Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Balthasar Permoser

Balthasar Permoser

Balthasar Permoser (
- 13. August 1651 in Kammer bei Traunstein; † 18. Februar 1732 in Dresden) ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des Barock. Permoser war Schüler von Wolf Weißenkirchner und Giovanni Battista Foggini. Als Vorbilder gelten Giovanni Lorenzo Bernini und Pierre Puget. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit in Florenz wurde Permoser 1689 als Hofbildhauer nach Dresden berufen und schuf unter August dem Starken zahlreiche Werke, besonders zu erwähnen sind die ab 1711 für den Dresdner Zwinger geschaffenen Skulpturen. Von ihm stammt das Gesamtkonzept für die Ausgestaltung und zahlreiche Figuren aus Holz, Stein und Elfenbein.

Weblinks


- Permoser, Balthasar Permoser, Balthasar Permoser, Balthasar Permoser, Balthasar

13. August

Der 13. August ist der 225. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 226. in Schaltjahren) - somit bleiben 140 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 900 - Zwentibold von Lotharingen fällt in einer Schlacht gegen die aufständischen Grafen.
- 1521 - Die Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan - das heutige Mexiko-Stadt - fällt an Hernán Cortés.
- 1704 - In der Schlacht von Höchstädt unterliegen im Spanischen Erbfolgekrieg Franzosen und Bayern alliierten Truppen unter dem Kommando von John Churchill, 1. Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen.
- 1727 - Abendmahlsfeier in der Kirche zu Berthelsdorf; Zusammenschluss der Einwohner Herrnhuts zur Herrnhuter Brüdergemeine.
- 1809 - Tiroler Schützen unter Freiheitskämpfer Andreas Hofer bezwingen französische Truppen am Bergisel.
- 1905 - Norwegen wird unabhängig. In einer Volksbefragung wollten nahezu 100 Prozent der Stimmberechtigten die Auflösung der Personalunion mit Schweden.
- 1923 - Gustav Stresemann bildet die erste Große Koalition in Deutschland.
- 1934 - Adolf Hitler besucht zum 300jährigen Jubiläum die Passionsspiele in Oberammergau. Diese christlichen Mysterienkultspiele dienen damit der antijüdischen Propaganda.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg beginnt die Luftschlacht um England.
- 1942 - Walt Disneys TrickfilmBambi“ hat Premiere.
- 1944 - Rumänien löst sich im Zweiten Weltkrieg aus dem Bündnis mit Deutschland und verbündet sich mit der Sowjetunion.
- 1948 - Österreich wird Mitglied in der UNESCO.
- 1952 - Deutschland und Japan werden Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF).
- 1960 - Die Zentralafrikanische Republik erlangt ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1961 - In der Nacht vom 12. auf den 13. August beginnen NVA, Angehörige der Deutschen Grenzpolizei und der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei sowie Betriebskampfgruppen der DDR die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Dies führt letztlich zum Bau der Berliner Mauer.
- 1979 - Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik

Kultur


- 1821 - Uraufführung der Oper Adele von Budoy von Conradin Kreutzer in Königsberg.
- 1876 - Bei den ersten Bayreuther Festspielen wird bis zum 17. August "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner erstmals aufgeführt.

Religion

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - In Athen werden die XXVIII. Olympischen Sommerspiele eröffnet.

Katastrophen


- 1935 - Die Staumauer Alla Sella Zerbino bei Ovada in den Ligurischen Apenninen, Italien bricht bei einem Hochwasser. Die Flutwelle richtet in Molare und Ovada großen Schaden an; es gibt 100 oder mehr Tote.
- 2002 - In Sachsen überschwemmt die Jahrhundertflut weite Gebiete.

Geboren


- 1514 - Joachim Mynsinger von Frundeck, deutscher Jurist der Humanistenzeit
- 1614 - August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herrscher
- 1617 - Johann Andreas Quenstedt, Vertreter der lutherischen Orthodoxie
- 1651 - Balthasar Permoser, österreichischer Barock-Bildhauer
- 1662 - Charles Seymour, 6. Herzog von Somerset, Master of the Horse und Lord President of the Council
- 1671 - Jean-Alphonse Turrettini, schweizerischer reformierter Theologe
- 1700 - Heinrich Graf von Brühl, sächsischer Premierminister
- 1740 - Iwan VI., russischer Zar von 1740 bis 1741
- 1743 - Marie Elisabeth, österreichische Äbtissin
- 1757 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1802 - Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller
- 1814 - Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker
- 1815 - Eduard von Regel, deutscher Gärtner und Botaniker
- 1816 - Rudolf von Gneist, deutscher Jurist und Politiker
- 1819 - George Gabriel Stokes, irischer Mathematiker und Physiker
- 1836 - Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan
- 1842 - Albert Sorel, französischer Schriftsteller
- 1844 - Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist
- 1844 - Friedrich Miescher, deutscher Mediziner und Professor für Physiologie
- 1852 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1860 - Annie Oakley, US-amerikanische Kunstschützin
- 1863 - William I. Thomas, US-amerikanischer Soziologe
- 1867 - Arthur Eichengrün, deutscher Chemiker
- 1867 - George Luks, US-amerikanischer Maler
- 1867 - Rudolf Georg Binding, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Tony Garnier, französischer Architekt
- 1871 - Karl Liebknecht, sozialistischer deutscher Politiker
- 1872 - Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker
- 1884 - Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - John Logie Baird, britischer Techniker und Fernsehpionier
- 1888 - Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann
- 1891 - Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe
- 1894 - Paul Blobel, deutscher Architekt und SS-Standartenführer
- 1899 - Alfred Hitchcock, englischer Filmregisseur und Produzent
- 1902 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1902 - Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors
- 1902 - Sergej Artenjewitsch Balassanjan, turkmenischer Komponist
- 1906 - Hans Schaefer, deutscher Mediziner und Mitbegründer der Max-Planck-Gesellschaft
- 1907 - Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, deutscher Industrieller
- 1908 - Willi Beuster, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Werner Otto, deutscher Unternehmer
- 1912 - Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler
- 1912 - Salvador E. Luria, US-amerikanischer Mikrobiologe, Nobelpreisträger
- 1913 - Makarios III., Theologe und Erzbischof von Zypern, Staatspräsident
- 1913 - Richard Stone, britischer Ökonom
- 1918 - Frederick Sanger, britischer Biochemiker, 2-facher Nobelpreisträger
- 1920 - George Shearing, britischer Musiker
- 1920 - Jean-Marcel Honoré, emeritierter Erzbischof von Tours und Kardinal
- 1921 - Engelbert Niebler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1921 - Jimmy McCracklin, US-amerikanischer Musiker
- 1926 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist und Pionier für elektronische und experimentelle Musik
- 1926 - Fidel Castro, kubanischer Revolutionär
- 1928 - Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Michael A. Roth, deutscher Teppichgroßindustrieller und Fußballvereinspräsident
- 1936 - Günther Heyenn, deutscher Politiker der SPD
- 1937 - Felicia Weathers, US-amerikanische Opernsängerin
- 1939 - Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 1939 - Erika Berger, deutsche Fernseh-Moderatorin und Sexberaterin
- 1939 - Joe Scott Hill, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Paul Eßling, deutscher Attentäter
- 1940 - Sean James Stokes, britischer Musiker und Sänger
- 1941 - Craig Douglas, britischer Sänger
- 1941 - Henning Voscherau, deutscher Notar und Politiker, von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister Hamburgs
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Sänger, Liedermacher und Posaunist
- 1941 - Ambrogio Fogar, italienischer Abenteurer und Autor
- 1942 - Son Seals, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1942 - Sheila Armstrong, englische Sopranistin
- 1943 - Wolfgang Engel, deutscher Theaterregisseur
- 1948 - Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 1949 - Bartholomäus Kalb, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1949 - Cliff Fish, britischer Musiker und Sänger
- 1950 - Krzysztof Kolberger, polnischer Schauspieler
- 1951 - Dan Fogelberg, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1955 - Mulgrew Miller, US-amerikanischerJazzpianist
- 1958 - Sean Feargal Sharkey, britischer Sänger
- 1959 - Thomas Ravelli, schwedischer Fußballspieler
- 1964 - Ian Haugland, schwedischer Musiker
- 1966 - Uta Glaubitz, deutsche Autorin
- 1967 - Amelie Nothomb, belgische französischsprachige Schriftstellerin
- 1968 - Jutta Nardenbach, deutsche Fußballspielerin
- 1968 - Uwe Bindewald, deutscher Fußballspielere
- 1969 - Urs Wehrli, Schweizer Komiker und Kabarettist
- 1969 - Midori Ito, japanische Eiskunstläuferin
- 1970 - Alan Shearer, englischer Fußballspieler
- 1971 - Heike Makatsch, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Moritz Bleibtreu, deutscher Schauspieler
- 1977 - Michael Klim, australischer Schwimmer
- 1978 - Kai Schmitt, deutscher Musiker

Gestorben


- 587 - Radegundis, Tochter König Berthachars und dessen Frau Amalberga
- 1191 - Philipp I. von Heinsberg, Erzbischof des Erzbistums Köln und Erzkanzler von Italien
- 1447 - Filippo Maria Visconti, Regent von Pavia und Herzog von Mailand
- 1523 - Gerard David, niederländischer Maler
- 1749 - Johann Elias Schlegel, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1755 - Francesco Durante, italienischer Komponist und Musikpädagoge
- 1809 - Marc Antoine Berdolet, französischer katholischer Priester und Bischof von Aachen
- 1816 - Pehr Hilleström, schwedischer Maler
- 1826 - René Théophile Hyacinthe Laënnec, französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops
- 1863 - Eugène Delacroix, französischer Romantiker, gilt als Wegbereiter des Impressionismus
- 1865 - Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt und Hygiene-Pionier
- 1884 - Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General
- 1895 - Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
- 1896 - John Everett Millais, britischer Maler
- 1896 - Philipp Ludwig von Seidel, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1899 - Gustav von Mevissen, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1907 - Hermann Karl Vogel, deutscher Astronom und Physiker
- 1908 - Emil Gött, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Florence Nightingale, englische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts
- 1912 - Jules Massenet, französischer Opernkomponist
- 1913 - August Bebel, deutscher sozialistischer Politiker
- 1916 - Pierre de Ségur, französischer Schriftsteller
- 1917 - Eduard Buchner, deutscher Chemiker
- 1927 - Hermann Abert, deutscher Musikgelehrter
- 1927 - Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist
- 1943 - Jakob Gapp, österreichischer Priester im Widerstand gegen das Nazi-Regime
- 1946 - Herbert George Wells, englischer Schriftsteller
- 1952 - Wilm Hosenfeld, Wehrmachtsoffizier im Zweiten Weltkrieg
- 1953 - Paul Kemp, deutscher Schauspieler
- 1955 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1955 - Wilhelm Kreis, deutscher Architekt
- 1969 - Jacob do Bandolim, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1971 - King Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Hans von Benda, deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier
- 1974 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1977 - Henry Williamson, britischer Schriftsteller
- 1982 - Joe Tex, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1984 - Tigran Petrosjan, armenischer Schach-Großmeister
- 1994 - Elias Canetti, deutschsprachiger Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 1994 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, siebter NATO-Generalsekretär
- 1996 - António de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - António Sebastião Ribeiro de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist
- 1998 - Julien Green, französisch-britischer Schriftsteller
- 1999 - Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 2000 - Ria Deeg, deutsche Widerstandskämpferin
- 2003 - Lothar Emmerich, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Josef Paul Kleihues, deutscher Architekt
- 2005 - David Lange, neuseeländischer Politiker
- 2005 - Francy Boland, belgischer Jazz-Pianist und Arrangeur

Feier- und Gedenktage

Francy Boland
- Der Jahrestag des Mauerbaus ist in Deutschland ein wichtiger politischer Gedenktag.
- Internationaler Linkshändertag
- Katholischer Gedenktag: Marco d'Aviano
- regionaler katholischer Gedenktag (Diözese Lüttich): Zwentibold

Siehe auch


- 12. August - 14. August
- 13. Juli - 13. September
- August - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0813 ja:8月13日 ko:8월 13일 simple:August 13 th:13 สิงหาคม

Traunstein

Die Große Kreisstadt Traunstein liegt in Bayern, zwischen München und Salzburg, ca. 10 km südöstlich des Chiemsees und 15 km nördlich der Chiemgauer Alpen. Traunstein ist eine Einkaufs- und Behördenstadt, die als Sitz des Amts- und Landgerichts Traunstein überregionale Bedeutung besitzt. Der Innenstadtbereich mit dem sanierten und neu gestalteten Stadtplatz sowie dem wiedererrichteten Jacklturm bietet mit seinen zahlreichen Cafés, Gaststätten und Geschäften einen angenehmen Tagesaufenthalt. Außerdem ist Traunstein mit seinen 17 Schulen und fast 10.000 Schülern die wichtigste Schulstadt der gesamten Region. Weithin bekannt ist der traditionelle Georgiritt alljährlich am Ostermontag.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Traunstein im Jahr 1245. Der Ort gehört seit 1275 zu Bayern (vorher zu Salzburg) und wurde Anfang des 14. Jahrhunderts zur Stadt erhoben. Bereits 1493 waren die Straßen und Gassen erstmals gepflastert worden. 1501 wurde die Oswaldkirche neu errichtet, 1526 der Lindlbrunnen mit Rossschwemme als Abschluss der städtischen Wasserversorgung. Die Produktion von Salz infolge des Baus einer Soleleitung von Bad Reichenhall im Jahre 1616 war lange Zeit der wichtigste Wirtschaftszweig und brachte der Stadt großen Wohlstand. Von den Greueltaten des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) blieb Traunstein weitgehend verschont. Am 25. und 26. Juli 1704 besetzten österreichische Truppen im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs Traunstein. Es kam zu einem verheerenden Stadtbrand, der das mittelalterliche Stadtbild veränderte. Trotz langjähriger österreichischer Besatzung gelang der Wiederaufbau. Die 1786/87 fertiggestellte neue Saline sicherte den Fortbestand der Salzproduktion in Traunstein. In der Nacht vom 25. zum 26. April 1851 zerstörte wieder ein verheerender Brand nahezu die gesamte Stadt. Seine Ursache konnte nie aufgeklärt werden. Für die Behauptung, es habe sich um einen Racheakt für die Verlegung des Pfarrsitzes von Haslach nach Traunstein gehandelt, fehlt jeglicher Beweis. Dem Großfeuer fielen annähernd 100 Häuser, unter ihnen das Rathaus, das Landgericht, das Hauptsalzamt und das Rentamt, die Kirche sowie sämtliche Tore und Türme (mit Ausnahme des oberen) zum Opfer. Wie schon nach 1704 gelang es auch diesmal, Traunstein innerhalb weniger Jahre neu aufzubauen. Soleleitung 1912 wurde die letzte Traunsteiner Saline in der Au aufgelassen. 1914 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Au nach Traunstein eingemeindet, die Saline diente im Ersten Weltkrieg als Lager für Zivil- und Kriegsgefangene mit über 1.000 Insassen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1923 zu Hyperinflation, auch in Traunstein kursierte Notgeld mit Milliardenbeträgen. Saline Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es seit 1933 wie auch anderswo in Deutschland zur Verfolgung politisch Andersdenkender und jüdischer Mitbürger. Während des Zweiten Weltkriegs war Traunstein viermal Ziel amerikanischer Bombenangriffe: am 11. November 1944, am 21. Januar 1945, am 18. April 1945 und schließlich am 25. April 1945. Die kampflose Übergabe der Stadt erfolgte am 3. Mai 1945. Von 1948 bis 1972 (wie schon zwischen 1876 und 1935) war Traunstein kreisfreie Stadt. Im Zuge der Gebietsreform wurde Traunstein in den Landkreis Traunstein eingegliedert und erhielt den Status einer Großen Kreisstadt. Zudem wurden die Gemeinden Hochberg (1972), Kammer (1972), Haslach (1978) und Wolkersdorf (1978) nach Traunstein eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten


- Reste der Stadtbefestigung (Brothausturm und Löwentor)
- Heimatmuseum (Am Stadtplatz 2/3)
- Städtische Galerie (Ludwigstraße 12, Zeichnungen, Buchillustrationen, Holzschnitte)
- Salinenkapelle St. Rupertus im Stadtteil Au (bedeutende frühbarocke Fresken)

Verkehr

Traunstein ist ein Verkehrsknotenpunkt, es liegt direkt an der Bahnlinie München-Salzburg und nur wenige Kilometer von der BAB München-Salzburg entfernt.

Nachtleben

Unter der Woche wird in der Stadt relativ wenig geboten, man sollte in diesem Fall ins nahe Salzburg fahren. Ausnahme: Das Nanu und die Festung am Dienstag. Es gibt zwei Brauereigaststätten, nämlich das Wochinger (im Sommer mit Biergarten) und den Schnitzlbaumer, die wegen des exzellenten (Weiß-)Biers und der original bayerischen Atmosphäre auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Die Bar [http://www.cafe-festung.de/ Festung] (im Sommer mit Biergarten) hat unter der Woche täglich geöffnet, dort finden auch immer wieder Konzerte verschiedener - zum Teil international bekannter - Bands statt. Am Wochenende öffnen für rockige Naturen die beiden Clubs Metro und Rock Villa. Discotheken gibt es nach der Schließung des Ibiza und Xite derzeit keine mehr, wobei das Metropolitain (kurz: Metro) auch als Discothek bezeichnet werden kann. Um sich über das Nachtleben zu informieren liegt an vielen Plätzen das kostenlose Magazin [http://www.ludwig-magazin.de/ Ludwig] und das Magazin Limo aus.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- 13. August 1651 in Kammer (heute Ortsteil von Traunstein), Balthasar Permoser, † 20. Februar 1732, einer der bedeutendsten Bildhauer des Barock. Ab 1689 Hofbildhauer am sächsischen Hof in Dresden
- 11. Oktober 1728, Franz Seraph von Kohlbrenner, † 4. Juli 1783 in München, Wegbereiter der Aufklärung in Bayern und als Herausgeber des "Churbaierischen Intelligenzblattes" Förderer des Pressewesens im 18. Jahrhundert
- 24. Oktober 1887, Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Niklas, † 12. April 1957 in München, Politiker (CSU), Bundeslandwirtschaftsminister, MdB
- 2. Mai 1949, Alfons Schuhbeck, Sternekoch und Buchautor
- 26. November 1975 in Traunstein, Stefan Mross, deutscher Trompeter und Star des Volkstümlichen Schlagers
- 26. Februar 1974 in Traunstein, aufgewachsen im Schlechinger Tal, Martina Zellner, Biathlon Weltmeisterin.
- 12. April 1977 in Traunstorf (bäuerliche Ortschaft im Landkreis Traunstein), Tobias Angerer, erfolgreicher Ski-Langläufer, 3. Platz Staffel 4x10km bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City
- 27. November 1980 in Traunstein, Evi Sachenbacher, Skilangläuferin
- --nicht bekannt-- Johannes Dengler, geboren in Traunstein, Solo-Hornist im Bayerischen Staatsorchester

Sonstige Persönlichkeiten


- Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), geboren in Marktl, verbrachte seine Kindheit in Traunstein, wohnte in Hufschlag, Gemeinde Surberg, und besuchte das Erzbischöfliche Studienseminar in Traunstein, bezeichnete selbst Traunstein als seine "Vaterstadt". Deshalb ist Traunstein auch Teil des Radpilgerweges "Benediktweg", der im August 2005 eröffnet wurde. Seit September 2005 ist er zudem Ehrenbürger der Stadt.
- Ludwig Thoma verbrachte Referendarzeit als Rechtsantwalt in Traunstein, Höllgasse, Mutter hatte in Seebruck (ca 15 km) am Chiemsee das Hotel zur Post
- Thomas Bernhard verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Traunstein, wohnte dort am Taubenmarkt. In seinem Buch "Ein Kind" beschreibt er selbst die in Traunstein verbrachte Zeit.

Einkaufen

Traunstein hat traditionell den Ruf als Einkaufsstadt. Neben zahlreichen Boutiquen und traditionsreichen kleineren Geschäften im Stadtkern existiert auch das Gewerbegebiet Haslach, wo sich hauptsächlich überregionale Handelsketten angesiedelt haben.

Weblinks


- [http://www.traunstein.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.chiemgau-online.de www.chiemgau-online.de] (Chiemgauer News Site) Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Traunstein

18. Februar

Der 18. Februar (österr. Feber) ist der 49. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1478 - George, Duke of Clarence, Rivale von Richard III., wird in einem Weinfass ertränkt.
- 1685 - Fort St. Louis in Texas wird durch die Franzosen gegründet.
- 1814 - Napoléon Bonaparte siegt mit 30.000 Mann in der Schlacht bei Montereau gegen die verbündeten Österreicher und Westfalen.
- 1841 - Der erste Filibuster im US-Senat beginnt und dauert bis zum 11. März.
- 1853 - ein missglücktes Attentat auf Kaiser Franz Joseph in Wien.
- 1856 - Die ausländerfeindliche Know-Nothing-Bewegung nominiert in Philadelphia ihren ersten Präsidentschaftskandidaten, den früheren Präsidenten Millard Fillmore.
- 1861 - Viktor Emanuel von Savoyen wird König von Italien.
- 1878 - Der Lincoln County Krieg beginnt in New Mexico und bringt Billy the Kid zweifelhaften Ruhm.
- 1913 - Raymond Poincaré wird französischer Präsident.
- 1916 - Die letzten deutschen Soldaten in Kamerun strecken die Waffen.
- 1930 - Clyde Tombaugh entdeckt den Planeten Pluto auf Photografien, die im Januar gemacht wurden.
- 1932 - Japan erklärt die Unabhängigkeit der Mandschurei von China.
- 1943 - Die Mitglieder der Weißen Rose Hans und Sophie Scholl werden beim Verteilen von Flugblättern an der Münchner Universität beobachtet und verhaftet.
- 1943 - NS-Propagandaminister Joseph Goebbels fordert in einer Rede im Berliner Sportpalast den "totalen Krieg" (siehe: Sportpalastrede).
- 1948 - Eamon de Valera tritt als Taoiseach - gälisch für Häuptling beziehungsweise den irischen Premierminister - zurück.
- 1952 - Griechenland und Türkei treten der NATO bei.
- 1952 - Der erste 3D-Film, Bwana Devil wird gezeigt.
- 1956 - Afghanistan. Neues Wirtschaftshilfeabkommen mit den USA
- 1956 - Deutschland schließt Warenabkommen mit Ägypten
- 1965 - Gambia wird von Großbritannien unabhängig.
- 1972 - Der kalifornische Supreme Court schafft die Todesstrafe ab und wandelt alle anhängigen Vollstreckungen in lebenslange Haft um.
- 1977 - Die Raumfähre Enterprise tritt ihren Jungfernflug auf dem Rücken einer Boeing 747 an.
- 1987 - Deutschland. Philipp Jenninger wird zum Bundestagspräsidenten gewählt.
- 1997 - Freundschaftsvertrag zwischen Aserbaidschan und Georgien.
- 2000 - Stjepan Mesic wird Staatspräsident in Kroatien

Kultur


- 1706 - Uraufführung der Oper Alcione von Marin Marais an der Grand Opéra Paris.
- 1860 - Uraufführung der Oper Philémon et Baucis von Charles Gounod in Paris.
- 1885 - Mark Twains Die Abenteuer des Huckleberry Finn erscheint in der Erstausgabe.
- 1921 - Uraufführung der Operette Die Tanzgräfin von Robert Stolz am Wallner Theater in Berlin.
- 2001 - In Berlin gewinnt der französische Regisseur Patrice Chéreau den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen.

Katastrophen


- 1942 - Der Zerstörer "Truxtun" (USA) strandet bei schlechtem Wetter während eines Geleiteinsatzes in der Plancentia Bay (Kanada), bricht auseinander und sinkt. Über 100 Tote.
- 1976 - Burg bei Magdeburg, DDR - In Folge eines defekten Bolzens stürzt der 350 Meter hohe Sendemast SL3, der zur Verbreitung des Programms von Radio Wolga im Langwellenbereich dient, um.
- 2003 - Ein offenbar geistig verwirrter Attentäter löst im südkoreanischen Daegu eine U-Bahn-Katastrophe mit weit über 100 Todesopfern aus.
- 2004 - An die 295 Menschen, davon etwa 200 Rettungsarbeiter, kommen in Neyshabur (Iran) durch den Brand eines Güterzugs ums Leben.

Geboren


- 1516 - Maria I. (Maria Tudor, Bloody Mary), Königin von England
- 1609 - Edward Hyde, 1. Earl of Clarendon, englischer Staatsmann und Historiker
- 1677 - Jacques Cassini, französischer Astronom und Geograf
- 1666 - Wilhelm Hyacinth, Prinz von Prinz von Oranien
- 1732 - Johann Christian Kittel, deutscher Komponist und Organist
- 1745 - Alessandro Volta, italienischer Physiker
- 1770 - Christian Heinrich Rinck, deutscher Komponist und Organist
- 1780 - Johann Georg Daniel Arnold, deutscher Jurist und Schriftsteller
- 1820 - William T. Sherman, US-amerikanischer General im Bürgerkrieg
- 1821 - Rachel Felix, französische Schauspielerin
- 1827 - Heinrich Brugsch, deutscher Ägyptologe
- 1832 - Octave Chanute, amerikanischer Eisenbahningenieur und Luftfahrt-Pionier
- 1838 - Ernst Mach, österreichischer Physiker
- 1849 - Alexander Kielland, norwegischer Schriftsteller
- 1855 - Marie Stritt, deutsche Frauenrechtlerin
- 1857 - Max Klinger, deutscher Bildhauer, Maler und Grafiker
- 1859 - Scholem Alejchem, jüdischer Schriftsteller
- 1867 - Hedwig Courths-Mahler, deutsche Schriftstellerin
- 1875 - Wilhelm Külz, deutscher Politiker
- 1883 - Nikos Kazantzakis, griechischer Schriftsteller
- 1885 - Henri Laurens, französischer Bildhauer
- 1889 - Aloysius Muench, deutschstämmiger US-amerikanischer Kurienkardinal
- 1889 - Gerhard Marcks, deutscher Bildhauer
- 1896 - André Breton, französischer Schriftsteller
- 1896 - Dimitri Mitropoulos, griechischer Dirigent, Komponist und Pianist
- 1898 - Enzo Ferrari, Rennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari
- 1899 - Erich Kosiol, deutscher Professor für Betriebswirtschaft
- 1906 - Hans Asperger, österreichischer Kinderarzt und Entdecker des nach ihm benannten Asperger-Syndrom
- 1909 - Matti Järvinen, finnischer Leichtathlet
- 1912 - Heinz Kühn, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- 1913 - Arthur Axmann, HJ-Reichsjugendführer
- 1914 - Pee Wee King, US-amerikanischer Musiker
- 1920 - Rolande Falcinelli, französische Organistin und Komponistin
- 1922 - Hazy Osterwald, schweizer Musiker (Hazy-Osterwald-Sextett)
- 1923 - Wilhelm Hennis, deutscher Politikwissenschaftler
- 1929 - Len Deighton, britischer Forograf und Autor
- 1931 - Margarete Müller, SED-Funktionärin in der DDR
- 1931 - Toni Morrison, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1932 - Milos Forman, tschechischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 1932 - Wolfgang Mitzinger, war Minister für Kohle und Energie der DDR
- 1932 - Andreas Meyer-Hanno, Opernregisseur und Hochschullehrer
- 1933 - Yoko Ono, japanisch-US-amerikanische Künstlerin und Sängerin
- 1936 - Jean M. Auel, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1938 - Elke Erb, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin
- 1938 - István Szabó, ungarischer Filmregisseur
- 1940 - Anna Oppermann, deutsche Künstlerin
- 1941 - David Blue, US-amerikanischer Sänger
- 1945 - Jimmy Jewell, britischer Musiker
- 1947 - Carlos Lopes, portugiesischer Leichtathlet
- 1947 - Dennis de Young, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Georg Brunnhuber, deutscher Politiker und MdB
- 1948 - Marty Simon, britischer Musiker
- 1949 - Gary Ridgway, US-amerikanischer Serienmörder
- 1953 - Derek Pellicci, australischer Musiker
- 1953 - Robin Bachmann, kanadischer Musiker
- 1954 - John Travolta, US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer, Produzent und Autor
- 1955 - Tom Misner, australischer Gründer des SAE Institute
- 1956 - Rüdiger Abramczik, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1957 - Marita Koch, deutsche Leichtathletin
- 1959 - Gerald Ehrmann, deutscher Fußballspieler
- 1960 - Gazebo, italienischer Sänger und Songschreiber
- 1963 - Anders Frisk, schwedischer Versicherungskaufmann und FIFA-Schiedsrichter
- 1964 - Matt Dillon (Schauspieler), US-amerikanischer Schauspieler
- 1965 - Andre Young alias Dr. Dre, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 1967 - Colin Jackson, britischer Leichtathlet
- 1967 - Roberto Baggio, italienischer Fußballspieler
- 1976 - Thomas Schmidt, deutscher Kanusportler
- 1978 - Josip Simunic, kroatischer Fußballspieler
- 1978 - Oliver Pocher, deutscher Entertainer, Showmaster und Komiker
- 1981 - Peng Bo, chinesischer Wasserspringer
- 1982 - Christian Tiffert, Fußballspieler beim VfB Stuttgart
- 1983 - Nicole Peters, britisches Erotikmodel
- 1983 - Monique Henderson, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1984 - Nick McDonell, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1988 - Rihanna, US-amerikanische R&B-Sängerin

Gestorben


- 453 - Aelia Pulcheria, oströmische Regentin und Kaisergattin
- 814 - Angilbert, Hofkaplan, Diplomat und Dichter
- 901 - Thabit ibn Qurra, arabischer Astronom und Mathematiker
- 999 - Gregor V., Papst seit 996
- 1126 - Otto II. (Mähren), Herzog] von Olmütz und Brünn
- 1190 - Otto der Reiche, Markgraf von Meißen
- 1218 - Berthold V., letzter Herzog von Zähringen
- 1221 - Dietrich der Bedrängte, war von 1198 bis 1221 Markgraf von Meißen
- 1294 - Kublai Khan, Enkel Dschingis Khans und mongolischer Herrscher
- 1405 - Timur, mongolischer Herrscher und Eroberer
- 1455 - Fra Angelico, italienischer Dominikanermönch und Maler der Frührenaissance
- 1505 - Hedwig Jagiellonica, Tochter des Polenkönigs Kasimir IV.
- 1546 - Martin Luther, deutscher Reformator
- 1558 - Eleonore von Österreich, Erzherzogin von Österreich, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal und Frankreich
- 1564 - Michelangelo, italienischer Bildhauer, Maler und Dichter
- 1612 - Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua und Montferrat
- 1683 - Nicolaes Berchem, niederländischer Maler
- 1712 - Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger
- 1732 - Balthasar Permoser, Bildhauer
- 1743 - Wilhelm Hyacinth, Prinz von Prinz von Oranien
- 1745 - Nicola Fago, italienischer Komponist
- 1799 - Johannes Hedwig, deutscher Arzt und Botaniker
- 1803 - Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Dichter
- 1807 - Sophie von La Roche, deutsche Schriftstellerin
- 1829 - Johann Georg Daniel Arnold, Jurist und Schriftsteller
- 1851 - Carl Gustav Jacob Jacobi, deutscher Mathematiker
- 1876 - Adolphe Theodore Brongniart, französischer Botaniker
- 1890 - August Hartel, Architekt
- 1890 - Gyula Andrássy, Politiker in Österreich-Ungarn
- 1891 - Henry Hastings Sibley, US-amerikanischer Politiker (Demokrat)
- 1893 - Gerson Bleichröder, deutscher Bankier
- 1895 - Albrecht Friedrich Rudolf von Habsburg, Erzherzog von Österreich und Feldherr
- 1899 - Sophus Lie, norwegischer Mathematiker
- 1900 - Eugenio Beltrami, italienischer Mathematiker
- 1902 - Anton Thraen, Astronom
- 1902 - Sigismund Wilhelm Koelle, deutscher Missionar und Sprachforscher
- 1930 - Joaquim Arcoverde de Albuquerque Cavalcanti, Erzbischof von Rio de Janeiro und Kardinal
- 1931 - Milan Sufflay, kroatischer Historiker und Politiker
- 1932 - Friedrich August III. (Sachsen), war der letzte König des Königreichs Sachsen
- 1956 - Gustave Charpentier, französischer Komponist
- 1957 - Henry Norris Russell, US-amerikanischer Astronom
- 1967 - J. Robert Oppenheimer, US-amerikanischer Physiker
- 1971 - Alfred Gille, deutscher Politiker
- 1982 - Ngaio Marsh, neuseeländische Schriftstellerin
- 1985 - Gábor Darvas, ungarischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1991 - Renate Kern, deutsche Schlagersängerin
- 1994 - Annemarie Ackermann, deutsche Politikerin
- 1994 - Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin
- 1996 - Josef Meinrad, österreicher Schauspieler
- 1997 - Emily Hahn, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1999 - Andreas Feininger, US-amerikanischer Fotograf
- 2001 - Balthus, französischer Maler
- 2003 - Isser Harel, Chef des israelischen Geheimdienstes
- 2004 - Johanna Olbrich, DDR-Spionin
- 2005 - Harald Szeemann, Schweizer Kurator
- 2005 - Robert R. Merhige Jr., US-amerikanischer Jurist und Bundesrichter

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag von Gambia
- katholischer Gedenktag für Angilibert, Fra Angelico, Konstantia, Simon, Bruder des Herrn, Alexander, Helladius, Colmann
- evangelischer Gedenktag für Martin Luther
- orthodoxer Gedenktag für Flavian von Konstantinopel, Johannes IV. (der Faster), Leo I.

Siehe auch

:17. Februar - 19. Februar :18. Januar - 18. März :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0218 ja:2月18日 ko:2월 18일 simple:February 18 th:18 กุมภาพันธ์

Dresden

Dresden (sorbisch: Drježdźany; abgeleitet aus dem altsorbischen Drežďany für Sumpf- oder Auwaldbewohner, tschechisch: Drážďany) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Sie liegt nordwestlich des Elbsandsteingebirges und an der Nordabdachung des Osterzgebirges sowie am Übergang vom Ober- zum Mittellauf der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, der letzten durchbruchartigen Tallandschaft des Flusses. Bereits in der Steinzeit besiedelt und 1206 erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sich Dresden zur kurfürstlichen und königlichen Residenz. Dresden ist das politische und kulturelle Zentrum des Freistaates. Es hat den Status einer kreisfreien Stadt, ist Sitz des Regierungsbezirks Dresden und zahlreicher Hochschulen. Die Einwohnerzahl der Stadt Dresden überschritt ca. 1852 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Dresden bildet den Kern des gleichnamigen Ballungsgebietes in Mitteleuropa und ist dadurch Verkehrsknotenpunkt und ein wirtschaftliches Zentrum. Zusammen mit den Ballungsräumen Chemnitz-Zwickau sowie Leipzig-Halle bildet dieser Ballungsraum die „Metropolregion Sachsendreieck“. __TOC__

Geographie

Metropolregion Sachsendreieck, Zschertnitz und Teile der Südvorstadt]] Dresden liegt beiderseits der Elbe in der Dresdner Elbtalweitung, eingebettet zwischen den Ausläufern des Osterzgebirges, dem Steilabfall der Lausitzer Granitplatte und dem Elbsandsteingebirge auf etwa 113 Meter über Normalnull. Unter anderem wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage am Fluss und seiner barocken und mediterranen Architektur sowie der klimatisch vorteilhaften Besonderheiten wird die Stadt auch „Elbflorenz“ genannt. Die höchste Erhebung des erweiterten Dresdner Stadtgebietes ist der 384 m hohe Triebenberg, der nördlich der Elbe liegt. Die Stadt ist nach teils großflächigen Eingemeindungen, aber auch aufgrund der Siedlungsallokation, ihrer Fläche nach hinter Berlin, Hamburg und Köln die viertgrößte Großstadt Deutschlands und insgesamt die siebtgrößte Stadt Deutschlands. Wichtige Flüsse in Dresden sind die Elbe, die die Stadt als einziges schiffbares Gewässer durchfließt, die Weißeritz und der Lockwitzbach, beides linke Nebengewässer der Elbe, die im Osterzgebirge entspringen, sowie die Prießnitz, ein rechter Nebenfluss der Elbe. Siehe auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen

Natur

Liste der Gewässer in Sachsen Dresden gehört nach großflächigen Eingemeindungen mit 63 % Grün- und Waldfläche zu den grünsten Großstädten in Europa. Die Dresdner Heide bildet eine geschlossene Waldfläche im Dresdner Norden. Im erweiterten Stadtgebiet gibt es vier Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 331 ha, 12 Landschaftsschutzgebiete mit mehr als 11.000 ha teilweise deckungsgleich mit neun FFH-Gebieten mit 1.800 ha Fläche. Zahlreiche denkmalgeschützte Gärten, Alleen und Parkanlagen sowie Friedhöfe bilden 110 Naturdenkmäler oder geschützte Landschaftsbestandteile.

Umgebung

Nahe gelegene deutsche Großstädte sind Chemnitz (80 km südwestlich), Leipzig (100 km nordwestlich) und Berlin (200 km nördlich). 150 km südlich befindet sich die tschechische Hauptstadt Prag, die Goldene Stadt, 230 km östlich liegt Breslau (Wrocław) in Polen. In der Nachbarschaft liegen der Landkreis Kamenz mit der Stadt Radeberg, der Landkreis Sächsische Schweiz mit den Städten Pirna und Heidenau, der Weißeritzkreis mit der Stadt Freital und der Landkreis Meißen mit Moritzburg und der Stadt Radebeul. Alle erwähnten Städte grenzen direkt an Dresden an und bilden den Kernraum des Ballungsraumes Dresden. Etwas weiter entfernt liegt Riesa und die Bergstadt Freiberg.

Stadtgliederung

Freiberg Zur ursprünglichen Stadt Dresden gehörten Stadtteile, die in der gegenwärtigen Struktur fast alle den Ortsämtern Altstadt und Neustadt zugehörig sind. Neben den innerhalb der Stadtfestung liegenden Teilen entstanden außerhalb der Stadtmauern, jedoch meist auf Dresdner Flur, Vorstädte, die auf Anweisung sächsischer Herrscher angelegt worden waren und zum Teil nach diesen benannt wurden. Die Antonstadt ist mittlerweile weitestgehend unter dem Begriff Äußere Neustadt bekannt. Die anderen „königlichen“ Vorstädte blieben dagegen als Begriff erhalten. Später wuchs die Stadt vor allem im 19. Jahrhundert, als weitere Dörfer dichter bebaut wurden. Der Begriff Vorstadt wurde später für weitere Stadtteile nicht mehr verwendet. 1958 bereits war das Stadtgebiet von Dresden in die fünf Stadtbezirke Mitte, Ost, West, Süd und Nord eingeteilt worden. 1958 Seit 1991 ist das Stadtgebiet von Dresden in zehn Ortsamtsbereiche eingeteilt. Nach Eingemeindungen kamen später neun Ortschaften hinzu. Dresden gliedert sich gegenwärtig in zehn Ortsamtsbereiche und neun Ortschaften. Die Ortsamtsbereiche wurden aus dem Stadtgebiet vor 1990 gebildet, während die Ortschaften durch nach 1990 eingemeindete Flächen gebildet wurden. Der Ortsamtsbereich mit der höchsten Bevölkerung ist der um Blasewitz, das flächengrößte der von Loschwitz. Die größte und bevölkerungsreichste Ortschaft ist Schönfeld-Weißig, die sich im Schönfelder Hochland erstreckt. Die Dresdner Innenstadt liegt in den Ortsamtsbereichen Altstadt und Neustadt. Bei den neun Ortschaften, die teilweise auch aus mehreren Ortsteilen bestehen, handelt es sich um die erst Ende der 1990er Jahre eingegliederten ehemals selbständigen Gemeinden. Eine Ausnahme ist der Ortsteil Kauscha, der, bis 1999 zu Bannewitz gehörig, dem Ortsamt Prohlis angegliedert wurde.

Geschichte

Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Dresdens Geschichte Dresdens Erste Siedlungen bestanden im Dresdner Raum bereits in der Jungsteinzeit. Die Furt durch die Elbe in Höhe der heutigen Altstadt bestand wahrscheinlich schon im frühen Mittelalter. Dresdens Besiedlung blieb trotz der lukrativen Lage an der Elbe und der fruchtbaren Böden aufgrund der starken Bewaldung problematisch. Im Jahre 1206 wird Dresden erstmals urkundlich erwähnt. Die damalige Bezeichnung war Dresdene; sie ist vom slawischen Begriff „Drežďany“ („Auwaldbewohner“) abgeleitet, mit dem ursprünglich die Bewohner des Ortes bezeichnet worden waren. slawischen Ende des 15. Jahrhunderts wird Dresden Residenzstadt der sächsischen Herrscher und erfährt mit der Erhebung des wettinischen Herrschaftsbesitzes zum Kurfürstentum und Königreich eine Aufwertung als politisches und kulturelles Zentrum. Durch die Ernennung Sachsens zum Kurfürstentum 1547 wird Dresden Hauptstadt des wichtigsten protestantischen Landes innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In dieser Zeit wurden auch wichtige kulturelle Einrichtungen begründet, die bis in die Gegenwart die besondere Geltung Dresdens ausmachen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Dresden nie geplündert oder zerstört, aber durch Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche Stagnation in seiner Entwicklung gestört. Die Geschichte seit dem Dreißigjährigen Krieg ist dann sehr wechselvoll: Zum Einen entstanden in Dresden die bekannten Bauwerke und Parkanlagen; auf der anderen Seite war Dresden in fast alle großen europäischen Kriege verwickelt und wurde dabei mehrfach beschädigt. 1685 brannte Altendresden komplett ab und wurde über mehrere Jahrzehnte wiederaufgebaut und erst 1732 als „Neue Königliche Stadt“ vollendet. Schon seit längerem wird der Stadtteil deshalb als Neustadt bezeichnet. Unter August II., genannt „August der Starke“, errang Dresden die kulturelle Bedeutung, die es bis in die Moderne besitzt. Im Dezember 1745 wurde Dresden im österreichischem Erbfolgekrieg zum ersten Mal durch Preußen erobert. Erneut wurde Dresden im Siebenjährigen Krieg 1756 durch Preußen eingenommen. Als sich die österreichische Armee der Stadt näherte, ließ der preußische Gouverneur Teile der Stadt abbrennen. 1760 belagerte Preußen Dresden erfolglos und beschoss dabei die Innenstadt. 1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freude, die lyrische Vorlage für die Hymne der Europäischen Union, in Dresden. Im Frühjahr des Jahres 1791 wurde in Dresden bzw. im nahe gelegenen Ort Pillnitz mit der Pillnitzer Deklaration ein Initial für die mehr als 150 Jahre währende Feindseligkeit zwischen Deutschland und Frankreich gelegt. Darin riefen die vornehmlich deutschen Monarchen die europäischen Mächte zur Zerschlagung der Französischen Revolution auf. Bereits in die Befreiungskriege gegen Napoleon war Dresden intensiv involviert. Im Jahr 1813 fanden zahlreiche vorentscheidende Schlachten der Völkerschlacht bei Leipzig um Dresden herum statt. Sachsen und damit Dresden kämpfte auf der Seite von Frankreich, die Stadt wurde durch die Franzosen weiter befestigt und durch deren Truppen geschützt. Im weiteren 19. Jahrhundert blieb Dresden von Kriegen verschont und wurde Hauptstadt eines der stärksten Königreiche auch ab 1871 im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg blieb die Stadt unberührt. Nach der Novemberrevolution 1918 wurde Dresden Hauptstadt des Freistaates Sachsen. Auch im Zweiten Weltkrieg sah es lange so aus, als würde Dresden von Kriegshandlungen verschont bleiben, bis im Frühjahr 1945 weite Teile des Stadtgebietes durch britische und US-amerikanische Luftangriffe schwer beschädigt wurden. Die genaue Zahl der Opfer ist ungewiss. Man nimmt Opferzahlen in Höhe von etwa 25.000 bis 40.000 Toten an. Offiziell anerkannt ist heute die Zahl von 35000 Toten. Dass die Opferzahl höher liegen könnte, ist gegenwärtig stark umstritten und seit Jahrzehnten Diskussionsfokus. So gehen einige Historiker von bis zu 350.000 Toten aus, da viele Menschen in der Bombennacht völlig verbrannten. Dresden war seit Jahrhunderten ein militärisches Zentrum. Im Dresdner Norden wurde die Albertstadt als autarke Militärstadt angelegt, die unter den Nationalsozialisten weiter ausgebaut wurde. Zwischen 1939 und 1945 wurden auch KZ-Häftlinge, v. a. aus den Lagern in Auschwitz und Flossenbürg, in der Stadt in Baracken interniert. Sie arbeiteten in der Rüstungsindustrie Dresdens. Nach 1945 standen in und um Dresden die 1. Gardepanzerarmee der Sowjetunion sowie die 7. Panzerdivision der Nationalen Volksarmee. Nie zuvor in Friedenszeiten standen so viele Truppen in Dresden wie zwischen 1945 und 1990. In den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung wurden alle Truppenteile verlegt oder aufgelöst. Während der Zeit des Sozialismus wurden viele Reste der alten Stadt beseitigt. Ruinen des barocken Dresden sowie Kirchen wurden gesprengt. Die unzerstörte äußere Neustadt blieb aufgrund von Bürgerprotesten erhalten. In Prohlis und Gorbitz entstanden Großsiedlungen in Plattenbauweise auf zuvor unbebautem Land. Die Johannstadt und andere Gebiete im Stadtzentrum wurden ebenso in Großblockbauweise überbaut. Nur wenige alte Gebäude wurden wieder hergerichtet. Das zerstörte Stadtzentrum wurde nach den Idealen des sozialistischen Wohnungsbaus neu angelegt. Erst spät wurden Semperoper, Zwinger und die Kathedrale wiederaufgebaut. deutschen Wiedervereinigung Nach der Wende 1989 wurden nochmals einige alte Gebäude abgerissen. Viele andere wurden jedoch mit Hilfe steuerlicher Subventionen wieder hergerichtet. Viele Gebiete Dresdens gelten daher als Beispiele für die gelungene Restauration von Baudenkmälern und stehen als Gesamtensembles unter Denkmalschutz. Im August 2002 wurde die Stadt von der sogenannten „Jahrhundertflut“ getroffen. Dabei überschwemmten mehrere Nebengewässer und die Elbe die Stadt. Die Elbe erreichte einen Pegelstand, der die bis dato schwersten Hochwasser von 1784, 1799 und 1845 übertraf. Das Reparieren von Straßen und Infrastruktur dauerte nach dem Hochwasser bis in die Gegenwart an. Betroffene Bauwerk waren wesentlich schneller wieder hergerichtet. Im Jahr 2005 wurde nach zehnjähriger Bauzeit der Wiederaufbau der Frauenkirche im Rohbau fertig gestellt und die Kirche am 30. Oktober geweiht. Im Jahr 2006 feiert die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen, formal an der ersten urkundlichen Erwähnung festgemacht.

Religionen

Siehe auch: Hauptartikel Religionen in Dresden In Dresden gehören etwa 20.000 Menschen einer römisch-katholischen und etwa 75.000 einer evangelisch-lutherischen Gemeinde an. Dies entspricht einem Anteil von 4 bzw. 15 % an der Gesamtbevölkerung mit Erstwohnsitz in Dresden. Die Reformation setzte sich in Dresden 1539 durch. Ab etwa 1571 vertrat die Stadt ein strenges Luthertum. Im Jahre 1661 gab es in Dresden erstmals wieder katholische Gottesdienste. Kurfürst Friedrich August I. veranlasste 1697 den Wechsel des Hofstaates zum katholischen Glauben, um zum polnischen König August II. gekrönt werden zu können. Die katholischen Gemeinden wurden erst 1807 den evangelischen gleichgestellt und blieben nach Mitgliederzahl bis heute eine kleine Minderheit. Ab 1949 trat die Mehrzahl der Dresdner aus der - meist evangelischen - Kirche aus. Der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder ging von etwa 85 % auf 22 % 1989 zurück. Seit 1980 ist Dresden erstmals in seiner Geschichte Sitz eines Bischofs, wobei die katholische Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen geweiht wurde. Die Stadtverwaltung schätzt die heutige Anzahl der Mitglieder von Freikirchen und nicht-christlichen Gemeinden auf etwa 5.000 Menschen.

Entwicklung des Stadtgebiets

Siehe: Hauptartikel Entwicklung des Dresdner Stadtgebiets für detaillierte Werte und Statistiken Entwicklung des Dresdner Stadtgebiets Entwicklung des Dresdner Stadtgebiets Ursprünglich lag der älteste Teil der Stadt rechtselbisch, daher nördlich der Elbe. Den Stadtteil Altendresden gibt es nicht mehr. Nachdem er abbrannte, wurde er 1732 als Neue Königliche Stadt, später vereinfacht Neustadt, neu angelegt und ist mit der heutigen Inneren Neustadt deckungsgleich. Der Stadtteil südlich der Elbe wird daher mittlerweile als die historische Altstadt bezeichnet. Gleichzeitig hat sich damit die gesamte Stadt nach Süden verlagert. Auch die Tallage ist südlich der Elbe wesentlich flacher, was die starke Entwicklung dort begünstigte. Gerade auf Grund der Tallage, in die sich die Stadt legt, dehnt sich die Stadt nicht gleichmäßig aus, sondern folgt dem Tal in süd-östliche bzw. nord-westliche Richtung. Eingemeindungen von umliegenden Gemeinden gab es seit 1835, als Dresden sich nach Norden und Westen ausdehnte. Seitdem wurden 64 Landgemeinden, zwei Gutsbezirke und zwei Städte nach Dresden eingemeindet. Landgemeinden, die in Dresden nach 1990 eingemeindet wurden, erhielten den Sonderstatus „Ortschaft“ innerhalb der kommunalen Struktur von Dresden. Die größte Eingemeindung dabei war die von Schönfeld-Weißig im Osten des Stadtgebietes. Der Bereich Dresdens mit der dichtesten Besiedlung ist der Ortsamtsbereich Blasewitz. Dabei ist dichte Besiedlung nicht mehr Anzeichen für schlechteren Wohnraum, wie es zu Zeiten enger Hinterhofbebauung noch gelten konnte. Die Elbe wirkt im Bereich von Blasewitz als Grenze des urbanen Raums, weshalb diese dicht besiedelte und die quasi unbewohnten Flächen der Dresdner Heide sehr nah beieinander liegen. Blasewitz selbst wurde erst 1921 an Dresden angegliedert, wobei zu dieser Zeit schon weite Teile des heutigen Ortsamtsbereichs zur Stadt Dresden gehörten. Die Dresdner Heide liegt im Ortsamtsbereich Loschwitz, das mit 268 Einwohnern je Quadratkilometer das am dünnsten besiedelte Ortsamt Dresdens ist. Wie feinstrukturiert und unterschiedlich die urbanen Räume Dresdens besiedelt sind, zeigt sich beim Vergleich von Äußerer und Innerer Neustadt. Die Äußere Neustadt ist mit mehr als 11.000 Bewohnern pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Stadtteil Dresdens, während die Innere (historische) Neustadt mit etwa 3.000 Einwohnern pro km² eine weit geringere Bevölkerungsdichte hat. Dresden hat gegenwärtig etwa 489.000 Einwohner. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Dresden zu den fünf bevölkerungsreichsten Städten in Deutschland. 1933 wurde mit 642.143 Einwohner der höchste Wert in der Geschichte Dresdens gezählt. Durch den Zweiten Weltkrieg verringerte sich die Stadtbevölkerung zur Zählung von 1946 auf etwa 468.000. Zwischenzeitlich wieder auf mehr als 500.000 Einwohner angestiegen, sank die Anzahl an wohnberechtigter Bevölkerung mit Erstwohnsitz durch Abwanderung und Urbanisierung bis 1995 erneut auf etwa 469.000 Einwohner und damit nur knapp mehr als kriegsbedingt 1946. Danach wurde sie durch Eingemeindungen erhöht und steigt mittlerweile auch dauerhaft durch einen leichten Wanderungsüberschuss.

Politik

Stadtverwaltung, -gremien und -politik

Der Oberbürgermeister leitet die Stadtverwaltung, verantwortet laufende Tagesgeschäfte und repräsentiert die Stadt. Er wird für eine Amtszeit von 7 Jahren direkt gewählt. Ihm unterstellt sind mehrere Bürgermeister für einzelne Fachbereiche. Der derzeitige Oberbürgermeister Ingolf Roßberg trat sein Amt am 1. August 2001 an, weshalb die nächsten planmäßigen Oberbürgermeisterwahlen im Jahr 2008 liegen. Der Stadtrat definiert die Grundlagen nach der die Stadtverwaltung handelt und kann über Beschlüsse auch dem Oberbürgermeister Aufträge erteilen. Sofern einzelne Entscheidungen nicht im Kompetenzbereich des Oberbürgermeisters liegen, bestimmt der Stadtrat über Angelegenheiten der Stadt. In der Tat ist der Stadtrat wesentlich an Fragen der Stadtentwicklung beteiligt. Er nimmt bezogen auf die Stadt gesetzgebende Kompetenzen wahr, in dem er Stadtverordnungen und Satzungen erlässt. Die Stadträte werden über ein Drei-Stimmen-System für eine Amtszeit von 5 Jahren gewählt. Im Stadtrat gibt es 70 Stadträte. Für Senioren und Ausländer in der Stadt gibt es Beiräte. In den letzten Jahren und Monaten wurden mehrere Themen in der Dresdner Kommunalpolitik sehr kontrovers diskutiert: Über den Bau einer weiteren Elbquerung, der Waldschlößchenbrücke, entschied ein Volksentscheid zustimmend. Weitere Themen waren der Neubau für die Staatsoperette, die Modernisierung eines der Stadien der Stadt und in letzter Zeit der geplante Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

Räumliche Gliederung der Kommunalpolitik

Dresden ist in Ortsamtsbereiche gegliedert. Diese sind in Ortsteile bzw. Stadtteile unterteilt und haben jeweils ein Ortsamt, sozusagen ein Rathaus vor Ort, sowie einen Ortsbeirat im Sinne von § 71 der Sächsischen Gemeindeordnung, der zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsamtsbereich betreffen, vom Stadtrat und seinen Ausschüssen anzuhören ist. Vorsitzender des Ortsbeirats ist der Oberbürgermeister oder eine von ihm beauftragte Person. In der Regel ist dies der Ortsamtsleiter des Ortsamtsbereiches. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Ortsbeiräte werden vom Stadtrat von Dresden nach einem Parteien- und Listenproporz gewählt, der sich an den Wahlergebnissen bei der Stadtratswahl in den einzelnen Ortsamtsbereichen orientiert. Diese Mitglieder müssen ihren Hauptwohnsitz im jeweiligen Ortsamtsbereich haben. Nach 1990 eingemeindete Gebiete bilden in Dresden Ortschaften. Für die Ortschaften wurden insgesamt fünf Verwaltungsstellen eingerichtet. Die Ortschaft Altfranken wird jedoch vom Ortsamt Cotta mitverwaltet. Die Ortschaften haben jeweils einen Ortschaftsrat, der im Gegensatz zu den Ortsbeiräten der Ortsamtsbereiche direkt von den Bürgern der Ortschaft zeitgleich mit dem Stadtrat von Dresden gewählt wird. Jeder Ortschaftsrat wählt für seine Ortschaft einen Ortsvorsteher.

Historische Entwicklung

An der Spitze der Stadt Dresden gab es seit dem 13. Jahrhundert (1292) einen Rat mit einem Bürgermeister. Dieser wurde vom Rat gewählt und wechselte jährlich. Er war ehrenamtlich tätig. Nach Einführung der Allgemeinen Städteordnung des Königreichs Sachsen im Jahre 1832 gab es neben dem Bürgermeister noch gewählte Stadträte. 1853 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Bereits 1874 schied Dresden aus der Amtshauptmannschaft aus und wurde eine „exemte Stadt“. In der gegenwärtigen Landesstruktur bezeichnet man solche Städte als „kreisfreie Stadt“. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft Dresden sowie der Kreishauptmannschaft Dresden. Aus der Amtshauptmannschaft wurde später der Landkreis Dresden, aus der Kreishauptmannschaft der Regierungsbezirk Dresden. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Oberbürgermeister und Ratsherren entsprechend der Deutschen Gemeindeordnung von der NSDAP eingesetzt. 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, setzte zunächst die sowjetische Stadtkommandantur eine Verwaltung ein. Im September 1946 wurde als Stadtparlament eine Stadtverordnetenversammlung gewählt. Bei späteren Wahlen bis 1989 traten alle Parteien und Organisationen auf einer gemeinsamen Liste auf. Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Präsident bzw. eine Präsidentin (ab 1990 Evelyn Müller, CDU). Aufgabe der Stadtverordnetenversammlung war es auch, den Oberbürgermeister zu wählen. Nach Einführung der Süddeutschen Ratsverfassung in Sachsen ist seit 1994 der nunmehr direkt vom Volk gewählte Oberbürgermeister auch Vorsitzender des Stadtrates.

Liste der Oberbürgermeister seit 1853

Entwicklung des Wappens

Blasonierung: Gespaltener goldener Schild; vorn ein schwarzer Löwe, hinten zwei schwarze, senkrechte Pfähle. Bedeutung: Der Löwe steht für die Markgrafschaft Meißen, die Pfähle für die Grafschaft Landsberg, welche die Stadt im späten Mittelalter beherrschten. Beide Wappensymbole sind bereits seit dem 14. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Die Symbole fanden auch Einzug in das Wappen von Sachsen, welche später über die Stadt herrschten. Früher waren die Pfähle blau (vgl. auch das Wappen von Leipzig und Chemnitz), doch wurden sie zur Unterscheidung vom Landeswappen derer von Meißen-Landsberg später in schwarz geändert. Die Stadtfarben sind schwarz und gelb.

Bundestagsabgeordnete

Dresden teilt sich in zwei Bundestagswahlkreise auf. Der Wahlkreis 160 erlangte bei der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag Berühmtheit, weil in ihm zwei Wochen später gewählt werden musste. Da das Ergebnis der anderen Wahlkreise bereits bekannt war, fiel das Ergebnis insbesondere durch die Überhangmandate sehr taktisch aus. Im Wahlkreis 160 ist Andreas Lämmel von der CDU gewählter Abgeordneter. Stärkste Partei wurde die SPD. Der Wahlkreis 161 (Dresden II) schließt alle Stadtteile nördlicher der Elbe und einige westliche südlich der Elbe ein. Er reicht aber auch aus der Stadt in den Landkreis Meißen. Abgeordneter dieses Wahlkreises wurde Arnold Vaatz von der CDU, die in dem Wahlkreis auch stärkste Partei wurde.

Städtepartnerschaften

Dresden unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Coventry, Vereinigtes Königreich, seit 1959
- St. Petersburg, Russland, seit 1961
- Breslau, Polen, seit 1963
- Skopje, Mazedonien, seit 1967
- Ostrava, Tschechien, seit 1971
- Brazzaville, Republik Kongo, seit 1975
- Florenz, Italien, seit 1978
- Hamburg, Deutschland, seit 1987
- Rotterdam, Niederlande, seit 1988
- Straßburg, Frankreich, seit 1990
- Salzburg, Österreich, seit 1991
- Columbus, Ohio, USA, seit 1992

Kultur und Sehenswürdigkeiten

USA Dresden ist eine Kunst- und Kulturstadt von hohem internationalem Rang und ist Weltkulturerbestätte. Die Stadt besitzt kostbare Kunstsammlungen, bekannte Klangkörper und bedeutende Bauwerke in zahlreichen Epochen und für verschiedenste Zwecke. In der Regel befinden sich kulturelle Einrichtungen in besonderen Bauwerken; der Übersicht halber, sind Bauwerk und Einrichtung in getrennten Kapiteln beschrieben auch um die jeweilige Verknüpfung wiedergeben zu können. Zahlreiche Großveranstaltung ziehen jedes Jahr viele Gäste aus dem In- und Ausland an. Nennenswert ist auch die Verzahnung von Kunst mit Wissenschaft und Technik, wie sie übergangslos in vielen Sammlungen erkennbar ist.

Theater und Bühnen

Epoche Die Sächsische Staatsoper Dresden im bekannten Bauwerk der Semperoper (s. u.) wurde 1841 an heutigem Ort gegründet. Das Bauwerk der Oper wurde in seiner Geschichte zwei mal zerstört. Insgesamt war die Staatsoper in mehr als 50 Jahren ihrer etwa 160-jährigen Geschichte gezwungen, an einem anderen Ort als der Semperoper zu spielen. In der Semperoper wurden Opern von Richard Wagner und Richard Strauss uraufgeführt. Das Orchester der Oper ist die Sächsische Staatskapelle (s. u.). Das Staatsschauspiel Dresden betreibt das „Schauspielhaus am Zwinger“ (das Große Haus) und damit das größte eigentliche Theater der Stadt. Weitere Theater des Staatsschauspiels sind das „Schlosstheater am Theaterplatz“ und das „Kleine Haus“. Ebenfalls am Theaterplatz befindet sich der Theaterkahn, eine Bühne auf einem Elbschiff. Für die Staatsoperette Dresden wird seit Jahren nach einer Spielstätte in der Innenstadt gesucht. Derzeit ist ein Neubau am Wiener Platz, direkt am Hauptbahnhof im Gespräch. Entgegen seiner Bezeichnung als Staatseinrichtung ist die Stadt Dresden Besitzer und Betreiber der Operette. Die bedeutenden Kabaretttheater der Stadt sind „Die Herkuleskeule“ und die Komödie Dresden. Das Theater für moderne Formen von Aufführungen ist das Theater der Jungen Generation, zu dem auch ein Puppentheater gehört. Weitere Theater und Aufführungsstätten sind „Das Societaetstheater“, „die bühne“, „Das Projekttheater“ in der Dresdner Neustadt und das Theater „Wechselbad“. Auch die Kulturvereine „Mimenstudio Dresden e. V.“, „Kulturverein riesa efau“ und die „Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst“ zeigen Aufführungen.

Musik

In Dresden existieren mehrere berühmte Orchester. Die Sächsische Staatskapelle Dresden gilt als das älteste durchgängig musizierende Orchester der Welt und zählt nach wie vor zu den besten Klangkörpern überhaupt. Der Vorgänger die Königliche Hofcantorey wurde von Moritz von Sachsen bereits 1548 gegründet. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Staatskapelle Opernaufführungen zu begleiten und wurde später das Orchester der Sächsischen Staatsoper (Semperoper). Musikdirektoren waren u. a. Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner sowie als Assistent Richard Wagner. Ab 2007 wird Fabio Luisi Generalmusikdirektor. Die Dresdner Philharmonie, das Konzertorchester der Stadt Dresden, ebenfalls international berühmtes und renommiertes Orchester, wurde 1870 gegründet. Bis 1915 trug es den Namen „Orchester des Gewandhauses Dresden“. Chefdirigenten in jüngerer Zeit war u. a. Kurt Masur und Marek Janowski. Derzeitiger Chefdirigent ist Rafael Frühbeck de Burgos. Die Dresdner Sinfoniker sind ein sehr junges Orchester und gründeten sich 1996. Das Sinfonieorchester trägt sich über die Mitglieder nahezu selbst. Es widmet sich ausschließlich der zeitgenössischen Musik abseits des normalen Konzertrepertoires und im Crossoverbereich. 2004 wurde es mit dem Echo Klassik ausgezeichnet und vertonten zusammen mit den Pet Shop Boys den Film Panzerkreuzer Potemkin neu. Weitere Orchester in Dresden sind das „ensemble courage“, ein Spezialensemble für zeitgenössische (Kammer-)Musik, 2004 mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet und „sinfonietta dresden“, ein Kammerorchester mit vielfältigen Aufgaben im Dresdner Musikleben und einer eigenen Konzertreihe. In Dresden befindet sich auch bekannte Chöre mit langer Historie und Aufmerksamkeit. Der Dresdner Kreuzchor (Capella sanctae crucis) ist der Knabenchor der Kreuzkirche. Der Chor ist in etwa so alt, wie die Stadt selbst und wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Der Knabenchor der Kathedrale (ehemalige katholischen Hofkirche) sind die Dresdner Kapellknaben. Weitere Chöre in Dresden sind:
- Dresdner Kammerchor – international und in Dresden aktiver Chor mit dem Schwerpunkt Alte Musik, gegründet (1985) und geleitet von Hans-Christoph Rademann
- Philharmonischer Chor Dresden – Der Chor wurde 1967 gegründet und arbeitet hauptsächlich mit der Philharmonie zusammen, derzeitiger Leiter ist Matthias Geißler
- Knabenchor Dresden – gegründet im Jahr 1971 durch Studienrat Manfred Winter. Der Chor wird von Matthias Jung geleitet.
- Singakademie Dresden – einer der bedeutendsten Laienchöre Mi