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BGM-109 Tomahawk

BGM-109 Tomahawk

Der BGM-109 Tomahawk ist ein vom US-amerikanischen Hersteller Raytheon seit 1980 produzierter Marschflugkörper, der von Kriegsschiffen oder U-Booten gestartet und hauptsächlich zur Bekämpfung gegnerischer Landziele eingesetzt wird. Die Tomahawks gehören inzwischen zu den amerikanischen Erstschlagswaffen in jedem kriegerischen Konflikt und übernehmen zunehmend die Aufgaben bemannter Bomber. Ohne das Risiko, Piloten oder Flugzeuge zu gefährden, können sie tief in gegnerisches Territorium eindringen, Bunker, Radaranlagen oder Kommandoposten zerstören und die feindliche Infrastruktur schwächen.

Technik

Die Marschflugkörper (englisch: Cruise Missiles) sind keine Raketen, sondern düsengetriebene Drohnen. Sie wiegen mehr als eine Tonne, sind 5,56 Meter lang und sollen bei einer Reichweite von 450 bis 2800 Kilometern ihre Ziele auf dem Land oder auf See sehr präzise treffen. Je nach Ausführung kostet ein Marschflugkörper zwischen 600.000 und einer Million US-Dollar Tomahawks können mit verschiedenen Sprengköpfen bestückt werden:
- dem nuklearen Sprengkopf W80 mit einer Sprengkaft bis zu 200 kT
- dem konventionellen 1000-lb-Sprengkopf
- einem Sprengkopf, der viele kleine Submunitionen, die wiederum explodieren können, enthält (siehe auch: Streubombe)

Versionen

Es gibt unterschiedliche Konfigurationen von Tomahawks:
- Die Tomahawk Anti Ship Missile (TASM) wird als Seezielflugkörper eingesetzt.
- Die Tomahawk Land Attack Missile Conventional (TLAM-C) wird mit einem konventionellen HE-Sprengkopf gegen Ziele an Land eingesetzt.
- Die Tomahawk Land Attack Missile Conventional Bomblets wird mit Splitter-Sprengkopf gegen Ziele an Land eingesetzt.
- Die Tomahawk Land Attack Missile Nuclear (TLAM-N) kann mit Atomsprengkopf gegen Ziele an Land eingesetzt werden. Die Variante "Block II" benutzt mit Terrain Contour Matching (TERCOM) und Digital Scene Matching Area Correlation (DSMAC) ein eigenes Radarsystem, welches das überflogene Gelände mit eingespeicherten Daten vergleicht, um bei einer Geschwindigkeit von 880 km/h das Ziel zu finden. Die Variante "Block III", die seit 1994 eingesetzt wird, benützt zusätzlich das satellitengestützte Global Positioning System (GPS), um ihr Ziel zu finden. Da Marschflugkörper in einer geringen Höhe von 30 bis 90 Metern fliegen und dabei selbständig Hindernissen ausweichen können, sind sie schwer mittels Radar zu orten. Die geringe Wärmestrahlung der Triebwerke verringert zudem ihre Infrarot-Signatur, was die Ortung weiter erschwert. Seit 2004 soll eine neue Version namens Tactical Tomahawk zum Einsatz kommen, die noch im Flug auf ein anderes Ziel umprogrammiert werden oder auf eines von bis zu 15 eingespeicherten Alternativ-Zielen ausweichen kann. Um eine entsprechende Entscheidung möglich zu machen, sollen sie eine Kamera tragen, die dem Einsatzoffizier das Zielgebiet zeigt. Außerdem sollen sie in der Lage sein, mehrere Stunden über einem Zielgebiet zu kreisen. Dadurch soll die Tomahawk Network Centric Warfare-fähig gemacht werden. In Planung ist außerdem die Variante "Block V", bei der durch neue Produktionsmethoden und eine Modulbauweise die Herstellungskosten gesenkt werden sollen. Dem Besteller der Waffe wird somit ermöglicht, durch Auswahl von verschiedenen Zuladungskapazitäten und Zielsuchsystemen den Preis anzupassen. Im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses war die landgestützte Version BGM-109G Gryphon Ground-Launched Cruise Missile mit einem W84 thermonuklearen Sprengkopf von 200kT in Dienst gestellt worden. Als Startrampe diente ein 10t-Lastwagen vom Typ KAT I der MAN Nutzfahrzeuge AG. Mit der Ratifizierung des INF-Vertrag im Jahr 1987 wurde diese Ausführung vollständig abgerüstet. Der erste massive Einsatz von Tomahawks fand 1991 im Zweiten Golfkrieg während der Operation Desert Storm statt. Laut Berichten der United States Navy kamen dabei 297 Tomahawks zum Einsatz, von denen 242 ihr Ziel trafen. Seit 1997 setzt neben den USA auch Großbritannien Tomahawks in größerer Anzahl ein. 2005 beschaffen die Niederlande 30 Tomahawks.

Weblinks


- [http://www.raytheon.com/products/tomahawk/ detaillierte Produktbeschreibung auf Englisch]
- [http://members.fortunecity.de/brg_gen_lodda/tomahawk.htm technische Daten auf Deutsch]
- [http://www.n24.de/static/irakflash/TomahawkDE2003/index2.html Flash-Animation über den Einsatz von Tomahawks] Kategorie:Mittelstreckenrakete Kategorie:Marschflugkörper ja:トマホーク

1980

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Birkhuhn (lat. Lyrurus tetrix) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Politik


- 1. Januar: Georges-André Chevallaz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neue Verkehrsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
- 1. Januar: Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft
- 1. Januar: Die DDR wird für 2 Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
- 2. Januar: Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanienkrieg
- 5. Januar: Die USA verhängen wegen des Einmarsches in Afghanistan Sanktionen gegen die Sowjetunion
- 13. Januar: In Karlsruhe wird von linken und ökologischen Gruppen die Bundespartei Die Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) gegründet
- 16. Januar: Botswana wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: São Tomé und Príncipe wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Februar: Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung
- 6. März: St. Lucia wird Mitglied in der UNESCO
- 6. April: Wiedereinführung der Sommerzeit
- 18. April: Südrhodesien wird als Simbabwe unabhängiger Staat. Die weiße Minderheitsregierung Ian Smiths (1964–1980) war international kaum anerkannt und mit Sanktionen belegt
- 30. April: Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande und folgt damit ihrer Mutter Juliana von Oranien-Nassau
- 2. Mai: Die Panchayat-Ordnung (Einparteiensystem) wird in Nepal beibehalten
- 4. Mai: Jugoslawien. Tod von Staatspräsident Josip Broz Tito in Ljubljana
- 4. Mai- Das „Übereinkommen von Helsinki über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets“ (Helsinki-Abkommen) tritt in Kraft
- 17.: 18. Mai: Demonstrationen gegen das neue Regime in Südkorea werden in Gwangju brutal niedergeschlagen. 207 Menschen sterben und rund 1000 werden schwer verletzt
- 4. Juni: Polizei und BGS räumen die „Republik Freies Wendland“, ein von Atomkraftgegenern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland und Kiribati nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag verabschiedet das „Gesetz zur vorläufigen Regelung des Tiefseebergbaus“
- 15. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Portugal
- 18. Juli: Malediven werden Mitglied in der UNESCO
- 23. Juli: Israel erklärt Jerusalem zur ewigen Hauptstadt, die Knesset bestätigt dies sieben Tage später
- 30. Juli: die Inselgruppe Vanuatu wird unabhängig von Frankreich und dem Vereinigten Königreich
- 12. August: Paraguay wird Mitglied in der ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración)
- 14. August: In der Danziger Lenin-Werft beginnt ein Streik, der sich auf Polen ausweitet. Die Forderungen: Mehr Freiheit und bessere Lebensqualität
- 25. August: Simbabwe wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: Das Militär putscht unter General Kenan Evren zum dritten Mal in der Türkei. Der Putsch wird unterstützt von der NATO und den USA. Die NATO stationiert anschließend schnelle Eingreiftruppen in Kurdistan, in Van und Batman. Kenan Evren begründet den Putsch mit: “zu den Quellen des Kemalismus zurückkehren” zu wollen und “die separatistischen Umtriebe zu bekämpfen”. Der Putsch richtet sich eindeutig gegen die aufkeimende kurdische Befreiungsbewegung und gegen linke und kommunistische Kräfte. Tausende von politischen Gefangenen werden gefoltert und zum Tode verurteilt. Die PKK zog sich schon ein Jahr zuvor teilweise aus Nordkurdistan in den Libanon zurück, nach dem Putsch werden alle Gruppen ins Ausland gerufen. Türkische oppositionelle Gruppen gehen auch ins Exil, die meisten nach Europa
- 16. September: St. Vincent und die Grenadinen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. September: Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Portugal und der Bundesrepublik Deutschland
- 17. September: Kriegsbeginn zwischen Irak und Iran
- 17. September: In Danzig wird die Gewerkschaft Solidarność gegründet
- 22. September: Beginn des Ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak
- 22. September: Simbabwe wird Mitglied in der UNESCO
- 24. September - Der Verkauf von Kalbfleisch wird in Italien generell verboten, nachdem in Proben das Hormon Östrogen entdeckt worden ist.
- 26. September: Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest, 13 Tote, über 200 Verletzte
- 29. September: Tonga wird Mitglied in der UNESCO
- 5. Oktober: Bundestagswahl. Helmut Schmidt bleibt Kanzler und setzt sich gegen Franz Josef Strauß durch
- 13. Oktober: die Gründung der europäischen „Arianespace“ tritt in Kraft (siehe 26. März). Die Verhandlungen der beteiligten Firmen und ESA-Staaten wurden 1979/80 geführt
- 23. Oktober - Nikolaj Tichonow übernimmt nach dem Rücktritt Alexej Kossygins das Amt des sowjetischen Ministerpräsidenten.
- 4. November: Ronald Reagan gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen
- 12. Dezember: In Berlin-Kreuzberg schlägt der Konflikt um die Politik der Flächensanierung in offene Unruhen um

Wissenschaft und Technik


- 26. März: Gründung der Arianespace durch Europas Raumfahrt-Firmen. Sie soll Produktion, Verkauf und Starts der ESA-Trägerraketen Ariane managen. Die vom Vorgänger ELDO entwickelte Ariane 1 hatte ihren Erststart zu Weihnachten 1979. Das Statut tritt am 13. Oktober 1980 in Kraft
- 23. Mai: Schon der 2.Start einer Ariane-Rakete (Erststart Dez.1979) misslingt wegen Schwingungen in der untersten, von Frankreich gebauten Stufe. Sie muss samt ihrer Ladung (u. a. bundesdeutscher Forschungssatellit Firewheel) gesprengt werden
- 7. August: Das erste Solarenergie-Flugzeug Grossamer Penguin absolviert seinen Jungfernflug
- 12. November: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Saturn vorbei und liefert viele Messungen und Fotos von Saturn, seinen Ringen und Monden

Kultur


- 21. Januar: Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt
- 14. April: Der Film Die Blechtrommel gewinnt einen Oscar für den besten ausländischen Film des Jahres 1979
- 2. Juni: Ernő Rubiks „Zauberwürfel“ beginnt seinen Siegeszug in deutschen Spielzeugläden
- 5. August: Einweihung der Deutschen Schule Manila, Philippinen
- 1. September: Gründung der Deutschen Schule Oslo, Norwegen
- 5. September: Uraufführung der Oper Satyagraha von Philip Glass an der Stadschouwburg an Rotterdam
- 8. September: Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 28. Oktober: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg. In Kraft seit dem 1. März 1982
- Veröffentlichung der ökumenischen Einheitsübersetzung der Bibel
- Gründung der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Katastrophen


- 1. Januar: Schweres Erdbeben auf den Azoren, 52 Tote, mehr als 300 Verletzte
- 14. März: Warschau, Polen. Absturz einer Iljuschin Il-62 der polnischen LOT während des Landeanflugs. Alle 87 Menschen starben
- 18. März: Auf dem Raketenstartplatz Plessezk in Nordrussland explodiert bei den Startvorbereitungen während der Betankung eine Wostok-2M-Rakete und tötet 50 Personen
- 27. März: Ein Sturm zerstört die norwegische Versorgungs- und Wohnplattform Alexander Kielland im Ekofisk-Feld in der Nordsee, 123 Menschen sterben
- 22. April: Das Fährschiff „Don Juan“ (Philippinen) sinkt nach der Kollision mit einem Tanker. 313 Tote
- 25. April: Teneriffa, Kanaren, Spanien. Eine Boeing 727 der britischen Dan Air Services prallte während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 146 Menschen starben
- 18. Mai: Der Vulkan Mt. Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, dank rechtzeitiger Evakuierung sterben nur 57 Menschen
- 27. Juni: Sizilien, Italien. Absturz einer Douglas DC-9 der Aero Transporti Italiani kurz vor Sizilien ins Mittelmeer. Alle 81 Menschen an Bord starben. Eine Mitschuld eines in der Nähe abgehaltenen Militärmanövers konnte nie bewiesen werden
- 1. bis 14. August: Hurrikan Allen in der Karibik, ca. 300 Tote
- 2. August: Eine rechte Extremistengruppe zündet eine Bombe im Bahnhof der italienischen Stadt Bologna. 85 Menschen sterben, mindestens 200 werden verletzt
- 19. August: Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord, können die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Alle sind erstickt
- 10. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig. ca. 20.000 Tote
- 23. November: Erdbeben der Stärke 7,2 in Süditalien, ca. 3.000 Tote, 200.000 Obdachlose
- Erdbeben im Iran, 25 Tote
- Hitzewelle in Texas fordert 338 Tote

Sonstige Ereignisse


- 25. Juli: Die Töchter des deutschen Fernsehjournalisten Dieter Kronzucker, Susanne und Sabine, werden gemeinsam mit ihrem Cousin Martin Wächtler in der Toskana entführt. Nach 68 Tagen kommen sie am 1. Oktober gegen eine Lösegeldzahlung von 4,3 Millionen DM wieder frei

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 3. Februar: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lorenzo Zanon im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch KO
- 22. Juni: Die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird Fußball-Europameister durch ein 2:1 gegen Belgien in Rom
- 7. Juli: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Scott LeDoux im Metro Centre, Bloomington, USA, durch technischen KO
- 16. August: Birgit Friedmann holt in der niederländischen Stadt Sittard in der Disziplin 3.000 m und der Zeit von 8:48,05 min den ersten Leichtathletik-Weltmeistertitel der Geschichte für die Bundesrepublik Deutschland
- 20. August: Reinhold Messner bezwingt als erster Bergsteiger den Mount Everest im Alleingang und ohne Sauerstoff-Gerät
- 2. Oktober: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali im Ceasars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen k.o
- Die XXII. Olympischen Sommerspiele finden in Moskau statt, Boykott durch westliche Staaten wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan
- Die XIII. Olympischen Winterspiele finden in Lake Placid, USA statt

Geboren


- 2. Januar: Jérôme Pineau, französischer Radrennfahrer
- 3. Januar: Bryan Clay, US-amerikanischer Leichtathlet
- 4. Januar: Miguel (Fußballspieler), portugiesischer Fußballspieler
- 4. Januar: Jaroslaw Popowytsch, ukrainischer Radrennfahrer
- 5. Januar: Sebastian Deisler, deutscher Fußballspieler
- 6. Januar: Mihael Mikić, kroatischer Fußballspieler
- 7. Januar: David Arroyo, spanischer Radsportler
- 8. Januar: Annett Böhm, deutsche Judoka
- 8. Januar: Lucia Recchia, italienische Skirennläuferin
- 9. Januar: Sergio García, professioneller Golfspieler
- 13. Januar: Wolfgang Loitzl, österreichischer Skispringer
- 16. Januar: Cornelia Hirsch, deutsche Politikerin, MdB
- 16. Januar: Michelle Wild, ungarische Pornodarstellerin
- 17. Januar: Zooey Deschanel, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Januar: Nia Künzer, deutsche Fußballspielerin
- 20. Januar: Felicitas Woll, deutsche Schauspielerin
- 22. Januar: Christopher Masterson, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 25. Januar: Christian Olsson, schwedischer Leichtathlet
- 25. Januar: Xavi, spanischer Fußballspieler
- 27. Januar: Eva Padberg, deutsches Fotomodell und Mannequin
- 27. Januar: Marat Michailowitsch Safin, russischer Tennisspieler tatarischer Abstammung
- 28. Januar: Nick Carter, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 29. Januar: Ivan Klasnić, kroatischer Fußballspieler
- 29. Januar: Jason James Richter, US-amerikanischer Schauspieler (Free Willy) und Musiker
- 30. Januar: Christoph Teinert, deutscher Fußballspieler
- 30. Januar: Jurica Vranješ, kroatischer Fußballspieler
- 30. Januar: Wilmer Valderrama, Schauspieler
- 30. Januar: Angela Williams, US-amerikanische Leichtathletin
- 31. Januar: Joel Brown, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1. Februar: Otilino Tenorio, ecuadorianischer Fußballspieler († 2005)
- 3. Februar: Markus Esser, deutscher Leichtathlet
- 9. Februar: Cassandra Steen, deutsche Soulsängerin
- 9. Februar: Angelos Charisteas, griechischer Fußballspieler
- 10. Februar: Marko Baacke, deutscher Nordischer Kombinierer
- 12. Februar: Juan Carlos Ferrero, spanischer Tennisspieler
- 12. Februar: Christina Ricci, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Februar: Sebastian Kehl, deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Lara (Sängerin), österreichische Sängerin
- 15. Februar: Samira Makhmalbaf, iranische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
- 20. Februar: Anne Poleska, deutsche Schwimmerin
- 22. Februar: Jonathan Woodgate, englischer Fußballspieler
- 27. Februar: Bobby Valentino, afro-amerikanischer R&B-Sänger
- 27. Februar: Chelsea Clinton, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton
- 28. Februar: Christian Poulsen, dänischer Fußballspieler
- 28. Februar: Sigurd Pettersen, norwegischer Skispringer
- 3. März: Ryan Day, walisischer Snookerspieler
- 5. März: Jessica Böhrs, deutsche Dancepop-Sängerin
- 7. März: Laura Prepon, Schauspielerin
- 8. März: Mohammadou Idrissou, Fußballspieler (Hannover 96)
- 10. März: Sandra Stumptner, Musikerin
- 13. März: Gabriel Melkam, nigeriansicher Fußballspieler
- 15. März: Camilla Renschke, deutsche Schauspielerin
- 16. März: Julia Schlecht, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 17. März: Torsten Hiekmann, deutscher Radrennfahrer
- 18. März: Juliette Schoppmann, deutsche Pop- und Musicalsängerin
- 18. März: Alexei Konstantinowitsch Jagudin, russischer Eiskunstläufer
- 20. März: Philipp Bönig, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Eric Baumann, deutscher Radrennfahrer
- 21. März: Andrei Kaschetschkin, kasachischer Radsportler
- 21. März: Marit Bjǿrgen, norwegische Skilangläuferin
- 22. März: Sebastian Schoof, deutscher Fußballspieler
- 23. März: Edrissa Sonko, gambischer Fußballspieler
- 25. März: Hanno Koffler, deutscher Schauspieler
- 25. März: Katrin Ritt, ist eine Schauspielerin
- 27. März: Stefan Feth, deutscher Tischtennisspieler
- 28. März: Albert Streit, deutscher Fußballspieler
- 1. April: Randy Orton, Wrestler der dritten Generation
- 2. April: Michael Mörz, österreichischer Fußballspieler
- 6. April: Tommi Evilä, finnischer Sportler
- 9. April: Luciano Galletti, argentinischer Fußball-Nationalspieler
- 10. April: Jiayi Shao, deutscher Fußballspieler
- 12. April: Brian McFadden, irischer Popsänger
- 13. April: Quentin Richardson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 15. April: Fanny Rinne, deutsche Feldhockeyspielerin
- 15. April: Frank Schleck, luxemburgischer Radrennfahrer
- 16. April: Adriana Sage, US-amerikanisches Fotomodell und Schauspielerin
- 18. April: Martina Müller, deutsche Fußballspielerin
- 20. April: Jasmin Wagner, deutsche Pop-Sängerin und Moderatorin
- 20. April: Vibeke Skofterud, norwegische Skilangläuferin
- 23. April: Nils Döring, deutscher Fußballspieler
- 24. April: Julia Hummer, deutsche Schauspielerin und Musikerin
- 25. April: Alejandro Valverde, spanischer Radrennfahrer
- 26. April: Jordana Brewster, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. April: Marisa Miller, US-amerikanisches Fotomodell
- 29. April: Kian Egan, irischer Popsänger
- 1. Mai: Julia Gennadijewna Tabakowa, russische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 2. Mai: Nicole Süßmilch, deutsche Nachwuchssängerin
- 2. Mai: Tim Borowski, deutscher Fußballspieler
- 6. Mai: Ricardo Oliveira, brasilianischer Fußballspieler
- 6. Mai: Wolke Hegenbarth, deutsche Schauspielerin
- 6. Mai: Torsten Knabel, österreichischer Fußballspieler
- 8. Mai: Michelle McManus, britische Sängerin
- 8. Mai: David Loosli, Schweizer Radrennfahrer
- 9. Mai: Grant Hackett, australischer Schwimmer
- 13. Mai: Thorsten Becker (Fußballer), deutscher Fußballspieler
- 13. Mai: Preston Callander, deutsch-kanadischer Eishockey-Stürmer
- 15. Mai: O.S.T.R., polnischer Rapper
- 16. Mai: Simon Gerrans, australischer Radrennfahrer
- 16. Mai: Jens Spahn, deutscher Politiker
- 19. Mai: Drew Fuller, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Mai: Lasse Kopitz, deutscher Eishockey-Profi
- 21. Mai: Benoît Peschier, französischer Kanute
- 21. Mai: Raab Himself, Teil der Jackass, Viva la Bam und CKY-Crew
- 23. Mai: Massimilian Porcello, deutsch-italienischer Fußballspieler
- 25. Mai: Alexander Hofmann, deutscher Motorradsportler
- 30. Mai: Steven Gerrard, englischer Fußballspieler
- 30. Mai: Joachim Standfest, österreichischer Profifußballspieler
- 12. Juni: Rogerio, brasilianischer Fußballspieler
- 13. Juni: Sarah Connor, deutsche Sängerin
- 15. Juni: Mary Carey, US-amerikanisches Model, Pornodarstellerin und eine Politikerin
- 16. Juni: Sibel Kekilli, deutsche Filmschauspielerin türkischer Abstammung
- 16. Juni: Martin Stranzl, österreichischer Fußballspieler
- 17. Juni: Venus Williams, Profi-Tennisspielerin
- 20. Juni: Fabian Wegmann, deutscher Radrennfahrer
- 25. Juni: Robert Müller (Eishockeyspieler), Eishockeyspieler (Torwart)
- 26. Juni: Michael Vick, US-amerikanischer Footballspieler
- 30. Juni: Rade Prica, schwedischer Fußballspieler
- 3. Juli: Birgit Thumm, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 3. Juli: Roland Mark Schoeman, südafrikanischer Schwimmer
- 5. Juli: Eva Green, französische Schauspielerin
- 7. Juli: Michelle Kwan, Eiskunstläuferin
- 10. Juli: Jessica Simpson, US-amerikanische Popsängerin und Schauspielerin
- 16. Juli: Swetlana Jewgenjewna Feofanowa, russische Leichtathletin
- 17. Juli: Raschid Ramzi, marokkanischer Leichtathlet, der für Bahrain startet
- 18. Juli: Kristen Bell, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juli: Gisele Bündchen, brasilianisches Mannequin und Fotomodell
- 22. Juli: Kate Ryan, belgische Sängerin
- 25. Juli: Du-Ri Cha, Koreanischer Fußballspieler
- 27. Juli: Allan Davis, australischer Radrennfahrer
- 29. Juli: Fernando González, chilenischer Tennisspieler
- 30. Juli: Wojtek Czyz, deutscher Leichtathlet (Paralympics-Sieger)
- 31. Juli: Vinicius Bergantin, brasilianisch-italienischer Fußballspieler
- 31. Juli: Jiří Fischer, tschechischer Eishockeyspieler
- 2. August: Susanne Bormann, deutsche Schauspielerin
- 4. August: Benjamin Köhler, deutscher Fußballspieler
- 5. August: Eduardo Ribeiro Dos Santos, brasilianischer Fußballspieler
- 5. August: Wayne Bridge, englischer Fußballspieler
- 5. August: Aleksandar Mitreski, mazedonischer Fußballspieler
- 6. August: Roman Weidenfeller, deutscher Fußballspieler
- 11. August: Monika Pyrek, polnische Leichtathletin
- 12. August: Dominique Swain, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. August: China (Fußballspieler), brasilianischer Fußballspieler
- 16. August: Robert Byron Hardy, Bassist
- 16. August: Denise Karbon, italienische Ski-Rennfahrerin
- 16. August: Vanessa Carlton, US-amerikanische Pop-Sängerin und Pianistin
- 17. August: Jan Kromkamp, niederländischer Fußballspieler
- 17. August: Shannon Lucio, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. August: Esteban Cambiasso, argentinischer Fußballspieler
- 20. August: Samuel Dumoulin, französischer Radrennfahrer
- 21. August: Kelis, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 22. August: Roland Benschneider, deutscher Fußballspieler
- 26. August: Macaulay Culkin, US-amerikanischer Kinderschauspieler
- 29. August: Faiz-Kevin Mangat, deutscher Popsänger
- 29. August: Perdita Felicien, kanadische Leichtathletin
- 3. September: Carsten Rothenbach, deutscher Fußballspieler
- 4. September: Cem Islamoglu, türkischer Fußballspieler
- 7. September: Sara Carrigan, australische Radrennfahrerin
- 7. September: Emre Belözoğlu, türkischer Fußballspieler
- 8. September: Daniel Steiner (Sportler), Schweizer Eishockeyspieler
- 9. September: Steffen Hofmann, Fußballspieler bei Rapid Wien
- 9. September: Michelle Williams, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. September: Antonio Pizzonia, brasilianischer Formel-1-Rennfahrer
- 12. September: Yao Ming, chinesischer Basketballspieler
- 16. September: Mario Ranieri, österreichischer Techno-Musiker
- 18. September: Carolin Hingst, deutsche Leichtathletin (Stabhochsprung)
- 18. September: Clemens Doppler, österreichischer Volleyball-Spieler
- 20. September: Wladimir Alexandrowitsch Karpez, russischer Radsportler
- 21. September: Kareena Kapoor, indische Filmschauspielerin
- 23. September: Silvio Adzic, deutscher Fußballspieler
- 24. September: Petri Pasanen, finnischer Fußballspieler
- 25. September: Jessica Kessler, Eiskunstläuferin
- 26. September: Patrick Friesacher, Rennfahrer
- 30. September: Stefan Lindemann, deutscher Eiskunstläufer
- 30. September: Martina Hingis, ehemalige Schweizer Profi-Tennisspielerin
- 2. Oktober: Hiob (Rapper), deutscher Rapper
- 4. Oktober: Giovanni Federico, italienischer Fußballspieler
- 4. Oktober: Tomáš Rosický, tschechischer Fußballspieler
- 7. Oktober: Marjan Shaki, deutsche Musicaldarstellerin
- 13. Oktober: Ashanti Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 15. Oktober: Tom Boonen, belgischer Radrennfahrer
- 20. Oktober: Patrik Sinkewitz, deutscher Radrennfahrer
- 23. Oktober: Wassili Wassiljewitsch Rotschew, russischer Skilangläufer
- 24. Oktober: Christian Vander, deutscher Fußballspieler
- 24. Oktober: Lukas Perman, österreichischer Musicaldarsteller, Sänger und Schauspieler
- 31. Oktober: Samaire Armstrong, US-amerikanischer Schauspielerin
- 5. November: Christoph Metzelder, Fußball-Profi und Nationalspieler
- 5. November: Geneviève Simard, kanadische Skirennläuferin
- 6. November: Simon Cziommer, deutscher Fußballspieler
- 12. November: Rémo Meyer, Schweizer Fußballspieler
- 17. November: Seyi Olajengbesi, nigerianischer Fußballspieler
- 18. November: François Duval, Rallyefahrer
- 20. November: Marek Krejčí, slowakischer Fußballnationalspieler
- 24. November: Thomas Ziegler (Radsportler), deutscher Radrennfahrer
- 25. November: Aleen Bailey, jamaikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 26. November: Robert Vujević, deutscher Fußballspieler
- 27. November: Evi Sachenbacher, deutsche Skilangläuferin
- 30. November: Sido, deutscher Rapper
- 2. Dezember: Marco Engelhardt, deutscher Fußballspieler
- 2. Dezember: Patrick Neumann, deutscher Fußballspieler
- 4. Dezember: Stefan Pfannmöller, deutscher Kanute
- 6. Dezember: Sabrina Mockenhaupt, deutsche Leichtathletin
- 7. Dezember: John Terry, britischer Fußballspieler
- 7. Dezember: Clemens Fritz, deutscher Fußballspieler
- 10. Dezember: Ledley King, englischer Fußballspieler
- 10. Dezember: Roland Schwarzl, österreichischer Leichtathlet
- 10. Dezember: Michael Albasini, Schweizer Radrennfahrer
- 13. Dezember: Alan Alborn, US-amerikanischer Skispringer
- 18. Dezember: Christina Aguilera, US-amerikanische Pop-Sängerin
- 19. Dezember: Thomas Borenitsch, österreichischer Fußballspieler
- 19. Dezember: Jake Gyllenhaal, US-amerikanischer Schauspieler
- 20. Dezember: Martín Demichelis, argentinischer Fußballspieler
- 20. Dezember: Ashley Cole, englischer Fußballspieler
- 29. Dezember: Yvonne Bönisch, Judo Olympiasiegerin 2004
- 30. Dezember: Eliza Dushku, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 3. Januar: Lucien Buysse, belgischer Radrennfahrer (
- 1893)
- 8. Januar: John William Mauchly, US-amerikanischer Physiker und Computer-Ingenieur (
- 1907)
- 11. Januar: Celia Sánchez, kubanische Revolutionärin und Politikerin (
- 1920)
- 12. Januar: Finn Ronne, norwegisch-amerikanischer Polarforscher (
- 1899)
- 23. Januar: Lil Dagover, deutsche Schauspielerin (
- 1887)
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Marschflugkörper

Ein Marschflugkörper (englisch cruise missile) ist ein unbemannter Flugkörper mit einem Sprengkopf, der sich selbst ins Ziel steuert. Häufig sind diese Flugkörper mit einem hochentwickelten Radarsystem und Trägheitsnavigation (IGS = Inertial Guidance System), Gelände-Kontur-Abgleich (TERCOM = Terrain Contour Matching), Zielgebiets-Bild-Abgleich (DSMAC = Digital Scene Matching Area Correlator) und/oder Satellitennavigation ausgerüstet. Marschflugkörper unterscheiden sich von Raketen durch ihren Antrieb (permanenter Antrieb während des gesamten Fluges, im allgemeinen ein Strahltriebwerk) und einen aerodynamischen Flug (Raketen:ballistische Flugbahn) – Marschflugkörper sind de facto unbemannte Flugzeuge bzw. Drohnen. Marschflugkörper können von U-Booten, Schiffen, Flugzeugen oder von Land abgeschossen werden und fliegen mit einer Höhe von 15 bis 100 Metern so niedrig, dass sie kaum vom gegnerischen Radar erfasst werden können. Auch auf Infrarot-Aufzeichnungen sind sie auf Grund ihrer geringen Hitzeausstrahlung nur schwer erkennbar. Der fortgeschrittenste Marschflugkörper ist derzeit (2005) der strategische General Dynamics AGM-129 Advanced Cruise Missile mit Tarnkappentechnologie und ausschließlich Nuklearsprengkopf.

Geschichte

Vorläufer der modernen Marschflugkörper war die deutsche "Vergeltungswaffe" V1, die im Zweiten Weltkrieg für Angriffe auf London genutzt wurde. Im Gegensatz zu den modernen Marschflugkörpern war dieser nur mit einem einfachen Autopiloten ausgerüstet, so dass ein zielgenauer Einsatz nicht möglich war. In den 1950er Jahren entwickelten sowohl die USA als auch die Sowjetunion eine Reihe von Langstrecken-Marschflugkörpern mit interkontinentalen Reichweiten (USA: Snark, Navaho; Sowjetunion: Burya). Diese Projekte wurden durch die Einführung ballistischer Interkontinentalraketen (ICBM) obsolet und verschwanden schnell aus den Waffenarsenalen. Die NATO plante, die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 ab 1983 mit der Stationierung von US-Marschflugkörpern und Pershing-2-Mittelstreckenraketen, bei gleichzeitigem Abrüstungsangebot an die UdSSR zu beantworten. Gegen den so genannten NATO-Doppelbeschluss entwickelte sich in den 80er Jahren breite Proteste in der europäischen Friedensbewegung. Ein seegestützter BGM-109 Tomahawk-Marschflugkörper, wie ihn die US-Navy und Royal Navy einsetzen, kostet zwischen 600.000 und 1 Mio. US-Dollar. Moderne Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und CALCM bildeten sowohl im zweiten als auch dritten Golfkrieg jeweils die erste Welle der US-amerikanischen Angriffe, um mit geringem Risiko die Flugabwehr auszuschalten. In den 1990ern begannen auch mehrere europäische Nationen mit der Entwicklung luftgestützter Marschflugkörper. Im Irak-Krieg 2003 setzte die Royal Air Force erstmals den britischen Marschflugkörper Storm Shadow ein, der in Zukunft auch von Frankreich und Saudi-Arabien verwendet werden wird. Deutschland entwickelte gemeinsam mit Schweden den Marschflugkörper Taurus, der 2005 in die Serienproduktion gehen soll. Pakistan testete im August 2005 erfolgreich seinen Marschflugkörper vom Typ Hatf VII Babur mit einer Reichweite von 500 km, der mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

Siehe auch


- Digitales Geländemodell
- GPS-Jammer
- Luft-Boden-Rakete

Weblinks


- [http://www.politikerscreen.de/t-online/lexikon_detail.asp?ID=217 Lexikoneintrag bei politikerscreen.de] !Marschflugkörper ! ja:巡航ミサイル ms:Peluru berpandu kruise

U-Boot

Ein U-Boot, die Kurzform für Unterseeboot (im militärischen Sprachgebrauch Uboot ohne Bindestrich), ist ein Boot, das für die Unterwasserfahrt gebaut wurde. Moderne große U-Boote, die ein Gewicht von bis zu 35.000 Tonnen haben können, werden auch U-Schiffe genannt. Der Begriff U-Boot bezeichnet speziell militärische Unterwassereinheiten. Zivile U-Boote, ob kommerziell oder für die Forschung, werden meist Tauchboote genannt. Auch die im Zweiten Weltkrieg eingesetzten U-Boote werden zur Unterscheidung gegenüber den heutigen U-Booten, die monatelang unter Wasser bleiben können, in der Fachliteratur eher als Tauchboote bezeichnet, da sie im Unterwassereinsatz eher leistungsschwach waren (zu kurze Tauchzeiten und -tiefen) und somit hauptsächlich aufgetaucht zum Einsatz kamen.

Geschichte

Der Wunsch des Menschen, länger und tiefer zu tauchen, als es die Atemluft zulässt, ist etwa genauso alt wie der Wunsch zu fliegen. Aus der Antike gibt es entsprechende Berichte von Aristoteles und Plinius dem Älteren. Selbst Alexander der Große soll bereits Tauchversuche im Mittelmeer unternommen haben. Das bekannteste und auch heute noch verbreitetste "Instrument" dafür ist ein Schnorchel in der richtigen Länge. Mit einem Schnorchel über 30 cm Länge zu tauchen ist lebensgefährlich, denn mit einem solchen würde man nur mehr seine eigene verbrauchte Luft einatmen; man spricht hier von "Pendelluft". Zudem kann ab einer Tiefe von etwa einem Meter die Atemmuskulatur den Wasserdruck nicht mehr überwinden, wodurch ein Einatmen ohne Überdruck-Luftversorgung unmöglich wird. Ebenfalls sehr alt sind Gewichtsgürtel, die es vor allem gut trainierten Tauchern (z. B. Schwamm- oder Perlentaucher) erleichterten, länger unter Wasser zu bleiben, ohne ständig gegen den Auftrieb ankämpfen zu müssen.

15. bis 18. Jahrhundert

Schnorchel Die Geschichte des technisch geprägten Tauchens begann mit dem 15. Jahrhundert. So entwarf 1405 der Nürnberger Kriegsbaumeister Konrad Kyeser in seinem Werk Bellifortis einen ersten Tauchanzug. Bereits 1515 konstruierte Leonardo da Vinci auf dem Reißbrett ein Ein-Mann-Tauchboot. Diese Ideen wurden weiter vorangetrieben, und 1604 fasste der Universitätsprofessor Magnus Pegel erstmalig in einem Buch die Grundgedanken zusammen und beschrieb darüberhinaus die technischen Voraussetzungen für den Bau eines Tauchbootes. Der niederländische Erfinder Cornelis Jacobszoon Drebbel ging schließlich als erster über die blanke Theorie hinaus und baute im Jahre 1620 das erste manövrierbare Unterwasserfahrzeug, wobei es sich um ein mit Leder überzogenes Holzruderboot handelte. Im Auftrag des Landgrafen von Hessen konstruierte 1691 der französische Physiker Denis Papin, der auch Professor an der Philipps-Universität Marburg war, ein Tauchboot, welches den anschließenden Test 1692 jedoch nicht überlebte und bei der ersten Tauchaktion zu Bruch ging. Dennoch hatte die Idee ein Unterwasserfahrzeug zu bauen inzwischen weltweit Tüftler motiviert, und führt 1772 dazu, dass im Steinhuder Meer das erste Tauchboot in Deutschland getestet wurde. Es war aus Holz und hatte die Form eines Fisches, weshalb es den Namen "Hecht" erhielt. Mit dem Boot wurde etwa 12 Minuten getaucht, während es von Segeln an der Wasseroberfläche angetrieben wurde. Der Amerikaner David Bushnell stellte1776 die "Turtle" ("Seeschildkröte") vor, eine Konstruktion aus Eisen und Eichenholz, die heute als erstes richtiges U-Boot gilt, da sie sich autark fortbewegen konnte. Ihr dienten als Antrieb zwei über Handkurbeln betriebene Schrauben, und sie wurde nicht wie alle Vorläufer durch ein Segel oder Ruderer an der Wasseroberfläche fortbewegt. 1799 beschrieb der Bergmeister Joseph von Baader eine Konstruktion für ein Zwei-Mann-U-Boot.

19. Jahrhundert

Der Amerikaner Robert Fulton entwarf 1801 das U-Boot "Nautilus". Es besaß einen Handkurbelantrieb für eine Schraube, neu hinzu kamen jedoch Ruder zur Seiten- und Tiefensteuerung sowie ein Druckluftsystem zur Versorgung der dreiköpfigen Besatzung mit Atemluft. Die "Nautilus" erregte sogar die Aufmerksamkeit Napoleons, galt aber schließlich für militärische Einsätze als zu langsam. 1850 ließ der bayerische Artillerie-Unteroffizier Wilhelm Bauer das erste von August Howaldt in Deutschland gebaute U-Boot zu Wasser, den so genannten "Brandtaucher". Da der Entwurf unter enormem Kostendruck gebaut wurde, verzichtete man sowohl auf Tauchzellen als auch auf verschiebbare Trimmgewichte. Der Tauchvorgang sollte durch das Fluten von Wasser in das Boot erfolgen. Beim ersten Tauchversuch am 1. Februar 1851 in der Kieler Innenförde verschob sich jedoch der Ballast nach achtern, wobei das geflutete Wasser ebenfalls ins Heck floss. Das Boot sackte daraufhin durch, und weiteres Wasser drang durch die Nähte der Außenhaut und das Einstiegsluk. Das Boot sank bis auf den Grund bei ca. 20 Metern Wassertiefe. Die dreiköpfige Besatzung, unter ihnen Wilhelm Bauer, wartete, bis der Innendruck so groß war wie der Außendruck, öffnete das Einstiegsluk und trieb an die Oberfläche, wo sie gerettet wurde. Der verunglückte "Brandtaucher" wurde erst im Jahr 1887 geborgen. Nach verschiedenen Museums-Stationen hat das älteste erhaltene Tauchboot der Welt nun seine Heimat im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden gefunden. Eine Kopie des Modells steht im Deutschen Museum für Technik in München. Deutschen Museum Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert beschleunigte sich die Weiterentwicklung von Tauchbooten auf Grund neuer technischer Errungenschaften zunehmend. So ließ am 2. Oktober 1864 Narcís Monturiol mit der Ictineo II das erste U-Boot mit einem maschinellen Antrieb zu Wasser. Das Boot bestand aus Holz - verstärkt durch Kupferzargen - und war außerdem komplett mit ca. 2 mm dicken Kupferplatten beschlagen. Es wurde durch einen Motor angetrieben, der Magnesiumperoxid, Zink und Kaliumchlorat verarbeitete. Um die Stabilität der Tauchboote zu erhöhen und um außerdem größere Tauchtiefen zu erzielen, ging man nun allgemein dazu über, den Rumpf der Tauchboote aus Metall zu bauen bzw. einen Holzrumpf durch Metallplatten zu verstärken. Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurden 1864 mehrere handgetriebene U-Boote gebaut, u. a. die C.S.S. H. L. Hunley. Am 17. Februar 1864 versenkte diese das gegnerische Schiff U.S.S Housatonic und gilt somit als erstes U-Boot der Welt, das ein anderes Schiff zerstört hat. Bei dieser Aktion ging das U-Boot allerdings mitsamt seiner neunköpfigen Besatzung verloren. Erst am 4. Mai 1995 wurde die C.S.S. Hunley gefunden und geborgen. 1889 veranstaltete das amerikanische Marinedepartement einen Konstrukteurswettbewerb für U-Boote. Als Vorgaben wurden folgende Werte verlangt:
- Geschwindigkeit über Wasser: 15 Knoten
- Geschwindigkeit unter Wasser: 8 Knoten
- Tauchtiefe: ca. 45m (150 foot)
- ununterbrochene Betriebsdauer: 30 Stunden Als einziger Entwurf erfüllte das von dem Ingenieur John Philip Holland (1883 - 1924) gebaute Modell die gestellten Bedingungen, so dass es auch bald gebaut und erprobt werden konnte. In der Erprobung zeigte es jedoch noch zahlreiche Schwächen, so dass John P. Holland es ständig weiter verbesserte. Das siebente Modell erreichte dann endlich die Praxisreife. Nach seinem Konstrukteur wurde es Hollandboot genannt. Im Gegensatz zum ersten Modell, das noch mit reinem Dampfantrieb versehen war, besass es einen kombinierten Antrieb, für die Oberwasserfahrt Verbrennungsmotoren und unter Wasser Elektromotoren. Es war 15 Meter lang, der Maximaldurchmesser betrug 3 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit über Wasser betrug 15 Knoten, unter Wasser 8 Knoten. Neben den USA war Frankreich um diese Zeit im U-Boot-Bau sehr erfolgreich. Der französische Ingenieur Gustave Zédé konstruierte 1888 das erste funktionstüchtige französische U-Boot "Gymnote". Es war 18 Metern lang, 1,80 Meter breit und wurde durch Elektromotoren angetrieben. Dies war dann auch der Schwachpunkt des U-Bootes, weil es so nur eine Geschwindigkeit von 2 Knoten erreichte. Nach dem Muster des "Gymnote" wurde dann ein zweites, grösseres und etwas schnelleres U-Boot gebaut, das nach dem ersten Konstrukteur "Gustave Zédé" genannt wurde. Aber auch hier war die durch die Elektromotoren erzielte Reichweite und Geschwindigkeit noch zu gering, so dass man beim nächsten U-Boot, dem "Narval", zu einem kombinierten Antrieb überging. Über Wasser wurde der "Narval" ganz konventionell mit Dampfkraft angetrieben und unter Wasser weiterhin mit Elektromotoren. Zur Erzielung grösserer Reichweiten trieb bei Überwasserfahrten die Dampfmaschine nicht nur die Schiffsschraube an, sondern auch einen Dynamo, der dann wiederum Akkumulatoren für die Unterwasserfahrt zumindest teilweise wieder auflud. Der Antrieb mittels Dampfkraft brachte es auch mit sich, dass der "Narval" einen kleinen Schornstein besass, der beim Tauchen umgeklappt und wasserdicht verschlossen wurde; ein kleines Kuriosum, das leider auch die Zeit zum Untertauchen sehr verlängerte. Die erzielte Reichweite betrug immerhin über Wasser schon etwa 200 Seemeilen, die Geschwindigkeit unter Wasser 6 Knoten. Der "Narval" benutzte auch als erstes U-Boot ein Periskop. 1901 wurde dann ein noch weiter verbessertes U-Boot, der "Morse", im Hafen von Cherbourg eingeweiht. Das U-Boot war 36 Meter lang, hatte einen Durchmesser von 2,70 Meter und eine Wasserverdrängung von 146 Bruttoregistertonnen. Zum Untertauchen benötigte es ca. 2 Minuten.

1900–1930 Erster Weltkrieg

Spätestens mit dem Einsatz der Hunley 1864 war das Interesse der Militärs geweckt. In den folgenden Jahrzehnten, insbesondere während der beiden Weltkriege, trieb daher vor allem das Militär die Entwicklung voran. Im Artikel U-Boot-Krieg finden sich dazu weitere interessante Informationen. U-Boot-Krieg U-Boot-Krieg Im Jahre 1902 wurde schließlich in Deutschland der Prototyp eines 200-Tonnen schweren Experimental-U-Boots namens Forelle gebaut und ausführlich getestet. Das kleine U-Boot stellte sich als durchaus interessant und kriegstauglich heraus, und drei weitere Boote der gleichen Klasse wurden für den Export nach Russland angefertigt. Nun wurde in Deutschland über den Einsatz militärischer U-Boote nachgedacht, und schließlich erteilte nach langem Zögern am 4. April 1904 das Reichsmarineamt dem Marineingenieur Gustav Berling den Auftrag, ein U-Boot für den Seekrieg zu entwerfen und zu bauen. Berling wandte sich daraufhin an die Germaniawerft in Kiel. Sein Entwurf lehnte sich an die drei zuvor nach Russland exportierten U-Boote an. Da es allerdings einige bedeutsame Änderungen gab, verzögerte sich die Auslieferung des U-Boots, und so wurde erst im April 1905 mit dem Bau begonnen. Die wesentlichen Neuerungen betrafen hauptsächlich den Druckkörper, die horizontale Anordnung der Torpedorohre sowie den Antrieb, da man anstatt eines gefährlichen Benzinmotors einen Petroleumantrieb einsetzen wollte, der aber noch nicht fertig war. Schließlich wurde am 14. Dezember 1906 nach mehreren Testfahrten das erste deutsche Militär-U-Boot von der Kaiserlichen Deutschen Marine als U1 in Dienst gestellt. Heute befindet sich U 1 im Deutschen Museum in München. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs (1914-1918) wurden U-Boote erstmals in größerem Umfang zu Handels- (Handels-U-Boot) oder Kriegszwecken eingesetzt, und zwar vor allem bei der Kaiserlichen Deutschen Marine, aber auch bei der britischen. Zahlreiche Schiffe wurden durch U-Boot-Angriffe versenkt. Das erste per Torpedo-Schuss versenkte Schiff war die HMS Pathfinder, die durch das deutsche U-Boot U 21 abgeschossen wurde. Besonders spektakulär war die Versenkung des zum Munitionstransporter umgebauten britischen Passagierdampfers Lusitania am 7. Mai 1915 durch U 20 unter Kommando von Kapitänleutnant Walther Schwieger. Die zahlreichen amerikanischen Opfer gelten als ein Grund für den Kriegseintritt der USA 1917. Nach Ende des Ersten Weltkrieges verlangsamte sich die Entwicklung militärischer U-Boote, die als zu teuer und zu wirkungsschwach galten. Doch neue Technik ermöglichte schließlich längere Tauchfahrten, und 1930 lebte die Entwicklung wieder auf.

1930–1945 Zweiter Weltkrieg

1917 - der häufigste Typ im 2. Weltkrieg]] Erst im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) konnten sich die U-Boote als überzeugende und wirksame Waffe beweisen (näheres dazu im Artikel U-Boot-Krieg).
Obwohl mehrere der kriegführenden Nationen über U-Boote verfügten, wurde der 2. Weltkrieg nicht unwesentlich durch die Geschichte der deutschen U-Boote geprägt. Das lag hauptsächlich daran, dass die deutsche Überwasseraufrüstung (dazu gehörten auch Uboote) nach Ende des 1. Weltkrieges durch den Versailler Vertrag Einschränkungen unterworfen war. Bereits Anfang der 1930er Jahre wurden allerdings U-Boote nach deutschen Plänen z. B. in Spanien und anderen Ländern gebaut und wurden dann, in den meisten Fällen, zunächst offiziell diesen Nationen übergeben. Tatsächlich wurden dort die U-Boote zur Ausbildung deutscher Mannschaften oder zur Erprobung durch deutsche U-Boot-Kommandanten genutzt. Als ab 1935 der Versailler Vertrag seitens Deutschland unerlaubterweise faktisch aufgekündigt wurde, wurden auch etwas ungenierter größere Schiffe (Schlachtschiffe) mit besserer Bewaffnung gebaut, oder es wurde die Bewaffnung der in Dienst befindlichen Schiffe, durch Veränderung der Geschützlängen oder Kaliber, verstärkt.
Die U-Boot-Waffe musste hier, ähnlich wie die Luftwaffe, die wiederum in Russland mit russischen Einheiten geheime Erprobungsmissionen/Testflüge durchführte, im Verborgenen operieren und aufrüsten, da U-Boote, laut diesem Vertrag, eigentlich gar nicht hätten in Dienst gestellt werden dürfen. Zu Kriegsbeginn 1939 sahen sich die Deutschen, trotz forcierter Aufrüstung ab 1935, im Besitz einer relativ kleinen Flotte, verglichen mit z.B. den englischen oder amerikanischen Seestreitkräften. Die U-Boot-Führung sah ihre Aufgabe anfangs darin, mit den vergleichsweise kostengünstig herzustellenden U-Booten maximale Versenkungserfolge zu erzielen, während hingegen die Seekriegsleitung die U-Boote zunächst nicht als kriegsentscheidende Waffengattung ansah, sondern als Waffe, die die schweren Übersee-Einheiten unterstützen könnte. Zur Verfolgung von Überwasserstreitkräften fehlte den U-Booten wie schon im Ersten Weltkrieg die nötige Geschwindigkeit. Insbesondere unter Wasser war diese zusätzlich stark herabgesetzt, da hier einerseits mit batteriegespeistem Elektroantrieb operiert wurde und andererseits die damaligen U-Boote noch nicht hydrodynamischen Gesichtspunkten nach zur optimalen Tauchfahrt konstruiert wurden. Langsam fahrende Konvois konnten zwar (aufgetaucht - unter Nutzung des Dieselantriebs) überholt werden, um so eine optimalen Schussposition einzunehmen, doch diese Manöver dauerten manchmal Tage. Nach den anfänglichen Erfolgen der deutschen U-Boote spürte die britische Wirtschaft bald die Auswirkungen der vielen tausend Tonnen versenkten Schiffsraumes und es wurden umfangreiche Gegenmaßnahmen, zum einen taktischer/logistischer Art als auch rein technischer eingeleitet. Tauchfahrt (Schleswig-Holstein)]] Dies führt dazu, daß fortan Handelsschiffe nur noch bei technischen Problemen oder Unterschreiten einer Mindestgeschwindigkeit alleine fahren durften, ansonsten mussten sie sich zu von Kriegsschiffen eskortierten Konvois mit später sogar über 100 Schiffen zusammenschließen. Weiterhin wurden zu den (anfangs wenigen) vorhandenen Sicherungskräften (vor allem Zerstörer und Korvetten), im späteren Kriegsverlauf (vor allem nach dem offiziellen Kriegseintritt der USA) so genannte Eskort-Gruppen (Escort Groups) zum Schutz der Konvois gebildet. Darüber hinaus wurden Flugzeugträger und andere schwere Überwassereinheiten (z.B. Kreuzer) solchen Gruppen zugeteilt, die dann teilweise auch als "Hunter-Killer Group" freie Jagd auf einzelne U-Boote machten, oder die Aufgabe hatten, ganze Rudel von einem Konvoi abzudrängen. Durch den Lend-Lease-Act und umfangreiche Neubauprogramme (industrielle Großfertigung einfacher Frachter, und Hilfskreuzer) der Amerikaner gelang es den Briten, nach den ersten sehr verlustreichen Jahren, verlorenen Schiffsraum zumindest teilweise zu ersetzen, was im späteren Verlauf dazu führte, dass wesentlich mehr Kriegsschiffe/Handelsschiffe zur Verfügung standen als zu Beginn des Krieges. Außerdem wurde versucht, jedes beschädigte Schiff - solange es denn schwimmfähig blieb - einzuschleppen und wiederzuverwerten. Um die Sicherheit der Konvois zu erhöhen wurde schließlich auch der gesamte Nordatlantik bis auf wenige Korridore durch Flugzeuge überwacht, und es wurden umfangreiche Forschungen in den Bereichen Funkortung (Radar) und Sonar betrieben, was zur Entwicklung einer Vielzahl fortschrittlicher Über- und Unterwasserortungsgeräte führte. Unter anderem kam ein Huff Duff (HFDF - High Frequency Direction Finding) genanntes System zur Einpeilung von U-Booten durch deren Funkverkehr mittels Kreuzpeilung sowie eines namens A.S.D.I.C. zur Unterwasserortung zum Einsatz. Letzteres war wegen seiner Effektivität und der psychischen Wirkung (auf Grund der zermürbenden Geräuschkulisse unter Wasser) auf die U-Boot-Besatzungen berühmt-berüchtigt. Auch die Wasserbombe, die Hauptwaffe gegen getauchte U-Boote, wurde massiv weiterentwickelt, und führte zur zur Entwicklung des so genannte Hedgehog, der ganze Salven kleinerer Wasserbomben so abfeuern konnte, dass sie ein relativ großes dreidimensionales Areal in einer vorbestimmten Tiefe bestreichen konnten. Auch auf dem Bereich der kryptografischen Methoden wurde gearbeitet und man versuchte mit allen Mitteln in den Funkcode, den die U-Boote bei der (Funk-)Kommunikation mit dem Oberbefehlshaber der U-Boote verwendeten, einzubrechen. Die deutsche Kriegsmarine benutzte zur Ver- und Entschlüsselung, die so genannte Enigma, von der die Briten 1941 ein Exemplar erbeuten konnten. Von da ab war es dem "Submarine Tracking Room" in Bletchley Park möglich innerhalb kürzester Zeit deutsche U-Boot-Positionsmeldungen sowie Konvoi-Sichtmeldungen zu entschlüsseln, die Konvois um die U-Boot-Rudel herumzulenken, und sogar gezielt Jagd auf die U-Boote zu machen (z.B. auf "Milchkühe" -> Versorgungs-U-Boote, siehe unten). Durch die zunehmenden Erfolge der alliierten Maßnahmen und die steigenden Verluste auf deutscher Seite, verschob sich das Gleichgewicht, denn gerade die technisch veralteten VII-Boote hatten dem technischen Fortschritt der Alliierten, vor allem in Sachen Geschwindigkeit immer weniger entgegen zu setzen. Die U-Boot-Kommandanten sahen sich immer mehr in die Defensive gedrängt, Alarm-Tauchfahrten auf dem Weg zum Operationsgebiet waren an der Tagesordnung, und aufgrund der massiven Luftüberwachung wurden die U-Boote (die noch immer keine reinen Unterseeboote waren) zunehmend unter Wasser gedrückt - sie verloren somit die Offensive. Der Bau neuer Typen, gerade die Klassen XXI und XXIII - die teilweise selbst die sehr großen und mit relativem Komfort ausgestatteten amerikanischen U-Boote bzgl. Geschwindigkeit (vor allem getaucht) und Tauchzeit fast in den Schatten stellten - wurde jedoch durch gezielte Bombardierung der Werften (vor allem durch die Amerikaner) immer wieder verzögert, und konnte den Krieg zur See nicht mehr beeinflussen.

Veränderungen im U-Boot-Krieg

Aus dieser Zeit stammen teilweise kurios anmutende technische Notlösungen gegen immer stärker werdende alliierte Gegenmaßnahmen bzw. Erfassungsgeräte. Andere Lösungen galten aber durchaus als Umsetzung/Verfeinerung theoretischer Überlegungen seitens des Militärs (z.B. die von Dönitz schon in den Dreißigerjahren umrissene "Rudeltaktik"), oder als technische Weiterentwicklung, die ihrer Zeit (zu) weit voraus waren wie z.B.:
- Rudelangriff: mehrere U-Boote griffen einen Konvoi an (zumindest in den ersten Jahren) - Überwasser-Angriff bei Nacht und führten sich gegenseitig per Sichtmeldung wieder an den Feind.
- Torpedos: seit jeher Hauptwaffe der U-Boote und unterlag er ständigen Weiterentwicklungen, bis hin zur Entwicklung akustischer Torpedos wie den sogenannten "Zaunkönigen".
- Radarabsorbierende Beschichtungen: dies führte z.B. ab 1944 zur Ummantelung des Periskops mit Buna.
- "Flak-Fallen": hier handelte es sich um eine erweiterte Flak-Bewaffnung die deutlich mehr (und teilweise getarnte) Fla-Waffen als Standardboote aufwiesen. Diese U-Boote sollten bei Sichtung eines Flugzeuges - im Gegensatz zur üblichen Taktik - keinesfalls tauchen, sondern das Flugzeug durch Beschuss stark beschädigen oder vernichten.
- Walter-U-Boot: hier handelte es sich um ein U-Boot, das auf Wasserstoffperoxidbasis arbeitete, und dadurch weit höhere Unterwassergeschwindigkeiten aufwies und viel länger getaucht bleiben konnte.
- "Milchkühe": so wurden die Versorgungs-U-Boote genannt, die die Kampfboote auf See mit Treibstoff, Torpedos und Vorräten versorgten, um dadurch die Einsatzdauer der Kampfboote zu erhöhen, da der Anmarsch in die Einsatzräume und die Rückreise entfielen, und die Operationsgebiete bis nach Süd- und Mittelamerika, Afrika und sogar in den indischen Ozean ausgedehnt werden. Deswegen wurden diese Versorger bald zum bevorzugten Ziel der Alliierten.
- Kleinst-U-Boote kamen einem von Menschenhand (teilweise war nur ein Mann nötig) gesteuerten Torpedo gleich und wurden hauptsächlich gegen wertvolle militärische Ziele in Küstennähe eingesetzt.
- Bolde : diese aus dem Torpedorohr ausstoßbaren Täuschkörper konnten mittels chemischer Reaktion unter intensiver Gasbildung ein Sonargerät mit Phantomechos stören. Es wurden auch zuweilen Uniformteile, Maschinenöl und andere Gegenstände ausgestoßen, um eine Versenkung vorzutäuschen.
- Biscaya-Kreuz: diese Vorrichtung diente zur Detektierung feindlicher Radarwellen.
- U-Boot-Schnorchel: die Einführung des "Schnorchels", erlaubte den bedingten Einsatz der Dieselmotoren unter Wasser, indem es diese während der Unterwasserfahrt über einen umklappbaren Mast mit aufgesetztem Schwimmerventil mit Luft versorgte. Diese Lösung war aber bei stärkerem Wellengang für die Besatzung unangenehm, weil der Antriebsaggregat bei geschlossenem Ventil die benötigte Luft aus dem Innenraum sog und somit Druckschwankungen verursachte, die den Besatzungen oftmals große Schmerzen bereitete, da Trommelfellverletzungen oder Gefäßschäden im Auge häufig die Folge waren. Die Entwicklung einiger dieser Technik zog sich teilweise bis zum Kriegsende hin, insbesondere das Walter-U-Boot kam niemals über ein Prototypenstadium hinaus.

Nach 1945

Radar] Obwohl sich der U-Boot-Krieg als sehr verlustreich herausgestellt hatte, gewann der strategische Wert der U-Boot-Waffe mehr und mehr an Bedeutung im Kalten Krieg. Ziel der U-Boot-Entwicklung war es nun, die Schwächen der Modelle des Zweiten Weltkriegs zu vermeiden. Dies zielte besonders auf extrem lange - und auch schnelle - Unterwasserfahrten sowie große Tauchtiefen ab. Die Entwicklung gipfelte in der Konstruktion von Atom-U-Booten, die die geforderten langen Tauchzeiten erfüllen. Die USA waren bei dieser Entwicklung führend, und am 21. Januar 1954 lief das erste atomgetriebene U-Boot, die USS Nautilus vom Stapel. Am 3. August 1958 passierte sie als wahrscheinlich erstes Wasserfahrzeug bei einer Tauchfahrt unter der Arktis den geographischen Nordpol. Am 23. Januar 1960 erreichte das Forschungs-U-Boot Trieste mit 10.916 Metern Tiefe einen der tiefsten Punkte des Meeres. Im Kalten Krieg entwickelten sich die U-Boote stark weiter. So wurden so genannte Boomer entwickelt, Raketen-U-Boote, deren Aufgabe es war, als Teil der nuklearen Abschreckung mit bis zu 24 Atomraketen völlig autark zu patrouillieren.
Währenddessen entwickelten sich die Angriffs-U-Boote eher in Richtung Spionageboote. Sie lauschten vor der Küste des jeweiligen Feindes auf den Hafen verlassende Boomer, um diese auf ihrer Patrouille zu beschatten. Von diesem für den Kalten Krieg so typischen Katz- und Mausspiel bekam die breite Öffentlichkeit wenig mit, U-Boot-Operationen waren als Streng Geheim eingestuft. Von den zahlreichen Unfällen und Zusammenstößen gelangten jedoch einige an die Öffentlichkeit und sind heute gut dokumentiert. So kam es beispielsweise am 9. April 1963 zu einem Unfall im Atlantik. Die USS Thresher zerbrach bei einem Tieftauchversuch in sechs Teile. Man geht heute davon aus, dass eine Hochdruckleitung platzte und so die Ballasttanks nicht mehr rechtzeitig ausgeblasen werden konnten. Am 8. März 1968 ereignete sich an Bord des sowjetischen U-Boots K-129 eine Explosion, worauf das U-Boot sank. 98 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod. Dies war gleichzeitig der Auftakt zum Jennifer-Projekt, dem geheimen Versuch der CIA, ein sowjetisches U-Boot aus über 5.000 Metern Tiefe zu bergen. Im Mai 1968 verschwand die atomgetriebene USS Scorpion bei einer Fahrt von Gibraltar nach Norfolk nahe der Azoren. Bis heute gibt es verschiedene Spekulationen über das Verschwinden, ausgehend von einer Kollision bis hin zu einem unkontrolliert losgelaufenen Torpedo. Die Aufzeichnungen des Kurses zeigen, dass letztere Möglichkeit der Wahrheit vermutlich am nächsten kommt. Am 6. Oktober 1986 sank das sowjetische U-Boot K-219 mitten im Golfstrom, wobei eine Kernschmelze nur knapp vermieden werden konnte. Am 2. Mai 1982 wurde der argentinische Kreuzer Belgrano im Falklandkrieg durch einen Torpedo des britischen U-Boots HMS Conqueror versenkt. Am 12. August 2000 sank das russische U-Boot Kursk (K-141) infolge mehrerer Explosionen eigener Torpedos mit seiner gesamten, 118 Mann starken Besatzung. Im März 2004 wurde das deutsche U-Boot U 31 an die Deutsche Marine übergeben. U 31 verfügt als erstes U-Boot über einen Hybridantrieb aus Elektro- und Brennstoffzellen-Antrieb und ermöglicht so monatelange Tauchfahrten mit einem deutlich reduzierten Sicherheitsrisiko gegenüber atomgetriebenen U-Booten. Die U-Boote der Klasse 212 gelten zur Zeit als die modernsten konventionellen der Welt. Die größten jemals gebauten U-Boote sind diejenigen des Projektes 941 Typhoon, die in einer modifizieten, fiktiven Version im Tom-Clancy-Roman "Jagd auf Roter Oktober" bzw. dem gleichnamigen Spielfilm ein Rolle spielen.

Technik

U-Boote unterscheiden sich durch einige Besonderheiten von gewöhnlichen Schiffen: Sie schwimmen nicht nur, sondern schweben (Tauchfahrt). Hierbei entspricht ihre gesamte Masse dem des verdrängten Wassers (Verdrängungsmasse; siehe auch Archimedisches Prinzip). Dieser Zustand wird allerdings nur annähernd erreicht. Einerseits wirken sich selbst kleinste Ungenauigkeiten aus, andererseits verändert sich die Dichte des umgebenden Wassers laufend durch Wasseraustausch. Diese Effekte sind jedoch sehr gering, und so kann das U-Boot durch dynamischen Auftrieb mit Hilfe der waagerechten Tiefenruder seine Tiefe beibehalten. Dies funktioniert allerdings nur bei Fahrt.

Schiffsrumpf

Die ersten Unterwasserfahrzeuge aus dem 15. bis 18. Jahrhundert waren nahezu ausnahmslos aus Holz und wurden - wenn überhaupt - nur durch Eisenzargen oder Nägel zusammengehalten. Oftmals wurde einfach auf ein Holzboot ein zweites kielaufwärts montiert. In der Regel wurden die Holzspanten durch Pech versiegelt und das Boot zur Abdichtung mit einer Haut aus Leder überzogen. Bei diesen "U-Booten" handelte es sich meist um so genannte "Einhüllenboote", bei denen die Tauchzellen innerhalb des Druckkörpers angebracht waren. Da die Zellen mit dem Außenwasser in Verbindung standen, mussten auch sie druckfest gebaut werden bzw. entsprechende Pumpen vorhanden sein. Die Bauweise des Rumpfes änderte sich erst, als die U-Boote Mitte des 19. Jahrhunderts selbständig angetrieben und gesteuert wurden und auf ein Begleitschiff verzichten konnten. Nun wurden die Hüllenkonstruktionen vermehrt durch Metall verstärkt, und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten U-Boote mit komplettem Eisenrumpf gebaut. Aber auch ein Eisenboot sollte gut über Wasser fahren können. Und so wurden um den zylindrischen Druckkörper die - zunächst bootsähnlichen - Tauchzellen herumgelegt: Das "Zweihüllenboot" entstand. Diese zweite Hülle musste nicht besonders stark sein, da sie bei Tauchfahrt innen wie außen unter gleichem Druck stand. Gewichtsveränderungen durch Treibstoffverbrauch glich man aus, indem man die Ölbehälter einfach unten offen und damit Seewasser nachkommen ließ. Die technische Entwicklung ab dem Zweiten Weltkrieg rückte die Überwasserfahrt in den Hintergrund. Das Zweihüllenboot erhielt zunächst eine hydrodynamisch saubere, geglättete Form, und amerikanische Entwicklungen rund um das Versuchs-U-Boot Albacore führten schließlich zur heute vorherrschenden Tropfenform. Albacore Die Druckkörper moderner militärischer U-Boote halten normalerweise einem Wasserdruck von 600 Meter stand (zum Beispiel die Los Angeles-Klasse, siehe Bild). In Anbetracht der Tiefe der Ozeane bedeutet dies eigentlich ein Operationsgebiet knapp unter der Wasseroberfläche, auch wenn einige sowjetische Atom-U-Boote Druckkörper aus Titan besitzen und damit ca. 900 Meter tief tauchen können. U-Schiffe des Typs Alfa kommen angeblich sogar unter 1.200 Meter. Spezielle zivile Tiefsee-U-Boote sowie Bathyscaphen sind in der Lage, jeden Punkt des Meeresbodens zu erreichen. Bei modernen Booten werden die Einbauten, etwa Mannschaftsunterkünfte, Kommandozentrale, Antrieb usw. zunehmend akustisch entkoppelt, d. h., mit passiver und aktiver Dämpfung und Zwischenträgern am Rumpf angebracht. Mehrere konventionelle Propeller wurden durch einen einzigen vielflügeligen Propeller mit sieben (gelegentlich auch sechs) sichelförmigen Flügeln bzw. eine Propeller-Düse ersetzt. Ziel ist, das Boot so leise wie möglich zu machen; ein lautloses Boot wäre quasi unsichtbar (vergl. Stealth). Berichte über magnethydrodynamische Antriebe ("Raupenantrieb" bzw. MHA-ähnliche Technik) dürften allerdings eher der Belletristik zuzuordnen sein.

Steuerung

magnethydrodynamische Antriebe magnethydrodynamische Antriebe U-Boote müssen in drei Dimensionen manövrieren können.
- Tauch- und Regelzellen: Tanks, die zur Gewichtserhöhung beim Tauchen mit Wasser und zum Auftauchen mit Luft gefüllt werden. Die Tauchzellen übernehmen dabei die Hauptlast, die verschiedenen Regelzellen dienen zur genaueren Abstimmung und Trimmung im getauchten Zustand. Das Füllen der Auftriebszellen mit Luft wird anblasen (oder ausblasen) genannt.
- Untertriebszellen: Aufgabe dieser besonderen Tauchzellen ist es, das Gewicht des U-Bootes so schnell wie möglich zu vergrößern, um schnellere Alarmtauchzeiten zu erreichen. Diese betrugen bei Kampfbooten im Zweiten Weltkrieg teilweise weniger als 30 Sekunden. Da die Untertriebszellen keinem großen Wasserdruck ausgesetzt werden konnten, mussten sie, nachdem das Boot unter der Wasseroberfläche verschwand, wieder angeblasen werden. In modernen Atom-U-Booten findet diese Technologie keine Verwendung mehr, da sie in der Regel nur einmal während ihres Einsatzes tauchen müssen und erst nach Monaten wieder auftauchen. Sie benötigen daher zum Tauchen teilweise mehrere Minuten.
- Tiefenruder: Sie übernehmen die Feinabstimmung im getauchten Zustand. Die Anordnung der vorderen Tiefenruder variiert bei modernen U-Booten sehr stark. Am Turm angebrachte Tiefenruder sind nicht in der Lage, den Tauchvorgang zu unterstützen, und erschweren das Auftauchen in vereistem Wasser. Kleine U-Boote haben manchmal eine dynamische Tiefensteuerung, d.h. sie steuern nur mit Tiefenrudern. Diese Technik wird vor allem bei unbemannten U-Booten und im Modellbau verwendet.

Antrieb

Tiefenruder Gewöhnliche Schiffsaggregate (Dieselmotoren, Gasturbinen) sind Verbrennungsmotoren und benötigen Luftsauerstoff für den Verbrennungsvorgang. Da im getauchten Zustand keine Luft zur Verfügung steht, kommen prinzipiell luftunabhängige Antriebe zur Anwendung. Die meisten U-Boote haben dennoch einen Verbrennungsmotor an Bord, der bei Überwasserfahrt den Generator zum Aufladen des Akkumulators für den elektrischen Antrieb antreibt.
- Handantrieb: Die ersten U-Boote wurden von Hand mit Fußkurbel, Tretrad oder Handkurbel angetrieben. Zu nennen wären hier etwa der Brandtaucher, Bushnells Turtle, Fultons Nautilus und die Hunley der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg.
- Dampfantrieb: Experimente mit einem auf Chemikalien basierenden bzw. nur für den Überwasserantrieb gedachten Dampfantrieb beim sog. Flotten-U-Boot auf Kolbenmotor bzw. Turbinenbasis wurden als Irrweg bald aufgegeben. Dieser Antrieb findet sich allerdings in abgewandelter Form bis heute beim Torpedo.
- Petroleumantrieb: Erster Versuch, das U-Boot anders als durch Handantrieb zu betreiben. Im Ersten Weltkrieg fuhren einige U-Boote mit Petroleummotoren. Auch dieser Antrieb wurde bei Torpedos verwendet.
- Elektrischer Antrieb: Kleine U-Boote, beispielsweise Forschungs-U-Boote und Tauchertransportmittel, Unterwasser-Roboter und Torpedos werden mit Elektromotoren angetrieben, die elektrische Energie dafür wird von Akkumulatorenbatterien geliefert.
Bei größeren U-Booten der Marine werden die Akkumulatoren während der Überwasserfahrt von Dieselmotor-getriebenen Generatoren aufgeladen. Bei geringer Akku-Ladung erfolgt auch ein direkter Antrieb mit der vom Generator gelieferten Energie. Mit dem Schnorchel kann das U-Boot den Dieselmotor auch unter Wasser benutzen. Die Kopplung von Dieselmotor mit Generator, Akkumulator und Elektroantrieb ist bei kleinen und mittleren Booten der am meisten verwendete Antrieb.
- Walter-Antrieb/hochkonzentriertes Wasserstoffperoxid: Während des Zweiten Weltkriegs gab es auf deutscher Seite Versuche mit einem außenluftunabhängigen Turbinenantrieb auf der Basis von hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid als Sauerstofflieferant. Es handelte sich um die sog. Walter-U-Boote, benannt nach ihrem Konstrukteur Hellmuth Walter. Als Vorteile waren längere Tauchzeiten und wesentlich größere Unterwassergeschwindigkeit zu nennen. Der Antrieb wurde nicht in die Serienproduktion übernommen; wesentliche Ergebnisse der Bootsentwicklung, etwa die glatte Rumpfform, kamen allerdings noch im Krieg zum Einsatz und beeinflussten merkl