Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Ballade

Ballade

Das Wort Ballade stammt ursprünglich aus dem früher in Südfrankreich gesprochenen Provenzalischen bzw. Okzitanischen, wo es als "ballada" ein Tanzlied bezeichnete. Es wurde dann um 1250 in der Form "ballade" ins Französische übernommen. Nach einer französischen Definition aus dem 13. Jahrhundert ist eine Ballade ein strophisches gesungenes Tanzlied, das der Tanzende selbst vorträgt, eine erzählende, rhythmisch gestaltete Schilderung eines vergangenen Geschehnisses, mitunter romantisch, oftmals mit einem als unvermeidlich charakterisierten katastrophalen Ende. Spätestens im 14. Jahrhundert wird die französische Ballade zu einem Gedicht beliebigen Inhalts (obwohl das Thema Liebe überwiegt), aber mit fester Form. Sie umfasst drei Strophen mit sich wiederholendem Reimschema (z. B. abbaacc abbaacc abbaacc), an die häufig eine Geleitstrophe (frz. envoi) angehängt ist, die das Reimschema der zweiten Hälfte der vollen Strophen hat (hier aacc). Die letzte Zeile c kehrt in der Regel als Refrain (Kehrreim) wieder. Die Ballade kann aber, wenn sie nicht singend vorgetragen wird, auch ein erzählendes Gedicht sein. Ihre Grundhaltung ist die Epik, das Erzählende. Dem Balladendichter stehen jedoch alle drei Formen der Poesie offen - die Epik, die Lyrik (Form) und die Dramatik (Dialog). Deswegen nannte Goethe die Ballade das Urei der Dichtung. Er kann sie nach Belieben einsetzen und so die Ballade zu einer äußerst vielseitigen, vielschichtigen Kunstform erheben. Die Erzählstruktur von Balladen ist häufig schlicht, klar und leicht lesbar. Die formale Struktur ähnelt der von Gedichten.

Entwicklung im deutschen Sprachraum

Ursprünglich in der Vergangenheit als Tanzlied entstanden, entwickelte sich die Ballade . Traditionelle Balladen sind meist in musikalischem Gewand, die von Generation zu Generation mündlich weitergetragen, und mit musikalischer Begleitung aufgeführt wurden. Bis man sie schriftlich fixierte, veränderte sich ihr Inhalt im Lauf der Zeit. Literarische Balladen sind ähnlich strukturiert wie die traditionellen Balladen.. Balladen fanden weitere Asprägung im Bänkelsang und der Moritat. Als Schöpfer bekannter Balladen traten zahlreiche deutschsprachige Dichter hervor:
- Johann Wolfgang von Goethe: Erlkönig
- Friedrich Schiller: Die Kraniche des Ibykus, Die Bürgschaft, Der Taucher, Der Ring des Polykrates
- Adelbert von Chamisso: Die Sonne bringt es an den Tag
- Annette von Droste-Hülshoff: Der Knabe im Moor, Die Vergeltung
- Heinrich Heine: Belsazar, Die schlesischen Weber
- Theodor Fontane: Die Brück' am Tay
- Conrad Ferdinand Meyer: Die Füße im Feuer
- Bertolt Brecht: Kinderkreuzzug

Über das Wesen der Ballade

Formal lässt sich eine Einteilung in Volksballade und Kunstballade, thematisch in Geisterballade, Ideenballade, Romanzen, Bänkelgesang, Heldenlied, Volkslied, vornehmen. Zu Gehalt und Bau der Ballade gehören: das Düstere und Verhängte in der Stimmung, der Entscheidungscharakter im Gehalt, das Schlagartige, oft Sprunghafte im Ablauf und das Herbe, Kantige, oft genug derb und realistisch Zupackende in der Form. Extreme Themen von Bedrohung und Bewährung mit meist tragischem Ausgang gelangen zur Gestaltung und die schicksalhaft überschattete Dynamik macht das eigentlich Balladeske aus.

Die Ballade bei Schiller (1759-1805)

Bei Schiller steht im Mittelpunkt der Ballade nicht der Mensch, sondern das Schicksal, das sich am Menschen offenbart. Immer findet sich die Gestaltung eines vordergründigen und eines hintergründigen Vorgangs, eines rational erfassbaren und eines irrational-unbegreiflichen Geschehens. Die dramatische Grundstruktur der meisten Schillerballaden ist der Grund dafür, dass sie so große und tiefe Wirkung erzielt haben und als klassische deutsche Balladen bezeichnet werden. Es geht um die Begegnung des Menschen mit Mächten des Schicksals, die ihn von innen oder außen bedrohen, denen er trotzt oder gehorcht und die ihn schließlich zu einer existenziellen Erschütterung führen.

Siehe auch


- Liste deutscher Balladen

Weblinks


- [http://gutenberg.spiegel.de/info/genres/17.htm Auswahl von Balladen online] (Projekt Gutenberg-DE) !Ballade Ballade ja:バラード

Refrain

Für die Bedeutung dieses Begriffes in der klassischen Musik siehe Ritornell. ---- Ein Refrain (franz.) ist ein Kehrvers oder Kehrreim, wie er häufig in Gedichten und Liedern auftritt: Die Wiederkehr von textlich/musikalisch (wenigstens überwiegend) identischen Zeilen am Schluss einer Strophe oder zwischen den Strophen als auffälliges Gliederungsmerkmal. Der formalen Gestaltung des Refrains sowie seiner Platzierung im gesamten Gedicht/Lied sind keine Grenzen gesetzt. So ist es möglich, jedes Auftreten des Refrains leicht zu variieren, um ihn den umgebenden Strophen individueller anzupassen. Andererseits sind in der Rondo-Form die Strophen von deutlich verschiedener Form, so dass der Refrain hier eine bündelnde, rückführende Funktion bekommt. Eine andere Technik der formalen Steigerung ist die Verzögerung des Refraineintritts durch an bestimmten Stellen eingefügte Zwischenteile. Die Verwendung eines Refrains erzeugt also auch eine Wiederkehr im allgemeineren Sinne denn als reines poetisches Mittel, z. B. die bewusste Wiederkehr einer bestimmten Spannung, Situation usw., die ein "gewolltes" poetisches Bild verstärkt. In der Popmusik ist der Refrain der eigentlich tragende Teil, um den ein Lied oftmals geradezu herumkomponiert ist. Nicht selten kommt es vor, dass ein Musikstück in seiner zweiten Hälfte nur noch aus ständigen Wiederholungen des Refrains besteht, der allenfalls zum Zwecke einer letzten Steigerung noch um einen Halbton höher gerückt (sequenziert) wird, bevor dann langsam ausgeblendet wird (Fade-Out). Kategorie:Musiktheorie Kategorie:Literarischer Begriff

Gedicht

Ein Gedicht ist ein lyrisches sprachliches Kunstwerk, das meist in Strophen- und Versform vorliegt. Oft wird der Begriff fälschlicherweise als Gattungsbegriff synonym zu Poesie verwendet.

Geschichte des Begriffs

Gedicht war ursprünglich eine Bezeichnung für alles schriftlich Abgefasste. Seit dem 18. Jahrhundert wird der Begriff nur noch für den poetischen Bereich verwendet. Das Wort "Dichtung" hat aber noch etwas vom ursprünglichen Gebrauch erhalten. Es steht für das "Erfundene" - im Gegensatz zum "Wissenschaftlichen". Die Bezeichnung umfasste zunächst alle literarischen Gattungen, heute wird das Gedicht als eine Form der Lyrik von Prosa und Drama abgegrenzt.

Definition

Ein Gedicht ist eine lyrische Form, die mit bildhafter Sprache (Metaphern) in formell gebundener Sprache in mündlicher oder schriftlicher Form arbeitet. Dabei wird oft eine nichtalltägliche Anordnung von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen verwendet, um bildhaft Aussagen und Eindrücke zu geben. Gedichte arbeiten mit Mitteln von Humor und Satire, mit ernsthaften und melancholischen Formen oder in anderer Weise, denn sie neigen dazu, jede vorgegebene Form zu sprengen. Ein Gedicht besteht (meist) aus Versen und Strophen. Das reicht von Einzeilengedichten bis zu ganzen Büchern (Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen). Gedichte sind eine sehr alte Literaturform und sie haben sich oft und grundlegend geändert. Heute bestehen viele Formen nebeneinander. Es gibt Gedichte mit freiem Rhythmus oder in strengem Rhythmus, mit Reim und ohne Reim, Gedichte zu allen verfügbaren Themen, Liebe, Natur, Technik. Es gibt humorvolle und ernste, traurige, melancholische Gedichte. Reime können humorvoll wirken oder die Trauer und Melancholie verstärken. Gemeinsam ist den Gedichten die in sich geschlossene Form, die bildhafte, oft lyrische Sprache und der Aufbau in Versen und Strophen. Manchmal wird in der Umgangssprache das Wort Vers und das Wort Reim als synonym zu "Gedicht" aufgefasst. Auch finden sich für "Gedicht" die Wörter Logorhythmus, Poem und Versifiz. Inhaltlich werden praktisch alle Lebensbereiche erfasst: Liebesgedichte, Trauergedichte, Willkommensgedichte, Epigraphen, Nonsensgedichte, Ulkgedichte, Lautgedichte und viele andere. Satzmelodik und Intonation spielen eine wichtige Rolle.

Gedichtformen

Es gibt zahlreiche Gedichtformen, von denen einige typisch für nationale Dichtkunst wurden, sich aber auch international verbreiteten und abwandelten: Feste klassische Formen
- Ballade,
- Chevy-Chase-Strophe,
- Ghasel,
- Haiku, Senryu,
- Ritornell,
- Sonett,
- Stanze,
- Terzine, Nonarime, Siziliane, Distichon, Alkäische Strophe, Asklepiadeische Strophe, Sapphische Strophe, Madrigal, Sestine u.v.a.
- Volkslied-Strophe
- Rollengedicht Feste neuere Formen
- Elfchen,
- Figurengedicht
- Einzeilengedicht Verbindung von Humor und Gedichtform
- Clerihew,
- Unsinnsgedicht,
- Wirtinnenvers
- Klapphornverse,
- Lautgedicht
- Leberreime,
- Limerick,
- Makkaronische Dichtung

Deutsche Gedichte

Im deutschsprachigen Raum werden sowohl Gedichte in Reimform, als auch reimlose Gedichte geschrieben. Die ältesten Gedichte verwendeten den Stabreim, die Alliteration. Zu den ältesten deutschsprachigen Überlieferungen zählen die Merseburger Zaubersprüche in Gedichtform mit Stabreimen. Die beiden Klassiker Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller schrieben zahlreiche Gedichte und Balladen und gehören zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikern. Eine bedeutende Sammlung deutscher Gedichte ist "Des Knaben Wunderhorn" von Brentano. In ihm sind Volkslieder und liedhafte Gedichte vereinigt. Mit dem Expressionismus und dem Dadaismus begann die moderne Dichtkunst in Deutschland. Eine besondere Aufmerksamkeit fanden immer lustige Formen, wie die von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Ernst Jandl, Hansgeorg Stengel und vielen anderen. Literaturclips - Zwischen der Leere des Zen-Spruchs und dem hysterischen Rhythmus des Videoclips ist eine Form zu entdecken, die sich hören lassen kann. Nur so kann Literatur, will sie auf die veränderten medialen Verhältnisse und die dadurch erzeugten Wirklichkeiten reagieren, einen innovativen Input erhalten und letztlich eine weitere Existenzberechtigung. Mit der Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips. Verbreitet werden Gedichte oft in Anthologien (wörtlich: Blütenlese) von Kleinverlagen.

Lieder

Gedichte haben eine enge Verwandtschaft mit Liedern. Ursprünglich waren viele Gedichte Lieder und Lieder haben oft Gedichtformen als Grundlage für den Liedtext. Dabei gibt es sehr poetische Texte: Karat, Klaus Renft, Nena und andere, aber auch politische. Zur Zeit neigen allerdings die meisten Gruppen eher dazu, englische Texte zu vertonen. Merkwürdig ist eine sprachliche Besonderheit im Deutschen: Während man vertonte Gedichte Lieder nennt, nennt man allgemein Liedertexte nicht Gedichte, obwohl es eigentlich fast immer welche sind. Andererseits werden heute einige frühere Lieder als Gedichte aufgefasst, bei denen die ursprüngliche Melodie im Laufe der Zeit verloren ging.

Gelegenheitsdichtung

Gedichte zu besonderen Anlässen wie Neujahr, Geburtstagen, Jubiläen und Verabschiedungen nennt man Gelegenheitsgedichte. Sie sind wohl eine der Hauptdomänen des Hobby-Dichters.

Zitate


- Wer noch weiß, was ein Gedicht ist, wird schwerlich eine gutbezahlte Stellung als Texter finden.
(Theodor W. Adorno, Theorie der Halbbildung)
- die rache / der sprache / ist das gedicht
(Ernst Jandl)

Literatur


- Hans-Dieter Gelfert: Wie interpretiert man ein Gedicht? Für die Sekundarstufe, Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-150-15018-3
- Das Deutsche Gedicht Vom Mittelalter bis zur Gegenwart; Wulf Segebrecht (Hg) S. Fischer 2005; . ISBN 3-10-074440-3

Siehe auch

Dinggedicht, Dichter, Gedichtinterpretation

Beispiele


- Ilmenau (Gedicht) Goethe
- Erlkönig (Ballade) Goethe,
- Prometheus (Ballade) Goethe
- Grodek, Georg Trakl
- Todesfuge, Paul Celan
- Der Rabe (Poe) Epos
- Das Lied von Hiawatha (The Song of Hiawatha) Henry Wadsworth Longfellow

Weblinks


- [http://gutenberg.spiegel.de/info/genres/25a.htm Projekt Gutenberg] Großes Archiv mit Altmeistern wie auch lebenden Schreibern
- [http://www.lyrikline.org intern. zeitgen. Lyrik: Texte, Übersetzungen, Audiofiles (frei)]
- [http://www.gottwein.de/lit/lyr01.htm, Interpretationszugänge zur (antiken) Lyrik. Hilfen aus dem Gymnasialunterricht]
- [http://www.lyrikkritik.de/start.htm Einblick in den Diskurs der Dichter, Rezensionen, Gedichte]
- [http://www.dw-world.de/dw/briefs/0,1574,1523886,00.html Umfrageergebnisse zum Welttag der Poesie am 21.3.05 (Deutsche Welle)] Kategorie:Verslehre !Gedicht Literarischer Begriff Lyrik Kategorie:Literaturgattung Kategorie:Literatur (21. Jh.)

Lyrik

Als Lyrik (griechisch λυρική [ποίηση] - die zum Spiel der Lyra gehörende Dichtung) bezeichnet man die dritte poetische Gattung neben der Epik und der Dramatik, die schon Aristoteles in seiner "Poetik" unterschied. Der Ordnungsbegriff 'Lyrik' wird erst seit dem 18. Jahrhundert als Gattungsbezeichnung verwendet. Der Begriff ist relativ unbestimmt und wird seit dem 19. Jahrhundert oft synonym mit dem Wort 'Poesie' (griechisch ποιήση - die Dichtung) verwendet.

Kriterien der sprachlichen Form

Lyrische Texte, werden auch als Gedichte bezeichnet. Sie unterscheiden sich von der Prosa durch ihre gebundene Form (Vers, Metrik, Strophenbau). Die Versform allein kann aber nicht ausschlaggebendes Kriterium sein, da die Versform auch in epischen und dramatischen Texten vorkommt. Die gebundene Form verliert im Laufe der Gattungsgeschichte, vor allem im 20. Jahrhundert, ihre Bedeutung, so dass sich Lyrik heute nur noch selten über die metrische Form definiert. Lyrische Texte unterscheiden sich dennoch sprachlich-formal von epischen und dramatischen vor allem durch ihre Kürze, ihre strengere Form, ihre Dichte (Ausdruckskraft) und sprachliche Ökonomie, ihre Subjektivität und ihren Bezug auf ein "lyrisches Ich". Alle sprachlichen und formalen Mittel werden dabei als Ausdrucksmittel nutzbar gemacht. Keines dieser Kriterien ist aber hinreichend oder notwendig. Lyrik wurde ursprünglich zur Lyra vorgetragen (gesungen). Noch im Mittelalter ist Lyrik grundsätzlich gesungen. Die Lyrik steht damit in einer gewissen Beziehung zur Musik und zum Lied. Die meisten lyrischen Texte sollten deshalb laut vorgetragen werden, um wirklich zur Geltung zu kommen. Vor allem in der neueren Lyrik wurde aber die graphische Gestalt immer wichtiger ("Augenlyrik"). Am augenfälligsten wird das in der konkreten Poesie.

Empirische Verankerung in der Gegenwart

Anlässlich des Welttages der Poesie am 21. März 2005 hat die Deutsche Presse-Agentur eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die für Deutschland den Bezug zur Lyrik in der Bevölkerung messen sollte. Das Meinungsforschungsinstitut "polis" ermittelte:
- jeder zweite Deutsche hat mit Lyrik wenig im Sinn und schon länger kein Gedicht mehr gelesen;
- 58 Prozent der Männer waren lange nicht mehr mit Gedichten in Kontakt gekommen;
- 43 Prozent der Frauen sind Verächterinnen, 40 Prozent geben sich als aktuelle Leserinnen von Versen;
- in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen hatten 63 Prozent schon länger keine Lyrik mehr gelesen. Unklar ist, ob die Beschäftigung mit Songtexten (englisch: lyrics), die besonders in Schüler- und Fankreisen sehr beliebt ist, ausdrücklich in diese Ergebnisse eingeflossen ist. Denn nicht jedem Befragten ist auf Anhieb klar, dass Liedtexte eine Sonderform der Gedichte sind, deren Vertonung sie leichter zugänglich macht. Zum Vergleich der Kulturen ist auf die auch im 21. Jahrhundert ungebrochene Vorherrschaft der Lyrik im Bereich etwa der arabischen Literatur hinzuweisen.

Zur Geschichte der Gattung

Die Lyrik ist eine der frühen literarischen Formen, geschriebene Lyrik gab es schon zu den Zeiten der alten Chinesen, Babylonier, Perser oder Juden (Psalmen, Hoheslied des Salomon), mündliche Lyrik dürfte in die frühesten Zeiten der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Unser Begriff von Lyrik wurzelt allerdings im antiken griechischen Kulturkreis. Dort war die Lyrik zunächst das zur Lyra gesungene Lied, das in den Chorgesängen der antiken Dramen und im religiösen Kultus seinen "Sitz im Leben" hatte. Bedeutende Lyriker des Altertums sind z. B. Sappho, Horaz. Die deutsche Lyrik des Mittelalters war zunächst geprägt von christlichem Gedanken- und Vorstellungsgut (Marienlyrik). Die weltliche Lyrik des höfisch-ritterlichen Minnesangs und der Spruchdichtung drängte sich seit der Mitte des 12. Jahrhunderts stark in den Vordergrund und bildete ein variationsreiches literarisches System von hohem Kulturprestige aus. Dabei wirkten auch Impulse aus der mittellateinischen Vagantendichtung, der Rezeption klassisch-lateinischer Lyriker (v.a. Ovid) und der mozarabischen Lyrik Spaniens mit. Durch Martin Luther, den zunehmenden Einfluss der italienischen und französischen Dichtkunst und den erneuten Rückgriff auf die lateinische Lyrik (Horaz) begann in der deutschen Barockzeit eine neue Tradition vielfältiger und formstrenger Dichtung (Andreas Gryphius). Zwischen der Leere des Zen-Rätsels und dem rasenden Rhythmus des Videoclips ist eine Form zu entdecken, die sich hören lassen kann. Nur so kann Literatur, will sie auf die veränderten medialen Verhältnisse und die dadurch erzeugten Wirklichkeiten reagieren, einen innovativen Impuls erhalten und letztlich eine weitere Existenzberechtigung. Mit der Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips in der Lyrik des 21. Jahrhundert. Die Lyrik wurde und wird immer wieder auch von der populären Musikkultur beeinflusst. So hat zum Beispiel die Rap/Hip-hop-Bewegung die Idee von Poetry-Slams angeregt, einer Form von Lyrik-Performances, bei denen die Vortragenden wie bei einem Duell im direkten Vergleich mit- oder nacheinander antreten und das Publikum einen Gewinner kürt. Auch sprachlich und formal stehen Lyrik und populäre Musik in einem Austauschverhältnis.

Wichtige deutschsprachige Lyriker

Walther von der Vogelweide (Mittelalter), Andreas Gryphius (Barock), Johann Wolfgang von Goethe (Sturm und Drang, Klassik), Friedrich Schiller (Klassik), Friedrich Hölderlin (Romantik), Eduard Mörike (Romantik), Joseph von Eichendorff (Romantik), Annette von Droste-Hülshoff (Biedermeier), Friedrich Rückert (Biedermeier), Heinrich Heine (Vormärz), Theodor Storm (Realismus), Stefan George (Klassische Moderne), Rainer Maria Rilke (Klassische Moderne), Georg Trakl (Expressionismus), Bert Brecht (20. Jhd.), Gottfried Benn (20. Jhd.), Peter Huchel (20. Jhd.), Erich Kästner (20. Jhd.), Ingeborg Bachmann (20. Jhd.), Paul Celan (20. Jhd.), Ror Wolf (Gegenwart), Peter Rühmkorf (Gegenwart), Sarah Kirsch (Gegenwart), Durs Grünbein (Gegenwart), Marcel Beyer (Gegenwart), Heinz Kahlau (Gegenwart)

Formen der Lyrik

Ballade, Hymne, Elegie, Sonett, Kanzone, Lied, Haiku, Ode, Rap

Siehe auch

Poesie, Lyriker, Epik, Literaturgattung, Gedichtinterpretation, Frankfurter Anthologie, Arabische Literatur, Koreanische Literatur, Unsinnspoesie,

Literatur


- Axel Marquardt: 100 Jahre Lyrik. Deutsche Gedichte aus zehn Jahrzehnten. Haffmans, Zürich 1992
- Wulf Segebrecht (Hg.): Das Deutsche Gedicht Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. S. Fischer 2005, ISBN 3-10-074440-3

Weblinks


- [http://gutenberg.spiegel.de/info/genres/25a.htm Projekt Gutenberg] Großes Archiv mit Altmeistern wie auch lebenden Schreibern
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Kultur/Literatur/Lyrik/ Deutschsprachige Lyrik] Linkverzeichnis bei DMOZ
- [http://www.lyrikline.org Lyrikline.org] intern. zeitgen. Lyrik: Texte, Übersetzungen, Audiofiles (frei)
- [http://www.lyrikwelt.de Lyrikwelt.de]
- [http://www.gottwein.de/lit/lyr01.htm, Interpretationszugänge zur (antiken) Lyrik. Hilfen aus dem Gymnasialunterricht]
- [http://www.lyrikkritik.de/start.htm Lyrikkritik.de] Essays, Rezensionen, Gedichte
- [http://www.dw-world.de/dw/briefs/0,1574,1523886,00.html Umfrageergebnisse zum Welttag der Poesie am 21.3.05 (Deutsche Welle)] Siehe auch: Dinggedicht, Dichter, Gedichtinterpretation Kategorie:Verslehre !Gedicht Literarischer Begriff Lyrik Kategorie:Literaturgattung Kategorie:Literatur (21. Jh.) ja:詩

Bänkelsang

Bänkellieder (Zeitung des kleinen Mannes) waren erzählende Lieder, die seit dem 17. Jahrhundert von umherziehenden Schaustellern und Jahrmarktssängern (Bänkelsängern) auf einer Holzbank stehend vorgetragen wurden. Üblicherweise wurden sie von einer Drehleier begleitet und mit Hilfe einer das Geschehen illustrierenden Bildtafel vorgetragen. Sie handelten häufig von Unglücksfällen, Familientragödien, Morden, Naturkatastrophen oder Liebesgeschichten. Besonders auf Jahrmärkten, in Gassen, Häfen und Kirchweihfesten waren die Bänkelsänger aktiv.

Geschichte

Der Bänkelsang hatte seine Ursprünge im 17. Jahrhundert und zog sich durch die Zeitgeschichte bis in die 1930er Jahre, wo er sein Ende fand. Ab der Zeit des 18. Jahrhundert wurde der Bänkelsang auch in höheren Gesellschaften akzeptiert. Blütezeit war das 19. Jahrhundert bis in die Zeit des 1. Weltkrieges. Die in der Tradition des Bänkelsangs stehenden Schnitzelbänke sind noch heute tragendes Element der Basler Fasnacht und werden auch andernorts in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gepflegt. Der Bänkelsänger Der Bänkelsänger stand auf einem kleinen Bänkchen (daher auch der Name) und zeigte dabei mit einem langen Stab auf eine primitive Wachstuch-Bildtafel, wodurch die Handlung deutlicher werden sollte. Auch wurde dadurch die Stimmung des Bänkelsanges besser „rübergebracht“. Manche Bänkelsänger sangen sogar absichtlich undeutlich, um einen größeren Absatz ihrer Büchlein (es waren häufig auch Flugblätter, die so genannten Moritatenblätter) zu erzielen. Die meisten hatten dabei auch eine musikalische Untermalung, meistens in Form einer Drehorgel-Melodie. Der Bänkelsang sollte jedoch keineswegs nur der Belustigung des Publikums dienen, vielmehr war er auch ein Ersatz für die heute üblichen Tageszeitungen. (Boulevardpresse).

Besonderheiten

Wie schon erwähnt, wurde der Bänkelsang bald in höheren Gesellschaften akzeptiert. Es gibt jedoch eine Besonderheit: Im 18. Jahrhundert gab es bald eine Wechselbeziehung zwischen dem Bereich der Lyrik und dem Bänkelsang. Kabarettisten und Dichter griffen auf Stilelemente von Moritaten zurück und Bänkelsänger wurden Lyrikern ähnlich.

Moritaten

Moritaten sind die Prosatexte des Bänkelsangs. Umstritten ist die Herkunft des Namens. Es gibt mehrere Möglichkeiten: Entweder vom Lateinischen moritas: erbauliche Geschichte oder aus dem Rotwelsch moores bzw. jiddisch mora: Lärm, Schrecken; vielleicht aber auch Verballhornung von Mordtat.

Beispiele


- Georg Danzer: Frieden, 1978
- Alfred Bucher: Irak-Krieg, 2003
- Fridolin Wasserburg: Die Ringelschneuze, 1984 Weitere Autoren: Werner Stangl, Benjamin Neukirch, Johann Christoph Gottsched, Bertolt Brecht Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Lyrische Form Kategorie:Karneval

Schiller

Johann Christoph Friedrich Schiller, seit 1802 von Schiller (
- 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar) war ein deutscher Dichter, Dramatiker und Historiker. Er gilt neben Goethe als der bedeutendste Autor der deutschen Klassik. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten. Gedicht

Leben

Herkunft, Ausbildung und erste Erfolge

Gedicht Gedicht Johann Christoph Friedrich Schiller wurde als Sohn des Wundarztes Johann Caspar Schiller und der Elisabeth Dorothea Schiller geb. Kodweiß 1759 in Marbach am Neckar geboren. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch über. Kurz nachdem 1766 seine Schwester Luise geboren wurde, zog die Familie nach Ludwigsburg um. Im gleichen Jahr trat Friedrich in die Lateinschule ein. Bereits mit dreizehn verfasste er die nicht erhaltenen Theaterstücke „Absalon“ und „Die Christen“. Auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern musste er 1773 in die Militärakademie Hohe Karlsschule in Stuttgart eintreten und begann zunächst ein Rechtsstudium. Die Zöglinge wurden mit brutalem militärischen Drill überzogen und er war vermutlich auch deshalb noch mit fünfzehn Jahren ein Bettnässer. Zweimal wurde er deswegen hart bestraft. Heimlich schnupfte er Tabak und las zusammen mit seinen Kameraden verbotene Schriften. Bettnässer Als 1775 die Akademie von Schloss Solitude in die Innenstadt von Stuttgart verlegt wurde, wechselte Schiller das Fach und begann ein Medizinstudium. Während dieser Zeit las er intensiv die Werke der Dichter des Sturm und Drang und beschäftigte sich auch mit den Gedichten des Literaturkritikers Klopstock. Im selben Jahr verfasste er das nicht erhaltene Drama „Der Student von Nassau“. 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht „Der Abend“. Er studierte die Werke Plutarchs, Shakespeares, Voltaires, Rousseaus und Goethes. Ebenfalls 1776 begann er die Arbeit an dem freiheitlichen Theaterstück „Die Räuber“. 1779 bestand er die ersten medizinischen Examen und bat um die Entlassung. Erst nach Abschluss der Dissertation durfte er die Militärakademie als Militärarzt 1780 verlassen. 1780 1781 vollendete Schiller das Theaterstück „Die Räuber“, das noch im selben Jahr anonym gedruckt wurde. Auf der Festung Hohenasperg traf er zum ersten Mal auf den dort eingekerkerten Dichter Christian Schubart. Am 13. Januar 1782 wurden „Die Räuber“ vom Mannheimer Theater erfolgreich uraufgeführt. Jubelstürme entfachte das Stück insbesondere beim jugendlichen Publikum. Auch Schiller war trotz des herzoglichen Verbots mit seinem Freund Andreas Streicher zugegen. Herzog Karl Eugen warf den unbotmäßigen Dichter darauf vierzehn Tage lang ins Gefängnis und untersagte ihm bis auf weiteres, Komödien „und dergleichen Zeugs“ zu schreiben. Freiheitsbegeisterte Jugendliche gründeten in den folgenden Monaten in Süddeutschland viele „Räuberbanden“. Am 22. September floh Schiller mit Andreas Streicher aus Stuttgart und reiste abermals nach Mannheim, wo er das Drama „Fiesko“ vorlas. Es folgten Reisen nach Frankfurt am Main, Oggersheim und Bauerbach. Ende 1782 erschien die Anthologie auf das Jahr 1782 mit 83, meist von Schiller verfassten Gedichten. Schillers Freund Streicher schilderte die Flucht in dem Buch Schillers Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785.

Unsichere Jahre

Bei seinem Aufenthalt in Bauerbach im Jahre 1783 freundete sich Schiller mit dem Bibliothekar Reinwald aus Meiningen an, mit dem er zusammenarbeitete und der später Schillers Schwester Christophine heiratete. Er vollendete dort die Arbeiten an „Kabale und Liebe“ (zuerst „Luise Millerin“ betitelt) und begann mit dem Stück „Don Carlos“. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim erkrankte er im September 1783 am Nervenfieber (Malaria), das im damals noch sumpfigen Land heimisch war. In Mannheim arbeitete Schiller bis 1785 als Theaterdichter und lernte in dieser Zeit auch Charlotte von Kalb kennen. 1784 wurde Schillers Stück „Luise Millerin“ von August Wilhelm Iffland in „Kabale und Liebe“ umbenannt und wie auch das Drama „Fiesko“ uraufgeführt. Der Theaterintendant Wolfgang Heribert von Dalberg ließ Schiller fallen und erneuerte seinen Vertrag nicht, was dazu führte, dass Schiller sich hoch verschuldete und fast im Schuldturm landete. Schiller begann einen Briefwechsel und eine Freundschaft mit Christian Gottfried Körner aufzubauen, der von 1812 bis 1816 eine Gesamtausgabe von Schillers Werken herausgab. Herzog Carl August verlieh Schiller den Titel eines Weimarischen Rates, nachdem dieser den ersten Aufzug des „Don Juan“ während einer Vorlesung las. Im April 1785 reiste Schiller zu Körner nach Leipzig, wo dieser ihm aus der finanziellen Notlage half. Im Sommer entstand im nahegelegenen Dorf, dem heutigen Stadtteil Gohlis die „Ode an die Freude“, im Herbst folgte er Körner nach Dresden-Loschwitz. Während seines Aufenthaltes in Loschwitz lernte Schiller im gegenüber der Elbe gelegenen Dorf Blasewitz in einem Schankgut (heute Schillergarten) die Tochter des Gastwirts, Justine Segedin, kennen, die er später 1797 in „Wallensteins Lager“ als "Gustel von Blasewitz" (5. Auftritt, Ausruf des ersten Jägers) verewigte. 1786 erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitschrift Thalia die Erzählung "Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte", die später unter dem Titel „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ veröffentlicht wurde. Am 21. Juli 1787 reiste Schiller nach Weimar und machte dort die Bekanntschaft von Herder und Wieland. Während einer Reise durch Rudolstadt lernte er Charlotte von Lengefeld und deren Schwester Caroline kennen, die unter ihrem Ehenamen Caroline von Wolzogen bekannt wurde, nachdem sie zunächst anonym in Schillers Zeitschrift "Die Horen" den Roman "Agnes von Lilien" veröffentlichte, der zeitweise sogar Schiller zugeschrieben wurde. „Don Carlos“ erschien in diesem Jahr und wurde sogleich aufgeführt. Nachdem Goethe 1788 von seiner Italienreise zurückkehrte, trafen sich beide in Rudolstadt, ohne großes Interesse füreinander zu entwickeln. Schiller beendete die Arbeiten am ersten und einzigen Band der „Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung“ und an den zwölf Briefen über „Don Carlos“.

Finanzielle Sicherung

Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung Im Jahre 1789 erhielt Schiller eine Professur in Jena – entgegen seinen Hoffnungen ohne Gehalt – und lehrte dort als Historiker, obgleich er Professor der Philosophie war. Für diese Stelle hatte er sich insbesondere mit seiner „Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande“ qualifiziert. Beliebt, wie er vor allem durch die „Räuber“ war, löste die Nachricht der Lehrtätigkeit Schillers in Jena Begeisterungsstürme aus. Die Antrittsvorlesung ("Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?") brachte den Hörsaal zum Überlaufen, und so wechselten die zahllosen Hörer zum größeren Saal. Die ganze Stadt war in Aufruhr. Im selben Jahr erschien die erste Buchausgabe des Romans „Der Geisterseher“, und Schiller freundete sich mit Wilhelm von Humboldt an. Am 22. Februar 1790 heiratete Schiller Charlotte von Lengefeld. Traupfarrer war sein Kollege, der Philosophieprofessor Carl Christian Erhard Schmid. Vieles deutete nun auf ein großes berufliches und familiäres Glück. Doch bereits 1791 erkrankte Schiller lebensgefährlich. Am 3. Januar erlitt er einen Zusammenbruch, krampfartigen Husten und zeitweiligen Ohnmachten. Zwei Wochen später, aber auch noch im Mai folgten weitere Anfälle. Schiller war vermutlich an Tuberkulose erkrankt, von der er zeitlebens nicht mehr genas. Im Jahre 1792 wurde Schiller für „Die Räuber“ neben Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Heinrich Pestalozzi, George Washington und Tadeusz Kosciuszko zum Ehrenbürger der französischen Republik. Ursache war eher Schillers Ruf als Rebell als sein tatsächliches Wirken. Er stand der französischen Revolution zwar anfangs durchaus wohlwollend gegenüber, befürchtete jedoch stets eine mögliche Wandlung von Anhängern der Freiheit zu Anhängern der Tyrannei. Tatsächlich wurde der französische König später von den Freiheitskämpfern geköpft. Schiller verabscheute diese Tat. Er vollendete die „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“; auch die Werke „Neue Thalia“ und „Über die tragische Kunst“ erschienen. französischen Revolution 1793 erschien „Über Anmut und Würde“ und er besucht seine Eltern in Ludwigsburg. Am 14. September wurde sein erstes Kind Karl Friedrich Ludwig geboren. 1794 lernte Schiller den Verleger Friedrich Cotta kennen, der sich bereit erklärte, die Monatszeitschrift „Die Horen“ und den „Musenalmanach“ herauszugeben. Von Goethe erwirkte Schiller die Zusage, sich an den „Horen“ zu beteiligen, und es entwickelte sich ein freundschaftlicher Briefwechsel zwischen den beiden. Im September 1794 verbrachte Schiller zwei Wochen in Goethes Haus. Er hielt dabei seinen gewohnten Tagesablauf bei, das hieß, er schlief bis mittags und arbeitete nachts. Im Wissen um Schillers Traditionsbewusstsein vertuschten Goethe und seine langjährige Lebensgefährtin Christiane Vulpius ihre „wilde Ehe“. Das Versteckspiel muss in den zwei Wochen einen ungewöhnlichen logistischen Aufwand im Hause Goethes verursacht haben. Christiane Vulpius und ihr fünfjähriger Sohn August blieben im eigenen Haus unsichtbar. Schiller bezeichnete die Beziehung Goethes zur Mademoiselle Vulpius als Goethes „einzige Blöße“ und kritisierte Goethe in einem Brief für „falsche Begriffe über das häusliche Glück“. Der liberale Goethe sprach schlicht von „Ehestand ohne Zeremonie“. Goethe hingegen störte sich an Schillers Leidenschaft für das Kartenspiel, wie er überhaupt auch Freunden gegenüber boshaft sein konnte (die viel kolportierte Anekdote, Schiller habe nur beim Geruch fauler Äpfel dichten können, stammt von ihm). 1795 erschien die Monatszeitschrift „Die Horen“ zum ersten Mal. Außerdem vollendete Schiller die Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“. An der Zeitschrift wirkten die berühmtesten Schriftsteller und Philosophen dieser Zeit mit. Dazu gehörten unter anderem Johann Gottfried Herder, Johann Gottlieb Fichte, August Wilhelm Schlegel, Wilhelm von Humboldt, Alexander von Humboldt, Johann Heinrich Voß und Friedrich Hölderlin. 1796 starben Schillers Schwester Nanette und sein Vater. Sein zweiter Sohn Ernst Friedrich Wilhelm wurde geboren. Von 1796 bis 1800 gab Schiller die Literaturzeitschrift „Musenalmanach“ heraus, an der so namhafte Zeitgenossen wie Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder, Ludwig Tieck, Friedrich Hölderlin und August Wilhelm Schlegel mitarbeiteten. 1797 erschienen im „Musenalmanach für das Jahr 1797“ die „Xenien“, in denen Schiller und Goethe gemeinsam literarische Missstände verspotteten. Das Jahr 1797 wird auch als das "Balladenjahr" bezeichnet, da Schiller in diesem Jahr „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Der Gang nach dem Eisenhammer“ und „Die Kraniche des Ibykus“ fertig stellte. 1798 entstanden die Ballade „Die Bürgschaft“ und „Der Kampf mit dem Drachen“. Schiller wurde endlich die Urkunde zugestellt, die ihn zum Ehrenbürger der französischen Republik machte.

Weimarer Jahre

Im Jahre 1799 vollendete Schiller den „Wallenstein“, das „Lied von der Glocke“ entstand, und am 11. Oktober wurde seine Tochter Caroline Henriette Luise geboren. Am 3. Dezember zog er mit seiner Familie nach Weimar um. 1800 beendete Friedrich Schiller die Arbeit an dem Drama „Maria Stuart“. 1801 vollendete er „Die Jungfrau von Orléans“, und das Gedicht „Der Antritt des neuen Jahrhunderts“ erschien. Der Antritt des neuen Jahrhunderts Am 16. November 1802 wurde Schiller das Adelsdiplom überreicht, er durfte sich von nun an Friedrich von Schiller nennen. Im selben Jahr verstarb seine Mutter. 1803 beendete Schiller seine Arbeiten an „Die Braut von Messina“. Am 18. Februar 1804 vollendete er den „Wilhelm Tell“ und begann mit seinen Arbeiten an „Demetrius“. Schiller wurde in dieser Zeit immer öfter krank. Am 25. Juli 1804 wurde seine Tochter Emilie Friederike Henriette geboren.

Tod

Eine Falschmeldung erschütterte am 7. Oktober 1804 die Welt. Eine Zeitung verbreitete die Nachricht, Schiller sei tot. Doch im Februar 1805 erkrankte Schiller tatsächlich sehr schwer und traf am 1. Mai zum letzten Mal auf dem Weg ins Theater mit Goethe zusammen. Am 9. Mai starb Friedrich Schiller an einer vermutlich durch eine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufenen akuten Lungenentzündung in Weimar. Er wurde obduziert. Seine Lunge schien sich völlig aufgelöst zu haben. Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe den Schädel Schillers aus der Anna Amalia Bibliothek. Nur seinem Freund Wilhelm von Humboldt verriet er dieses Geheimnis, der es jedoch ausplauderte. Goethe nutzte den Kopf für Studien. Schillers Gebeine wurden zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. Seine sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch an Schillers Seite bestattet wurde Fürstengruft

Literaturgeschichtliche Bedeutung

Schiller ist ein Zeitgenosse des Übergangs vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und der Französischen Revolution. Da sich das Bürgertum unter dem – in Deutschland kleinstaatlichen – Absolutismus nicht politisch artikulieren konnte und durfte, wurde die Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Medium der Entfaltung des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Das Pathos und die Empfindsamkeit in Schillers Werken bis um 1785 sind Ausdruck der Steigerung des Menschlichen, ein Prinzip, das dem Politischen im Sinne des Absolutismus als einem Machtspiel entgegen gestellt wurde. Das Bürgerliche Trauerspiel als vorherrschendes Formelement (beziehungsweise dessen Gegensatz 'Menschliches - Machtspiel' in den frühen Dramen bis „Kabale und Liebe“) spiegelt dies wider. Nach der Periode zwischen 1785 und 1795 mit Werken wie „Don Carlos“ und grundlegenden literaturtheoretischen Abhandlungen wie „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und „Über naive und sentimentalische Dichtung“ entstehen zwischen 1795 und 1805 vor allem Dramen, die der Weimarer Klassik zuzuordnen sind. In ihnen setzte Schiller das Programm der ästhetischen Erziehung des Menschen um – den Ausgleich von Verstand und Gefühl. Er beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen – als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in der er nur rohe Kräfte am Werk sah. Schiller ist nicht nur Verfasser unerschöpflich bild- und sprachkräftiger Dramen wie „Die Räuber“, „Don Carlos“, „Die Jungfrau von Orleans" oder „Wilhelm Tell“, sondern auch der politische Dichter in deutscher Sprache, der die Vernunfts-, Humanitäts- und Freiheitsideale am Ende des 18. Jahrhunderts ohne Kompromisse in der Literatur zum Ausdruck brachte. In Schillers eigenen Worten gesagt ist der „Bau einer wahren politischen Freiheit„ das „vollkommenste aller Kunstwerke“ („Zweiter Brief über die ästhetische Erziehung des Menschen“).

Rezeption

Schillers Werke wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern begeistert aufgenommen, so beispielsweise im noch ungeeinten, unterdrückten Italien (vgl. Giuseppe Verdi) sowie auch im zaristischen Russland. Den einen galt Schiller als Dichter der Freiheit, anderen als Verteidiger bürgerlicher Gesittung. Sein 100. Geburtstag wurde 1859 in ganz Europa gefeiert. Der Verleger Cotta verkaufte bis 1867 insgesamt 2,4 Millionen Exemplare der Werkausgabe. 1867 Das deutsche Bildungsbürgertum pflegte dann im 19. und auch im frühen 20. Jahrhundert einen zunehmend verdinglichenden Umgang mit Schillers Werken. Man lernte Schiller wie auch andere Dichter auswendig, um sich im Kampf um den sozialen Aufstieg einen komparativen Vorteil zu verschaffen - weniger, um ihn als Künstler zur Kenntnis zu nehmen (vgl. Halbbildung). Sehr geschätzt wurde er in der deutschen Arbeiterbewegung und in den Arbeiterbildungsvereinen. Auch in der DDR bemühte man sich um die ideologische Integration und machte Schiller zum Vorkämpfer des Kommunismus. Anlässlich seines 200. Geburtstages wurden 1959 aufwändige Feiern veranstaltet. Nicht das ganze Schillersche Oeuvre erfreute sich allerdings der Wertschätzung des Regimes. Das allzu freiheitliche Theaterstück „Don Carlos“ – „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire“ – wurde in der Spätphase nicht mehr aufgeführt. Noch im Mai 1955 hatte der Schriftsteller Thomas Mann an ein besseres, humaneres Deutschland appelliert, indem er anlässlich des 150. Todestags die gleiche Rede in Weimar und Stuttgart hielt: „Versuch über Schiller - Zum 150. Todestag des Dichters“. Ab den siebziger Jahren, wohl auch im Gefolge der 68er-Bewegung, verschwand Schiller gemeinsam mit nahezu allen Dichtern der großen Epoche vom Sturm und Drang bis zum Wiener Kongress aus dem allgemeinen Bildungskanon. Nach dem Untergang des klassischen, Humboldt'schen Gymnasium werden Schillers Werke vom Lehrkörper heute eher gemieden. Die Lernenden befassen sich mit Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und allenfalls noch mit Theodor Fontane oder Heinrich Heine. Weiter zurück reichen ihre Kenntnisse meist nicht. Im Schillerjahr 2005 wurde deutlich, dass sein Werk auch in der vereinten deutschen Republik eher kalendarisch als mit allgemeinem Zuspruch gewürdigt wurde. Die schillerbezogene Literaturwissenschaft nahm zwar neuen Aufschwung, doch die Massenmedien handelten den Gedenktag in der Hauptsache biografisch ab. In öffentlichen Veranstaltungen vermochten seine Texte allerdings durchaus Funken zu schlagen, sofern sie im Original rezitiert wurden. Hingegen riefen Travestien oder Bearbeitungen kein großes Echo hervor. Das ist literatursoziologisch interessant. Eugen Rosenstock-Huessy hat darauf hingewiesen, dass im Zuge des sozialen Wandels nach etwa 130 Jahren ganze Kulturbestände veralten und aus dem Gedächtnis der neuen Generationen verschwinden können. Angesichts dessen sind Schillers Texte wenigstens einem Teil der deutschen Bildungseliten bemerkenswert nahe - näher jedenfalls als es Schillers Zeitgenossen die damals fast vergessene deutsche Barockliteratur vor dem Dreißigjährigen Krieg war. Andererseits kann jedoch der Typus des Bildungsbürgers, der seinen Schiller intus hat, beim Theaterpublikum und der Leserschaft heute nicht mehr vorausgesetzt werden.

Schillerpreise

Folgende Schillerpreise wurden gestiftet:
- Volks-Schillerpreis
- Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg
- Schillerpreis der Stadt Mannheim
- Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar
- Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank
- Ehrengaben der Deutschen Schillerstiftung
- Schiller-Preis des Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes (DKEG)
- Grosser Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung
- Schiller-Ring
- Kulturpreis Friedrich S. [http://www.schatzkistl.de/kulturpreis1.html]

Werke

Dramen


- Die Räuber (darin das Hektorlied)
- Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
- Kabale und Liebe
- Don Carlos
- Wallenstein
- Die Jungfrau von Orléans
- Die Braut von Messina
- Wilhelm Tell
- Turandot (Nach Carlo Gozzi)
- Maria Stuart
- Die Piccolomini
- Demetrius

Kleinere Werke


- Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet (1784)
- Ode an die Freude
- Resignation (1786)
- Die Huldigung der Künste (1804)
- Der Verbrecher aus verlorener Ehre
- Der Handschuh
- Der Taucher
- Der Ring des Polykrates
- Die Bürgschaft
- Das Siegesfest

Philosophische Schriften


- Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen (1792)
- Augustenburger Briefe (1793)
- Anmut und Würde (1793)
- Kallias-Briefe (1793)
- Kallias oder Über die Schönheit (n.e.)
- Die Horen (1795)
- Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795)
- Über naive und sentimentalische Dichtung (1795)
- Kleinere prosaische Schriften

Historische Werke


- Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung (1788)
- Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? (Antrittsvorlesung am 26. Mai 1789, 1790)
- Geschichte des dreißigjährigen Krieges. (1790)

Übersetzungen


- Louis Benoit Picard Der Parasit
- Shakespeare Macbeth (1800)
- Racine Phädra

Literatur


- Ludwig Börne: Dramaturgische Blätter. Über den Charakter des Wilhelm Tell in Schillers Drama, 1828, in: Sämtliche Schriften. Band I. Düsseldorf 1964
- Gert Sautermeister: Idyllik und Dramatik im Werk Friedrich Schillers. Kohlhammer, Stuttgart 1971
- Friedrich Schiller. Eine Dokumentation in Bildern. Schiller-Nationalmuseum, Marbach 1979; Lizenzausgabe Insel, Frankfurt am Main
- Arnd Meusburger: Die bürgerlichen Ideale des 18. Jahrhunderts in Schillers Dramen 1780 - 1804. Dissertation, Universität Innsbruck 1985
- Peter-André Alt: Schiller. Leben - Werk - Zeit. 2 Bände. Verlag C.H.Beck, München 2000. ISBN 3-406-45905-6 und ISBN 3-406-46225-1
- Claudia Pilling: Friedrich Schiller. Rowohlt, Reinbek 2002 ISBN 3-499-50600-9 (Biographie)
- Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Hanser, München 2004 ISBN 3-446-20548-9 (Biografie)
- Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller. Insel, Frankfurt 2004 ISBN 3-458-17220-3
- Frank Druffner, Martin Schalhorn: Götterpläne und Mäusegeschäfte - Schiller 1759-1805. Marbacher Katalog 58, Marbach 2005, ISBN 3937384111
- Günther Emig und Peter Staengle: Schiller in Heilbronn. 2005.
- Jörg Aufenanger:Schiller und die zwei Schwestern . Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004. ISBN 3-423-24446-1

Siehe auch


- Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv Marbach
- Schillers Wohnhaus in Weimar
- Schillerhaus (Leipzig)
- Schillergarten in Dresden
- Deutsche Schillergesellschaft
- Weimarer Schillerverein
- Deutsche Schillerstiftung
- Schweizerische Schillerstiftung
- Das Erhabene
- Johann Wolfgang von Goethe

Weblinks


-
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_pqrs/schiller.html FU Berlin: Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.vorleser.net/html/schiller.html kostenlose Friedrich-Schiller-Hörbücher]
- [http://www.schillerjahr2005.de Schillerjahr 2005]
- [http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2830 Deutscher Bildungsserver: Dossier zum Schiller-Jahr]
- [http://www.lesen-in-deutschland.de/html/content.php?object=journal&lid=585 Portal Lesen in Deutschland: „Deutschland im Schillerfieber“]
- [http://schiller.ard.de Schiller entdecken, Das ARD-Special zum Schiller-Jahr]
- [http://home.arcor.de/blasewitz/geschichte/gustel/gustel.htm Schiller und die Gustel von Blasewitz]
- [http://www.schiller-multimedial.de Schiller Multimedial]
- [http://german.imdb.com/title/tt0458469/ TV-Film Schiller bei IMDb]

Werke im Volltext


-
- [http://www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/werke.htm Wissen im Netz]
- [http://meister.igl.uni-freiburg.de/gedichte/#Schiller Gedichte]
- [http://www.pantoia.de/Schiller/SSGDL/index.html Gedichte, Deutsch-Lateinisch] Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich Schiller, Friedrich ja:フリードリヒ・フォン・シラー

Liste deutscher Balladen

Bitte beim Anlegen der Artikel nicht den Text in die Wikipedia kopieren. Der richtige Platz für die Texte ist [http://sources.wikipedia.org/wiki/Main_Page:Deutsch WikiSource]. ----

A


- Abschied, Joseph von Eichendorff
- Abschied, Theodor Storm
- Adelstan und Röschen, Ludwig Heinrich Christoph Hölty
- Agnes Bernauerin, Agnes Miegel
- Aktäon, Gottfried Keller
- Alkestis, Rainer Maria Rilke
- Am Hoamweg, Karl Stieler
- Anja, Heinz Piontek
- Am letzten Tag des Jahres (Silvester), Annette von Droste-Hülshoff
- Am Turme, Annette von Droste-Hülshoff
- Andreas Hofer, Max von Schenkendorf
- Anno Domini 1812, Richard Dehmel
- Apoll, der Entdecker, Carl Spitteler
- Archibald Douglas, Theodor Fontane
- Aufschwung, Detlev von Liliencron
- Ausfahrt der Bergleute, Heinrich Lersch
- Aus dem schlesischen Gebirge, Ferdinand Freiligrath
- Aus Köllen war ein Edelknecht, Clemens Brentano

B


- Ballade, Karl Krolow
- Ballade des äußeren Lebens, Hugo von Hofmannsthal
- Ballade nach Shakespeare, Hans Egon Holthusen
- Ballade vom Brennesselbusch, Börries von Münchhausen
- Ballade vom kranken Kind, Hugo von Hofmannsthal
- Ballade vom Land der ungesprochenen Worte, Stephan Hermlin
- Ballade vom Mazeppa, Bert Brecht
- Ballade von Cäsars Ende, Georg Kaiser
- Ballade von den Abenteurern, Bert Brecht
- Ballade von den Seeräubern, Bert Brecht
- Ballade von der Hanna Cash, Bert Brecht
- Barbara Allen, Theodor Fontane
- Barbarossa, Friedrich Rückert
- Bei Betrachtung von Schillers Schädel, Johann Wolfgang von Goethe
- Bei den schwarzen Baptisten, Rudolf Hagelstange
- Belsazar, Heinrich Heine
- Bertran de Born, Ludwig Uhland
- Bettlerballade, Conrad Ferdinand Meyer
- Bischof Kletus, August Stöber
- Blaubart, Friedrich Wilhelm Gotter
- Blaubart, Franz Graf Pocci
- Blücher am Rhein, August Kopisch
- Blücher bei Brienne, August Kopisch
- Botenart, Anastasius Grün
- Bothwell, Emanuel Geibel
- Brigitte B., Frank Wedekind

C


- Chidher, Friedrich Rückert
- Charlotte Corday, Gertrud Kolmar
- Chor der Toten, Conrad Ferdinand Meyer

D


- Dantons Ende, Gertrud Kolmar
- Das alte Steinkreuz am Neuen Markt, Detlev von Liliencron
- Das bleiche Weib, Ludwig Achim von Arnim
- Das Elend, Frieda Schanz
- Das Fegefeuer des westphälischen Adels, Annette von Droste-Hülshoff
- Das Fräulein von Rodenschild, Annette von Droste-Hülshoff
- Das Gelübde der Tänzerin, Christoph August Tiedge
- Das Glück von Edenhall, Ludwig Uhland
- Das Grab im Busento, August Graf von Platen
- Das Grab im Graben, Georg von der Vring
- Das Herz von Douglas, Moritz Graf von Strachwitz
- Das Hirtenfeuer, Annette von Droste-Hülshoff
- Das Ideal und das Leben, Johann Wolfgang von Goethe
- Das Kind am Brunnen, Friedrich Hebbel
- Das Köhlerweib ist trunken, Gottfried Keller
- Das Königstöchterlein, Clemens Brentano
- Das letzte Quartett, Hans Böhm
- Das Lied vom armen Kind, Frank Wedekind
- Das Lied vom braven Mann, Gottfried August Bürger
- Das Lied von der Glocke, Friedrich Schiller
- Das Postmaidlein, Carl Spitteler
- Das Riesenspielzeug, Adelbert von Chamisso
- Das Schifflein, Ludwig Uhland
- Das Schloß am Meere, Ludwig Uhland
- Das Schreckbild, Johann August Apel
- Das Spiel ist aus, Ingeborg Bachmann
- Das stille Kind bei Erfurt, Ludwig Bechstein
- Das Tal der Flammen, Gustav Falke
- Das verfluchte Dorf, Karl August Candidus
- Das versunkene Schloß, Friedrich Schlegel
- Das Wunder im Kornfeld, August Kopisch
- David Rizzio, Theodor Fontane
- Der Alpenjäger, Friedrich Schiller
- Der alte Schütz am Pragser See, Hermann von Gilm
- Der Arbeitsmann, Richard Dehmel
- Der arme Kunrad, Heinrich von Reder
- Der besoffene Korschinsky, Heinz Piontek
- Der Bethlehemitische Kindermord, Georg Britting
- Der betrogene Spieler, August Friedrich Langbein
- Der Bettler und sein Hund, Adelbert von Chamisso
- Der Blitzzug, Detlev von Liliencron
- Der Bohrturm, Hermann Löns
- Der erste Gott, Carl Spitteler
- Der ewige Jude, Nikolaus Lenau
- Der fahle Vatermörder, August Friedrich Langbein
- Der fehlende Schöppe, Friedrich Rückert
- Der Feuerreiter, Eduard Mörike
- Der Fischer, Johann Wolfgang von Goethe
- Der fremde Spielmann, Carl P. Conz
- Der Friede, Hermann Lingg
- Der frohe Wandersmann, Joseph von Eichendorff
- Der Fundator, Annette von Droste-Hülshoff
- Der Gang nach dem Eisenhammer, Friedrich Schiller
- Der Gattenmörder, Joseph von Eichendorff
- Der Geierpfiff, Annette von Droste-Hülshoff
- Der Geiger zu Gmünd, Justinus Kerner
- Der gleitende Purpur, Conrad Ferdinand Meyer
- Der Glockenguß zu Breslau, Wilhelm Müller (genannt Griechen-Müller)
- Der Gnom und die Eidechse, Adolf Böttger
- Der Gott und die Bajadere, Johann Wolfgang von Goethe
- Der Götter Irrfahrt, Joseph von Eichendorff
- Der Gottesgnadenschacht, Lulu von Strauß und Torney
- Der Graf von Habsburg, Friedrich Schiller
- Der Graf von Thal, Annette von Droste-Hülshoff
- Der große Hecker, Karl Christian Nadler
- Der gute Kamerad, Ludwig Uhland
- Der Handschuh, Friedrich Schiller
- Der Handstand auf der Loreley, Erich Kästner
- Der Heideknabe, Friedrich Hebbel
- Der heilige Felix, Johann August Apel
- Der heilige Wein, Friedrich Hebbel
- Der Herrscher, Carl Spitteler
- Der Hunger und die Liebe, Detlev von Liliencron
- Der Invalide, Friedrich Hebbel
- Der Kaiser und der Abt, Gottfried August Bürger
- Der Kampf mit dem Drachen, Friedrich Schiller
- Der Knabe im Moor, Annette von Droste-Hülshoff
- Der König in Thule, Johann Wolfgang von Goethe
- Der Königssohn, Ludwig Uhland
- Der Kutscher des Alten Fritz, August Kopisch
- Der letzte Graf von Brederode entzieht sich türkischer Gefangenschaft, Rainer Maria Rilke
- Der Marschall, Börries von Münchhausen
- Der Mönch von Heisterbach, Wolfgang Müller von Königswinter
- Der Mörderturm, Gustav Schwab
- Der Mordknecht auf der Wartburg, Karl Gerok
- Der Narr des Grafen von Zimmern, Gottfried Keller
- Der Nöck, August Kopisch
- Der Pfeil, Bernt von Heiseler
- Der Pilger und die Sarazenin, Conrad Ferdinand Meyer
- Der Pilgrim vor St. Just, August Graf von Platen
- Der Postillon, Nikolaus Lenau
- Der reichste Fürst, Justinus Kerner
- Der Reiter und der Bodensee, Gustav Schwab
- Der Ring des Polykrates, Friedrich Schiller
- Der Sänger, Johann Wolfgang von Goethe
- Der Sänger mit dem Schwert, Ludwig Uhland
- Der Scheik am Sinai, Ferdinand Freiligrath
- Der Schloßelf, Annette von Droste-Hülshoff
- Der Schmied auf Helgoland, Wilhelm A. Schreiber
- Der Schneiderjunge von Krippstedt, August Kopisch
- Der schwarze Ritter, Ludwig Uhland
- Der schwarze Tod, Hermann Lingg
- Der Soldat, Adelbert von Chamisso
- Der sterbende General, Annette von Droste-Hülshoff
- Der Student, Ludwig Uhland
- Der Tag X, Marie Luise Kaschnitz
- Der Taucher, Friedrich Schiller
- Der Tod am Krankenbett des Kaisers, Franz Grillparzer
- Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Köln, Annette von Droste-Hülshoff
- Der Tod des Tiberius, Emanuel Geibel
- Der Tod und das Mädchen, Matthias Claudius
- Der Tod und Frau Laura, Conrad Ferdinand Meyer
- Der Todspieler, Börries von Münchhausen
- Der Totentanz, Johann Wolfgang von Goethe
- Der Trauernde und die Elfen, Karoline von Günderode
- Der Trödler, Theodor Kramer
- Der Trompeter, August Kopisch
- Der Überfall im Wildbad, Ludwig Uhland
- Der ungetreue Knabe, Johann Wolfgang von Goethe
- Der wackere Schwabe, Ludwig Uhland
- Der Waffengefährte, Stefan George
- Der Weg nach Jericho, Heinrich von Kleist
- Der Zauberlehrling, Johann Wolfgang von Goethe
- Der Zauberleuchtturm, Eduard Mörike
- Des Braunschweigers Ende, Lulu von Strauß und Torney
- Des Pfarrers Tochter von Taubenhain, Gottfried August Bürger
- Des Sängers Fluch, Ludwig Uhland
- Des winzigen Volkes Überfahrt, August Kopisch
- Des Woiewoden Tochter, Emanuel Geibel
- Deutsches Recht, Enrica von Handel-Mazzetti
- Dezember 1942, Peter Huchel
- Dezembernacht, Marie Luise Kaschnitz
- Die Balinesenfrauen auf Lombok, Theodor Fontane
- Die ballade vom blutigen Bomme, Christa Reinig
- Die Ballade vom lyrischen Wolf, Carl Spitteler
- Die Ballade vom Nachahmungstrieb, Erich Kästner
- Die Ballade von dem Drainage-Leger Fredi Rohsmeisl aus Buckow, Wolf Biermann
- Die Ballade von den Goslarer Jägern, Georg von der Vring
- Die Ballade von der schwarzen Wolke, Günter Grass
- Die Beiden, Hugo von Hofmannsthal
- Die beschränkte Frau, Annette von Droste-Hülshoff
- Die Blütenfee, Carl Spitteler
- Die Boten, Börries von Münchhausen
- Die Braut von Korinth, Johann Wolfgang von Goethe
- Die Brück' am Tay, Theodor Fontane
- Die Bürgschaft, Friedrich Schiller
- Die Domina, Agnes Miegel
- Die Drei, Nikolaus Lenau
- Die drei vor der Himmelstür, Frieda Schanz
- Die drei Zigeuner, Nikolaus Lenau
- Die edle Tat, Karl Friedrich Lossius
- Die Ehegatten, Marie Luise Kaschnitz
- Die Entführung, oder Ritter Karl von Eichenhorst und Fräulein Gertrude von Hochburg, Gottfried August Bürger
- Die Erdbeerfrau, Marie von Ebner-Eschenbach
- Die Fahrt ins Heu, August Friedrich Langbein
- Die Finnenhochzeit, Carl P. Conz
- Die Frauen von Nidden, Agnes Miegel
- Die Füße im Feuer, Conrad Ferdinand Meyer
- Die Gastfreundschaft des Huronen, Johann Gottfried Seume
- Die Geister am Mummelsee, Eduard Mörike
- Die geraubte Geliebte, Ludwig Achim von Arnim
- Die gerechten, Christa Reinig
- Die Glocke im Meer, Richard Dehmel
- Die Glocke von Hadamar, Börries von Münchhausen
- Die Glocken zu Speyer, Maximilian von Oer
- Die Goldgräber, Emanuel Geibel
- Die Gotik, Carl Leberecht Immermann
- Die Götter Griechenlands, Friedrich Schiller
- Die Gottesmauer, Clemens Brentano
- Die Grenadiere, Heinrich Heine
- Die Heideschenke, Nikolaus Lenau
- Die Heinzelmännchen, August Kopisch
- Die Hochzeitsnacht, Joseph von Eichendorff
- Die junge Magd, Georg Trakl
- Die junge Mutter, Annette von Droste-Hülshoff
- Die Kapelle zum finstern Stern, Detlev von Liliencron
- Die Katzen, Horst Lange
- Die Kinder dieser Welt, Marie Luise Kaschnitz
- Die kranke Lise, Georg Herwegh
- Die Kraniche des Ibykus, Friedrich Schiller
- Die Kreuzesschau, Adelbert von Chamisso
- Die Kuh, Gottfried August Bürger
- Die Männer im Zobtenberge, Adelbert von Chamisso
- Die Mär vom Ritter Manuel, Agnes Miegel
- Die Menagerie der Götter, Gottfried August Bürger
- Die Mühle steht stille, Justinus Kerner
- Die Musik kommt, Detlev von Liliencron
- Die Mutter des Siegers, Paul Heyse
- Die Nachtfeier der Venus, Gottfried August Bürger
- Die Nibelungen, Agnes Miegel
- Die Nonne, Ludwig Heinrich Christoph Hölty
- Die Odaliske - weiße Harems-Sklavin, Friedrich Hebbel
- Die Rache, Ludwig Uhland
- Die Rache der Musen, Friedrich Schiller
- Die Rose von Newport, Conrad Ferdinand Meyer
- Die Schatzgräber, Gottfried August Bürger
- Die Schlange, Paul Heyse
- Die Schlangenkönigin, Georg Britting
- Die schlesischen Weber, Heinrich Heine
- Die schlimme Gret und der Königssohn, Eduard Mörike
- Die Schnitterin, Gustav Falke
- Die Schönwetterhexe, Max Mell
- Die Schwestern, Annette von Droste-Hülshoff
- Die Seeräuber-Jenny oder Träume eines Küchenmädchens, Bert Brecht
- Die Söhne Haruns, Conrad Ferdinand Meyer
- Die Sonne bringt es an den Tag, Adelbert von Chamisso
- Die späte Hochzeit, Joseph von Eichendorff
- Die sterbende Blume, Friedrich Rückert
- Die Teilung der Erde, Friedrich Schiller
- Die Tochter der Heide, Eduard Mörike
- Die tote Kirche, Georg Trakl
- Die traurige Krönung, Eduard Mörike
- Die Trommel des Ziska, Börries von Münchhausen
- Die Trompete von Vionville, Ferdinand Freiligrath
- Die Tulipan, Lulu von Strauß und Torney
- Die Vätergruft, Ludwig Uhland
- Die Vergeltung, Annette von Droste-Hülshoff
- Die verlorene Braut, Joseph von Eichendorff
- Die versunkene Burg, Adelbert von Chamisso
- Die Völkerschlacht, Ernst Moritz Arndt
- Die Wallfahrt nach Kevlaar, Heinrich Heine
- Die alte Waschfrau, Adelbert von Chamisso
- Die Weiber von Weinsberg, Gottfried August Bürger
- Die Weiber von Winsperg, Adelbert von Chamisso
- Die weiße Schlange,