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Bachem Ba 349
Bachem Ba 349 Natter ist die Bezeichnung eines Raketenflugzeugs zur Flugabwehr, das von der Firma Bachem 1944/1945 entwickelt wurde.
Als sich die Kriegssituation immer weiter gegen Deutschland zuspitzte sah man sich dort zu völlig neuen Lösungsansätzen gezwungen, um die verlorene Lufthoheit trotz der katastrophalen Lage noch einmal zurückgewinnen zu können. Da zu dieser Zeit wegen der zahlenmäßig weit überlegenen und permanent angreifenden alliierten Bomberverbände kaum noch Flugplatzbetrieb möglich war, mußte vor allem in diesem Punkt Abhilfe geschaffen werden. Außerdem erforderte die enorme Knappheit kriegsrelevanter Rohstoffe zu dieser Zeit eine hohe Wiederverwertbarkeit der schwierig zu fertigenden Teile (vor allem des Triebwerks und der Pilotenkanzel).
Die Natter war ein senkrecht startendes Raketenflugzeug, das mit Flüssigstoff-Triebwerk sowie einer Feststoff-Starthilfsrakete ausgestattet war. Aufgrund dieser Konstruktion konnte sie ohne die sonst für Flugzeuge notwendige Infrastruktur schnell und ortsunabhängig starten, da für einen Einsatz nur eine Startrampe benötigt wurde.
Der Rumpf der Natter bestand vorwiegend aus Sperrholz, da Holz der einzige Rohstoff war, über den Deutschland zu dieser Zeit noch in ausreichenden Mengen verfügen konnte. Nach dem Start sollte die Natter schnell die Wolkendecke durchstoßen, um zu den dicht zusammen fliegenden Bomberverbänden aufsteigen zu können und den Gegner so mit ungelenkten Raketen angreifen zu können. Weil die Maschine kein Fahrgestell besaß und sich außerdem durch den Abschuss der Raketen der Schwerpunkt so verschob, daß das Flugzeug sich kaum noch steuern ließ, sollte der Pilot nach dem Angriff das Cockpit absprengen und mit dem Fallschirm abspringen. Die wiederverwertbaren Metallteile des Flugzeuges (Front- und Hecksektion, insbesondere das Raketentriebwerk) wurden ebenfalls am Fallschirm zur Erde zurückgeführt, während der zentrale Rumpfbereich mit den Flügeln verloren ging.
Zu einigen unbemannten Testflügen hob die Natter vom Heuberg bei Stetten am kalten Markt ab, der einzige bemannte Start einer Natter am 1. März 1945 endete für den Piloten Lothar Sieber tödlich, als sich das Kabinendach in 1.525 m Höhe löste und das Flugzeug daraufhin abstürzte. Wegen der fortschreitenden Kriegsereignisse und des fehlgeschlagenen Testflugs gab es schließlich keine Kriegseinsätze der Natter mehr, obwohl hierfür bei Kirchheim unter Teck nahe der Autobahn einige Startstellen errichtet wurden.
Insgesamt wurden 30 Natter gebaut, 18 davon verwendetete man für unbemannte Tests, zwei stürzten ab (eine bei einem Segelflugtest, eine wie oben beschrieben), sechs wurden nach Kriegsende verbrannt und vier wurden von den Amerikanern erbeutet.
Ein Nachbau der Natter kann im Deutschen Museum in München besichtigt werden.
Technische Daten
- Abmessungen
- Spannweite: 3,60 m
- Länge: 6,10 m
- Tragflügelfläche: 2,75 m²
- Massen
- maximale Startmasse: 2.200 kg
- Triebwerk
- ein Raketentriebwerk Walter 109-509A-2 (1.700 kp, 16,671 kN) mit 70 sek Brenndauer
- vier Starthilfsraketen Schmidding 109-533 (1.200 kp, 11,768 kN) mit 10 sek Brenndauer
- Leistungen
- Höchstgeschwindigkeit: 800 km/h in Bodennähe
- Anfangssteiggeschwindigkeit: 36,58 m/s
- Dienstgipfelhöhe: 14.000 m
- Aktionsradius: 40 km in 12.000 m Höhe
- Bewaffnung
- 24 ungelenkte 73-mm-Raketen Föhn
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen, Liste der Raketentypen
Literatur
- Horst Lommel: Der erste bemannte Raketenstart der Welt, Motorbuch Verlag, 1998, ISBN 3-61301-862-4
- Horst Lommel: Das bemannte Geschoß Ba 349 "NATTER" : Die Technikgeschichte, VDM, ISBN 3-92548-039-0
- Roger Ford: Die deutschen Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs, Nebel, ISBN 3-89555-087-6
Kategorie:Militärischer Flugzeugtyp
Kategorie:Raketentyp]]
RaketenflugzeugEin Raketenflugzeug ist ein Flugzeug, das von einem Raketentriebwerk angetrieben wird.
Raketentriebwerk
Raketentriebwerk
Der Vortrieb wird durch einen Gasstrahl erzeugt, der durch eine Düse das Triebwerk verlässt. Ein Raketenflugzeug wird benutzt, um extreme Flugleistungen zu erreichen, wie etwa Geschwindigkeitsrekorde oder höchste Flughöhen. Die hohe Leistung des Raketentriebwerks und das geringe Gewicht des eigentlichen Antriebes führten dabei zu herausragenden Leistungsdaten.
Der erste Flug mit einem von Raketen angetriebenen Flugzeug wurde bereits 1928 von Fritz Stamer durchgeführt. Das erste eigenstartfähige Düsenflugzeug der Welt war wahrscheinlich die Heinkel He 176. Die Entwicklung wurde jedoch in vielen Ländern vorangetrieben. Die neue Technik wurde im Dritten Reich weiterentwickelt und führte zu dem ersten einsatzfähigem Raketenflugzeug der Messerschmitt Me 163. In der UdSSR wurde die Bolchowitinow BI-1 bereits 1942 zur Serienfertigung vorbereitet, jedoch aufgrund nicht behebbarer Mängel des Musters eingestellt. Dadurch, dass Raketenflugzeuge neben dem Treibstoff auch den Oxidator mitführen müssen und der daraus resultierenden systembedingten geringen Reichweite kam es zu keiner weiteren militärischen Anwendung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Zweiten Weltkrieg
Die USA starteten jedoch in den 1940er Jahren mit der deutschen Raketentechnik eine Versuchsreihe, die letztlich mit der Bell X-1 zum ersten bemannten Überschallflug führte.
Es gab daraufhin weitere Bemühungen der USA, durch das Raketenflugzeug neue Erkenntnisse insbesondere der Militärtechnik zu gewinnen. Dies gipfelte in der North American X-15, und letztlich dem Space Shuttle, bei dem als Raumfähre jedoch der Treibstoff in einem separaten Tank mitgeführt wurde. Raumfähre
Aktuelles Raketenflugzeug ist das SpaceShipOne.
Kategorie:Flugzeugtyp
Flugabwehr
Unter Luftabwehr - auch Flugabwehr - versteht man eine militärische Organisation, deren Aufgabe es ist, einen Luftraum gegen das Eindringen feindlicher Flugzeuge, speziell Bomber, zu schützen.
In der Bundeswehr bildet die Heeresflugabwehr eine Truppengattung des Heeres. Sie führt Kampf- und Kampfunterstützungsaufgaben durch. Sie bekämpft den Luftfeind vornehmlich im niedrigen und mittleren Flughöhenbereich und schützt Truppen, deren Einrichtungen und Anlagen.
Bei den dazu eingesetzten Waffensystemen wird unterschieden zwischen Flugabwehrkanonen, kurz Flak, und Flugabwehrraketen, kurz FlaRak. Während Ziele früher nach Sicht oder Schall geortet wurden, kommt heute als Sensor primär Radar zum Einsatz. Ferner verwenden Systeme mit geringer Reichweite Infrarotsensoren oder andere optische Sensoren um feindliche Flugzeuge zu orten.
Luftabwehrsysteme können sowohl fest als auch mobil auf Lastwagen, Panzern oder Schiffen installiert werden. Außerdem gibt es Flugabwehrraketen, die von der Schulter aus abgefeuert werden können, etwa die US-amerikanische Stinger.
Das Ziel der Entwicklung der Stealth-Technologie war es, Bomber für das feindliche Radar unsichtbar zu machen, vor allem, um sie vor der gegnerischen Luftabwehr zu schützen.
Als Bedrohung für Kampfflugzeuge ist die Luftabwehr selbst stark durch Jagdbomber und Bomber gefährdet. Dabei kann man insbesondere radargestützte Systeme durch Sender stören, lokalisieren und schließlich mit speziellen Raketen zerstören. Dabei fliegt die Rakete auf dem Radarstrahl bis zur Quelle der Radarstrahlung, also der Radarantenne. Solche Einsätze werden auf Englisch als SEAD, ("Supression of Enemy Air Defenses") bezeichnet, zu Deutsch also "Unterdrückung der feindlichen Luftabwehr". Die Deutsche Luftwaffe sowie die italienische Luftwaffe setzt hierfür das Waffensystem ECR-Tornado ein, welches einen modifizierten Jagdbomber des Typs Tornado mit Raketen des Typs HARM verwendet.
Durch geschickte Taktik lässt sich allerdings das Risiko der Lokalisierung und Zerstörung reduzieren. Dazu werden die Radaranlagen vernetzt und die eigentlich Radaranlage nur betrieben, wenn es unbedingt erforderlich ist.
Siehe auch: Militärische Luftfahrt, Luftkrieg
Kategorie:Truppengattung
Kategorie:Militärische Luftfahrt
ja:高射砲
FeststoffraketeBei einer Feststoffrakete besteht der Antriebssatz aus fester Materie; der Sauerstoff für die Verbrennung wird gebunden als fester Stoff mitgeführt. Im Gegensatz dazu gibt es die Flüssigkeitsrakete, bei der sowohl der Sauerstoff als auch der Treibstoff in flüssiger Form mitgeführt und in einem Raketentriebwerk, nachdem sie gemischt wurden, verbrannt werden; oder als Kombination aus beiden Typen die Hybridrakete.
Geschichte
Die ersten Feststoffraketen waren vermutlich von den Byzantinern im siebten nachchristlichen Jahrhundert gebaut worden. Sie bestanden aus Bambus als Raketenkörper und einer Mischung aus Salpeter und Schwefel als Treibstoff.
Vermutlich unabhängig davon wurden von den Chinesen im 13. Jahrhundert Raketen entwickelt, welche mit Schwarzpulver angetrieben worden. Dort wurden sie u.a. auch für militärische Zwecke verwendet. In Europa wurden sie später bekannt, ihre Hauptbedeutung hatten sie hier aber erst nur als Feuerwerkskörper.
Der britische Offizier William Congreve entwickelte Anfang des 19. Jahrhunderts eine Rakete für den militärischen Gebrauch. Durch den Fortschritt bei der Artillerie erlebte die Rakete aber eher ein Schattendasein. Erst zum Ende des 19. Jahrhundert wurde wieder verstärkt in diesem Bereich geforscht und entwickelt.
Heute
Feststoffraketen werden heute unterschiedlich genutzt, sowohl für militärische als auch zivile Zwecke wie die Luft- und Raumfahrt.
Militärisch hat die Feststoffrakete mehrere Vorteile gegenüber einer Flüssigkeitsrakete.
Feststoffraketen sind immer einsatzbereit, brauchen nicht erst aufgetankt zu werden und können in dieser Phase dementsprechend auch nicht vom Gegner vorzeitig zerstört werden.
Sie erreichen eine höhere Endgeschwindigkeit und sind damit von Abwehrssystemen schwer zu treffen.
Sie sollen auch eine größere Treffgenauigkeit aufweisen.
Der Bau einer Feststoffrakete ist verglichen mit einer Flüssigkeitsrakete einfacher und preisgünstiger. Allerdings ist nach dem Start einer solchen Rakete weder eine Einflussnahme auf den Schub, noch eine Beeinflussung der Brenndauer möglich.
Die Risiken auch ziviler Raketen dürfen hierbei nicht unterschätzt werden. Die Challenger Katastrophe 1986 war aufgrund eines fehlerhaften Dichtungsringes in einem der Booster entstanden.
Ausblick
Es gibt unter den Raketenbauern die Fraktion der "Big Dump Booster" Theorie, die schlicht und ergreifend besagt, daß ein hoher Wirkungsgrad nicht unbedingt wirtschaftlich sein muß. Geringe Nutzlasten mit hoher Startmasse zu befördern kann sogar wirtschaftlich sein, wenn die Rakete entsprechend billig ist. Dies wäre bei Feststoffraketen der Fall. Werden nur geringe Verbesserungen an ihnen und ihrem Brennstoff vorgenommen, dann könnte diese Rechnung aufgehen.
Siehe auch: Rakete, Brennkammer, Raketentriebwerk, Raketenmotor
Weblinks
- http://www.gm.shuttle.de/gm/ge-waldbroel/projekte/moderne/pages/moeller.htm
Kategorie:Raketentechnik
SperrholzHolzwerkstoff Kategorie:Holzwerkstoff
1. MärzDer 1. März ist der 60. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 61. in Schaltjahren) - somit bleiben 305 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Politik
- 293 - Constantius Chlorus und Galerius werden im Rahmen der Tetrarchie des Römischen Reiches zu Mitkaisern ernannt.
- 305 - Constantius Chlorus und Galerius werden Kaiser des Römischen Reiches.
- 1565 - São Sebastião do Rio de Janeiro wird von Estácio de Sá gegründet.
- 1700 - In Schweden wird der Schwedische Kalender eingeführt.
- 1712 - Schweden wechselt zurück zum Julianischen Kalender, so dass der 1. März dem 30. Februar folgt.
- 1753 - Schweden übernimmt den Gregorianischen Kalender - der 1. März folgt dem 17. Februar.
- 1783 - Der 2. Kontinentalkongress der nordamerikanischen Kolonien nimmt den Konföderationsartikel an.
- 1803 - Ohio wird der 17. Bundesstaat der Vereinigten Staaten.
- 1815 - Napoleon kehrt von seiner Verbannung auf Elba nach Frankreich zurück und tritt seine Herrschaft der 100 Tage an.
- 1845 - Texas wird von den USA annektiert.
- 1867 - Nebraska tritt den USA als 37. US-Bundesstaat bei.
- 1872 - Gründung des Yellowstone-Nationalparks in den USA als erster Nationalpark der Welt.
- 1893 - in Hannover erscheint die Erstausgabe der Zeitschrift "Hannoverscher Anzeiger", der heutigen Hannoversche Allgemeine Zeitung.
- 1896 - Äthiopien kann gegen die Italiener in der Schlacht von Adwa seine Unabhängigkeit bewahren.
- 1911 - José Batlle y Ordóñez wird zum Präsidenten von Uruguay gewählt.
- 1917 - In der Türkei wird der Gregorianische Kalender eingeführt und damit die islamische Zeitrechnung verlassen.
- 1920 - Das ungarische Parlament wählt Miklós Horthy zum Reichsverweser.
- 1952 - Nach der Besetzung im Rahmen des Zweiten Weltkriegs gibt Großbritannien die Insel Helgoland an Deutschland zurück.
- 1955 - Deutschland. Die Lufthansa beginnt mit den ersten innerdeutschen Flügen.
- 1956 - Finnland. Urho Kaleva Kekkonen wird neuer Staatspräsident.
- 1961 - US-Präsident John F. Kennedy verkündet die Einrichtung eines Friedenskorps, das Entwicklungsländer beim wirtschaftlichen Aufbau unterstützen soll.
- 1967 - Brasilien. Brasilen erhält eine neue Verfassung. Arturo da Costa e Silva wird erster Staatspräsident nach der Verfassungsänderung.
- 1978 - In der Nacht auf den 2. März wird der Sarg des Filmkomikers Charlie Chaplin vom Schweizer Friedhof Corsier-sur-Vevey gestohlen.
- 1989 - Die bundesdeutsche Polizei zerschlägt die für den KGB-Hack verantwortliche Hacker-Gruppe.
- 1990 - Die Verordnung über den Zivildienst in der DDR tritt in Kraft und ersetzt damit den Wehrersatzdienst als Bausoldat.
- 1991 - Indien. Premierminister Chandra Shekkar tritt zurück.
- 1992 - Finnland stellt den Antrag um Aufnahme in die EU.
- 1994 - Antigua und Barbuda. Premierminister Vere Cornwall Bird tritt von seinem Amt zurück.
- 1994 - Südafrika tritt seine Exklave Walfischbai an Namibia ab.
- 1997 - Die albanische Regierung unter Präsident Berisha tritt zurück
- 1999 - Die Ottawa-Konvention zur Ächtung von Antipersonenminen tritt in Kraft
- 1999 - Deutschland. Verbot über die Benutzung von Mobiltelefonen in Flugzeugen.
- 1999 - Die Bürger Estlands, Litauens und Lettlands können ab sofort ohne Visum in Deutschland einreisen.
- 1999 - Erste (freie) Kommunalwahlen in Iran.
- 2000 - Tarja Halonen wird Staatspräsidentin von Finnland.
- 2000 - Dr. Jorge Batlle wird Staatspräsident von Uruquay
- 2001 - Cándido Muatetama Rivas wird Ministerpräsident von Äquatorialguinea.
- 2003 - Turkmenistan führt die Ausreise-Visa wieder ein
Wirtschaft
- 1925 - In Österreich löst der Schilling die Krone als Währung ab.
- 1946 - Die Bank von England wird verstaatlicht, ihre Altaktionäre werden abgefunden.
- 1947 - Der IWF (Internationaler Währungsfond) nimmt seine Arbeit auf
- 1983 - Die Swatch Group AG stellt in Zürich die Swatch-Uhr vor.
- 1990 - Der Ministerrat der DDR unter Hans Modrow beschließt die Gründung der "Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums", der Vorgängerin der bundesdeutschen Treuhandanstalt.
- 2000 - Das im Februar 1996 unterzeichnete Abkommen über die Schaffung einer Freihandelszone zwischen der EU und Marokko tritt in Kraft.
Wissenschaft, Technik
- 1945 - Der Pilot des ersten senkrecht startenden bemannten Raketenflugzeugs, einer Bachem Natter kommt beim Start ums Leben.
- 1966 - Das Landemodul der russischen Raumsonde Venera 3 erreicht als erstes vom Menschen geschaffene Objekt den Planeten Venus, verglüht bei der Landung jedoch teilweise in der Atmosphäre.
Kultur
- 1661 - Uraufführung des Dramas Gli amori d'Apollo con Clizia von Antonio Bertali an der Hofburg in Wien.
- 1790 - Uraufführung der Oper Les Brouilleries von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1794 - Die Oper "Il Primo Navigatore" von Friedrich Heinrich Himmel wird im im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 1818 - Mit einer "Ouvertüre im italienischen Stil" wird in Wien erstmals ein Werk Franz Schuberts aufgeführt.
- 1908 - "Il Figlio del mare" lyrische Szenen in drei Akten von Jiuseppe Cicognani wird im im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
Religion
- 1420 - Papst Martin V. ruft zum Kreuzzug gegen die Hussiten auf.
- 1562 - Über 1000 Hugenotten werden in Vassy (Frankreich) von Katholiken ermordet.
Katastrophen
- 1954 - Mit der Zündung der bislang größten Wasserstoffbombe durch die USA auf dem Bikini-Atoll werden zahlreiche japanische Fischer verstrahlt.
- 1962 - Eine amerikanische Boeing 707 stürzt direkt nach dem Start vom Flughafen Idlewild in New York in die Jamaica Bay. Alle 95 Personen an Bord sterben.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2003 Roy Jones Jr. gewinnt seinen Boxkampf, und damit die Weltmeisterschaft im Schwergewicht gegen John Ruiz.
Geboren
- 1456 - Wladislaw II., böhmischer und ungarischer König
- 1474 - Angela Merici, italienische Ordensgründerin
- 1610 - Johann Balthasar Schupp, deutscher Schriftsteller
- 1613 - Konrad Post, deutscher evangelischer Geistlicher
- 1657 - Samuel Werenfels, schweizerischer Theologe
- 1701 - Johann Jakob Breitinger, schweizerischer Philologe und Autor
- 1760 - François-Nicolas-Léonard Buzot, französischer Revolutionär
- 1768 - Pierre Coudrin, französischer Priester und Ordensgründer
- 1801 - Henriette Davidis, deutsche Köchin und Kochbuchautorin
- 1804 - Franz Seraph Hanfstaengl, deutscher Maler, Lithograph und Fotograf
- 1807 - Wilford Woodruff, 4. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 1810 - Frédéric Szopen (Chopin), polnischer Komponist und Pianist
- 1817 - Giovanni Dupré, italienischer Bildhauer
- 1819 - Heinrich Adolf von Bardeleben, deutscher Mediziner
- 1821 - Joseph Hubert Reinkens, katholischer Theologe und erster Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland
- 1832 - Ludwig Franzius, deutscher Wasserbau-Ingenieur
- 1832 - Friedrich Grützmacher, deutscher Komponist und Cellist
- 1832 - Josef Matras, österreichischer Schauspieler und Volkssänger
- 1837 - Georg Ebers, deutscher Schriftsteller und Ägyptologe
- 1842 - Wilhelm Jordan, deutscher Geodät und Mathematiker
- 1852 - Théophile Delcassé, französischer Politiker und Diplomat
- 1855 - Meta von Salis, erste Historikerin der Schweiz, Frauenrechtlerin
- 1858 - Georg Simmel, deutscher Soziologe und Kulturphilosoph
- 1871 - Oskar Heinroth, deutscher Ornithologe und Leiter des Berliner Aquariums
- 1876 - Arthur Ruppin, jüdischer Soziologe, Zionist und Wegbereiter der Gründung der Stadt Tel Aviv
- 1876 - Henri de Baillet-Latour, belgischer Graf, 3. Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)
- 1880 - Manfred Kyber, deutscher Autor (v.a. anthroposophische Tiergeschichten)
- 1885 - Jürgen Fehling, deutscher Theaterregisseur und Schauspieler
- 1885 - Lionel Atwill, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler
- 1886 - Oskar Kokoschka, österreichischer Maler und Schriftsteller des Expressionismus
- 1890 - Benito Quinquela Martín, argentinischer Maler
- 1890 - Heinz Hilpert, deutscher Schauspieler und Theaterregisseur
- 1892 - Ryunosuke Akutagawa, japanischer Dichter und Schriftsteller
- 1893 - Edlef Köppen, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur
- 1893 - Mercedes de Acosta, US-amerikanische Schriftstellerin, Modedesignerin
- 1894 - Hans Orlowski, deutscher Maler und Holzschneider
- 1896 - Dimitri Mitropoulos, griechisch-amerikanischer Dirigent
- 1897 - Shoghi Effendi, Verwalter der Baha'i Religion
- 1899 - Erich von dem Bach-Zelewski, SS-Obergruppenführer
- 1903 - Herbert Kriedemann, deutscher Politiker
- 1904 - Glenn Miller, US-amerikanischer Jazz-Posaunist und Bandleader
- 1906 - Pham Van Dong, nordvietnamesischer Regierungschef
- 1909 - David Niven, britischer Schauspieler
- 1910 - Archer John Porter Martin, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1913 - Hans Schwartz, deutscher Fußballspieler
- 1914 - Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor
- 1916 - Ken Wharton, englischer Formel 1-Rennfahrer
- 1917 - Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin
- 1918 - Adrian Warburton, britischer Aufklärungspilot
- 1918 - Hermann Biechele, deutscher Politiker und MdB
- 1918 - João Goulart, brasilianischer Politiker und Staatspräsident
- 1919 - Ludwig Volkholz, deutscher Politiker und MdB
- 1920 - Simon Ignatius Pimenta, emeritierter Erzbischof von Bombay und Kardinal
- 1921 - Terence James Cooke, Erzbischof von New York und Kardinal
- 1922 - Jitzhak Rabin, israelischer General und Politiker, Friedensnobelpreisträger
- 1924 - Deke Slayton, US-amerikanischer Astronaut
- 1925 - Alexandre do Nascimento, emeritierter Erzbischof von Luanda und Kardinal
- 1926 - Pete Rozelle, US-amerikanischer Sport-Funktionär
- 1927 - Henning Schlüter, deutscher Schauspieler
- 1927 - Claude Gensac, französische Schauspielerin
- 1927 - Harry Belafonte, US-amerikanischer Sänger
- 1927 - Rudi Arndt, deutscher Politiker
- 1928 - Jacques Rivette, französischer Regisseur
- 1928 - Seymour Papert, südafrikanischer Mathematiker
- 1929 - Georgi Markov, bulgarischer Schriftsteller
- 1929 - Peter Pribik, österreichischer Bauingenieur
- 1930 - Eberhard Fiebig, deutscher Bildhauer
- 1930 - Gastone Nencini, italienischer Radrennfahrer
- 1931 - Lamberto Dini, italienischer Regierungschef
- 1933 - Jakob Maria Mierscheid, fiktiver deutscher Bundestagsabgeordneter der SPD
- 1934 - Jacques Chessex, französischsprachiger Schriftsteller aus der Schweiz
- 1934 - Jim Ed Brown, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1935 - Francis Folorunsho Clement Alonge, Bischof von Ondo
- 1937 - Günther Bosch, deutsch-rumänischer Tennis-Trainer
- 1938 - Rolf Kramer, deutscher Sportreporter
- 1939 - Dieter Asmus, deutscher Maler und Grafiker
- 1939 - Leo Brouwer, kubanischer Gitarrist und Komponist
- 1940 - Albrecht Feibel, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Bernhard Heitz, altkatholischer Bischof Österreichs
- 1942 - Jerry Fisher, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Franz Hohler, schweizerischer Schriftsteller und Kabarettist
- 1943 - Piet Veerman, niederländischer Musiker
- 1944 - Mike d'Abo, britischer Sänger
- 1944 - Roger Daltrey, britischer Musiker
- 1944 - Tony Ashton, britischer Musiker
- 1945 - Dirk Benedict, US-amerikanischer Schauspieler
- 1946 - Jost Gross, schweizerischer Politiker, SP
- 1946 - Jan Kodes, tschechischer Tennisspieler
- 1947 - Klaus Uwe Benneter, deutscher Politiker
- 1950 - Carlos Roberto Flores Facussé, honduranischer Wirtschaftswissenschaftler und Staatspräsident
- 1951 - Susanne Albrecht, ehemals Mitglied der Rote Armee Fraktion
- 1952 - Matthäus Strebl, deutscher Politiker und MdB
- 1954 - Ron Howard, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 1956 - Dalia Grybauskaite, litauische Politikerin und EU-Kommissarin
- 1957 - Jon Carroll, US-amerikanischer Musiker
- 1958 - Bertrand Piccard, schweizerische Psychiater und Wissenschaftler
- 1958 - Katerina Jacob, deutsche Schauspielerin
- 1958 - Nik Kershaw, englischer Popmusiker
- 1961 - Albert Mülleder, österreichischer Organist und Vikariatskantor
- 1963 - Ron Francis, kanadischer Eishockeyspieler
- 1963 - Thomas Anders, deutscher Popsänger
- 1967 - Gela Beschuaschwili, georgischer Außenminister
- 1967 - Franzobel, österreichischer Schriftsteller
- 1971 - Tyler Hamilton, US-amerikanischer Profi-Radrennfahrer
- 1973 - Jack Davenport, britischer Schauspieler
- 1978 - Stefan Nimke, deutscher Profi-Radsportler
- 1982 - Steffen Schmitt, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 492 - Felix II., Papst
- 713 - Heiliger Suitbert, angelsächsischer Missionar
- 965 - Leo VIII., Papst
- 1383 - Amadeus Vl., Graf von Savoyen
- 1439 - Katharina von Lothringen, Markgräfin von Baden
- 1510 - Francisco de Almeida, portugiesischer Seefahrer und Militär
- 1599 - Edzard II., Graf von Ostfriesland von 1560-1599
- 1620 - Thomas Campion, englischer Komponist, Dichter und Arzt
- 1643 - Girolamo Frescobaldi, bedeutender Barockkomponist und Organist
- 1663 - Adam Adami, Weihbischof von Hildesheim
- 1768 - Hermann Samuel Reimarus, Verfechter des Deismus
- 1777 - Georg Christoph Wagenseil, österreichischer Komponist
- 1786 - Walter Crane, britischer Maler
- 1792 - Leopold II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1826 - Friedrich Weinbrenner, deutscher Architekt und Baumeister des Klassizismus
- 1832 - Aleksander Orlowski, russischer Maler
- 1841 - Claude Victor-Perrin, Marschall von Frankreich, französischer General
- 1860 - Honoré-Charles Reille, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich
- 1865 - Anna Pawlowna, Königin der Niederlande
- 1870 - Francisco Solano López, Präsident Paraguays
- 1879 - Joachim Heer, Schweizer Politiker
- 1882 - Theodor Kullak, deutscher Pianist und Komponist
- 1910 - José Domingo de Obaldía, zweiter Staatspräsident von Panama
- 1911 - Jacobus Henricus van 't Hoff, niederländischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1913 - Carl Jatho, evangelischer Pfarrer
- 1914 - Tor Aulin, schwedischer Komponist
- 1915 - Walter Crane, englischer Maler
- 1921 - Nikolas I. von Montenegro, König
- 1928 - Jacob Adolf Hägg, schwedischer Komponist
- 1929 - Wilhelm von Bode, deutscher Kunsthistoriker
- 1938 - Gabriele D'Annunzio, italienischer Schriftsteller und Politiker
- 1952 - Theodor Mollison, deutscher Anthropologe
- 1957 - Fritz Henkel, deutscher Industrieller
- 1958 - Giacomo Balla, italienischer Maler des Futurismus
- 1966 - Fritz G. Houtermans, deutscher Physiker
- 1967 - Toine van Renterghem, niederländischer Fußballspieler
- 1968 - Georg von der Vring, deutscher Schriftsteller
- 1975 - Günther Lüders, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1975 - Kurt Bauch, deutscher Kunsthistoriker
- 1976 - Aloys Lenz, deutscher Politiker und MdB
- 1976 - Jean Martinon, französischer Dirigent und Komponist
- 1980 - Dixie Dean, englischer Fußballspieler
- 1984 - Peter Walker, britischer Rennfahrer
- 1988 - Joe Besser, amerikanischer Komiker (The Three Stooges)
- 1991 - Edwin Herbert Land, US-amerikanischer Physiker und Industrieller
- 1993 - Arnold Dannenmann, evangelischer Theologe und Gründer des CJD
- 1994 - Gert Prokop, deutscher Schriftsteller
- 1995 - Georges Jean Franz Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger
- 2003 - Christian Beutler, deutscher Kunsthistoriker
- 2004 - Erich Vanis, Bergsteiger, Autor
Feier- und Gedenktage
- Namenstag: Almut, David, Oswald, Roger
- Tag der Nationalen Volksarmee der DDR
- Bis 394 wurde am 1. März jedes Jahres das Feuer im Tempel der Vesta auf dem Forum Romanum in Rom erneuert.
- Chalandamarz im Engadin
Siehe auch
- 29. Februar - 30. Februar - 2. März
- 1. Februar - 1. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0301
ja:3月1日
ko:3월 1일
simple:March 1
th:1 มีนาคม
Lothar SieberDer damals 23-jährige Gefreite Lothar Sieber führte am 1. März 1945 den ersten bemannten Raketenflug der Geschichte aus.
Lothar Sieber flog im Range eines Gefreiten,weil er in einem Wachvergehen (Alkohol war im Spiel) vom Leutnant zum Gefreiten degradiert worden ist.
Nach dem Flug sollte er den Rang eines Oberleutnants erhalten.
Er wurde ihm postum verliehen.
Die "Bachem Natter" war eine bemannte Rakete, die innerhalb weniger Minuten eine Höhe von 10 bis 15 km erreichen sollte, um die alliierten Bomberverbände zu bekämpfen. Der Pilot und die wesentlichen Teile des Fluggerätes sollten nach getaner Arbeit am Fallschirm zu Boden gleiten. Im Vorfeld hatten bereits mit Dummies bestückte Raketen mit automatischer Steuerung erfolgreiche Flüge durchgeführt.
Am 1. März bestieg der Testpilot Lothar Sieber das Gerät zum ersten bemannten Senkrechtstart einer Rakete. Sieber war ein erfahrener Testpilot und wurde vor dem Start instruiert, jeweils eine halbe Rolle zu fliegen, falls das Gerät sich auf die Seite legen sollte. Der Start glückte zunächst auch einwandfrei. Sieber flog dabei auch die vereinbarten Rollen, sobald eine Neigung der Rakete eintrat. Nach Absprengen der Startbooster wurde beobachtet, dass die Kabinenhaube des Geräts abgelöst wurde und zu Boden fiel, anschließend verschwand die Maschine in eine Wolkendecke. Augenzeugen berichten, dass das Triebwerk weiterhin feuerte. Kurze Zeit später kam das Geschoss senkrecht abwärts aus den Wolken geschossen und raste mit Volldampf in den Boden. Man wartete ab in der Annahme, Sieber würde nun an seinem Fallschirm zu Boden gleiten, aber nichts geschah. Man begab sich zur Absturzstelle in knapp 7 km Entfernung, wo man einen 5 m tiefen Einschlagskrater fand, sowie einen halben linken Arm und einen halbes linkes Bein, ansonsten nur noch kleinste Teile. Später grub man noch einen 14 cm langen Schädelknochen aus. Während der ersten Bergungsarbeiten befand sich noch ein SS-Offizier mit seinem Dackel unter den erschütterten Kollegen Siebers und der Dackel begann kleine Leichenteilchen auszubuddeln und zu fressen. Der Offizier wurde aufgefordert seinen Hund zurückzurufen, dieser aber lachte nur und ließ in gewähren. Darauf hin erschlug einer der Kollegen Siebers den Dackel mit einer Schaufel, was diesem fast einen Kriegsgerichtsprozess eingetragen hätte.
Der Flug dauerte 55 Sekunden und endete knapp 7 km vom Startort tödlich. Die Rekonstruktion des Fluges ergab eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 800 km/h und man kann sicher annehmen, dass die Natter im rasenden Abwärtsflugteil sogar die Schallgeschwindigkeit durchbrach, was Sieber möglicherweise nicht nur den ersten bemannten Start einer Rakete sondern vielleicht auch die erste bemannte Überschreitung der Schallgeschwindigkeit eintrug.
Was führte nun eigentlich zum tragischen Ausgang des Fluges? Vermutlich war es der Umstand, dass der erfahrene Testpilot der automatischen Steuerung nicht traute und die Maschine daher (u.a. über Strahlruder) per Hand steuerte. In den Wolken verlor Sieber dann vermutlich die Orientierung und als die Rakete Rückenlage bekam und flacher flog, deutete er die Geschwindigkeitszunahme fälschlicherweise als Sinkflug und zog an den Rudern, was zu einer Verschlimmerung der Lage und schließlich zum unumkehrbahren Sturzflug führte. Als er seinen Fehler bemerkte, versucht er wohl noch aus der Kabine zu kommen, was ihm aber nicht gelang. Lediglich die linken Extremitäten ragten beim Einschlag aus der Machine und wurden abgetrennt, der Rest seines Körpers wurde mit der Maschine in den Untergrund getrieben. Die schon sehr früh abgefallene Kabinenhaube wird mit dem Umstand erklärt, dass das verwendete Treibwerk dafür bekannt war, dass es ätzende Dämpfe absonderte, die in die Kanzel eindringen konnten und Sieber warf die Haube vermutlich ab, um besser Luft zu bekommen.
Die Natter war als Abfangrakete geplant, die durch nur gering ausgebildete Piloten geflogen werden sollte. Wegen des zu Ende gehenden Krieges war der Start nicht gut vorbereitet und im Sinne des Wortes ein Himmelsfahrtkommando.
Da nun anscheinend ein sehr erfahrener Testpilot nicht in der Lage war, das Gerät zu beherrschen, wurde das Projekt von der SS eingestellt.
Die sterblichen Überreste von Lothar Sieber wurden am 3. März 1945 mit militärischen Ehren beigesetzt.
Sieber, Lothar
Sieber, Lothar
Deutsches Museum
Das Deutsche Museum in München ist mit ca. 28.000 ausgestellten Objekten aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Der umfangreiche Bestand an wertvollen technischen und naturwissenschaftlichen Originalexponaten wird jährlich von ca. 1,5 Millionen Menschen besucht.
Grundverständnis des Deutschen Museums
Erklärtes Ziel des Deutschen Museums ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahe zu bringen.
Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik an ausgewählten Beispielen und deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung.
Einrichtungen des Deutschen Museums
Das Deutsche Museum hat die folgenden Ausstellungen:
- das Stammhaus auf der Museumsinsel in München,
- das Verkehrszentrum in München,
- die Flugwerft in Oberschleißheim und
- das Deutsche Museum Bonn.
Außerdem existiert eine Studiensammlungen mit ca. 94.000 Objekten, eine Spezialbibliothek für die Geschichte der Naturwissenschaften und Technik mit ca. 850.000 Bänden und Archive mit zahlreichen Originaldokumenten.
Das Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte des Deutschen Museums arbeitet mit der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität zusammen.
Das Kerschensteiner Kolleg veranstaltet Fortbildungskurse für Lehrer und Studenten über die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik.
Zur Geschichte des Deutschen Museums
Das Deutsche Museum wurde auf Anregung Oskar von Millers am 28. Juni 1903 auf der Jahreshauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) als "Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik" gegründet. Die Ausstellungen wurden 1906 in provisorischen Räumen eröffnet. Die ersten Objekte bestanden aus der mathematisch-physikalischen Sammlung des bayerischen Staates.
1906 wurde der Grundstein für den Museumsbau auf der Isarinsel (ehemals Kohleninsel, heute Museumsinsel) gelegt. Der Neubau auf der Museumsinsel konnte 1925 mit zehnjähriger Verspätung eröffnet werden. Im Jahr 1932 wurde der Bibliotheksbau eröffnet und 1935 der Kongressbau.
Nach der starken Zerstörung im Krieg wurde das Museum 1948 wieder eröffnet und in den folgenden Jahren mehrmals erweitert. 1992 wurde die Flugwerft Schleißheim als Zweigmuseum auf dem ältesten erhaltenen Flugplatz Deutschlands eröffnet. Als Zweigmuseum zur Darstellung der Entwicklung der Wissenschaft und Technik in Deutschland nach 1945 wurde 1995 das Deutsche Museum Bonn gegründet. 2003 wurde die erste Halle des Verkehrszentrums des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe (dem ehemaligen Messegelände) in München bezogen.
Zeittafel zur Geschichte
- 1903 Gründung des Deutschen Museums
- 1906 Eröffnung der vorläufigen Sammlungen in den Räumen des ehemaligen Nationalmuseums an der Maximilianstraße
- 1909 Eröffnung weiterer Sammlungen in der alten Isarkaserne an der Ehrhardtstraße
- 1911 Richtfest des Sammlungshauses
- 1925 Eröffnung des Deutschen Museums im Neubau auf der Museumsinsel
- 1928 Grundsteinlegung zum Bibliotheks- und Saalbau
- 1930 Richtfest zum Bibliotheks- und Saalbau
- 1932 Eröffnung der Bibliothek
- 1935 Eröffnung des Kongresssaales
- 1944 Zerstörung von ca. 80 % der Gebäude
- 1948 Wiedereröffnung nach der Zerstörung
- 1984 Eröffnung der neuen Halle für Luft- und Raumfahrt; vorübergehende Schließung einiger Abteilungen nach Hagel- und Wasserschaden.
- 1992 Eröffnung der Flugwerft Schleißheim am Flugplatz Oberschleißheim
- 1995 Eröffnung des Deutschen Museums Bonn als Zweigmuseum
- 2003 Eröffnung des Verkehrszentrums auf dem ehemaligen Messegelände
Ständige Ausstellungen auf der Museumsinsel in München
- Agrar- und Lebensmitteltechnik
- Altamira-Höhle
- Amateurfunk
- Astronomie
- Bergbau
- Brückenbau
- Chemie
- Drucktechnik
- Eisenbahn und Bergbahnen
- Energietechnik
:In der Abteilung werden grundlegende Informationen aus dem Bereich der Energietechnik zum Energieverbrauch, zur Energieumwandlung und zur Energieverwendung gemacht. Die verschiedenen Primärenergien werden dargestellt und dann besonders auf die Nutzung der Sonnenenergie eingegangen. Die Möglichkeiten und Probleme der Energiespeicherung werden aufgezeigt. Im Themenkomplex Kernenergie werden die physikalischen Grundlagen der Kernspaltung, der grundsätzliche Aufbau von Kernkraftwerken und Konzepte zur Gefahrenabwehr vorgestellt. Die beim Betrieb von Kernkraftwerken entstehende künstliche Radioaktivität wird mit anderen Formen der künstlichen und der natürlichen Radioaktivität verglichen und die verschiedenen Arten der Lagerung von radioaktiven Abfällen aufgezeigt.
- Erdöl und Erdgas
- Foucaultsches Pendel
- Geodäsie
:In der Abteilung werden die Methoden der Geodäsie und deren Entwicklungen dargestellt, um die Erdoberfläche zu vermessen und die Gestalt der Erde zu bestimmen. Bei den Messmethoden sieht man Geräte, mit denen man Längen, Winkel und Höhen misst, um damit die Lage eines Ortes zu bestimmen. Auch Messungen mittels Astronomie oder Satelliten werden vorgestellt. Ein besonderer Bereich befasst sich mit dem Kataster, dem Grundbuch und der Flurkarte. Auch auf die Methoden der Ingenieurvermessung von Bauwerken, technischen Anlagen und sportlichen Leistungen wird eingegangen. Schließlich werden die unterschiedlichen Darstellungen der Erde mittels Globen und Landkarten an Beispielen gezeigt. In dem Bereich Orientierung mit Landkarte und Kompass kann man lernen, wie man sich damit in der Natur zurecht findet.
- Glastechnik
:Die Abteilung gliedert sich in die vier Bereiche Glas als Werkstoff, Hohlglas, Flachglas und Spezialglas. Im ersten Teil werden die Bestandteile, wichtige Eigenschaften des Glases und die geschichtliche Entwicklung der Glasherstellung in Modellen gezeigt. Die Herstellung von Hohlgläsern ist von der Glasmacherpfeife bis zur modernen Massenherstellung zu sehen. Die Herstellung von Flachglas kann man an Hand der alten Techniken zur Herstellung aus Hohlglas und die Massenfertigung, die erst im 20. Jh. erfunden wurde, kennen lernen. Die unterschiedlichen Grundstoffe und Eigenschaften von Spezialgläsern werden an Beispielen aus den Anwendungsbereichen Optik, Elektrotechnik, Chemie und Pharmazie verdeutlicht.
- Informatik
- Keramik
- Kutschen und Fahrräder
- Kraftmaschinen
:In der Abteilung sind Kraftmaschinen entsprechend der Art ihrer Energieumwandlung ausgestellt. Es beginnt mit den Muskelkraftmaschinen und den verschiedenen Wind- und Wasserrädern, die noch durch die Wasserturbinen ergänzt werden.
:Bei den Dampfmaschinen sind besonders sehenswert der Nachbau einer doppeltwirkenden Wattschen Betriebsdampfmaschine von 1788 und die Ventildampfmaschine der Gebrüder Sulzer aus dem Jahr 1865. Die Dampfturbinen von Carl de Laval (1888) und Charles Parsons (1889) zeigen den Übergang von den Kolbendampfmaschinen zu den in der modernen Stromerzeugung dominierenden Dampfturbinen.
:Bei den Verbrennungsmotoren sind der erste stationäre Viertakt-Otto-Motor von 1876 und die daraus abgeleiteten Fahrzeugmotoren von Gottlieb Daimler (1886/1889) zu sehen. An weiteren Verbrennungsmotoren sind der Dieselmotor von Rudolf Diesel (1897), Wankelmotoren und Strahltriebwerke ausgestellt.
- Luftfahrt
- Maschinenelemente
- Maß und Gewicht
- Mathematisches Kabinett
- Metalle
- Mikroelektronik
- Musikinstrumente
- Museumsgeschichte
- Papier
- Pharmazie
- Physik
- Planetarium
- Raumfahrt
- Schifffahrt
- Starkstromtechnik
- Technisches Spielzeug
- Telekommunikation
- Textiltechnik
- Tunnelbau
- Umwelt
- Wasserbau
:Diese Abteilung befasst sich sowohl mit Bauten im Wasser, wie Schleusen, Staumauern und Flusslaufgestaltung als auch über das Wasser, nämlich Brücken. Es sind anschauliche Modelle von Flussbrücken, angefangen bei Cäsars Rheinbrücke bis hin zu modernen Autobahnbrücken ausgestellt. Durch den ganzen Austellungsraum führt eine Schrägseilbrücke, auf der die Besucher laufen können und auch die momentane Brückenschwankung angezeigt wird.
- Werkzeugmaschinen
- Wissenschaftliche Instrumente
- Zeitmessung
Außerdem werden Sonderausstellungen zu aktuellen Themen angeboten.
Siehe auch: Bildergalerie Deutsches Museum
Führungen
Bildergalerie Deutsches Museum
In zahlreichen Abteilungen werden zu bestimmten Tageszeiten Führungen angeboten, an denen jeder Besucher ohne Voranmeldung teilnehmen kann.
Führungen für Schulklassen, Fachführungen und Führungen in Fremdsprachen können auf Voranmeldung durchgeführt werden.
Das Kinderreich bietet Kindern in Begleitung Erwachsener spielenden Zugang zu technischen Fragestellungen.
Eine der bekanntesten Vorführungen ist die Hochspannungsanlage im Erdgeschoss.
Weblinks
- [http://www.deutsches-museum.de/index.htm Deutsches Museum] München
- [http://www.deutsches-museum-bonn.de Deutsches Museum] Bonn
- [http://www.deutsches-museum.de/mum/live/kamera.htm Webcam]
Kategorie:Museum in München
München
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Kategorie:Technik
Kategorie:Wissenschaftsgeschichte
Kategorie:1903
ja:ドイツ博物館
Raketentriebwerk]
Ein Raketentriebwerk ist eine Antriebseinheit, die nach dem Prinzip des Rückstoßes arbeitet und im allgemeinen alle ausgestoßenen Gase selbst mitführt, also nicht auf eine umgebende Atmosphäre angewiesen ist. Wesentliche Bestandteile des Raketentriebwerks sind Brennkammer und Düse, hinzu kommen Betriebsstoffpumpen und Kühlsysteme.
Die Effizienz eines Raketenantriebs ist umso höher, je größer die Ausström-Geschwindigkeit des ausgestoßenen Arbeitsgases ist (vergleiche Raketengrundgleichung). Darüber hinaus ist auch das Eigengewicht des Antriebes von Bedeutung, wobei zu beachten ist, dass eine Rakete während der Betriebsdauer ihres Raketentriebwerks an Masse verliert und daher bei gleich bleibendem Schub eine steigende Beschleunigung verzeichnet.
Bei einem chemischen Raketenantrieb fällt dieser Effekt viel stärker ins Gewicht als bei einem nuklearen Antrieb, der das ausgestoßene Gas durch eine Kernreaktion erhitzt. Noch weniger Treibstoff verbrauchen elektrische Antriebe zu denen zum Beispiel der Ionenantrieb zählt.
Die Arbeitsgase können auch durch Entspannung heißer oder komprimierter Gase in der Düse oder durch Feldwirkungen auf elektrisch geladene Teilchen beschleunigt werden.
Heiße Arbeitsgase können durch chemische Reaktionen (i.d.R. durch Verbrennung), nukleare Reaktionen, elektrische Aufheizung (z.B. Lichtbogen) oder Aufheizung durch Laser erzeugt werden.
Die Teilchen können durch ein elektrische Felder (Ionenantrieb) oder magnetische Felder beschleunigt werden.
Praktisch eingesetzt oder erprobt wurden bisher:
- chemische Raketentriebwerke
- nukleare Raketentriebwerke (siehe auch: NERVA)
- elektrische Raketentriebwerke
- Kaltgas-Raketentriebwerke
Alle Effekte, die bei einem Raketenantrieb zu verzeichnen sind, wurden 1903 von Konstantin Ziolkowski mit der Raketengrundgleichung dargestellt. Später kam Hermann Oberth unabhängig davon zu den gleichen Erkenntnissen.
Der Raketenantrieb ist die bisher einzige Antriebsart, die es ermöglicht, Raumfahrt zu betreiben. Zum Beschleunigen innerhalb unseres Sonnensystems bedient man sich jedoch immer häufiger der Swing-by-Methode, um Treibstoff zu sparen. Weitere diskutierte Alternativen zum Raketenantrieb sind Sonnensegel und der Abschuß mit einer Railgun.
Der Raketenantrieb wird übrigens auch bei Fahrzeugen eingesetzt, um Geschwindigkeitsrekorde zu erzielen.
Das chemische Raketentriebwerk
Das chemische Raketentriebwerk ist eine Verbrennungsmaschine wie das luftatmende Strahltriebwerk, aber im Gegensatz zu diesem nicht auf den Luftsauerstoff als Oxidationsmittel angewiesen. Der für die Verbrennung des Brennstoffs notwendige Sauerstoff wird an Bord mitgeführt. Die Rakete kann deshalb auch im Vakuum arbeiten.
Die folgenden drei Formen von Raketentriebwerken sind bis heute die gebräuchlichsten, die angewandt werden.
Das Feststoffraketentriebwerk
Der Treibstofftank ist gleichzeitig auch die Brennkammer. Man unterscheidet zwischen Stirnbrennern, bei denen der zylindrische Brennstoffblock vom Ende her abbrennt (konstante, kreisförmige Brennfläche), und Zentralbrennern, bei denen ein Brennkanal von zylindrischem, sternförmigem oder sonst prismatischem Querschnitt durch die gesamte Länge des Treibstoffblocks verläuft und dieser von innen her abbrennt (Brennfläche in Form eines Prismenmantels, je nach Kanalquerschnitt ergibt sich eine Verlaufskurve des Brennflächeninhalts). Stirnbrenner entwickeln für längere Zeit eine geringe Schubkraft, Zentralbrenner für sehr viel kürzere Zeit eine sehr hohe Schubkraft; sogenannte Booster werden daher meist als Zentralbrenner ausgeführt.
Durch die Konsistenz des Treibstoffes lassen sich verschiedene Eigenschaften ableiten. Man benötigt keinerlei Tanks, Zuleitungen oder Steuerventile, denn die Reaktionsmasse befindet sich bereits in der Brennkammer. Durch die feste Konsistenz des Treibstoffes ist dieser leicht bereits in der Rakete zu lagern und ungefährlicher zu transportieren. Deshalb werden militärische Raketen fast immer als Feststoffraketen ausgelegt. Ein weiterer Vorteil von Feststoffraketen ist die hohe erreichbare Schubkraft. Zu den Nachteilen gehören jedoch die schlechte Regulierung der Schubkraft und der Arbeitsdauer. Die Verbrennung kann nach der Zündung nicht mehr abgebrochen oder neu gestartet werden. Der wichtigste Nachteil von Feststoffraketen ist jedoch das vergleichsweise schlechte Schub-Gewicht-Verhältnis, weshalb man sie bei Weltraumraketen nur als Hilfsantrieb einsetzt (Booster und die Feststoffraketen beim Space-Shuttle).
Das Flüssigkeitsraketentriebwerk
Der Aufbau von Flüssigkeitsraketentriebwerken ermöglicht eine Schubregulierung, lange Arbeitszeit und eine relativ günstige Wiederverwendung. Bei Flüssigkeitsraketentriebwerken werden Brennstoff und (sofern es sich nicht um ein Monergoltriebwerk handelt) Oxidator außerhalb des Triebwerks gelagert.
Häufig handelt es sich bei den Betriebsstoffen um sehr aggressive Chemikalien oder kaltverflüssigte Gase. Beides muss in speziellen isolierten bzw. korrosionsfesten Tanks aufbewahrt werden, um so ein Verdampfen der Gase oder ein Angreifen der Behälterwandung zu vermeiden.
Da die Treibstoffe gelagert und gefördert werden müssen, ist eine Flüssigtreibstoffrakete in ihrem Aufbau normalerweise komplizierter als eine Feststoffrakete. Durch die meist hochenergetischen Treibstoffe entstehen Temperaturen von bis zu 4000 K in der Brennkammer, was die Verwendung hoch hitzebeständiger Materialien und eine leistungsfähige Kühlung erfordert. Zur Kühlung kann auf Oxidator und Treibstoff zurückgegriffen werden. Durch den hohen Druck, unter dem sich die Gase in flüssiger Form befinden, kann man damit aufgrund der niedrigen Temperatur verschiedene Bauteile über Wärmetauscher kühlen.
Bei Flüssigkeitsraketentriebwerken kann zwischen Haupt- und Nebenstromtriebwerken unterschieden werden. Bei Hauptstromtriebwerken werden die gesamten Treibstoffe durch die (Haupt-)Brennkammer geführt. Die Turbinen zur Treibstoffförderung werden hierbei entweder durch eine im Kühlsystem des Triebwerkes erhitzte Treibstoffkomponente (Expander Cycle) oder durch ein in einer Vorbrennkammer erzeugtes Arbeitsgas angetrieben (Staged Combustion Cycle).
Bei Nebenstromtriebwerken werden die Teile der Treibstoffe, die zum Betrieb der Turbinen der Treibstofförderung verwendet werden, nicht durch die Hauptbrennkammer geführt. Eine Bauform des Nebenstromtriebwerkes stellt der Gasgenerator Cycle dar. Hierbei wird zum Antrieb der Treibstoffpumpen ein Teil der Treibstoffe in einem Gasgenerator verbrannt und das Arbeitsgas in einer zum Haupttriebwerk parallelen Düse entspannt oder im divergenten Teil der Hauptdüse dem Hauptstrom zugeführt. Eine andere Ausprägung stellt der Topping Cycle dar. Hier wird der Brennstoffstrom in zwei Stränge aufgeteilt. Der kleinere Strom durchfließt die Kühlung des Triebwerkes, treibt die Turbinen der Treibstoffpumpen an und wird im divergenten Bereich der Hauptdüse dem Hauptstrom zugeführt.
In Hybridraketentriebwerken werden feste und flüssige Treibstoffkomponenten verwendet. Beide Treibstoffe reagieren selbstständig miteinander. Dem Festtreibstoff wird der Flüssigtreibstoff geregelt zugeführt, was eine verbesserte Kontrolle über die Arbeitsgeschwindigkeit und -dauer zulässt.
Steuersysteme
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, den Schubvektor eines Raketentriebwerks zu beeinflussen. Während die Strahlablenkung durch Strahlruder hinter der Brennkammer kaum noch praktiziert wird, haben sich allgemein im Ganzen schwenkbare Triebwerke oder Triebwerke mit Schwenkdüsen durchgesetzt. Eine weitere Möglichkeit ist die Injektion von Sekundärtreibstoff in den Schubstrahl, um diesen durch asymmetrische Nachverbrennung abzulenken.
Treibstoffe
Bei den bis hier genannten Triebwerken, hat sich bis heute eine große Palette an Treibstoffen durchgesetzt. Bei den Treibstoffsystemen unterscheidet man zwischen monergol, diergol oder triergol. Die Präfixe geben die Anzahl der beteiligten Reaktionsstoffe am Verbrennungsprozess an.
Monergole können entweder homogene Fest- (z.B. Nitroglyzerin) und Flüssigstoffe (z. B. H2O2) oder auch heterogene Feststoffe (Composits) bestehen, die neben dem Brennstoff und dem Oxidator noch andere Zusätze enthalten. Sie gehören zu der Kategorie der niederenergetischen Treibstoffe, die Austrittsgeschwindigkeit von weniger als 2200 m/s aufweisen. Bei hochentwickelten Composits können auch Austrittsgeschwindigkeiten von bis zu 3300 m/s erreicht werden.
Bei Diergolsystemen sind bis auf Hybridantriebe bei Flüssigkeitstriebwerken beide Bestandteile flüssig (z. B. Wasserstoff/Sauerstoff). Im Falle des Hybridantriebs ist meist der Brennstoff in fester Form vorliegend und der Oxidator als Gas oder auch Flüssigkeit. Zu den Diergolsystemen zählen als stärkste Vertreter Wasser-/Sauerstoff Gemische, bei denen Austritte von bis zu 3800 m/s erreicht werden können.
Triergolsysteme enthalten Diergolsysteme (zwei Komponenten), denen noch zusätzlich Wasserstoff zugeführt wird.
Katergole Treibstoffe sind Monotreibstoffe (Einstoffsysteme), die durch hinzubringen eines Katalysators, daher der Name, zum Zerfall gebracht werden. Bei einigen dieser Substanzen wird noch ein zusätzliches Zündmittel für die Einleitung des Zerfallsprozesses benötigt.
Haltbarkeit und Lagerung
Die verschiedenen Treibstoffklassifikationen haben weiterhin noch besondere Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Lagerung. Festtriebstoffe lassen sich am einfachsten lagern, jedoch wird ihre Lagerung auch von bestimmten Bedingungen eingeschränkt. Es dürfen sich weder Risse bilden noch Schrumpfungen auftreten. Flüssigtreibstoffe dürfen hingegen weder gefrieren noch verdampfen, was ein Temperaturintervall von -20°C - +80°C bedeutet. Flüssige Treibstoffe lassen sich aufgrund ihres Aggregatzustandes nur für einen kurzen Zeitraum lagern, da auch bei aufwendigen Tankisolierungen ein Verdampfen nicht vermieden werden kann.
Effizienz
Die Effizienz von Treibstoff-Systemen kann dadurch angegeben werden, wie lange mit einer Treibstoffmasse M ein Schub von eben dessen Gewichtskraft erzeugt werden kann.
Elektrische Raumfahrtantriebe
Als elektrische Raumfahrtantriebe werden solche Strahlantriebe bezeichnet, bei welchen elektrische Energie verwendet wird, um das Stützmittel zu beschleunigen. Innerhalb der Gruppe der elektrischen Antriebe kann zwischen elektrothermischen, elektrostatischen und elektromagnetischen Antrieben unterschieden werden. Je nach Art der Gewinnung der dafür notwendigen elektrischen Energie wird ferner zwischen solarelektrischen und nuklearelektrischen Antriebssystemen unterschieden.
Charakteristische Merkmale für elektrische Antriebe sind:
- Nur geringes Schubniveau realisierbar.
- Sehr hoher spezifischer Impuls möglich.
- Leistung wird durch Stromquelle begrenzt.
Elektrothermischer Antrieb
Das Arbeitsgas bzw. das Stützmittel wird mit Hilfe von Widerstandsheizung oder durch einen Lichtbogen aufgeheizt und anschließend in einer Düse entspannt. Als Stützmittel dienen Gase mit möglichst geringer molekularer Masse.
Triebwerke mit Widerstandsheizung werden als Resistojet und solche mit Lichtbogenheizung als Arcjets bezeichnet.
Der spezifische Impuls liegt typischerweise im Bereich von 10000 m/s.
Elektrostatischer Antrieb
Bei elektrostatischen Triebwerken erfolgt die Schuberzeugung durch Beschleunigung von ionisierten Teilchen in einem elektrischen Feld. Hierzu wird der Treibstoff in einem Treibstoffionisator positiv ionisiert. Zur Vermeidung einer elektrischen Aufladung des Triebwerkes ist es notwendig, das Stützmittel hinter der Beschleunigungsstrecke durch Zugabe von Elektronen zu neutralisieren.
Siehe Ionenantrieb
Elektromagnetischen Antrieb
Ein elektromagnetischer Antrieb beschleunigt heißes Plasma ( ≈ 10000 K) in einem magnetischen Feld (Lorentzkraft). Die Erzeugung des zu beschleunigenden Plasmas erfolgt durch Lichtbogenentladung oder durch Hochfrequenzentladung.
Der erzielbare Schub eines elektromagnetischen Antriebes liegt im mN-Bereich. Hierfür werden elektrische Leistungen im kW-Bereich benötigt. Der spezifische Impuls (Ausströmgeschwindigkeit) liegt typischerweise zwischen 20000 und 30000 m/s.
Nukleare Raumfahrtantriebe
Unter nuklearen Raumfahrtantrieben werden alle Antriebssysteme zusammengefasst, die mit Hilfe nuklearer Reaktionen betrieben werden. Nukleare Energie kann grundsätzlich durch Kernspaltung oder Kernfusion erzeugt werden. Bis heute ist jedoch lediglich die Kernspaltung technisch realisierbar und beherrschbar, so dass nur auf Kernspaltung basierende Antriebssysteme entwickelt und erprobt worden sind (siehe NERVA).
Zum operativen Einsatz im Sinne einer Raumfahrtmission ist bisher kein nukleares Antriebssystem gekommen, da sie entweder aus technischen, ökologischen, ökonomischen und politischen Gründen mit anderen Antriebsverfahren bisher nicht konkurrenzfähig sind. Da die Bewertungskriterien jedoch sehr stark von der Missionsanforderung und dem Missionsprofil abhängig sind, ist dieser Umstand keine feststehende Tatsache. So wird zur Zeit bei der NASA an dem Projekt Prometheus gearbeitet. Ziel ist ein Nuklearantrieb, der ursprünglich für das JIMO (Jupiter Icy Moons Orbiter) Programm eingesetzt werden sollte.
Allen nuklearen Antriebssystemen bzw. -konzepten ist gemein, dass die in dem nuklearen Prozess erzeugte Energie auf ein Stützmittel übertragen wird und das Stützmittel in einer Düse entspannt wird. Einzige Ausnahme von dieser Regel stellt das Konzept des nuklearen Pulsantriebes dar. Hierbei werden Atombomben außerhalb des Raumfahrzeuges gezündet und der Impuls, des auf das Raumfahrzeug treffende Plasmas, zur Beschleunigung verwendet (siehe Orion-Projekt).
Die mit Hilfe nuklearen Reaktionen erzielbaren Leistungsdichten sind um den Faktor (Fission) beziehungsweise (Fusion) größer als die von chemischen Antrieben.
Andere Triebwerkstypen
Obwohl das chemische Triebwerk die größte Bedeutung hat, gibt es für spezielle Anwendungen auch den Ionenantrieb und Raketenantriebe auf Basis eines Atomreaktors. Trotzdem wird weiter an chemischen Triebwerken geforscht, um sie noch leistungsfähiger und billiger zu machen. Als neue Erfindung ging hierbei bereits die lineare Aerospike-Düse hervor.
Web-Links
- [http://cs.space.eads.net/sp/SpacecraftPropulsion/Rita/Eureca.html Radiofrequency Ion Thruster Heritage: EURECA]
- [http://www.space-weltraum.de/raumfahrt_news/2003/06/nuklear_projekt_nasa.php NASA gibt "Go" für Nuklear-Projekt Prometheus]
Kategorie:Raketentechnik
Kategorie:Triebwerkstyp
Kategorie:Antriebstechnik
Kategorie:Raumfahrt
Kategorie:Raketentechnik
Rakete
Eine Rakete (vom italienischen rocchetta = Spindel) ist ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb (Raketenantrieb), der von der Umgebung unabhängig ist und daher auch im luftleeren Raum beschleunigt werden kann.
Im Gegensatz zu Geschossen haben Raketen eine lange Beschleunigungsphase. Wegen der dadurch deutlich geringeren Belastungen kann die Struktur der Rakete sehr leicht gehalten werden.
Bei Raketen reichen die Größenordnungen von den allbekannten Feuerwerksraketen der Silvesternacht über militärische Raketen bis hin zu der riesigen Energija oder der Saturn V, die im Apollo-Projekt - dem bemannten Flug zum Mond - eingesetzt wurde.
Geschichte
Der erste überlieferte Raketenstart fand 1232 im Kaiserreich China statt. Im Krieg gegen die Mongolen setzten die Chinesen in der Schlacht von Kai-Keng eine Art Rakete ein: Dabei schossen sie eine Vielzahl simpler, von Schwarzpulver angetriebener Geschosse auf die Angreifer ab.
In Europa fand der erste dokumentierte Start einer Rakete 1555 im rumänischen Hermannstadt statt.
Der Flugkörper verfügte bereits über ein Drei-Stufen-Antriebssystem.
Aufbau
Jede Rakete besteht aus den folgenden Baugruppen:
- Triebwerk (Raketentriebwerk bestehend aus Brennkammer, Düse (z.B. Aerospike-Düse), Pumpensystem und Kühlung)
- Stabilisierungs- und/oder Steuereinheit
- Nutzlast (Sprengkopf, Satellit, Mannschaft, Rückkehrmodul usw.)
Die Baugruppen werden durch die Hülle zusammengehalten. Dabei können einzelne Baugruppen auch mehrfach vorkommen (Mehrstufenrakete).
Triebwerk
Für eigenstartfähige Flugkörper werden wegen des hohen Beschleunigungsbedarfs chemische Raketentriebwerke verwendet. Bereits erprobte Kernenergie-Raketentriebwerke wurden aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen nicht eigesetzt. Elektrische Raketentriebwerke funktionieren nur im Vakuum und werden nur für bereits gestartete Raumsonden und Satelliten verwendet (Ionenantrieb).
Steuer und Lenkeinrichtungen
Ungelenkte Raketen
Ungelenkte Raketen werden durch den Abschusswinkel ausgerichtet und während des Fluges lediglich aerodynamisch stabilisiert. Dies erfolgt durch Drall oder Leitwerke, wobei auch Leitwerke Drall erzeugen können. Die Leitwerke befinden sich dabei stets am hinteren Ende der Rakete, hinter dem Schwerpunkt.
Für Hobbybastler von Bedeutung sind Modellraketen.
Gelenkte Raketen
Gelenkte Raketen unterliegen während des Fluges einer Kursüberwachung und haben die Möglichkeit, den Kurs zu korrigieren. Dabei kann die Kurskorrektur autonom oder durch eine wie auch immer geartete Leitstation erfolgen.
Die Kurskorrektur wird meist durch ein die Raumlage überwachendes Kreiselsystem eingeleitet. Dies kann durch folgende Steuerglieder erfolgen:
- Leitwerke wirken auf die umgebende Luft und können damit bei Flügen in der Atmosphäre auch nach Brennschluß genutzt werden
- Strahlruder wirken direkt im ausgestoßenen Gasstrom
- schwenkbare Expansionsdüse(n)
- Steuertriebwerke
Im militärischen Bereich werden gelenkte Raketen als Flugkörper bezeichnet.
Hülle
Die Hülle von Raketen muss zu Gunsten des Treibstoffes und der Nutzlast möglichst leicht sein. Um nach Abbrand einer gewissen Treibstoffmenge möglichst wenig Totlast mitzuführen, werden größere Raketen mehrstufig ausgelegt. D.h. nach Brennschluss einer Stufe wird diese abgetrennt und die nächste Stufe zündet, dabei kann die Abtrennung (meist Absprengen) auch durch Zündung der nachfolgenden Stufe erfolgen.
Die Auslegung der Hülle hängt sehr stark vom Anwendungsbereich der Rakete ab. Für Flüge in der Atmosphäre muss die Hülle aerodynamisch günstig ausgelegt werden, weiterhin wirken bei hoher Geschwindigkeit erhebliche aerodynamische Kräfte auf die Hülle ein und es kann zu erheblichen thermischen Belastungen durch Reibung kommen.
Anwendungen
- als Waffe (von der Raketenpistole zur Interkontinentalrakete), dann gegen die Menschenrechte verstoßend
- Raumfahrt
- Höhenforschung
- Technische Experimente
- Seerettung
- Leitungsbau (zum Schießen von Vorseilen über Täler)
- Feuerwerk
- Notsignale
- zur Simulation von Druckkräften auf die Spitze hoher Bauwerke (als 1957 die Freileitungsmaste der Leitung über die Straße von Messina fertiggestellt wurden, wurde die Eigenschwingdauer dieser Konstruktionen ermittelt, indem man an ihrer Spitze Raketen befestigte und diese zündete, Quelle Turmbauwerke, Bauverlag GmbH, Wiesbaden (Deutschland), 1966)
Trägerraketen, Höhenforschungsraketen und militärische Raketen
Für mehr Informationen zu Trägerraketen siehe den Hauptartikel Trägerrakete
(Auswahl, siehe auch Liste der Raketentypen)
- USA: Aerobee, Vanguard, Thor, Atlas, Redstone, Saturn, Scout, Titan, Delta, Pegasus, Space Shuttle, Booster von Trägerraketen
- Russland/Sowjetunion/GUS: MMR06, R-7, Sojus, N1, Zyklon, Zenit, Kosmos, Proton, Energija, Angara, Volna
- Deutschland: Rheinbote (1943), A4 (1942), Rheintochter, Schmetterling, Wasserfall, Enzian
- Frankreich Diamant
- Großbritannien Blue Streak, Black Knight, Black Arrow, Skylark
- Europa: Ariane 1-3, Ariane 4, Ariane 5, Cirrus, Meteor, Europa, Vega, Monica, Zenit (Schweizer Höhenforschungsrakete)
- Volksrepublik China: Chang Zheng (Langer Marsch), Feng Bao
- Nordkorea: Taepodong
- Japan: My - Serie, N-Serie,Kappa oder J - Serie, H-1, H-2
- Indien: SLV, ASLV, PSLV, GSLV
- Pakistan: Hatf V (Ghauri)
- Israel: Shavit
- Brasilien: VLS-1
Raketenunfälle
Hauptartikel: Katastrophen der Raumfahrt
Obwohl bei der Entwicklung und Erprobung von Raketen sich viele Explosionen ereigneten, gab es, da im Regelfall sehr strenge Sicherheitsmaßnahmen angewandt wurden, nur wenige Raketenunfälle mit Personenschaden.
Tödliche Raketenunfälle, bei denen Personen am Boden Opfer waren
Tödliche Raketenunfälle bei bemannten Raumfahrtmissionen
Literatur:
Geschichte
- Volkhard Bode, Gerhard Kaiser: Raketenspuren. Peenemünde 1936-1996 - Eine historische Reportage mit aktuellen Fotos. Christoph Links Verlag - LinksDruck GmbH, Berlin, 1996
ISBN 3-86153-112-7
- Gerhard Reisig: Raketenforschung in Deutschland. Wie die Menschen das All eroberten. Agentur Klaus Lenser, Münster, 1997, ISBN 3-89019-500-8
- Michael J. Neufeld: Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters. Henschel Verlag, Berlin, 1999, ISBN 3-89487-325-6
- Harald Lutz: Die vergessenen Raketenexperimente von Cuxhaven. Sterne und Weltraum 44(3), S. 40 - 45 (2005), ISSN 0039-1263
Siehe auch
- Liste der Raketentypen, Rakete (militärisch)
- Marschflugkörper, Raketengleichung, Raketenantrieb, Raketentreibstoff, Höhenforschungsrakete, Experimentalrakete, Amateurrakete, Treibsatz, Wasserrakete, Raketenstartplatz, Weltraumbahnhof, Raketengrundgleichung, Raketenkamera, Rettungsrakete, Pogoeffekt, Space Shuttle, ESA, NASA
- William Congreve (Erfinder), Wernher von Braun, Conrad Haas, Robert Goddard, Hermann Oberth, Sergej Koroljow, Konstantin Ziolkowski, Berthold Seliger, Abdul Kalam, Reinhold Tiling
- Mannheimer Rakete (Musik)
Weblinks
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp?catId=83781 Raketenstart 1555 in Europa]
Kategorie:Rakete
Rakete
ja:ロケット
ms:Roket
Liste von Flugzeugtypen]
__NOTOC__
Die folgende Liste von Flugzeugtypen umfasst einen Ausschnitt der Starrflügelflugzeuge der Welt.
Die Gesamtliste ist aufgrund ihrer Größe in folgende alphabetisch sortierte Teillisten untergliedert:
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I-M
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Namenskonventionen
Die Flugzeuge sind nach Hersteller, Typen und Versionen geordnet; Militärflugzeuge werden in kursiver Schrift dargestellt. Bitte die entsprechenden Namenkonventionen beachten.
Siehe auch
- Luftfahrt, Luftfahrzeug, Flugzeug, Segelflugzeug, Militär-Flugzeug, Verkehrsflugzeug
- Luftschiff, Zeppelin
- Liste der Flugzeughersteller, Liste der Hubschrauber, Liste der Fluggesellschaften, Liste der Versuchsflugzeuge
- Liste der Flugzeugtypencodes
- Bezeichnungssystem für Luftfahrzeuge der US-Streitkräfte
Literatur
- Wilfried Kopenhagen, Jochen K. Beeck: Das große Flugzeugtypenbuch, Nov. 2005, ISBN 3-613-02522-1
- Bill Gunston, Mike Spick: Moderne Kampfflugzeuge, Stuttgart 1993, ISBN 3-7276-7062-2
- Kenneth Munson: Die Weltkrieg II-Flugzeuge, 19. Auflage, Gerlingen 1995, ISBN 3-87943-302-X
- Autorenkollektiv: Flugzeuge von A bis Z, Koblenz 1987-89, 3 Bände ISBN 3-7637-5903-4 (Gesamtwerk), Band 1 ISBN 3-7637-5904-2, Band 2 ISBN 3-7637-5905-0, Band 3 ISBN 3-7637-5906-9
- Autorenkollektiv: Flugzeugtypen der Welt, Augsburg 1997, ISBN 3-86047-593-2
- Thomas Bättig: Moderne Kampfflugzeuge (2000), Verlag E.S. Mittler & Sohn GmbH, ISBN 3-8132-0717-X
- Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933-1945, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-8289-5315-8
Weblinks
- [http://www.airliners.net/ Airliners.net - größte Fotodatenbak & Luftfahrtsinformationsquelle (engl.)]
- [http://www.geocities.com/flugzeugfiles/index.html Index der Flugzeugmuster]
- [http://www.luftfahrt-archiv.de/Flugzeugtypen.asp?Type=Link&ID=-1&Art=FLUGZEUG/ Flugzeugtypen/Flugzeuge]
- [http://www.airliners.de/wissen/flugzeuglexikon/ airliners.de Flugzeuglexikon]
- [http://www.fas.org/man/index.html Military Analysis Network]
- [http://www.janes.com/aerospace/ Jane's Aerospace]
- [http://www.locked.de Military Graphics Collection]
- [http://www.seaplanes.org/library/wfm.htm SeaplanePilots & Water Flying Magazine]
- [http://cip.physik.uni-wuerzburg.de/~pschirus/aviation/flugzeuge/ Flugzeugtypen-Referenz]
- [http://www.sailplanedirectory.com Segelflugzeug-Datenbank]
- [http://1000aircraftphotos.com/index.html 1000aircraftphotos]
- [http://www.luftfahrtmuseum.com Luftfahrtmuseum]
- [http://www.austrianaviation.net Austrian Aviation Net]
- [http://www.fighter-jets.de Fighter-Jets]
- [http://www.jetfly.hu ungarische Staatliche Luftfahrfirma (HU)]
Kategorie:Listen von Flugzeugtypen
Liste von Flugzeugtypen
Liste der Raketentypen
Höhenforschungsraketen
- Aerobee
- Arcas, Boosted Arcas
- Astrobee
- Athena H
- Blue Scout Junior
- Bumper
- Castor 4B
- Castor Orbus
- Loki, Super Loki
- Javelin
- Maxus
- Nike (Rakete), Nike Apache, Nike Hydac, Nike Iroquois, Nike Javelin, Nike Malemute, Nike Nike, Nike Orion, Nike Recruit, Nike T40 T55, Nike Tomahawk, Nike Viper, Nike-Asp, Nike Cajun, Nike-Deacon , Nike Hawk
- Orion
- Prospector
- Little Joe
- Sidewinder Arcas, Sidewinder-Raven
- Starbird
- Tomahawk
- Viking
- WAC
Satellitenraketen
- Athena
- Atlas
- Atlas V
- Booster des Space Shuttles
- Conestoga
- Delta
- Delta II
- Delta IV
- Falcon I
- Juno II (Rakete)
- Minotaur
- Pegasus
- Pilot (NOTSnik)
- Redstone auch Juno-1
- Saturn
- Scout
- Taurus
- Thor
- Titan
- Vanguard
In unterschiedlichen Kombinationen verwendete Raketenstufen
- Agena
- Castor (Raketenmotor)
- Centaur (Rakete)
- IUS
- PAM (Rakete)
Militärische Raketen
- Atlas
- Minuteman
- Peacekeeper
- Pershing II
- Patriot
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