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Baldeggersee

Baldeggersee

Der Baldeggersee ist ein 5.2 km² grosser See im Kanton Luzern, im Schweizer Mittelland. Er liegt im südlichen Seetal, eingebettet zwischen die beiden langgezogenen Bergrücken des Erlosen im Westen und des Lindenbergs im Osten. Die mittlere Seehöhe beträgt 463 m ü. M.; der tiefste Punkt des Seegrundes liegt auf 397 m ü. M., was einer maximalen Tiefe von 66 m entspricht. Die mittlere Tiefe des Sees beträgt 33 m. Der Baldeggersee weist eine Länge von 4.5 km und eine Breite von 1 bis 1.7 km auf. Sein Wasservolumen beläuft sich auf 0.173 km³. Lindenbergs Das Einzugsgebiet des Baldeggersees beträgt 73 km² (inklusive Seefläche). Hauptzufluss ist der Ron, der am Südende des Sees mündet. Ferner führen einige kleine Bäche am Westhang des Lindenbergs ihr Wasser dem See zu. Weil alle Zuflüsse in der nahen Umgebung entspringen und deshalb nur wenig Wasser führen, dauert die Zeit des mittleren Wasseraufenthalts im See 5.5 Jahre. Der Abfluss bildet der Aabach, welcher den See an seinem Nordende verlässt und nach wenigen Kilometern in den Hallwilersee mündet. Die Ufer des Sees sind auf allen Seiten relativ flach. Einzige Gemeinde direkt am See ist Gelfingen; die beiden etwas grösseren Orte Hitzkirch und Hochdorf liegen etwas abseits vom See am Fuss des Lindenbergs. Seine Entstehung verdankt der Baldeggersee dem eiszeitlichen Reussgletscher, der das heutige Seetal ausgeschliffen und übertieft hatte. Beim Rückzug des Gletschers blieb hier über längere Zeit ein sogenannter Toteiskörper liegen, der die Aufschüttung des übertieften Talbodens mit Flusssedimenten verhinderte. Der Baldeggersee liegt in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet. Dadurch war der See schon ab den 1920er-Jahren einer Belastung durch Überdüngung (Phosphor, Nitrate, Ammoniak) ausgesetzt. Des weiteren kamen die damals noch ungereinigten Abwässer aus Siedlungen und Industrie dazu. Dieses Problem konnte durch den Bau von Kanalisationsanlagen behoben werden. Hingegen wurde im Lauf des 20. Jahrhunderts der Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft immer grösser, was schliesslich zu rasantem Algenwachstum und damit einhergehend zur starken Abnahme des für das Seeökosystem essenziellen Sauerstoffs führte. 1920er Eine Kombination von externen und seeinternen Massnahmen hatte ab 1980 das Ziel, die Wasserqualität zu verbessern. Einerseits wurden die Landwirte durch Aufklärungsarbeit und finanzielle Anreize durch Bund und Kanton dazu angehalten, die Nährstoffanreicherung im See durch ökologischeres Wirtschaften einzuschränken. Andererseits wird der Baldeggersee seit 1982 als weltweit erster See künstlich belüftet. Mit diesem künstlichen Sauerstoffeintrag konnte der Sauerstoffgehalt wieder nahezu auf die gesetzlich erforderlichen 4 mg Sauerstoff pro Liter Wasser angehoben werden. Im Winter wird mit Druckluft, die am Seeboden eingespeist wird, eine Zwangszirkulation des Wassers forciert. Der Phosphorgehalt des Sees liegt aber mit derzeit etwa 70 mg/m³ immer noch mehr als das Doppelte über dem zulässigen Wert.

Weblinks


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8664.html Artikel im Historischen Lexikon der Schweiz]
- [http://www.seetal-plus.ch/See.html Baldeggersee]
- [http://www.baldegger-hallwilersee.ch/baldeggersee/informationen.html Sanierungskonzept und Seebelüftung]
- [http://www.pronatura.ch/content/presse/DE/2003/page2003.06.pdf Problemlösung Baldeggersee]
Kategorie:See in der Schweiz Kategorie:Luzern (Kanton)

Luzern (Kanton)

Der Kanton Luzern ist ein Kanton im Zentrum der Schweiz (Zentralschweiz oder Innerschweiz). Deutsch: Luzern; Französisch: Lucerne; Italienisch: Lucerna; Rätoromanisch: Lucerna; Englisch: Lucerne.

Geographie

Nachbarkantone

Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Aargau, Bern, Zug

Extrempunkte


- Höchster Punkt: 2349 m ü.M. (Brienzer Rothorn)
- Tiefster Punkt: 406 m ü.M. (Honauer Schachen)

Seen

vollständig im Kantonsgebiet: Rotsee, Baldeggersee, Sempachersee, Mauensee, Soppensee teilweise im Kantonsgebiet: Vierwaldstättersee, Zugersee, Hallwilersee

Flüsse

Reuss, Kleine Emme, Wigger, Luther, Suhre, Pfaffneren, Entlen Entlen

Sprachen

Im Kanton Luzern spricht man Luzerndeutsch, einen hochalemannischen Dialekt. Das Luzerndeutsch existiert allerdings nicht, denn die Mundarten im Entlebuch, im Seetal, in den Rigigemeinden (Greppen, Weggis, Vitznau), in der Stadt Luzern und den anderen Regionen weisen untereinander Unterschiede auf.

Religionen - Konfessionen

Der Kanton Luzern ist ein traditionell katholischer Kanton.

Verfassung

Momentan gilt immer noch die Verfassung vom 29. Januar 1875, welche aber seither über vierzig Mal teilrevidiert wurde (siehe [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c131_213.html Verfassung des Kantons Luzern]). Im Moment ist der [http://www.neueverfassung.lu.ch/ Entwurf] für eine neue Verfassung fertig gestellt. Bis Ende 2004 konnten interessierte Gruppierungen an der Vernehmlassung teilnehmen.

Legislative

Die Legislative bildet der 120-köpfige Grosse Rat, der nach dem Proporzwahlrecht gewählt wird. Im Grossen Rat sind im Moment folgende Parteien vertreten: CVP, FDP, SVP, SPS und GPS. Die Mandatsverteilung gibt folgende Tabelle wieder:

Parteiensystem

Die CVP ist die stärkste politische Kraft im Kanton Luzern, was mit der langen katholisch-konservativen Tradition seit dem Sonderbundskrieg zu tun hat.

Exekutive

Die Exekutive bildet ein (nach dem Majorzsystem gewählter) 5-köpfiger Regierungsrat. Dem Regierungsrat gehören aktuell an:
- Markus Dürr (CVP) - Gesundheit- und Sozialdepartement
- Daniel Bühlmann (SVP) - Finanzdepartement
- Anton Schwingruber (CVP) - Bildungs- und Kulturdepartement
- Max Pfister (FDP) - Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
- Yvonne Schärli (SPS) - Justiz- und Sicherheitsdepartement Der Regierungschef wird Schultheiss genannt und ist ein für ein Jahr gewählter "primus inter pares". Sein Stellvertreter heisst Statthalter. Schultheiss für 2005 ist Max Pfister, Statthalter Anton Schwingruber.

Geschichte

Ausführlicher Artikel: Geschichte des Kantons Luzern
- Während der Jungsteinzeit siedeln sich die ersten Menschen auf dem heutigen Kantonsgebiet an.
- Kelten wandern zwischen 800-300 v.Chr. in die Zentralschweiz ein.
- Um 15 v.Chr. wird die Region von den Römern erobert und in das römische Reich integriert.
- Im 6 Jh. übernehmen germanische Alemannen nach dem Verfall des römischen Reiches die Zentralschweiz. Es entstehen erste Klöster und Stifte. Luceria wird 750 gegründet und daraus entwickelt sich die spätere Stadt Luzern.
- Um 1290 ernennt König Rudolf I. von Habsburg die Stadt Luzern zur österreichischen Landstadt.
- 1332 schliesst sich Luzern dem Bund der Waldstätten an . Mit der Hilfe der Waldstätter befreit sich Luzern 1386 in der Schlacht von Sempach von der Herrschaft der Habsburger. Die heutigen Grenzen des Kantons entsprechen etwa der Ausdehnung zu diesem Zeitpunkt.
- 1798 marschiert die französische Armee in der Schweiz ein. Die Helvetische Republik, ein Einheitsstaat nach französischem Muster, wird ausgerufen und Luzern verliert vorübergehend die Selbständigkeit.
- 1803 führt Napoleon die Mediationsverfassung ein, welche den Kantonen ein gewisses Mass an Souveränität zugesteht.
- 1813 werden nach dem Zusammenbruch der Macht von Kaiser Napoleon die Vorrechte der Aristokratie teilweise wiederhergestellt. Luzern ist ein souveräner Staat im einem lockeren Staatenbund.
- 1848 wird nach dem Sonderbundskrieg der Schweizerische Bundesstaat gegründet. Die Bundesverfassung nennt Luzern als einen von 25 Voll- und Halb-Kantonen (der Kanton Jura wurde erst 1979 gegründet).
- Die geltende Kantonsverfassung von 1875 wurde mehrfach ergänzt und nachgeführt. Gegenwärtig soll sie komplett überarbeitet werden, im August 2004 wurde ein Entwurf der Bevölkerung zur Diskussion vorgestellt.

Städte und Orte

2004 Die zehn grössten Ortschaften des Kantons sind (Einwohnerzahlen 31. Dezember 2004):
- Luzern 57'491 Einwohner
- Emmen 26'895 Einwohner
- Kriens 25'190 Einwohner
- Littau 16'020 Einwohner
- Horw 12'296 Einwohner
- Ebikon 11'430 Einwohner
- Sursee 8'082 Einwohner
- Hochdorf 7'846 Einwohner
- Rothenburg 6'831 Einwohner
- Meggen 6'325 Einwohner Der Kanton Luzern bestand bis 2003 aus 107 Gemeinden (siehe: Gemeinden des Kantons Luzern). Ab 2004 führte ein vor mehreren Jahren gestarteter Prozess zu mehreren [http://www.gemeindereform.lu.ch Gemeindefusionen].

Gliederung

Gemeinden des Kantons Luzern Der Kanton Luzern ist in fünf Ämter (in anderen Kantonen Bezirke) aufgeteilt. Diese sind (Einwohnerzahlen 31. Dezember 2004, in Klammern 31. Dezember 2003):
- Luzern; Hauptort: Luzern 162'485 (161'848)
- Hochdorf; Hauptort: Hochdorf 62'173 (61'729)
- Sursee; Hauptort: Sursee 64'701 (64'194)
- Willisau; Hauptort: Willisau 46'778 (46'819)
- Entlebuch; Hauptort: Schüpfheim 18'525 (18'504)

Bücher

Statistisches Jahrbuch des Kantons Luzern 2005. ISSN: 1424-5620

Weblinks


- [http://www.lu.ch Offizielle Website]
- [http://www.lustat.ch Amt für Statistik des Kantons Luzern]
- [http://www.staluzern.ch Staatsarchiv Luzern]
- [http://www.luzern.org Tourismus-Website des Kantons Luzern]
- [http://www.centralswitzerland.ch Tourismus-Website der Zentralschweiz]
- [http://www.zentral-schweiz.com Links-Sammlung zum Kanton Luzern]
Luzern ! als:Kanton Luzern

Seetal

Das Seetal ist ein in Nord-Süd-Richtung verlaufendes Tal zwischen Emmen (nördlich der Stadt Luzern) und dem aargauischen Lenzburg in der Schweiz. Es unterteilt sich in das Aargauer Seetal und das Luzerner Seetal und wird geprägt durch zwei Seen, Hallwilersee und Baldeggersee. Das Tal wird durch den Aabach entwässert. Im Osten wird es durch den Höhenzug des Lindenbergs begrenzt.

Seetalbahn

Auf der ganzen Tallänge verkehrt zwischen Lenzburg und Luzern die Seetalbahn. Einige Dörfer haben einen eigenen Bahnhof (oder vermehrt Haltestellen), die übrigen werden mit Buslinien erschlossen. Da die Bahn meistens direkt neben der Strasse verläuft, gibt es oft Unfälle. Mittlerweile werden oder sind viele unbewachte Bahnübergänge geschlossen oder mit Barrieren und Wechselblinksignalen gesichert.

Weblinks


- [http://www.go-seetal.ch/ Homepage des Seetals]
- [http://www.markusbaumi.ch/foto/seetal/ Fotos aus dem Seetal] Kategorie:Geographie (Schweiz)

Lindenberg (Schweiz)

Der Lindenberg ist ein langgestreckter Bergrücken im zentralen Schweizer Mittelland. Er gehört zu den Kantonen Luzern (Westseite) und Aargau (Ostseite und Nordabdachung), die Grenze verläuft mehrheitlich auf dem Kamm. Der 20 km lange und bis zu 8 km breite, kaum gegliederte Höhenrücken erstreckt sich in Nordnordwest-Südsüdost-Richtung. Er wird im Westen durch das Seetal mit dem Hallwilersee und dem Baldeggersee, im Osten durch das Bünztal, im Süden durch das Reusstal und im Norden durch die Senke von Sarmenstorf begrenzt. Letztere trennt den Lindenberg von der nordwestlich anschliessenden Höhe des Rietenbergs. Die höchste Erhebung des Lindenbergs erreicht 878 m ü. M. im Rüedikerwald, grossflächige weitere Gebiete liegen ebenfalls über 800 m ü. M. Der Hügelzug ist vorwiegend aus Molassesandsteinen aufgebaut. An den Hängen wurden mancherorts End- und Seitenmoränen der verschiedenen Stadien des eiszeitlichen Reussgletschers abgelagert. Einziges tief in den Westhang des Rückens eingeschnittenes Tälchen ist das Gitzitobel, das bei Aesch ins Seetal eintritt. Am Osthang des Lindenbergs, südlich von Muri befindet sich das Quellgebiet der Bünz. Der Kamm des Lindenbergs ist waldbedeckt, an den weiten offenen Hängen wird Landwirtschaft, hauptsächlich Viehzucht und Obstbau, betrieben. Auf den Hochterrassen am Westhang des Lindenbergs befinden sich mehrere Gemeinden (Bettwil, Schongau, Hämikon, Müswangen, Sulz, Lieli und Hohenrain). Sie waren früher Bauerndörfer; in den letzten Jahren kamen aber wegen der aussichtsreichen Lage zahlreiche neue Wohnquartiere dazu. Ein beliebter Ausflugsort mit schönem Alpenpanorama ist das Schloss Horben auf der Südostseite des Kammes. Dort werden im Winter bei genügend Schnee drei Langlaufloipen gespurt und ein kurzer Skilift in Betrieb genommen. Oberhalb von Buttwil am Osthang des Lindenbergs wurde auf einer vorgelagerten Terrasse ein Sportflugplatz errichtet. Kategorie:Berg in der Schweiz

Hallwilersee

Der Hallwilersee ist ein See im Schweizer Mittelland und liegt wie der etwas weiter südlich gelegene Baldeggersee im Seetal. Er ist 8.4 km lang, an der breitesten Stelle 1.5 km breit und maximal 48 m tief. Seine Fläche beträgt 10.3 km², davon liegen fünf Sechstel im Bezirk Lenzburg des Kantons Aargau und ein Sechstel im Amt Hochdorf des Kantons Luzern. Der Hauptzufluss bzw. -abfluss ist der Aabach, der bei Möriken-Wildegg in die Bünz mündet (die wiederum knapp zweihundert Meter weiter in die Aare fliesst). Daneben münden zahlreiche kleine Bäche in den See. Der Hallwilersee entstand während der Würmeiszeit durch die Aufschüttung einer Endmoräne. Bei kaltem Winterwetter kann der See zufrieren. Er war letztmals 1986 ganz zugefroren. Das Dorf Hallwil liegt interessanterweise nicht am See, sondern etwa 2 km von dessen nördlichem Ende entfernt. Der Name des Sees stammt vielmehr von den Herren von Hallwyl. Herren von Hallwyl __TOC__

Tourismus

Der Hallwilersee ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. In den Dörfern am Seeufer gibt es zahlreiche Ausflugsrestaurants und Strandbäder. Sehr beliebt ist auch eine Wanderung rund um den See, die etwa 4.5 Stunden dauert. Etwa 1 km vom nördlichen Ende des Sees entfernt liegt auf einer Insel des Aabachs das Wasserschloss Hallwyl. Während der Sommersaison gibt es einen Schifffahrtsbetrieb. Der Hallwilersee ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Entlang des gesamten Westufers verläuft die Seetalbahn der SBB (LenzburgLuzern). Das Ostufer wird mit Buslinien erschlossen.

Geschichte

Bereits während der Mittelsteinzeit, der Jungsteinzeit und der Bronzezeit lebten Menschen in Seeufersiedlungen am Hallwilersee. Bei Seengen befand sich eine Siedlung der Römer. Um 1300 hatte der See verschiedene Namen: Halwiler se, lacus de Seingen (nach Seengen), Escherse (nach Aesch). Dann aber setzte sich der Name der Vögte, der Herren von Hallwyl, durch. Diese besassen das Hochgericht und das Niedergericht über den See sowie die Fischerei- und Schifffahrtsrechte. Das Seegericht tagte am Ufer in Birrwil, Beinwil am See, Mosen und Seengen. Ab 1429 fielen die Bussen zur Hälfte an die Fischer. Erst 1859 wurde der Hallwilersee zu einem öffentlich zugänglichen Gewässer. 1883 erfolgte die Eröffnung der Seetalbahn entlang des westlichen Ufers, 1888 nahm der Ausflugsverkehr mit Schiffen den Betrieb auf.

Ökologie

Durch die äusserst intensive Landwirtschaft rund um den See mit dem entsprechenden Einsatz von Düngemitteln war der Hallwilersee Anfang der 1980er beinahe ein "toter" See. Wegen des hohen Anteils an Phosphat bildeten sich riesige Algenteppiche. Die abgestorbenen Algen sanken auf den Seegrund und verrotteten dort, dabei wurde der dort vorhandene Sauerstoff verbraucht. Andere Wasserpflanzen und Fische bekamen dadurch nicht genug Sauerstoff, um zu überleben. Seit 1985 wird der See deshalb künstlich belüftet. Im Winter wird Druckluft am Seegrund über Düsen eingeblasen. So erhält der See zusätzlich zur natürlichen Umwälzung eine künstliche Zirkulationshilfe. Wasser wird aus der Tiefe an die Oberfläche transportiert und mit Sauerstoff aus der Atmosphäre versorgt. Der vollständig durchmischte See wird so mit rund 1000 Tonnen Sauerstoff angereichert. Im Sommer wird dem See künstlich Sauerstoff zugeführt. Reiner Sauerstoff wird direkt über dem Seegrund in feinen Blasen dem Wasser zugegeben. Damit werden 400–600 Tonnen des im Tiefenwasser gezehrten Sauerstoffs ersetzt. Die erwärmte Oberflächenschicht des Sees wird dabei nicht gestört. Durch diese "künstliche Beatmung" sowie durch die Reduzierung des Düngereinsatzes konnte der Phosphatgehalt des Wassers von 250 mg/l auf etwa 50 mg/l reduziert werden.

Weblinks


- [http://www.schifffahrt-hallwilersee.ch Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee]
- [http://www.baldegger-hallwilersee.ch Gemeindeverband Baldegger- und Hallwilsersee]
- [http://www.webcam-hallwilersee.ch/ Webcam Hallwilsersee]
- [http://www.ag.ch/umwelt/pages/index.htm?/umwelt/pages/sanierung_hallwilersee.htm Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau] (Seesanierung)
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8663.html Artikel Hallwilersee] im Historischen Lexikon der Schweiz
Kategorie:See in der Schweiz Kategorie: Aargau (Kanton) Kategorie: Luzern (Kanton) als:Hallwilersee

Hitzkirch

Hitzkirch ist eine Gemeinde im Luzerner Seetal. Hitzkirch ist das grösste Dorf im Hitzkirchertal.

Geographie

Hitzkirch liegt zwischen Hallwilersee und Baldeggersee am Westfuss der Erlosen. Die Nordgrenze des Dorfs bildet der Gerbebach , die Südgrenze der Schliessbach . Zur Gemeinde gehören ausser dem Dorf noch die Weiler Bleuliken (700 m nördlich; 553 m.ü.M.) und Richensee (1 km südwestlich; 466-470 m.ü.M.) - sowie einige Häusergruppen und Einzelgehöfte. Westlich von Richensee fliesst der Aabach durch. Dieser Bach verlässt den Baldeggersee und fliesst nach kurzem Lauf in den Hallwilersee. Von der Gemeindefläche wird 65,8% landwirtschaftlich genutzt. Rund ein Fünftel (genau 19,7%) ist Siedlungsfläche und 14,2% mit Wald und Gehölz bedeckt.

Nachbargemeinden

Hitzkirch grenzt an Altwis, Ermensee, Gelfingen, Hämikon, Retschwil, Römerswil (den Ortsteil Herlisberg) und Sulz LU.

Bevölkerung

Die Gemeinde zählt ca. 2200 Einwohner.

Politik

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat im Jahr 2004 kam es zu einer Kampfwahl. Bei einer Stimmbeteiligung von 60 % wurden folgende fünf Personen gewählt:
- Bruno Richli (CVP) Gemeindepräsident
- Cornelius Müller (CVP) Gemeindeammann
- Luzia Syfrig-Schurtenberger (FDP) Sozialwesen
- Othmar Muff (CVP)
- Franz Häfliger (parteilos)

Verkehr

Hitzkirch ist gut ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Es hat eine eigene Haltestation an der Bahnlinie Luzern-Lenzburg (auch Seetalbahn genannt). Die Gemeinde ist ausserdem Ausgangspunkt der Buslinien Hitzkirch-Schongau, Hitzkirch-Müswangen und Hitzkirch-Gelfingen-Kleinwangen. Das Dorf und der Ortsteil Richensee liegen an der Hauptstrasse von Luzern nach Lenzburg, der Weiler Bleulikon abseits der Hauptverkehrswege. Die nächst gelegenen Autobahnanschlüsse Sursee und Emmen-Nord, beide an der A2 , sind über 20 km entfernt.

Geschichte

Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus der Zeit von 8'000-5'000 v. Chr. Unter der Kirche von Hitzkirch wurden Reste eines römischen Gutshofs und Alemannengräber aus dem 7./8. Jahrhundert gefunden. Im Jahr 1084 wird ein erstes Gotteshaus erwähnt. Der Ort wird unter dem Namen Hiltschilche im Jahr 1230 in der Heiratsgutsurkunde von Graf Hartmann dem Älteren von Kyburg erstmals unter der heutigen Bezeichnung genannt. Nach dem Aussterben der Kyburger übernahmen die Habsburger die Herrschaft. Diese mussten sie im Jahr endgültig 1415 abgeben - die Gegend wurde durch die Stadt Luzern erobert. Bis dahin hatte Hitzkirch zum habsburgischen Amt Richensee gehört. Bereits 1425 mussten die Luzerner ihre Vorherrschaft wieder aufgeben. Der Ort kam bis 1798 zu den Freien Ämtern . Unter der Leitung der 1237 gegründeten Deutschordens-Kommende Hitzkirch trat 1528 das Hitzkirchertal zum neuen, reformierten Glauben über, wurde aber bereits 1532 gewaltsam wieder rekatholisiert. 1653 beteiligte sich die Gemeinde aktiv am Grossen Bauernkrieg . 1665 brannte das Dorf ab. 1798 kam der Ort zum neu gegründeten Kanton Baden. Bereits fünf Jahre später erfolgte der Wechsel zum Kanton Luzern, zu dem es seither gehört. Die Gemeinde wurde dem neu geschaffenen Amt Hochdorf angegliedert. 1897 erfolgte der Zusammenschluss des bis dahin selbständigen Städtchens Richensee mit der Gemeinde Hitzkirch.

Weblinks


- [http://www.hitzkirch.ch Offizielle Website der Gemeinde Hitzkirch]
- [http://www.interwebdesign.ch/fusion/projekt/gemeinden/index.html Fusionsprojekt Hitzkirchertal]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D601.html Artikel Hitzkirch (Gemeinde)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.go-seetal.ch Region Seetal]
- [http://www.seetal-plus.ch Aktuelle Infos über das Seetal] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Luzern Kategorie:Schweizer Gemeinde

Toteis

/Schweden auf die Flusslandschaft des Rapaälv. Rechts ein großer ehemaliger Toteisbereich, den nun ein See ausfüllt.]] Als Toteis bezeichnet man ein Stück Gletschereis, das mit dem Gletscher nicht mehr verbunden ist. Toteis entsteht in Folge des Abschmelzens eines Gletschers und befindet sich meist an dessen unterem Ende. Die am Ende der letzten Eiszeit (in Süddeutschland Würm-Eiszeit) geschmolzenen Toteisblöcke ließen kleinere Seen entstehen, z. B. die Osterseen südlich des Starnberger Sees in Oberbayern. Sogenannte Toteiskessel sind dagegen wasserlose Senken. Ein schönes Beispiel eines trichterartigen Toteiskessels (Durchmesser circa 50m) findet sich direkt neben der Bundesstraße 471 bei Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck. Siehe auch: Toteisloch, Söll (Teich) Kategorie:Glaziologie Kategorie:Geomorphologie

Kategorie:Luzern (Kanton)

Luzern

ZEPA

Zonas naturales de singular relevancia para la conservación de la avifauna amenazada de extinción, catalogadas como «zonas de especial protección para las aves» (o ZEPA) por los diversos estados miembros de la Unión Europea, de acuerdo con lo establecido en la directiva comunitaria 79/409/CEE y modificaciones subsiguientes («Directiva de Aves» de la UE). En las zonas de protección se prohíbe o limita la caza de aves, en sus fechas y sus técnicas; se regula la posible comercialización; y los estados están obligados a actuar para conservar las condiciones medioambientales requeridas para el descanso, reproducción y alimentación de las aves. La convención parte del reconocimiento de que las aves del territorio europeo son patrimonio común y han de ser protegidas a través de una gestión homogénea que conserve sus hábitats.

Enlaces externos


- [http://www.mapya.es/es/desarrollo/pags/vigilanciaambiental/mapa12.htm ZEPAs en España]
- [http://www.madrid.org/comun/ticas_MedioAmbiente/0,3787,122007487_122029938_122030567_12058050_0,00.html ZEPA en la Comunidad de Madrid]
- [http://www.mma.es/parques/lared/donana/visita/zepa.htm ZEPA de Doñana]
- [http://www.carm.es/cma/dgmn/mnatural/proycons/zepas/zepas.html ZEPA en la Región de Murcia] Categoría: Zonas de Especial Protección para Aves Categoría: Ecología

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