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BRTSchiffsmaße
Masse- und Raumangaben
Angaben zu Schiffsgrößen und Schiffsleistungen variieren aufgrund ihrer unterschiedlichen Zweckrichtung und unterschiedlicher nationaler Maßeinheiten.
Verdrängung
Die Verdrängung (auch Deplacement, Wasserverdrängung, „Gewicht“) entspricht der Masse des Schiffes.
Je nach Zuladung (etwa von Ladung oder Treibstoff) und Ausrüstung unterscheidet man Konstruktionsverdrängung, Standardverdrängung und Maximalverdrängung oder Einsatzverdrängung.
Der Begriff Verdrängung leitet sich aus dem Archimedischen Prinzip her und illustriert, dass ein Schiff schwimmt (oder ein Unterseeboot schwebt), wenn die Masse des verdrängten Wassers der Masse des Schiffes entspricht.
Ein 10.000-Tonnen-Schiff verdrängt also 10.000 Tonnen Wasser. Dies entspräche 10.000 m³ Süßwasser von 20 °C und ändert sich in Abhängigkeit von Salzgehalt und Temperatur des Wassers, und damit ändert sich auch der Tiefgang des Schiffes.
Für Handelsschiffe, die ja möglichst viel Ladung aufnehmen sollen, ist eine auf der Wasserverdrängung basierende Größenangabe wenig sinnvoll, da sich der Beladungszustand häufig ändert, somit die Gesamtmasse keine wirtschaftlich relevante Kennzahl darstellt.
Tragfähigkeit
Für Handelsschiffe wird die Tragfähigkeit als Maß für die Zuladefähigkeit angegeben mit der Bezeichnung tdw (tons dead weight).
Maßeinheiten sind wahlweise in metrischen Tonnen zu je 1.000 kg "ts" bzw. "tons". Eine ton ist dabei eine englische "long ton" zu 1.016 kg.
Durch Hinzuzählen des Eigengewichtes erhält man das Gesamtgewicht.
Bei Containerschiffen wird die Lade- bzw. Stellplatzkapazität in Anzahl der Container angegeben, Maßeinheit ist die TEU abgeleitet von 'twenty foot equivalent unit (english)', damit ist ein Standard-Container von 20 Fuß Länge gemeint. Ein Containerschiff mit 6.000 TEU verfügt also über Stellplätze für 6.000 20-Fuß-Container. Um ein genaueres Bild von der Ladefähigkeit zu vermitteln wird in Fachkreisen zusätzlich die 14mt homogeneous load verwendet. Dieser Wert gibt an, wieviele Container mit einem Gewicht von 14 metrischen Tonnen ein Schiff bei gleichmäßiger Stauung laden kann.
Im Mittelalter wurde die Tragfähigkeit in Lasten angegeben, die etwa der Tragfähigkeit eines einzelnen Fuhrwerks entsprachen.
Raumgehalt, Tonnage
Geschichte
Die Ermittlung von Schiffsgrößen wurde notwendig, als man begann, Schiffe mit Abgaben zu belasten, um damit Kosten für Häfen, Leuchtfeuer oder das Ausbaggern von Fahrrinnen abzudecken.
Der Ausdruck Tonne entstand zu einer Zeit, als Schiffe nach der Anzahl der „Tonnen“, der Fässer, die sie transportieren konnten, vermessen wurden. Verschiedene Hafenstädte benutzten dabei unterschiedliche Maße, sodass die Angabe des Referenzmaßes, z. B. der von Lübeck definierten „Lübschen Tonne“, notwendig war. Parallel wurden auch Tragfähigkeitsangaben in „Lasten“ verwendet.
In Großbritannien waren bis gegen 1870 tons nach Builder’s Measurement gebräuchlich, errechnet nach der Formel:
:tons (bm) = ((L - 3/5B) × B × 1/2B) / 94, wobei L...Länge in Fuß, B...Breite in Fuß.
Die Registertonne ist ein (seit 1969 in Deutschland, in Österreich später) veraltetes Raummaß, also keine Massenangabe. Eine Registertonne entspricht 100 englischen Kubikfuß (2,8316846592 m³).
Man unterschied Bruttoregistertonnen BRT (engl. GRT, Gross Registered Tons) von Nettoregistertonnen NRT, (engl. Net Registered Tons).
BRT umfassten das ganze Schiff, also die Räume:
- zwischen Vermessungs- und Oberdeck,
- unter dem Vermessungsdeck (Unterdeckraumgehalt),
- Inhalt der Luken über Deck,
- Inhalt der Aufbauten.
NRT errechneten sich aus BRT durch Abzüge, nämlich der
- Besatzungsunterkünfte,
- Kommandobrücke,
- Maschinen- und Heizräume,
- Brennstoffbunker,
- Wasserballasttanks,
- Pumpenräume,
- Provianträume,
- Werkstätten und Vorratsräume.
Hafengebühren, Kanaldurchfahrtsgebühren oder Lotsengebühren errechneten sich nach den NRT.
Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ)
BRT und NRT wurden ersetzt durch die dimensionslosen Zahlen Bruttoraumzahl (BRZ) und Nettoraumzahl (NRZ), wobei sich der Zahlenwert meist kaum änderte (d.h. 300 BRT wurden meist zu BRZ 300).
Nach der BRZ oder NRZ berechnen sich weiterhin die tonnage dues, die Gebühren für Hafennutzung (Hafenabgaben), Kanal- oder Schleusendurchfahrt und Lotsen.
Die genaue Berechnung der BRZ erfolgt durch folgende Formel:
:
Wobei V der Zahlenwert des in Kubikmeter gemessenen Inhalts aller geschlossenen Räume ist und
:
Diese Werte sind im amtlichen Internationalen Schiffsmessbrief (International Tonnage Certificate) erfasst, der bei der Indienststellung eines Schiffes in Deutschland vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ausgestellt wird. In Österreich sind dafür, abhängig von der Schiffsgröße, die Länder oder (ab 24 m) die Oberste Schifffahrtsbehörde des Bundes zuständig.
:Bereich Yachtsport: Die EU legt für Yachten den Faktor 0,24 fest. Speziell österreichische Yachten waren vor der Einführung der BRZ benachteiligt, da die sture Vermessung nach BRT rund die doppelte Kanalgebühr bewirken konnte wie für die gleiche Yacht unter deutscher Flagge: Die in deutschen Flaggenzertifikaten eingetragene Tonnage war (sinnvoller Weise) durch eine andere Formel zustandegekommen.
- Für Yachten mit einer Länge von weniger als 24 m ist kein Internationaler Schiffsmessbrief vorgeschrieben.
Tiefgang
Yacht
Der Tiefgang eines Schiffes errechnet sich aus der Seitenhöhe des Rumpfes, vom Decksstrich zum Kiel, minus dem Freibord des Schiffes (des unbenässten Teil des Rumpfes).
Freibordmarke
Die Freibordmarke, (auch Plimsoll-Marke) befindet sich bei Handelsschiffen auf halber Schiffslänge, in der Höhe des Hauptrahmenspantes, beidseitig am Rumpf des Schiffes. Sie zeigt bei wechselnder Beladung den jeweiligen Freibord des Schiffsrumpfes an.
Ein bestimmter Mindestfreibord ist erforderlich, um dem Schiff im Seegang Reserveauftrieb als Schutz gegen Überflutung des Decks mit eventueller Zerstörung der Luken ausreichenden Stabilitätsumfang zu geben.
In der Höhe dieses Freiborddecks ist an der Bordwand der Decksstrich fixiert, als obere Markierung der Freibordmessung zu der tatsächlichen Wasserlinie, oder zu den entsprechenden Freibordmarken.
Freibord ist der mittschiffs senkrecht nach unten gemessene Abstand von der Oberkante des Deckstrichs bis zur Oberkante der entsprechenden Lademarke, oder bis zur tatsächlichen Wasserlinie.
Die Freibordmarke besteht aus einem Ring von 300 Millimeter (12 Zoll) Außendurchmesser und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite; er wird durch einen waagerechten Strich von 450 Millimeter (18 Zoll) und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite geschnitten, dessen Oberkante durch den Mittelpunkt des Ringes geht. Der Mittelpunkt des Ringes liegt mittschiffs senkrecht unterhalb der Oberkante des Decksstrichs, wobei der Abstand dem Sommerfreibord entspricht.
Lademarke
Zoll
Die Lademarken, die das zulässige mindest Freibord kennzeichnen, sind waagerechte Striche von 230 Millimeter (9 Zoll) Länge und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite, die von einem 25 Millimeter (1 Zoll) breiten senkrechten Strich, der 540 Millimeter (21 Zoll) VOR dem Mittelpunkt des Ringes der Freibordmarke angebracht ist, im rechten Winkel und, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, nach vorne abgesetzt sind.
Die Lademarken sind wie folgt gekennzeichnet:
- TF = Freibord Frischwasser (Süßwasser) Tropisch
- F = Freibord in Frischwasser,
- T = Freibord in tropischem Seewasser
- S = Sommerlademarke (Freibordmarke nach Freibordzeugnis)
- W = Freibord in Seewasser im Winter.
- WNA= Freibord in Seewasser im Winter im Nordatlantik
Holzfreibord
Werden auf Antrag Holzfreiborde (spezieller Freibord für den Transport von Holz an Deck) erteilt, so werde diese zusätzlich zu den Lademarken angemarkt.
Diese Holzlademarken sind wie die gewöhnlichen Lademarken beschaffen, jedoch werden sie 540 Millimeter (21 Zoll) HINTER dem Mittelpunkt des Ringes der Freibordmarke angebracht.
- LT= Holz-Tropen
- LS= Holz-Sommer
- LW= Holz-Winter
- LWNA= Holz-Winter-Nordatlantik
- LFT= Holz-Tropen-Frischwasser
- LF= Holz-Frischwasser
Frischwassermarke
Auf Segelschiffen werden, neben der Freibordmarke, nur Frischwasser- ( - F) und die Winter-Nordatlantik-Lademarke ( - WNA) angemarkt.
Diese Lademarken berücksichtigen das unterschiedliche spezifische Gewicht von Frischwasser, sowie von Seewasser im Winter und Sommer und in tropischen Gebieten.
Die unterschiedlichen Freibordgröße berücksichtigt ferner die Gefahren der See.
Verständlicherweise drohen einem Schiff während einer Reise in tropischen Gewässern geringere Gefahren als während einer Fahrt im winterlichen Nordatlantik. Deshalb kann die Freibordhöhe in den Tropen geringer sein als im Winter im Nordatlantik.
Ahming
Ahmings sind die Tiefgangsmarken, die am Vor- und Hintersteven eines Seeschiffes, bei Binnenschiffen auch in der Mitte des Schiffes angebracht sind. Sie sind üblicherweise auf der einen Schiffsseite in Dezimetern, auf der anderen Seite in englischen Fuß abgesetzt und zeigen den Tiefgang bis Unterkante Kiel an.
Der Name Plimsoll geht zurück auf den englischen Abgeordneten Samuel Plimsoll (1824-98), der gegen eine Reederschaft zu Felde zog, die absichtlich seeuntüchtige Schiffe ausfahren ließ, um bei Schiffbruch die Versicherungssumme zu erhalten. Er mobilisierte die öffentliche Meinung gegen den Widerstand Benjamin Disraelis und die Schiffseigner für eine Gesetzesvorlage gegen seeuntüchtige Schiffe (Unseaworthy Ships Bill). Sie führte 1890 zur Kennzeichnung aller Handelsschiffe des Königreichs, die später von nahezu allen Seeschifffahrt treibenden Nationen übernommen wurde.
Das zugehörige Freibordzeugnis, auch International Load Line Certificate eines Schiffes, wird von der Klassifikationsgesellschaft ausgestellt, die das Schiff klassifiziert.
In dem Freibordzeugnis ist festgelegt, wie groß der jeweilige Freibord des Schiffes von dem Decksstrich zu den entsprechenden Freibordmarken sein muss.
Oberhalb des waagerechten Striches im Ring der Freibordmarke befinden sich Buchstaben, die abgekürzt, die Klassifikationsgesellschaft bezeichnen, die das Schiff klassifiziert und das Freibordzeugnis (Load-Line-Certificate) ausgestellt hat.
Die bekanntesten Klassifikationsgesellschaften sind:
- GL = Germanischer Lloyd (deutsches Register),seit 1867
- LR = Lloyd's Register of Britisch and foreign shipping (englisches Register), seit 1760
- BV= Bureau Veritas (französisches Register), seit 1828
- ABS= American Bureau of Shipping (amerikanisches Register), seit 1867
- NK= Nippon Kaiyi Kyokai (japanisches Register), seit 1922
- NV= Norske Veritas (norwegisches Register), seit 1864
- RINa= Registro Italiano Navale (ital. Register), seit 1861
- RS= Schiffsregister der UdSSR und Nachfolger, seit 1926
Längenangaben
Die Längen eines Schiffes werden üblicherweise in Deutschland angegeben mit:
- Lüa= Länge über alles, vom vordersten zum hintersten festen Punkt
- Lpp= Länge zwischen den Loten (Perpendikeln)
- LWL= Länge in der Schwimmwasserlinie (KWL)
- VL= Vorderes Lot, Schnitt des Vorstevens mit der KWL
- HL= Hinteres Lot, meist Ruderachse
- KWL= Konstruktionswasserlinie = Schwimmwasserlinie bei Sommerfreibord
- Büa= Breite über alles
- B= Konstruktionsbreite gemessen auf Außenkante Spant bei Stahlschiffen
- Tg= Größter Tiefgang
- T= Konstruktionstiefgang gemessen auf Unterkante Bodenwange bei Stahlschiffen auf halber Länge zwischen den Loten (Lpp)
- H= Seitenhöhe auf halber Schiffslänge
- F= Freibord, gemessen von KWL bis Oberkante Deckbelag an der Seite des Schiffes auf halber Schiffslänge
- V= Verdrängung des Schiffes auf Spanten
Anmerkung: Bei Holzschiffen werden im Gegensatz zu Stahlschiffen alle Maße auf Außenkante Beplankung gemessen; L, T bis zu dem Punkt, wo die Außenhaut in die Steven bzw. den Kiel einläuft (Sponung)
Geschwindigkeitsangaben
Die Geschwindigkeit von Seeschiffen wird in Knoten (Geschwindigkeit) angegeben, auf Binnengewässern nimmt man km/h. Ein Knoten (kn) entspricht einer Seemeile pro Stunde, also 1,852 km/h.
Siehe auch: Portal:Schifffahrt
Weblinks
[http://www.admin.ch/ch/d/sr/i7/0.747.305.412.de.pdf PDF Berechnung der BRZ]
Kategorie:Schiffbau
Maßeinheit Eigenschaften
Bedingung dafür, dass eine Größe skalierbar ist und als Maßeinheit definiert werden kann, ist:
- Es gibt einen Referenzwert (eine Referenzbeobachtung), auf den sich der Ausgangspunkt der Skala (gewöhnlicherweise der Nullpunkt oder auch ein anderer definierter Punkt wie beispielsweise der Siedepunkt) beziehen kann.
- Es existiert eine eindeutige Vorgabe der Abstufung bzw. Unterteilung der Skala, mit der die beobachteten Werte definiert werden können.
Maßeinheiten werden immer dann definiert, wenn sich Größen skalieren lassen. Neben Maßeinheiten für physikalische Größen gibt es auch Maßeinheiten für nicht-physikalische Größen, z. B. wahrnehmungsbezogene Größen wie die Tonheit, Lautheit etc.
Eine Übersicht über physikalische Maßeinheiten findet sich unter Physikalische Größe.
Einheitensysteme
Oft fasst man heute Einheiten zu Einheitensystemen zusammen, in denen nur noch einige Grundeinheiten definiert werden müssen, und alle anderen Einheiten sich aus diesen ergeben.
Einheitenzeichen
Einheitenzeichen sind Buchstaben oder Buchstabengruppen, die stellvertretend für die Einheitennamen verwendet werden. In Gleichungen können sie in eckige Klammern oder auch ohne dargestellt werden.
Geschichte
Einheitenzeichen]
In früheren Zeiten wurden Maßeinheiten meistens über Referenzkörper (sog. "Maßverkörperungen") definiert, die die entsprechende Eigenschaft hatten. Gut geeignet sind dazu Längenmaße, Volumen, Massen, die über Metallstäbe, Kugeln oder Hohlgefäße darstellbar sind. An repräsentativer Stelle befestigt, häufig in der Fassade des Rathauses eingemauert, ermöglichte es ein solches Maß jedem, seine eigenen Messgeräte zu eichen.
Im Einheitensystem SI ist das Kilogramm derzeit die einzige Maßeinheit, die auf diese Weise definiert ist.
Maßeinheiten wurden früher sehr willkürlich und oft ohne Beziehung zueinander, aber nach praktischen Gesichtspunkten, wie Längenabmessungen am menschlichen Körper festgelegt.
Abstrakterere Maßeinheiten hatten zu der Zeit im Alltag nur eine untergeordnete Bedeutung. Derartige Einheiten muss man über Meßvorschriften definieren, die vergleichsweise einfach mit hoher Genauigkeit zu reproduzieren sind.- Im fachlichen Bereich unterscheidet man jedoch zwischen "Definition" und "Realisierungsvorschrift"; die geeigneten Realisierungsverfahren unterscheiden sich oft von dem in der Definition festgelegten Verfahren. Welches Verfahren geeignet ist, hängt von den Genauigkeits-Anforderungen ab. Beispielsweise kann für die "Darstellung" einer Maßeinheit als nationales Normal viel höherer Aufwand betrieben werden als beim Eichen von Handelswaagen. Je nach Genauigkeitsanforderung können auch heute noch verkörperte Maße aktuell sein.
Siehe auch: Geschichte von Maßen und Gewichten
Beispiele
Im SI-Einheitensystem ist das Kilogramm definiert durch die Masse des Urkilogramms in Paris. Alle Massen werden als Vielfache dieser Masse angegeben, z. B. bedeutet die Angabe "5 kg" soviel wie "5 mal so große Masse wie die Masse des Urkilogramms in Paris".
Die Geschwindigkeitseinheit Meter/Sekunde ist im SI eine von den Basiseinheiten Meter und Sekunde abgeleitete Einheit. Hingegen ist die Geschwindigkeitseinheit Mach nicht von anderen Einheiten abgeleitet und nicht in ein Einheitensystem eingebunden.
Weitere Beispiele mit teilweise veralteten Einheiten:
Beispiele von alten Einheiten:
- Pferdestärke (PS): Leistung, die benötigt wird, um 75 kg in einer Sekunde einen Meter zu heben.
- Torr (bzw. mm Hg): Druck, der einer Quecksilbersäule von 1 mm entspricht
- Kilopond (kp): Kraft, die der Gravitationskraft von 1 kg entspricht
Siehe auch
- Geschichte von Maßen und Gewichten
- Physikalische Größe
- Liste der physikalischen Formelzeichen
Weblinks
- [http://calc.skyrocket.de/de Online Einheiten Umrechner: Umrechnung sehr vieler Maßeinheiten]
- [http://jumk.de/calc/index.shtml Online Einheiten Umrechner: Umrechnung sehr vieler Maßeinheiten]
- [http://www.h-bauer.de/index.html?unitconv,ger Kompakter Einheitenumrechner für den PC (Freeware)]
- [http://www.tf.uni-kiel.de/matwis/amat/mw1_ge/kap_2/basics/b2_1_3.html Einführung in die Maßeinheiten verschiedener Fachgebiete]
- [http://www.magazinusa.com/lv2/info/i_info_measures.asp Einige Maße & Gewichte]
!
ja:物理単位
Archimedisches PrinzipDas Archimedische Prinzip wurde vor über 2000 Jahren vom altgriechischen Gelehrten Archimedes entdeckt. Es lautet: Die Auftriebskraft eines Körpers ist genau so groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums.
Ein Gegenstand wirkt also leichter, wenn er z. B. in Wasser getaucht wird. Die Masse des Körpers bleibt dieselbe, jedoch gleichen sich die Auftriebs- und die Gewichtskraft gegenseitig aus, wodurch die Gewichtskraft scheinbar abnimmt.
Wasser
Das Archimedische Prinzip gilt in allen Fluiden, d. h. in Flüssigkeiten und Gasen. Schiffe verdrängen Wasser und erhalten dadurch Auftrieb. Da die Dichte eines Schiffes geringer ist als die Dichte von Wasser (die Dichte des Wassers steigt mit zunehmender Tiefe), schwimmt es auf der Oberfläche. Ballone und Luftschiffe machen sich diese Eigenschaft zu Nutze, um fliegen zu können. Hierbei werden sie mit einem Gas gefüllt, dessen Dichte geringer ist, als die der umgebenden Luft. Diese Gase sind bei Luftschiffen und vielen Ballonen von Natur aus weniger dicht als Luft (z. B. Wasserstoff oder Helium); in Heißluftballons wird die Luftfüllung mit Hilfe von Gasbrennern erwärmt, wodurch ihre Dichte abnimmt.
Erklärung des Phänomens
Ursache für die Auftriebskraft ist der Druckunterschied zwischen der Ober- und der Unterseite eines eingetauchten Körpers. Die Kräfte, die auf die Seitenflächen einwirken, spielen keine Rolle, da sie sich gegenseitig stets aufheben. Das heißt, es wirkt auf die unteren Teile der Oberfläche eines eingetauchten Körpers eine größere Kraft als auf die oberen Teile der Oberfläche. Es herrscht folglich ein Druckunterschied. Da jedes physikalische System stets bestrebt ist, einen Druckausgleich zu erzielen, wird sich der Körper solange aufwärts bewegen, bis sich alle auf ihn einwirkenden Kräfte ausgleichen.
Im rechtsoben stehenden Beispiel gehen wir davon aus, dass ein Würfel (folglich mit den Kantenlängen 20x20x20cm) 10cm tief in Wasser eingetaucht ist
Herleitung "klassisch"
Auf die untere Fläche wirkt die Kraft
auf die obere Fläche wirkt dagegen die Kraft
.
Die Differenz der beiden Kräfte beträgt 78,48 N. Also ist der Auftrieb dieses Körpers 78,48 Newton.
Herleitung nach Archimedes
Nach Archimedes gilt Folgendes:
.
Bezogen auf das Beispiel können wir schreiben:
Wir sehen, dass beide Methoden zum selben Ergebnis führen.
Steigen, Sinken, Schweben
Damit der Körper die in der Grafik beschriebene Position einnimmt, muss seine Gewichtskraft gleich der Gewichtskraft des verdrängten Wassers (78,48 N) sein. Dann heben sich alle auf den Körper wirkenden Kräfte auf und dieser kommt zum Stillstand.
Nach der Formel muss der Körper 8000 g schwer sein. Des Weiteren hätte er nach eine Dichte von 1. (Wasser hat ebenfalls eine Dichte von 1) Wir können also folgende Regel formulieren:
- Wenn ist, dann schwebt der Körper.
- Wenn ist, dann steigt der Körper.
- Wenn ist, dann sinkt der Körper.
Die Körper steigen oder sinken, bis der Gewichtskraft eine betragsmäßig gleich große Kraft entgegenwirkt. Dies kann beim Sinken eine sich ändernde Dichte des Fluids oder auch der Boden des Bechers bewirken. Ein Körper steigt oft solange, bis er die Oberfläche durchbricht. In diesem Fall gilt: .
Die Entdeckung des Archimedischen Prinzips
Archimedes war von König Hieron II. von Syrakus beauftragt worden herauszufinden, ob dessen Krone wie bestellt aus reinem Gold wäre, oder ob das Material durch billigeres Metall gestreckt worden sei. Diese Aufgabe stellte Archimedes zunächst vor Probleme, da die Krone natürlich nicht zerstört werden durfte.
Der Überlieferung nach hatte Archimedes schließlich den rettenden Einfall, als er zum Baden in eine bis zum Rand gefüllte Wanne stieg und dabei das Wasser überlief. Er erkannte, dass die Menge Wasser, die übergelaufen war, genau seinem Körpervolumen entsprach. Angeblich lief er dann, nackt wie er war, durch die Straßen und rief Heureka (Ich habe es gefunden).
Um die gestellte Aufgabe zu lösen, tauchte er einmal die Krone und dann einen Goldbarren, der genauso viel wog wie die Krone, in einen vollen Wasserbehälter und maß die Menge des überlaufenden Wassers. Da die Krone mehr Wasser verdrängte als der Goldbarren und somit bei gleichem Gewicht voluminöser war, musste sie aus einem leichteren Material, also nicht aus reinem Gold, gefertigt worden sein.
Diese Geschichte wurde vom römischen Architekten Vitruv überliefert.
Obwohl der Legende nach auf dieser Geschichte die Entdeckung des Archimedischen Prinzips beruht, würde der Versuch von Archimedes auch mit jeder anderen Flüssigkeit funktionieren. Das Interessanteste am Archimedischen Prinzip, nämlich die Entstehung des Auftriebs und damit die Berechnung der Dichte des Fluids, spielt in dieser Entdeckungsgeschichte gar keine Rolle.
Physikalische Herleitung
Wirkt auf eine Fläche (mit Flächeninhalt und Normalenvektor ) von einer Seite ein konstanter Druck , so ist der nach unten (bzw. nach oben, bei negativem Vorzeichen) wirkende Kraftanteil
wobei ein nach unten zeigender Einheitsvektor ist.
Das Archimedische Prinzip gilt nur genau dann streng, wenn das verdrängte Medium inkompressibel (nicht zusammendrückbar) ist. Für Flüssigkeiten wie z. B. Wasser ist dies gut erfüllt, daher soll im Folgenden von einem Körper ausgegangen werden, der in eine Flüssigkeit der Dichte eintaucht.
In der Flüssigkeit lastet auf einer waagerechten Fläche der Größe in der Tiefe das Gewicht einer Flüssigkeitssäule der Masse . Der Druck in dieser Tiefe ist deshalb
Ein entsprechender Druckverlauf gilt bei nicht zu großen Höhendifferenzen z auch in der Luft oder anderen Gasen (d. h. die Kompressibilität fällt nicht ins Gewicht; bei großen Höhenunterschieden müsste eine veränderliche Dichte berücksichtigt werden). Deshalb gelten die folgenden Überlegungen auch für realistisch große Luftschiffe oder Ballone.
Für einfache geometrische Formen kann man die Gültigkeit des Archimedischen Prinzips mit einfachen Mitteln von Hand nachrechnen. Für einen Quader mit Grundfläche A und Höhe h, der senkrecht in die Flüssigkeit eintaucht, erhält man beispielsweise:
- Kraft auf die obere Grundfläche:
- Kraft auf die untere Grundfläche:
- Kräfte auf die Seitenflächen heben sich stets gegenseitig auf
- Die gesamte Auftriebskraft ist also
.
Dabei ist V das verdrängte Volumen, also die verdrängte Masse und ihre Gewichtskraft. Das Archimedische Prinzip ist also erfüllt. Das negative Vorzeichen zeigt an, dass die Auftriebskraft der Gewichtskraft entgegengesetzt ist.
Für einen beliebig geformten Körper erhält man die gesamte Auftriebskraft durch das Oberflächenintegral:
Das Archimedische Prinzip folgt dann sofort aus dem Gaußschen Integralsatz:
Weblinks
- [http://www.walter-fendt.de/ph14d/auftrieb.htm Interaktives Experiment zur Größe der Auftriebskraft auf einen Körper, der in eine Flüssigkeit taucht]
- [http://www.mister-mueller.de/physik/Ph_unterricht/Ph_Experimente/Mechanik/Experiment_des_Archimedes.html Nachbau des historischen Experimentes mit einfachen Mitteln]
Kategorie:Maritime Technologie
Kategorie:Mechanik
ja:アルキメデスの原理
LeuchtfeuerDie Befeuerung stellen weitgehend ortsfeste Licht- oder Funksignale zur Navigation in der Schifffahrt (v.a. Seefahrt) und in der Luftfahrt dar.
Ursprünglich waren Leuchtfeuer echte Feuer, später nutzte man elektrisches Licht; Heute werden vor allem in der Flugsicherung Funkleuchtfeuer verwendet.
Geschichte
Funkleuchtfeuer
Die Wurzeln finden sich in den Leuchtfeuern der Schifffahrt zur Markierung von Hafeneinfahrten, die der Orientierung dienten. Angefangen hat man mit Lichtsignalen auf Land (Landfeuer), später auch mit sogenannten Feuerschiffen, die mit offenem Feuer (Teer) oder Fackeln bestückt wurden. Noch heute finden sich entlang jeder Küste Leuchttürme, die zu diesem Zweck errichtet wurden.
Die Feuersicht, d.h. die Sichtweite leuchtender Objekte, ist auch am Tage etwa doppelt so weit, wie die unbeleuchteter Objekte. Durch die Befeuerung kann die Sichtweite, insbesondere bei trüben Wetter, verbessert werden. Die Entwicklung der Fresnellinse brachte den entscheidenden Durchbruch in der Effizienz der Lichausbeute und verbesserte die Wirkung der Leuchtürme. Was sich in der Schifffahrt bewährte, wurde in ähnlicher Form auch in der Luftfahrt übernommen.
Befeuerung in der Schiffahrt
Hauptsächlich werden Leutfeuer durch Leuchttürme ausgesendet; hierbei gibt es unterschiedliche Arten.
Lichtleuchtfeuer
Die meisten bei Tag sichtbaren Seezeichen sind illuminiert.
Es wird unterschieden:
- Leitfeuer
- Molenfeuer
- Orientierungsfeuer
- Quermarkenfeuer
- Richtfeuer
- Seefeuer
- Torfeuer
- Warnfeuer
Für alle Anlagen, die solche Feuer tragen, sind die Feuer im Normalfall so gestaltet, dass sie bei Dunkelheit oder schlechter Sicht relativ leicht voneinander unterschieden werden können. Dazu wird die Kennung, also die Blinkfolge und -geschwindigkeit und die Wiederkehr, sowie die Farbe des Feuers variiert und über Seekarten und Leuchtfeuer-Verzeichnisse bekannt gemacht. Weitere kennzeichnende Größen sind die Tragweite und die Höhe des Leuchtfeuers über der Wasserfläche bzw. über Normal-Null. Die Blinkfolge wird mit einer Otterblende erzeugt.
Tragweite und Sichtigkeit
Tragweite ist der Abstand, in dem ein Leuchtfeuer bei guter Sichtigkeit noch wahrnehmbar ist. Sie hängt von der Lichtstärke des Leuchtfeuers ab und wird für einen bestimmten Sichtigkeitsgrad der Luft in Seemeilen angegeben.
Sichtweite
Seemeile
Sichtweite ist der Abstand, in dem ein Leuchtfeuer aus einer bestimmten Augenhöhe eben noch an der Kimm sichtbar ist d.h. sobald es bei Annäherung erstmals über den Horizont erscheint. Sie hängt also von der Höhe des Leuchtfeuers und des Beobachters über den Meeresspiegel ab und ist durch die Erdkrümmung bedingt. Die Tragweite eines Leuchtfeuers ist meist größer als seine Sichtweite. Deshalb kann man bei klarer Sicht den Widerschein des Leuchtfeuers am dunklen Himmel oder den Wolken oft schon außerhalb des Sichtweitenbereiches wahrnehmen, also bevor es in der Kimm auftaucht.
Befeuerung in der Luftfahrt
Auch in der Luftfahrt diente die Befeuerung anfänglich der Kennzeichnung der Flugplätze bei schlechten Wetter. Anfänglich wurden Reisig-Feuer benutzt, später Öllampen. Mit dem Aufkommen von Nachtflugverbindungen wurden auch Streckenfeuer als Orientierungshilfe eingeführt. Diese wurden später durch Funkfeuer ersetzt.
Hindernis-Befeuerung
Durch die Einführung von Linienflügen war eine größere Unabhängigkeit von den Wettereinflüssen, besonders der Sichtverhältnisse, erforderlich. Luftfahrthindernisse in Flugplatznähe wurden mit Warnanstrichen und roten Lampen als Hindernis-Befeuerungen (OBSL = Obstruction Lights) versehen. Heute werden neben den roten Lampen auch rote Blinklichter sowie für tiefer gelegene Teile von Hindernissen weiße Blitzlichter benutzt.
Landebahn-Befeuerung
In vielen Start- oder Landebahnen sind sowohl seitlich wie in der Mitte Lampen zur Orientierung des Piloten eingebracht. Die seitliche Befeuerung wird als Start- und Landebahn-Rand-Befeuerung (RL = Runway Edge Lights), die mittlere als Start- und Landebahn-Mittellinien-Befeuerung (RCLL = Runway Centre Line Lights) bezeichnet. Letztere ist nur vorhanden, wenn die Bahn eine Mindestbreite aufweist und wird mit Unterflur-Lampen realisiert. Auch für die Randbefeuerung kommen zunehmend Unterflur-Lampen zum Einsatz. Die Rand- und Mittellinienbefeuerung ist in Start- bzw. Landerichtung anfänglich weiß, dann rot/weiß im Wechsel und vor dem Ende nur noch rot (Warnung vor dem nahenden Ende).
An den beiden Enden der Landebahn (den Schwellen) befindet sich die Schwellenbefeuerung (THRL = Threshold Lights). Beim Lande-Anflug ist die nahe Schwelle grün, statt der fernen Schwellenbefeuerung sind die Landebahnendfeuer (EL = Runway End Lights) in rot sichtbar. Beide Endfeuer sind gleichzeitig aktiv. Bei versetzten Schwellen wird eine Außenkettenbefeuerung eingesetzt, ausgehend von der Randbefeuerung mindesten 5 Feuer über 10 m beidseits der Start- und Landebahn. Beidseits der Schwelle können Blitzfeuer (2 Blitze pro Sekunde) in weiß eingesetzt werden.
Die Verwendung von Richtungsstrahlern verbessert die Lichtausbeute und gestattet das Ausstrahlen unterschiedlichen Farben in entgegengesetzte Richtungen, verringert jedoch die Sichtbarkeit von der Seite. Auf Verkehrslandeplätzen mit hohem Verkehrsaufkommen sind häufig Landebahnrandbefeuerungen mit mittlerer Intensität (MRL = Medium Intensity Runway Edge Lights) vorhanden. Pistenrandbefeuerungen mit hoher Intensität (HRL = High Intensity Runway Edge Lights) werden zur Verbesserung der Sichtbarkeit auf Flughäfen installiert. Für gelegentliche Nachtflüge genügt hingegen eine Landebahnrandbefeuerung mit niedriger Intensität (LRL = Low Intensity Runway Edge Lights).
Anflug-Befeuerung
Das Anflugbefeuerungssystems (ALS = Approach Light System) dient dem Abschätzen von Höhe, Richtung und Versatz während des Landeanfluges bzw. beim Übergang vom Instrumentenanflug zum Sichtanflug.
Typen von Anflug-Befeuerungen:
- MALSF
- SSALR
- ALSF-1
- ALSF-2
Indikatoren für den Gleitwinkel
Auch bei einem Anflug auf einen Flughafen oder Flugzeugträger, wird dem Piloten mittels Befeuerung (Lampen) signalisiert, ob er sich zu hoch, zu niedrig oder im korrekten Anflug Korridor befindet. Zu diesem Zweck gibt es die Systeme:
- VASI oder VASIS = Gleitwinkelbefeuerung (Visual Approach Slope Indicator System)
- PAPI oder PAPIS = Präzisions-Anflugwinkel-Befeuerung (Precision Approach Path Indicator System)
Codeleuchtfeuer
Das Codeleuchtfeuer sendet per Lichtzeichen die Kennbuchstaben des Flugplatzes. Für Militärflugplätze des Warschauer Vertrages waren das zwei Zeichen im Morsecode, in der Nebenanflugrichtung in der umgekehrten Reihenfolge.
Weitere Befeuerungen
- ABN = Flugplatzleuchtfeuer (Aerodrom Beacon)
- PAL/PCL = Pilotenseitig aktivierte Befeuerung (Pilot Activated Lighting/Pilot Controlled Lighting); bei mindestens 2 Sekunden lang gedrückter Mikrofon-Taste des Funkgerätes wird die Befeuerung für etwa 30 Minuten aktiviert
- TWYL = Rollbahnbefeuerung (Taxyway Lights); blaue Randfeuer (TXE=Taxiway-Edge) und grüne Mittellienienfeuer (TXC=Taxiway-Centerline). Rollbahnrandfeuer sind rundstrahlende Feuer in Ober- oder Unterflurbauweise. Rollbahnmittellinienfeuer hingegen sind gerichtete Feuer in Unterflurbauweise. Unterflurfeuer können von Luftfahrzeugen überrollt werden.
- Befeuerung des Windsackes
Sonstiges
Markierungen und Befeuerungen für die Luftfahrt werden grundsätzlich im Anhang 14 der ICAO festgelegt. In Deutschland kommen die Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über die Markierung und Befeuerung von Flugplätzen mit Instrumentenflugverkehr zum Tragen. Die Beschaffenheit der Befeuerung eines Flugplatzes und seiner Umgebung hat Einfluß auf die Genehmigung zum Nacht- und Allwetter-Flugverkehr.
Siehe auch:
- Rollbahn
Weblinks
- [http://www.leuchttuerme.net/start.htm Leuchttürme.net] - Informationen und Bilder rund um Leuchttürme in aller Welt
- [http://www.wsa-hl.wsv.de/wasserstrassen/bauwerke/leuchttuerme/lt_travemuende_alt/index.html Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck] Leuchttürme im Bereich des WSA-Lübeck
- [http://www.wsv.de/fvt/lf/inhalt.html Fachstelle der Wasser und Schifffahrtsverwaltung für Verkehrstechniken] - technische Informationen
Kategorie:Lichttechnik
Kategorie:Luftfahrtinfrastruktur
Kategorie:Luftfahrttechnik
Kategorie:Navigation (Schifffahrt)
Volumen
Das Volumen (Formelzeichen: V) ist der räumliche Inhalt eines Körpers.
Die SI-Einheit für das Raummaß ist das Kubikmeter (Einheitenzeichen m3). Vereinzelt liest man noch die veralteten Abkürzungen cbm für m³ und ccm für cm³. Die Schreibweise m^3 sollte nur noch dann benutzt werden, wenn das Anzeigesystem keine hochgestellten Exponenten anzuzeigen vermag.
Geschichte
Die ersten bekannten Formeln zur Volumenbestimmung (auch Stereometrie) stammen schon aus dem frühen Ägypten. Das Moskauer Papyrus ist eine Sammlung von Rechenaufgaben und ist etwa auf das Jahr 1850 v. Chr. datiert. Unter anderem sind hier die Formeln für die Bestimmung der Volumina für Rechteckkegel beschrieben.
Die Bestimmung wurde durch Analyse und anschließender Synthese erreicht. Das heißt, der Körper wurde in mehrere bekannte Körper zerlegt und die Einzelvolumina addiert.
Messmethoden
Im Laufe der Zeit haben sich ganz unterschiedliche Methoden zur Bestimmung von Volumina entwickelt:
- Auslitern: Der Körper wird mit Sand oder Wasser gefüllt, dessen Menge anschließend in einem bekannten Gefäß bestimmt wird; somit lässt sich bei Gefäßen das Volumen ihres Innenraumes bestimmen.
- Wasserverdrängung: Der Körper wird in ein vollständig mit Wasser gefülltes Gefäß eingetaucht. Das übertretende Wasser wird anschließend in einem bekannten Gefäß gemessen.
In der Theorie kann aus bekannten Ausmaßen und Form des Körpers ebenfalls das Volumen durch Rechnung nach für den entsprechenden Körper gültigen Formeln bestimmt werden:
Beispiele:
- Quader mit den Kanten a,b und c:
- Würfel mit der Kantenlänge a:
- Kugel mit dem Radius r:
- Rotationskörper der Funktion f(x) bei Rotation um die x-Achse:
- Körper, bei Schnitten orthogonal zur x-Achse Hat ein Körper die stetige Querschnittsfunktion x-> f(x) mit x im Intervall(a;b) dann hat er das Volumen:
- Zylinder mit der Grundfläche A und der Höhe h:
- Kegel mit der Grundfläche A und der Höhe h:
Sonstiges
Auch außerhalb der Mathematik findet sich der Begriff Volumen, z.B. im
- Haarvolumen (Fülle des Haars)
- Teil (eigentlich: "Band") eines mehrbändigen Werkes im (Buchwesen), abgeleitet vom englischen "volume"
- Menge von Daten in Bezug auf Transferkapazität oder Speicherplatz (Informatik)
- Zu den Grenzen des Volumenbegriffs der Mathematik bei Verwendung in der tatsächlichen Welt siehe Banach-Tarski-Paradoxon und Maßtheorie
Kategorie:Raumgeometrie
Kategorie:Analysis
Kategorie:Physikalische Größe
ja:体積
simple:Volume
FootEin Fuß (engl. foot, Plural feet) ist ein Längenmaß. Es ist neben der Fingerbreite, der Handbreite, der Handspanne, der Elle und dem Schritt eine der ältesten Längeneinheiten. Diese Einheiten wurden wohl schon vor der Erfindung der Schrift benutzt. Ein Fuß beträgt ungefähr 30 cm, was der Schuhgröße 45 entspricht.
Vor- und Frühgeschichte
Der Fuß als Maß ist schon im vorgeschichtlichen Megalithischen Yard dokumentiert; dieses betrug etwa 82,9 cm. Der megalithische Fuß ist also 82,9 cm ÷ 3 ≈ 27,6 cm lang. Schon seit vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde der Fuß stets in 16 Fingerbreit geteilt. Die etwa 4500 Jahre alte, damals weit verbreitete sog. 30-Digiti-Nippur-Elle (nach einem kupfernen Maßstab des frühen 3. Jahrtausends, der im Tempel von Nippur gefunden wurde) verwendete genau die gleiche Fingerbreite wie das Megalithische Yard. So beträgt diese Elle 82,9 cm ÷ 48 · 30 ≈ 51,8 cm.
Einige Historiker vertreten die These, dass das Megalithische Yard konkrete Auswirkungen auf die Alltagskultur in vor- und frühgeschichtlicher Zeit hatte. So sollen bereits die Häuser der Bandkeramiker (Linienbandkeramik) nach dem Megalithischen Yard errichtet worden sein. Ein Beleg hierfür fand sich in einer bandkeramischen Brunnenverschalung aus Kückhoven, Kreis Erkelenz. Die dort ausgegrabenen, dendrochronologisch auf 5067 v. Chr. datierten Balken sind ebenso nach dem Megalithischen Yard bemessen wie die dort aufgedeckten Hausgrundrisse. Darüberhinaus konnte das Megalithische Yard von 829,1 +/- 0,9 mm an megalithischen Steinsetzungen (Gräbern und sogenannten Steinkreisen des 3. Jahrtausends) nachgewiesen werden.
Antike
Noch vor der IV. Pharaonen-Dynastie teilten äyptische Geometer die Nippur-Elle – weil sie aufgrund einer trigonometrischen Approximation (20√2 / 28 >= 1) eine 28-Digiti-Elle haben wollten – dann nur noch in 28 Teile. Dadurch wuchs der Fuß als Maß auf (51,8 cm ÷ 28 × 16 ~=) 29,6 cm. Genau diese Länge hatte das römische Fußmaß. Demnach unterhalten der megalithische bzw. Nippur-Fuß und der römische Fuß ein Verhältnis von genau 28 zu 30.
Ein Fuß (lat. pes ~ 29,6 cm) ist also vier Handbreit (lat. palmus ~ 7,4 cm) bzw. sechzehn Fingerbreit (lat. digitus ~ 1,85 cm). Das »Vier-Fuß-Maß« nannte man in der Spätantike auf Lateinisch ulna (Elle). Das »Maß von 1½ Fuß« ist die natürliche Elle (lat. cubitus). Das »Fünf-Fuß-Maß« ist der Doppelschritt (lat. passus). Das englische yard hat genau drei Fuß.
Im alten Griechenland zum Beispiel gab es neben dem hauptsächlich verwendeten, eigentlichen Fuß (griechisch pous) zu 16 Fingerbreit, auch eine sog. Pygme zu 18 Fingerbreit. Diese Pygme (Unterarm bis zum Handgelenk) wurde oft in Übersetzungen in Ermangelung eines geeigneten Wortes auch als »Fuß« bezeichnet. Dennoch kann festgehalten werden, dass über die gesamte Zivilisationgeschichte hinweg der Fuß stets 16 Fingerbreit beträgt. Wobei der »Finger« zu Recht als die eigentliche Grundeinheit angesehen werden kann.
Mittelalter und frühe Neuzeit
Erst im Mittelalter mit seiner Vorliebe für das Duodezimalsystem wurde dann der Fuß in zwölf Einheiten unterteilt. Dies ergab die Daumenbreite, das so genannte Zoll (lat. uncia, engl. inch, frz. pouce). Auch in anderen Kulturkreisen, z.B. in Japan oder China, sind Längenmaße in Größe des menschlichen Fußes bekannt.
Mit der Einführung des dezimalen Meters in Frankreich im Jahre 1800 brach man dann erstmals in der Menschheitsgeschichte mit der Verwendung aller konkret auf den Menschen bezogenen Grundmaße. In bestimmten Bereichen, etwa der Landvermessung und Schifffahrt, wurden allerdings schon zuvor verschiedene geografische Meilen (z.B. 1 Äquatorgrad lang) und davon abgeleitete Größen verwendet. Der Meter wurde rein abstrakt als zehnmillionster Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator definiert. In der Folge verschwand das klassische menschliche Fußmaß im Geltungsbereich des Meters.
Zur Vereinfachung und besseren Akzeptanz der Umstellung auf den Meter wurde im 19. Jahrhundert vereinzelt versucht, das alte Fußmaß auf runde Werte des neuen Systems zu bringen. So gab es im Großherzogtum Hessen-Darmstadt einen Fuß von 25 cm, im Herzogtum Nassau gar von 50 cm (Schuhgröße 75!) und im von Napoleon gegründeten Großherzogtum Baden galt ein Fuß von genau 30 cm. Dabei wurde dann der Fuß meist durch zehn geteilt. Andere Autoritäten beschränkten sich darauf, ihren Fuß und andere Maßeinheiten in Abhängigkeit zum metrischen Systems zu definieren.
Deutschsprachiger Raum
Die verschiedenen alten deutschen Fußmaße sind durch den Norddeutschen Bund und die Übernahme seiner Gesetze bei der Gründung des Deutschen Reiches (1871) sowie den darauf folgenden deutschen Beitritt zur internationalen Meterkonvention (1875) ganz aufgegeben worden.
Regional entsprach dem Fuß der Schuh.
Beispiele des dt. Fußmaßes in einigen Ländern:
- 25 cm in Hessen
- 28,325 cm (nach v. Alberti), zwischen 28,3 cm bis 46,6 cm, meist 32,48 cm in Sachsen
- 29,641 cm in Oldenburg
- 29,1859 cm in Bayern
- 30,385 cm in Meiningen-Hildburghausen
- 31,385 cm in Preußen
- 31,608 cm in Wien/Österreich
- 32,61 cm in Bad Homburg vor der Höhe
- 33 1/3 cm in der Pfalz
Gegenwart
Das internationale Einheitenzeichen ist heute ft. für engl. foot bzw. feet, oft auch abgekürzt mit einem einfachen geraden Anführungszeichen: ′ (ersatzweise: ').
Gemeint ist damit immer der internationale Fuß (»angelsächsischer Kompromissfuß«, 1959), der einem Drittel Yard oder zwölf internationalen Zoll à 2,54 cm entspricht, also exakt 30,48 cm misst:
; 1 ft = 1′ := 12 in. = 1/3 yd. = 30,48 cm = 0,3048 m
1 m = 3,2808 ft
In der US-Landvermessung hält sich daneben die frühere Definition bei der exakt 39,37 Zoll in einen Meter passen (statt 39 47/127 = ca. 39,370 078 740). Damit ist der international foot exakt 0,999 998 mal so groß wie der US survey foot, d.h. 0,0002% oder ein fünfhunderttausendstel kleiner.
; 1 survey foot := 12 survey inch = 12/39,37 m = ca. 0,304 800 609 m
In der Wissenschaft gilt international das dezimale metrische Maßsystem und selbst in den USA wird in diesem Bereich der foot nicht mehr verwendet.
In vielen technischen Bereichen gibt es Fuß und insbesondere Zoll aus Kompatibilitätsgründen zum wichtigen nordamerikanischen Markt weiterhin. Da in den meisten Ländern die Verwendung des metrischen Systems gesetzlich vorgeschrieben ist, tauchen diese Einheiten meist nur in Gattungsbezeichnungen (z.B. »17″-Monitor«) auf. Oder die eigentlichen Fuß- bzw. Inchmaße werden metrisch umgerechnet und dann auch oft gerundet. Direkt ist Fuß am häufigsten in der Luftfahrt anzutreffen. Während die Flughöhe unter 6.000 ft. direkt in Fuß angegeben wird, nennt man ab dieser Höhe international einheitlich die Flugfläche. Die Angabe entspricht dem Vielfachen von 100 ft., FL365 entspricht also 36.500 ft.. Nur wenige Staaten weichen davon ab, beispielsweise das Militär im ehemaligen Warschauer Pakt.
In manchen Sportarten sind Maße ursprünglich runde Fußwerte, werden inzwischen aber häufig in Metern spezifiziert und dabei nur manchmal auf glatte Werte gerundet. Der Basketballkorb beispielsweise hängt 10 ft. hoch (umgerechnet 3,048 m), das Fußballtor ist 2,44 m hoch und 7,32 m breit (ursprünglich 8 ft × 24 ft).
Siehe auch
Alte Maße und Gewichte, Geschichte von Maßen und Gewichten, Angloamerikanisches Maßsystem, Orgelregister
Kategorie:Alte Maße und Gewichte
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
ja:フィート
Kanal (Wasserbau)Im Wasserbau versteht man unter Kanal (siehe auch Qanat) einen künstlich angelegten Wasserlauf oder auch einen natürlichen Wasserlauf, dessen Verlauf und Niveau durch Kunstbauten verändert wurde. Je nach Größe kann dieser auch als Transportweg genutzt werden.
Qanat
Kanal in der Stadt
In Städten, die nahe an der Meeresoberfläche liegen, dienen Kanäle der Entwässerung und als Transportwege. Die Kanäle sind meist durch senkrechte Einfassungen begrenzt oder reichen direkt an die Häuser heran.
Typisch für seine Kanäle ist Venedig und einige Städte der Niederlande und Belgien mit ihren Grachten, wie z.B. Amsterdam oder Brügge.
Im Gegensatz zum Kanal schwankt im Fleet, z.B. in Hamburg, der Wasserstand mit der Tide.
In Städten sind die Flussläufe großenteils kanalisiert.
Siehe auch: Hochwasser , Kanäle in Hamburg
Kanal auf dem Land
Kanäle in Hamburg
Ein Kanal kann dem Transport - heute speziell der Schifffahrt - dienen, in früheren Zeiten auch dem Holztransport (Floßkanal). Andere Kanäle dienen zur Be- bzw. Entwässerung, zur Nutzung der Wasserkraft (Mühlen-, Kraftwerks-, Fabrikkanal), wobei natürlich auch kombinierte Nutzungen möglich sind. So werden viele kanalisierte Flüsse sowohl als Transportweg als auch zur Gewinnung von Wasserkraft genutzt.
Dazu wird der Fluss mit einem Wehr aufgestaut. Da das Wehr für Schiffe nicht passierbar ist, werden neben dem Wehr eine oder mehrere Schiffsschleusen eingebaut, mit deren Hilfe die Schiffe den Niveauunterschied des Wehrs überwinden. Im Bereich des Wehrs ist dann meist ein Wasserkraftwerk eingebaut.
Oft wird - um die Schiffe von den Wasserströmungen des Wehrs unbeeinträchtigt zu halten - der kanaliserte Flusslauf vor dem Wehr weiträumig in einen Wehrarm und einen Schleusenarm aufgeteilt, d.h., Wehr und Schleuse sind räumlich getrennt in den Flusslauf eingebaut.
Bei manchen Kanälen wie beispielsweise dem Dortmund-Ems-Kanal werden die über der Umgebung auf Dämmen liegenden
Abschnitte durch Sicherheitstore gegen Wasserverluste durch Leckagen gesichert.
Siehe auch: Flussbegradigung, Liste der Kanäle
Kategorie:Kanal
ja:運河
ko:운하
simple:Canal
LotseDer Begriff Lotse kommt ursprünglich aus der Seefahrt (engl. loadsman = Geleitsmann). In der Luftfahrt werden die Spezialisten, die Flugzeugführer leiten, als Fluglotsen bezeichnet.
Fluglotse
Ein Lotse ist in der Seefahrt meist ein erfahrener Nautiker (Kapitän) mit mehrjähriger praktischer Erfahrung, der bestimmte Gewässer so gut kennt, dass er die Führer von Schiffen sicher durch Untiefen, vorbei an Schifffahrtshindernissen und den übrigen Schiffsverkehr geleiten kann. So gesehen üben sie ihre Tätigkeit als Berater des Kapitäns eines Schiffes aus. Mit Lotsenbooten (internationale Aufschrift: "PILOT") werden sie von einem Schiff zum anderen gebracht. Außerdem führen sie Radarberatung durch. Dafür sind entlang der wichtigsten Verkehrswege Radarketten eingerichtet worden. Lotsen in den Revierzentralen beobachten die Radargeräte und beraten Schiffe über Funk.
Durch Tidenströmungen und von Flüssen eingebrachte Sedimente ändern sich die Tiefenverhältnisse von Flüssen und Kanälen ständig. Wind, stetig wechselnde Strömungen, andere Ereignisse wie z. B. Nebel, sowie die übrigen Verkehrsteilnehmer beeinflussen die sichere Führung eines Schiffes zu jeder Zeit unterschiedlich. Da die Hauptaufgabe der Lotsen der Schutz von Menschen, Schiff und Umwelt, sowie die Unterstützung einer effizienten Verkehrsführung auf den Wasserstraßen und in den Häfen ist, wird in vielen Gewässern der Welt die Unterstützung durch einen Lotsen auch vorgeschrieben (Lotsenannahmepflicht). Die hierfür fällige Gebühr richtet sich häufig nach der Tonnage des Schiffes. Im Bereich der Ems, Jade, Unterweser und Unterelbe gilt die Lotsenannahmepflicht seit 2003 insbesondere für Gefahrgut. Für weitere Reviere, wie in der westlichen Ostsee werden weitere Regelungen zur Lotsenpflicht international angestrebt.
In Deutschland gibt es See- und Hafenlotsen, welche sich in neun Lotsenbrüderschaften (Körperschaften öffentlichen Rechts) selbst organisieren und die Lotsendienste auf dem jeweiligen Revier für die internationale Seeschifffahrt rund um die Uhr sicherstellen. Diese Lotsen werden von der zuständigen staatlichen Behörde für das bestimmte Revier, für welches sie ausgebildet wurden, nach erfolgreicher Prüfung zugelassen. Grundlage sind die See- und Hafenlotsgesetze. Dem Bund unterstehen die Seelotsen an Elbe (255; Sitz Hamburg), Nord-Ostsee-Kanal und Ostsee (137 in Kiel, 118 in Brunsbüttel), Weser (111 in Bremerhaven, 47 in Bremen), auf Jade und Ems (35, Emden) und an den ostdeutschen Ostseehäfen Wismar, Rostock und Stralsund (30, Sitz in Warnemünde). Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2001. Für den Hamburger Hafen (61 Lotsen) und Bremerhaven (23 Lotsen) gibt es dem jeweiligen Bundesland unterstehende Hafenlotsen.
Neben diesen See- und Hafenlotsen findet man den Begriff des Lotsen in der Seeschifffahrt noch für den Überseelotsen sowie in der Binnenschifffahrt für den so genannten Hilfsschiffsführer. Die Überseelotsen unterstützen den Kapitän eines Seeschiffes in der Navigation im freien Seeraum. Die Lotsen in der Binnenschifffahrt übernehmen die Funktion eines Schiffsführers für eine begrenzte Zeit und Wegstrecke auf einer bestimmten Binnenwasserstraße (z. B. auf dem Rhein).
Im lokalen Sprachgebrauch findet man noch die Begriffe Böschlotsen oder Flusslotsen z. B. für die Seelotsen auf der Strecke von Brunsbüttel bis Hamburg oder Bremerhaven bis Bremen.
Weblinks
- [http://www.bundeslotsenkammer.de Bundeslotsenkammer]
- [http://www.bshl.de Bundesverband der See- und Hafenlotsen]
- [http://www.empa-pilots.org EMPA]
- [http://www.impahq.org IMPA]
Kategorie:Dienstleistungsberuf
Kategorie:Nautik
Kategorie:Freie Berufe
Kategorie:Seefahrtsberuf
ja:水先人
Bundesamt für Seeschifffahrt und HydrographieDas Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist eine deutsche Bundesbehörde.
Geschichte
Es gründet seine historischen Wurzeln in der Norddeutschen Seewarte. Diese hatte bereits seit 1868 individuelle Segelanweisungen nach nautischen und meteorologischen Beobachtungen angefertigt. Nach dem 2. Weltkrieg übernahm das 1945 gegründete Deutsche Hydrographische Institut (DHI) diese Aufgaben. 1990 wurde das DHI mit dem Bundesamt für Seeschiffahrt (BAS) zum BSH zusammengefasst. Zugleich wurde der Seehydrographische Dienst der DDR, vormals ein Teil der Volksmarine, übernommen.
Volksmarine
Aufgaben
Das Leistungsspektrum des BSH umfasst hauptsächlich traditionelle Leistungen für die Schifffahrt.
z.B.
- Erteilung und Registrierung von Zeugnissen für Seeleute
- Schiffsvermessung
- Prüfung und Zulassung von Navigations- und Funkausrüstungen der Schiffe
- Vermessung der Nord- und Ostsee mit der eigenen BSH-Flotte
- Herausgabe von offiziellen Seekarten, Seehandbüchern, den Nachrichten für Seefahrer und Sportbootkarten.
Flotte
Nachrichten für Seefahrer
Das BSH betreibt sechs Spezialschiffe:
- Forschungsschiff Gauß, Heimathafen Hamburg
- Vermessungsschiff Komet, Heimathafen Hamburg
- Vermessungsschiff Capella, Heimathafen Rostock
- Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Deneb, Heimathafen Rostock
- Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Atair, Heimathafen Hamburg
- Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff Wega, Heimathafen Hamburg
Amtssitz
Das BSH hat seinen in Hamburg und Rostock zwei gleichgestellte Dienststellen.
Weblinks
- [http://www.bsh.de Offizielle Webseite des BSH]
Kategorie:Kartografie
Kategorie:Verkehrsbehörde (Deutschland)
Kategorie:Seeschifffahrt
Kategorie:Nautik
Kategorie:Hydrografie
YachtEine Yacht bzw. Jacht, (aus gleichbed. niederl. jacht, dies verkürzt aus mniederl. jageschip "schnelles Schiff") ist ein Wasserfahrzeug für Freizeitzwecke mit einer Kajüte. Es gibt sowohl Motoryachten als auch Segelyachten.
Segelyacht
Erst ab einer gewissen Länge des Fahrzeugs wird im allgemeinen von einer Yacht gesprochen. Unter etwa sieben Meter Länge spricht man eher von einem Boot, darüber eher von einer Yacht. Eine typische Yacht ist um zehn Meter lang und mit mehreren Kabinen für 6 Personen eingerichtet. Motor- und Segelyachten ab 50 bis 60 m Länge werden als Mega-Yachten bezeichnet, nicht nur aufgrund der Größe, sondern auch, weil sie einen vergleichsweise großen Komfort bieten können. Diese Yachten werden in aller Regel nicht vom Eigner gesteuert, sondern von einer professionellen, angestellten Besatzung.
Übliche Baumaterialien für Yachten sind Kunststoffe (meist glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK)), Holz, Stahl, Aluminium und selten Beton (Ferrozement).
Bauart, Einrichtung, Motorisierung und Ausrüstung einer Yacht richten sich sehr nach dem bevorzugten Revier und der Stärke der Nutzung.
Als Alternative zur eigenen Yacht wird die Charter von Yachten zunehmend beliebt, weil damit (subjektive) Nachteile einer eigenen Yacht vermieden werden (Pflegeaufwand, Anschaffungs- und laufende Kosten, Distanz zum Liegeplatz, Klima- und Revierabhängigkeit).
Geschichte
Erste Yachten wurden im 17. Jh. in den Niederlanden gebaut und zwischen den Königshäusern als Geschenke ausgetauscht. Optisch glichen sie den heute noch üblichen holländischen Plattbodenschiffen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Meer dem Handel, der Fischerei und der Kriegführung vorbehalten. Seefahrt zum Vergnügen existierte bis dahin noch nicht.
Yachten
- Germania, Erste Krupp-Yacht von 1908
- Alinghi, Schweizer Yacht, 2003 Sieger des America's Cup
Besondere Vereine und Klubs
- [http://www.fky.org/index.html FKY.org - Freundeskreis Klassische Yachten]
- [http://www.kyc.de KYC.de - Kieler Yacht-Club]
- [http://www.kdy.dk KDY.dk - Königlich Dänischer Yachtclub]
- [http://www.ksss.se KSSS.se - Königlich Schwedische Segelgesellschaft]
- [http://www.yca.at YCA.at - Yacht Club Austria]
Literatur
- Seemannschaft, Delius Klasing Verlag, Bielefeld. ISBN 3768805239
Zeitschriften und Magazine
- palstek - Technisches Wassersport-Journal; Palstek Verlag Hamburg. [http://www.palstek.de palstek-Homepage]
- Skipper, Freizeit+Wassersport Verlag, Miesbach. . [http://www.skipperonline.de Skipper-Homepage]
- Yachtrevue, Hrsg: Österreichischer Segelverband, Neusiedl.
- Yacht, Delius Klasing Verlag, Bielefeld. . [http://www.yacht.de Yacht-Homepage]
Weblinks
- http://www.yachtsportarchiv.de Datenbank
Kategorie:Schiffstyp
Kategorie:Wassersport
ja:ヨット
DecksstrichDer Decksstrich ist an Schiffen ein waagerechter Strich von 300 Millimeter (12 Zoll) Länge und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite.
Der Decksstrich geht durch den Schnittpunkt der nach außen verlängerten Oberkante des Freiborddecks.
Siehe auch Schiffsmaß
Kategorie: Schiffbau
FreiborddeckDas Freiborddeck ist in der Regel das oberste dem Wetter und der See ausgesetzte durchlaufende Deck auf einem Schiff, das für alle Öffnungen in seinem frei liegenden Teil feste Verschlussvorrichtungen aufweist.
Auf Antrag des Reeders kann, vorbehaltlich der Genehmigung, ein tieferes Deck zum Freiborddeck bestimmt werden, sofern es sich um ein vollständiges, durchlaufendes und festes Deck handelt.
Wird ein tieferes wasserdichtes Deck zum Freiborddeck bestimmt, so wird von diesem Deck aus der Freibord des Schiffes berechnet.
Alle über dem Freiborddeck befindlichen Teile müssen an den Seiten Öffnungsklappen (verschließbar) haben, die seewasserzugänglich sind, dann gelten sie als Schiffsaufbauten. Diese Art von Schiffen (so genannte Wechselschiffe) werden heutzutage nicht mehr gebaut, da sie nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprechen.
Die Lage und Kennzeichnung des Freiborddecks ist im Internationalen Freibord Zeugnis / International Load Line Certificate vermerkt.
Kategorie:Schiffbau
DecksstrichDer Decksstrich ist an Schiffen ein waagerechter Strich von 300 Millimeter (12 Zoll) Länge und 25 Millimeter (1 Zoll) Breite.
Der Decksstrich geht durch den Schnittpunkt der nach außen verlängerten Oberkante des Freiborddecks.
Siehe auch Schiffsmaß
Kategorie: Schiffbau
Samuel PlimsollSamuel Plimsoll ( - 1824; † 1898) war ein englischer Abgeordneter, der gegen eine Reederschaft zu Felde zog, die absichtlich seeuntüchtige Schiffe ausfahren ließ, um bei Schiffbruch die Versicherungssumme zu erhalten.
Er mobilisierte die öffentliche Meinung gegen Premierminister Benjamin Disraeli und die Schiffseigner für eine Gesetzesvorlage gegen nicht seetüchtige Schiffe (Unseaworthy Ships Bill). Sie führte 1890 zur Kennzeichnung aller Handelsschiffe des Königreichs mit der so genannten Freibordmarke, die später von nahezu allen seeschifffahrttreibenden Nationen übernommen wurde.
Plimsoll, Samuel
Plimsoll, Samuel
Plimsoll, Samuel
KlassifikationsgesellschaftEine Klassifikationsgesellschaft ist ein Unternehmen, das im Schiffbau als Gutachter auftritt. Es ist einerseits für die Klassifikation von Schiffen und andererseits für die regelmäßige Kontrolle des Erhaltungszustands zuständig. Man könnte eine Klassifikationsgesellschaft etwas unscharf als „Schiffs-TÜV“ bezeichnen, jedoch ist ihr Aufgabenbereich auch mit dem vergleichbar, was man im Bauingenieurwesen als „Prüfstatik“ kennt.
Eine Klassifikation ist die Einteilung der Schiffe in Klassen.
Die Entstehung von Klassifikationsgesellschaften
Das Interesse an der Qualität der Schiffe war schon immer groß, wenn man einmal bedenkt, dass man ihm wertvolle Ware anvertraute oder sogar selbst mitreiste. Um sich von der Qualität zu überzeugen, waren schon zu Beginn des Seehandels der gute Ruf von Schiffbauer und Kapitän und nicht zuletzt die persönliche Besichtigung des Schiffes ausschlaggebend. Den Kaufleuten fiel es jedoch schwer, die Qualität der Schiffe richtig zu beurteilen; schließlich waren sie keine Schiffbauer. Zum Vergleich der Schiffe waren außerdem keine einheitlichen Standards gegeben, so dass die Eigner und Versicherer sich stark für die Gründung von Klassifikationsgesellschaften aussprachen, die die Schiffe einstufen und beurteilen sollten. So kam es, dass die Schiffsdaten in Registern durch objektive Beurteiler festgehalten wurden, die dem Vergleich der Schiffe dienten. Sie enthielten Informationen über Ausstattung, Ladevolumen, und Eigner. Schäden und Mängel wurden ebenfalls festgehalten, was die Versicherungsprämien je nach Ausmaß ansteigen ließ, falls man bei größeren Schäden überhaupt noch Versicherer fand.
Da zwischen den Klassifikationsgesellschaften ein Wettbewerb stattfand, bei dem es darum ging, die Prüfungskosten möglichst niedrig zu halten, wurde anfangs bei kleineren Mängeln auch einmal ein Auge zugedrückt. Heutzutage ist dies nicht mehr möglich, da es eindeutige, internationale Standards gibt.
Bevor ein Schiff die erste Reise antritt, muss ein technisches Einverständnis der Experten der Klassifikationsgesellschaften eingeholt werden. Zur Kontrolle und Optimierung der Konstruktion und Systeme stehen modernste Technologien zur Verfügung wie z.B. Computersimulationen.
Im Grunde genommen kann man die heutigen Klassifikationsgesellschaften mit dem TÜV für Kraftfahrzeuge vergleichen, der auch die Kontrolle und Besichtigung aller für die Sicherheit relevanten Teile übernimmt. Schiffe sind jedoch wesentlich komplexer und jedes eine Einzelfertigung (außer bei Schwesterschiffen), was die Arbeit des ‚Schiff-TÜV‘ nicht einfacher macht. Heute übernehmen die Klassifikationsgesellschaften also eine Beraterfunktion in Zusammenarbeit mit den Werften und verstehen sich als „zuverlässige Partner in den Bemühungen, eine wirtschaftliche, zukunftsorientierte aber auch sichere Schifffahrt zu schaffen.“
Schiffe werden entsprechend der Bauausführung und dem Erhaltungszustand des Schiffskörpers und der Maschinenanlage eingeteilt.
Die Klasse ist eine Beurteilung der Seetüchtigkeit und ist Basis bei Schiffs- und Ladungsversicherungen sowie bei Handel von Schiffen.
Weltweit gibt es 10 international anerkannte Klassifikationsgesellschaften die in der IACS als Dachorganisation organisiert sind und ca. 30 weitere Klassifikationsgesellschaften.
Die bekanntesten Klassifikationsgesellschaften sind:
- American Bureau of Shipping (ABS), USA
- Bureau Veritas (BV), Frankreich
- China Classification Society (CCS), China
- Det Norske Veritas (DNV), Norwegen
- Germanischer Lloyd (GL), Deutschland
- Korean Register of Shipping (KRS), Korea
- Lloyd's Register of Shipping (LRS), England
- Nippon Kaiji Kyokai (NKK), Japan
- Registro Italiano Navale (RINA), Italien
- Maritime Register of Shipping (RS), Russland
Alle diese Klassifikationsgesellschaften sind zusammengeschlossen in der IACS, der „International Association of Classification Societies“.
- Polski Rejestr Statkow (PRS), Polen wurde aus der Dachorganisation IACS ausgeschlossen, weil sie dem international angestrebten Qualitätsstandard nicht mehr entsprach.
Von welcher Klassifikationsgesellschaft ein bestimmtes Schiff klassifiziert ist, kann jedermann leicht von der Freibordmarke (siehe auch Schiffsmaß) ablesen. Z.B. wenn der durchgestrichene Kreis mit „GL“ beschriftet ist, ist es der Germanische Lloyd.
Grundsätzlich ist ein Reeder nicht unbedingt verpflichtet, sein Schiff klassifizieren zu lassen, allerdings ist ein nicht klassifiziertes Schiff völlig eingeschränkt, wenn es nicht ausschließlich in Gewässern unterentwickelter Länder fahren soll. Schiffe ohne Klasse werden z.B. nicht in europäischen Gewässern und schon gar nicht in den Häfen geduldet. Von daher kommt ein Reeder in vielen Fällen nicht darum herum, sein Schiff klassifizieren zu lassen. Dies gilt allerdings nur für zivile Schiffe — Marineschiffe werden nicht klassifiziert.
Die Schiffe werden von Besichtigern (Techniker) der Klassifikationsgesellschaften regelmäßig kontrolliert. Einige Maschinenteile, wie Behälter unter Druck (Dampfkessel, Luftbehälter usw.) jährlich, andere zweijährlich. Alle fünf Jahre wird die so genannte „Große Klasse“ durchgeführt, wobei das Schiff im Dock trockengestellt wird. Hier erfolgt eine genaue Untersuchung der Außenbordteile, wie Ruder, Außenhaut, Propeller, Bugstrahlruder und der innenliegenden Ausgussventile und Seekästen.
Außerdem geben Klassifikationsgesellschaften Bauvorschriften heraus, die anstelle immer wieder derselben Festigkeitsberechnungen bei der Dimensionierung schiffbaulicher Konstruktionen zugrundegelegt werden können. Des Weiteren zertifizieren sie Berechnungen nicht nur an Schiffen, sondern auch an Offshore-Konstruktionen, was man mit der Prüfstatik in der Bauindustrie vergleichen kann. Um ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei fortschreitender technischer Entwicklung immer auf hohem Niveau und auf dem neuesten Stand zu halten betreiben Klassifikationsgesellschaften Forschung.
Historie
Die erste Klassifikationsgesellschaft wurde 1760 gegründet, und zwar die britische Gesellschaft „Lloyds Register of Shipping“. Damals existierte in der City von London ein „Coffee House“ eines Walisers Edward Lloyd. Dieses „Coffee House“ war Treffpunkt der Reeder, Broker und Kaufleute, um sich über den Handel, die Schifffahrt und deren Betreiber zu informieren. Darin lag die Keimzelle der heute ältesten Klassifikationsgesellschaft. Stück für Stück schlossen sich einige Reeder und Werftbesitzer in einer Gesellschaft zusammen, mit dem Ziel, die Verständigung und den Informationsaustausch zwischen den beiden Parteien „Hersteller“ und „Käufer“ zu verbessern. Außerdem lag den Reedern viel daran, eine Institution zu schaffen, die fachlich in der Lage ist, Schiffe zu bewerten, auf dessen Grundlage dann Policen für die Schiffe bei den Versicherungen erstellt werden können.
Weblinks
- [http://www.iacs.org.uk/ International Association of Classification Societies]
- [http://www.eagle.org/ American Bureau Of Shipping]
- [http://www.bureauveritas.com/ Bureau Veritas]
- [http://www.dnv.no/ Det Norske Veritas]
- [http://www.germanischerlloyd.de Germanischer Lloyd]
- [http://www.krs.co.kr/ Korean Register of Shipping]
- [http://www.lr.org/ Lloyds Register of Shipping]
- [http://www.classnk.or.jp/ Nippon Kaiji Kyokai]
- [http://www.rina.org/ Registro Italiano Navale]
Kategorie:Schiffbau
1760
- 28. April: Die Franzosen unter General François-Gaston de Lévis besiegen die britische Garnison von Québec unter General James Murray in der Schlacht bei Sainte-Foy und belagern daraufhin erfolglos Québec
- 23. Juni: Die Österreicher schlagen die Preußen bei Landshut
- 8. Juli: Britische Kriegsschiffe vernichten im Gefecht auf dem Restigouche-Fluss (Kanada) ein französisches Geschwader mit Hilfslieferungen für Montréal
- 14. bis 30. Juli: Die Preußen bombardieren Dresden, das von 13.000 Österreichern besetzt gehalten wird
- 1. August: Schlacht von Warburg
- 15. August: Friedrich II. erringt mit letzter Kraft dank seines legendären Reitergenerals Hans Joachim von Zieten einen Sieg bei Liegnitz
- 3. November: Auch in der Schlacht bei Torgau siegen die Preußen
- 8. September: Die Garnison von Montréal kapituliert vor den Briten unter General Jeffrey Amherst. Damit endet de facto die französische Herrschaft in Kanada
- 29. September: Der britische Major Robert Rogers nimmt die kampflose Kapitulation des französischen Forts Detroit entgegen
- 9. Oktober: Berlin wird durch die Russen und Österreicher eingenommen
- Gründung von Abu Dhabi, heute Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate
- Register of Shipping in London gegründet als erster Zusammenschluss der Versicherer
- Johann Heinrich Lambert, elsässischer Universalgelehrter, begründet die Photometrie (Lichtmessung)
- Der englische König Georg II. (Kurfürst von Hannover) stirbt und sein Enkel Georg III. folgt ihm auf den Thron
- Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, pietistischer Geistlicher und Gründer der Herrnhuter Brüdergemeinde stirbt
- 22. Februar: Sophie von Sachsen-Hildburghausen, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld († 1776)
- 1. März: François-Nicolas-Léonard Buzot, französischer Revolutionär († 1794)
- 2. März: Camille Desmoulins, Führer der Französischen Revolution († 1794)
- 28. März: Georg Adlersparre, schwedischer General, Politiker und Schriftsteller († 1835)
- 28. März: Alexandre de Beauharnais, in Paris zeichnete sich während des US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieges aus und erwarb sich später durch seine Fähigkeiten in Paris nützliche Verbindungen († 1794)
- 10. Mai: Johann Peter Hebel, deutscher Dichter († 1826)
- 10. Mai: Claude Joseph Rouget de Lisle, französischer Kompon, Dichter und Offizier († 1836)
- 10. Mai: Charles-Melchior Arthur, marquis de Bonchamp
- 5. Juni: Johan Gadolin, finnischer Chemiker († 1852)
- 20. Juni: Richard Colley-Wellesley, 1. Marquess Wellesley, britischer Staatsmann
- 22. Juni: Joseph Ludwig Colmar, erster Bischof von Mainz nach dem Ende des Mainzer Erzbistums († 1818)
- 22. August: Leo XII., Papst 1823–1829 († 1829)
- 8. September: Luigi Cherubini, italienischer Komponist († 1842)
- 14. September: Luigi Cherubini, italienischer Komponist († 1842)
- 15. September: Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, preußischer General († 1824)
- 17. Oktober: Claude-Henri Comte de Saint-Simon, mittelloser Aristokrat, Offizier bei den US-amerikanischen Befreiungskriegen und Journalist († 1825)
- 20. Oktober: Alexandre-Théodore-Victor de Lameth, französischer Soldat und Politiker († 1829)
- 27. Oktober: August Graf Neidhardt von Gneisenau, preußischer Generalfeldmarschall († 1831)
- 11. November: Landolin Ohmacht, Bildhauer († 1834)
- 13. November: Jiaqing, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 23. November: François Noël Babeuf, französischer Agitator und Journalist († 1797)
- 2. Dezember: Joseph Graetz, deutscher Organist und Komponist († 1826)
- Ádam Pálóczi Horváth: ungarischer Schriftsteller, Volksliedsammler und Komponist († 1820)
- 27. Februar: Anna Magdalena Bach, zweite Frau von Johann Sebastian Bach ( - 1701)
- 14. März: Anton Fils, deutscher Komponist ( - 1733)
- 11. April: Prinz Moritz von Anhalt-Dessau, preußischer Heerführer ( - 1712)
- 24. April: Michele Mascitti, italienischer Violinist und Komponist ( - 1664)
- 9. Mai: Nikolaus Graf von Zinzendorf, Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine ( - 1700)
- 10. Mai: Johann Christoph Graupner, deutscher Komponist ( - 1683)
- 22. Mai: Rabbi Israel ben Eliezer, bekannt als der Baal Schem Tov, Begründer des Chassidismus
- 25. Oktober: Georg II. (Großbritannien), war von 1727 bis 1760 englischer König ( - 1683)
- 30. Oktober: Christian Ludwig Liscow, deutscher Satiriker ( - 1701)
- 29. November: Friederike Caroline Neuber, deutsche Schauspielerin ( - 1697)
ko:1760년
1828
- Siméon Denis Poisson führt die Querkontraktionszahl in die Elastizitätsprobleme ein
- Robert Brown veröffentlicht seine Entdeckung der Molekularbewegung (Edinburgh New Philosophical Journal 5 (1828))
- In Großenhain wurde die erste deutsche Bürgerbibliothek mit 132 Werken eröffnet
- Bureau Veritas in Antwerpen gegründet als erste Klassifikationsgesellschaft, (1832 nach Paris übergesiedelt)
- Friedrich Wöhler gelingt die Synthese von Harnstoff und beweist damit, dass organische Moleküle auch außerhalb von lebenden Systemen entstehen; die Grundlage der Biochemie und organischen Chemie
- 4. Juli: Der Grundstein für die erste Eisenbahn in den USA, der „Baltimore & Ohio Railroad (B & O)“, wird gelegt
Kultur
- 1. Februar: Uraufführung der Oper Ali, Pascha von Janina von Albert Lortzing am Stadttheater in Münster
- 26. Mai: Uraufführung der Oper Les Francs-Juges von Hector Berlioz am Salle du Conservatoire in Paris
- 8. August: Uraufführung der Oper Gabriella di Vergy von Saverio Mercadante am Teatro San Carlos in Lissabon
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Die Räuberbraut von Ferdinand Ries in Frankfurt am Main
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Clari von Fromental Halévy am Théâtre-Italienne in Paris
- 22. Dezember: Uraufführung der romantischen Oper Der Vampyr von Heinrich Marschner am Stadttheater in Leipzig
- 7. Januar: Karl Sontag, deutscher Schauspieler
- 8. Februar: Jules Verne, französischer Schriftsteller († 1905)
- 12. Februar: George Meredith, britischer Schriftsteller († 1909)
- 20. Februar: Charles Wimar, Maler († 1863)
- 20. März: Henrik Ibsen, norwegischer Schriftsteller († 1906)
- 17. April: Julius Bremer, Mitbegründer der Magdeburger Arbeiterbewegung († 1894)
- 21. April: Otto Blau, deutscher Orientalist († 1879)
- 23. April: Albert I., von 1873 bis 1902 König von Sachsen († 1902)
- 25. April: Johanna Mestorf, Erste Museumsdirektorin Deutschlands († 1909)
- 28. April: Leopold Auerbach, deutscher Anatom († 1897)
- 5. Mai: Albert Marth, deutscher Astronom († 1897)
- 8. Mai: Henri Dunant, Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und Mitgründer des IKRK († 1910)
- 12. Mai: Dante Gabriel Rossetti britischer Maler († 1882)
- 13. Mai: Hannes Finsen, isländischer Jurist, Gouverneur auf den Färöern († 1892)
- 21. Mai: Rudolf Koller, Schweizer Maler († 1905)
- 2. Juni: James Cutler Dunn Parker, US-amerikanischer Komponist († 1916)
- 5. Juni: Otto Martin Torell, schwedischer Geologe, Naturforscher und Nordpolfahrer († 1900)
- 17. Juni: Johann Karel Jacob de Jonge, niederländischer Historiker († 1880)
- 21. Juni: Ferdinand André Fouqué, französischer Geologe († 1904)
- 23. Juni: Johannes Schilling, deutscher Bildhauer († 1910)
- 25. Juni: Friederike Kempner, Dichterin († 1904)
- 7. Juli: Johann Joseph Otto Duvigneau, Magdeburger Kommunalpolitiker und Ehrenbürger († 1899)
- 16. Juli: Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur († 1896)
- 21. Juli: Heinrich Scharrer, deutscher Botaniker und Landschaftsarchitekt († 1906)
- 23. Juli: Jonathan Hutchinson, englischer Chirurg und Pathologe († 1913)
- 8. September: Joshua Lawrence Chamberlain, US-amerikanischer Militär und Politiker
- 9. September: Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller(† 1910)
- 15. September: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker († 1886)
- 19. September: Fridolin Anderwert, Schweizer Politiker († 1880)
- 28. September: Friedrich Albert Lange, deutscher Philosoph und protestantischer Theologe († 1875)
- 30. September: József Samassa, Erzbischof von Eger undKardinal († 1912)
- 3. Oktober: Woldemar Bargiel, deutscher Komponist († 1892)
- 5. November: Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph († 1885)
- 7. November: Paul Baudry, französischer Maler († 1886)
- 14. November: Andreas Andresen, deutscher Kunstbuchautor († 1871)
- 30. November: Gustav Zeuner, deutscher Ingenieur († 1907)
- 13. Dezember: Albert Suckow, württembergischer Kriegsminister
- 23. Dezember: Mathilde Wesendonck, Geliebte des Komponisten Richard Wagner († 1902)
- 29. Januar: Paul François Jean Nicolas Vicomte de Barras, französischer Politiker ( - 1755)
- 16. März: Johann Georg August Galletti, deutscher Historiker und Geograf ( - 1750)
- 27. März: Johann Gottfried Tulla, badischer Ingenieur ( - 1770)
- 5. April: Georg Joachim Göschen, deutscher Verleger ( - 1752)
- 16. April: Francisco José de Goya y Lucientes, spanischer Maler ( - 1746)
- 15. Mai: William Congreve, britischer Artillerist, Ingenieur und Raketentechniker ( - 1772)
- 7. Juli: August Hermann Niemeyer, deutscher Theologe und Pädagoge ( - 1754)
- 14. Juli: Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller ( - 1770)
- 15. Juli: Jean-Antoine Houdon, Bildhauer ( - 1741)
- 8. August: Nicholas-Louis Robert, Erfinder der Papiermaschine ( - 1761)
- 9. August: Friedrich Ludewig Bouterweck, deutscher Philosoph und Schriftsteller ( - 1766)
- 14. August: Karl August (Sachsen), war Herzog und Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach ( - 1757)
- 22. August: Franz Josef Gall, deutscher Arzt und Anatom ( - 1758)
- 29. August: Ludwig August Struve, Arzt ( - 1795)
- 23. September: Richard Bonington, britischer Maler ( - 1802)
- 18. Oktober: Konrad Engelbert Oelsner, deutscher politischer Publizist ( - 1764)
- 26. Oktober: Albrecht Thaer, Begründer der Agrarwissenschaft ( - 1752)
- 5. November: Sophia Dorothea Augusta Luisa von Württemberg, Zarin von Russland ( - 1759)
- 8. November: Thomas Bewick, englischer Grafiker und Holzschneider ( - 1753)
- 18. November: Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe ( - 1798)
- 19. November: Franz Schubert, österreichischer Komponist ( - 1797)
- 21. November: Bernhard Joseph Docen, deutscher Literaturwissenschaftler, Bibliothekar und Schriftsteller ( - 1782)
- 22. Dezember: William Hyde Wollaston, Arzt, Physiker und Chemiker ( - 1766)
ko:1828년
simple:1828
1922
Politik
- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Österreich wird die Stadt Wien ein selbständiges Bundesland
- 2. Januar: Die Halbinsel Krim erklärt die Unabhängigkeit
- 2. Januar: Gründung der Kommunistischen Partei Chiles
- 18. März: In Indien wird Mahatma Gandhi wegen zivilen Ungehorsams zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wird aber nur zwei Jahre absitzen
- 16. April: Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland. Beide Länder verzichten auf den Ersatz der Kriegskosten und -schäden
- Juni: Hitler wird wegen seiner aufrührerischen Reden zu einer vierwöchingen Gefängnisstrafe verurteilt
- 3. Juni: Churchill-Memorandum: Die Erklärung von 1917 sei so zu verstehen, dass in Palästina Juden und Moslems in einem Staat gleichberechtigt miteinander leben sollen
- 24. Juni: Reichsaußenminister Walther Rathenau wird von Nationalsozialisten ermordet
- 24. Juli: Mandatsvereinbarung zwischen den Alliierten Mächten zur Errichtung einer „nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina“
- 7. September: Grundsteinlegung für die zukünftige brasilianische Hauptstadt Brasília in der Nähe der Stadt Planaltina
- 28. Oktober: Mussolinis Marsch auf Rom, der ihn am 31. Oktober auch an die Macht bringt
- 30. Dezember: Gründung der Sowjetunion
- Gründung der [Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation] in Berlin
- Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei nach der Kleinasiatischen Katastrophe
- Konstituierung des Reichsverbands der Deutschen Landgemeinden
Wissenschaft und Technik
Luftfahrt
- März: Erstflug der De Havilland DH 34
- Oktober: Erstflug der Dornier Do C Komet
- November: Erstflug der Dornier Do J Wal
Wissenschaft
- Otto Stern und Walther Gerlach führen ihren Versuch zum Nachweis der Richtungsquantisierung in Magnetfeldern durch (Stern-Gerlach-Versuch)
- Frederick Sumner Brackett entdeckt die nach ihm benannte Serie im Spektrum des Wasserstoffs
- 4. November: Howard Carter entdeckt das Grab des Pharaos Tutanchamun
- Gründung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft
Kultur
- 2. Februar: Der Roman U | | |