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Bad Tölz
Bad Tölz ist ein Kurort im Süden von Bayern, Deutschland.
Geographie
Bad Tölz liegt im Isartal, am Eingang zum Isarwinkel und ist Kreisstadt des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Nachbargemeinden sind:
im Süden: Gaißach, Wackersberg, Lenggries
im Norden: Königsdorf, Sachsenkam, Dietramszell, Geretsried
im Osten: Greiling, Reichersbeuern, Waakirchen
im Westen: Bad Heilbrunn
Bad Heilbrunn
Geschichte
Bad Heilbrunn
Bad Heilbrunn
- 1160 erstmals als Tolnze erwähnt.
- 1331 Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Ludwig den Bayern an Tölz.
- 1453 Der große Brand vernichtet die Marktstraße, Stadtkirche und Burg.
- 1632 Verwüstung der Stadt, die die Blütezeit der für ihre Kunstschreiner bekannten Handwerker- und Flößerstadt beendet.
- 1845 Entdeckung der Jodquellen am Sauersberg.
- 22. Juni 1899 Tölz bekommt den Titel Bad verliehen.
- 1934 nahm die erste der SS-Junkerschulen in Bad Tölz den Lehrgangsbetrieb auf. Nach Kriegsende wurde sie von den US-amerikanischen Streitkräften übernommen und in Flint-Kaserne umbenannt. Bis 1990 war die Flint-Kaserne neben einer Ingenieursschule auch europäischer Stützpunkt der Special Forces, vulgo Green Berets. Über dem Haupteingang prangte der Schriftzug "Cleanest American Camp In Europe".
Wirtschaft
Verkehr
- Bundesstraßen: B472 und B13
- Bahnlinie: Bayerische Oberlandbahn (BOB) München-Lenggries
Öffentliche Einrichtungen
Freizeit- und Sportanlagen
Eine der bekanntesten Freizeiteinrichtungen ist das Schwimmbad Alpamare.
Städtepartnerschaften
Vichy [http://www.ville-vichy.fr/ www.ville-vichy.fr] (Frankreich)
[http://www.comune.sangiulianoterme.pisa.it/ San Giuliano Terme] (Italien)
Mayrhofen (Österreich)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Marktstraße mit den breitgelagerten Häusern der Tölzer Kaufleutefamilien, vielfach mit Fassadenmalereien geschmückt; ein prachtvolles Ensemble
- Denkmal (in der Marktstraße) für Kaspar Winzerer, der Landpfleger in Tölz war
- Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (gotisch, Ausstattung teils aus dem 19. Jh.)
- Kalvarienberg mit Heilig-Kreuz-Kirche (interessante Doppelkirchen-Anlage des 18. Jh.), Heiliggrabkapelle und Leonhardikapelle (Ziel der alljährlichen Leonhardifahrt am 6. November); Panoramablick über den Isarwinkel zu den Bergen
- Mühlfeldkirche (Wallfahrtskirche Maria Hilf) mit einer Darstellung der Tölzer Pestprozession von Matthäus Günther im Altarraum
- Franziskanerkirche (jenseits der Isar)
- Kurviertel (Badeteil) mit Kurpark (jenseits der Isar)
- evangelische Kirche im Kurviertel (jenseits der Isar), mit Altarbild von Lovis Corinth
- Heimatmuseum (in der Marktstraße 48)
Persönlichkeiten
- Anton Krettner (Komponist)
- Thomas Mann (Schriftsteller, besaß hier eine Sommervilla)
- Klaus Mann (Schriftsteller, verlebte in der elterlichen Sommervilla Jugendjahre)
- Franz Seraph Hanfstaengl (Maler, Lithograph und Fotograf)
Söhne und Töchter der Stadt
- Hans Carossa, deutscher Lyriker und Autor
- Uschi Disl, deutsche Biathlon|Biathletin
- Martina Ertl, deutsche "Ski alpin" Skirennläuferin
- Michaela Gerg, deutsche Skirennläuferin
- Christian Probst, deutscher Medizinhistoriker und -soziologe
- Otto Schneitberger, deutscher Eishockeyspieler
- Gabriel von Seidl, berühmter Architekt
- Hans Zach, deutscher Eishockey-Trainer
Sonstiges
Hans Zach
- Bad Tölz ist Handlungs- und Drehort von Der Bulle von Tölz
- EC Bad Tölz (Die Löwen) - Eishockeyverein von Bad Tölz
Weblinks
- http://www.bad-toelz.de/
- http://www.kurklinik-toelz.de/
- [http://www.deutschland-webcam.de/webcams/details-74.html Webcam in der Tölzer Marktstrasse]
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Bayern
Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee.
Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").
Geschichte
Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern
Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.
Politik
Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns.
Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:
In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten.
Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU).
Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt.
Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:
- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945
Staatsaufbau
Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden.
Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen.
Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt.
Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006.
Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde.
Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern
Wahlrecht
Gesetzgebungsverfahren in Bayern]
Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat.
Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann.
Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden).
Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt.
Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.
Staatswappen, Flagge und Hymne
Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen
Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten:
Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben.
Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität.
Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau.
Zur Hymne siehe: Bayernhymne
Verwaltungsgliederung
Regierungsbezirke
Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern:
Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)
Landkreise
Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte:
kreisfreie Städte
Kreisfreie Städte
Städte und Gemeinden
Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)
Größte Städte
Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt
Regionen
Geografie
Große Kreisstadt
Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb.
Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen).
Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen).
Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau.
Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden.
Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern
Wirtschaft
Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent.
Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden.
An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.
Kultur
Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken.
Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.
Museen
Theater, Schauspiel und Oper
Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:
Musik
Operetten]
Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck
Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck
Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele.
Münchner Opernfestspiele
Küche
Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel
Religion, Stämme und Sprache
Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 %
Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden.
Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche.
Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet.
Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen
Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten.
siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster
Literatur
- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7
Siehe auch: Portal:Bayern
Weblinks
- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern
ja:バイエルン州
ko:바이에른 주
simple:Bavaria
Isar
Die 295 km lange Isar ist ein Fluss in Tirol (Österreich) und Bayern (Deutschland).
Sie durchfließt die Städte München, Freising und Landshut. Die Ausprägung als typischer Gebirgs- und Voralpenfluss mit breitem, sich ständig verlagerndem Flussbett, ausgedehnten Kiesbänken und verzweigten Flussarmen weist sie nur noch in einzelnen Bereichen des Oberlaufs auf. Nach der Donau, dem Inn und dem Main ist die Isar der viertlängste Fluss Bayerns.
Etymologie
Nach der geläufigsten Deutung setzt sich der Name Isar aus den keltischen Worten ys (schnell, reißend) und ura (Wasser, Fluss) zusammen. Nach einer anderen Interpretation steht allerdings ys gleichzeitig für hoch und tief und bezeichnet damit die Vertikale. Im Bereich des früheren keltischen Siedlungsgebietes leiten sich eine Reihe von Flussnamen von dem Wort ab:
- Iser (Tschechien)
- Isère (Frankreich)
- Isel (Österreich)
- Ijssel (Niederlande)
- Isarco (Italien)
Auch die Bezeichnung für den unteren Flussabschnitt der Donau Ister hat vermutlich den gleichen keltischen Ursprung. Eine neuere Deutung bezieht sich auf eine hypothetische indogermanische Wurzel es oder is und leitet daraus eine generische Bezeichnung für „(fließendes) Wasser“ ab. Die Interpretation Hans Bahlows hingegen, dass sich das Wort Isar von es, as oder os ableiten lässt und damit als „Sumpfwasser“ zu interpretieren ist, ist in Fachkreisen höchst umstritten.
Geografie
Hans Bahlow
Die Isar entwässert einen großen Teil der Bayerischen Alpen sowie Teile des Karwendels nach Norden zur Donau und damit letztendlich zum Schwarzen Meer hin. Insgesamt umfasst das Einzugsgebiet etwa 9.000 Quadratkilometer. Da der Niederschlag im Winter vor allem in den Alpen zumeist als Schnee fällt, führt die Isar während der Schneeschmelze im Frühsommer besonders viel Wasser. Mit einem mittleren Abfluss von fast 200 Kubikmetern pro Sekunde ist sie mit mittelgroßen deutschen Flüssen wie der Mosel, dem Main oder dem Neckar vergleichbar.
Die offiziell als Isar-Ursprung bezeichneten Quellen und Quellbäche befinden sich im Hinterautal östlich der Ortschaft Scharnitz im Karwendelgebirge auf 1.160 Meter über Normalnull. Der Lafatsch entspringt als längster Quellbach der Isar weiter südöstlich beim Hallangerhaus. Die Quelle des Lafatschbachs wird daher ebenfalls als Isar-Quelle bezeichnet. Der Fluss verlässt das Karwendelgebirge bei Scharnitz und passiert nur wenige Kilometer weiter nördlich die österreichisch-deutsche Grenze. Zwischen Mittenwald und Krün wird die Isar erstmals gestaut. Ihr Wasser wird hier größtenteils in den Walchensee zur dortigen Stromerzeugung abgeleitet. Um den Hochwasserschutz der weiter abwärts liegenden Gemeinden sicherzustellen, aber auch zur Energieerzeugung, wurde zwölf Kilometer südlich von Lenggries der Fluss zu einem Stausee – dem Sylvensteinsee – aufgestaut. Nachdem die Isar bei Bad Tölz den Bereich der Bayerischen Alpen verlassen hat, durchfließt sie zuerst die dem Gebirge vorgelagerte, vorwiegend würmzeitliche Moränenlandschaft und die Münchner Schotterebene, anschließend ab Freising tertiäres Hügelland bis zum Donautal. Ihre beiden größten Nebenflüsse sind die Loisach und die Amper. Die Isar mündet nach insgesasmt 295 Kilometern Länge (davon 263 km in Deutschland) südostlich von Deggendorf in die Donau. Die Flussmündung liegt auf 312 Metern über Normalnull; damit überwindet die Isar von ihren Quellen bis zur Donau rund 848 Höhenmeter.
Inseln
Die meisten kleinen Inseln und Kiesbänke der Isar werden durch die jährlichen Hochwasser immer wieder in Umfang und Form verändert. Einige Inseln im unmittelbaren Bereich von größeren Städten wurden im 19. Jahrhundert verbaut und so gegen Veränderungen durch Abtrag gesichert: die Museumsinsel und die Praterinsel in München sowie die Mühleninsel in Landshut.
Geschichte
Landshut
Die Isar wurde vermutlich schon seit vorgeschichtlicher Zeit als Handelsweg genutzt, um Waren aus dem Bereich der Alpen und aus Italien mit Hilfe von Flößen zur Donau zu transportieren. Eine schon bestehende Handelsstraße aus dem Inntal über den Seefelder Pass ins nördliche Alpenvorland wurde von den Römern ab 195 n. Chr. zur Via Rätin ausgebaut. Die Isarstadt Mittenwald konnte sich so von einem römischen Posten zu einem wichtigen Umschlagsplatz für Handelswaren im Werdenfelser Land entwickeln.
An wenigen Stellen bauten die Römer Holzbrücken, um die Isar mit ihrer starken Strömung einfacher überwinden zu können und damit den Warenhandel auch über Land zu erleichtern. Der Flussübergang der Römerstraße südlich von München wurde als Teil der Verbindung zwischen Augsburg und Salzburg vermutlich schon durch eine Brücke gesichert. Der dadurch einfach zu kontrollierende Handelsverkehr ermöglichte regelmäßige Einnahmen durch Zollgebühren und gewann so an zusätzlicher Bedeutung. Die mittelalterlichen Gründungen der Städte München und Landshut stehen in direktem Zusammenhang mit dem Bau von Brücken und den damit verbundenen Auseinandersetzungen um Macht und wirtschaftlichen Einfluss. Durch den weiteren Ausbau der Städte gab es unter anderem eine stetige Nachfrage nach Holz und Kalk, die zu einem Aufschwung der Flößerei vor allem im Oberland führte. Ab dem 17. Jahrhundert wurden auch Waren wie Südfrüchte, Gewürze, Baumwolle und Seide vom Venezianischen Markt in Mittenwald über die Isar bis nach Wien und Budapest transportiert. Auf dem Höhepunkt der Flößerei im 19. Jahrhundert landeten in München über 8.000 Flöße pro Jahr an.
Seit dem Mittelalter wurden unter anderem Wassermühlen durch die Wasserkraft der Isar angetrieben. Um hierfür einen gleichmäßigen Wasserstand sicherzustellen, wurde in München das Wasser in kleinere Kanäle abgeleitet. Die Kanäle dienten als Stadtbäche auch der Versorgung der Bevölkerung mit Brauchwasser und zur Bewässerung der Gräben vor den mittelalterlichen Stadtmauern. Während der jährlichen Hochwasser kam es immer wieder zu Überschwemmungen und Unglücksfällen in den anliegenden Städten und Gemeinden. So stürzte 1813 in München eine Brücke ein und brachte so über 100 auf der Brücke stehenden Schaulustigen den Tod. Ab 1806 wurde damit begonnen, die Ufer zu befestigen und den Fluss zu kanalisieren, damit dieser sich weiter in das Flussbett eingrub und so die Gefahr durch das Hochwasser verringert wurde. Weitere umfangreiche, regulierende Maßnahmen wurden seit den 1920-er Jahren durchgeführt, um die Wasserkraft zur Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen. Erst in jüngster Zeit wird versucht, durch verschiedene Maßnahmen der Isar zumindest in Teilbereichen ihren ursprünglichen Wildflusscharakter zurückzugeben.
Am Unterlauf der Isar, zwischen Moosburg an der Isar und Plattling, wurde vor allem während des 16. und 17. Jahrhunderts Gold aus den Flussablagerungen gewaschen. Die so gewonnenen Mengen des Edelmetalls hatten allerdings keine größere wirtschaftliche Bedeutung.
Natur- und Umweltschutz
Gold
Gold
Gold
Seit den 1920er Jahren wird das Wasser der Isar zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt, mit weitreichenden Folgen nicht nur für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch für den Menschen. Um die insgesamt 28 Kraftwerke mit der notwendigen Wasserkraft zu versorgen, wird das Flusswasser mehrfach abgeleitet, kanalisiert und aufgestaut. So wurde beispielsweise nördlich von Mittenwald ab 1923 das gesamte Wasser der Isar dem Walchensee für den Betrieb des Walchenseekraftwerks zugeführt. Erst seit 1990 wird ein Restanteil von vier Kubikmetern pro Sekunde in dem Flussbett belassen, so dass die Isar in diesem Bereich nicht mehr trocken fällt. Auch der Bau des Sylvensteinsees als Hochwasserschutz sowie zahlreiche regulierende Maßnahmen, die schon seit dem frühen 19. Jahrhundert vor allem im Bereich der Städte durchgeführt wurden, veränderten nachhaltig den Wildflusscharakter. Seit der Erbauung des Sylvensteinsees ist die Isar weiter flussabwärts nicht mehr über die Ufer getreten.
In jüngster Zeit wird versucht, durch verschiedene Maßnahmen der Isar ihre Ursprünglichkeit wiederzugeben. So wird zum Beispiel seit Mai 2000 ein acht Kilometer langer Teilbereich der Flusslandschaft im südlichen Stadtgebiet von München renaturiert. Dazu wurde das Flussbett aufgeweitet, die Ufer wurden abgeflacht und Kiesinseln sowie naturnahe Sohlrampen angelegt. Auch die vorhandenen Deiche wurden erhöht, verbreitert und durch den Einbau einer Dichtwand verstärkt.
Neben dem verbesserten Hochwasserschutz wurde so gleichzeitig mehr Naturnähe der Flusslandschaft geschaffen und somit eine wesentlich verbesserte Qualität des wichtigsten Naherholungsgebietes im Großraum München erreicht. Durch Aufrüstung verschiedener Klärwerke entlang der Isar konnte die Wasserqualität deutlich gesteigert werden, so dass das Flusswasser derzeit die Gewässergüteklasse II aufweist, also als mäßig belastet gilt. Hoch ist allerdings nach wie vor die Anzahl der Keime. Gemeinsam mit einer Reihe anderer Städte und Gemeinden entlang der Isar hat sich die Stadt München zum Ziel gesetzt, die Wasserqualität so nachhaltig zu verbessern, dass die Isar voraussichtlich ab 2005 offiziell zum Baden freigegeben werden kann. München wäre damit eine der wenigen Großstädte Europas mit einem Fluss im Stadtgebiet, der zum Baden geeignet ist (wie zum Beispiel die Aare in Bern). Zwar wurden in der Zwischenzeit am Isaroberlauf Klärwerke in Betrieb genommen, die durch Behandlung mit ultraviolettem Licht die Zahl der Keime drastisch reduzieren, so dass die Stadt München die Warntafeln entfernen konnte, die vor dem Infektionsrisiko mit Keimen beim Baden warnten. Dennoch kann die Isar im Bereich des Stadtgebiets nicht als Badegewässer ausgewiesen werden, da aufgrund der Einträge durch Niederschläge, insbesondere bei Starkregen, eine gleichbleibende Wasserqualität nicht gewährleistet werden kann.
Entlang der Isar wurden eine Reihe von Natur-, Landschafts-, sowie für einzelne Kiesbänke auch Vogelschutzgebieten ausgewiesen, beispielsweise das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ nordöstlich von Moosburg. Dieses Naturschutzgebiet ist eine bedeutende Raststätte für durchziehende Wasservögel. Über 260 verschiedene Vogelarten wurden bislang nachgewiesen, darunter auch gefährdete Arten wie die Flussseeschwalbe und das Blaukehlchen.
Blaukehlchen)]]
Um die Schönheit des Isartales zu erhalten, gründete Gabriel von Seidl bereits 1902 den Isartalverein. Um dieses Ziel zu erreichen, kaufte die erste Münchner Bürgerinitiative über 90 Hektar Land und betreut heute insgesamt über 330 Kilometer Wander- und Radwege.
Fauna und Flora
Der Bestand von Fauna und Flora hängt direkt mit der Gestaltung der Flusslandschaft zusammen, auf die der Mensch seit dem 19. Jahrhundert starken Einfluss nimmt. Durch Aufstauungen an zahlreichen Wehren wurde die Fließgeschwindigkeit stark herabgesetzt, was auch zur Erhöhung der Wassertemperatur führte. Fischarten, die sauerstoffreiches und kühleres Wasser als Lebensraum benötigen, wurden durch Arten aus dem Stillwasserbereich verdrängt. Durch die verringerte Fließgeschwindigkeit werden auch die Kiesbänke nur noch selten umgeschichtet, so dass diese zuwachsen. Vogelarten, die offene Kiesflächen als Brutplatz benötigen, finden hier keinen Lebensraum mehr.
Wehr auch im Münchner Stadtgebiet]]
Durch verschiedene Maßnahmen wie die Ausweisung von Naturschutzgebieten, das Einrichten von verbesserten Fischpässen an Stauwehren oder das Erhöhen der Restwassermenge werden neue Rahmenbedingungen geschaffen, um die Lebensbedingungen für viele zum Teil seltene Tiere und Pflanzen zu verbessern. Neuere Untersuchen an der Ammer belegen allerdings auch, dass der Rückgang des Äschenbestandes mit der ansteigenden Population der Gänsesäger zusammenhängt. Dieser als gefährdet eingestufte Entenvogel hat sich auf die Jagd nach kleinen Fischen spezialisiert. An diesem Beispiel zeigt sich, wie schwierig es ist, ein ursprünglich vorhandenes ökologisches Gleichgewicht wiederherzustellen, wenn dieses erst einmal nachhaltig gestört wurde. Ein vergleichbarer Zusammenhang zwischen den geschützten Kormoranen und den Fischbeständen führt immer wieder zu Diskussionen zwischen Fischerei-Vereinen und Vogelschützern.
1976 wurde der Biber im Isardelta wieder angesiedelt. Von dort aus breiteten die Tiere sich flussaufwärts aus. Ein Exemplar lebte sogar jahrelang mitten in München unmittelbar am Deutschen Museum. Auch nach dem August-Hochwasser 2005 konnte man frische Biberbissspuren an Bäumen in Isarnähe sehen.
Ein Teil der typischen Isarfische ist in seinem Bestand bedroht, wie zum Beispiel der Huchen oder der Wels. Neben diesen Arten kommen in der Isar vor allem Forellen und Barsche vor, sowie Koppe, Hecht, Nerfling, Rotauge, Rotfeder, Rutte, Schleie und Zander. Die Liste der Fischarten in der Isar gibt einen umfassenden Überblick über den heimischen Fischbestand. Als einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Donau lassen sich im unteren Flussbereich der Isar typische Fischarten der Donau nachweisen, so beispielsweise das Donaubachneunauge oder der Sterlet. Die Verbreitung des Donaubachneunauges in Deutschland ist unter Wissenschaftlern allerdings umstritten; möglicherweise handelt es sich hier um eine Verwechslung mit dem Ukrainischen Bachneunauge. Insgesamt sind etwa 50 einheimische Fischarten bekannt. Von der Quelle bis zur Mündung lässt sich die Isar in drei Flussregionen aufteilen: die Forellenregion von der Quelle bis Lenggries, die Äschenregion von Lenggries bis Moosburg und die Barbenregion von Moosburg bis zur Mündung.
Barbenregion
Neben verbreiteten Vögeln wie Möwen, Schwänen oder Stockenten bietet die Isar auch anderen, weniger häufig vorkommenden Arten einen Lebensraum. So lassen sich Wasseramseln, Eisvögel, Graureiher oder auch Flussregenpfeifer beobachten. Selten geworden sind die Fluss-Seeschwalbe und der Flussuferläufer; sie gelten als gefährdet. Ihre Nester liegen sehr gut getarnt inmitten des Gerölls der Kiesbänke und werden von Erholungssuchenden, die trotz Verbots die Kiesflächen (ausgewiesene Vogelschutzgebiete) betreten, meist nicht wahrgenommen. So werden die dort brütenden Vögel besonders während der Brutzeit massiv und nachhaltig gestört. Die als Vogelschutzgebiet gekennzeichneten Bereiche dürfen jeweils in dem Zeitraum vom 15. März bis zum 10. August nicht betreten werden.
Vor allem im Ufer- und Böschungsbereich, aber auch auf den Kiesbänken kommen neben Erdkröten und Zauneidechsen auch Blindschleichen vor. Die Schlangen sind durch die Kreuzotter sowie durch die Ringel- und die Schlingnatter vertreten.
Besonders im oberen, aber teilweise auch im mittleren Flussabschnitt entstehen durch Erosion und Sedimentation immer wieder neue Flussaufschüttungen. Diese noch offenen Schotterflächen werden zuerst von Pionierpflanzen besiedelt, welche mit den schwierigen Bedingungen dort gut zurecht kommen; dazu gehören das Alpen-Leinkraut, das gelbblütige Habichtskraut und die Deutsche Tamariske. Wird die Kiesbank nicht von Hochwasser wieder abgetragen, siedeln sich nach einigen Jahren auch Silberwurz, Wacholder und schließlich auch verschiedene Weidenarten an. Bei einer weiteren Entwicklung entstehen so nach und nach lichte Kieferwälder.
Wirtschaft
Die Isar hat keine Bedeutung für die Binnenschifffahrt und somit für den Transportverkehr, da der Fluss über seinen gesamten Verlauf nicht schiffbar ist. Es ist aber anzumerken, dass früher auf der Isar Holz und andere Güter in beträchtlichen Mengen von Mittenwald über München bis an die Donau geflößt wurden. Seit dem Aufkommen von Eisenbahn und Kraftfahrzeugen wird dieser Transportweg so gut wie nicht mehr genutzt. Einige wirtschaftliche Bedeutung erlangt der Fluss durch seine Wasserkraft, die zur Stromerzeugung genutzt wird. Der Umfang der so erzeugten Energie erreicht allerdings nicht einmal mehr ein Prozent des heutigen Strombedarfes in Bayern. Durch die Kühlung der beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Isar trägt die Isar jedoch indirekt zur Energieerzeugung im großen Umfang bei, die beiden Kernkraftwerksblöcke decken etwa 40 Prozent des bayerischen Strombedarfs.
Energie
Kernkraftwerk
Wasserkraftwerke benötigen einen gleichmäßig hohen Wasserstand, damit die Energieerzeugung in niederschlagsarmen Monaten nicht zum Erliegen kommt. Dies wurde durch den Bau von mehreren
Kanälen sichergestellt, die den Verlauf der Isar begleiten und den größeren Anteil des Flusswassers mit sich führen. Im Stadtgebiet von München liegen am Isar-Werkkanal drei zwischen 1900 und 1930 erbaute Kraftwerke (Isarwerke 1-3). Aus dem Werkkanal wird bei der Marienklause das Wasser für den Auer Mühlbach ausgeleitet, an dem drei weitere, kleinere Wasserkraftwerke liegen. Am Nordrand von München zweigt der Mittlere-Isar-Kanal Richtung Erding ab und fließt erst nach über 20 Kilometern wieder zurück ins Flussbett. Die Kraftwerke entlang der Isar erzeugen im Durchschnitt etwa 2 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie im Jahr. Auch der Sylvensteinsee, der 1956 als Hochwasserschutz südlich von Bad Tölz fertig gestellt wurde, wird zur Energiegewinnung genutzt. Der Stausee ist in der Lage, maximal 124 Millionen Kubikmeter Wasser zwischenzuspeichern.
Die beiden Blöcke des Kernkraftwerks Isar östlich von Landshut nutzen das Wasser der Isar zur Kühlung. Durch die Kühlung des Reaktors von Isar II verdunsten 800 Liter Flusswasser pro Sekunde im Kühlturm. Bei der Kühlung des Siedewasserreaktors von Isar I geht hingegen kein Wasser für den Fluss verloren, da es um drei Grad Celsius erwärmt wieder in das Flussbett zurückgeleitet wird.
Tourismus
Siedewasserreaktor
Neben der bayerischen Landeshauptstadt und einer Reihe weiterer sehenswerter Städte entlang der Isar sind zahlreiche Isarlandschaften und Naturschutzgebiete von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Isarwinkel oder die Pupplinger Au südlich von München. Über weite Strecken wird der Fluss von Radwanderwegen gesäumt, die eine Radwanderung von den Alpen bis zur Donau ermöglichen.
Seit einigen Jahrzehnten erlebt auch die Flößerei eine Renaissance im touristischen Sektor. Jährlich fahren in den Sommermonaten bis zu 50.000 Touristen auf großen, bis zu 20 Tonnen schweren Flößen von Wolfratshausen über eine Strecke von 25 Kilometern bis zur Floßlände in München-Thalkirchen. Die Wehre der Kraftwerke werden dabei durch Schleusenrutschen überwunden. Die Rutsche im Mühltal südlich von Kloster Schäftlarn überwindet auf einer Länge von 360 Metern rund 18 Höhenmeter und gilt damit als die längste Floßgasse der Welt. Die mit Musikkapelle, Tischen und Bänken, Bewirtungsmöglichkeit mit Bier und Brotzeit und auch einer Bordtoilette ausgestatteten Flöße werden nach der Ankunft am Zielort in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, auf Lkw flussaufwärts gebracht und dort für die nächste Fahrt wieder zusammengesetzt.
Das Befahren der Isar mit Kanus oder ähnlich kleinen und wendigen Booten ist über Teilstrecken problemlos möglich. Bei hoher Wasserführung kann unter anderem an der Wittelsbacher Brücke in München auch Wellenreiten praktiziert werden.
An einigen Stellen entlang der Isar wird nackt gebadet, so beispielsweise nördlich von Wolfratshausen im Bereich der Pupplinger Au. Im südlichen Stadtgebiet von München sind sogar FKK-Gelände offiziell ausgewiesen. Viele Münchner lassen sich allerdings – unabhängig von offiziellen Ausweisungen – auch im inneren Stadtbereich nackt am Ufer oder auf den Kiesinseln von der Sonne bräunen.
Die Isar begleitet der Isar-Radweg, ein relativ einfach zu fahrender Radweg, von Mittenwald über Landshut bis Plattling.
Die Isar in Kunst, Literatur und Musik
Plattling
Die ältesten Darstellungen der Isar entstanden vor religiösem Hintergrund. So stellt ein Altarbild aus dem Jahre 1480 in der Jakobskirche in Lenggries das Martyrium des Apostels Jakobus dar. Der unbekannte Künstler verlegte die Enthauptung, die in Jerusalem stattfand, an das Ufer der Isar.
Im 19. Jahrhundert entdeckten Künstler der Münchner Schule – wie Wilhelm Scheuchzer, Joseph Wenglein und Wilhelm von Kobell – die Isar als Motiv für ihre Bilder. Dank der realistischen Darstellung der Motive haben ihre Gemälde auch einen historischen Wert für die Dokumentation der Flussumgebung vor ihrer massiven Verbauung.
In seinem Heimatroman Jäger vom Fall setzte Ludwig Ganghofer den Bewohnern des Isarwinkels ein Denkmal für ihre Heimatliebe und machte damit auch die Flusslandschaft der Isar überregional bekannt. Aber auch die neuere Literatur enthält Geschichten und Fakten über den Alpenfluss. Carmen Rohrbach beschreibt in ihrem Buch Der grüne Fluss eindrucksvoll ihre Wanderung von den Quellen bis zur Flussmündung.
Der Liedermacher Willy Michl schildert in seinem Blues-Song Isarflimmern die Schönheit des Alpenflusses: „(…) Sommersonne auf weißem Kies, daneben der smaragdgrüne Fluss, wenn dann noch die Zeit still steht – dann ist das Isarflimmern im Paradies.“
Literatur
- Christian Magerl, Detlev Rabe (Hrsg.): Die Isar. Kiebitz Buch, Vilsbiburg 2004 ISBN 3-9804048-5-4
- Christian Magerl, Detlev Rabe (Hrsg.): Die Isar. Wildfluss in der Kulturlandschaft. Kiebitz Buch, Vilsbiburg 1999 ISBN 3-9804048-5-4
- Marie-Louise Plessen (Hrsg.): Die Isar. Ein Lebenslauf. Hugendubel Verlag, München 1983 ISBN 3-88034-198-2
- Carmen Rohrbach: Am grünen Fluss: Isar – eine Wanderung von der Quelle bis zur Mündung. Frederking und Thaler, München 2002 ISBN 3-89405-433-6
- Bernhard Setzwein: An den Ufern der Isar – Ein bayerischer Fluß und seine Geschichte. Koehler und Amelang München/Berlin 1993 ISBN 3-7338-0174-1
Weblinks
- [http://www.isartalverein.de/ Homepage des Isartalvereins]
- [http://www.wasserwirtschaftsamt-muenchen.de/app/neues_leben_isar Renaturierung einer Flusslandschaft]
- [http://www.bayerninfo.de/radler/beschrei/rw_33.htm Radtour entlang der Isar]
- [http://www.river-info.de/isar/isar.htm Informationen für Kanusportler]
- [http://www.hnd.bayern.de/gebietskarte.php?gknr=2&bw=i5&pf=Win32 Wasserstände der Isar]
- [http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/bayern/sagen_isarwinkel.htm Sagen]
Kategorie:Fluss in Deutschland
Kategorie:Fluss in Bayern
Kategorie:Fluss in Österreich
Kategorie:Fluss in Tirol
Kategorie:Nebenfluss der Donau
Isarwinkel
Der Isarwinkel ist eine Oberbayerische Region entlang der Isar in den Bayerischen Alpen zwischen Bad Tölz und der Grenze 3 km östlich Wallgau, wo das Obere Isartal sich nach Westen anschließt. Schon in einem Vertrag mit Herzog Albrecht IV. „von des Holzschlags wegen“ vom 4. Oktober 1497 (BayHStA KL BB 174) wird der Raum zwischen Tölz und Wallgau als „Iserwinkl“ bezeichnet. Die an die Flusslandschaft angrenzenden Berge sind zumeist nicht höher als 1400 m ü. NN.
In dem Heimatroman Der Jäger von Fall setzte Ludwig Ganghofer den Bewohnern des Isarwinkels ein Denkmal für ihre Heimatliebe und machte damit auch die Flusslandschaft überregional bekannt.
Kategorie:Region in Bayern
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist ein Landkreis im Süden des Regierungsbezirks Oberbayern in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis München, im Osten der Landkreis Miesbach, im Süden das österreichische Bundesland Tirol und im Westen die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Starnberg.
Geografie
Der Landkreis gehört zur Region Oberland und wird durch die Flußtäler der Isar und der Loisach sowie viele Seen geprägt. Er umfasst sowohl alpines als auch voralpines Gelände. Der Schafreuter im Karwendel ist mit 2.100 m der höchste Berg im Landkreis.
Geschichte
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen entstand in seiner jetzigen Form erst 1972 durch die Gebietsreform aus den früheren Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen.
Wappen
Städte und Gemeinden
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Weblinks
- [http://toelzerland.lra-toelz.de// Offizielle Tourismus-Website]
Bad Tolz-Wolfratshausen
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Gaißach
Gaißach ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Geographie
Das weitverstreute Dorfgebiet liegt auf einer Höhe von 660 bis 740 Metern über NN. Die größte Erhebung befindet sich mit 1.562 Metern im Südosten der Gemeinde am Fockenstein.
Ortsteile sind Grundnern, Kellern, Lehen, Lexen, Lus, Moosen, Mühle, Obergries, Oberreut, Obersteinbach, Pfistern, Puchen, Rain, Reuth, Schalchern, Taxern, Untergries, Untermberg, Unterreut, Untersteinbach, Wetzl und Wiedmoos
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Gaißach als Kaizahu stammt aus dem Jahr 817. Gaißach wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.
Freizeit- und Sportanlagen
- Skilift
- Natureisstadion SC Gaißach
Weblinks
- http://www.sc-gaissach.de
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Lenggries
Lenggries ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern mit 9.466 Einwohnern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Lenggries ist der Hauptort des Isarwinkels. Die Gemeinde ist die flächenmäßig größte kreisangehörige Gemeinde Bayerns.
Geografie
Lenggries liegt im Isartal am Übergang zum Alpenvorland. Im Osten liegen die Tegernseer Berge, im Westen liegt der Hausberg von Lenggries, das Brauneck mit 1556 m Höhe. Das Brauneck ist ein bekanntes Skigebiet, das durch eine Seilbahn erschlossen ist.
Südlich des Hauptorts liegen u. a. der Sylvensteinsee (Stausee) und die Ortsteile Fall und Vorderriß.
Geschichte
1220 wird Lenggries zum erstenmal erwähnt. Über viele Jahrhunderte stand Lenggries, die Ansiedlung am "langen Gries", unter der Herrschaft der Freiherren von Hörwarth der geschlossenen Hofmark Hohenburg. Lenggries entwickelte sich im Zeitraum 1808 - 1818 im Zusammenhang mit den in diesen beiden Jahren erlassenen bayerischen Gemeindeedikten zur selbständigen politischen Gemeinde. 1924 wird Lenggries ans Bahnnetz angeschlossen (heute Bayerische Oberlandbahn). Damit gewann der Fremdenverkehr zunehmende Bedeutung für Lenggries.
Hier wurde auch der erste Widerstand im Jahre 1705 gegen die Österreicher organisiert, was später zur Sendlinger Schlacht führte.
Wirtschaft
Verkehr
- Bundesstraße: B13
- Bahnlinie: Bayerische Oberlandbahn (BOB) München-Lenggries
Städtepartnerschaften
Mit fünf bretonischen Gemeinden:
Plélo, Chatelaudren, Plouvara, Bringolo und Saint-Jean-Kerdaniel (nähe Saint Brieuc)
im französischen Département Côtes-d'Armor.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche St. Jakob (italienischer Barockstil, erbaut 1722)
- Kalvarienberg bei Hohenburg (Streng geometrische Anlage. Interessant der Vergleich mit dem Kalvarienberg im nahen Bad Tölz.)
- Schloss Hohenburg, Exil des 1866 von Preußen vertriebenen Adolph Herzog von Hessen-Nassau, später sein Sommerresidenz als Großherzog von Luxemburg. Heute Gymnasium und Realschule St. Ursula der Erzdiözese München und Freising, keine Besichtigung.
- Der letzte freistehende Kalkofen im Isarwinkel.
Museen
- Das Heimatmuseum Lenggries beschäftigt sich mit Ortsgeschichte, Antlaßschützen, Volksfrömmigkeit und Tracht in Lenggries. Weitere Themen sind Lenggrieser Handwerk, Flößerei, Land- und Almwirtschaft und auch Jagd und Wilderei.
- größtes privates Tiermuseum.
Persönlichkeiten
- Martina Ertl (Skirennläuferin)
- Annemarie Gerg (Skirennläuferin)
- Hilde Gerg (Skirennläuferin)
- Michaela Gerg-Leitner (Skirennläuferin)
Weblinks
- [http://www.lenggries.de/ offizielle Webseite der Stadt]
- [http://www.brauneck-bergbahn.de Brauneck-Bergbahn: Informationen zu den Sommer- und Wintersport-Möglichkeiten am Brauneck]
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Königsdorf (Bayern)
Königsdorf ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern mit 2.938 Einwohnern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit den Ortsteilen Königsdorf und Schönrain.
Geschichte
Die erste urkundlichen Erwähnung stammt von 778. Im 14. Jahrhundert, nach Aussterben der "Nobiles de Chumizdorf", übernahm das Geschlecht der Höhenkircher die offene Hofmark Königsdorf und verkaufte diese während des Dreißigjährigen Krieges an das Kloster Benediktbeuern.
Am 16. Dezember 1705 fand im Wirtshaus „Post“ in Königsdorf ein Treffen von je drei Wirten aus München und Tölz statt. Christian Probst berichtet über das von Johann Jäger organisierte Gespräch in dem die Befreiung Münchens geplant wurde. Diese schlug fehl und ging als „Sendlinger Mordweihnacht“ in die Geschichte ein.
Königsdorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Das Gelände der ehemaligen "Oberen Rothmühle" wurde von 1936 bis 1945 von der Hitlerjugend genutzt. Hier steht heute die Jugendsiedlung Hochland, eine Jugendbildungsstätte.
Weblinks
- http://www.gemeinde-koenigsdorf.de
- http://www.scheeroa.de Ortsteil Schönrain
- http://www.jugendsiedlung-hochland.de - [http://www.hrb.at/bzt/doc/zgt/b14/literatur/probst_personenregister.htm Liste der Akteure im Bayerischen Volksaufstand 1705 und 1706.]
- http://www.tsv-koenigsdorf.de
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Sachsenkam
Sachsenkam ist ein Ort in Oberbayern zwischen Bad Tölz und Holzkirchen. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern.
Zwar nur von geringer Größe, machen zwei Besonderheiten die Gemeinde zu einem beliebten Ausflugsziel: In 1,5 km Entfernung liegt inmitten des Naturschutzgebietes Ellbach-Kirchseemoor mit dem Kirchsee einer der schönsten Badeseen Bayerns, ebenfalls auf Gemeindegebiet weithin sichtbar auf einer Hügelkuppe liegt das malerische Kloster Reutberg mit einer schönen Kirche, Brauerei und dem dazugehörenden Gasthof mit Biergarten und herrlichem Seepanorama. Biergarten
Geschichte
Gegründet wurde Sachsenkam vermutlich im Rahmen von Ansiedlungsmaßnahmen Karls des Großen im 8. oder 9. Jahrhundert. Der Name läßt auf Ansiedler aus Sachsen oder einen Ortsgründer namens Sahso o.ä. schließen. Eine Urkunde von 1035 belegt eine frühe Zugehörigkeit zum Kloster Tegernsee, später gehört der Ort zum Besitz des Grafen Adalbero von Ebersberg. Das Wappen derer von Ingram, denen das Dorf darauf zufiel, ist seit 1959 Gemeindewappen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwirbt der Tölzer Pfleger Kaspar Winzerer die Hofmark Sachsenkam; danach wechselt der Ort mehrmals den Besitzer. Bei Aufhebung der Hofmark 1848 ist das Dorf Eigentum derer von Sigritz. Anna von Pinzenau erhält den Ort 1589 zur Mitgift und legt 1606 den Grundstein zu einer Loretokapelle, die erweitert wird, als sie den wachsenden Strom der Wallfahrer nicht mehr aufnehmen kann. 1735 werden die Arbeiten an Kirche und Kloster in jetziger Form abgeschlossen. Das Kloster, seit 1651 an die bayerische Franziskanerprovinz angegliedert, führt seit 1668 eine berühmte Apotheke. Aus derselben Zeit stammt die Brauerei, die heute als Brauereigenossenschaft weitergeführt wird. Von 1837-1958 unterhält das Kloster eine Mädchenschule, bis heute führt es eine Fremdenpension. Die Nonnen selbst verrichten auch einen großen Teil der Arbeiten, die in der zum Kloster gehörigen Landwirtschaft anfallen.
Statistik
- Gemeindefläche: 1592,06 ha
- davon Gebäude und Freiflächen: 23,26 ha
- davon im Grundbesitz der Gemeinde Sachsenkam: 63,40 ha
- Betriebsfläche: 0,65 ha
- Erholungsfläche: 2,95 ha
- Verkehrsfläche: 43,29 ha
- Landwirtschaftsfläche (mit Moor): 954,75 ha
- Wald: 506,64 ha
- Wasser: 59,91 ha
- Sonstige Flächen 0,61 ha
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Geretsried
Geretsried ist eine Stadt in Oberbayern und ist mit mehr als 24.000 Einwohnern die größte und jüngste Stadt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Zusammen mit Neutraubling, Traunreut und Waldkraiburg ist Geretsried eine der vier Vertriebenenstädte in Bayern.
Die Landschaft um Geretsried herum ist schön und hat einen hohen Erholungswert.
Geographie
Geretsried (Region Oberland) liegt etwa 35 Kilometer südlich der Bayerischen Landeshauptstadt München bzw. etwa 10 km östlich vom Starnberger See.
Das Stadtgebiet liegt zwischen den Flüssen Loisach und Isar und grenzt nördlich unmittelbar an die Nachbarstadt Wolfratshausen. Damit ergibt sich ein nicht unerheblicher Wirtschaftsraum, mit über 40.000 Einwohnern.
Das Stadtgebiet besteht aus den Ortsteilen Gartenberg (ca. 11.700 Einw.), Gelting (ca. 1.800 Einwohner), Geretsried (ca. 7.700 Einw.) und Stein (ca. 2.500 Einw.), sowie den kleineren Ansiedlungen Buchberg und Schwaigwall.
Wappen
Im Stadtwappen repräsentieren die drei Symbole die lokale Industrie, die Lage an der Isar und die Natur/Waldgebiete.
Geschichte
Geschichtlich zusammengefasst wurde aus einer einer Doppel-Schwaige eine Stadt:
- Im Jahre 1083 wird "Gerratesried", später auch "Geroldsried" und ab 1736 Geretsried geschrieben, erstmalig urkundlich erwähnt und bestand bis ins 19. Jahrhundert aus Bauernhöfen und einer Kapelle.
- Auf dem Gebiet der heutigen Stadt gab es während des Zweiten Weltkriegs (1938/1939 - Kriegsende) zwei große Munitionsfabriken. Dies bedeutete für viele Menschen Arbeitsdienst und Zwangsarbeit.
- Im Mai 1945 wurden die Munitionsfabriken, die gut getarnt und weiträumig im Staatsforst Wolfratshausen lagen, von den Amerikanern besetzt.
- Im Laufe des Jahre 1946 kamen die ersten Heimatvertriebenen in Geretsried an und wurden in den Barackenlagern Buchberg und Stein und im heutigen Rathaus, der damaligen Verwaltung der Munitionsfabriken, untergebracht.
- Am 1. April 1950 wurde die Gemeinde Geretsried gegründet.
- Durch stetiges Wachstum der Bevölkerung und die Entwicklung der Industriebetriebe in Geretsried wurde die Gemeinde am 27. Juli 1970 zur Stadt erhoben.
- Der Ortsteil Gelting wurde am 1. Mai 1978 in die Stadt Geretsried eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Politik
Im Stadtrat hat die CSU 15 Sitze, die SPD 6 Sitze, die Freien Wähler 6 Sitze, die Grünen 2 Sitze und die FDP 1 Sitz. Bürgermeisterin ist Cornelia Irmer (parteilos).
Verkehr
Geretsried liegt zwischen zwei in Nord-Süd-Richtung von Wolfratshausen bzw. Grünwald nach Bad Tölz verlaufenden Hauptstraßen (B 11 und ST 2073), die im Stadtgebiet über eine Staatsstraße (ST 2369: Tattenkofer Straße - Tattenkofener Isarbrücke) miteinander verbunden sind.
Über die Autobahn ist Geretsried wie folgt zu erreichen:
- A95 (München/Garmisch-Partenkirchen), Ausfahrt 6 (Wolfratshausen/Geretsried/Münsing)
- Bundesstraße B 11a und B 11
Es gibt eine ausschließlich dem Gütertransport vorbehaltene Bahnstrecke nach Wolfratshausen.
Geretsried gehört zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund und wird, weil es keine
direkte Bahnanbindung gibt, vom Wolfratshausener-Bahnhof ausgehend mit entsprechenden Busverbindungen versorgt.
Eine direkte Anbindung an das Münchener S-Bahn-Netz ist zum Jahr 2009 geplant.
Hierzu wird die S7 von Wolfratshausen (bisherige Endhaltestelle) über eine neu zu bauende Trasse ins Stadtgebiet verlängert. Es sind nachfolgende Haltestellen vorgesehen:
- Gelting
- Geretsried-Mitte
- Geretsried-Süd
Öffentliche Einrichtungen
- [http://www.saftladen.org Jugendzentrum Saftladen]
- [http://www.jugendtreff-1stein.de Jugendtreff Ein-stein]
- [http://www.buecherei.geretsried.de Stadtbücherei Geretsried]
Bildungseinrichtungen
- [http://www.franz-marc-schule.de Franz-Marc-Schule zur individuellen Lebensförderung, Robert-Schumann-Weg]
- Grundschule am Isardamm
- Karl-Lederer-Grundschule, Johann-Sebastian-Bach-Straße
- [http://hauptschule-geretsried.ilo.de Hauptschule, Adalbert-Stifter-Straße]
- [http://www.ilo.de/~ilo02125/ Karl-Lederer-Hauptschule, Johann-Sebastian-Bach-Straße]
- [http://www.rsger.de Realschule, Adalbert-Stifter-Straße]
- [http://www.ilo.de/gymger Gymnasium, Adalbert-Stifter-Straße]
Überregionale Einrichtungen
- [http://www.zivildienst.de/lang_de/nn_202814/Content/de/DasBAZ/Organisation/ZDSchulen/Geretsried/Startseite.html__nnn=true Zivildienstschule Geretsried]
- [http://www.sfsg.de/ Staatliche Feuerwehrschule Geretsried]
Ämter
- [http://www.stadt-geretsried.de Stadtverwaltung und Rathaus]
Vereine
- [http://www.sternwarte-geretsried.de Sternwarte Geretsried]
- [http://www.jugendarbeit-geretsried.de Trägerverein Jugendarbeit Geretsried e.V.]
Sportvereine
TuS Geretsried
Der TuS Geretsried ist der größte Verein der Stadt mit über 2300 Mitgliedern. Insgesamt gibt es zwölf Abteilungen. Sportarten sind: Badminton, Basketball, Handball, Fußball, Eishockey, Volleyball, Turnen, Trampolin, Gesundheitssport, Rehasport, Schach, Tischtennis, Leichtathletik, Eiskunstlauf, Koronarsport.
- [http://www.tus-geretsried.de/ Turn- und Sportverein Geretsried]
SV Gelting
Der SV Gelting ist ein kleinerer Verein mit ca. 550 Mitgliedern, die hauptsächlich aus dem Ortsteil Gelting kommen. Angeboten werden unter anderem Fußball, Tennis, Volleyball, Turnen und Gymnastik.
- [http://www.svgelting.de.vu/ Sportverein Gelting]
- [http://www.sv-gelting.net Fußballer des SV Gelting 1966 e.V.]
Freizeit- und Sportanlagen
- Schwimmbad der Stadt Geretsried
- Eisstadion der Stadt Geretsried
Städtepartnerschaften
Eine Städtepartenschaft mit der Stadt Chamalières in Frankreich besteht seit 1983.
Dieser wird durch gegenseitige Besuche von Familien, Vereinen und Schulen gehalten.
Folgende Städtefreundschaften wurden im Rahmen der 40 Jahrfeier der Stadt Gerestried geschlossen:
Gemeinde Pusztavàm in Ungarn und mit Gemeinde Nickelsdorf in Österreich.
Freundliche Beziehungen sind auch zwischen der norwegischen Stadt Eidsvoll und Geretsried.
Diese Beziehung gibt es schon seit 25 Jahren.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das örtliche Heimatmuseum im Dachgeschoss des Rathauses zeigt Andenken aus dem Sudetenland, Ungarn, Siebenbürgen und Schlesien.
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Reichersbeuern
Reichersbeuern ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern mit Sachsenkam und Greiling.
Geographie
Reichersbeuern liegt zwischen bewaldeten Hügeln unmittelbar am Rand der Vorberge.
Geschichte
Reichersbeuern war längere Zeit Sitz einer Hofmark derer von Pienzenau und wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. Reichersbeuern ist seit 1978 der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft zwischen Reichersbeuern, Sachsenkam und Greiling.
Freizeit- und Sportanlagen
- Natureisstadion SC Reichersbeuren
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
Waakirchen
Waakirchen ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern mit 5.450 Einwohnern im Westen des Landkreis Miesbach.
Geographie
Waakirchen liegt auf dem Seitenmoränenzug zwischen den ehemaligen Isar- und Tegernsee-Gletschern.
Ortsteile sind Hauserdörfl, Krottenthal, Marienstein, Piesenkam, Riedern, Schaftlach und Waakirchen sowie zahlreiche Weiler und Einöden.
Geschichte
Waakirchen wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. 1978 wurde im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Schaftlach eingemeindet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
An der Einmündung der Tegernseer Straße in die B 472 befindet sich das Oberländerdenkmal. Dieses am 20. August 1905 im Beisein S.K.H. Prinz Ludwig von Bayern eingeweihte Denkmal erinnnert an die Gefallenen der Sendlinger Mordweihnacht im Dezember 1705.
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Miesbach
Bad Heilbrunn
Bad Heilbrunn, kurz Heilbrunn, ist eine kreisangehörige Gemeinde in Bayern (Deutschland) und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern.
Geographie
Bad Heilbrunn liegt an einer der nördlichsten Ausbuchtungen der Alpen im südlichen Bayern. Das "Stallauer Eck", der Hausberg, gehört neben Zwiesel und Blomberg zu den nächstgelegenen Bergen. Es ist eingebettet zwischen Isar und Loisach, oder zwischen den Städten Penzberg im Westen und Bad Tölz im Osten.
Im Norden ist die nächste Stadt Geretsried, welche auch, nach Einwohnerzahl, die Größte im Landkreis ist. Vielen Pendlern dient Bad Heilbrunn oder die Umgebung wegen der günstigen Verkehrssituation (A8, A95, S-Bahn in Wolfratshausen und Holzkirchen) und der bevorzugten Lage als Wohnort, da im Norden ungefähr 50 Minuten (60km) entfernt München liegt.
Seen und Weiher: Die am häufigsten genutzte lokale Bademöglichkeit ist der Schönauer Weiher, ein natürlicher Moorsee. In der weiteren Umgebung existieren zwar Moorseen, diese sind aber selbst der einheimischen Bevölkerung oft unbekannt und dafür umso ruhiger und je nach Geschmack auch schöner.
Das Heilbrunner Freibad (nahe Gasthof Reindlschmiede) ist ebenso ein mit Moorwasser gespeistes künstliches Bad.
Weitere Bäder sind in Bichl (Gebirgsfreibad), Benediktbeuern (Alpenwarmbad) und Bad Tölz (Eichmühle, Alpamare). Die nächsten (Bade-)Seen sind der Sylvenstein-Stausee, der Tegernsee, der Kochelsee, der Starnberger See und der Walchensee.
Die Deutsche Alpenstraße führt genauso wie der Bodensee-Königssee-Radweg durch Bad Heilbrunn.
Geschichte
- Frühgeschichte: Keltische Zeugnisse lassen darauf schließen, dass die Gegend um Bad Heilbrunn schon viel früher wegen seiner Heilquellen (hoher Salzgehalt) bekannt war. Anscheinend wurde Salz aus der Quelle gewonnen. Später wurde die Quelle von den Hunnen zugeschüttet.
- 8. Jahrhundert: Die Benediktiner-Abtei in Benediktbeuern wurde gegründet. Zu ihr gehörte auch lange Zeit nach der Wiederentdeckung die Jodquelle.
- 1159 Zum ersten Mal in der Dorfgeschichte wird die Quelle schriftlich erwähnt. In der Folgezeit ist das Heilwasser überregional bekannt geworden, so dass ...
- 1253 eine Kirche neben der Quelle erbaut wird. Vom zugehörigen Friedhof lässt sich tief ins Loisachtal blicken.
- 1537 Wilhelm IV., Herzog von Bayern, besucht als erster Adeliger, zunächst allein, Heilbrunn.
Wilhelm IV.
- 1544 Wilhelm IV. kommt mit Frau zur Kur.
- 1659 Kurfürstin Henriette Adelheid von Savoyen, die Frau des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern, geht in Heilbrunn samt großem Gefolge zur Kur. Begründet wurde der Aufenthalt in der Nähe der Quelle mit der Kinderlosigkeit, die das Fürstenehepaar sieben Jahre lang plagte.
Wenig später gebar sie den ersehnten Thronfolger. Mit dem Heilerfolg, dem man der Quelle zusprach, wurde Heilbrunn "Kurfürstliches, königlich-bayerisches Hofbad", welches sechs Generationen lang das Hofbad der Münchner Fürsten war.
- 1730 Das große Badehaus wird gebaut, auf dessen Überresten das heutige Pfarrhaus steht.
- 1832 König Ludwig I. lässt die Quelle nach der Kurfürstin Adelheid in Adelheidquelle umbenennen.
- 1919 Die spätere Jodquellen AG kauft die Bad Heilbrunner Jodquelle.
Politik
Seit Jahren ist die CSU stärkste Partei bei regionalen Wahlen. Als zweite Kraft haben sich die Freien Wähler durchgesetzt.
Wirtschaft
Wahlen
Überregional bekannt geworden ist Bad Heilbrunner Tee, nicht zuletzt durch die Werbung beim Fußballverein TSV 1860 München. Der größte Arbeitgeber in Bad Heilbrunn ist die Rehaklinik für physikalische Medizin und medizinische Rehabilitation, welche 1988 eröffnet wurde und inzwischen fester Bestandteil des ganzjärigen Kurangebots ist. Die Fachabteilungen Orthopädie, Neurologie/Neuropsychologie und Innere Medizin sowie Transplantationsmedizin bilden dabei die Schwerpunkte.
Insgesamt verzeichnet der Kurort 900 Gästebetten mit jährlich knapp 190000 Übernachtungen. Diese Anzahl ist aber in den letzten Jahren durch die Sparvorhaben im Gesundheitssystem zurückgegangen.
Dorfgliederung
Ortsteile im Osten:
Ober-/Unterbuchen, Linden, Hinterstallau, Ostfeld, Obermühl, Ramsau, Zentrum, Oberenzenau
Ortsteile im Westen: Unterenzenau, Unter-/Obersteinbach, Langau, Hochfeld, Kiensee, Mürnsee, Reindlschmiede, Bocksberg, Unterkarpfsee, Hohenbirken, Rain, Schönau
Gesundheitssystem
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Erst vor wenigen Jahren wurde die Park-Villa, erbaut um 1920 von Gabriel von Seidl, komplett saniert und in ein modernes Gesundheitszentrum umgewandelt. In der Kurvilla existiert ein kleines Café von dem aus man die Aussicht über das Loisachtal genießen kann.
Sehenswert ist die barocke Kirche im Zentrum neben der Wandelhalle. Quelle und Wandelhalle wurden Anfang 2005 leider durch die Jod AG geschlossen. Aus diesem Grunde strebt die Gemeinde das Prädikat "Heilklimatischer Kurort" an und hat hierzu eigens die Bad Heilbrunner Klima-Terrainkur entwickelt.Kirche
Weithin gerne genutzt ist auch der Klettergarten mit Schwierigkeitsstufen von 2 bis 5 in Ortsnähe. Regelmäßig finden dort für Anfänger Kletterkurse statt. Im Winter besteht die Möglichkeit im Sportpark in einer beheizten Halle zu Klettern.
Diese ist zwar nicht besonders groß im Vergleich zum ungewöhnlich großen Angebot an Kletterhallen im Umland, erfüllt aber voll und ganz ihren Zweck. Neben dem Kletterangebot befindet sich im Sportpark eine beheizte Tennishalle, mit neuem Belag (Teppich-Quarzsand), in der man auf vier courts spielen kann.
Weiterhin existiert eines der größten Fitness-Center im Oberland, das Vitarea, im Gewerbepark. Die dortige Saunalandschaft und der Beachvolleyballplatz sind Anziehungspunkte für Jung und Alt.
Weblinks
- [http://www.bad-heilbrunn.de/ Bad Heilbrunn]: Informationen über Bad Heilbrunn (offizielle Ortshomepage)
- [http://www.bad-heilbrunner.de/ Bad Heilbrunner Tee]
- [http://www.deutschland-webcam.de/webcams/details-133.html Webcam mit Blick auf Bad Heilbrunn]
- [http://gemeinde.bad-heilbrunn.de/ Gemeindeverwaltung/ Rathaus]
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Bad Tölz-Wolfratshausen
1331
Politik und Weltgeschehen
- Gründung des großserbischen Reiches durch Stefan Uros IV. Dusan (regiert 1331-1355)
- der 1316 geborene Karl IV. tritt an die Seite seines Vaters, Johann von Luxemburg.
- Die Erfindung der Rad-Unruh ermöglicht den Bau komplizierter Uhren
- Der schwäbische Städtebund wird gegründet und mit ihm der Landfrieden von Süddeutschland gesichert.
- Coburg erhält Stadtrecht.
- Pleystein erhält Stadtrecht.
- Die Severikirche (Erfurt) in Erfurt ist gebaut.
- Im Kaiserreich China bricht die Pest aus und fordert dort 65% der Bevölkerung. Dieser Punkt ist der Anfang einer Pandemie, die 1347 in Europa einfallen sollte und erst 1351 erlischt.
- Rechtenstein wird erstmals urkundlich erwähnt.
- 16. Februar - Coluccio Salutati, italienischer Politiker, Philosoph († 1406)
- Salvestro de Medici, florentinischer Gonfaloniere († 1388)
- Graf Wilhelm I. von Katzenelnbogen ( - 1276/1277)
ko:1331년
1453
Politik und Weltgeschehen
- Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich endet mit der Schlacht von Castillon
- 29. Mai: Konstantinopel (heute Istanbul) wird von den Osmanen unter Sultan Mehmed II. erobert. Dies gilt als endgültiges Ende des Oströmischen Reiches, obwohl die Halbinsel Peloponnes noch bis 1460 und das Kaiserreich Trapezunt bis 1461 noch unter griechischer Herrschaft verbleiben. Konstantinopel wird neue Hauptstadt des Osmanischen Reiches, die Hagia Sophia zur Moschee und ist seitdem nicht nur architektonisches Vorbild für alle orthodoxen Kirchen, sondern auch aller türkischen Moscheen. (Siehe auch Belagerung von Konstantinopel (1453).)
- Friedrich III. bestätigt das (gefälschte) Privilegium Maius und die damit verbundenen Privilegien für die habsburgischen Erblande. Auf diese Weise wird auch der Titel Erzherzog im Reichsrecht verankert
- 16. März: Gonzalo Fernández de Córdoba y Aguilar, spanischer General and Staatsmann († 1515)
- 13. November: Christoph I. (Baden), Markgraf von Baden († 1527)
- Alfonso de Albuquerque († 1515) („Alfonso der Große“), portugiesischer Militär, Politiker und Seefahrer; zweiter Gouverneur von Indien
- 17. Juli: John Talbot, englischer Feldherr des Hundertjährigen Krieges ( - 1384)
- 13. Oktober: Jakob I., Markgraf Jakob I. von Baden ( - 1407)
- 24. Dezember: John Dunstable, englischer Komponist ( - um 1390)
ko:1453년
1845
- 14. Januar: Stiftungstag der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin; erste Sitzung am 24. Januar, regelmäßig ab dem 21. Februar alle 14 Tage
- 17. Juni: Ecuador. Staatspräsident | | |