:: wikimiki.org ::
| Backnang |
Backnang
Backnang ist eine Stadt etwa 27 km nordöstlich von Stuttgart in Baden-Württemberg. Sie ist die viertgrößte Stadt des Rems-Murr-Kreises und ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Bis 1973 war sie Sitz des im Rahmen der Kreisreform aufgelösten Landkreises Backnang.
Die Einwohnerzahl von Backnang überschritt 1953 die 20.000-Einwohnergrenze, so dass die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 den Status einer Großen Kreisstadt erhielt. Mit den Gemeinden Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Burgstetten, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler und Weissach im Tal hat die Stadt Backnang eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Geografie
Backnang liegt am östlichen Rand des Neckarbeckens, in einer von den Löwensteiner Bergen, des Mainhardter und Murrhardter Waldes und den Buocher Höhen gebildeten Bucht, durch welche die Murr fließt. Der Fluss betritt im Nordosten das Stadtgebiet, wendet sich dann nach Südwesten, durchfließt in mehreren Windungen die Kernstadt und verlässt das Stadtgebiet im Südwesten wieder. Die Altstadt Backnangs liegt südlich in einem der Murr-Bogen.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Backnang. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt und gehören alle zum Rems-Murr-Kreis:
Aspach, Oppenweiler, Auenwald, Weissach im Tal, Allmersbach im Tal, Leutenbach, Burgstetten und Kirchberg an der Murr.
Stadtgliederung
Backnang besteht aus der Kernstadt, dem 1941 eingegliederten Stadtteil Steinbach im Nordosten und den vier im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Stadtteile Strümpfelbach im Norden sowie Heiningen, [http://www.maubach.backnang.de/ Maubach] und Waldrems im Süden. Zu den einzelnen Stadtteilen gehören teilweise noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen, wie Germannsweiler, Mittelschöntal, Neuschöntal, Oberschöntal, Rötleshof, Sachsenweiler, Seehof, Staigacker, Ungeheuerhof und Unterschöntal in der Kernstadt, Katharinenhof in Strümpfelbach sowie Horbach in Waldrems.
In der Kernstadt werden zum Teil weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise die Plattenwaldsiedlung, die Robert-Kaes-Siedlung und die Plaisir-Siedlung.
Raumplanung
Backnang ist ein Mittelzentrum in der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist.
Zum Mittelbereich Backnang gehören noch die Städte und Gemeinden im nördlichen Teil des Rems-Murr-Kreises, im Einzelnen: Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Burgstetten, Großerlach, Kirchberg an der Murr, Murrhardt, Oppenweiler, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr und Weissach im Tal.
Geschichte
Backnang wurde 1067 erstmals urkundlich erwähnt. 1116 gründete Markgraf Hermann I. und seine Frau Judit von Backnang-Sulichgau das Augustiner-Chorstift in Backnang, das jedoch schnell baufällig wurde und von seinem Sohn Hermann II. von Baden 1123 erneut errichtet werden musste. Anschließend wurde das Stift für fünf Generationen zum Grabgelege der Markgrafen von Baden. 1235 geriet die Stadt in die Auseinandersetzungen zwischen dem deutschen König Heinrich VII. und seinem Vater Kaiser Friedrich II. und wurde durch Heinrich von Neuffen, dem Herrn der Burg Winnenden, zerstört. Glanzstück der bis 1248 wieder aufgebauten Stadt bildete zweifelsohne die Pfarrkirche St. Michael, deren gotischer Chor noch heute im unteren Teil des so genannten Stadtturms bewundert werden kann. Aus einer Urkunde geht hervor, dass 1245 in Backnang neben den beiden Kirchen St. Pancratius und St. Michael bereits drei Mühlen, ein Hospital und ein "Berg" genannter Hof (wohl heutiger Bereich des Amtsgerichts) vorhanden waren. 1245 wurde Backnang erstmals als "Stadt" genannt.
Um 1300 wurde Backnang durch Heirat von Irmgard, der Tochter des Markgrafen Rudolfs I. von Baden mit dem Grafen Eberhard der Erlauchte von Württemberg als Mitgift württembergisch. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Stadt geplündert. Schon früh wurde Backnang Amtsstadt. Später hatte Backnang mehrere Brandkatastrophen, so im 30-jährigen Krieg und 1693 unter der französischen Belagerung. 1807 wurde die Stadt Sitz des Oberamtes Backnang aus dem 1938 der Landkreis Backnang hervorging. Im 3. Reich hatte Backnang eine eigene Napola Schule. 1956 wurde Backnang Große Kreisstadt und Anfang der 1970er Jahre wurde sie durch Eingliederung von vier Nachbargemeinden erheblich vergrößert. Bei der Kreisreform am 1. Januar 1973 verlor Backnang seine Funktion als Kreisstadt, nachdem der Landkreis Backnang mit dem Landkreis Waiblingen zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt wurde. Sitz des neuen Kreises wurde Waiblingen.
1987 feierte Backnang das 750-jährige Jubiläum.
Religionen
Backnang gehörte zunächst zum Bistum Speyer und war dem Archidiakonat St. Guido, Kapitel Marbach zugeordnet. Infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg wurde hier, wie im übrigen Württemberg, ab 1534 die Reformation eingeführt. Danach war Backnang über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Zunächst gehörte die Kirchengemeinde zur Superintendentur Marbach, bevor Backnang 1695 Sitz eines eigene Dekanats innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde. Ursprünglich gab es nur die [http://www.stiftskirche-backnang.de Stiftskirchengemeinde Backnang], die auch das [http://www.stiftskirche-backnang.de/kirchen_Totenkirchle.html Totenkirchle], die ehemalige Friedhofskirche vor den Toren der Stadt, als Predigtstelle nutzt. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden die Matthäusgemeinde (1962) und die Markusgemeinde (mit einer weiteren Predigtstelle in Schöntal) abgetrennt, die inzwischen ihre eigenen Kirchen haben. Alle bilden aber weiterhin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Backnang. Auch die heutigen Stadtteile Backnangs gehörten früher zur Württemberg und sind daher überwiegend protestantisch. Die Gemeindeglieder von Heiningen, Maubach und Waldrems gehörten ursprünglich zur Stiftsgemeinde Backnang. 1961 wurde in Waldrems eine eigene Pfarrei gegründet und eine eigene Kirche (Auferstehungskirche Heiningen) erbaut. Zur Kirchengemeinde gehört neben Waldrems und Heiningen auch Maubach (eigene Pauluskirche). Sachsenweiler wurde 1969 eine eigene Pfarrei (mit Petruskirche), zu der auch Steinbach (mit eigener Stephanuskirche) gehört. Die Gemeindeglieder von Strümpfelbach gehören bis heute zur Nachbarkirchengemeinde Oppenweiler. Neben den Kirchengemeinden gibt es auch Landeskirchliche Gemeinschaften in Backnang, nämlich die Altpietistische Gemeinschaft, die Kirche unterwegs der Bahnauer Bruderschaft e.V., die Liebenzeller Gemeinschaft und die Michael Hahn'sche Gemeinschaft.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Backnang. Sie wurden anfangs von der Gemeinde Ebersberg betreut. 1894 wurde in Backnang eine eigene Pfarrei gegründet und im gleichen Jahr konnte die Kirche Johannes Baptista erbaut werden, die zunächst alle Katholiken im Raum Backnang betreute. Im Laufe der Zeit zogen weitere Katholiken zu und einige Nachbargemeinden wurde abgetrennt. Die Stadtteile Backnangs Germannsweiler, Heiningen, Maubach, Sachsenweiler, Schöntal, Stiftsgrundhof und Waldrems werden bis heute von der Pfarrei Johannes Baptista betreut. 1965 wurde die zweite katholische Kirche in Backnang, die Christkönigskirche, erbaut. Hier wurde 1969 eine eigene Pfarrei eingerichtet, zu der auch die Gemeindeglieder aus Steinbach gehören. Beide Kirchengemeinden bilden die Katholische Gesamtkirchengemeinde Backnang, die zum Dekanat Backnang gehört. Das Dekanat Backnang bildet wiederum zusammen mit dem Dekanat Waiblingen den Dekanatsverband Rems-Murr innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Backnang auch eine Griechisch-Orthodoxe Gemeinde sowie einige Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Zionskirche), die Biblische Gemeinde, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Mennonitengemeinde und die Volksmission entschieden für Christus. Auch die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas sind in Backnang vertreten.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden beziehungsweise Gemeindeteil wurden in die Stadt Backnang eingegliedert:
- 1936: Sachsenweiler (Gemeinde Unterweissach)
- 1941: Steinbach
- 1. Juli 1971: Maubach
- 1. Januar 1972: Heiningen und Waldrems
- 20. März 1972: Strümpfelbach
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 26 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:
- CDU 11
- SPD 6
- Bürgerforum Backnang 3
- Bündnis 90/Die Grünen 2
- Freie Wähler 2
- [http://www.bwg-backnang.de Biblische Wählergemeinschaft] 2
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt Backnang stand ein Schultheiß, der erstmals 1231 nachweisbar ist. Die Aufsicht über die Verwaltung oblag dem Vogt. Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. April 1956 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Stadtoberhäupter seit 1801:
- 1801-1822: Georg Adam Isenflamm
- 1822-1845: Johann Gottlieb Karl Monn
- 1845-1878: Christian Daniel Schmückle
- 1878-1901: Emil Gock
- 1901-1921: Hermann Eckstein
- 1921-1945: Dr. Albert Rienhardt
- 1946-1966: Dr. Walter Baumgärtner
- 1966-1986: Martin Dietrich
- 1986-1994: Hannes Rieckhoff
- 1994-2002: Jürgen Schmidt
- 2002-heute: Dr. Frank Nopper
Wappen und Flagge
Das Wappen der Stadt Backnang zeigt in gespaltenem Schild, vorn in Silber drei übereinander liegende schwarze Hirschstangen, hinten in Schwarz ein blauer Reichsapfel mit goldenem Beschläg und Kreuz.
Die Stadtflagge ist Blau-Gelb. Das Wappen wurde am 10. Juli 1903 festgelegt.
Städtepartnerschaften
Backnang unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Annonay in Frankreich seit 1966, v[http://www.mairie-annonay.fr]
- Almasch/Bácsalmás in Ungarn seit 1988 [http://www.bacsalmas.hu]
- Chelmsford in England seit 1990 [http://www.chelmsfordbc.gov.uk]
Wirtschaft und Infrastruktur
1990
Aufgrund der früher stark vertretenen Lederindustrie ist auch heute noch von der Gerberstadt Backnang die Rede, obwohl alle große Fabriken längst geschlossen beziehungsweise abgerissen worden sind. Im Zuge der Industrialisierung gewannen zunächst Unternehmen der Textilbranche an Bedeutung. Die Spinnerei Adolff (Erfinder des Kunstrasens) zog um die Jahrhundertwende viele Menschen nach Backnang und trug stark zum Wachstum der Stadt bei. Dazu gesellten sich in den folgenden Jahren Unternehmen des Maschinenbaus wie der Hersteller von Sonderfahrzeugen Kaelble, später Kaelble-Gmeinder (z.B. Dampfwalzen, Bagger, Zugmaschinen) sowie Unternehmen der Elektro- und Nachrichtentechnik, die bis heute das Stadtbild prägen (AEG, später AEG Telefunken, ANT Telefunken, ANT Bosch Telecom, Bosch Telecom, heute Marconi und [http://www.tesat.de/ TESAT-Spacecom]).
Siehe auch: [http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/brunold_industriegesellschaft/brunold_industriegesellschaft.html Wandel der Industriegesellschaft am Beispiel der Stadt Backnang]
Verkehr
Durch das Stadtgebiet Backnangs führt die Bundesstraße 14 Stuttgart-Nürnberg. Sie ist als Umgehungsstraße ausgebaut und führt westlich um die Kernstadt. Die nächste Anschlussstelle zur Bundesautobahn 81 ist Mundelsheim an der Strecke Stuttgart-Heilbronn.
Ferner liegt Backnang an der Murrtalbahn Stuttgart-Nürnberg. Der Bahnhof Backnang ist auch Endhaltestelle der Linie S3 (Stuttgart-Backnang) der S-Bahn Stuttgart und R31 von Marbach am Neckar. Ein weiterer Haltepunkt im Backnanger Stadtgebiet ist Maubach. Ferner gibt es zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).
Backnang ist ein Knoten des Baden-Württembergischen Radwegegrundnetzes. Im Stadtgebiet sind die Routen nach Beilstein über Aspach, Sulzbach, Rudersberg, Waiblingen und Steinheim über Maubach ausgeschildert.
Medien
In Backnang erscheint als Tageszeitung die "Backnanger Kreiszeitung".
Öffentliche Einrichtungen
Backnang hat ein Amtsgericht, ein Finanzamt und ein Notariat. Ferner befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts Rems-Murr-Kreis.
Bildung
Backnang hat 2 Gymnasien (Max-Born-Gymnasium, Gymnasium in der Taus), 2 Realschulen (Max-Eyth- und Schickhardt-Realschule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (GHS in der Taus, Mörikeschule und Talschule Heiningen-Waldrems), 1 Förderschule (Pestalozzischule) und 4 Grundschulen (Plaisir-GS, Schillerschule, GS Maubach und GS Sachsenweiler).
Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger der drei Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule unter anderem mit Technischem Gymnasium, Kaufmännische Schule unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium sowie Anna-Haag-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule).
Die beiden privaten Schulen (Freie Waldorfschule Backnang e.V. und Evangelische Fachschule für Altenpflege Staigacker der "Stiftung Altenheime Backnang und Wildberg") runden das schulische Angebot in Backnang ab.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Im "Backnanger Bürgerhaus" gibt es Oper- und Schauspielvorführungen sowie Bälle und Tagungen. Das TraumZeit-Theater Backnang bietet Varieté, Kabarett, Mundart und Spezialitätenprogramme.
Museen
Das Kalanag-Museum zeigt eine Sammlung über den berühmtesten deutschen Zauberkünstler der Nachkriegszeit. Das Schmiedemuseum am Burgplatz in einer ehemaligen Schmiede ist ein Handwerkermuseum, das die Arbeits- und Lebensweise des Schmieds darstellt. Im Backnanger Stadtturm ist eine stadtgeschichtliche Ausstellung zu sehen. Das Museum-Scheuerle in einer ehemaligen Scheune zeigt unter anderem landwirtschaftliche Geräte und Maschinen sowie eine alte Schuhmacher-Werkstatt und einen Webstuhl. Das Rundfunkmuseum "Manfred von Ardenne" ist eine private Sammlungen zur Geschichte des Radios. Das Ungarndeutsche Heimatmuseum zeigt Kultur, Geschichte und Lebensweise der vertriebenen Ungarndeutschen.
Bauwerke
Die evangelische [http://www.stiftskirche-backnang.de/kirchen.html Stiftskirche St. Pankratius]ist zusammen mit dem benachbarten Stadtturm das Wahrzeichen der Stadt. Von der romanischen Augustiner-Chorherrenstiftskirche des 12. Jahrhunderts sind die Chorflankentürme und der spätgotische Chor erhalten. Das Langhaus wurde in der Barockzeit erbaut. Der Stadtturm ist der Rest der ehemaligen Pfarrkirche St. Michael. Der Chorturm entstand im 13. Jahrhundert und wurde nach dem Brand von 1693 um 2 Fachwerkgeschosse und einer Dachhaube ergänzt. Daneben entstand das so genannte Turmschulhaus. Beide dienen heute als Galerie der Stadt Backnang.
Der Stiftshof ist der um 1600 erbaute Witwensitz des Hauses Württemberg. Von der ehemaligen Pfarrkirche St. Michael ist der Chorturm erhalten. Das Rathaus ist eine Fachwerkbau aus dem Jahr 1716, das auf dem alten Sockel von 1599 erstellt wurde.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Backnanger Straßenfest
- Murr-Regatta
- Backnanger Gänsemarkt
- Backnanger Silvesterlauf
- Backnanger Erlebnisnacht
- Sonnwendfeier auf dem Schüttberg
- 1. Mai-Hocketse Maubach
- Schlachtfest Heiningen
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Backnang hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1867: Gottlob Friedrich Moser, Dekan
- 1874: Friedrich von Dillenius, Geheimer Rat, Präsident der Württembergischen Eisenbahndirektion
- 1892: Christian von Kalchreuter, Dekan
- 1911: Eduard Breuninger, Großkaufmann
- 1911: Eugen Adolff, Fabrikant
- 1919: Fritz Häuser, Fabrikant
- 1921: Hermann Eckstein, Stadtschultheiß 1901-1921
- 1930: Karl Friederich, Ratschreiber und anschließend Stadtpfleger
- 1930: Robert Kaess, Lederfabrikant und Landtagsabgeordneter
- 1952: Carl Kaelble, Seniorchef der Motoren- und Maschinenfabrik
- 1952: Dr. Albert Rienhardt, Oberbürgermeister
- 1954: Dr. med. Walter Gross, Arzt
- 1964: Dr. med. Karl Krische, Chefarzt
- 1966: Dr. jur. Walter Baumgärtner, Oberbürgermeister
- 1976: Daniel Aimé, Bürgermeister der Partnerstadt Annonay
Söhne und Töchter der Stadt
- 1940, 9. August, Volker Hauff, Politiker (SPD), MdB, Bundesminister, ehem. Oberbürgermeister von Frankfurt am Main
- 1950, 27. Juni, Renate Gradistanac, Politikerin (SPD), MdB
- 1958, 29. Juni, Ralf Rangnick, Fußballtrainer
- 1982, 26. März, Andreas Hinkel, Fußballnationalspieler
In Backnang haben außerdem gewirkt:
- Wolle Kriwanek (Musiker), gestorben in Backnang
Literatur
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
Weblinks
- [http://www.backnang.de/ Internetpräsenz der Stadt Backnang]
- [http://www.backnanger-strassenfest.de/ Informationen zum Backnanger Straßenfest]
- http://www.backnang.biz Vermarktung des neuen Industriegebiets im Nordosten der Stadt.
- [http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/brunold_industriegesellschaft/brunold_industriegesellschaft.html Wandel der Industriegesellschaft am Beispiel der Stadt Backnang]
Kategorie:Rems-Murr-Kreis
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
Stuttgart
Stuttgart ist eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist die Hauptstadt und mit gut 590.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs, sowie mit den gleich großen Städten Essen und Dortmund je nach genauem Zähldatum und Quelle schwankend auf den Plätzen 6 bis 8 der größten deutschen Städte. Sie ist mit Sitz von Landtag und Landesregierung sowie zahlreicher Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 204 km nordwestlich und München etwa 220 km südöstlich von Stuttgart.
In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf Schwäbisch lautet ihr Name Schduargerd, auf Bayrisch Stuggart.
Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (3.996.338 Einwohner, 31. März 2004) und der Region Stuttgart (2.658.595 Einwohner, 31. März 2004) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).
Geographie
Geografische Lage
Bistum Rottenburg-Stuttgart]]
Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich im sog. "Stuttgarter Kessel", einer Talerweiterung des (inzwischen meist verdeckt fließenden) in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.
Raumplanung
Die Stadt liegt im Zentrum des Verdichtungsraums Stuttgart. Zu diesem gehören neben dem Stadtkreis Stuttgart nahezu alle Gemeinden der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis innerhalb der Region Stuttgart und darüber hinaus im Norden die Gemeinden um Heilbronn und im Süden die Gemeinden im Raum Reutlingen und Tübingen.
Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist.
Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Stuttgart überschritt etwa um das Jahr 1870 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. Ende 2004 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 590.992 Menschen. Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt je nach genauem Zähldatum und Quelle in Deutschland an der sechsten bis achten Stelle.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)
Stadtgliederung
Remseck am Neckar
Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in 5 innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen "Bezirksbeirat" und einen "Bezirksvorsteher" (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig).
Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
- Siehe auch Liste der Stadtteile von Stuttgart.
Klima
Durch die Kessellage und der dichten Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und schwüles Klima. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich.
Im Sommer kommt es immer wieder zur so genannten Inversions-Wetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch im Kessel.
Geschichte
Weinbau
Weinbau
Weinbau
Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudolf war ein Sohn Kaisers Otto I. des Großen. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal.
Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen.
Die Siedlung nahe des Gestüts befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie übrigens auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal.
Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg. Die US-amerikanische Besatzungsmacht erklärte Stuttgart 1946 zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden, das 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.
Henriette Arendt wurde 1903 in Stuttgart als erste Polizistin Deutschlands eingestellt.
Am 22. Oktober 1845 fährt die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim- ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt Stuttgart in der amerikanischen Besatzungszone, die noch 1946 zum Land Württemberg-Baden wird. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern am 25. April 1952 wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.
1. Oktober 1978. Die S-Bahn in Stuttgart beginnt auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)
Religionen
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen innerhalb der Prälatur ("Sprengel") Stuttgart.
Seit dem 18. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche, die heutige Domkirche St. Eberhard, erbaut 1808-1811 (heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart). In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. Die Gemeindeglieder gehören heute zu den Dekanaten Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Filder und Stuttgart-Nord der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3%. Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 % und zum protestantischen Glauben noch ca. 30 %. Der Rest gehört anderen Religionen an oder ist konfessionslos.
(Siehe auch Kirchen in Stuttgart).
Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (°) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
- Siehe auch: Einwohnerzahlen der Stuttgarter Stadtbezirke
° Volkszählungsergebnis
Literaturhinweise
- H. Schäfer, Befunde aus der "Archäologischen Wüste": Die Stiftskirche und das Alte Schloss in Stuttgart. Denkmalpflege in Baden-Württemberg 31, 2002, 249-258.
- J. Wahl, Die Gebeine von Johannes Brenz et al. aus der Stiftskirche in Stuttgart. Osteologisch-forensische Untersuchungen an historisch bedeutsamen Skelettresten. Denkmalpfl. Bad.-Württ. 30, 2001, 202-210.
Politik
In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein "Stadtoberamt" und ein "Amtsoberamt" (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor.
Nach Einführung des Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung Schultheiß, in Städten Stadtschultheiß trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der "Württembergischen Gemeindeordnung" von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohner eingeführt.
- Siehe auch Wahlergebnisse in Stuttgart seit 1999
Wahl am 13. Juni 2004)
- CDU 32,9% (-5,3) - 21 Sitze (-4)
- SPD 22,8% (-0,6) - 14 Sitze (-1)
- GRÜNE 18,7% (+5,7) - 11 Sitze (+3)
- FW 9,7% (+3,3) - 6 Sitze (+2)
- FDP/DVP 6,5% (+0,3) - 4 Sitze (=)
- REP 3,9 % (-1,0) - 2 Sitze (-1)
- PDS 1,8% (+0,1) - 1 Sitz (=)
- SÖS 1,7% (+1,7) - 1 Sitz (+1)
- Andere 2,0% (-4,2) - 0 Sitze (=)
Stadtoberhäupter seit 1800
(bis 1811: Stadtoberamtmann; 1811-1819: Stadtdirektor; ab 1820: Oberbürgermeister)
- 1799 - 1804: Christian Heinrich Günzler ( - 1758; † 1842)
- 1805 - 1811: Gottfried Eberhard Hoffmann
- 1811 - 1813: Eberhard von Wächter
- 1813 - 1819: Karl Friedrich von Dizinger
- 1820 - 1833: Dr. jur. August Willibald Feuerlein ( - 1781; † 1850)
- 1833 - 1861: Georg Gottlob Gutbrod ( - 1791; † 1861)
- 1862 - 1872: Heinrich (von) Sick ( - 1822; † 1881)
- 1872 - 1892: Prof. Dr. Friedrich Hack ( - 1843; † 1911)
- 1893 - 1899: Emil (von) Rümelin ( - 1846; † 1899)
- 1899 - 1911: Heinrich von Gauß ( - 1858; † 1921)
- 1911 - 1933: Dr. Karl Lautenschlager ( - 1868; † 1952)
- 1933 - 1945: Dr. Karl Strölin ( - 1890; † 1952)
- 1945 - 1974: Dr. Arnulf Klett ( - 1905; † 1974)
- 1974 - 1996: Dr. Manfred Rommel ( - 1928), CDU
- 1997 - : Dr. Wolfgang Schuster ( - 1949), CDU
Wappen
CDU
CDU
Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt in Gold ein steigendes schwarzes Pferd. Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11. April 1938 im amtlichen Gebrauch. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb. Die Stadtflagge wurde am 10. Juli 1950 vom württemberg-badischen Ministerrat verliehen.
Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Das Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein "redendes" Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.
Städtepartnerschaften
Stuttgart unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- St. Helens, Vereinigtes Königreich, seit 1948
- Cardiff, Vereinigtes Königreich, seit 1955
- St. Louis, USA, seit 1960
- Straßburg, Frankreich, seit 1962
- Mumbai (früher Bombay), Indien, seit 1968
- Menzel-Bourguiba, Tunesien, seit 1971
- Kairo, Ägypten, seit 1979
- Łódź, Polen, seit 1988
- Brünn, Tschechien, seit 1989
- Samara, Russland, seit 1992
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Staatstheater Stuttgart - größtes Drei-Sparten-Theater der Welt, dazu gehören das
- Opernhaus ("Oper des Jahres" 1998, 1999, 2000 und 2003) mit Sitz des Stuttgarter Balletts
- Schauspielhaus
- Kammertheater
- Theater im Depot
- Altes Schauspielhaus und Komödie im Marquardt
- FITS Figurentheater Stuttgart
- Forum Theater
- Friedrichsbau Varieté
- Makal City Theater GmbH (Pantomime)
- Die Rampe
- Renitenz-Theater (Stuttgarts bekanntes und literarisches Kabarett)
- Theater am Faden (Marionettenbühne)
- Theater der Altstadt im Westen e.V.
- Theater am Olgaeck
- Theater im Zentrum
- Theater in der Badewanne
- Theater La-Plapper-Papp (Stabpuppentheater)
- Theater Tredeschin (Puppentheater)
- Theater tri-bühne
- Theaterhaus Stuttgart
- TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Tanz/Theater/int. Solo-Tanz-Theater Festival/Neue Musik u.a.)
- Wilhelma-Theater in Bad Cannstatt
- Wortkino
- Volkstheater ('s Boulevärle, Stuttgarter Volkstheater im Rebstöckle, Stuttgarter Theäterle, unter anderem )
- Zwei Musical-Theater im SI-Centrum
:Palladium Theater: Mamma Mia! (Laufende Produktion 2005/06)
:Apollo Theater: Elisabeth (Laufende Produktion 2005/06)
Museen
Siehe auch: Liste der Museen in Stuttgart
- Alte und Neue Staatsgalerie
- Bibelmuseum der Deutschen Bibelgesellschaft
- Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim
- Haus der Geschichte Baden-Württemberg
- Heimatmuseum der Bessarabiendeutschen
- Hegelhaus (Geburtshaus von Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
- Kunstmuseum Stuttgart
- Lapidarium
- Linden-Museum Staatliches Museum für Völkerkunde
- Musikinstrumentensammlung im Fruchtkasten am Schillerplatz
- Museum am Löwentor
- Museum am Rosenstein
- Mercedes-Benz Museum
- Mercedes-Benz Welt (ab 2006)
- Porsche-Museum
- Straßenbahnmuseum Zuffenhausen
- Stuttgarter Feuerwehrmuseum in Stuttgart-Münster
- Theodor-Heuss-Haus
- Weinbaumuseum Uhlbach
- Württembergisches Landesmuseum (Altes Schloss)
Bibliotheken
- Württembergische Landesbibliothek
Archive
- Baden-Württembergisches Landesarchiv
Musik
- Staatsorchester Stuttgart (Orchester des Württembergischen Staatstheaters); gegründet im 18. Jahrhundert; Generalmusikdirektoren waren unter anderem Max von Schillings und Vaclav Neumann.
- Stuttgarter Philharmoniker; gegründet 1924.
- Radio Sinfonieorchester Stuttgart des SWR; gegründet 1946, Chefdirigent Sir Roger Norrington.
- Stuttgarter Kammerorchester e.V.; gegründet 1947 von Karl Münchinger.
- SWR Big Band Stuttgart; gegründet 1951 als "Südfunk-Tanzorchester".
- Junges Kammerorchester Stuttgart; Leitung: Alexander Scherf, gegründet 1960 als "Jugendkammerorchester Stuttgart".
- Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
- Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart
- SWR Vokalensemble Stuttgart; gegründet 1946 als "Südfunk-Chor Stuttgart".
- "Gächinger Kantorei"; gegründet 1954 von Helmuth Rilling, benannt nach dem Gründungsort Gächingen auf der Schwäbischen Alb
- Kammerchor Stuttgart; gegründet 1968.
- Untertürkheimer Kantorei; gegründet 1892 als "Evangelischer Kirchenchor Untertürkheim"
- Bachchor Stuttgart; gegründet 1949.
- Kammerchor "Cantus Stuttgart"; gegründet 1989 als "Cantus Cannstatt".
- Christophorus-Symphonie-Orchester Stuttgart; gegründet 1969.
- Neuer Chor Stuttgart; gegründet 1985.
- DaimlerChrysler Orchester; gegründet 1979
Bauwerke
Brücken
- Neckartalviadukt Untertürkheim
- Nesenbachviadukt
- Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster
Industriebauwerke
- Kraftwerk Stuttgart-Münster
- Kraftwerk Stuttgart-Gaisburg
- Züblin-Haus
Kirchen
- Stiftskirche Stuttgart, altes Wahrzeichen der Stadt
Sonstige Kirchen (siehe auch Kirchen in Stuttgart):
- Evangelische Leonhardskirche
- Evangelische Hospitalkirche
- Evangelische Thomaskirche (Stuttgart-Kaltental)
- Evangelische Stadtkirche St. Germanus von 1478 (Untertürkheim)
- Domkirche St. Eberhard (Pro-Kathedrale des Römisch-katholische Bistums Rottenburg Stuttgart)
- Katholische St. Barbara-Kirche Hofen
- Veitskapelle Mühlhausen
- Grabkapelle auf dem Württemberg (Stadtteil Rotenberg)
- Martinskirche, Urkirche St. Martinus 12. Jahrhundert (älteste Kirche Stuttgarts)
Schlösser
- Altes Schloss
- Neues Schloss
- Schloss Hohenheim
- Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum)
- Schloss Solitude mit Akademie Schloss Solitude
- Villa Berg
- Wilhelma (heute Tierpark)
Tunnel
Wegen der hügeligen Topografie ist Stuttgart auch eine Stadt der Tunnel. Darunter befinden sich Straßentunnel, Eisenbahntunnel, S-Bahntunnel und Stadtbahntunnel.
Straßentunnel
- Der Wagenburgtunnel von 1930 diente ursprünglich als Luftschutzkeller. Die 824 m lange Südröhre wurde 1957 ausgebaut und war bei ihrer Eröffnung der längste Straßentunnel Deutschlands.
- Der Heslacher Tunnel mit 2.300 m Länge wurde von 1980 bis 1991 gebaut, es folgen auf der B 14 dann der Viereichenhautunnel (290 m) und der Gäubahntunnel (450 m) bis zum Schattenring
- Der Schwabtunnel von 1894/96 mit 124 m Länge war lange mit 10,5 m breitester Tunnel Europas und ist der erste innerstädtische Tunnel Europas.
- Johannesgrabentunnel (260 m) an der Bundesautobahn 831 in Stuttgart-Vaihingen
- Österfeld- und Hengstäckertunnel auf der Nord-Süd-Straße
- Berger-, Leuze- und Schwanenplatz Tunnel (500 m) bei den Mineralbädern in Stuttgart-Berg
- Pragsatteltunnel (ist gerade im Bau)
Eisenbahntunnel
- Pragtunnel (viergleisig) an der Strecke nach Feuerbach.
- Kriegsbergtunnel (zweigleisig) an der Strecke nach Böblingen (Gäubahn).
- Hasenbergtunnel (zweigleisig an der Gäubahn.
- Rosensteintunnel (viergleisig) an der Strecke nach Bad Cannstatt.
S-Bahntunnel
Der Tunnel der S-Bahn-Stammstrecke zwischen der Rampe Hauptbahnhof und dem Portal beim Haltepunkt Österfeld gilt mit einer Länge von 8,2 km als längster S-Bahntunnel Deutschlands. Dieser Tunnel weist zwischen den Haltepunkten Schwabstraße und Universität zudem noch eine Steigung von 35 Promille und zwischen Universität und Österfeld gar von 38 Promille auf.
Stadtbahntunnel
Beginnend Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Stuttgarter Straßenbahn zur Stadtbahn ausgebaut, wobei zahlreiche innerstädtischen Strecken in den Untergrund verlegt wurden. Die Tunnel wurden dabei gleich mit einem für die Stadtbahnfahrzeuge erforderlichen erweiterten Lichtraumprofil ausgestattet, so daß die Umspurung von Meter- auf Normalspur möglich war.
Türme
- Bismarckturm in Stuttgart-Nord
- Killesbergturm
- Aussichtsturm Burgholzhof in Bad Cannstatt
- Tagblatt-Turm, Deutschlands erstes Sichtbetonhochhaus
- Stuttgarter Fernsehturm, neues Wahrzeichen der Stadt
- Stuttgarter Fernmeldeturm
- Stuttgarter Funkturm
- Technoturm, am Pragsattel
- Vaihinger Stativ, Vodafone-Mobilfunkturm in Stuttgart-Vaihingen
- Kriegsbergturm, in Stuttgart-Nord
- Bahnhofsturm am Hauptbahnhof Stuttgart
- Wasserturm Stuttgart-Degerloch
Weitere Gebäude
- Weißenhofsiedlung am Killesberg
- Stuttgarter Hauptbahnhof
- Gottlieb-Daimler-Stadion (ehemals "Neckarstadion")
- Hanns-Martin-Schleyer-Halle
- Jugendstil-Krematorium im Pragfriedhof
- Kultur- und Kongress-Zentrum Liederhalle
- Markthalle
- Planetarium Stuttgart
- SI-Centrum
- Villa Reitzenstein
- Villa Berg
- Villa Gemmingen-Hornberg
- Altes Steinhaus
Parkanlagen und Seen
- Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten in Bad Cannstatt
- Höhenpark Killesberg Gartenschaugelände von 1939 und 1993
- Schloss Hohenheim
:- Alter Botanischer Garten
:- Neuer Botanischer Garten
:- Exotischer Garten
- Stuttgarter Eichenhain im Stadtteil Sillenbuch, seit 1957 Naturschutzgebiet
- Stuttgarter Schlossgarten - Obere Anlagen - Untere Anlagen
- Rosensteinpark von 1824
- NeckarPark mit dem Cannstatter Wasen
- Hoppenlau-Friedhof von 1626 (Stuttgart-Mitte)
- Waldfriedhof von 1913
- Pragfriedhof von 1873 mit Jugendstil-Krematorium
- Uff-Kirchhof von 1506 in Bad Cannstatt
- Max-Eyth-See am Neckar in Stuttgart-Hofen
- Wildparkseen (Bärensee, Neuer See, Pfaffensee) im Rot- und Schwarzwildpark in Stuttgart-West
- Egelsee am Wartberg in Stuttgart-Nord
- Rohrer See in Stutttgart-Rohr
Mineralbäder
- Mineralbad/Thermalsolebad Bad Cannstatt
- Mineralbad Leuze (Stuttgart-Ost)
- Mineralbad Berg (Stuttgart-Ost)
Diverses
- Königstraße (Hauptachse der Fußgängerzone)
- Calwer Straße (überdachte Fußgängerzone in Stuttgart-Mitte)
- Hauptstätter Straße
- Breuninger am Marktplatz (Deutschlands zweitgrößtes Kaufhaus)
- Zahnradbahn Stuttgart
- Standseilbahn Stuttgart
- Historische Straßenbahnlinien 19 + 23
- Killesbergbahn Stuttgart
- Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshöhe
- Aussichtsrestaurant im Hochhaus Hannibal
Sport
Fußball:
:Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fußball-Vereine.
:Der als die "Roten" bekannte VfB Stuttgart (Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V.), der im Gottlieb-Daimler-Stadion seine Heimspiele in der Fußball-Bundesliga austrägt.
:Die "Blauen" des SV Stuttgarter Kickers e.V., der im Jahre 1899 gegründet wurde, spielen zur Zeit in der Regionalliga Süd. Ihre Heimspiele finden im GAZI-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt.
Eishockey:
:Im Eishockey wird Stuttgart von den Stuttgart Wizards in der Oberliga Süd und vom Stuttgarter EC im Nachwuchs- und Amateurbereich vertreten. Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen.
Football:
:Im Football wird Stuttgart von den Stuttgart Scorpions vertreten. Sie tragen ihre Spiele im GAZI-Stadion auf der Waldau aus.
Regelmäßige Veranstaltungen
- CMT - Messe für Caravan, Motor und Touristik (Januar)
- Sechs-Tage-Rennen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Januar/Februar)
- Lange Nacht der Museen (März)
- Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen (April/Mai)
- Hamburger Fischmarkt auf dem Karlsplatz (Juli)
- Weißenhof-Tennisturnier (Juli)
- Stuttgarter Sommerfest im Schlossgarten und Schlossplatz, zum 15. Mal vom 4. - 7. August 2005
- German Open Championships im Tanzsport, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL), Mitte August
- Umsonst & Draußen 3-Tages-Musik-Polit-Kulturspektakel
- Stuttgarter Weindorf in der Innenstadt (August/September)
- Europäisches Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie Stuttgart in der Liederhalle (September)
- Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen - im dreijährigen Rhythmus verbunden mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (September/Oktober)
- Stuttgarter-Kulturnacht (Oktober)
- German Masters Großes Hallen-Reitturnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Oktober/November)
- Flohmarkt Frühjahr und Herbstflohmarkt in der ganzen Innenstadt
- Weihnachtsmarkt (früher 'Weihnachtsmesse' genannt) in der Innenstadt (Adventszeit)
Wirtschaft und Infrastruktur
Adventszeit
Die Stadt und ihre Umgebung ist für ihre High-Tech-Unternehmen bekannt. Unter den bekanntesten Vertretern finden sich DaimlerChrysler, Porsche, Bosch, Hewlett-Packard und IBM, die hier ihr deutsches oder auch weltweites Hauptquartier haben. Neben diesen globalen Konzernen weist die Stuttgarter Wirtschaft um die 1.500 mittelständische Unternehmen auf.
Stuttgart ist mit der Börse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Börsenplatz in Deutschland.
Die Region Stuttgart kann deutschlandweit die höchste Dichte an wissenschaftlichen, akademischen und forschenden Einrichtungen aufweisen. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Patente angemeldet als hier. Mehr als 11% aller Ausgaben in F&E (Forschung & Entwicklung) in Deutschland werden hier ausgegeben - schätzungsweise 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. Neben den beiden Universitäten (Stuttgart und Hohenheim) bestehen in Stuttgart sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (und zwar für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), das Informationszentrum RAUM und BAU (IRB), für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie für Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG)), zwei Max-Planck-Institute (für Festkörperforschung und für Metallforschung) sowie andere Einrichtungen.
Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank (3. Spielbank des Landes Baden-Württemberg nach Baden-Baden und Konstanz), die seit 2003 unter der Regie der "Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH Co.KG" mit Sitz in Baden-Baden betrieben werden.2003]
Im Stadtgebiet befinden sich in Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg größere Kraftwerke.
Verkehr
Die Landeshauptstadt ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe Baden-Württembergs:
Südlich der Stadt, auf Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen, befindet sich der Flughafen Stuttgart, der größte Flughafen des Landes Baden-Württemberg. Seit der Eröffnung des neuen Terminals 3 im März 2004 hat der Stuttgarter Airport eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren. 2003 flogen etwa 7,6 Millionen Gäste, 2004 bereits 8,8 Millionen von und nach Stuttgart. Für das Jahr 2005 geht man von mehr als 9,3 Millionen Passagieren aus.
Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof führen Strecken nach Karlsruhe-Straßburg-Paris, nach Mannheim-Köln, nach Ulm-München, nach Zürich-Mailand (Linie des Cisalpino), nach Nürnberg, nach Tübingen und nach Heilbronn. Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehört auch das Containerterminal in Stuttgart-Obertürkheim und der Rangierbahnhof im benachbarten Kornwestheim.
1997 hat der Stuttgarter Gemeinderat den Rahmenplan für das Projekt Stuttgart 21 verabschiedet. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2003 veröffentlicht. Das Kernstück des Projekts ist der Bahnhof 21. Dieser Bahnhof befindet sich komplett unter der Oberfläche und ist zu Baubeginn der Modernste in Europa. Dazu gehört eine Anbindung an den Stuttgarter Flughafen und an das Projekt NBS Wendlingen-Ulm, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm. Ausschlaggebend für den Beschluss waren wirtschaftliche Interessen, bedingt durch kürzere transeuropäische Reisezeiten. Der offizielle Bauplan von 2003 sieht eine Inbetriebnahme ab Mitte 2013 vor.
Die Autobahn A 8 (Paris-Straßburg-)Karlsruhe-München bildet die südliche Stadtgrenze und die A 81 (Zürich)-Singen (Hohentwiel)-Würzburg führt westlich der Stadt vorbei. Sie mündet von Süden kommend im Stadtbezirk Vaihingen am Autobahnkreuz Stuttgart in die A 8 (geradeaus geht es über eine Stadtautobahn Richtung Innenstadt), beide laufen dann gemeinsam mit 3 bis 5 Fahrspuren pro Richtung bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck, an dem die A 81 dann wieder in nördlicher Richtung abzweigt.
Quer durch Stuttgart verlaufen die B10, B14, B27 und die B295. Bis auf die B14 führen alle auf dem Pragsattel zusammen, dem größten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt.
Pragsattel]
Ferner hat die Stadt einen Binnenhafen in Stuttgart-Hedelfingen am Neckar.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen 6 S-Bahn-Linien der DB Regio (siehe: S-Bahn Stuttgart) sowie 13 Stadtbahn-Linien (darunter 3 Sonderlinien), 1 Straßenbahnlinie, 1 Zahnradbahnlinie, 1 Standseilbahnlinie und 55 Buslinien der "Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)" und mehrere Buslinien weiterer privater Verkehrsunternehmen.
Zusätzlich hat Stuttgart ein flächendeckendes Carsharing-Angebot mit "Stadtmobil", das im Verbund mit DB-Carsharing auch von außerhalb genutzt werden kann.
Alle Nahverkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nutzbar. Die 6 S-Bahn-Linien führen zu folgenden Städten in der Region Stuttgart (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden; angegeben ist die jeweilige Endhaltestelle): Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar, Backnang, Schorndorf, Plochingen, Filderstadt, Herrenberg und Weil der Stadt. Eine Verlängerung der Linie S 1 nach Kirchheim unter Teck ist geplant.
Die Stadtbahnlinien der SSB verkehren nur im Stadtgebiet Stuttgart und den angrenzenden Städten und Gemeinden (im Uhrzeigersinn) Remseck am Neckar, Fellbach, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen und Gerlingen.
Medien
Stuttgart ist eine bedeutende Medienstadt. So befindet sich hier unter anderem der Sitz der Intendanz und des "Funkhauses Stuttgart" des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks (weitere Funkhäuser in Baden-Baden und Mainz). Weitere audiovisuelle Medien (zum Beispiel "Die Neue 107,7", Hit-Radio Antenne 1) sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet
Daneben erscheinen hier die "Stuttgarter Zeitung", eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands, und die "Stuttgarter Nachrichten" sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen (zum Beispiel "Cannstatter Zeitung"). Das größte Jugendmagazin für Baden-Württemberg, YAEZ erscheint ebenfalls in Stuttgart.
Darüberhinaus ist die Stadt einer der bundesweit führenden Standorte für Fachverlage (siehe hierzu den Hauptartikel: Medien in Stuttgart).
Bildung und Forschung
Medien in Stuttgart
- Die Hohe Karlsschule wurde 1770 von Herzog Karl Eugen (Württemberg) gegründet und befand sich anfangs im herzoglichen Schloss Solitude. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und wurde 1794 aufgelöst.
- Universität Stuttgart - gegründet 1876 als Polytechn
Rems-Murr-Kreis
Der Rems-Murr-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Rahmen der Kommunalreform in den 1970er Jahren aus den ehemaligen Landkreisen Backnang und Waiblingen entstand. Zum Sitz wurde Waiblingen bestimmt.
Der Rems-Murr-Kreis gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart, grenzt im Norden an den Landkreis Heilbronn und an den Landkreis Schwäbisch Hall, im Osten an den Ostalbkreis, im Süden an die Landkreise Göppingen und Esslingen sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Stuttgart und den Landkreis Ludwigsburg.
Geografie
Der Rems-Murr-Kreis hat Anteil am Schurwald und vor allem am Schwäbisch-Fränkischen Wald, zu dem hier der Welzheimer Wald, der Murrhardter Wald, der Mainhardter Wald und die südwestlichen Löwensteiner Berge gehören. Durch das Kreisgebiet fließen die Rems und die Murr, zwei rechte Nebenflüsse des Neckars, die kurz nach Verlassen des Kreisgebiets in diesen münden und dem Kreis seinen Namen gaben.
Wirtschaft
Früher war die im Kreis liegende Stadt Backnang eine Größe in der lederverarbeitenden Industrie.
Heute befinden sich mit den Firmen Marconi und TesatSpacecom zwei Hochtechnologiefirmen in Backnang.
Der internationale Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten, die Andreas Stihl AG & Co. KG, hat ihr Stammhaus in Waiblingen-Neustadt.
Die Robert Bosch GmbH hat zwei Werke in Waiblingen (für Kunststofftechnik und Verpackungstechnik) sowie eines in Murrhardt. Schorndorf ist der Stammsitz des inzwischen von der amerikanischen Firma Whirlpool übernommenden Hausgeräteherstellers Bauknecht. Winnenden ist Sitz des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher.
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führt keine Bundesautobahn. Die A 81 Stuttgart - Würzburg führt jedoch nur wenige Kilometer westlich des Kreises vorbei. Die wichtigsten Straßen im Kreis sind die B 29 Stuttgart - Aalen, im Kreisgebiet durchgehend vierspurig ausgebaut, sowie die B 14 Stuttgart - Schwäbisch Hall, die bis Winnenden vierspurig ausgebaut ist (der Ausbau bis Winnenden Mitte wird voraussichtlich 2006, der Ausbau bis Nellmersbach 2009 beendet sein).
Der Landkreis ist an das Netz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen. Die Linie führt von Stuttgart über Fellbach/Waiblingen nach Schorndorf. Diese Strecke wird zugleich von der Remsbahn benutzt, die über die Kreisgrenze hinaus bis Aalen führt, durchgehend zweigleisig elektrifiziert ist und regelmäßig vom Intercity Karlsruhe-Nürnberg befahren wird (allerdings ohne Halt in Schorndorf). Von Schorndorf zweigt die Wieslauftalbahn nach Rudersberg ab.
Die Linie führt ebenfalls über Fellbach/Waiblingen nach Backnang. Diese Linie ist Teil der Murrbahn, die weiter nach Schwäbisch-Hall-Hessental führt. Von Backnang aus führt ein eingleisiger Zweig als zum Endpunkt der S-Bahn Linie in Marbach am Neckar. Die Fortführung der als S40 über Marbach hinaus nach Backnang ist in Planung und soll nach 2010 fertiggestellt werden. Die Murrbahn wurde erst in den 1990er Jahren elektrifiziert. Sie stellt die kürzeste Verbindung von Stuttgart nach Nürnberg dar.
Die Stadt Fellbach ist ferner durch die Stadtbahnlinie mit Stuttgart-Mitte verbunden.
Geschichte
Der Rems-Murr-Kreis wurde durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem größten Teil des Altkreises Backnang (KFZ-Kennzeichen BK) zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Ferner wurden auch einige Orte des Kreises Schwäbisch Gmünd eingegliedert. Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die alten württembergischen Oberämter Waiblingen und Backnang, die schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg errichtet wurden. Im Laufe der Geschichte wurden sie mehrmals verändert und 1934/38 in die Landkreise Waiblingen und Backnang überführt. Damals nahm der Landkreis Waiblingen nahezu alle Gemeinden des Oberamts Schorndorf und viele Gemeinden des Oberamts Welzheim, der Landkreis Backnang viele Gemeinden der Oberämter Gaildorf, Marbach und Welzheim auf. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Rems-Murr-Kreis noch 31 Gemeinden, darunter 8 Städte und hiervon wiederum 6 "Große Kreisstädte" (Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden). Größte Stadt ist Waiblingen, kleinste Gemeinde ist Spiegelberg.
Politik
Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.
Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Landräte
Die Landräte des Landkreises Backnang 1945-1972:
- 1945: Josef Schäfer (kommissarisch)
- 1945 - 1946: Friedrich Tränkle (kommissarisch)
- 1946 - 1960: Karl Limbeck
- 1960 - 1972: Wilhelm Schippert
Die Landräte des Landkreises Waiblingen 1945-1972:
- 1945 - 1946: Anton Schmidt
- 1947 - 1948: Fritzmartin Ascher
- 1948 - 1950: Karl Georg Pfleiderer, DVP
- 1950 - 1973: Werner Bertheau
Die Landräte des Rems-Murr-Kreises seit 1973:
- 1973 - 2002: Horst Lässing
- 2002 - : Johannes Fuchs
Kreistag
Wappen
Beschreibung:
In Gold zwischen zwei schräglinken blauen Wellenleisten eine schräglinke schwarze Hirschstange (Wappen-Verleihung 4. November 1974)
Bedeutung:
Die Hirschstange steht für das Haus Württemberg, welches bereits seit dem 14. Jahrhundert den Großteil des heutigen Kreisgebiets beherrschte. Die beiden Wellenleisten symbolisieren die Flüsse Rems und Murr, welche dem Kreis den Namen gaben.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Sonstiges
Weblinks
- [http://www.rems-murr-kreis.de/ Offizielle Internetseite des Landkreises]
Kategorie:Landkreis in Baden-Württemberg
als:Rems-Murr-Kreis
MittelzentrumEin Mittelzentrum bezeichnet in der Raumordnung und der Wirtschaftsgeographie einen zentralen Ort der mittleren Stufe nach dem System der Zentralen Orte des deutschen Geographen Walter Christaller.
Mittelzentren dienen als Anlaufpunkt für die Versorgung an Waren, Dienstleistungen und Infrastrukturangeboten, die durch die umgebenden Unterzentren nicht gedeckt werden kann. Neben der Grundversorgung, wie sie auch in Unterzentren zur Verfügung steht, umfasst das Angebot der Mittelzentren den periodischen Bedarf, insbesondere:
- höhere Schule und Berufsschule
- Krankenhaus
- Facharzt
- Notar, Anwalt, Steuerberater
- Kino, kulturelle Angebote
Über den allgemeinen und den periodischen Bedarf hinausgehende Waren und Dienstleistungen können im nächsten erreichbaren Oberzentrum gedeckt werden.
Kategorie:Raumplanung
KreisreformKreisreformen sind Gebietsreformen auf Kreisebene, also der kreisfreien Städte und Landkreise. Derzeit (2005) gibt es 323 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland.
Chronik der Kreisreformen in Deutschland
Diese Liste befindet sich noch im Aufbau.
Die meisten Kreise in Preußen wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der nach-napoleonischen Zeit gegründet.
1753
- Die Kreise Altena und Hamm (Westfalen) wurden 1753 gegründet und sind damit eine der ältesten Kreise in Deutschland
1816
In den preussischen Provinzen Westfalen und Jülich-Kleve-Berg werden Landkreise und Stadtkreise gebildet.
- Die Kreise im preussischen Regierungsbezirk Köln, Provinz Jülich-Kleve-Berg nehmen ihre Amtsgeschäfte auf. Es sind die Landkreise Bergheim (Erft), Bonn, Gimborn, Homburg, Köln, Lechenich, Mülheim am Rhein, Rheinbach, Siegburg, Uckerath, Waldbröl und Wipperfürth sowie der Stadtkreis Köln
- In der Provinz Westfalen
- Regierungsbezirk ArnsbergLandkreis Altena, Landkreis Arnsberg, Landkreis Bochum, Landkreis Brilon, Landkreis Dortmund, Landkreis Hagen, Landkreis Hattingen, Landkreis Iserlohn, Landkreis Lippstadt, Landkreis Meschede, Landkreis Olpe, Landkreis Schwelm, Landkreis Siegen, Landkreis Soest, Landkreis Unna (bis 1930 als Landkreis Hamm), Landkreis Wittgenstein.
- Regierungsbezirk MindenLandkreis Bielefeld, Landkreis Brakel, Landkreis Bünde, Landkreis Büren, Landkreis Halle in Westfalen, Landkreis Herford, Landkreis Höxter, Landkreis Lübbecke, Landkreis Minden, Landkreis Paderborn, Landkreis Warburg, Landkreis Wiedenbrück sowie die Stadtkreise Bielefeld und Minden (1816-1817; danach Kreis Minden)
- Regierungsbezirk MünsterLandkreis Ahaus, Landkreis Beckum, Landkreis Borken, Landkreis Coesfeld, Landkreis Lüdinghausen, Landkreis Münster, Landkreis Recklinghausen, Landkreis Steinfurt (Burgsteinfurt), Landkreis Tecklenburg, Landkreis Warendorf sowie der Stadtkreis Münster.
1820
- Der Kreis Uckerath kommt zum Kreis Siegburg
1823
- Vereinigung der Landkreise Dinslaken und Essen zum neuen Landkreis Duisburg
- Zusammenlegung der Landkreise Rheinberg und Geldern
1825
- die Landkreise Gimborn und Homburg werden zum Kreis Gummersbach
- der Kreis Siegburg wird zum Siegkreis
1832
- Vereinigung des Landkreises Bünde mit dem Landkreis Herford
- Vereinigung des Landkreises Brakel mit dem Landkreis Höxter
1867
- Aus den Graftschaften Rantzau und die Herrschaft Pinneberg, sowie den Güterbezirken Haseldorf, Haselau, Flottbek, Seestermühe und dem Klosterbezirk Uetersen entsteht 1867 der Kreis Pinneberg
1873
- Essen wird kreisfrei
1876
- Bochum wird kreisfrei
1885
- In der preußischen Provinz Hannover wird die bisherige Ämterordnung durch eine Einteilung in Kreise ersetzt.
1887
- Bonn wird kreisfrei
- Gründung des Landkreises Hörde (bei Dortmund)
1896
- Gelsenkirchen wird kreisfrei
1901
- Mülheim am Rhein wird kreisfrei und kommt zum Regierungsbezirk Düsseldorf
1907
- Lüdenscheid wird kreisfrei
1909
- Iserlohn wird kreisfrei
1911
- Herford wird kreisfrei
1912
- Buer wird kreisfrei
1914
- Mülheim am Rhein, seit 1901 kreisfrei, wird nach Köln eingemeindet
1923
- Das Oberamt Cannstatt wird aufgelöst.
1926
- Das Oberamt Weinsberg wird aufgelöst.
- Buer fällt an Gelsenkirchen
1927
- aus dem Kreis Lechenich wird der Kreis Euskirchen
- scheidet die Stadt Fulda aus dem Kreis Fulda aus und wird kreisfrei.
1928
- Der Landkreis Dortmund wird aufgelöst.
1929
- Der Landkreis Bochum wird aufgelöst.
- Der Landkreis Hörde wird aufgelöst.
- Der Landkreis Hagen wird aufgelöst. Hagen kreisfrei, Rest zum Ennepe-Ruhr-Kreis
- Der Landkreis Hamm wird aufgelöst. Hamm kreisfrei, Rest wird Kreis Unna.
1932
- Die Landkreise Aschendorf und Hümmling werden mit Wirkung zum 1. Oktober 1932 aufgelöst und zum neuen Landkreis Aschendorf-Hümmling vereint.
- Die Kreise Gummersbach und Waldbröl werden zum Oberbergischen Kreis vereint
- Der Kreis Rheinbach wird aufgelöst und kommt zum Kreis Bonn
- Die Landkreise Mülheim am Rhein und Wipperfürth werden zum Rheinisch-Bergischen Kreis
- Die Kreise Bremervörde und Zeven werden zum Kreis Bremervörde zusammengefasst.
- Die Kreise Kehdingen, Jork und Stade werden zum Kreis Stade zusammengelegt.
- wird der Kreis Fulda mit dem Kreis Gersfeld vereinigt.
- Am 1. August 1932 wird der Kreis Usingen aufgelöst. Teile des Kreises fallen an die benachbarten Landkreise Wetzlar, Oberlahn und Untertaunus, der Löwenanteil jedoch an den Obertaunuskreis. Schon ein Jahr später (1. Oktober 1933) wird auf Betreiben der örtlichen NSDAP der Kreis Usingen wieder hergestellt.
- Die Kreise Norderdithmarschen und Süderdithmarschen werden zusammengelegt, dies wird jedoch 1933 wieder rückgängig gemacht
1938
- werden die beide Kreise Bensheim und Heppenheim zum "Kreis Bergstraße" vereinigt.
- In Württemberg reduziert das Gesetz über die Landeseinteilung die Zahl der Kreise mit Wirkung zum 1. Oktober von 61 auf 34, zusätzlich werden die Städte Heilbronn und Ulm kreisfrei (siehe Verwaltungsgliederung Württembergs).
1942
- werden der "Kreis der Eder", der "Kreis des Eisenbergs" und der "Kreis der Twiste" zum Kreis Waldeck (Kreissitz Korbach) vereinigt.
1953
- Die Stadt Konstanz wird auf eigenen Wunsch in den Landkreis Konstanz zurückgegliedert.
1955
- Leverkusen, bisher Rhein-Wupper-Kreis, wird kreisfrei
1969
- Die Landkreise Bonn und Siegkreis werden zu Rhein-Sieg-Kreis
- Viersen wird in den Kreis Kempen-Krefeld eingegliedert
- Kreis Altena und Lüdenscheid werden vereint
- Herford und Kreis Herford werden zusammengelegt
1970
- Am 26. April 1970 werden die Kreise Norderdithmarschen und Süderdithmarschen wieder vereint, es entsteht der Kreis Dithmarschen mit Heide als Kreisstadt
- Der Kreis Rendsburg-Eckernförde entstand im Zuge der Kreisreform in Schleswig-Holstein aus den Kreisen Rendsburg und Eckernförde, Rendsburg wurde Kreisstadt
- Der Kreis Nordfriesland entstand aus der Vereinigung der Kreise Eiderstedt, Husum und Südtondern, Kreisstadt wurde Husum
- Der Kreis Ostholstein entstand aus den Kreisen Oldenburg und Eutin. Kreisstadt wurde Eutin
1971/1972
Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte 1971/72.
1972
- Die beiden flächenkleinsten Kreise Hessens (der | | |