes. Hinzu kommt, dass diese Region besonders stark von der Katastrophe von Tschernobyl betroffen ist. Das Gebiet erhält relativ viel Niederschlag (500-750 mm), die Sommer sind mild mit Durchschnittstemperaturen im Monat Juli von 17 bis 19 °C.
An diese Zone schließt sich nach Süden und Südosten die sogenannte Waldsteppenzone an, in welcher ehemals bestehende Waldbestände aber überwiegend schon abgeholzt wurden. Hier befinden sich weit ausgedehnte Lößebenen, die im Eiszeitalter unter periglazialen Bedingungen entstanden sind. Aus dem Löß haben sich überwiegend sehr fruchtbare Schwarzerdeböden entwickelt, welche zu den ertragreichsten der Welt gehören. Die Niederschlagsmengen liegen zwischen 350 und 400 mm, die Juli-Durchschnittstemperaturen bei 20 °C. Insgesamt bietet dieses Gebiet sehr gute Bedingungen für eine landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings sind die Böden sehr erosionsanfällig, wenn sie, wie oft in Sowjetzeiten geschehen, falsch bestellt werden.
Im Südosten grenzt die Steppenzone an, welche nur über relativ geringe Niederschläge von teilweise unter 250 mm im Jahr verfügt. Auch sind die Sommer hier sehr heiß mit Durchschnittstemperaturen im Juli von teilweise über 23 °C. Die fruchtbaren Schwarz- und Kastanienbraunerden dieses Gebietes konnten überwiegend erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Wert gesetzt werden, nachdem durch den Bau von Staudämmen an den großen Flüssen ausgedehnte Bewässerungsanlagen entstanden sind.
Die Küstenregionen südlich des Krimgebirges und im südwestlichen Bessarabien sind sehr fruchtbar und werden aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen mit milden Wintern insbesondere für den Obst- und Weinanbau genutzt.
Der Nordwesten der Ukraine wird als Wolhynien bezeichnet. Diese Landschaft wird mit Galizien zu den „Keimzellen“ einer unabhängigen Ukraine gerechnet, da diese Gebiete erst im Zuge des Zweiten Weltkriegs erstmals unter russische Herrschaft gekommen sind, womit sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht abfinden konnte. Das Entstehungsgebiet der ukrainischen Kultur im heutigen Sinne liegt aber im Gebiet östlich von Kiew, wo im 17. Jahrhundert für kurze Zeit der Kosakenstaat bestand.
Der geografische Mittelpunkt des Landes befindet sich in der Nähe der Siedlung Dobrowelytschiwka, Oblast Kirowohrad. Darüber hinaus wurde von österreichischen Forschern Ende des 19. Jh. festgestellt, dass der geographische Mittelpunkt Europas in der Nähe des Ortes Rachiw liegen soll. Diese Theorie ist aber umstritten.
Bedeutende Städte neben der Hauptstadt Kiew (ukrain. Kyjiw, rus. Kijew) sind
Charkiw, Czernowitz (ukrainisch Tscherniwzi), Dnipropetrowsk, Donezk, Iwano-Frankiwsk, Lemberg (ukrainisch Lwiw), Luhansk, Odessa, Poltawa, Saporischja, Sewastopol, Simferopol, Tschernihiw und Uschhorod.
Siehe auch: Liste der Städte in der Ukraine, Liste der Namen ukrainischer Städte
Bevölkerung
Liste der Namen ukrainischer Städte
Nationalitäten
Nach der offiziellen Volkszählung von 2001 leben in der Ukraine 77,8 % Ukrainer, 17,3 % Russen, 0,8 % Moldawier und Rumänen, insgesamt über 100 Nationalitäten, darunter rund 260.000 Krimtataren, 33.000 Deutsche und 1.000 Krimtschaken. Daneben gibt es Gruppen von Polen, Bulgaren und Ungarn. (Quelle: [http://www.ukrcensus.gov.ua/results/general/nationality/])
Sprache
73 % der ethnischen Ukrainer sprechen Ukrainisch als Muttersprache, 74,4 % beherrschen Russisch. Die russische Sprache dominiert im Osten und Süden der Ukraine bis heute und auch in Kiew hat sie noch einen relativ hohen Stellenwert. Der Westen des Landes ist dagegen rein ukrainischsprachig. In der Gegend um Lemberg sprechen auch noch viele Menschen Polnisch. Seit der Unabhängigkeit verschieben sich diese Verhältnisse aber in begrenztem Maße zugunsten des Ukrainischen, da es nun im ganzen Land Pflichtfach ist und zunehmend Unterrichtssprache an den Schulen wird. An vielen ukrainischen Hochschulen, insbesondere im technischen Bereich, findet der Unterricht jedoch mangels ukrainischer Fachliteratur überwiegend in russischer Sprache statt. Eine weit verbreitete mündliche Mischform mit dem Russischen ist der Surschyk.
Literatur und Buchkultur
Das erste, im Jahre 1483 in der Ukraine erschienene Buch wurde von Jurij Drohobytsch verfasst. Der in der Stadt Poltawa lebende Iwan Kotljarewskyj gilt als Erneuerer der ukrainischen Schriftsprache.
Bedeutende ukrainische Schriftsteller sind:
- Taras Schewtschenko
- Iwan Franko
- Lesja Ukrainka
Zum gegenwärtigen Buchmarkt siehe zum Beispiel Buchmesse Lemberg.
Religion
Die Ukraine ist traditionell ein multikonfessionelles Land.
Die dominierenden Konfessionen sind die orthodoxen Kirchen, von denen die Ukrainisch-orthodoxe Kirche und die Ukrainisch-orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats mit 46,5 % fast die Hälfte ausmachen.
Erstere untersteht einem Patriarchen in Kiew, während letztere der Russisch-orthodoxen Kirche in Moskau zugehört.
Zwischen beiden Konfessionen schwelt ein erbitterter Streit um Legitimität und um Besitzansprüche an Immobilien. Den orthodoxen Ritus befolgt auch die 1596 entstandene griechisch-katholische Kirche, die allerdings die Suprematie des Papstes anerkennt und mit Rom uniert ist. Ferner gibt es in der Ukraine die römisch-katholischen Christen (Polen, Deutsche). Die Gesamtzahl der Katholiken beträgt ca. 6,6 Mio. (14 % der Gesamtbevölkerung). Davon beträgt die Zahl der griechisch-katholischen Christen ca. 5,5 Mio. und der römisch-katholischen ca. 1,1 Mio. Außerdem sind im Lande nicht wenige Pfingstlergruppen präsent, aber auch Baptisten, evangelische und islamische Minderheiten (Tataren).
Historische Entwicklung
Vor dem ersten Weltkrieg lebten mehrere hunderttausend Österreicher und Deutsche auf dem Staatsgebiet der heutigen Ukraine (Galizien, Bukowina, Wolhynien, Schwarzmeerküste); heute sind es noch etwa 30.000 bis 40.000.
Bis 1944 lebten mehrere Millionen Polen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine (Galizien, Bukowina und Wolhynien). 1944 kam es vor allem in Wolhynien zu Massakern an der polnischen Bevölkerung, der über 40.000 Polen zum Opfer fielen. Nach dem Krieg und der Annexion der ehemals polnischen Gebiete östlich des Bugs wurde die polnische Bevölkerung vertrieben.
Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten in der Ukraine sehr viele Juden - die Ukraine war eines der Hauptverbreitungsgebiete der jiddischen Sprache - die jedoch zu großen Teilen während der Besatzung durch das Deutsche Reich von SS-Einsatzgruppen ermordet wurden.
Die Überlebenden wandern seitdem in die USA, nach Israel und nach Deutschland aus.
Heute leben noch ungefähr 500.000 Juden in der Ukraine. Ihre Zahl nimmt wegen der erwähnten Auswanderung und des allgemeinen Geburtenrückgangs weiterhin ab.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Ukraine
Die Ukraine ist, wie ihre Nachbarländer Russland und Weißrussland, ein Nachfolgestaat der Kiewer Rus. Nach der Zersplitterung des Kiewer Reiches in unabhängige Fürstentümer, der Invasion der Mongolen und dem Einverleiben der westlichen Teile des ostslawischen Territoriums durch das Großfürstentum Litauen und das spätere Polen-Litauen war die Ukraine meist ein umstrittenes Gebiet zwischen den Großmächten Polen, Russland, dem Osmanischen Reich und Österreich-Ungarn. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert übte auch Schweden, im 20. Jahrhundert zeitweise Deutschland Einfluss auf die Ukraine aus.
Tiefe Spuren hinterließen die durch die zwangsweise Kollektivierung unter Stalin in den Jahren 1932-33 hervorgerufenen Hungersnöte (Holodomor), bei denen schätzungsweise 6-10 Millionen Menschen umkamen.
Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg stand das Land als Reichskommissariat Ukraine und Generalgouvernement zum größeren Teil unter deutscher Zivilverwaltung. Die Ukraine war Schauplatz zahlreicher Massenmorde an Juden und sowjetischen Kriegsgefangenen (z. B. Massaker von Babi Jar). Zwischen 1943 und 1947 tobte nicht nur ein Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer, sondern es gab auch eine Unabhängigkeitsbewegung (Ukrajinska Powstanska Armija, „Ukrainische Aufständischenarmee“) gegen die Sowjetherrschaft, die vom NKWD niedergeschlagen wurde.
Im Zuge der „Westverschiebung“ Polens wurde die polnische Bevölkerung aus der Ukraine und im Gegenzug die ukrainische Bevölkerung zum größten Teil aus Polen gewaltsam vertrieben („Operation Weichsel“). Danach war die Ukraine – wie zuvor – Teil der Sowjetunion.
Die Ukraine ist seit 1991 unabhängig. 2004 erlebte die Ukraine einen demokratischen Umschwung - die „Orangene Revolution“ - ausgelöst durch die Präsidentschaftswahlen, aus denen Wiktor Juschtschenko als Sieger hervorging.
Politik
Aktuelle Politik
siehe: Präsidentschaftswahlen in der Ukraine 2004, Liste der Parteien der Ukraine
Nach der Amtseinführung von Präsident Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 bestätigte das ukrainische Parlament (Werchowna Rada) am 4. Februar 2005 die neue Regierung unter Premierministerin Julija Tymoschenko.
Während der ersten 100 Tage der Regierung Tymoschenko wurden die Privatisierungen einiger großer Unternehmen (Kryworisch Stal) aus der Zeit des früheren Präsidenten Kutschma überprüft. Es zeigte sich auch, wie schon im Wahlkampf, dass die Positionen von Präsident Juschtschenko und Ministerpräsidentin Tymoschenko in der Wahl der Mittel teilweise differieren.
Gleichzeitig führte die durch russische Unternehmen initierte Verteuerung von Erdölprodukten, vor allem Benzin, zu Druck auf die ukrainische Regierung.
In verschiedenen Ministerien wie dem Innenministerium und auf regionaler Ebene wurden seit dem Machtwechsel bis zu 30 % der Mitarbeiter entlassen.
Am 8. September 2005 entließ Präsident Juschtschenko überraschend Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko und ihre Regierung im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen und Konflikten innerhalb des Kabinetts. Zum Interimspremier wurde der Wirtschaftspolitiker Jurij Jechanurow ernannt.
Jechanurow wurde jetzt auch zum Ministerpräsidenten ernannt, und zwar mit 60 Stimmen mehr als er brauchte, die er überraschenderweise von der Opposition bekam.
Verwaltungsgliederung
Die Ukraine ist in 24 Oblaste (ukr. область/oblast, Pl. області/oblasti; Bezirke, wörtl. Gebiete), die Autonome Republik Krim und zwei Städte mit Sonderstatus gegliedert.
Siehe auch: Liste der Oblaste der Ukraine.
Unter Liste der Städte in der Ukraine sind die wichtigsten Städte jeder Oblast aufgezählt.
Infrastruktur
Die Ukraine besitzt aus Zeiten der Sowjetunion vor allem eine Nord-Süd-Verkehrsorientierung (Moskau-Kiew-Odessa, Moskau-Charkiw-Krim). Man versucht aber seit der Unabhängigkeit des Landes, die Infrastruktur in eine West-Ost-Orientierung zu reorganisieren und die Verbindungen zu Polen, der Slowakei und Ungarn zu intensivieren (Anbindung an den Paneuropäischen Korridor III: Straßenverbindung und Bahnstrecke Berlin/Dresden - Breslau - Krakau - Lwiw - Kiew und V: Košice - Tschop - Lwiw und Budapest - Tschop - Lwiw).
Die Ukraine ist heute vor allem ein Transitland zwischen Mitteleuropa und dem Kaukasus und zwischen Südeuropa und Russland.
Hauptverkehrsträger in der Ukraine ist die Eisenbahn, gefolgt vom Straßenverkehr und der Binnenschifffahrt auf dem Dnepr (Dnipro).
In allen wichtigen großen Städten befinden sich internationale Flughäfen; in Odessa, Mykolajiw, Cherson, Sewastopol und Kertsch befinden sich Seehäfen.
Wirtschaft
Die Ukraine ist ein ehemals staatskapitalistisches (kommunistisches) Land, das in den 1990er Jahren einen Privatisierungsprozess eingeleitet hat. Das Jahr 2004 steht im Zeichen eines relativ starken wirtschaftlichen Aufschwungs.
Die wichtigsten Außenhandelspartner sind Russland (28 %), Deutschland (8 %) und Italien (4,2 %), gefolgt von Turkmenistan (3,8 %), Polen (3,4 %) und der Volksrepublik China (3,3 %) (Zahlen 2003). Zu Zeiten der Sowjetunion galt die Ukraine als Kornkammer des Landes. Hinzu kommen im Osten des Landes Bergbau und Industrie. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 10,8 %.
Im nördlichen Teil des Landes gab es einst eine ausgedehnte Waldsteppe mit sehr fruchtbarem Lößboden. Bis auf einen kleinen Restbestand wurden diese Wälder jedoch abgeholzt und in Ackerland umgewandelt. Das Land verfügt heute nur noch über etwa 5 % Waldanteil an der Gesamtfläche. Bekannt sind die Birkenwälder um Kiew.
Löß
An der nördlichen Grenze des Landes zu Weißrussland kann in einem Radius von 50 Kilometern um den Ort Pripjat seit der Reaktorkatastrophe von Tschornobyl (russisch Tschernobyl) wegen der anhaltenden Verseuchung keine Landwirtschaft mehr betrieben werden. Unabhängig davon leidet die Landwirtschaft seit einigen Jahrzehnten zusätzlich unter starker Bodenerosion. Durch die damit verbundene Versteppung des Landes hat die Ukraine schon rund ein Achtel ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche eingebüßt.
Im Süden der Ukraine an der Küste und auf der Krim wird Wein- und Obstanbau betrieben, im Rest des Landes wird vorwiegend Weizen angebaut.
Bei Krywyj Rih, Dnipropetrowsk und Saporischja befinden sich Eisenerzlagerstätten mit entsprechender Verarbeitung. Hinzu kommen Maschinenbau, Bau von Elektrogeräten sowie eine umfangreiche Werftenindustrie. Ausgeführt werden vor allem Kohle, Stahl, Elektrogeräte und Nahrungsmittel, eingeführt werden vor allem Energieträger (Gas und Erdöl) aus Russland. Im Donezkbecken befinden sich viele Bergwerke, die stark sanierungsbedürftig sind und in denen es immer wieder zu schweren Grubenunglücken kommt.
Wirtschaftliche Entwicklung
Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1990/1991 konnte die Ukraine das Produktionsniveau von 1991 noch nicht wieder erreichen. Dies wird insbesondere dem Mangel an institutionellen Reformen zugeschrieben. Derzeit liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 5.000 Euro. Es ist damit nur geringfügig höher als in China.
Viele Einwohner auf dem Land betreiben Subsistenzwirtschaft, da Löhne und Rente verspätet und unvollständig ausbezahlt wurden und das Lohnniveau mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten (in den 1990er Jahren Hyperinflation) nicht mithalten konnte.
Seit 1998 hat sich die ukrainische Wirtschaft aber stabilisiert. Vermehrt drängen ausländische Firmen in das Land und übernehmen Betriebe oder gründen Auslandsfilialen, einerseits wegen der im internationalen Vergleich sehr günstigen Lohnsituation bei guter Qualifikation und andererseits, um Marktanteile in der Ukraine zu besetzen. Die Ukraine erzielt inzwischen einen Leistungsbilanzüberschuss. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ist im Jahr 2004 auf etwa 12 % gestiegen. Der Ende des Jahres 2004 erfolgte Machtwechsel, der nicht nur den Präsidenten betraf, sondern auch für neue Mehrheiten im Parlament sorgte, lässt tiefgreifende Reformen erwarten. Sie dürften die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung zumindest langfristig verbessern.
Allerdings könnten sich künftig auch neue Belastungen ergeben: Der bislang sehr günstige Preis für Gas (etwa 35 bis 40 % der Preise in Westeuropa) könnte sich drastisch erhöhen. Mit 3,3 Milliarden Euro machen die Gasimporte 14 % der ukrainischen Importe aus. Die ukrainische Wirtschaft ist an dieser Stelle besonders empfindlich und in hohem Maße von Russland abhängig.
Die von der neuen Regierung angestrebte stärkere wirtschaftliche Ausrichtung der Ukraine in Richtung Europäische Union kann die Abhängigkeit der Ukraine von russischen Energielieferungen zwar kaum verringern, sie dürfte aber die ausländischen Investitionen steigen lassen und so den wirtschaftlichen Aufschwung stärken.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Europäischen Union
Die Europäische Union hat im Dezember 2004 einen „Aktionsplan“ für eine engere Zusammenarbeit mit der Ukraine im Rahmen ihrer sogenannten „Nachbarschaftspolitik“ gebilligt. Als Prioritäten werden im Aktionsplan unter anderem folgende Punkte genannt:
- Förderung des Beitritts der Ukraine zur Welthandelsorganisation (WTO); stetiger Abbau von Hemmnissen im bilateralen Handel.
- Ukrainische Gesetze, Normen und Standards werden schrittweise an die der EU angeglichen.
- Verhandlungen über Beschäftigungsfragen, zum Beispiel Möglichkeiten für Bürger der Ukraine, in der EU zu arbeiten.
- Verhandlungen über Erleichterungen bei der Erteilung von Reisevisa.
- Erfüllung der Vereinbarungen zwischen der EU und der Ukraine über die Schließung des Kernkraftwerkes in Tschernobyl.
- Verbesserung des Investitionsklimas, unter anderem durch Herstellung diskriminierungsfreier, transparenter Wirtschaftsbedingungen, Bürokratieabbau sowie Bekämpfung der Korruption.
Benita Ferrero-Waldner, EU-Kommissarin für auswärtige Beziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik, nannte darüber hinaus u. a. folgende Maßnahmen, um die Wirtschaftsbeziehungen zur Ukraine zu stärken:
- Die Einfuhr von Textilien und Stahl aus der Ukraine sollen erleichtert werden.
- Die Vergabe von Krediten der Europäischen Investitionsbank an die Ukraine soll erleichtert werden.
- Die Finanzhilfen für eine Angleichung des ukrainischen Rechtssystems an das Rechtssystem der EU sollen erhöht werden.
- In den Bereichen Energie, Umwelt und Verkehr ist eine engere Zusammenarbeit vorgesehen.
Grundlagen der Beziehungen der Ukraine zur EU sind:
- das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen (in Kraft seit 1. März 1998),
- die vom Europäischen Rat am 14. Dezember 1999 in Helsinki verabschiedete "Gemeinsame Strategie EU-Ukraine",
- das von der EU-Kommission im März 2003 vorgelegte und von den EU-Mitgliedstaaten gebilligte Konzept für eine "Europäische Nachbarschaftspolitik" („Größeres Europa – Nachbarschaft: ein neuer Rahmen für die Beziehungen der EU zu ihren östlichen und südlichen Nachbarn“).
Seit 1994 leistet die EU außerdem im Rahmen des TACIS-Programms Beratungs- und Ausstattungshilfe in der Ukraine. Deutschland hat einen Anteil von fast 30 % an der Finanzierung dieses Programms.
Ziel der „Europäischen Nachbarschaftspolitik“ der EU ist lediglich eine verstärkte Zusammenarbeit mit den EU-Nachbarstaaten, die durch „Aktionspläne“ konkretisiert wird. Für osteuropäische Nachbarstaaten wurde bisher neben dem Aktionsplan für die Ukraine im Dezember 2004 auch ein Aktionsplan für das Nachbarland Moldawien beschlossen.
Im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit soll den Nachbarstaaten langfristig eine Beteiligung am EU-Binnenmarkt und an einigen Gemeinschaftsprogrammen eröffnet werden. Eine Beitrittsperspektive, so EU-Kommissarin Ferrero-Waldner in einem Interview mit der Deutschen Welle am 21. Januar 2005, eröffnet die Nachbarschaftspolitik nicht.
Demgegenüber hat der ukrainische Staatspräsident Juschtschenko wiederholt betont, beispielsweise am 25. Januar 2005 vor dem Europarat in Straßburg, er strebe als „strategisches Ziel“ einen Beitritt der Ukraine zur EU an.
Literatur
- Britta Böhme: Grenzland zwischen Mythos und Realität. Real- und Ideengeschichte des ukrainischen Territoriums. Lemberg 1999. ISBN 3-931703-33-9
- Andrew Wilson: The Ukrainians. Unexpected Nation. 2002. ISBN 0-300-09309-8
- Gerhard Simon: Die neue Ukraine. 2002. ISBN 3-412-12401-X
- Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. München (Beck) 1994. ISBN 3-406-37449-2
Weitere Themen
- Portal:Ukraine
- Portal:Osteuropa
- Ukrainische Küche
- Tourismus in der Ukraine
- Universitäten in der Ukraine
- Buchmesse Lemberg
- Metal-Forum of Ukraine in Kiew
Weblinks
- [http://www.president.gov.ua/ Website des Ukrainischen Präsidenten]
- [http://www.botschaft-ukraine.de/ Offizielle Netzpräsenz der Botschaft der Ukraine in Deutschland]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=180 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.ukraina.at/ Ukraina.at - brauchbare Informationen und schöne Bilder aus der Ukraine (+ deutschsprachiges Ukraine Forum)]
- [http://www.tabibito.de/ukraine/index.html Informationen für Reisende]
- [http://www.unian.net/eng/ UNIAN-News from Ukraine (Nachrichten, englisch)]
Kategorie:Staat
! Kategorie:Osteuropa
als:Ukraine
fiu-vro:Ukraina
ja:ウクライナ
ko:우크라이나
ms:Ukraine
simple:Ukraine
th:ประเทศยูเครน
zh-min-nan:Ukrayina
OblastOblast (russisch und ukrainisch область, weißrussisch вобласць; femininum; Mehrzahl: Oblaste, deutsch wörtlich „Gebiet“) ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in Russland, Weißrussland, Bulgarien, der Ukraine und Kirgisistan.
Russland
In Russland ist die Oblast (Mehrzahl: Oblasti) eine Föderationseinheit (Subjekt) mit geringer Autonomie (beispielsweise im Gegensatz zu den Republiken).
- Verwaltungsgliederung Russlands
Weißrussland
Belarus ist in sechs Woblaste (auch „Woblaszi“) eingeteilt.
- Siehe Verwaltungsgliederung Weißrusslands
Ukraine
- Oblaste der Ukraine
Bulgarien
- Oblaste in Bulgarien
Kirgisien
- Verwaltungsgliederung Kirgisiens
Kategorie:Politische Geographie
Winnyzja
Winnyzja (ukrainisch Вінниця; russisch Винница/Winniza) ist eine Stadt in der Ukraine in der Landschaft Podolien. Es ist Hauptstadt des Oblast Winnyzja und hat 332.400 Einwohner (Stand 1. Januar 2004). Die Stadt besitzt Verwaltungseinrichtungen für die ukrainische Luftwaffe, vielfältige Industrie und hat Theater, eine Philharmonie, Hochschulen, Fachschulen sowie Forschungsinstitute.
Geschichte
Im 14. Jahrhundert wurde am rechten Ufer des Südlichen Bug eine Stadt gegründet, die den Namen Winnyzja erhielt. Ihr Mittelpunkt wurde eine Burg mit Befestigungen aus Balkenwerk, wo die Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer im 15. und 16. Jahrhundert vor den verheerenden Überfällen der Tataren Zuflucht fanden. In dieser Zeit (1530 - 1550) kämpfte der deutsche Schlesier Bernhard von Prittwitz († 1561) als Starost von Bar (heute: Montenegro) und Winnyzja (ab 1540) sehr erfolgreich gegen die Tartaren und wurde dadurch zum "Terror Tartarorum" (Schrecken der Tartaren). Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Steinbauten (Kirche und Schule), die noch erhalten sind. Interessant sind die hölzerne Nikolai-Kirche (1746) in der Altstadt, die Bauten der einstigen Klöster der Kapuziner (1760) sowie der Jesuiten und der Dominikaner (17. bis 18. Jahrhundert).
In Winnyzja befindet sich eine 1927 geschaffene Gedenkstätte für den dort geborenen namhaften ukrainischen Schriftsteller Mychailo Kozjubynsky, sowie in fünf Kilometer Entfernung von der Stadt im Dorf Pirogowo (einstmals Wischnja) eine weitere Gedenkstätte, das Anwesen des berühmten Chirurgen und Pädagogen des 19. Jahrhunderts, Nikolai Iwanowitsch Pirogow (1810-1881), der zu den Begründern der Chirurgie als medizinischer Disziplin gehörte. Daneben befindet sich eine Gruft mit dem Grab des Gelehrten.
Wirtschaft
Verkehr
Winnyzja ist ein Verkehrsknotenpunkt an der Eisenbahn von Mitteleuropa über Lemberg nach Kiew. Der ÖPNV wird durch Obusse und Straßenbahnen (s. Straßenbahn Winnyzja) abgewickelt.
Weblinks
- [http://www.vinnytsya.osp-ua.info Offizielle Webseite der Stadt]
Kategorie:Ort in der Ukraine
Kategorie:Oblast Winnyzja
Bar (Ukraine)Bar (ukrainisch Бар) ist eine Stadt in der Oblast Winnyzja im Zentrum der Ukraine, ein Zentrum des gleichnamigen Rajons. Etwa 17200 Bewohner (Stand: 2005).
Geschichte
Die Stadt hieß in 14. Jahrhundert Riw. 1452 wurde die Stadt von Tataren zerstört. Die neu aufgebaute Stadt hieß seitdem Bar. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ die polnische Königin Bona Sforza hier eine große Festung bauen, die zweitgrößte in Podolien war. 1672-1674 wurde die Stadt vom Osmanischen Reich besetzt. 1768 wurde hier die Konföderation von Bar gegründet. Im selben Jahr haben die russischen Truppen von General Petr Kretschetnikow die Stadt gestürmt und die Festung zerstört.
Kategorie:Ort in der Ukraine
Herzogtum BarDas Herzogtum Bar war ein Herzogtum am Oberlauf der Maas in Lothringen / Frankreich.
Bar mit dem Zentrum Bar-le-Duc war seit 1354 Herzogtum. Es gehörte teilweise zu Frankreich (Barrois mouvant, seit 1301) und teilweise zum Deutschen Reich. Die deutsche Hälfte wurde 1380 wieder mit dem Herzogtum Lothringen vereinigt, das Barrois mouvant blieb bei Frankreich.
Das Territorum der Herzogtums zog sich entlang der Maas von Bassigny im Süden bis Stenay im Norden und umfasste das Gebiet zwischen Argonnen und Mosel, die Woevre und das Gebiet nördlich Toul.
Bar, Herzogtum
Kategorie:Lothringen
Metasyntaktische VariableEine metasyntaktische Variable ist eine Variable, die ausschließlich zur Benennung von beliebigen Entitäten in Beispielen dient. Eine metasyntaktische Variable hat ansonsten keine Bedeutung.
Der Begriff stammt aus der Programmierung, wo er am meisten verwendet wird. Ein Programmierer benutzt eine metasyntaktische Variable in der Regel nicht in einem echten, fertigen Programm, wenn er statt dessen einen sinnvollen Namen verwenden kann.
Metasyntaktische Variablen haben ihren Namen daher, dass sie auf einer höheren Sprachebene als das Programm, nämlich zur Beschreibung, verwendet werden (Metasprache).
Sie treten häufig in Serien auf und sind kulturspezifisch, so z.B.
- foo, bar, baz, quux, quuux, ... mit Variationen am MIT
- foo, bar, thud, grunt an der CMU
- alice, bob, eve überwiegend bei kryptographischen Themen
- zxc, spqr, wombat in Cambridge
- foo, bar, zot in Finnland
- toto, titi, tata, tutu in Frankreich
- pippo, pluto, paperino in Italien
- aap, noot, mies in den Niederlanden
- foo, bar, bla(h), blub(b), blablubb, jaja, soso, muh im deutschsprachigen Raum
Vor allem das mysteriöse foo tritt als beispielhaftes Objekt in vielen Beispielprogrammen auf.
"Foo" und "Bar" entstammen wahrscheinlich dem Kontext Fubar, wobei die genaue Herkunft nicht eindeutig geklärt ist.
Außerdem gibt es auch einen „metasyntaktischen Wert“, die Zahl 42.
Weblinks
- http://www.catb.org/jargon/html/M/metasyntactic-variable.html (englisch)
- http://www.jargon.net/jargonfile/f/foo.html (englisch)
- [http://www.faqs.org/rfcs/rfc3092.html Englischer RFC-Artikel über Herkunft und Verwendung des Begriffes foobar]
- [http://catb.org/~esr/jargon/html/F/foobar.html Kurze englische Beschreibung des Wortes foobar]
Kategorie:Programmierung
ja:メタ構文変数
Browning Automatic RifleBei der Browning Automatic Rifle kurz auch BAR handelt es sich um ein leichtes Maschinengewehr mit luftgekühltem Lauf.
Es wurde nach seinem Konstrukteur John Moses Browning (1856-1926) benannt. Er entwickelte den Grundtyp 1917 zur Ausstattung der US-Truppen im Ersten Weltkrieg. Der Gasdrucklader wurde ab 1918 bei US-Einheiten in Europa erstmals eingesetzt.
Technische Daten
Kaliber: 30-06
Serie: M1918
Magazin: 20 Schuss
Subtypen
M1918
Semi-/vollautomatisches Feuer, keine Schulterstütze
M1918A1
M1918A2
Wie A1, jedoch nur Vollautomatik in zwei Modi, langsam (300-450 spm) und schnell (500-650 spm)
Eine Variante mit 40 Schuss-Magazin wurde zur Flugabwehr eingesetzt.
Weblinks
[http://www.waffeninfo.net/waff_bar.php BAR]
Kategorie:Schusswaffe
ja:ブローニング自動小銃BAR
StridsörnStridsörn (lat. Polemaetus bellicosus) lever på Serengetis savann. Den är stor till utseendet och mycket stilig. Fjädrarna är lätt brungråa och stridsörnen äter helst småfåglar som finns i savannen.
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Sherwood Smith
Sherwood Smith is a young adult fantasy author. Her works include the novel Crown Duel.
In 2001 her short story "Mom and Dad at the Home Front" was a finalist for the Nebula Award for Best Short Story.
Bibliography
Novels
- The Emerald
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Yaakov Bei Rav
Jacob Berab, also Jacob Berav, Yaakov Berav, Yaakov Bei Rav Talmudist and rabbi; born at Moqueda near Toledo, Spain, in 1474; died at Safed April 3, 1546.
Chosen Rabbi at Eighteen
Berab was
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Benjamin Huger
Benjamin Huger (November 22, 1805 – December 7, 1877) was a career U.S. Army ordnance officer and a Confederate general in the
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Black history
African American history is the history of an ethnic group in the United States also known as black Americans. The majority of African-Americans are the descendants of enslaved Africans transported from West and Central Africa to the States during the trans-Atlantic slave trade. Others have arrived through more recent immigration from the Caribbean, South America and other areas of the
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Wikipedia:Articles for deletion/Examples of shows said to have jumped the shark
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