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Böblingen

Böblingen

Böblingen ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs, etwa 15 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist Kreisstadt und nach Sindelfingen auch die zweitgrößte Stadt des Landkreises Böblingen. Zusammen mit Sindelfingen bildet sie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Böblingens überschritt 1957 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss.

Geografie

Böblingen liegt am Nordostrand des Oberen Gäus, auf und an einem steilen Hügel, der ein Ausläufer des Schönbuchs darstellt.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Böblingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Leinfelden-Echterdingen (Landkreis Esslingen) sowie Schönaich, Holzgerlingen, Ehningen und Sindelfingen (alle Landkreis Böblingen)

Stadtgliederung

Böblingen besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform am 1. September 1971 eingegliederten Stadtteil Dagersheim. In Dagersheim gibt einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat, dem ein Ortsvorsteher vorsteht. In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Tannenberg, Rauher Kapf und Diezenhalde.

Raumplanung

Böblingen bildet zusammen mit der Nachbarstadt Sindelfingen ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Böblingen/Sindelfingen gehören neben den beiden Städten noch die Gemeinden im mittleren Teil des Landkreises Böblingen, und zwar Aidlingen, Altdorf bei Böblingen, Ehningen, Gärtringen, Grafenau, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Magstadt, Schönaich, Steinenbronn, Waldenbuch und Weil im Schönbuch.

Geschichte

Weil im Schönbuch 1253 wird Böblingen von Graf Wilhelm von Tübingen-Böblingen als Stadt gegründet. 1357 erwirbt Württemberg die Stadt. Am 12. Mai 1525 fand in Böblingen eine der blutigsten Schlachten des Bauernkrieges statt. Der Bauernjörg (Georg III. Truchseß von Waldburg) schlug die Württemberger Bauernschaft, eine bäuerliche Streitmacht von 15.000 Mann; 3.000 Bauern fielen dem Kampf zum Opfer. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) ist die Bevölkerung auf 600 Menschen geschrumpft. Nach Gründung des Königreich Württemberg wird Böblingen 1818 Sitz eines Oberamtes. 1879 erfolgt mit der Gäubahn der Anschluss an das Eisenbahnnetz und damit die Voraussetzung für die Industrialisierung. Im Rahmen der Kreisreform wird 1938 aus dem Oberamt Böblingen der Landkreis Böblingen. 1962 erhält Böblingen den Titel "Große Kreisstadt" und 1971 erreicht das Stadtgebiet mit der Eingliederung der Gemeinde Dagersheim seine heutige Ausdehnung.

Religionen

Die Bevölkerung von Böblingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat „ante nemus“ unterstellt. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Böblingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats, dessen Dekanatskirche die Stadtkirche ist. Die Kirchengemeinde Böblingen wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs stark an und wurde daher geteilt. Es entstand die Martin-Luther-Gemeinde (Kirche von 1960) und die Paul-Gerhardt-Gemeinde (Kirche von 1962). Die beiden Gemeinden bilden zusammen mit der Stadtkirchengemeinde die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Böblingen. Im Wohngebiet Diezenhalde entstand 1990 noch das Ökumenische Gemeindezentrum „Vater unser“ zusammen mit der katholischen Kirche. Auch im Stadtteil Dagersheim wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Die dortige evangelische Kirchengemeinde feiert ihre Gottesdienste in der im 15. Jahrhundert erbauten Agathenkirche, die seit 1476 der Universität Tübingen gehörte. Die Gemeinde gehört wie alle Böblinger Kirchengemeinden zum Dekanat Böblingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Katholiken gibt es in Böblingen erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1895/99 eine eigene Kirche St. Bonifatius gebaut. 1910 wurde Böblingen eigene Pfarrei. Eine zweite katholische Kirche (St. Clemens) wurde 1959 erbaut, die 1961 zur Pfarrei erhoben wurde. 1963 wurde die Kirche St. Maria erbaut und 1965 zur Pfarrei erhoben. 1990 entstand dann noch die „Vater unser“-Gemeinde in der Diezenhalde als Ökumenisches Gemeindezentrum mit der Evangelischen Kirche. Alle Gemeinden bilden die gemeinsame Seelsorgeeinheit 2. Im Stadtteil Dagersheim wurde 1958 die Kirche Christkönig erbaut und 1961 zur Pfarrei erhoben. Diese Gemeinde bildet zusammen mit den Sindelfinger Gemeinden „Auferstehung Christi“, „Maria Königin des Friedens“ und „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ eine gemeinsame Seelsorgeeinheit 9. Beide Seelsorgeeinheiten gehören zum Dekanat Böblingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Böblingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Süddeutsche Gemeinschaft, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Freie Evangelische Gemeinde, die Adventgemeinde und die Volksmission entschiedener Christen e.V. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Böblingen vertreten.

Eingemeindungen


- 1. September 1971: Dagersheim

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 41 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt an die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sowie an die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Zürich und an das Elsass in Frankreich.

Geschichte

Vorgeschichte

Zwischen 70 und 150 nach Christus eroberten die Römer den größten Teil des Gebiets, auf dem heute Baden-Württemberg liegt. Die Römer wurden ab 260 nach Christus von den Alemannen vertrieben. Nach deren Unterwerfung durch das Fränkische Reich zwischen 496 und 746 bestanden im heutigen Landesgebiet die Herzogtümer Franken und Schwaben. Der Zerfall beider Herzogtümer bis zum 13. Jahrhundert führte zur extremen territorialen Zersplitterung in Hunderte von kleinen Grafschaften, Reichsstädten, geistlichen Gebieten oder gar einzelnen ritterschaftlichen Dörfern. Die Mediatisierung infolge der Napoleonischen Kriege setzte einen Prozess in Gang, an dessen Ende nur noch drei Territorien standen: Württemberg, Baden und Hohenzollern; zudem war die Stadt Wimpfen eine hessische Exklave.

Der Weg zum Südweststaat

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die nördlichen Teile von Baden und Württemberg mit Bad Wimpfen zur amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile sowie Hohenzollern zur französischen. Die Aufteilung erfolgte entlang der Kreisgrenzen, wobei zur amerikanischen Zone bewusst alle die Kreise geschlagen wurden, durch die die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) verlief. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden (so genannt, obwohl es nur den südlichen Teil des Landes umfasste) in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesländern. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hielt in Artikel 118 die drei Länder dazu an, eine Vereinbarung über die Neugliederung ihrer Gebiete zu treffen. Für den Fall, dass eine solche Regelung nicht zustande kam, wurde eine Regelung durch ein Bundesgesetz vorgeschrieben. Als Alternativen kamen entweder eine Vereinigung zu einem Südweststaat oder die Wiederherstellung Badens und Württembergs (einschließlich Hohenzollerns) in Frage, wobei die Regierungen Württemberg-Badens und Württemberg-Hohenzollerns für ersteres, die Badens für letzteres eintraten. Eine Übereinkunft der Regierungen über eine Volksabstimmung scheiterte an der Frage des Abstimmungsmodus. Das daraufhin am 4. Mai 1951 verabschiedete Bundesgesetz sah eine Einteilung des Abstimmungsgebiets in vier Zonen vor (Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern, Südbaden). Die Vereinigung der Länder sollte als akzeptiert gelten, wenn sich eine Mehrheit im gesamten Abstimmungsgebiet sowie in drei der vier Zonen ergab. Da eine Mehrheit in den beiden württembergischen Zonen sowie in Nordbaden bereits abzusehen war, favorisierte diese Regelung die Vereinigungsbefürworter. Die (süd-)badische Regierung strengte eine Verfassungsklage gegen das Gesetz an, die jedoch erfolglos blieb. Die Volksabstimmung fand am 9. Dezember 1951 statt. Dabei votierten die Wähler in beiden Teilen Württembergs mit 93% für die Fusion, in Nordbaden mit 57%, während in Südbaden nur 38% dafür waren. Damit war die Vereinigung beschlossene Sache. Hätte man das Ergebnis in Gesamtbaden gezählt, so hätte sich eine Mehrheit von 52% dagegen ergeben, was die badischen Vereinigungsgegner zusätzlich erbitterte.

Gründung des Landes

Das Bundesland Baden-Württemberg wurde infolge der Volksabstimmung am 25. April 1952 gegründet. Der Name des Landes war Gegenstand eines längeren Streites. Der im Überleitungsgesetz vom 15. Mai 1952 genannte Name Baden-Württemberg war zunächst nur übergangsweise vorgesehen, setzte sich jedoch letztlich durch, da kein anderer Name von allen Seiten akzeptiert wurde. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde von der Verfassungsgebenden Landesversammlung beschlossen und nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt. Erster Ministerpräsident des Landes wurde Reinhold Maier (DVP). 1956 kam das Bundesverfassungsgericht nun doch zu der Auffassung, dass der Abstimmungsmodus 1951 das badische Votum nicht hinreichend berücksichtigt habe, und verfügte eine Neuauflage der Volksabstimmung im Landesteil Baden. Diese wurde erst 1970 durchgeführt, ergab dann jedoch eine Zustimmung von 81,9% zum neuen Bundesland. Zur nachträglichen Zustimmung hatte sicherlich nicht unerheblich die normative Kraft des Faktischen beigetragen.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Wappen Baden-Württembergs, Flagge Baden-Württembergs Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben. Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone. Die drei Löwen aus dem Landeswappen tauchen in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signet auf, das von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet. Die Landesflagge ist schwarz-gold; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das kleine Landeswappen.

Geografie

Hirsch Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands. Im Osten grenzt es an Bayern, im Norden an Bayern und Hessen. Seine Süd- und Westgrenze werden durch Rhein und Bodensee gebildet (mit kleinen Ausnahmen wie Schaffhausen), wobei die Schweiz der südliche, Frankreich und Rheinland-Pfalz die westlichen Nachbarn sind. Nach Fläche und Einwohnerzahl steht das Land an dritter Stelle unter den deutschen Bundesländern. Mit Ausnahme des etwa 20 km breiten Streifens der Rheinebene ist das Land hügelig bis bergig. Der Südwesten des Landes wird vom 160 km langen und bis zu 60 km breiten Schwarzwald dominiert, dessen Feldberg mit 1.493 m der höchste Berg in den deutschen Mittelgebirgen ist. Die Schwäbische Alb streckt sich vom Süden des Landes in nordöstlicher Richtung bis etwa an die bayerische Grenze bei Nördlingen. Weitere größere Landschaftsformen sind der Odenwald im Norden, der Kraichgau im Nordwesten, Hohenloher Ebene und Schwäbisch-Fränkischer Wald im Nordosten, das Neckarbecken um Stuttgart sowie Oberschwaben im Südosten. Aufgrund der bergigen Topographie spielten und spielen die Flüsse und ihre Täler eine erhebliche Rolle für Besiedlung, Verkehrswesen und Geschichte des Landes. Neben dem Rhein sind an erster Stelle Neckar und Donau zu nennen. Der Neckar entspringt am Rande des Schwarzwaldes bei Villingen-Schwenningen und durchfließt das Zentrum des Landes, bis er im Nordwesten bei Mannheim in den Rhein mündet. Der dortige Rheinpegel ist mit 85 m über NN der niedrigste Punkt des Landes. Die Donau nährt sich aus zwei Schwarzwald-Quellflüssen und fließt in etwa ostnordöstlich, wobei sie die Schwäbische Alb nach Süden und Oberschwaben nach Norden begrenzt und hinter Ulm ins Bayerische wechselt. Unter den übrigen Flüssen sind die längsten die "Zwillingsflüsse" Kocher und Jagst, die den Nordosten des Landes durchfließen. Ganz im Nordosten grenzt das Landesgebiet an den Main. Der Mittelpunkt Baden-Württembergs liegt in einem Wald nahe Tübingen.

Verwaltungsgliederung

Baden-Württemberg ist seit 1. Januar 1973 eingeteilt in 4 Regierungsbezirke, 12 Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und 9 Stadtkreise. Zur Verwaltungsgliederung vor der Kreisreform 1973 siehe die beiden Artikel Verwaltungsgliederung Badens und Verwaltungsgliederung Württembergs. Zu den dort zuletzt genannten Landkreisen gehörten ferner noch die beiden ehemaligen preußischen Landkreise Hechingen und Sigmaringen.

Regierungsbezirke und Regionen


- Freiburg mit den Regionen Hochrhein-Bodensee, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Südlicher Oberrhein
- Karlsruhe mit den Regionen Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Rhein-Neckar-Odenwald
- Stuttgart mit den Regionen Heilbronn-Franken, Ostwürttemberg, Stuttgart
- Tübingen mit den Regionen Bodensee-Oberschwaben, Donau-Iller, Neckar-Alb Die Region Donau-Iller umfasst auch angrenzende Gebiete in Bayern.

Stadt- und Landkreise

Zum Landkreis Konstanz gehört auch die Exklave Büsingen am Hochrhein (BÜS), die völlig vom Schweizer Kanton Schaffhausen umschlossen ist. Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.

Städte und Gemeinden

Die 35 Landkreise unterteilen sich in insgesamt 1.101 Städte und Gemeinden (darunter 89 Große Kreisstädte und 213 sonstige kreisangehörige Städte), ein bewohntes gemeindefreies Gebiet (Gutsbezirk Münsingen) und ein unbewohntes gemeindefreies Gebiet (Rhinau (gemeindefreies Gebiet)) (Stand: 1. September 2005).
Die 10 größten Städte Baden-Württembergs sind Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Heilbronn, Ulm, Pforzheim, Reutlingen und Esslingen am Neckar. Alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern sind im besonderen Artikel Liste der größten Städte Baden-Württembergs zu finden. (Siehe auch Liste der Orte in Baden-Württemberg.)

Politik

Siehe auch: Politik Baden-Württembergs, Verfassung des Landes Baden-Württemberg, Portal:Baden-Württemberg Der Ministerpräsident ist Chef der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952: Staatsräten
- 1952 - 1953: Reinhold Maier (DVP)
- 1953 - 1958: Gebhard Müller (CDU)
- 1958 - 1966: Kurt Georg Kiesinger (CDU)
- 1966 - 1978: Hans Karl Filbinger (CDU)
- 1978 - 1991: Lothar Späth (CDU)
- 1991 - 2005: Erwin Teufel (CDU)
- 2005 - Heute: Günther Oettinger (CDU) Baden-Württemberg ist traditionell konservativ geprägt, aber auch die FDP (hier FDP/DVP) und in neuerer Zeit Bündnis 90/Die Grünen sind in Baden-Württemberg traditionell stark. Während der Ministerpräsident bis auf 1952/1953 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise auch die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten. Aufgrund des Austrittes des Landtagsabgeordneten Ulrich Maurer aus der SPD am 27. Juni 2005 und seinem Eintritt in die WASG am 1. Juli ist auch diese im Landtag vertreten.

Wirtschaft

Baden-Württemberg ist Zentrum der Automobilindustrie (DaimlerChrysler, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi) mit Standorten in Stuttgart, Sindelfingen, Neckarsulm, Mannheim, Rastatt, Gaggenau und Ulm. Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik, sehr bedeutend (Junghans, Kienzle, SABA, Dual), ebenso die Textilindustrie, welche hauptsächlich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war und auch heute noch ist (Hugo Boss, Trigema, Steiff). Der zweitgrößte Binnenhafen Europas befindet sich in Mannheim. Die zwei Teile der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe bilden zusammen die größte Mineralölraffinerie in Deutschland. In Walldorf ist das größte europäische Software-Unternehmen (SAP AG) beheimatet. In Baden-Württemberg gibt es zwei Kernkraftwerke, das Kernkraftwerk Philippsburg und das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Ein drittes Kernkraftwerk in Obrigheim wurde 2005 stillgelegt.

Kultur

In Baden-Württemberg werden seit 1978 die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.

Religion

In der Mitte von Baden-Württemberg, dem nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Württemberg, ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch, ebenso in der Kurpfalz. Die restlichen Gebiete sind mehrheitlich römisch-katholisch. Für Baden-Württemberg insgesamt ergibt sich (Stand 2003):
- röm.-katholisch 38,3%
- evangelisch 34,3%
- muslimisch ca. 6%
- neuapostolisch ca. 1%
- buddhistisch ca. 0,3%
- hinduistisch ca. 0,2%
- israelitisch ca. 0,1%
- andere Konfessionen und Konfessionslose 20% siehe auch: Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart, Evangelische Landeskirche in Baden und in Württemberg

Sprache

In Baden-Württemberg werden fränkische und alemannische Dialekte des Hochdeutschen gesprochen.

Weblinks


- [http://www.s-line.de/homepages/ebener/index.htm Lexikon Geschichte Baden-Württemberg]
- [http://www.statistik-bw.de/Wahlen/Landesdaten/ Wahlergebnisse in Baden-Württemberg (Statistisches Landesamt)]
- [http://www.leu.bw.schule.de/bild/schul_ab.html Schulsystem in Baden-Württemberg]
- [http://www.landkreise-bw.de/landkreise/landkreise/landkreise_baden-wuerttemberg.htm Karte der Kreise mit Regierungsbezirken]
-
als:Baden-Württemberg ja:バーデン=ヴュルテンベルク州 ko:바덴뷔르템베르크 주 simple:Baden-Württemberg

Stuttgart

Stuttgart ist eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist die Hauptstadt und mit gut 590.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs, sowie mit den gleich großen Städten Essen und Dortmund je nach genauem Zähldatum und Quelle schwankend auf den Plätzen 6 bis 8 der größten deutschen Städte. Sie ist mit Sitz von Landtag und Landesregierung sowie zahlreicher Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 204 km nordwestlich und München etwa 220 km südöstlich von Stuttgart. In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf Schwäbisch lautet ihr Name Schduargerd, auf Bayrisch Stuggart. Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (3.996.338 Einwohner, 31. März 2004) und der Region Stuttgart (2.658.595 Einwohner, 31. März 2004) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).

Geographie

Geografische Lage

Bistum Rottenburg-Stuttgart]] Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich im sog. "Stuttgarter Kessel", einer Talerweiterung des (inzwischen meist verdeckt fließenden) in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.

Raumplanung

Die Stadt liegt im Zentrum des Verdichtungsraums Stuttgart. Zu diesem gehören neben dem Stadtkreis Stuttgart nahezu alle Gemeinden der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis innerhalb der Region Stuttgart und darüber hinaus im Norden die Gemeinden um Heilbronn und im Süden die Gemeinden im Raum Reutlingen und Tübingen. Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist. Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Stuttgart überschritt etwa um das Jahr 1870 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. Ende 2004 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 590.992 Menschen. Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt je nach genauem Zähldatum und Quelle in Deutschland an der sechsten bis achten Stelle.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)

Stadtgliederung

Remseck am Neckar Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in 5 innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen "Bezirksbeirat" und einen "Bezirksvorsteher" (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig). Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
- Siehe auch Liste der Stadtteile von Stuttgart.

Klima

Durch die Kessellage und der dichten Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und schwüles Klima. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich. Im Sommer kommt es immer wieder zur so genannten Inversions-Wetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch im Kessel.

Geschichte

Weinbau Weinbau Weinbau Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudolf war ein Sohn Kaisers Otto I. des Großen. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal. Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen. Die Siedlung nahe des Gestüts befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie übrigens auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal. Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg. Die US-amerikanische Besatzungsmacht erklärte Stuttgart 1946 zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden, das 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Henriette Arendt wurde 1903 in Stuttgart als erste Polizistin Deutschlands eingestellt. Am 22. Oktober 1845 fährt die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim- ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt Stuttgart in der amerikanischen Besatzungszone, die noch 1946 zum Land Württemberg-Baden wird. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern am 25. April 1952 wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg. 1. Oktober 1978. Die S-Bahn in Stuttgart beginnt auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)

Religionen

1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen innerhalb der Prälatur ("Sprengel") Stuttgart. Seit dem 18. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche, die heutige Domkirche St. Eberhard, erbaut 1808-1811 (heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart). In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. Die Gemeindeglieder gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Filder und Stuttgart-Nord der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3%. Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 % und zum protestantischen Glauben noch ca. 30 %. Der Rest gehört anderen Religionen an oder ist konfessionslos.
(Siehe auch Kirchen in Stuttgart).

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (°) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
- Siehe auch: Einwohnerzahlen der Stuttgarter Stadtbezirke
° Volkszählungsergebnis

Literaturhinweise


- H. Schäfer, Befunde aus der "Archäologischen Wüste": Die Stiftskirche und das Alte Schloss in Stuttgart. Denkmalpflege in Baden-Württemberg 31, 2002, 249-258.
- J. Wahl, Die Gebeine von Johannes Brenz et al. aus der Stiftskirche in Stuttgart. Osteologisch-forensische Untersuchungen an historisch bedeutsamen Skelettresten. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 30, 2001, 202-210.

Politik

In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein "Stadtoberamt" und ein "Amtsoberamt" (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor.
Nach Einführung des Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung Schultheiß, in Städten Stadtschultheiß trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der "Württembergischen Gemeindeordnung" von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohner eingeführt.
- Siehe auch Wahlergebnisse in Stuttgart seit 1999

Gemeinderat

Wahl am 13. Juni 2004)
- CDU 32,9% (-5,3) - 21 Sitze (-4)
- SPD 22,8% (-0,6) - 14 Sitze (-1)
- GRÜNE 18,7% (+5,7) - 11 Sitze (+3)
- FW 9,7% (+3,3) - 6 Sitze (+2)
- FDP/DVP 6,5% (+0,3) - 4 Sitze (=)
- REP 3,9 % (-1,0) - 2 Sitze (-1)
- PDS 1,8% (+0,1) - 1 Sitz (=)
- SÖS 1,7% (+1,7) - 1 Sitz (+1)
- Andere 2,0% (-4,2) - 0 Sitze (=)

Stadtoberhäupter seit 1800

(bis 1811: Stadtoberamtmann; 1811-1819: Stadtdirektor; ab 1820: Oberbürgermeister)
- 1799 - 1804: Christian Heinrich Günzler (
- 1758; † 1842)
- 1805 - 1811: Gottfried Eberhard Hoffmann
- 1811 - 1813: Eberhard von Wächter
- 1813 - 1819: Karl Friedrich von Dizinger
- 1820 - 1833: Dr. jur. August Willibald Feuerlein (
- 1781; † 1850)
- 1833 - 1861: Georg Gottlob Gutbrod (
- 1791; † 1861)
- 1862 - 1872: Heinrich (von) Sick (
- 1822; † 1881)
- 1872 - 1892: Prof. Dr. Friedrich Hack (
- 1843; † 1911)
- 1893 - 1899: Emil (von) Rümelin (
- 1846; † 1899)
- 1899 - 1911: Heinrich von Gauß (
- 1858; † 1921)
- 1911 - 1933: Dr. Karl Lautenschlager (
- 1868; † 1952)
- 1933 - 1945: Dr. Karl Strölin (
- 1890; † 1952)
- 1945 - 1974: Dr. Arnulf Klett (
- 1905; † 1974)
- 1974 - 1996: Dr. Manfred Rommel (
- 1928), CDU
- 1997 - : Dr. Wolfgang Schuster (
- 1949), CDU

Wappen

CDU CDU Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt in Gold ein steigendes schwarzes Pferd. Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11. April 1938 im amtlichen Gebrauch. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb. Die Stadtflagge wurde am 10. Juli 1950 vom württemberg-badischen Ministerrat verliehen. Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Das Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein "redendes" Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.

Städtepartnerschaften

Stuttgart unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- St. Helens, Vereinigtes Königreich, seit 1948
- Cardiff, Vereinigtes Königreich, seit 1955
- St. Louis, USA, seit 1960
- Straßburg, Frankreich, seit 1962
- Mumbai (früher Bombay), Indien, seit 1968
- Menzel-Bourguiba, Tunesien, seit 1971
- Kairo, Ägypten, seit 1979
- Łódź, Polen, seit 1988
- Brünn, Tschechien, seit 1989
- Samara, Russland, seit 1992

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Staatstheater Stuttgart - größtes Drei-Sparten-Theater der Welt, dazu gehören das - Opernhaus ("Oper des Jahres" 1998, 1999, 2000 und 2003) mit Sitz des Stuttgarter Balletts - Schauspielhaus - Kammertheater - Theater im Depot
- Altes Schauspielhaus und Komödie im Marquardt
- FITS Figurentheater Stuttgart
- Forum Theater
- Friedrichsbau Varieté
- Makal City Theater GmbH (Pantomime)
- Die Rampe
- Renitenz-Theater (Stuttgarts bekanntes und literarisches Kabarett)
- Theater am Faden (Marionettenbühne)
- Theater der Altstadt im Westen e.V.
- Theater am Olgaeck
- Theater im Zentrum
- Theater in der Badewanne
- Theater La-Plapper-Papp (Stabpuppentheater)
- Theater Tredeschin (Puppentheater)
- Theater tri-bühne
- Theaterhaus Stuttgart
- TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Tanz/Theater/int. Solo-Tanz-Theater Festival/Neue Musik u.a.)
- Wilhelma-Theater in Bad Cannstatt
- Wortkino
- Volkstheater ('s Boulevärle, Stuttgarter Volkstheater im Rebstöckle, Stuttgarter Theäterle, unter anderem )
- Zwei Musical-Theater im SI-Centrum :Palladium Theater: Mamma Mia! (Laufende Produktion 2005/06) :Apollo Theater: Elisabeth (Laufende Produktion 2005/06)

Museen

Siehe auch: Liste der Museen in Stuttgart
- Alte und Neue Staatsgalerie
- Bibelmuseum der Deutschen Bibelgesellschaft
- Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim
- Haus der Geschichte Baden-Württemberg
- Heimatmuseum der Bessarabiendeutschen
- Hegelhaus (Geburtshaus von Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
- Kunstmuseum Stuttgart
- Lapidarium
- Linden-Museum Staatliches Museum für Völkerkunde
- Musikinstrumentensammlung im Fruchtkasten am Schillerplatz
- Museum am Löwentor
- Museum am Rosenstein
- Mercedes-Benz Museum
- Mercedes-Benz Welt (ab 2006)
- Porsche-Museum
- Straßenbahnmuseum Zuffenhausen
- Stuttgarter Feuerwehrmuseum in Stuttgart-Münster
- Theodor-Heuss-Haus
- Weinbaumuseum Uhlbach
- Württembergisches Landesmuseum (Altes Schloss)

Bibliotheken


- Württembergische Landesbibliothek

Archive


- Baden-Württembergisches Landesarchiv

Musik


- Staatsorchester Stuttgart (Orchester des Württembergischen Staatstheaters); gegründet im 18. Jahrhundert; Generalmusikdirektoren waren unter anderem Max von Schillings und Vaclav Neumann.
- Stuttgarter Philharmoniker; gegründet 1924.
- Radio Sinfonieorchester Stuttgart des SWR; gegründet 1946, Chefdirigent Sir Roger Norrington.
- Stuttgarter Kammerorchester e.V.; gegründet 1947 von Karl Münchinger.
- SWR Big Band Stuttgart; gegründet 1951 als "Südfunk-Tanzorchester".
- Junges Kammerorchester Stuttgart; Leitung: Alexander Scherf, gegründet 1960 als "Jugendkammerorchester Stuttgart".
- Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
- Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart
- SWR Vokalensemble Stuttgart; gegründet 1946 als "Südfunk-Chor Stuttgart".
- "Gächinger Kantorei"; gegründet 1954 von Helmuth Rilling, benannt nach dem Gründungsort Gächingen auf der Schwäbischen Alb
- Kammerchor Stuttgart; gegründet 1968.
- Untertürkheimer Kantorei; gegründet 1892 als "Evangelischer Kirchenchor Untertürkheim"
- Bachchor Stuttgart; gegründet 1949.
- Kammerchor "Cantus Stuttgart"; gegründet 1989 als "Cantus Cannstatt".
- Christophorus-Symphonie-Orchester Stuttgart; gegründet 1969.
- Neuer Chor Stuttgart; gegründet 1985.
- DaimlerChrysler Orchester; gegründet 1979

Bauwerke

Brücken


- Neckartalviadukt Untertürkheim
- Nesenbachviadukt
- Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster

Industriebauwerke


- Kraftwerk Stuttgart-Münster
- Kraftwerk Stuttgart-Gaisburg
- Züblin-Haus

Kirchen


- Stiftskirche Stuttgart, altes Wahrzeichen der Stadt Sonstige Kirchen (siehe auch Kirchen in Stuttgart):
- Evangelische Leonhardskirche
- Evangelische Hospitalkirche
- Evangelische Thomaskirche (Stuttgart-Kaltental)
- Evangelische Stadtkirche St. Germanus von 1478 (Untertürkheim)
- Domkirche St. Eberhard (Pro-Kathedrale des Römisch-katholische Bistums Rottenburg Stuttgart)
- Katholische St. Barbara-Kirche Hofen
- Veitskapelle Mühlhausen
- Grabkapelle auf dem Württemberg (Stadtteil Rotenberg)
- Martinskirche, Urkirche St. Martinus 12. Jahrhundert (älteste Kirche Stuttgarts)

Schlösser


- Altes Schloss
- Neues Schloss
- Schloss Hohenheim
- Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum)
- Schloss Solitude mit Akademie Schloss Solitude
- Villa Berg
- Wilhelma (heute Tierpark)

Tunnel

Wegen der hügeligen Topografie ist Stuttgart auch eine Stadt der Tunnel. Darunter befinden sich Straßentunnel, Eisenbahntunnel, S-Bahntunnel und Stadtbahntunnel. Straßentunnel
- Der Wagenburgtunnel von 1930 diente ursprünglich als Luftschutzkeller. Die 824 m lange Südröhre wurde 1957 ausgebaut und war bei ihrer Eröffnung der längste Straßentunnel Deutschlands.
- Der Heslacher Tunnel mit 2.300 m Länge wurde von 1980 bis 1991 gebaut, es folgen auf der B 14 dann der Viereichenhautunnel (290 m) und der Gäubahntunnel (450 m) bis zum Schattenring
- Der Schwabtunnel von 1894/96 mit 124 m Länge war lange mit 10,5 m breitester Tunnel Europas und ist der erste innerstädtische Tunnel Europas.
- Johannesgrabentunnel (260 m) an der Bundesautobahn 831 in Stuttgart-Vaihingen
- Österfeld- und Hengstäckertunnel auf der Nord-Süd-Straße
- Berger-, Leuze- und Schwanenplatz Tunnel (500 m) bei den Mineralbädern in Stuttgart-Berg
- Pragsatteltunnel (ist gerade im Bau) Eisenbahntunnel
- Pragtunnel (viergleisig) an der Strecke nach Feuerbach.
- Kriegsbergtunnel (zweigleisig) an der Strecke nach Böblingen (Gäubahn).
- Hasenbergtunnel (zweigleisig an der Gäubahn.
- Rosensteintunnel (viergleisig) an der Strecke nach Bad Cannstatt. S-Bahntunnel Der Tunnel der S-Bahn-Stammstrecke zwischen der Rampe Hauptbahnhof und dem Portal beim Haltepunkt Österfeld gilt mit einer Länge von 8,2 km als längster S-Bahntunnel Deutschlands. Dieser Tunnel weist zwischen den Haltepunkten Schwabstraße und Universität zudem noch eine Steigung von 35 Promille und zwischen Universität und Österfeld gar von 38 Promille auf. Stadtbahntunnel Beginnend Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Stuttgarter Straßenbahn zur Stadtbahn ausgebaut, wobei zahlreiche innerstädtischen Strecken in den Untergrund verlegt wurden. Die Tunnel wurden dabei gleich mit einem für die Stadtbahnfahrzeuge erforderlichen erweiterten Lichtraumprofil ausgestattet, so daß die Umspurung von Meter- auf Normalspur möglich war.

Türme


- Bismarckturm in Stuttgart-Nord
- Killesbergturm
- Aussichtsturm Burgholzhof in Bad Cannstatt
- Tagblatt-Turm, Deutschlands erstes Sichtbetonhochhaus
- Stuttgarter Fernsehturm, neues Wahrzeichen der Stadt
- Stuttgarter Fernmeldeturm
- Stuttgarter Funkturm
- Technoturm, am Pragsattel
- Vaihinger Stativ, Vodafone-Mobilfunkturm in Stuttgart-Vaihingen
- Kriegsbergturm, in Stuttgart-Nord
- Bahnhofsturm am Hauptbahnhof Stuttgart
- Wasserturm Stuttgart-Degerloch

Weitere Gebäude


- Weißenhofsiedlung am Killesberg
- Stuttgarter Hauptbahnhof
- Gottlieb-Daimler-Stadion (ehemals "Neckarstadion")
- Hanns-Martin-Schleyer-Halle
- Jugendstil-Krematorium im Pragfriedhof
- Kultur- und Kongress-Zentrum Liederhalle
- Markthalle
- Planetarium Stuttgart
- SI-Centrum
- Villa Reitzenstein
- Villa Berg
- Villa Gemmingen-Hornberg
- Altes Steinhaus

Parkanlagen und Seen


- Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten in Bad Cannstatt
- Höhenpark Killesberg Gartenschaugelände von 1939 und 1993
- Schloss Hohenheim :- Alter Botanischer Garten :- Neuer Botanischer Garten :- Exotischer Garten
- Stuttgarter Eichenhain im Stadtteil Sillenbuch, seit 1957 Naturschutzgebiet
- Stuttgarter Schlossgarten - Obere Anlagen - Untere Anlagen
- Rosensteinpark von 1824
- NeckarPark mit dem Cannstatter Wasen
- Hoppenlau-Friedhof von 1626 (Stuttgart-Mitte)
- Waldfriedhof von 1913
- Pragfriedhof von 1873 mit Jugendstil-Krematorium
- Uff-Kirchhof von 1506 in Bad Cannstatt
- Max-Eyth-See am Neckar in Stuttgart-Hofen
- Wildparkseen (Bärensee, Neuer See, Pfaffensee) im Rot- und Schwarzwildpark in Stuttgart-West
- Egelsee am Wartberg in Stuttgart-Nord
- Rohrer See in Stutttgart-Rohr

Mineralbäder


- Mineralbad/Thermalsolebad Bad Cannstatt
- Mineralbad Leuze (Stuttgart-Ost)
- Mineralbad Berg (Stuttgart-Ost)

Diverses


- Königstraße (Hauptachse der Fußgängerzone)
- Calwer Straße (überdachte Fußgängerzone in Stuttgart-Mitte)
- Hauptstätter Straße
- Breuninger am Marktplatz (Deutschlands zweitgrößtes Kaufhaus)
- Zahnradbahn Stuttgart
- Standseilbahn Stuttgart
- Historische Straßenbahnlinien 19 + 23
- Killesbergbahn Stuttgart
- Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshöhe
- Aussichtsrestaurant im Hochhaus Hannibal

Sport

Fußball: :Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fußball-Vereine. :Der als die "Roten" bekannte VfB Stuttgart (Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V.), der im Gottlieb-Daimler-Stadion seine Heimspiele in der Fußball-Bundesliga austrägt. :Die "Blauen" des SV Stuttgarter Kickers e.V., der im Jahre 1899 gegründet wurde, spielen zur Zeit in der Regionalliga Süd. Ihre Heimspiele finden im GAZI-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt. Eishockey: :Im Eishockey wird Stuttgart von den Stuttgart Wizards in der Oberliga Süd und vom Stuttgarter EC im Nachwuchs- und Amateurbereich vertreten. Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen. Football: :Im Football wird Stuttgart von den Stuttgart Scorpions vertreten. Sie tragen ihre Spiele im GAZI-Stadion auf der Waldau aus.

Regelmäßige Veranstaltungen


- CMT - Messe für Caravan, Motor und Touristik (Januar)
- Sechs-Tage-Rennen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Januar/Februar)
- Lange Nacht der Museen (März)
- Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen (April/Mai)
- Hamburger Fischmarkt auf dem Karlsplatz (Juli)
- Weißenhof-Tennisturnier (Juli)
- Stuttgarter Sommerfest im Schlossgarten und Schlossplatz, zum 15. Mal vom 4. - 7. August 2005
- German Open Championships im Tanzsport, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL), Mitte August
- Umsonst & Draußen 3-Tages-Musik-Polit-Kulturspektakel
- Stuttgarter Weindorf in der Innenstadt (August/September)
- Europäisches Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie Stuttgart in der Liederhalle (September)
- Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen - im dreijährigen Rhythmus verbunden mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (September/Oktober)
- Stuttgarter-Kulturnacht (Oktober)
- German Masters Großes Hallen-Reitturnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Oktober/November)
- Flohmarkt Frühjahr und Herbstflohmarkt in der ganzen Innenstadt
- Weihnachtsmarkt (früher 'Weihnachtsmesse' genannt) in der Innenstadt (Adventszeit)

Wirtschaft und Infrastruktur

Adventszeit Die Stadt und ihre Umgebung ist für ihre High-Tech-Unternehmen bekannt. Unter den bekanntesten Vertretern finden sich DaimlerChrysler, Porsche, Bosch, Hewlett-Packard und IBM, die hier ihr deutsches oder auch weltweites Hauptquartier haben. Neben diesen globalen Konzernen weist die Stuttgarter Wirtschaft um die 1.500 mittelständische Unternehmen auf. Stuttgart ist mit der Börse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Börsenplatz in Deutschland. Die Region Stuttgart kann deutschlandweit die höchste Dichte an wissenschaftlichen, akademischen und forschenden Einrichtungen aufweisen. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Patente angemeldet als hier. Mehr als 11% aller Ausgaben in F&E (Forschung & Entwicklung) in Deutschland werden hier ausgegeben - schätzungsweise 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. Neben den beiden Universitäten (Stuttgart und Hohenheim) bestehen in Stuttgart sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (und zwar für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), das Informationszentrum RAUM und BAU (IRB), für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie für Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG)), zwei Max-Planck-Institute (für Festkörperforschung und für Metallforschung) sowie andere Einrichtungen. Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank (3. Spielbank des Landes Baden-Württemberg nach Baden-Baden und Konstanz), die seit 2003 unter der Regie der "Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH Co.KG" mit Sitz in Baden-Baden betrieben werden.2003] Im Stadtgebiet befinden sich in Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg größere Kraftwerke.

Verkehr

Die Landeshauptstadt ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe Baden-Württembergs:
Südlich der Stadt, auf Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen, befindet sich der Flughafen Stuttgart, der größte Flughafen des Landes Baden-Württemberg. Seit der Eröffnung des neuen Terminals 3 im März 2004 hat der Stuttgarter Airport eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren. 2003 flogen etwa 7,6 Millionen Gäste, 2004 bereits 8,8 Millionen von und nach Stuttgart. Für das Jahr 2005 geht man von mehr als 9,3 Millionen Passagieren aus.
Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof führen Strecken nach Karlsruhe-Straßburg-Paris, nach Mannheim-Köln, nach Ulm-München, nach Zürich-Mailand (Linie des Cisalpino), nach Nürnberg, nach Tübingen und nach Heilbronn. Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehört auch das Containerterminal in Stuttgart-Obertürkheim und der Rangierbahnhof im benachbarten Kornwestheim.
1997 hat der Stuttgarter Gemeinderat den Rahmenplan für das Projekt Stuttgart 21 verabschiedet. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2003 veröffentlicht. Das Kernstück des Projekts ist der Bahnhof 21. Dieser Bahnhof befindet sich komplett unter der Oberfläche und ist zu Baubeginn der Modernste in Europa. Dazu gehört eine Anbindung an den Stuttgarter Flughafen und an das Projekt NBS Wendlingen-Ulm, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm. Ausschlaggebend für den Beschluss waren wirtschaftliche Interessen, bedingt durch kürzere transeuropäische Reisezeiten. Der offizielle Bauplan von 2003 sieht eine Inbetriebnahme ab Mitte 2013 vor.
Die Autobahn A 8 (Paris-Straßburg-)Karlsruhe-München bildet die südliche Stadtgrenze und die A 81 (Zürich)-Singen (Hohentwiel)-Würzburg führt westlich der Stadt vorbei. Sie mündet von Süden kommend im Stadtbezirk Vaihingen am Autobahnkreuz Stuttgart in die A 8 (geradeaus geht es über eine Stadtautobahn Richtung Innenstadt), beide laufen dann gemeinsam mit 3 bis 5 Fahrspuren pro Richtung bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck, an dem die A 81 dann wieder in nördlicher Richtung abzweigt.
Quer durch Stuttgart verlaufen die B10, B14, B27 und die B295. Bis auf die B14 führen alle auf dem Pragsattel zusammen, dem größten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt.
Pragsattel] Ferner hat die Stadt einen Binnenhafen in Stuttgart-Hedelfingen am Neckar. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen 6 S-Bahn-Linien der DB Regio (siehe: S-Bahn Stuttgart) sowie 13 Stadtbahn-Linien (darunter 3 Sonderlinien), 1 Straßenbahnlinie, 1 Zahnradbahnlinie, 1 Standseilbahnlinie und 55 Buslinien der "Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)" und mehrere Buslinien weiterer privater Verkehrsunternehmen. Zusätzlich hat Stuttgart ein flächendeckendes Carsharing-Angebot mit "Stadtmobil", das im Verbund mit DB-Carsharing auch von außerhalb genutzt werden kann. Alle Nahverkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nutzbar. Die 6 S-Bahn-Linien führen zu folgenden Städten in der Region Stuttgart (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden; angegeben ist die jeweilige Endhaltestelle): Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar, Backnang, Schorndorf, Plochingen, Filderstadt, Herrenberg und Weil der Stadt. Eine Verlängerung der Linie S 1 nach Kirchheim unter Teck ist geplant.
Die Stadtbahnlinien der SSB verkehren nur im Stadtgebiet Stuttgart und den angrenzenden Städten und Gemeinden (im Uhrzeigersinn) Remseck am Neckar, Fellbach, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und Gerlingen.

Medien

Stuttgart ist eine bedeutende Medienstadt. So befindet sich hier unter anderem der Sitz der Intendanz und des "Funkhauses Stuttgart" des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks (weitere Funkhäuser in Baden-Baden und Mainz). Weitere audiovisuelle Medien (zum Beispiel "Die Neue 107,7", Hit-Radio Antenne 1) sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet Daneben erscheinen hier die "Stuttgarter Zeitung", eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands, und die "Stuttgarter Nachrichten" sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen (zum Beispiel "Cannstatter Zeitung"). Das größte Jugendmagazin für Baden-Württemberg, YAEZ erscheint ebenfalls in Stuttgart. Darüberhinaus ist die Stadt einer der bundesweit führenden Standorte für Fachverlage (siehe hierzu den Hauptartikel: Medien in Stuttgart).

Bildung und Forschung

Medien in Stuttgart
- Die Hohe Karlsschule wurde 1770 von Herzog Karl Eugen (Württemberg) gegründet und befand sich anfangs im herzoglichen Schloss Solitude. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und wurde 1794 aufgelöst.
- Universität Stuttgart - gegründet 1876 als Polytechn

Sindelfingen

Sindelfingen ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 15 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist die größte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet zusammen mit der südlichen Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Sindelfingens überschritt 1957 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss.

Geografie

Sindelfingen liegt am Nordostrand des Oberen Gäus, zu Füßen einiger Höhen des Glemswaldes (Landschaftsschutzgebiet) zwischen der im Stadtgebiet entspringenden Schwippe und dem Sommerhofenbach. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt auf 532, der tiefste auf 409 m ü. NN. Das Stadtgebiet erstreckt sich von 425 bis 460 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Sindelfingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Stuttgart (Stadtkreis), Leinfelden-Echterdingen (Landkreis Esslingen) sowie Böblingen, Aidlingen, Grafenau (Württemberg), Magstadt und Leonberg (alle Landkreis Böblingen)

Stadtgliederung

Sindelfingen besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform 1971 eingegliederten Stadtteile Maichingen und Darmsheim. Beide eingemeindeten ehemaligen Gemeinden sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen Ortschaftsrat, der von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu gewählt wird. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher. In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Königsknoll, Pfarrwiesen, Spitzholz, Eschenried, Eichholz, Hinterweil und Goldberg.

Raumplanung

Sindelfingen bildet zusammen mit der Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Böblingen/Sindelfingen gehöhren neben den beiden Städten noch die Gemeinden im mittleren Teil des Landkreises Böblingen, und zwar Aidlingen, Altdorf bei Böblingen, Ehningen, Gärtringen, Grafenau, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Magstadt, Schönaich, Steinenbronn, Waldenbuch und Weil im Schönbuch.

Geschichte

Weil im Schönbuch Im 4. Jahrtausend v. Chr. existierte eine jungsteinzeitliche Siedlung im Gewann Hinterweil. Auch in der Urnenfelder-, Hallstatt- und Latènezeit gab es im Stadtgebiet vereinzelte Besiedlung, wie Scherbenfunde, Grabhügel und Urnengräber belegen. Im 1.-3. Jahrhundert existierte am Nordhang des Goldbergs ein römischer Vicus (Straßendorf), daneben standen über die Gemarkung verteilt kleinere Gutshöfe. Bald nach dem Fall des Limes 260 n. Chr. siedelten sich hier die Alamannen an, die auf der heutigen Sindelfinger Gemarkung die drei Dörfer Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gründeten. Seit etwa 700 stand im Bereich eines älteren Herrenhofes von Vorfahren der Grafen von Calw ein Vorgängerbau der heutigen Martinskirche mit Friedhof. Um 1065 gründeten die Grafen von Calw im Bereich des dafür abgebrochenen Herrenhofes das Stift Sindelfingen, das 1155 erstmals als „praepositura in Sindelvinga“ urkundlich erwähnt wurde. Um 1130 kam Sindelfingen in den Besitz der Welfen, im darauffolgenden Erbstreit wurde das Dorf Sindelfingen 1133 von Adalbert IV. von Calw niedergebrannt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestand in Sindelfingen eine welfische Münzstätte; ein Topf mit zahlreichen Silberbrakteaten aus dieser Werkstatt wurden 1973 im Boden der Martinskirche vergraben entdeckt. 1263 erfolgte die Gründung der Stadt Sindelfingen zwischen Stiftsbezirk und Dorf Sindelfingen durch Graf Rudolf von Tübingen-Herrenberg; die Weiler Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gingen später in der neuen Stadt auf. 1351 wurde die Stadt an Württemberg verkauft. Die neuen Herren führten 1535 die Reformation ein. Sindelfingen blieb aber zunächst ein unbedeutendes Landstädtchen. Im 19. Jahrhundert wurden mechanische Webereien eingeführt. Im 20. Jahrhundert folgten Maschinenfabriken sowie Industrien für Auto, Büromaschinen, Schuhe, Uhren und anderes. 1914 wurde das Daimler-Werk in Sindelfingen angesiedelt. Dadurch wuchs Sindelfingen zu einer bedeutenden Industriestadt heran. Daher wurde die Stadt im 2. Weltkrieg verhältnismäßig stark zerstört, danach jedoch wieder aufgebaut. Der starke Einwohnerzuwachs führte zum Bau zahlreicher Wohnsiedlungen. Nach Überschreiten der 20.000 Einwohnergrenze 1957 wurde Sindelfingen 1962 zur Großen Kreisstadt erhoben. Bei der Gebietsreform 1971 erreichte sie schließlich ihre heutige Ausdehnung. Von der Landesregierung Baden-Württemberg war seinerzeit eine Fusion mit der Nachbarstadt Böblingen zur Großstadt Böblingen-Sindelfingen vorgesehen. Dieser Plan konnte jedoch nicht realisiert werden.

Religionen

Die Bevölkerung von Sindelfingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz. Da die Stadt seit dem 14. Jahrhundert zu Württemberg gehörte, wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Sindelfingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie gehört seit jener Zeit zum Dekanat Böblingen. Die Hauptkirche der Stadt ist die Martinskirche, eine der ältesten Kirchen des Landes. Die zugehörige Kirchengemeinde Sindelfingen war zunächst die einzige der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung infolge Zuzugs stark an. Daher wurde die Kirchengemeinde geteilt. Es entstand die Christusgemeinde (Kirche von 1958 mit Nikodemuskirche), die Johannesgemeinde (Kirche von 1962) und die Versöhnungsgemeinde (Kirche von 1967). Innerhalb der Martinsgemeinde gibt es noch die 1976 erbaute Markuskirche. Alle drei Kirchengemeinden bilden die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen. Auch in den beiden Stadtteilen Darmsheim und Maichingen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Auch dortig gibt es jeweils ein evangelische Kirchengemeinde, die in alten Kirchen ihre Gottesdienste feiert, in Darmsheim in einer ehemaligen Wehrkirche mit spätgotischem Westturm und Fresken im Innern bzw. in Maichingen in einer umgebauten Chorturmkirche mit Erweiterungen aus dem Jahr 1609. Auch die beiden Stadtteilgemeinden gehören wie alle Sindelfinger Kirchengemeinden zum Dekanat Böblingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Katholiken gibt es in Sindelfingen erst wieder seit Ende des 19. Jahrhunderts. Für sie wurde 1952 eine eigene Kirche „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ gebaut und eine Pfarrei eingerichtet. Weitere Kirchen wurden 1960 (St. Joseph, Pfarrei seit 1965), 1969 (Auferstehung Christi, Pfarrei seit 1974), 1970 (St. Paulus, Pfarrei seit 1974) und 1972 (St. Maria Königin des Friedens, Pfarrei seit 1974) erbaut. In Darmsheim gibt es seit 1974 die Kirche St. Stephan. Sie gehört zur Nachbargemeinde Christkönig Dagersheim, mit der sie eine Kirchengemeinde bildet. In Maichingen wurde 1955 die Kirche St. Anna erbaut. Die Pfarrei Maichingen wurde 1961 errichtet. Die katholischen Gemeinden im Sindelfinger Stadtgebiet bilden die Seelsorgeeinheiten 7, 9 und 10, zu denen teilweise noch benachbarte Kirchengemeinden gehören. Sie alle gehören zum Dekanat Böblingen (zuvor Dekanat Weil der Stadt) des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Sindelfingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Erlöserkirche) und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Sindelfingen vertreten.

Eingemeindungen


- 1. September 1971: Darmsheim
- 1. Dezember 1971: Maichingen

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 45 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

Bürgermeister

Ein Schultheiß des Dorfes Sindelfingen wird 1255 erwähnt; 1271 wird erstmals ein Schultheiß der Stadt erwähnt, 1280 gab es einen Vogt, der bis 1605 in Böblingen seine Sitz hatte, bis die Stadt vom Amt Böblingen getrennt wurde. Dann leiteten Amtmänner bzw. Oberamtmänner die Stadtverwaltung. Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" und seit 1930 Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister". Stadtoberhäupter seit 1819
- 1819-1826: Johann Friedrich Dinkelacker
- 1826-1832: Johann Breuning
- 1832-1849: Christian Immanuel Conz
- 1850-1895: Johann Gottfried Frank
- 1895-1932: Wilhelm Hörmann
- 1932-1945: Karl Pfitzer
- 1945-1946: Werner Häring
- 1946-1977: Arthur Gruber
- 1977-1993: Dr. Dieter Burger
- 1993-2001: Dr. Joachim Rücker-Kirschner
- 2001-heute: Dr. Bernd Vöhringer

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Sindelfingen zeigt in Silber drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander, darunter ein schwarzes Kreuz. Die Sindelfinger Stadtflagge ist schwarz-weiß. Wappen und Flagge haben lange Tradition und wurden 1927 offiziell festgelegt. Die Hirschstangen symbolisieren die Zugehörigkeit zu Württemberg.

Städtepartnerschaften

Sindelfingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Schaffhausen (Schweiz), seit 1952 (Städtefreundschaft)
- Corbeil-Essonnes (Frankreich), seit 1958
- Sondrio (Italien), seit 1962
- Dronfield, North East Derbyshire (Vereinigtes Königreich), seit 1971
- Győr (Ungarn), seit 1987
- Torgau (Sachsen), seit 1987
- Chelm (Polen), seit 2001 Außerdem unterhält Sindelfingen seit 1955 eine Städtepatenschaft mit Würbenthal (für die Vertriebenen aus dem gleichnamigen Ort im Sudetenland).

Wirtschaft und Infrastruktur

Sindelfingen ist geprägt durch die Automobilindustrie, besonders durch das Automobilwerk der Mercedes-Benz, einer Tochter der DaimlerChrysler AG. Dies ist das weltweit größte Automobilwerk. In der frühen Neuzeit war das Weberhandwerk ansässig, daher gibt es auch heute noch viele Modefirmen.

Verkehr

Sindelfingen ist über die Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen an der Bundesautobahn A 81 (Würzburg - Gottmadingen), die sich im nordöstlichen Stadtgebiet an der Grenze zu Stuttgart mit der A 8 kreuzt, gut erreichbar. Ferner verläuft die Bundesstraße B 464 (nach Reutlingen) durch das westliche Stadtgebiet. Die B 14 führt an Sindelfingen vorbei. Der Bahnhof Sindelfingen liegt an der Rankbachbahn von Böblingen nach Renningen. Auf dieser Strecke fahren heutzutage nur noch Güterzüge (Güterzugumgehung Stuttgart). Ab 2008 soll diese Strecke für die S-Bahn Stuttgart mit einer neuen Haltestelle am Werk von DaimlerChrysler reaktiviert werden. Derzeit sind jedoch bereits die S-Bahn-Haltestellen "Goldberg"' und "Böblingen" (Bahnhof) an der Linie 1 in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg von Sindelfingen aus gut zu erreichen. Die Stadt hat ein Busliniennetz, das in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) integriert sind. Der nächstgelegene Flughafen Stuttgart Airport ist über die Autobahn in wenigen Minuten erreichbar.

Öffentliche Einrichtungen

Sindelfingen ein Notariat und eine