Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Babylon 5

Babylon 5

Babylon 5, kurz B5, ist eine Science-Fiction-Fernsehserie der 1990er Jahre und wurde von 1993 bis 1998 produziert.

Allgemeines

Die Macher von Babylon 5 sind vor allem die ausführenden Produzenten Joseph Michael Straczynski, kurz „JMS“, und Douglas Netter. „Conceptual Consultant“ war der Science-Fiction-Autor Harlan Ellison. Das Besondere an dieser düsteren Serie ist ein von vornherein geplanter, epischer Handlungsbogen, der fünf Serienstaffeln umfasst. Laut Straczynski sollte die Serie, wie ein klassisches Drama, in fünf Abschnitten aufgebaut sein, pro Abschnitt eine Staffel: Einführung, gesteigerte Spannung, Konflikt, Höhepunkt, Auflösung. Straczynski war der erste, der Drehbücher für zwei komplette Staffeln (Staffel 3 und 4) einer Fernsehserie schrieb. Die Figuren wurden mit charakterlicher Tiefe angelegt, die durchaus auch Widersprüche an den Tag legen und sich im Laufe der Zeit verändern. Dies gilt insbesondere für Londo Mollari und G’Kar. Im Sinne der komplexen Handlung gibt es häufig Hinweise oder Handlungsstränge, die erst im Nachhinein erklärt werden. Auch in Folgen, die nicht offensichtlich den „roten Faden“ der Haupthandlung fortführten, wurden Aspekte dieser Handlung behandelt. Selbst wenn Charaktere aus der Serie ausscheiden, tauchen sie häufig später wieder auf. Deshalb erscheint vielleicht das Ausscheiden von Schauspielern im „Babylon-5-Universum“ als von Straczynski beim Entwerfen des Handlungsbogen geplant, dem war jedoch nicht so. So führten etwa die nach dem Pilotfilm üblichen Marktanalysen zu der unten genannten Umbesetzung. Michael O’Hare stieg in gegenseitigem Einvernehmen mit Straczynski nach der ersten Staffel aus, da er vom Theater kam und sich nicht daran gewöhnen konnte, in sechs Tagen eine 45-minütige Episode zu drehen. Claudia Christian verließ die Serie nach der 4. Staffel; die Rolle der Anna Sheridan wurde im Verlauf der Serie mit Bruce Boxleitners (John Sheridan) Frau neu besetzt, auch Na’Toth wurde von 2 verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt. Die Serie besitzt eine große Fangemeinde, deren Mitglieder manchmal, analog zu den als Trekkies bezeichneten Star-Trek-Fans, „Fiver“ genannt werden.

Darsteller

Inhalt

Pilotfilm: „Spacecenter Babylon 5“ („The Gathering“)

(Im Zuge der DVD-Veröffentlichung wurde der Pilotfilm in „Die Zusammenkunft“ umbenannt.) Nach dem Ende des Krieges zwischen Menschen und Minbari im Jahr 2248 wird im Jahr 2257 die Raumstation Babylon 5 gebaut. Schnell wird sie zum Anlaufpunkt für Diplomaten, Flüchtlinge, Schmuggler, Geschäftsleute und Reisende aus verschiedensten Welten. Das Ziel ist, einen neutralen Ort zu schaffen, auf dem Menschen und Außerirdische friedlich zusammenleben können. Eine Viertel-Million Menschen und Außerirdische finden auf der ca. 9,65 Kilometer langen, und 2,5 Millionen Tonnen schweren Raumstation Platz. Als erster Commander befehligt Jeffrey Sinclair von der Erd-Allianz die riesige Station. Die Handlung beginnt mit einem Anschlag auf den Vorlonen-Botschafter Kosh bei dessen Ankunft auf Babylon 5. Hauptverdächtiger ist Commander Sinclair. Am Ende erfährt Sinclair, dass er „ein Loch in seinem Gedächtnis“ hat, bezüglich der Entscheidungsschlacht im Erde-Minbari-Krieg.

1. Staffel: „Zeichen und Wunder“ („Signs And Portents“)

Nach der Affäre um das Attentat auf den Vorlonen-Botschafter werden der Arzt Dr. Benjamin Kyle (Johnny Sekka) und die Stations-Telepathin Lyta Alexander (Patricia Tallman) versetzt, da sie direkten Kontakt mit Kosh in seinem Druckanzug hatten. Außerdem verlässt der 1. Offizier Laurel Takashima (Tamlyn Tomita) die Station. Neu auf der Station sind Commander Susan Ivanova, die Telepathin Talia Winters und der Arzt Dr. Benjamin Franklin. Die Station sieht sich im ersten Jahr konfrontiert mit Piraten (den Raiders), immer wieder aufflammenden Rivalitäten zwischen den Narn und den Centauri, die jahrzehntelang die Heimatwelt der Narn besetzt und diese versklavt hatten. Auch gewinnt das Psi-Corps auf der Erde zunehmend an Einfluss. Das Psi-Corps, abwertend auch „Gedanken-Polizei“ genannt, ist eine Institution, der alle menschlichen Telepathen, sobald ihre Fähigkeiten entdeckt werden, beitreten müssen. Die einzige Möglichkeit, dem legal zu entgehen, ist die telepathischen Fähigkeiten mittels starker Drogen unterdrücken zu lassen. Ebenso erhalten überall auf der Erde die Pro-Erde-Gruppen steigenden Zulauf und in der Mars-Kolonie bricht ein Bürgerkrieg aus. Ein Mensch namens Morden erscheint auf der Station, der mit den geheimnisvollen Schatten zu tun hat und seine Hände dabei im Spiel hat, als die Centauri erneut einen vernichtenden Schlag gegen den Narn-Planeten ausführen, was dem Centauri-Botschafter Mollari zugerechnet wird. Sinclair erkennt, dass die Minbari-Botschafterin Delenn in die Ereignisse um seine Erinnerungslücke verwickelt ist. Die verschwundene Station „Babylon 4“ taucht wieder auf, zusammen mit dem seltsamen Zathras, der über einen schrecklichen Krieg spricht und diesen zusammen mit dem „Einen“ verhindern will. Der Präsident der Erd-Allianz wird Opfer einer Explosion der Earthforce One, dem Raumschiff des Präsidenten. Delenn beginnt eine Art Metamorphose. Schon zu diesem Zeitpunkt gibt es Hinweise auf das, was kommen wird.

2. Staffel: „Schatten am Horizont“ („The Coming Of Shadows“)

Commander Sinclair wird erster ständiger Botschafter der Erde auf dem Heimatplaneten der Minbari. Sein Nachfolger an Bord von Babylon 5 wird Captain John Sheridan, dem es im Krieg gegen die Minbari als einzigem gelungen war, einen Minbari-Kreuzer (die Black Star), zu zerstören und dies auch zu überleben, was ihm den Spitznamen Star Killer einbrachte. Das Geheimnis um Sinclairs Erinnerungslücke über das Ende des Krieges zwischen Erde und Minbar wird gelöst. Delenn macht eine entscheidende Wandlung durch, um es Menschen und Minbari zu ermöglichen, mehr Verständnis füreinander zu entwickeln. Weil dies jedoch ohne Zustimmung des Grauen Rates geschieht und sie nicht mehr als „reine“ Minbari gilt, muss sie den Rat verlassen und wird durch ein Mitglied der Kriegerkaste ersetzt, was die Ausgewogenheit des Rates zwischen den Kasten durcheinander bringt. Sie und Sheridan kommen sich näher. Vize-Präsident Clark wird neuer Präsident der Erd-Allianz und beginnt, totalitäre Strukturen, z.B. die Organisation Nightwatch, innerhalb der Erdallianz zu bilden. Es stellt sich heraus, dass seine Krankheit, aufgrund der er kurz vor der Explosion der Earthforce One diese verließ, vorgetäuscht war. Die Führungskräfte auf Babylon 5 schließen sich einer Widerstandsgruppe an. Der zunehmende politische Einfluss des Psi-Corps wird erkennbar und bringt auch Talia Winters dazu, diesem zunehmend kritisch gegenüber zu stehen. Es wird offensichtlich, dass in den Randzonen, insbesondere auf Z'ha'dum, eine Bedrohung für alle Völker entsteht, als eine der alten Rassen wieder erwacht und sich zu sammeln beginnt. Pläne von G'Kar, deren Existenz zu beweisen, scheitern an Mollari, der den mit den Schatten in Kontakt stehenden Morden informiert. Sheridan findet heraus, dass Morden Mitglied des Expeditionsschiffes Icarus war, das auf Z'ha'dum landete und seither als zerstört, und dessen gesamte Besatzung als getötet gilt. Zur Besatzung gehörte auch Sheridans Frau Anna. Ob sie noch am Leben ist, kann Sheridan nicht klären. Er wird jedoch von Delenn und Kosh über die Existenz der, und die Gefahr durch die Schatten aufgeklärt. Des Weiteren erfährt er von der Existenz der Ranger, einer „Armee des Lichts“ der Minbari, welche seit fast 1000 Jahren auf die Rückkehr der Schatten wartet, und der seit kurzem auch Menschen angehören. Sinclair ist Führer der Ranger, aber jetzt wird Delenn und Sheridan das Kommando über die Ranger auf der Station gegeben. Mit Hilfe der Schatten führen Botschafter Mollari und die Centauri einen vernichtenden Krieg gegen die Narn. Diese sind hoffnungslos unterlegen und erhalten keine offizielle Unterstützung durch andere Völker. G'Kar verliert sein Botschafteramt, Mollari wird von allen anderen auf der Station isoliert, Babylon 5 immer stärker in die Kriegswirren hineingezogen. Botschafter Kosh kann sein Geheimnis nicht mehr bewahren, als er Sheridan bei einem Attentat das Leben rettet. Neu zur Stammbesetzung stößt Delta-Flieger Keffer, der, gegen ausdrücklichen Befehl, Gerüchten über unbekannte Wesen oder Schiffe im Hyperraum nachgeht und so auf die Schatten stößt, und dabei stirbt. Zuvor kann er jedoch noch eine Videoaufzeichnung des Schattenschiffs absenden.

3. Staffel: „Punkt ohne Wiederkehr“ („Point Of No Return“)

(Im Zuge der DVD-Veröffentlichung wurde diese Staffel auf „Kriegsrecht“ umbenannt.) Die Bilder, die Keffer um den Preis seines Lebens machte, werden veröffentlicht und machen den Schatten klar, dass sie entdeckt wurden. Doch Delenn und Sheridan gelingt es vorerst zu verhindern, dass sie auch bemerken, dass sie erkannt wurden. Marcus, ein Ranger, kommt auf die Station um Hilfe gegen die Zerstörung eines Ranger-Trainingscamps zu organisieren. Bei dieser Aktion bekommt Sheridan auch erstmals eine neue Waffe zu Gesicht: ein Raumschiff der neuen White Star-Klasse, welche von den Rangern im Geheimen mit der Technologie der Minbari und der Vorlonen gebaut wurde. Beweise tauchen auf, dass der Erdpräsident Morgan Clark für die Ermordung seines Vorgängers Santiago verantwortlich ist. Diese werden jedoch von Clark-nahen Ministerien, allen voran Nightwatch, als außerirdische Intrige dargestellt, um die Erde zu destabiliseren, und auf der Erde wird das Kriegsrecht ausgerufen. Daraufhin erklärt John Sheridan im Jahr 2260 die Unabhängigkeit der Station, und sagt sich von der Erd-Allianz los. Sheridan und Delenn erkennen ihre Liebe zueinander, aber bei der Durchführung eines Minbari-Rituals kommt Sheridans Exfrau Anna, von der man annahm sie wäre auf Z'ha'dum gestorben, dazwischen. Sheridan folgt ihr nach Z'ha'dum und lässt sein Raumschiff, einen Weißen Stern, in die unterirdische Stadt der Schatten stürzen in der er sich zu diesem Zeitpunkt befindet. Die Nuklearsprengköpfe an Bord vernichten die Stadt und bewegen die Schatten zu einem vorübergehenden Rückzug. Sheridan „rettet“ sich mit einem Sprung in einen gigantischen Abgrund im Boden dieser Stadt von Z'ha'dum.

4. Staffel: „Keine Kapitulation, kein Rückzug“ („No Surrender, No Retreat“)

(Im Zuge der DVD-Veröffentlichung wurde diese Staffel auf „Die Befreiung von Proxima 3“ umbenannt.) Sheridan erwacht in einer Höhle, obwohl er eigentlich nach seinem Fall in den Abgrund, am Ende der dritten Staffel, tot sein müsste. In dieser Höhle trifft er auf einen Außerirdischen, der sich ihm als Lorien vorstellt. Lorien ist einer der Allerersten, er hat Sheridan einen Teil seiner Lebensenergie gegeben, damit dieser weiterleben kann. Durch Sheridans Verschwinden beginnt die Allianz der Völker langsam auseinanderzubrechen. Die Vorlonen zerstören die Stützpunkte der Schatten. Babylon 5 leidet weiter unter den Sanktionen der Erde. Michael Garibaldi wird während einer Belagerung der Station, durch die Schatten entführt und gelangt auf Umwegen in die Hände des PSI-Corps. Dort wird er einer Gehirnwäsche unterzogen und nach Babylon 5 zurückgeschickt um dort die Besatzung zu unterwandern. Er tritt kurze Zeit später von seinem Amt als Sicherheitschef zurück. Zack Allen tritt seine Nachfolge an. Sheridan kehrt in Begleitung von Lorien auf die Station Babylon 5 zurück. Gerade rechtzeitig um das endgültige Auseinanderbrechen der Allianz der Völker zu verhindern. Er hält eine Kampfrede und vereinigt die Völker wieder unter seiner Führung. Kurze Zeit später führt er die größte Raumflotte aller Zeiten zur alles entscheidenden Schlacht gegen die Schatten und Vorlonen um Corianna 6. Die große Schlacht um Corianna 6 endet in einem Unentschieden zwischen den Schatten, den Vorlonen und der Allianz der jungen Völker. Mit Hilfe Loriens gelingt der Dialog zwischen den Kriegsparteien. Am Ende der Verhandlungen verlassen die Allerersten endgültig und für alle Zeiten die Galaxie um sie den jungen Völkern zu überlassen. Auf Minbar bricht ein Bürgerkrieg aus und wird mit der Stärkung der Arbeiterkaste beendet. Garibaldi beginnt für William Edgars zu arbeiten, den Mann seiner großen Liebe Lise. Dabei gerät er zwischen die Fronten des sich anbahnenden Krieges der Menschen gegen die Telepathen. Aufgrund der Gehirnwäsche des Gedankenpolizisten Bester verrät Garibaldi zuerst Sheridan an Edgars, der diesen an die Erdregierung ausliefert sowie kurze Zeit später Edgars wegen seiner telepathenfeindlichen Aktivitäten an das Psi-Corps. Dr. Franklin, Lyta Alexander und Garibaldi können Sheridan aus dem Gefängnis auf dem Mars befreien. Susan Ivanova wird beim Kampf um die Erde tödlich verwundet. Daraufhin opfert sich der Ranger Marcus Cole, um Susan Ivanova, mit Hilfe einer außerirdischen Technologie, zu retten. Die Truppen um Captain Sheridan können die Entscheidungsschlacht im Erdorbit für sich entscheiden. Präsident Clark erschießt sich, bevor er gefangen genommen werden kann. Viele der Völker der Galaxis gründen eine neue Allianz, deren Vorsitzender Sheridan wird. Er und Delenn heiraten, Ivanova verlässt die Station.

5. Staffel: „Feuerrad“ („Wheel Of Fire“)

(Im Zuge der DVD-Veröffentlichung wurde diese Staffel auf „Augen aus Feuer“ umbenannt.) Ein neuer Captain kommt auf die Station, der eine geheimnisvolle Beziehung zu Sheridan hat. Auf Babylon 5 wird eine Telepathenkolonie gegründet, die immer offener beginnt sich dem Psi-Corps zu widersetzen. Captain Sheridan wird Präsident einer neu gegründeten Allianz, der alle bekannten Völker des Babylon 5 Universums angehören. Auf Grund von Angriffen auf Schiffe innerhalb der Allianz tritt Centauri Prime später aus der Allianz aus. Londo Mollari wird Imperator und muss die Zerstörung Centauri Primes mitverantworten. Lennier wird, weil er sich zwischen Delenn und Sheridan im Weg fühlt, ein Ranger.

Die Raumstation Babylon 5

Die Raumstation Babylon 5 ist eine 5 Meilen (8 km) lange Hohlkörper-Konstruktion, welche die Erdschwerkraft durch Rotation simuliert. Das Prinzip beruht auf der Idee der Bernal-Sphäre, einer zylindrischen Hohlkörperkonstruktion, auf deren Innenseite eine Biosphäre angelegt wird. Im Inneren der Station herrscht größtenteils eine Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre, die der Erde nachempfunden ist. Es gibt jedoch auch einzelne abgegrenzte Bereiche mit außerirdischen Atmosphären. Dadurch wird es nicht-menschlichen Spezies ermöglicht in den eigenen Sektoren ohne spezielle Atemgeräte zu leben. Die Raumstation kreist im Orbit des Planeten Epsilon 3 im Epsilon Eridiani-System. Es handelt sich dabei um den dritten von 8 Planeten im Epsilon-System.

Ebenen der Station


- Blau: Kommando, Personal, Militär
- Rot: Geschäfte, Wohnungen
- Grün: Botschafter, Diplomatie
- Grau: Industrie
- Gelb: Fracht
- Braun: Nicht ausgebauter Bereich

Das Babylon Projekt

Das Babylon Projekt wurde ursprünglich schon mit der ersten Babylon-Station begonnen, wobei das eigentliche Projektziel eine gemeinsame Raumstation war, in der sich alle Völker treffen, gemeinsam Handel betreiben und miteinander friedlich kommunizieren können. Also ganz nach der Idee des Vorbildes von Alexander dem Großen, nur mit der Ausnahme, daß die Babylonstation ein rein ziviles Projekt und somit auch nur friedlich genutzt werden sollte. Und mit der Raumstation Babylon 5 konnte dieses Ziel erstmals erfolgreich erreicht werden.

Völker im Babylon-Universum

Hauptartikel: Völker im Babylon-5-Universum Für Babylon 5 wurde ein Universum mit einer Vielzahl unterschiedlicher Völker mit unterschiedlichsten Historien, Eigenarten und diplomatische Verflechtungen geschaffen. Die Handlung konzentriert sich im Wesentlichen auf die Erdallianz, Minbari, Centauri und Narn, jedoch spielen etliche weitere Völker für die Handlung bedeutende Nebenrollen.

Politische Gruppierungen

; Centaurum : Das Centaurum ist das Parlament der Republik Centauri. Es setzt sich aus verschiedenen Ministerien zusammen und wird durch einen Imperator geführt. Das Centaurum ist geprägt durch ständige Intrigen und Ränkespiele der einzelnen Minister. ; Erdallianz : Die Erdallianz hat ihren Regierungssitz auf der Erde. Sie bildet die Regierung der früheren Nationen auf der Erde. Die Erdallianz kontrolliert zudem alle Außenposten und Kolonien der Erde, wie z.B. auf dem Mars oder Proxima 3. ; Interstellare Allianz : Die Interstellare Allianz wird 2261 von John J. Sheridan und Delenn gegründet. Ihr treten bei ihrer Gründung die Centauri, Minbari, Narn und die Völker der Liga der blockfreien Welten bei. Wenig später folgt auch die Erdallianz. 2262 treten die Centauri wieder aus der Interstellaren Allianz aus, nachdem sie wegen der Kontrolle der Drak über die Regierung der Centauri einen Angriffskrieg gegen die anderen Völker der Interstellaren Allianz geführt haben. Die Allianz verhängt eine Blockade über die Heimatwelt der Centauri. ; Kha'ri : Der Kha'ri ist das Parlament des Volkes der Narn. Die Mitglieder dieses Parlamentes haben sich ihren Platz im Kha'ri durch besondere Verdienste um ihre Heimatwelt erworben. 2259 wird nach einem kurzen und heftigen Krieg zwischen Centauri und Narn deren Heimatwelt durch die Centauri besetzt. Die Centauri lösen den Kha'ri auf, verhaften alle Mitglieder des Kha'ri und verurteilen einige von ihnen zum Tode. ; Liga der blockfreien Welten : Die Liga der blockfreien Welten regelt hauptsächlich Handelsstreitigkeiten zwischen nicht-alliierten Völkern. Der Liga gehören unter Anderem die Völker der Bikiri, Brakiri, Cascor, Drazi, Gaim, Grey, Grome, Hyach, Ipsha, Lumati, Markab (2259 ausgestorben), Pak'ma'ra und Vree an. Nach der Fertigstellung der Station Babylon 5 wählte die Liga diesen Ort als Treffpunkt für ihre Ratssitzungen. Jedes Volk entsendet zwei Vertreter als Repräsentanten in die Ratssitzungen. Den Vorsitz bei den Ratssitzungen führen je ein Vertreter der großen interstellaren Mächte (Centauri, Menschen, Minbari, Narn und Vorlonen). Die Vorsitzenden haben den blockfreien Welten gegenüber jedoch keine Weisungsbefugnis. ; PSI-Corps : Das PSI-Corps ist eine Organisation mit dem Auftrag, die Menschen mit telepathischen Fähigkeiten zu registrieren, zu unterrichten und trainieren sowie Konflikte mit Nicht-Telepathen zu verhindern. Zwischen Telepathen und Nicht-Telepathen entwickeln sich jedoch zunehmend feindselige Gefühle. Das PSI-Corps beginnt im Verborgenen, eigene Streitkräfte aufzubauen und geht mit äußerster Brutalität gegen alle Telepathen vor, die dem PSI-Corps nicht beitreten wollen. ; Raiders : Die Raiders sind eine Art interstellare Piraten. Sie überfallen Frachtschiffe und erbeuten ihre Ladung. Da sie keine eigene Verarbeitung besitzen, verkaufen oder tauschen sie Beutegut auf verschiedenen Märkten, darunter auch Babylon 5.
Angriffe auf Frachtschiffe fliegen die Raiders mit kleinen Kurzstreckenjägern, die keinen eigenen Hyperraum-Sprungantrieb besitzen. Daher sind sie immer auf Basisstationen in der Nähe der Frachtrouten angewiesen. Hierzu verwenden sie meist große Asteroiden oder auch Mutterschiffe.
Im Laufe der Zeit erwarben die Raiders ein Mutterschiff mit Hyperraum-Sprungantrieb. Damit waren sie in der Lage, neue Gebiete für ihre Beutezüge zu erschließen.
Als John J. Sheridan beschließt, den Raiders eine Falle zu stellen, greifen diese die Station Babylon 5 direkt an und werden bei diesem Versuch empfindlich getroffen. ; Rangers : Die Rangers – oder auch Anla'Shok in der Sprache der Minbari – sind eine Art Geheimbund. Ursprünglich wurden sie vom Minbari-Führer Valen gegründet um nach den Schatten ausschau zu halten und in dem vorhergesagten Krieg gegen die Schatten den jüngeren Völkern zu helfen. Als Commander Jeffrey Sinclair 2259 als Botschafter der Erde auf Minbar lebt, übernimmt er die Führung der Rangers. Als Ranger Eins bzw. „Entil'zha” holt er auch Menschen in die Gruppe der Rangers. Als Sinclair 2260 in die Vergangenheit reist und dort die Rolle des Valen einnimmt, erfüllt er damit eine uralte Prophezeiung. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt Delenn die Führung der Rangers.
Nach dem großen Krieg gegen die Schatten und der Gründung der Interstellaren Allianz öffnen sich die Rangers auch anderen Völkern. Delenn leitet die Rangers bis ins Jahr 2276. Danach übernimmt John J. Sheridan diese Aufgabe und behält das Amt des Ranger Eins bis zu seinem Tode im Jahr 2281. Als letzter bekannter Führer der Rangers übernahm danach Susan Ivanova, einstmals erster Commander auf Babylon 5, das Amt des Entil'zha.
Circa 500 Jahre nach der Gründung der Interstellaren Allianz ist die Erde verwüstet und ihre Bewohner leben wieder in einem vorindustriellen Zeitalter. Die Interstellare Allianz ist seit Langem aufgelöst, doch die Rangers existieren noch und bauen die Erde im Verborgenen wieder auf. ; Verbündete der Schatten : Die Verbündeten der Schatten sind verschiedene geheimnisvolle Völker. Sie haben sich unter die Führung der Schatten begeben, dienen ihnen und erhalten im Gegenzug Vergünstigungen in Kriegszeiten. Zu ihnen gehören unter Anderem die Völker der Drakh und der Streib. Als die Schatten sich nach der Schlacht um Corianna 6 aus unserer Galaxie zurückziehen, bleiben die Verbündeten der Schatten allein auf deren Heimatwelt Z'Ha'Dum zurück. Die Schatten haben jedoch Vorkehrungen getroffen, wodurch der Planet zerstört wird. Bevor dies geschieht können viele ehemalige Verbündete der Schatten entkommen und können dabei wichtige Kriegstechnologien der Schatten mitnehmen. Nachdem sie einige Zeit heimatlos durchs All zogen, siedeln sie sich später auf der Heimatwelt der Centauri an und beginnen im Verborgenen, dunkle Seilschaften zu etablieren.

Fernsehfilme, Spin-Offs


- 1998, Der erste Schritt (In the Beginning), [http://german.imdb.com/title/tt0120711 IMDB], Londo Mollari erzählt zu einem Zeitpunkt nach Serienende einigen Untergebenen die Hintergrundgeschichte der Station Babylon 5 und umreißt dabei den gesamten Handlungsbogen der Serie
- 1998, Der Fluss der Seelen (River of Souls), [http://german.imdb.com/title/tt0146247 IMDB], Martin Sheen als Seelenjäger
- 1998, Das Tor zur 3. Dimension (Thirdspace), [http://german.imdb.com/title/tt0121804 IMDB], Im Hyperraum werden alte Mysterien entdeckt
- 1999, Waffenbrüder (Call to arms), [http://german.imdb.com/title/tt0146455 IMDB], Angriff auf die Erde und Einführung von Charakteren des Spin-Offs Crusade
- 1999, Crusade, [http://german.imdb.com/title/tt0149437 IMDB], 13 Folgen der Nachfolgeserie wurden gedreht
- 2002, Legend of the Rangers: To Live and Die in Starlight, [http://german.imdb.com/title/tt0280453 IMDB]

Ausblick

Trotz des Misserfolges der als B5-Nachfolge gedachten Serie Crusade – die nicht mal das Ende der 1. Staffel erlebte, und in Deutschland noch nicht einmal ausgestrahlt wurde – hat Straczynski Anfang Dezember 2003 neue Projekte im Rahmen von Babylon 5 angedeutet. Einige Zeit später wurden die Andeutungen etwas konkreter und dem Hauptprojekt sogar ein Titel gegeben – Babylon 5: The Memory of the Shadows. Aufgrund einer Anspielung in einer von Straczynskis Äußerungen in [news:rec.arts.sf.babylon5.moderated rec.arts.sf.babylon5.moderated] auf das Kinoformat 2,35:1 (Zitat Straczynski: „Soon, I promise, all will be made clear. I don’t like being Mr. Mysterioso on this, but if I say too much, the-powers-that-be will use my head to make a 2.35:1 sized hole in the wall.“) wurde vermutet, dass ein Kinofilm zu Babylon 5 mit dem oben genannten Titel gedreht würde. Am 25. Februar 2005 gab Straczynski in der Newsgroup bekannt, dass sich der Kinofilm The Memory of Shadows tatsächlich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befunden hatte – Studios und Regisseur waren gebucht und das Drehbuch fertig – aber letztlich aufgrund unsicherer Finanzierung und internen Streitigkeiten gescheitert war. Auf seine weiteren Pläne mit Babylon 5 angesprochen gab Joe Straczynski bekannt, er habe die Geschichte die er erzählen wollte erzählt. Mit weiteren B5-Projekten ist daher in nächster Zeit nicht zu rechnen.

Auszeichnungen


- 1997, Hugo Award für die Episode Severed Dreams
- 1996, Hugo Award für die Episode The Coming of Shadows
- 1994, Emmy für die Episode The Parliament of Dreams

Literatur

Sekundärliteratur


- Torsten Dewi: Das Babylon 5 Universum. 1998, ISBN 3893656774
- Rolf Sander: Das Babylon 5 Bordbuch. 1998, ISBN 3612264575
- J. Michael Straczyinski, Michael Bassom: Babylon 5. 1996, ISBN 3802524144
- David Bassom: The A to Z Guide of Babylon 5. 1996, ISBN 0752202529
- Phantastische Serien. Nr. 1. 1996, ISBN 3931608077

Romane


- S. M. Stirling: Krieg der Verschwörer. 1998, ISBN 3442250285
- Jim Mortimore: Schatten des Todes. 1997, ISBN 3442250277
- John Vornholt: Blutschwur. 1997, ISBN 3442250153
- Neal Barrett jr.: Schwarze Träume. 1997, ISBN 3442250269
- John Vornholt: Tödliche Gedanken. 1996, ISBN 3442250137
- Lois Tilton: Im Kreuzfeuer. 1996, ISBN 3442250145

Comics


- Tim DeHaas, John Ridgeway: Psi Corps. 1997, ISBN 3893438238
- David Gerrold, Rebecca Guay, Rick Bryant: Der Laserspiegel. 1997, ISBN 389343822X
- J. Michael Straczynski, Tim DeHaas, John Ridgway: Stille Feinde. 1997, ISBN 3893438211
- Tim DeHaas, John Ridgway: Schatten der Vergangenheit. 1996, ISBN 3893438203
- Mark Moretti, Michael Netzer: Der Preis des Friedens. 1996, ISBN 389343819X
- J. Michael Straczynski, Mark Moretti, Michael Netzer: Verrat. 1996, ISBN 3893438181

Computer-Spiele

Nachdem die Serie 1998 ihr Ende fand, gab es verschiedene Bemühungen, ein PC-Spiel in diesem Universum zu erschaffen. Die aussichtsreichste Entwicklung eines Weltraum-Shooters von Sierra Entertainment Babylon 5: Into the Fire wurde 1999 eingestellt. Seitdem versuchen viele private Entwickler und Fans eigene Spiele zu realisieren. Dabei wird größtenteils auf die Modifikation bereits vorhandener Spiele gesetzt. Es werden Grafiken, Sounds, Texte und nicht zuletzt die Musik dem Babylon-5-Universum angepasst. Es existieren jedoch auch einige wenige eigenständige Spiele.
Alle Projekte haben gemeinsam, dass sie kostenlos verfügbar sind.

Eigenständige Spiele


- [http://ifh.firstones.com/ Babylon 5: I’ve found her] – Weltraumshooter eines russischen Entwicklers mit akribisch umgesetzter Physik des eigenen Raumjägers. Gegenwärtig ist eine sogenannte „Prequel Campaign“ verfügbar.
- [http://www.3dactionplanet.com/hlp/hosted/babylon/index.shtml Freespace: Babylon Project] – Abstammend von einer Konvertierung der Raumkampfsimulation Freespace 2 in das Babylon-5-Universum, ist dieses Projekt nun ein eigenständiges Spiel.
- [http://thirdage.firstones.com/ Thirdage] – Ein altertümliches, Shoot-’em-up-Spiel in 2D. Es bietet einige Mission, die auf Schlachten der Serie basieren.

Modifikationen

(noch zu erweiternde Liste)
- [http://mods.firstones.com/buda5/ Buda 5] – Modifikation mit eigenständiger Kampagne für die Raumkampfsimulation Independence War 1 sowie eine Konvertierung der Kampagne des Spiels I-War 2: Edge of Chaos in das Babylon-5-Universum.
- [http://starshattercentral.com/Core/ Babylon 5: Hold The Line] – Mod für die Raumkampfsimulation Starshatter. Es enthält eine allgemeine Konvertierung von Schiffen sowie den Dilgar Krieg.
- [http://fltc.firstones.com/ Babylon-5-Konvertierung von Freelancer]
- [http://homeworld.firstones.com/ Homeworld Modifikation] – Eines der ersten Babylon-5-Mod-Projekte. Weitergehende Informationen über Modifkationen von Spielen finden sich auf der unten angeführten, englischsprachigen Website [http://ifh.firstones.com/ Firstones]

Siehe auch


- Liste von Sciencefiction-Filmen
- Sciencefiction im Fernsehen
- Sciencefiction-Film
- SciFi-Technologie
- Themen und Motive in der Science-Fiction

Weblinks

Allgemeine Weblinks


- [http://lifesci3.arc.nasa.gov/SpaceSettlement/70sArt/art.html Space Colony Art from the 1970s]
- [http://lifesci3.arc.nasa.gov/SpaceSettlement/teacher/materials/ringworld/ringworld.html Der freie Fall in einem rotierenden Bezugssystem] Kategorie:Filmtitel Kategorie:Babylon 5 Kategorie:Fernsehserie Kategorie:Science-Fiction

Science Fiction

Science Fiction [] ("Wissenschaftsdichtung"; offiziell geschrieben: Sciencefiction oder Science-Fiction; Abk.: Sci-Fi, SF, deutsch auch: Wissenschaftliche Phantastik) ist eine Form der Literatur und des Films, aber auch anderer Disziplinen wie z. B. der bildenden Kunst, die den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch radikal alternativen Konstellationen betrachtet. Am häufigsten geschieht dies in Form einer aus der tatsächlichen Gegenwart extrapolierten Zukunftsvorstellung, es finden sich aber auch andere Topoi, wie zum Beispiel jenes der so genannten Parallelwelt. Wenn sich die SF einer zeitlich relativ nahen Zukunft annimmt, diskutiert sie häufig den Einfluss neuer wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Entwicklungen.

Etymologie

Die von einigen Sprach- und Literaturwissenschaftlern im deutschen Sprachraum synonym verwendete Bezeichnung für einen Teilbereich lautet Zukunftsroman oder Zukunftsfilm. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich im professionellen Bereich und unter Liebhabern die Bezeichnung Science Fiction etabliert. Weitere Bezeichnungen, die mehr oder weniger exakt als Synonyme verwendet werden, sind Wissenschaftliche Phantastik, utopische Literatur und einfach nur Phantastische Literatur (nicht zu verwechseln mit Fantasy oder der romantischen Phantastik). Der Begriff Zukunftsliteratur wird ebenfalls (nicht ganz exakt) manchmal als Synonym für Science Fiction betrachtet. Er stimmt aber gegebenenfalls nur für das Teilgebiet der Science Fiction, welches sich mit der Zukunft beschäftigt. Die Kontroversen über die Bezeichnung des Genres sind kennzeichnend für seine Entwicklung und seine Themen und Motive, aber auch für politische Anschauungen. SF-Schriftsteller wie Heinlein, Haldeman und Robinson prägten als Begriff Speculative Fiction, um die Einengung des Genres auf technisch/wissenschaftliche Bereiche zu vermeiden, ohne andererseits unter das "Anything goes" der Fantasy zu fallen. Diese Stilrichtung wird häufig dadurch von der Science Fiction unterschieden, dass ihr Handlungsumfeld nicht von wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Errungenschaften gegenüber unserer Zeit geprägt ist, sondern die Geschichte in einer antiken oder mittelalterlichen Umgebung stattfindet, wobei das Vorhandensein übernatürlicher Phänomene wie beispielsweise Magie oder Fabelwesen essentiell ist. Von Science Fantasy spricht man, wenn sowohl Elemente aus Fantasy als auch aus der Science Fiction in einem Werk gefunden werden können. Beispiele hierfür sind die Star-Wars-Filme oder die Darkover-Romane. Das Wort Science Fiction hat sich in vielen Sprachen direkt oder als Lehnübersetzung eingebürgert.

Übersicht und Richtungen

Definitionen

Die Frage, ob und wie SF definiert werden sollte, ist fast so alt wie der Begriff selbst. Schon von Beginn an versuchten Autoren und Leser, SF zu definieren, die Zahl der Definitionsversuche ist mittlerweile Legion. Bis heute herrscht Uneinigkeit darüber, ob SF überhaupt definiert werden kann. Poststrukturalistisch orientierte Autoren wie Samuel R. Delany vertreten sogar die Ansicht, dass die Undefinierbarkeit ein wesentliches Merkmal von SF ist. In der theoretischen Diskussion ist auch ungeklärt, ob SF ein Genre bzw. eine Gattung ist, also ob sie sich durch ein relativ festes Set von formalen, inhaltlichen und/oder strukturellen Elementen definieren lässt, oder ob SF nicht treffender als Modus beschrieben werden sollte, der auf einer grundlegenderen Ebene als ein Genre die Beschaffenheit der fiktionalen Welt bezeichnet. Delany geht sogar weit, in der (literarischen) SF eine grundsätzlich eigene sprachliche Ausdrucksform zu sehen, die wie Poesie anders gelesen werden muss als "normale Literatur". Ein Versuch, den Begriff Science Fiction unter Beachtung untenstehender Erklärungen zusammenzufassen, könnte so aussehen: SF liegt immer dann vor, wenn (scheinbar) unmögliche Dinge gezeigt werden, die technischer Natur sind und von denen sich denken lässt, dass sie eines Tages möglich sein könnten. Um Fantasy handelt es sich immer dann, wenn die gezeigten Dinge dem Mentalen oder Spirituellen entstammen und uns als unmöglich für alle Zeit erscheinen. Wird beides gemischt, spricht man meist von SF/Fantasy Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass sich SF durch ein oder mehrere Elemente auszeichnet, die in unserer 'normalen' Alltagswelt (noch) nicht möglich ist/sind. Für dieses Element hat sich der von Darko Suvin, einem Pionier der SF-Forschung, geprägte Begriff Novum (pl. Nova) weitgehend durchgesetzt. Uneinigkeit herrscht darüber, inwiefern sich das Novum von typischen Märchen- oder Fantasyelementen unterscheidet. Befürworter der Hard-SF argumentieren, dass das Novum wissenschaftlich erklärbar und rational nachvollziehbar sein muss. Diese Position ist sehr umstritten, da in der Praxis die meisten SF-Nova naturwissenschaftlich ungeklärt oder spekulativ sind. Typische Nova wie Zeitreise oder Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit unterscheiden sich in ihrer Plausibilität kaum von Märchenelementen wie fliegenden Besen oder magischen Tränken. Neuere Definitionsansätze gehen deshalb auch meist nicht mehr von der Wissenschaftlichkeit von SF aus, sondern argumentieren, dass SF ihre Wissenschaftlichkeit primär behauptet. SF ist demnach weniger eine Frage der Plausibilität, sondern der Haltung, die ein Film/Roman gegenüber der dargestellten Welt einnimmt. Die SF gibt Wissenschaftlichkeit vor, sie 'tut so als ob', indem sie sich einer wissenschaftlichen oder wissenschaftsanalogen Rhetorik bedient. In der Literatur äußert sich dies durch einen typischen und oft parodierten (pseudo-)wissenschaftlichen Jargon, der darüber hinwegtäuschen soll, dass das jeweilige Novum schlicht unmöglich ist. Als Beispiel sei hier die Hexe angeführt, die mittels Zauberstab einen Menschen an einen anderen Ort verfrachtet, und der Beamer aus Star Trek: In beiden Fällen handelt es sich um Teletransportation und somit um einen Vorgang, der gemäß heutigem Wissen, trotz oder gerade wegen erster dahingehender Erfolge auf quantenmechanischer Ebene, nahezu unmöglich sein sollte, zumindest "oberhalb" der "Quantenwelt". Dass wir als Zuschauer den Beamer sofort als SF identifizieren, hat nichts damit zu tun, dass er plausibler oder technisch nachvollziehbarer wäre als der Zauberstab der Hexe, sondern einzig und allein damit, dass die Geräte an Bord der Enterprise technisch aussehen, weil sie "so tun", als wären sie technisch möglich. Vereinfacht lässt sich sagen: SF ist, was wie SF aussieht. Das heißt nicht, dass SF-Nova per se unmöglich sind, sie müssen aber keineswegs möglich sein, und je mehr sich SF in ihrer Darstellung von aktuellen Vorstellungen davon, wie Technik und Wissenschaft auszusehen haben, entfernt, desto mehr nähert sie sich der Fantasy an. Definitionen einiger SF-Autoren finden sich [http://www.literature.at/elib/www/wiki/index.php/Fokus_Phantastik:_Science_Fiction_Definitionen hier].

Phantastik

Der Begriff Science Fiction wird heute allgemein für Werke verwendet, die über die bekannte Wirklichkeit hinausgehen und die Ereignisse und Gegebenheiten rational erklären oder zumindest als rational erklärbar darstellen. Es gibt verschiedene Ansätze zum Ordnungssystem von Literatur (und Film, Theater, bildender Kunst) mit "nicht-realistischen" Elementen. Im ersten Ansatz wird Science Fiction neben Fantasy, phantastischem Horror und den Grenzbereichen dazwischen, die wegen Zuordnungsschwierigkeiten als Phantastik zusammengefasst werden, direkt unter "Literatur" (bzw. Film, Theater, bildender Kunst) eingeordnet. Systematischer ist das Vorgehen, Phantastik als Gruppe derjeniger literarischer (filmischen etc.) Werke anzusehen, welche mit nach heutigem Erkenntnisstand nicht realen Elementen operieren. In diesem Ordnungssystem belegt die Science Fiction dann den Bereich, der ohne Übernatürliches (wie Zauberei und Fabelwesen) operiert. Bei Fantasy dagegen gehören Magie und/oder Fabelwesen zur Kulisse bzw. zur Handlung. Übernatürliches, das weder mit »klassischer Magie« noch mit »typischen Fabelwesen« (Drachen, Elfen, Trolle etc.) zu tun hat, oder Dinge, die (noch) nicht wissenschaftlich-logisch erklärbar sind, werden oftmals unter »Mystery« zusammengefasst (dieser Begriff wird vor allem im Film-Bereich verwendet). Horror kann in dieser Ordnung in jedem der Genres stattfinden. Bevor Fantasy als eigenes Genre Anerkennung fand (und nicht mehr als »Märchen« gehandelt wurde), wurde Phantastik oft (z. B. abgrenzend zur Utopie) als Synonym für Science Fiction verwendet. Aus der Anfangszeit der Fantasy-Welle stammt auch der Gebrauch von Phantastik als Synonym für Fantasy.

Überschneidung mit anderen Genres

SF ist kein puristisches Genre, das sich allen anderen gegenüber verschließt. Im Gegenteil besteht eine der großen Stärken in der Absorption aller denkbaren literarischen Strömungen und Stile. Als übergeordneter Begriff wird deshalb häufig auch auf Phantastik zurückgegriffen.

Überschneidung mit Horror und Fantasy

Die größte Nähe besteht wohl zu Genres wie Horror (vergleiche die Kinoreihe Alien) und Fantasy. Horror beschreibt weniger den Inhalt einer Erzählung, als vielmehr den Stil, die Wirkung auf den Leser. Fantasy umfasst jene Fälle, in denen das Geschehene eben nicht mehr rational erklärbar ist. Von Grenzfällen zur Fantasy kann man auch sprechen, wenn entweder die Geschichte in einer so weit entfernten Zukunft / so anderen Welt spielt, dass das dort "Natürliche" auf uns wie "übernatürlich" wirkt (z. B. "Star Wars"), oder die Kulisse (z. B. mittelalterliche Hierarchien) und/oder die Handlungsstruktur (z. B. die Quest) fantasy-typisch ist, die Geschichte aber weder mit Magie noch Fabelwesen funktioniert. Obwohl Mary Shelleys Frankenstein und Robert Louis Stevensons Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde übernatürliche Elemente enthalten, enthalten sie immer noch eine Extrapolation wissenschaftlicher Ideen und gelten daher als Science Fiction. Dagegen ist Bram Stokers Dracula reine Fantasy. Auch viele unter dem Überbegriff SF laufende Werke nutzen etwa den Weltraum oder eine zukünftige Welt nicht, um über Fragen menschlicher Entwicklungen zu spekulieren, sondern als exotische Kulisse, vor der traditionelle Genres (Abenteuer, Romanze) ablaufen. Der Begriff hierfür lautet Space Opera – Beispiele sind u. a. Fernsehserien wie Raumschiff Enterprise (Star Trek) oder Krieg der Sterne (Star Wars).

Überschneidung mit Utopie

Eine weitere Überschneidung ergibt sich für den modernen Science Fiction-Roman in der Regel mit der Utopie (Gegensatz: Dystopie). Während die SF sich oft mit der Darstellung von Teilaspekten technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen begnügt, wurde die Utopie, deren Ziel in dem Entwurf eines vollständigen Gesellschaftsentwurfes liegt, ursprünglich als Trojanisches Pferd benutzt. Ziel war es oft, der Öffentlichkeit ohne obrigkeitliche Zensur politische und philosophische Ideen vorzustellen. Allerdings können die klassischen Utopien wie Thomas Morus' Utopia (1516) oder Tommaso Campanellas Civitas Solis (1623) kaum als SF gelten, da sie zu einem Zeitpunkt entstanden sind, zu dem wissenschaftlicher und technischer Fortschritt noch keine wichtigen Kategorien darstellten; enstprechend weisen die frühen Utopien auch kein SF-Novum auf. Die klassischen Utopien sind meist auf einer fernen Insel angesiedelt, erst im 19. Jahrhundert, mit dem der Industriellen Revolution verlagert sich die Utopie in die Zukunft, werden Nova zu typischen Utopieelementen. Die klassische Utopie geht von einem statischen, perfekt organisierten Staatsgebilde aus, an dem höchstens noch im Detail gefeilt werden muss. Diese Vorstellung widerspricht einer modernen dynamischen Gesellschaftsauffassung. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass im 20. Jahrhundert kaum noch klassische Utopien erschienen sind, sondern eher satirische utopische Romane wie die von Robert Sheckley. Er kritisiert ironisch gesellschaftliche und technologische (Fehl-)Entwicklungen und weist dabei auf die Tücken des Alltags und die Gefahren des Weltalls hin. Je nach Inhalt der erdachten Welt wäre ein heute erscheinender Roman entweder als SF oder Fantasy anzusehen. Aus diesem Grund versuchen Verlage häufig erst gar nicht, eine genaue Trennung der Genres durchzuführen und führen eine "SF&F"-Reihe, in der Science Fiction, Fantasy und manchmal auch Horror zusammengefasst sind. Hierfür wurde auch der Begriff Speculative Fiction als alternative Deutung der Abkürzung SF geprägt. Im Deutschen spricht man auch von "Phantastischer Literatur". siehe hierzu auch: Themen und Motive in der Sciencefiction, Utopische Literatur

Harte und weiche Science Fiction

Die Unterscheidung zwischen hard (dt. "hart") und soft (dt. "weich") SF stellt nur eine grobe Orientierung dar und ist eher historischer Natur. Viele Romane entziehen sich in der Unterscheidung einer eindeutigen Zuordnung. Der Begriff Soft-Science Fiction ist im deutschsprachigen Raum ungebräuchlich, wohingegen Hard-SF als Sub-Genre durchaus anerkannt ist.

Hard-Science Fiction

Hard-SF bezeichnet eine Richtung in der SF, die gekennzeichnet ist durch ein Interesse an wissenschaftlicher Genauigkeit oder Details. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen die Naturwissenschaften (zum Beispiel Astronomie, Physik, Mathematik, Biologie) sowie technische Fortschritte. Die Entwicklung der handelnden Personen kann gegenüber der Erforschung von wissenschaftlichen Phänomenen zweitrangig sein, es gibt aber auch Autoren, die das menschliche Wesen in den Vordergrund rücken. Gewöhnlich ist der technische beziehungsweise wissenschaftliche Aspekt ein wichtiger Bestandteil der Handlung. Die Autoren gehen meistens vom modernsten Wissensstand ihrer Zeit aus, um eigene Ideen logisch weiterzuentwickeln. Als Vertreter aktueller Hard-SF gelten Greg Bear, Alastair Reynolds, Gregory Benford, Kim Stanley Robinson, Isaac Asimov und Greg Egan.

Soft-Science Fiction

Die Soft-SF befasst sich mehr mit philosophischen, psychologischen, politischen oder gesellschaftlichen Themen, und benutzt technische Errungenschaften eher am Rande und als Hilfsmittel, um die Handlung einzubetten. Der Begriff soft stammt aus dem Englischen, und grenzt dort die genannten Geisteswissenschaften gegen die (harten oder 'exakten') Naturwissenschaften ab. Ein Beispiel der Soft-SF stellt Frank Herberts Wüstenplanet-Serie dar, in der ein Universum mit fortgeschrittener Technik, aber gleichzeitig einer feudalen Struktur erdacht ist. Die Rolle der Führungsschicht und Fragen nach Verantwortung und Ethik sind tragender Teil der Handlung. Ein weiteres Beispiel ist die SF Stanisław Lems, in der er Fiktionen über psychochemische Weltverbesserung oder politische Ideen ins Extreme getrieben hat.

Zukunftsliteratur

Zukunftsliteratur ist zum einen das Teilgebiet der Science Fiction, das sich mit der Zukunft der Menschen befasst und über die Weiterentwicklung der Menschheit spekuliert. Zeitweise war es das Hauptgebiet der Science Fiction und wurde als Gattungsbezeichnung verwendet, wobei die Zukunft immer eng mit der Gegenwart verbunden war. Einige Autoren versuchten sich auf die nähere Zukunft zu beschränken. Ein Beispiel dafür ist das Konzept der »Nahphantastik«, das beispielsweise von Carlos Rasch vertreten wurde. Zum anderen kann man mit dem Begriff »Zukunftsliteratur« auch wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Arbeiten über die Zukunft bezweichnen. Die Fernsehsendung The future is wild nutzte dazu die Möglichkeiten der modernen Computeranimation.

Geschichte der Science Fiction

Vorläufer

Die Science Fiction im engeren Sinne konnte erst mit der Entwicklung von Wissenschaft und Technik entstehen. Neben dem in allen Kulturen vorhandenen sagenhaften, märchenhaften und phantastischen Erzähl- und Literaturgut, das zwar Anregung gegeben haben mag, aber nicht als Vorläufer im eigentlichen Sinne verstanden werden kann, gibt es im Europa der beginnenden Neuzeit einige Ansätze. Nach der Entwicklung des Fernrohrs wurde der Mond als ausgedehnter Himmelskörper erkannt, und im Zeitalter der Entdecker wurde sogleich von Mondreisen geträumt (Johannes Kepler: Somnium, dt. Der Traum, 1634; Cyrano de Bergerac: L’histoire comique contenant les états et empires de la lune, 1656). Voltaire führte seine Leser im Micromégas (1752) in den weiten Weltraum, während Jonathan Swift in Gullivers Reisen (1726) fremde Völker und Kulturen auf der Erde erkundet. 1877 meinte der Italiener Schiaparelli Marskanäle gesehen zu haben. Im 19. Jahrhundert finden sich Elemente der SF bei Autoren wie Edgar Allan Poe, Nathaniel Hawthorne, und Fitz-James O'Brien - ein deutscher Vertreter war E.T.A. Hoffmann. siehe hierzu auch: Entwicklung der Science Fiction

Frühe Werke

Im ausgehenden 19. Jahrhundert begann in Europa die Zeit der eigentlichen Science Fiction. Bekannteste Vertreter sind Jules Verne mit seinen wissenschaftlich-romantischen Abenteuern und H. G. Wells mit technisch-gesellschaftskritischen Werken. Als Gründerin des Genre aber gilt Mary Shelley mit ihrem Roman Frankenstein. Ein deutscher Vertreter dieser Periode ist Kurd Laßwitz, nach dem der wichtigste Preis für deutsche Science-Fiction-Literatur benannt ist. Mit seinen technisch-wissenschaftlichen Werken wird Hans Dominik als der deutsche Jules Verne bezeichnet, er ist einer der wichtigsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland. Viel gelesen wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts auch Paul Eugen Sieg mit seinen technischen Zukunftsromanen. In den USA trat die Science Fiction vorwiegend in der Kurzgeschichte an ihr Publikum. Das bekannteste periodisch erscheinende SF-Magazin dieser Zeit war das von Hugo Gernsback herausgegebene Amazing Stories, das sich seit 1926 ausschließlich der Veröffentlichung von SF-Geschichten widmete. Allerdings war die von Hugo Gernsback gewählte Bezeichnung scientifiction, und danach wird diese Periode der SF auch „scientifiction“ genannt. Die aus dieser Zeit stammende Assoziation der SF mit „billigen“ Magazinen und aufreißerisch gestalteten Titelseiten (scheußliche Monster und halbnackte, hilflose Frauen) machen es der SF bis heute schwer, in Deutschland als „seriöse“ Literatur anerkannt zu werden. Diese „Pulps“ jedoch gaben den SF-Autoren jahrzehntelang Gelegenheit, ihre unzähligen Kurzgeschichten zu drucken und wegen ihres billigen Preises das Publikum zu erreichen, das für SF am empfänglichsten war: Kinder und Jugendliche. Völlig unbeeinflusst durch die Pulps schrieb in den 30ern Olaf Stapledon seine beiden Hauptwerke Last and First Men und Star Maker. Die in diesen teilweise sehr trocken zu lesenden Werken vorkommenden Konzepte sollten für Jahrzehnte einen Steinbruch an Ideen für viele SF-Autoren bilden.

Das Golden Age in den USA

Eine Aufwertung der SF geschah, als 1937 John W. Campbell, Jr. der Herausgeber von Astounding Science Fiction wurde. Während Gernsback mehr auf technische Beschreibungen und einen eher einfachen Stil Wert legte, bevorzugte Campbell Ideen. Von ihm favorisierte Geschichten mußten auf einer verblüffenden Annahme beruhen oder zumindest eine erstaunliche Wendung nehmen. Er brachte Erzählungen später bekannter und erfolgreicher Autoren (Isaac Asimov, Arthur C. Clarke und Robert Heinlein) heraus. Insgesamt ist die SF weltweit stark von US-Autoren dieser Zeit beeinflusst. Aber auch eine Reihe von Autoren, die nur bedingt der SF zuzurechnen sind, versuchten sich im Genre und brachten der SF ein seriöseres Image (Karel Čapek, Aldous Huxley, Clive Staples Lewis, Ray Bradbury, Kurt Vonnegut, George Orwell, Gore Vidal). In der Philosophie wurde das Problem des möglichen Selbstbewusstseins von Robotern (einem Begriff, den Karel Čapek 1920 in seinem SF-Schauspiel "R.U.R." erstmals gebrauchte) als Problem der Logik von Gotthard Günther behandelt, der darüber sogar in Astounding Science Fiction publizierte, was A. E. van Vogt seinerseits in Die Welt der Null-A aufgriff.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Nachkriegszeit sah insbesondere in den USA eine wachsende Popularität der SF. In immer neuen Magazinen finden die Schriftsteller eine Plattform für ihre Geschichten. Der US-amerikanische Traum schien nach dem gewonnenen Krieg greifbar, die 50er waren eine Zeit des Aufschwungs und der Hoffnung. Trotzdem zog der Kalte Krieg heran. Die Ängste vor ihm oder der Atombombe zu benennen, war Aufgabe der SF, da das Thema ansonsten eher verschwiegen wurde. Ihre Autoren wurden inspiriert, über Paranoia und Diktaturen im Weltall zu schreiben und das mitunter mit tiefbösem Humor. Jetzt entdeckt auch das Kino die Möglichkeiten der SF. Legendär die Sonntag vormittags stattfindenden Doppelvorführungen, in denen die Kinder großartige Filme wie Der Tag, an dem die Erde stillstand, Das Ding aus einer anderen Welt (nach John W. Campbell), Gefahr aus dem Weltall, Metaluna 4 antwortet nicht oder Die Dämonischen (nach einer Vorlage von Jack Finney) sehen. Filme, die als Mahnmal gegen Atombomben oder - je nach Standpunkt - den Ausschuss von Joseph MacCarthy oder den Kommunismus gesehen werden können. Vielleicht die Phase der besten SF-Filme überhaupt, die das Interesse an den Büchern wach hielt. In den 60er Jahren debütierten so unterschiedliche Autoren wie John Brunner oder Frank Herbert und auch der bis dahin vor allem als Verfasser zahlreicher Kurzgeschichten hervorgetretene Philip K. Dick erfreut sich einer zunehmenden Popularität.

Moderne Science Fiction

1957 startet der Sputnik als erster von Menschen geschaffener Satellit, kurz darauf folgt Sputnik 2 mit dem Hund Laika an Bord, 1961 wird Juri Gagarin der erste Mensch im All. Die USA sind geschlagen, weshalb Präsident John F. Kennedy verkündet, der erste Mensch auf dem Mond müsse US-Amerikaner sein. Das Interesse an der SF bekommt wieder einen Schub. Zumal in Folge des Weltraum-Wettlaufs eine Reihe technischer Errungenschaften gemacht werden, die bald darauf im Wohnzimmer der Bevölkerung stehen. Aber diese Fortschritte ziehen nicht, wie erhofft, Frieden nach sich. Im Gegenteil, Science Fiction wird erstmals ernst genommen, denn jeder potentielle Leser weiß, dass SF über kurz oder lang Realität werden kann. Die Probleme und ihre Lösungen unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen auf der Erde. James Graham Ballard und Anthony Burgess stehen für eine SF, der die Gegenwart näher ist, als ihr lieb sein kann. Harry Harrison schreibt Soylent Green, Philip K. Dick verfasst Das Orakel vom Berge über die USA, die den Zweiten Weltkrieg verloren, Thomas M. Disch Die Feuerteufel. Frank Herberts Wüstenplanet ist der Beginn eines mehrbändigen Zyklus, der ein Universum beschreibt, nicht nur zeitlich und örtlich unendlich von der Gegenwart der Erde entfernt, das ihm eine ähnlich fanatische Leserschaft einbringt wie Tolkien mit Der Herr der Ringe. Herberts SF mit seiner Betonung auf Regierungsformen, Menschen und weniger auf Technik wird deshalb als Soft-SF betrachtet. Auch Raumschiff Enterprise, im Original als Star Trek bekannt, dessen Debüt 1966, also auf dem Höhepunkt des Weltraumfiebers erfolgt, kann letztlich als solche Soft-SF angesehen werden. Obwohl großer Wert auf die technischen Details und deren Stimmigkeit gelegt wurde (Asimov als Physiker fungierte einige Male als Berater), sind die Handlungen der Folgen nicht sehr SF-typisch: Kirk verliebt sich ständig unglücklich, muss mit überlegenen Außerirdischen Faustkämpfe bestreiten und es gibt sogar eine Halloween-, eine Hippie- und sogar eine erst in den späten 80ern in Deutschland auf Video veröffentlichte Nazi-Folge. Nichtsdestotrotz ist es die erste weltweit erfolgreiche SF-Serie, die für Universalismus und Humanismus eintritt. Mit einer Schwarzen, einem Asiatisch-stämmigen, einem Russen sowie dem Halbvulkanier Spock (nicht nur ein Außerirdischer sondern noch dazu ein Mischling!) an Bord wirbt sie für Völkerverständigung. Solche Aussagen waren politisch unbequem und trugen zum vorzeitigen Absetzung der Serie durch die Geldgeber bei. In Deutschland liefen um diese Zeit sieben Folgen der Raumpatrouille mit dem Raumschiff Orion und seiner Crew, die eine vergleichbare Zusammensetzung aufwies. Die Serie erreichte später Kultstatus. Speziell die 1987 gestartete Nachfolgeserie Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert (Original: Star Trek: The Next Generation) griff in der Tradition des Vorgängers immer wieder brisante gesellschaftskritische Themen auf. Das gleiche gilt für einige der Star-Trek-Kinofilme. Im Gegensatz zum Haudegen Kirk tritt Cpt. Jean-Luc Picard noch mehr für Völkerverständigung, Toleranz und friedliche Lösungen ein. Eine Weiterentwicklung im Film brachte die SF einem weiten Publikum näher: 2001: Odyssee im Weltraum (geschrieben von Arthur C. Clarke) und Planet der Affen (nach Pierre Boulle, beide 1968) zeigten, dass die bösen Außerirdischen das Publikum nicht mehr reizten. New Hollywood begann seine Revolution und erwischte auch das SF-Kino. Dann kamen Der weiße Hai und Krieg der Sterne und erfanden den Blockbuster. Zwischen dem "Space-Märchen" und Unheimliche Begegnung der dritten Art (beide 1977) liegen, auch im Stil und der Art, bereits Welten. Gleiches gilt für Alien (1978) und seinen Nachfolger 8 Jahre später. Die meisten folgenden SF-Filme sind bunte, teure Actionfilme, auf den Geschmack des jugendlichen Publikums zugeschnitten und kaum noch mit ernsthafter SF-Literatur vergleichbar. (Siehe auch: Science-Fiction im Fernsehen, Science-Fiction-Film) Eine zunehmend gedanklich und gesellschaftlich geprägte SF fand sich seitdem auch außerhalb der USA. Insbesondere in den Ländern des Warschauer Pakts konnte die SF eine verdeckte Gesellschaftskritik üben. Bekannte Autoren umfassen Stanisław Lem und die Brüder Arkadi und Boris Strugazki. Eine relativ neue Richtung der Science Fiction ist der Cyberpunk, in dem insbesondere die Idee der virtuellen Realität im Computer verfolgt wird. Als Begründer dieser Richtung sind vor allem William Gibson (Neuromancer, Count Zero (dt. Biochips), Mona Lisa Overdrive) und Bruce Sterling zu nennen, daneben Pat Cadigan und in jüngster Zeit Neal Stephenson (Snow Crash, Cryptonomicon). Vertreter dieser meist dystopischen Filme sind zum Beispiel Matrix oder Dark City. Eine der ersten virtuellen Realitäten kam mit der Film Tron auf die Kinoleinwände. Eine Unterart der Science Fiction ist die "Alternate Reality", eine andere Realität. Diese Geschichten beschreiben eine Welt, in der die Historie einen anderen Verlauf als in der uns bekannten Realität genommen hat. Bekannter deutscher Autor ist u. a. Oliver Henkel. Bekanntester aktueller SF-Autor aus Deutschland ist Andreas Eschbach, dessen Bücher Das Jesus Video und Eine Billion Dollar große Erfolge sind. Frank Schätzings Roman Der Schwarm beschreibt ein Szenario der Apokalypse. Die größte Science Fiction-Serie und damit das größte Science Fiction-Universum stellt Perry Rhodan dar. Ebenfalls sehr umfangreich ist der Kosmos von Star Trek, der sowohl durch die verschiedenen Serien und Kinofilme, aber auch durch Romane, Comics und Computerspiele gebildet wird. Auch bei Star Wars hat in den letzten Jahren ein umfassendes Merchandising eingesetzt.

Schreibweise

Die normale Schreibweise lautet schon seit Jahrzehnten Science Fiction. Nach der deutschen Rechtschreibreform gibt es aber auch die Alternativen:
- Sciencefiction (Schreibweise ohne Bindestrich, primäre Duden-Schreibweise)
- Science-Fiction (Schreibweise mit Bindestrich, laut Duden auch möglich) Die Abkürzung Sci-Fi wurde 1954 von Forrest J. Ackerman "erfunden". Sie gilt heutzutage als Kennzeichnung von zweitklassigen Filmproduktionen des Genres und ist in ihrer Bedeutung eher negativ besetzt.

Preise

Internationale Preise: Hugo Award (Science Fiction Achievement Award), Nebula Award, Locus Award, Rhysling Award (Poesie) Deutsche Preise: Deutscher Science Fiction Preis, Kurd Laßwitz Preis, Deutscher Phantastik Preis, Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar

Fandom

Das SF-Genre zeichnet sich durch eine starke Fan-Gemeinde (engl. Fandom) aus, in der sich auch viele Autoren aktiv beteiligen. In Deutschland hat diese eine bis in die 50er Jahre reichende Tradition. Neben engagierten Einzelprojekten, findet man auch kompetenten Rat in den vielen kleinen und großen Clubs sowie den zahlreichen Internet-Communitys, die nicht selten von den einschlägigen Verlagen unterstützt werden. Neben vielfältigen Publikationen (Fan-Magazine, Fanzine) und Chatrollenspielen, gehen die meisten SF-Konferenzen ebenfalls auf die Initiative engagierter Fan-Gemeinden zurück. Wichtige deutsche SF-Magazine sind [http://www.phantastisch.net phantastisch!], Nova und der von Franz Rottensteiner herausgegebene Quarber Merkur, sowie das Online-Magazin Alien Contact. Anlaufstellen für Fragen und Diskussionen zur SF sind natürlich neben den einzelnen Clubs die einschlägigen Science Fiction Newsgroups der [http://groups.google.de/groups/dir?hl=de&sel=33595024&expand=1 de.rec.sf.
- ] Hierarchie wie z.B. [http://groups.google.de/group/de.rec.sf.misc?hl=de de.rec.sf.misc], sowie die vielen verschiedenen Webforen und Chats, wie z.B. das [http://www.sf-netzwerk.de Science Fiction Netzwerk!] und das [http://www.sf-fan.de/phpBB/ SF-Fan.de-Forum]. Die bedeutendste SF-Konferenz ist der Worldcon, auf welcher der Hugo Award, einer der begehrtesten Preise der SF-Literatur, vergeben wird.

Siehe auch


- Portal:Science Fiction, Science-Fiction-Film, Entwicklung der Science-Fiction, Liste von Science-Fiction-Autoren, Themen und Motive in der Science-Fiction, Science Fiction Club Deutschland, Fantasy, Rollenspiel, Science-Fiction im Fernsehen, Alternativweltgeschichte, Dark Future, Endzeit, Cyberpunk, Nacktheit in der Sciencefiction-Literatur, DSFDB, SciFi Technologie,Musik in der SF (Filk)

Literatur


- Brian Aldiss, David H. Wingrove: Trillion Year Spree: The History of Science Fiction. Atheneum Books, New York 1986, ISBN 0689118392
- Darko Suvin: Poetik der Science Fiction. Zur Theorie einer literarischen Gattung. Übers. aus dem Englischen von Franz Rottensteiner. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1979 (=Phantastische Bibliothek; 31). (Original: Metamorphoses of Science Fiction. Yale 1979), ISBN 3518370391
- Edward James: The Cambridge companion to science fiction. Cambridge: Cambridge University Press 2003, ISBN 0-521-01657-6
- John Clute, Peter Nichols: The Encyclopedia of Science Fiction, St. Martins Press, II.Ausgabe 1995, ISBN 0-312-13486-X
- Heyne Lexikon der SF-Literatur 1987, ISBN 3-453-02453-2
- Sowie der jährlich erscheinende Band: Jeschke, Wolfgang/Mamczak, Sascha (Hrsg. Stand 2005): Das Science Fiction Jahr, Heyne Verlag

Weblinks


- [http://www.chpr.at/sfstory.html Bibliographien deutschsprachiger SF-Stories und Bücher]
- [http://www.dsfdb.org Deutsche Spekulative-Fiktion DatenBank] (DSFDB.org - OpenSource-Datenbank)]
- Eintrag [http://www.wikiservice.at/buecher/wiki.cgi?ScienceFiction ScienceFiction] im BücherWiki
- [http://www.epilog.de/Lexikon/S/Science_Fiction.htm Die Definition der Science-Fiction in The Encyclopedia of Science Fiction]
- [http://dmoz.org/Arts/Literature/Genres/Science_Fiction/ Open Directory: Science Fiction]
- [http://www.sf.top1000.fictionfantasy.de Autorenregister, Film- und Serienregister, die 1000 besten SF Bücher]
- [http://www.utopian.de/index.php Utopian.de]
- [http://www.spittel.de/sf/startseite/sf.htm Bibliographien zur SF in der DDR]
- [http://www.literature.at/elib/www/wiki/index.php/Fokus:Phantastik eLibrary Austria Themenfokus Phantastik] !Science-Fiction !Science-Fiction ja:サイエンス・フィクション ko:과학 소설 th:นิยายวิทยาศาสตร์ zh-min-nan:Kho-hoàn sió-soat

Fernsehserie

Eine Fernsehserie ist eine Abfolge von filmischen Werken, die üblicherweise zur selben Zeit an einem definierten Tag im Fernsehen ausgestrahlt werden. Eine Serie hat, bis auf wenige Ausnahmen (zum Beispiel Outer Limits), immer eine Reihe von festen Charakteren, die in der Serie Abenteuer oder sonstige berichtenswerte Ereignisse erleben. Typisch für eine Fernsehserie ist die gleichbleibende Dauer und normalerweise die in sich abgeschlossene Geschichte.

Besonderheiten von Fernsehserien

Fernsehserien sind besonders reizvoll für die Zuschauer aufgrund ihres Wiedererkennungswertes. Die Serienstars sind den Zuschauern vertraut wie Nachbarn oder Bekannte und besitzen ein hohes Identifikationspotential. Sie sind für die Fernsehsender besonders interessant, weil sie die Zuschauer an den jeweiligen Fernsehsender binden.

Unterschied zwischen Serie und Reihe

Oft wird der Begriff der „Serie“ von demjenigen der „Reihe“ abgegrenzt. Letztere bezeichnet dabei eine Gruppe von Filmen, welche unter einem gemeinsamen Thema stehen, jedoch in sich geschlossener sind und zumindest teilweise mit wechselndem Personal arbeiten (danach wäre zum Beispiel Tatort eine Reihe, Derrick eine Serie). Für Serien und Reihen (als lose Zusammenstellung von Filmen) gelten rechtlich unterschiedliche Regelungen bezüglich der Werbezeit, so dass es für Sender attraktiv sein kann, Filme zu Reihen zusammenzuschließen. RTL stritt sich zum Beispiel mit einer Landesmedienanstalt, ob in Filmen unter dem Titel „TV-Roman“ so oft und lange geworben werden durfte wie in einer Serie.

Serien aus dem Aus- und Inland

Im deutschsprachigen Fernsehen setzten die Sender zu unterschiedlichen Zeiten einmal auf Serien aus den USA (insbesondere in der Frühzeit der Ausstrahlung von Serien im deutschsprachigen Fernsehen), zu anderen Zeiten auf einheimische Produktionen. Diese wechselnden Trends folgen der Einsicht, dass man mit ausländischen Produktionen nur bestimmte Zielgruppen ansprechen kann. Nach dem Aufkommen des Privatfernsehens hat sich das Angebot ausdifferenziert: Während einige Sender auf US-amerikanische Serien setzen (zum Beispiel in Deutschland Kabel 1 und VOX), senden andere eine Mischung einheimischer und ausländischer Produktionen (zum Beispiel RTL), andere vorwiegend eigene oder Auftragsproduktionen (so etwa die öffentlich-rechtlichen Sender). Außerdem folgt die Entscheidung für ausländische bzw. einheimische Produktionen den Preisen auf dem Markt für Verwertungsrechte bzw. den Produktionskosten. US-amerikanische Produktionsgesellschaften bieten oftmals auch Spielfilme und Serien in Paketen an, welche dann von einem Sender zusammen erworben werden müssen, wobei sich dann die Aufgabe stellt, zu kalkulieren, ob und gegebenenfalls an welchem Sendeplatz man die Serie überhaupt ausstrahlt.

Season

„Season“ ist die amerikanische Bezeichnung für eine (Jahres-)Staffel einer Fernsehserie. Der Begriff korrespondiert nicht mit dem deutschen Begriff der Staffel, da im deutschen Fernsehen im Gegensatz zum amerikanischen die Ausstrahlung von Serien nicht auf regelmäßig wiederkehrenden jährlichen Plänen beruht.

Genres


- Anime-Serie
- Abenteuer-/Action-Serie
- Ärzte-/Krankenhaus-Serie
- Doku-Soap (Reality-TV)
- Dorama (japanische Fernsehserie)
- Drama-Serie
- Fantasy-Serie
- Familienserie (vgl. Familie)
- Krimiserie
- Mystery-Serie
- Science-Fiction-Serie
- Seifenoper (Soap Opera)
- Sitcom (Situation-Comedy)
- Teenie-Serie
- Telenovela
- Thriller-Serie
- Westernserie
- Zeichentrickserie

Einteilung der Serien nach Entstehungszeit

Deutsche Klassiker


- So weit die Füße tragen
Aus dieser Einteilung fällt die Folge der 6 Filme So weit die Füße tragen von 1958/1959 heraus. Es war 10 Jahre nach der Heimkehr vieler Kriegsgefangener ein Versuch, diesen Lebensabschnitt verstehbar zu machen. Eher eine Dokumentation als ein Spielfilm, der es nach dem Drehbuch selbstverständlich war. Noch am ehsten heute mit den Arbeiten von Guido Knopp (ZDF-Geschichte-Verfilmer) vergleichbar.
Aber für die Fernsehgeschichte war es der durchschlagende Erfolg einer Serie. Raus aus dem normalen Abend-Spielfilm-(Kino-)Format. Die Reihe wirkte für drei Generationen an Zuschauer als Blockbuster, der wochenlang die Gespräche bestimmte.Lord Schmetterhemd (D 1978)
  - Die Steinzeitkinder (D 1972)
  - Urmel spielt im Schloss (D 1974)
  - Eine Woche voller Samstage (D 1977)
  - Drachen hat nicht jeder
  - Geschichten aus Holleschitz (D 1976)
- Barbapapa (J/F 1974)
- Die Bären sind los (USA 1979)
- Biene Maja (J 1975)
- Oh, diese Mieter! (DK 1975 bis 1982)
- Catweazle
- Der Bastian (1972)
- Der Doktor und das liebe Vieh
- Detektiv Rockford – Anruf genügt
- Drei Engel für Charlie
- Ein echter Wiener geht nicht unter (AUT 19751979)
- Ein Herz und eine Seele (D 1972)
- Es war einmal
- Das Haus am Eaton Place
- Heidi
- Holmes & Yoyo
- The Jeffersons
- Die Jetsons
- Kampfstern Galactica (USA 1978–79, Sci-Fi)
- Klimbim
- Kung Fu
- Love Boat
- M
- A
- S
- H
(USA 1972–83, Sitcom)
- Männerwirtschaft
- Mary Taylor Moore (USA 1970, Sitcom)
- Michel aus Lönneberga
- Mit Schirm, Charme und Melone (The New Avengers) (GB 1976–77, Krimi)
- Monty Python’s Flying Circus (GB 1969–74, Comedy)
- Mork vom Ork (USA 1978–82, Sitcom)
- The Muppet Show (GB/USA 1976–81, Puppenspiel/Comedy)
- Nils Holgersson
- Die Onedin Linie (GB 1971–80, Familienserie)
- Die Straßen von San Francisco (USA 1972–77, Krimi)
- Unsere kleine Farm
- Väter der Klamotte
- Die Waltons
- Western von gestern
- Wickie und die starken Männer
- Die Zwei (GB 1970–71, Krimi)

Kultserien der 1980er Jahre


- 21 Jump Street (USA)
- A-Team (USA 1983, Action)
- Agentin mit Herz (USA 1983, Krimi)
- Airwolf (USA 1984, Action)
- Alf (USA 1986, Sitcom)
- von der Augsburger Puppenkiste: (Marionettenspiele)
  - Am Samstag kam das Sams zurück (D 1980)
  - Caruso und Co. (D 1989)
  - Fünf auf dem Apfelstern (D 1981)
  - Kater Mikesch (Farbfassung, D 1985)
  - Katze mit Hut (D 1982)
  - Neues von der Katze mit Hut (D 1983)
  - Die Opodeldoks (D 1980)
  - Schlupp vom grünen Stern (D 1986)
  - Schlupp vom grünen Stern – Neue Abenteuer auf Terra (D 1987)
  - Das Tanzbärenmärchen (D 1984)
- Baywatch (USA 1989)
- Black Adder (GB 1983)
- Boomer, der Streuner (USA 1980–1982)
- Die Besten Jahre (USA 1987)
- Die Bill Cosby Show (USA 1984, Sitcom)
- Captain Future (J 1977, Zeichentrick)
- Cheers (USA, Sitcom)
- Ein Colt für alle Fälle (USA 1981, Action)
- Ein Duke kommt selten allein (USA 1979–1985, Action)
- Dallas (USA, Soap)
- Der Denver-Clan (USA, Soap)
- Diese Drombuschs (D, Familie)
- Einsatz in Manhattan (USA)
- Ein Engel auf Erden (USA 1984–1989)
- Ein Fall für zwei (D 1981, Krimi)
- Die glückliche Familie (D, Familie)
- Golden Girls (USA, Sitcom)
- Das Erbe der Guldenburgs (D 1987–90 Drama)
- Hart aber herzlich (USA, Krimi)
- Ein Heim für Tiere (D, Familie)
- Ich heirate eine Familie (D, Familie)
- Hey Dad! (AUS, 1986–1994 (Sitcom)
- Kir Royal (D)
- Knight Rider (USA, Krimi/Action)
- Liebling Kreuzberg (D 1987–98 )
- MacGyver (USA 1985–92, Action)
- Magnum (USA 1980–88, Krimi)
- Matlock (USA 1986–95, Krimi)
- Meister Eder und sein Pumuckl (D 1982–99, Kinder)
- Miami Vice (USA 1984–89, Krimi)
- Das Model und der Schnüffler (USA 1985–89, Krimi)
- Monaco Franze (D 1983, Familie)
- Mord ist ihr Hobby (Murder She Wrote) (USA 1984–96, Krimi)
- NAM – Dienst in Vietnam (USA 1987–1990, Action, Drama)
- Polizeirevier Hill Street (Hill Street Blues) (USA 1981–87, Drama)
- Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert (USA, SciFi)
- Remington Steele (USA, Krimi)
- Die Schlümpfe (USA 1981–90, Zeichentrick)
- Schwarz-Rot-Gold ('Krimi')
- Die Schwarzwaldklinik (D 1985, Krankenhaus)
- Simon & Simon (USA 1981–88, Krimi)
- Sledge Hammer! (USA 1986–88, Comedy/Action)
- Street Hawk (Action)
- Tao Tao
- Trio mit vier Fäusten (USA 1984–86, Krimi)
- V – Die außerirdischen Besucher
- Die Wicherts von nebenan (D, Familie)
- Zwei Münchner in Hamburg (D, Familie)

Kultserien der 1990er Jahre


- Die Abenteuer von Lois & Clark (Superman) (USA 1993–97, Action)
- Adelheid und ihre Mörder (D, Krimi)
- Akte X (USA 1993)
- Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei (D, Action)
- Alle lieben Raymond (USA 1996, Sitcom)
- Ally McBeal (USA 1997)
- Andromeda (Serie) (USA 1999, Sci-Fi)
- Angel – Jäger der Finsternis (USA 1999)
- von der Augsburger Puppenkiste: (Marionettenspiele)
  - Das Burggespenst Lülü (D 1992)
  - Drei Dschungeldetektive (D 1991)
  - Der Prinz von Pumpelonien (D 1990)
  - Der Raub der Mitternachtssonne (D 1994)
  - Die Story von Monty Spinnerratz
  - Zauberer Schmollo (D 1993)
- Babylon 5 (USA 1994)
- Becker (USA 1998)
- Beverly Hills, 90210 (USA 1990)
- Buffy – Im Bann der Dämonen (USA 1997)
- Der Bulle von Tölz (D 1995, Krimi)
- Die Camper (D 1997, Comedy)
- Charmed – Zauberhafte Hexen (USA 1998)
- Cosby (USA 1996)
- Dark Skies (USA 1996, Mystery)
- Dawson’s Creek
- Deep Space Nine
- Diagnose: Mord (USA, Krimi)
- Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft (USA, Ärzte/Western)
- Emergency Room (USA 1994–, Krankenhaus)
- Farscape
- Familie Heinz Becker (D, Sitcom)
- Frasier
- Friends (USA, Sitcom)
- Hercules (USA, Fantasy)
- Highlander
- Eine himmlische Familie
- King Of Queens (USA, Sitcom)
- Law & Order (USA 1990–, Krimi)
- Law & Order: New York (USA 1999–, Krimi)
- La Femme Nikita (Kanada, 1997–2001, Action, Drama)
- Marienhof (D 1992, Soap)
- Melrose Place (USA 1992–99, Soap)
- Montagskinder (Deutschland, 1995, schwule Soap)
- Outer Limits (USA, Mistery)
- Picket Fences
- Pretender
- Der Prinz von Bel Air (USA, Comedy)
- Profiler
- Raumschiff Voyager (USA, Sci-Fi)
- Sabrina ... total verhext! (USA 1996)
- Eine schrecklich nette Familie (USA 1987, Sitcom)
- Seinfeld (USA 1990)
- Sex and the City (USA 1998)
- Die Simpsons (USA 1989, Zeichentrick)
- South Park (USA, Zeichentrick)
- Stargate SG1 (USA 1997, Sci-Fi)
- Twin Peaks
- Xena (USA, Fantasy)

Kultserien der 2000er Jahre


- 24 (USA, Action)
- Band of Brothers (USA)
- Berlin Boheme (Deutschland, Soap)
- CSI - Den Tätern auf der Spur (USA)
- Dark Angel (USA, Action)
- Dead Zone (Kanada/USA, Mistery)
- Desperate Housewives (USA, Dramedy)
- Enterprise (USA, Science Fiction)
- Everwood (USA, Drama)
- Hausmeister Krause (D, Comedy)
- von der Augsburger Puppenkiste: (Marionettenspiele)
  - Lilalu im Schepperland
- Lost (USA)
- Monk (USA, Krimi)
- O.C., California (USA)
- Scrubs - Die Anfänger (USA, Krankenhaus-Sitcom)
- Six Feet Under – Gestorben wird immer (USA, Drama)
- Smallville (USA, Science Fiction)
- Stargate Atlantis (USA, Science Fiction)
- Stromberg (D, Comedy)
- What’s Up, Dad? (USA)

Siehe auch


- Liste der Krimiserien
- Science Fiction im Fernsehen

Weblinks


- [http://www.fernsehserien.net/ Fernsehserien-Datenbank]
- [http://www.serienjunkies.de Aktuelle News zu US TV-Serien]
- [http://www.real-fans.de News, Infos und Episodenführer zu TV-Serien]
- [http://www.serien-arena.de Deutsches Serienforum] Kategorie:Fernsehformat ! ! ja:テレビ番組

1993

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1993 ist „Internationales Jahr der Indigenen Völker
- Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Speierling (Sorbus domestica) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Wildkatze (Felis silvestris) ist Wildtier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 26. Februar: Bei einem Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York werden 6 Menschen getötet und über 1000 verletzt
- 29. Mai: In Solingen sterben fünf türkische Frauen und Mädchen bei einem von Neonazis verübten Brandanschlag
- 27. Juni: In Bad Kleinen bei Schwerin missglückt eine Festnahme der RAF-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld. Ein Polizist und Grams sterben bei dem Einsatz der GSG 9
- 1. Juli: In Deutschland werden fünfstellige Postleitzahlen eingeführt
- 2. Juli: Bei einem Angriff von Islamisten auf ein alevitisches Kulturfestival in Sivas (Türkei) sterben 37 Künstler. Aziz Nesin, dem der Brandanschlag galt, entkommt leichtverletzt
- UN Weltkonferenz über Menschenrechte in Wien

Politik


- 1. Januar: Adolf Ogi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Entstehung der Staaten Tschechien und Slowakei durch Auflösung der Tschechoslowakei
- 1. Januar: Abkommen zwischen Neuseeland und Australien über engere Zusammenarbeit
- 7. Januar: Jerry Rawlings wird Staatspräsident von Ghana
- 15. Januar: Slowenien wird Mitglied im IMF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank
- 19. Januar: Slowakei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 20. Januar: Bill Clinton wird als Nachfolger von George H. W. Bush (Senior) US-amerikanischer Präsident
- 25. Januar: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl in den Niederlanden
- 28. Januar: Kasachstan nimmt neue Verfassung an
- 1. Februar: Finnland, Schweden und Österreich. Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU
- 9. Februar: Slowakei wird Mitglied in der UNESCO
- 15. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ukraine
- 22. Februar: Tschechien wird Mitglied in der UNESCO
- 23. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mexiko
- 25. Februar: Slowenien wird Mitglied in der IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung)
- 6. April: Tadschikistan wird Mitglied in der UNESCO
- 8. April: Mazedonien wird Mitglied der Vereinten Nationen
- 20. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Lettland
- 21. April: Mazedonien wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 27. April: Erste demokratische und geheime Wahlen im Jemen
- 28. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Usbekistan. In Kraft seit dem 20. Februar 2002
- 29. April: Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Estland
- 29. April: Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen Deutschland und Estland
- 3. Mai: Mazedonien wird Mitglied der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 4. Mai: Mazedonien wird Mitglied in der ITU (internationale Fernmeldeunion)
-