:: wikimiki.org ::
| Balkon |
Balkon
Ein Balkon [] (süddt. [] , österr. und schweiz. []) ist der Teil eines Gebäudes, der eine Plattform darstellt, vollständig aus der Wand hinausragt und von nur halbhohem Mauerwerk oder anders gearteten Balustraden, z. B. aus Metall, umgeben ist. Das Wort stammt vom althochdeutschen balko „Balken“ ab. Vor allem von oberhalb hat er oft keine sonstigen Wände, die gegen Witterung schützen. Meistens sind Balkone mit einem Geländer geschützt, haben auch teilweise seitliche Sichtblenden. Balkone befinden sich immer in einem höhergelegenen Stockwerk.
Nutzung
In Deutschland neigt man dazu die Balkone mit Balkonpflanzen zu verzieren, das heißt, sie mit Ziersträuchern, Blumen und oftmals auch Gewürzpflanzen zu verschönern. In der Sommerzeit kann man auch oft Menschen finden, die ihren Urlaub auf Balkonien verbringen und dazu auch den Grill anzünden (siehe auch Veranda und Söller). Der Begriff leitet sich dabei aus dem Grundwort Balkon ab, der um eine für Länder gebräuchliche Endung erweitert wurde. Hiermit wird ausgedrückt, dass der Nutzer dieses Jahr nicht in den Urlaub ins Ausland, z.B. Italien fährt, sondern vielmehr seine Urlaubszeit im Nahbereich der eigenen vier Wände verbringt. Insbesondere Mieter in Wohnblocks haben Balkone und sind zugleich finanziell meist schlechter ausgestattet, so dass sich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zwischen der Möglichkeit zu Urlaubsreisen und der Wohnform mit Balkon zeigt.
Ein Balkon verursacht höhere Heizkosten
An der Wand verankerte Balkone sind konstruktive Wärmebrücken. Als Alternative kann man den Balkon nicht von der Außenwand, sondern an einem Gestell mit eigenem Fundament hängen. Dieser Bau ist natürlich in der Anschaffung teurer. Eine andere Alternative ist die gesamte Balkonplatte stark zu dämmen.
Französischer Balkon
Außerdem gibt es noch den französischen Balkon. Damit wird ein Fenster bezeichnet, welches bis zum Boden reicht. Um ein Herausfallen zu verhindern, wird im unteren Bereich ein Gitter angebracht. Im Gegensatz zu einem 'normalen' Balkon gibt es hier keine Plattform.
Balkon im Theater
Mit Balkon wird außerdem der erhöhte Teil des Zuschauerraums in einem Theater bezeichnet. Es ist der unterste Rang.
Kategorie:Fassade
th:เฉลียง
Sprachgebrauch in ÖsterreichÖsterreich gehört in Mitteleuropa zum deutschen Sprachraum. Etwa 98 % der einheimischen Bevölkerung haben Deutsch als Muttersprache. Deutsch („Hochdeutsch“) ist daher in der Verfassung als offizielle Staatssprache festgeschrieben. Die moderne Sprachwissenschaft verwendet auch den Begriff "österreichisches Deutsch" und stellt ihm die Termini "Bundesdeutsch" und "schweizerisches Deutsch" gegenüber. Diese Termini stehen für das in den jeweiligen Staaten gesprochene Hochdeutsch. In allen drei Fällen handelt es sich um gleichberechtigte Varianten der hochdeutschen Sprache (plurizentrisches Konzept, Standardsprache).
In Österreich werden zudem oberdeutsche Dialekte (mittel- und südbairisch und alemannisch bzw. schweizerisches Deutsch in Vorarlberg) gesprochen.
Von autochthonen Minderheiten werden auch Minderheitensprachen gesprochen, die an einigen Schulen unterrichtet werden (Ungarisch, Slowenisch, Burgenlandkroatisch, Tschechisch, Slowakisch und Romanes).
Bedingt durch die historische Verwandtschaft mit den Ländern der ehemaligen Monarchie sind viele Lehnwörter aus dem Tschechischen, Ungarischen, Italienischen usw. in die österreichische Sprache übernommen worden, wodurch sich diese vom bundesdeutschen Deutsch unterscheidet. Weitere Unterschiede sind eine aus der k.u.k. Hofkanzleisprache hervorgegangene eigene Verwaltungssprache sowie der im Vergleich zu Deutschland viel weiter verbreitete Dialektgebrauch, wenngleich dieser vor allem in Wien rückläufig ist, wobei jedoch eine eigenständige österreichische Hochsprache beibehalten wird. Während die österreichische Hochsprache in ihren Verwaltungsbegriffen im ganzen Land dieselbe ist, gibt es etwa in der Küchensprache regionale Unterschiede. Stärker als in der Hochsprache sind die Unterschiede zwischen den Dialekten Österreichs, die jedoch im Allgemeinen - abgesehen vom sehr unterschiedlichen Vorarlberg - mit gewissen Ausnahmen die gegenseitige Verständlichkeit erlauben.
Da Österreich zum bairischen und (im Westen) zum alemannischen Sprechraum gehört, teilt es manche seiner sprachlichen Besonderheiten mit Bayern, der Schweiz und dem alemannisch-schwäbischen Raum in Baden-Württemberg.
Dialekt und Umgangssprache
Mit Ausnahme von Vorarlberg werden überall in Österreich mittel- und südbairische Mundarten gesprochen. Bairisch gehört zusammen mit Ostfränkisch, Schwäbisch und Alemannisch zu den oberdeutschen Dialekten des "Hochdeutschen".
Die örtlich gesprochenen Dialekte des Bairischen unterscheiden sich in südbairische, die vorwiegend in Tirol, in Kärnten, in großen Teilen der Steiermark und im südlichen Burgenland gesprochen werden, und mittelbairische Dialekte in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und im nördlichen Burgenland. Die Dialekte im Tiroler Unterland, im Land Salzburg und in der Obersteiermark weisen Übergangsmerkmale auf. Der Wortschatz der österreichischen Mundarten wird erfasst und beschrieben im Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich.
Daneben werden in Vorarlberg und in Teilen des Tiroler Außerfern alemannische Dialekte gesprochen. Der Wortschatz dieser alemannischen Mundarten wird beschrieben im Vorarlbergischen Wörterbuch. Die Sprachgeographie der Mundarten in Vorarlberg und Tirol wird beschrieben im Vorarlberger Sprachatlas.
Zusätzlich zu den vielen verschiedenen Ortsdialekten, die in reiner Form vor allem von älteren Personen in Dörfern gesprochen werden, haben sich in den einzelnen österreichischen Bundesländern als regionale Umgangssprachen "Landesdialekte" herausgebildet, die sich an der in den jeweiligen Landeshauptstädten gesprochenen Mundart orientieren. Die Umgangssprache in den Landeshauptstädten wiederum wird in jeweils unterschiedlich starkem Ausmaß von der Wiener Mundart beeinflusst. Auf diese Weise entsteht eine Vermischung von mittelbairischen und südbairischen Dialektformen mit speziellen wienerischen sowie hochsprachlichen Merkmalen.
Die unterschiedlichen Dialekte sind für einen Großteil der Bevölkerung die tägliche Umgangssprache, wobei im Sprachgebrauch älterer Menschen (wie fast überall im deutschen Sprachraum) sich meist mehr Dialektausdrücke finden, als von den nachfolgenden Generationen, vor allem in städtischem Umfeld, wahrgenommen werden. In manchen größeren Städten bildet sich deshalb meist eine Eigenart des in der Umgebung gesprochenen Dialekts aus. Dieser kommt mit durchwegs weniger Spezialausdrücken des Dialekts aus (z.B. wird "immer" statt "ollawei" gesagt, oder schlicht "Topf" statt "Tügi"/"Tiegel"), und verwendet stattdessen mehr Dialektformen der gehobeneren Sprache (z.B. "hintn" statt "dreant" für "hinten", oder "dawischen"/"erwischen" statt "glaunga"/"gelangen" für "einen Gegenstand erreichen"). Besonders fällt die Verdrängung des urtümlichen Dialekts in Wien auf, wo sich ein eigener "gehobener Wiener Dialekt" entwickelt hat, der sich u.a. dadurch auszeichnet, dass der Vokal "a" ausgesprochen wird, wie man ihn schreibt, anstatt ihn wie "o" auszusprechen, wie im oberbairischen Dialekt meist üblich. Überhaupt werden Wörter viel öfter nach der Schrift ausgesprochen.
In letzter Zeit wird die Umgangssprache mit Wörtern des "Hannoverischen Fernsehdeutsch" durchwirkt; so ist es in allen Landesteilen bereits gebräuchlich, dass Wörter wie Tschüss, klasse usw. Einzug halten. Die Massenmedien verstärken dies durch den Einsatz von Ausdrücken wie bislang, vor Ort usw.
Zusätzlich zu diesen Entwicklungen spielt auch die Wirtschaft in Österreich eine Rolle, wo beispielsweise einzelne Markennamen zu Austriazismen wurden. So wird heute für das Klebeband
zumeist der Markenname TIXO, für Knabbergebäck Soletti, für Putzlappen Wettex, für Schnellkochtöpfe Kelomat und manchmal auch für Orangensaft Cappy, für Apfelsaft Obi, unabhängig vom Hersteller, verwendet.
Hochsprache
Die in Österreich gesprochene deutsche Hochsprache ist naturgemäß stark von den bairischen Dialekten beeinflusst. In Anlehnung an die im Mittelbairischen im Anlaut weitgehend fehlende Unterscheidung zwischen den Konsonanten "p" und "b", "t" und "d" sowie (in geringerem Maße und nur regional) "k" und "g", der so genannten Lenisierung, hören sich diese Konsonanten bei vielen Sprechern gleich an. Die Endungen auf -g und auf -ig werden als solche ausgesprochen (so heißt es beispielsweise König oder fertig und nicht wie oftmals im norddeutschen Sprachraum (wegen der Verbindung mit der niederdeutschen Sprache) Könich, fertich oder umgangssprachlich Tach für Tag).
Dialektale Begriffe bzw. Wörter der mitteldeutschen Dialektregionen und der niederdeutschen Sprachregionen werden vor allem durch das Fernsehen vermittelt, werden manchmal nicht verstanden, spielen aber in Österreich ebenso wie in den übrigen oberdeutschen Sprachregionen (Bayern, Schweiz, Baden-Württemberg ...) auch keine wesentliche Rolle.
Der spezielle Wortschatz in der österreichischen Mundart der Hochsprache ist zum Teil in den mittel- und südbairischen Dialekten verankert, wird aber auch in den übrigen bairischen Sprachgebieten in Altbayern verwendet. Andererseits gibt es einen speziellen Wortschatz, der nur in Österreich gebraucht wird - vergleichbar mit der Entstehung eines speziellen Wortschatzes in der früheren DDR. Dies ist ebenso mit einer staatlichen Existenz und den sprachprägenden Institutionen (Medien, Kanzleisprache) zu erklären. Außerdem wird die deutsche Umgangssprache in Österreich, wie übrigens alle grenznahen Sprachen, durch die Nachbarsprachen, in diesem Fall besonders Tschechisch, Ungarisch, Slowenisch und Italienisch, beeinflusst.
In den Beitrittsverträgen Österreichs mit der Europäischen Gemeinschaft (EU) wurden auch einige österreichspezifische Bezeichnungen für Lebensmittel festgeschrieben, die im übrigen deutschen Sprachraum nicht gebräuchlich sind.
Anlässlich des unter dem Motto „Erdäpfelsalat bleibt Erdäpfelsalat“ propagierten EU-Beitritt Österreichs wurde das Spannungsfeld „nationale Identität – EU-Identität“ an linguistischen Fragen deutlich. Österreich ließ im „Protokoll Nr. 10 über die Verwendung österreichischer Ausdrücke der deutschen Sprache“ zum österreichischen Beitrittsvertrag 23 Bezeichnungen quasi unter Schutz stellen. Das Protokoll Nr. 10 stellt die erste völkerrechtliche Anerkennung einer Varietät einer plurizentrischen Sprache in Europa dar (dokumentiert in: Markhardt, Heidemarie: Das Österreichische Deutsch im Rahmen der EU, Peter Lang, 2005.)
Betonung
Betonung und Aussprache vieler Lehnwörter unterscheiden sich vom Gebrauch in anderen deutschen Sprachgebieten, so etwa Balkon, Beton, pensioniert (keine Nasalisierung), Bronze (Nasalierung), Billard, Chemie, China (Aussprache auf /k/), Mathematik, Papagei, Tabak, Telefon. Es wird in Österreich auch nicht unbedingt jedes so genannte „neudeutsche Wort” benutzt (Beispiel: der Monat Juli als Julei - wegen der besser hörbaren Unterscheidung zum Juni).
Vokal und Konsonantänderung
Es gibt Vokale, Konsonanten und spezielle Silben in der deutschen Sprache, die im österreichischen Dialekt (Mundart) umgewandelt werden. Diese unterscheiden sich allerdings teilweise von Bundesland zu Bundesland, doch manche Eigenarten haben alle Dialekte gemeinsam:
- grundsätzlich in (fast) ganz Österreich:
- "a" wird zu "å" Stadt -> Stådt
- "e" als Buchstabe bleibt für gewöhnlich "e" (aber nicht bei z.B. Ei, kein, Stein; siehe "ei")
- "i" bleibt gewöhnlich "i"
- o bleibt gewöhnlich o, es sei denn es folgt ein r, dann wird dieses or zu oa: morgen -> moang
- "u" wird oft "ua": Fuß -> Fuaß
- die Infinitivendung "-en" und alle Wortendungen "-en" sind im Österreichischen "-n", sofern es nicht ohnehin Spezialausdrücke oder andere Abwandlungen gibt: gehen -> geh' n, laufen -> laf' n, Roggen -> Rogg' n
- bei Wörtern deren Plural mit "e" gebildet wird entfällt dieses: Bach-Bäche -> Boch oder Beich [sprich: Beych],
- der Buchstabe "ö" wird zu "e": hören -> her'n, Bögen - > Beg'n (Entrundung)
- der Buchstabe "ä" wird zu "ei", "e" (nicht als ai gesprochen): Gäste -> Gest oder Geist (sprich: Geyst)
- der Buchstabe "ü" kann zu i, ia, ua werden: Rübe -> Riabn oder Ruam (Entrundung)
Zur ausführlichen und besseren Darstellung der bairischen Mundarten in Österreich siehe den Artikel Bairische Sprache.
Morphologie
Unbestimmte Artikel
- ein -> a
- eine -> a oder ane (Verwendung wie folgt: a Frau kenn ich / ane kennt mich)
- einer -> ana
- einen -> an
- eines -> ans
Liegt die Betonung auf der Mengenangabe eins, steht in ländlichen Gebieten Ostösterreichs und in ganz Westösterreich zusätzlich noch die Unterscheidungsform "oa" (ein), "oana" (einer), "oane" (eine) zur Verfügung.
Bestimmte Artikel
- der -> da; Plural: die
- die -> die; Plural: de
- das -> des; Plural: de
Pronomina
Für alle weiteren Bereiche der Morphologie sei auf den ausführlichen Grammatikteil des Artikels Bairische Sprache verwiesen, der auch die in Österreich gesprochenen Varianten miteinbezieht.
Weitere Besonderheiten
Viele Redewendungen und manche Besonderheiten gibt es nur im österreichischen Sprachgebrauch:
- es geht sich aus -> es ist ausreichend Zeit oder Platz für etwas vorhanden
- etwas um 5 Euro kaufen (auch in Bayern, im Schriftdeutsch zurückgedrängt) -> etwas für 5 Euro kaufen
- am als Kurzform für auf dem: am Berg, am Tisch (z. B. in "das Essen steht am Tisch") -> auf dem Berg, auf dem Tisch, umgangssprachlich auch für auf den (z.B. gemma am Turm; was am Tisch kommt, wird gegessen)
- etwas händisch tun = etwas von bzw. mit der Hand tun, manuell, von Hand
- "zusammenessen" für "aufessen"
In Österreich unübliche Wörter und Redewendungen
Viele in anderen deutschen Sprachregionen gebräuchliche Wörter werden in Österreich weder mündlich noch schriftlich verwendet (mit einigen Ausnahmen). Manche der folgenden Wörter waren auch im sonstigen oberdeutschen Sprachraum ursprünglich nicht heimisch. Viele der aufgeführten Wörter, die in Österreich verwendet werden, sind auch im sonstigen deutschen Sprachraum üblich, zum Teil auch Standard (am Anfang steht das außerhalb Österreichs vorkommende, danach das in Österreich gebräuchliche Wort):
Spezifische Austriazismen
Verwaltungstechnische Begriffe
Vor allem in der Verwaltung sind viele speziell österreichische Begriffe vorhanden, da sich diese komplett unabhängig von Deutschland entwickelte.
- Bundestag = Nationalrat (stammt noch aus der k.u.k. Monarchie mit ihren vielen Nationen)
- Ministerpräsident = Landeshauptmann/frau
- Minister eines Bundeslandes = Landesrat
- Bezirksverwaltung (Landratsamt) = Bezirkshauptmannschaft
- Landpolizei = Gendarmerie (die Gendarmerie wurde im Jahr 2005 offiziell abgeschafft, ist im Volksmund aber immer noch weit verbreitet)
- Inspektor (Polizei) = Wachtmeister (der offizielle Titel ist zwar auch in Österreich mittlerweile Inspektor, die Anrede "Wachtmeister" wird dennoch häufig angewandt)
- Fahrdienstleiter = Schaffner
- Amtsgericht = Bezirksgericht
- Landgericht = Landesgericht
Bei den Dienstgraden des österreichischen Bundesheeres sind die Unterschiede vor allem unterhalb der Offiziersebene sehr stark ausgeprägt.
- Soldat der Infanterie = Jäger
Chargen
- Schütze = Rekrut
- Gefreiter = Gefreiter
- Obergefreiter = Korporal
- Hauptgefreiter = Zugsführer
Unteroffiziersgrade
- Feldwebel = Wachtmeister
- Oberfeldwebel = Oberwachtmeister
- Hauptfeldwebel = Stabswachtsmeister
- Stabsfeldwebel = Oberstabswachtmeister
- Oberstabsfeldwebel = Offiziersstellvertreter
- ??? = Vizeleutnant
Offiziersgrade
- Soldat in Ausbildung zum Offizier = Fähnrich
- Leutnant = Leutnant
- Oberleutnant = Oberleutnant
- Hauptmann = Hauptmann
- Major = Major
- Oberstleutnant = Oberstleutnant
- Oberst = Oberst
- Brigadegeneral = Brigadier
- Generalmajor = Generalmajor (bis 2002: Divisionär)
- Generalleutnant = Generalleutnant (bis 2002: Korpskommandant)
- General = General
Redewendungen
- ab und an = ab und zu (auch in Bayern, Baden-Württemberg)
- dito = detto (ebenso, gleichfalls)
Substantive
- blad = fett
- Fünfer = Fleck, Pinsch (schlechteste Schulnote in Österreich, wird nur in diesem Zusammenhang verwendet)
- Grundschule = Volksschule
- Kneipe = Windn (abwertend)
- lecker = gschmackig (auch in Bayern)
- Pfund = 1/2 Kilo, 50 Deka
- schiach = hässlich
- die Fünf = der Fünfer
Außerdem gibt es in Österreich für die ersten beiden Monate des Jahres die Sonderbezeichnung Jänner und Feber, wobei zweites nur mundartlich, erste auch hochsprachlich verwendet wird.
Vor allem im Bereich Lebensmittel gibt es in Österreich einen sehr charakteristischen, vom Norddeutschen abweichenden Wortschatz, der viele Lehnwörter aus dem Tschechischen, Italienischen, Ungarischen und Serbischen umfasst. Siehe dazu den Spezialartikel Bairisch-Österreichischer Küchenwortschatz
Südtiroler Wortschatz
In Südtirol gibt es heute zudem einige Wörter, die sich durch die staatliche Bindung an Italien entwickelt haben. Hierzu zählen z.B. der Hydrauliker (Installateur) oder die Stammrolle (in Österreich Pragmatisierung). Ansonsten orientiert sich das Südtirolerische am Deutsch im bairischen Dialektraum.
Tempusgebrauch
Perfekt
In Österreich (wie auch in der Deutschschweiz und im gesamten süddeutschen Sprachraum) wird für die Bildung des Perfekts von Verben, die die Körperhaltung ausdrücken, genauso wie für Verben der Bewegung, generell als Hilfsverb "sein" verwendet. Zu den betroffenen Verben gehören zum Beispiel "sitzen", "stehen" (stehen - bin gestanden, aber: gestehen - habe gestanden), "liegen".
Imperfekt
Ebenso wie im gesamten Dialektgebiet südlich der Mainlinie ist das Imperfekt, im Österreichischen auch "Mitvergangenheit" genannt, in der österreichischen Umgangssprache völlig ungebräuchlich. "Ich ging" oder "ich sah" wird als fremdartig empfunden, lediglich die Kopula "sein" und das Modalverb "wollen" werden im Imperfekt gebraucht. Normal ist zu sagen: "ich bin gegangen" oder "ich habe gesehen".
Das Imperfekt ist in den oberdeutschen Dialekten in frühneuhochdeutscher Zeit ausgestorben. Eine Erklärung dafür ist, dass im Oberdeutschen generell das auslautende "-e" u.a. bei den Vergangenheitsformen auf "-te" ausgefallen war: "sagt-e" > "sagt", "kauft-e" > "kauft". Dadurch konnten von vielen Verben die Vergangenheits- und Gegenwartsformen lautlich nicht mehr unterschieden werden, was dazu geführt haben soll, dass das Präteritum insgesamt außer Gebrauch gekommen ist. Einer anderen Theorie zufolge wurde das Imperfekt zu Gunsten des synthetischen Konjunktivs aufgegeben, bzw. von ihm verdrängt.
Während in den nördlichen deutschen Sprachregionen in Sätzen der indirekten Rede häufig der Konjunktiv verwendet wird, wird in Österreich eher der Indikativ verwendet. Wenn ein Satz tatsächlich im Konjunktiv gesprochen oder geschrieben wird, so drückt das ein Misstrauen aus.
Beispiel: Er sagte, dass er in der Stadt gewesen ist. im Gegensatz dazu: Er sagte, dass er in der Stadt gewesen sei. - drückt aus, dass man es eigentlich nicht wirklich glaubt.
Der Konjunktiv selbst wird eher als Irrealis gebraucht; zu seiner Bildung siehe den Grammastikteil des Artikels Bairische Sprache.
Geschlecht (Genus)
Bei einigen Wörtern wird in der österreichischen Standardsprache ein anderes Genus verwendet. Beispiele sind:
- österreichisches Deutsch - Bundesdeutsch
- der Akt - die Akte
- das Brezel - die Brezel
- das Cola - die Cola (auch in Baden-Württemberg und Bayern)
- der Gehalt - das Gehalt (monatliche Entlohnung)
- das Joghurt - der Joghurt
- das Keks - der Keks
- das E-Mail - die E-Mail
- das Monat - der Monat (für die Zeitspanne "ein Monat", nicht aber bei Monatsnamen wie "der Monat Mai")
- der Radio - das Radio (auch in Baden-Württemberg und Bayern)
- der Teil - das Teil (in Österreich eher das Stück)
- das Kommentar - der Kommentar
- das Teller - der Teller (auch in Bayern)
Weitere Beispiele für gesamtbairische Genusabweichungen finden sich im Artikel Bairische Sprache.
Sehr viele Wörter, die relativ neu im deutschen Sprachgebrauch sind, werden in Österreich und Süddeutschland fast immer dem sächlichen Artikel (Neutrum) zugeordnet. In Nord- und Mitteldeutschland hingegen ist es üblich für ein neues Wort nach dem richtigen Artikel zu "suchen". Ein Beispiel dafür ist das E-Mail und die E-Mail oder das Service oder der Service.
Uhrzeit
Speziell in Ost- und Südösterreich (aber auch in Teilen Süddeutschlands, speziell Pfalz, Rheinhessen) wird für beispielsweise 14 Uhr 15 nicht als Viertel nach zwei, sondern als Vierteldrei bezeichnet. Auch 14 Uhr 45 wird weniger als Viertel vor drei, sondern als Dreivierteldrei bezeichnet.
Gewichtsbezeichnungen
In Österreich ist die Bezeichnung Pfund für ein halbes Kilogramm absolut unüblich. Eine weitere Besonderheit sind die Gewichtsangaben bei Lebensmittelbestellungen, vor allem bei Wurst und Käse. So bestellt kein Österreicher 100 Gramm Extrawurst, sondern ausschließlich (wie auch die Einwohner der meisten anderen Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie) 10 Deka Extrawurst (200 Gramm = 20 Deka usw.), was genauso richtig (10 Gramm = 1 Dekagramm), aber für Deutsche gewöhnungsbedürftig ist.
Zusammengesetzte Hauptwörter
Zwischen die beiden Substantiva tritt oft ein Fugen-S, wo im Bundesdeutschen keines auftritt, z.B. Zugsverspätung oder Schweinsbraten (bundesdeutsch Zugverspätung bzw. Schweinebraten). Auch bei zusammengesetzten Partizipien wird oft Fugen-S verwendet, z.B. verfassungsgebend. Dieses Fugen-S wird oft fälschlich als Genitiv interpretiert. An anderen Stellen tritt das bundesdeutsche Fugen-S nicht auf, z.B. Adventkalender statt Adventskalender oder Schadenersatz statt Schadensersatz.
Literatur
- Jakob Ebner: Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 3. Aufl. Leipzig: Bibliographisches Institut 1998. ISBN 3-411-04983-9
- Csaba Földes: Zu den österreichischen Besonderheiten der deutschen Phraseologie. In: Csaba Földes (Hrsg.): Deutsche Phraseologie in Sprachsystem und Sprachverwendung. Wien: Ed. Praesens 1992, S. 9-24
- Csaba Földes: Deutsch als Sprache mit mehrfacher Regionalität: Die diatopische Variationsbreite. In: Muttersprache (Wiesbaden) 112 (2002) 3, S. 225-239
- Robert Sedlaczek: Das österreichische Deutsch. Wien, Ueberreuter 2004. S. [http://www.das-oesterreichische-deutsch.at]
- Alfred Schierer, Thomas Zauner: Sprechen Sie Österreichisch? Ueberreuter, Sept. 2004. ISBN 3-8000-3884-6
- Astrid Wintersberger: Österreichisch-Deutsch Wörterbuch, 1995 Residenz Verlag ISBN 3-7017-0963-7
- Österreichisches Wörterbuch ISBN 3-209-04623-9
Siehe auch
- Liste von Austriazismen
- Bairisch-Österreichische Sprache
- Wienerisch
- Kärntner Mundart
- Dialekte in Tirol
- Vorarlbergisch
- Helvetismus
- Österreichisches Wörterbuch
- Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich
- Variantenwörterbuch des Deutschen
- [http://meta.wikimedia.org/wiki/Requests_for_new_languages#Bavarian_.28Austro-Bavarian_and_S.C3.BCdtirolerisch.29 Antrag auf eine Österreichisch-Bairische Dialekt-Wikipedia analog zur Plattdeutschen und Alemannischen Dialekt-Wikipedia]
Weblinks
- [http://www.das-oesterreichische-deutsch.at. Homepage zum Buch "Das Österreichische Deutsch" von Robert Sedlaczek]
- [http://gewi.kfunigraz.ac.at/~muhr/oedt/index.html Plattform zum Österreichischen Deutsch von Rudolf Muhr mit umfangreicher Bibliographie]
- [http://www.sagen.at/doku/lexika/mundart1811/mundart1811.html Lexikon Mundart der Österreicher 1811]
- [http://members.chello.at/heinz.pohl/OesterrDeutsch.htm Konstruktive Kritik am Konzept "Österreichisches Deutsch" von Heinz Pohl]
- [http://members.chello.at/heinz.pohl/Sprachkontakt.htm Sprachliche Einflüsse auf die österreichische Sprache]
- [http://members.chello.at/heinz.pohl/Kueche1.htm Österreichische Küchensprache]
- [http://teaching.schule.at/cybercollege/lernplattform/dialekt/ Pinzgauer Dialekt-Lexikon]
- [http://www.ostarrichi.org/ Wörterbuch Deutsch-Österreichisch]
- [http://20six.de/karntner Weblog auf Kärntnerisch]
Kategorie:Österreichische Sprache
Kategorie:Deutsche Sprache
Kategorie:Sprachvarietäten
Schweizer HochdeutschSchweizer Hochdeutsch ist die Standardsprache in der Deutschschweiz. Sie wird in der Schweiz (so wie auch in den anderen deutschen Mundartgebieten) auch Schriftdeutsch genannt. Sie unterscheidet sich von den anderen nationalen Varietäten durch einige sprachliche Besonderheiten, die in der Schweiz als Helvetismen bezeichnet werden.
Verwendung
Mundart (Dialekte) und Standardsprache stehen in einem Diglossie-Verhältnis zueinander, das heisst, dass die beiden Sprachformen unterschiedliche Funktionen und Geltungsbereiche haben. Es gibt also in der Schweiz, anders als im übrigen oberdeutschen Sprachraum, zwischen den beiden Polen Dialekt und Hochdeutsch keine graduellen Unterschiede, wie das sonst im südlichen und mittleren deutschen Sprachraum üblich ist.
Die Bezeichnung "Schriftdeutsch" deutet auf die hauptsächliche Verwendung der Standardsprache hin. Gesprochen (und geschrieben) wird sie in einigen speziellen Bereichen wie in der (Hoch-)Schule, den Radio- und Fernsehnachrichten oder bei der Kommunikation mit Fremdsprachigen, aber nicht als Umgangssprache.
Schweizerdeutsch, also die schweizerdeutschen Mundarten des Alemannischen, zur Verdeutlichung manchmal auch als Schwyzerdütsch bezeichnet, wird vorwiegend für die mündliche Kommunikation verwendet. Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher sozialen Schicht die Sprecher stammen oder um welche Themen es sich handelt. Sogar in Radio und Fernsehen wird oft Dialekt gesprochen, und ebenfalls in den Deutschschweizer Parlamenten.
Im geschriebenen Bereich wird das Schwyzerdütsch gelegentlich verwendet, vor allem in informellen Kommunikationsformen wie SMS, E-Mails und in privaten Notizen. Die Dialektliteratur ist, gemessen an der standardsprachlichen Literatur, nur wenig verbreitet.
Einstellung der Schweizer zur Standardsprache
Schriftdeutsch wird von den dialektsprachigen Schweizern nur ungern angewandt. Trotzdem wechseln viele Schweizer, sobald sie ihr Gegenüber hochdeutsch sprechen hören, reflexartig ins (Schweizer-) Hochdeutsch. Wenn aber anschliessend andere Deutschschweizer zu einem in Schriftdeutsch geführten Gespräch stossen, wechselt der Sprecher oft wieder in den Dialekt. Viele Deutschschweizer empfinden die Standardsprache als zu Deutschland gehörend.
Umgekehrt schätzen es Angehörige anderer Sprachgruppen, insbesondere die französischsprachigen Schweizer, wenn die Deutschschweizer sich mit Schriftdeutsch verständlich zu machen versuchen. Denn in den Schulen der nicht deutschsprachigen Schweiz wird die deutsche Standardsprache vermittelt, nicht Schweizerdeutsch.
Schule
Die mittelmässigen Resultate von Deutschschweizer Schülern im sprachlichen Bereich der Pisa-Studie führten dazu, dass die Förderung der Standardsprache (Schriftdeutsch) wieder vermehrt verlangt wird (Stand 2003).
Insbesondere wird in Zürich ab 2005 überall in der Schule und auch im Kindergarten Hochdeutsch gesprochen.
Ob es sich bewährt, bleibt abzuwarten.
Siehe auch
- Variantenwörterbuch des Deutschen
Literatur
- [http://www.vein.hu/german/regionalitaet.pdf Csaba Földes: Deutsch als Sprache mit mehrfacher Regionalität: Die diatopische Variationsbreite. In: Muttersprache (Wiesbaden) 112 (2002) 3, S. 225-239]
- [http://www.germanistik.unibe.ch/siebenhaar/SiebenhaarFolder/pdf/Siebenhaar_Wyler_97.pdf Beat, Wyler Alfred. Dialekt und Hochsprache in der deutschsprachigen Schweiz. 1997.]
- [http://www.germanistik.unibe.ch/siebenhaar/SiebenhaarFolder/pdf/Siebenhaar_Mda_Std_unv1996.pdf Beat Siebenhaar. Das Verhältnis von Mundarten und Standardsprache in der deutschen Schweiz]
Kategorie:Schweizer SpracheKategorie:Deutsche Sprache
Wand (Bauteil)Eine Wand im klassischen Sinne ist ein vertikales Bauteil, dessen horizontale Ausdehung in die eine Richtung (Länge) sehr viel größer ist als in die andere Richtung (Breite), also eine vertikal gestellte Scheibe. Man spricht daher auch oft von einer Wandscheibe.
Aufgrund ihrer Form trennt eine Wand immer zwei Bereiche / Zonen voneinander. Daher sind Wandöffnungen wie Türen und Fenster besonders wichtig, um die Wand temporär für Menschen, Licht oder Luft durchgängig zu machen. Mehrere Wände können optisch einen Raum definieren. Einen Bereich, der auf allen Seiten von Wänden umgeben ist, einen Boden und eine Decke hat nennt man Zimmer.
Der Begriff kommt vom althochdeutschen want, dass wiederum vom indogermanischen Begriff uonedh abgeleitet ist. Das bedeutet Geflecht, das mit Lehm bestrichen ist, siehe dazu Flechtwerkwand.
Eine Wand kann verschieden konstruiert sein und aus verschiedenen Materialien bestehen und damit auch völlig unterschiedliche Funktionen übernehmen. Hier einige Beispiele:
Differenziert nach Konstruktion und Material
Flechtwerkwand-Wand]]
- Massivbau-Wand aus
- Mauerwerk, siehe auch Mauer
- Kellerwand
- Ziegelwand
- Lehmbauwand
- Stahlbeton
- Fachwerk
- Holzrahmenbau-Wand
- Massivholz-Wand
- Leichtbauwand, Trockenbau-Wand, Gipskarton-Wand
- Wand aus Glausbausteinen
Differenziert nach Funktion
- Bei Gebäuden:
- Außenwand = Wand, die den Außenraum vom Innenraum trennt.
- Innenwand = eine im Gebäude liegende Wand
- Trennwand = Wand, die zwei Zimmer trennt
- Tragende Wand = Wand, die auch statische Aufgaben übernimmt
- Aussteifende Wand = Wand, die ein Bauwerk statisch aussteift.
- Stellwand, spanische Wand = mobile Wand zur temporären optischen Trennung von Räumen
- Draußen:
- Stützwand = Wand, die zum Beispiel einen steilen Hang abstützt.
- Spundwand = spezielle Stützwand, die auf Baustellen verwendet wird, um Baugruben abzusichern
siehe auch: Mauer, Portal:Architektur und Bauwesen
Kategorie:Bauteil
Wetter
Kategorie:Wikipedia:Qualitätssicherung
Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherungsseite statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Der Artikel wurde wegen des Überarbeiten-Bausteins auf die QS-Seiten gestellt. Diskussionen über den Überarbeitungsstand des Artikels sollten auf der entsprechenden QS-Seite zwecks gemeinschaftlicher Überarbeitung geführt werden. Gruß -- Steffen85 00:53, 27. Nov 2005 (CET)
----
Als Wetter (v. althochdt.: wetar = Wind, Wehen) bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze und Kälte in Erscheinung tritt.
Kälte
Die Meteorologie klassifiziert das örtliche Wetter einer bestimmten Zeit anhand der verschiedenen Phänomene in der Troposphäre, dem unteren Teil der Atmosphäre. Der Verlauf des Wetters wird durch die atmosphärische Zirkulation bestimmt, die ihrerseits von der Sonnenstrahlung und der regionalen Energiebilanz geprägt wird.
Begriffliche Abgrenzung
Im Zusammenhang mit Wetter kommt es immer wieder zu Verwechslungen der folgenden Begriffe:
- Wetter: Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kennzeichnend sind die meteorologischen Elemente Strahlung, Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Wind, sowie die daraus ableitbaren Elemente Bewölkung, Niederschlag, Sichtweite u. a. Das Wetter ist das Augenblicksbild eines Vorganges (Wettergeschehen), das sich hauptsächlich in der Troposphäre abspielt. Es kann sich - im Gegensatz zur Wetterlage und Witterung - bis zu mehrmals täglich ändern.
- Wetterlage: Zustand der Atmosphäre in einem größeren Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie ist durch die Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete geprägt und ändert sich von Tag zu Tag mehr oder weniger stark.
- Witterung: Das Wetter an einem Ort über einen Zeitraum mehrerer Tage oder Wochen betrachtet. Der Gang der Wetterelemente zeigt oft einen ähnlichen Verlauf über mehrere Tage. So wechseln oft Gruppen von Tagen mit Niederschlägen mit einigen trockenen Tagen ab - siehe Wetterstatistik und Korrelation. Manchmal wird die Witterung auch als Gleichbleibendes in einer Aufeinanderfolge von Wetterzuständen während mehrerer Tage bezeichnet.
- Klima: Der für eine Region (bzw. eine größere Klimazone) typische jährliche Ablauf der Witterung, z.B. mildes, raues oder winterfeuchtes Klima. Detailliert wird es durch Monatskurven von Temperatur und Niederschlägen beschrieben, die sich aus Wetterstatistiken vieler Jahre bis Jahrzehnte ergeben. Wichtigste Klimaparameter sind u. a. die Solarkonstante, Strahlungsbilanz, fühlbare und latente Wäremströme, Wärmeflüsse der Ozeane, Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre, sowie grosse Vulkanausbrüche.
- Klimaänderung: eine langfristige, tiefgreifende Veränderung in größeren Gebieten oder Klimazonen. So wird sich die globale Erwärmung in Sibirien und in der Sahelzone stark auswirken (Auftauen von Permafrost-Böden, die zunehmende Trockenheit), in Mitteleuropa hingegen kaum.
- Als Wetterumschwung wird eine - verhältnismäßig rasche und plötzliche - Änderung der Wetterlage in einem bestimmten Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt bezeichnet.
Wetter in Meteorologie und Umgangssprache
Wetterumschwung
Während die Meteorologen die einzelnen Elemente des Wetters mit Messgeräten erfassen und die Wetterlage mit Begriffen wie stabil oder wechselhaft, heiter oder wolkenfrei, 3/8 bewölkt, bedeckt oder trüb, Nebeltendenz, regnerisch, Regenschauer oder stürmisch umschreiben, ist es üblich in der Umgangssprache sehr unscharfe Begriffe zur Beschreibung des Wetters zu nutzen:
- "Gutes Wetter" bedeutet meist Sonnenschein - kann aber z.B. für einen Landwirt, dessen Saat nicht rechtzeitig sprießt, durchaus schlecht sein.
- Schlechtwetter heißt für die meisten Menschen einen oder mehrere Regentage - und oft schlechte Laune, wenn es ein ganzes Wochenende prägt.sido
- "Kaltes Wetter" bedeutet für Mitteleuropäer - je nach Jahreszeit - Temperaturen unter -5° oder im Hochsommer unter etwa 15°,
- bei "heißem Wetter" schwanken die Vorstellungen hingegen weniger (etwa ab 30°), während "warm" wieder sehr relativ ist.
- Was "stürmisches" Wetter bedeutet, hängt oft vom vorherrschenden Verkehr und vom Wohnort ab, der Richtung seiner Straßen und allgemein vom Gelände, doch auch von einer gerade ausgeübten Sportart.
- "Aprilwetter" bezeichnet "launisches", wechselhaftes Wetter mit rascher Abfolge von Sonne, Wolken und Schauer, während
- eine "ruhige Wetterlage" für Wissenschaft und Allgemeinheit dasselbe bedeutet: eine tagelang stabile Wetterlage ("Hochdrucklage") mit wenig oder nur gleichmäßigem Wind.
- Inversionswetterlage ist häufig die Ursache für Smog in Großstädten. Dabei liegt eine kalte Luftschicht unter einer wärmeren und verhindert so eine Durchmischung (stabile Atmosphärenschichtung. In der wärmeren Luftschicht sammeln sich Staub, Ruß und Abgase der Stadt und sorgen für Smog). Die Feuerwehren müssen bei solchen Wetterlagen besonders vorsichtig sein, da giftige Verbrennungsgase ebenfalls am Boden gehalten werden und nicht nach oben entweichen können.
Elemente des Wetters und deren Messung
Die Meteorologie untersucht das Wetter, quantifiziert seine einzelnen Elemente und charakterisiert sie durch eine Reihe fundamentaler sowie spezieller Größen (Wetterelemente):
- Lufttemperatur
- zeitlicher Temperaturverlauf
- vertikaler Temperaturgradient (durchschnittlich -0,6° pro 100m)
- Luftfeuchtigkeit und Taupunkt
- Wolkenbasis und Kondensationsniveau
- Luftdruck und Drucktendenz
- Hoch- und Tiefdruckgebiete
- Winde und Windsysteme
- Windrichtung bzw. Hauptwindrichtung und Windstärke
- regionale und lokale / zyklische Winde (Tal-, Berg-, See-, Auf und Abwinde, Föhn usw.)
- Beaufort-Skala
- Fujita-Tornado-Skala
- Passate, Monsun
- atmosphärische Dynamik und Energiebilanz
- Turbulenz, Szintillation usw.
- Niederschlagsarten
- Regen und Starkregen
- Nieselregen, Graupeln
- Hagel und seine Korngrößen
- Schnee, Schneeregen
- Niederschlagsmenge, Wasseräquivalent
- Bewölkung (meist in Achteln oder Zehnteln)
- Wolkenart (Cumulus, Cumulonimbus, Alto-, Cirrostratus, Cirren usw.)
- Sichtweite (siehe Flughafen oder Seewetterdienste)
- vertikale Sicht, Bodensicht, Horizontalsicht
- Dunst und Nebel
- Besondere Erscheinungen
- Gewitter, Unwetter, Schneesturm
- Fata Morgana, Halo, Nebensonne
- Regenbogen, Nebelreissen, Wetterleuchten (siehe atmosphärische Optik)
- Wirbelsturm, Hurrikan, Tornado, Zyklone
- Sandsturm, Calima
Diese Grundgrößen werden in Wetterstationen, auf Schiffen und Leuchttürmen, mit Wetterballons oder Radiosonden, mit Flugzeugen und Bojen gemessen. Erdsatelliten betrachten die Troposphäre aus dem Weltall und geben besonders viele Informationen zur Bewölkung, Wellenhöhen auf den Meeren und Luftströmungen.
Faktoren des Wetters und deren Dynamik
Das Wetter findet fast ausschließlich in den unteren 10 Kilometern der irdischen Lufthülle statt, der Troposphäre. Nur hier gibt es merkliche Bewölkung, weil der Wasserdampf als entscheidender Faktor nicht über die Tropopause (je nach Ort und Jahreszeit etwa 8 bis 15 km hoch) hinaus gelangen kann.
Überwiegend wird das Wetter von den unteren 2 km geprägt, der Peplosphäre. Hier findet sich oft Dunst durch Anreicherung von Aerosolen, und die nächtliche Abkühlung durch Wärmestrahlung. Wegen der Bodenreibung wird der geostrophische Wind gebremst, wodurch er mehr in Richtung zum tieferen Druck weht als in größerer Höhe.
Der primäre Motor des Wetters ist die Energieeinstrahlung der Sonne und die Abstrahlung (Licht und Infrarot) zu den Wolken bzw. in den Weltraum. Sie lässt sich heute neben terrestrischen Messungen auch großräumig durch Satelliten und Wetterschiffe, durch Radiosonden und andere moderne Methoden gut erfassen.
Für den Verlauf des Wetters sind jedoch die Strömungs-Verhältnisse in der Atmosphäre entscheidend, die von ihrer wechselnden Feuchtigkeit und den globalen Windsystemen abhängen, ferner vom regionalen Albedo der Erdoberfläche, vom Gelände (insbesondere den Gebirgen, Küsten und Wüsten) und von starken lokalen Einflüssen (zyklische Winde, Neigung und Bewuchs von Berghängen...), und vom Widerstand gegen Winde, über den die Rauhheit der Oberfläche (Wälder, Windschneisen, große Gebäude usw.) entscheidet.
Daher sind in Mitteleuropa nur dann lokal exakte Wetterprognosen möglich, wenn alle diese Einzelheiten einer Modellierung oder verlässlichen Erfahrung zugänglich sind. Letztere wissen sich auch Laien zu nützen - siehe die vielfach bewährten Bauernregeln mit "wetterzeigenden" Bergen (Wetterstein, Wolkenstein, Mittagskogel usw.) oder typischen Wolken-Formationen wie Schönwetter- und Schäfchenwolken, Nebelreißen, Regen- und Fetzenwolken, Zirren, Föhnmauern usw.
Vorhersage des Wetters
Hauptartikel: Wettervorhersage
Ausgehend vom durch großflächige Messungen erfassten Wetter und damit dem Zustand der Atmosphäre werden in der Meteorologie Wettermodelle genutzt, um die weitere Entwicklung des Wetters zu prognostizieren. Davon abgesehen ist es jedoch auch möglich auf lokaler Ebene und mit vergleichweise wenig Hilfsmitteln gute Vorhersagen zu geben, wozu jedoch auch mehr oder weniger umfangreiche Kenntnisse notwendig sind.
Geschichte des Wetters und der Wetterbeobachtung
siehe Geschichte des Wetters und der Wetterbeobachtung
Literatur
- Kachelmann J., Schöpfer S. (2004): Wie wird das Wetter? Rowohlt, Reinbek. ISBN 3498063774
- Klage J. (2002): Wetter macht Geschichte. Der Einfluß des Wetters auf den Lauf der Geschichte. FAZ-Buch, Frankfurt; 236 S. ISBN 3898430979
- Schirmer H. et al. (1989): Wie funktioniert das? Wetter und Klima Meyers Lexikonverlag, Mannheim/Wien/Zürich. ISBN 3411023821
Weblinks
- http://de.meteoxpress.com/ - Wetterdienst, europaweit tätig
- http://www.dwd.de/de/de.htm - der nationale Deutsche Wetterdienst
- http://www.meteoschweiz.ch/de - der nationale Wetterdienst der Schweiz
- http://www.zamg.ac.at Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - der nationale Wetterdienst in Österreich
Prognosen
- http://www.wetter.de Weltweite Prognosen, flash-animierte Wetterkarten, sehr gute Satellitenfilme sowie einige spezielle Wetter-Tools für Laien (Strömungsfilm u.a.)
- http://www.wolkengalerie.de Wetter- und Wolkenfotos - zum Mitmachen
- http://www.Wetterbote.de "Der Wetterbote" - weltweite Wetterinformationen.
- http://www.weltderwolken.de Der Karlsruher Wolkenatlas. Wetterfotos mit sehr guten Erklärungen.
- http://www.wetterzentrale.de hier treffen sich die Meteorologen
- http://www.wetter3.de Profi- Wetterkarten
- http://www.westwind.ch Profi- Wetterkarten europaweit
- http://www.naturgewalten.de Alles über Unwetter in Deutschland und weltweit
- http://www.wetteronline.de Wetter weltweit und vieles mehr...
- http://www.Skywarn.de Alles zum Thema Unwetter in Deutschland
- http://www.gleitsegelwetter.de Gleitschirmfliegen und Meteorologie unter einem Dach - Flugwetterprognosen
- http://www.br-online.de/wetter Wettervorhersagen, Postleitzahlenwetter, Freizeitwetter und Wettercams für Bayern
Spezielle Prognosen
- [http://www.wetteronline.de/segel.htm Weltweite Segel- und Surfwettervorhersagen]
Kategorie:Meteorologie
ja:気象
simple:Weather
Geländer
Ein Geländer ist eine Absturzsicherung oder ein Personenführungselement.
Man findet Geländer an
- Gebäuden (an Balkonen, Dachgärten, Treppen, bei Fenstern mit niedrigen Brüstungen (unter 80cm) oder auch vor raumhohen Glasfassaden.)
- Wegen (Laderampen, Brücken, Böschungen, ...)
- Fahrzeugen (auf Schiffen (siehe Reling), an LKWs (Silo-Sattelzügen), ...)
- Industrieanlagen und Maschinen (an Kränen, Stegen, Rohrbrücken, Behältern, Silos, ...)
- Sonderbauwerken (zum Beispiel an Gartenbau-Kunstwerken, Aussichtstürmen, ...)
- Gerüsten
- anderen Absturzkanten (an befestigten Gewässer-Ufern, Dampferanleger, ...)
- an technischen Einrichtungen (an Herden, Aufzugskabinen aus Glas, Hebebühnen, ...)
Materialien sind Holz, Stahl, Kunststoff, Beton und andere. Es gibt dauerhaft befestigte Geländer und solche, die sich leicht demontieren lassen.
Geländer können von Architekten und Designern als Bauornamente eingesetzt werden. Form und Gestaltung der Geländer haben dann einen prägenden Einfluss auf den Gesamteindruck, den ein Gebäude oder eine Anlage (ebenso auch ein Park, ein Schiff, eine Maschine usw.) bietet. So gibt es auch Geländer, in deren Handlauf eine indirekte Beleuchtung integriert ist.
Die Form der Geländer ist in Deutschland in einer DIN-Norm und in den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) geregelt. Treppengeländer müssen mindestens 90 cm hoch sein (in Arbeitsstätten 100 cm, bei Absturzhöhen von mehr als 12 m mindestens 110 cm).
Der horizontale Abschluß wird meist als Handlauf bezeichnet.
Der Handlauf ist fest auf den senkrechten Geländerpfosten montiert. Zwischen den Geländerpfosten und dem Handlauf befinden sich die Füllungen (Platten, Glas, Lochblech, Draht, Seile oder andere Muster und Materialien) oder Stäbe senkrecht (mit maximal 12cm Stababstand) oder 1-2 horizontale Leisten (mit maximal 50cm Abstand) und eine Fußleiste.
Die Geländerkonstruktionen erhalten i.d.R. Wärmedehnungsausgleiche, die auch die Montagestöße darstellen. Brückengeländer haben z.T. im Handlauf ein Stahlseil als Haltesicherung für Fahrzeuge für evtl. Unfälle.
In der Fachsprache der Statiker (Tragwerksplaner) entspricht die Geländerhöhe der Kragarmlänge. Die Belastung wird im Normalfall in Handlaufhöhe horizontal mit 100 kg je laufendem Meter angesetzt.
Die wirklich erforderlichen Materialstärken und Größen der Verbindungsmittel für die Geländer berechnet üblicherweise der Ingenieur für Tragwerksplannung, wenngleich etliche Geländer auch ohne statische Berechnung durch Bauschlosser, Zimmerleute, Tischler oder andere Handwerker oder Designer etc., errichtet werden. Für Geländer aus dem Katalog brauchen i.d.R. keine neuen statischen Berechnungen erstellt werden, wenn eine Typenstatik erstellt wurde und diese vom Prüfstatiker geprüft und zur Ausführung freigegeben wurde.
Bei älteren Geländern muss man davon abraten, sich (in Gruppen) an das Geländer anzulehnen, da sich meistens nur schwer einschätzen lässt, wie weit im Bereich der Geländerpfosteneinspannung das Material geschwächt ist. Abnutzung entsteht durch Alterung ( Korrosion bei Stahl, Verfaulen bei Holz, Versprödung bei Kunststoffen), durch Belastung und durch sonstige Einflüsse. Wenn sich bei Balkongeländern aus Metall im Bereich Geländerpfosteneinspannung Probleme einstellen, kann man diese durch seitliche Befestigungen oder (noch besser) durch Maßnahmen an den Balkonunterseiten in den Griff bekommen.
Bei Brücken (ebenso wie bei einigen anderen Bauwerken) schreibt die DIN 1076 jährliche Standsicherheits-Prüfungen vor. Dazu gehört immer auch die Überprüfung der Geländer.
Einteilung der Geländer
- Baujahr/Epoche und Region
- Design (Designer/Architekt, Ingenieure, Künstler, Handwerker)
- Form (Individuell oder typisiert (Massenware))
- Handlauf mit Geländerfüllung, Füllstabgeländer, Knieleistengeländer, Geländer mit Verkleidung
- Stahlrohrgeländer, Stahlseilgeländer, Lamellengeländer, Glasgeländer, Stahlbetonfertigteil, gemauertes Geländer
- Platten, Glas, Lochblech, Draht, Seile
- Herstellung durch
- Handwerk:
- Steinmetz (Bildhauer), Maurer, Schmied, Zimmermann, Bauschlosser, Glaser, Tischler (Schreiner)
- Industrie:
- Glas-, Metall-, Holz- oder Kunststoff-Betriebe (oder Fabriken)
- Künstler und Autodidakten, ...
- Material (Glas, Seile, Gewebe, Asbestzement-Faserplatten, PVC-Wellplatten)
- Statik (Berechnung für Einzelgeländer oder Typen/Systemgeländer oder ohne Berechnung nach Gefühl und/oder Erfahrung des Ausführenden)
- Zusatzelemente an Geländern (Blumenkastenhalter, Sicht- und Windschutz, Wäscheleinenhalter, Übersteigschutz, Halter für Sonnenschirm, Satellitenantennen, ...)
- Funktion (Absturzsicherung, Wegführung, Ornament)
Siehe auch
Balustrade, Treppe
Kategorie:Bauteil
ZierpflanzeZierpflanzen sind Kulturpflanzen, die vom Menschen zur Erbauung bzw. für zweckgebundene Anpflanzungen angebaut bzw. kultiviert werden. Zierpflanzenkulturen werden von Gärtnern der Fachrichtung Zierpflanzenbau (blühende Topfpflanzen, Blatt- und Grünpflanzen, Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen), Baumschule (Zierbäume, -sträucher, Stauden) sowie Staudenbau (Zierstauden) kultiviert.
Von sehr vielen Menschen sind Zierpflanzen ein Hobby. Oft beschäftigen sie sich mit einzelnen Gruppen von Pflanzen. Einige Beispiele: Kakteen, Orchideen, Zwiebelblumen, Fuchsien. Zu den jeweiligen Gruppen gibt es Vereine "Pflanzengesellschaften" in denen die Interessierten Informationen und Pflanzenmaterial austauschen können.
Zierpflanzen können allgemein in folgende Kategorien eingeteilt werden:
Pflanzengesellschaften
Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen sind Pflanzenarten, die aufgrund ihrer Größe und Umweltansprüche in Wohnungsinnenräumen oder größeren Räumen gehalten werden können. Man unterscheidet dabei:
Blühende Topfpflanzen
Pflanzen, die wegen ihres Blütenschmucks kultiviert werden (kleine Auswahl, große Auswahl unter: Zimmerpflanze):
- Alpenveilchen (Cyclamen-Persicum-Hybriden)
- Usambaraveilchen (Saintpaulia ionantha)
- Orchideen (Orchidaceae) - allerdings nur einige Gattungen, Arten und Sorten sind für Zimmerkultur geeignet.
- ...
Grün- oder Blattpflanzen
Blattpflanzen sind Pflanzenarten, die wegen ihrer schönen Blätter kultiviert werden (kleine Auswahl, große Auswahl unter: Zimmerpflanze):
- Monstera (Monstera deliciosa)
- Zimmer-Palmen (Arecaceae, verschiedene wenige Gattungen und Arten sind für Zimmerkultur geeignet.)
- Zimmertanne (Araucaria excelsia)
- ....
Vertreter beider Gruppen sind sowohl in Erdkultur wie auch in Hydrokultur anzutreffen.
siehe: Eine Liste von Zimmerpflanzen nach Standorten gegliedert.
Zimmerpflanze
Beet- und Balkonpflanzen
Diese sind oft nur ein- oder zweijährig (es gibt aber auch verholzende Vertreter wie z.B. Halbsträucher), finden ihre Verwendung in Balkonkästen, Rabatten, Kübeln und Beeten und werden in der Regel ebenfalls ihrer Blüten oder Blütenstände wegen kultiviert werden.
- Pelargonien, oft Geranien genannt, (Pelargonium-Zonale-Hybriden), (Pelargonium-Peltatum-Hybriden), Pelargonium-Grandiflorum-Hybriden)
- Fuchsien (Fuchsia-Hybriden)
- Petunia
- Fächerblume (Scaevola aemula)
- ....
siehe: Eine Liste von Beet- und Balkonpflanzen unter Zierpflanzen.
Zierpflanze
Schnittblumen
Schnittblumen sind Zierpflanzen, die von Zierpflanzengärtnern oder Staudengärtnern für den Schnitt kultiviert werden und in der Floristik in Blumensträußen und Gestecken Verwendung finden:
- Chrysanthemen (Chrysanthemum, Dendranthema)
- Nelken (Dianthus)
- Rosen (Rosa-Hybriden)
- Alstroemeria
- ....
Zwiebel- und Knollenpflanzen
Zierpflanzen, die nach einer Winterruhe aus Zwiebeln oder Knollen austreiben und meistens nur im Frühjahr blühen. Zwiebel- und Knollenpflanzen weisen ebenfalls auffälligen Blüten- bzw. Blütenstandsschmuck auf.
- Tulpe (Tulipa-Hybriden)
- Narzisse (Narcissus pseudonarcissus)
- Hyazinthe (Hyacinthus orientalis)
- Ritterstern (Hippeastrum-Vitatum-Hybriden)
- Klivie (Clivia miniata)
- ...
Klivie]]
Klivie
- Weigelie,
- Kolkwitzie,
- Forsythie,
- Kirschlorbeer
- Rosen
- Rhododendron
- Funkie,
- VergissMeinNicht,
- Pfingstrose
Bild:Delitzscher Schloßgarten.JPG|Geschnittener Buchsbaum im Delitzscher Schloßgarten.
Bild:Orangerie.jpg|Orangerie von Schloss Versailles.
Bild:Blumenteppich Ciechocinek.JPG|Blumenteppich im Schloßpark.
Bild:Agdemarkt.jpg|Verkauf von Beet- und Balkonpflanzen auf einem Wochenmarkt.
Bild:Blumenstrauß.jpg|Blumenstrauß
Bild:Esslingen am Neckar Berkheim Wappen Blumenbeet.jpg|Blumenbeet: Das Berkheimer Wappen, Stadtteil von Esslingen am Neckar.
Bild:Wilhelma-blumen-2004.jpg|Wilhelma Stuttgart, Gewächshäuser und Indisches Blumenrohr (Canna indica).
Bild:Gewaechshaus Botanischer Garten Berlin.jpg|Gewächshaus des Botanischen Gartens in Berlin-Dahlem.
Image:Kew gardens greenhouse.JPG|In einem Schaugewächshaus von Kew Botanical Gardens.
Bild:LannerUndStraussDenkmal.JPG|Teppichbeet-Bepflanzung in Park.
Bild:Naturgarten von oben .jpg|Garten der natürlich wirken soll.
Bild:Ogrody semiramidy.jpg|Eines der sieben Weltwunder: Die Hängenden Gärten.
Weblinks
- [http://www.g-net.de/bvz/ Bundesverband Zierpflanzen]
- [http://www.fh-weihenstephan.de/fgw/lehrgaerten/rundgang/zierpflanzen.html Virtueller Rundgang durch den Lehrgarten Zierpflanzen - FH Weihenstephan]
- [http://www.wi-inf.uni-essen.de/~schwarze/pflanzen/pflanzen.html Kleines Büropflanzenlexikon von Dirk Schwarze]
- [http://www.fibl.net/beratung/pflanzen/zierpflanzen.php FIBL - Beratung Zierpflanzen]
- [http://www.giftpflanzen.com/thema_zier.html Giftige Zierpflanzen]
Kategorie:Gartenbau
Kategorie:Zierpflanzenbau
GewürzUnter Gewürze werden Teile von Pflanzen verstanden, die wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen aller Art eingesetzt werden. Salz ist in diesem Sinne kein Gewürz.
Salz ]]
Gewürze spielten im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit eine ebenso bedeutende wirtschaftliche und politische Rolle wie heute das Erdöl. Sie waren extrem wertvoll, weil sie nicht nur zum Würzen benötigt wurden, sondern auch als Konservierungsstoffe und Grundlage für Arzneimittel.
Der Gewürzhandel, speziell aus Asien, war daher ein einträgliches Geschäft, durch den zunächst vor allem arabische Staaten und die italienischen Stadtstaaten, später auch die Kolonialmächte reich wurden und ihre Monopolstellung auch mit Waffengewalt verteidigten. Die Erschließung der Gewürzroute, des Seewegs von Europa zu den Inseln Hinterindiens ab dem 14. Jahrhundert, war der Beginn der europäischen Expansion.
Die teuersten Gewürze heute sind: Safran, gefolgt von Vanille und Kardamom. Früher war Pfeffer so wertvoll, dass er mit Gold aufgewogen wurde. Die abschätzige Bezeichnung Pfeffersack für einen reichen Menschen stammt aus dieser Epoche. Zimt war ebenfalls sehr kostbar: 1530 verbrannte der Kaufmann Anton Fugger die Schuldscheine Karls V., vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen, womit er seinen Reichtum demonstrierte.
Erweiterte Definition
Nach einer weitergehenden Definition sind Gewürze Stoffe, die der Geschmacksverbesserung von Speisen dienen oder die Bekömmlichkeit verbessern.
Karls V.
Klassifizierung nach Herkunft
Sie lassen sich gliedern in:
- anorganische Stoffe: Kochsalz, Raucharomen, wie sie beim Räuchern entstehen
- Pflanzen oder Pflanzenteile frisch, getrocknet oder bearbeitet, hier verwendet man
- Blätter, siehe Kräuter und auch Blüten oder Blütenteile beispielsweise Safran
- Pflanzenwurzeln und auch Rhizome wie beim Ingwer oder Meerrettich
- Früchte oder Samen der Pflanzen
- wässerige, saure, ölige oder alkoholische Auszüge der Aromen von Pflanzen als Beispiele seien Rosenwasser, Nelkenöl und Knoblauchöl erwähnt
- tierische Substanzen: Honig, Fleischextrakt, Trockenfisch, Fischsauce, Anchovis (Sardellen), Garnelenpaste, etc.
- ferner benutzen wir ganz selbstverständlich Gewürzzubereitungen, als ob es sich um ein einzelnes Gewürz handelt, erwähnt seien hier Senf, Currypulver, Chutney, Sojasauce und Wasabi
- In der Lebensmitteltechnologie werden zunehmend auch synthetisch hergestellte Aromen eingesetzt und kommen zum Verkauf, beispielsweise Vanillin und auch Rauchsalz.
Wirkung
Die geschmacksverbessernde Wirkung der Gewürze beruht auf leicht flüchtigen Verbindungen, den ätherischen Ölen. Aufgrund ihrer leichten Flüchtigkeit geben sie der Speise nicht nur einen angenehmen Geruch, sondern auch einen angenehmen Geschmack, da das Geschmacksempfinden sich zum größten Teil in der Nase abspielt.
Je nach Absicht kann man mit Gewürzen einer Speise ein komplett anderes Aroma geben und damit vielleicht ein unerwünschtes Aroma überdecken oder den ureigenen Geschmack der Speisen hervorheben, ergänzen und verstärken.
Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch physiologische Wirkung entfalten können, kann man mit verschiedenen Gewürzen auch durchaus medizinische Zwecke erfüllen.
Die wichtigsten Funktionen von Gewürzen sind:
- Konservierung der gewürzten Lebensmittel (Salz, Chili, Rosmarin)
- Anregung des Appetits durch Bitterstoffe (Bitterliköre, Rosmarin, Pomeranzenschale)
- Anregung der Verdauung durch Förderung der Magentätigkeit (Pfeffer, Salz, Essig)
- Hilfe bei Darmkrämpfen und Verhinderung von Blähungen (Fenchel, Anis, Kümmel)
- Verbesserung des Geschmacks von verdorbenen oder faden Lebensmitteln (Rosenwasser, Orangenblüten)
- Ergänzung und Verstärkung des Geschmacks von wenig aromaintensiven Gerichten (Glutamat, Vanille, Butter)
Weiterhin gibt es einzelne Wirkungen, die über die genannten Gruppen hinausgehen:
Zum Beispiel wird durch Anregung der Bildung von Gallenflüssigkeit insbesondere durch Verwendung von Zwiebeln und Knoblauch die Fettverdauung gefördert. Ingwer und Meerrettich werden günstige Wirkungen auf die Darmflora nachgesagt.
Bis zur beginnenden Kolonisation waren Gewürze selten und entsprechend teuer, ihre Verwendung erfolgte teilweise in Hinblick auf einen gewissen Statuscharakter unnötig reichlich.
Verwendung
Die pflanzlichen Gewürze werden meist zerstoßen, gerebelt oder gemahlen verwendet, sofern sie nicht als Essenz oder Extrakt vorliegen.
Um die aromatisierende Wirkung besser kontrollieren zu können, können bei längeren Garverfahren wie Dünsten oder Schmoren die Gewürze in eine Gewürzkugel, ähnlich einem Teeei, gefüllt werden und so leicht wieder ohne Rückstände entnommen werden.
Die Lebensmitteltechnologie benötigt immer mehr bearbeitete Gewürze und bevorzugt Gewürzpräparationen, welche nur noch aus ätherischen Ölen bestehen.
Siehe auch
- Nutzpflanzen
- Liste der Küchenkräuter und Gewürze
- Liste der Küchengewürze
- Kräuter
- Fairer Handel
- Gewürzroute
Literatur
- Kräuter & Gewürze. Honos Verlagsgesellschaft, Zug, 1985.
- Ulrike Bültjer: Lexikon der Kräuter und Gewürze. Bassermann Verlag, München 2002 ISBN 380941283X
Weblinks
- http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/ - Gernot Katzers Lexikon mit informativen und ausführlichen Informationen über Kräuter und Gewürze (dt. und engl.)
- http://www.wuerzkraut.de
- http://home.t-online.de/home/ufetzer/proj/herbs/herbs.html Ilka & Ullis Kochecke: Gewürze
- http://www.aalfred.de/warenkunde/kraeuter/_kraeuter.php noch eine Seite über Kräuter und Gewürze
- http://www.fslemi.uni-bonn.de/gewuerze/titel.htm Surf die Gewürze - Gewürze mit chemischen Formeln und botanischer Einordnung
- http://www.bioworld.de/kraeuter/ Kräuterfibel mit nützlichen Informationen zu verschiedenen Kräutern
Kategorie:Lebensmittel
!
ja:香辛料
nb:Krydder
simple:Spice
Urlaub
Urlaub ist die Zeit, die der Arbeitnehmer von seinem Arbeitsplatz mit der Genehmigung des Arbeitgebers fernbleiben kann. Dabei gibt es bezahlten oder unbezahlten Urlaub. Er soll der Erholung dienen.
Das Wort Urlaub kommt vom Altmitteldeutschen Wort für "Erlaubnis". So fragten im frühen Mittelalter Ritter ihren Lehnsherren um urloup, also "Urlaub", um in eine Schlacht zu ziehen.
Recht
Der Mindestanspruch eines Arbeitnehmers auf Erholungsurlaub ist für Deutschland im Bundesurlaubsgesetz geregelt. Er beträgt
30 Arbeitstage bei einer 7-Tage-Woche, 24 Arbeitstage bei einer 6-Tage-Woche bzw. 20 Werktage bei einer 5-Tage-Woche. Für Jugendliche ist der Mindestanspruch im Jugendarbeitsschutzgesetz festgelegt.
Die meisten Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland haben heute aus tarifvertraglicher oder einzelvertraglicher Vereinbarung etwa 30 Tage Urlaub pro Jahr. Schwerbehinderte bekommen fünf Tage zusätzlichen Urlaub.
Während des Urlaubs haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung (Urlaubsentgelt). Auf tarif- oder einzelvertraglicher Grundlage zahlen manche Arbeitgeber ein zusätzliches Urlaubsgeld.
Darüber hinaus kann es nach Landesgesetz einen Anspruch auf Bildungsurlaub zur beruflichen Fortbildung geben.
Wird der Erholungsurlaub im Kalenderjahr nicht genommen, verfällt er, sofern er nicht - maximal bis zum 31. März - auf das Folgejahr übertragen wird. Einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung, das heißt eine Zahlung für nicht genommene Urlaubstage, hat der Arbeitnehmer nur, wenn er seinen Urlaub aufgrund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht nehmen kann.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann es einen Anspruch auf bezahlten oder unbezahlten Sonderurlaub geben.
Internationaler Vergleich
Spitzenreiter in der nebenstehenden Liste der Frankfurter Rundschau im Urlaub sind die Schweden mit durchschnittlich 33 tariflich bezahlten Urlaubstagen, die Niederländer mit gut 31 Tagen und die Dänen mit 30 Tagen. Deutschland folgt mit rund 29 Tagen. Deutlich schlechter schneiden die Griechen mit 23 Tagen und die irischen Arbeitnehmer mit 20 Tagen ab. Schlusslicht sind Japan mit 18 und die USA mit nur 12 bezahlten Urlaubstagen. Die Zahlen beziehen sich auf 2003, viele Staaten (z.B. Großbritannien) fehlen allerdings.
Urlaubsgestaltung
Im Urlaub gehen sehr viele Menschen auf Reisen. Eltern legen ihren Urlaub meist auf die Schulferien, um die Freizeit mit den Kindern zu verbringen, bzw. gemeinsam mit ihnen wegfahren zu können, oder auch um eine Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Bei Lehrern und einigen anderen Berufsfeldern liegt der Urlaub generell in den Schulferien. Deshalb ist die Hauptreisezeit auch in der Ferienzeit.
Singles und Paare ohne Kinder im Schulalter nehmen dagegen gerne auch außerhalb der Ferienzeit Urlaub, da die Reisen dann günstiger sind und mehr Ruhe an den Ferienorten herrscht.
Manche Familien machen in ihrem Urlaub auch einen Haustausch mit anderen Familien, um Geld für die Übernachtung am Urlaubsort zu sparen.
Der Aktivurlaub ist eine als besonders empfundene Form von Urlaub, die sich durch vermehrte sportliche Aktivitäten, wie etwa Wandern auszeichnet. Es gibt ihn oftmals als Pauschalurlaub. Reiseveranstalter und Reisebüros haben sich darauf eingestellt, und bieten gesonderte Kataloge dafür an.
Um eine Fremdsprache zu erlernen oder zu verbessern machen viele im Ausland Sprachurlaub.
Siehe auch:
- Übersicht Tourismus
- Reisebüro
- Reiseveranstalter
- Reisewarnung
- [http://www.urlaubsliste.com Urlaubscheckliste] Mit dieser übersichtlichen Urlaubsliste sollte man eigentlich nichts mehr vergessen
!
Kategorie:Arbeitsrecht
Kategorie:Tourismus
simple:vacation
GrillDer Begriff Grill (pl.:Grills) (v. französ.: gril, aus lat.: craticulum Flechtwerk) bezeichnet
- ein Gerät zum zum Grillen von Fleisch
- den zum Grillgerät gehörigen Grillrost auf einer Feuerstelle
- bei einem Auto den Kühlergrill.
- Es ist zudem ein deutscher Familienname, der aus dem süddeutschen-österreichischen Raum stammt.
Söller
Söller (v. lat. solarium), auch Altan oder Altane (von ital. altana) genannt, sind offene Plattformen in oberen Stockwerken. Im Gegensatz zum Balkon, der gänzlich frei hervorragt, werden diese von Gebäudeteilen getragen oder auf Pfeilern abgestützt.
Am mittelalterlichen Haus war der Söller ein hölzerner oder steinerner Austritt am oberen Stockwerk. Der Söller war bis zum Erdboden untermauert und mit einer Brüstung versehen.
Einige Söller waren mit einer Treppe versehen, besonders beim Saalbau einer Burg oder Pfalz, der die Repräsentationsräume beherbergte.
Altane werden meist durch besondere Säulen oder Pfeiler (auch Karyatiden, Atlanten oder Hermen) gestützt.
Kategorie:Bauteil (Gebäudeteil)
WärmebrückeEine Wärmebrücke (oft fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird, als durch die anderen Bauteile.
Man unterscheidet konstruktive und geometrische Wärmebrücken. Konstruktive Wärmebrücken entstehen durch Einbauten bzw. Materialien mit höherer Wärmeleitfähigkeit oder fehlender Wärmedämmung, z.B. Stahlbetonbauteile, die eine gedämmte Außenwand durchstoßen. Geometrische Wärmebrücken ergeben sich beispielsweise durch Versprünge / Ecken in einem ansonsten homogenen Bauteil, wenn der Innenfläche eine größere Außenfläche, durch die die Wärme abfließt, gegenüber steht.
Im Bereich von Wärmebrücken sinkt im Winter die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen ab. Bei unterschreiten der Taupunkttemperatur fällt Tauwasser (Kondenswasser) aus. An Wärmebrücken besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Diese tritt nicht erst bei Tauwasserausfall, sondern bereits bei einer (durch die Oberflächentemperatur bedingten) relativen Luftfeuchte von mehr als 80% an der Wand auf. Wärmebrücken führen zudem zu höherem Heizwärmebedarf und damit zu höheren Heizkosten.
Heizkosten
Heizkosten
Häufig findet man Wärmebrücken in folgenden Bauteilen:
- Balkone
- Rolladenkästen
- Mauersohlen
- Fensterrahmen und Fenterstürzen
- Heizkörperbefestigungen im Mauerwerk
- Heizkörpernischen
- Deckenanschlüsse
- Ecken im Haus
- ungedämmte Stahlbetonbauteile
An diesen Bauteilen ist in der Regel ein niedriger Wärmedurchgangswiderstand vorhanden.
Seit in Kraft treten der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 müssen Wärmebrücken in ortsfesten und beheizten Gebäuden vermieden werden. Ausnahmen: denkmalgeschützte Gebäude; "Unzumutbarkeit" z.B. sehr unwirtschaftlich; Gebäude mit ständig geöffneten Türen, Toren oder Fenstern; Gewächshäuser und unterirdische Gebäude zu Verteidigungszwecken. Bei der Berechnung der Transmissionswärmeverluste spielt der Wärmebrückenzuschlag (0,05 bzw. 0,10 W/(m²K))eine wichtige Rolle.
Siehe auch: Energiestandard
Kategorie:Thermodynamik
Kategorie:Bauphysik
Kategorie:Bauschaden
WärmedämmungWärmedämmung sind Maßnahmen zur Eindämmung der Abgabe thermischer Energie von Gegenständen oder ganzen Gebäuden an ihre Umgebung durch Einsatz von Dämmstoffen.
Die Umgangssprache spricht in solchen Fällen häufig von Isolierung, doch während diese vollständig trennt, verringert eine Dämmung nur den Austausch von Energie. Beispiele für die Anwendung von Wärmedämmung an Gegenständen oder Anlagen sind Bettdecke, Thermobekleidung, Kühltasche, Kühl- und Heizungsanlagen mitsamt ihren Rohrleitungen oder auch Fahrzeuge.
Wärmedämmung von Gebäudeflächen
Die Wärmedämmung von Gebäuden zur Einsparung von Heizenergie hat im Zuge eines aufkeimenden Bewusstseins für Nachhaltige Entwicklung und der Verteuerung von Energieressourcen in den 1990er einen hohen Stellenwert erhalten.
Baustoffe wie Stahl, Beton und Glas, aber auch Natursteine sind relativ gute Wärmeleiter, so dass die daraus errichteten Außenwände von Gebäuden bei kalter Witterung sehr schnell die Wärme von der Innenseite an die Außenseite abgeben.
Deshalb verkleidet man heute derartig gebaute Wände mit so genannten Dämmstoffen; das sind Materialien mit geringer Wärmeleitung. Im Sommer soll die Dämmung verhindern, dass Wärme von außen in ein Haus eindringt, damit es relativ kühler bleibt. Gebräuchlich sind:
- Geschäumte Kunststoffe (wie Polystyrol, Neopor, Polyurethan)
- Mineral-, Glaswolle, Schaumglas
- mineralische Schäume wie Porenbeton, Bimsstein, Perlite
- Schüttungen aus Zelluloseflocken - diese können auch in Hohlräume eingeblasen werden -, Ceralith, Blähglas, Blähton
- Holzfaserwerkstoff, Holzwolle, Kork
- pflanzliche oder tierische Fasern wie Hanf, Flachs, Kokos, Wolle
- Schilfrohrmatten
- Kalzium-Silikat-Platten vorzugsweise für Innendämmung von Außenwänden
Man unterscheidet Außen-, Innen- und Kerndämmung. In grossen Teilen Deutschlands ist der einschalige Wandaufbau aus wärmedämmenden Baustoffen wie zum Beispiel Ziegel oder Bims- und Porenbeton gängig. In Norddeutschland ist der zweischalige Wandaufbau mit Kerndämmung häufig.
Für die nachträgliche Verbesserung der Wärmedämmung wird meist eine Außendämmung verwendet (Wärmedämmverbundsystem). Neben der Heizwärmeeinsparung im Winter wird bei dieser Form der Wärmedämmung eine Verbesserung der Behaglichkeit auch im Sommer erreicht, weil die Masse von Wänden, Decken und Boden die Raumtemperatur annimt und Wärme speichert.
In manchen Fällen ist eine Außendämmung nicht möglich oder nicht gewünscht. So kann man bei Lehmaußenwänden in Fachwerkhäusern, Gebäuden, deren Außenfassade erhalten bleiben soll, auch nachträglich eine Innendämmung aufbringen. Innendämmung sind problematischer, da Wärmebrücken berücksichtigt werden müssen, der Taupunkt nach innen wandert und dadurch die Gefahr von Feuchtigkeitsbildung und damit von Gebäudeschäden besteht. Wenn die Konstruktion mit diffusionsoffenen Dämmstoffen ausgeführt wird, lassen sich diese Probleme heute beherrschen. Innendämmung mit Dampfsperren gelten als problematisch, da diese, wenn nicht absolut dicht, die Feuchteprobleme noch verstärken.
Der optimale Dämmstoff besitzt mehrere Eigenschaften: Er ist schlecht wärmeleitend, hat also einen niedrigen U-Wert, aber auch eine hohe Wärmekapazität, die eine Verlangsamung der Gebäudererwärmung im Sommer oder Auskühlung im Winter bewirkt, ist feuchteresistent und ist kapillaraktiv, kann also auftretende Feuchtigkeit schnell verteilen und wieder abgeben. Da Dämmstoffe meist nicht all diese Eigenschaften auf einmal besitzen, werden sie oft kombiniert eingesetzt.
Physikalische Einheit
Der Wärmedurchgang wird angegeben durch den U-Wert (früher K-Wert) des Materials bzw. der gesamten Wandkonstruktion. Die Dämmung von Dächern und Decken (Böden) ist auch notwendig.
Probleme beim nachträglichen Einbau von Wärmedämmungen
Eine Wärmedämmung muss physikalische Gegebenheiten berücksichtigen. Nicht fachgerecht ausgeführte Konstruktionen können für erhebliche Probleme sorgen, meist sind dies Feuchtigkeitsprobleme durch Kondensation (s.a. Taupunkt), einige Beispiele hierzu:
So ist eine einfache und effektive Maßnahme der Austausch von Fenstern. Bei schlecht gedämmten Gebäuden mit schlechtem u-Wert kann dies dazu führen, dass Feuchtigkeit sich an kalten Stellen (meist Raumecken) niederschlägt, da die modernen Fenster den Luftaustausch unterbinden. Schimmelbildung kann die Folge sein. Bei solchen Gebäuden ist deshalb eine Dämmung der Außenwände mit in Betracht zu ziehen. Alternativ läßt sich das Problem auch mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung lösen.
Wird eine Innendämmung mit Mineralwolle ohne Dampfsperre angebracht, dringt Wasserdampf in die Konstruktion und kondensiert zu Wasser und verursacht ernste Schäden wie Schimmel oder irreparable Feuchteschäden im Holz. Es wird deshalb heute empfohlen bei Innendämmungen diffusionsoffene kapillaraktive Baustoffe ohne Dampfsperren einzusetzen.
Das Eindringen von Wasserdampf sollen oft Dampfsperren, wie spezielle Folien, verhindern. Werden diese mangelhaft ausgeführt oder später beschädigt, sind ebenfalls Feuchteschäden die Folge.
Ebenso ist die Einbeziehung von Wärmebrücken bei Wärmedämmmaßnahmen erforderlich.
Wärmedämmung – ein kontroverses Thema
Die Wärmedämmmaßnahmen wurden oft für Bauschäden verantwortlich gemacht, meist Feuchtigkeitsschäden. Tatsächlich sind Entwurfs- und Baufehler oder falsches Verhalten der Bewohner dafür verantwortlich. Als Planungshinweis bezüglich der Feuchtigkeit dienen die Normen DIN 4108-3 bzw. EN ISO 13788, die eine Berechnung nach dem Glaserverfahren benutzen. Hier wird anhand physikalischer Parameter wie Dampfdruck, Temperaturen und Wärmeleitfähigkeit der Konstruktion bestimmt, ob während der kritischen Winterperiode in der Konstruktion Kondensat auftreten kann und wieviel. Aufgabe des Planers ist es, die Konstruktion feuchtigkeitssicher zu wählen. Ob die nach der Norm allgemein als unkritisch geltende Kondensatmenge von 0,5-1 kg/m2 im speziellen Fall auch unkritisch ist, unterliegt dem Fachwissen des Planers - ggf. hat er eine andere Konstruktion zu wählen. In der Regel kann eine geringe Kondensatmenge von der Konstruktion aufgenommen und während der Wärmeperiode wieder abgegeben werden. Wenn der Planer aber nicht berücksichtigt, ob der Konstruktionsaufbau zur Wasseraufnahme überhaupt in der Lage ist, bzw. kapillaraktive Baustoffe das entstehende Kondensat fast sofort ableiten, ist die Berechnung weit von der Realität entfernt. Deshalb gilt das Verfahren als überholt und es gibt ausführlichere Rechenprogramme, die bessere Ergebnisse liefern. In einem neuen Norm-Entwurf soll dies berücksichtigt werden.
Eine Gruppe, die sogenannten Ziegelphysiker, stellt die Wärmedämmung bei Massivkonstruktionen wie z.B. Ziegel fälschlich generell in Frage. Die Wärmekapazität der Baustoffe nutze bei Sonneneinstrahlung angeblich erhebliche solare Gewinne, die die Bauphysik nicht korrekt berücksichtige. Die Ziegelphysiker erfanden deshalb einen neuen "effektiven" U-Wert Ueff. Der wissenschaftliche Nachweis, daß diese Behauptung falsch ist, ist sowohl experimentell als auch theoretisch erbracht. Für den solaren Gewinn ist allein der U-Wert und die Oberflächengestaltung verantwortlich. Bei einer hellen Oberfläche wird z.B. viel Sonnenlicht reflektiert (im Sommer erwünscht - im Winter unerwünscht). Die Masse des Bauteils ist nur für die Zeitdauer der Wärmeausbreitung verantwortlich. Nachfolgend die Erklärung, warum kein Unterschied im Energiegewinn entsteht:
Zunächst nehmen eine leichte sowie eine massereiche Konstruktion aus homogenem Material (z.B Ziegel) bei gleicher Farbe fast die gleiche Solarenergie auf. Eine leichte Konstruktion heizt sich dabei an der Oberfläche und in der Tiefe schneller und stärker auf, gibt aber wegen der hohen Oberflächentemperatur auch schon während der Einstrahlung mehr Wärme ab. Dabei ist ein Großteil der Wärmeenergie in der Tiefe (innen), so daß nach dem Ende der Einstrahlung relativ wenig nach aussen abgegeben wird.
Eine massereiche Konstruktion nimmt an der Oberfläche genau so viel Wärme(energie) auf - hat dabei aber eine geringere Temperatur und dementsprechend eine geringere Abstrahlung. Allerdings bleibt die aufgenommene Wärme näher unter der Oberfläche konzentriert, da mehr gespeichert wird. Nach Ende der Einstrahlung wird relativ viel gespeicherte Wärme nach außen abgegeben, da der Weg von der warmen Zone nach innen viel länger ist. Die rechnerische Untersuchung zeigt dabei, daß nach ausreichend langer Zeit der solare Energiegewinn bei gleichen U-Werten der gleiche ist. Auch die eperimentelle Überprüfung (z.B. die EMPA-Untersuchung Nr. 136788 mit Beteiligung eines Ziegelphysikers bestätigte die theoretischen Ergebnisse.
Feuchtetransport: hygroskopische Speicherfähigkeit und Kapillarität
Die Fähigkeit, Wasser kurzzeitig aufzunehmen, und so bei Situationen wie Schlagregen oder Kondensatbildung eine kritische Durchfeuchtung zu vermeiden, wird als hygroskopische Speicherfähigkeit bezeichnet (s.a. w-Wert, Wasseraufnahmekoeffizient). Kapillaraktive Baustoffe sorgen dann für den Abtransport von Feuchtigkeit innerhalb der Konstruktion. Baustoffe, die beide Eigenschaften vereinen sind u.a. Ziegel, Gips, Holzfaserwerkstoffe, Lehm, oder Bauplatten aus Calciumsilikat. Porenbeton besitzt zwar eine hohe Speicherfähigkeit ihm fehlt aber die Eigenschaft, das Wasser wieder schnell abzugeben.
Wichtig hierbei ist bei Konstruktionen, den Wassertransport nicht durch ungeeignete Wandbeschichtungen (Farben, Tapeten, Dampfsperren) zu behindern.
Weblinks
- [http://www.bbr.bund.de/bauwesen/projekte_bauforschung/kurzberichte/berichtsnr2403_erarbeitung.pdf PDF-Dokument des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung]
- [http://www.energiesparhaus.at Wissenswertes über das Energiesparhaus]
Kategorie:Bauteil
Kategorie:Fassade
Kategorie:Thermodynamik
Kategorie:Baukonstruktion
ja:断熱材
ZuschauerPublikum ist die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung für die Öffentlichkeit und Allgemeinheit, sowie der Sammelbegriff für „Zuschauer/-hörerschaft“. Gebräuchlich z.B. im Theater, Zirkus,((Kino)) (verehrtes ...), bei Festivals etc. Kennzeichnende Aspekte sind:
- Freiwilligkeit, so werden Teilnehmer an speziellen Versammlungen, Vorlesungen etc. nicht mit diesem Begriff bezeichnet.
- Möglichkeit zur (gewünschten) Reaktion, z.B. Applaus, Missfallensäußerungen etc.
- Bei Vorträgen, Präsentationen etc. hat das Publikum in gewissen Grenzen die Möglichkeit, den Ablauf zu beeinflussen (z.B. durch Fragen).
Auch für Nutzer/Anwender (multimedialer) Informationssysteme findet der Publikumsbegriff zunehmend Anwendung. Die Einflussnahme findet hier per Interaktion und Navigation statt. Siehe auch Medieninformatik.
Publikum im Theater
Publikum des Kinos
Eine Betrachtung des Kinos kann vom Publikum und seinen Bedürfnissen nicht absehen. Siegfried Kracauer hat seinen Essay Film und Gesellschaft (1927) daher später Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino genannt. Dabei ist vor der Frage nach der Rezeption einzelner Filme, zunächst zu untersuchen, welche Menschen und warum überhaupt ins Kino gehen.
Guy Debord hat in seinem Film In girum imus nocte et consumimur igni [Wir wandern des Nachts im Kreise umher und werden vom Feuer verzehrt] scharfe Kritik am heutigen Kinopublikum geübt. Diese Kritik, die wohl anhand des französischen Publikums entwickelt wurde, kann auch auf das Publikum der deutschen Programmkinos übertragen werden.
"Dieses Publikum, dem man so vollkommen die Freiheit entzogen hat und das dies alles geduldet hat, verdient weniger als jedes andere, daß man es schont. Mit dem traditionellen Zynismus derer, die die menschliche Neigung, ungerächte Kränkungen noch zu rechtfertigen, kennen, verkünden die Manipulatoren der Werbung heute in aller Ruhe, daß 'man ins Kino geht, wenn man das Leben liebt'. Aber dieses Leben und dieses Kino gelten gleich wenig; insofern sind sie tatsächlich beliebig austauschbar.
Das Kinpublikum, das nie sehr bürgerlich war und auch kaum mehr aus dem gewöhnlichen Volk kommt, setzt sich inzwischen fast nur noch aus einer einzigen sozialen Schicht zusammen, die im übrigen sehr breit geworden ist; nämlich der kleinen Fachgehilfen aus den diversen Zweigen jener 'Dienstleistungen', die das heutige Produktionssystem so dringend braucht: Verwaltung, Kontrolle, Wartung, Forschung, Lehre, Meinungsbildung, Unterhaltung und Pseudokritik. Damit ist wohl ausreichend beschrieben, was sie sind. Gewiß muß man bei diesem Publikum, das noch ins Kino geht, auch die rechnen, die, weil sie eben jünger sind, sich erst im Stadium einer oberflächlichen Lehre in diesen diversen organisatorischen Arbeiten finden.
Am Realismus und an den Konkretisierungen dieses berühmten Systems kann man schon die persönlichen Fähigkeiten der ausführenden Organe erkennen, die es ausgebildet hat. Und tatsächlich täuschen sich diese hier in allem und können nur noch über Lügen faseln. Es sind arme Lohnabhängige, die sich für Eigentümer halten; betrogene Ignoranten, die sich gebildet glauben, und Tote, die meinen, sie hätten Sitz und Ttimme."
Debord zeigt im folgenden ausführlich die Tiefe und das Ausmaß des Selbstbetrugs der Kinogänger auf und wie ihnen der Besuch des Kinos hilft, in diesem Selbstbetrug zu verharren.
Die feministische Filmtheorie hat aufgezeigt, daß die Wünsche und Erwartungen männlicher und weiblicher Zuschauer durchaus nicht einfach identisch sind.
Literatur:
- Guy Debord, In girum imus nocte et consumimur igni, Berlin, Edition Tiamat 1985
- Annette Kuhn, WOMEN'S PICTURES. Feminism and Cinema, London, Sydney, Wellington: Pandora 1990
- Siegfried Kracauer, "Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino" in: ders., Das Ornament der Masse, suhrkamp taschenbuch 371, Frankfurt am Main 1977
Siehe auch :Zaungast, Betrachter,
Kategorie:Soziologie
Kategorie:FassadeFassadenkonstruktionen, Bauteile von Fassaden
Kategorie:Bauteil Eretmochelys imbricata
catégorie:Testudines
Seule espèce du genre Eretmochelys, la tortue Hawksbill (ou tortue à écaille ou caret) est localisée dans l'océan indien et plus particulièrement l'île Cousin, principal lieu de ponte.
Elle est nommée imbricata en raison des plaques qui se chevauchent sur sa carapace supérieure et de la forme de son bec crochu.
Elle mesure de 60 à 100 cm et pèse de 80 à 130 kg
Couleur générale :brun orangé
heavy metal Dorota Rabczewska programy sylwester wagi elektroniczne
|
|
|
|