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Badische RevolutionDie Badische Revolution von 1848/1849 im Großherzogtum Baden war regionaler Bestandteil der Märzrevolution 1848/49 . (Siehe ausführlicher Artikel Märzrevolution, Unterartikel: Baden)
Historischer Überblick
Nach Ausbruch der französischen Februarrevolution 1848 und der dortigen Ausrufung der Republik, sprang der revolutionäre Funke der demokratischen Aufstände zuerst auf Baden über, bevor es in weiteren Staaten des Deutschen Bundes ebenfalls zu revolutionären Aufständen und Umbrüchen kam.
Damit begann die deutsche Märzrevolution in Baden, wo sie schließlich auch am 23. Juli 1849 nach der Einnahme der Festung Rastatt, der letzten Bastion der Revolutionäre, durch preußische Truppen endgültig gewaltsam beendet wurde.
Bastion
Die Badische Revolution kann im Wesentlichen in zwei Phasen eingeteilt werden: Die erste Phase zwischen Anfang März 1848 und September 1848 mit den Versuchen, von Südwestdeutschland ausgehend die Republik durchzusetzen. (Heckerzug, Aufstand Gustav Struves in Lörrach). Nach der Niederlage Friedrich Heckers und seiner Anhänger bei Kandern und dessen Flucht ins Exil, und der Verhaftung Gustav Struves im September war diese erste Phase gescheitert. - Die zweite Phase begann nach dem Scheitern der Paulskirchenverfassung in Frankfurt am Main mit den Maiaufständen 1849, die - nicht nur in Baden - einen Versuch darstellten, eine demokratische Verfassung in einigen Teilstaaten des Deutschen Bunds doch noch durchzusetzen (Reichsverfassungskampagne). Diese zweite Phase endete in Baden mit der Niederschlagung der Revolution insgesamt nach den letzten Kämpfen im Juli 1849 in Rastatt.
Reichsverfassungskampagne
Kennzeichnend für die badische Revolution im Unterschied zu den anderen Aufständen im deutschen Bund war, dass in ihr die Forderung nach einer demokratischen Republik am konsequentesten vertreten wurde. Dagegen wurde in den Gremien und Revolutionsparlamenten der anderen Fürstentümer des deutschen Bundes mehrheitlich eine konstitutionelle Monarchie mit Erbkaisertum favorisiert.
Radikaldemokratische und frühsozialistische Revolutionäre waren in Baden stark vertreten. Einige ihrer profiliertesten Köpfe waren beispielsweise Friedrich Hecker, Gustav von Struve mit seiner Ehefrau Amalie, Gottfried Kinkel und Georg Herwegh mit seiner Frau Emma. Auch der Sozialist Friedrich Engels, der während der Märzrevolution für die von Karl Marx in Köln herausgegebene "Neue Rheinische Zeitung" schrieb, war 1849 in der Endphase der Badischen Revolution aktiv an den Kämpfen gegen konterrevolutionäre preußische Truppen beteiligt. Ebenso Wilhelm Liebknecht, der zu dieser Zeit noch relativ unbekannte spätere Mitbegründer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, der Vorläuferpartei der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands).
Die Basis der Revolution in Baden bildeten die vielerorts gegründeten badischen Volksvereine.
Zeittafel der Badischen Revolution
- 12. September 1847: In Offenburg beschließt die Versammlung der Entschiedenen Freunde der Verfassung die Forderungen des Volkes in Baden
- 27. Februar 1848: In Mannheim werden bei einer Volksversammlung die sogenannten Märzforderungen artikuliert.
- 1. März 1848: Demonstranten dringen in das Ständehaus des Landtags ein. Hecker verlangt die Beseitigung der Adelsprivilegien.
- 4. März 1848: Bauernerhebung in Nordbaden. Die Revolution greift auf andere Staaten des deutschen Bundes über.
- 19. März 1848: Große Volksversammlung in Offenburg mit 20.000 Teilnehmern.
- 12. April 1848: In Konstanz rufen Hecker und Struve beim so genannten "Heckeraufstand" die Republik aus. Der "Heckerzug" macht sich auf den Weg Richtung Rheinebene, wo er sich mit einem Zug Georg Herweghs, der "Deutschen Demokratischen Legion" aus Frankreich vereinigen will, um die Landeshauptstadt Karlsruhe einzunehmen.
- 20. April 1848: Bei Kandern im Schwarzwald werden die Aufständischen des Heckerzuges von regulären Truppen besiegt und zerrieben. Friedrich Hecker flieht ins Exil, das ihn zunächst in die Schweiz und schließlich in die USA führt.
- 27. April 1848: Herweghs 900 Mann starke "Deutsche Legion" wird bei Dossenbach von württembergischem Militär besiegt.
- 21. September 1848: Bei einem Aufstand in Lörrach ruft Struve erneut die Republik aus. Der wird niedergeschlagen, Struve wenige Tage später verhaftet und inhaftiert. Bei den Maiaufständen 1849 wird er wieder befreit.
- 11. Mai 1849: Im Zuge der Maiaufstände 1849 als Folge der Reichsverfassungskampagne, durch die die Anerkennung der revolutionären Errungenschaften in den einzelnen Staaten durch die gescheiterte Reichsverfassung erzwungen werden sollte, meutert in der Bundesfestung Rastatt die badische Garnison.
- 14. Mai 1849: Großherzog Leopold (Baden) flieht vor den Unruhen ins Exil nach Koblenz.
- Ende Mai 1849: Ein revolutionärer Landesausschuss der Volksvereine verbündet sich mit den aufständischen Soldaten und übernimmt faktisch die Regierungsgewalt.
- 1. Juni 1849: Unter dem liberalen Politiker Lorenz Brentano wird eine provisorische republikanische Regierung gebildet.
- Juni 1849: Der polnische Revolutionär Ludwik Mieroslawski wird zum General der Revolutionsarmee ernannt. Bundestruppen unter dem Kommando des preußischen Prinzen Wilhelm dringen in Baden ein, um die Revolution niederzuschlagen. Brentanos zögerliche Haltung in der provisorischen Regierung angesichts der konterrevolutionären Gefahr führt zu dessen Sturz durch Gustav Struve und seine Anhänger.
- 23. Juli 1849: Nach 3-wöchiger Belagerung wird die umkämpfte Festung Rastatt von preußischen Truppen eingenommen. Die Revolution ist gescheitert. Die badische Armee wird aufgelöst und unter preußischer Führung neu aufgebaut. Standgerichte mit preußisch-badischer Besetzung arbeiten die Revolution auf. 23 Revolutionäre werden hingerichtet, so beispielsweise Valentin Streuber. Viele andere fliehen ins Exil, darunter auch Struve, Brentano, Carl Schurz und Friedrich Engels.
Die Revolution aus der Sicht zeitgenössischer Kunst
Am 3. Oktober 2004 wurde in Schopfheim eine monumentale Skulptur des Bildhauers Peter Lenk zum Thema "Badische Revolution 1848" enthüllt. Es sind Figuren aus grauem Beton auf einem 3,50 m hohen und 20 m langen Schwebebalken. Man erkennt den baden-württembergischen Ministerpräsident Erwin Teufel 6-fach als preußischen Soldaten mit Pickelhaube auf dem Kopf und bajonettbesteckten Gewehr. Die Gruppe stürmt auf den undisziplinierten Haufen badischer Revolutionäre zu. Einen davon verkörpert das Mitglied der 68er-Bewegung, der Ex-Kommunarde Fritz Teufel, sein Gesicht ist klar zu erkennen. Er hat sich eine Teufel-Kasperlefigur mit Pickelhaube auf den Daumen gestülpt und zieht damit den Abzug seiner Pistole. Sein Ziel: Die heranstürmenden Teufel-Klone. "Der Teufel schießt mit dem Teufel auf den Teufel", witzelt der Schaffer des Kunstwerks, Peter Lenk. Weiter erkennt man die badischen Revolutionäre Friedrich Hecker, Gustav Struve, Emma Herwegh.
Literatur
- Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.): 1848/49. Revolution der deutschen Demokraten in Baden, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5201-9
- Alfred Georg Frei, Kurt Hochstuhl: Wegbereiter der Demokratie. Die badische Revolution 1848/49. Der Traum von der Freiheit, Verlag G. Braun, Karlsruhe 1997, ISBN 3-7650-8168-X
Siehe auch: Märzrevolution, Friedrich Hecker, Gustav von Struve, Georg Herwegh, Ludwik Mieroslawski, Lorenz Brentano, Friedrich Engels, Carl Schurz, Franz Sigel, Valentin Streuber, Februarrevolution 1848
Weblinks
- [http://www.bad-bad.de/gesch/revo_01.htm Verlauf der badischen Revolution]
- [http://www.people.freenet.de/freiburger-buergerwehr/revolution.html badische Revolution in Freiburg und darüber hinaus]
- [http://www.schwobeseckel.de/historisches5.htm Umfangreiche Chronik der revolutionären Aufstände in Württemberg und Baden, auch mit Ereignissen in kleineren Orten]
- [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/geschichte/1848/karlsruhe/ausst00.htm Virtueller Rundgang durch eine Museumsausstellung zur Badischen Revolution (auf "Rundgang" klicken)]
- [http://www.eggleo.de/spd/geschichte/gruende.htm Gründe für die Revolution und für den badischen Sonderweg im Jahr 1848]
- [http://www.staufenberg.og.bw.schule.de/br1.htm Schulprojektarbeit einer Hauptschule zur badischen Revolution]
- [http://www.peter-lenk.de/ Fotos von dem oben genannten Denkmal]
Kategorie:Revolution
Kategorie:Deutsche Geschichte (19. Jh.)
Kategorie:1840er
als:Badische Revolution
1848
- 24. Januar: Erster Goldfund in Kalifornien, Auslöser des kalifornischen Goldrauschs
Politik
- 20. Januar: Dänemark. König Friedrich VII. verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie
- 24. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest
- 24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Zum zweiten Mal wird die Republik ausgerufen
- März: Märzrevolutionen in Deutschland und anderen europäischen Staaten (siehe auch Forty-Eighters)
- 18. März: Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
- 19. März: Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin
- 19. März: Straßenschlachten in Berlin. 187 Tote
- 21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin
- 22. März: Aufbewahrung der Särge gefallener Berliner auf den Stufen des Domes
- 30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche
- 5. April: Brand des Schlosses Waldenburg
- 12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus
- 18. Mai: Eröffnung des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche
- 4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine
- 14. Juni: Sturm auf das Berliner Zeughaus
- 14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine
- 11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt
- 12. September: Die Schweiz konstituiert sich als parlamentarischer Bundesstaat
- 18. September: Angriff der Republikaner auf das in der Frankfurter Paulskirche tagende National-Parlament
- 6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern
- 16. Oktober: Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter
- 14. November: Gewaltsame Auflösung der preußischen Nationalversammlung
- 16. November: Erste Bundesratswahlen in der Schweiz und Jonas Furrer wird erster Bundespräsident
- 2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich
- 28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt
- Die zweite französische Republik wird gegründet
- Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846–1848) verliert Mexiko rund ein Drittel seines Staatgebiets (Kalifornien, New Mexiko, Arizona, Nevada, Utah sowie Teile von Colorado, Wyoming und Kansas) an die USA
Wirtschaft
- Der Münchener Bierkrieg. Bürger wehren sich gegen überhöhte Bierpreise
: Um die Jahrhundertwende entstanden regional immer wieder Zwistigkeiten um Bierpreise, Verbreitung von Bier und Ausschankgenehmigungen. Deshalb bezeichnet man solche „Ereignisse“ als „Bierkriege“, bei denen es darum ging, Preise zu definieren oder den Ausschank auswärtiger Biere zuzulassen.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 18. März: In Venedig wird die Oper „Allan Cameron“ von Giovanni Pacini im Teatro La Fenice uraufgeführt
- 16. Juni: Uraufführung der Oper L’Apparition von François Benoist in Paris
- 11. November: Uraufführung der komischen Oper Le Val d’Andorre von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel
Sport
- 2. April: Gründung des Deutschen Turnerbundes auf dem 1. Deutschen Turnertag in Hanau
- 1. Juli: Gründung des VfL Bochum 1848 e. V.
- 16. Januar: Otto Techow, Architekt († 1919)
- 19. Januar: Matthew Webb, erster Mensch, der den Ärmelkanal durchschwamm († 1883)
- 27. Januar: Heihachiro Togo, japanischer Admiral († 1934)
- 5. Februar: Belle Starr, Räuberbraut († 1889)
- 5. Februar: Joris-Karl Huysmans, französischer Schriftsteller der Décadence († 1907)
- 16. Februar: Hugo de Vries, niederländischer Biologe († 1935)
- 22. Februar: Karl Grillenberger, Sozialdemokrat, Nürnberger Arbeiterführer († 1897)
- 25. Februar: Wilhelm II., König von Württemberg († 1921)
- 8. März: Karl von Amira, deutscher Rechtshistoriker († 1930)
- 19. März: Wyatt Earp, Revolvermann im Wilden Westen († 1929)
- 4. April: Hermann Fürst von Hatzfeldt, preußischer Politiker und Beamter († 1933)
- 8. April: Josef Schantl, Musiker, Hornist († 1902)
- 9. April: Helene Lange, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin († 1930)
- 13. April: Oskar Lenz, deutsch-österreichischer Afrikaforscher, Mineraloge und Geologe († 1925)
- 20. April: Kurd Laßwitz, deutscher Science-Fiction-Autor († 1910)
- 21. April: Carl Stumpf, Philosoph und Psychologe († 1936)
- 27. April: Johann Desch, deutscher Kleiderfabrikant († 1920)
- 27. April: Otto I. (Bayern), König von Bayern († 1916)
- 3. Mai: Otto Bütschli, deutscher Zoologe († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Windelband, deutscher Philosoph († 1915)
- 14. Mai: Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main († 1916)
- 15. Mai: Carl Wernicke, deutscher Psychiater († 1905)
- 17. Mai: Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin († 1931)
- 22. Mai: Fritz von Uhde, deutscher Maler († 1911)
- 23. Mai: Ernst von Ihne, deutscher Architekt und Baumeister († 1917)
- 23. Mai: Otto Lilienthal, deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs († 1896)
- 25. Mai: Helmuth Johannes Ludwig von Moltke, preußischer General († 1916)
- 7. Juni: Paul Gauguin, französischer Maler († 1903)
- 8. Juni: Johann Focke, Syndicus des Bremer Senats und Museumsgründer († 1922)
- 26. Juni: Henri Lioret, französischer Uhrmacher und Erfinder († 1905)
- 3. Juli: Lothar von Trotha, deutscher General der Infanterie († 1920)
- 15. Juli: Vilfredo Pareto, italienischer Soziologe († 1923)
- 25. Juli: Arthur Balfour, 1. Earl of Balfour, britischer Premierminister († 1930)
- 27. Juli: Loránd Eötvös, ungarischer Kultus- und Unterrichtsminister († 1919)
- 19. August: Gustave Caillebotte, französischer Maler und Kunstsammler († 1894)
- 21. August: Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom († 1905)
- 21. August: Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist († 1911)
- 30. August: Gustav Haarmann, deutscher Politiker († 1911)
- 1. September: Auguste Forel, Psychiater und Entomologe († 1931)
- 4. September: Heinrich Bruns, deutscher Mathematiker und Astronom († 1919)
- 7. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin († 1912)
- 14. September: Adolf Albin, Schachmeister und Theoretiker aus Rumänien († 1920)
- 5. Oktober: Alexander Kisch, Rabbiner († 1917)
- 5. Oktober: Guido von List, okkulter Autor und Begründer der Ariosophie († 1919)
- 25. Oktober: Karl Emil Franzos, österreichischer Novellist, Publizist, Romancier und Herausgeber († 1904)
- 30. Oktober: Sinowi Petrowitsch Roschestwenski, russischer Admiral († 1909)
- 1. November: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler († 1884)
- 8. November: Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph († 1925)
- 11. November: Hans Delbrück, deutscher Historiker und Politiker († 1929)
- 12. November: Eduard Müller, von Nidau BE, schweizerischer Politiker († 1919)
- 27. November: Henry Augustus Rowland, Physiker († 1901)
- 6. Dezember: Johann Palisa, österreichischer Astronom († 1925)
- 9. Dezember: Gabriel von Seidl, deutscher Architekt und Vertreter des Historismus († 1913)
- 22. Dezember: Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, deutscher Altphilologe († 1931)
- 7. Januar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller ( - 1776)
- 9. Januar: Caroline Herschel, deutsche Astronomin ( - 1750)
- 12. Januar: Karl Friedrich von dem Knesebeck, preußischer Generalfeldmarschall ( - 1768)
- 20. Januar: Christian VIII. (Dänemark), König von Dänemark ( - 1786)
- 21. Januar: John Vincent, britischer General ( - 1764)
- 29. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist ( - 1776)
- 23. Februar: John Q. Adams, US-amerikanischer Politiker, 6. Präsident der USA ( - 1767)
- 23. Februar: Wilhelmine Reichard, erste Ballonfahrerin Deutschlands ( - 1788)
- 3. März: Heinrich Olivier, deutscher Maler ( - 1783)
- 29. März: Carl Amandus Kühn, deutscher Geologe und Verfechter des Neptunismus ( - 1783)
- 29. März: Johann Jakob Astor, reichster Mann seiner Zeit in Amerika ( - 1763)
- 8. April: Gaetano Donizetti, italienischer Komponist ( - 1797)
- 11. April: Louis Adam, französischer Komponist und Klaviervirtuose ( - 1758)
- 3. Mai: Hans Ernst Karl Graf von Zieten, preußischer Generalfeldmarschall ( - 1770)
- 10. Mai: Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons. ( - 1783)
- 21. Mai: Feliks Janiewicz, polinischer Komponist und Violinist ( - 1762)
- 24. Mai: Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin ( - 1797)
- 27. Juni: Heinrich Zschokke, deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Pädagoge und Politiker ( - 1771)
- 4. Juli: François-René de Chateaubriand, französischer Schriftsteller und Diplomat ( - 1768)
- 6. Juli: Karl Godulla, deutscher Großindustrieller ( - 1781)
- 2. August: Frederick Marryat, englischer Marineoffizier und Schriftsteller ( - 1792)
- 5. August: Niccolo Vaccai, italienischer Komponist ( - 1790)
- 7. August: Jöns Jakob Berzelius, schwedischer Chemiker ( - 1779)
- 12. August: George Stephenson, britischer Ingenieur ( - 1781)
- 22. September: James Dunlop, Astronom ( - 1793)
- 4. Oktober: Peter Friedrich Engstfeld, Organist und Kirchenlieddichter ( - 1793)
- 9. November: Robert Blum, deutscher Politiker der Märzrevolution ( - 1807)
- 10. November: Ibrahim Pascha, ägyptischer General ( - 1789)
- 14. November: Ludwig Schwanthaler, deutscher Bildhauer ( - 1802)
- 24. November: William Lamb, 2. Viscount Melbourne, britischer Innenminister und Premierminister ( - 1779)
- 18. Dezember: Bernard Bolzano, Philosoph, Theologe und Mathematiker ( - 1781)
- 19. Dezember: Emily Brontë, britische Schriftstellerin ( - 1818)
- 30. Dezember: Peter Leopold Kaiser, Bischof von Mainz ( - 1788)
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1849
- 1. Januar: Wiederwahl von Jonas Furrer als Bundespräsident der Schweiz
- 3. März: Zachary Taylor wird als 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt
- 13. März: Volksversammlung auf dem Judenbühl in Nürnberg
- 28. März: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen wird von der Frankfurter Nationalversammlung zum Deutschen Kaiser gewählt
- 3. April: Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV. gegenüber der Kaiserdeputation
- 3. Mai: Beginn des Dresdner Maiaufstands
- 13. Mai: Ausbruch des Rastatter Aufstandes
- 31. Mai: Märzrevolution: letzte Sitzung der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main, anschließend Umzug als Rumpfparlament nach Stuttgart
- 5. Juni: 1. Verfassung in Dänemark
- 1. November: Als erstes deutsches Land gibt das Königreich Bayern eine Briefmarke heraus
- Einführung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen
- Ende der „Großen Hungersnot“ (Great Famine) in Irland
- James B. Francis entwickelt die Francis-Turbine
- Walter Hunt erfindet die Sicherheitsnadel
Kultur
- 9. März: Uraufführung der komischen Oper Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai am Königlichen Opernhaus in Berlin
- 16. April: Uraufführung der Oper Le Prophète (Der Prophet) von Giacomo Meyerbeer an der Grand Opéra Paris
- 1. Oktober: Uraufführung der komischen Oper La Fée aux roses von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 8. Januar: Stepan Ossipowitsch Makarow, russischer Admiral und und Polarforscher († 1904)
- 13. Januar: Alfhild Agrell, schwedische Schriftstellerin († 1923)
- 13. Januar: Erwin Bälz, deutscher Internist und Anthropologe († 1913)
- 18. Januar: Antonio Cecchi, italienischer Entdecker († 1896)
- 22. Januar: August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Dramatiker († 1912)
- 30. Januar: Josef Anton Schobinger, Schweizer Politiker († 1911)
- 31. Januar: August Reinsdorf, Freiheitskämpfer († 1885)
- 2. Februar: Pavol Országh Hviezdoslav, slowakischer Dichter († 1921)
- 3. Februar: Ilse Frapan, deutsche Schriftstellerin († 1908)
- 13. Februar: Friedrich Wilhelm Voigt (Der Hauptmann von Köpenick), deutsch-luxemburgischer Schuhmacher und Hochstapler († 1922)
- 18. Februar: Alexander Lange Kielland, norwegischer Autor († 1906)
- 18. Februar: Jérôme Eugène Coggia, französischer Astronom († 1919)
- 24. Februar: Franz Skarbina, deutscher Maler († 1910)
- 2. März: Anton Krettner, Komponist und Bürgermeister von Bad Tölz († 1899)
- 3. März: Leonhard Tietz, deutscher Kaufmann jüdischer Abstammung († 1914)
- 17. März: Carl Zaar, deutscher Architekt († 1924)
- 19. März: Alfred von Tirpitz, deutscher Großadmiral († 1930)
- 28. März: James Darmesteter, französischer Orientalist († 1894)
- 6. April: John William Waterhouse, britischer Maler († 1917)
- 18. April: Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin († 1913)
- 25. April: Felix Klein, deutscher Mathematiker († 1925)
- 3. Mai: Bertha Benz, deutsche Automobilpionierin, Ehefrau von Carl Benz († 1944)
- 5. Mai: Ansgar von Reichenbach und Steegen, Forschungsreisender, Mäzen, Philanthrop und Esoteriker († 1912)
- 5. Mai: Sergei Iwanowitsch Mosin, russischer Waffenkonstrukteur († 1902)
- 9. Mai: Theodor Gotthilf Leutwein, Kommandeur der Kaiserlichen Schutztruppe und Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika († 1921)
- 19. Mai: Adrien Lachenal, Schweizer Politiker († 1918)
- 22. Mai: Louis Perrier, schweizer Politiker († 1913)
- 25. Mai: Tom Wiggins, blinder, US-amerikanischer Musiker und Komponist († 1908)
- 26. Mai: Hubert von Herkomer, englischer Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller
- 29. Mai: Lorenz Adlon, deutscher Gastronom und Hotelier († 1921)
- 9. Juni: Michael Ancher, dänischer Maler († 1809)
- 14. Juni: Freiherr Hugo von Habermann, Maler († 1929)
- 18. Juli: Hugo Riemann, deutscher Musiktheoretiker, Musikhistoriker und Musikpädagoge († 1919)
- 22. Juli: Emma Lazarus, jüdische US-amerikanische Dichterin († 1887)
- 24. Juli: August Scherl, Berliner Großverleger († 1921)
- 18. August: Benjamin Godard, französischer Komponist († 1895)
- 1. September: Emil Zuckerkandl, österreichischer Mediziner († 1910)
- 8. September: Gustav Schreck, deutscher Musiklehrer, Komponist und Chorleiter († 1918)
- 14. September: Iwan Petrowitsch Pawlow, russischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1936)
- 23. September: Hugo von Seeliger, deutscher Astronom († 1924)
- 1. Oktober: Anne Charlotte Leffler, schwedische Schriftstellerin († 1892)
- 5. Oktober: Wilhelm Blos, Staatspräsident und Außenminister von Württemberg († 1927)
- 6. Oktober: Basil Zaharoff, britischer Waffenhändler und Spielbankbesitzer († 1936)
- 6. Oktober: Ludwig Purtscheller, Bergsteiger, Lehrer († 1900)
- 11. Oktober: Carl Wolff, rumänischer Volkswirtschaftler, Journalist und Politiker († 1929)
- 11. Oktober: William Knox D'Arcy, britischer Unternehmer († 1917)
- 12. Oktober: Robert Müser, Sohn und Nachfolger des Friedrich Wilhelm Müser († 1927)
- 16. Oktober: Arnold Krug, deutscher Komponist († 1904)
- 1. November: William Merritt Chase, US-amerikanischer Maler († 1916)
- 2. November: Johannes Benjamin Brennecke, Geheimer Sanitätsrat und Arzt († 1931)
- 7. November: Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker († 1907)
- 13. November: William Etty, britischer Maler
- 21. November: Paul Rée, deutscher Philosoph, Empirist († 1901)
- 22. November: Christian Rohlfs, deutscher Maler des Expressionismus († 1938)
- 22. November: Fritz Mauthner, deutscher Philosoph und Schriftsteller († 1923)
- 24. November: Frances Eliza Burnett, britische Autorin († 1924)
- 29. November: John Ambrose Fleming, britischer Elektroingenieur und Physiker († 1945)
- 6. Dezember: August von Mackensen, deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 7. Dezember: Pierre-Paulin Andrieu, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1935)
- 10. Dezember: Prosper Mathieu Henry, französischer Optiker und Astronom († 1903)
- 13. Dezember: Otto Lenel, deutscher Rechtshistoriker († 1935)
- 25. Dezember: Nogi Maresuke, General in der kaiserlichen Armee Japans († 1912)
- 28. Dezember: Herbert von Bismarck, Sohn von Otto von Bismarck († 1904)
- Albert Adamo, deutscher Maler
- 4. Januar: Franz Xaver Gabelsberger, Erfinder der heute gebräuchlichen Deutschen Einheitskurzschrift ( - 1789)
- 6. Januar: Johann Caspar von Orelli, Schweizer klassischer Philologe ( - 1787)
- 13. Januar: Francisco Ramón Vicuña Larraín, Präsident von Chile ( - 1775)
- 26. Januar: Thomas Lovell Beddoes, Englischer Dichter ( - 1803)
- 27. Januar: Julius August Ludwig Wegscheider, protestantischer Theologe ( - 1771)
- 15. Februar: Pierre-François Verhulst, belgischer Mathematiker ( - 1804)
- 17. März: Wilhelm II. (Niederlande)
- 24. März: Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker ( - 1780)
- 3. April: Juliusz Slowacki, Polnischer Dichter ( - 1809)
- 4. April: Hermann Franz Joseph von Hann, Rittmeister ( - 1807)
- 18. April: Carlo Rossi, italienisch-russischer Architekt ( - 1775)
- 9. Mai: Wilhelm Adolph Haußner, Arzt und Stadtverordneter in Pirna ( - 1819)
- 11. Mai: Otto Nicolai, deutscher Komponist ( - 1810)
- 11. Mai: Stephan Ludwig Roth, siebenbürgisch-sächsischer Schriftsteller, Schulreformer und Politiker ( - 1796)
- 28. Mai: Anne Bronte, englische Schriftstellerin ( - 1820)
- 10. Juni: Alois von Beckh-Widmanstätten, österreichischer Drucker ( - 1754)
- 10. Juni: Thomas-Robert Bugeaud, französischer General und Marschall von Frankreich ( - 1784)
- 13. Juni: Angelica Catalani, Opernsängerin ( - 1779)
- 15. Juni: James K. Polk, war 11. Präsident der USA ( - 1795)
- 28. Juli: Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen ( - 1798)
- 28. Juli: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall von Frankreich ( - 1770)
- 31. Juli: Sándor Petöfi, der Nationaldichter Ungarns ( - 1823)
- 2. August: Mohammed Ali von Ägypten, Vizekönig ( - 1767)
- 12. August: Albert Gallatin, US-Amerikanischer Politiker und Diplomat ( - 1761)
- 26. August: Jacques Féréol Mazas, französischer Violinist und Violinpädagoge ( - 1782)
- 1. September: Pawel Wassiljewitsch Tschitschagow, russischer Admiral ( - 1767)
- 3. September: Ernst von Feuchtersleben, österreichischer Popularphilosoph, Arzt, Lyriker und Essayist ( - 1806)
- 25. September: Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist ( - 1804)
- 7. Oktober: Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1809)
- 11. Oktober: Valentin Streuber, Badischer Revolutionär ( - 1798)
- 17. Oktober: Frederic Chopin, französisch-polnischer Komponist ( - 1810)
- 18. Oktober: Christian Märklin, Evangelischer Theologe des (19. Jh.) ( - 1807)
- 22. Oktober: Gottlob König, deutscher Forstwissenschaftler ( - 1779)
- 24. Oktober: José Manuel Inácio da Cunha Faro Menezes Portugal da Gama Carneiro e Sousa, portugiesischer Militär und Politiker ( - 1788)
- 1. November: Peter Alois Gratz, katholischer Bibelwissenschaftler ( - 1769)
- 9. November: Carl Albert Christoph Heinrich von Kamptz, Jurist und preußischer Staats- und Justizminister ( - 1769)
- 26. November: Julius Eduard Hitzig deutscher Schriftsteller und Kammergerichtsrat ( - 1780)
- 8. Dezember: Bernhard Dräsecke, evangelischer Theologe, Generalsuperintendent und Bischof ( - 1774)
- 14. Dezember: Conradin Kreutzer, deutscher Komponist ( - 1780)
- 20. Dezember: Dionisio Aguado, spanischer Gitarrist und Komponist ( - 1784)
ko:1849년
simple:1849
Februarrevolution 1848Die bürgerlich-demokratische Februarrevolution von 1848 in Frankreich beendete am 24. Februar 1848 die Herrschaft des ursprünglich eher liberalen „Bürgerkönigs“ Louis-Philippe von Orleans und führte zur Ausrufung der Zweiten französischen Republik. An deren Spitze wurde im weiteren Verlauf der Revolution, nach dem niedergeschlagenen sozialrevolutionären Juniaufstand, der Neffe des ehemaligen Kaisers Napoleon Bonaparte, Louis Napoleon Bonaparte, am 10. Dezember 1848 zum Staatspräsidenten gewählt.
Europäische Einordnung der Februarrevolution
Die Ereignisse der Februarrevolution bildeten den Funken für die sich anschließende Märzrevolution in vielen anderen Staaten Europas, insbesondere in den Staaten des deutschen Bundes. Diese Revolutionen hatten, zumindest zunächst, eine gesamteuropäische Dimension mit der Gemeinsamkeit bürgerlich-liberaler Zielsetzungen. Sie können so, im Zusammenhang betrachtet, einschließlich der Februarrevolution, allgemeiner als "Revolution(en) von 1848/1849" bezeichnet werden, auch wenn sie in ihrem Verlauf in den einzelnen Ländern jeweils eigene nationale bis nationalistische Entwicklungen nahmen.
Vorgeschichte der Februarrevolution
Louis-Philippe war 1830 ebenfalls durch eine damals schon bürgerlich-liberal motivierte Revolution (Julirevolution von 1830), bei der das reaktionäre Regime der Bourbonen unter Karl X. gestürzt worden war, an die Macht gekommen.
Louis Philippes Regierungszeit von 1830 bis 1848 war geprägt von einer sich verstärkenden Abkehr vom Liberalismus, zunehmenden Skandalen und Korruptionsfällen, bis er sich schließlich der von Österreich dominierten "Heiligen Allianz" anschloss, die bestimmt war durch die extrem reaktionäre Politik der Restauration des österreichischen Staatskanzlers Klemens Wenzel Fürst von Metternich. Dessen Ziel war es seit dem Wiener Kongress 1815, in Europa die Verhältnisse wieder herzustellen, wie sie vor der französischen Revolution von 1789 geherrscht hatten, das heißt Vorherrschaft des Adels und Rückeroberung seiner Privilegien.
Das französische Bürgertum war schließlich zusehends enttäuscht von der Politik des Königs, der vom Bürgertum selbst an die Macht gebracht worden war. Vor allem das Zensuswahlrecht, das dem Bürgertum einen seiner Stärke entsprechenden Einfluss bei der Gesetzgebung verwehrte, verstärkte die Wut auf den König.
Auch in der Arbeiterschaft gärte die Unzufriedenheit über ihre problematische soziale Lage, die durch eine Agrar- und Handelskrise 1847 noch verschärft worden war, zu einer revolutionären Stimmung.
Ausbruch und Verlauf der Februarrevolution
Nachdem der König ein geplantes Bankett zur Reform des Wahlrechts verboten hatte, kam es ab dem 21. Februar 1848 zu öffentlichen Protesten in Paris, die sich schnell zu Unruhen ausweiteten und eine revolutionäre Entwicklung annahmen. Es kam, vorübergehend, zur Vereinigung von Arbeitern und Bürgern. Am 23. und 24. Februar 1848 folgten heftige Straßen- und Barrikadenkämpfe zwischen den Aufständischen und den königlichen Truppen. Am 24. Februar 1848 sah sich der verhasste großbürgerliche Ministerpräsident Francois Pierre Guizot zum Rücktritt gezwungen. Kurz darauf dankte König Louis Philippe selbst ab und floh ins Exil nach England. Daraufhin wurde eine provisorische Regierung unter dem liberalen Politiker Alphonse de Lamartine eingesetzt und die Republik ausgerufen.
Die erste Revolutionsregierung war ein äußerst heterogener 11-köpfiger Ministerrat, in dem Vertreter der Linken wie der bekannte Journalist und reformorientierte Sozialist Louis Blanc, der Liberalen und Demokraten wie der Außenminister Lamartine, sowie der konservativen Rechten vertreten waren. Sie versuchten, die teilweise gegensätzlichen Interessen der revolutionären Kräfte miteinander zu verbinden und auszugleichen. Außenpolitisch konservativ, innenpolitisch gemäßigt reformorientiert, waren etwa die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien, die Einführung der Pressefreiheit, des allgemeinen Wahlrechts und die Abschaffung der Todesstrafe für politische Delikte, sowie die Anerkennung des Rechts auf Arbeit einige wichtige Entscheidungen, die diese Regierung beschloss.
Wegen der angespannten Lage in der Bevölkerung, in der die unterschiedlichen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Interessen das Bürgertum und die Arbeiterschaft bald wieder auseinander driften ließ, konnte sich diese erste Regierung der Revolution jedoch nur wenige Monate halten.
Rechts auf Arbeit
Juniaufstand und Konterrevolution
Am 4. Mai 1848 wurden die Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung durchgeführt, bei der die Linke unterlag, und aus der die Konservativen und die gemäßigten Liberalen siegreich hervorgingen.
Am 24. Juni 1848 kam es zu einem erneuten Aufstand der Arbeiterschaft anlässlich der Schließung der französischen Nationalwerkstätten, die den Arbeitslosen Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen hatten. Der Pariser Juniaufstand wurde jedoch bald nach heftigen Kämpfen von der französischen Armee und der Nationalgarde blutig niedergeschlagen. Am Ende waren 3.000 Arbeiter tot, etwa 15.000 wurden in die Straflager der Kolonien verbannt. Louis Blanc, der selbst nicht am Aufstand der Arbeiter teilgenommen hatte, sich jedoch für den Erhalt der Nationalwerkstätten eingesetzt hatte, konnte sich nach England ins Exil absetzen. Er kehrte erst 1870 wieder nach Frankreich zurück.
Die Niederschlagung des Juniaufstands in Paris war der Auslöser der reaktionären Konterrevolution; nicht nur in Frankreich, sondern auch in den anderen europäischen Ländern, in denen die Märzrevolution um sich gegriffen hatte. Der Juniaufstand markiert historisch auch die Aufspaltung bzw. Abspaltung des revolutionären Proletariats vom Bürgertum, das von Karl Marx und anderen vorausgesehen worden war.
Staatspräsident Louis Napoleon
Dennoch blieb Frankreich zunächst Republik. Am 4. November 1848 wurde von der Nationalversammlung eine Verfassung verabschiedet, in der auch die Wahl eines Staatspräsidenten vorgesehen war. Der aus dem Exil zurückgekehrte Neffe von Napoleon Bonaparte, Louis Napoleon, der schon 1836 und 1840 vergebliche Putschversuche gegen Louis-Philippe unternommen hatte, wurde am 10. Dezember 1848 mit einer überwältigenden Mehrheit von 75% der Stimmen zum neuen französischen Staatspräsidenten gewählt. Auch viele Arbeiter hatten für ihn gestimmt, um sich am Bürgertum wegen der Niederwerfung des Juniaufstandes zu rächen.
Die Republik hielt jedoch nur 3 Jahre. Diese Zeit nutzte Louis Napoleon, um von langer Hand den Staatsstreich vorzubereiten, der im Dezember 1851 durchgeführt wurde. Nach geschickter Ausspielung der Monarchisten und Republikaner begründete er schließlich das zweite französische Kaiserreich, als er sich selbst 1 Jahr nach erfolgreichem Staatsstreich, bei dem ihm diktatorische Vollmachten zuerkannt wurden, zum Kaiser Napoleon III. erklären ließ.
Weblinks
- [http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (Abhandlung Marx's zu den Geschehnissen in Frankreich 1848-1851)]
Kategorie:Französische Geschichte
Kategorie:Revolution
Kategorie:19. Jahrhundert
Kategorie:1840er
Kategorie:1848
als:1848er Revolution in Frankreich
Baden (Land)
Das Land Baden war von 1806 bis 1945 ein deutscher Staat. Der Name Baden wird bis heute für die vom Land Baden eingenommene Region im Südwesten Deutschlands verwendet. Im Mittelalter herrschten hier verschiedene Adelsgeschlechter, deren Fürsten- und Herzogtümer zwar häufig "Baden" im Namen führten, jedoch unterschiedliche Regionen umfassten. Das in der Napoleonischen Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts geformte Großherzogtum Baden wurde mit Gründung des Deutschen Reichs 1871 zum Bundesstaat, dessen Grenzen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bestehen blieben.
Von 1947 bis 1952 bestand ebenfalls ein Land "Baden", das aber nur aus der Südhälfte des historischen Badens bestand. Siehe hierzu Baden (Südbaden).
Nordbaden war in dieser Zeit Teil von Württemberg-Baden.
1952 gingen Südbaden und Württemberg-Baden (Nordbaden) im neuen Bundesland Baden-Württemberg auf.
Geographische Lage
Baden liegt im Südwesten Deutschlands. Zentrale Landschaft Badens mit den meisten großen Städten ist die Oberrheinische Tiefebene. Im Westen und Süden vom Rhein und Bodensee begrenzt, erstreckt sich das Land rechtsrheinisch von Konstanz über Lörrach, Freiburg und Karlsruhe bis zur größten Stadt Mannheim, mit einer Fortsetzung bis an den Main bei Wertheim. Es grenzt an das französische (vor Ende des 17. Jhd. und 1871 bis 1918 deutsche) Elsass im Westen, an die Schweiz im Süden, die Pfalz im Nordwesten, Hessen und Bayern im Nordosten. Die östliche Grenze nach Württemberg verlief auf den Höhen des Schwarzwalds; von da bis zum Rhein war Baden in der Mitte teilweise nur 30 km breit.
Städte und Regionen
Karlsruhe, die Hauptstadt Badens, war ab 1715 Residenz, zunächst der Markgrafen von Baden-Durlach und später der Großherzöge von Baden, sowie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hauptstadt des 1918 gegründeten Freistaats beziehungsweise der Demokratischen Republik Baden.
Großstädte auf badischem Gebiet sind (von Nord nach Süd): Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg im Breisgau.
Größere Mittelstädte in Baden sind (von Nord nach Süd): Rastatt, Baden-Baden, Offenburg, Villingen-Schwenningen (badisch jedoch nur der Stadtteil Villingen) und Konstanz.
Landschaften in Baden:
- Rheinebene
- Bodensee
- Hegau
- Hochrhein
- Kurpfalz
- Schwarzwald
- Baar
- Ortenau
- Breisgau
- Kaiserstuhl
- Markgräflerland
- Odenwald
- Bauland (Landschaft)
- Kraichgau
Geschichte
Kraichgau
Der Name stammt von den Markgrafen von Baden, einer im 12. Jahrhundert etablierten Seitenlinie der Herzöge von Zähringen. Hermann II. war der erste Zähringer, der sich, nach dem neuen Stammsitz, der Burg Hohenbaden hoch über den Thermalbädern der damaligen Stadt Baden (heute Baden-Baden), Markgraf von Baden nannte. Herrschaftsgebiete der badischen Markgrafschaften waren Baden-Durlach (bei Karlsruhe), Baden-Baden, Baden-Hachberg bei Emmendingen sowie Sausenburg-Rötteln bei Lörrach. Letztere Herrschaft bestand aus Besitzungen zwischen Lörrach bis südlich von Freiburg und ist heute als Markgräflerland bekannt.
Von 1535 bis 1771 war die Herrschaft in die Linien Baden-Durlach (evangelisch) und Baden-Baden (katholisch) geteilt.
Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der so genannte "Türkenlouis" (1677 bis 1707), machte Rastatt zu seiner Residenz, Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach das 1715 erbaute Karlsruhe. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden.
Unter der Protektion Napoleons entstand in den Jahren 1803 (Karl Friedrich wird Kurfürst) und 1806 (Karl Friedrich wird Großherzog) aus vielen kleinen Fürstentümern, geistlichen Gebieten und Reichsstädten das neue badische Staatsgebiet, welches mindestens die fünffache Fläche des ursprünglichen hatte.
Hinzu kamen:
- große Teile von Vorderösterreich, namentlich der Breisgau (mit Freiburg im Breisgau), außerdem die Stadt Konstanz, Teile des Hochrheins und die Gebiete um Stockach am Bodensee
- die rechtsrheinische Kurpfalz (mit Mannheim und Heidelberg)
- das kurz zuvor errichtete Fürstentum Leiningen
- der rechtsrheinischen Besitz der Bistümer Konstanz, Basel, Straßburg und Speyer
- Das fürstenbergische Territorium
- die Reichsstädte der Ortenau (Offenburg, Gengenbach, Zell am Harmersbach) und Überlingen
- die württembergischen Exklaven im Mittleren Schwarzwald.
- die Landgrafschaft Klettgau
Auf diesem Weg kam Baden, das bis dahin keine eigene höhere Bildungsstätte verfügte, auch in den Besitz der beiden Universitäten in Freiburg im Breisgau und Heidelberg.
Heidelberg
Im 19. Jahrhundert konnten sich in Baden Demokratie und Parlamentarismus freier entwickeln als anderswo. 1818 erhielt das Großherzogtum auch eine liberale Verfassung.
1845 gab es einen Hofskandal um die Geschichte von Kaspar Hauser.
In den Jahren 1848 und 1849 kam es neben anderen Staaten des Deutschen Bundes auch in Baden zur Badischen Revolution (Märzrevolution).
Von 1851 bis 1871 gab das Land Baden eigene Briefmarken aus (siehe: Badner Postgeschichte).
1871 trat Baden dem Deutschen Reich bei, war eine Hochburg der Liberalen und der Zentrumspartei und wurde 1918 nach der erzwungenen gewaltfreien Abdankung des letzten Großherzogs Republik. Es blieb in seinen Grenzen, trotz württembergischer Versuche im Dritten Reich die Vereinigung herbeizuführen, bis zum Ende des 2. Weltkriegs unverändert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden durch eine Besatzungsgrenze geteilt.
- Nordbaden (mit dem Landkreis Karlsruhe als südlichstem Gebiet) bildete mit Nordwürttemberg das Land Württemberg-Baden (Hauptstadt Stuttgart) in der US-amerikanischen Zone.
- Südbaden (mit dem Landkreis Rastatt als nördlichstem Gebiet) bildete das Land Baden mit der Hauptstadt Freiburg im Breisgau und war Teil der französischen Besatzungszone. Ministerpräsident dieses Landes war Leo Wohleb.
1952 schlossen sich die Länder Württemberg-Baden und Baden mit dem Land Württemberg-Hohenzollern zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen. In Mittel- und Südbaden gab es viele Gegner des Zusammenschlusses. Diese plädierten für ein eigenständiges Bundesland Baden auf dem Vorkriegsterritorium. "Vom See bis an den Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland", war auf den Wahlplakaten von 1951 zu lesen. Jedoch unterlagen die Befürworter des selbstständigen Badens bei der Volksabstimmung. Zwar votierten 53% aller Stimmberechtigten im Vorkriegsbaden für die Wiederherstellung des Landes Baden; entscheidend war jedoch das Abstimmungsverhalten des bevölkerungsreichen Nordbadens, wo 57% für den Südweststaat votierten. Für die Vereinigung stimmte auch die Bevölkerung im Landesbezirk (Nord-)Württemberg und in Württemberg-Hohenzollern. Durch die Mehrheiten in drei von vier Teilgebieten wurde die Vereinigung zum "Südweststaat" beschlossen.
Kritiker dieser Volksabstimmung weisen darauf hin, dass das Abstimmungsverhalten der Nordbadener nicht nur politisch motiviert war: Ein Bundesland Baden wäre in jedem Fall vollständig französische Besatzungszone geworden; Nordbaden empfand die amerikanische Besatzung jedoch als weit aus angenehmer als Südbaden die französische, von der aus häufig von Vergewaltigungen berichtet wurde und der die Franzosen unmittelbar nach Kriegsende sogar einen Großteil der Ernte entzogen hatten. Von den Befürwortern des Zusammenschlusses unter den badischen Politikern wurde mit den wirtschaftlichen Vorteilen, die eine Vereinigung bringen würde, argumentiert; Baden war seit 1918 durch seine Grenzlage in Deutschland und seine verkehrsungünstigen Grenzen wirtschaftlich sehr geschwächt worden, der Handel mit Württemberg sollte gesteigert und vereinfacht werden. Das 1951 neu gegründete Bundesverfassungsgericht, das seinen Sitz in der ehemaligen badischen Residenzstadt Karlsruhe hat, konnte sich bei Stimmengleichheit nicht auf eine Haltung gegen die Modalitäten der Volksabstimmung (Mehrheit in drei von vier Abstimmungsbezirken) festlegen. 1956 entschied es aber aufgrund einer Klage des Heimatbund Baden, dass die badische Bevölkerung nochmals abstimmen dürfe, denn ihr Wille bei Abstimmung in 1951 sei durch die Trennung des Landes Baden nach 1945 "überspielt" worden.
Erst 1970 kam es aufgrund jener Klage nochmals zu einer Volksabstimmung, an der sich diesmal die Württemberger nicht beteiligen durften. Den Zeitläufen entsprechend waren wenige für die Wiederherstellung eines historisches Land zu begeistern, die überwältigende Mehrheit (82%) der Bevölkerung von Baden stimmte für den Verbleib in Baden-Württemberg. Damit wurde das Faktische abgesegnet, allerdings war die Verzögerung der Abstimmung bewusst gewählt worden, um die Badener durch wirtschaftliche Erfolge vom Sinn des Zusammenschlusses zu überzeugen.
Die 1952 gebildeten Regierungsbezirke Nordbaden und Südbaden griffen die Grenzen des alten Landes Baden wieder auf: Im Norden an Bayern grenzend, im Süden am Bodensee nur 30km entfernt von Bayern und in der Mitte teilweise nur 30 km schmal, fasste die Ostgrenze des Landes das Territorium von Württemberg sichelartig ein. Mit der Kreisreform, die zum 1. Januar 1973 vollzogen wurde, wurden die historischen Grenzen der Regierungsbezirke aufgehoben und und Namen der Landesteile verschwanden. Die Gebiete aller vier Regierungsbezirke: Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen wurden hauptsächlich nach geografischer Zweckmäßigkeit abgegrenzt. Dabei verschwanden die alten Grenzen auf Verwaltungsebene endgültig: der ehedem württembergische Teil des Schwarzwalds gehört seitdem zu den Regierungsbezirken in Karlsruhe beziehungsweise Freiburg, und ehemals badische Kreise zu Stuttgart bzw. Tübingen.
Doch spiegeln sich die alten Grenzen des Landes Baden heute noch darin wieder, dass es einen eigenständigen Badischen Sportbund und eine eigenständige Evangelische Landeskirche in Baden gibt. Auch in der Organisation der Justiz haben sich die alten Grenzen erhalten. Manche Medien orientieren sich noch immer an den alten Grenzen von Baden und Württemberg: Zum Beispiel veranstaltet der SWR Hörfunk Regionalprogramme wie "Baden Radio" oder "Radio Südbaden" und der Südkurier erscheint im Landkreis Tuttlingen nur für die badischen Städte und Gemeinden.
Ungebrochen ist das besonders im Süden vorherrschende Bewusstsein, mit dem sich die Menschen als Badener bezeichnen - oft schon allein, um sich von der Landesregierung im württembergischen Stuttgart abzugrenzen. Dazu eignet sich zum Beispiel das Badnerlied hervorragend.
Bis heute sieht man gerade in Südbaden viele badische Flaggen, und auch der badische Wein trägt die Identität des Landes fort.
Die mit einer Identitätsbildung einhergehende Abgrenzung erfolgt bevorzugt gegenüber Schwaben und Pfälzern. Von diesen werden die Bewohner der Region manchmal auch als Badenser bezeichnet. Diese Bezeichnung wird, obwohl sie gemäß Duden eine zulässige Bezeichnung der badischen Bevölkerung ist, heutzutage eher abwertend empfunden.
Verwaltungsgliederung
Siehe Verwaltungsgliederung Badens
Politik
Staatsoberhäupter
Die Staatsoberhäupter (Markgrafen, Kurfürsten und Großherzöge) von Baden von 1738 bis zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 waren:
- 12. Mai 1738 - 10. Juni 1811: Karl Friedrich ( - 1728 - † 1811) Markgraf, ab 5. Mai 1803 Kurfürst, ab 5. Mai 1806 Großherzog
- 10. Juni 1811 - 8. Dezember 1818: Carl Ludwig Friedrich ( - 1786 - † 1818), Großherzog
- 8. Dezember 1818 - 30. März 1830: Ludwig I. ( - 1763 - † 1830), Großherzog
- 30. März 1830 - 24. April 1852: Leopold ( - 1790 - † 1852), Großherzog
- 5. September 1858 - 28. September 1907: Friedrich I. ( - 1826 - † 1907), Großherzog (seit 1852 bereits Regent)
- 28. September 1907 - 14. November 1918: Friedrich II. ( - 1857 - † 1928), Großherzog
Regierungschefs
Regierungschefs beziehungsweise Staatsminister des Großherzogtums waren:
- 1820 bis 1831: Wilhelm Ludwig Leopold Reinhard Freiherr von Berstett ( - 1769 - † 1837)
- 1832 bis 1842: Sigismund Freiherr von Reitzenstein ( - 1766 - † 1847)
- 1844 bis 1846: Christian Friedrich von Boeckh ( - 1777 - † 1855)
- Amt zwischen 1846 - 1861 aufgehoben
- 1861 bis 1866: Anton von Stabel ( - 1806 - † 1880)
- 1866 bis 1868: Karl Mathy ( - 1807 - † 1868)
- 1868 bis 1876: Julius Jolly ( - 1823 - † 1891)
- 1876 bis 1893: Ludwig Karl Friedrich Turban ( - 1821 - † 1898)
- 1893 bis 1901: Franz Wilhelm Nokk ( - 1832 - † 1903)
- 1901 bis 1905: Carl Ludwig Wilhelm Arthur von Brauer ( - 1845 -† 1926)
- 1905 bis 1917: Alexander Freiherr von Dusch ( - 1851 - † 1923)
- 1917 bis 1918: Heinrich Freiherr von Bodmann ( - 1851 - † 1929)
Die Staatspräsidenten der Republik Baden 1918 - 1933:
- 10. November 1918-14. August 1920: Anton Geiß (1858-1944), SPD
- 14. August 1920 - 23. November 1921: Gustav Trunk (1871-1936), Zentrum
- 23. November 1921 - 23. November 1922: Hermann Hummel (1876-1952), DDP
- 23. November 1922 - 23. November 1923: Adam Remmele (1877-1951), SPD
- 23. November 1923 - 23. November 1924: Heinrich Franz Köhler (1878-1949), Zentrum
- 23. November 1924 - 23. November 1925: Willy Hellpach (1877-1955), DDP
- 23. November 1925 - 23. November 1926: Gustav Trunk (2. Amtszeit), Zentrum
- 23. November 1926 - 3. Februar 1927: Heinrich Franz Köhler (2. Amtszeit), Zentrum
- 3. Februar 1927 - 23. November 1927: Gustav Trunk (3. Amtszeit), Zentrum
- 23. November 1927 - 23. November 1928: Adam Remmele (2. Amtszeit), SPD
- 23. November 1928 - 20. November 1930: Josef Schmitt (1874-1939), Zentrum
- 20. November 1930 - 10. September 1931: Franz Josef Wittemann (1866-1931), Zentrum
- 18. September 1931 - 11. März 1933: Josef Schmitt (2. Amtszeit), Zentrum
Ernannter Reichsstatthalter(bis 8. Mai 1933: Reichskommissar):
- 11. März 1933 - April 1945 -- Robert Wagner (1895-1946), NSDAP
Ernannter Ministerpräsident von Baden:
- 8. Mai 1933 - April 1945 -- Walter Köhler (1897- 1989), NSDAP
Landtagswahlen
1919: Zentrum 36,6% - 39 Sitze | SPD 32,1% - 36 Sitze | DDP 22,8% - 25 Sitze | CVP 7,0% - 7 Sitze 1921: Zentrum 37,9% - 34 Sitze | SPD 22,7% - 20 Sitze | DDP 8,5% - 7 Sitze | DNVP/CVP 8,5% - 7 Sitze | Badischer Landbund 8,3% - 7 Sitze | DVP 6,0% - 5 Sitze | KPD 3,9% - 3 Sitze | USPD 3,0% - 2 Sitze | WVbM 1,3% - 1 Sitze 1925: Zentrum 36,8% - 28 Sitze | SPD 20,9% - 16 Sitze | DNVP/Badischer Landbund 12,2% - 9 Sitze | DVP 9,2% - 7 Sitze | DDP 8,7% - 6 Sitze | KPD 6,2% - 4 Sitze | WVbM 3,0% - 2 Sitze 1929: Zentrum 36,7% - 34 Sitze | SPD 20,1% - 18 Sitze | DVP 8,0% - 7 Sitze | NSDAP 7,0% - 6 Sitze | DDP 6,7% - 6 Sitze | KPD 5,9% - 5 Sitze | WP 3,8% - 3 Sitze | CSVD 3,8% - 3 Sitze | DNVP/CVP 3,7% - 3 Sitze | BBP 3,0% - 3 Sitze An 100% fehlende Stimmen = Nicht im Landtag vertretene Wahlvorschläge.
Sprache
s. Badisch, Badisches Wörterbuch
Weblinks
- [http://www.gonschior.de/weimar/Baden/index.htm Regierungssystem, Wahlergebnisse und Ereignisse im Freistaat Baden]
- [http://www.badische-seiten.de Internetportal für Südbaden - Sprache - Geschichte - Schwarzwald]
- [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/baden/baden-txt.htm Landeskundliche Texte]
- [http://baden-chronik.de/karte.htm Landkarte von Baden]
- [http://www.deutsche-schutzgebiete.de/grossherzogtum_baden.htm Großherzogtum Baden]
- [http://www.deheim.de Südbaden mit Ortschroniken und Impressionen]
Kategorie:Historisches Territorium
Kategorie:Historische Landschaft
Kategorie:Geschichte Baden-Württembergs
ko:바덴
Deutscher BundDer Deutsche Bund war eine lose Konföderation der deutschen Staaten. Er wurde am 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress als Nachfolger des 1806 aufgelösten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ins Leben gerufen. Die Gründungsurkunde, die Deutsche Bundesakte, wurde von 41 Mitgliedsstaaten unterzeichnet, darunter 37 Fürstentümer und 4 freie Städte. Deren Anzahl sank durch Vereinigungen infolge von Kauf oder Erbgang bis 1863 auf 35 Staaten. Preußen und Österreich gehörten nur mit ihren Gebieten, die schon Teile des Heiligen Römischen Reiches gewesen waren, zum Deutschen Bund. Das Gebiet des Deutschen Bundes umfasste 1839 rund 630.100 km² mit etwa 29,2 Millionen Einwohnern.
Territoriale Entwicklung
1817 wurde die Landgrafschaft Hessen-Homburg als 39. Mitglied aufgenommen. Danach veränderte sich die Anzahl der Mitglieder mehrmals, da einige Herrscherhäuser ausstarben und ihre Länder mit denen ihrer Erben vereinigt wurden; das Herzogtum Limburg wurde 1839 im Austausch für Teile Luxemburgs neu aufgenommen.
Im Einzelnen veränderte sich der Deutsche Bund wie folgt:
- 1825 fiel Sachsen-Gotha durch Erbgang an Sachsen-Coburg, das ab 1826 Sachsen-Coburg und Gotha hieß;
- 1839 wurde das | | |