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BanbridgeBanbridge (irisch Droichead na Banna) ist eine nordirische Stadt im County Down am Fluss Bann.
Banbridge liegt zwischen Belfast und Dublin 20 Kilometer südlich von Belfast an der A1.
In der Umgebung befindet sich das Lisnagade Fort und Loughbrickland Crannog.
Weblinks
- [http://www.banbridge.com Offizielle Website Banbridge]
Kategorie:Unitary Authority (Nordirland)
Kategorie: Ort in Nordirland
Irische Sprache
Die irische Sprache (irisch Gaeilge oder Gaoluinn, auch Gaeilge na hÉireann, „irisches Gälisch“, nach der bis 1948 geltenden Orthographie meist Gaedhilge) ist eine der drei goidelischen oder gälischen Sprachen. Zu diesen zählen auch das Schottisch-Gälische und das Manx (die Sprache der Insel Man). Sie zählt zum inselkeltischen Zweig der keltischen Sprachen.
Laut irischsprachiger Fassung des 8. Verfassungsartikels ist sie „die Hauptamtssprache“ (an phríomhtheanga oifigiúil) der Republik Irland, „da [sie] die nationale Sprache ist“. Seit dem 13. Juni 2005 ist Irisch auch Amtssprache der Europäischen Union.[http://ue.eu.int/cms3_applications/Applications/newsRoom/LoadDocument.asp?directory=fr/gena/&filename=85195.pdf]
Bisweilen wird sie im Deutschen als Gälisch und im Englischen als Gaelic bezeichnet, aber diese Benennungen werden von manchen Iren als abwertend empfunden. Zudem wird insbesondere in England und Schottland unter „Gaelic“ meist das Schottisch-Gälische verstanden (gängige Unterscheidung im gesprochenen Englisch: /ge:lik/ für das Irische, /ga:lik/ für das Schottisch-Gälische). Andererseits bezeichnen viele Iren die in Irland gesprochenen englischen Dialekte (Hiberno-Englisch) als Irish, auch das Schottisch-Gälische wurde früher mit dieser Bezeichnung belegt. Es ist also nur aus dem Zusammenhang eindeutig zu entnehmen, welche Sprache mit „Gälisch“ oder mit „Irisch“ gemeint ist.
Der Language Code ist ga bzw. gai oder
iri (nach ISO 639); sga bezeichnet
Altirisch (bis ca. 900) und mga Mittelirisch (900–1200).
Textproben
Beide Textausschnitte basieren auf Feldaufnahmen aus den 30er oder 40er Jahren aus West Cork. Die Transkriptionen wurden von Brian Ó Cuív vorgenommen und 1947 veröffentlicht (in The Irish of West Muskerry. A Phonetic Study, Dublin).
Vaterunser
Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea)
- Ar n-Athair atá ar neamh go naomhuighthear t'ainm, go dtagaidh do ríoghdhacht, go ndéintear do thoil ar an dtalamh mar a déintear ar neamh.
Aussprache
- /ɑ:r nahir´ ətɑ: er n´av gə ne:'vi:hər tan´im´, gə dɑgig´ də ri:xt, gə n´e:n´tər də hol´ er´ ə daləv mɑr ə d´e:n´tər er n´av./
Deutsche Interlinearübersetzung
- Unser Vater der-ist auf Himmel dass sei-geheiligt dein-Name, dass werde-kommen dein Reich, dass werde-gemacht dein Wille auf der Erde wie welches werde-gemacht auf Himmel.
Heutiges Standardirisch
- Ár nAthair atá ar neamh go naomhaítear d'ainm, go dtaga do ríocht, go ndéantar do thoil ar an talamh mar a dhéantar ar neamh.
Sprichwort
Transkription des Irischen (Dialekt von Coolea und heutiger Standard)
- Is maith í comhairle an droch-chomhairligh.
Aussprache
- /is mɑh i: ko:rl´i: ən dro'xo:rlig´./
Deutsche Übersetzung
- Ist gut sie Rat des schlecht-Beraters. = Gut ist der Rat eines schlechten Beraters. (comhairle, „Rat“, ist weiblich)
Geschichte
Die Anfänge der irischen Sprache liegen zu großen Teilen im Dunkeln. Zwar ist das Irische unbestritten eine keltische Sprache, doch sind der Weg und die Zeit, auf dem bzw. zu der es nach Irland kam, heftig umstritten. Es ist lediglich sicher, dass zur Zeit der Ogam-Inschriften (also ab spätestens dem 4. Jahrhundert) in Irland Irisch gesprochen wurde. Diese früheste Sprachstufe wird als archaisches Irisch bezeichnet. Die Sprachprozesse, die sich prägend auf das Altirische auswirkten, d. h. Apokope, Synkope und Palatalisierung, entwickelten sich in dieser Zeit.
Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das Irische die zuvor in Irland gesprochene Sprache (von der keinerlei direkte Spuren erhalten sind, die im Irischen aber als Substrat nachzuweisen ist) nach und nach abgelöst hat und dann bis zur Annahme des Christentums im 4. und 5. Jahrhundert die alleinige Sprache auf der Insel war. Kontakte zum romanisierten Britannien sind nachweisbar. Aus dieser Periode stammen etliche lateinische Lehnwörter im Irischen, in denen die meist die regionale Aussprache des Lateinischen in Britannien nachgewiesen werden kann. Weitere Wörter sind zur Zeit des Altirischen (600–900) mit den rückkehrenden perigrini nach Irland gekommen. Das waren irische und schottische Mönche, die auf dem Kontinent meist missionierten und klösterliche Gelehrsamkeit betrieben. Das sehr flexionsreiche Altirische weist in seiner schriftlichen Form einen hohen Grad an Standardisierung und Dialektlosigkeit auf.
Seit den Einfällen der Wikinger ab Ende des 8. Jahrhunderts muss sich das Irische die Insel mit anderen Sprachen teilen, vorerst jedoch nur in geringem Umfang. Die Skandinavier assimilierten sich nach den anfänglichen Raubzügen und Brandschatzungen zwar in einem Maße, das noch immer umstritten ist, sie ließen sich vor allem in den Küstenstädten als Händler nieder, hinterließen jedoch sehr wenige direkte Spuren in der irischen Sprache. Die Anzahl der skandinavischen Lehnwörter liegt bei etwa 60. Die sozialen und politischen Unruhen dieser Zeit werden jedoch als hauptverantwortlich für den Übergang vom weitgehend standardisierten Altirischen zum grammatisch wesentlich diversifizierteren Mittelirischen (900–1200) angesehen. Dies schlug sich unter anderem in der Vereinfachung der Flexionsformen (v. a. bei den Verben), dem Verlust des Neutrums, der Neutralisierung unbetonter Kurzvokale und der sehr uneinheitlichen Rechtschreibung nieder.
Entscheidender und nachhaltiger war der Einfall der Normannen ab 1169. Nicht zufällig spricht man ab etwa 1200 vom Frühneuirischen oder Klassischen Irisch (bis ca. 1600). Trotz der Unruhen zu Anfang des Zeitraums und der fortgesetzten Anwesenheit der Normannen im Lande ist diese Periode von sprachlicher Stabilität und literarischem Reichtum gekennzeichnet.
Zwar teilten die normannischen Adligen die Insel unter sich und einigen wenigen einheimischen Herrschern auf, doch gelang es ihnen lange Zeit nicht, die Insel vollständig zu erobern oder kulturell zu assimilieren. Vor allem die Randgebiete im Westen und Norden waren zwar meist tributpflichtig, aber politisch und kulturell weitgehend unabhängig. Das Englische als Sprache hatte sich nur um Dublin ("The Pale") und Wexford durchgesetzt. Auch die Statutes of Kilkenny (1366), die englischstämmigen Siedlern den Gebrauch des Irischen verboten, blieben weitgehend wirkungslos. Allein der Umstand, dass sie eingeführt werden mussten, ist für die damalige Sprachsituation bezeichnend. Viele der ursprünglich normannischen oder englischen Familien übernahmen die kulturellen Gepflogenheiten des Landes teilweise oder vollständig.
Die planmäßigen Ansiedlungen englischer und schottischer Farmer in Teilen Irlands im 16. und 17. Jahrhundert änderten die Situation erst einmal nicht wesentlich. Die Unterschichten sprachen meist Irisch, die Oberschichten Englisch oder Irisch. In dieser Zeit begann jedoch wahrscheinlich der prozentuale Anteil der Irischsprecher an der Gesamtbevölkerung langsam zu schrumpfen. Die Vertreibung der Reste des irisch-gälischen Adels 1607 (Flight of the Earls) enthob die Sprache dann jedoch völlig ihrer Verwurzelung in den Oberschichten. Sprachgeschichtlich ist hier der Beginn des Neuirischen oder modernen Irischen anzusetzen.
Der entscheidendste Faktor für den Rückgang der Sprache war jedoch die fortschreitende Industrialisierung ab dem späten 18. Jahrhundert. Hunger war auf dem Lande verbreitet und gelegentlich katastrophal. Wer etwas erreichen oder in manchen Fällen auch nur überleben wollte, musste in die Städte abwandern – und Englisch sprechen. Das Irische wurde zumindest im öffentlichen Bewusstsein zur Sprache der Armen, der Bauern, Fischer, Landstreicher. Nach und nach schlug diese Entwicklung auf die ländlichen Gebiete zurück. Die Sprache wurde nun zunehmend vom Englischen
verdrängt. Wiederbelebungsmaßnahmen ab dem späten 19. Jahrhundert und vor allem ab der Unabhängigkeit Irlands 1922 sowie die Förderung des sozialen Status des Irischen konnten die Entwicklung nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Allerdings ist festzuhalten, dass im Gegensatz zu den schnell sinkenden Zahlen der Muttersprachler die Zahl der Iren mit Irisch als aktiver oder passiver Zweitsprache stark angestiegen ist. Vor allem in den Städten finden sich größere Zahlen von Englischsprechern, die das Irische gut beherrschen und zum Teil auch gebrauchen. Zu den auf die Sprachsituation wirkenden Negativfaktoren des 20. und 21. Jahrhunderts zählen vor allem die zunehmende Mobilität der Menschen, die Rolle der Massenmedien und zum Teil fehlende enge soziale Netzwerke (fast alle Irischsprecher leben in engem Kontakt mit Englischsprechern). Heute wird nur noch in kleinen Teilen Irlands täglich Irisch gesprochen. Diese meist über die Nordwest-, West- und Südküste der Insel verstreuten Fleckchen werden zusammenfassend Gaeltacht (auch einzeln so; Pl. Gaeltachtaí) genannt.
1835 wurde die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa vier Mio. geschätzt. Der erste landesweite Zensus wurde allerdings erst 1841 durchgeführt, noch ohne Frage zu Irischkenntnissen (diese ab 1851). Bis 1891 hatte sich die Zahl der Irisch sprechenden Menschen auf etwa 680.000 reduziert, aber nur 3 % der Kinder im Alter von drei bis vier Jahren sprachen Irisch. Der irische Zensus von 2002 ergab 1,54 Millionen Menschen (43 % der Bevölkerung), die behaupten, Irisch zu können. Davon sind höchstens 70.000 Muttersprachler, von denen nicht alle täglich und in allen Alltagssituationen Irisch sprechen. Häufig wird in Gegenwart Fremder oder auch gegenüber Kindern sofort ins Englische gewechselt. Kinder sollen auch in den Gaeltachtaí nach dem Willen der Eltern oft erst einmal Englisch lernen: „Irisch lernen können sie ja dann immer noch“ ist eine häufig gehörte Wendung. Der so entstehende zahlenmäßige Gegensatz zwischen Muttersprachlern und Personen, die eine Sprache als Erstsprache sprechen, ist für viele kleine Sprachen typisch. Praktisch alle Sprecher sind heute bilingual mit Englisch aufgewachsen.
Irisch in der Öffentlichkeit
Das Irische ist auch heute in ganz Irland anzutreffen. Orts- und Straßenschilder beispielsweise sind auf der gesamten Insel nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Irisch beschrieben. In West Connemara gibt es einige Gegenden, in denen Orientierungshilfen dieser Art nur auf Irisch ausgezeichnet sind. Das gleiche gilt für Gedenktafeln und offizielle Dokumente. Andere Schilder, z. B. an Restaurants, sind dagegen fast nur auf Englisch ausgezeichnet.
„Auf der Straße“ ist jedoch das gesprochene Irisch außerhalb der Gaeltacht selten zu hören. Bisweilen hört man vor allem ältere Leute in Städten wie Galway oder Dublin Irisch sprechen. An den Universitäten ist es an einigen Fakultäten, vor allem denen für das Irische bzw. für keltische Sprachen und Kultur, üblich, sich des Irischen zu bedienen. An der NUIG (National University of Ireland, Galway) wird beispielsweise an den entsprechenden Fachbereichen auch unter Studenten relativ wenig Englisch gesprochen, ebenso wie an den privaten Gaeltacht Schools, an denen nicht in der Gaeltacht aufgewachsene Jugendliche ihre Irischkentnisse verbessern können.
An allen staatlichen Schulen des Landes ist Irisch Pflichtfach, während der restliche Unterricht meist auf Englisch stattfindet. Es gibt jedoch nicht wenige Schulen, an denen ausgewählte andere Fächer ebenfalls durch das Irische vermittelt werden. Vor allem auf Druck von Eltern hin wurden in den 70er Jahren die obligatorischen Schulabgangsprüfungen für das Irische abgeschafft. Schüler müssen daher seit Jahrzehnten zwar Irisch lernen, ihre Kenntnisse aber selten ernsthaft nachweisen. Viele Jugendliche empfinden das Erlernen der irischen Sprache in der Schule, das überwiegend aus Gründen der Tradition und der Identitätsbewahrung stattfindet, als „lästig“ und antiquiert, da Irisch im Gegensatz z. B. zu Englisch, Deutsch oder Französisch im internationalen Geschäftsverkehr kaum oder nicht genutzt werden kann.
Schwer einzuschätzen ist die tatsächliche Verwendung des Irischen in der gebildeten urbanen Mittelschicht. Zwar sind gute bis sehr gute Irischkenntnisse in dieser Bevölkerungsgruppe verhältnismäßig weit verbreitet, doch scheinen diese sich weitgehend auf den passiven und/oder familiären Gebrauch zu beschränken. In Unternehmen und Ämtern sowie in informellen Gesprächen „auf der Straße“ wird die Sprache jedenfalls kaum verwendet. Anders ist dies bei Gesprächen unter universitätsnahen Personen, Personen, die an Bildungs- und Forschungseinrichtungen tätig sind, sowie Künstlern wie z. B. Schriftstellern. Diese nutzen häufig die (relativ seltene) Gelegenheit, sich mit anderen des Irischen mächtigen Kollegen oder Freunden auf Irisch auszutauschen. In der Öffentlichkeit spielt diese Art von Konversation jedoch aus nahe liegenden Gründen eine geringe Rolle, das öffentliche Leben (Fernsehen, Zeitungen) findet meist selbstverständlich auf Englisch statt.
Es gibt jedoch verschiedene Clubs und in Dublin ein Café, in dem nur Irisch gesprochen wird. Außerdem gibt es mehrere irischsprachige Radiosender (Raidió na Gaeltachta (staatlich), Raidió na Life (privat, Dublin)), einen irischsprachigen Fernsehsender (Teilifís na Gaeilge) sowie einige irischsprachige Zeitschriften. Auch im englischsprachigen Radio, Fernsehen und in Zeitungen tauchen immer wieder irische Ausdrücke auf. Einige staatliche und öffentliche Institutionen haben ausschließlich irischsprachige Bezeichnungen oder solche, die neben der englischen Form häufig verwendet werden:
- Landesname Éire (neben Ireland, häufig poetisch oder liebevoll gemeint)
- Parlament An tOireachtas („die Versammlung“) offiziell nur irisch gebraucht
- Oberhaus Seanad Éireann („Senat Irlands“) offiziell nur irisch gebraucht
- Unterhaus Dáil Éireann („Zusammenkunft Irlands“) offiziell nur irisch gebraucht
- Premierminister An Taoiseach („Der Erste“, „Der Anführer“) im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Vize des Premierministers An Tánaiste („Der Zweite“) im inneririschen Gebrauch nur irisch
- Parlamentsmitglied Teachta Dála („Mitglied der Zusammenkunft“) fast nur irisch gebraucht (Titel T.D. dem Namen nachgestellt)
- alle Ministerien Roinn + jeweiliger Zuständigkeitsbereich im Genitiv („Abteilung der/des…“) meist englisch gebraucht
- Post An Post („Die Post“) offiziell nur irisch gebraucht
- Busgesellschaft Bus Éireann („Bus Irlands“) nur irisch gebraucht
- Eisenbahngesellschaft Iarnród Éireann („Eisenbahn Irlands“) nur irisch gebraucht
- Radio- und Fernsehstation Radio Telefís Éireann (RTÉ, „Radio Fernsehen Irlands“) nur irisch gebraucht
- Telekom früher Telecom Éireann („Telekom Irlands“) offiziell nur irisch gebraucht, mittlerweile privatisiert, nun „Eircom“ genannt
- Entwicklungsförderungsgesellschaft für die Gaeltacht Údarás na Gaeltachta („Behörde der Gaeltacht“) nur irisch gebraucht
- usw.
Außerdem müssen alle Gesetzestexte in einer irischsprachigen Fassung veröffentlicht werden, deren Wortlaut in Zweifelsfällen verbindlich ist. In der Praxis wird dies jedoch nicht immer so gehandhabt. Meist wird nur der englische Text für Entscheidungen hinzugezogen, zudem wird die irischsprachige Fassung bisweilen erst später veröffentlicht.
Im Vergleich zur Sprecherzahl gibt es eine recht rege irischsprachige Literatur. Es gibt verschiedene Literaturfestivals und Literaturpreise. In den meisten Buchläden sind irischsprachige Bücher zu finden, oft jedoch in kleinen, recht abgelegenen Ecken.
Letztlich wird vor allem in von Touristen frequentierten Läden eine Unmenge an Stickern, Aufnähern, Tassen und ähnlichen Souvenirs angeboten, auf denen oft auch Schriftzüge in irischer Sprache zu lesen sind. Dabei reicht die Palette etwa von Erin go bráth („Irland für immer“) bis Póg mo thóin („Leck (küss) mich am Arsch“). Diese oberflächliche Art der Identitätsbezeigung wird ebenso wie das zusammenhanglose Benennen und Beschriften von Läden, Konsumartikeln usw. auf Irisch als Token Irish bezeichnet.
- Radio-Streaming im Internet: [http://www.rte.ie/rnag/] > Eist/Listen live
Dialekte
Als Mutter- bzw. Erstsprache existiert das Irische nur in Form von Dialekten, nicht als Standardsprache. Es werden die Dialekte von Munster, Connacht und Ulster unterschieden. Diese können in zahlreiche, geographisch meist voneinander getrennte, Unterdialekte gegliedert werden. Eine solche Unterteilung könnte so aussehen:
Munster:
- An Rinn / Ring (Co. Waterford)
- Baile Bhuirne / Ballyvourney (Co. Cork) einzige existente Gaeltacht, die nicht am Meer liegt!
- Oileán Cléire / Clear Island (Co. Cork)
- Uíbh Rathaigh / Iveragh (Co. Kerry)
- Corca Dhuibhne / Dingle (Co. Kerry)
Connacht:
- Oileáin Árainn / Aran Islands (Co. Galway)
- Cois Fharraige / West Galway (Co. Galway)
- Iar-Chonamara (Ceantar na nOileán) / West Connemara (Co. Galway)
- Dúiche Sheoigheach / Joyce Country (Co. Galway)
- Túir Mhic Éadaigh / Tourmakeedy (Co. Mayo)
- Iorras / Erris (Co. Mayo)
- Oileán Acla / Achill Island (Co. Mayo)
Ulster:
- Tír Chonaill Dheas / South Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Mheán / Mid Donegal (Co. Donegal)
- Tír Chonaill Thuaidh / Nord Donegal (Co. Donegal)
Diese Einzeldialekte zerfallen dann weiter in noch kleinere Einheiten, vor allem in Donegal, wo die hier angegebenen irischsprachigen Bezeichnungen nicht unbedingt üblich sind, meist wird gleich der eigentliche Ort (z. B. Téilinn) oder die entsprechende Halbinsel oder Insel (z. B. Toraigh) genannt. Die meisten dieser Gaeltachtaí verfügen in absoluten Zahlen über nur wenige hundert Irischsprecher, auch relativ gesehen liegt ihr Anteil in vielen Orten unter 50 %.
Abgesehen von den oben angegebenen Gebieten gibt es seit den 1950er Jahren noch zwei winzig kleine Pockets in der Grafschaft Meath nordwestlich von Dublin (Rath Cairne und Baile Ghib), die vor allem Versuchszwecken dienten: Können sich Gaeltachtaí in der Nähe einer Stadt wie Dublin halten? Dazu wurden dort Irischsprecher aus Connemara angesiedelt und finanziell unterstützt, doch es kam weder zur Ausprägung eines eigenen Dialekts noch haben diese beiden winzigen Pockets gute Überlebenschancen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es weitere Gebiete mit größerer Anzahl von Irischsprechern, u. a. in den Gleannta na hAontroma/Glens of Antrim (Co. Antrim), Béal Feirste Thiar/West Belfast, Ard Mhacha Dheas/South Armagh, und Doire/Derry City (in Nordirland) sowie in der Grafschaft Clare.
Neben den Sprechern in der Gaeltacht beherrschen jedoch fast alle Iren zumindest etwas Irisch, da es Pflichtfach an den Schulen ist. Vor allem in den Städten Dublin, Cork und Galway gibt es größere Sprecherzahlen, meist Menschen aus den gebildeteren Schichten. Diese sprechen jedoch meist das auf staatliche Initiative hin erarbeitete und unterrichtete Standardirisch (An Caighdeán Oifigiúil, offiziell gültig seit 1948) oder den jeweils in einer Gaeltacht erlernten Dialekt. Nur das Belfaster Irisch konnte einen eigenen Dialekt entwickeln, der sich mit der Zeit wiederum auf das Donegal-Irische ausgewirkt hat.
Die einzelnen Dialekte unterscheiden sich sprachlich in vielerlei Hinsicht:
- Wortakzent
- in Munster und mit starken Einschränkungen in South Connemara gibt es nicht nur die übliche Anfangsbetonung
- sog. „schwere“ Silben (mit Langvokal oder -ach(t)-) werden i. A. bis zur 3. Silbe betont (salach („schmutzig“) /sƏ'lax/; bradán („Lachs“) /brƏ'da:n/; amadán („Trottel“) /ƏmƏ'da:n/)
- Lexik
- „ansehen“, „gucken“: Munster féach, Connemara breathnú, Donegal amharc
- „wann?“: Munster cathain?, Connemara cén t-am?, Donegal cá huair?
- Syntax
- „Ich bin Übersetzer“:
- Standard Is aistritheoir mé (Bin Übersetzer ich)
- Munster (meist) Aistritheoir is ea mé (Übersetzer ist es ich)
- Connemara (häufig) Tá mé i m'aistritheoir (Bin ich in meinem Übersetzer)
- Donegal (häufig) Aistritheoir atá ionam (Übersetzer ist in-mir)
- Morphologie
- allgemeine Tendenz: je weiter nach Süden, desto häufiger werden statt analytischer Verbformen synthetische gebraucht: „ich werde trinken“ – ólfaidh mé vs. ólfad; „sie aßen“ – d'ith siad vs. d'itheadar
- in Munster sind noch Reste des Dativs gebräuchlich (v. a. in Kerry regulär die Dativ-Plural-Endung -(a)ibh anderswo ist der Dativ nur in wenigen festen Redewendungen geblieben
- Phonologie und Phonetik
- unterschiedliche Aussprache einzelner Lautgruppen: z. B.
- Donegal, Mayo und Teile Connemaras Zusammenfall der Endungen -(e)amh und -(e)abh mit -(e)adh und -(e)agh als /-u/
- Süd-Connemara und Munster: -(e)amh und -(e)abh > /-Əv/; -(e)adh und -(e)agh > /-Ə/, teils /-Əg/
- Grad der Palatalisierung von Konsonanten:
- Donegal Realisierung oft durch Affrikaten (palatalisiertes /d´/ als Affrikate dsch)
- Kerry z. T. nur durch andere Artikulationsstelle (alveolar im Gegensatz zum dentalen nicht-palatalisierten /d/)
- Gebrauch von Gleitlauten
- sehr stark in Munster ausgeprägt; vor allem wohl durch schwierige akustische Unterscheidbarkeit palatalisierter und nicht-palatalisierter Konsonanten bedingt
- die aus dem Altirischen ererbten „gespannten“ Konsonanten /L/ und /N/ sowie deren palatalisierte Entsprechungen /L´/ und /N´/ werden im Süden meist durch Diphthongisierung des vorangehenden Vokals oder den Gebrauch des velaren Nasals (/ŋ/) ersetzt ceann („Kopf“):
- Donegal /k´aN/ (kurzer Vokal, gespanntes N)
- Connemara /k´a:N/ (langer Vokal, gespanntes N)
- West Cork (Munster) /k´aun/ (Diphthong, ungespanntes n)
- der Genitiv (cinn) entsprechend /k´iN´/, /k´i:N´/ bzw. /k´i:ŋ´/
Schrift
Das Irische wird heute mit lateinischen Buchstaben geschrieben (Cló Rómhánach). Früher wurde jedoch ein eigener, aus lateinischen Majuskeln abgeleiteter Schrifttyp verwendet (Cló Gaelach). Bis der ersten Mitte des 20. Jahrhunderts wurden irischsprachige Bücher und andere Schriftstücke häufig in diesem älteren Schriftsatz gedruckt. Heute wird dieser nur noch für dekorative Zwecke gebraucht wird. Weiteres unter Irische Schrift.
Noch wesentlich älter ist die so genannte Ogam-Schrift. Dies wurde etwa vom 3. bis 6. Jahrhundert n. Chr. eingesetzt, eine sichere absolute Datierung ist jedoch nicht möglich. Ogam ist ein an die verwendeten Schreibutensilien angepasster „Code“ des lateinischen Alphabets, in dem die Buchstaben durch Gruppen von 1–5 Kerben (Konsonanten) oder Punkten (Vokale) bezeichnet wurden. Die Ogam-Schrift ist nur auf Steinkanten erhalten, wahrscheinlich wurde jedoch auch auf Holz geschrieben.
Schreibung und Alphabet
In der irischen Orthographie werden fünf kurze Vokale (a, e, i, o, u) und fünf lange Vokale (á, é, í, ó, ú) geschrieben:
Vokal
Weiterhin werden 13 Konsonanten (b, c, d, f, g, h, l, m, n, p, r, s, t) verwendet; die restlichen im lateinischen Alphabet vorkommenden Konsonanten (j, k, q, v, w, x, y, z) treten nur in Fremd- und Lehnwörtern auf (z. B. jíp „Jeep“; jab „Job“; x-ghathú „Röntgen(aufnahme)“, von engl. x-ray)).
Lehnwörtern
Eine besondere Rolle nimmt der Buchstabe h ein, der einzeln nur in Fremd- oder Lehnwörtern (z. B. hata "Hut") vorkommt. Er dient weiterhin als Vorschlag vor Vokalen in bestimmten syntaktischen Umgebungen, z. B. álainn (Adjektiv „schön“) vs. go hálainn (Adverb „schön“). Darüber hinaus wird durch ein nachgestelltes h die sog. Lenition im Schriftbild gekennzeichnet (von lat. lenire = „lindern“, „weich machen“; also etwa „Aufweichung“). Die Lenition gehört zu den für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Im Cló Gaelach wurden diese lenierten (auch: lenisierten) Konsonanten durch einen Punkt über dem betreffenden Konsonanten gekennzeichnet:
Konsonant
Das irische Alphabet lautet: a, b, c, d, e, f, g, h, i, l, m, n, o, p, r, s, t, u.
Aussprache
Die Aussprache des Irischen stellt, ähnlich wie beim Schottisch-Gälischen, eine Wissenschaft für sich dar. Das erste Problem besteht darin, dass die Standardaussprache zum Teil erheblich von den Dialekten abweicht, Muttersprachler sich jedoch äußerst selten des Standards bedienen. Auch Sprecher in Rundfunk, Fernsehen usw. bedienen sich meist eines dialektal gefärbten Standards oder standardisierter Dialekte. Das zweite Problem besteht darin, dass die Dialekte selbst voneinander sehr stark abweichen und zudem viele Unregelmäßigkeiten aufweisen. Die Standardaussprache ist jedoch mit Hilfe sehr vieler Regeln gut zu erlernen, da es im Vergleich zum Englischen beispielsweise relativ wenige Ausnahmen gibt. Diese Regeln hier im einzelnen zu beschreiben, würde einen Extraartikel einnehmen.
Die oberste Regel besteht darin, dass die Aussprache eines Buchstaben oder einer Buchstabengruppe immer von den benachbarten Buchstaben abhängt. Lediglich die mit einem Längenzeichen (síneadh fada oder kurz fada) markierten Langvokale werden stets so ausgesprochen, wie sie geschrieben werden.
Grundsätzlich gibt es sämtliche Konsonanten (mit Ausnahme des „h“ in den meisten Dialekten) als Phonempaar, nämlich als palatale und als nicht-palatale Variante. Im Schriftbild sind diese unbedingt zu unterscheidenden Varianten leicht zu erkennen: Auf beiden Seiten palatalisierter Konsonanten(gruppen) stehen ausschließlich oder , bei nicht-palatalen Konsonanten(gruppen) , oder . Es gibt nur wenige Ausnahmen, deren Aussprache gelernt werden muss. Bei der Palatalisierung selbst wird die Zunge angehoben und deren vordere Teil an den Gaumen gelegt. Zudem werden häufig die Lippen gespreizt.
In der Orthographie des Irischen fällt das häufige Vorkommen das Buchstaben „h“ auf. Ein hinter Konsonanten stehendes h dient der Kennzeichnung der Lenition. Dabei handelt es sich um eine der für die inselkeltischen Sprachen typischen Anlautmutationen. Es sind sprachhistorisch bedingte phonologische Erscheinungen, die jedoch mit dem Endungswegfall im Altirischen (vor der Mitte des 7. Jahrhunderts) weitgehend grammatikalisiert wurden. Jeder lenierte Konsonant wird anders als sein unleniertes Pendant gesprochen. Die Mutationssysteme aller inselkeltischen Sprachen bilden jedoch logisch aufgebaute und in sich geschlossene Systeme.
In der Wortmitte tendieren lenierten Laute jedoch dazu, mit den umgebenden Vokalen zu Langvokalen oder Diphthongen zu verschmelzen. Dies gilt insbesondere für das Munster-Irische.
Konsonantengruppen wie , , , , , und weisen fast immer auf Nasalisierungen hin. Diese zählen ebenfalls zu den Anlautmutationen. In diesen Gruppen wird meist nur der erste Buchstabe gesprochen.
Die Aussprache kurzer Vokale lässt sich nur aus der lautlichen Umgebung bestimmen und ist kaum sinnvoll zusammenzufassen.
Grammatik
Das Irische ist eine stark flektierende Sprache, im Laufe seiner Entwicklung wurden jedoch viele synthetische Formen durch analytische Bildungen ersetzt.
- Satzstellung: Verb-Subjekt-Objekt (im Deutschen: Subjekt-Verb-Objekt in Hauptsätzen)
- Beispiel: Rinne mé an obair. (wörtl. „Machte ich die Arbeit.“ = „Ich machte die Arbeit.“). Dies ist ein Merkmal aller inselkeltischen Sprachen (des Bretonischen mit Einschränkung).
- Alle semantisch eigenständigen Satzglieder können durch Satzumbau jedoch nach vorne gestellt werden, um den Fokus des Satzes zu ändern.
- Beispiel: neutral Rinne mé an obair leis an athair inné. wörtl. „Machte ich die Arbeit mit dem Vater gestern.“ = „Ich machte gestern die Arbeit mit dem Vater.“
- Umstellungsmöglichkeiten:
- An obair a rinne mé leis an athair inné. („die Arbeit“ im Fokus)
- Mise a rinne an obair leis an athair inné. („ich“ im Fokus)
- (Is) leis an athair a rinne mé an obair inné. („mit dem Vater“ im Fokus)
- Inné a rinne mé an obair leis an athair. („gestern“ im Fokus).
- Direkte Pronominalobjekte stehen gewöhnlich am Satzende.
- Beispiel: Chonaic mé an fear ar an tsráid. wörtl.: „Sah ich den Mann auf der Straße.“ = „Ich sah den Mann auf der Straße.“
- dagegen: Chonaic mé ar an tsráid é. wörtl.: „Sah ich auf der Straße ihn.“ = „Ich sah ihn auf der Straße.“
- Anlautmutationen: Lenition und Nasalisierung (oder Eklipse) waren ursprünglich (vor dem Altirischen) rein phonologische Erscheinungen, die erst mit dem Wegfall der Endungen im archaischen Irisch (vor ca. 600 n. Chr.) grammatisch relevante Bedeutung annahmen. Heute dienen sie der Kennzeichnung von so unterschiedlichen Funktionen wie Besitz (Possessivpronomina), Unterscheidung Präteritum/Imperativ, Markierung von Präpositionalobjekten, Markierung des grammatischen Geschlechts, Markierung von direkten und indirekten Nebensätzen usw.
- Beispiel: capall /'kapƏl/ „Pferd“ wird zu mo chapall /mƏ 'xapƏl/ „mein Pferd“ (Lenition) oder zu ár gcapall /ar 'gapƏl/ „unser Pferd“ (Eklipse)
- Verbformen: Es gibt fünf Zeitformen: Präsens, Präteritum (einfache Vergangenheit), Imperfekt (wiederholte Vergangenheit), Futur und Konditional.
- Das Konditional besitzt zwar einen stark modalen Aspekt, wird jedoch innerhalb der Paradigmen der Zeitformen gebildet und daher zu diesen gerechnet. Weiterhin gibt es den Konjunktiv, den Imperativ, Partizipien sowie Verbalnomen (etwa vergleichbar mit den deutschen substantivierten Verben, jedoch in der Grammatik weitaus wichtiger als diese und mit stärker substantivischen Eigenschaften). Es gibt keinen Infinitiv.
- Beispiele für die Verbalflexion (Standardformen). Der unterschiedliche Gebrauch analytischer und synthetischer Verbformen in den Paradigmen ist gut zu erkennen:
Verb der Klasse 1 (einsilbiger Stamm) mit palatalem Auslaut: bris, „brechen“
Verb der Klasse 2 (mehrsilbiger Stamm) mit nicht-palatalem Auslaut: ceannaigh, „kaufen“
- Präpositionen: Viele einfache Präpositionen verschmelzen mit Personalpronomen zu sog. konjugierten Präpositionen. Die Bedeutung der konjugierten Präpostion ändert sich dann entsprechend: ar („auf“) zu „auf mir“, „auf dir“, „auf ihm“ oder „darauf“, „auf ihr“ usw.
- Substantive: Es gibt zwei grammatische Geschlechter, feminin und maskulin. Der Artikel lautet für beide an (Plural: na). Es werden jedoch nur feminine Substantive nach dem Artikel leniert.
- Die Nominalflexion ist seit längerem in der Auflösung begriffen. Während der Genitiv und der Vokativ noch recht lebendig sind, ist der Dativ fast vollständig verschwunden, der Akkusativ unterscheidet sich nur an einer einzigen Stelle vom Nominativ (und auch dies nicht bei allen Sprechern).
Literatur und Lehrbücher
- Thomas F. Caldas, Clemens Schleicher: Wörterbuch Irisch-Deutsch, Helmut Buske Verlag 1999, ISBN 3-87548-124-0
- Lars Kabel: Kauderwelsch, Irisch-Gälisch Wort für Wort, Reise Know-How Verlag 2002, ISBN 3-89416-281-3 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Mícheál Ó Siadhail: Lehrbuch der irischen Sprache, Helmut Buske Verlag 2004, ISBN 3-87548-348-0 (zu diesem Werk ist eine Aussprache-CD erhältlich)
- Martin Rockel: Grundzüge einer Geschichte der irischen Sprache, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, ISBN 3-70011-530-X
Siehe auch
- Irische Familien
- Irischsprachige Literatur
- Irische Schrift
- Anlautmutationen
Weblinks
- [http://www.irelandman.de/go-irischkurs.htm Cúrsa Gaeilge: deutschsprachige Irisch-Kurs-Ausarbeitung]
- [http://www.braesicke.de/gram.htm Gramadach na Gaeilge = die irische Grammatik]
- [http://www.irishgaelictranslator.com Forum und Links zur irischen Sprache]
- [http://www.contemporarypoetry.com/brain/lang Ein englischsprachiger Kurs]
- [http://www.sprache-und-kultur.com/Irish/ Informationen zum Erlernen des Irischen]
Kategorie:Einzelsprache
ja:アイルランド語
simple:Irish
Nordirland
Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus dem größten Teil der historischen irischen Provinz Ulster im Norden Irlands.
Im Verhältnis zur Republik Irland ist Nordirland dichter bevölkert und hat mehr Industrie.
Geografie
Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist - wie überall auf den Britischen Inseln - ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst.
Nordirland hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 130 km. Von Osten nach Westen sind es 180 km. Die Länge der nordirischen Küste ist etwa 500 km. Die Insel Rathlin im Nordosten gehört zu Nordirland.
Es gibt drei Höhenzüge: im Nordwesten die Sperrin Mountains, im Nordosten das Antrim Plateau, im Südosten die Mourne Mountains (852 m).
Wichtige Städte:
- Armagh
- Ballycastle, Ballyclare, Banbridge, Bangor, Belfast, Bushmills
- Carnmoney, Carrickfergus, Coleraine, Comber, Cookstown, Craigavon
- Derry, Donaghadee, Downpatrick,Dromore, County Down, Dundonald, Dungannon, Dungiven
- Enniskillen
- Glengormley
- Hillsborough
- Larne, Limavady, Lisburn, Lurgan
- Magherafelt
- Newcastle, Newry, Newtownards, Newtownstewart
- Omagh
- Portrush, Portstewart, Portaferry
- Strabane
- Warrenpoint
Wirtschaft
Nordirland war - wie die Republik Irland - von Auswanderung geprägt.
Größere Investitionen wurden aufgrund der ethnischen Spaltung und der politischen Unsicherheit kaum getätigt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewegte sich 1991 auf 81 % des Durchschnitts im Vereinigten Königreich; die Arbeitslosigkeit war hoch.
Seit 1997 wird mehr investiert und die Wirtschaft wächst stärker. Seit 1999 erlebt das Land einen Anstieg beim Tourismus.
Verwaltung
1972 wurde das Nordirlandministerium (engl. Northern Ireland Office, Abk. NIO) in London geschaffen, das von einem Minister (engl. Secretary of State) geleitet wird. Heute (2005) ist dies Peter Hain. Das Ministerium ist verantwortlich für die Bereiche Justiz und Gefängniswesen (engl. criminal justice und prisons), Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer von politisch motivierten Verbrechen (engl. victims) sowie - seit dem 14. Oktober 2002, an dem die Regionalregierung direkt der Zentralregierung unterstellt wurde - die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland.
Wie auch in Wales und Schottland setzt die Regierug von Tony Blair ihre Politik der Dezentralisierung (engl. devolution) auch in Nordirland um und hat eine Regionalverwaltung geschaffen.
In Nordirland gibt es das Büro der Exekutive (engl. Office of the Minister and the Deputy Minister) sowie zehn Regional-Ministerien (engl. departments), nämlich für Landwirtschaft (engl. agriculture), für Kultur (engl. culture, arts and leisure), das Kultusministerium (engl. education), das Ministerium für Umweltschutz (engl. environment), für Finanzen (engl. finances and personnel), für Gesundheit (engl. health), für Wirtschaft (engl. enterprise, trade and investing), für Fortbildung (engl. employment and learning), für Regionalentwicklung (engl. regional development) sowie für Soziales (engl. social development). Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass die Ministerien der Republik Irland ein Gegenüber nicht in London, sondern in Belfast haben und das allmähliche Zusammenwachsen Irlands so gefördert wird.
Bis 1972 war Nordirland in sechs Bezirke (engl. counties) gegliedert (durchschnittliche Einwohnerzahl: 260.000). Diese waren Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Londonderry und Tyrone. Seitdem gibt es 26 Landkreise (engl. districts) mit durchschnittlich 60.000 Einwohnern.
Geschichte
Landkreis
Siehe Hauptartikel: Geschichte Nordirlands, Nordirlandkonflikt
Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1926 statt.
In der Folge wurde der katholische Bevölkerungsteil bei Jobs und Wohnungen benachteiligt. Die Gesellschaft teilte sich in meist katholische Republikaner oder Nationalisten (Ziel: Vereinigung mit der Republik Irland) und meist protestantische Unionisten oder Loyalisten (Ziel: Verbleiben unter britischer Regierung).
Politik
Die politischen Parteien spiegeln bis heute die ethnische Spaltung der Provinz wider; Democratic Unionist Party (DUP) und UUP (gemäßigt) treten für die protestantisch-pro-britisch-unionistische Seite an, Sinn Féin (SF) und SDLP (gemäßigt) für die katholisch-pro-irisch-nationalistische Seite. Die Alliance Party ist eine überkonfessionelle Partei.
Die Wahlen vom 26. November 2003 ergaben folgende Ergebnisse (in Prozent): DUP 26,1, UUP 23,0, Sinn Fein (SF) 24,0, SDLP 17,8.
Kirche
Anglikanische Kirche: Anders als in England besteht seit 1871 keine Staatskirche. Etwa 260.000 Menschen (13 % der Bevölkerung) rechnen sich zur anglikanischen Gemeinschaft, deren Erzbischof (Robert Eames) in Armagh residiert und auch für die etwa 70.000 Mitglieder in der Republik Irland zuständig ist.
Katholiken: Etwa 40 % der Nordiren bezeichnen sich als römisch-katholisch. Der Sitz des Primas von Irland (Sean Brady) befindet sich ebenfalls in Armagh. Auch der katholische Primas ist eine gesamtirische Institution.
Die größte protestantische Gemeinschaft bilden die Presbyterianer (u.a. Ian Paisley) mit etwa 20 %.
Daneben gibt es 3 % Methodisten.
Polizei
Die frühere Royal Ulster Constabulary (RUC) heißt seit 1999 Police Service of Northern Ireland (PSNI). Während sie bis 1998 fast ausschließlich aus unionistisch-protestantischen Beamten bestand, wurde sie 1999 um die Hälfte auf etwa 7000 Beamte verkleinert und soll bei Neueinstellungen zur Hälfte irisch-katholische Bewerber einstellen, um den sozialen Frieden gewährleisten zu können.
Tourismus
Police Service of Northern Ireland
Nordirland ist ein sicheres Reiseland; die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland sind zum Großteil entfallen.
Sehenswertes Naturdenkmal ist der Giant's Causeway (dt. Damm des Riesen), rund 40.000 Basaltsäulen am Meer, geschützt durch den National Trust, etwa 20 km westlich von Ballycastle an der Nordküste von Antrim. Weitere sehenswerte Gegenden und Landschaften sind:
- Die Berge von Mourne (engl. the Mountains of Mourne)
- Lough Neagh, größter See der Britischen Inseln
- Lough Erne
- Strangford Lough
- Carlingford Lough
- Die Antrim-Täler (engl. the Glens of Antrim)
- Das Seenland von Fermanagh (engl. the Fermanagh Lakeland)
- Die Sperrin-Berge (engl. the Sperrin Mountains)
- Die Nationalparks (engl. the National parks of Northern Ireland)
Wie auch in der Republik Irland gehört Golf, Angeln, Wandern und Bootstourismus zu den möglichen Urlaubsaktivitäten; es gibt Bootstouren, die die Republik Irland und Nordirland verbinden.
Kulturelle Ereignisse konzentrieren sich in Belfast und Derry.
Der Tourismus trägt mit 1,5 Mio. Besuchern (2002) zu 2 % zum nordirischen BSP bei; die große Mehrheit der Besucher kommt aus der Republik Irland sowie aus den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreiches. Etwa 100.000 Besucher kommen je aus den USA und der EU.
Verkehr
Flüge: Nordirland hat drei internationale Flughäfen, zwei bei Belfast, einen bei Derry. Direktflüge von Deutschland bietet im Sommer 2005 nur EasyJet ab Berlin-Schönefeld an.
Auto: Der Motorway M1 verbindet Belfast mit Dungannon, der Motorway M2 führt von Belfast nach Antrim, der Motorway M3 von Belfast nach Ballymacarrett.
Eisenbahn: Nordirland hat ein relativ dünnes Bahnnetz von 340 km. Translink nutzt ausschließlich Züge mit Dieselantrieb und verbindet Belfast mit:
- Londonderry (via Ballymena und Coleraine) nach Norden,
- Larne nach Nordosten,
- Dublin (via Portadown) nach Süden
- Bangor nach Osten
Literatur
Es gibt bislang (November 2004) keinen deutschsprachigen Reiseführer nur für Nordirland; Nordirland bildet daher jeweils ein Kapitel in Reiseführern über Irland oder das Vereinigte Königreich.
- Friedhelm Rathjen, Singenden Fahrradreifen in Ulster. Eine irische Grenzerfahrung, Scheeßel (Edition ReJoyce) 2004, ISBN 3000135510
- Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.), Nordirland. Geschichte, Landschaft, Kultur, Touren, Göttingen (Vg. Die Werkstatt) 1996, ISBN 3895331775
Weblinks
- [http://www.britischebotschaft.de/de/embassy/political/northern-ireland.htm Informationen der Britischen Botschaft in Berlin (dt.)]
- [http://www.irland-ferien.de Irisches Fremdenverkehrsamt mit Infos auch zu Nordirland (dt.)]
- [http://www.discovernorthernireland.com/ Fremdenverkehrsamt (engl.)]
- [http://www.onlineni.net Nordirland Online (engl.)]
- [http://www.northernireland.gov.uk/ Verwaltung (engl.) mit Links zu den Regional-Ministerien]
- [http://www.nio.gov.uk Das Nordirlandministerium in London (engl.)]
- [http://www.ofmdfmni.gov.uk Das Büro des Ersten Ministers in Belfast (engl.)]
- [http://www.ntni.org.uk/ National Trust mit Infos zum kulturellen Erbe (engl.)]
- [http://www.translink.co.uk Eisenbahngesellschaft Translink (engl.)]
- [http://www.ireland.anglican.org Anglikanische Kirche in Irland]
- [http://www.catholiccommunications.ie Die Irische Katholische Bischofskonferenz (Republik Irland und Nordirland)]
ja:北アイルランド
ko:북아일랜드
simple:Northern Ireland
Belfast
Belfast ist die Hauptstadt von Nordirland und die zweitgrößte Stadt Irlands nach Dublin.
Belfast hat 277.000 Einwohner (2003) und liegt an der Mündung des Flusses Lagan in die Bucht von Belfast (engl. Belfast Lough).
Es ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Bischofs, Universitätsstadt und besitzt einen Seehafen. Belfast ist Sitz von Regierung und Parlament von Nordirland (beide seit 2002 suspendiert). Die Randviertel Belfasts waren v. a. in den 1970er Jahren Schauplatz des Nordirlandkonfliktes.
Bedeutung des Namens Belfast
Der Name Belfast leitet sich vom irischen Béal Feirste (; "Mündung des Farset") her. Dieser Fluss ist heute nicht mehr sichtbar und verläuft unterhalb der Bridge Street.
Sehenswürdigkeiten
Fluss
Fluss
Fluss
Am zentralen Donegall-Square befinden sich das Rathaus (engl. City Hall, 1903, im Rahmen von Führungen zu besichtigen) und die Linen Hall Library, eine öffentliche Bibliothek, gegründet 1788. Hier findet der Interessierte alles zum bewaffneten Kampf der IRA und zum Friedensprozess.
Aufgrund vieler Bombenanschläge der vergangenen Jahre ist fast die gesamte Innenstadt autofrei, was die Belfaster und ihre Gäste heute zu schätzen wissen.
In der Innenstadt befindet sich das Theater (engl. Grand Opera House), erbaut 1894 durch Frank Matcham. Gegenüber liegt die bekannteste Pub, der Crown Liquor Saloon, welcher auch der älteste Pub Nordirlands ist. An der Donegall Street, einen kurzen Fußmarsch von der City Hall entfernt liegt die Kathedrale St. Anne der anglikanischen Church of Ireland.
Das Schloss auf dem Cave Hill (engl. Belfast Castle) geht auf eine Normannenburg des 12. Jahrhunderts zurück.
Die Queen's University mit Gebäuden aus der Tudor-Zeit hat einen besonders schönen Botanischen Garten.
Das Ulster-Museum (1890) bietet spektakuläre Funde des 1588 gesunkenen Schiffs "Girona", das zur spanischen Armada gehörte.
Auf den Spuren der vergangenen Unruhen kann sich der Besucher zur Peace Line begeben: In West Belfast (westlich der Schnellstraße "West Link") trennt diese Mauer die Gebiete der Falls Road (Wohngebiet katholischer Nordiren) von der Shankill Road (Protestanten).
Etwa 5 km östlich der Innenstadt, in East Belfast, befindet sich das Gelände von Stormont Castle mit Sitz der (derzeit suspendierten) Regierung von Nordirland.
Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Flussufer neu gestaltet: Hotels und das Konferenzzentrum Waterfront Hall sind dort entstanden.
Auf der östlichen Seite des Lagan befindet sich das Odyssey Center mit großem Saal für Eishockey und Konzerte, einem IMAX-Kino und einem großen interaktiven Museum, W5 genannt.
Geschichte
1177 entstand eine normannische Burg. Die Ansiedlung schottischer Presbyterianer wurde durch die Krone gefördert.
1603 wird Belfast gegründet. Im 17. Jahrhundert bauen aus Frankreich geflohene Hugenotten die Leinen-Industrie auf.
Im 18. Jh. Erweiterung des Hafens. 1912 läuft im Hafen die Titanic zu ihrer ersten Fahrt aus. Im April und Mai 1941 starke Schäden in Hafen und Stadt durch Bombardements der deutschen Luftwaffe. 1969 beginnen die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, beendet 1998 durch das so genannte Karfreitagsabkommen.
Wirtschaft
Seit Ende des 17.Jahrhunderts wuchs Belfast vor allem durch die Leinenindustrie zum einem bedeutenden industriellen Standort heran.
Erst mit der Erweiterung des Hafens Ende des 18. Jahrhunderts gewann auch der Schiffbau an größerer Bedeutung. Die Stadt verfügt über das größte Trockendock der Welt der Werft Harland and Wolff. Die Titanic wurde hier gebaut.
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Harland & Wolff Werft, befinden sich in East Belfast die ausgedehnten Werkshallen des 1909 gegründeten Flugzeugherstellers Short, der sich zunächst für die Herstellung des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Flugbootes S.25 Sunderland einen Namen machte. Ab den sechziger Jahren spezialisierte man sich auf den Bau von zivilen und militärischen Transportmaschinen und schrieb mit der Herstellung der "Short Belfast", dem drittgrößten von Propellerturbinen angetriebenen Transportflugzeug der Welt, Luftfahrtgeschichte. 1989 wurde das Werk für 30 Millionen Pfund Sterling an die Firma Bombardier verkauft.
Im Jahre 1979 errichtete die De Lorean Motor Company (DMC), das Unternehmen des amerikanischen Sportwagenbauers John De Lorean, eine Fabrik im Belfaster Vorort Dunmurry. Hier wurde bis 1983 der legendäre De Lorean DMC-12 produziert, welcher durch die Film-Trilogie Zurück in die Zukunft Kultstatus erlangte.
Sport
Belfast hat einen der bekanntesten Eishockey-Club des Vereinigten Königreichs, die Belfast Giants, der in der 8.700 Besucher fassenden Odyssey Arena beheimatet ist.
Des Weiteren erfreuen sich die traditionellen irischen Sportarten Gaelic Football und Hurling besonders im katholisch-irischen Bevölkerungsteil hoher Beliebtheit. Die Spiele der Auswahl der Grafschaft Antrim in der jeweiligen Sportart werden im Roger Casement-Park ausgetragen, ein 21.000 Zuschauer fassendes Stadion im Belfaster Stadtteil Andersonstown.
In der Irish Premier League, der höchsten Fußball-Spielklasse in Nordirland, sind derzeit drei Belfaster Mannschaften vertreten. Neben dem 1879 gegründeten Cliftonville FC, des ältesten Fußballvereins in Irland, sind dies auch die als "Big Two" bekannten Glentoran FC und Linfield FC. Der fast 60 Jahre ununterbrochen in der Irish Premier League vertretene Nord-Belfaster Klub Crusaders FC musste am Ende der Saison 2004/05 als zweiter Absteiger den Gang in die Irish First Division antreten.
Internationale Begegnungen der Auswahl des nord-irischen Fußballverbands IFA (Irish Football Association) finden in aller Regel im rund 20.000 Besucher fassenden Windsor Park in South Belfast statt, der gleichzeitig auch dem Linfield FC als Heimkulisse dient.
Die Spiele des Ulster Rugby Clubs, welcher als Unterverband in der Irish Rugby Football Union (IRFU) die Provinz Ulster repräsentiert, finden im Belfaster Ravenhill Stadion statt, welches welcher ein Fassungsvermögen von 12.500 Zuschauern besitzt. Der bisher größte Erfolg gelang Ulster Rugby im Januar 1999 mit dem Gewinn des Rugby-Europacups.
Verkehr
Die Stadt verfügt über zwei Flughäfen, den 3 km östlich gelegenen - kleineren - Belfast City Airport (IATA-Kürzel BHD) und den ca. 25 km westlich am Lough Neagh gelegenen Belfast International Airport (Kürzel BFS). Von Deutschland aus ist Belfast mit dem Flugzeug über den Flughafen Berlin-Schönefeld erreichbar, allerdings bestehen auch Umsteigeverbindungen über Amsterdam oder über London.
Eisenbahnverbindungen bestehen von Derry (Londonderry) und von Larne (Fährhafen mit Großbritannien) aus. Von der Republik Irland aus ist Belfast mit einer schnellen InterCity-Verbindung von Dublin aus zu erreichen (alle zwei Stunden, Fahrtzeit etwa zwei Stunden).
Der Belfaster Stadtverkehr wird von Citybus bedient, neuerdings unter der Bezeichnung Metro. Im überregionalen Busverkehr erreicht man vom Europa Bus Centre Busbahnhof an der Great Victoria Street aus (hier auch Eisenbahnanschluß) mit Ulsterbus fast alle Ziele in Nordirland. Alle größeren Orte Nordirlands, u.a. Coleraine, Derry, Omagh, Enniskillen, Armagh, Portadown und Newry, werden mit dem Goldline Express Service im Taktverkehr bedient. Über die Schnellbusverbindung nach Dublin (etwa alle zwei Stunden, Fahrtzeit drei Stunden) ist Belfast auch an das von Bus Eireann betriebene Fernbusnetz in der Republik Irland angeschlossen.
Fährverbindungen bestehen vom Belfaster Fährhafen (Belfast Ferry Port) aus nach Liverpool (Norse Merchant) und Stranraer (Stena Line) sowie mit der Schnellfähre Seacat auch nach Troon in Schottland. Im Sommer bedient die Isle of Man Steam Packet Company darüber hinaus noch die Route nach Douglas auf der Insel Man.
Söhne und Töchter der Stadt
- Gerry Adams, nordirischer Politiker
- Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker
- Jocelyn Bell Burnell, britische Radioastronomin
- John Stewart Bell, irischer Physiker
- George Best, nordirischer Fußballspieler
- Kenneth Branagh, britischer Schauspieler und Regisseur
- Shane Brolly, irischer Schauspieler
- William John Conway, Erzbischof von Armagh und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Mairead Corrigan, Friedensnobelpreisträgerin 1976, Aktivistin der Nordirischen Friedensbewegung
- James Galway, klassischer Flötist
- Chaim Herzog, Präsident Israels
- Alex Higgins, Snookerspieler
- Clive Staples Lewis, britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- Louis MacNeice, nordirischer Dichter
- Mary McAleese, irische Politikerin
- Arlene McCarthy, Abgeordnete im Europäischen Parlament
- Alister McGrath, Professor für historische Theologie in Oxford
- James Moody (Komponist), irischer Komponist
- Brian Moore, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Gary Moore, Bluesmusiker
- Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller und einer der prägenden Intellektuellen der republikanischen Bewegung
- Astral Weeks, irischer Rocksänger und Songschreiber
- Van Morrison, irischer Rocksänger und Songschreiber
- William Mulholland, irischer Ingenieur
- Patricia Quinn, nordirische Schauspielerin und Sängerin
- Osborne Reynolds, britischer Physiker
- Bobby Sands, nordirischer Widerstandskämpfer, Hungerstreikender und Abgeordneter im britischen Unterhaus
- Elizabeth Shaw, irische Künstlerin
- William Thomson, 1. Baron Kelvin, britischer Physiker
- John Watson (Rennfahrer), Autorennfahrer
- Betty Williams, Friedensnobelpreisträgerin und Friedensaktivistin
Weblinks
- [http://www.belfastcity.gov.uk/ Stadtverwaltung]
- [http://www.gotobelfast.com/ Fremdenverkehrsamt]
- [http://www.belfastcastle.co.uk/ Belfast Castle]
- [http://www.nics.gov.uk/castle/castle.htm Stormont Castle]
Kategorie:Unitary Authority (Nordirland)
Kategorie:Ort in Nordirland
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:ベルファスト
ko:밸파스트
simple:Belfast
Dublin
Dublin ist die Hauptstadt und größte Stadt der Republik Irland. Der irische Name ist Baile Átha Cliath oder , "Ort (an) der Furt (an) der Schilfhürde", wobei Baile für "Ort" oder "Dorf" steht und Áth Cliath (Gen.) für "Furt an der Schilfhürde". Veraltet ist Dubhlinn , "Schwarzer Tümpel" oder "Schwarzer Sumpf".
Geographie
Gen.
Dublin liegt an der Ostküste der Insel Irland und der Mündung des Flusses Liffey. Dublin liegt durchschnittlich 20 Meter über NN.
Bevölkerung
In den Stadtgrenzen leben offiziell 500.000 Einwohner. Im Grossraum Dublin, der auch die Vororte und Satellitenstädte umfasst, leben ca. 1,1 Millionen Menschen (CSO Census 2002). Dies entspricht rund einem Viertel der Bevölkerung des Landes.
Stadtgebiet
Die Liffey teilt Dublin in den ärmeren Nordteil (Northside) und den eher wohlhabenden Süden (Southside).
Bedeutung und Institutionen
Dublin ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Erzbischofs. In Dublin befinden sich neben den Universitäten (Trinity College, Dublin City University, National University of Ireland) verschiedene andere wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen.
Außerdem finden sich hier das Parlament, der Sitz der Regierung und auch der oberste Gerichtshof.
Kulturell hat sich Dublin in den letzten Jahren aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs sehr stark weiterentwickelt. Neben dem (bei Touristen) wohlbekannten Viertel Temple Bar mit vielen Nachtclubs haben sich auch in der restlichen Innenstadt (besonders entlang des Liffey) neue und angesagte Bars, Nachtclubs und Restaurants etabliert.
Mit dem Bau des "International Financial Services Centre" wurden in den letzten Jahren zunehmend internationale Finanzdienstleister angelockt.
Geschichte
Hauptartikel: siehe Geschichte Dublins
Geschichte Dublins
Die Geschichte Dublins ist eng mit der Geschichte Irlands im Allgemeinen verknüpft, da die Stadt seit dem 12. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel ist.
Die erste bekannte Erwähnung findet Dublin in den Schriften des Ptolemäus aus dem Jahr 140 n.Chr. unter dem Namen Eblana. Ursprünglich bestand die Stadt aus einem keltischen Fischerdorf mit dem Namen "Áth Cliath", was soviel wie Hürden-Furt bedeutet. 832 gründeten Wikinger daneben ein eigenes Dorf, das sie "Dubh Linn" nannten.
1170 wurde die Siedlung anglonormannisch und erhielt 1172 Stadtrechte. Nach der normannischen Invasion Irlands wurde Dublin Hauptstadt und löste damit den Hill of Tara ab. In diese Zeit fällt auch der Baubeginn des Dublin Castle. Während der Periode der Lordship of Ireland (1171-1541) etablierte sich Dublin als Hauptstadt Irlands.
1541-1800 Kingdom of Ireland
Im 17. Jahrhundert expandierte die Stadt rapide.
1801 wurde Irland ein Teil des United Kingdom und Dublin war Hauptsitz der britischen Verwaltung in Irland.
1916 kam es in Dublin zu einem Aufstand gegen die Briten (Osteraufstand). Es folgte der Irische Unabhängigkeitskrieg und darauf der Irische Bürgerkrieg, der in Dublin große Schäden anrichtete. Viele der wichtigsten Gebäude wurden zerstört.
1922 wurde Irland unabhängig und Dublin zur Hauptstadt der Republik Irland.
Seit den 1970er Jahren begann die Stadt sich wieder zu entwickeln und hat seitdem enorme Veränderungen erlebt. 1988 feierte Dublin offiziell ihr "1000 Jähriges Jubiläum".
Name der Stadt
Der Name Dublin ist die englische Form von Dubh Linn (irisch für "Schwarzer Tümpel"). In der alten irischen Schrift wurde die heutige Kombination 'bh' als 'b' mit einem Punkt über dem eigentlichen Buchstaben geschrieben, was den Wegfall des 'h' erklärt. Die normannisches Französisch sprechenden Engländer, die das irischsprachige Irland ab 1169 erreichten, kannten die Bedeutung des Punktes über dem 'b' für die Phonetik nicht, weshalb sie ihn schlicht wegfallen ließen und den Namen der Stadt Dublin schrieben.
Mittlerweile lautet der moderne irische Name der Stadt Baile Átha Cliath (irisch für Stadt der Furt an der Schilfhürde), der sich auf eine im Jahre 988 von König Mael Sechnaill II. gegründete Siedlung an dem besagten schwarzen Tümpel bezieht, die eigentlich an die Stadt Dubh Linn angrenzte.
Wirtschaft
Verkehr
Phonetik
Über den Hafen von Dublin bestehen Fährverbindungen nach Liverpool und Holyhead. Dublin besitzt zudem den internationalen Flughafen in Collinstown. Dublin hat ein S-Bahn-System (DART), seit dem 5. Juli 2004 wird nach 44 Jahren mit Luas auch wieder eine Straßenbahn in der Stadt betrieben. Außerdem gibt es den Dublin Bus (irisch Bus Átha Cliath) der durch fast ganz Dublin fährt. Die Reisegesellschaft Bus Éireann fährt durch die ganze Insel (Republik Irland und Nordirland).
Kultur
Architektur
Nordirland
- Georgianische Architektur / Georgianisches Dublin
- Half Penny Bridge
- Customs House
- Four Courts
- Bank of Ireland
- Cityhall
- The Spire
- Irische Nationalbibliothek
Kirchen
Irische Nationalbibliothek
Irische Nationalbibliothek
- Saint Patrick's Cathedral (anglik.)
- Christ Church Cathedral (anglik.)
Theater und Musik
- Abbey Theatre
- National Concert Hall
Museen und Ausstellungen
- National Museum
- National Gallery
- Irish Museum of Modern Art
- Hugh Lane Gallery,
- Book of Kells in der Bibliothek des Trinity College
- National Wax Museum (Wachsfigurenkabinett)
- Number 29 (Ein Haus, an dessen Beispiel die Energiewerke von Dublin das Leben vor ca. 200 Jahren zeigen)
- Guinness Store House
Parks und Grünanalagen
- Botanischer Garten
- St. Stephen's Green, die angrenzende Grafton Street ist die bekannteste Einkaufsstraße der Stadt
- Archbishop Ryan Park
- Ivaegh Gardens
- Blessington Street Basin
- Phoenix Park mit offiziellem Sitz der Präsidentin
Berühmte Dubliner
weitere Söhne und Töchter der Stadt siehe Liste der Söhne und Töchter von Dublin
Schriftsteller
- Samuel Beckett - Dichter, Schriftsteller
- Brendan Behan - Dichter, Schriftsteller und Bühnenautor
- Austin Clarke - Dichter, Schriftsteller
- Roddy Doyle - Schriftsteller
- Oliver Goldsmith - Schriftsteller
- James Joyce - Autor, Dichter
- Sean O'Casey - Schriftsteller und Bühnenautor
- George Bernard Shaw - Bühnenautor
- Bram Stoker - Romanautor
- John Millington Synge - Bühnenautor
- Jonathan Swift - Schriftsteller, Satiriker
- Oscar Wilde - Autor, Poet und Bühnenautor
- William Butler Yeats - Dichter und Bühnenautor
Philosophen
- George Berkeley - empirischer Philosoph
Komponisten und Musiker
- Bono - Sänger von U2
- Christy Moore - Singer/Songwriter (bei Dublin geboren und aufgewachsen)
- Bob Geldof - Sänger der Boomtown Rats und Live Aid-Organisator
- Dónal Lunny - Musiker
- John Field - Pianist, Komponist, Autor der ersten Nocturne
- Sinéad O'Connor - Sängerin
- The Dubliners - bekannte Folkgruppe
- Alison Browner - Mezzosopranistin
- Elvis Costello - Musiker
- Enya - Sängerin
- Ronan Keating - irischer Sänger
- Phil Lynott - Sänger und Bassist bei Thin Lizzy, in Dublin geboren, 1986 gestorben
Schauspieler
- Pierce Brosnan
- Gabriel Byrne
- Colin Farrell
- Geraldine Fitzgerald
Politiker
- Bertie Ahern - amtierender Taoiseach.
- Edmund Burke
Siehe auch
- Portal Irland
Weblinks
- [http://www.dublinbus.ie/home/ Homepage des Bus Átha Cliath] (englisch)
- [http://www.dublincity.ie Offizielle Seite der Stadtverwaltung] (englisch)
- [http://www.visitdublin.ie Offizielle Tourismusportal der Stadt] (englisch)
- [http://www.dublintourist.com Tourismusportal der Stadt] (englisch)
- [http://www.ireland.com/weather/cam.htm Webcam mit Blick auf die O'Connel Bridge in Dublin] (englisch)
- [http://www.cso.ie/statistics/Population.htm Statistische Daten des Central Statistic Office zu Irland und Dublin] (englisch)
- [http://www.dublin.ie/index.asp?locID=220&docID=-1 Statistische Daten der Stadtverwaltung von Dublin] (englisch)
- [http://www.irland-reise.org/ Webseite über Dublin und Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers]
- [http://wikitravel.org/de/Dublin Reiseinformationen zu Dublin] auf Wikitravel
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Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Ort in Irland
Kategorie:Ort mit Seehafen
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Kategorie:Ort in NordirlandKategorie:Ort in Großbritannien
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The c
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Fujisawa (藤沢市 Fujisawa-shi) is a city located in Kanagawa, Japan.
As of 2003, the city has an estimated population of 389,306 and the density of 5,600.72 persons per km². The total area is 69.51 km².
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