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| Bacharuddin Jusuf Habibie |
Bacharuddin Jusuf HabibieBacharuddin Jusuf Habibie ( - 25. Juni 1936 in Pare-Pare auf Sulawesi, Indonesien) ist ein indonesischer Politiker, Präsident 1998 bis 1999.
Habibie war schon als Jugendlicher mit dem späteren Präsidenten Suharto bekannt. 1954 ging er mit einem Stipendium nach Deutschland und studierte an der RWTH Aachen Luft- und Raumfahrttechnik. Er promovierte und habilitierte und arbeitete als Ingenieur. Bei MBB stieg er bis zum Vizegeneraldirektor auf.
Nach seiner 1974 erfolgten Rückkehr nach Indonesien wurde er 1978 von Suharto zum Staatsminister für Forschung und Technologie ernannt. Am 10. März 1998 wurde er Vizepräsident und nach Suhartos Rücktritt am 21. Mai 1998 dritter Präsident von Indonesien seit der Unabhängigkeit.
Habibie hatte im Volk und in der Armee nur wenig Rückhalt. Halbherzige Reformversuche - unter anderem ließ er freie Gewerkschaften und freie Wahlen zu - steigerten seine Popularität nicht. So verzichtete er freiwillig 1999 auf eine erneute Kandidatur. Als sein Nachfolger wurde Abdurrahman Wahid gewählt.
Habibie, Bacharuddin Jusuf
Habibie, Bacharuddin Jusuf
Habibie, Bacharuddin Jusuf
Habibie, Bacharuddin
ja:ユスフ・ハビビ
ms:Jusuf Habibie
25. Juni
Der 25. Juni ist der 176. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 177. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 189 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 841 - Schlacht von Fontenoy
- 1431 - Konzil von Basel
- 1530 - Die Augsburger Konfession wird von Vertretern der evangelischen Stände dem Kaiser auf dem Reichstag zu Augsburg überreicht.
- 1788 - Virginia wird 10. Staat der USA
- 1876 - Schlacht am Little Bighorn River (Montana): Das siebte US-amerikanische Kavallerieregiment unter George A. Custer wurde von Indianern der Sioux und Cheyenne unter ihren Führern Sitting Bull und Crazy Horse vernichtend geschlagen.
- 1945 - Irland. Seán Ó Ceallaigh wird Staatspräsident.
- 1950 - Der Koreakrieg beginnt.
- 1954 - Der Deutsche Bundestag verabschiedet ein neues Wahlgesetz - die Fünf-Prozent-Hürde.
- 1959 - Irland. Eamon de Valera wird Staatspräsident.
- 1975 - Mosambik wird unahängig von Portugal.
- 1991 - Unabhängigkeit von Kroatien und Slowenien
- 1992 - Rumänien. Unterzeichnung des Bosporuskommuniqué
- 1993 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Georgien
- 1993 - Aserbaidschan. Staatspräsident Abulfas Eltschibej wird gestürzt.
- 1997 - Algerien. Neue Parlamentswahlen unter der Aufsicht von Internationalen Beobachtern.
- 1997 - Der Vulkan auf der Insel Montserrat bricht aus.
- 1998 - Großbritannien. Wahlen in Nordirland
- 1998 - Volksrepublik China. US-Präsident Bill Clinton trifft zu einem mehrtägigen Besuch in Peking ein.
- 2000 - Japan. Ministerpräsident Yoshiro Mori wird bei den vorgezogenen Neuwahlen in seinem Amt bestätigt.
- 2002 - Kananaskis, Kanada. Beginn des mehrtägigen Gipfeltreffens der G-8-Staaten.
- 2003 - Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP)
- 2004 - Friedhelm Hofmann, Weihbischof in Köln, wird am 25. Juni zum Bischof von Würzburg ernannt
- 2004 - ISS: ein Weltraumausstieg muss wegen kleiner technischer Probleme vorzeitig abgebrochen werden. Die Raumstation wird seit 2003 nur mehr mit einer Besatzung von zwei Kosmonauten betrieben.
Kultur
- 1702 - Uraufführung der Oper L'Offendere per amore overo la Telesilla von Johann Joseph Fux
- 1850 - Uraufführung der Oper Genoveva von Robert Schumann in Leipzig.
- 1929 - Uraufführung der Oper Judith von Eugène Goossens im Covent Garden in London.
- 1949 - Uraufführung der Oper Das verzauberte Ich von Ottmar Gerster in Wuppertal.
- 1998 - Das Video von Michael Flatley´s Feet of Flames wurde im Londoner Hyde Park gedreht.
Katastrophen
- 1965 - El Toro, Kalifornien, USA. Absturz einer C-135 der U.S. Air Force.
- 1976 - Erdbeben der Stärke 7,1 auf Neuguinea, 422 Tote
- 2001 - Volksrepublik China. Ein Taifun in der Provinz Fujian. Über 100 Tote.
- 2004 - Im nördlichen Iran explodieren zwei Tankwagen nach einem Zusammenstoß. Dadurch geraten mehrere Reisebusse in Brand; über 70 Personen kommen ums Leben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1937 - Ewald Rohlfs erreichte mit seinem Hubschrauber Focke Fw-61 2.339 m Höhe
- 1988 - Die Niederlande werden durch ein 2:0 im Europameisterschaftsendspiel in München gegen die Sowjetunion Fußball- Europameister
Geboren
- 1552 - Hans von Schweinichen, deutscher Schriftsteller
- 1646 - Elena Lucrezia Cornaro Piscopia, italienische Gelehrte
- 1725 - Johann Stephan Pütter, deutscher Staatsrechtslehrer und Publizist
- 1768 - Lazare Hoche, französischer General der Revolutionszeit
- 1769 - Ferdinand Friedrich von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen
- 1797 - Paul Wilhelm, Herzog von Württemberg, Naturforscher und Entdecker
- 1818 - Friedrich Alexander Graf von Bismarck-Bohlen, preußischer General
- 1821 - Bartolomé Mitre, argentinischer Staatsmann, militärischer Führer und Historiker
- 1836 - Friederike Kempner, deutsche Schriftstellerin
- 1842 - Heinrich Seidel, deutscher Ingenieur und Schriftsteller
- 1852 - Antonio Gaudi, spanischer Architekt
- 1858 - Georges Courteline, französischer Dramatiker
- 1860 - Gustave Charpentier, französischer Komponist
- 1864 - Oscar Baumann, österreichischer Afrikaforscher
- 1864 - Walther Hermann Nernst, deutscher Physikerund Chemiker, Nobelpreisträger
- 1878 - Jean Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer
- 1886 - Henry Hartley Arnold, US-amerikanischer General
- 1887 - George Abbott, US-amerikanischer Autor, Regisseur und Schauspieler
- 1894 - Hermann Oberth, deutscher Raumfahrtpionier
- 1896 - Oskar Müller, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Charlotte von Kirschbaum, deutsche Theologin
- 1899 - Hans Schwippert, deutscher Architekt
- 1900 - Gene Austin, US-amerikanischer Sänger
- 1900 - Louis Mountbatten, britischer Admiral und Staatsmann
- 1903 - George Orwell, englischer Schriftsteller und Essayist
- 1904 - Matthias Hoogen, deutscher Politiker und MdB
- 1904 - Wladimir Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot
- 1905 - Arthur Maria Rabenalt, österreichischer Regisseur
- 1905 - Rupert Wildt, war deutsch-amerikanischer Astronom
- 1907 - J. Hans D. Jensen, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1908 - Willard Van Orman Quine, US-amerikanischer Philosoph
- 1911 - William Woward Stein, US-amerikanischer Biochemiker
- 1921 - Heinrich Windelen, deutscher Politiker, Bundesminister
- 1923 - Georg Kossack, deutscher Vorgeschichtsforscher
- 1924 - Sidney Lumet, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1926 - Ingeborg Bachmann, österreichische Schriftstellerin
- 1928 - Alexei Alexejewitsch Abrikosow, russischer Physiker
- 1928 - Hermann Buschfort, deutscher Politiker (SPD), MdB 1965-1990, Parl. Staatssekretär
- 1928 - Peyo, belgischer Comiczeichner
- 1929 - Eric Carle, US-amerikanischer Kinderbuchautor und -illustrator
- 1929 - Francesco Marchisano, katholischer Kardinal, Erzpriester der Vatikanischen Basilika
- 1931 - Vishwanath Pratap Singh, indischer Politiker und Premierminister
- 1932 - Peter Blake, britischer Maler
- 1935 - Kurt Schwertsik, österreichischer Komponist
- 1939 - Ernst Ulrich von Weizsäcker, deutscher Naturwissenschaftler und Politiker
- 1940 - Peer Augustinski, deutscher Schauspieler ("Klimbim")
- 1940 - Judy Amoore, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 1944 - Arthur Brown, britischer Sänger und Songschreiber
- 1944 - Charly Whitney, britischer Musiker
- 1944 - Chris Wood, britischer Musiker und Sänger
- 1944 - Jeff Beck, britischer Musiker
- 1945 - Carly Simon, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1945 - Colin Blunstone, britischer Sänger und Musiker
- 1946 - Roméo Dallaire, kanadischer UN-General in Ruanda
- 1946 - Ulrik Le Fevre, dänischer Fußballspieler
- 1948 - Patrick Moraz, Schweizer Musiker
- 1950 - Paul Breuer, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Hans-Joachim Abel, deutscher Fußballspieler
- 1952 - Marieluise Beck, deutsche Politikerin und MdB
- 1952 - Péter Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest und Kardinal
- 1953 - Udo Samel, deutscher Schauspieler
- 1955 - Rudolf Braun, deutscher Politiker und MdB
- 1956 - Madeleine Petrovic, österreichische Politikerin
- 1957 - Astro, britischer Musiker (UB40)
- 1958 - Harald Sicheritz, Produzent und Regisseur
- 1958 - Oscar van Dillen, niederländischer Komponist
- 1959 - Andrew McCluskey, britischer Musiker
- 1959 - Lutz Dombrowski, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 1961 - Curt Smith, britischer Musiker
- 1963 - George Michael, britischer Musiker
- 1964 - Johnny Herbert, britischer Rennfahrer
- 1967 - Andreas Kunstein, deutscher Komponist
- 1970 - Erki Nool, estnischer Leichtathlet
- 1975 - Wladimir Kramnik, russischer Schachweltmeister
- 1979 - Martina Ittenbach, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Simon Ammann, Schweizer Skispringer
Gestorben
- 1394 - Dorothea von Montau, katholische Heilige
- 1652 - Abraham von Franckenberg, schlesischer Mystiker
- 1665 - Sigmund Franz, Landesfürst von Tirol
- 1671 - Giovanni Riccioli, italienischer Astronom
- 1767 - Georg Philipp Telemann, deutscher Komponist des Barock
- 1804 - Georges Cadoudal, französischer General
- 1822 - E. T. A. Hoffmann, deutscher Schriftsteller, Jurist, Komponist und Musikkritiker
- 1856 - Max Stirner, deutscher Philosoph
- 1861 - Abdülmecid I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1864 - Wilhelm I., König von Württemberg
- 1876 - George Armstrong Custer, US-amerikanischer Kavalleriegeneral
- 1884 - Hans Rott, österreichischer Komponist und Organist
- 1899 - Franziskus von Paula Schönborn, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 1904 - Carl Friedrich Wilhelm Jordan, deutscher Schriftsteller und Politiker
- 1907 - Hubert Stier, deutscher Architekt
- 1933 - Giovanni Giacometti, schweizerischer Maler
- 1938 - Nikolai Sergejewitsch Trubezkoi, russischer Linguist und Ethnologe
- 1939 - Richard Seaman, britischer Rennfahrer
- 1956 - Ernest Joseph King, US-amerikanischen Admiral
- 1958 - Heinz Winkler, Minister für Aufbau in der DDR
- 1960 - Otto Ender, österreichischer Politiker
- 1960 - Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker
- 1963 - Georg Pelster, deutscher Politiker
- 1964 - Gerrit Thomas Rietveld, niederländischer Schreinermeister
- 1971 - John Boyd Orr, britischer Ernährungswissenschaftler
- 1971 - Valentin Baur, deutscher Politiker und MdB
- 1976 - Johnny Mercer, US-amerikanischer Sänger
- 1979 - Philippe Halsman, Fotograf und berühmt für seine Portraits
- 1984 - Michel Foucault, französischer Philosoph
- 1986 - Reinhold Münzenberg, deutscher Fußballspieler
- 1988 - Mildred Elizabeth Sisk Gillars, US-amerikanische Radiomoderatorin
- 1988 - Hillel Slovak, Gitarrist der US-amerikanischen Band Red Hot Chili Peppers
- 1990 - Peggy Glanville-Hicks, australische Komponistin
- 1992 - Irma Tübler, deutsche Politikerin und MdB
- 1992 - James Stirling, britischer Architekt
- 1992 - Konrad Naumann, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 1993 - Mona Baptiste, deutsche Schlagersängerin
- 1995 - Ernest Thomas Sinton Walton, irischer Physiker
- 1995 - Ernest Walton, irischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1997 - Jacques-Yves Cousteau, französischer Meeresforscher
- 2001 - Barbara Dittus, deutsche Schauspielerin
- 2001 - Kurt Hoffmann, deutscher Regisseur
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Mosambik
- Nationalfeiertag in Slowenien
- Tag der Staatsgründung in Kroatien
- Tag der Architektur
Siehe auch
:24. Juni - 26. Juni
:25. Mai - 25. Juli
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0625
ja:6月25日
ko:6월 25일
ms:25 Jun
simple:June 25
th:25 มิถุนายน
Sulawesi]
Sulawesi (früher Celebes) ist eine indonesische Insel und zwischen Borneo und Neuguinea mit einer Fläche von 189.216 km². Die Einwohner konzentrieren sich im Südwesten um Ujung Padang - früher Makassar - und im Norden um Manado (einziger internationaler Flughafen), Gorontalo, Poso, Palu und Luwuk.
Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und daher stark gegliedert und von sehr unregelmäßiger Gestalt; ihre Form erinnert an eine Orchidee oder Krake. Von der Celebessee im Norden führt die Straße von Makassar im Westen von Sulawesi in die Javasee. Sie wird im nördlichen Teil vom Äquator geschnitten, was für das zentrale Bergland starke Niederschläge das ganze Jahr über bedeutet. Die Folge ist eine üppige Vegetation mit dichtem Regen- und Hochnebelwald, in dem noch heute vereinzelte Stämme auf der Stufe der Steinzeitkultur leben.
Die Bevölkerung ist ethnographisch stark gegliedert; bekannt sind die Makassaren und Bugis von der Südwesthalbinsel, beides einst gefürchtete Piraten, die Toraja im zentralen Hochland, deren Bestattungsbräuche touristisches Interesse gefunden haben sowie, die Minahasa um Manado, die anders als sonst im muslimischen Indonesien Christen sind und daher eine kulturelle Brücke zu den Philippinen bilden.
Muslime stellen mit 80 % die Mehrheit, 18 % sind Christen. Daneben gibt es wie überall in Indonesien auch in Sulawesi Minderheiten von Hindus, Buddhisten und Animisten.
Sulawesi wurde erst um 1630 islamisiert, etwa zur gleichen Zeit kamen auch christliche Missionare nach Sulawesi.
Nach fast 50jähriger Bauzeit zieht sich nun der Trans-Sulawesi-Highway fast 2000 km von der Inselhauptstadt Ujung Padang im Süden nach Manado durch die Insel.
Tourismus
Touristisch interessant ist das Toraja-Gebiet nördlich von Ujung Padang, das zentrale Hochland - insbesondere für Dschungeltouren -, die Tauchgebiete bei Palu, das Gebiet um die Insel Bunaken nördlich von Manado, die Lembeh-Street, die touristisch vollkommen unbekannten Banggai Inseln (Tauchzeit Oktober bis März) knapp südlich von Luwuk und die - noch - sehr naturbelassenen Togian-Inseln, die seit Oktober 2004 zum Nationalpark durch den Minister für Forstwirtschaft erklärt worden. Der Park umfasst alle Inseln der Togians, sowohl den terrestrischen als auch den marinen Anteil. Gleichzeitig wurden die Inseln dem Distrikt Kebupaten Ampana und nicht länger Kebupaten Poso unterstellt.
Provinzen
Die Insel gliedert sich in die Provinzen:
- Sulawesi Barat (West-Sulawesi)
- Sulawesi Selatan (Süd-Sulawesi)
- Sulawesi Tenggara (Südost-Sulawesi)
- Sulawesi Tengah (Mittel-Sulawesi)
- Sulawesi Utara (Nord-Sulawesi)
- Gorontalo
Literatur
- Nigel Barley: Hello Mister Puttymann
Der Autor, auch in der Realität (!!) Mitarbeiter des British Museum in London, zeichnet ein authentisches Bild der einheimischen Toraja-Bevölkerung in Romanform. ISBN 3-423-12580-2
Weblinks
- http://www.bodeweb.de/sulawesi.htm Sulawesi Informationen Tauchen in Sulawesi
- http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/sulanord.htm Klaus Polak: Nord-Sulawesi, speziell Togian Islands - Anreise, Reise- und Tauchberichte, Biodiversität
Kategorie:Indonesische Insel
Kategorie:Tauchgebiet
ja:スラウェシ島
ko:술라웨시 섬
ms:Sulawesi
Hadji Mohamed Suharto
Hadji Mohamed Soeharto ( - 8. Juni 1921 in Kemusu Arga auf Java, Indonesien) ist ein ehemaliger indonesischer Politiker und General, der von 1967 bis 1998 diktatorisch regierender Präsident des Landes war.
Soeharto war General und schaltete 1965 nach einem missglückten kommunistischen Putschversuch den Präsidenten Achmed Sukarno aus. Seit 1966 Regierungschef war er ab 1967 amtierender Staatschef. Am 27. März 1968 wurde er auch offiziell Präsident. Dieses Amt übte er bis 1998 diktatorisch aus.
Nach lang anhaltenden Studentenprotesten musste er am 21. Mai 1998 zurücktreten. Neuer Präsident wurde der von ihm ausgesuchte Nachfolger Bacharuddin Jusuf Habibie.
Nach dem Ende seines Regimes wurde er wegen Korruption vor Gericht gestellt. Ihm wurde vorgeworfen, mindestens 571 Millionen US-$ öffentlicher Gelder veruntreut zu haben. Am 28. September 2000 wurde das Verfahren aus Gesundheitsgründen eingestellt, sein Sohn Hutomo Mandala Putra (gen. Tommy) wurde am 26. September verurteilt, konnte jedoch zunächst fliehen, sitzt nun aber seine Strafe ab.
Soeharto, Hadji Mohamed
Soeharto, Hadji Mohamed
Soeharto, Hadji Mohamed
Soeharto, Hadji Mohamed
Soeharto, Hadji Mohamed
ja:スハルト
ms:Suharto
StipendiumEin Stipendium ist zunächst eine finanzielle Unterstützung für Schüler, Studenten oder Jungwissenschaftler (die dann als Stipendiaten bezeichnet werden). Stipendien werden entweder aufgrund von sozialen Kriterien oder besonders guten Leistungen gewährt.
In Österreich werden Stipendien sowohl von der Studienbeihilfenbehörde als auch von der Akademie der Wissenschaften oder der Fonds der Nationalbank vergeben.
In Deutschland muss man sich für ein Stipendium meist bei einer Stiftung bewerben, die Begabtenförderung betreibt.
Manche dieser Stiftungen sind politischer oder kirchlicher Natur, d. h. man muss zum Beispiel bei einer parteinahen Stiftung nachweisen können, dass man sich für deren Politik interessiert, und diese auch öffentlich vertritt. Trifft dies nicht zu, so wird einem auch das Stipendium nicht zugesagt.
Es gibt jedoch auch allgemeine Stipendien, die z.B. hochbegabte Schüler oder Studenten zur Förderung aufnehmen, ohne auf deren Politik oder Religion zu achten (ein Beispiel ist [http://www.e-juniors.net www.e-juniors.net]). Manche Stipendienvergaben achten noch nicht einmal auf die Noten.
Bei Studenten und Wissenschaftlern werden die Bedingungen für ein Stipendium meist erst in höheren Semestern erfüllt, da man oft erst ab diesem Zeitpunkt entsprechende Noten bzw. Leistungsnachweise vorweisen kann.
Es gibt besondere Auslandsstipendien, mit denen Nachwuchswissenschaftler ein Auslandsjahr finanzieren können.
Auch im kulturellen-künstlerischen Bereich gibt es eine Vielzahl von Stipendien, die Auszeichnungs- oder gar Preis-Charakter haben. Hier nur zwei Beispiele: Die Stipendien der Villa Massimo und die der Akademie der Künste (Berlin).
Im Gegensatz zu Anstellungen ist bei Stipendien meist keine soziale Absicherung wie Pensionsversicherung, Mutterschutz, Krankenversicherung, etc. inkludiert.
In vielen Ländern ist es noch üblich, Doktoratsstudierenden, aber auch Forschern nach ihrem Doktorat (postdocs) nur durch Stipendien bezahlt werden. Dies macht die Forscherkarriere insbesondere für Frauen unattraktiv.
Weblinks
- [http://www.studieren.de/bafoeg5.asp Die wichtigsten Begabtenförderungswerke und Stiftungen auf studieren.de]
- [http://www.begabtenfoerderungswerke.de Arbeitsgemeinschaft der Begabtenförderung]
- [http://www.daad.de/ausland/de/3.4.1.html Stipendiendatenbank des DAAD]
- [http://www.stipendiatenkooperation.de Stipendienkooperation an der Universität Heidelberg]
- [http://www.boell.de/stipendien Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung]
- [http://www.fnst.org Friedrich-Naumann-Stiftung]
- [http://www.rls-nrw.de Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW]
- [http://www.studienstiftung.de Studienstiftung des deutschen Volkes]
- [http://www.stipendium.at stipendium.at - österreichische Studienbeihilfenbehörde]
- [http://www.stipendien.at stipendien.at - Stipendien der österreichischen Akademie der Wissenschaften]
Kategorie:Akademische Bildung
ja:奨学金
Deutschland
Deutschland (die Langform der amtlichen Staatsbezeichnung lautet Bundesrepublik Deutschland) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa und hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Im Norden bilden die Nordsee und die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen.
Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin; einige Bundesministerien befinden sich in der Bundesstadt Bonn, dem ehemaligen Regierungssitz. Das politische System ist föderal und als parlamentarische Demokratie organisiert: Nach Artikel 20 des Grundgesetzes versteht sich Deutschland als demokratischer und sozialer Bundesstaat und Rechtsstaat. Dieser Bundesstaat besteht aus 16 teilsouveränen Bundesländern. Deutschland ist mit über 82 Mio. Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Europas. Die Bundesrepublik Deutschland ist unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der NATO und der G8.
Viele Links zu Artikeln mit Deutschlandbezug finden sich im Portal Deutschland.
Geografie
Lage
Deutschland liegt in Mitteleuropa zwischen 47°16′15″ und 55°05′33″ nördlicher Breite und 5°52′01″ und 15°02′37″ östlicher Länge. Die Nord-Süd-Ausdehnung reicht von List auf Sylt (Schleswig-Holstein) bis Oberstdorf (Bayern) und beträgt 876 km; die West-Ost-Ausdehnung zwischen der Gemeinde Selfkant (NRW) und Deschka (Sachsen) beträgt 640 km.
Nachfolgend sind die an Deutschland angrenzenden Staaten und Meere im Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge (insgesamt 3.757 km lang) ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben.
Im Norden grenzt Deutschland an Dänemark (67 km), im Nordosten an Polen (442 km), im Osten an Tschechien (811 km), im Südosten an Österreich (815; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die Schweiz (316 km; mit Grenzen der Exklave Büsingen, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an Frankreich (448 km), im Westen an Luxemburg (135 km) und Belgien (156 km) und im Nordwesten an die Niederlande (567 km). Während im Nordwesten die Küsten der Nordsee und im Nordosten die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen bilden, hat Deutschland im Süden Anteil an den Alpen.
Exklaven
Eine Exklave Deutschlands ist das am Hochrhein gelegene Büsingen, das zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg gehört. Sie ist 7,62 km² groß und gänzlich von den drei Schweizer Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich umgeben.
Daneben existiert eine zweite Exklave auf irischem Territorium, unweit von Dublin. Es handelt sich um einen Friedhof, auf dem während des Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten beerdigt wurden. Um nach dem Krieg eine kostspielige und aufwändige Überführung der Leichen zu vermeiden, wurde das Gebiet an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.
Mittelpunkt Deutschlands
Der geographische Mittelpunkt Deutschlands liegt laut dem Statistischen Jahrbuch Deutschland (Stand: 2000) in der Gemeinde Niederdorla im westlichen Thüringen auf der .
Großlandschaften
Die landschaftlichen Großräume unterscheiden sich vor allem in der Abfolge von Nord nach Süd, da das Gelände nach Süden hin tendenziell höher und steiler wird. Der nördliche Teil Deutschlands, die Norddeutsche Tiefebene, ist ein hauptsächlich von den Eiszeiten geformtes Tiefland, an das sich nach Süden die bewaldeten Mittelgebirge im Zentrum und in südlicheren Teilen des Landes anschließen. Insbesondere in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg, gehen diese Landschaften in das relativ hoch liegende Nördliche Alpenvorland und dies wiederum in das Hochgebirge der Alpen über.
Geologie
Deutschland ist geologisch vielgestaltig. Während die glazial geprägten Landschaften, die Flussniederungen und -becken erst ab dem Tertiär ihre Gestalt annahmen, sind die Mittelgebirge deutlich älteren Datums.
Die kristallinen Rumpfgebirge (z. B. der Schwarzwald) sind bereits im Erdaltertum entstanden und bestehen hauptsächlich aus metamorphem und Tiefengestein wie Gneisen und Granit. Ähnlich alt ist das Rheinische Schiefergebirge, dessen Entstehung auf Silur und Devon zu datieren ist. An dessen Nordrand finden sich auch Formationen aus dem Karbon, in denen die gewaltigen Steinkohlevorkommen im Ruhrgebiet eingelagert waren.
Die süddeutsche Landschaft ist größtenteils auf die Entwicklungen im Erdmittelalter zurück zu führen: Während die Pfalz, Thüringen, Teile Bayerns und Sachsens geologisch im Trias gebildet wurden, ist die sich quer durch den süddeutschen Raum ziehende Schwäbische und Fränkische Alb ein Ergebnis der Auffaltung und Hebung von Meeresboden aus dem Jurazeitalter. Erstere Regionen weisen Sandstein, letztere Kalkstein als vorherrschende geologische Formation auf.
Vulkanismus wird in Deutschland nicht beobachtet. Dennoch findet sich in einigen Gebieten vulkanisches Gestein aus früherer Aktivität, insbesondere in der Vulkaneifel und auf dem Vogelsberg in Hessen. Auch Erdbeben mit schweren Folgen kommen praktisch nicht vor, da Deutschland vollständig auf der Eurasischen Platte liegt. Das Land wird daher nicht von Grenzen zwischen aneinander anstoßenden großen Platten der Erdkruste durchzogen.
Dennoch ist der Rheingraben in Nordrhein-Westfalen als mäßig gefährdete Erdbebenzone eingestuft, die sich bis in die Nachbarländer Belgien und Niederlande erstreckt (siehe auch Erdbebengebiet Kölner Bucht).
Gewässer
Erdbebengebiet Kölner Bucht bei Koblenz (Deutsches Eck)]]
Deutschland grenzt mit den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein an die Nordsee. Diese ist ein Randmeer des Atlantiks und das am dichtesten befahrene Seegebiet der Erde. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein liegen an der Ostsee, einem Binnenmeer, das über den Skagerrak mit der Nordsee verbunden ist. Der Tidenhub an der Ostsee ist wesentlich geringer als an der Nordsee.
Die deutschen Flüsse gehören zu sechs großen Flusssystemen, deren Einzugsbereiche fast die gesamte Fläche einnehmen. Diese sind der Rhein, die Donau, die Elbe, die Oder, die Weser, und die Ems. Der längste dieser Flüsse ist die Donau; sie ist mit 2.845 km ab dem Zusammenfluss von Brigach, Breg und der Donauquelle in Donaueschingen beziehungsweise 2.888 km ab der Breg-Quelle am Rande des Schwarzwaldes nach der Wolga der zweitlängste Strom in Europa. Allerdings verläuft nur ein kleiner Teil der Donau-Gesamtstrecke durch Deutschland. Die Donau mündet ins Schwarze Meer.
Alle anderen deutschen Flüsse entwässern in die Nord- oder Ostsee. Der Abschnitt der Europäischen Wasserscheide durch Deutschland verläuft östlich des Oberrheingrabens über den Hauptkamm des Schwarzwaldes, danach folgt sie der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Der Rhein ist von diesen Strömen derjenige, der die längste Strecke innerhalb Deutschlands zurücklegt: Von seinem 1.320 km langen Flusslauf führen 852 km durch Deutschland. Er hat zudem für die Deutschen eine identitätsstiftende Rolle inne, die sich aus der Geschichte und zahlreichen Mythen und Sagen speist. Auch seine wirtschaftliche Funktion ist bedeutend: er ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas.
Die Elbe entspringt im Riesengebirge an der Grenze Tschechiens zu Polen und mündet nach ungefähr 1.165 km – davon 770 km in Deutschland – bei Cuxhaven in die Nordsee. Sie gehörte zeitweilig zu den am meisten mit Schadstoffen belasteten Flüssen Europas, doch mittlerweile hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert.
Die Oderquellen befinden sich in den tschechischen Beskiden. Nach wenigen Kilometern fließt die Oder nach Polen und in ihrem Mittellauf durch Schlesien. In ihrem Unterlauf bildet sie die deutsch-polnische Grenze um dann wieder in Polen bei Stettin in das Stettiner Haff zu münden. Als Swine fließt sie schließlich zwischen den Inseln Usedom und Wollin durch Swinemünde in die Ostsee.
Die Weser speist sich aus den Flüssen Werra und Fulda und entwässert den mittleren Teil Deutschlands. Die Einzugsgebiete von Oder und Ems liegen im äußersten Osten bzw. Westen.
Die Seen in Deutschland sind größtenteils in der Folge der Eiszeit entstanden, nach deren Ende sich ehemalige Gletschertäler (Gletscher- und Gletscherwasserabflussrinnen) teilweise mit Wasser füllten. Daher finden sich die meisten der großen Seen in ehemals von Inlandeis bedeckten Gebieten oder deren Vorland, insbesondere in Mecklenburg und dem Alpenvorland. Der größte mit deutschem Anteil ist der Bodensee, an den auch Österreich und die Schweiz grenzen. Der größte vollständig zu deutschem Staatsgebiet gehörende See ist die Müritz, die Teil der mecklenburgischen Seenplatte ist.
Siehe auch: Liste der Flüsse in Deutschland, Liste der Seen in Deutschland
Gebirge und Senken
Liste der Seen in Deutschland
Die Alpen sind das einzige Hochgebirge, an dem Deutschland Anteil hat. Hier befindet sich mit der Zugspitze (2.962 m) der höchste Berg Deutschlands. Die Mittelgebirge nehmen tendenziell von Nord nach Süd an Höhe und Ausdehnung zu. Höchster Mittelgebirgsgipfel ist der Feldberg im Schwarzwald mit 1.493 m, gefolgt vom Großen Arber im Bayerischen Wald mit 1.453 m. Gipfel über 1.000 m erreichen außerdem das Erzgebirge, das Fichtelgebirge, die Schwäbische Alb und als Sonderfall der Harz, der sich recht isoliert als nördlichstes Mittelgebirge in Deutschland mit dem Brocken auf 1.141 m erhebt. Nördlich der Mittelgebirgsschwelle erheben sich nur noch vereinzelte Formationen über 100 m, von denen der Hagelberg im Fläming mit 200 m die höchste ist.
Details finden sich in der Liste der höchsten Berge Deutschlands und der Liste der Gebirge Deutschlands.
Die niedrigste begehbare Landesstelle Deutschlands liegt bei 3,54 m unter Normalnull in einer Senke bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein). Ebenfalls in diesem Bundesland befindet sich die tiefste Kryptodepression: Sie liegt mit 39,10 m u. NN am Grund des Hemmelsdorfer Sees nord-nordöstlich von Lübeck. Die tiefste künstlich geschaffene Stelle liegt bei 293 m u. NN am Grund des Tagebau Hambach östlich von Jülich in Nordrhein-Westfalen.
Inseln
Jülich
Gemessen an der Küstenlinie verfügt Deutschland über eine beachtliche Zahl an Inseln. Diese sind in der Nordsee meist in Form von Inselketten dem Festland vorgelagert und stellen Festlandsreste dar, die durch Landsenkung und nachfolgende Überflutung von der Küste getrennt wurden. Unterteilt werden sie in die nordfriesischen und die ostfriesischen Inseln, die Bestandteil des deutschen Wattenmeeres sind. Die nordfriesischen Inseln gehören zu Schleswig-Holstein und bestehen aus den größeren Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm und Nordstrand sowie den wesentlich kleineren Halligen. Die zu Niedersachsen gehörenden ostfriesischen Inseln sind von Aufbau und Größe sehr ähnlich. Größte dieser Inseln ist Borkum. Einen Sonderfall stellt die weiter in der Nordsee gelegene Insel Helgoland dar, die Deutschlands einzige Hochseeinsel ist.
Die Inseln in der Ostsee liegen an der deutschen Boddenküste, sind tendenziell größer und weisen ein stärker bewegtes Relief auf. Die größte dieser Inseln und gleichzeitig größte deutsche Insel ist Rügen, gefolgt von Usedom, deren Ostzipfel bereits zu Polen gehört. Wie die Nordseeinseln sind auch die Ostseeinseln beliebte Reiseziele und von bekannten Seebädern gesäumt.
Auch in einigen deutschen Binnengewässern gibt es Inseln, von denen die bekanntesten Mainau und Reichenau im Bodensee sowie Herrenchiemsee im Chiemsee sein dürften. Für die vollständige Aufführung aller Inseln siehe: Liste deutscher Inseln
Klima
Deutschland gehört zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima in Westeuropa und dem kontinentalen Klima in Osteuropa. Das Klima wird unter anderem vom Golfstrom beeinflusst, der die klimatischen Werte für die Breitenlage ungewöhnlich mild gestaltet.
Extreme Wetterbedingungen wie langanhaltende Dürren, Tornados, strenger Frost oder extreme Hitze sind vergleichsweise selten. Gelegentlich treten jedoch Stürme auf, die in den Jahren 2000 und 2002 zu schweren Schäden geführt haben. Regelmäßig ereignen sich auch Hochwasser, die nach intensiven Regenperioden im Sommer (Oderhochwasser 1997, Elbehochwasser 2002) oder nach der Schneeschmelze im Winter zu Überschwemmungen und erheblichen Zerstörungen führen können. Dass es am Rhein häufiger zu Hochwasser kommt, liegt wahrscheinlich an der im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Tulla durchgeführten Rhein-Begradigung, die weitgehend zur Beseitigung der früheren Rheinauen geführt hat. Dürren betreffen hauptsächlich den Nordosten Deutschlands, können zuweilen aber auch das ganze Land in Mitleidenschaft ziehen, wie zuletzt während der Hitzewelle 2003.
Die Klimadaten betragen (gemittelte Werte der Jahre 1961–1990):
Quelle: [http://www.cru.uea.ac.uk/~timm/cty/obs/TYN_CY_1_1.html Tyndall Centre for Climate Change Report]
Die deutschlandweiten Klimamittel werden je nach Region teils erheblich über- oder unterschritten. Die höchsten Jahrestemperaturen verzeichnet Südbaden mit über 11 °C, während in Oberstdorf der Durchschnitt unter 6 °C liegt. Zudem zeichnet sich ein allgemeiner Trend zu höheren Temperaturen ab: Nach Angabe des Deutschen Wetterdienstes lagen in 14 der 15 Jahre seit 1990 die Durchschnittstemperaturen über dem langjährigen Mittel von 8,3 °C, im Jahr 2000 wurden sogar 9,9 °C erreicht. Insbesondere die Sommer sind deutlich wärmer geworden. Zudem verfrüht sich der Frühlingseinzug im Schnitt um fünf Tage pro Jahrzehnt. Zugvögel halten sich fast einen Monat länger in Deutschland auf als noch in den siebziger Jahren.
Böden und Flächennutzung
Die Zusammensetzung und Qualität der Böden ist regional sehr unterschiedlich. In Norddeutschland bildet ein küstennaher Gürtel aus fruchtbaren Marschböden die Grundlage für ertragreiche Landwirtschaft, während die dahinter liegende, eiszeitlich geprägte Geest nur sehr magere Böden aufweist. In der Lüneburger Heide ist dieser durch jahrhundertelange Weidewirtschaft zum Podsol degeneriert, so dass Ackerbau kaum möglich ist. Sehr unergiebig sind auch die Gebiete der Alt- und Jungmoränenlandschaft, in denen sich Flugsand angelagert hat. Brandenburg beispielsweise war schon in historischer Zeit als des „Heiligen Reiches Streusandbüchse“ berüchtigt. Zwischen der Moränenlandschaft und der Mittelgebirgsstufe zieht sich von West nach Ost eine Reihe von Börden: In diesen Gebieten ist durch eiszeitliche Lössablagerungen äußerst fruchtbarer Boden entstanden. Dieser besteht zumeist aus Braunerden, im Osten teils auch aus Schwarzerden und wird intensivst landwirtschaftlich genutzt. In den Mittelgebirgen herrschen magere Böden vor, die landwirtschaftlich nur extensiv bewirtschaftet werden. Die weitaus größte Fläche ist bewaldet. Ergiebige Böden finden sich in Süddeutschland insbesondere entlang der Flüsse Rhein, Main und Donau.
Insgesamt werden 53,5 % der deutschen Fläche landwirtschaftlich genutzt, Wälder bedecken weitere 29,5 %. Aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und Mobilität macht die Siedlungs- und Verkehrsfläche stolze 12,3 % aus (Tendenz weiterhin steigend). Wasserflächen kommen auf 1,8 %, die restlichen 2,4 % verteilen sich auf sonstige Flächen, zumeist Ödland.
Politik
Hauptartikel: Politisches System Deutschlands
Staatsorganisation
Hauptartikel: Politisches System Deutschlands
Hauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin. Nach Artikel 20 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer, sozialer und rechtsstaatlicher Bundesstaat. Es gibt 16 teilsouveräne Bundesländer, von denen einige wiederum in Regierungsbezirke untergliedert sind. Die staatliche Ordnung regelt das Grundgesetz. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident mit repräsentativen Aufgaben. Protokollarisch gesehen folgen ihm der Präsident des Deutschen Bundestages, der Bundeskanzler und der jeweils amtierende Bundesratspräsident, der gemäß dem Grundgesetz den Bundespräsidenten vertritt. Der Regierungschef Deutschlands ist der Bundeskanzler. Er besitzt die Richtlinienkompetenz für die Politik der Bundesregierung (Kanzlerdemokratie).
Bundesregierung
Als Bundesstaat ist Deutschland föderal organisiert, d. h. es gibt zwei Ebenen im Politischen System: die Bundesebene, die den Gesamtstaat Deutschland nach außen vertritt, und die Länderebene, die in jedem Bundesland einzeln existiert. Jede Ebene besitzt eigene Staatsorgane der Exekutive (ausführende Gewalt), Legislative (gesetzgebende Gewalt) und Judikative (rechtsprechende Gewalt). Siehe auch: Gewaltenteilung
Bundestag und Bundesrat entscheiden gemeinsam über die Gesetze des Bundes und haben die Befugnis mit Zweidrittelmehrheit in beiden Organen das Grundgesetz, die Verfassung Deutschlands, zu ändern. In den Bundesländern entscheiden die Länderparlamente über die Gesetze ihres Landes. Obwohl die Abgeordneten der Parlamente nach dem Grundgesetz nicht weisungsgebunden sind, dominieren Vorentscheidungen in den Parteien die Gesetzgebung.
Parteien]
Die Exekutive wird auf Bundesebene durch die Bundesregierung gebildet, die durch den Bundeskanzler geleitet wird. Auf der Ebene der Bundesländer leitet der Ministerpräsident (bzw. der Bürgermeister der Stadtstaaten) die Exekutive. Die Verwaltungen des Bundes und der Länder werden jeweils durch die Fachminister geleitet, sie stehen an der Spitze der Behörden.
Wie in anderen Ländern auch, spielen Verbände im politischen System eine wichtige Rolle. Mit ihrer Lobbyarbeit versuchen sie, die Politik in die Richtung ihrer Interessen zu bewegen. Die Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeiten ist nicht unumstritten und unterliegt häufiger Kritik insbesondere der durch die Lobbyarbeit jeweils negativ betroffenen anderen Verbände.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Die Obersten Gerichtshöfe des Bundes sind der Bundesgerichtshof mit Hauptsitz in Karlsruhe, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, das Bundessozialgericht in Kassel und der Bundesfinanzhof in München. Der Großteil der Rechtsprechung liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Die Bundesgerichte sind fast immer nur Revisionsinstanz und prüfen die Entscheidungen der Landesgerichte auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit.
Siehe auch: Grundgesetz
Bundesländer
Parteienlandschaft
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) wurde 1945 als überkonfessionelle Nachfolgepartei bürgerlicher und religiös geprägter Parteien gegründet. In ihr vereinigten sich vor allem Kräfte aus der Zentrumspartei. Sie ist konservativ geprägt. Mit der Ausnahme Bayerns ist die CDU im gesamten Bundesgebiet vertreten.
Die Christlich Soziale Union (CSU) hat eine ähnliche konservative Ausrichtung, wirkt aber nur in Bayern. Gemeinsam bilden beide Parteien im Deutschen Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft, zusammen werden sie „die Union“ oder auch „Unionsparteien“ genannt.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) existiert einschließlich ihrer Vorläuferorganisationen seit 1863, und ist damit die älteste bis heute existierende politische Partei Deutschlands. Sie hat die Tradition der Sozialdemokratie begründet. Nach Verbot in der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie 1945 wiedergegründet. Sie versteht sich seit ihrem Godesberger Programm von 1959 auch offiziell nicht mehr nur als Arbeiterpartei, sondern als eine Volkspartei, die für breite Schichten wählbar sein will. Ihr Bekenntnis lautet „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) wurde 1948 gegründet und beruft sich in ihrem Selbstverständnis auf die Tradition des deutschen Liberalismus, der sich bereits 1861 mit der Deutschen Fortschrittspartei in Preußen als erste politische Partei Deutschlands im heute verstandenen Sinn organisiert hatte, sich wenige Jahre darauf jedoch in sich gegeneinander konkurrierende unterschiedliche Parteien aufgespalten hatte. Die moderne FDP steht insbesondere in Wirtschafts-, aber auch in Bürgerrechtsfragen für mehr Freiheiten und Verantwortung des Einzelnen, sowie für eine stärkere Zurückhaltung des Staates - insbesondere bei wirtschaftlichen Belangen. Sie war mit insgesamt 42 Jahren am längsten als kleinerer Koalitionspartner sowohl der CDU/CSU als auch der SPD an der Regierungsverantwortung der Bundesrepublik beteiligt.
Die Grünen entstanden als bundesweite Partei 1979/80 aus den damals neuen sozialen Bewegungen, beispielsweise der modernen Frauenbewegung, der Friedens- und der Ökologiebewegung der 1970er Jahre. 1983 zogen sie erstmals in den Bundestag ein. 1990 schlossen sie sich mit der ostdeutschen Bürgerbewegung Bündnis 90 zu Bündnis 90/Die Grünen zusammen.
Die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) war die Rechtsnachfolgerin der in der DDR allein herrschenden SED. Inhaltlich beruft sich die Partei auf sozialistische Ideale, und steht im Parteienspektrum des Bundestags links von der SPD. Bedeutendere Wahlerfolge für die PDS blieben zunächst auf Ostdeutschland beschränkt. 2005 wurde aus Protest gegen die Reformpolitik der rot-grünen Bundesregierung die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) auf Initiative von Gewerkschaftern und enttäuschten vormaligen SPD-Mitgliedern gegründet. Für die Bundestagswahl 2005 öffnete die PDS ihre Listen für WASG-Mitglieder. Aus diesem Grund hat sich die PDS inzwischen in Die Linkspartei. umbenannt. Beide Parteien streben eine Vereinigung an.
Rechtsextreme Parteien waren, von der Deutschen Reichspartei im Ersten Bundestag (1949–1953) abgesehen, nie im deutschen Bundestag vertreten, konnten aber auf Landesebene zeitweise in Parlamente einziehen. Eine relative Blütezeit erlebten sie Ende der 1960er und seit der Wiedervereinigung. Parteien dieser Richtung sind Die Republikaner, die Deutsche Volksunion (DVU) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD).
Es gibt zahlreiche regionale Parteien und „Splitterparteien“, deren politischer Einfluss auf Bundesebene aber durch die Sperrklausel der 5%-Hürde in der Regel auf außerparlamentarische Aktivitäten beschränkt ist. Die Ausnahmeregelung, über Direktmandate in den Bundestag einzuziehen, ist für diese ebenso fast unmöglich. Im Landtag von Schleswig-Holstein ist jedoch aufgrund einer Sonderregelung für die dänische Minderheit der Südschleswigsche Wählerverband gesetzlich garantiert vertreten.
In der Geschichte der Bundesrepublik gab es mehrere Parteiverbote, gegen die rechtsradikale SRP 1952 und gegen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1956. Ein Verbotsantrag gegen die NPD scheiterte 2004 unter anderem wegen Versagens des Bundesamtes für Verfassungsschutz.
Nahezu allen einflussreichen Parteien stehen – mehr oder weniger selbständig – Jugendorganisationen zur Seite. Die wichtigsten sind die Junge Union (CDU/CSU), die Jusos (SPD), die Jungen Liberalen (FDP), die Grüne Jugend (Bündnis 90/Die Grünen) sowie ['solid] (Die Linkspartei.).
Siehe auch: Politische Parteien in Deutschland, Geschichte der Parteien in Deutschland, Politisches Spektrum, Bundestagswahl 2005
Außenpolitik
Die wichtigsten Leitlinien bundesdeutscher Außenpolitik sind die Westbindung und die europäische Integration. Deutschland hat am Aufbau europäischer Organisationen einen entscheidenden Anteil; Ziel war dabei auch, den Nachbarn Angst vor Deutschland zu nehmen und die Beschränkungen durch die Besatzungsmächte überflüssig zu machen. Die Bundesrepublik ist seit 1950 Mitglied des Europarates und unterschrieb 1957 die Römischen Verträge, den Grundstein für die heutige Europäische Union. Zentraler Aspekt für die Sicherheitspolitik und Ausdruck der Westbindung ist die Mitgliedschaft in der NATO, der die Bundesrepublik 1955 beitrat.
Während des Kalten Kriegs war der Spielraum deutscher Außenpolitik begrenzt. Als eines der wichtigsten Ziele galt die Wiedervereinigung. Militäreinsätze im Ausland kamen nicht in Frage. Laut Grundgesetz darf sich die Bundeswehr an Angriffskriegen nicht beteiligen, ihre Aufgabe besteht lediglich in der Landes- und Bündnisverteidigung. Durch die von Deutschland initiierte Ostpolitik unter der Devise Wandel durch Annäherung, die zunächst von wichtigen Verbündeten sehr skeptisch betrachtet wurde, konnten dennoch eigenständige politische Akzente gesetzt werden. Später wurde diese Politik als erfolgreich angesehen.
Seit der Wiedervereinigung hat Deutschland seine außenpolitischen Grundsätze erweitert und einen Weg zu größerer internationaler Verantwortung eingeschlagen. So nimmt die Bundeswehr seit 1991 mit Zustimmung des Bundestages und zusammen mit verbündeten Armeen an verschiedenen friedenserhaltenden und -erzwingenden Einsätzen auch außerhalb Deutschlands und des Territoriums der Nato-Verbündeten teil (Out-Of-Area-Einsätze).
Traditionell spielt Deutschland zusammen mit Frankreich eine führende Rolle in der Europäischen Union. Deutschland treibt die Bemühungen voran, über die Wirtschafts- und Währungsunion hinaus ein einheitliches und wirkungsvolles System der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik zu schaffen. Weitere außenpolitische Ziele sind die Verwirklichung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz sowie die weltweite Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofs. Bedeutendes Interesse hat Deutschland auch an einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts. Aufgrund der schwierigen Materie und den Begrenzungen deutscher Politik besteht der Beitrag vor allem in der Bereitstellung informeller Kontaktmöglichkeiten zwischen den beteiligten Parteien. Die Bundesregierung lehnte den Irak-Krieg 2003 ab, da sie die Existenz von Massenvernichtungswaffen bezweifelte, eine diplomatische Lösung bevorzugte und um erhebliche Gefahren für die politische Stabilität des gesamten als fragil eingestuften Raumes fürchtete. Dafür wurde sie von wichtigen Verbündeten stark kritisiert. Zusammen mit den Verbündeten Großbritannien und Frankreich bemüht sich die Bundesrepublik, den Iran im Dialog dazu zu bewegen, auf die Weiterführung seines Atomprogramms zu verzichten. Die Bundesregierung strebt einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an. Die Durchsetzung dieses Zieles wird jedoch aufgrund des Widerstands anderer, teils verbündeter Staaten erschwert und hat nur geringe Aussicht auf Erfolg. So würden zwar Frankreich und Großbritannien die G4 Staaten (Deutschland, Indien, Japan und Brasilien) grundsätzlich unterstützen; jedoch fehlt Deutschland die Zustimmung der USA, so wie Japans Beitritt durch China blockiert wird.
Militär
Vereinten Nationen
Vereinten Nationen]
Hauptartikel: Bundeswehr
Nach ihrer Gründung 1949 hatte die Bundesrepublik Deutschland zunächst keine eigenen Streitkräfte. Unter dem Eindruck des Koreakrieges und der als aggressiv empfundenen sowjetischen Politik in Osteuropa trat die Bundesrepublik 1955 der NATO bei und stellte Streitkräfte auf. Nach der Wiedervereinigung wurden Teile der Nationalen Volksarmee der DDR in diese Streitkräfte eingegliedert.
Die als Bundeswehr bezeichnete militärische Gesamtorganisation besteht aus den Streitkräften und ihrer Verwaltung. Die Streitkräfte gliedern sich in die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine und die unterstützenden Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst.
In der Bundeswehr dienten im April 2005 257.000 Soldaten und 125.000 zivile Mitarbeiter. Seit 2001 haben auch Frauen uneingeschränkten Zugang zum Dienst in den Streitkräften. Ihr Anteil beträgt 6,2 % der Soldaten (Stand 2005). Die Bundesrepublik Deutschland gab im Jahr 2004 24,4 Mrd. Euro für die Bundeswehr aus, womit sie im internationalen Vergleich nach absoluten Ausgaben den sechsten Platz und im Vergleich zum jeweiligen BIP einen Platz im letzten Drittel der NATO belegt. Das wird von einigen als zu wenig angesehen, vor allem, da die Bundeswehr sich nach dem Kalten Krieg auf erheblich veränderte Aufgaben einstellen muss.
Auf dem US-Stützpunkt Ramstein und dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (in Rheinland-Pfalz) sind heute noch 65 US-amerikanische Wasserstoffbomben stationiert, an deren Einsatzplanung Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe beteiligt ist.
Geschichte
Der Hauptartikel Geschichte Deutschlands vermittelt einen detaillierten Überblick. Zum mittelalterlichen Deutschland siehe Deutschland im Mittelalter. Für die Entwicklung der neuen deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg siehe die Artikel Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Geschichte der DDR.
Frühgeschichte und Antike
Geschichte der DDR
Die ältesten Siedlungsbelege auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland sind etwa 700.000 Jahre alt, seit rund 500.000 Jahren geht man von einer dauerhaften Besiedlung aus. In Deutschland existieren bedeutende Fundstätten aus der Urzeit: Nach dem Neanderthal in Mettmann ist der frühe menschliche Vertreter der Gattung Homo sapiens neanderthalensis, dem Neanderthaler, benannt. Diese wurden vor etwa 40.000 Jahren von dem zugewanderten Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, verdrängt. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Ackerbau, Viehzucht und feste Siedlungsplätze. Aus dieser Zeit sind einige bedeutende kulturelle Funde erhalten, etwa die Venus von Willendorf und die Himmelsscheibe von Nebra, die darauf deutet, dass schon um 2000 vor Christus in dieser Region Astronomie betrieben wurde.
Erste schriftliche Erwähnung finden keltische und germanische Stämme bei den Griechen und Römern in der vorchristlichen Zeit. Um 500 vor Christus war das heutige Süddeutschland keltisch und das heutige Norddeutschland germanisch besiedelt. Die Germanen wanderten im Laufe der Jahrhunderte südwärts, so dass um Christi Geburt die Donau die ungefähre Siedlungsgrenze zwischen Kelten und Germanen war. Sprachforscher vermuten, dass viele Merkmale süddeutscher Dialekte auf keltischen Einfluss zurückgehen. Von 58 v. Chr. bis etwa 455 n. Chr. gehörten die Gebiete links des Rheins sowie südlich der Donau zum Römischen Reich, von etwa 80 bis 260 n. Chr. auch der größte Teil des heutigen Baden-Württemberg südlich des Limes. Die Gebiete im heutigen Deutschland verteilten sich auf die Provinzen Germania Superior, Germania Inferior und Raetia. In diesem Gebiet gründeten die Römer viele Legionslager, die sich später zu Städten entwickelten. Wichtigste Städte zu römischer Zeit waren Köln, Trier (die älteste Stadt Deutschlands) und Augsburg. Zur Sicherung der Grenzen siedelten die Römer befreundete germanische Stämme in den Provinzen an. Außerdem wanderten Siedler aus anderen Teilen des Römischen Reiches, insbesondere aus Italien, ein und wurden westlich des Rheins und südlich der Donau sesshaft. Weitreichende Neuerungen, die auch das deutsche Vokabular beeinflussten, führten die Römer insbesondere in Hausbau, Handwerk, Wein- und Ackerbau sowie Verwaltung und Militär ein. Eine erste Geschichte Gesamtgermaniens verfasste der römische Schreiber Tacitus im Jahr 98.
Völkerwanderung und Frühmittelalter
98
Nach dem Einfall der Hunnen 375 und zeitgleich mit dem Niedergang Westroms ab 395 setzte die Völkerwanderung ein, in deren Verlauf die germanischen Stämme immer weiter nach Südwesten zogen. In die fast menschenleeren Gebiete des heutigen Ostdeutschland wanderten im 7. Jahrhundert bis zur Elbe-Saale-Linie slawische Stämme ein. Weite Teile der Bevölkerung der heutigen ostdeutschen Bundesländer waren daher bis ins hohe Mittelalter slawisch geprägt (Germania Slavica). Erst im Zuge der hochmittelalterlichen Ostsiedlung wurden sie assimiliert und akkulturiert. Der Hauptteil West- und Mitteleuropas wurde vom Frankenreich eingenommen, das heutige Norddeutschland wurde von den Sachsen beherrscht.
Nach der blutigen Unterwerfung und Zwangsmissionierung der Sachsen erstreckte sich das Frankenreich bis zur Nordsee, der Elbe und dem heutigen Österreich. Auf dem Höhepunkt der fränkischen Macht stellte Karl der Große einen Anspruch auf die Führungsmacht in Europa. 800 ließ er sich in Rom zum Kaiser krönen. Doch die Einheit seines Reiches währte nicht lange: Streitigkeiten unter seinen Nachfolgern bewirkten im Vertrag von Verdun (843) die Dreiteilung des Reiches in das ostfränkische Reich unter König Ludwig Germanicus (später: ... dem Deutschen), das westfränkische Reich unter König Karl dem Kahlen und dem zwischen ihnen liegenden Königreich Lothars I., das den Namen Lotharingien erhielt. Das ostfränkische Reich bildete den groben geografischen Rahmen für das später entstehende Deutsche Reich.
Heiliges Römisches Reich (962–1806)
Hauptartikel: Heiliges Römisches Reich
Als traditioneller Beginn der deutschen staatlichen Tradition wird oft der 2. Februar 962 angesehen, an dem Otto I. als erster ostfränkischer König in Rom zum Kaiser gekrönt wurde und damit das Heilige Römische Reich begründete. Als Anfang wird aber auch das Jahr 911 genannt, der Regierungsantritt Konrads I. als erster nicht-karolingischer Herrscher in Deutschland. Im 10. Jahrhundert wurde erstmals für das bisherige ostfränkische Reich auch der Terminus regnum teutonicum („Deutsches Reich“) verwandt.
Die fränkischen Teilreiche waren schon zuvor unterschiedliche Wege gegangen: Während sich das ehemalige Westfränkische Reich, dessen fränkische Bewohner sich romanisierten, mit der Zeit zum französischen Zentralstaat entwickelte, blieb das ostfränkische Reich durch Territorialfürsten geprägt, die den Kaiser wählten und dadurch ihre Partikularinteressen geltend machen konnten. Obwohl die Kaiser des römisch-deutschen Reiches wiederholt versuchten ihre Position zu stärken, teilte sich das Reich immer weiter in weitgehend souveräne Klein- und Kleinststaaten sowie Reichsstädte. Nach Reformation und Dreißigjährigem Krieg, dem nach Opferzahl relativ zur Gesamtbevölkerung Deutschlands fatalsten Krieg, hatte der Kaiser nur noch eine überwiegend formale Machtstellung.
Der Name des Heiligen Römischen Reiches änderte sich über die Jahrhunderte mehrfach. So wurde es im 12. Jahrhundert noch als „Heiliges Reich“ bezeichnet, ab Mitte des 13. Jahrhunderts als „Heiliges Römisches Reich“ und ab dem 15. Jahrhundert als Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation.
Der Weg zum deutschen Nationalstaat (1806–1871)
Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation
Dieser Zustand währte bis 1806, als Napoléon in seinen Eroberungskriegen Mitteleuropa überrannte und das schwache Reichsgebilde zum Einsturz brachte. Der letzte Kaiser des faktisch nur noch formell bestehenden Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation), Franz II., der erst 1804 auch Kaiser des österreichischen Vielvölkerstaates geworden war, musste die Reichskrone auf Druck des französischen Kaisers ablegen. Unter Napoléon Bonaparte wurde die Anzahl der deutschen Staaten durch Zusammenlegung erheblich verringert und auch viele Reichsstädte verloren ihre Unabhängigkeit (deren Zahl hatte zeitweise über 80 betragen).
Nach der Niederlage Napoleons restaurierte der Wiener Kongress weitgehend die alten Herrschaftsverhältnisse. Deutschland, nun ohne einigendes Band, war teilweise im Deutschen Bund, einer losen Vereinigung von 38 deutschen Staaten unter Führung Österreichs organisiert. Kurz darauf wurde der Deutsche Zollverein geschaffen, in dem das wiedererstarkte Preußen dominierende Macht war.
Schon bald nach der gescheiterten nationalen und liberalen Märzrevolution von 1848/1849 kam es zur Kollision der Preußen mit der Großmacht Österreich um die Vormachtstellung im Deutschen Bund wie auch in Europa, die zum Deutschen Krieg von 1866 führte. Nachdem Preußen diesen Krieg für sich entschieden hatte, kam es zur Auflösung des Deutschen Bundes, zur Annexion seiner norddeutschen Kriegsgegner durch Preußen und dadurch zu einer weiteren Schrumpfung der Zahl deutscher Staaten.
Deutsches Kaiserreich (1871–1918)
Die anschließende Gründung des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung leitete die so genannte kleindeutsche Lösung ein. Diese zielte entsprechend der Intention Bismarcks auf eine staatliche Einigung unter der Hegemonie Preußens ohne die damalige Großmacht Österreich. Das Deutsche Reich wurde nach dem gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles ausgerufen.
Mit der Reichsgründung wurden Gebiete eingegliedert, die noch nie oder nicht mehr zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehört hatten, sondern seit den Polnischen Teilungen Ende des 18. Jh. Teile Preußens außerhalb des Reiches waren. Dazu gehörten West-, Ostpreußen und Danzig, das überwiegend polnischsprachige Gebiet Posen und Schleswig. Frankreich trat (deutsch- und französischsprachige) Teilgebiete der Regionen Lothringen (nördliche und östliche Teile) und Elsass (ohne Belfort) ab, welche als direkt von der Zentrale verwaltetes "Reichsland Elsass-Lothringen" ohne Gliedstaatrechte konstituiert wurden.
Als ideeller Begründer des Deutschen Reiches wurde Otto von Bismarck erster Reichskanzler. Seine antidemokratisch-konservative Grundhaltung verhinderte allerdings die Reichseinigung unter demokratischen Bedingungen und schuf die Voraussetzung dafür, dass in Deutschland Nationalismus und Demokratie einander fremd wurden. Er führte einen wenig erfolgreichen Kampf gegen die Sozialdemokratie, die polnische Minderheit und die katholische Kirche (siehe Kulturkampf). Seine aggressiv-kriegerische Außenpolitik änderte sich ab der Reichsgründung dagegen zu einer Bündnispolitik, die auf die Isolierung Frankreichs abzielte und ein vertraglich geregeltes, aber fragiles Paktsystem in Europa schuf. Gleichwohl blieb die Außenpolitik imperialistisch ausgerichtet: Auf der Berliner Kongo-Konferenz trat Deutschland 1884 mit der Forderung nach einem „Platz an der Sonne“ in den Kreis der Kolonialmächte ein, nachdem schon in den frühen 1880er Jahren deutsche Vereine Territorien in Afrika und Asien erworben hatten. Im Dreikaiserjahr kam Wilhelm II. an die Macht, der wenig später Bismarck zur Kündigung zwang und die Außenpolitik in Richtung Konfrontation änderte. Das Attentat auf den
RWTH Aachen
Die RWTH Aachen ist eine große Universität in Aachen, Deutschland.
„RWTH“ steht für „Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule“. Der internationale Name ist „RWTH Aachen University“.
Status
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen setzt sich aus 260 Lehrstühlen und Instituten sowie aus 170 Lehr- und Forschungsgebieten zusammen. Zum Wintersemester 2004/2005 waren 28.000 Studierende in über 75 Studiengängen eingeschrieben. Über 4.000 Erstsemester beginnen jährlich ihr Studium an der RWTH, rund 3.700 Absolventen verlassen die Hochschule im Jahr mit Diplom, Magister oder Staatsexamen bzw. Master- und Bachelorabschluß, rund 900 mit der Doktorurkunde. 76 % der Studierenden kommen aus Nordrhein-Westfalen, 13 % aus dem übrigen Bundesgebiet, 11 % aus dem Ausland. Der größte Teil der Studierendenschaft ist in den ingenieurwissenschaftlichen (48 %) und mathematisch-naturwissenschaftlichen (16 %) Fächern eingeschrieben (Gesellschaftswissenschaften: 27 %, Medizin: 9 %). Die Hochschule ist Arbeitgeberin für circa 7.000 Beschäftigte: 400 Professoren, 1.900 Wissenschaftliche und 4.100 Nichtwissenschaftliche Mitarbeiter, 1.000 Auszubildende und Praktikanten sowie über 1.500 Drittmittelbedienstete. Die RWTH Aachen ist der größte Arbeitgeber in der Region Aachen. Ihr Jahresetat liegt bei über 650 Mio. Euro. Über 150 Mio. Euro davon kommen in die Hochschule als so genannte Drittmittel - Zuwendungen für Forschungsprojekte von öffentlichen und industriellen Auftraggebern. Die RWTH Aachen erhält als Hochschule die höchste Drittmittel-Förderung in Deutschland. Die DFG Fördergelder betragen 120 Mio. Euro (2003) hinzukommen zahlreiche Drittmittel-Forschungsprojekte finanziert aus der Industrie. Laut dem Statistischen Bundesamt wirbt die RWTH Aachen pro Stelle 390.700 Euro (2002) ein und belegt damit den ersten Platz unter allen deutschen Hochschulen.
Seit 1984 haben innovative Existenzgründer aus dem Hochschulbereich rund 450 technologieorientierte Unternehmen innerhalb und außerhalb der zwischenzeitlich entstandenen Gründer- und Servicezentren der Region realisieren können. Bis heute wurde so mehr als 4.000 Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Bereichen direkt geschaffen, zu denen nochmals 4.000 indirekt geschaffene Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben hinzuzurechnen sind. Einige der Jung-Unternehmen wagten inzwischen den Schritt an die Börse. Dieser Trend wird durch ein im Jahre 2000 eingerichtetes Gründerkolleg unterstützt. Im Rahmen der bereits bestehenden Kooperationsabkommen mit der Industrie- und Handelskammer Aachen sowie der Handwerkskammer Aachen wurde in diesem Zusammenhang die GründerRegion Aachen geprägt, die junge Hochschulabsolventinnen und -absolventen durch vielfältige Maßnahmen bei ihrer Firmengründung unterstützt. Darüber hinaus siedelten sich in Aachen aufgrund der Nähe zur Hochschule eine Reihe ausländischer Unternehmen an: Ericsson, Ford, United Technologies und Microsoft richteten in Aachen Forschungslaboratorien ein. Mitsubishi baute sein europäisches Halbleiterwerk in Nachbarschaft der Hochschule. Nicht zuletzt durch das damit verbundene Technologie-Netzwerk wurde die RWTH Aachen zum Standortfaktor Nummer 1 in der Region.
Neben dieser starken regionalen Einbindung baut die Hochschule ihre internationalen Kontakte in Wissenschaft und Wirtschaft kontinuierlich aus. Insgesamt 70 Partnerschaften sind inzwischen vertraglich fixiert. Allein im Rahmen von EU-Projekten sind jährlich rund 100 Institute aus allen Fachbereichen eingebunden. Besonderes Augenmerk legt die Hochschule auf die Internationalisierung der Ausbildung. Studienprogramme und Akkreditierungsabkommen mit renommierten Universitäten erlauben den Studierenden der RWTH, wertvolle Ausbildungsbausteine im Ausland zu sammeln. Weiterhin bietet die RWTH 14 rein englischsprachige Masterstudiengänge an.
Organisation
Die RWTH Aachen ist eine Hochschule des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Studiengebühren werden nur ab einer bestimmten Studiendauer und für Zweitstudien erhoben. Fast alle Vorlesungen werden in deutscher Sprache abgehalten.
Es gibt neun Fakultäten:
#Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
#Architektur
#Bauingenieurwesen
#Maschinenwesen
#Georessourcen und Materialtechnik
#Elektrotechnik und Informationstechnik
#Philosophie (mit einigen anderen Geistes- und Sozialwissenschaften)
#Wirtschaftswissenschaften
# (bzw. 10) Medizin (inklusive des Klinikums Aachen)
Der Fachbereich neun (Pädagogik) wurde 1989 aufgelöst.
Die RWTH ist Mitglied der IDEA League.
Die RWTH hat als Hochschule eine vielfältige Anzahl von angegliederten Instituten (Fraunhofer-Institut für Laser, Institut für Kunststoffverarbeitung, Automobil-, Motorenforschung, Biophysik etc.) und einige Professoren sind Institutsleiter und Forscher im Forschungszentrum Jülich. Einige Institute arbeiten eng mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln zusammen.
An-Institute:
- Access e.V. Materials + Processes (ACCESS)
- DWI - Deutsches Wollforschungsinstitut an der Technischen Hochschule Aachen e.V.
- FGH - Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V.
- FIR - Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen e. V.
- FiW - Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V.
- gaiac - Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und Bewertung e.V.
- IfU - Institut für Unternehmenskybernetik e.V.
- IKV - Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie u. Handwerk an der RWTH Aachen e. V.
- IPAK - Institut für Prozess- und Anwendungstechnik Keramik an der RWTH Aachen
- PIA - Prüf- und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen e. V.
- WZLforum an der RWTH Aachen (gGmbH)
Fraunhofer-Institute:
- Angewandte Informationstechnik (FIT) Sankt Augustin und Aachen
- Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
- Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
- Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME - Institutsteil Aachen, Bereich Molekularbiologie
Forschungs- und Kompetenzzentren der RWTH Aachen
- Aachener Institute für Rohstofftechnik (AIR)
- Aachener Kompetenzzentrum für Gesundheitsökonomie e.V. (AKFG)
- Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik (AKM)
- Akustische Forschung (ZAF)
- aachen polymer chain
- Bionik
- Biowerkstoffe Aachen (bwa)
- Computational Chemistry Coalition (CCC)
- Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (FEMU)
- Glas (CCGA)
- Klinische Forschung "Biomat." (IZKF BIOMAT)
- NanoClub
- Magnetische Resonanz (MARC)
- Optische Technologien und Systeme (Photonaix)
- PROduktionsTEChnologie Aachen (PROTECA)
- Prozesssimulation (SimPro)
- Virtuelle Realität (VRCA)
- Zentrum Metallische Bauweisen (ZMB)
Verbundforschung Experimentelle Elementarteilchenphysik
- Exzellenzzentrum Teilchenphysik
(Virtuelle) Institute in Kooperation mit Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft
- Biohybridtechnologie (IBHT)
- Ernst-Ruska-Zentrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen
- Funktionale Molekülsysteme für die Informationstechnologie (IFMIT)
Studenten
Zur Zeit studieren ca. 28.000 Studenten (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 5. Juli 2004) an der RWTH Aachen, Nicht-Graduierte wie Graduierte, allerdings war die Zahl in den letzten Jahren ziemlich variabel.
Ungefähr 16% der Studenten kommen aus dem Ausland, vor allem aus der Türkei, Volksrepublik China, Marokko, Griechenland, Iran und aus den Niederlanden.
Jährlich schließen 2.000 Studenten ihr Studium ab, und 800 erhalten ihren Doktorgrad.
Studentische Selbstverwaltung
Studierendenparlament
Das Studierendenparlament ist das oberste beschlussfassende Organ der Studierendenschaft, also aller immatrikulierten Studierenden an der RWTH Aachen.
AStA-Vorsitzende sind Daniel George (LHG) und Christoph Rasim (STUDIUM).
Vorsitzender des Studierendenparlaments ist Joachim Riegel (LHG).
Fachschaften
Gegenwärtig existieren an der RWTH folgende 17 Fachschaften:
- Fachschaft 1/1 - Mathematik, Physik, Informatik
- Fachschaft 1/2 - Chemie
- Fachschaft 1/3 - Biologie
- Fachschaft 2 - Architektur
- Fachschaft 3 - Bauingenieurwesen
- Fachschaft 4 - Maschinenbau
- Fachschaft 5/1 - Bergbau
- Fachschaft 5/2 - Metallurgie und Werkstofftechnik
- Fachschaft 5/3 - Geologie und Mineralogie
- Fachschaft 5/4 - Geographie und Wirtschaftsgeographie
- Fachschaft 6 - Elektrotechnik und Informationstechnik
- Fachschaft 7/1 - Philosophie
- Fachschaft 7/2 - Lehramt an berufsbildenden Schulen
- Fachschaft 7/3 - Kommunikationswissenschaft und Technische Redaktion
- Fachschaft 8 - Wirtschaftswissenschaften
- Fachschaft 10/1 - Medizin
- Fachschaft 10/2 - Zahnmedizin
Campus
Fachschaft
Die RWTH ist keine Campus-Universität. Stattdessen sind ihre Gebäude auf drei Kerngebiete verteilt. Der überwiegende Teil der RWTH befindet sich in einem zusammenhängenden Bereich im nordwestlichen Teil der Innenstadt zwischen Stadtzentrum und Westbahnhof. Dieses umfasst das Hauptgebäude, die Hauptmensa, mehrere Dutzend Lehrstühle (u.a. Elektrotechnik, Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Germanistik, Romanistik, Philosophie, Architektur, Hüttenkunde) mit der Mehrzahl der Hörsäle der RWTH. Der zweite Bereich ist die Hörn mit Informatik, Geschichte und Bauingenieurwesen. Schließlich befinden sich die Physik, ein Teil der Elektrotechnik, die Biologie und die Medizin in Melaten. Die Studentenwohnheime sind auf alle drei Bereiche verteilt.
Die RWTH hat externe Einrichtungen in Jülich, im Haus der Technik in Essen und besitzt zusammen mit der Universität Stuttgart ein Haus im Kleinwalsertal in den österreichischen Alpen. Außerdem gehört der RWTH das Wassersportgelände Wildenhof in der Eifel.
Mitglieder der Fakultäten
Es gibt 260 Institute mit Lehrstühlen und 410 zusätzliche Professuren. Der wissenschaftliche Mitarbeiterstab besteht aus 4.400 Personen.
Grammatisches Telefon
Das Grammatische Telefon, das beim Germanistischen Institut der RWTH Aachen angesiedelt ist, ist eine der meistkonsultierten Sprachberatungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum.
Im Jahre 2005 ist man beim Grammatischen Telefon in der Beratungspraxis wieder zur alten deutschen Rechtschreibung zurückgekehrt.
Geschichte
Im Jahre 1870 wurde die „Königlich Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule zu Aachen“ eröffnet. Im Hauptgebäude am Templergraben unterrichteten ca. 32 Dozenten rund 223 Studenten.
1880 wurde aus der Polytechnischen Schule mit einem Direktor an der Spitze eine „Technische Hochschule“ mit einer Rektoratsverfassung. 1899 erhielten die preußischen Technischen Hochschulen im Rahmen der Jahrhundertfeier der Berliner Technischen Hochschule durch den preußischen König Wilhelm II. das bis dahin allein den Universitäten zustehende Promotionsrecht zur Verleihung eines eigenständigen „Dr.-Ing.“. Die Verleihung des Promotionsrechtes an die Technischen Hochschulen stellte einen wesentlichen Schritt der Emanzipation der Technischen Hochschulen gegenüber den traditionellen Universitäten dar.
Der Erste Weltkrieg bedeutete einen ernsten Rückschlag, aber zwischen 1925 und 1932 gab es einen Abschnitt des Wohlstandes und des Wachstums. Alte Studentenzahlen wurden wieder erreicht, und neue Gebäude wurden errichtet.
Während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) wurde die RWTH – wie andere Hochschulen auch – gleichgeschaltet: Die Freiheit der Lehre und der Forschung wurde eingeschränkt, führenden Dozenten wurde die Lehrerlaubnis entzogen, und viele Studenten mussten die RWTH verlassen. Wegen der Grenznähe zu den Niederlanden und Belgien war die Hochschule während des Zweiten Weltkriegs ein Jahr lang geschlossen.
Nach dem Krieg erholte sich die RWTH schnell und expandierte. Einige neue Fakultäten entstanden (1965 Philosophie, 1966 Medizin). Während sich andere deutsche Technische Hochschulen (TH) in Technische Universitäten (TU) umbenannten, hat die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen in bewusster Tradition ihrer Wurzeln aus | | |