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Bandasee

Bandasee

Die Bandasee ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans, inmitten der indonesischen Inselwelt. Sie dehnt sich etwa 1200 Kilometer von Westen nach Osten und etwa 600 Kilometer von Norden nach Süden aus. Ungefähre geographische Lage der Bandasee: 122° bis 132° östlicher Länge und 2° bis 8° südlicher Länge. Das Tiefseebecken der Bandasee ist bis zu 5.800 Meter tief. Die tiefste Stelle liegt aber im Osten der Bandasee mit dem Webertief (7.440 Meter). Die Bandasee wird umrahmt von den Großen Sunda-Inseln im Westen, den Kleinen Sunda-Inseln im Süden, und den Molukken im Norden und Osten. Sie geht im Norden in die Molukkensee über, im Osten in die Arafurasee, im Süden in die Timorsee und die Sawusee, im Südwesten in die Floressee und im Westen in die Javasee. Größere Inseln an den Rändern der Bandasee sind Sulawesi, Buru, Seram, Yamdena, Timor und Flores. Obwohl die Bandasee von tausenden felsigen Inseln umrandet wird und Schiffe dort vorsichtig navigieren müssen, ist sie in ihrer Mitte fast inselfrei. Nur die Banda-Inseln liegen innerhalb der Bandasee. Die Bandasee wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Kategorie:Meer Kategorie:Geographie (Indonesien) Kategorie:Osttimor

Pazifischer Ozean

Der bis 11.034 m tiefe Pazifische Ozean bzw. Pazifik (auch Stiller Ozean, zu lat. pacificus = Frieden schließend, oder auch Großer Ozean genannt) ist mit 179,7 Mio km² Fläche der größte Ozean der Erde.

Geografie

Der Pazifik, der sich auf der West- und Osthalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Nordamerika im Nordosten, Mittelamerika im Osten, Südamerika im Südosten, der Antarktis im Süden, Australien im Südwesten, Ozeanien im Westen und Asien im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.

Daten

Die Fläche des Pazifischen Ozeans beträgt 179,7 Mio. km², was rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche und die Hälfte der Meeresfläche der Erde ausmacht. Das Wasservolumen beträgt 723,7 Mio. km³. Während seine mittlere Tiefe 4.028 m (andere Angaben siehe hier) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 11.034 m unter NN (s.u.).

Tiefste Stelle des Weltmeeres

Im Pazifik liegt die tiefste Stelle des Weltmeeres, die sich im Marianengraben befindet; dies ist die 11.034 m unter NN liegende Witjastief 1.

Meeresboden

Innerhalb des Pazifiks bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich teils hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, viele niedrigere Schwellen, riesige Tiefseebecken, Tiefseerinnen, verschiedene Meerestiefs und der Pazifische Feuerring. Pazifische Feuerring] Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört insbesondere der Ostpazifische Rücken, der sich durch den Südosten des Stillen Ozeans zieht. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Marianengraben mit seiner 11.034 m unter NN liegenden Witjastief 1, welche die tiefste Stelle des Pazifiks darstellt. Zu den Tiefseebecken gehört das äußerst große Nordpazifische Becken, das den Großteil des nördlichen Pazifiks ausmacht, in Richtung Süden sogar über den Äquator hinaus reicht und nur wenig von Mittelozeanischer Rücken und Schwellen durchzogen ist. Am Pazifischer Feuerring (Ring of Fire), ein weitausgedehnter bzw. um den Ozean verlaufender Ring von aktiven Vulkanen verbunden mit Tiefseerinnen (Grabenbruchzonen - siehe Plattentektonik), fanden bezeichnenderweise einige der gewaltigsten Erdbeben des 20. Jahrhunderts statt (z. B. in Chile 1960 und 1923 in der japanischen Stadt Kobe). Eine weitere Gefahr sind die Seebeben, die meterhohe Flutwellen mit vernichtender Wirkung auslösen können, die Tsunamis.

Inseln

Die zahllosen Inseln der Südsee werden mehr nach kulturellen als nach geographischen Gesichtspunkten in die Archipele Melanesien, Polynesien und Mikronesien unterteilt.

Nebenmeere

Die meisten Randmeere des Pazifiks liegen vor der asiatisch-australischen Seite und werden zum Ozean hin durch eine Kette von Inseln und Tiefseegräben getrennt. Randmeere des Pazifik sind: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer/Ostmeer, Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer (ein Teil des Australasiatischen Mittelmeers), Tasmansee, Golf von Kalifornien, Golf von Alaska, Korallenmeer.

Küstenstaaten

Die am Pazifik und an seinen Randmeeren liegenden Küstenstaaten sind: Russland, Japan, Nordkorea, Südkorea, Volksrepublik China, Taiwan, Philippinen, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Brunei, Indonesien, Palau, Mikronesien, Marshallinseln, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu, Nauru, Tuvalu, Kiribati, Fidschi, Tonga, Samoa, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Mexiko, USA, Kanada.

Siehe auch


- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Pazifischer Feuerring
- Plattentektonik
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser Kategorie:Ozean ja:太平洋 ko:태평양 simple:Pacific Ocean th:มหาสมุทรแปซิฟิก zh-min-nan:Thài-pêng-iûⁿ

Indonesien

Die Republik Indonesien (indon. Indonesia) wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 unabhängig. Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen Wort indus für Indien und dem griechischen Wort nesos für Insel zusammen.

Geografie

Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der größte Inselstaat sowie mit etwa 240 Millionen Einwohnern die viertgrößte Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln (von denen rund 6.000 bewohnt sind). Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Ausdehnung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1.875 km, in west-östlicher Ausdehnung von 95° bis 141° östlicher Länge über mehr als 5.000 km. Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, das Südchinesische Meer, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen West-Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt, gegen die Philippinen durch die Celebes See. Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Timor-Leste) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Australien. Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf der Hauptinsel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Flächenmäßig größer als Java sind Kalimantan (Borneo, im Norden liegen Ost-Malaysia und Brunei), Sumatra und Sulawesi. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali sowie Komodo, die Heimat des Komodowarans. Durch das umstrittene Projekt Transmigrasi (siehe Literaturhinweis) wurde versucht, das Problem der Bevölkerungskonzentration auf der Insel Java zu lösen, was vor allem auf Borneo und Sulawesi zu schwerwiegenden Zusammenstößen mit der heimischen Bevölkerung führte. Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleichbleibenden Temperaturen um 27 °C in Meereshöhe. Geringfügige Abweichungen von diesem Wert werden vom Zenitdurchgang der Sonne verursacht. Die Niederschläge werden vor allem durch Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen Teil des Archipels ganzjährig hohe Niederschläge, während im östlichen Teil der Südwest-Monsun relativ trocken ist, da die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien stammen und dort nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten. Am 26. Dezember 2004 kam es zu einem der stärksten Seebeben der letzten hundert Jahre vor der Küste Indonesiens (bei Banda Aceh), wodurch viele der angrenzenden und benachbarten Staaten betroffen waren und über 300.000 Menschen ihr Leben verloren. Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig. Trotz der Bedrohungen durch die häufig noch aktiven Vulkane (zuletzt waren am 8. Juni 2004 der Mount Bromo sowie einen Tag später der Mount Awu ausgebrochen – zwei Tote, fünf Verletzte) sind viele der Inseln, allen voran Java, dicht besiedelt, da die Böden sehr fruchtbar sind und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt. Siehe auch: Liste der Städte in Indonesien Karte Indonesiens.

Bevölkerung

Sprache

Amtssprache ist Bahasa Indonesia, die zur Gruppe der malaiisch-polynesischen und damit den austronesischen Sprachen gehört. Da jede ethnische Gruppe ihre eigene Sprache besitzt, werden ca. 250 Sprachen und Dialekte gesprochen; hinzu kommen noch etwa 100 Papuasprachen und Dialekte, die in Papua Barat gesprochen werden. Wegen der Überbevölkerung auf Java siedelt die Regierung seit Jahrzehnten Menschen auf andere Inseln um (siehe auch: Transmigrasi. Familienplanungsprogramm Indonesiens).

Religion

87 % der Indonesier sind Muslime (1998: 88 %), die große Mehrheit davon Sunniten. Mehr als 30 % bezeichen sich als Abangan (das heisst, sind sie nur nominell Muslime, etwa vergleichbar mit den Alewiten in der Türkei). Auf Java stellen die Abangan die Mehrheit. Durch Einwanderung findet man aber in allen Teilen des Landes Abangan. Mit über 208 Millionen Moslems ist Indonesien der größte islamische Staat (Anzumerken ist jedoch, dass manche Völker in Indonesien aufgrund der Staatsideologie den Islam zwar als ihre offizielle Religion angeben, jedoch Animismus praktizieren.)
Etwa 10 % der Bevölkerung sind Christen. Jedoch beschränken sie sich meistens nur auf einige Gebiete, sie zum Beispiel Nordsulawesi, Nordsumatra (um den Toba-See), Flores, Sumbawa, Westtimor, Papua, Maluku und viele Christen leben auch in Jakarta und anderen Großstädten.
In letzter Zeit werden Christen (und christliche Einrichtungen) in Indonesien immer mehr zum Ziel von islamistischen Angriffen. So werden in Indonesien immer wieder Anschläge auf öffentliche Einrichtungen verübt, Gottesdienste werden durch Randalierer gestört, auch Anti-westliche und Anti-Christliche Demonstrationen sind nicht selten. Christliche Missionare sind in Indonesien erlaubt; sie arbeiten vornehmlich auf Kalimantan (Borneo), Nusa Tenggara Timur und West Papua (Irian Jaya), wo die meisten Indigénas leben. Die christliche Kirche in Indonesien ist jung, da das Christentum erst im 17. Jahrhundert (durch niederländische und portugiesische Missionare) auf Indonesien Fuß fasste. Teile von Nordsumatra, Nusa Tenggara Timur, Nordsulawesi und Teile von Maluku sind fast rein christliche Gebiete. Java und Sumatra blieben lange von der Missionierung ausgeschlossen. 2 % der Bevölkerung sind Hindus (Bali, Lombok) und 1 % Buddhisten (und gehören meist zu der chinesischen Minderheit).

Islam in Indonesien

Der Islam erreichte Indonesien erstmals im 10. Jahrhundert. Um 930 wurde in der Region Aceh das erste Sultanat gegründet. Lange Zeit blieb es dabei. Erst im 15. Jhd breitete sich der Islam durch Indische und Arabische Händler erst in Sumatra aus und erreichte Anfang des 16. Jahrhunderts auch Java. Viele damalige Fürsten - und mit ihnen die Bevölkerung - konvertierten daraufhin zum sunnitischen Islam . Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der Islam auch die übrigen indonesischen Inseln (z.B Sulawesi). Auf Java wurde der Islam durch die neun Gesandten Gottes, den Wali Songo (Wali= Oberhaupt, Songo= jav. Neun), verbreitet. Obwohl erwiesen ist, daß sie tatsächlich gelebt und auf Java gewirkt haben, dürfte das Meiste der über sie überlieferten Geschichten in das Reich der Sage fallen. Die Wali Songo gründeten überall auf Java Moscheen und islamische Schulen, die Pesantren oder Pondok Pesantren. Diese Wirkungsstätten der Wali sind bis heute das Ziel von jährlichen Pilgerfahrten indonesischer Muslime.
Obwohl die Wali Songo reinen Islam, getreu den Buchstaben des Korans, lehrten, haben sich mit ihrer Duldung auch Traditionen auf Java erhalten, die eigentlich der Lehre des Islam widersprechen. Bestes Beispiel hierfür ist das „Wayang“, das berühmte indonesische Schattenspiel. Eigentlich untersagt der Islam die Nachbildung von Menschen, ob als Zeichnung, Foto oder Skulptur. Für das Wayang haben die Wali offenbar eine Ausnahme gemacht.
Insgesamt kann man sagen, daß es den Wali Songo zu verdanken ist, daß der in Indonesien praktizierte Islam liberaler ist als der in vielen arabischen Ländern. Die Mehrheit der indonesischen Muslime akzeptiert die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihrem Land, und es gibt zahlreiche christlich-muslimische Vereine, die sich für eine Verständigung zwischen den beiden Religionen einsetzen.
Viele haben kein Verständnis für islamisch-fundamentalistische Gruppen wie die Jemaah Islamiya. Sie sind auch nur eine kleine Minderheit in Indonesien. Dennoch ist in den letzen Jahrzehnten besonders aber seit Ende der Ära Suhartos eine - wenn auch langsame - Islamisierung zu beobachten. Viele Indonesier nehmen die islamischen Regeln ernster. Dennoch wählen die meisten nach wie vor säkuläre Parteien beziehungsweise solche, die sich auf die Pancasila berufen und nicht auf den Islam).
Besonders in den Slums der Großstädte und allgemein bei der ärmeren Bevölkerung, gewann der Islam seither an Bedeutung. Radikale Prediger konnten sich bisher jedoch nicht durchsetzen, was zum Teil auch mit der javanischen Mentalität zusammenhängt. Neben den Wali Songo gab es noch einen zehnten Prediger des Islam, Sheikh Siti Jenar. Siti Jenar war ursprünglich ein Schüler der Wali Songo, begann aber, den Islam völlig neu auszulegen und begründete eine eigene Lehre. Nachdem die Wali vergeblich versucht hatten, Siti Jenar zu bekehren, wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet. Offiziell gehört Siti Jenar nicht zu den Wali, dennoch sind etwa 30 % der indonesischen Muslime Anhänger seiner Lehre. Diese bezeichnen sich als Abangan. Die beiden größten moslemischen Organisationen Indonesiens sind die modernistische Nadhlatul Ulama und die traditionelle Muhammadiyah. Die Nadhlatul Ulama ist mit über 40 Millionen Mitgliedern die größte moslemische Organisation der Welt. Bekanntestes Mitglied ist der frühere Präsident Indonesiens und Mitbegründer der Nadhlatul Ulama, Abdurachman Wahid (Gus Dur). Durch religiöse Konflikte kamen auf den Molukken mehr als 9.000 Menschen um; die meisten davon waren ambonesische Christen. In Zentral-Sulawesi kamen durch ähnliche Konflikte bisher mehr als 1.000 Menschen ums Leben. Teile von Zentral-Sulawesi (darunter der Poso Bezirk) sind von streng islamisch. Früher war der Islam in ganz Indonesien ausgesprochen liberal, heute ist er es meist nur noch auf Java und in Teilen von Sumatra.

Demografie von Indonesien

In Indonesien ist ein Vielvölkerstaat mit über 300 verschiedenen Völkern; die größten sind die Javaner (39 %), die Sundanesen (14 %) , Malaien (12 %) und Maduresen (4 %). Danaben gibt es noch die Acehnesen, die Balinesen, die Minagakbau, die Dayak, die Wewewa, die Alfuren, die Minahasa, die Batak usw. Daneben gibt es noch Minderheiten von Chinesen (etwa 3 %), Arabern, Niederländer, sowie Einwanderer aus verschiedenen südostasiatischen Ländern.

Chinesische Minderheit

In Indonesien leben insgesamt etwa 6 Mio. Chinesen, die meisten davon auf der Hauptinsel Java.

Geschichte

bis zum 16. Jahrhundert

Dayak Den Grundstock der indonesischen Bevölkerung bilden mongolisch-kaukasische Völker, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land gekommen sind.
- 5. Jahrhundert: Früheste Einflüsse des Buddhismus auf Indonesien.
- ab 7. Jahrhundert: Buddhistisches Königreich von Srivijaya auf Sumatra.
- ab 8. Jahrhundert: Buddhistische Sailendra-Dynastie. Errichtung des Borobudur, des weltweit größten buddhistischen Baudenkmals, auf Java.
- ab Ende des 13. Jahrhunderts : Das letzte große Hinduimperium Majapahit herrschte auf Java und später den umliegenden Inseln.
- ab 15. Jahrhundert: In Indonesien setzt sich der Islam durch. Die damaligen Stammesführer übernahmen diese Religion von arabischen Kaufleuten und konvertierten. Die Bevölkerung tat es ihnen gleich. Der Islam war eine Revolution zum vorherigen System. Im Islam war jeder Mensch gleich. Hinduismus und Buddhismus überleben bis heute nur auf den Inseln Bali (siehe beispielsweise: Besakih) und Lombok, wo sich eine indigene (mehrheitlich aber hinduistisch geprägte) Mischkultur herausbildet hat. 1487 umfuhr der Portugiese Bartolomeo Diaz erstmals das Kap der Guten Hoffnung und fand damit den Seeweg nach Indien. In der Folge stießen die Europäer in den indonesischen Raum vor, um den bislang von Orientalen betriebenen Gewürzhandel zu übernehmen. Nach fast 100-jähriger portugiesischer Dominanz setzten sich um 1600 die Niederländer als Kolonialherren durch.

17. bis 19. Jahrhundert

Als Niederländisch-Indien war Indonesien die erste holländische Kolonie. Mithilfe ihres Rohstoffreichtums erlangte die Kolonialmacht einen großen Wohlstand. Nach der Auflösung der Vereinigten Handelskompanie im Jahre 1799 übernahm der Staat Niederlande die Kolonie. In der Zeit, in der Napoleon I. in den Niederlanden herrschte, waren die niederländischen Kolonien in Südostasien von den Briten besetzt worden. 1816 erhielten die Niederländer die Herrschaft über das indonesische Inselreich zurück, mussten allerdings im Vertrag von London auf Ceylon und das Kapland verzichten).
- 18251830: Volksaufstand auf Java gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Den Kämpfen fallen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer. Nach 1816 zogen die Niederländer zunächst, wie vor ihnen die Engländer, eine Pacht von den einheimischen Bauern ein: In jedem Dorf hatte der Vorsteher dafür zu sorgen, dass ein Geldbetrag abgeliefert wurde, der zwei Fünfteln des Wertes der örtlichen Reisernte entsprach. General-Gouverneur Johannes van den Bosch erwirkte, dass um 1830 ein neues System eingeführt wurde, das so genannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar. 1870 wurde das cultuurstelsel schließlich nach einer Entscheidung im Parlament des niederländischen Mutterlandes abgeschafft. Fortan war es für niederländische Privatleute möglich, Land von den einheimischen Bauern zu pachten, um hierauf Plantagen anzulegen.

Anfang 20. Jahrhundert


- 1908: Die Niederlande dehnen, von Java ausgehend, ihren Machtbereich auf den gesamten indonesischen Archipel aus. Lediglich die Provinz Aceh (Atjeh) im Norden Sumatras vermag zu widerstehen, wird aber nach einem über dreißigjährigen Krieg ebenfalls unterworfen.
- 1912: Mit der Gründung der Sarekat Islam („Islamische Vereinigung“) erwächst der indonesische Nationalismus zu einer Massenbewegung.
- 1926: Die Kommunistische Partei (PKI) ruft zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheitert an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht.
- 1927: Nach der Zerschlagung der PKI übernimmt die von Achmed Sukarno (1901–1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.

Japanische Besatzung


- Februar/März 1942: Im Zweiten Weltkrieg erobert Japan Niederländisch-Indien.
- März 1943: Unter japanischer Besatzung erklärt sich Indonesien (erstmals) als von den Niederlanden unabhängig. Ende 1941 begannen die Japaner, die indonesischen Inseln zu besetzen. Ihr Interesse galt kriegswichtigen Rohstoffreserven und der Verbesserung ihrer strategischen Position. Von Stützpunkten auf den indonesischen Inseln wurden die australischen Städte Darwin und Broome bombardiert. Im März 1942 kapitulierten die Niederländer. Die fast 350-jährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Indonesier begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit deren Kapitulation am 15. August 1945.

Unabhängigkeit und Kampf um den Staatserhalt

Am 17. August 1945 rufen Sukarno und Mohammed Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus (Staatsname: Indonesia). Mit den Grundsätzen der Pancasila gibt sich der Staat eine eigentümliche Verfassung. Der Einfluss der Republik Indonesien erstreckt sich zunächst auf die Inseln Java, Sumatra und Madura. Die übrigen Inseln werden von den Niederländern gehalten. Erster Präsident der Republik Indonesien wird Achmed Sukarno. Von Juli 1947 bis Dezember 1948 besetzen die Niederländer weite Territorien der aufständischen Republik. Deren Gebietshoheit beschränkt sich nur noch auf Zentraljava und das Hochland von Sumatra. Die aufständischen Indonesier antworten mit Guerillakrieg. Am 18. Dezember 1948 gelingt es den Niederländern, Sukarno und fast die ganze Regierung zu verhaften. Da die USA bei Ausweitung der Kämpfe eine kommunistische Machtübernahme befürchten, drängen sie die Niederlande zum Nachgeben. Am 25. April 1949 wird die bis 1956 bestehende Niederländisch-Indonesische Union gebildet, am 27. Dezember wird die Unabhängigkeit der Republik Indonesien (neuer Staatsname: Republik Indonesia Serikat) von den Niederlanden anerkannt, der niederländische Teil von Neuguinea West-Papua bleibt jedoch unter niederländischer Verwaltung.
- 17. August 1950: Das seit der Unabhängigkeit föderal strukturierte Indonesien wird in einen Einheitsstaat umgewandelt (neuer Staatsname: Republik Indonesia). Der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken proklamiert die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wird von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Indonesische Truppen besetzen im November die Hauptstadt Ambon und erobern bis 1955 die gesamte Republik Maluku Selatan.
- 15. Februar 1956: Indonesien kündigt die 1949 geschlossene Union mit den Niederlanden.
- 1. Mai 1963: West-Papua (Irian Barat) gerät de facto vollständig unter indonesische Kontrolle.
- 16. September 1963: Die Gründung Malaysias und die Eingliederung von Sabah und Sarawak in die malaysische Föderation führt zu ernsthaften Spannungen mit Indonesien. Bis 1966 kommt es immer wieder zu Kämpfen auf Borneo. Malaysia wird dabei von Großbritannien und Australien mit Truppen unterstützt.
- 30. September 1965: Die zunehmende Willkürherrschaft des Sukarno-Regimes provoziert einen angeblichen kommunistischen Umsturzversuch. Dieser scheitert an einem Gegenputsch der Armee, in dessen Verlauf zwischen 100.000 und einer Million Menschen umgebracht werden, vor allem tatsächliche oder vermeintliche Anhänger der kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Dies gilt als einer der größten politisch motivierten Massenmorde der jüngeren Geschichte. Die Vorgänge sind bis heute nur unzureichend untersucht, daher sind genaue Angaben zur Zahl der Opfer nicht möglich.
- 1. Januar 1966: Währungsreform: 1000 alte Rupiah = 1 neue Rupiah = 100 neue Sen.
- 11. März 1966: General Hadji Mohamed Suharto (
- 1921) erzwingt von Sukarno die Vollmacht zur Regierungsbildung.
- 12. März 1967: Suharto wird „geschäftsführender Staatspräsident“; Sukarno bleibt nominelles Staatsoberhaupt.
- 27. März 1968: Suharto übernimmt auch formal das Amt des Staatspräsidenten.
- 1969: West-Papua (Irian Barat) wird indonesische Provinz und erhält den Namen „Irian Jaya“.
- 21. Juni 1970: Tod des Staatsgründers Achmad Sukarno.
- 5. August 1973: Anhaltende soziale Spannungen entladen sich in Rassenkonflikten, die sich gegen die chinesische Minderheit richten.
- 28. November 1975: Portugal zieht sich aus seiner Kolonie Ost-Timor zurück. Die „Revolutonäre Front für die Unabhängigkeit von Timor-Leste“ (FRETILIN) ruft die Unabhängigkeit aus (wirksam erst am 20. Mai 2002).
- 2. Dezember 1975 überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.
- 7. Dezember 1975: Staatschef Suharto befiehlt die militärische Invasion Osttimors. In den folgenden Wochen werden 60.000 Menschen getötet, 10 % der Bevölkerung.
- 17. Juni 1976: Osttimor wird dem indonesischen Staatsverband eingegliedert. Auf Sumatra wurde die Wiederstandsbewegung ASNLF gegründet.
- 11. November 1981: Die UN-Generalversammlung fordert für Osttimor das Selbstbestimmungsrecht.
- 19981999: Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (
- 1936), bis dahin Vize-Präsident, das Amt des Staatspräsidenten.
- 19. April 1999 Bombenanschlag auf die mit 600 Gläubigen vollbesetzte Hauptmoschee in Jakarta (3 Verletzte); 20. Oktober: Abdurrahman Wahid (
- 1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident.
- 31. Oktober 1999: Die letzten indonesischen Soldaten verlassen Osttimor nachdem sie das Land in Schutt und Asche gelegt haben und eine internationale Friedenstruppe im September in Dili landete.
- 1. August 2000 Eine Bombe explodiert vor der Residenz des philippinischen Botschafters in Jakarta (2 Tote, 23 Verletzte); (13. September) In der Tiefgarage der Börse von Jakarta detoniert eine Autobombe (15 Tote, 27 Verletzte); (24. Dezember) 15 Bombenanschläge auf christliche Kirchen (16 Tote, mehr als 100 Verletzte).
- 1. Januar 2001: Irian Jaya erhält innere Autonomie.
- Juli 2001: Megawati Sukarnoputri (
- 1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin; (23. September) In einem belebten Einkaufszentrum in Jakarta explodieren zwei Bomben (mehrere Verletzte)
- 20. Mai 2002: Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
- 12. Oktober 2002: Islamistischer Terroranschlag auf der Touristeninsel Bali (202 Tote und mehr als 300 Verletzte).
- 18. Mai 2003: Verhängung des Kriegsrechts in der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Aceh (Atjeh) im äußersten Norden der Insel Sumatra – Großoffensive mit 40.000 Soldaten. Mehr als 1.000 Menschen sterben, 20.000 sind auf der Flucht; (5. August) Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor dem Marriott-Hotel in Jakarta in die Luft (12 Tote, 150 Verletzte).
- 10. Januar 2004: In einem Café auf der Insel Palopo explodiert eine Bombe (vier Tote); Abschaffung der indirekten Wahl des Staatspräsidenten; (5. Juli) Erstmals direkte Präsidentschaftswahlen, bei der kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht; (9. September) ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Hauptstadt Jakarta forderte 11 Tote und über 150 Verletzte; (20. September) Der Herausforderer und frühere General Susilo Bambang Yudhoyono siegt in der Stichwahl gegen die bisherige Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri.
- 26. Dezember 2004: Bei einem Seebeben westlich vor der Insel Sumatra werden (neben zehntausenden Menschen in anderen Ländern) auch über 200.000 Einwohner Indonesiens getötet (Stand: Mitte März 2005).
- 1. Oktober 2005: Erneut Terroranschlag auf Bali: Im Abstand weniger Minuten explodieren gegen 19 Uhr Ortszeit 3 Bomben in Jimbaran und Kuta. Bei den Explosionen kommen 23 Menschen ums Leben, einschließlich dreier Selbstmordattentäter.

Politik

Die ehemalige niederländische Kolonie ist heute eine Präsidialrepublik. Die Verfassung von 1945 sieht die Gewaltenteilung vor. Nach dem Sturz Suhartos 1998 wurden umfangreiche Reformen umgesetzt. Das Einkammerparlament (Abgeordnetenhaus) hat 500 auf fünf Jahre gewählte Abgeordnete (bis 2004 waren 38 davon vom Präsidenten ernannte Militärs). Die beratende Volksversammlung, die früher den Präsidenten wählte und übergreifende politische Themen berät, besteht aus dem Abgeordnetenhaus, 135 Vertretern der Provinzen sowie 65 Vertretern von Standesorganisationen und kommt damit auf 700 Mitglieder. Seit 2004 ist der Majelis Permusyawaratan Rakyat (MPR) ein Zweikammerparlament. Dieses hoechste Legislativorgan besteht aus den 550 DPR (Dewan Perwakilan Rakyat) Abgeordneten und 128 Regionalvertretern (DPD). Der DPD (Dewan Perwakilan Daerah) ist somit eine im Rahmen der Dezentralisierungspolitik neu geschaffene 2. Kammer.

Präsident

Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Präsident wurde der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono. Der ehemalige Sicherheitsminister erhielt bei der Stichwahl am 20. September 2004 fast 61 Prozent der Stimmen. Er löst damit die bisherige Staatschefin Megawati Sukarnoputri ab, die nur auf gut 39 Prozent kam. Schon beim ersten Wahlgang am 5. Juli 2004 hatte der Ex-General die meisten Stimmen erzielt, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Deshalb war eine Stichwahl gegen die zweitplatzierte Megawati nötig geworden. Die Tochter von Republikgründer Sukarno war im Sommer 2001 an die Staatsspitze gerückt, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid aus dem Amt gedrängt worden war.

Parteien

Indonesien hat ein Mehrparteiensystem mit einer großen Anzahl von Parteien. Vorherrschende Partei unter Suharto war Golkar. Ihr Einfluss ist weiterhin groß, aber nicht mehr dominant. Der derzeitige Präsident Yudhoyono kandidierte bei der Präsidentschaftswahl 2004 für die neu gegründete Demokratische Partei, seine Vorgängerin und Kontrahentin Megawati für die PDI-P.

Islam

Die weit überwiegende Mehrheit der Muslime in Indonesien grenzt sich deutlich von den Terroristen ab. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich ausgesprochen liberal. Es bestehen beträchtliche Freiräume für reformislamische Diskurse. International angesehene Intellektuelle wie der ehemalige Staatspräsident Abdurrahman Wahid oder Nurcholish Majid, der eine Zeit lang als Präsidentschaftskandidat im Gespräch war, stehen repräsentativ für einen toleranten und aufgeklärten Islam. Terroranschläge islamistischer Gruppen, etwa gegen Touristenziele auf Bali in den Jahren 2002 und 2005 werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung verurteilt. Obwohl das größte islamische Land der Welt seit langem als Brutstätte von Terrornetzwerken gilt, begegnete die indonesische Regierung dieser Gefahr bislang eher halbherzig. Die Kritik aus den ASEAN-Nachbarländern sowie aus den USA und Australien, vor allem aber die sich langsam durchsetzende Erkenntnis nach dem Anschlag von Bali 2002, dass man es im eigenen Land mit Terroristen zu tun hat, veranlassten die Regierung und einige Fraktionen im Militär und der Polizei, entschlossener gegen die islamistischen Milizen vorzugehen und sich daranzumachen, in einer groß angelegten Ermittlungs- und Strafverfolgungsaktion das Netzwerk der Jemaah Islamiyah zu zerschlagen. Außerdem wurden ein Geldwäsche- und ein weit gefasstes Antiterrorgesetz verabschiedet.

Armut

Über 30 % der insgesamt 241 Mio. Indonesier leben in Armut, 9 % davon in extremer Armut. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums. Auf Java gibt es etwa 1,7 Mio. Straßenkinder. Zahlreiche Slums in denen viele Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen, sind Zentren von radikalen Islamisten die ein Teil der dortigen Bevölkerung für ihre Ideen gewinnen konnten, was sich hin und wieder in anti-amerikanischen Demostrationen äußert. Straßenkinder (vornehmlich Jungen) werden häufig von Radikalislamistischen Gruppen aufgegriffen und landen in (illegalen) Schulen.

Administrative Gliederung

Siehe: Administrative Gliederung Indonesiens. Indonesien ist derzeit in 33 Provinzen unterteilt, darunter zwei (Aceh und Jogjakarta) Sonderregionen und die Stadt Jakarta als Hauptstadtdistrikt. Die jüngste Provinz, Sulawesi Barat wurde erst im Oktober 2004 errichtet und die indonesische Regierung plant die Gründung weiterer Provinzen.

Wirtschaft

Indonesien Wirtschaft basiert auf dem Prinzip der Marktwirtschaft, wird an vielen Stellen aber von der Regierung beeinflusst. Einige große Unternehmen sind in Staatsbesitz. 1997/1998 erschütterte eine Wirtschaftskrise verschiedene Staaten in Ost- und Südostasien, wovon auch Indonesien stark betroffen war (Asienkrise). Derzeit ist die indonesische Wirtschaft aber einigermaßen stabil und hat eine Wachstumsrate von etwa 5 Prozent. Die indonesische Währung ist die Rupiah. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 3.500 USD pro Kopf [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/id.html#Econ], jedoch lebt ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist in der Landwirtschaft tätig. Einige Exportprodukte sind Holzprodukte, Agrarprodukte (Reis, Erdnüsse, Kakao, Kaffee, Palmöl, Fleisch), Textilien und Mineralien. Außerdem gibt es einige attraktive Ziele für den Tourismus, etwa auf Bali oder Flores. Indonesien ist Mitglied in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), ist aber mittlerweile zu einem Netto-Importeur von Erdöl geworden, da die eigenen Vorkommen fast erschöpft sind. Weitere Mitgliedschaften: Internationaler Währungsfond, Welthandelsorganisation, ASEAN.

Kultur

Die Nationalhymne Indonesia Raya wurde von Wage Rudolf Soepratman komponiert. Typische indonesische Musikinstrumente sind das Gamelan und Angklung. Ein traditioneller Zeitvertreib ist das indonesische Schattenspiel Wayang. Die Indonesische Kultur (Musik, Literatur, Malerei) wurde im 9. und 10. Jahrhundert zuerst vom Buddhismus, und ab dem 13. Jhd zunehmend vom Hinduismus geprägt. Eine weitere hochentwickelte Kunst ist die Batik, die in Indonesien seit Jahrhunderten beheimatet ist. In aufwendiger Technik werden reiche Muster mit Blumen und Vogelmotiven, Spiralen und phantasievoller Struktur entwickelt. Heute ist die Batik ein Exportprodukt Indonesiens. Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das bis zu dreimal am Tag gegessen wird. Überall durchziehen Reisterrassen das Land. Viele Mythen erzählen, daß der Reis ein Geschenk des Himmels ist.

Umwelt

Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste weltweit. Dennoch werden die Regenwälder Indonesiens so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Etwa 88 % des Holzes stammen aus illegalem Einschlag. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch im Zustand des Artenbestandes wider: Indonesien hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten. Die Holzwirtschaft ist nur für einen Teil der Urwaldzerstörung verantwortlich. Große Flächen werden gerodet und/oder abgebrannt, um Bodenschätze zu gewinnen oder um Agrarwirtschaft zu betreiben, vor allem Papier- oder Ölpalmen-Plantagen. Beim Abbrennen der Wälder, insbesondere in Gebieten mit viel Torf, entsteht starker Rauch der sich zeitweise auch auf die Nachbarländer Malaysia, Singapur und Brunei erstreckt und gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichtet und zu politischen Konflikten führt. Besonders stark und monatelang anhaltend war der Rauch in den Jahren 1983/84, 1997/98 und 2005. Die Humusschicht der gerodeten Flächen ist jedoch zu dünn, als dass sie langfristig agrarwirtschaftlich genutzt werden könnte. So wird auf dem ehemaligen artenreichen Regenwaldboden nur einige Jahre angebaut, bevor er nutzlos und ausgelaugt brachliegt. Meist siedelt sich dort dann das hartnäckige Elefantengras an, das das Areal in eine ökologische Wüste verwandelt. Den Bauern bleibt keine andere Möglichkeit, als Regenwald für neue Anbauflächen zu roden.

Siehe auch


- Portal:Indonesien

Literatur


- GEO Magazin, 6/86: Der Millionen-Umzug im Wettlauf mit der Zeit (zum Transmigrasi-Problem)

Weblinks


- [http://www.indonesia-berlin.de/mixed/govermentlink.htm Indonesische Botschaft in Berlin] – Links zu indonesischen Regierungsstellen (englisch)
- [http://www.aseannewsnetwork.com/indonesia.html Asean News Network] (englisch, indonesisch)
- [http://www.deutschebotschaft-jakarta.or.id/de Deutsche Botschaft in Jakarta]
- [http://mandela.inwent.org/v-ez/lis/indones Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung]
- [http://home.snafu.de/watchin Watch Indonesia!]
- [http://users.powernet.co.uk/mkmarina Website by Peter Loud] (Kartenmaterial) (englisch)
- [http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Kolonialzeit/zeitleiste.html Haus der Niederlande] – Die niederländische Kolonialzeit
- [http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/indones.htm Klaus Polak: umfangreiche Reiseberichte aus dem Inselstaat, Biodiversität, Kultur]
- [http://www.fotos.indonesia-forum.de Indonesien-Fotos] (Bali, Java, Flores, Sulawesi, etc.)
- [http://www.sunda-islands.com/lexikon.php Umfangreiches Indonesien-Lexikon] Kategorie:Indonesien Kategorie:Staat Kategorie:Südostasien ja:インドネシア ko:인도네시아 ms:Indonesia simple:Indonesia th:ประเทศอินโดนีเซีย zh-min-nan:Ìn-nî

Tiefseebecken

Seebecken sind unterhalb der Meeresoberfläche des Weltmeers liegende Becken bzw. zusammenhängende größere Gebiete eines Meeres im Bereich des Meeresbodens. Wenn sie sich in der Tiefsee (unterhalb von 1.000 m Meerestiefe) befinden, nennt man sie Tiefseebecken. Seebecken werden entweder von zwei oder mehreren Schwellen eingerahmt oder sie befinden sich zwischen solchen Schwellen und den am Rand der Meere angrenzenden Kontinentalschelfe. Teils liegen am Rand oder in den Becken die kleinflächigen Meerestiefs und die meist langgestreckten Tiefseerinnen („-gräben“), die jeweils zumeist noch tiefer als die Seebecken sind.

Seebecken und Tiefseebecken weltweit

Beispiele für im Ozean und seinen Nebenmeeren liegende Seebecken und Tiefseebecken (alphabetisch sortiert) sind:

Arktischer Ozean

See-Becken im Nordpolarmeer sind:
- Eurasisches Becken [bis 5.449 m tief (Litketief); zwischen der Lomonossow-(Harris)-schwelle im Norden, der Laptewsee im Osten, den Neusibirischen Inseln, dem Gakkelrücken im Süden und Grönland im Westen]
- Kanadisches Becken (bis 4.994 m tief; zwischen dem Fletcherrücken im Norden, den Königin-Elisabeth-Inseln im Osten, Kanada und Alaska im Süden, der Tschuktschensee im Südosten und der Tschuktschenschwelle im Westen)
- Zentralarktisches Becken (bis 3.290 m tief; zwischen dem Lomonossow-(Harris)-schwelle im Norden, der Ellesmere-Insel im Osten, dem Fletcherrücken im Süden und der Nahtstelle des Kanadischen- und des Zentralarktischen Beckens im Westen)

Atlantischer Ozean

See-Becken im Atlantik u.a. mit Amerikanisches Mittelmeer und Europäisches Mittelmeer sind:
- Agulhasbecken (siehe nachfolgend unter Indik)
- Algerisch-Provenzalisches Becken (bis 3.255 m tief; es liegt im Westen des Europäischen Mittelmeer zwischen Frankreich im Norden, Korsika und Sardinien im Osten, Algerien im Süden und Spanien im Westen; innerhalb dieses Beckens liegen die Balearen)
- Angolabecken [bis 5.841 m tief; zwischen der Guineaschwelle im Nordwesten, der in Afrika liegenden Niederguineaschwelle im Osten, der Walfischschwelle im Süden und der Insel Helena (hinter der sich der Südatlantische Rücken erhebt) im Westen]
- Argentinisches Becken (bis 6.202 m tief; zwischen der Rio Grande-Schwelle im Norden, dem Südatlantischen Rücken im Osten), Südgeorgien hinter dem bis 8.264 m tiefen (Meteortief) Süd-Sandwich-Graben im Südosten, den Falkland-Inseln im Südwesten und dem südamerikanischen Kontinent im Westen)
- Atlantisch-Indisches-Südpolarbecken (bis 5.872 m tief; liegt an der Nahtstelle von Süd-Atlantik und Süd-Indik zwischen dem Südausläufer des Südatlantischen Rückens mit Bouvet und dem Atlantisch-Indischen-Rücken im Norden, dem Kerguelen-Gaußberg-Rücken im Osten, der Antarktis im Süden und den Südsandwichinseln im Westen; die zuletzt genannten Inseln befinden sich westlich des bis 8.264 m tiefen Süd-Sandwich-Grabens)
- Baffinbecken (bis 2.377 m tief; bildet das Zentrum der nordamerikanischen Baffinbai; zwischen Grönland im Norden und Osten, der Davisstraße im Süden, der Baffininsel im Westen und den Königin-Elisabeth-Inseln im Nordwesten)
- Brasilianisches Becken (bis 6.537 m tief; besteht aus dem großen Nördlichen- und dem kleinen Südlichen Brasilianischen Becken; zwischen dem Südausläufer des Nordatlantischen Rückens im Norden, dem bis 7.730 m tiefen Romanchegraben im Nordosten, dem Nordausläufer des Südatlantischen Rückens im Osten, der Rio Grande-Schwelle im Süden und Brasilien im Westen); quer durch dieses Becken verläuft in West-Ost-Richtung die Trindadeschwelle mit Trindade
- Grönlandbecken [bis 4.846 m tief (Schwedentief); liegt im Europäischen Nordmeer zwischen Spitzbergen im Nordosten, der Bäreninsel im Osten, dem Lofotbecken hinter der Island-Jan-Mayen-Schwelle im Südosten, dem Norwegischen Becken und Jan Mayen im Süden und der Dänemarkstraße im Südwesten und Grönland im Westen]
- Guineabecken (bis 5.695 m tief; zwischen der auf dem afrikanischen Festland liegenden Oberguineaschwelle im Norden und der Niederguineaschwelle im Osten, der Guineaschwelle im Südosten und dem Südatlantischen Rücken im Südwesten)
- Guyanabecken (bis 6.671 m tief; der Südausläufer des Nordamerikanischen Beckens; zwischen dem Nordamerikanischen Becken im Norden, dem Nordatlantischen Rücken im Osten, dem Nordosten von Südamerika im Süden und den Kleinen Antillen im Westen)
- Hudsonbecken (bis 218 m tief; bildet das Zentrum der nordamerikanischen Hudsonbai; liegt innerhalb des Kanadischen Schilds)
- Iberisches Becken (bis 5.925 m tief; zwischen der Biscayaschwelle im Norden, Portugal im Osten, der Azorenschwelle im Süden und dem Nordatlantischen Rücken im Westen; an der Nahtstelle der zwei zuletzt genannten Schwellen befinden sich die Azoren)
- Ionisches Becken [bis 5.267 m tief; tiefste Stelle im Europäischen Mittelmeer (Calypsotief) im Ionischen Meer zwischen Griechenland im Nordosten, der Insel Kreta und dem Levantischen Becken im Osten, Libyen im Süden, Sizilien im Westen und Süd-Italien im Nordwesten]
- Islandbecken (bis 5.047 m tief; zwischen Island im Norden, dem Nordatlantischen Rücken im Westen und dem Westeuropäischen Becken im Südwesten)
- Kanarisches Becken (bis 6.407 m tief; besteht aus dessen kleineren Nordbecken' und dem größeren Südbecken; zwischen der Azorenschwelle im Norden den Kanaren im Osten, der Kapverdenschwelle im Süden und dem Nordatlantischen Rücken im Westen; quer durch dieses Becken verläuft in West-Ost-Richtung die Kanarenschwelle, an deren Ostende sich die Kanaren erheben)
- Kapbecken (bis 5.415 m tief; zwischen der Walfischschwelle im Nordwesten, der Südspitze Afrikas im Nordosten und Osten, der Kapschwelle im Südosten, dem Atlantisch-Indischen-Rücken im Süden und dem Südatlantischen Rücken im Südwesten und Westen)
- Kapverdisches Becken (bis 7.292 m tief; zwischen der Kapverdenschwelle im Norden, den Kapverden im Osten, der Sierra-Leone-Schwelle im Südosten und dem Nordatlantischen Rücken) im Südwesten und Westen)
- Karibisches Becken (bis 5.649 m tief; auch Venezulanisches Becken genannt; es liegt insbesondere im Ostteil des Karibischen Meeres; zwischen Hispaniola und Puerto Rico im Norden, den Kleinen Antillen im Osten und Südosten, dem Golf von Venezuela im Süden und dem Westteil der Karibik im Westen)
- Levantisches Becken [bis 4.517 m tief; es liegt im Europäischen Mittelmeer bzw. im Levantischen Meer zwischen der Türkei im Norden, Zypern (größte Insel dieses Beckens) im Osten, Israel im Osten, Ägypten im Süden, dem Ionischen Becken und dem Ostende von Kreta im Westen und Rhodos im Nordwesten]
- Labradorbecken (bis 4.459 m tief; zwischen Grönland im Norden, der Dänemarkstraße im Nordosten dem Nordatlantischen Rücken im Osten, dem Neufundlandbecken im Süden, Neufundland im Südosten und Labrador im Osten)
- Lofotbecken (bis 3.378 m tief; liegt im Europäischen Nordmeer zwischen der Bäreninsel im Norden, Norwegen im Osten, Südosten und Süden, der Jan-Mayen-Schwelle im Südwesten, Jan Mayen im Westen und dem Grönlandbecken im Nordwesten)
- Marmarabecken (bis 1.355 m tief; bildet das Zentrum des eurasischen Marmarameeres)
- Mexikanisches Becken (bis 4.375 m tief; es liegt im zentralen Golf von Mexiko)
- Neufundlandbecken (bis 5.883 m tief; zwischen dem Labradorbecken im Norden, dem Nordatlantischen Rücken im Osten, dem Nordamerikanischen Becken im Südwesten und Neufundland im Westen)
- Nordamerikanisches Becken [bis 6.995 m tief; es umfasst etwa die Sargassosee mit den Bermudas; zwischen Neufundland im Norden, dem Neufundlandbecken im Nordosten, dem Nordatlantischen Rücken im Osten Puerto Rico hinter dem bis 9.219 m tiefen Puerto-Rico-Graben (Milwaukeetief = tiefste Stelle des Atlantik) im Süden, den Bahamas im Südwesten und Nordamerika im Westen]
- Norwegische Rinne (bis 725 m tief; enthält die tiefste Stelle der Nordsee im Skagerrak; zwischen Süd-Norwegen im Norden, der schwedischen Küste im Osten, dem Kattegat im Südosten, der dänischen Doppelinsel Vendsyssel/Thy im Süden, der eigentlichen Nordsee im Westen und dem Norwegischen Becken im Nordwesten)
- Norwegisches Becken (bis 4.020 m tief; liegt im Europäischen Nordmeer zwischen dem Grönlandbecken im Norden, der Jan-Mayen-Schwelle im Nordosten, Norwegen im Osten, der Nordsee und den Shetlandinseln im Süden, Färöer im Südwesten, Island im Westen und Jan Mayen im Nordwesten)
- Ostseebecken [bis 459 m tief (Landsorttief: 459 m; Gotlandtief: 249 m); zwischen der schwedischen Ostküste bei Stockholm im Nordwesten und Westen und der estnisch-lettischen Küste im Osten und Südosten; Gotland liegt innerhalb dieses Beckens]
- Schwarzes Becken (bis 2.244 m tief; bildet das Zentrum des eurasischen Schwarzen Meeres)
- Sierra-Leone-Becken (bis 6.040 m tief; zwischen der sich auf dem afrikanischen Festland anschließenden Oberguineaschwelle im Nordosten, der Liberiaschwelle im Osten, dem Nordausläufer vom Südatlantischen Rücken und dem bis 7.730 m tiefen Romanchegraben im Süden, dem Südausläufer vom Nordatlantischen Rücken im Südwesten und der Sierra-Leone-Schwelle im Westen)
- Südantillenbecken (bis 7.756 m tief; zwischen den Falkland-Inseln im Nordwesten, Südgeorgien im Norden, den Südsandwichinseln im Osten, den Orkney-Inseln im Süden, der Westantarktis im Südwesten, dem Pazifischen Südpolarbecken im Westen und der Südspitze des südamerikanischen Kontinents im Nordwesten)
- Tyrrhenisches Becken (bis 3.758 m tief; es liegt im Europäischen Mittelmeer bzw. im Tyrrhenischen Meer zwischen Italien im Norden und Osten, Sizilien im Süden, Tunesien im Südosten und Korsika und Sardinien im Westen)
- Venezulanisches Becken (siehe Karibisches Becken)
- Westeuropäisches Becken (bis 6.325 m tief; zwischen dem Islandbecken im Nordwesten, Irland und Großbritannien im Nordosten, Nord-Spanien im Südosten, der Biscayaschwelle im Süden und dem Nordatlantischen Rücken im Westen)
- Yucatanbecken (bis 4.901 m tief; liegt im Nordwesten des Karibischen Meeres; zwischen Yucatan im Nordwesten, Kuba im Nordosten, Jamaika im Südosten, Honduras im Südwesten und Belize im Westen; im Südosten grenzt der bis 7.680 m tiefe Kaimangraben an)

Indischer Ozean

See-Becken im Indik u.a. mit Andamanensee sind:
- Agulhasbecken (bis 5.742 m tief; zwischen dem Kap Agulhas an der Südspitze von Afrika im Norden, der Crozetschwelle im Osten, dem Atlantisch-Indischen Rücken im Süden und der Kapschwelle im Westen)
- Andamanenbecken (bis 4.198 m tief; zwischen Myanmar im Norden, Thailand im Osten, Sumatra im Süden, den Nikobaren im Südwesten und den Andamanen im Westen)
- Arabisches Becken (bis 5.875 m tief; zwischen der Arabischen Halbinsel im Nordwesten, Indien im Nordosten, den Lakkadiven und den Malediven im Osten bzw. Südosten und dem Carlsbergrücken im Westen
- Atlantisch-Indisches-Südpolarbecken (siehe oben bei Atlantik)
- Indisches Südpolarbecken (bis 5.455 m tief; auch Östlich-Indisches Südpolarbecken genannt; zwischen der Macquarieschwelle im Nordosten und Osten, der Antarktis im Süden, dem Kerguelen-Gaußberg-Rücken im Westen und dem Südausläufer des Zentralindischen Rückens im Norden)
- Keelingbecken (bis 6.335 m tief; zwischen Sumatra im Norden, Java hinter dem bis 7.455 m tiefen Sundagraben im Nordosten, der Weihnachtsinsel im Osten, den Kokosinseln und dem Westteil des Nordwestaustralischen Beckens im Süden und der Bengalischen Schwelle im Westen und Nordwesten)
- Madagaskarbecken (bis 6.400 m tief; zwischen dem Maskarenenbecken und dem Maskarenenrücken mit den südlichen Maskarenen im Norden, dem Zentralindischen Rücken im Nordosten, dem Südwestindischen Becken im Südosten, der Crozetschwelle im Süden, dem Natalbecken im Südwesten und dem Südteil der Insel Madagaskar im Nordwesten)
- Maskarenenbecken (bis 5.322 m tief; zwischen den Seychellen im Norden, den Maskarenen auf dem Maskarenenrücken im Osten, dem Madagaskarbecken im Süden und Madagaskar im Westen)
- Natalbecken (bis 5.779 m tief; zwischen Madagaskar im Norden, dem Madagaskarbecken im Nordosten, dem Südwestindischen Becken im Osten, den Prinz-Edward-Inseln (Crozetschwelle) im Süden, dem Agulhasbecken im Südwesten und dem Südlichen Afrika im Westen)
- Nordaustralisches Becken [bis 6.840 m tief (Berlintief); zwischen Sumbawa und Sumba hinter dem bis 7.455 m tiefen Sundagraben im Norden, der Timorsee im Osten, dem nordwestlichen Australien im Südosten und Süden, dem Nordwestaustralischen Becken im Südwesten und der Weihnachtsinsel im Westen]
- Nordwestaustralisches Becken [bis 7.001 m tief; zwischen der Weihnachtsinsel und dem hinter dem bis 7.455 m tiefen Sundagraben liegenden Java im Norden, dem Nordaustralischen Becken im Nordosten, dem westlichen Australien im Osten, dem Westaustralischen Becken im Südosten, dem K XVIII-Rücken im Süden, dem südlichen Teil des Zentralindischen Beckens und der Bengalischen Schwelle im Westen und dem Keelingbecken sowie den Kokosinseln im Nordwesten]
- Omanbecken (bis 4.122 m tief; der Nordwestteil des Arabischen Beckens; dieses Becken umfasst den Golf von Oman und die der Ostküste des Omans vorgelagerten Seebereiche des Indiks)
- Östlich-Indisches Südpolarbecken (siehe Indisches Südpolarbecken)
- Rotes Becken (bis 2.604 m tief; bildet das Zentrum des Roten Meeres)
- Somalibecken (bis 5.825 m tief; zwischen den Sokotra-Inseln im Norden, dem Carlsbergrücken im Osten, den Seychellen im Süden und dem Horn von Afrika im Nordwesten)
- Südaustralisches Becken [bis 5.998 m tief (Jeffreytief); zwischen Australien im Norden, Tasmanien im Osten, der Tasmanschwelle im Südosten, der Macquarieschwelle im Süden, dem südöstlichsten Ausläufer - Südindischer Rücken - des Zentralindischen Rückens im Südwesten und dem Südostindischen Becken im Westen]
- Südostindisches Becken [bis 8.047 m tief (Diamantinatief = tiefste Stelle des Indik); zwischen dem Westaustralischen Becken im Norden, dem südöstlichen Australien im Nordosten, dem Südaustralischen Becken im Osten, dem Südindischen Rücken im Süden, dem Zentralindischen Rücken im Südwesten und dem K XVIII-Rücken im Nordwesten]
- Südwestindisches Becken (bis 5.605 m tief; zwischen dem Madagaskarbecken im Norden, dem Zentralindischen Rücken im Norden und Osten, den Kerguelen im Südosten und den Crozetinseln im Südwesten)
- Westaustralisches Becken [bis 5.850 m tief; zwischen dem Nordwestaustralischen Becken im Nordwesten und Norden, dem westlichen Australien im Osten, dem Südostindischen Becken im Süden und dem K XVIII-Rücken im Westen]
- Zentralindisches Becken (bis 5.386 m tief; zwischen Sri Lanka im Norden, der Bengalischen Schwelle im Osten, dem K XVIII-Rücken im Südosten, dem Zentralindischen Rücken im Südwesten und Westen und dem Tschagosrücken mit Tschagos, den Malediven und den Lakkadiven im Nordwesten)

Pazifischer Ozean

See-Becken im Pazifik u.a. mit Australasiatisches Mittelmeer und Japanisches Meer sind:
- Aleutenbecken (siehe Beringbecken)
- Arubecken (bis 3.680 m tief; liegt im Norden der Arafurasee zwischen dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea im Norden, Aru im Osten, der eigentlichen
Arafurasee im Süden, den Tanimbar-Inseln im Südwesten und Kai im Westen)
- Bacanbecken (bis 4.972 m tief; liegt im Indonesischen Archipel in der Molukkensee zwischen dem Ostausläufer von Sulawesi im Westen, dem Nordostausläufer dieser Insel im Nordwesten, Bacan im Nordosten und Osten, Obi im Südosten, der Seramsee und den Sula-Inseln im Süden und Peleng im Südwesten)
- Bandabecken (bis 5.801 m tief; besteht aus dem bis 5.801 m tiefen
Nord-Bandabecken und dem bis 5.400 m tiefen Süd-Bandabecken; an letzteren grenzt im Osten die bis 7.440 m tiefe Webertief an; liegt im Indonesischen Archipel in der Bandasee zwischen Sulawesi im Nordwesten, Seram im Nordosten, den Tanimbar-Inseln im Südosten und Timor im Süden)
- Beringbecken (auch
Aleutenbecken genannt; bis 4.096 m tief; bildet insbesondere den Aleuten vorgelagerten Südtteil des Beringmeeres)
- Burubecken (bis 5.318 m tief; liegt im Indonesischen Archipel der Seramsee zwischen Obi im Norden, Misool im Osten, Seram im Süden, Buru im Südwesten und den Sula-Inseln im Westen)
- Celebesbecken (bis 6.218 m tief; auch
Sulawesibecken genannt; umfasst die Celebessee im Indonesischen Archipel zwischen dem philippinischen Sulu-Archipel und Mindanao im Norden, dem Sangi-Archipel im Osten, dem indonesischen Sulawesi im Süden und der zum zuletzt genannten Staat gehörenden Ostküste von Borneo im Westen)
- Chilebecken (bis 5.470 m tief; zwischen der
Nazcaschwelle im Nordwesten, dem Atacamagraben im Nordosten und Osten und dem Juan-Fernández-Rücken im Südwesten)
- Fanningbecken (bis 8.584 m tief; ein südlicher Teil des
Nordpazifischen Beckens; zwischen dem Marcus-Necker-Rücken im Norden, z.B. dem Johnston Atoll und der Fanning-Insel auf dem Fanningrücken im Osten, den Gesellschaftsinseln im Südosten, den Cook-Inseln im Süden, Samoa und den Phönix-Inseln im Südwesten und den Marshall-Inseln im Nordwesten; im Nordwesten dieses Beckens liegt der bis 7.315 m tiefe Marshallgraben östlich der gleichnamigen Inseln und im mittleren Teil des Beckens liegt der gleichtiefe Phoenixgraben)
- Fidschibecken [bis 6.150 m tief; besteht aus dem bis 6.150 m tiefen
Nord-Fidschibecken und dem bis 5.303 m tiefen Süd-Fidschibecken (an letzteres grenzt im Nordwesten der Fidschigraben an, der ebenfalls bis 6.150 m tief ist), die nördlich und südlich der Hunterschwelle liegen; zwischen dem Südausläufer des Nordpazifischen Beckens im Norden, den Elliceinseln im Nordosten, Fidschi im Osten, den Kermadecinseln auf dem Kermadec-Tonga-Rücken im Südosten, der Nordinsel von Neuseeland im Süden, der Neukaledonische Schwelle im Südosten, Vanuatu im Westen und den Santa-Cruz-Inseln im Nordwesten]
- Floresbecken (bis 6.961 m tief; liegt im Indonesischen Archipel in der Floressee zwischen Sulawesi im Norden, dem
Bandabecken im Osten Flores im Süden, Sumbawa im Südwesten und der Javasee im Westen)
- Guatemalabecken (bis 6.276 m tief; Teil des
Zentralpazifischen Beckens; liegt südwestlich des bis 6.662 m tiefen Guatemala- oder Mexikograbens, hinter dem die Pazifik-Küste von z.B. Mexiko, Guatemala und El Salvador liegt)
- Japanbecken (bis 4.225 m tief; zwischen Russland im Norden; Japan im Osten und Süden und der Halbinsel von Korea im Westen)
- Karolinenbecken (bis 6.950 m tief; besteht aus den durch die
Neuguineaschwelle geteilten West- und Ostkarolinenbecken; zwischen den Karolinen im Norden, den Marshall-Inseln im Nordosten, den Kiribati im Osten, Tuvalu und Fidschi im Südosten, den Santa-Cruz-Inseln und Salomonen, Neubritannien und Neuguinea im Süden, dem Morotaibecken im Südwesten, den Palau-Inseln hinter dem bis 8.138 m tiefen Palaugraben im Westen und den Ngulu- und Yap-Inseln hinter dem bis 8.597 m tiefen Yapgraben im Nordwesten)
- Korallenbecken (bis 4.718 m tief; es liegt östlich des Great Barrier Reef zwischen dem Ostende von Neuguinea im Norden, dem
Salomonenbecken im Nordosten, dem Neuhebridenbecken im Osten, Neukaledonien im Südosten, dem Ostaustralischen Becken im Süden und Australien im Südwesten und Westen)
- Marianenbecken [bis 6.674 m tief; ein Teil des
Nordpazifischen Beckens; es liegt zwischen der Marcusinsel im Norden, der Wake-Insel im Nordosten, den Marshall-Inseln und dem Marshallbecken im Südosten, den Karolinen im Süden und den Marianen hinter dem bis 11.034 m tiefen Marianengraben (Witjastief 1 = tiefste Stelle des Pazifiks und des Weltmeeres) im Westen]
- Marshallbecken (bis 5.634 m tief; zwischen den Marshall-Inseln im Norden, den Gilbert-Inseln im Osten, dem
Nord-Fidschibecken im Südosten, den Salomonen im Südwesten und den Karolinen im Westen)
- Morotaibecken (bis 4.930 m tief; zwischen Morotai im Nordwesten, dem bis 10.540 m tiefen Philippinengraben (Galatheatief) im Norden, dem
Westkarolinenbecken im Nordosten und Osten, Waigeo im Südosten und Halmahera im Südwesten)
- Neuhebridenbecken (bis 6.765 m tief; zwischen dem bis 7.388 m tiefen
Santa-Cruz-Graben hinter dem Santa-Cruz-Becken im Norden, den Santa-Cruz-Inseln im Nordosten, Vanuatu im Osten, dem Fidschibecken hinter dem bis 7.570 m tiefen Neuhebridengraben im Süden, Neukaledonien im Südwesten und dem Korallenbecken im Westen)
- Nord-Fidschibecken (bis 6.150 m tief; siehe
Fidschibecken)
- Nordpazifisches Becken
- (bis 7.407 m tief; teils auch
Nordpazifisches Großbecken genannt umfasst es nahezu den gesamten Nord-Pazifik und reicht in Richtung Süden bis über den Äquator; es liegt zwischen den Aleuten hinter dem bis 7.678 m tiefen Aleutengraben im Norden, Nordamerika im Nordosten und Osten, dem Zentralpazifischen Becken und der Fanning-Insel im Südosten, den Phönix-Inseln im Süden, den Elliceinseln und den Gilbert-Inseln im Südwesten, den Marshall-Inseln und der auf dem Marcus-Necker-Rücken liegenden Wakeinsel im Westen und dem Nordwestpazifischen Rücken im Nordwesten; die zentrale Inselgruppe sind die Hawaii-Inseln)
- Nordpazifisches Großbecken (bis 7.407 m tief; siehe
Nordpazifisches Becken)
- Nordwestpazifisches Becken [bis 7.276 m tief; zwischen den Kurilen hinter dem bis 10.542 m tiefen Kurilengraben (Witjastief 3) im Nordwesten, Kamtschatka im Norden, dem
Nordwestpazifischen Rücken im Osten, dem Marcus-Necker-Rücken im Süden und Japan hinter dem bis 10.554 m tiefen Japangraben (Ramapotief) im Westen]
- Ochotskisches Becken (bis 5.210 m tief; bildet insbesondere den Kurilen vorgelagerten Südtteil des Ochotskischen Meeres)
- Ostaustralisches Becken [bis 5.943 m tief (Thomsontief); wird teils auch
Tasmanbecken genannt; zwischen dem Korallenbecken im Norden, dem Neuseelandrücken im Osten, der Südinsel von Neuseeland im Süosten), der Tasmanschwelle im Südwesten und Tasmanien sowie Australien im Westen]
- Ostchinesisches Becken (bis 2.719 m tief; bildet insbesondere den Ryūkyū-Inseln vorgelagerten Südtteil des Ostchinesischen Meeres)
- Ostkarolinenbecken (bis 6.950 m tief; siehe
Karolinenbecken)
- Ostpazifisches Südpolarbecken (siehe
Pazifisches Südpolarbecken)
- Pazifisches Südpolarbecken (bis 5.399 m tief; zwischen dem Südausläufer des
Ostpazifischen Rückens im Norden, der Osterschwelle und der Südspitze von Südamerika im Nordosten, dem bereits zum Atlantik gehörenden Südantillenbecken im Osten, der Westantarktis im Südosten, der eigentlichen Antarktis im Süden und dem Südpazifischen Rücken im Westen und Nordwesten)
- Perubecken (bis 5.298 m tief; zwischen den Galápagos-Inseln im Norden, dem mittleren Norden von Südamerika im Nordosten, dem
Juan-Fernández-Rücken mit den Juan-Fernández-Inseln und San Felix sowie dem bis 8.064 m tiefen Atacamagraben im Osten), der Osterschwelle im Süden und dem Ostpazifischen Rücken im Westen)
- Philippinenbecken (bis 7.559 m tief; zwischen Japan im Norden, den Vulkan-Inseln und den Marianen im Osten, den Palau-Inseln im Süden, den Philippinen hinter dem bis 10.540 m tiefen Philippinengraben (Galatheatief) im Westen und Taiwan und den Ryūkyū-Inseln hinter dem bis 7.507 m tiefen
Ryūkyū-Graben im Nordwesten)
- Phoenixbecken (bis 7.589 m tief; der südlichste Teil des
Nordpazifischen Beckens; geht im Norden in das Fanningbecken über und liegt zwischen der Howlandinsel im Nordosten, den Phönix-Inseln und den Tokelau-Atollen im Osten, Samoa im Südosten, den Elliceinseln im Südwesten und den Gilbert-Inseln im Westen)
- Salomonenbecken (bis 5.419 m tief, zwischen den Salomon-Inseln im (Nord-)Osten, dem
Neuhebridenbecken im Südosten, dem Korallenbecken im Süden und Australien im Südwesten, dem Ostende von Neuguinea im Westen und Neubritannien im Nordwesten; teil dieses Beckens ist die 9.142 m tiefe Planettief im Neupommern-Bougainville-Graben)
- Santa-Cruz-Becken (bis 4.690 m tief; zwischen den Salomoninseln hinter dem bis 7.388 m tiefen
Santa-Cruz-Graben im Nordwesten, den Santa-Cruz-Inseln auf dem Neuhebridenrücken im Osten, dem Neuhebridenbecken im Süden und dem Korallenbecken im Westen)
- Sawubecken (bis 3.497 m tief; in der Sawusee; zwischen Flores im Norden, Timor im Osten, Sawu im Süden und Sumba im Westen)
- Südchinesisches Becken (bis 5.559 m tief; liegt im Südchinesischen Meer zwischen der Volksrepublik China im Norden, Taiwan im Nordosten, den Philippinen im Osten, Brunei und Malaysia im Süden und Vietnam im Westen)
- Süd-Fidschibecken (bis 5.303 m tief; siehe
Fidschibecken)
- Südpazifisches Becken (bis 6.250 m tief; teils auch
Südpazifisches Großbecken genannt umfasst es nahezu den gesamten Südwest-Pazifik zwischen den Cook-Inseln im Norden, den Tubuai-Inseln im Nordosten, dem Ostpazifischen Rücken im Osten, dem Südpazifischen Rücken und die 8.582 m tiefe Byrdtief im Süden, Neuseeland im Südwesten und den Kermadecinseln und den Tonga-Inseln hinter dem bis 10.047 m tiefen Kermadecgraben und dem bis 10.882 m tiefen Tongagraben (Witjastief 2) auf dem Kermadec-Tonga-Rücken im Westen)
- Südpazifisches Großbecken (bis 6.245 m tief; siehe
Südpazifisches Becken)
- Sulawesibecken (siehe
Celebesbecken)
- Sulubecken (bis 7.022 m tief; umfasst die Sulusee im Indonesischen Archipel zwischen den philippinischen Inseln Palawan im Nordwesten, Panay und Mindoro im Norden, Negros und Mindanao im Osten sowie dem Sulu-Archipel im Süden und der zu Malaysia gehörenden Nordostküste von Borneo im Südwesten)
- Tasmanbecken (siehe
Ostaustralisches Becken)
- Westkarolinenbecken (bis 5.798 m tief; siehe
Karolinenbecken)
- Zentralpazifisches Becken
- (bis 7.022 m tief; teils auch
Zentralpazifisches Großbecken genannt umfasst es nahezu den gesamten Mittel-Pazifik zwischen dem Nordpazifischen Becken im Nordwesten, Mexiko und Mittelamerika hinter dem bis 6.662 m tiefen Guatemala- oder Mexikograben im Nordosten, dem Ostpazifischen Rücken im Südosten, dem Tuamotu-Archipel im Südwesten und z.B. der Fanning-Insel auf dem Fanningrücken im Westen)
- Zentralpazifisches Großbecken (bis 7.022 m tief; siehe
Zentralpazifisches Becken)

Südlicher Ozean

Im
Südlichen Ozean, also im Südpolarmeer bzw. jenseits des 60. südlichen Breitengrads liegen die jeweils südlichen Bereiche dieser Tiefseebecken, die in Richtung Norden in den Atlantik, Indik bzw. Pazifik übergehen:
- Atlantisch-Indisches-Südpolarbecken (siehe obig unter
Atlantischer Ozean)
- Indisches Südpolarbecken (siehe obig unter
Indischer Ozean)
- Südantillenbecken (siehe obig unter
Atlantischer Ozean)
- Pazifisches Südpolarbecken (siehe obig unter
Pazifischer Ozean) ---- (
-
Anmerkung: Die Grenzen der ineinander übergehenden Nord- und Zentralpazifischen Becken sind insbesondere zwischen Hawaii auf dem Hawaii-Rücken und dem mexikanischen Niederkalifornien nicht eindeutig festlegbar, zumal die beiden Tiefsee-Großbecken in diesem Bereich des Stillen Ozeans nahtlos - also ohne weitere Schwellen oder Rücken - ineinander greifen. Allerdings ist das Zentralpazifische Becken in Richtung Westen u.a. durch den wuchtigen Fanning-Rücken mit der Fanning-Insel zum Nordpazifische Becken eindeutig abgegrenzt.

Siehe auch


- Becken (Geologie)
- Becken (Geomorphologie)
- Echolot
- Lotung
- Meerestief
- Meerestiefe
- Ozeanografie
- Plattentektonik
- Schwelle
- Subduktion
- Tauchboot
- Tiefsee
- Tiefseerinne (bzw. -graben) Kategorie: Geomorphologie


Große Sunda-Inseln

Die Großen Sunda-Inseln sind eine Inselgruppe im indonesischen Archipel. Zusammen mit den Kleinen Sunda-Inseln bilden sie die Sunda-Inseln. Zu den großen Sunda-Inseln gehören Borneo (indonesisch Kalimantan), Sumatra, Java und Sulawesi. Außer dem Norden Borneos bilden die Inseln den Hauptteil Indonesiens. Auf Borneo befinden sich Ost-Malaysia und Brunei. Die Inseln bilden die Grenze zwischen dem Pazifischen Ozean beziehungsweise dessen Nebenmeer Südchinesisches Meer und dem Indischen Ozean. Mit 1,5 Millionen km² und etwa 180 Millionen Einwohnern handelt es sich um die größte Inselgruppe der Welt (nur Grönland ist flächenmäßig größer). Kategorie:Inselgruppe Kategorie:Geographie (Indonesien) ja:大スンダ列島

Molukken

Die Molukken, in kolonialer Zeit unter dem Namen Gewürzinseln bekannt, sind eine indonesische Inselgruppe zwischen Sulawesi und Neuguinea. Sie umfassen ein Gebiet von 74.505 km2 mit 2,1 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt der Region ist Ambon. Verwaltungsmäßig ist die Inselgruppe in die zwei Provinzen Maluku (Süd-Molukken) und Maluku Utara (Nord-Molukken) geteilt. Die wichtigsten Inseln der nördlichen Gruppe sind Halmahera, Ternate und die Sula-Inseln, die wichtigsten Inseln des südlichen Teils sind Ambon, Seram und Buru sowie die Banda-, Aru- und Tanimbar-Inseln. Die Bevölkerung besteht aus Malaien und Alfuren. Der hohe Anteil von Christen (ca. 33 %) ist durch die zahlreichen islamischen Einwanderer aus anderen Teilen Indonesiens mittlerweile rückläufig. Die ersten europäischen Stützpunkte wurden 1512 von den Portugiesen errichtet, die die Gewürzroute von hier nach Europa kontrollierten. 1663 kamen die Molukken in niederländischen Besitz. Im Krieg mit Napoleon wurden die niederländischen Besitzungen von Großbritannien besetzt (1796 - 1802 und 1810 - 1816). Während des 2. Weltkriegs besetzte Japan die Inseln, die nach dem Ende des Krieges Teil von Indonesien wurden. 1950 proklamierte der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken in den Süd-Molukken die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wurde von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Die Spannungen zwischen Christen und Muslimen blieben aber weiterhin untergründig bestehen, was seit 1998 wiederholt zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen führte. 80.000 Menschen verließen bis 2000 das Krisengebiet. 1975 überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) am 2. Dezember einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.

Weiterführende Informationen

Literatur


- [http://Antiquariats mit englischer Inhaltsangabe]
- Johann Verken:
Molukken -Reise 1607-1612. Neu herausgegeben nach der zu Breslau im Verlag von Urban Spaltholtz im Jahre 1668 erschienenen Original-Ausgabe (Reisebeschreibungen von Deutschen Beamten und Kriegsleuten im Dienst der Niederländischen West- und Ost-Indischen Kompagnien 1602-1797, Band 2). Haag : Nijhoff, 1930. 146 S.
- Johann Sigmund Wurfbain:
Reise nach den Molukken, Teil I (1632-1638), Teil II (1638-1646). Neu herausgegeben nach der zu Breslau im Verlag von Urb.Spaltholtz im Jahre 1668 erschienenen Original-Ausgabe, 2 Bände, 1. Auflage, Haag : Nijhoff, 1930.
-
Stadtplan von Ambon aus dem Jahre 1718. Kupferstich nach Schley, um 1760
- Rumphius (G. E. Rumpf 1628 – 1702):
Amboinischen Raritäten-Kamer von Schnecken und Muscheln. Abhandlung von den Steinschalichten Thieren welche Man Schneicken und Muscheln nennt. Übersetzt vom Holländischen ins Deutsche von P.L.S. Müller, J.H. Chemnitz.Wien, Krantz, 1765.
-
Bewohner der Molukken. altkol. Litho. aus Völkergalerie b. Goedsche, um 1840
- E. H. Röttger:
Briefe über Hinter-Indien während eines zehnjährigen Aufenthalts daselbst. An seine lieben Freunde in Europa. Originalausgabe Berlin, Müller, 1844.
- S. Friedmann:
Die Ostasiatische Inselwelt. Land und Leute von Niederländisch-Indien, den Sunda-Inseln, den Molukken sowie Neu-Guinea. 2 Bände. Leipzig, Otto Spamer 1868. 1.Bd.: Tropen-Eiland Java; 2.Bd.: Sumatra, Borneo, Celebes, die Molukken und Neu - Guinea. 518 Seiten.
- P. von Mökern:
Ostindien, seine Geschichte, Cultur und seine Bewöhner. Resultate eigener Forschungen und Beobachtungen and Ort und Stelle. Orig. Ausgabe Leipzig, Burfürst 1857.
- Adolf Bastian:
Indonesien oder Die Inseln des Malayischen Archipel: 1. Die Molukken. Reise-Ergebnisse und Studien; 2. Timor und umliegende Inseln. Reise-Ergebnisse und Studien; 3. Sumatra und Nachbarschaft. Reise-Ergebnisse und Studien; 4. Borneo und Celebes. Reise-Ergebnisse und Studien. 5. Java. Reise-Ergebnisse und Studien. Berlin, Dümmler, 1884-1889.
- Dr. Willy Kükenthal:
Ergebnisse einer zoologischen Forschungsreise in den Molukken und Borneo im Auftrage der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft. Zweiter Teil: Wissenschaftliche Reiseergebnisse. Band III, Heft II: Paul Matschie: Die Säugetiere der von W. Kükenthal auf Halmahera, Batjan und Nord-Celebes gemachten Ausbeute. Hans Graf von Berlepsch: Systematisches Verzeichnis der von Herrn Prof. Kükenthal während seiner Reisen im Malayischen Archipel im Jahre 1894 auf den nördlichen Molukken-Inseln gesammelten Vogelbälge. Prof. Dr. O. Boettger; Die Reptilien und Batachier. Dr. Franz Steindachner: Fische. Frankfurt/M., Diesterweg 1901;
- H. Merton und J. Roux:
Ergebnisse einer Zoologischen Forschungsreise in den Südöstlichen Molukken, Aru- und Kei – Inseln im Auftrag der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. Reisebericht. Frankfurt a.Main, Senckenbergische naturforschende Gesellschaft, 1910. 208 S. (Abhandlungen der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft Bd. 33, Hefte 1 u. 2)
- Odo Deodatus Tauern:
Patasiwa und Patalima. Vom Molukkeneiland Seran und seinen Bewohnern. Ein Beitrag zur Völkerkunde. Leipzig,Voigtländer, 1918.
- H. De. Jong:
Studien über Eruptiv-und Mischgesteine des Kaibobogebietes (West-Ceram) . Amsterdam 1923.
- H. H. Juynboll:
Katalog des Ethnographischen Reichsmuseums, Bände XXI - XXIII: Molukken I - III (3 Bände). Buchh. und Druckerei E. J. Brill, Leiden 1930.
- E. Ad. Jensen (Hrsg.):
Hainjuwele. Volkserzählungen von der Molukken-Insel Ceram. Gesammelt und bearbeitet von Ad.E. Jensen und H. Niggemeyer mit Zeichnungen von A. Hahn. Frankfurt am Main, Klostermann, 1939. Lex.8°, 455 S., Abb., eine Faltkarte, OHLn., Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Kulturmorphologie e.V. a. d. Joh. Wolfgang Goethe-Univ. Frankfurt