Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Baha'u'llah

Baha'u'llah

Baha'u'llah (arab. "Herrlichkeit Gottes"), mit bürgerlichem Namen Mirza Husayn Ali, (
- 12. November 1817 in Teheran, Iran / Persien; † 29. Mai 1892 in Akka) war der Stifter der Baha'i-Religion. Baha'i-Religion

Leben

Herkunft

Mirza Husayn Ali entstammte einer adligen Familie aus Núr in Mazindaran (Iran). Nach eigenen Aussagen hat er zeitlebens nie eine Schule besucht oder ein Studium absolviert. Er wurde bereits 1844 ein Anhänger des Bab, der drei Monate zuvor mit dem prophetischen Anspruch der Erfüllung des Islam hervorgetreten war und in der Folge die Religionsgemeinschaft des Babismus begründete. Er korrespondierte mit dem Bab, traf ihn aber bis zu dessen Hinrichtung im Juli 1850 nie persönlich.

Baha'u'llahs Familie

Bahá'u'lláh war in seinem Leben gleichzeitig mit drei Frauen verheiratet. Seine erste Frau war Navvab (gen. Asiyyih Khanum), er heiratete sie im September oder Oktober 1835 und hatte mit ihr sieben Kinder, von denen nur 3 - 'Abdu'l-Baha ('Abbas Effendi), Bahiyyih Khanum und Mirza Mihdi - am Leben blieben. Sie starb 1886. Seine zweite Frau war Mahd-i-'Ulyá (gen. Fátimih Khánum). Er heiratete sie 1849 im Alter von 21 Jahren, sie hatten sechs Kinder, sie starb 1904. Sie brach mit ihren Kindern die Verbindung zu ihm ab, als er sich zum Baha'u'llah erklärte. Seine dritte Frau war Gawhar Khanum, sie heirateten in Bagdad und hatten eine Tochter. Es heißt, daß Gawhar Khanum zuvor ein Hausmädchen von Asiyih Khanum gewesen sei. Gawhar Khanum starb nach seinem Tod, während 'Abdu'l-Baha die Bahai leitete. Auch sie brach mit ihrer Tochter die Verbindung zu Mirza Husayn Ali ab, als er sich zum Baha'u'llah erklärte. Die Tatsache, daß Bahá'u'lláh mit drei Frauen verheiratet war, hat in der Baha'i-Religion zum Teil zu Verwirrung geführt, da nach den von Baha'u'llah verkündeten Gesetzen der Religion nur die Heirat mit einer Frau zugelassen war. Abdu'l-Baha begründete dies damit, daß er die Frauen ja vor der Offenbarung seines Gesetzbuches geheiratet habe, während er noch den Gesetzen des Islam unterworfen gewesen sei. Widersprüche werden allerdings teilweise zum Babismus gesehen, dem Mirza Husayn Ali ja bis dahin angehört hatte, und nach dessen Lehre die Ehe mit höchstens zwei Frauen zugelassen sein soll.[http://bahai-library.com/uhj/wives.bahaullah.html Quelle bahai-library.com]

Die Offenbarung

Nachdem ein Anhänger des Bab im August 1852 aus Rache für die Hinrichtung des Bab ein Attentat auf den Schah ausgeführt hatte, wurden die Babi verfolgt, viele Anhänger wurden getötet. Auch Baha'u'llah wurde inhaftiert und in Teheran im Gefängnis Siyah-Chal gefangengesetzt. Im Gefängnis erlebte Mirza Husayn Ali dann seine Berufung zum Offenbarer. Er beschreibt selbst in blumigen Worten, wie ihm im Traum verkündet worden sei, wie er durch seine Schriften "siegreich" werden würde. Von nun an seien seine Worte wie zuvor schon beim Bab in einer "enormen Geschwindigkeit geflossen".

Emigration in Bagdad

Teheran Nach vier Monaten wurde er aus dem Gefängnis entlassen, vom Schah allerdings aufgefordert, Persien zu verlassen. Er emigrierte mit seiner Frau Navvab, seinem Sohn Abdu'l Baha und seiner Tochter Bahiyyih Khanum sowie zwei Brüdern nach Bagdad und ließ nur seinen jüngsten Sohn Mirza Mihdi, der noch ein kleines Kind war, vorerst bei Verwandten zurück. Am 8. April 1853 traf die Familie nach einer entbehrungsreichen Reise in Bagdad ein, welches bis zum Jahr 1863 ihre Heimat werden sollte. Hier verfasste der Baha'u'llah zahlreiche Werke. Von April 1854 bis März 1856 zog er sich in die Einsamkeit der Berge Sulaymaniyyihs zurück. Ende April 1863 bis Mai 1863 erklärte er sich im Garten Ridvan bei Bagdad als der "Verheißene aller Religionen, dessen Kommen der Bab vorausgesagt habe", worauf die Mehrzahl der bisherigen Anhänger des Bab zu seiner Baha'i-Religion übertrat. Offensichtlich war dies aber auch der Grund für seine erneute Verbannung, die ihn zwang, nach Konstantinopel weiterzuziehen.

Weitere Stationen der Emigration

Am 16. August 1863 kam Baha'u'llah mit seiner Familie und 26 seiner Jünger in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul an. Als auch hier sich die Menschen zunehmend zu ihm hingezogen fühlten, verbannte man ihn weiter nach Adrianopel (Edirne), wo er am 12. Dezember 1863 ankam. Von hier aus proklamierte er seine Botschaft an die Könige und Herrscher der Welt und sprach in "Tablets" und Sendschreiben Herrscher wie Napoleon III. persönlich an. Am 31. August 1868 traf er mit etwa 68 Gefährten in der osmanischen Gefängnisstadt Akka im Heiligen Land ein, wo er in eine Kaserne eingekerkert wurde. 1870 stürzte hier sein Sohn Mirza Mihdi durch ein Dachfenster und verunglückte dabei tödlich. Sein Grab befindet sich heute im Baha'i-Weltzentrum. Kurze Zeit später wurde wegen einer eintretenden Mobilisierung türkischer Truppen die Kaserne für Soldaten benötigt. Baha'u'llah und seine Familie mussten daraufhin mehrmals umziehen. Zuletzt wohnte er in Bahji bei Akka. Die Haftbedingungen wurden dabei allmählich gelockert.

Haifa

Baha'i-Weltzentrum Er besuchte viermal die Stadt Haifa und schlug dabei sein Zelt am Berg Karmel auf und zeigte Abdu'l Baha die Stelle an der die sterblichen Überreste des Bab beigesetzt werden sollen. In seinem "Tablet des Karmel" hebt er die geistige Bedeutung dieses Berges für die Menschheit hervor und legt somit die Grundlage für die Entstehung des Baha'i-Weltzentrum in Haifa. In der Folge verfasst er weitere Send- und Warnschreiben mit Prophezeiungen an Herrscher der damaligen Welt wie auch sein nach Aussage seiner Anhänger wichtigstes Buch, das Buch der Gesetze auch Kitab-i-Aqdas genannt, das "Buch des Bundes", in dem er Abdu'l Baha als seines Vaters Bevollmächtigter und als Ausleger seiner Lehren bestimmt und den "Brief an den Sohn des Wolfes", in dem er ausgesuchte Passagen aus seinen eigenen Schriften zitiert und einen Priester auffordert seine Taten zu bereuen. Abdu'l Baha In Bahji starb er am 29. Mai 1892 und wurde in dem kleinen Gebäude neben dem Wohnhaus begraben. Dieses Gebäude wurde der Schrein Baha'u'llahs und die Qibla (arab. "Gebetsrichtung") des Baha'i-Glaubens. Der 29. Mai (Todestag) ist ein Gedenktag und der 12. November (Geburtstag) ein Feiertag im Baha'i-Kalender.

Werke

Von Baha'u'llah wurden zahlreiche Schriften gesammelt, die als Tablets, Tafeln oder Sendschreiben bezeichnet werden, und in persischer oder arabischer Sprache verfasst wurden.

1853-1863 Bagdad


- "Die Verborgenen Worte" (Aussprüche, die "den Geist der Menschen neu auszurichten, Ihre Seelen zu erbauen und ihr Verhalten zu verbessern"
- "Das Buch der Gewißheit" (behandelt die zentralen theologischen Fragen seines Glaubens)
- "Die Sieben Täler" (mystisches Werk)
- "Die Vier Täler" (mystisches Werk)
- Tablet des Heiligen Seefahrer (Prophezeiung seines kommenden Leidens)

1863-1868 Istanbul/Edirne


- Sure der Könige (allgemein an die Herrscher der Welt gerichtet)
- Tablet an Nasirid-Din Shah (legt Ziele, Zwecke und Grundsätze seines Glaubens sowie die Bedeutsamkeit seiner Mission dar)
- erstes Sendschreiben an Napoleon III.
- arabisches Tablet an Ahmad
- persisches Tablet an Ahmad
- Fastengebete

1868-1892 Akka/Bahji


- Tablet des Karmel (erklärt die Bedeutung des Berges Karmel)
- Sendschreiben an Ali Pasha
- Sendschreiben an Napoleon III.
- Sendschreiben an Zar Alexander II.
- Sendschreiben an Königin Viktoria I.
- Sendschreiben an Papst Pius IX.
- Buch der Gesetze (auch: Kitab-i-Aqdas)
- Brief an den Sohn des Wolfes

Literatur


- Baha'u'llah, Botschaften aus Akka, Hofheim 1988, ISBN 3870371439
- Baha'u'llah, Brief an den Sohn des Wolfes, Hofheim 1988, ISBN 3870372079
- Baha'u'llah, Das Buch der Gewissheit, Hofheim 2000, ISBN 3870373407
- Baha'u'llah, Die Sieben Täler - Die vier Täler, Hofheim 1995, ISBN 387037330X
- Baha'u'llah, Die Sure der Könige in: Ährenlese aus den Schriften Baha'u'llahs, Kapitel 65,66,113,114,116 und 118, Hofheim 1980, ISBN B0000BG2BY
- Baha'u'llah, Die Verkündigungen Baha'u'llahs an die Könige und Herrscher der Welt, ISBN B0000BPISW
- Baha'u'llah, Kitab-i-Ahd (Das Buch des Bundes), in: Dokumente des Bündnisses, Hofheim 1989, ISBN 3870372311
- Baha'u'llah, Kitab-i-Aqdas - Das Heiligste Buch, Hofheim 2000, ISBN 3870373393
- Baha'u'llah, arabisches Tablet an Ahmad in: Gebete offenbart von Baha'u'llah, Bab und Abdu'l-Baha, S. 329-332, Hofheim-Langenhain 1984, ISBN 3870371544
- Baha'u'llah, persisches Tablet an Ahmad in: Ährenlese aus den Schriften Baha'u'llahs, Kapitel 152 und 153, Hofheim 1980, ISBN B0000BG2BY
- Baha'u'llah, Tablet des Karmel in: Ährenlese aus den Schriften Baha'u'llahs, Kapitel 11, Hofheim 1980, ISBN B0000BG2BY
- Baha'u'llah, Tablet vom Heiligen Seefahrer in: Gebete offenbart von Baha'u'llah, Bab und Abdu'l-Baha, S. 341-349, Hofheim-Langenhain 1984, ISBN 3870371544
- Baha'u'llah, Verborgene Worte, Hofheim 2001, ISBN 3870374020
- Balyuzi, Hasan M., Baha'u'llah: der Herr der Herrlichkeit, Hofheim-Langenhain: Baha'i-Verl. 1991
- Taherzadeh, Adib, Die Offenbarung Baha'u'llahs, Bde. 1-4, Hofheim-Langenhain: Baha'i-Verl., 1981-95

Weblinks


- [http://reference.bahai.org Autorisierte Version einiger seiner Schriften auf Englisch, Persisch und Arabisch]
- [http://www.bahai.org Offizielle Webseite der Baha’i-Weltgemeinde]
- [http://www.geistigenahrung.org/ftopic331.html Ausführliche Lebensgeschichte von Baha'u'llah] Kategorie:Mann Kategorie:Religionsstifter Kategorie:Baha'i ja:バハーウッラー ko:바하올라

12. November

Der 12. November ist der 316. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 317. in Schaltjahren) - somit bleiben 49 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1893 - Die Teilung Afghanistans für 100 Jahre wird vom damaligen Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung, Sir Henry Mortimer Durand, entlang der so genannten Durand-Linie durchgesetzt, um die indischen Besitztümer der Briten nach Westen hin zu sichern.
- 1918 - In Wien wird die Republik Deutschösterreich ausgerufen.
- 1918 - Die Bayerische Volkspartei (BVP) wird in Regensburg gegründet.
- 1918 - Frauen erlangen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht
- 1920 - Der Vertrag von Rapallo wird zwischen Italien und dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen geschlossen.
- 1927 - Leo Trotzki wird aus der KPdSU ausgeschlossen, was Joseph Stalin zum uneingeschränkten Herrscher über die Sowjetunion macht.
- 1933 - Die NSDAP veranstaltet Reichstagswahlen, bei der nur sie wählbar ist.
- 1944 - Britische Bomber versenken das deutsche Schlachtschiff Tirpitz in Norwegen.
- 1948 - Mit dem bislang einzigen Generalstreik in Westdeutschland demonstrieren mehrere Millionen Arbeitnehmer in der amerikanischen und der britischen Besatzungszone für Lohnerhöhungen und die Wiedereinführung der Preiskontrollen.
- 1953 - Gründung des SFB (Sender Freies Berlin).
- 1955 - Die ersten 101 Rekruten der Bundeswehr beginnen ihren Dienst.
- 1973 - Nach dem Rücktritt von Vizepräsident Spiro Theodore Agnew nominiert Präsident Richard Nixon Gerald Rudolph Ford als Nachfolger.
- 1991 - Santa-Cruz-Massaker in Osttimor - über 270 Menschen sterben
- 1992 - Erich Honecker und fünf andere SED-Größen stehen wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze vor Gericht.
- 1994 - Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird Staatsoberhaupt in Sri Lanka
- 1995 - Erste freie Parlamentswahlen in Aserbaidschan.
- 1996 - Mena-Konderenz in Kairo, Ägypten

Wirtschaft


- 1938 - Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben; Abschluss der Arisierung.
- 1998 - Daimler-Benz und Chrysler fusionieren
- 2003 - In Paris, Frankreich treffen sich schätzungweise 50 000 Globalisierungskritiker zum 2. Europäischen Sozialforum, das bis zum 16. November dauern wird.

Wissenschaft, Technik

Europäischen Sozialforum
- 1799 - Alexander von Humboldt beobachtet und beschreibt in Cumaná (Venezuela) einen Meteorstrom der Leoniden – spätere Grundlage für die Erkenntnis, dass solche Himmelsereignisse periodisch auftreten.
- 1862 - Der Asteroid (77) Frigga wird von C. H. F. Peters entdeckt.
- 1877 - Die erste deutsche Telegraphenlinie mit Fernsprechern wird bei Berlin zwischen Rummelsburg und Friedrichsberg eröffnet.
- 1901 - Der Asteroid (479) Caprera wird von Luigi Carnera entdeckt.
- 1980 - Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Saturn vorbei und liefert viele Fotos von Saturn, seinen Ringen und Monden.

Kultur


- 1856 - Uraufführung der Operette "Six Demoiselles à marier" von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1909 - Uraufführung der Operette "Der Graf von Luxemburg" von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1987 - Das Frankfurter Opernhaus wird durch Brandstiftung zerstört. Der Wiederaufbau kostet 170 Millionen DM.

Religion


- 2002 - In Potsdam unterzeichnen Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Apostolische Nuntius Giovanni Lajolo das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Brandenburg. Brandenburg ist das letzte der neuen Länder, das nach 10jähriger Vorbereitungszeit einen deratigen Vertrag abschließt.

Katastrophen


- 1908 - Bei einer Schlagwetter-Explosion in der Zeche Radbod in Hamm (Westfalen) sterben 348 Bergleute.
- 1970 - Ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h und meterhohen Flutwellen trifft Bangladesch (damals Ostpakistan): 300’000 Tote.
- 1996 - Bei der Kollision zwischen einer Boeing 747 der Saudi Arabian Airways und einer Iljushin 76 der Kazak Airlines im Luftraum über Indien sterben alle 349 Personen in beiden Flugzeugen.
- 1999 - Ein Erdbeben im Nordwesten der Türkei fordert ca. 370 Tote.
- 2001 - New York City: Ein Airbus A300 der American Airlines, auf dem planmäßigen Flug nach Santo Domingo stürzt weniger als 3 Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport in bewohntes Gebiet. Alle 260 Personen an Bord sowie 6 Anwohner sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Phil Jackson in Las Vegas durch KO.
- 2004 - Die deutsche Triathletin Nina Kraft wird für zwei Jahre wegen EPO-Doping gesperrt.

Geboren


- 1615 - Richard Baxter, englischer Theologe
- 1648 - Juana Inés de la Cruz, mexikanische Dichterin
- 1746 - Jacques Alexandre César Charles, französischer Physiker und Luftfahrtpionier
- 1755 - Gerhard Johann David von Scharnhorst, preußischer General
- 1780 - Pieter Retief, burischer Pionier (Voortrekker)
- 1789 - Philipp Jakob Siebenpfeiffer, deutscher politischer Publizist und eine der Schlüsselfiguren beim Hambacher Fest
- 1789 - Stephan Metz, Mainzer Bürgermeister
- 1790 - Gottlieb Heinrich Schmückert, deutscher Generalpostdirektor
- 1817 - Baha'u'llah, persischer Religionstifter der Baha'i-Religion
- 1819 - George Eliot, Pseudonym der englischen Schriftstellerin Mary Ann Evans
- 1831 - Anton Kerner von Marilaun, österreichischer Botaniker und Professor
- 1834 - Alexander Porfirjewitsch Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Mediziner
- 1834 - Franz Brandts, deutscher Industrieller
- 1840 - Auguste Rodin, französischer Bildhauer
- 1842 - John William Strutt, britischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1848 - Eduard Müller, schweizerischer Politiker
- 1850 - Michail Iwanowitsch Tschigorin, russischer Schachspieler
- 1850 - Therese von Bayern, deutsche Ethnologin, Zoologin, Botanikerin und Anthropologin
- 1851 - Eduard Engel, deutscher Literaturhistoriker und Stilist jüdischer Herkunft
- 1853 - Oskar Panizza, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1863 - Johannes Thienemann, deutscher Ornithologe
- 1866 - Sun Yat-sen, chinesischer Politiker
- 1881 - Maximilian von Weichs, deutscher Generalfeldmarschall des 2. Weltkriegs
- 1881 - Ulrich von Hassell, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1882 - Giuseppe Borgese, italienischer Autor
- 1891 - Seth Barnes Nicholson, US-amerikanischer Astronom
- 1897 - Hans Deppe, deutscher Regisseur
- 1898 - Leopold Okulicki, Führer der polnischen Heimatarmee
- 1899 - Hildegard Bleyler, deutsche Politikerin und MdB
- 1899 - Wilhelm Lachnit, deutscher Maler und Graphiker
- 1907 - Ernst Albrecht, deutscher Sportler
- 1908 - Amon Göth, KZ-Aufseher
- 1908 - Hans Werner Richter, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Kurt Hoffmann, deutscher Filmregisseur
- 1912 - Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal
- 1914 - Peter Whitehead, englischer Rennfahrer
- 1915 - Roland Barthes, französischer Kritiker
- 1920 - Joe Stafford, US-amerikanische Sängerin
- 1920 - Richard Quine, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Komponist, Produzent und Filmregisseur
- 1922 - Charlotte MacLeod, kanadische Krimi-Schriftstellerin
- 1923 - Loriot (Vicco von Bülow), deutscher Zeichner und Schauspieler
- 1923 - Vicco von Bülow, deutscher Humorist, Zeichner, Schauspieler und Regisseur
- 1925 - Heinz Schubert, deutscher Schauspieler
- 1928 - Henry Büttner, deutscher Karikaturist
- 1929 - Grace Kelly, US-amerikanische Schauspielerin, Fürstin Gracia Patricia von Monaco
- 1929 - Michael Ende, deutscher Schriftsteller
- 1930 - Tonke Dragt, niederländische Kinder- und Jugendbuch-Schriftstellerin
- 1931 - Bob Crewe, US-amerikanischer Musikproduzent und Songschreiber
- 1933 - Bruno Sacco, italienischer Konstrukteur und Designer ('Stilist') bei Mercedes-Benz
- 1934 - Charles Manson, US-amerikanischer Sektenführer und Massenmörder
- 1934 - Vava, brasilianischer Fußballspieler
- 1935 - Ljudmila Gurtschenko, russische Sängerin und Schauspielerin
- 1936 - Charlotte Davis, US-amerikanische Sängerin
- 1936 - Inge Brück, deutsche Sängerin
- 1936 - Mort Shuman, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1938 - Benjamin William Mkapa, tansanischer Politiker
- 1938 - Richard George May, britischer Jurist am Internationaler Strafgerichtshof
- 1939 - Lucia Popp, österreichische Sängerin
- 1940 - Jürgen Todenhöfer, deutscher Politiker und MdB
- 1941 - Rainer Riehn, deutscher Komponist und Dirigent
- 1942 - Dieter Wedel, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 1942 - Stephanie Powers, US-amerikanische Schauspielerin
- 1942 - Nikolaus Amrhein, deutscher Biochemiker und Pflanzenwissenschaftler
- 1943 - Brain Hyland, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - John Walker, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Wallace Shawn, US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller
- 1944 - Booker T. Jones, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1945 - Neil Young, kanadischer Rockmusiker
- 1946 - Arthur Tavares, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - Keith Claudius Mitchell, Premierminister von Grenada seit 1995
- 1948 - Donald Johnson, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Egon Schmitt, Fußballspieler
- 1948 - Errol Brown, britischer Sänger und Songschreiber
- 1952 - Ernie Fletcher, US-amerikanischer Gouverneur von Kentucky
- 1952 - Thomas Lengauer, deutscher Informatiker
- 1953 - Ursula Mogg, deutsche Politikerin und MdB
- 1955 - Leslie McKeown, britischer Sänger (Bay City Rollers)
- 1961 - Nadia Comăneci, rumänische Kunstturnerin und Olympiasiegerin
- 1964 - Thomas Berthold, deutscher Fußballspieler
- 1970 - Tonya Harding, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 1973 - Egil Gjelland, norwegischer Biathlet
- 1975 - Dario Šimić, kroatischer Fußballspieler
- 1976 - Judith Holofernes, Sängerin der Band "Wir sind Helden"
- 1978 - Alexandra Maria Lara, rumänische Schauspielerin
- 1980 - Ryan Gosling, US-amerikanische Schauspieler
- 1981 - Annika Becker, deutsche Leichtathletin
- 1982 - Anne Hathaway, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 574 - Aemilianus von Cogolla, spanischer Einsiedler, Lehrer und Wundertäter (
- um 474)
- 607 - Bonifatius III., Papst im Jahre 607
- 1035 - Knut der Große, König von Dänemark (
- 995)
- 1168 - Fegerin von Wadgassen, Abt der Prämonstratenser
- 1463 - Diégo von Alcalá, spanischer Franziskaner und Wunderheiler; katholischer Heiliger (
- 1400)
- 1484 - Andrea Zamometic, Erzbischof von Cranea (Kroatien) (
- 1420)
- 1555 - Stephen Gardiner, englischer Bischof (
- um 1490)
- 1567 - Anne de Montmorency, französischer Heerführer
- 1595 - John Hawkins, britischer Seefahrer (
- 1532)
- 1623 - Josaphat Kunzewitsch, Basilianermönch, slawischer Prediger und Märtyrer (
- 1580)
- 1635 - Julius Wilhelm Zincgref, deutscher Schriftsteller
- 1723 - Joseph Clemens von Bayern, Erzbischof von Köln
- 1746 - Georg Wilhelm Steller, deutscher Naturforscher
- 1852 - Adolph Schoder, württembergischer Politiker
- 1857 - Manuel Ceferino Oribe y Viana, uruguayanischer Staatspräsident (
- 1792)
- 1869 - Johann Friedrich Overbeck, deutscher Maler (
- 1789)
- 1879 - Jakob Heine, deutscher Arzt (
- 1800)
- 1893 - Alexander Freiherr von Bach, österreichischer Politiker (
- 1813)
- 1903 - Camille Pissarro, französischer Maler (
- 1830)
- 1921 - Fernand Khnopff, belgischer Maler und Grafiker (
- 1858)
- 1941 - Leo Graetz, deutscher Physiker
- 1944 - George Birkhoff, US-amerikanischer Mathematiker (
- 1884)
- 1944 - Otto Blumenthal, deutscher Mathematiker (
- 1876)
- 1948 - Umberto Giordano, italienischer Komponist des Verismus (
- 1867)
- 1949 - Walter Buch, Reichsleiter der NSDAP
- 1962 - Joseph Georg Oberkofler, österreichischer Jurist, Erzähler und Lyriker (
- 1889)
- 1988 - Tomasz Sikorski, polnischer Komponist
- 1994 - Wilma Rudolph, US-amerikanische Leichtathletin
- 2000 - Leah Rabin, israelische Politikerin, Ehefrau von Yitzhak Rabin
- 2003 - Jonathan Brandis, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Usko Meriläinen, finnischer Komponist und Dirigent (
- 1930)

Feiertage und Gedenktage


- Ämilian
- Christian, Diego, Emil, Emiliane, Kunibert, Lewin, Rene

Siehe auch


- 11. November13. November
- 12. Oktober - 12. Dezember
- Historische JahrestageZeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1112 ja:11月12日 ko:11월 12일 simple:November 12

Teheran

Teheran auch Tehran (persisch تهران (Tehrān) //) ist die Hauptstadt des Iran (Persien) und der gleichnamigen Provinz. Nach offiziellen Angaben leben 7.092.185 Menschen in der eigentlichen Stadt und 11.931.656 in der Provinz Teheran (Stand jeweils 1. Juli 2004). Die Stadt liegt südlich des Elbursgebirges und des Kaspischen Meeres. Sie beherbergt den Golestanpalast, ca. 10 Universitäten, mehrere Museen, viele Moscheen und ist das Industrie- und Handelszentrum Irans. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau mit einer durchschnittlichen Höhe von 1200 m ü NN. Der internationale Flughafen heißt Teheran/Mehrabad und liegt etwas außerhalb der Stadt. Der Name leitet sich wohl vom altpersischen Wort "teh ran", was soviel wie warmer Ort heißt, ab. Seit 1999 besitzt Teheran eine U-Bahn mit drei Linien, die dem Verkehrsinfarkt vorbeugen soll.

Geschichte

1999 Die erste geschichtliche Erwähnung einer unbedeutenden Ansiedlung namens Teheran lässt sich auf das Jahr 942 datieren. Die Ansiedlung mit Obstgärten war in der Nähe der seldschukischen Residenzstadt Ray. Trotz der Umwallung unter den Safawiden kam Teheran nicht über das Stadium einer Provinzstadt hinaus. Dies änderte sich schlagartig mit der Eroberung durch Aga Mohammed Khan, der Begründer der Kadscharendynastie im Jahre 1795, der Teheran zur persischen Hauptstadt machte. Um das Jahr 1800 rechnete man etwa 15.000 Einwohner. Der Kadscharenherrscher Nasireddin Schah vergrößerte während seiner Regierungszeit das ursprüngliche Stadtgebiet um das Fünf-fache und legte eine Stadtmauer an. Im Jahre 1900 zählte man etwa 250.000 Einwohner. Damit wurde Teheran zur größten Stadt Persiens, bedingt auch durch die starke Zentralisierung des Landes. Unter den Pahlavi wurde die Stadt nochmals vergrößert, eine Autobahn quer durch die Stadt gebaut und die alten Kadscharenansiedlungen eingeebnet. Bedeutend war die Kriegskonferenz von Churchill, Roosevelt und Stalin in der zeit vom 28. November bis 1. Dezember 1943. Im Jahre 1976 zählte man bereits 4,5 Millionen Einwohner. 1979 kam es im Rahmen der islamischen Revolution in Teheran zu Unruhen, in deren Verlauf auch die Botschaft der USA besetzt wurde (Geiselnahme von Teheran). Am 21. Oktober 1996 zählte Teheran bei der Volkszählung 6.758.845 Einwohner. Am 1. Juli 2004 lebten nach einer offiziellen Schätzung vom Statistical Centre of Iran 7.092.185 Menschen in der Hauptstadt. Nach dem Erdbeben im Iran 2004 wurde erstmals über eine Verlagerung des Regierungssitzes aus Teheran in eine weniger erdbebengefährdete Region nachgedacht.

Sehenswürdigkeiten

In Teheran befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die meisten stammen aus der Kadscharenzeit, darunter der Golestanpalast (bis 1979 Sitz des Schahs) mit dem Pfauenthron und die Schah-Mochee. Eine der bekanntesten neueren Sehenswürdigkeiten Teherans ist der 45 m hohe Freiheitsturm, der 1971 aus Anlass der 2000-Jahrfeier des Irans aus über 25.000 weißen in Esfahan gebrochenen Steinen errichetet wurde. Mit einem Lift gelangt man zu einer Aussichtsplattform auf den Turm, der einen herrlichen Ausblick über die Stadt bietet. Meist sind hier auch die von Schnee bedeckten Berge des Elbrusgebirges zu erkennen. Heute gilt der Turm als Wahrzeichen des modernen Teheran. Als weitere Sehenswürdigkeit gilt der Basar von Teheran, der mit einer Länge von knapp 10 km und über 10.000 Läden der größte Basar der Welt ist. Neben dem Archäologischen Museum und dem Teppichmuseum sind vor allem die als Symbole der Islamischen Republik geltenden Stätten des Grabmals des Imam Khomeini und der Friedhof Behest-e Sahra mit dem Blutbrunnen ein Muss jedes Teheranbesuchs. Im Kronjuwelenmuseum werden ungeheure Mengen von Schmuckstücken und Edelsteinen aufbewahrt. Unter anderem auch die Kronen des letzten Schah und seiner Frau sowie der mit Gold und Edelsteinen geschmückte Sonnenthron. Der weiße und der grüne Palast des Schah sind ebenfalls einen Besuch wert.

Verkehrsmittel

Neben dem Flughafen [http://www.mehrabad-airport.org/eng/home.asp MehrAbad International Airport] und dem noch immer nicht vollständig in Betrieb gegangene neue Flughafen Imam Khomeini besitzt Teheran über Überlandbusse Anschluss an Europa. Ab dem Istanbuler Busbahnhof verkehren täglich Linienbusse bis nach Teheran. Des Weiteren ist das hervorragende Autobahnnetz Irans mit Straßen auf mitteleuropäischem Standard auf Teheran zentralisiert. Teheran besitzt auch einen Hauptbahnhof. Die Verkehrssituation, speziell in der Innenstadt, ist seit geraumer Zeit sehr angespannt. Die explosionsartig angestiegene Einwohnerzahl hatte in direkter Folge den alltäglichen Verkehrsinfarkt zur Folge. Hauptgrund hierfür ist das Fehlen eines effizienten öffentlichen Nahverkehrssystems. Ein Großteil der Bevölkerung ist nach wie vor auf die Nutzung von Bussen und Taxis angewiesen. Dies war zumindest noch im Sommer 2005 der Fall.Innerhalb der Stadt sind Taxis billig und empfehlenswert, seit 1999 gibt es eine U-Bahn in Teheran, die seitdem ständig erweitert wird. Innerhalb des Landes sind Flugreisen sehr bequem und auch sehr günstig. Tickets müssen allerdings weit im Voraus gebucht werden, da die Flüge oft voll besetzt sind. Vor Überlandreisen mit dem Auto sollte man bedenken, dass es im Iran pro Stunde durchschnittlich 3 Verkehrstote gibt, d.h. pro Jahr ca. 27.000! Das Durchschnittsalter der Autos liegt bei über 20 Jahren und fällt nur sehr langsam. U-Bahn in Teheran

Söhne und Töchter der Stadt


- Michel Abdollahi, jüdischer Schriftsteller
- Shohreh Aghdashloo, iranische Schauspielerin
- Anousheh Ansari, Mitbegründerin und CEO der Firma Telcom Technologies
- Abdu'l Baha, Sohn Baha'u'llahs
- Baha'u'llah, Religionstifter der Baha'i-Religion
- Philippe Blasband, Drehbuchautor und Theaterregisseur
- Kamal Charrazi, ehemaliger Außenminister des Iran
- Nasrollah Entezam, iranischer Politiker
- Vahid Hashemian, iranischer Fußballspieler
- Ali Karimi, iranischer Fussballnationalspieler
- Abbas Kiarostami, iranischer Filmregisseur
- Mohsen Makhmalbaf, iranischer Filmregisseur und Autor
- Samira Makhmalbaf, iranische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
- Mohammad Mossadegh, Premierminister des Iran
- Harold Nicolson, britischer Diplomat, Autor und Politiker
- Omid Nouripour, deutsch-iranischer Politiker
- Mohammad Reza Pahlavi, Schah von Persien
- Hadi Saei Bonehkohal, Erster Taekwondo-Olympiasieger des Iran
- Said (Schriftsteller), iranischer Schriftsteller
- Barbet Schroeder, französischer Filmregisseur
- Subh-i-Azal, Führer der Bábisten
- Jasmin Tabatabai, deutsch-iranische Schauspielerin
- Cumrun Vafa, iranischer Physiker

Mehr Info


- [http://www.farsinet.com/tehran/history.html Farsinet's information on the history of Tehran]
- [http://www.tehranmetro.com Teheran U-Bahn]
- [http://ganjineh.com/gallery/?page=iran,tehran&cat=place Teheran Foto-Galerie - Ganjineh.com]
- [http://www.tehranavenue.com/ Tehran Avenue (English)]
- [http:///www.tehran24.com/ Fotos von Tehran]
- [http://www.iranian.com/Clips/2005/May/tehran.html Real Audio clip of the documentary: "Ancient Tehran: 8,000 years" (Englisch)] Kategorie:Ort im Iran Kategorie:Hauptstadt in Asien ja:テヘラン ko:테헤란

Iran

Der Iran (Persien, persisch: ایران //) ist ein Staat im westlichen Asien.

Landesname

Seit frühester Zeit wurde das Land von seiner Bevölkerung als Iran bezeichnet. Die altiranische Form dieses Namens, Aryanam, bedeutet Land der Arier. Die im Abendland bis ins 20. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung Persien geht auf die Zeit der Achämeniden zurück, die im 6. Jahrhundert v. Chr. ein erstes persisches Großreich schufen. Dessen Kerngebiet war die von den Griechen so genannte Landschaft Persis, die heutige Provinz Fars um Schiraz. Von ihr leitet sich auch der Name Farsi für die persische Sprache ab. Der geographische Begriff Iran bezieht sich auf das gesamte iranische Hochland, über den Staat Iran hinaus also auch auf Regionen von Nachbarländern.

Geografie

Der Iran grenzt an den Irak (Grenzlinie 1.458 km), die Türkei und Aserbaidschan (je ca. 500 km), Armenien (35 km), das Kaspische Meer (500 km), Turkmenistan (ca. 1.000 km), Afghanistan (936 km) und Pakistan (Provinz Belutschistan, 909 km). Der höchste Berg des Irans ist der 5.610 m hohe, erloschene Vulkan Damavand (Demawend) im Elbursgebirge, nördlich der Hauptstadt Teheran. Im Süden und Südwesten hat das Land eine 2.000 km lange Küste zum Golf von Oman bzw. Persischen Golf, die beiden Meere sind durch die Straße von Hormuz (Vereinigte Arabische Emirate, Oman) getrennt. Aufgrund der geophysischen Gegebenheiten treten im Iran verhältnismäßig häufig Erdbeben auf. (Die Situation ist vergleichbar mit der Erdbebenhäufigkeit in der Türkei und an der Westküste der USA.)

Klima

Erdbeben Das Klima des Irans ist, bedingt durch seine geografische Ausdehnung, sehr unterschiedlich. Viele verschiedene Jahreszeiten herrschen gleichzeitig, weshalb es möglich ist, im Iran alle Gemüse- und Früchtearten anzubauen, abgesehen von Kakao. Es überwiegen aride Klimaverhältnisse, regional liegen die Niederschläge aber bei 2.000 mm im Jahr.

Vegetation

53 % des Irans sind Wüstengebiet (Kavir im Norden, Lut im Süden, siehe Wüsten Afghanistans und Irans), 27 % Weideland, 9 % Ackerland (gut 1/3 bewässert), 11 % Wald. Die Wälder sind zumeist übernutzt, zwischen Elburs-Gebirge und Kaspischem Meer finden sich aber großflächige Urwälder der Buche, die sich in dieser Ausdehnung nur im äußersten Osten des Buchenareals erhalten haben.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Irans (69 Millionen - Stand Juli 2004) setzt sich zusammen aus ca. 51 % Persern, ca. 24 % Aserbaidschanern, ca. 7 % Kurden, 8 % Gilaki und Mazandarani, ca. 3 % Araber, 2 % Turkomanen, 2 % Luren und 2 % Belutschen und einigen kleineren Minderheiten, wie christliche Armenier, Assyrer und Georgier. Insgesamt bekennen sich 98 % der Bevölkerung zum Islam; 90 % davon sind Schiiten und 8 % Sunniten. Daneben leben im Iran zahlreiche Flüchtlinge: 2 Millionen aus Afghanistan und 203.000 aus dem Irak. 20.000 Iraner befinden sich als Flüchtlinge im benachbarten Irak. Zu den größten Städten (über 700.000 Einwohner) zählen Teheran (7,1 Mio.), Mashhad (2,3 Mio.), Isfahan (1,5 Mio.), Karaj (1,4 Mio.), Täbris (1,4 Mio.), Schiraz (1,2 Mio.), Qom (1,0 Mio.), Ahwas (850.000) und Kermānschāh (770.000). Siehe auch: Liste der Städte im Iran

Sprachen

Amtssprache des Irans ist Neupersisch, lokal auch Farsi genannt. Sie ist eine indogermanische Sprache und zugleich die Wichtigste unter allen iranischen Sprachen, die gemeinsam mit den Indischen Sprachen den Ostindogermanischen Sprachast bilden. Persisch ist in der Entwicklung ihrer Grammatik, sprich in der Vereinfachung, sogar noch weiter vorangeschritten als das Englische. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache des Irans, die etwa von 58 % der iranischen Bevölkerung gesprochen wird, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Der Anteil der Aserbaidschanisch-, und Turkmenisch-Sprecher wird mit 26 % beziffert; Kurdisch mit 9 %; Lurisch mit 2 %; und andere, darunter Arabischsprecher, mit 1 %.
- Iranische Sprachen: Persisch (Dari), Lorī, Kurdisch, Belutschi, Tajik
- Turksprachen: Aserbaidschanisch, Turkmenisch.
- Armenisch

Religion

Der schiitisch/safawidische Islam ist Staatsreligion. Knapp 95 % der Bevölkerung sind Muslime (89 % Shiiten, 5 % Sunniten und 1 % andere muslimische Gruppen, vorwiegend Kharidschiten und Sufis). Daneben gibt es orientalische Christen (1.500.000), Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche (500.000), assyrische Christen (500.000), syrische Christen (300.000), Kopten (100.000), andere Christen (100.000), Juden (150.000), Parsen (480.000), Mandäer (218.000), Jesiden (55.000), Sikhs (20.000), Drusen (82.000) und ca. 300.000 der im Iran als ketzerisch bezeichneten Baha'i, deren nach dem Islam entstandene Buchreligion im Iran nicht als solche anerkannt wird, was teils blutige Pogrome und Hinrichtungen zur Folge hat.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte des Iran Der heutige Staat Iran (Iran bedeutet in den westiranischen Dialekten soviel wie Land der Arier; das ostiranische Äquivalent dazu ist Aryana) befindet sich auf dem Gebiet, das man im deutschen Sprachgebrauch lange als Persien bezeichnet hat. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, Indien und China im Osten und Mesopotamien und Syrien im Westen ließen das Land zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden. Im persischen Großraum führt die Geschichte vom Reich der Meder zum Perserreich der Achämeniden (Kyros II. der Große bis Dareios III.) über Alexander den Großen zu den Parthern und Sassaniden. Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat, welches das Sassanidenreich zertrümmerte (siehe Islamische Expansion), verschiedene einheimisch-persische, mongolische und türkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen und dem heutigen Staat Iran. Der Iran trat als Monarchie mit einem Schah als Oberhaupt und bald auch mit einer eigenen, freien Regierung in die Neuzeit ein. Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) begann 1921 unter dem Einfluss von Großbritannien eine politische Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Dabei nahm der Kontakt zwischen Herrscher und Volk immer mehr ab. Die Unzufriedenheit im Land stieg. Die Wut konzentrierte sich zunächst auf Großbritannien. Ein Zweckbündnis mit Deutschland und das erstarkte Selbstverständnis des neugeordneten Staates veranlassten den Schah, die internationale Staatengemeinschaft aufzufordern, den seitens der Briten hartnäckig als "Persia" bezeichneten Iran als IRAN zu bezeichnen; dem Landesnamen, unter welchem es den Persern seit Jahrhunderten ein Begriff war. Durch den mit dem Öl verknüpften Reichtum entwickelte sich Iran zur Regionalmacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1951, unter der Regierung Mohammed Mossadeghs, zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Auslöser war die britische BP, die das Ölgeschäft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte, ihre Gewinne aus dem Ölgeschäft hälftig mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die USA und Großbritannien, was im weiteren Verlauf zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit führte. Trotz dieser Ergebnisse wählte das Parlament später in demokratischer Wahl Mossadegh zum Präsidenten des Landes. Der 1941, ursprünglich gegen den Willen der USA, als Nachfolger seines Vaters ins Amt gekommene Schah, Mohammad Reza Pahlavi, der Sohn Reza Schahs, stellte sich mit Unterstützung der USA gegen Mossadegh und sprach sich für ein Handelsabkommen mit den USA aus. In diesem sollten Ölförderrechte an US-amerikanische Unternehmen übertragen und dem Iran 50 % des Gewinns aus dem Ölgeschäft zugesprochen werden (mit der britischen BP waren es ca. 5 %). Mossadegh weigerte sich, da er den mit dem Öl verbundenen Reichtum des Iran im Lande behalten wollte. Es kam zu Unruhen und Spannungen zwischen Shah und Mossadegh. Letzterer hatte jedoch großen Rückhalt im Volk, was den Schah veranlasste, auf dem Höhepunkt der Krise im August 1953 das Land zu verlassen. Dennoch organisierten monarchistische Kräfte unter Führung des Generals (i. R.) Fazlollah Zahedi einen Staatsstreich (militärisch unterstützt von den USA) und holten den Schah wieder zurück an die Macht. Die damalige Regierung, mit Zahedi als Ministerpräsident, schloss neue Verträge mit den USA ab. Diese hielten bis zur ersten Ölkrise, hervorgerufen durch deutliche Preiserhöhungen des Irans, an. Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941-1979) leitete zwar die "weiße Revolution" ein, verlor aber in der Folgezeit seiner Herrschaft zunehmend den Kontakt zum Volk. Anfang 1979 musste er infolge einer islamischen Revolution endgültig den Iran verlassen. Der Schiitenführer Ruhollah Chomeini kehrte aus dem französischen Exil zurück, etablierte sich als oberste Autorität des Staates und transformierte das Kaiserreich Iran bzw. Persien (offizielle Bezeichnungen des Landes bis 1979) in eine Islamische Republik. Seine Politik war geprägt durch eine fundamentalistische, stark antiwestliche Linie. Von 1980 bis 1988 befand sich das Land in einem Krieg (erster Golfkrieg), nachdem der Irak das Land angegriffen hatte. Die anhaltende internationale Isolation des Irans lockerte sich erst Ende der 1990er. Seit 2005 ist der Iran zusammen mit Indien, Pakistan und der Mongolei Beobachter bei der Shanghai Cooperation Organization (SCO).

Politik

Seit der Revolution von 1979 ist der Oberste Rechtsgelehrte ("Revolutionsführer") entweder der Rahbar (i. e. Führer) oder in seiner Abwesenheit ein Rat religiöser Amtsträger. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Alī Chāmene'ī, hat die uneingeschränkte Macht und ernennt die obersten Richter (alle Prediger) und ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte. Er wird vom Expertenrat auf Lebenszeit gewählt. Dieser wird wiederum alle acht Jahre vom Volk gewählt, wobei der Wächterrat die Kandidaten genehmigen muss. Das Staatsoberhaupt und Regierungschef des Irans ist der Präsident (seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad). Er wird in allgemeinen Wahlen für eine 4-jährige Amtszeit bestimmt und ist gleichzeitig Regierungschef. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden. Zudem hat in allen Fragen das letzte Wort der Revolutionsführer. Der Wächterrat besteht aus 6 religiösen Geistlichen und 6 weltlichen Rechtswissenschaftlern. Die Geistlichen werden vom Revolutionsführer ernannt. Ihre Aufgabe ist es, jedes Gesetz auf seine Konformität mit den islamischen Prinzipien hin zu überprüfen. Die Juristen werden vom Obersten Richter, dem Chef der Judikative ernannt. Ihre Aufgabe ist es, die Verfassungskonformität legislativer Akte zu überprüfen. Der Oberste Richter seinerseits wird vom Revolutionsführer ernannt. Der Wächterrat ist befugt, jedes Gesetz abzulehnen oder im Nachhinein für ungültig zu erklären, und Kandidaten die Teilnahme an der Wahl für das Parlament und das Präsidentenamt zu verweigern. Der Wächterrat entscheidet per einfacher Mehrheit. Bei gleichen Stimmanteilen hat der Revolutionsführer das letzte Wort. In der iranischen Verfassung Artikel § 57 wird die staatliche Gewalt, Legislative, Exekutive und Judikative, der religiösen Führung (welayat-e faghi) unterstellt. Alle drei Gewalten sind somit nicht autonom in ihren Entscheidungen, sondern abhängig vom geistlichen Führer "Rahbar". Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Majles e-Shura ye-Eslami) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen für eine 4-jährige Amtszeit gewählt werden. Wegen der Auswahl des Wächterrates wird das Parlament (außer von 2000-2003) von den islamisch-konservativen Kräften dominiert. Mit dem überraschenden Wahlsieg Mohammad Chātemīs 1997 etablierte sich die politische Bewegung der Reformer im iranischen Parlament. Sie stehen dem religiösen Machtmonopol kritisch gegenüber und versuchen, die republikanischen Elemente des Staates zu stärken. So gelang es Chatemi zu Beginn seiner Amtszeit, eine Liberalisierung der nationalen Presse durchzusetzen. Die systemkritischen Stimmen bekamen dadurch ein öffentliches Organ, um ihrem Reformwillen Nachdruck zu verleihen. Das Aufleben der Pressefreiheit dauerte allerdings nicht sehr lange an. Der Wächterrat macht die Gesetze mit Verweis auf Unverträglichkeit mit dem Islam rückgängig und blockierte fortan nahezu alle Reformversuche des Parlaments. Seitdem sehen sich die Reformer mit großen Vertrauensverlusten in den reformwilligen Bevölkerungsgruppen konfrontiert. Die Enttäuschung über die Ohnmacht des Parlaments führte bei den letzten Kommunalwahlen (2003) zu sehr geringer Wahlbeteiligung (Landesschnitt 36 %, in Teheran 25 %) und zu einem klaren Sieg der konservativen Kräfte. Bei den Parlamentswahlen am 17. Juni 2005 trat vorerst das parlamentarische Ende der Reformer ein, zumal Chātemī nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Der Wahlkampf wurde im Fernsehen, im Radio, auf Plakaten und auf Redeveranstaltungen geführt. Dominant was das Bild eines Mannes: Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī. Der ehemalige Präsident Irans (1989-1997) kandidierte erneut für den Posten des Regierungschefs. Aus westlicher Sicht war er der sichere Wahlsieger, da er als starker Mann der Tat, als Pragmatiker galt und für wirtschaftlichen Aufschwung stand, dessen strahlende, ungezwungen westlich orientierte Auftritte allenfalls Korruptions- und Kungelleivorwürfe schmählerten. Aber die Wahlen gewann völlig überraschend (für westliche Beobachter) Mahmud Ahmadinedschad in der ersten Stichwahl der iranschen Geschichte. Ahmadinedschad gilt als sogenannter Hardliner. In westlichen Zeitungen wurde er unter anderem als "religiöser Faschist" bezeichnet. Auf seiner politischen Agenda stehen viele Punkte, die an Ruhollah Mousavi Chomeini erinnern: Islamisierung der Gesellschaft, Kleiderordnungspflicht für Frauen, erhebliche Einschnitte der Presse- und Meinungsfreiheit, eine Abwendung von diplomatischen Eingeständnissen in internationalen Verhandlungen (Atomstreit), etc. Doch wegen dieser Politik ist er nicht hauptsächlich gewählt worden. Er steht auch für eine realistische Lösung der Probleme, welche die einfachen Iraner täglich haben. Hohe Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Perspektivlosigkeit. Die Lösung dieser Probleme, oder zumindest deren Abschwächung, hat sich Ahmadinedschad ebenfalls zur Aufgabe gemacht. Die Arbeitslosen, die Armen, die vielen Menschen ohne Zukunft in einem Land mit außergewöhnlich vielen jungen Einwohnern, die einfachen Leute haben ihn gewählt - weil sie ihn als einen von ihnen ansehen. Ob Mahmud Ahmadinedschad die Hoffnungen, die in ihn projiziert werden, wird einhalten können, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Iran einen schweren Rückschlag in Sachen Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft und des Staatsystems erfahren hat. In einer Rede vom 26. Oktober 2005 hat der Präsident die Vernichtung Israels gefordert, ein in der UN-Geschichte einmaliger Vorgang, der von den meisten UN-Staaten einhellig verurteilt wurde.

Rechtssystem

Durch die islamische Revolution ist das islamische Recht, die Scharia als Gesetz wieder eingeführt worden. Da die Scharia niemals erfolgreich kodifiziert worden ist, obliegt die Rechtspflege und Fortentwicklung der islamischen Jurisprudenz in einer Art Case Law-System. Von einem Standpunkt der Gewaltenteilung aus wirkte sich die Tätigkeit des ersten Obersten Richters nach der Revolution Chalkali katastrophal aus. Bis heute gibt es keine Gewaltenteilung im Iran, der oberste geistliche Führer hat weitreichende Befugnisse.

Zivilgesellschaft und Menschenrechtsprobleme

Die Situation wurde 1997 mit der Wahl von Präsident Khatami besser und es konnten sich diverse Nichtregierungsorganisationen gründen. Die Bemühungen erfuhren schließlich durch die Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 2003 an die iranische Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi internationale Anerkennung. Todesstrafen (öffentliche Hinrichtungen wie Erhängen) oder öffentliches Auspeitschen werden auch für Personen unter 18 Jahren als Strafen für Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel verhängt; auch Alkoholkonsum wird bestraft. Im Islam sind Jungen ab 15 Jahren und Mädchen schon ab 9 Jahren volljährig und voll straffähig. Homosexualität widerspricht dem Islam, wobei laut internationalen Menschenrechtsorganisationen für Homosexualität alleine keine Todesurteile ausgesprochen wurden. Für Homosexualität in Verbindung mit Vergewaltigung wurden in letzter Zeit aber Todesurteile verhängt. Die Meldung von zwei Jugendlichen, die im Juli 2005 wegen homosexueller Handlungen hingerichtet wurden, sorgte weltweit fuer Aufsehen und wurde wegen des internationalen Entsetzens nachtraeglich von iranischen Behoerden so erweitert, dass die beiden einen weiteren, unbekannten Dreizehnjaehrigen vergewaltigt haben sollen. Geschlechtsumwandlungen sind im Iran erlaubt.

Staatsoberhäupter

siehe auch: Liste der Herrscher des Irans

Militär

Hauptartikel: Streitkräfte des Iran Das iranische Militär befindet sich nach wie vor in einer Aufbauphase, in der das Land versucht, die Verluste durch den ersten Golfkrieg wieder auszugleichen. US-Schätzungen gehen davon aus, dass der Irak in den acht Kriegsjahren zwischen 20 und 40  % der iranischen Militärkapazität vernichtete, sowohl Soldaten als auch Material. Was die Mannschaftsstärke betrifft, ist der Prozess der Wiederherstellung der Schlagkraft weitgehend abgeschlossen, ähnliches dürfte auch für bodengebundene Waffensysteme gelten, bei denen es dem Land heute vor allem um Modernisierung und weniger um zahlenmäßige Aufrüstung geht. Noch nicht ausgeglichen sind die Materialverluste durch den Krieg auf dem Feld der Luftwaffe, in viel höherem Maß aber bei den größeren Überwassereinheiten der Marine. Auf diesen Feldern ist der Iran für ein Land seiner Größe unterbewaffnet. Neben den Kriegsverlusten sind vor allem die Ausfuhrbeschränkungen zahlreicher Staaten der Grund für diesen Zustand. Ein Großteil der vorhandenen Waffensysteme stammt aus US-Waffenhilfen und in neuerer Zeit aus Waffengeschäften mit Russland und der Volksrepublik China.
- Informationen zum iranischen Nachrichtendienst unter: VEVAK

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Iran Der Iran ist in 30 Provinzen gegliedert. Die größten Städte sind die Hauptstadt Teheran mit circa 14 Millionen und Maschhad mit circa 2,1 Millionen Einwohnern.
- Siehe auch: Liste der Städte im Iran

Wirtschaft

Der Iran ist ein bedeutendes Erdöl und Erdgas förderndes Land. Iran exportiert jeden Tag 3,96 Millionen Barrel = 630 Mio. Liter (1 Barrel = 159 Liter) Erdöl. Über 85 % des Exportes oder rund 19 Milliarden Euro entfallen auf Kohlenwasserstoffe. Wichtige Wirtschaftssparten sind auch die Landwirtschaft, die trotz vieler Gebirge und Wüsten 10 % der Fläche ausmacht (zur Hälfte künstliche Bewässerung), Datteln, Teppiche, Kaviar und Textilindustrie.
Der Import beträgt rund 11 Milliarden Euro (vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Industrie- und Chemieprodukte).

Kultur

Medien

Teheran ist das Medienzentrum des Landes. Hier erscheinen die wichtigsten Tageszeitungen (Jumhori-yi Islami, Resalat, Kayhan, Akhbar, Ettelaat), darunter auch zwei englischsprachige (Tehran Times, Kayhan International). Die Zeitungen und auch die staatlichen Rundfunk- und Fernsehsender unterliegen staatlicher Zensur. Zusätzlich gibt es über 30 iranische Fernsehsender aus dem bei Los Angeles liegenden San Fernando Valley, Kalifornien, die über Satellit oder Internet im Iran empfangen werden können. Diese von der iranischen Zensur nicht erreichbaren Sender spielten bei den Studentenprotesten 2003 eine wichtige Rolle bei der Koordination der Demonstrationen. Siehe auch: Persische Literatur

Literatur


- Columbia University (Hrsg.): [http://www.iranica.com/ Encyclopædia Iranica]. (Das ausführlichste Nachschlagewerk zum Iran von dem bisher 12 Bände erschienen sind.)
- Navid Kermani: Iran. Die Revolution der Kinder, Verlag C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47625-2
- W. G. Lerch: Iranische Traumata. Persien ist im vorigen Jahrhundert von vielen angegriffen oder fremdbestimmt worden. FAZ v. 21.6.2003. (Beleuchtet die Rolle des Iran als Opfer des Imperialismus)
- Roy Mottadeh: Der Mantel des Propheten oder Das Leben eines persischen Mullah zwischen Religion und Politik, Verlag C.H. Beck, München 1988, ISBN 3-406-32289-1

Weblinks


- [http://www.iran-infos.de/ Iran-Infos Das Nachrichten und Info Portal]
- [http://www.iran-now.de/ Iran-Now Das Nachrichten und Community Portal]
- [http://www.persian-galaxy.de/ Persian- Galaxy Fun, Nachrichten und Community Portal]
- [http://www.economy-iran.com/ Economy Iran]
- [http://www.boell.de/de/14_presse/1662.html Monatliche Iran-Reporte der Heinrich-Böll-Stiftung seit 2002 zum Download]
- [http://www.iranwpd.com Iran Weekly Press Digest (englisch)]
Kategorie:Staat ! ja:イラン ko:이란 ms:Iran simple:Iran th:ประเทศอิหร่าน zh-min-nan:Iran

Persien

Der Begriff Persien bezeichnet
- den früheren deutschen Namen für Iran
- eine früher Pars genannte Provinz des heutigen Iran, siehe Fars (von den Griechen als Persis bezeichnet)
- das Reich der Perser, siehe Perserreich

Siehe auch


- Iranisches Hochland ko:페르시아 th:ประเทศอิหร่าน

1892

Ereignisse


- 19. April: Erdbeben unbekannter Stärke in Vacaville, Kalifornien, USA, 1 Toter
- 31. Mai: Eröffnung der Preßnitztalbahn
- 11. Juli: Der Ausbruch einer Wassertasche aus dem Inneren des Tete-Rousse-Gletschers am Mont Blanc fordert über 200 Todesopfer
- 21. August: Auf der Tafelfichte wird ein Aussichtsturm eröffnet
- In Hamburg bricht eine Cholera-Epidemie aus, die über 8600 Tote fordert
- In Norwegen wird nach fünf Jahren Bauzeit der Telemarkkanal fertiggestellt

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung des Dramas La Wally (Die Geier-Wally) von Alfredo Catalani am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 17. Februar: Uraufführung der Oper Winkelried von Louis Lacombe am Grand Théâtre in Genf
- 8. März: Uraufführung der Oper Heilmar der Narr von Wilhelm Kienzl in München
- 21. Mai: Uraufführung der Oper I Pagliacci (Der Bajazzo) von Ruggiero Leoncavallo am Teatro dal Verne in Mailand
- 14. Juni: Uraufführung der Operette Signora Vedetta von Richard Genée in Wiesbaden
- 7. November: Öffentliche Uraufführung der Oper Chowanschtschina von Modest Petrowitsch Mussorgski in Kiew
- 18. Dezember: Uraufführung der Oper Jolanthe von Pjotr Iljitsch Tschaikowski an der Hofoper in Sankt Petersburg

Geboren


- 3. Januar: J. R. R. Tolkien, englischer Schriftsteller und Philologe († 1973)
- 6. Januar: Heinz Renner, deutscher Politiker († 1964)
- 6. Januar: Ludwig Berger, deutscher Filmregisseur († 1969)
- 14. Januar: Franz Dahlem, SED-Funktionär, Mitglied des Politbüros des ZK der SED († 1981)
- 14. Januar: Hal Roach, US-amerikanischer Filmproduzent, Regisseur und Schauspieler († 1992)
- 14. Januar: Martin Niemöller, deutscher Theologe und Widerstandskämpfer († 1984)
- 15. Januar: Frank Hutchens, neuseeländischer Komponist († 1965)
- 18. Januar: Oliver Hardy, US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler († 1957)
- 23. Januar: Erté, Illustrator, Bühnenbildner und Modedesigner († 1990)
- 23. Januar: Romain de Tirtoff, russischer Illustrator, Bühnenbildner und Modedesigner († 1990)
- 24. Januar: Arkadi Dimitrijewitsch Schwezow, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur († 1953)
- 24. Januar: Konstantin Alexandrowitsch Fedin, russischer Schriftsteller und Schauspieler († 1977)
- 28. Januar: Carlo Emilio Bonferroni, italienischer Mathematiker († 1960)
- 28. Januar: Ernst Lubitsch, deutscher Filmregisseur († 1947)
- 2. Februar: Cuno Hoffmeister, deutscher Astronom und Geophysiker († 1968)
- 4. Februar: Ugo Betti, italienischer Dramatiker († 1953)
- 6. Februar: William Parry Murphy, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger († 1987)
- 8. Februar: Luigi Bartolini, italienischer Schriftsteller († 1963)
- 8. Februar: Ralph Chubb, britischer Dichter, Drucker und Künstler († 1960)
- 9. Februar: Robert Geritzmann, deutscher Politiker († 1969)
- 10. Februar: Roland Rohlfs, Testpilot († 1974)
- 12. Februar: Theodor Plievier, deutscher Schriftsteller († 1955)
- 13. Februar: Robert H. Jackson, US-amerikanischer Hauptanklagevertreter bei den Nürnberger Prozessen († 1954)
- 16. Februar: Joaquín Anselmo María Albareda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1966)
- 1. März: Ryunosuke Akutagawa, japanischer Dichter und Schriftsteller († 1927)
- 2. März: Heinrich Zerkaulen, deutscher Schriftsteller († 1954)
- 4. März: Nikolai Dmitrijewitsch Kondratjew, russischer Wirtschaftswissenschaftler († 1938)
- 9. März: Josef Weinheber, österreichischer Lyriker, Erzähler und Essayist († 1945)
- 9. März: Rudolf Friedrichs, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen († 1947)
- 10. März: Arthur Honegger, französisch-schweizerischer Komponist († 1955)
- 11. März: Otto Laubinger, Schauspieler am Berliner Staatstheater († 1935)
- 14. März: Matyas Rakosi, ungarischer Politiker († 1971)
- 15. März: Charles Nungesser, französisches Fliegerass des ersten Weltkriegs († 1927)
- 27. März: Ferde Grofé, US-amerikanischer Komponist, Arrangeur und Dirigent († 1972)
- 28. März: Corneille Heymans, belgischer Wissenschaftler († 1968)
- 30. März: Erhard Milch, Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1972)
- 30. März: Stefan Banach, polnischer Mathematiker († 1945)
- 1. April: Anton Storch, deutscher Politiker († 1975)
- 2. April: Maurice-Yves Sandoz, schweizer Schriftsteller
- 4. April: Wilhelm Altmann, deutscher Musikhistoriker und Bibliothekar († 1951)
- 6. April: Donald Wills Douglas, US-amerikanischer Flugzeugbauer († 1981)
- 6. April: Hermann Schäfer, deutscher Politiker († 1966)
- 7. April: Julius Hirsch, deutscher Fußballspieler und NS-Opfer
- 9. April: Anton Eberhard, deutscher Politiker († 1967)
- 9. April: Zita von Bourbon-Parma, letzte Kaiserin Österreichs († 1989)
- 12. April: Johnny Dodds, Jazz-Klarinettist († 1940)
- 13. April: Arthur Harris, Luftmarschall der britischen Royal Air Force († 1984)
- 13. April: Arthur Travers Harris, Luftmarschall der britischen Royal Air Force († 1984)
- 14. April: Vere Gordon Childe, australischer Archäologe († 1957)
- 15. April: Corrie ten Boom, Mitglied der Niederländisch-reformierte Kirche († 1983)
- 18. April: Bolesław Bierut, kommunistischer polnischer Politiker († 1956)
- 22. April: Heinrich Gerns, deutscher Politiker († 1963)
- 23. April: Lutz Heck, Biologe und Zoodirektor († 1983)
- 23. April: Richard Huelsenbeck, deutscher Schriftsteller und Chronist († 1974)
- 1. Mai: Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld, deutscher Flugpionier († 1929)
- 2. Mai: Manfred von Richthofen (Der Rote Baron), deutscher Jagdflieger († 1918)
- 3. Mai: George Paget Thomson, englischer Physiker († 1975)
- 7. Mai: Josip Broz Tito, Minister- und Staatspräsident Jugoslawiens († 1980)
- 7. Mai: Siegfried Bernfeld, Reformpädagoge, Marxist, Psychoanalytiker, Zionist († 1953)
- 8. Mai: Arnold Hauser, Ungarisch-deutscher Kunsthistoriker und Kunstsoziologe († 1978)
- 9. Mai: Hans Domizlaff, Schöpfer bekannter Marken und Markenartikel († 1971)
- 9. Mai: Walter Zimmermann, deutscher Biologe und Universitätsprofessor († 1980)
- 11. Mai: Margaret Rutherford, Schauspielerin († 1972)
- 12. Mai: Fritz Kortner, deutscher Schauspieler und Theaterregisseur († 1970)
- 22. Mai: Ralph Peer, Protagonist der Country-Musik († 1960)
- 23. Mai: Hans Dülfer, Bergsteiger († 1915)
- 28. Mai: Josef Dietrich, SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS († 1966)
- 31. Mai: Gregor Strasser, deutscher nationalsozialistischer Politiker († 1934)
- 31. Mai: Josef Ivar Müller, Schweizer Komponist († 1969)
- 1. Juni: Hironori Otsuka, Begründer der Karate-Stilrichtung Wado-Ryu († 1982)
- 5. Juni: Hans Constantin Paulssen, Industrieller und Präsident der BDA († 1984)
- 6. Juni: Johannes Kunze, deutscher Politiker († 1959)
- 12. Juni: Basil Rathbone, US-amerikanischer Schauspieler († 1967)
- 12. Juni: Stephan Weickert, deutscher Vertriebenenpolitiker († 1952)
- 14. Juni: Ernst Penzoldt, deutscher Dichter und Erzähler († 1955)
- 16. Juni: Axel de Vries, deutscher Politiker der FDP († 1963)
- 21. Juni: Ferdinand Schörner, deutscher Generalfeldmarschall († 1973)
- 21. Juni: Hilding Rosenberg, schwedischer Komponist und Dirigent († 1985)
- 21. Juni: Walter Krämer, deutscher Politiker († 1941)
- 22. Juni: Robert Ritter von Greim, deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 24. Juni: Gregor Ebner, Arzt und Leiter der Heime des „Lebensborn e. V.“ († 1974)
- 26. Juni: Pearl S. Buck, US-amerikanische Schriftstellerin († 1973)
- 27. Juni: Erich Köhler, deutscher Politiker († 1958)
- 30. Juni: Oswald Pohl, maßgeblich am Holocaust beteiligtes Mitglied der SS († 1951)
- 1. Juli: James M. Cain, US-amerikanischer Journalist und Autor († 1977)
- 8. Juli: Dion O'Banion, Ganganführer und Rivale Al Capones († 1924)
- 8. Juli: Nikolai Nikolajewitsch Polikarpow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1944)
- 11. Juli: Nico Bouvy, niederländischer Fußballspieler († 1957)
- 12. Juli: Bruno Schulz, polnischer Schriftsteller, Graphiker und Zeichner († 1942)
- 12. Juli: Harry Piel, deutscher Regisseur und Schauspieler († 1963)
- 12. Juli: Paula Grogger, österreichische Schriftstellerin
- 12. Juli: Zyrill Fischer, österreichischer Franziskanerpater und Widerstandskämpfer († 1945)
- 13. Juli: Hans Streuli, Schweizer Politiker († 1970)
- 15. Juli: Walter Benjamin, deutscher Schriftsteller und Kunst- und Literaturkritiker († 1940)
- 18. Juli: Arthur Friedenreich, brasilianischer Fußballspieler († 1969)
- 21. Juli: Anton Schnack, deutscher Schriftsteller († 1973)
- 22. Juli: Arthur Seyß-Inquart, Jurist und NS-Funktionär († 1946)
- 23. Juli: Bruno Brehm, Schriftsteller († 1974)
- 23. Juli: Haile Selassie I. (Äthiopien), letzter Kaiser von Äthiopien († 1975)
- 23. Juli: Wladimir Jakowlewitsch Klimow, sowjetischer Konstrukteur von Flugzeugmotoren († 1962)
- 26. Juli: Auguste Beernaert, belgische Politikerin und Regierungschefin († 1912)
- 26. Juli: Philipp Jarnach, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1982)
- 27. Juli: Max Fechner, Minister für Justiz der DDR († 1973)
- 28. Juli: Peter Paul Althaus, war ein Dichter († 1965)
- 29. Juli: Eugen Grimminger, Mitglied der Widerstandsbewegung Weiße Rose († 1986)
- 29. Juli: William Powell, US-amerikanischer Schauspieler († 1984)
- 9. August: Shiyali Ramamrita Ranganathan, indischer Mathematiker und Bibliothekar († 1972)
- 11. August: Gerrit Bouwmeester, niederländischer Fußballspieler († 1961)
- 15. August: Iwan Wassiljewitsch Boldin, Chef der sowjetischen Militäradministration Thüringen († 1965)
- 15. August: Louis Victor de Broglie, französischer Physiker († 1987)
- 17. August: Mae West, US-amerikanische Filmschauspielerin und Drehbuchautorin († 1980)
- 18. August: Hal Foster, berühmter US-Comic-Autor und -Zeichner († 1982)
- 21. August: Charles Vanel, französischer Schauspieler und Regisseur († 1989)
- 25. August: Wilhelm Niemann, deutscher Navigationsoffizier des Flugschiffes DO-X († 1935)
- 28. August: Augustin Souchy, deutscher Anarchist und Antimilitarist († 1984)
- 1. September: Herbert Goldschmidt, Magdeburger Kommunalpolitiker († 1905)
- 4. September: Darius Milhaud, französischer Komponist († 1974)
- 4. September: Helmuth Plessner, deutscher Philosoph und Soziologe († 1985)
- 6. September: Edward Victor Appleton, englischer Physiker († 1965)
- 6. September: Edward Victor Appleton, englischer Physiker und Nobelpreist