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Ballyclare

Ballyclare

Ballyclare (irisch Bealach Cláir) ist eine kleine Stadt in Antrim, Nordirland. Sie liegt im Six Mile Valley 20 km nördlich von Belfast nahe der E 01 nach Larne. Ballyclare ist bekannt für die May Fair, die jährliche Festwoche im Mai sowie für das Forellenfischen. Die Vorfahren von Mark Twain und Sam Houston wanderten von hier in die Neue Welt aus. Jonathan Swift predigte hier. Ballyclare hatte im 19. Jahrhundert eine starke Papierindustrie. Kategorie: Ort in Nordirland

Irische Sprache

Die irische Sprache (irisch Gaeilge oder Gaoluinn, auch Gaeilge na hÉireann, „irisches Gälisch“, nach der bis 1948 geltenden Orthographie meist Gaedhilge) ist eine der drei goidelischen oder gälischen Sprachen. Zu diesen zählen auch das Schottisch-Gälische und das Manx (die Sprache der Insel Man). Sie zählt zum inselkeltischen Zweig der keltischen Sprachen. Laut irischsprachiger Fassung des 8. Verfassungsartikels ist sie „die Hauptamtssprache“ (an phríomhtheanga oifigiúil) der Republik Irland, „da [sie] die nationale Sprache ist“. Seit dem 13. Juni 2005 ist Irisch auch Amtssprache der Europäischen Union.[http://ue.eu.int/cms3_applications/Applications/newsRoom/LoadDocument.asp?directory=fr/gena/&filename=85195.pdf] Bisweilen wird sie im Deutschen als Gälisch und im Englischen als Gaelic bezeichnet, aber diese Benennungen werden von manchen Iren als abwertend empfunden. Zudem wird insbesondere in England und Schottland unter „Gaelic“ meist das Schottisch-Gälische verstanden (gängige Unterscheidung im gesprochenen Englisch: /ge:lik/ für das Irische, /ga:lik/ für das Schottisch-Gälische). Andererseits bezeichnen viele Iren die in Irland gesprochenen englischen Dialekte (Hiberno-Englisch) als Irish, auch das Schottisch-Gälische wurde früher mit dieser Bezeichnung belegt. Es ist also nur aus dem Zusammenhang eindeutig zu entnehmen, welche Sprache mit „Gälisch“ oder mit „Irisch“ gemeint ist. Der Language Code ist ga bzw. gai oder iri (nach ISO 639); sga bezeichnet Altirisch (bis ca. 900) und mga Mittelirisch (900–1200).

Textproben

Beide Textausschnitte basieren auf Feldaufnahmen aus den 30er oder 40er Jahren aus West Cork. Die Transkriptionen wurden von Brian Ó Cuív vorgenommen und 1947 veröffentlicht (in The Irish of West Muskerry. A Phonetic Study, Dublin).

Vaterunser

Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea)
- Ar n-Athair atá ar neamh go naomhuighthear t'ainm, go dtagaidh do ríoghdhacht, go ndéintear do thoil ar an dtalamh mar a déintear ar neamh. Aussprache
- /ɑ:r nahir´ ətɑ: er n´av gə ne:'vi:hər tan´im´, gə dɑgig´ də ri:xt, gə n´e:n´tər də hol´ er´ ə daləv mɑr ə d´e:n´tər er n´av./ Deutsche Interlinearübersetzung
- Unser Vater der-ist auf Himmel dass sei-geheiligt dein-Name, dass werde-kommen dein Reich, dass werde-gemacht dein Wille auf der Erde wie welches werde-gemacht auf Himmel. Heutiges Standardirisch
- Ár nAthair atá ar neamh go naomhaítear d'ainm, go dtaga do ríocht, go ndéantar do thoil ar an talamh mar a dhéantar ar neamh.

Sprichwort

Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea und heutiger Standard)
- Is maith í comhairle an droch-chomhairligh. Aussprache
- /is mɑh i: ko:rl´i: ən dro'xo:rlig´./ Deutsche Übersetzung
- Ist gut sie Rat des schlecht-Beraters. = Gut ist der Rat eines schlechten Beraters. (comhairle, „Rat“, ist weiblich)

Geschichte

Die Anfänge der irischen Sprache liegen zu großen Teilen im Dunkeln. Zwar ist das Irische unbestritten eine keltische Sprache, doch sind der Weg und die Zeit, auf dem bzw. zu der es nach Irland kam, heftig umstritten. Es ist lediglich sicher, dass zur Zeit der Ogam-Inschriften (also ab spätestens dem 4. Jahrhundert) in Irland Irisch gesprochen wurde. Diese früheste Sprachstufe wird als archaisches Irisch bezeichnet. Die Sprachprozesse, die sich prägend auf das Altirische auswirkten, d. h. Apokope, Synkope und Palatalisierung, entwickelten sich in dieser Zeit. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Irische die zuvor in Irland gesprochene Sprache (von der keinerlei direkte Spuren erhalten sind, die im Irischen aber als Substrat nachzuweisen ist) nach und nach abgelöst hat und dann bis zur Annahme des Christentums im 4. und 5. Jahrhundert die alleinige Sprache auf der Insel war. Kontakte zum romanisierten Britannien sind nachweisbar. Aus dieser Periode stammen etliche lateinische Lehnwörter im Irischen, in denen die meist die regionale Aussprache des Lateinischen in Britannien nachgewiesen werden kann. Weitere Wörter sind zur Zeit des Altirischen (600900) mit den rückkehrenden perigrini nach Irland gekommen. Das waren irische und schottische Mönche, die auf dem Kontinent meist missionierten und klösterliche Gelehrsamkeit betrieben. Das sehr flexionsreiche Altirische weist in seiner schriftlichen Form einen hohen Grad an Standardisierung und Dialektlosigkeit auf. Seit den Einfällen der Wikinger ab Ende des 8. Jahrhunderts muss sich das Irische die Insel mit anderen Sprachen teilen, vorerst jedoch nur in geringem Umfang. Die Skandinavier assimilierten sich nach den anfänglichen Raubzügen und Brandschatzungen zwar in einem Maße, das noch immer umstritten ist, sie ließen sich vor allem in den Küstenstädten als Händler nieder, hinterließen jedoch sehr wenige direkte Spuren in der irischen Sprache. Die Anzahl der skandinavischen Lehnwörter liegt bei etwa 60. Die sozialen und politischen Unruhen dieser Zeit werden jedoch als hauptverantwortlich für den Übergang vom weitgehend standardisierten Altirischen zum grammatisch wesentlich diversifizierteren Mittelirischen (9001200) angesehen. Dies schlug sich unter anderem in der Vereinfachung der Flexionsformen (v. a. bei den Verben), dem Verlust des Neutrums, der Neutralisierung unbetonter Kurzvokale und der sehr uneinheitlichen Rechtschreibung nieder. Entscheidender und nachhaltiger war der Einfall der Normannen ab 1169. Nicht zufällig spricht man ab etwa 1200 vom Frühneuirischen oder Klassischen Irisch (bis ca. 1600). Trotz der Unruhen zu Anfang des Zeitraums und der fortgesetzten Anwesenheit der Normannen im Lande ist diese Periode von sprachlicher Stabilität und literarischem Reichtum gekennzeichnet. Zwar teilten die normannischen Adligen die Insel unter sich und einigen wenigen einheimischen Herrschern auf, doch gelang es ihnen lange Zeit nicht, die Insel vollständig zu erobern oder kulturell zu assimilieren. Vor allem die Randgebiete im Westen und Norden waren zwar meist tributpflichtig, aber politisch und kulturell weitgehend unabhängig. Das Englische als Sprache hatte sich nur um Dublin ("The Pale") und Wexford durchgesetzt. Auch die Statutes of Kilkenny (1366), die englischstämmigen Siedlern den Gebrauch des Irischen verboten, blieben weitgehend wirkungslos. Allein der Umstand, dass sie eingeführt werden mussten, ist für die damalige Sprachsituation bezeichnend. Viele der ursprünglich normannischen oder englischen Familien übernahmen die kulturellen Gepflogenheiten des Landes teilweise oder vollständig. Die planmäßigen Ansiedlungen englischer und schottischer Farmer in Teilen Irlands im 16. und 17. Jahrhundert änderten die Situation erst einmal nicht wesentlich. Die Unterschichten sprachen meist Irisch, die Oberschichten Englisch oder Irisch. In dieser Zeit begann jedoch wahrscheinlich der prozentuale Anteil der Irischsprecher an der Gesamtbevölkerung langsam zu schrumpfen. Die Vertreibung der Reste des irisch-gälischen Adels 1607 (Flight of the Earls) enthob die Sprache dann jedoch völlig ihrer Verwurzelung in den Oberschichten. Sprachgeschichtlich ist hier der Beginn des Neuirischen oder modernen Irischen anzusetzen. Der entscheidendste Faktor für den Rückgang der Sprache war jedoch die fortschreitende Industrialisierung ab dem späten 18. Jahrhundert. Hunger war auf dem Lande verbreitet und gelegentlich katastrophal. Wer etwas erreichen oder in manchen Fällen auch nur überleben wollte, musste in die Städte abwandern – und Englisch sprechen. Das Irische wurde zumindest im öffentlichen Bewusstsein zur Sprache der Armen, der Bauern, Fischer, Landstreicher. Nach und nach schlug diese Entwicklung auf die ländlichen Gebiete zurück. Die Sprache wurde nun zunehmend vom Englischen verdrängt. Wiederbelebungsmaßnahmen ab dem späten 19. Jahrhundert und vor allem ab der Unabhängigkeit Irlands 1922 sowie die Förderung des sozialen Status des Irischen konnten die Entwicklung nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Allerdings ist festzuhalten, dass im Gegensatz zu den schnell sinkenden Zahlen der Muttersprachler die Zahl der Iren mit Irisch als aktiver oder passiver Zweitsprache stark angestiegen ist. Vor allem in den Städten finden sich größere Zahlen von Englischsprechern, die das Irische gut beherrschen und zum Teil auch gebrauchen. Zu den auf die Sprachsituation wirkenden Negativfaktoren des 20. und 21. Jahrhunderts zählen vor allem die zunehmende Mobilität der Menschen, die Rolle der Massenmedien und zum Teil fehlende enge soziale Netzwerke (fast alle Irischsprecher leben in engem Kontakt mit Englischsprechern). Heute wird nur noch in kleinen Teilen Irlands täglich Irisch gesprochen. Diese meist über die Nordwest-, West- und Südküste der Insel verstreuten Fleckchen werden zusammenfassend Gaeltacht (auch einzeln so; Pl. Gaeltachtaí) genannt. 1835 wurde die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa vier Mio. geschätzt. Der erste landesweite Zensus wurde allerdings erst 1841 durchgeführt, noch ohne Frage zu Irischkenntnissen (diese ab 1851). Bis 1891 hatte sich die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa 680.000 reduziert, aber nur 3 % der Kinder im Alter von drei bis vier Jahren sprachen Irisch. Der irische Zensus von 2002 ergab 1,54 Millionen Menschen (43 % der Bevölkerung), die behaupten, Irisch zu können. Davon sind höchstens 70.000 Muttersprachler, von denen nicht alle täglich und in allen Alltagssituationen Irisch sprechen. Häufig wird in Gegenwart Fremder oder auch gegenüber Kindern sofort ins Englische gewechselt. Kinder sollen auch in den Gaeltachtaí nach dem Willen der Eltern oft erst einmal Englisch lernen: „Irisch lernen können sie ja dann immer noch“ ist eine häufig gehörte Wendung. Der so entstehende zahlenmäßige Gegensatz zwischen Muttersprachlern und Personen, die eine Sprache als Erstsprache sprechen, ist für viele kleine Sprachen typisch. Praktisch alle Sprecher sind heute bilingual mit Englisch aufgewachsen.

Irisch in der Öffentlichkeit

Das Irische ist auch heute in ganz Irland anzutreffen. Orts- und Straßenschilder beispielsweise sind auf der gesamten Insel nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Irisch beschrieben. In West Connemara gibt es einige Gegenden, in denen Orientierungshilfen dieser Art nur auf Irisch ausgezeichnet sind. Das gleiche gilt für Gedenktafeln und offizielle Dokumente. Andere Schilder, z. B. an Restaurants, sind dagegen fast nur auf Englisch ausgezeichnet. „Auf der Straße“ ist jedoch das gesprochene Irisch außerhalb der Gaeltacht selten zu hören. Bisweilen hört man vor allem ältere Leute in Städten wie Galway oder Dublin Irisch sprechen. An den Universitäten ist es an einigen Fakultäten, vor allem denen für das Irische bzw. für keltische Sprachen und Kultur, üblich, sich des Irischen zu bedienen. An der NUIG (National University of Ireland, Galway) wird beispielsweise an den entsprechenden Fachbereichen auch unter Studenten relativ wenig Englisch gesprochen, ebenso wie an den privaten Gaeltacht Schools, an denen nicht in der Gaeltacht aufgewachsene Jugendliche ihre Irischkentnisse verbessern können. An allen staatlichen Schulen des Landes ist Irisch Pflichtfach, während der restliche Unterricht meist auf Englisch stattfindet. Es gibt jedoch nicht wenige Schulen, an denen ausgewählte andere Fächer ebenfalls durch das Irische vermittelt werden. Vor allem auf Druck von Eltern hin wurden in den 70er Jahren die obligatorischen Schulabgangsprüfungen für das Irische abgeschafft. Schüler müssen daher seit Jahrzehnten zwar Irisch lernen, ihre Kenntnisse aber selten ernsthaft nachweisen. Viele Jugendliche empfinden das Erlernen der irischen Sprache in der Schule, das überwiegend aus Gründen der Tradition und der Identitätsbewahrung stattfindet, als „lästig“ und antiquiert, da Irisch im Gegensatz z. B. zu Englisch, Deutsch oder Französisch im internationalen Geschäftsverkehr kaum oder nicht genutzt werden kann. Schwer einzuschätzen ist die tatsächliche Verwendung des Irischen in der gebildeten urbanen Mittelschicht. Zwar sind gute bis sehr gute Irischkenntnisse in dieser Bevölkerungsgruppe verhältnismäßig weit verbreitet, doch scheinen diese sich weitgehend auf den passiven und/oder familiären Gebrauch zu beschränken. In Unternehmen und Ämtern sowie in informellen Gesprächen „auf der Straße“ wird die Sprache jedenfalls kaum verwendet. Anders ist dies bei Gesprächen unter universitätsnahen Personen, Personen, die an Bildungs- und Forschungseinrichtungen tätig sind, sowie Künstlern wie z. B. Schriftstellern. Diese nutzen häufig die (relativ seltene) Gelegenheit, sich mit anderen des Irischen mächtigen Kollegen oder Freunden auf Irisch auszutauschen. In der Öffentlichkeit spielt diese Art von Konversation jedoch aus nahe liegenden Gründen eine geringe Rolle, das öffentliche Leben (Fernsehen, Zeitungen) findet meist selbstverständlich auf Englisch statt. Es gibt jedoch verschiedene Clubs und in Dublin ein Café, in dem nur Irisch gesprochen wird. Außerdem gibt es mehrere irischsprachige Radiosender (Raidió na Gaeltachta (staatlich), Raidió na Life (privat, Dublin)), einen irischsprachigen Fernsehsender (Teilifís na Gaeilge) sowie einige irischsprachige Zeitschriften. Auch im englischsprachigen Radio, Fernsehen und in Zeitungen tauchen immer wieder irische Ausdrücke auf. Einige staatliche und öffentliche Institutionen haben ausschließlich irischsprachige Bezeichnungen oder solche, die neben der englischen Form häufig verwendet werden:
- Landesname  Éire (neben Ireland, häufig poetisch oder liebevoll gemeint)
- Parlament  An tOireachtas („die Versammlung“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Oberhaus  Seanad Éireann („Senat Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Unterhaus  Dáil Éireann („Zusammenkunft Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Premierminister  An Taoiseach („Der Erste“, „Der Anführer“) – im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Vize des Premierministers  An Tánaiste („Der Zweite“) – im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Parlamentsmitglied  Teachta Dála („Mitglied der Zusammenkunft“) – fast nur irisch gebraucht (Titel T.D. dem Namen nachgestellt)
- alle Ministerien  Roinn + jeweiliger Zuständigkeitsbereich im Genitiv („Abteilung der/des…“) – meist englisch gebraucht
- Post  An Post („Die Post“) – offiziell nur irisch gebraucht
- Busgesellschaft  Bus Éireann („Bus Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Eisenbahngesellschaft  Iarnród Éireann („Eisenbahn Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Radio- und Fernsehstation  Radio Telefís Éireann (RTÉ, „Radio Fernsehen Irlands“) – nur irisch gebraucht
- Telekom  früher Telecom Éireann („Telekom Irlands“) – offiziell nur irisch gebraucht, mittlerweile privatisiert, nun „Eircom“ genannt
- Entwicklungsförderungsgesellschaft für die Gaeltacht  Údarás na Gaeltachta („Behörde der Gaeltacht“) – nur irisch gebraucht
- usw. Außerdem müssen alle Gesetzestexte in einer irischsprachigen Fassung veröffentlicht werden, deren Wortlaut in Zweifelsfällen verbindlich ist. In der Praxis wird dies jedoch nicht immer so gehandhabt. Meist wird nur der englische Text für Entscheidungen hinzugezogen, zudem wird die irischsprachige Fassung bisweilen erst später veröffentlicht. Im Vergleich zur Sprecherzahl gibt es eine recht rege irischsprachige Literatur. Es gibt verschiedene Literaturfestivals und Literaturpreise. In den meisten Buchläden sind irischsprachige Bücher zu finden, oft jedoch in kleinen, recht abgelegenen Ecken. Letztlich wird vor allem in von Touristen frequentierten Läden eine Unmenge an Stickern, Aufnähern, Tassen und ähnlichen Souvenirs angeboten, auf denen oft auch Schriftzüge in irischer Sprache zu lesen sind. Dabei reicht die Palette etwa von Erin go bráth („Irland für immer“) bis Póg mo thóin („Leck (küss) mich am Arsch“). Diese oberflächliche Art der Identitätsbezeigung wird ebenso wie das zusammenhanglose Benennen und Beschriften von Läden, Konsumartikeln usw. auf Irisch als Token Irish bezeichnet.
- Radio-Streaming im Internet: [http://www.rte.ie/rnag/] > Eist/Listen live

Dialekte

Als Mutter- bzw. Erstsprache existiert das Irische nur in Form von Dialekten, nicht als Standardsprache. Es werden die Dialekte von Munster, Connacht und Ulster unterschieden. Diese können in zahlreiche, geographisch meist voneinander getrennte, Unterdialekte gegliedert werden. Eine solche Unterteilung könnte so aussehen: Munster:
- An Rinn / Ring (Co. Waterford)
- Baile Bhuirne / Ballyvourney (Co. Cork) einzige existente Gaeltacht, die nicht am Meer liegt!
- Oileán Cléire / Clear Island (Co. Cork)
- Uíbh Rathaigh / Iveragh (Co. Kerry)
- Corca Dhuibhne / Dingle (Co. Kerry) Connacht:
- Oileáin Árainn / Aran Islands (Co. Galway)
- Cois Fharraige / West Galway (Co. Galway)
- Iar-Chonamara (Ceantar na nOileán) / West Connemara (Co. Galway)
- Dúiche Sheoigheach / Joyce Country (Co. Galway)
- Túir Mhic Éadaigh / Tourmakeedy (Co. Mayo)
- Iorras / Erris (Co. Mayo)
- Oileán Acla / Achill Island (Co. Mayo) Ulster:
- Tír Chonaill Dheas / South Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Mheán / Mid Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Thuaidh / Nord Donegal (Co. Donegal) Diese Einzeldialekte zerfallen dann weiter in noch kleinere Einheiten, vor allem in Donegal, wo die hier angegebenen irischsprachigen Bezeichnungen nicht unbedingt üblich sind, meist wird gleich der eigentliche Ort (z. B. Téilinn) oder die entsprechende Halbinsel oder Insel (z. B. Toraigh) genannt. Die meisten dieser Gaeltachtaí verfügen in absoluten Zahlen über nur wenige hundert Irischsprecher, auch relativ gesehen liegt ihr Anteil in vielen Orten unter 50 %. Abgesehen von den oben angegebenen Gebieten gibt es seit den 1950er Jahren noch zwei winzig kleine Pockets in der Grafschaft Meath nordwestlich von Dublin (Rath Cairne und Baile Ghib), die vor allem Versuchszwecken dienten: Können sich Gaeltachtaí in der Nähe einer Stadt wie Dublin halten? Dazu wurden dort Irischsprecher aus Connemara angesiedelt und finanziell unterstützt, doch es kam weder zur Ausprägung eines eigenen Dialekts noch haben diese beiden winzigen Pockets gute Überlebenschancen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es weitere Gebiete mit größerer Anzahl von Irischsprechern, u. a. in den Gleannta na hAontroma/Glens of Antrim (Co. Antrim), Béal Feirste Thiar/West Belfast, Ard Mhacha Dheas/South Armagh, und Doire/Derry City (in Nordirland) sowie in der Grafschaft Clare. Neben den Sprechern in der Gaeltacht beherrschen jedoch fast alle Iren zumindest etwas Irisch, da es Pflichtfach an den Schulen ist. Vor allem in den Städten Dublin, Cork und Galway gibt es größere Sprecherzahlen, meist Menschen aus den gebildeteren Schichten. Diese sprechen jedoch meist das auf staatliche Initiative hin erarbeitete und unterrichtete Standardirisch (An Caighdeán Oifigiúil, offiziell gültig seit 1948) oder den jeweils in einer Gaeltacht erlernten Dialekt. Nur das Belfaster Irisch konnte einen eigenen Dialekt entwickeln, der sich mit der Zeit wiederum auf das Donegal-Irische ausgewirkt hat. Die einzelnen Dialekte unterscheiden sich sprachlich in vielerlei Hinsicht:
- Wortakzent
  - in Munster und mit starken Einschränkungen in South Connemara gibt es nicht nur die übliche Anfangsbetonung
    - sog. „schwere“ Silben (mit Langvokal oder -ach(t)-) werden i. A. bis zur 3. Silbe betont (salach („schmutzig“) /sƏ'lax/; bradán („Lachs“) /brƏ'da:n/; amadán („Trottel“) /ƏmƏ'da:n/)
- Lexik
  - „ansehen“, „gucken“: Munster féach, Connemara breathnú, Donegal amharc
  - „wann?“: Munster cathain?, Connemara cén t-am?, Donegal cá huair?
- Syntax
  - „Ich bin Übersetzer“:
    - Standard Is aistritheoir mé (Bin Übersetzer ich)
    - Munster (meist) Aistritheoir is ea mé (Übersetzer ist es ich)
    - Connemara (häufig) Tá mé i m'aistritheoir (Bin ich in meinem Übersetzer)
    - Donegal (häufig) Aistritheoir atá ionam (Übersetzer ist in-mir)
- Morphologie
  - allgemeine Tendenz: je weiter nach Süden, desto häufiger werden statt analytischer Verbformen synthetische gebraucht: „ich werde trinken“ – ólfaidh mé vs. ólfad; „sie aßen“ – d'ith siad vs. d'itheadar
  - in Munster sind noch Reste des Dativs gebräuchlich (v. a. in Kerry regulär die Dativ-Plural-Endung -(a)ibh – anderswo ist der Dativ nur in wenigen festen Redewendungen geblieben
- Phonologie und Phonetik
  - unterschiedliche Aussprache einzelner Lautgruppen: z. B.
    - Donegal, Mayo und Teile Connemaras Zusammenfall der Endungen -(e)amh und -(e)abh mit -(e)adh und -(e)agh als /-u/
    - Süd-Connemara und Munster: -(e)amh und -(e)abh > /-Əv/; -(e)adh und -(e)agh > /-Ə/, teils /-Əg/
  - Grad der Palatalisierung von Konsonanten:
    - Donegal Realisierung oft durch Affrikaten (palatalisiertes /d´/ als Affrikate dsch)
    - Kerry z. T. nur durch andere Artikulationsstelle (alveolar – im Gegensatz zum dentalen nicht-palatalisierten /d/)
  - Gebrauch von Gleitlauten
    - sehr stark in Munster ausgeprägt; vor allem wohl durch schwierige akustische Unterscheidbarkeit palatalisierter und nicht-palatalisierter Konsonanten bedingt
  - die aus dem Altirischen ererbten „gespannten“ Konsonanten /L/ und /N/ sowie deren palatalisierte Entsprechungen /L´/ und /N´/ werden im Süden meist durch Diphthongisierung des vorangehenden Vokals oder den Gebrauch des velaren Nasals (/ŋ/) ersetzt – ceann („Kopf“):
    - Donegal /k´aN/ (kurzer Vokal, gespanntes N)
    - Connemara /k´a:N/ (langer Vokal, gespanntes N)
    - West Cork (Munster) /k´aun/ (Diphthong, ungespanntes n)
    - der Genitiv (cinn) entsprechend /k´iN´/, /k´i:N´/ bzw. /k´i:ŋ´/

Schrift

Das Irische wird heute mit lateinischen Buchstaben geschrieben (Cló Rómhánach). Früher wurde jedoch ein eigener, aus lateinischen Majuskeln abgeleiteter Schrifttyp verwendet (Cló Gaelach). Bis der ersten Mitte des 20. Jahrhunderts wurden irischsprachige Bücher und andere Schriftstücke häufig in diesem älteren Schriftsatz gedruckt. Heute wird dieser nur noch für dekorative Zwecke gebraucht wird. Weiteres unter Irische Schrift. Noch wesentlich älter ist die so genannte Ogam-Schrift. Dies wurde etwa vom 3. bis 6. Jahrhundert n. Chr. eingesetzt, eine sichere absolute Datierung ist jedoch nicht möglich. Ogam ist ein an die verwendeten Schreibutensilien angepasster „Code“ des lateinischen Alphabets, in dem die Buchstaben durch Gruppen von 1–5 Kerben (Konsonanten) oder Punkten (Vokale) bezeichnet wurden. Die Ogam-Schrift ist nur auf Steinkanten erhalten, wahrscheinlich wurde jedoch auch auf Holz geschrieben.

Schreibung und Alphabet

In der irischen Orthographie werden fünf kurze Vokale (a, e, i, o, u) und fünf lange Vokale (á, é, í, ó, ú) geschrieben: Vokal Weiterhin werden 13 Konsonanten (b, c, d, f, g, h, l, m, n, p, r, s, t) verwendet; die restlichen im lateinischen Alphabet vorkommenden Konsonanten (j, k, q, v, w, x, y, z) treten nur in Fremd- und Lehnwörtern auf (z. B. jíp „Jeep“; jab „Job“; x-ghathú „Röntgen(aufnahme)“, von engl. x-ray)). Lehnwörtern Eine besondere Rolle nimmt der Buchstabe h ein, der einzeln nur in Fremd- oder Lehnwörtern (z. B. hata "Hut") vorkommt. Er dient weiterhin als Vorschlag vor Vokalen in bestimmten syntaktischen Umgebungen, z. B. álainn (Adjektiv „schön“) vs. go hálainn (Adverb „schön“). Darüber hinaus wird durch ein nachgestelltes h die sog. Lenition im Schriftbild gekennzeichnet (von lat. lenire = „lindern“, „weich machen“; also etwa „Aufweichung“). Die Lenition gehört zu den für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Im Cló Gaelach wurden diese lenierten (auch: lenisierten) Konsonanten durch einen Punkt über dem betreffenden Konsonanten gekennzeichnet: Konsonant Das irische Alphabet lautet: a, b, c, d, e, f, g, h, i, l, m, n, o, p, r, s, t, u.

Aussprache

Die Aussprache des Irischen stellt, ähnlich wie beim Schottisch-Gälischen, eine Wissenschaft für sich dar. Das erste Problem besteht darin, dass die Standardaussprache zum Teil erheblich von den Dialekten abweicht, Muttersprachler sich jedoch äußerst selten des Standards bedienen. Auch Sprecher in Rundfunk, Fernsehen usw. bedienen sich meist eines dialektal gefärbten Standards oder standardisierter Dialekte. Das zweite Problem besteht darin, dass die Dialekte selbst voneinander sehr stark abweichen und zudem viele Unregelmäßigkeiten aufweisen. Die Standardaussprache ist jedoch mit Hilfe sehr vieler Regeln gut zu erlernen, da es im Vergleich zum Englischen beispielsweise relativ wenige Ausnahmen gibt. Diese Regeln hier im einzelnen zu beschreiben, würde einen Extraartikel einnehmen. Die oberste Regel besteht darin, dass die Aussprache eines Buchstaben oder einer Buchstabengruppe immer von den benachbarten Buchstaben abhängt. Lediglich die mit einem Längenzeichen (síneadh fada oder kurz fada) markierten Langvokale werden stets so ausgesprochen, wie sie geschrieben werden. Grundsätzlich gibt es sämtliche Konsonanten (mit Ausnahme des „h“ in den meisten Dialekten) als Phonempaar, nämlich als palatale und als nicht-palatale Variante. Im Schriftbild sind diese unbedingt zu unterscheidenden Varianten leicht zu erkennen: Auf beiden Seiten palatalisierter Konsonanten(gruppen) stehen ausschließlich oder , bei nicht-palatalen Konsonanten(gruppen) , oder . Es gibt nur wenige Ausnahmen, deren Aussprache gelernt werden muss. Bei der Palatalisierung selbst wird die Zunge angehoben und deren vordere Teil an den Gaumen gelegt. Zudem werden häufig die Lippen gespreizt. In der Orthographie des Irischen fällt das häufige Vorkommen das Buchstaben „h“ auf. Ein hinter Konsonanten stehendes h dient der Kennzeichnung der Lenition. Dabei handelt es sich um eine der für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Es sind sprachhistorisch bedingte phonologische Erscheinungen, die jedoch mit dem Endungswegfall im Altirischen (vor der Mitte des 7. Jahrhunderts) weitgehend grammatikalisiert wurden. Jeder lenierte Konsonant wird anders als sein unleniertes Pendant gesprochen. Die Mutationssysteme aller inselkeltischen Sprachen bilden jedoch logisch aufgebaute und in sich geschlossene Systeme. In der Wortmitte tendieren lenierten Laute jedoch dazu, mit den umgebenden Vokalen zu Langvokalen oder Diphthongen zu verschmelzen. Dies gilt insbesondere für das Munster-Irische. Konsonantengruppen wie , , , , , und weisen fast immer auf Nasalisierungen hin. Diese zählen ebenfalls zu den Anlautmutationen. In diesen Gruppen wird meist nur der erste Buchstabe gesprochen. Die Aussprache kurzer Vokale lässt sich nur aus der lautlichen Umgebung bestimmen und ist kaum sinnvoll zusammenzufassen.

Grammatik

Das Irische ist eine stark flektierende Sprache, im Laufe seiner Entwicklung wurden jedoch viele synthetische Formen durch analytische Bildungen ersetzt.
- Satzstellung: Verb-Subjekt-Objekt (im Deutschen: Subjekt-Verb-Objekt in Hauptsätzen)
  - Beispiel: Rinne mé an obair. (wörtl. „Machte ich die Arbeit.“ = „Ich machte die Arbeit.“). Dies ist ein Merkmal aller inselkeltischen Sprachen (des Bretonischen mit Einschränkung).
  - Alle semantisch eigenständigen Satzglieder können durch Satzumbau jedoch nach vorne gestellt werden, um den Fokus des Satzes zu ändern.
    - Beispiel: neutral Rinne mé an obair leis an athair inné. wörtl. „Machte ich die Arbeit mit dem Vater gestern.“ = „Ich machte gestern die Arbeit mit dem Vater.“
    - Umstellungsmöglichkeiten:
      - An obair a rinne mé leis an athair inné. („die Arbeit“ im Fokus)
      - Mise a rinne an obair leis an athair inné. („ich“ im Fokus)
      - (Is) leis an athair a rinne mé an obair inné. („mit dem Vater“ im Fokus)
      - Inné a rinne mé an obair leis an athair. („gestern“ im Fokus).
  - Direkte Pronominalobjekte stehen gewöhnlich am Satzende.
    - Beispiel: Chonaic mé an fear ar an tsráid. wörtl.: „Sah ich den Mann auf der Straße.“ = „Ich sah den Mann auf der Straße.“
    - dagegen: Chonaic mé ar an tsráid é. wörtl.: „Sah ich auf der Straße ihn.“ = „Ich sah ihn auf der Straße.“
- Anlautmutationen: Lenition und Nasalisierung (oder Eklipse) waren ursprünglich (vor dem Altirischen) rein phonologische Erscheinungen, die erst mit dem Wegfall der Endungen im archaischen Irisch (vor ca. 600 n. Chr.) grammatisch relevante Bedeutung annahmen. Heute dienen sie der Kennzeichnung von so unterschiedlichen Funktionen wie Besitz (Possessivpronomina), Unterscheidung Präteritum/Imperativ, Markierung von Präpositionalobjekten, Markierung des grammatischen Geschlechts, Markierung von direkten und indirekten Nebensätzen usw.
  - Beispiel: capall /'kapƏl/ „Pferd“ wird zu mo chapall /mƏ 'xapƏl/ „mein Pferd“ (Lenition) oder zu ár gcapall /ar 'gapƏl/ „unser Pferd“ (Eklipse)
- Verbformen: Es gibt fünf Zeitformen: Präsens, Präteritum (einfache Vergangenheit), Imperfekt (wiederholte Vergangenheit), Futur und Konditional.
  - Das Konditional besitzt zwar einen stark modalen Aspekt, wird jedoch innerhalb der Paradigmen der Zeitformen gebildet und daher zu diesen gerechnet. Weiterhin gibt es den Konjunktiv, den Imperativ, Partizipien sowie Verbalnomen (etwa vergleichbar mit den deutschen substantivierten Verben, jedoch in der Grammatik weitaus wichtiger als diese und mit stärker substantivischen Eigenschaften). Es gibt keinen Infinitiv.
- Beispiele für die Verbalflexion (Standardformen). Der unterschiedliche Gebrauch analytischer und synthetischer Verbformen in den Paradigmen ist gut zu erkennen: Verb der Klasse 1 (einsilbiger Stamm) mit palatalem Auslaut: bris, „brechen“ Verb der Klasse 2 (mehrsilbiger Stamm) mit nicht-palatalem Auslaut: ceannaigh, „kaufen“
- Präpositionen: Viele einfache Präpositionen verschmelzen mit Personalpronomen zu sog. konjugierten Präpositionen. Die Bedeutung der konjugierten Präpostion ändert sich dann entsprechend: ar („auf“) zu „auf mir“, „auf dir“, „auf ihm“ oder „darauf“, „auf ihr“ usw.
- Substantive: Es gibt zwei grammatische Geschlechter, feminin und maskulin. Der Artikel lautet für beide an (Plural: na). Es werden jedoch nur feminine Substantive nach dem Artikel leniert.
  - Die Nominalflexion ist seit längerem in der Auflösung begriffen. Während der Genitiv und der Vokativ noch recht lebendig sind, ist der Dativ fast vollständig verschwunden, der Akkusativ unterscheidet sich nur an einer einzigen Stelle vom Nominativ (und auch dies nicht bei allen Sprechern).

Literatur und Lehrbücher


- Thomas F. Caldas, Clemens Schleicher: Wörterbuch Irisch-Deutsch, Helmut Buske Verlag 1999, ISBN 3-87548-124-0
- Lars Kabel: Kauderwelsch, Irisch-Gälisch Wort für Wort, Reise Know-How Verlag 2002, ISBN 3-89416-281-3 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Mícheál Ó Siadhail: Lehrbuch der irischen Sprache, Helmut Buske Verlag 2004, ISBN 3-87548-348-0 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Martin Rockel: Grundzüge einer Geschichte der irischen Sprache, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-70011-530-X

Siehe auch


- Irische Familien
- Irischsprachige Literatur
- Irische Schrift
- Anlautmutationen

Weblinks


- [http://www.irelandman.de/go-irischkurs.htm Cúrsa Gaeilge: deutschsprachige Irisch-Kurs-Ausarbeitung]
- [http://www.braesicke.de/gram.htm Gramadach na Gaeilge = die irische Grammatik]
- [http://www.irishgaelictranslator.com Forum und Links zur irischen Sprache]
- [http://www.contemporarypoetry.com/brain/lang Ein englischsprachiger Kurs]
- [http://www.sprache-und-kultur.com/Irish/ Informationen zum Erlernen des Irischen] Kategorie:Einzelsprache ja:アイルランド語 simple:Irish

Antrim (County)

Antrim ist eine der sechs historischen Grafschaften Nordirlands.

Geographie

Die Grafschaft liegt zwischen Lough Neagh, dem Fluss Bann und der Küste der Irischen See, dem North Channel. Der größte Teil der Grafschaft nehmen die Antrim Mountains im Nordwesten ein.

Geschichte

Der Norden der Grafschaft gehörte seit dem 5. Jahrhundert zum christlichen Königreich Dalriada. Von den Normannen wurde der irische Teil anfang des 9. Jahrhunderts vom schottischen Teil getrennt und bildete mit dem heutigen County Down das Königreich Ulidia (oder Ulaidh). Nach der Eroberung durch die Normannen im 12. Jahrhundert bestand dieses als Grafschaft Ulster weiter. Die englische Oberhoheit schwächte sich im Laufe der Zeit immer mehr ab, bis sie im 17. Jahrhundert durch Oliver Cromwell wiederhergestellt wurde. Die Grafschaft wurde gebildet und das Land an englische Grundbesitzer verteilt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft konzentriert sich auf das Einzugsgebiet von Belfast, das bis Antrim hinaufreicht. Das übrige Land ist stark landwirtschaftlich geprägt mit Schaf- und Rinderzucht.

Städte


- Antrim
- Ballyclare
- Ballymena
- Ballymoney
- Carrickfergus
- Dunmurry
- Larne
- Linsburn
- Newtownabbey

Sehenswürdigkeiten


- Olderfleet Castle
- Mussenden Temple
- Giants Causeway (UNESCO-Welterbe)
- Carrick- a- reede Rope Brigde Carrick- a- reede Rope Brigde Carrick- a- reede Rope Brigde

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Kategorie:Nordirische Grafschaft

Nordirland

Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus dem größten Teil der historischen irischen Provinz Ulster im Norden Irlands. Im Verhältnis zur Republik Irland ist Nordirland dichter bevölkert und hat mehr Industrie.

Geografie

Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist - wie überall auf den Britischen Inseln - ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst. Nordirland hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 130 km. Von Osten nach Westen sind es 180 km. Die Länge der nordirischen Küste ist etwa 500 km. Die Insel Rathlin im Nordosten gehört zu Nordirland. Es gibt drei Höhenzüge: im Nordwesten die Sperrin Mountains, im Nordosten das Antrim Plateau, im Südosten die Mourne Mountains (852 m). Wichtige Städte:
- Armagh
- Ballycastle, Ballyclare, Banbridge, Bangor, Belfast, Bushmills
- Carnmoney, Carrickfergus, Coleraine, Comber, Cookstown, Craigavon
- Derry, Donaghadee, Downpatrick,Dromore, County Down, Dundonald, Dungannon, Dungiven
- Enniskillen
- Glengormley
- Hillsborough
- Larne, Limavady, Lisburn, Lurgan
- Magherafelt
- Newcastle, Newry, Newtownards, Newtownstewart
- Omagh
- Portrush, Portstewart, Portaferry
- Strabane
- Warrenpoint

Wirtschaft

Nordirland war - wie die Republik Irland - von Auswanderung geprägt. Größere Investitionen wurden aufgrund der ethnischen Spaltung und der politischen Unsicherheit kaum getätigt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewegte sich 1991 auf 81 % des Durchschnitts im Vereinigten Königreich; die Arbeitslosigkeit war hoch. Seit 1997 wird mehr investiert und die Wirtschaft wächst stärker. Seit 1999 erlebt das Land einen Anstieg beim Tourismus.

Verwaltung

1972 wurde das Nordirlandministerium (engl. Northern Ireland Office, Abk. NIO) in London geschaffen, das von einem Minister (engl. Secretary of State) geleitet wird. Heute (2005) ist dies Peter Hain. Das Ministerium ist verantwortlich für die Bereiche Justiz und Gefängniswesen (engl. criminal justice und prisons), Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer von politisch motivierten Verbrechen (engl. victims) sowie - seit dem 14. Oktober 2002, an dem die Regionalregierung direkt der Zentralregierung unterstellt wurde - die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland. Wie auch in Wales und Schottland setzt die Regierug von Tony Blair ihre Politik der Dezentralisierung (engl. devolution) auch in Nordirland um und hat eine Regionalverwaltung geschaffen. In Nordirland gibt es das Büro der Exekutive (engl. Office of the Minister and the Deputy Minister) sowie zehn Regional-Ministerien (engl. departments), nämlich für Landwirtschaft (engl. agriculture), für Kultur (engl. culture, arts and leisure), das Kultusministerium (engl. education), das Ministerium für Umweltschutz (engl. environment), für Finanzen (engl. finances and personnel), für Gesundheit (engl. health), für Wirtschaft (engl. enterprise, trade and investing), für Fortbildung (engl. employment and learning), für Regionalentwicklung (engl. regional development) sowie für Soziales (engl. social development). Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass die Ministerien der Republik Irland ein Gegenüber nicht in London, sondern in Belfast haben und das allmähliche Zusammenwachsen Irlands so gefördert wird. Bis 1972 war Nordirland in sechs Bezirke (engl. counties) gegliedert (durchschnittliche Einwohnerzahl: 260.000). Diese waren Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Londonderry und Tyrone. Seitdem gibt es 26 Landkreise (engl. districts) mit durchschnittlich 60.000 Einwohnern.

Geschichte

Landkreis Siehe Hauptartikel: Geschichte Nordirlands, Nordirlandkonflikt Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1926 statt. In der Folge wurde der katholische Bevölkerungsteil bei Jobs und Wohnungen benachteiligt. Die Gesellschaft teilte sich in meist katholische Republikaner oder Nationalisten (Ziel: Vereinigung mit der Republik Irland) und meist protestantische Unionisten oder Loyalisten (Ziel: Verbleiben unter britischer Regierung).

Politik

Die politischen Parteien spiegeln bis heute die ethnische Spaltung der Provinz wider; Democratic Unionist Party (DUP) und UUP (gemäßigt) treten für die protestantisch-pro-britisch-unionistische Seite an, Sinn Féin (SF) und SDLP (gemäßigt) für die katholisch-pro-irisch-nationalistische Seite. Die Alliance Party ist eine überkonfessionelle Partei. Die Wahlen vom 26. November 2003 ergaben folgende Ergebnisse (in Prozent): DUP 26,1, UUP 23,0, Sinn Fein (SF) 24,0, SDLP 17,8.

Kirche

Anglikanische Kirche: Anders als in England besteht seit 1871 keine Staatskirche. Etwa 260.000 Menschen (13 % der Bevölkerung) rechnen sich zur anglikanischen Gemeinschaft, deren Erzbischof (Robert Eames) in Armagh residiert und auch für die etwa 70.000 Mitglieder in der Republik Irland zuständig ist. Katholiken: Etwa 40 % der Nordiren bezeichnen sich als römisch-katholisch. Der Sitz des Primas von Irland (Sean Brady) befindet sich ebenfalls in Armagh. Auch der katholische Primas ist eine gesamtirische Institution. Die größte protestantische Gemeinschaft bilden die Presbyterianer (u.a. Ian Paisley) mit etwa 20 %. Daneben gibt es 3 % Methodisten.

Polizei

Die frühere Royal Ulster Constabulary (RUC) heißt seit 1999 Police Service of Northern Ireland (PSNI). Während sie bis 1998 fast ausschließlich aus unionistisch-protestantischen Beamten bestand, wurde sie 1999 um die Hälfte auf etwa 7000 Beamte verkleinert und soll bei Neueinstellungen zur Hälfte irisch-katholische Bewerber einstellen, um den sozialen Frieden gewährleisten zu können.

Tourismus

Police Service of Northern Ireland Nordirland ist ein sicheres Reiseland; die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland sind zum Großteil entfallen. Sehenswertes Naturdenkmal ist der Giant's Causeway (dt. Damm des Riesen), rund 40.000 Basaltsäulen am Meer, geschützt durch den National Trust, etwa 20 km westlich von Ballycastle an der Nordküste von Antrim. Weitere sehenswerte Gegenden und Landschaften sind:
- Die Berge von Mourne (engl. the Mountains of Mourne)
- Lough Neagh, größter See der Britischen Inseln
- Lough Erne
- Strangford Lough
- Carlingford Lough
- Die Antrim-Täler (engl. the Glens of Antrim)
- Das Seenland von Fermanagh (engl. the Fermanagh Lakeland)
- Die Sperrin-Berge (engl. the Sperrin Mountains)
- Die Nationalparks (engl. the National parks of Northern Ireland) Wie auch in der Republik Irland gehört Golf, Angeln, Wandern und Bootstourismus zu den möglichen Urlaubsaktivitäten; es gibt Bootstouren, die die Republik Irland und Nordirland verbinden. Kulturelle Ereignisse konzentrieren sich in Belfast und Derry. Der Tourismus trägt mit 1,5 Mio. Besuchern (2002) zu 2 % zum nordirischen BSP bei; die große Mehrheit der Besucher kommt aus der Republik Irland sowie aus den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreiches. Etwa 100.000 Besucher kommen je aus den USA und der EU.

Verkehr

Flüge: Nordirland hat drei internationale Flughäfen, zwei bei Belfast, einen bei Derry. Direktflüge von Deutschland bietet im Sommer 2005 nur EasyJet ab Berlin-Schönefeld an. Auto: Der Motorway M1 verbindet Belfast mit Dungannon, der Motorway M2 führt von Belfast nach Antrim, der Motorway M3 von Belfast nach Ballymacarrett. Eisenbahn: Nordirland hat ein relativ dünnes Bahnnetz von 340 km. Translink nutzt ausschließlich Züge mit Dieselantrieb und verbindet Belfast mit:
- Londonderry (via Ballymena und Coleraine) nach Norden,
- Larne nach Nordosten,
- Dublin (via Portadown) nach Süden
- Bangor nach Osten

Literatur

Es gibt bislang (November 2004) keinen deutschsprachigen Reiseführer nur für Nordirland; Nordirland bildet daher jeweils ein Kapitel in Reiseführern über Irland oder das Vereinigte Königreich.
- Friedhelm Rathjen, Singenden Fahrradreifen in Ulster. Eine irische Grenzerfahrung, Scheeßel (Edition ReJoyce) 2004, ISBN 3000135510
- Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.), Nordirland. Geschichte, Landschaft, Kultur, Touren, Göttingen (Vg. Die Werkstatt) 1996, ISBN 3895331775

Weblinks


- [http://www.britischebotschaft.de/de/embassy/political/northern-ireland.htm Informationen der Britischen Botschaft in Berlin (dt.)]
- [http://www.irland-ferien.de Irisches Fremdenverkehrsamt mit Infos auch zu Nordirland (dt.)]
- [http://www.discovernorthernireland.com/ Fremdenverkehrsamt (engl.)]
- [http://www.onlineni.net Nordirland Online (engl.)]
- [http://www.northernireland.gov.uk/ Verwaltung (engl.) mit Links zu den Regional-Ministerien]
- [http://www.nio.gov.uk Das Nordirlandministerium in London (engl.)]
- [http://www.ofmdfmni.gov.uk Das Büro des Ersten Ministers in Belfast (engl.)]
- [http://www.ntni.org.uk/ National Trust mit Infos zum kulturellen Erbe (engl.)]
- [http://www.translink.co.uk Eisenbahngesellschaft Translink (engl.)]
- [http://www.ireland.anglican.org Anglikanische Kirche in Irland]
- [http://www.catholiccommunications.ie Die Irische Katholische Bischofskonferenz (Republik Irland und Nordirland)] ja:北アイルランド ko:북아일랜드 simple:Northern Ireland

Europastraße

Europastraßen sind eine Klasse von Fernstraßen, die sich in Europa, Zentral- und Kleinasien befinden. Sie bilden ein Netz von etwa 50.000  km Länge, dienen dem internationalen Verkehr und sind durch ein weißes E mit Straßennummer auf grünem Grund gekennzeichnet. Kleinasien In einigen Staaten wie z. B. der Bundesrepublik Deutschland tragen Straßen die Europastraßen-Bezeichnung neben der nationalen Straßennummer, während in anderen Staaten wie z. B. Schweden die nationalen Fernstraßen ausschließlich die Europastraßen-Nummer tragen. Derzeit gibt es etwa 210 Europastraßen.

Festlegung der Europastraßen

Nicht durch die Europäische Union, sondern unter dem Dach der UN/ECE erfolgt die Festlegung des Verlaufs der Europastraßen. Grundlage ist das European Agreement on Main International Traffic Arteries (AGR) (etwa: Europäisches Übereinkommen über die wichtigen internationalen Verkehrsschlagadern) vom 15. November 1975. Das Original dieses Abkommens ist nur in den drei Amtssprachen Englisch, Französisch und Russisch verfügbar. Die Liste der Europastraßen ist der Anhang I zu diesem Abkommen, Anhang II beschreibt die Bedingungen, die die Europastraßen erfüllen sollten und Anhang III beschreibt das Schild, durch das Europastraßen gekennzeichnet sind. Die Liste der Europastraßen wird in unregelmäßigen Abständen fortgeschrieben.

Nummerierung

Bis etwa 1985 waren die wichtigsten Europastraßen einstellig, z. B. die E5 von London nach Istanbul oder die E6 von Kirkenes über Narvik nach Rom. Diese früheren einstelligen Europastraßen waren die klassischen Fernfahrerrouten. Die heutige Nummerierung sieht wie folgt aus: Die wichtigsten Routen haben als Endziffer "5" oder "0", wobei die Straßen, die auf "5" enden, in Nord-Süd-Richtung verlaufen, und diejenigen, die auf "0" enden, in Ost-West-Richtung verlaufen. Sie werden jeweils von West nach Ost bzw. von Nord nach Süd nummeriert.
Beispiele: Die heutige E 05 läuft von Schottland bis Südspanien und die E 85 am westlichen Rand des Schwarzen Meeres entlang. Die E 20 geht von Limerick in Irland bis nach Sankt Petersburg. Die E40, die von Calais in Frankreich bis an die chinesische Grenze in Kasachstan reicht, dürfte mit mehr als 6000 Kilometer Länge die längste einheitlich nummerierte Straße der Welt sein.

Geschichte

1931 wurde in Genf das Bureau International des Autoroutes (B.I.A.R.) mit dem Ziel gegründet, ein gesamteuropäisches Schnellstraßennetz zu errichten; die Ideen wurden auf den sogenannten "Internationalen Autobahnkongressen" besprochen. Auf dem zweiten Autobahnkongress vom 18. bis 20. April 1932 in Mailand erfolgte die Gründung der Organisation Internationale des Autoroutes (O.I.A.R.) mit dem Zweck der "Förderung der moralischen und finanziellen Zusammenarbeit von Staat und Privatinitiative in allen Autostraßenfragen, (...) die Schaffung der technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Unterlagen für den Bau von Autostraßen (...) und ein einheitliches und harmonisches internationales Vorgehen wird erstrebt, unbeschadet der Notwendigkeit, weitgehend auf die nationalen Besonderheiten Rücksicht zu nehmen." Hieraus entstanden die ersten europaweit einheitlich nummerierten Fernstraßen, allerdings - aufgrund der politischen Entwicklungen - erst viele Jahre später. Folgt man den heutigen Europastraßen, ist man häufig auch auf weniger frequentierten Strecken unterwegs. Dadurch haben sie auch nicht mehr den Ruf des Exotischen wie beispielsweise die früheren Balkan- oder Nordkaprouten.

Siehe auch


- Liste der Europastraßen
- Europäische Fernwanderwege

Weblinks


- [http://www.unece.org/trans/ UNECE Transport Division]
- European Agreement on Main International Traffic Arteries (AGR) auf [http://www.unece.org/trans/doc/2002/sc1agr/TRANS-SC1-AC5-2002-03e.pdf englisch], [http://www.unece.org/trans/doc/2002/sc1agr/TRANS-SC1-AC5-2002-03f.pdf französisch] und [http://www.unece.org/trans/doc/2002/sc1agr/TRANS-SC1-AC5-2002-03r.pdf russisch]
- [http://europa.eu.int/comm/dgs/energy_transport/index_de.html Europäische Kommission, Generaldirektion Energie und Verkehr] Kategorie:Europa Kategorie:Straße

Forelle

Die Forelle (Salmo trutta) (Raubfisch) ist die in Europa wohl bekannteste Vertreterin der Forellenfische. Sie tritt in mehreren Unterarten auf:
- Meerforelle (Salmo trutta trutta)
- Amu-Darya Forelle (Salmo trutta oxianus)
- Aralseeforelle (Salmo trutta aralensis)
- Bachforelle (Salmo trutta fario)
- Bosnische Forelle (Salmo trutta taleri)
- Gardaseeforelle (Salmo trutta carpio)
- Korsikaforelle (Salmo trutta macrostigma)
- Marmorataforelle (Salmo trutta marmorata)
- Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
- Tigerforelle
- Regenbogenforelle, engl. auch 'Steelhead' (Salmo gairdneri, Oncorhynchus mykiss)
- Cutthroat (Oncorhynchus clarki) Wie die anderen Forellen ist diese Art ein räuberischer Süßwasserfisch, der in Bächen und Flüssen lebt. Die Meerforelle wandert außerdem wie der atlantische Lachs (Salmo salar) ins Meer und kommt zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische). Der Begriff Hommingberger Gepardenforelle bezeichnet eine rein fiktive Forellenart.

Zubereitung als Speise

Die Forelle ist ein hervorragender Speisefisch. Forelle Müllerin (gebraten) ist die klassische Art der Zubereitung. Weiterhin bietet es sich an, die Forelle zu braten oder als Forelle blau mit Essig zu köcheln.

Siehe auch


- Ölige Fische

Weblinks


- [http://www.bad-bad.de/restaur/kuechenkunde/forelle.htm Küchenkunde: Forelle]
- [http://www.marions-kochbuch.de/rezept/1257.htm Rezept: Forelle Müllerin]
- [http://www.aalfred.de/warenkunde/s_fisch/forellen.php Warenkunde: Bach-, Meer-, See-, Regenbogen- und Lachsforellen] Kategorie:Lachsartige ja:マス

Sam Houston

Samuel Houston [] (
- 2. März 1793 im Rockbridge County, Virginia; † 26. Juli 1863 in Huntsville, Texas) war ein US-amerikanischer Politiker und General. Er gilt als Schlüsselfigur in der Geschichte des Bundesstaates Texas. Nach ihm wurde Houston, die viertgrößte Stadt der USA, benannt; auch weitere Orte tragen seinen Namen. weitere Orte

Leben

Jugend und Armeedienst

Houston wurde in Virgina als Sohn eines Majors der US-Armee geboren und erhielt dort eine einfache Schulausbildung. Nach dem Tod seines Vaters zog er 1807 mit seiner Familie nach Maryville (Tennessee) um. 1809 floh er von zu Hause und lebte eine Zeit lang bei einem Stamm der Cherokee, deren Sprache und Bräuche er so kennenlernte. Während des Britisch-amerikanischen Kriegs (1812-1814) trat er im März 1813 in die Armee der Vereinigen Staaten ein, wo er bis zum Dezember dieses Jahres bis zum third lieutenant befördert wurde. Unter Andrew Jackson kämpfte er gegen die mit den Briten verbündeten Creek und wurde in der Schlacht bei Horseshoe Bend im März 1814 schwer verletzt. Nach seiner Genesung wurde er auf Jacksons Betreiben zum Indian agent, einer Art Botschafter, bei den Cherokee ernannt. Im März 1818 verließ er die Armee.

Politische Karriere in Tennessee, Skandal und Rückzug

Nach einem sechsmonatigem juristischen Studium eröffnete er eine Anwaltskanzlei in Lebanon, Tennessee, und wurde schon Ende 1818 Staatsanwalt des Distrikts Nashville. 1822 wurde er in das Repräsentantenhaus des US-Kongresses gewählt, in dem er als treuer Anhänger von Andrew Jackson auftrat, so dass er bald weithin als politischer Schützling Jacksons galt. 1824 wurde er erneut in den Kongress gewählt. 1827 verzichtete er auf eine Wiederkandidatur und kandidierte stattdessen bei der Wahl zum Gouverneur von Tennessee, die er gegen den ehemaligen Gouverneur Willie Blount gewann. 1828 verhinderte – mitten im Wahlkampf – ein Skandal in seinem Privatleben seine erneute Kandidatur für den Gouverneursposten von Tennessee: die nur elf Wochen dauernde Ehe mit Eliza Allen (die offizielle Scheidung wurde allerdings erst 1837 ausgesprochen). Bald kursierten Gerüchte über seine Untreue und seinen Alkoholismus, und Houston zog sich zunächst aus der Politik zurück und verbrachte einige Zeit bei den Cherokee in Arkansas. Dort heiratete er anscheinend die Cherokee Tiana Rogers und eröffnete ein Handelsgeschäft. Während dieser Jahre war er ein starker Trinker und war bei den Cherokee als "Big Drunk" bekannt. Nachdem er bei einer seiner jährlichen Reisen nach Washington wegen Körperverletzung vor Gericht stand, verließ er die Cherokee und seine Frau.

Politische und militärische Erfolge in Texas

Um 1833 lebte er zumindest teilweise in Texas, das damals zum dem mexikanischen Bundesstaat Coahuila y Tejas gehörte. Houston scheint sich bis spätestens 1835 dauerhaft in dem texanischen Ort Nacogdoches niedergelassen zu haben. Schnell wurde er in das politische Durcheinander des Staats hineingezogen, in dem Streitigkeiten zwischen den in den Staat einströmenden US-amerikanischen Siedlern und der mexikanischen Regierung an der Tagesordnung waren, nicht zuletzt durch den Wunsch der Siedler, die Sklavenhaltung in Texas einzuführen. Als Abgeordneter für Nacogdoches nahm Houston an der texanischen Convention von 1833 teil, von der er als radikaler Unterstützer des Revolutionärs William Harris Wharton zurückkehrte. Auch an der Convention von 1835 nahm er teil; im November 1835 wurde er Generalmajor der aus aller Art von Freiwilligen zusammengewürfelten Armee der texanischen Separatisten. Im Februar 1836 handelte er einen Friedensvertrag mit den Cherokee aus. 1836 Am 2. März 1836 erklärten sich die Texaner im Vertrauen auf den Beistand der Vereinigten Staaten für unabhängig und ernannten Houston zum Oberbefehlshaber ihrer Armee. Das mexikanische Heer unter dem Präsidenten und General Antonio López de Santa Anna besetzte im Zuge der Feindseligkeiten die Hauptstadt von Texas, San Felipe de Austín. Houston schloss sich in Gonzales seiner Freiwilligenarmee an, wurde aber schon bald von den Truppen Santa Annas zum Rückzug gezwungen. In der Schlacht von San Jacinto in Deer Park am 21. April 1836 konnten die Texaner die mehr als doppelt so starken mexikanischen Truppen jedoch mit einem Überraschungsangriff in nur zwanzig Minuten schlagen. Der inzwischen zur Legende verklärte Schlachtruf der Texaner "Remember the Alamo!" bezog sich auf die Schlacht um die Festung Alamo in San Antonio einen Monat zuvor, nach der die Mexikaner unter Santa Anna die wenigen überlebenden Verteidiger exekutiert hatten. Mehrere hundert mexikanische Soldaten wurden in der Schlacht von San Jacinto getötet, General Santa Anna konnte am Tag darauf gefangen genommen werden. Houston blieb zunächst für Verhandlungen vor Ort, zog sich aber bald zur Behandlung einer Gelenkverletzung in die Vereinigten Staaten zurück. Am 14. Mai unterzeichnete Santa Anna die Verträge von Velasco, in denen er den Rückzug seiner Truppen aus Texas und politischen Einsatz für eine Anerkennung der Republik Texas durch Mexiko versprach. Das zugesicherte freie Geleit wurde Santa Anna jedoch verweigert, und er wurde als Kriegsgefangener zunächst nach Washington D.C. verlegt, so dass er erst 1837 nach Mexiko zurückkehren konnte, als die Republik bereits bestand. Von Mexiko wurde sie jedoch erst 1848 offiziell anerkannt.

Präsident der Republik Texas

San Antonio Als Kriegsheld populär geworden, wurde Houston am 5. September 1836 zum ersten Präsidenten der Republik Texas gewählt. 1836 wurde auch die Stadt Houston gegründet (heute die viertgrößte Stadt der USA), die nach ihm benannt wurde und als Hauptstadt der Republik diente. In seiner ersten Amtszeit als Präsident (1836-1838) schlug er in Nacogdoches einen pro-mexikanischen Aufstand von Verschwöreren unter der Führung von Vicente Córdova, die so genannte Córdova Rebellion, nieder. Der anfangs erhoffte Anschluss von Texas an die Vereinigten Staaten erwies sich zunächst als unrealistisch. Da die texanische Verfassung eine unmittelbare Wiederwahl des Präsidenten nicht vorsah, war Houston ab 1838 Abgeordneter für San Augustine im texanischen Abgeordnetenhaus, während Mirabeau B. Lamar als sein Nachfolger Präsident war. In dieser Zeit war Houston ein vehementer Kritiker der Politik Lamars, der eine dauerhafte Unabhängigkeit von Texas und dessen Ausdehnung bis zum Pazifischen Ozean verfolgte. 1840 heiratete er Margaret Moffette Lee; aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. 1841 wurde wieder Sam Houston zum Präsidenten gewählt. In seiner zweiten Amtszeit zielte er auf eine Verbesserung der finanziellen Lage des Staats, auf einen Friedensschluss mit den Indianern und nach zwei mexikanischen Invasionen im Jahr 1842 auf die dauerhafte Verhinderung von Krieg mit Mexiko. 1844 griff er militärisch in den Regulator-Moderator War ein, einen Konflikt um betrügerische Landbesitznahme im Osten von Texas.

US-Senator für Texas

In Texas selbst verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Vereinigten Staaten. Das Land wurde am 19. Februar 1845 von den USA annektiert, was am 1. März 1845 vom US-Kongress gebilligt wurde. Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845. Für Texas wurden Sam Houston und Thomas Jefferson Rusk in den US-Senat gewählt. Houston war von 1846 bis 1859 Senator und galt zunächst als möglicher Präsidentschaftskandidat. Er war ein begeisterter Unterstützer des Mexikanisch-Amerikanischen Kriegs und war enttäuscht, dass dieser nicht mit der Annexion Mexikos zu Ende ging. Seine skandalträchtige Neigung zu übermäßigem Alkoholkonsum, Frauengeschichten und Schlägereien und eine zunehmende Entfremdung von der politischen Meinung in Texas und anderen Südstaaten schmälerten seinen politischen Einfluss jedoch stetig. Obwohl er selbst Sklavenbesitzer war und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei wandte, stimmte er stets gegen die Ausdehnung der Sklavenhaltung in weitere Gebiete des Landes und sprach sich konsequent für die Einheit der Vereinigten Staaten aus. Als er 1848 die Oregon Bill und zwei Jahre später den Kompromiss von 1850 unterstützte und gegen den Kansas-Nebraska Act auftrat, wandte er sich deutlich gegen die politischen Ziele der Südstaaten. Ab 1857 galt er als lame duck, als Senator, der das Mandat seiner Wähler nicht mehr besitzt. In diesem Jahr kandidierte er bei der Wahl zum Gouverneur des Bundesstaats Texas, konnte aber nicht gewinnen. 1857

Gouverneur in Texas

Im zweiten Anlauf gelang ihm die Wahl zum texanischen Gouverneur 1859 – damit ist er der bislang einzige Gouverneur der USA, der dieses Amt in zwei verschiedenen Bundesstaaten ausübte (Stand: 2005). 1861 trat er zurück, nachdem er sich weigerte, einen Treueeid an die Konföderierten Staaten von Amerika zu leisten. Eine militärische Intervention der Unionsstaaten lehnte er jedoch ebenso ab, weil er blutige Auseinandersetzungen auf texanischen Boden verhindern wollte. Sein Nachfolger wurde Edward Clark. 1862 zog sich Houston auf einen Landsitz in Huntsville zurück (aufgrund seiner eigentümlichen Form Steamboat House genannt), wo er im folgenden Jahr starb. Er wurde auf dem Oakwood Cemetery in Huntsville begraben.

Literatur


- Donald Braider: Solitary Star; 1974
- Clifford Hopewell: Samuel Houston; 1987
- John Hoyt Williams: Samuel Houston; 1993

Weblinks


- [http://www.shsu.edu/~smm_www/ Sam Houston Memorial Museum, Huntsville, Texas] Houston, Sam Houston, Sam Houston, Sam Houston, Sam Houston, Sam Houston, Sam Houston, Sam ja:サミュエル・ヒューストン

Jonathan Swift

Jonathan Swift (
- 30. November 1667 in Dublin, Irland; † 19. Oktober 1745 in Dublin) war ein englisch-irischer Schriftsteller und scharfzüngiger, noch heute lesbarer Satiriker. Er hat auch unter folgenden Pseudonymen geschrieben: Isaac Bickerstaff, A Dissenter, A Person of Quality, A Person of Honour, M.B. Drapier, T.R.D.J.S.D.O.P.I.I. (The Reverend Doctor Jonathan Swift, Dean of Patrick's in Ireland), Dr. Shit

Leben

Jonathan Swift erblickte das Licht der Welt sieben Monate nachdem sein Vater Jonathan Swift (Senior) gestorben war. Seine ersten fünf Lebensjahre verbrachte er mit einem ihm zugetanen Kindermädchen in England, während seine Mutter in Irland blieb, dann aber nach Leicester (England) zog. Jonathan wurde nach der Rückkehr nach Dublin von Verwandten aufgezogen. 1682 trat er in die Dubliner Universität ein, an der er als rebellisch auffiel; seinen Abschluss bekam er nur „gnadenhalber“ (by special favour). Nach seiner Ausbildung in Dublin ging er nach England und trat eine Stellung als Sekretär bei Sir Willam Temple, einem einflussreichen Staatsmann im Ruhestand, an. Nach einigen Jahren gewann er Sir Williams Vertrauen, und erreichte eine weitere Universitätsausbildung, diesmal in Oxford. Seine Beziehung zu Sir William, der in Swift einen Emporkömmling sah, verschlechterte sich danach. Swift kehrte nach Irland zurück, und ließ sich zum Priester in der anglikanischen Kirche ordinieren. Er fand danach 1694 in Kilroot eine Anstellung, die er aber aufgrund der Arbeitsbedingungen und eines erneuten Angebots von Sir Willam aufgab. Die zweite Anstellung bei Sir William (von 1695 an) gestaltete sich besser. Swift vollendete hier sein erstes größeres Werk, A Tale of a Tub (Ein Tonnenmärchen), und schrieb The Battle of the Books (Die Bücherschlacht), die beide erst 1704 in Druck erscheinen sollten. Hier traf er auch Esther Johnson, die uneheliche Tochter Sir Temples, von ihm Stella genannt. Sir Williams Tod im Jahre 1698 beendete Swifts gute Stellung; er konnte nicht mehr auf eine hohe Position in der Kirche in England hoffen, und zog wieder nach Irland. Hier fand er wieder Anstellung in der Kirche. Außerdem zog auch „Stella“, mit der Swift eine tiefe Freundschaft verband, ins nahegelegene Trim. Seine literarische Karriere nahm 1701 mit der anonymen Veröffentlichung von Dissensions in Athens and Rome ihren Anfang. Mit dem Erscheinen der vorher schon verfassten Satiren A Tale of a Tub und The Battle of the Books sicherte Swift sich den Ruf eines Schriftstellers. Nach gescheitertem politischen Engagement, zuerst für die Whigs, und nach Enttäuschung mit deren Politik ab 1710 für die Tories, beendete der Tod Queen Annes den Einfluss der Tories, und somit auch Swifts politische Karriere. Er war 1710/1711 Herausgeber der Tory-Wochenzeitung Examiner. Auch hatte dem ehrgeizigen Swift die politische Betätigung bei den Tories nur zum Dekanat von St. Patrick in Dublin verholfen. Seiner Rückkehr nach Irland folgten scharfzüngige, politische Satiren, in denen er die Ausbeutung der mittellosen Iren durch englische Gutsbesitzer angriff. Einige Satiren erregten ein solches Aufsehen, dass die englische Regierung für die Ausfindigmachung des anonymen Verfassers 300 Pfund auslobte. Berühmt sind die Briefe des Tuchhändlers W. B. in Dublin (1723), in denen er das neue englische Kupfergeld in Irland schmähte. Den Angriff von Erzbischof Boulter, er wiegele das Volk auf, konterte Swift mit der Bemerkung Ich brauch bloß meine Finger zu heben und Sie würden in Stücke gerissen. Neben seiner Ehe mit Esther Johnson, genannt Stella, unterhielt Swift eine elfjährige heimliche Beziehung zu einer jungen Frau Vanhomrigh („Vanessa“), die nichts von Swifts Ehestand wußte und 1723 kurz nach der Offenbarung Swifts starb. Swifts Frau starb 1728. Swift selbst litt lange an einer Krankheit des Innenohrs, die Schwindelgefühle hervorrief und ihm im Alter immer mehr zusetzte. Eine weitere Krankheit sorgte dafür, dass sich kieselartige Stoffe in seinem Körper sammelten, von ihm selbst Harngries genannt. Swift galt als reizbar, unhöflich und exzentrisch. Sein hohes Maß an Exzentrität zeigt besonders seine 1733 unter dem Pseudonym Dr. Shit verfasste Abhandlung über Fäkalien Human Ordur (Menschlicher Kot). Es gibt umstrittene Vermutungen, dass er sich seit 1740 in einem Zustand geistiger Umnachtung befand, bevor er nach einem Schlaganfall im Jahre 1742 zum Invaliden wurde und 1745 starb.

Schriftstellerisches Werk

Von den frühen schriftstellerischen Versuchen Swifts ist wenig erhalten. Erst nach seiner Rückkehr nach Irland finden sich Schriften, die ihn als den bis heute bekannten Satiriker kennzeichnen. Sein berühmt-berüchtigter Roman, The travels into several remote nations of the world by Lemuel Gulliver (dt. Gullivers Reisen) wurde 1726 veröffentlicht. Lange Zeit hauptsächlich als Kinderbuch angesehen, und in gekürzten Ausgaben seiner Satire beraubt, ist es oft unterbewertet. In einer Art Robinsonade beschreibt Swift die Reisen von Gulliver in verschiedene Länder, deren belächelte Eigenheiten Swift als scharfe Spitzen gegen die englische herrschende Klasse, die Royal Academy und die Menschennatur allgemein nutzt. Er schrieb danach mehrfach gegen die Zustände im englisch regierten Irland. Seine bekannteste Satire ist A Modest Proposal, worin er zur Lösung von Überbevölkerung, Armut und Kriminalität vorschlägt, irische Babys als Nahrungsmittel anzusehen. Im Steuereinmaleins (1728) zeigen sich erste Ansätze der später in der Ökonomie bekannt gewordenen Laffer-Kurve.

Werke


- Dissensions in Athens and Rome (1701)
- The Tale of a Tub (1704)
- The Battle of the Books (1704)
- Bickerstaff Predictions for 1708 (1707)
- The Sentiments of a Church of England Man (1708)
- Arguments against Abolishing Christianity (1708)
- Letter upon the Sacramental Test (1708)
- Project for the Advancement of Learning (1709)
- Ancient Prophecy (1709)
- Sid Hamet’s Rod (1710)
- Meditation upon a Broomstick (1710)
- Short Character of the Earl of Wharton (1710)
- The Conduct of the Allies (1711)
- The Representation of the House of Commons on the State of the Nation (1711)
- An Address of Thanks to the Queen (1711)
- Proposal for Correcting, Improving, and Ascertaining the English Tongue (1712)
- Reflections on the Barrier Treaty (1712)
- Remarks on the Bishop of Sarum's Introduction to His Third Volume of the History of the Reformation (1712)
- Journal to Stella (1710-13)
- The Public Spirit of the Whigs (1713?)
- Free Thoughts on the State of Public Affairs
- Cadenus and Vanessa (1713)
- A Proposal for the Universal Use of Irish Manufactures, &c. (1720)
- The Drapier’s Letters (1724)
- Gulliver’s Travels (1726) (Gullivers Reisen)
- Miscellanies (1727)
- A Modest Proposal for Preventing the Children of Poor People from Being a Burthen (1729)
- A Letter from the Grand Mistress of the Female Free-Masons to Mr. Harding, the Printer (1731?)
- The Day of Judgment (1731)
- Verses on the Death of Dr Swift (1731)
- Rhapsody of Poetry (1735?)
- The Legion Club (1736)
- Upon Sleeping in Church (postum)
- History of the Peace of Utrecht (postum)
- Directions to Servants (postum)

Literatur


- Dirk F. Passmann/Heinz J. Vienken: The Library and Reading of Jonathan Swift. A Bio-Bibliography Handbook. Part I: Swift’s Library, in Four Volumes, Oxford u. a. 2003

Weblinks


-
- [http://genealogy.org/~ajmorris/ireland/swift.htm Biografisches]
- [http://www.ipl.org/div/litcrit/bin/litcrit.out.pl?au=swi-23 Kritikerseiten]

E-Texte


- [http://www.gasl.org/refbib/Swift__Gullivers_Reisen.pdf Gullivers Reisen mit Biografie, deutsch] PDF
- [http://www.duke.edu/~as1/tubb0-0.html The Tale of a Tub ] (toter Link)
- [gopher://dept.english.upenn.edu/00/E-Text/PEAL/Swift/proposal Proposal for Correcting, Improving, and Ascertaining the English Tongue]
- [http://www.jaffebros.com/lee/gulliver/index.html Gulliver’s Travels] und [http://darkwing.uoregon.edu/%7Erbear/swift/gulliver.html Gulliver’s Travels]
- [http://darkwing.uoregon.edu/%7Erbear/modest.html A Modest Proposal for Preventing the Children of Poor People from Being a Burthen]
- [http://www.duke.edu/~as1/deep2.html Diverse Texte]

Rezensionen


- [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=1076 Gullivers Reisen] bei Buchwurm.info Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan Swift, Jonathan ja:ジョナサン・スウィフト

Kategorie:Ort in Nordirland

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Квадрат

Квадрат је математички појам присутан у геометрији и алгебри
- у геометрији је то геометријска фигура у равни
- у алгебри је то други степен броја или израза

Геометрија

алгебри Геометријска фигура у равни састављена од четири странице. Правилан четвороугао, паралелограм. Темена се означавају великим словима A, B, C, D, страница малим словом а, дијагонала малим словом d. Особине квадрата су:
- све странице су једнаке
- сви углови су прави
- дијагонале су једнаке, полове се и секу под правим углом
- дужина дијагонале је d = a \sqrt
- обим квадрата је O = 4 \cdot a
- површина квадрата је P = a^2 = \frac
- полупречник уписаног круга је r = \frac , а полупречник описаног је R = a \frac

Алгебра

Квадрат је други степен неког броја или израза. Добија се множењем броја самим собом или a^2 = a \cdot a Квадрат се среће у следећим изразима
- квадрат бинома, квадрат збира или квадрат разлике (a \pm b)^2 = a^2 \pm 2ab + b^2
- збир или разлика квадрата a^2 \pm b^2 Међу природним бројевима израз потпуни квадрат означава неки из низа бројева 1, 4, 9, 16, 25, \cdots који представљају квадрате природних бројева. Питагорејци су били опседнути оваквим бројевима, а посебно ако је потпуни квадрат био истовремено и збир квадрата \Gamma ^ 2 = \Lambda ^ 2 + \Delta ^ 2 Такви бројеви се зову питагорејске тројке. Таквих бројева има бесконачно много, а неки су (3,4,5), (5,12,13), (7,24,25), \cdots Квадрат у алгебри је везан за геометријски појам квадрата. Стари Хелени су геометријски радили све математичке операције па и множење. С обзиром да се множење броја самим собом своди на множење две исте дужи, то се квадрирање броја своди на конструкцију квадрата.

Слични појмови


- Квадратура
- Квадратни корен
- Квадратна једначина
- Куб Категорија:Геометрија Категорија:Алгебра nb:Kvadrat

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