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Balearen

Balearen

Die Balearischen Inseln (katalanisch Illes Balears, spanisch Islas Baleares) bzw. Balearen sind eine im westlichen Mittelmeer gelegene und zu Spanien gehörende Gruppe von 151 Inseln, die eine Autonome Gemeinschaft Spaniens bilden. Neben den vier großen bewohnten Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera umfassen die Balearen 147 unbewohnte Inseln, zu der auch die unter Naturschutz stehende Felseninsel Cabrera gehört. Größte Insel ist mit 3.684 Quadratkilometern Mallorca. Der Name der Inselgruppe leitet sich vom griechischen ballein- baliarides ab, womit in der Antike die gefürchteten Steinschleuderer Els Foners Balears der Inseln gemeint waren, die sich als Söldner auf den Kriegsschauplätzen der Antike verdingten.

Geographie

Die Balearischen Inseln sind die abgesprengte Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges, das sich von Gibraltar über die Sierra Nevada hinzieht. Ein etwa 1.500 Meter tiefer Meeresgraben trennt die Inseln vom spanischen Festland. Die gebirgigen Inseln liegen zwischen 80 und 300 km östlich vom spanischen Festland entfernt. Die eigentlichen Balearen umfassen die Inseln Mallorca, Menorca und Cabrera. Ibiza und Formentera bilden eine eigene Inselgruppe, die Pityusen, die aber politisch (und oft auch geographisch) zu den Balearen gezählt werden. Pityusen]

Bevölkerung

Die Bevölkerung in im Laufe der letzten Jahrzehnte infolge der Entwicklung des Tourismus stark angewachsen, einerseits durch Arbeitsmigranten, die zunächst aus anderen Teilen Spaniens und in jüngerer Zeit zunehmend auch aus Lateinamerika, Afrika und Osteuropa kommen, andererseits durch vormalige Touristen vor allem aus mittel- und nordeuropäischen Ländern, die hier ihren Dauerwohnsitz nehmen. Die einheimische Sprache der Inseln ist das Katalanische in mehreren inselspezifischen Varietäten (Mallorquinisch, Menorquinisch, Ibizenkisch). Es ist zusammen mit dem Spanischen Amtssprache.

Wirtschaft

Der wichtigste Wirtschaftszweig der Balearen ist heute der Tourismus. Die traditionelle Inselwirtschaft wie Fischfang, Ackerbau und Viehzucht ist dabei ins Hintertreffen geraten.

Geschichte

Vorgeschichte

Viehzucht Die Urbevölkerung der Balearen ist vermutlich von Südfrankreich aus eingewandert; erste Spuren menschlicher Siedlungen stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Die einzelnen Kulturphasen sind inzwischen gut erforscht (siehe Graphik).

Altertum

In der Antike hießen die Inseln Balearides oder Gymnesiae, man verstand darunter die Inseln Mallorca (Balearis major) und Menorca (Balearis minor). Sie waren zuerst von den Phöniziern abhängig; ihre Häfen und ihr Boden hatten Ruf. Die Einwohner (Balearici), zeichneten sich als Krieger, besonders durch ihre Geschicklichkeit im Schleudern großer Steine, aus und dienten zahlreich in den karthagischen wie später in den römischen Heeren. Durch seeräuberische Unternehmungen erregten die Bewohner den Zorn der Römer; der Konsul Quintus Caecilius Metellus eroberte sie 123 v. Chr. und siedelte dort romanisierte Südspanier an, welche die Städte Palma und Polentia auf Mallorca gründeten, und erwarb sich so den Namen Balearicus.

Mittelalter

425 n. Chr. nahmen die Vandalen unter Gunderich die Inseln in Besitz; um 560 kamen sie unter das oströmische Kaisertum, von diesem an die Republik Pisa und 798 in die Hände der Mauren und gehörten dann zum Kalifat von Córdoba. Mallorca und Ibiza wurden zwischen 1229 und 1235 unter Jakob I. von Aragón (katalanisch Jaume I.) zurückerobert (katalanische Eroberung), Menorca fiel unter seinem Nachfahren Alfons III.. Die Belearen gehörten nun ebenso wie Katalonien zur Krone Aragonien. Zeitweise bildeten sie zusammen mit Teilen Kataloniens einen von einer Nebenlinie des aragonesischen Königshauses regierten selbständigen Staat, das Königreich Mallorca. 1344 eroberte Peter IV. von Aragón die Balearen. Nun wurden die Inseln mit den Stammländern der Dynastie vereinigt. Durch die Vereinigung der Kronen von Aragonien und Kastilien wurden sie schließlich Teil der spanischen Monarchie.

Neuzeit

1708 wurde Maó von den Briten erobert. Der Frieden von Utrecht (1713), mit dem der spanische Erbfolgekrieg beendet wurde, sprach Menorca dem britischen Empire zu. Dieses musste im Frieden von Versailles (1783) die Insel an Spanien zurückgeben, bis 1802 blieb sie jedoch britisch besetzt. 1833 wurde die spanische Provinz der Balearischen Inseln gegründet. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gab es Ansätze einer regionalen Unabhängigkeitsbewegung, die sich jedoch nicht festigen konnte. Bereits 1931 wurde für die Provinz der Autonomie-Status vorgeschlagen, den sie allerdings erst 1983, nach dem Ende der Franco-Diktatur, erhielt.

Zeitungen


- Diari de Balears (katalanischsprachig)

Siehe auch


- Liste der Gemeinden auf den Balearischen Inseln
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet

Weblinks


- [http://www.caib.es/root/index.ct.jsp Regierung der Balearen] Kategorie:Inselgruppe Kategorie:Geographie (Spanien) Kategorie:Spanische autonome Gemeinschaft Kategorie:Spanische Provinz Kategorie:Mittelmeer ja:バレアレス諸島

Mittelmeer

Das Europäische Mittelmeer (meist nur Mittelmeer bzw. auch Mittelländisches Meer genannt), das etwa 2,5 Mio. km² groß und bis zu 5.267 m tief ist, ist ein Mittelmeer zwischen Europa, Afrika und Asien das von einem eigenen schmalen Klimagürtel umschlossen und von einer eigenen Flora und Fauna geprägt wird.

Geographie

Das Europäische Mittelmeer, das auch ein Binnenmeer des Atlantiks ist, liegt als am stärksten von Festländern umgebenes bzw. vom Ozean getrenntes Mittelmeer zwischen den eben genannten Kontinenten. Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Sueskanal (seit 1869) mit dem Roten Meer, einem Binnenmeer des Indiks. Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben zahlreichen kleinen Inseln, großen und kleinen Inselgruppen und Eilanden die großen Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Rhodos und Zypern; in das Europäische Mittelmeer ragt von Norden her die Apenninenhalbinsel mit dem Großteil Italiens; sie trennt das eigentliche Meer von der Adria.

Daten

Das Europäische Mittelmeer bedeckt etwa 2,5 Mio km² Fläche. Seine größte Meerestiefe liegt bei 5.267 m (siehe Meeresboden).

Römischer Name

In der Antike wurde das Europäische Mittelmeer von den Römern Mare Nostrum genannt, was Unser Meer bedeutet. Diese Namensgebung resultiert daraus, dass das Römische Reich (Imperium Romanum) zeitweise das gesamte Mittelmeer umschloss.

Geschichte / Geologie

Das Europäische Mittelmeer ist ein Überrest des Tethysmeeres des Erdmittelalters. Vor 6 Millionen Jahren schloss sich die Straße von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa. Teile des Mittelmeeres trockneten wiederholt aus, so dass sich am Meeresboden mächtige tertiäre Gips- und Salzlager finden. Zuletzt war das Nebenmeer des Atlantiks während der Eiszeiten zumindest teilweise ausgetrocknet. Daher fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille eine später nach ihm benannte Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Im 2. Weltkrieg war das Europäische Mittelmeer Kriegsschauplatz (siehe hierzu unter Mediterranean Theatre of Operations).

Salinität

Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 38 Promille höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche eine entsprechend zum Netto-Wasserverlust noch stärkere Gegenströmung salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert.

Meereswelt

Meeresboden

Innerhalb des Europäischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief. Im Westteil des Meeres liegt das Algerisch-Provenzalische Becken, das bis zu 3.255 m tief ist. In seinem westlichen Mittelteil befindet sich das Tyrrhenische Becken im Tyrrhenischen Meer, das bis zu 3.758 m tief ist. In seinem östlichen Mittelteil liegt das Ionische Becken im Ionischen Meer, das in der Calypsotief - der tiefsten Stelle des Europäischen Mittelmeers - bis zu 5.267 m tief ist. Im Osten befindet sich das Levantische Becken im Levantischen Meer, das bis zu 4.517 m tief ist.

Horizontale Gliederung

Das Europäische Mittelmeer ist durch zahlreiche Nebenmeere, Golfe, Buchten und Meeresstraßen gegliedert; an seinem West- und Ostrand stößt es jeweils an eine Meerenge, die zum Ozean bzw. zu einem Binnenmeer überleiten. Im Westen ist das Europäische Mittelmeer durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Im Nordosten ist es über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden und im Südosten über den 1869 fertiggestellten Sueskanal auch mit dem Roten Meer, ein Binnenmeer des Indischen Ozeans. Das Marmarameer - nicht aber das Schwarze Meer - wird häufig noch zum Mittelmeer gezählt. Während sein Westteil keinen besonderen Namen trägt, ist das Europäische Mittelmeer durch eigene Nebenmeere und Buchten stark untergliedert: Im Norden liegt das Ligurische Meer mit dem Golf von Genua, im Mittelteil befinden sich das Tyrrhenische Meer, die Straße von Messina, das Ionische Meer, die Straße von Sizilien, die Kleine Syrte (Golf von Gabès), die Straße von Otranto, das Adriatische Meer, die Große Syrte, die Ägäis und im Ostteil das Levantische Meer.

Küsten

Bekannte Küstenabschnitte sind beispielsweise:
- Côte d’Azur
- Costa del Sol
- Riviera
- Sahel

Inselwelt

Die bedeutendsten Inseln, Inselgruppen und Halbinseln im Europäischen Mittelmeer sind (von West nach Ost): Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta, Peloponnes, Kreta, Dodekanes (Rhodos), Zypern. : Für weitere Inseln im Europäischen Mittelmeer siehe hier.

Zuflüsse

In das Europäische Mittelmeer bzw. in dessen Randmeere münden unter anderen diese Flüsse und Ströme, die bis auf den Muluja, einige kleinere Bäche bzw. Flüsse und insbesondere den Nil alle aus nördlichen Himmelsrichtungen einmünden:
- Arno - Ligurisches Meer
- Drin - Adria
- Ebro - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Ebros (Ewros) - Ägais
- Etsch - Adria
- Großer Mäander - Ägais
- Júcar - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Kleiner Mäander - Ägais
- Muluja (Wadi al-Muluyah) - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Nil - Levantinisches Meer
- Piave - Adria
- Po - Adria
- Rhône - Ligurisches Meer
- Segura - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Seman - Adria
- Strymon - Ägäis
- Tiber - Tyrrhenisches Meer

Staaten & Abhängige Gebiete

Anrainerstaaten sind:
- Im Norden: Gibraltar, Spanien, Frankreich, Monaco, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland und die Türkei
- im Osten Syrien, der Libanon, Israel und der Gazastreifen
- im Süden Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko, sowie die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla.

Literatur


- Hofrichter, Robert: Das Mittelmeer, Bd. 1: Allgemeiner Teil. Spektrum Akademischer Verlag, 2002. - ISBN 3-82741-050-9
- Ders., Das Mittelmeer, Bd. 2/2 : Bestimmungsführer. Spektrum Akademischer Verlag, März 2006. - ISBN 3-82741-170-X
- Bergbauer, Matthias/Humberg, Bernd: Was lebt im Mittelmeer? Franckh-Kosmos Verlag, 1999. - ISBN 3-44007-733-0
- Bärtels, Andreas: Pflanzen des Mittelmeerraumes. Ulmer, 2003. - ISBN 3-80013-287-7
- Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Darmstadt 2001 (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 93 Abb., 29 Tab., 75 Bilder, 381 S. - ISBN 3-534-12339-5.

Weblinks


- [http://www.eckart-winkler.de/reise/specials/ins_mit.htm Die größten Mittelmeer-Inseln]
- [http://europa.eu.int/comm/research/rtdinfsup/de/sea1.htm Planet Ozean - Sonniges Mittelmeer] (Europäische Kommission)

Siehe auch


- Mittelmeerraum
- Nebenmeer
- Binnenmeer
- Mittelmeere
- Randmeer ! ja:地中海 ko:지중해 th:ทะเลเมดิเตอร์เรเนียน zh-min-nan:Tē-tiong-hái

Autonome Gemeinschaften Spaniens

Als autonome Gemeinschaften (spanisch comunidades autónomas) werden die Regionen Spaniens bezeichnet. Die autonomen Gemeinschaften sind Gebietskörperschaften, die im Rahmen der spanischen Verfassung mit bestimmten Kompetenzen in Gesetzgebung und Vollziehung ausgestattet werden. Das Maß der jeweils eingeräumten Autonomie variiert dabei von Gemeinschaft zu Gemeinschaft. Spanien besteht insgesamt aus 17 autonomen Gemeinschaften. Dazu kommen noch die beiden autonomen Städte (ciudades autónomas) Ceuta und Melilla. Die autonomen Gemeinschaften gliedern sich ihrerseits teilweise in bis zu acht Provinzen.

Entstehung

Die Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften gründet sich auf die spanische Verfassung von 1978 (Artikel 2), die den Gemeinschaften auch (anders als etwa in Frankreich) ausdrücklich ihre Autonomie garantiert. Die Bildung der autonomen Gemeinschaften wird dabei durch Artikel 143 geregelt. Die Verfassung von 1978 fixiert in ihrem Artikel 143 einen in dieser Art weltweit einmaligen Prozess der Bildung von regionalen Gebietskörperschaften durch einen freien Zusammenschluss von Provinzen. Die Provinzen bestanden (als bloße Verwaltungssprengel der Zentralregierung) schon lange und wurden so als geeignete Grundlage für die Entstehung der autonomen Gemeinschaften betrachtet. Sieben der 17 entstandenen autonomen Gemeinschaften bestehen dabei aus nur einer Provinz. Die Verfassung sieht dabei nur einen flexiblen Rahmen für die jeweiligen Autonomiestatute vor, der für jede Gemeinschaft individuell eine weitergehende oder engere Autonomie ermöglicht. Die Autonomiestatute der einzelnen Regionen – die im Gegensatz zu einem Bundesstaat der Zustimmung des nationalen Parlaments bedürfen – wurden nach teilweise jahrelangen Diskussionen zwischen 1979 und 1983 verabschiedet. Darauf folgte ein jahrelanger Prozess mit allmählich zunehmender Autonomie, der unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass schon die Verfassung mehrjährige Übergangsfristen vorsah, innerhalb derer die autonomen Gemeinschaften allmählich von einer „Vor-Autonomie“ zu einer „vollen Autonomie“ gelangen sollten – wobei „volle“ Autonomie nicht mit Unabhängigkeit zu verwechseln ist. Aber auch innerhalb der beiden von der Verfassung (in Artikel 148 Absatz 2) vorgesehenen Gruppen „vor-“ und „vollautonomer“ Gemeinschaften gab es von Anfang an erhebliche Unterschiede. Zu den 17 autonomen Gemeinschaften kamen 1995 noch die beiden autonomen Städte Ceuta und Melilla, die eine ähnliche Autonomie genießen. So ist heute (bis auf einige kleine Inseln vor Marokko, die als sogenannte plazas del soberanía unmittelbar der Zentralregierung in Madrid unterstehen) ganz Spanien in autonome Gemeinschaften (bzw. autonome Städte) aufgeteilt.

Charakterisierung der autonomen Gemeinschaften

Die autonomen Gemeinschaften sind sehr heterogen und zeigen eine überraschende Vielfalt. So sind die beiden kleinsten Gemeinschaften, die Balearen und La Rioja, nur ca. 5.000 km² groß, während die beiden größten, Andalusien und Kastilien-León mit jeweils ca. 90.000 km² größer sind als Österreich. Auch die Bevölkerungszahl ist sehr unterschiedlich (280.000 in La Rioja, fast 7,5 Millionen in Andalusien). Dies erklärt zum Teil auch die großen Unterschiede im Grad der Autonomie, da sich auch die jeweilige Leistungsfähigkeit der Gemeinschaften zu einem wichtigen Teil aus ihrer Größe ergibt. So kann grob auch gesagt werden, dass die kleineren autonomen Gemeinschaften für sich nur eine schwächer ausgeprägte Autonomie in Anspruch nehmen, während die großen zahlreiche Kompetenzen des Gesamtstaats übernehmen. Eine gewisse Sonderstellung nehmen vor allem das Baskenland und Katalonien ein, die beide ein besonders weitgehendes Bedürfnis nach Autonomie haben. So haben beide Gemeinschaften ihre eigenen Polizeikörper (Ertzaintza im Baskenland und Mossos d'Esquadra in Katalonien). Diese besondere Rolle ist vor allem auf die jeweilige Geschichte zurückzuführen, die (jedenfalls nach Darstellung baskischer und katalanischer Nationalisten) jahrhundertelang von Bevormundung und Unterdrückung durch die Zentralregierung in Madrid geprägt war. Ihren Höhepunkt fand diese Entwicklung – nach einer kurzen Phase der Autonomie während der Zeit der Republik – unter dem faschistischen Regime Francisco Francos. Nach dem Tod Francos und der Wiederherstellung der Monarchie waren die autonomen Gemeinschaften nicht zuletzt zur Bewahrung der brüchig gewordenen Einheit des spanischen Staats gedacht. Daraus erklärt sich auch, dass trotz der Einteilung Spaniens in autonome Gemeinschaften und der teilweise sehr weitreichenden Kompetenzen die spanische Verfassung in ihrem Artikel 2 bestimmt, dass „die Verfassung sich auf der unauflöslichen Einheit der spanischen Nation [gründet]“. In diesem Spannungsfeld zwischen Autonomie und Einheit ist auch die in den letzten Jahren vor allem vom Baskenland ausgegangene Diskussion über eine Neuregelung der Kompetenzverteilung zwischen dem Gesamtstaat und den autonomen Gemeinschaften zu sehen. Auch derzeit sorgt gerade ein Entwurf für ein neues Autonomiestatut für Katalonien für große Aufregung, das Katalonien und die Katalanen als eine „Nation“ bezeichnet.

Liste der autonomen Gemeinschaften

Die 17 autonomen Gemeinschaften sind (in alphabetischer Reihenfolge):
- Andalusien (spanisch Andalucía)
- Aragonien (spanisch Aragón, katalanisch Aragó)
- Asturien (asturisch Asturies, spanisch Asturias)
- Balearische Inseln (katalanisch Illes Balears, spanisch Islas Baleares)
- Baskenland (baskisch Euskadi, spanisch País Vasco)
- Extremadura
- Galicien (galicisch Galiza, spanisch Galicia)
- Kanarische Inseln (spanisch Islas Canarias)
- Kantabrien (spanisch Cantabria)
- Kastilien-La Mancha (spanisch Castilla-La Mancha)
- Kastilien-León (spanisch Castilla y León)
- Katalonien (katalanisch Catalunya, spanisch Cataluña)
- La Rioja
- Madrid (spanisch Comunidad de Madrid)
- Murcia (spanisch Región de Murcia)
- Navarra (baskisch Nafarroa)
- València (valencianisch Comunitat Valenciana, spanisch Comunidad Valenciana)

Siehe auch


- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Fläche
- Liste der spanischen autonomen Gemeinschaften nach Einwohnerzahl
- Liste der Flaggen der autonomen Gemeinschaften Spaniens
- Liste der ISO 3166-2-Codes für Spanien

Weblinks


- [http://www.map.es/servicios_al_ciudadano/politica_autonomica/datos_de_CCAA_y_enlaces/index.html Informationen zu den autonomen Gemeinschaften vom Ministerium für öffentliche Verwaltung (spanisch)] Kategorie:Spanien ja:スペインの地方行政区画 ko:에스파냐의 자치 지방 simple:Autonomous communities of Spain

Mallorca

Mallorca ist eine spanische Insel. Sie liegt im westlichen Mittelmeer, rund 200 Kilometer von València, Barcelona und Algier entfernt. Mit 3.640 Quadratkilometern ist sie die größte Insel der Balearen, rund 110 Kilometer sind es in der Länge von Sant Elm bis Cap de Formentor und 70 Kilometer in der Breite. Die Hauptstadt ist Palma.

Einwohner

Auf Mallorca leben 758.823 Einwohner, davon 368.974 in der Hauptstadt Palma. Die nächstgrößeren Städte sind Calvià (42.614), Manacor (35.512), Llucmajor (28.591) und Inca (25.900). Dazu kommen zwischen 30.000 und 80.000 Ausländer mit mehr oder weniger festem Wohnsitz. ( Einwohnerzahlen Stand: 2. Januar 2005)

Sprachen

Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch (Kastilisch). Der auf der Insel gesprochene katalanische Dialekt wird Mallorquí genannt. Seit 1983 ist Mallorquí gleichberechtigte Amtssprache. In den touristischen Zentren der Insel wird zunehmend Deutsch und Englisch gesprochen. Siehe auch: Sprachen auf Mallorca.

Verwaltung

Sprachen auf Mallorca Mallorca gehört zum Autonomiegebiet der Balearen (entspricht etwa einem Bundesland). Das Autonomiegebiet wird von Palma aus vom Govern Balear regiert, jede Balearen-Insel hat einen Consell Insular (Inselrat). Mallorca ist in sechs Regionen aufgeteilt, traditionell comarques genannt, die aber keine politischen Grenzen darstellen: Palma, Tramuntana, Llevant, Pla, Raiguer, Migjorn. Politisch ist die Insel in 53 Gemeinden mit Verwaltungssitz (municipis) gegliedert.

Klima

Verwaltungssitz Mallorca genießt ein gemäßigtes subtropisches Klima, mit kurzen, milden Wintern und heißen Sommern, durchschnittlich 7,9 Sonnenstunden am Tag und durchschnittlichen Niederschlagsmengen (1.400 Millimeter pro Quadratmeter im Norden, 400 Millimeter im Süden). Siehe auch: Klimadaten Mallorca

Flora und Fauna

Klimadaten Mallorca Mallorca besitzt eine reiche Flora aus über 1.500 Arten. Die Fauna ist weniger artenreich und weist nur wenige Säugetier-Arten, jedoch sehr viele Vogel-Arten auf. Die einzigen wildlebenden größeren Säugetiere sind verwilderte Hausziegen in der Serra de Tramuntana. Bemerkenswert sind der endemische Balearen-Sturmtaucher (Puffinus mauretanicus), Purpur- und Seidenreiher, Zwergrohrdommel, Mönchsgeier sowie der Rosa-Flamingo. Darüberhinaus gibt es Reptilien und Amphibien, darunter die erst Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wiederentdeckte, endemische Mallorca-Geburtshelferkröte. Siehe auch: Flora auf Mallorca Liste der Arten auf Mallorca

Nationalparks


- Archipiélago de Cabrera

Naturparks


- L'Albufera des Grao, la illa d'en Colom i el cap de Favàritx
- Cala D’Hort
- Sa Talaia
- Mondragó
- Llevant
- S´Albufera de Mallorca
- Sa Dragonera

Naturreservate


- Cap des Freus
- Cap Farrutx
- Es Vendrà y Es Vendranell
- Islotes de Ponent
- S'Albufereta

Naturdenkmäler


- Ses Fonts Ufanes

Gebirge, Täler, Seen

Sa Dragonera Drei Gebirgszüge rahmen die Insel im Südosten, Nordwesten und Osten ein, die wenig spektakuläre Serra de Llevant und die berühmte, über weite Strecken nicht besiedelte Serra de Tramuntana, in der die höchsten Berge der Insel, der Puig Major (1.445 Meter), der Puig Massanella (1.348 Meter), der Puig Tomir (1.103 Meter), der Puig de l´Ofre (1.091 Meter), der Puig d´es Teix (1.064 Meter) und der Puig Tossals (1047 Meter) liegen. Die höchsten Berge
- Puig Major (1445 m Höhe ü. N.N.)
- Massanella (1348 m Höhe ü. N.N.)
- Tomir (1103 m Höhe ü. N.N.)
- L'Ofre (1090 m Höhe ü. N.N.)
- Alfabia (1067 m Höhe ü. N.N.)
- Teix (1064 m Höhe ü. N.N.)
- Tossals (1047 m Höhe ü. N.N.)
- Galatzó (1025 m Höhe ü. N.N.)
- Es Cornador (1009 m Höhe ü. N.N.)
- Puig Raig (1002 m Höhe ü. N.N.) In den drei Gebirgszügen Mallorcas findet sich auch der bekannte Canyon Torrente de Pareis und die beiden Trinkwasser-Speicher-Seen Cúber und Gorg Blau sowie im Osten die Serra Artana mit dem höchsten und kompaktesten Massiv der östlichen Bergkette. Acht niedrige Berge gehören dazu, wobei der Puig de Ferrutx (552 Meter) der höchste ist und Puig d´en Mir (256 Meter) der niedrigste. Das Gebiet von Caps de Ferrutx mit seinen Felseinschnitten ist Schutzraum für Fischadler und Wanderfalke.

Geschichte

Ereignisse

Wanderfalke
- um 3500 v. Chr: Aus dieser Zeit stammen erste prähistorische Spuren.
- um 1500 v. Chr: Die Talayot-Kultur, die balearische Variante der Bronze- und Eisenzeit beginnt. Die Talayot-Kultur steht in Handelsbeziehungen mit den Phöniziern und Griechen.
- 123 v. Chr.: Römische Invasion. Caecillius Metellus Balearicus gründet die Städte Pollentia (heute Alcúdia) und Palma (von lateinisch palma, Siegespalme).
- 450 n. Chr: Die Vandalen erobern die Balearen.
- 534 n. Chr: Byzantinische Truppen erobern Mallorca.
- 902: Mallorca wird von den Mauren erobert.
- 1229: Im Rahmen der Reconquista wird Mallorca von den aragonischen Truppen unter Jaume I. erobert.
- 1276: Jaume II. ruft das Königreich Mallorca aus.
- 1349: Pedro IV. von Aragón vertreibt Jaume III. und in der Folge wird Mallorca aragonische Provinz. Bis zur Autonomie von 1983 wird die Insel vom Festland her regiert.
- 19. Jahrhundert: Anfang des Tourismus. Berühmt ist der Aufenthalt des polnischen Komponisten Frédéric Chopin und der französischen Schriftstellerin George Sand in Valldemossa.
- 1936: Im Spanischen Bürgerkrieg fällt Mallorca in den Machtbereich der Falange.
- 1960er Jahre: Der Massentourismus setzt ein.
- 1978: Spanien wird parlamentarische Monarchie.
- 1983: Die Balearen werden autonome Region.

Frühgeschichtliche Ansiedlungen


- Capocorb Veli (Llucmajor)
- Ses Talaies de Can Jordi (Santanyi)
- Poplado Talaiótico de S'Illot (S'Illot)
- Talaiot de Sa Canova (Ctra. Artà - Colonia de Sant Pere)
- Ses Païsses (Artà)
- Necròpoli de Son Real (Can Picafort)
- Poblado Talaiótico de Son Fornès (Montuïri)
- Novetiforme Alemany (Magaluf/Calvià)

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist geprägt von Tourismus. 1960 besuchten 360.000 Touristen die Insel, 1970 sind es bereits mehr als 2 Millionen. Heute liegt die Zahl der Besucher bei knapp 22 Millionen. Der neue Flughafen Son Sant Joan könnte bis zu 25 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen. Insgesamt stehen den Gästen rund 314.000 gemeldete Hotelbetten in 1.300 Hotelanlagen zur Verfügung (Stand 2005) damit liegt die Insel deutlich vor der zweitwichtigsten Touristenregion Spaniens, Katalonien. Die Mehrzahl der Touristen stammt aus Deutschland und Großbritannien. Geradezu zum Symbol für den deutschen Massentourismus, der jedoch weite Teile der Insel nicht berührt, ist der Ort S'Arenal geworden. Es gibt aber auch eine nicht geringe Zahl von Individualtouristen, die etwa in der Serra de Tramuntana wandern oder Rad fahren und einige zehntausend ausländische Residenten, die sich auf Mallorca niedergelassen haben und sich zum Teil in die dortige Gesellschaft zu integrieren versuchen. Rad Daneben sind Landwirtschaft, Bergbau (vor allem Marmorabbau), Leichtindustrie (Leder, Keramik, Perlen, Glas) sowie Fischerei bedeutende Wirtschaftszweige. Siehe auch: Glas auf Mallorca, Kohleindustrie auf Mallorca, Eisenbahnen auf Mallorca, Agrarprodukte auf Mallorca, Ökologische Landwirtschaft auf Mallorca, Integrierte Landwirtschaft auf Mallorca, Kunstperlen-Majòricas Die Mallorquiner erwirtschaften eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Spaniens: EUR 17.000 gegenüber EUR 13.500 im spanischen Durchschnitt. Haupteinkommensquelle ist mit 75 Prozent der Dienstleistungbereich Tourismus gefolgt von der Bauindustrie mit rund 10 Prozent. Fast drei Viertel der Insel sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Landwirtschaft stellt 11 Prozent der Arbeitsplätze der Insel, trägt aber nur 2,5 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei.

Orte

Pro-Kopf-Einkommen Alaró - Alcúdia - Algaida - Andratx - Arenal - Ariany - Artà - Banyalbufar - Binissalem - Búger - Bunyola - Cala d'or - Cala Figuera - Cala Millor - Cala Ratjada - Cala Santanyí - Calas de Mallorca - Calvià - Can Picafort - Campanet - Campos - Canyamel - Capdepera - Consell - Costitx - Deià - Escorca - Esporles - Estellencs - Felanitx - Fornalutx - Inca - Lloret de Vistalegre - Lloseta - Llubi - Llucmajor - Magaluf - Manacor- Mancor de La Vall - Maria de La Salut - Marratxi - Montuiri - Muro - Palma - Paguera -Porto Cristo - Petra - Platja de Palma - Pollença - Porreres - Puigpunyent - S'Arenal - Sa Calobra - Sa Pobla - Santa Eugènia - Santa Margalida - Santa Maria del Camí - Santanyí - Santa Ponsa - Sant Joan - Sant Llorenç des Cardassar - Selva - Sencelles - Ses Salines - Sineu - Sóller - Son Servera - Valldemossa - Vilafranca de Bonany

Häfen


- Palma (Seehafen, Yachthafen, Fischereihafen)
- Port d'Andratx (Yachthafen, Fischereihafen)
- Port d'Alcudia (Yachthafen, Fischereihafen)
- Portochristo (Fischereihafen)
- Cala Ratjada (Fischereihafen)
- Colònia de Sant Jordi (Fischereihafen)
- Santanyi (Fischereihafen)
- Port de Pollença (Yachthafen, Fischereihafen)
- Portocolom (Fischereihafen)
- Port de Soller (Fischereihafen)
- Portals Nous (Yachthafen)
- S'Arenal (Yachthafen)
- Cala d'Or (Yachthafen)
- Ca'n Picafort (Yachthafen)

Klöster und Einsiedeleien


- Santuario de Cura (Puig de Randa, Algaida, in 540 m Höhe)
- Santuario de Monti - Sion (Porreres, in 263 m Höhe)
- Ermita de Sant Miquel (Montuïri, in 246 m Höhe)
- Ermita de Bonany (Petra, in 317 m Höhe)
- Santuario de Sant Salvador (Felanitx, in 510 m Höhe)
- Ermita de Betlem (Artà)
- Ermite de la Victòria (bei Alcudia, in 400 m Höhe)
- Santuario de Puig de Maria (Pollença, in 333 m Höhe)
- Santuario de Lluc (Escorca/Llucin 550 m Höhe)
- Ermita de Santa Magdalena (Inca, in 304 m Höhe)
- Ermita de la Trinitat (Valldemossa, in 540 m Höhe)
- Cartuja de Valldemossa

Sehenswürdigkeiten

Cartuja de Valldemossa Cartuja de Valldemossa
- Canyon Torrente de Pareis - an der Westküste nördlich Sóller, bei sa Calobra gelegen
- Castell de Bellver - Festungsanlage in Palma
- Castell d'Alaro (Puig de Alaro, ca. 13 Jh., in 825 m Höhe)
- Castell de Rey (Pollença, ca. 13. Jh., in 476 m Höhe)
- Castell de Capdepera (Capdepera, 13. Jh.)
- Castell de Santueri (Felanitx, 14. Jh., in 320 m Höhe)
- Cap Formentor - das Nordkap
- Coves d'Artà - Höhle in der Nähe von Artà
- Coves del Drac - Tropfsteinhöhle mit großem unterirdischem See bei Porto Cristo
- Cuevas de Campanet - Höhle im Nordwesten zwischen Inca und Alcúdia
- Cuevas dels Hams - Tropfsteinhöhle bei Porto Cristo
- Cuevas de Gènova - Höhle nahe Palma
- Der rote Blitz - eine nostalgische Bimmelbahn von Palma nach Sóller
- Es Baluard - Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst Palma
- Kloster Lluc im Nordwesten
- Planetarium Mallorca in Costitx
- Ses Païsses - Talayot-Siedlung bei Artà Artà

Literaturhinweis

Zwischen 1869 und 1891 erschien bei Brockhaus in Leipzig ein neunbändiges Monumentalwerk des berühmten Reisenden Erzherzog Ludwig Salvator, es ist heute noch ein zuverlässiges und genaues Zeugnis der Zeit. Titel: Die Balearen in Wort und Bild.

Siehe auch


- Strände und Buchten auf Mallorca
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet

Weblinks


- [http://www.conselldemallorca.net/default.php Consell de Mallorca - Inselrat/Regierung]
- [http://www.palmap.info/ Landkarte Mallorca]

Deutschsprachige Medien


- [http://www.inselradio.com/ Mallorca Radio mit Livestream]
- [http://www.mallorcamagazin.net/ Mallorca Magazin]
- [http://www.mallorcazeitung.com/ Mallorca Zeitung]
- [http://www.teleweb-mallorca.com/ Mallorca TV à la carte]
- Kategorie:Balearische Inseln ! ja:マヨルカ島

Menorca

Menorca ist die östliche Insel der spanischen autonomen Region Balearen. Auf Menorca leben ca. 80.000 Einwohner auf 694,39 Quadratkilometern. Der Hauptort ist Maó (spanisch: Mahon).

Geografische Daten

Maó Menorca hat eine Ausdehnung von ca. 700 km2 von Kap La Mola bis zur Landzunge Bajoli. Die Insel ist etwa 50 km lang und in Nordsüdrichtung 16  km breit. Die Insel prägen zwei Regionen: Tramontana die Berge im Norden und Migjorn im Süden. Als Folge von geologischen Faltungen ist die Tramontana schroff; an seiner zerklüfteten Küste befinden sich Naturhäfen von außerordentlicher Schönheit. Im Gegensatz dazu hat der Süden ein sanftes Relief mit tiefen Schluchten. Die Küste ist geradliniger mit Felsen und langen Sandstränden. In der Mitte der Insel ragt der 358 m hohe Monte Toro empor, von dem aus man einen herrlichen Rundblick über Menorca hat. Die 117,3 km lange Küstenlinie bietet zahlreiche Abwechslungen: Steilküsten, abgeschiedene stille Buchten und lange sonnige Strände sowie einige Naturhäfen. Maó

Vorgeschichte

Die Spuren menschlicher Besiedlung kann man bis in die Altsteinzeit, d.h. bis 6000 Jahre v. Chr., zurückverfolgen. Wahrscheinlich gelangten die ersten Siedler mit kleinen Booten von der französischen Mittelmeerküste zu den Balearen. Der älteste Hinweis auf die Existenz von Siedlern datiert aber aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Der älteste Kultbautyp ist das Hypostylon. Ein etwa 1,5 m in den Boden eingetieter Raum mit Seitenmauerwerk und Pilastern. In der Mitte kleine Säulen deren Kapitelle die Deckenplatten tragen. Die jüngste eigenständige Kultbaueinheit ist die Taula. Taula Taula Taula 1995 und 1997 wurden auf Menorca in den Höhlen von Es Càrritx und Es Mussol im Westen der Insel außergewöhnliche archäologische Entdeckungen gemacht. In Es Càrritx trafen die Speleologen auf eine intakte Kollektivbestattung aus der Spätbronzezeit. Die etwa 35.000 Menschenreste, 4.000 Keramikfragmente, 170 Metallobjekte, mehrere hundert Knochenknöpfe und Fayenceperlen befanden sich noch so wie sie nach der letzten Bestattung in der ersten Kammer um 820 vor Chr. liegen geblieben waren. Etwa 90 Meter vom Eingang entfernt entdeckte man ein Versteck, in dem Holz-, Metall- und Keramikgegenstände lagen, unter denen eine Reihe von bisher unbekannten Holz- und Hornzylindern mit menschlichem, rot gefärbtem Haar Aufsehen erregte. Nicht weniger beeindruckend sind die Funde aus Es Mussol: unter anderem entdeckte man in einer kleinen Kammer im Höhleninneren verschiedene Holzschnitzereien, insbesondere zwei Köpfe mit deutlich menschlichen Zügen. Erforschung dieser außerordentlich reichen ideologischen und rituellen Hinterlassenschaften stellt eine besondere Herausforderung für die bisher entwickelte archäologische Theorienstruktur dar. In der Monographie "Ideologie und Gesellschaft auf dem prähistorischem Menorca" werden die vollständigen Resultate der Untersuchung beider Höhlen vorgelegt. Die Fülle megalithischer Monumente fasziniert den Besucher - die Taulas, riesige Steintische, die Talayots der Talayot-Kultur, die Hypostyloi und die Navetas genannten Bauten aber auch die prähistorischen Höhlen machen Menorca zu einem einzigartigen Freilichtmuseum.

Geschichte

Menorca wurde von vielen Völkern beeinflußt: Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Mauren, Spanier, Briten und Franzosen. Der zum ersten Mal genannte Name der Insel war Nura - Feuer auf phönizisch. Zur Zeit der Römer hieß die Insel Minor - die kleinere, woraus dann Menorca wurde. Die beiden größten Städte der Insel: Franzosen
- Maó - an einem der größten Naturhäfen des Mittelmeeres gelegen. Der Aufschwung der Stadt begann unter der Herrschaft der Briten im 18. Jahrhundert. Aus strategisch-politischen Gründen wurde Maó 1722 zur Hauptstadt erklärt. Heute als pulsierendes, bürgerliches Zentrum vereint in sich englischen Stil mit mediterraner Atmosphäre. Hauptstadt
- Ciutadella - Die ehemalige Inselhauptstadt hat sich bis heute ihren mittelalterlichen Charme bewahren können. Mit ihrem pittoresken Hafen, den Kirchen, Adelspalästen und engen, romantischen Altstadtgassen stellt sich Ciutadella als Hüterin der Traditionen und gleichzeitig lebhafte Metropole im Westen der Insel dar.

Gemeinden

Menorca ist in acht Gemeinden aufgeteilt:
- Alaior (spanisch: Alayor)
- Es Castell (spanisch: Villacarlos)
- Ciutadella de Menorca (spanisch: Ciudadela de Menorca)
- Ferreries (spanisch: Ferrerias)
- Maó (spanisch: Mahón)
- Es Mercadal
- Es Migjorn Gran (spanisch: Sant Cristóbal)
- Sant Lluís (spanisch: San Luis)

Landschaft

Außerhalb dieser beiden Städte wird das Bild der Insel vor allem von geruhsamer Beschaulichkeit geprägt: unzählige von Steinmauern gesäumte Felder, weißgetünchte Bauernhöfe mit alter Käsetradition, idyllische Dörfer, malerische Fischerorte ... Sant Lluís Die Insel umschließt ein fast vollständiger Wanderpfad entlang der Küste. Die südliche Inselseite ist geprägt durch felsige Hügel in die Bäche tiefe Täler (Barranc) gegraben haben. In diesen Schluchten, bedingt durch das geschützte, relativ feuchte Klima, findet sich im Kontrast der sonst etwas kargen Landschaft eine üppige Pflanzenwelt. Einige dieser reizvollen Schluchten sind über Wege erreichbar. Im "Barranc de Trebalúger" wird das besondere, geschützte Klima zu Anbau von Südfrüchten genutzt. An der Nordspitze Menorcas dem "Cap de Cavalleria" ist eine fast 100 Meter tiefe Steilküste. Sant Lluís Wegen der späten Erschließung durch den Tourismus konnte Menorca sich vor der Zerstörung durch Siedlungen weitgehend bewahren. Im Jahre 1993 wurde die Insel zu einem Biosphärenreservat erklärt. Heute steht fast die Hälfte der Insel unter Landschafts- und Naturschutz. Viele unbebaute Strände und ursprüngliche Landschaften sind somit erhalten geblieben.

Strände

Ähnlich wie Mallorca besitzt Menorca eine Vielzahl von Stränden und Badebuchten. Die schönste Badebucht sollte die Cala Santa Galdana sein. Hinsichtlich der Beschaffenheit der Strände unterscheiden sich die der Nordküste (mehr dunkel und grobkörnig) und der Südküste (hell und feinsandig) recht deutlich. Da auf Menorca recht oft ein starker Nordwind weht, sollte man als Badeurlauber eher die Südküste besuchen, während die Surfer an der Nordküste, insbesondere bei Fornells, besser aufgehoben sind.

Siehe auch


- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet

Literatur


- P. Castro, V. Lull, R. Micó.: Cronología de la prehistoria reciente de la península Ibérica y Baleares (c. 2800-900).
- Walkowitz J.E.: Das Megalithsyndrom. Band 36 in Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas, 2003. ISBN 3-930036-70-3

Weblinks


- [http://www.cime.es/ Consell Insular de Menorca (mehrsprachig auch deutsch)]
- [http://www.menorca-info.de/ Menorca-Info.de (deutsch, englisch, spanisch)]
- [http://www.menorca-web.de menorca-web.de]
- [http://www.privaturlaub-auf-menorca.de/ Menorca Info] Kategorie:Archäologie Kategorie:Balearische Inseln

Formentera

Formentera ist die kleinste bewohnte Insel der spanischen Autonomen Region Balearen. Sie bildet zusammen mit Ibiza und einigen kleineren Inseln die Inselgruppe der Pityusen. Formentera liegt ca. 20 km südlich von Ibiza, ist 19 km lang und hat ca. 7.500 Einwohner. Insgesamt ist die Insel 82 km² groß. Der Hauptort der Insel ist Sant Francesc de Formentera (span: San Francisco de Formentera). Da die Insel nur mit der Fähre von Ibiza aus erreichbar ist, ist der Tourismus dort nicht ganz so stark ausgeprägt wie auf den übrigen Balearen-Inseln. In den letzten Jahren jedoch war die Insel in den Monaten Juli und August fast zu 100 Prozent ausgebucht. Die Insel ist relativ flach und aufgrund der kurzen Entfernungen eignet sie sich deshalb gut für Ausflüge mit dem Fahrrad. Lediglich die Strecke zum Inselteil La Mola ist beschwerlich mit dem Fahrrad zurückzulegen, da fast 200 Höhenmeter zu überwinden sind. An den Stränden der Insel ist fast überall Nacktbaden erlaubt, während Ibiza nur die beiden offiziellen Nacktbadestrände Aguas Blancas und Es Cavallet hat. Man beachte die Fährverbindungen hauptsächlich in den Wintermonaten. Die Fährzeiten sind unterschiedlich (Schnellfähre ca. 25-40 Minuten, Autofähre ca. 1 Std.) Der Preis ist sehr unterschiedlich, momentan 17 EUR pro Person (Schnellfähre für Touristen einfache Fahrt).

Geschichte

Formentera war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr., wie u. a. die megalithische Grabstätte Ca na Costa beweist. Für die phönizische und punische Zeit gibt es keinerlei Anzeichen eines Siedlungsnetzes, was umso mehr verwundert, da Ibiza zu dieser Zeit ein bedeutendes Zentrum im westlichen Mittelmeerraum war. In römischer Zeit gab es auf Formentera eine umfangreiche Bevölkerung, worauf zahlreiche Funde deuten. Das Kastell in der Nähe von Es Caló stammt aus spätrömischer Zeit. Die Römer nannten die Insel Frumentaria (die Fruchtbare) und nutzten sie wegen des fruchtbaren Bodens und der damals reichhaltigen Süßwasservorkommen als Kornkammer. Nach dem Untergang des römischen Reiches übernahmen die Wandalen die Herrschaft über alle balearischen Inseln, danach das byzantinische Reich. Im Jahr 859 wurde Formentera, wie auch Mallorca und Menorca, von plündernden Wikingern heimgesucht. Seit Beginn des 10. Jahrhunderts gehörte Formentera zum arabischen Machtbereich. Im Jahr 1235 eroberte der katalanische König Jaume I. (Jakob I., der Eroberer) Ibiza und Formentera. Seitdem besitzt Formentera seine katalanische Identität. Mit dem Versiegen der Quellen ging die Landwirtschaft immer mehr zurück, und aufgrund ständiger Piratenangriffe wurde die Insel im 16. Jahrhundert schließlich völlig entvölkert und erst 200 Jahre später von Ibiza aus wieder besiedelt.

Formentera heute

16. Jahrhundert]] Die Insel war in den 1960er und 1970er Jahren bei Hippies sehr beliebt, die damals von Ibiza herüberkamen. Dies ist auch heute noch zu spüren. Unter anderem wird Formentera mit Pink Floyd, King Crimson und Bob Dylan in Verbindung gebracht; letzterer soll für ein halbes Jahr in einer stillgelegten Mühle auf der Hochebene La Mola gewohnt haben. Chris Rea lebte ebenfalls dort, und der Trailer seines Titels "On the beach" ist hier gedreht worden. Überbleibsel dieser Hippie-Zeit sind die Kult-Kneipe mit Restaurant Fonda Pepe oder die Gitarrenbauerschule Formentera Guitars, sowie der sonntägliche Hippiemarkt in Pilar (La Mola). Der auf der Insel lebende Schriftsteller Niklaus Schmid hat über die Zeiten der 1960er und 1970er Jahre ein zum Kult gewordenes Buch geschrieben: "Formentera - eine Insel auf dem Weg zur Legende" Der Film Lucía y el sexo wurde zum Teil auf Formentera gedreht. Im Film wird jedoch nie der Name der Insel erwähnt, es wird nur auf 'Die Insel' verwiesen. Schon auf dem Kinoplakat des Filmes ist jedoch im Hintergrund der Leuchtturm am Cap de Barbaria zu sehen.

Siehe auch


- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet

Weblinks


- [http://www.formentera.es formentera.es - Website der Inselverwaltung mit gutem Adress- und Telefonregister (mehrsprachig)]
- [http://www.fonda.de fonda.de - Über 1500 registrierte Inselfans, drei Foren und unendlich viele Infos über Formentera]
- [http://www.formentera-island.de formentera-island.de - Sehr ausführliche und informative private Seite über Formentera] Kategorie:Balearische Inseln als:Formentera

Cabrera (Insel)

Cabrera (dtsch. Ziegeninsel) ist eine der kleineren zu Spanien gehörenden Balearischen Inseln, sie befindet sich südlich von Mallorca im Mittelmeer.

Lage und Ausdehnung

Cabrera ist maximal ca. 7 km lang und 5 km breit, die Fläche beträgt 17 km², sie ist die größte Insel eines Mallorca südlich vorgelagerten Felsinsel-Archipels, zu dem (von Süden nach Norden) auch Estells de Fora, L'Imperial, Cabrera selbst, Illa de ses Bledes, Na Redona, Illa dels Conils, L'Esponja, Na Plana, Illot Pla, Na Pobra und Na Foradada gehören. Der gesamte Archipel ist Nationalpark und praktisch unbewohnt, abgesehen von der Garnison und einigen wenigen zivilen Bewohnern. Geologisch gehört die Insel zu Mallorca, vor ca 15000 Jahren wurde Cabrera von Mallorca abgetrennt. Administrativ ist die Insel ein Bestandteil von Palma. Sie liegt 17 km vor der Küste Mallorcas.

Landschaft

Das Landschaftsbild ist ziemlich felsig und verkarstet, wofür die dort lebenden wilden Ziegen verantwortlich sind, die mit ihrem Appetit auf frisches Grün jeden Baumwuchs im Keim ersticken. Insgesamt ist die Insel relativ flach, mit vielen felsigen Buchteinschnitten, darunter ein sehr großer, windgeschützten Naturhafen. Die höchste Erhebung ist 172 Meter hoch. Es gibt mehrere Höhlen, berühmt die die Cueva Azul, die blaue Grotte. Seit 1991 ist der Archipel ein Nationalpark.

Buchten

vom Hafen aus im Uhrzeigersinn:
- Cala Gandulf
- Cala Santa Maria
- Cala Ambuxa
- Cala des Governador
- Cala des Calamars
- Cala Anciola
- Cala Coll Roig
- Cala Mal Entredor
- Cala Galiota

Kaps

ebenfalls vom Hafen aus im Uhrzeigersinn:
- Cap Xurigué
- Cap d'es Moro Botí
- Cap Ventós
- Cap de sa Carabassa
- Cap Falcó
- Punta de Anciola (mit Leuchtturm)
- Cap Vermell
- Cap de LLebeitx

Höhlen


- Cueva Azul
- Cueva des Mastral
- Cueva del Amich

Kleine vorgelagerte Inseln


- S'Illa de ses Bledes
- L'Imperial
- S'Estell de s'Esclata Sang
- S'Estell de FOra
- S'Estell Xapat
- S'Estell des Coll
- S'Illa de ses Rates

Militärische Nutzung

Der geschützte Naturhafen weckte schon früh das Interesse des Militärs, da hier auch große Schiffe windgeschützt ankern können. Im 14. Jahrhundert wurde bereits eine Burg zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet, im 19. Jahrhundert wurden von Spanien französische Kriegsgefangene auf der Insel interniert, und im 20. Jahrhundert, während des ersten Weltkrieges, wurde die Insel zu Gunsten des Militärs enteignet und eine Garnison errichtet. Diese besteht noch heute. Die Insel ist militärisches Sperrgebiet, so daß die Besichtigung mit Einschränkungen verbunden ist.

Geschichte

Schon die Römer kannten die Insel, und Plinius (ob der Jüngere oder Ältere ist ungeklärt) hat hier den Geburtsort von Hannibal vermutet. Während der Napoleonischen Kriege wurde Cabrera von Spanien als Internierungslager für französische Gefangene verwendet. Etwa 9.000 französische Gefangene wurden seinerzeit auf die unbewohnte Insel deportiert und sich selbst überlassen. Ohne Wasser, ohne Nahrungsmittel. Nur 3.000 der Gefangenen überlebten. Ein Denkmal in der Mitte der Insel erinnert heute an das fast vergessene Kriegsverbrechen.

Sehenswürdigkeiten


- Cueva Azul, eine 160 Meter lange und 50 Meter breite Grotte, an der Nordseite der Cala Gandulf, die durch Reflexionen auf dem sandigen Grund blau schimmert
- Festungsturm aus dem 14. Jahrhundert zum Schutz vor Seeräuberüberfällen
- Denkmal von 1847 zur Erinnerung an die ermordeten französischen Kriegsgefangenen
- Seemannsfriedhof
- Leuchtturm auf dem Punta de Anciola

Besuch

Ausflugsboote verkehren vor allem von Colonia St. Jordi und benötigen für die Überfahrt eine Stunde. Für den privaten Besuch per Boot ist eine staatliche Genehmigung erfordertlich, es gibt eine Warteliste, da die Anzahl der Genehmigungen pro Tag auf 50 beschränkt ist. Es darf nur im Hafen geankert werden. Siehe auch: Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet Private Boote dürfen auf keinem Fall ankern. Der Meeresgrund in diesem Naturschutzgebiet würde beschädigt. Festgemacht wir an Mooring - Tonnen. Der Aufenthalt ist befristet: 1 Nacht im Juli und August; 2 Nächte im Juni und September und bist zu 7 Nächte in der übrigen Zeit.

Weblinks


- [http://www.mma.es/parques/lared/cabrera/imagenes/cabrera.jpg Übersichtskarte des Cabrera-Archipels]
- [http://www.teleweb-mallorca.com/DE/paginas/118_cabrera.htm Zweieinhalbminütiges Video über Cabrera] Kategorie:Balearische Inseln Kategorie:Mallorca

Els Foners Balears

Els Foners Balears - Steinschleuderer

Die Urbevölkerung der Balearen ist vermutlich von der Iberischen Halbinsel aus eingewandert; erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Die ersten Jäger stammen aus dieser Zeit, die eine Schleuder und als Projektile Steine in einer ei- oder kugelähnlichen Form benutzten. Später wurde diese Technik auch als Verteidigungswaffe eingesetzt. Die Treffsicherheit war schon damals enorm. Wurfweiten von mehr als 150 Meter sind durch Rekonstruktion und Versuche belegt. Die Projektile hatten ein Gewicht zwischen 100 und 500 Gramm. Die hohe Kunst des Steinschleuderns machte später die Ur-Mallorquiner zu beliebten und gut entlohnten Söldnern in den karthagischen und römischen Armeen.
- um 1500 v. Chr: Die Talayot-Kultur, die balearische Variante der Bronze- und Eisenzeit, beginnt. Aus dieser Zeit stammen die ersten Funde über die Steinschleuderer Els Foners, die nun nicht nur Steine als Geschosse verwendeten, sondern auch Bronze- und Eisengeschosse. Die Bronze-Projektile waren zum Teil mit Gravuren zum Hohn der Gegner versehen. Es wurden nicht nur natürliche Steine benutzt, sondern auch eigens behauene Steine. Gegen die Invasion der Römer wurden die Foners aktiv eingesetzt und leisten einen erheblichen Widerstand gegen die römischen Truppen. Vor der Küste von Polença wurden mit dieser Steinschleudertechnik ganze Schiffe der Römer versenkt.
- 123 v. Chr.: Römische Invasion. Caecillius Metellus Balearicus gründete die Städte Pollentia (heute Alcúdia) und Palma (von lateinisch palma, Siegespalme). Durch eine geschickte Anordnung von zwei Werfergruppen erzielten die Foners einem Vorhang gleichenden Abwehrriegel, so dass der Gegner keine Chance hatte unverletzt durchzukommen. Die Wucht der Geschosse war (und ist noch heute) so groß, das dem Gegner förmlich der Kopf vom Leibe getrennt wurde. Die Wurffrequenz jedes einzelnen Werfers lag wesentlich höher als bei einem Bogenschützen. Seit dem Jahre 2001 gibt es wieder mehrere Vereine auf den Baleareninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera, die diese Tradition bewahren. Jährlich werden die Balearen-Meisterschaften ausgetragen. Es gibt ein eigens dafür geschriebenes Regelwerk. Zum Beispiel wurde das Projektilgewicht auf 250 Gramm für die Wettbewerbe im Freien festgelegt. Auch die Zielscheibe und Distanz wurde definiert. Rekordreichweite unter Bedingungen der überlieferten Waffen und Geschossen wurden mit 177 Meter bei einem Trefferfeld von 20 Zentimeter erreicht. Zum Training und bei Wettbewerben in der Halle werden normale Tennisbälle eingesetzt. Es ist tatsächlich eine Waffe und gehört nicht in Kinderhand. An dieser Stelle sei auch gewarnt vor Selbstversuchen, besser ist es unter sachkundiger Anleitung diese alte Jagdtechnik auszuprobieren.

Weblinks


- [http://www.tirdefona.com/ Vereine und Federacio Balears de Tir de Fona] Siehe auch: Schleuder (Waffe) Kategorie:Mallorca

Sierra Nevada (Spanien)

Die Sierra Nevada (spanisch für "verschneites Gebirge") ist mit 3.482 m das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, das in der Regel bis etwa zum Monat Mai noch eine Schneehaube trägt. Es liegt im Süden Spaniens in der Autonomen Region Andalusien und ist ein Teil der Betischen Kordillere. Seit 1999 ist das Kerngebiet von 86.208 Hektar als Nationalpark geschützt. Nationalpark Die Sierra Nevada zieht sich an der südlichen Seite weitgehend in Nähe der gesamten südlichen Mittelmeerküste Spaniens entlang. Teilweise reichen die Steilhänge bis direkt in das Mittelmeer, wie zum Beispiel in und um Almería. Entstanden ist die Sierra Nevada durch das Aufstauchen der europäischen Erdplatte, unter die sich hier die afrikanische schiebt. Daher ereignen sich mehrfach im Jahr kleinere Erdbeben. Bedingt durch die Sierra Nevada ist auch die Costa Tropical entstanden, die Sierra Nevada sowie Ausläufergebirge bilden klimatisch gesehen die Nordgrenze der Costa Tropical. Die höchste Erhebung ist der Mulhacén (3482 m über NN), gefolgt vom Pico del Veleta (3398 m über NN) und Alcazaba (3392 m über NN). Über die Ortschaft Sol y Nieve erreicht man den Gipfel des Pico del Veleta über die höchstgelegene Landstraße Europas. Sol y Nieve ist ein künstlich entstandener Wintersportort, in dem 1995 die alpine Skiweltmeisterschaft stattfinden sollte. Da aber ausgerechnet in jenem Jahr in der Sierra Nevada Schneemangel herrschte, wurde sie auf das Jahr 1996 verschoben. Außerdem fand hier die Mountainbike-Weltmeisterschaft 2000 statt.

Weblinks


- [http://www.caingram.info/Sierra_nevada.htm Fotos aus der Sierra Nevada]
- [http://www.go-sierra-nevada.com/index_de.html go-sierra-nevada.com] Informationen zu Ski, Snowboarden, Unterkünften, Wetter
- [http://www.wandern-in-andalusien.de/html/sierra_nevada.html Sierra Nevada] Website zu Natur, Landschaft und Wandermöglichkeiten in der Sierra Nevada Kategorie:Gebirge Kategorie:Geographie (Spanien) Kategorie:Nationalpark in Spanien

Mallorca

Mallorca ist eine spanische Insel. Sie liegt im westlichen Mittelmeer, rund 200 Kilometer von València, Barcelona und Algier entfernt. Mit 3.640 Quadratkilometern ist sie die größte Insel der Balearen, rund 110 Kilometer sind es in der Länge von Sant Elm bis Cap de Formentor und 70 Kilometer in der Breite. Die Hauptstadt ist Palma.

Einwohner

Auf Mallorca leben 758.823 Einwohner, davon 368.974 in der Hauptstadt Palma. Die nächstgrößeren Städte sind Calvià (42.614), Manacor (35.512), Llucmajor (28.591) und Inca (25.900). Dazu kommen zwischen 30.000 und 80.000 Ausländer mit mehr oder weniger festem Wohnsitz. ( Einwohnerzahlen Stand: 2. Januar 2005)

Sprachen

Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch (Kastilisch). Der auf der Insel gesprochene katalanische Dialekt wird Mallorquí genannt. Seit 1983 ist Mallorquí gleichberechtigte Amtssprache. In den touristischen Zentren der Insel wird zunehmend Deutsch und Englisch gesprochen. Siehe auch: Sprachen auf Mallorca.

Verwaltung

Sprachen auf Mallorca Mallorca gehört zum Autonomiegebiet der Balearen (entspricht etwa einem Bundesland). Das Autonomiegebiet wird von Palma aus vom Govern Balear regiert, jede Balearen-Insel hat einen Consell Insular (Inselrat). Mallorca ist in sechs Regionen aufgeteilt, traditionell comarques genannt, die aber keine politischen Grenzen darstellen: Palma, Tramuntana, Llevant, Pla, Raiguer, Migjorn. Politisch ist die Insel in 53 Gemeinden mit Verwaltungssitz (municipis) gegliedert.

Klima

Verwaltungssitz Mallorca genießt ein gemäßigtes subtropisches Klima, mit kurzen, milden Wintern und heißen Sommern, durchschnittlich 7,9 Sonnenstunden am Tag und durchschnittlichen Niederschlagsmengen (1.400 Millimeter pro Quadratmeter im Norden, 400 Millimeter im Süden). Siehe auch: Klimadaten Mallorca

Flora und Fauna

Klimadaten Mallorca Mallorca besitzt eine reiche Flora aus über 1.500 Arten. Die Fauna ist weniger artenreich und weist nur wenige Säugetier-Arten, jedoch sehr viele Vogel-Arten auf. Die einzigen wildlebenden größeren Säugetiere sind verwilderte Hausziegen in der Serra de Tramuntana. Bemerkenswert sind der endemische Balearen-Sturmtaucher (Puffinus mauretanicus), Purpur- und Seidenreiher, Zwergrohrdommel, Mönchsgeier sowie der Rosa-Flamingo. Darüberhinaus gibt es Reptilien und Amphibien, darunter die erst Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wiederentdeckte, endemische Mallorca-Geburtshelferkröte. Siehe auch: Flora auf Mallorca Liste der Arten auf Mallorca

Nationalparks


- Archipiélago de Cabrera

Naturparks


- L'Albufera des Grao, la illa d'en Colom i el cap de Favàritx
- Cala D’Hort
- Sa Talaia
- Mondragó
- Llevant
- S´Albufera de Mallorca
- Sa Dragonera

Naturreservate


- Cap des Freus
- Cap Farrutx
- Es Vendrà y Es Vendranell
- Islotes de Ponent
- S'Albufereta

Naturdenkmäler


- Ses Fonts Ufanes

Gebirge, Täler, Seen

Sa Dragonera Drei Gebirgszüge rahmen die Insel im Südosten, Nordwesten und Osten ein, die wenig spektakuläre Serra de Llevant und die berühmte, über weite Strecken nicht besiedelte Serra de Tramuntana, in der die höchsten Berge der Insel, der Puig Major (1.445 Meter), der Puig Massanella (1.348 Meter), der Puig Tomir (1.103 Meter), der Puig de l´Ofre (1.091 Meter), der Puig d´es Teix (1.064 Meter) und der Puig Tossals (1047 Meter) liegen. Die höchsten Berge
- Puig Major (1445 m Höhe ü. N.N.)
- Massanella (1348 m Höhe ü. N.N.)
- Tomir (1103 m Höhe ü. N.N.)
- L'Ofre (1090 m Höhe ü. N.N.)
- Alfabia (1067 m Höhe ü. N.N.)
- Teix (1064 m Höhe ü. N.N.)
- Tossals (1047 m Höhe ü. N.N.)
- Galatzó (1025 m Höhe ü. N.N.)
- Es Cornador (1009 m Höhe ü. N.N.)
- Puig Raig (1002 m Höhe ü. N.N.) In den drei Gebirgszügen Mallorcas findet sich auch der bekannte Canyon Torrente de Pareis und die beiden Trinkwasser-Speicher-Seen Cúber und Gorg Blau sowie im Osten die Serra Artana mit dem höchsten und kompaktesten Massiv der östlichen Bergkette. Acht niedrige Berge gehören dazu, wobei der Puig de Ferrutx (552 Meter) der höchste ist und Puig d´en Mir (256 Meter) der niedrigste. Das Gebiet von Caps de Ferrutx mit seinen Felseinschnitten ist Schutzraum für Fischadler und Wanderfalke.

Geschichte

Ereignisse

Wanderfalke
- um 3500 v. Chr: Aus dieser Zeit stammen erste prähistorische Spuren.
- um 1500 v. Chr: Die Talayot-Kultur, die balearische Variante der Bronze- und Eisenzeit beginnt. Die Talayot-Kultur steht in Handelsbeziehungen mit den Phöniziern und Griechen.
- 123 v. Chr.: Römische Invasion. Caecillius Metellus Balearicus gründet die Städte Pollentia (heute Alcúdia) und Palma (von lateinisch palma, Siegespalme).
- 450 n. Chr: Die Vandalen erobern die Balearen.
- 534 n. Chr: Byzantinische Truppen erobern Mallorca.
- 902: Mallorca wird von den Mauren erobert.
- 1229: Im Rahmen der Reconquista wird Mallorca von den aragonischen Truppen unter Jaume I. erobert.
- 1276: Jaume II. ruft das Königreich Mallorca aus.
- 1349: Pedro IV. von Aragón vertreibt Jaume III. und in der Folge wird Mallorca aragonische Provinz. Bis zur Autonomie von 1983 wird die Insel vom Festland her regiert.
- 19. Jahrhundert: Anfang des Tourismus. Berühmt ist der Aufenthalt des polnischen Komponisten Frédéric Chopin und der französischen Schriftstellerin George Sand in Valldemossa.
- 1936: Im Spanischen Bürgerkrieg fällt Mallorca in den Machtbereich der Falange.
- 1960er Jahre: Der Massentourismus setzt ein.
- 1978: Spanien wird parlamentarische Monarchie.
- 1983: Die Balearen werden autonome Region.

Frühgeschichtliche Ansiedlungen


- Capocorb Veli (Llucmajor)
- Ses Talaies de Can Jordi (Santanyi)
- Poplado Talaiótico de S'Illot (S'Illot)
- Talaiot de Sa Canova (Ctra. Artà - Colonia de Sant Pere)
- Ses Païsses (Artà)
- Necròpoli de Son Real (Can Picafort)
- Poblado Talaiótico de Son Fornès (Montuïri)
- Novetiforme Alemany (Magaluf/Calvià)

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist geprägt von Tourismus. 1960 besuchten 360.000 Touristen die Insel, 1970 sind es bereits mehr als 2 Millionen. Heute liegt die Zahl der Besucher bei knapp 22 Millionen. Der neue Flughafen Son Sant Joan könnte bis zu 25 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen. Insgesamt stehen den Gästen rund 314.000 gemeldete Hotelbetten in 1.300 Hotelanlagen zur Verfügung (Stand 2005) damit liegt die Insel deutlich vor der zweitwichtigsten Touristenregion Spaniens, Katalonien. Die Mehrzahl der Touristen stammt aus Deutschland und Großbritannien. Geradezu zum Symbol für den deutschen Massentourismus, der jedoch weite Teile der Insel nicht berührt, ist der Ort S'Arenal geworden. Es gibt aber auch eine nicht geringe Zahl von Individualtouristen, die etwa in der Serra de Tramuntana wandern oder Rad fahren und einige zehntausend ausländische Residenten, die sich auf Mallorca niedergelassen haben und sich zum Teil in die dortige Gesellschaft zu integrieren versuchen. Rad Daneben sind Landwirtschaft, Bergbau (vor allem Marmorabbau), Leichtindustrie (Leder, Keramik, Perlen, Glas) sowie Fischerei bedeutende Wirtschaftszweige. Siehe auch: Glas auf Mallorca, Kohleindustrie auf Mallorca, Eisenbahnen auf Mallorca, Agrarprodukte auf Mallorca, Ökologische Landwirtschaft auf Mallorca, Integrierte Landwirtschaft auf Mallorca, Kunstperlen-Majòricas Die Mallorquiner erwirtschaften eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Spaniens: EUR 17.000 gegenüber EUR 13.500 im spanischen Durchschnitt. Haupteinkommensquelle ist mit 75 Prozent der Dienstleistungbereich Tourismus gefolgt von der Bauindustrie mit rund 10 Prozent. Fast drei Viertel der Insel sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Landwirtschaft stellt 11 Prozent der Arbeitsplätze der Insel, trägt aber nur 2,5 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei.

Orte

Pro-Kopf-Einkommen Alaró - Alcúdia - Algaida - Andratx - Arenal - Ariany - Artà - Banyalbufar - Binissalem - Búger - Bunyola - Cala d'or - Cala Figuera - Cala Millor - Cala Ratjada - Cala Santanyí - Calas de Mallorca - Calvià - Can Picafort - Campanet - Campos - Canyamel - Capdepera - Consell - Costitx - Deià - Escorca - Esporles - Estellencs - Felanitx - Fornalutx - Inca - Lloret de Vistalegre - Lloseta - Llubi - Llucmajor - Magaluf - Manacor- Mancor de La Vall - Maria de La Salut - Marratxi - Montuiri - Muro - Palma - Paguera -Porto Cristo - Petra - Platja de Palma - Pollença - Porreres - Puigpunyent - S'Arenal - Sa Calobra - Sa Pobla - Santa Eugènia - Santa Margalida - Santa Maria del Camí - Santanyí - Santa Ponsa - Sant Joan - Sant Llorenç des Cardassar - Selva - Sencelles - Ses Salines - Sineu - Sóller - Son Servera - Valldemossa - Vilafranca de Bonany

Häfen


- Palma (Seehafen, Yachthafen, Fischereihafen)
- Port d'Andratx (Yachthafen, Fischereihafen)
- Port d'Alcudia (Yachthafen, Fischereihafen)
- Portochristo (Fischereihafen)
- Cala Ratjada (Fischereihafen)
- Colònia de Sant Jordi (Fischereihafen)
- Santanyi (Fischereihafen)
- Port de Pollença (Yachthafen, Fischereihafen)
- Portocolom (Fischereihafen)
- Port de Soller (Fischereihafen)
- Portals Nous (Yachthafen)
- S'Arenal (Yachthafen)
- Cala d'Or (Yachthafen)
- Ca'n Picafort (Yachthafen)

Klöster und Einsiedeleien


- Santuario de Cura (Puig de Randa, Algaida, in 540 m Höhe)
- Santuario de Monti - Sion (Porreres, in 263 m Höhe)
- Ermita de Sant Miquel (Montuïri, in 246 m Höhe)
- Ermita de Bonany (Petra, in 317 m Höhe)
- Santuario de Sant Salvador (Felanitx, in 510 m Höhe)
- Ermita de Betlem (Artà)
- Ermite de la Victòria (bei Alcudia, in 400 m Höhe)
- Santuario de Puig de Maria (Pollença, in 333 m Höhe)
- Santuario de Lluc (Escorca/Llucin 550 m Höhe)
- Ermita de Santa Magdalena (Inca, in 304 m Höhe)
- Ermita de la Trinitat (Valldemossa, in 540 m Höhe)
- Cartuja de Valldemossa

Sehenswürdigkeiten

Cartuja de Valldemossa Cartuja de Valldemossa
- Canyon Torrente de Pareis - an der Westküste nördlich Sóller, bei sa Calobra gelegen
- Castell de Bellver - Festungsanlage in Palma
- Castell d'Alaro (Puig de Alaro, ca. 13 Jh., in 825 m Höhe)
- Castell de Rey (Pollença, ca. 13. Jh., in 476 m Höhe)
- Castell de Capdepera (Capdepera, 13. Jh.)
- Castell de Santueri (Felanitx, 14. Jh., in 320 m Höhe)
- Cap Formentor - das Nordkap
- Coves d'Artà - Höhle in der Nähe von Artà
- Coves del Drac - Tropfsteinhöhle mit großem unterirdischem See bei Porto Cristo
- Cuevas de Campanet - Höhle im Nordwesten zwischen Inca und Alcúdia
- Cuevas dels Hams - Tropfsteinhöhle bei Porto Cristo
- Cuevas de Gènova - Höhle nahe Palma
- Der rote Blitz - eine nostalgische Bimmelbahn von Palma nach Sóller
- Es Baluard - Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst Palma
- Kloster Lluc im Nordwesten
- Planetarium Mallorca in Costitx
- Ses Païsses - Talayot-Siedlung bei Artà Artà

Literaturhinweis

Zwischen 1869 und 1891 erschien bei Brockhaus in Leipzig ein neunbändiges Monumentalwerk des berühmten Reisenden Erzherzog Ludwig Salvator, es ist heute noch ein zuverlässiges und genaues Zeugnis der Zeit. Titel: Die Balearen in Wort und Bild.

Siehe auch


- Strände und Buchten auf Mallorca
- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet

Weblinks


- [http://www.conselldemallorca.net/default.php Consell de Mallorca - Inselrat/Regierung]
- [http://www.palmap.info/ Landkarte Mallorca]

Deutschsprachige Medien


- [http://www.inselradio.com/ Mallorca Radio mit Livestream]
- [http://www.mallorcamagazin.net/ Mallorca Magazin]
- [http://www.mallorcazeitung.com/ Mallorca Zeitung]
- [http://www.teleweb-mallorca.com/ Mallorca TV à la carte]
- Kategorie:Balearische Inseln ! ja:マヨルカ島

Cabrera

Cabrera ist der Name
- eines carlistischen Generals des Zweiten Carlistenkriegs, siehe Ramón Cabrera y Griño
- einer Insel der Balearen, siehe Cabrera (Insel).

Formentera

Formentera ist die kleinste bewohnte Insel der spanischen Autonomen Region Balearen. Sie bildet zusammen mit Ibiza und einigen kleineren Inseln die Inselgruppe der Pityusen. Formentera liegt ca. 20 km südlich von Ibiza, ist 19 km lang und hat ca. 7.500 Einwohner. Insgesamt ist die Insel 82 km² groß. Der Hauptort der Insel ist Sant Francesc de Formentera (span: San Francisco de Formentera). Da die Insel nur mit der Fähre von Ibiza aus erreichbar ist, ist der Tourismus dort nicht ganz so stark ausgeprägt wie auf den übrigen Balearen-Inseln. In den letzten Jahren jedoch war die Insel in den Monaten Juli und August fast zu 100 Prozent ausgebucht. Die Insel ist relativ flach und aufgrund der kurzen Entfernungen eignet sie sich deshalb gut für Ausflüge mit dem Fahrrad. Lediglich die Strecke zum Inselteil La Mola ist beschwerlich mit dem Fahrrad zurückzulegen, da fast 200 Höhenmeter zu überwinden sind. An den Stränden der Insel ist fast überall Nacktbaden erlaubt, während Ibiza nur die beiden offiziellen Nacktbadestrände Aguas Blancas und Es Cavallet hat. Man beachte die Fährverbindungen hauptsächlich in den Wintermonaten. Die Fährzeiten sind unterschiedlich (Schnellfähre ca. 25-40 Minuten, Autofähre ca. 1 Std.) Der Preis ist sehr unterschiedlich, momentan 17 EUR pro Person (Schnellfähre für Touristen einfache Fahrt).

Geschichte

Formentera war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr., wie u. a. die megalithische Grabstätte Ca na Costa beweist. Für die phönizische und punische Zeit gibt es keinerlei Anzeichen eines Siedlungsnetzes, was umso mehr verwundert, da Ibiza zu dieser Zeit ein bedeutendes Zentrum im westlichen Mittelmeerraum war. In römischer Zeit gab es auf Formentera eine umfangreiche Bevölkerung, worauf zahlreiche Funde deuten. Das Kastell in der Nähe von Es Caló stammt aus spätrömischer Zeit. Die Römer nannten die Insel Frumentaria (die Fruchtbare) und nutzten sie wegen des fruchtbaren Bodens und der damals reichhaltigen Süßwasservorkommen als Kornkammer. Nach dem Untergang des römischen Reiches übernahmen die Wandalen die Herrschaft über alle balearischen Inseln, danach das byzantinische Reich. Im Jahr 859 wurde Formentera, wie auch Mallorca und Menorca, von plündernden Wikingern heimgesucht. Seit Beginn des 10. Jahrhunderts gehörte Formentera zum arabischen Machtbereich. Im Jahr 1235 eroberte der katalanische König Jaume I. (Jakob I., der Eroberer) Ibiza und Formentera. Seitdem besitzt Formentera seine katalanische Identität. Mit dem Versiegen der Quellen ging die Landwirtschaft immer mehr zurück, und aufgrund ständiger Piratenangriffe wurde die Insel im