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Band II

Band II

Band II (auch: VHF-Band II) ist die Bezeichnung für den Frequenzbereich zwischen 87,5 MHz und 108,0 MHz. In diesem wird üblicherweise frequenzmodulierter UKW-Tonrundfunk sowohl mittels terrestrischer Sendernetze als auch in Kabelnetzen verbreitet. Kategorie:Technik

Frequenz

Mit Frequenz von lat.: frequentia, "Häufigkeit", Formelzeichen f oder manchmal auch der griechische Buchstabe \nu, bezeichnet man allgemein die Anzahl von Ereignissen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Im Speziellen sind mit diesen Ereignissen Perioden gemeint, somit ist die Frequenz der Kehrwert der Periode. Neben einer Ereignishäufigkeit pro Zeitintervall kann Frequenz auch eine Ereignishäufigkeit in einem bestimmten Gebiet bezeichnen, siehe dazu Ortsfrequenz. Die Einheit der Frequenz in Hertz, kurz: Hz ist abgeleitet von der SI-Basiseinheit Sekunde (s): : 1\mathrm=\frac Ausgesprochen heißt die Formel: Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Einheit der Frequenz ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt.

Spezielle Frequenzbegriffe

Umlauffrequenz

Unter dem Begriff Umlauffrequenz oder Drehzahl n versteht man das Verhältnis der Anzahl der Umdrehungen U in einer benötigten Zeit, z.B. n = U/min. z ist die Anzahl der Umdrehungen während der Zeit t. t ist die Zeit und Dauer der Rotation. Der Drehwinkel ist φ. T ist die Umlaufdauer (Dauer einer Umdrehung). T = 1/n. Drehzahl n und Zahl der Umdrehungen z müssen sorgfältig unterschieden werden.
z = φ / 2 · π : f = T = Periodendauer : f = n = Schwingungsanzahl und t = Zeit
Weiterhin wird in der Physik häufig die Kreisfrequenz ω benutzt und anstatt der Frequenz f wird gern der griechische Buchstabe ν (Ny, sprich „nü“) genommen.

Frequenzen bei Wellen

Für die Frequenz f gilt: f=\frac , wobei c die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle in einem Medium und \lambda (lambda) seine Wellenlänge ist.
- λ = Wellenlänge einer elektromagnetischen Welle oder
- λ = Wellenlänge einer Schallwelle meistens in Luft
- c = Geschwindigkeit von Licht im Vakuum (Lichtgeschwindigkeit) = 299 792,458 km/Sekunde ~ 300 000 km/s = 300 000 000 m/s oder
- c = temperaturabhängige Geschwindigkeit von Schall in Luft (Schallgeschwindigkeit) = 343 m/s bei 20 °C.

Frequenzspektren

Rein sinusförmige Schwingungen kommen in der Natur nicht vor. Dies ist nicht nur in der Wellenform der Schwingung begründet, sondern auch in der zeitlichen Begrenztheit des Schwingungsvorgangs. Eine mathematisch exakte Sinuswelle ist dagegen zeitlich unbegrenzt, damit wäre der mit ihr verbundene Energieinhalt unendlich. Jeder zeitlich begrenzte Schwingungsvorgang, selbst wenn er ansonsten die Form einer Sinuskurve hat, ist dagegen immer eine Überlagerung mehrerer Frequenzen. Diese können in einem Frequenzspektrum dargestellt werden. Ein physikalisch realistischer Schwingungsvorgang besteht aus einem Gemisch unendlich vieler Frequenzen mit jeweils infinitesimalen Anteil der Einzelfrequenzen. Mathematisch kann man Frequenzen deshalb als Einheitsvektoren eines Vektorraums auffassen, die selbst nicht mehr Elemente dieses Vektorraumes sind. Jeder periodische Vorgang lässt sich durch die Summe der in ihm vorhandenen Frequenzen mit Hilfe der Fourieranalyse darstellen.

Beispiele


- Dauert eine Periode eine 0,01 Sekunde (10 ms), so ergibt sich eine Frequenz von: : f==100 \ \mathrm
- Die Frequenz des Kammertons a' (eingestrichenes a), nach dem ein Orchester gestimmt wird, beträgt heute 440 Hz (oder geringfügig höher).
- Ein Kleinkind hört Töne mit Schwingungen bis ca. 20.000 Hz, Erwachsene hören diese hohe Frequenz nicht mehr.
- Die Frequenz des Wechselstroms im europäischen Stromnetz ist genau 50 Hz, etwa der Ton G.
- Im US-amerikanischen Stromnetz ist die Frequenz 60 Hz, etwa der Ton B. In älteren Tonaufnamen kann man manchmal ein tiefes Brummen von der Netzfrequenz hören. An der Tonhöhe kann man dann erkennen, ob eine Tonaufnahme z. B. in USA gemacht wurde. In den us-amerikanischen Stromnetzen brummt es eine kleine Terz höher als in denen Europas. Durch die Gleichrichtung der Wechselspannung ist die doppelte Netzfrequenz zu hören.
- Für Mobiltelefone (ugs. "Handy") werden unterschiedliche Frequenzbänder genutzt. Beispielhaft seien hier die Mobilfunknetze von GSM und UMTS genannt. Bei den GSM-Mobilfunknetzen wird beim D-Netz (in Deutschland D1 T-Mobile, D2 Vodafone) ein Frequenzband bei 900 MHz genutzt, das E-Netz (in Deutschland E-Plus, O2 Germany) benutzt ein Frequenzband bei 1.800 MHz. Bei den UMTS-Mobilfunknetzen wird weltweit (bis auf Nordamerika) ein Frequenzband bei 2.100 MHz genutzt. In Nordamerika verwenden die Netze dagegen - sowohl für GSM- als auch UMTS-Mobilfunknetze - überwiegend das 1900 MHz-Band und das 850 MHz-Band.
- in der Medizin gilt: Der Puls f oder \nu (griechisch: ny) wird in Anzahl der Pulsschläge (Perioden) pro Minute gemessen. Siehe auch: Kreisfrequenz, Fourieranalyse, Liste interessanter Frequenzen

Weblinks


- [http://www.sengpielaudio.com/Rechner-wellenlaenge.htm Umrechnung von Frequenz in Wellenlänge und zurück bei Schallwellen (Schall in Luft) und Radiowellen (Licht)]
- [http://www.sengpielaudio.com/Rechner-periodendauer.htm Umrechnung von Frequenz f in Periodendauer T und zurück] Kategorie:Digitale Signalverarbeitung Kategorie:Elektrotechnik Kategorie:Physikalische Größe Kategorie:Wellenlehre ja:周波数 ko:진동수 th:ความถี่

Ultrakurzwelle

Als Ultrakurzwelle (UKW) bezeichnet man Elektromagnetische Wellen in einem Frequenzbereich von 30 MHz bis 300 MHz, entsprechend Wellenlängen zwischen 10 und 1 Meter. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit UKW speziell VHF II (englische Abkürzung für very high frequency - sehr hohe Frequenz), das Frequenzband, das zur Übertragung von Hörfunkprogrammen (Radio) verwendet wird, gemeint. Technisch gehören zu den Ultrakurzwellen jedoch auch die für Fernsehsender verwendeten Frequenzbänder VHF I und VHF III sowie die unteren und mittleren Sonderkanäle des Kabelfernsehens. Das Hyperband (obere Sonderkanäle) und die Frequenzbänder UHF (ultra high frequency) IV sowie UHF V gehören dagegen zu den Dezimeterwellen.

Technische Details

Das in Europa verwendete Band II umfasst den Frequenzbereich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz. Als Modulationsart wird die Frequenzmodulation (FM) benutzt. Diese ermöglicht eine weniger störungsanfällige Übertragung von Rundfunksignalen, da sie im Vergleich zu der im Lang-, Mittel-, und Kurzwellenbereich verwendeten Amplitudenmodulation (AM) recht unempfindlich gegenüber atmosphärischen Störungen ist. Der im Band II verfügbare Frequenzbereich ist mit 20,5 MHz darüberhinaus zwanzigmal so groß wie derjenige im Mittelwellen-Band. Dieser Bereich ist in Kanäle von jeweils 300 kHz Breite aufgeteilt (Kanalraster). Dadurch steht den einzelnen Rundfunksendern eine gegenüber dem Rundfunk in den AM-Bändern wesentlich größere Bandbreite zur Verfügung, die es erlaubt, eine qualitativ hochwertige Tonqualität (Hi-Fi) sowie zweikanalige Stereo-Übertragung zu realisieren. Darüberhinaus ermöglicht dieses Raster die Übertragung von weiteren Zusatzdiensten wie Verkehrsfunk-Durchsagen mit Hilfe der ARI-Kennung sowie die Zusatzdienste des Radio Data System (RDS). In der englischsprachigen Fachliteratur wird für Rundfunk auf UKW häufig auch der Ausdruck FM-Rundfunk verwendet. Die Reichweite der UKW-Radiowellen ist durch den optischen Horizont beschränkt. Dieser entspricht allerdings nicht dem Horizont für das sichtbare Licht, da der Brechungsindex der Erdatmosphäre für den UKW-Frequenzbereich nicht ca. 1,0 wie für sichtbares Licht, sondern etwa 1,33 ist. Daher erscheint die Erdkrümmung für die Ultrakurzwellen flacher als für das sichtbare Licht, der Horizont ist somit weiter entfernt. Anders als beim Lang-, Mittel- und Kurzwellenrundfunk werden UKW-Radiowellen nicht an der Ionosphäre reflektiert, sodass ihre Reichweite deutlich geringer ist. Daher besteht ein UKW-Sendernetz aus recht vielen Sendern, die in geringen Abständen, meist auf Anhöhen, aufgebaut sind. In gebirgigen Gebieten setzt man häufig UKW-Füllsender ein.

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf der Internationen Rundfunkkonferenz in Atlantic City die Frequenzen für europäische Rundfunksender neu vergeben. Nach dem Kopenhagener Wellenplan erhielten die Verlierer-Staaten nur sehr wenige ungünstige Frequenzen im Mittelwellenbereich zugeteilt. Daher wurde insbesondere in diesen Staaten der Einsatz von UKW-Sendern geplant. Der erste europäische UKW-Sender wurde 1948 vom Bayerischen Rundfunk in Betrieb genommen. Die Ausstrahlung von Stereo-Sendungen begann in den 1960er-Jahren. In den ehemals sozialistischen Ländern Osteuropas (mit Ausnahme der ehemaligen DDR), der Sowjetunion und der Mongolei wurde der Frequenzbereich von 65,9 bis 73,1 MHz, das so genannte OIRT-Band, für UKW-Rundfunk festgelegt. Erst nach der Wende 1989/90 wechselten diese Länder schrittweise auf das Band II, das in den westeuropäischen Ländern verwendet wurde. Heute sind immer noch einige Rundfunksender in diesem Frequenzbereich in Betrieb. Der digitale Nachfolger für UKW-Hörfunk ist DAB . Siehe auch: UKW-Rundfunk, UKW-Hörfunk, Ultrakurzwellensender, Liste der UKW-Hörfunksender. Kategorie:Funktechnik ja:超短波 ko:VHF

Hörfunk

Der Hörfunk, umgangssprachlich Radio war das erste elektronische Massenmedium, anfangs gleichbedeutend mit Rundfunk, dann in Abgrenzung zum Fernsehen von Technikern auch als Tonrundfunk bezeichnet. In Deutschland startete der regelmäßige Programmbetrieb im Oktober 1923. Hörfunk kann weltweit mit einem Radiogerät empfangen werden.

Programme

s. auch Hauptartikel Liste der Hörfunkprogramme Hörfunk besteht in Deutschland aus den Radioprogrammen der # öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf Länderebene (hr, RBB, WDR u.a.) # öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt auf Bundesebene (DLR und DW) # privaten Programmanbietern (Privatradios) # Rundfunkprogrammen zur Versorgung der Angehörigen der alliierten Streitkräfte (AFN, BFBS) # von Deutschland aus sendenden Auslandsdiensten der USA und Russlands (Voice of America, Stimme Russlands, Radio Free Europe/Radio Liberty) # nichtkommerziellen und/oder freien Veranstalten (freie/alternative Radios/offene Kanäle/nichtkommerzieller Lokalfunk) # nicht zugelassen (und somit illegalen) Piratensendern Daneben können auf Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle sowie im grenznahen Gebiet auch auf Ultrakurzwelle Radioprogramme, die von ausländischen Sendestandorten aus abgestrahlt werden, empfangen werden.

Geschichte

siehe Hauptartikel Geschichte des Hörfunks

Übertragungswege

Hörfunk wird verbreitet:
- über Antenne, s. Terrestrische Übertragung
  - analog
  - digital, s. DVB-T (in Berlin seit 30. August 2005)
- über Kabelnetz
- über Nachrichtensatelliten, s. Satellitenradio (incl. DVB-S)
- über Internet
  - als Live-Stream, s. Streaming Audio
  - als Internetradio

Frequenzbereiche

Zur Verbreitung von terrestrischen Hörfunkübertragungen werden unterschiedliche Frequenzbereiche verwendet und verschiedene technische Spezifikationen benutzt: Rundfunksender des Langwellen- und Mittelwellenbereichs belegen eine Breite von 9 kHz (auf dem amerikanischen Kontinent 10 kHz), die des Kurzwellenbereichs eine Breite von 10 kHz und die des UKW-Bereichs eine Breite von 300 kHz. Im Kurzwellenbereich werden auch Rundfunkübertragungen nach dem Verfahren der Einseitenbandmodulation durchgeführt. Für ihren Empfang benötigt man einen Empfänger mit einem speziellen Demodulator. Es gibt auch AM-kompatible Einseitenbandmodulation. Sie wird aber nicht eingesetzt. Für digitale Hörfunkübertragungen, speziell Digital Radio (DAB), werden unter anderem Frequenzbänder genutzt, die früher nur für Fernsehübertragung Verwendung fanden. Digital Radio wird heute bereits in vielen Teilen der Welt (u.a. auch in Deutschland, Österreich, Schweiz) parallel neben den bestehenden UKW-Aussendungen betrieben und ist diesen qualitativ überlegen. Bei Digital Radio Mondiale (DRM) werden die Frequenzbereiche von LW, KW und MW (die bislang amplitudenmoduliert betrieben wurden) verwendet und bei DRM lediglich mit einem COFDM-modulierten digitalen Signal betrieben. Bisher analog betriebene Sender wechseln zum Teil für bestimmte Stunden des Tages auf die digitale Modulation von DRM, wodurch heute bereits weltweit diverse Programme empfangbar sind. DRM ist jedoch nicht für die Aussendung im Frequenzbereich von UKW spezifiziert oder lizenziert.

Siehe auch

Portal:Hörfunk

Weblinks


- [http://ch.dmoz.org/World/Deutsch/Medien/Radio/ Linksammlung] (dmoz)
- [http://www.shoutcast.com Online Internetradio streams (International)]
- [http://www.liveradio.de Online Internetradio streams (Deutsch)]
- [http://www.radio.ard.de/ ARD-Radio] & [http://www.freie-radios.de/ Freie Radios]
- [http://www.radionews.de/ Radionews]
- [http://www.radiovielfalt.de/ Radiovielfalt über Satellit (ADR, DVB, analog) unter anderem ]
- [http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/index.html Senderliste UKW/MW/LW/DRM/DAB]
- [http://www.dra.de/ Deutsches Rundfunkarchiv]
- [http://www.drm-berlin.de/ Deutsches Rundfunkmuseum Berlin]
- [http://www.surfmusik.de Onlineportal für Freestreamradios]
- [http://www.radiopannen.de amüsante Radiopannen in Tonbeispielen] !

Kategorie:Technik

Kategorie:!Hauptkategorie Kategorie:Thema ja:Category:技術

Mullins Center

Mullins Center is a 9,349-seat multi-purpose arena in Amherst, Massachusetts. The arena opened in 1993. It is home to the University of Massachusetts Minutemen basketball and ice hockey teams. The arena has also hosted many area concerts. Category:College basketball venues Category:College ice hockey venues Category:Indoor ice hockey venues Category:Massachusetts sports

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