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Baath-ParteiDie Baʿth-Partei (Wikipedia-Umschrift; meist Baath-Partei geschrieben) ist eine Partei, die in Syrien und bis zum Sturz Saddam Husseins im Frühjahr 2003 im Irak regierte. Ihr vollständiger arabischer Name lautet (hizb al-baʿth al-ʿarabī al-ischtirākī, „Arabische Sozialistische Partei der Wiedererweckung“; aus arab. „Auferstehung, Erneuerung“). Die Baath-Partei geht von der Doktrin einer einzigen ungeteilten arabischen Nation aus. Als Grundprinzipien gelten „Einheit, Freiheit, Sozialismus“. Im Kern ist (oder zumindest war) sie säkular, das heißt eher weltlich, nicht religiös (siehe auch Arabischer Nationalismus).
Die Partei wurde 1940 von dem Syrer und griechisch-orthodoxen Christen Michel Aflaq und dem sunnitischen Muslim Salah ad-Din al-Bitar in Damaskus gegründet. Im Laufe der Zeit bildeten sich ein syrischer und ein irakischer Flügel heraus, die sich untereinander befehdeten.
In Syrien bildet ein alawitischer Stamm die Machtbasis der Partei, im Irak stützte sich die von Saddam Hussein geführte Partei v. a. auf einen sunnitischen Klan aus Tikrit.
Während Saddam Hussein und die Baath-Partei im Jahre 2003 im Irak durch US-geführte Koalitionstruppen gestürzt wurde, regiert sie in Syrien nach wie vor; der syrische Präsident ist das Baath-Mitglied Baschar al-Assad.
Weblinks
- [http://albaath.online.fr/ Fī sabīl al-baʿth – Michel Aflaq] (arabisch)
Kategorie:Irakische Partei
Kategorie:Syrien
Kategorie:Nahostkonflikt
ja:バアス党
Saddam Hussein
Saddam Hussein 'Abd al-Madjid al-Tikriti (صدام حسين عبد المجيد التكريتي auf Arabisch) (wahlweise Aussprachen sind Hussein, Hussain oder Hossain) ( - 28. April 1937) war von 1979 bis 2003 Präsident des Irak.
Leben
Kindheit und Jugend
Saddam Hussein ist der Sohn von Saddam Abd al Majid, der vor seiner Geburt starb, und Subha Tulfah al-Musallat.
Er wurde 1937 im Dorf Als-Audja, im Bezirk Tikrit, Irak, in der Familie eines Schafhirten geboren; er ist sunnitischer Araber.
Im Alter von zehn Jahren kam er zu seinem Onkel Khayrallah Tulfah nach Bagdad.
Dessen älteste Tochter Sajida heiratete er im Jahre 1963 in Kairo.
Beginn der politischen Karriere
Saddam Hussein trat 1957 der damals noch verbotenen Ba'ath-Partei bei und nahm 1956 an einem erfolglosen Putschversuch gegen den irakischen König Faisal II. teil. 1958 unterstützte er eine andere, von General Abdul Karim Kassim geführte Gruppe.
In der Folge eines misslungenen Attentats auf Premierminister Kassim floh Hussein 1959 über Syrien nach Ägypten und wurde in Abwesenheit zum Tod verurteilt. Der Baath-Partei-Chef Fuad Rikabi wurde wegen dieses Misserfolgs durch Madjidi, einen entfernten Verwandten Saddam Husseins, 1959-61 ersetzt. Während des angeblichen Studiums an der juristischen Fakultät der Universität Kairo, ohne Abschluss [http://www.boell.de/de/04_thema/1863.html], knüpfte Hussein Kontakte zur CIA.
Am 8. Februar 1963 kehrte er nach einem erfolgreichen Putsch der Ba'ath-Partei, in dem Premier Kassim und viele Führungspersonen ihr Leben verloren, in den Irak zurück.
Nach dem Machtwechsel (Ramadanrevolte) wurde er 1964 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, flüchtete aber 1967.
1968 unterstützte er einen erfolgreichen Staatsstreich von Ba'ath-Partei und Armee.
Aufstieg
Als die Ba'ath-Partei 1968 im Irak an die Macht kam, übernahm Saddam Hussein in der neuen Regierung das Amt als stellvertretender Generalsekretär des revolutionären Kommandorates, sowie als Chef des Ministeriums für Staatssicherheit und des Propagandaministeriums 1969 auch das des Vizepräsidenten.
Am 1. Juni 1972 leitete er die Verstaatlichung westlicher Ölfirmen ein, die ein Ölmonopol im Irak hatten. Mit den Öleinnahmen entwickelte er das Land zu einer regionalen militärischen Großmacht. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf sorgten aber auch für den Wohlstand breiterer Bevölkerungsschichten.
Am 1. Juli 1973 wurde er vom Revolutionsrat zum Drei-Sterne-General der irakischen Streitkräfte ernannt, später ernannte er sich selbst zum Feldmarschall.
Am 6. März 1975 schloss er als Vizepräsident mit dem iranischen Schah Mohammad Riza Pahlavi das Abkommen von Algier über den Grenzverlauf im Schatt el Arab und die gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.
1979 ernannte Präsident Ahmed Hassan al-Bakr Saddam Hussein im Alter von 42 Jahren zum Vorsitzenden der Partei und zu seinem Nachfolger. Am 11. Juli 1979 wird er zum Generalsekretär der Ba'ath-Partei und am 16. Juli 1979 übernimmt er die Macht als Staats- und Regierungschef.
Danach leitete er eine blutige Säuberung der Ba'ath-Partei ein und verhindert so auch den geplanten Zusammenschluss mit dem ebenfalls ba'athistischen Regime Syriens.
Dennoch war auch danach Saddam Husseins Autorität noch nicht völlig unumschränkt. Zunächst hatten al-Bakr und Saddam Hussein die Ämter nur getauscht, al-Bakr blieb faktisch Vizepräsident bis zu seinem Tode im April 1982. Ein Gerücht handelt von dessen Vergiftung. Saddam Hussein jedenfalls nutzte diese erste Zäsur einer Machterweiterung bereits im Juli zu einer verhängnisvollen Alleinentscheidung - dem Rückzugsbefehl für die irakischen Truppen in einer entscheidenden Phase des Golfkrieges gegen Iran. Die zweite Zäsur ist 1989 anzusetzen. Mit dem Tode des Ba'ath-Partei-Gründers und Vizepräsidenten Michel Aflaq (wiederum war von Gift die Rede) und der Ausschaltung des als Kriegsminister im Golfkrieg populär gewordenen Khayrallah Tulfah im gleichen Jahr (mysteriöser Hubschrauberabsturz) gab es faktisch keinerlei auch nur ansatzweise rivalisierende moralische Autorität mehr neben oder hinter dem Präsidenten, die Saddam Husseins Entscheidung zum Krieg gegen Kuwait hätte beeinflussen können.
Der erste Golfkrieg
Etwa ein Jahr nach der Revolution im Iran gegen den prowestlichen Mohammad Reza Pahlavi annullierte Saddam Hussein am 17. September 1980 das Abkommen von Algier, welches zuvor auch der Iran als für nicht mehr bindend erklärt hatte. Irak verweigerte daraufhin die Räumung der 1975 abgetretenen Grenzgebiete, die seit dem 4. August unter iranischem Beschuss lagen. Am 22. September 1980 befahl er der irakischen Armee, den Iran mit neun von insgesamt zwölf Divisionen auf einer 600km breiten Front anzugreifen. Dies bildete den Auftakt für den fast acht Jahre dauernden Ersten Golfkrieg.
Dabei spielten auch verschiedene westliche Staaten, die ihn wegen der drohenden Niederlage gegen den Iran massiv unterstützten, wie z. B. Frankreich (Israel zerstörte im Jahr 1981 den irakisch-französischen Atomreaktor Osirak) und Deutschland als Rüstungsexporteure und Lieferanten für Nuklear- sowie Chemieanlagen (Pestizide-Giftgas) eine führende Rolle. Oft geäußerten Ansichten entgegen gehörten die USA bezüglich des Volumens der Waffenlieferungen eher zur zweiten Reihe, dafür belieferte Washington aber beide Seiten (Irangate). Hauptunterstützer des Iraks waren die Sowjetunion, Frankreich und die Volksrepublik China (welches allerdings auch den Iran belieferte). Auf einer vom Stockholmer SIPRI-Institut erstellten Übersicht folgen die USA erst an 11. Stelle.
Eine besondere Bedeutung hatten allerdings auch die sunnitischen bzw. wahabitischen Golfstaaten als Kreditgeber und Finanziers des ersten Golfkrieges (Bedrohungsszenario durch den schiitischen Iran). Das Unvermögen, die Kredite zurückzuzahlen, wird allgemein als einer der Gründe für die versuchte Annektierung Kuwaits durch den Irak betrachtet.
Während des Krieges gegen den Iran setzte Saddam Hussein mit stillschweigender Billigung eines Großteils der Staatengemeinschaft Giftgas ein, wobei er Hunderttausende junger Iraner vergaste (Siehe auch Kriegsverbrechen, Demozid). Der US-Geheimdienst stellte dem Irak Satellitenbilder der iranischen Stellungen zur Verfügung. Bei einem Besuch in Bagdad regte der damalige Reagan-Vertraute Rumsfeld die Verwendung von Giftgas an.
Um die Neutralität der schiitischen Bevölkerungsmehrheit Iraks im Krieg gegen den Iran zu sichern, trat Saddam Hussein 1981 im Beisein des damaligen Großayatollah Khoy formal zur Schia über. Dieser Schritt wurde aber weder von Schiiten noch von Saddam Hussein bzw. den Sunniten ernstgenommen, und auch Khoy überlebte Saddams Regime nicht.
Am 18. Juli 1988 willigte der Iran in die Waffenstillstandsbedingungen der VN-Resolution 598 ein, die Saddam Hussein bereits zuvor akzeptiert hatte. Ayatollah Chomeini kommentierte dies mit dem Zusatz „Lieber hätte ich Gift genommen“. Am 8. August 1988 wurde ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, das am 20. August 1988 in Kraft trat. Zum Abschluss eines Friedensvertrages ist es seither nicht gekommen.
1988 wurde die kurdische Stadt Halabdscha vermutlich von der irakischen Luftwaffe mit Giftgas angegriffen, wobei etwa 5000 Zivilisten zu Tode kamen. Erst dieser Giftgaseinsatz wurde von der westlichen Presse zur Kenntnis genommen, aber von staatlicher Seite nicht verurteilt.
Der zweite Golfkrieg
Am 2. August 1990, zwei Jahre nach dem Waffenstillstand, ließ Saddam Hussein Kuwait besetzen. Die Besetzung erfolgte, nachdem Kuwait die Ölfördermenge erhöht hatte und somit die Ölpreise senkte, was dem Irak missfiel, da man dort gerade im Wiederaufbau des Landes nach dem ersten Golfkrieg war. Vor der Besetzung signalisierte das Weiße Haus, dass die USA im Falle einer Besetzung nicht intervenieren würden, was Saddam Hussein de facto als amerikanische Erlaubnis für einen Angriff auf Kuwait sah. Im Zweiten Golfkrieg wurde seine Armee Anfang 1991 durch die von den USA geführte Koalition fast vernichtend geschlagen. Auf dem Weg nach Bagdad zogen sich die amerikanischen Truppen aber in Erwartung heftigeren Widerstandes (besonders gegen die Verbindungslinien) zurück, zumal die US-Verbündeten nicht weiter mitzogen. Der von westlichen Kräften ermutigte Aufstand der Schiiten im südlichen Irak gegen Saddam Hussein wurde durch die militärisch immer noch überlegene Regierung trotz Einrichtung einer Flugverbotszone brutal niedergeschlagen.
Saddam Hussein überlebte zahlreiche Putschversuche und Attentate, auch von ausländischen Geheimdiensten. Er förderte aktiv die Modernisierung der irakischen Wirtschaft und den Aufbau von Industrie, Verwaltung und Polizei. Er leitete den Ausbau des irakischen Landes, die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Bodenreform sowie die Volksbildung. Vor 1990 war die Analphetisierungsrate bei Mädchen auf unter 10 Prozent gesenkt, nach der Zerstörung der Schulen in den Kriegen von 1991 und 2003 stieg sie auf 76 Prozent, so die UNESCO.
Er beförderte eine vollständige Neuentwicklung der Energiewirtschaft, förderte den öffentlichen Dienst sowie Transport und Erziehung. Er brachte eine nationale Alphabetisierungskampagne auf den Weg und führte die Schulpflicht ein.
Seit dem 29. Mai 1994 war er zusätzlich Premierminister, Vorsitzender der Ba'ath-Partei und Oberkommandierender der Armee. Im Oktober 1995 ließ er sich ohne Gegenkandidaten mit 97% der abgegebenen Stimmen auch offiziell zum Präsidenten wählen. Die Gratulation durch den ehemaligen Staatspräsidenten Abdul Rahman Aref verlieh dieser Farce aber einen beinahe legitimen Anstrich.
1995 flüchteten Saddams Schwiegersöhne sowie der Geheimdienstchef und dessen Bruder wegen Meinungsverschiedenheiten nach Jordanien. Angeblich durch Saddam begnadigt, kehrten sie in den Irak zurück, wo sie im Februar 1996 inhaftiert und hingerichtet wurden.
Die Vereinten Nationen hatten seit dem Golfkrieg ein ununterbrochenes Handelsembargo über das Land verhängt. 1996 akzeptierte das irakische Parlament den „Oil For Food“-Plan des UNO-Sicherheitsrates, der dem Irak den Verkauf begrenzter Mengen Erdöl ermöglichte, um dringende humanitäre Bedürfnisse zu decken.
Im Oktober 2002 wurde Saddam Hussein in einer offensichtlich fingierten Wahl mit fast 100 Prozent der Stimmen als Führer des Landes für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt.
Der dritte Golfkrieg
Im so genannten Dritten Golfkrieg (20. März 2003) marschierten Truppen der USA und verbündeter Staaten in den Irak ein, schlugen die irakische Armee und besetzten das Land vollständig. Die USA begründeten dies damit, dass der Irak durch Entwicklung und Besitz von Massenvernichtungswaffen gegen die über ihn verhängten VN-Resolutionen verstieße, und dass Saddam Hussein terroristische Organisationen wie Al Qaida unterstützen würde. Beides konnte jedoch bis heute nicht bestätigt werden.
Auf Saddam Hussein und eine Reihe von führenden Angehörigen der Regierung wurde ein Kopfgeld von 25 Millionen US-Dollar ausgesetzt.
Nach Kriegsende tauchten Tonbandaufnahmen auf, in denen eine männliche Stimme dazu aufrief, „die Invasoren aus unserem Land zu vertreiben“. Es wird als wahrscheinlich angesehen, dass es sich dabei um die Stimme Saddam Husseins handelte.
Seine Söhne Udai und Kusai, die für ihre Grausamkeit gefürchtet waren, kamen am 22. Juli 2003 bei einem US-Angriff auf ihren Unterschlupf in Mosul nach heftigen Kämpfen ums Leben. Sein dritter und jüngster Sohn (Ali Hussein) ist untergetaucht.
Saddam Husseins Festnahme
Ali Hussein
Am 13. Dezember 2003 wurde Saddam Hussein von amerikanischen Besatzungstruppen festgenommen. Nach US-amerikanischer Darstellung wurde er im Zuge einer Razzia in einem Dorf etwa 15 Kilometer von seiner Heimatstadt Tikrit entfernt aufgegriffen. Dabei soll kein Schuss gefallen sein. Er soll sich in einem Haus in einem gemauerten Erdloch versteckt und einen Vollbart getragen haben. Bei ihm soll Bargeld im Wert von etwa 750.000 US-Dollar gefunden worden sein. Der von der amerikanischen Führung verbreitete Hergang der Festnahme und der konkrete Zeitpunkt wird durch den Anwalt Saddam Husseins sowie ihn selbst bestritten; auch der ehemalige US-Soldat Nadim Abou Rabeh sagte im März 2005, dass die Szene mit dem sog. Erdloch gestellt worden sei, Saddam Hussein in einem Haus gelebt habe und die US-Soldaten bei der Festnahme auf Widerstand gestoßen seien.
Seine Identität wurde nach amerikanischen Angaben durch eine DNS-Probe sowie anhand von Zähnen und Narben nachgewiesen. Wie die USA allerdings an früheres DNS-Material zum Vergleich gelangt waren, blieb offen. Die offizielle Bestätigung der Festnahme erfolgte am 14. Dezember 2003 um etwa 13 Uhr MEZ durch den britischen Premierminister Tony Blair und kurz danach in einer Pressekonferenz durch Paul Bremer, den US-amerikanischen Zivilverwalter im Irak.
Saddam Hussein wird im Hochsicherheitsgefängnis Camp Cropper festgehalten und soll vor ein irakisches Gericht gestellt werden. Am 10. Januar 2004 gab die US-amerikanische Regierung bekannt, Saddam Hussein sei nun offizieller Kriegsgefangener der USA. Am selben Tag forderte der irakische Regierungsrat die Vereinigten Staaten auf, Hussein als einen Kriminellen der irakischen Justiz zu übergeben. Der Status des Kriegsgefangenen ermöglicht unter anderem, dass unabhängige Beobachter und Hilfsorganisationen (z. B. das Rote Kreuz) mit dem Ex-Diktator in Kontakt treten können, um sich von dessen Unversehrtheit und den Haftbedingungen ein Bild machen zu können.
Am 30. Juni 2004, also zwei Tage nach der offiziellen Machtübergabe der USA an die irakische Übergangsregierung, wurde Hussein nach sechs Monaten der irakischen Justiz übergeben.
Die Anklage
Das irakische Justizsystem wurde in den 1920er Jahren von den Briten aufgebaut, für die Schulung im internationalen Recht für diesen Prozess hatten die irakischen Juristen ein Jahr Zeit.
Ein Sondertribunal wird sich nun mit ihm und 11 weiteren Politikern und Militärs des Iraks beschäftigen. In einer ersten Anhörung ohne Anwalt am 1. Juli 2004, welche überwiegend ohne Ton (US-Zensur) auch im Fernsehen übertragen wurde, stritt er jede Schuld ab und erkannte das Tribunal nicht an. Er sieht sich weiterhin als Präsident: „Ich bin Saddam Hussein, der Präsident des Irak“. Er bleibt unter Bewachung der USA.
Gemäß irakischem Recht wird Saddam Husseins Einmarsch in Kuwait vor dem Tribunal verhandelt werden.
Geplante Ausnahmen:
- Der Überfall auf den Iran 1980 soll nicht als Angriffskrieg verhandelt werden. Die iranische Regierung beabsichtigt aber, in Bagdad zu klagen, da Saddam Hussein 1980 den Krieg gegen Iran begonnen und Chemiewaffen eingesetzt hatte. Quelle: [http://www.nzz.ch/2004/07/04/al/page-newzzDW8WKYZG-12.html NZZ]
- Die westlichen Regierungen, die Sowjetunion, Kuwait und Saudi-Arabien sitzen für Ihre Unterstützung des Irak mit Waffen, Giftgas, operativer Hilfe und Krediten im Ersten Golfkrieg nicht mit auf der Anklagebank.[http://www.nadir.org/nadir/initiativ/kurdi-almani-kassel/aktuell/2001/dez2001/irakwaff.htm]
Auf jeden Fall werden Saddam Hussein die in diesen Kriegen verübten Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit (laut Human Rights Watch wurden bis zu 290.000 Menschen ermordet http://www.hrw.org/reports/2003/iraq0503/) zur Last gelegt.
Die US-Regierung hat sich sehr bemüht, ein funktionsfähiges Tribunal aufzubauen. Die Ermittlungen werden laut New York Times vom FBI und einer Einheit des US-Justizministeriums geführt. Die irakischen Juristen erhalten Unterstützung von ausländischen Experten. Salam Tschalabi, der Gerichtsdirektor, wurde in den USA ausgebildet, so die [http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/539/34505/ SZ].
Der Prozess
FBI
Der Prozess begann am 19. Oktober 2005.
In erster Instanz wird eine Kammer aus fünf Richtern unter dem Vorsitz von Rizgar Muhammad Amin urteilen. In der Berufung entscheiden neun Richter. Die Anklage lautet auf Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, die während seiner Präsidentschaft 1979 bis 2003 begangen worden sein sollen.
Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Als erster Anklagepunkt gilt ein Massaker in der Stadt Dudschail. Dort sind 1982 nach einem Attentatsversuch auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Die weiteren zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff auf Kurden in der Stadt Halabdscha (1988) bis hin zur Tötung zehntausender Schiiten nach deren Aufstand 1991. In der irakischen Öffentlichkeit wird der unter strengster Geheimhaltung abgehaltene Prozess mit geringem Interesse verfolgt, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Die US-Amerikanische Regierung ist allerdings bemüht diesen Eindruck zu vermeiden. Praktisch alle Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Prozess gegen Hussein völkerrechtswidrig und das Tribunal widerrechtlich eingesetzt wurde. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch betonte zudem, dass die Rechte der Angeklagten beschnitten werden.
Das Urteil
Der kurdischstämmige, irakische Staatspräsident Dschalal Talabani sprach sich gegen die Todesstrafe für Saddam Hussein aus und würde ein Todesurteil nicht unterzeichnen. Saddam Hussein habe „massakriert“ und „er hat unsere Städte abgebrannt und zerstört.“ – Der neue Irak, der gerade im Entstehen sei, müsse deshalb die Rechte der kurdischen Bevölkerung achten. „Wenn der Irak diese Verpflichtung nicht anerkennt, wird das das Ende der irakischen Einheit sein“.
Quellen:
[http://www.bbv-net.de/public/article/nachrichten/politik/special/hussein/52947 bbv]
[http://derstandard.at/?url=/?id=2248551 der Standard]
Familie Saddam Husseins
- 1. Ehefrau Sajida Talfah (Heirat 1963)
- Sohn Udai Hussein ( - 1964, † 22. Juli 2003)
- Sohn Kusai Hussein ( - 1967, † 22. Juli 2003)
- Tochter Raghad Hussein ( - 1968)
- Tochter Rana Hussein ( - 1969)
- Tochter Hala Hussein ( - 1979)
- 2. Ehefrau Samira el Shabandar (Heirat 1986)
- Sohn Ali Saddam Hussein ( - 1980 oder 1983)
- 3. Ehefrau Nidal Al Hamdani (Heirat 1990)
Zitate
- „Dies ist alles Theater, der wahre Verbrecher ist (US-Präsident) Bush.“ (1. Juni 2004 während seiner ersten Anhörung vor einem Gericht im Irak).
- „Ich bin der wahre Präsident des Irak.“
Werke
- Zabibah und der König, eine Liebesgeschichte, [http://www.editio-defacto.de/ editio defacto], Kassel, ISBN 3-9808561-2-7
Weblinks
-
- [http://www.hrw.org/reports/2003/iraq0503/ Human Rights Watch schätzt, dass Saddam Hussein 290.000 Menschen ermorden ließ]
- [http://www.iran-azad.de/D/DUuP/Irak.htm Irak, Kuweit und das Öl]
- [http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=worldNews&storyID=2005-10-21T174456Z_01_MAI141823_RTRDEOC_0_IRAK-SADDAM-ENTFUEHRUNG-TOT-ZF.xml Entführter Anwalt aus Saddam-Prozess erschossen]
Hussein, Saddam
Hussein, Saddam
Hussein, Saddam
Hussein, Saddam
Kategorie: Politiker (Irak)
ja:サッダーム・フセイン
ko:사담 후세인
ms:Saddam Hussein
simple:Saddam Hussein
th:ซัดดัม ฮุสเซน
Arabischer SozialismusIslamischer Sozialismus ist eine Variante des sogenannten "Dritten Weges" zwischen Kommunismus (Sozialismus) und Kapitalismus (Imperialismus). Er ist seinem Wesen nach anti-imperialistisch, aber auch anti-atheistisch.
Sich beziehend auf die Grundziele des Ur-Islam (weltweites Friedensreich Gottes auf Erden, absolute Gerechtigkeit, Schutz und Unterstützung der Armen und Schwachen), die so auch für das Ur-Christentum und den Ur-Sozialismus gelten können, hielt z.B. der iranisch-schiitische Ayatollah Taleqani Sozialismus und Islam grundsätzlich für vereinbar. Der libysche Revolutionsführer al-Qadafi wiederum definierte den Islam gar als wichtigste Triebkraft zum Erreichen des Sozialismus (in der marxistisch-leninistischen Theorie ist der Klassenkampf der Arbeiterklasse die wichtigste Triebkraft).
Auch Ägyptens Präsident Nasser vermengte Islam, Revolution und Sozialismus: Er bezeichnete die Ziele der Revolution als urislamisch und den Islam als erste Verkündung eines Sozialismus, der mit Freiheit und Gleichheit einhergehe. Trotz des Gegensatzes Nation-Religion sind seine Übergänge zum "arabischen Sozialismus" also oft fließend. Die erste Arabische Sozialistische Partei wurde 1921 in Ägypten gegründet.
Zu den wichtigsten Erscheinungsformen der Ideologie eines Islamischen Sozialismus zählen vor allem:
- der "arabische Sozialismus" des ägyptischen Präsidenten Gamal Abd an-Nasser (1954-1970) und seiner "Arabischen Sozialistischen Union" (Einheitspartei, ASU), auch als Nasserismus bezeichnet
- die "Dritte Internationale Universaltheorie" (Das Grüne Buch) des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Qadafi (Gaddafi), der sich selbst als Schüler Nassers betrachtet, dessen Staatsform (Volksmassenstaat) aber eher anarchistisch als sozialistisch ist. Sie ist nicht nur an Araber und/oder Muslime, sondern auch an Nichtmuslime gerichtet.
- der "arabische Sozialismus" der Baath-Partei (Sozialistische Partei der Arabischen Wiedergeburt), die 1963 in Syrien und Irak (bis 2003) an die Macht kam, deren Flügel aber untereinander verfeindet sind, auch als Baathismus bezeichnet
- der linke oder linksliberale Islam des schiitischen Ayatollahs Mohammed Taleqani, der zur "Islamischen Revolution" im Iran beitrug, aber nach Taleqanis Tod (1979) den Konservativen und Traditionalisten unter Ayatollah Khomeini im Machtkampf unterlag. Als Nachfolger oder Schüler Taleqanis betrachten sich faktisch alle linken bzw. linksliberalen Oppositionsgruppen im Iran, vor allem aber die Volksmodjahedin im Exil. Aber auch Khomeini übernahm Taleqanis Parole "Weder Ost noch West"
- der drusische Sozialismus im Libanon, vertreten durch die eher persönlichen als ideologischen Anschauungen der Drusen-Führer Kamal Dschumblat bzw. seines Sohnes und Nachfolgers Walid Dschumblat. Die Dschumblat-Partei (sozialistische Fortschrittspartei, PSP) ging im Bürgerkrieg daher folgerichtig Allianzen mit linken (al-Murabitun) und kommunistischen Kräften ein, das Verhältnis zum "sozialistischen" Syrien aber war bzw. ist wechselhaft
- der Bhutto-Sozialismus des einstigen pakistanischen Premiers bzw. Präsidenten Zulfikar Ali Bhutto, dessen Volkspartei (PPP) durch seine Tochter und Nachfolgerin Benazir Bhutto zwar einen Rechtsruck erfahren hat, dessen Sohn Murtaza Bhutto aber deutlich linkere Positionen vertrat
- weitere Beispiele eines islamisch-sozialistischen Sonderwegs gab es in Somalia unter Siad Barré, in Algerien unter Boumeddine, in Indonesien unter Sukarno sowie unter den Sozialisten im Südjemen.
- Einen sozialistischen Ansatz, der neben seine Wurzeln in den Werken von Marx und Hegel primär in der Gedankenwelt der islamischen Mystik hat, entwickelte der sudanesische Intellektuelle Mahmoud Mohamed Taha (1909-1985). Taha und seine AnhängerInnen, die Republikanischen Brüder/Schwestern, setzten sich für einen föderalistischen, demokratischen, weltlichen und sozialistischen Sudan und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ein. Taha wurde mehrfach der Apostasie bezichtigt und 1985 deswegen vom Numeiri-Regime zum Tode verurteilt und hingerichtet.
- die nach der russischen Oktoberrevolution 1917-22 von dem Tataren Mir Sultan Galijew angestrebte Symbiose von Türkentum, Kommunismus und Islam innerhalb Sowjetrußlands bzw. als dessen Schwesterrepublik
Kategorie:Islam
Kategorie:Sozialismus
SäkularUnter säkular versteht man:
# weltlich, profan (nicht kirchlich); Gegensatz zu geistlich siehe: Säkularismus, Säkularisierung
# alle hundert Jahre wiederkehrend (lat. saeculum, Jahrhundert)
# monotone Bahnstörungen (immer in gleicher Richtung wirkend)
1940
Politik
- 1. Januar: Marcel Pilet-Golaz wird zum zweiten Mal Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Studentische Dienstpflicht tritt im Deutschen Reich in Kraft
- 12. März: Finnland verzichtet im Vertrag von Moskau auf Karelien
- 18. März: Zweiten Weltkrieg Achsenmächte: Adolf Hitler und Benito Mussolini treffen sich am Brennerpass in den Alpen und vereinbaren die Allianz gegen Frankreich und Großbritannien
- 9. April: Deutsche Truppen besetzen Dänemark und Norwegen
- 12. April: Britische Truppen besetzen die zu Dänemark gehörenden Färöer
- 25. April: Die Flagge der Färöer wird von Großbritannien international anerkannt. Seitdem ist der 25. April auf den Färöern ein Feiertag
- 10. Mai: Beginn des 'Blitzkriegs', die deutsche Wehrmacht besetzt die Niederlande, Belgien und das neutrale Luxemburg, um die Maginot-Linie zu umgehen
- 10. Mai: Die Regierung Chamberlain tritt zurück, ein Kriegskoalitionskabinett unter Churchill übernimmt die Führung Großbritanniens
- 12. Mai: Beginn des 'Blitzkriegs' gegen Frankreich, die deutsche Wehrmacht überschreitet die französische Grenze
- 13. Mai: Der britische Premier Winston Churchill hält seine bekannte „Blut, Schweiß und Tränen“-Rede vor dem britischen Parlament
- 14. Mai: Bombardierung der niederländischen Stadt Rotterdam
- 15. Mai: Kapitulation der niederländischen Regierung (mit Ausnahme der Provinz Zeeland)
- 10. Juni: Italien erklärt Frankreich und Großbritannien den Krieg
- 14. Juni: Deutsche Truppen besetzen Paris
- 14. Juni: Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wird eröffnet
- 17. Juni: Die Sowjetunion besetzt Estland und Lettland
- 18. Juni: Der französische General Charles de Gaulle ruft von London aus zum Widerstand auf und bildet das provisorische Nationalkomitee (Exilregierung)
- 22. Juni: Compiegne: am gleichen Ort im gleichen Eisenbahnwagon wie 1918 wird der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet
- 3. Juli: Britische Flugzeuge bombardieren die französische Flotte in Mers-el-Kebir
- 6. August: Estland. Erzwungener Beitritt zur Sowjetunion
- 13. August: Die deutsche Luftwaffe beginnt die Luftschlacht um England
- 30. August: Zweiter Wiener Schiedsspruch: Ungarn erhält Landesteile von Rumänien
- 6. September: Carol II., König von Rumänien dankt ab. Sein Sohn Michael I. wird der Nachfolger
- 27. September: Dreimächtepakt zwischen Deutschem Reich, Italien und Japan. Unterzeichnung im Großen Saal der Neuen Reichskanzelei
- 28. Oktober: Metaxas lehnt das Ultimatum Mussolinis zur Kapitulation mit dem berühmten "όχι" ab
- 12. Dezember: „Ewiger“ ungarisch-jugoslawischer Freundschaftsvertrag (am 3. April 1941 von Ungarn gebrochen)
Wirtschaft
- 15. Mai: Verkaufsstart für Nylonstrümpfe
- 15. Mai: Das erste McDonald's-Restaurant wurde in San Bernardino, Kalifornien, eröffnet
- die spanische Fluggesellschaft Iberia (Líneas Aéreas de España) wird gegründet
Wissenschaft und Technik
- 27. Februar: Entdeckung der C-14-Radiokarbonmethode
- 27. April: Abschluss der Abwrackung von LZ 127 „Graf Zeppelin“' und LZ 130 „Graf Zeppelin II“: Ende der Groß-Luftschiff-Ära
- 6. Mai: Sprengung der Luftschiffhallen auf dem Flugplatz „Rhein-Main“
- 12. September: Entdeckung der prähistorischen Höhlenmalereien in der Höhle von Lascaux
Kultur
- 16. April: Uraufführung der Oper Maryša von Emil František Burian in Brünn (Brno)
- 18. Mai: Uraufführung der Oper Volo di notte von Luigi Dallapiccola am Teatro comunale in Florenz
Katastrophen
- 23. April: Der Zerstörer „La Railleuse“ (Frankreich) sinkt nach einer Kesselexplosion in Casablanca (Marokko). 28 Tote unter der 159 Mann starken Besatzung
- 30. April: Der Zerstörer „Maille-Brézé“ (Frankreich) sinkt nach einer inneren Explosion bei Greenock. 28 Tote unter der 240 Mann starken Besatzung
- 17. Juni: Deutsche Bomber versenken vor St-Nazaire den zur Evakuierung britischer Truppen aus Frankreich eingesetzten Passagierdampfer RMS Lancastria mit etwa 6.000 Menschen an Bord. Die Angaben über die Anzahl der Opfer schwanken zwischen 2.000 und 4.000 Toten. Es handelt sich um den verlustreichsten Schiffsuntergang der britischen Geschichte, der jedoch auf Befehl Winston Churchills geheim gehalten wird
- 16. Juli: Im Nebel kollidiert der britische Zerstörer „Imogen“ im Pentland Firth mit einem anderen Schiff und sinkt. 18 Tote
- 22. Oktober: Nach der Kollision mit einem Frachtschiff sinkt der kanadischen Zerstörer „Margaree“ im Nordatlantik. 140 Tote
- 10. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Rumänien, ca. 1.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 7. April: Endstand 2:2 im Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Ungarn im Olympiastadion Berlin
- 1. Mai: Keine Olympischen Spiele wegen des Krieges
- 6.–8. Juli: Tennis Länderwettkampf in Berlin zwischen Deutschland und Italien endet 1:5
- 1. September: Endstand beim Fußball-Länderspiel in Leipzig zwischen Deutschland und Finnland 13:0
1. Halbjahr
- 1. Januar: Anna Prucnal, polnisch-französische Schauspielerin und Sängerin
- 1. Januar: Genya Ravan, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 2. Januar: Horst Rankl, bayerischer Schriftsteller und Schauspieler
- 4. Januar: Brian D. Josephson, britischer Physiker
- 4. Januar: Gao Xingjian, chinesischer Erzähler, Übersetzer, Dramatiker, Regisseur, Kritiker und Künstler
- 4. Januar: Helmut Jahn, deutsch-amerikanischer Architekt
- 5. Januar: Athol Guy, australischer Musiker
- 5. Januar: Phil Trim, spanischer Musiker afroafrikanischer Abstammung
- 6. Januar: Van McCoy, US-amerikanischer Musiker und Produzent († 1979)
- 7. Januar: Helga Schubert, deutsche Psychologin und Autorin
- 9. Januar: Ruth Dreifuss, Schweizer Politikerin
- 11. Januar: Eike Ebert, deutscher Politiker
- 12. Januar: Matthias Habich, deutscher Schauspieler
- 13. Januar: Dieter Schulte, deutscher Gewerkschafter
- 13. Januar: Detlef Engel, deutscher Schlagersänger
- 13. Januar: Tadaoki Ishihara, japanischer Komponist und Professor
- 14. Januar: Siegmund Nimsgern, deutscher Opern- und Konzertsänger
- 16. Januar: Franz Müntefering, deutscher Politiker
- 17. Januar: Frieder Birzele, deutscher Politiker und MdL
- 17. Januar: Hans-Werner Hector, deutscher Unternehmer, Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP AG
- 17. Januar: Kipchoge Keino, kenianischer Leichtathlet
- 17. Januar: Tabaré Vázquez, uruguayischer Politiker
- 18. Januar: Pedro Rodriguez, mexikanischer Formel 1 und Sportwagenrennfahrer († 1971)
- 18. Januar: Martin Kayenburg, deutscher Politiker und MdL
- 19. Januar: Bernhard Sinkel, deutscher Regisseur, Autor und Produzent
- 19. Januar: Paolo Borsellino, italienischer Richter und Mafia-Jäger († 1992)
- 19. Januar: Edmund White, US-amerikanischer Schriftsteller
- 21. Januar: Jack Nicklaus, US-amerikanischer Golfspieler
- 22. Januar: Eberhard Weber, Bassist und Komponist
- 22. Januar: John Hurt, britischer Schauspieler
- 23. Januar: Jürgen Grasmück, deutscher Autor von Science-Fiction-Romanen
- 23. Januar: Werner Krämer, deutscher Fußballspieler
- 23. Januar: Armin Maiwald, deutscher Journalist, Fernsehregisseur und -moderator
- 23. Januar: Johnny Russell, US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter († 2001)
- 24. Januar: Joachim Gauck, erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
- 24. Januar: Alois Glück, deutscher Politiker und MdL
- 25. Januar: Wolfgang Paul (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: Brent McCall, US-amerikanischer Komponist
- 27. Januar: Daniel Gray Quillen, US-amerikanischer Mathematiker
- 27. Januar: James Cromwell, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. Januar: Miguel Barnet, kubanischer Schriftsteller und Ethnologe
- 28. Januar: Helma Gautier, österreichische Schauspielerin
- 28. Januar: Guido Bachmann, Schweizer Schriftsteller und Schauspieler († 2003)
- 29. Januar: Katharine Ross, US-amerikanische Schauspielerin und Kinderbuchautorin
- 1. Februar: Henning Kaul, bayerischer Politiker
- 4. Februar: Ulla Norden, deutsche Schlagersängerin
- 4. Februar: George A. Romero, US-amerikanischer Regisseur, Produzent
- 5. Februar: Hans Ruedi Giger, Schweizer Grafiker und bildender Künstler
- 6. Februar: Helga Thiede, deutsche Sängerin (Sopran)
- 6. Februar: Tom Brokaw, US-amerikanischer Journalist
- 9. Februar: Hubert Burda, Kunsthistoriker und Verleger
- 9. Februar: John M. Coetzee, südafrikanischer Schriftsteller
- 10. Februar: Rainer Holbe, deutscher Journalist, TV-Moderator und Autor
- 11. Februar: Werner Mauss, deutscher Privatdetektiv und Agent
- 12. Februar: Pastor Vega, kubanischer Regisseur
- 13. Februar: Winfried Heurich, deutscher Organist, Chorleiter und Komponist
- 13. Februar: Werner Pirchner, österreichischer Komponist († 2001)
- 14. Februar: Mary Rand, britische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 16. Februar: Uwe Bremer, deutscher Maler und Graphiker
- 17. Februar: Eckart Werthebach, deutscher Politiker
- 17. Februar: Karl Hermann Haack, deutscher Politiker
- 17. Februar: Winfried Hassemer, deutscher Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 18. Februar: Anna Oppermann, deutsche bildende Künstlerin († 1993)
- 18. Februar: Fabrizio De André, italienischer Liedermacher († 1999)
- 19. Februar: Saparmyrat Nyýazow, Staats- und Regierungschef von Turkmenistan
- 19. Februar: Smokey Robinson, US-amerikanischer Sänger
- 20. Februar: Christoph Eschenbach, deutscher Pianist und Dirigent
- 20. Februar: Rudolf Edlinger, österreichischer Politiker
- 22. Februar: Jon Elster, norwegisch/nordamerikanischer Soziologe
- 22. Februar: Chet Walker, US-amerikanischer Basketballspieler
- 22. Februar: Billy Name, US-amerikanischer Fotograf und Filmemacher
- 24. Februar: Denis Law, ehemaliger schottischer Fußballspieler
- 24. Februar: Guy Périllat, französischer Skirennläufer
- 24. Februar: Reinhold Thode, Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 25. Februar: Sigmar Wittig, Professor für Maschinenbau, Vorstandsvorsitzender des DLR
- 26. Februar: Rainer Willingstorfer, österreichischer Künstler und Grafikdesigner († 1989)
- 27. Februar: Friedel Rausch, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 28. Februar: Hideo Ochi, Weltmeister 1966 und 1967 in Kumite und Kata
- 29. Februar: Joachim Alda, deutscher Fußballspieler
- 29. Februar: Klaus-Dieter Lehmann, deutscher Kulturmanager
- 29. Februar: Bartholomäus I., Patriarch von Konstantinopel
- 2. März: Lothar de Maizière, deutscher Politiker, 1990 Ministerpräsident der DDR
- 2. März: Juraj Beneš, slowakischer Komponist, Lehrer und Pianist († 2004)
- 3. März: Horst Schmidbauer, deutscher Politiker und MdB
- 4. März: Franz Löschnak, Jurist, Politiker
- 4. März: Wolfgang Hoffmann-Riem, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 5. März: Josef Piontek, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 7. März: Rudi Dutschke, Studentenführer, Dissident († 1979)
- 8. März: Peter Baumbach, deutscher Architekt und Professor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
- 8. März: Manfred Manglitz, deutscher Fußballspieler
- 10. März: Chuck Norris, Schauspieler und Karateweltmeister
- 12. März: Mauri Antero Numminen, finnischer Sänger, Komponist, Buchautor und Filmemacher
- 12. März: Al Jarreau, US-amerikanischer Jazz-, Pop- und R & B-Sänger und Songautor
- 12. März: Sheila Och, Kinderbuchautorin († 1999)
- 13. März: Herbert Schui, deutscher Volkswirtschaftler und Politiker
- 14. März: Julian Hunte, Präsident der 58. UN-Generalversammlung
- 14. März: Hans-Olaf Henkel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V
- 15. März: Roland Schmider, Präsident des KSC
- 16. März: Barbara Stolterfoht, deutsche Sozialpolitikerin
- 16. März: Claus Offe, deutscher Politologe
- 16. März: Jan Pronk, UN-Sonderbeauftrager sudanesische Krisenregion Darfur
- 17. März: Anni Biechl, deutsche Leichtathletin
- 18. März: Hartmut Graßl, deutscher Klimaforscher
- 21. März: Solomon Burke, US-amerikanischer Soul/R&B-Sänger
- 22. März: Fausto Bertinotti, italienischer Politiker (Kommunist)
- 22. März: Masahiko Togashi, japanischer Jazz-Schlagzeuger
- 23. März: Hans Geisler, sächsischer CDU Politiker
- 24. März: Diane Herzogin von Württemberg, deutsche Malerin und Künstlerin
- 25. März: Mina (Sängerin), italienische Schlagersängerin
- 25. März: Luis Lintner, südtiroler Missionar in Brasilien († 2002)
- 26. März: Nancy Pelosi, US-amerikanische Politikerin
- 26. März: Levon Helm, US-amerikanischer Musiker
- 27. März: Derrick Morgan, jamaikanischer Sänger
- 28. März: Russell Banks, US-amerikanischer Schriftsteller
- 29. März: Godfrey Reggio, US-amerikanischer Regisseur
- 30. März: Uwe Timm, Autor
- 30. März: Wilhelm von Gottberg, deutscher Politiker
- 30. März: Astrud Gilberto, US-amerikanische Sängerin und Komponistin
- 30. März: Jerry Lucas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 31. März: Timm Ulrichs, deutscher Künstler
- 31. März: Erwin Marschewski, deutscher Politiker und MdB
- 1. April: Wangari Muta Maathai, Umweltaktivistin, Friedensnobelpreisträgerin
- 2. April: Mike Hailwood, britischer Motorradrennfahrer, († 1981)
- 2. April: Karl-Heinz Thielen, deutscher Fußballspieler
- 2. April: Don Jackson (Sportler), kanadischer Eiskunstläufer
- 2. April: Herbie Hancock, US-amerikanischer Jazz-Pianist und Komponist
- 4. April: Michael Ruetz, deutscher Fotograf
- 4. April: Jochen Gerz, international renommierter deutscher Künstler
- 4. April: Robby Müller, niederländischer Kameramann
- 5. April: Klaus Detter, deutscher Richter, von 1985 bis 2005 Richter am Bundesgerichtshof
- 6. April: Gernot Mittler, deutscher Politiker
- 7. April: Jan W. Morthenson, schwedischer Komponist und Musiker
- 8. April: John Havlicek, US-amerikanischer Basketballspieler
- 9. April: Hans-Joachim Reske, deutscher Leichtathlet
- 9. April: Hans Bankl, Professor für pathologische Anatomie († 2004)
- 9. April: Günter Deckert, rechtsextremer Politiker
- 11. April: Władysław Komar, polnischer Leichtathlet († 1998)
- 13. April: Friedemann Berger, deutscher Schriftsteller
- 13. April: Vladimir Cosma, Filmkomponist
- 15. April: Ernest Lieb, Begründer des American Karate System
- 15. April: Wilfried Erdmann, deutscher Einhandsegler
- 15. April: Jeffrey Archer, konservativer britischer Politiker und Schriftsteller von Bestsellern
- 16. April: Rolf Dieter Brinkmann, deutscher Lyriker und Erzähler († 1975)
- 16. April: Erika Simm, deutscher Politiker und MdB
- 16. April: Waltraud Meißner, Pfälzer Mundartdichterin
- 16. April: Margrethe II. (Dänemark), seit 1972 Königin von Dänemark
- 17. April: Anja Silja, deutsche Sopranistin
- 17. April: Siegfried Jerusalem, deutscher Sänger (Tenor)
- 17. April: Billy Fury, englischer Rockmusiker († 1983)
- 17. April: Walter Klaiber, evangelisch-methodistischer Bischof
- 18. April: Joseph Leonard Goldstein, US-amerikanischer Genetiker
- 19. April: Sydney Possuelo, brasilianischer Indianerschutz-Aktivist
- 20. April: Johannes von Buttlar, Sachbuchautor
- 20. April: George Takei, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. April: Souleymane Cissé, afrikanischer Filmemacher
- 21. April: Claire Marienfeld, deutsche Politikerin
- 21. April: Elke Müller, deutsche Politikerin
- 21. April: Peter Schneider (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 22. April: Berndt Seite, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 23. April: Dietrich Schwanitz, deutscher Anglist und Schriftsteller († 2004)
- 24. April: Sue Grafton, US-amerikanische Krimi-Schriftstellerin
- 25. April: Jochen Borchert, deutscher Politiker
- 25. April: Al Pacino, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 26. April: Dietmar Hopp, deutscher Unternehmer (SAP AG)
- 26. April: Giorgio Moroder, italienischer Produzent und Komponist
- 29. April: Jürgen Schumann, Kapitän der Lufthansa-Maschine Landshut († 1977)
- 30. April: Darrell McCall, Musiker
- 30. April: Ekkehard Weber, österreichischer Althistoriker, Epigraphiker und Altphilologe
- 5. Mai: Jürgen Anbuhl, deutscher Politiker
- 6. Mai: Lutz Stavenhagen, deutscher Politiker († 1992)
- 7. Mai: Dorit Zinn, deutsche Schriftstellerin
- 8. Mai: Gary Glitter, britischer Rock'n'Roll-Musiker
- 8. Mai: Ricky Nelson, Teenagerstar in den Vereinigten Staaten († 1985)
- 9. Mai: James L. Brooks, US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 11. Mai: Volker Röhricht, Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 11. Mai: Niklaus Meienberg, Schweizer Schriftsteller und Journalist († 1993)
- 12. Mai: Peter Huckauf, deutscher Schriftsteller
- 15. Mai: Carlos Bielicki, argentinischer Schachmeister
- 17. Mai: Hartwig Ebersbach, deutscher Maler
- 17. Mai: Ingrid Turković-Wendl, österreichische Eiskunstläuferin und Fernsehmoderatorin
- 17. Mai: Valie Export, österreichische Medienkünstlerin
- 18. Mai: Anita Kupsch, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 19. Mai: Jan Janssen, ehemaliger niederländischer Radrennfahrer
- 19. Mai: Frank Lorenzo, US-amerikanischer Manager
- 20. Mai: Norbert Werbs, ein deutscher Theologe und Weihbischof im Erzbistum Hamburg
- 20. Mai: Dominique Nguyen Chu Trinh, Bischof des vietnamesischen Bistums Xuan Loc
- 20. Mai: Stan Mikita, slowakisch-kanadischer Eishockeyspieler
- 21. Mai: Tony Sheridan, Mitbegründer der Beatmusik
- 22. Mai: Klaus Schlappner, deutscher Fußballtrainer
- 22. Mai: Rita Waschbüsch, Politiker
- 22. Mai: Helga Labs, Vorsitzende der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“
- 24. Mai: Joseph Brodsky, Russisch-US-amerikanischer Dichter und Literaturnobelpreisträger († 1996)
- 25. Mai: Nobuyoshi Araki, japanischer Fotograf
- 27. Mai: Gillian Barge, britische Schauspielerin († 2003)
- 28. Mai: Maeve Binchy, irische Schriftstellerin und Kolumnistin
- 28. Mai: Hans Dulfer, niederländischer Jazz-Musiker
- 29. Mai: Taiho Koki, japanischer Sumo-ringer der Nachkriegszeit
- 31. Mai: Bruce Chatwin, britischer Schriftsteller († 1989)
- 1. Juni: Barbara Lass, Filmschauspielerin († 1995)
- 1. Juni: Kip Thorne, US-amerikanischer Physiker
- 1. Juni: Rene Auberjonois, US-amerikanischer Schauspieler
- 2. Juni: Konstantin II. (Griechenland), letzter König der Hellenen
- 4. Juni: Klaus Urbanczyk, deutscher Fußballer
- 5. Juni: Hans-Otto Wilhelm, deutscher CDU-Politiker
- 7. Juni: Tom Jones, walisischer Pop-Sänger
- 8. Juni: Nancy Sinatra, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 9. Juni: Inge Harst, deutsche Tischtennisspielerin
- 13. Juni: Dallas Long, Leichtathlet, Zahnarzt, Arzt
- 13. Juni: Gojko Mitić, serbischer Schauspieler und Regisseur
- 17. Juni: George A. Akerlof, Professor für Wirtschaftswissenschaften
- 18. Juni: Michael Sheard, britischer Schauspieler († 2005)
- 18. Juni: Mirjam Pressler, deutsche Schriftstellerin
- 19. Juni: Ursula Lietz, deutsche Politikerin
- 20. Juni: Eugen Drewermann, katholischer Theologe und Psychotherapeut
- 22. Juni: Raimund Gensel, deutscher Schauspieler († 2002)
- 22. Juni: Abbas Kiarostami, iranischer Filmregisseur
- 23. Juni: Wilma Rudolph, afroamerikanische Leichtathletin und Ausnahmesportlerin († 1994)
- 23. Juni: Dieter Thomae, deutscher Politiker
- 23. Juni: Joachim Wenzel, Vizepräsident des deutschen Bundesgerichtshofs
- 23. Juni: Stuart Sutcliffe, Maler und Musiker, frühes Mitglied der Beatles († 1962)
- 25. Juni: Judy Amoore, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 25. Juni: Thomas Köhler, Rennrodler
- 26. Juni: Gerhard Widder, Politiker
- 30. Juni: François Xavier Le Van Hong, Weihbischof der Erzdiözese Huê in Vietnam
2. Halbjahr
- 2. Juli: Georgi Iwanow, der erste bulgarische Kosmonaut
- 3. Juli: Jerzy Buzek, Ministerpräsident Polens
- 6. Juli: Viktor Grigorjewitsch Kuskin, ehem. sowjetischer Eishockeyspieler
- 7. Juli: Ringo Starr, britischer Musiker (The Beatles)
- 7. Juli: Rory Storm, britischer Rockmusiker, Sänger († 1972)
- 7. Juli: Wolfgang Clement, deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
- 8. Juli: Peter Danckert, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juli: Rolf Herings, deutscher Fußballtrainer
- 10. Juli: Erich Iltgen, Präsident des sächsischen Landtages
- 10. Juli: Helen Donath, US-amerikanische Sopranistin
- 11. Juli: Artur Hennings, deutscher Schachspieler in der DDR († 2003)
- 12. Juli: Hans-Friedrich von Ploetz, deutscher Diplomat und Politiker
- 13. Juli: Patrick Stewart, englischer Schauspieler
- 17. Juli: Otmar Alt, deutscher Maler, Grafiker, Designer und Bildhauer
- 17. Juli: Francisco Toledo, mexikanischer Maler
- 23. Juli: Gunter Halm, Minister für Leichtindustrie der DDR
- 24. Juli: Stanley Hauerwas, methodistischer Theologe und Pazifist
- 26. Juli: Jürgen Kurbjuhn, deutscher Fußballspieler
- 26. Juli: Brigitte Hamann, Historikerin und Autorin
- 27. Juli: Pina Bausch, deutsche Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin
- 27. Juli: Johannes Rogalla von Bieberstein, deutscher Bibliothekar
- 27. Juli: Jonny Hill, österreichischer Musiker, Texter, Produzent und Entertainer
- 27. Juli: Lothar Herbst, polnischer Poet und führender Oppositioneller († 2000)
- 27. Juli: Gary Kurtz, US-amerikanischer Filmproduzent
- 29. Juli: Wolfgang Grzyb, deutscher Fußballspieler († 2004)
- 29. Juli: Bernhard Jagoda, deutscher Politiker; Präsident der Bundesanstalt für Arbeit
- 31. Juli: James Anderson (Kognitionswissenschaftler), Kognitionswissenschaftler
- 31. Juli: Frido Mann, Psychologe und Theologe und Schriftsteller
- 3. August: Martin Sheen, US-amerikanischer Schauspieler
- 4. August: Abdurrahman Wahid, indonesischer Politiker, Präsident
- 5. August: Norbert Gansel, deutscher Politiker
- 5. August: Natalie Trundy, US-amerikanische Schauspielerin
- 7. August: Martin Heisenberg, Neurobiologe und Genetiker
- 8. August: Just Jaeckin, französischer Regisseur und Fotograf
- 8. August: Hans-Georg Specht, Oberbürgermeister von Mülheim an der Ruhr
- 8. August: Dennis Tito, der erste Weltraumtourist in der Raumfahrt-Geschichte
- 9. August: Marie-Luise Marjan, deutsche Schauspielerin
- 9. August: Volker Hauff, deutscher Politiker
- 12. August: Aleksandar Josifov, bulgarischer Komponist
- 13. August: Paul Eßling, deutscher Attentäter († 1982)
- 14. August: Aristides Royo, 36. Staatspräsident von Panama
- 14. August: Arthur B. Laffer, US-amerikanischer Ökonom
- 15. August: Gudrun Ensslin, deutsche Terroristin, Mitglied und Mitbegründerin der RAF († 1977)
- 19. August: Johnny Nash, US-amerikanischer Pop- und Reggaemusiker
- 20. August: Georg Girisch, deutscher Politiker
- 22. August: Valerie Harper, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. August: Norbert Grupe, deutscher Profiboxer und Schauspieler († 2004)
- 25. August: Thomas Kakuska, Musiker, Professor für Musik und darstellende Kunst in Wien († 2005)
- 27. August: Dieter Senghaas, deutscher Politologe und Friedensforscher
- 28. August: Roger Pingeon, ehemaliger französischer Radrennfahrer
- 28. August: Christian Ludwig Attersee, österreichischer Maler der Pop Art
- 28. August: William Cohen, US-amerikanischer Politiker und Verteidigungsminister
- 29. August: Rotraud Schindler, deutsche Schauspielerin und Komödiantin
- 2. September: Jack White (Musikproduzent), deutscher Musikproduzent
- 3. September: Eduardo Galeano, Journalist, Essayist und Schriftsteller
- 5. September: Raquel Welch, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. September: William Devane, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. September: Rudolf Bindig, deutscher Politiker und MdB
- 6. September: Hans-Christian Knuth, Bischof des Sprengel Schleswig der Nordelbischen evangelisch-lutherischen Kirche
- 7. September: Dario Argento, italienischer Film-Regisseur und Drehbuchautor
- 9. September:
Syrien
Die Arabische Republik Syrien ( al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ist ein autoritär geführter Staat in Vorderasien. Sie grenzt an Israel, den Libanon, die Türkei, den Irak, Jordanien und das Mittelmeer. Syrien kommt von "sūrī" und heißt übersetzt etwa "Land der Rosen". Nach der syrischen Hauptstadt Damaskus ist auch die in der Parfümherstellung verwendete Damaszenerrose benannt. Eine andere Meinung zu der Namensableitung ist die nach dem alten Reich Assyrien, dessen Kern aber in Mesopotamien lag.
Geografie
Landschaft und Wüsten
Syrien erreicht auf etwa 150 Kilometer die Ostküste des Mittelmeeres, direkt nördlich des kleinen Staates Libanon.
Entlang dieser Küste erstreckt sich eine schmale Ebene. Parallel zu ihr verläuft - in etwa 20 km Abstand zur Küste - das Alawiten-Gebirge, dessen Ostabhang steil zur fruchtbaren Orontes-Ebene abfällt. Eine von Norden nach Süden verlaufende Gebirgskette trennt das Orontes-Tal von der syrischen Hochebene. Diese wird weiter südlich vom Antilibanon-Gebirge mit dem 2.814 Meter hohen, mit Schnee bedeckten Gipfel des Hermon (arab.: , Dschabal asch-Schaich) gegen Westen abgeschirmt. Hier entspringen kleinere Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und Oasenbildung ermöglichen; darunter der Barada, der die Damaskus umgebende Oase Ghuta bewässert.
Auf der Hochebene im Osten und Südosten Syriens dehnt sich die Syrische Wüste, die in ihrem Zentrum von kleineren Hügelketten unterbrochen wird und allmählich gegen die Euphratsenke abfällt. Im Nordosten Syriens durchschneidet der Euphrat die Nordausläufer der Wüste Shamiyah; an sie schließt sich eine fruchtbare Ebene, die Dschezire, an. Im Südosten erhebt sich das vulkanische Massiv des Hauran mit dem Dschabal ad-Druz (Jabal ad Duruz, 1.735 Meter) als Mittelpunkt und der westlich gelegenen Hauran-Ebene. Die bedeutendsten Flüsse Syriens sind der Euphrat (676 Kilometer) und der Orontes (325 Kilometer).
Klima
Das Klima ist subtropisch, trocken und warm. Im Osten herrscht heißes, trockenes kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag unter 150 Millimeter. Im Westen an der Küste ist Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 600 bis 800 Millimeter.
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Aleppo 2.139.714 Einwohner, Damaskus 1.576.797 Einwohner, Homs 735.871 Einwohner, Latakia 431.606 Einwohner und Hama 348.862 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Syrien
Tier- und Pflanzenwelt
Die Tier- und Pflanzenwelt Syriens ist durch die jahrtausendelange Besiedelung des Landes stark verarmt. Außer Nutztieren gibt es keine größeren Säugetiere mehr. Selbst Dromedare findet man heute kaum noch. Lediglich die Vogelwelt ist noch vielfältig. 354 Vogelarten wurden in Syrien dokumentiert. Syrien ist ein wichtiges Durchzugsland für Zugvögel. Bemerkenswert sind erst im Jahre 2002 in Syrien wiederentdeckte Waldrappen, die zu den gefährdetsten Vogelarten überhaupt zählen. Die natürliche Pflanzenwelt ist durch Abholzung und Überweidung schon seit dem Altertum stark degradiert. Wald findet man kaum noch im Lande. Die Aleppokiefer und die Libanonzeder kommen noch in Restbeständen vor. Dagegen sind Öl- und Feigenbäume häufig angepflanzt zu finden.
Bevölkerung
Feigenbäume
Die mehrheitsbevölkerung in syrien bilden araber , zweitgrößte volksgruppe bilden die kurden , laut angeblich syrischen geheimdokumenten , sollen bei der letzen volkszählung 1999 2,8 millioen in syrien gelebt haben , daneben leben noch armenier und assyrer im land
Etwa 89 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime; rund 3 % sind Alawiten, 2 % sind Drusen und gut 1 % sind schiitische Ismaeliten oder seltener Imamiten; etwa 6 % sind Christen verschiedener Konfessionen. Die meisten sind syrisch-orthodox, die Maroniten etwas über 2 %, nämlich rund 424.000. - [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scsy1.html] Andere bekennen sich zur Armenische Apostolischen Kirche und der mit Rom unierten Syrisch-Katholische und Griechisch-Katholoischen Kirchen. Gläubige der alten apostolischen Kirche des Ostens und der Assyrischen Kirche des Ostens zählen um die 30.000 und leben Hauptsächlich um den Fluss Khabur im mesopotamischen Teil Syriens. Die wenigen Hundert noch in Syrien verbliebenen Juden leben überwiegend in den Städten, erwähnenswert ist auch die 12.000 starke yezidische gemeinde.
Daneben gibt es zahlreiche arabisch-sprachige Flüchtlinge: 482.000; davon 476.000 Palästinenser und 170.000 Binnenflüchtlinge (Ende 2002) sowie ca. 40.000 chaldo-asssyrische Flüchtlinge aus dem Irak.
Die Bevölkerung Syriens ist im Laufe des 20. Jahrhunderts sehr stark gewachsen. Nach dem 1. Weltkrieg betrug die Bevölkerung wohl nicht viel mehr als 1.500.000 Menschen. Um 1970 war sie dann auch auf rund 6.000.000, etwa das vierfache, angewachsen. Heute ist sie mit 18.000.000 etwa zwölf mal so groß wie nach dem 1. Weltkrieg.
Auffällig ist auch, dass es mehr als 15 Millionen Syrer außerhalb Syriens gibt. Dies ist zum Vergleich zu der Einwohnerzahl eine enorm hohe Zahl.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Syriens
Von den Anfängen bis zur Unabhängigkeit 1946
Syrien wurde nacheinander von den Kanaanäern, Hurritern, Phöniziern, Hebräern, Aramäern, Assyrern, Babyloniern, Persern, Griechen und Nabatäern beherrscht, ehe es 64 v. Chr. römische Provinz wurde. 395 fiel es ans Byzantinische Reich.
Im 7. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Arabern erobert (Eroberung Damaskus' im Jahre 635). Unter den Umayyaden war Damaskus von 661 bis 750 Sitz des Kalifen. Nach der Eroberung durch die Mamluken 1260 und den Kreuzzügen wurde es schließlich 1517 Teil des Osmanischen Reichs.
1920 errichtete König Faisal, der dritte Sohn des Scherifen von Mekka ein unabhängiges arabisches Königreich Syrien, dessen Grenzen größtenteils auf das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 zurückgingen. Bereits wenige Monate später wurde er von Frankreich gestürzt. Französische Truppen besetzten das Land, und der Völkerbund stellte Syrien und den Libanon gemäß der Konferenz von San Remo unter französisches Mandat.
Ursprünglich wollte Frankreich keinen geeinten syrischen Staat, sondern beabsichtigte eine Aufteilung in vier Staaten mit eigener Regierung, wobei religiöse und konfessionelle Gesichtspunkte eine Rolle spielen sollten.
Diese Absichten lösten Mitte 1925 einen Aufstand der Drusen aus, worauf Frankreich mit Bombardierungen reagierte. Der wachsende innere und auch äußere Druck (seitens Großbritanniens) führten schließlich dazu, dass zunächst die Gebiete um Damaskus und Aleppo zum Staat Syrien zusammengeschlossen wurden. Neben der Zulassung von politischen Parteien wurde auch eine Verfassung ausgearbeitet. 1937 kamen die Gebiete um Latakia und der Drusenstaat zum Staatsgebiet hinzu.
In Anlehnung an das Abkommen zwischen dem Irak und Großbritannien von 1922 wurde 1936 ein Vertrag mit Frankreich geschlossen, in dem die Unabhängigkeit Syriens in Aussicht gestellt wurde. Dieser Vertrag wurde von Frankreich allerdings nicht ratifiziert.
1939 trat Frankreich das Gebiet um Alexandrette an die Türkei ab - offenbar, um die Türkei als Verbündeten im Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Nachdem Paris von deutschen Truppen besetzt worden war und die französische Verwaltung sich auf die Seite des Vichy-Regimes unter Marschall Pétain geschlagen hatte, marschierten "freifranzösische" Truppen in Syrien ein. Im Auftrag Charles de Gaulles wurde das Mandat für beendet und Syrien 1944 für unabhängig erklärt. Es folgte später die Anerkennung durch die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten und Großbritannien.
1945 wurde Syrien Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga.
Frankreich war jedoch immer noch militärisch präsent, was zu antifranzösischen Demonstrationen führte und in der französischen Bombardierung von Damaskus gipfelte. Nachdem der britische Premierminister Winston Churchill mit der Entsendung von Truppen gedroht und die Vereinten Nationen Frankreich zum Rückzug aufgefordert hatten, lenkte Frankreich ein: bis zum 17. April 1946 hatten die letzten französischen Truppen das Land verlassen.
Die Syrische Arabische Republik
Am 17. April 1946 wird die Syrische Arabische Republik ( al-dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ausgerufen. Seither ist der 17. April syrischer Nationalfeiertag.
Die ersten Jahre der jungen Republik sind durch politische Instabilität und Regierungskrisen gekennzeichnet. Dazu trägt auch die Niederlage im ersten Palästinakrieg 1948 bei.
Der Aufstieg des Panarabisten Gamal Abdel Nassers in Ägypten nährt auch in Syrien Hoffnungen auf die Schaffung eines gemeinsamen arabischen Staats. Im Vorfeld des Sueskriegs bilden beide Länder ein gemeinsames Oberkommando; nach schweren Spannungen zwischen der Ba'ath-Partei und der Kommunistischen Partei wird aus Furcht einer kommunistischen Machtübernahme eine Delegation nach Ägypten entsendet, wo die Vereinigung der beiden Staaten beschlossen wird.
Am 1. Februar 1958 wird der Zusammenschluss Ägyptens und Syriens zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) bekanntgegeben.
Da von Anfang an die ägyptische Seite dominiert und die wichtigsten Politikbereiche bestimmt, wächst die Unzufriedenheit in Syrien. Hinzu treten wirtschaftliche Probleme. Ein Putsch syrischer Offiziere im September 1961 bedeutet schließlich das Ende der Vereinigten Arabischen Republik. Nach einem weiteren Putsch im Mai 1963 erlangt die Ba'ath-Partei zum ersten Mal die Macht in Syrien, die jedoch weiterhin zerstritten ist.
Nach dem verlorenen Sechs-Tage-Krieg gegen Israel im Juni 1967 und dem Verlust des Golans folgt eine Phase, die von allgemeiner Niedergeschlagenheit gekennzeichnet ist.
Hafiz al-Assad
Aus den jahrelangen Machtkämpfen innerhalb der Ba'ath-Partei tritt am 16. November 1970 schließlich Hafiz al-Assad als Sieger hervor. Assad, unter Salah Dschadid noch Verteidigungsminister, lässt den Altpräsidenten und einige seiner Anhänger verhaften, nachdem er selbst einst aus politischen Gründen einige Zeit im Gefängnis verbringen musste. 1971 lässt er sich mit 99,2 Prozent der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) zum Staatspräsidenten wählen; im selben Jahr wird er Generalsekretär der Ba'ath-Partei.
1973 wird eine neue Verfassung verabschiedet, in der die Position des Staatspräsidenten weiter aufgewertet wird. Des weiteren soll die Schari'a fortan eine der Hauptgrundlagen der Gesetzgebung sein.
Außerdem wird festgelegt, dass der Staatspräsident Muslim sein muss, um die Sunniten zu beruhigen, denen die Alawiten, zu denen auch al-Assad gehört, zu mächtig geworden waren.
Im Oktoberkrieg von 1973 gelingt es der syrischen Armee, einen kleinen Teil der von Israel besetzten Golanhöhen zurückzuerobern.
Ein Kennzeichen von Assads Politik ist die Unterdrückung der islamistischen Opposition. Es kommt unter anderem zu Terroranschlägen, die auf das Konto der Muslimbrüder gehen. Nach einem weiteren Anschlag in der Militärakademie 1979, dem 50 alawitische Kadetten zum Opfer fallen, geht die Regierung verschärft gegen die Muslimbrüder vor.
Zu einem folgenschweren Aufstand, wiederum von Muslimbrüdern initiiert, kommt es im Februar 1982 in der mittelsyrischen Stadt Hama. Die Armee greift mit Panzern und Luftwaffe ein, es kommt zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf große Teile der Altstadt zerstört werden. Etwa 1.000 Soldaten und zwischen 10.000 und 30.000 Zivilisten verlieren ihr Leben (Siehe Demozid).
Der Niederschlagung des Aufstands folgt eine umfangreiche Verhaftungswelle, die der fundamentalistischen Opposition das Rückgrat bricht. In der Folge ist al-Asads Machtposition sehr stark und kaum gef | | |