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Bande

Bande

Der Ausdruck Bande bezeichnet #(v. franz.: bande Truppe; aus provenzal.: banda die dem gleichen Banner folgenden) #
- eine organisierte Gruppe von Kriminellen Bande (Gruppe) #(v. franz.: bande; aus german.: binda binden) #
- die Einfassung eines Sportfeldes: Bande (Sport) #
- eine Gruppe von Linien eines optischen Spektrums: Absorptionsbande # Innenrand beim Billard, über Bande spielen. siehe auch Band, Bandage, Bandit

Bande (Gruppe)

Bande ist nach deutschem Strafrecht eine Bezeichnung für mehrere zusammenwirkende Täter. Der Begriff umfasste nach Auffassung der Rechtsprechung bis ins Jahr 2001 mindestens zwei, nach Vorlageentscheidung des 4. Strafsenates zum Großen Senat in Strafsachen wieder mindestens drei Bandenmitglieder. Die überwiegende Literaturmeinung vertritt ebenfalls den Standpunkt, dass es sich dabei um mindestens drei Bandenmitglieder handeln müsste. Begründet wird dies damit, dass erst bei drei Mitgliedern eine erhöhte Gefährlichkeit besteht, die sich unter anderem aus der Gruppendynamik ergibt. Weiterhin sollen nicht Mittäter von den Bandendelikten erfasst werden, die mit organisierter Kriminalität nichts zu tun haben. Relevant ist der Begriff zum Beispiel beim Tatbestand des Bandendiebstahls. Nach der neueren Rechtsprechung des BGH ist es nicht mehr notwendig, dass zwei Bandenmitglieder gemeinsam den Diebstahl begehen. Es reicht vielmehr aus, wenn die Bandenmitglieder in beliebiger Form organisatorisch zusammenwirken (Beispiel: einer entwendet die Sache, der andere steht Schmiere). Die Bandenmitglieder müssen sich auch nicht kennen oder persönlich verabredet haben. Ausreichend ist allein der Willen, sich mit mindestens zwei anderen zur Begehung zukünftiger Straftaten zu verbinden.

Bekannte Banden der Kriminalgeschichte


- Hudson Dusters
- Bloods und Crips
- Mara salvatrucha
- Gophers (Bande)
- Five Points Gang Kategorie:Besondere Strafrechtslehre

Absorptionsbande

Eine Absorptionsbande ist ein Wellenlängenintervall, in dem das Licht einer Strahlungsquelle, z.B. der Sonne, durch chemische Substanzen (z.B. atmosphärische Gase wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Ozon, Methan ...) auf dem Weg zum Empfänger selektiv absorbiert ("aufgesaugt", "geschluckt") wird. Das kontinuierliche Spektrum der Strahlungsquelle kommt beim Empfänger nun mit dunklen Lücken, den so genannten Absorptionsbanden an. Das so erhaltene Abbild des Spektrums wird Bandenspektrum genannt. Eine Absorptionsbande besteht aus einer größeren Anzahl von einzelnen (singulären) dicht nebeneinanderliegenden Absorptionslinien. Sie entstehen infolge der Kopplung von elektrischer Schwingungs- und Rotations-Anregung in Molekülen, so dass keine einzelne Energiedifferenz absorbiert wird, sondern ein ganzes Spektrum von Energiewerten, je nach Anregung der Moleküle. Bei bestimmten Stoffen und Zuständen kann die Absorptionsbande bei entsprechender Auflösung in einzelne Absorptionslinien aufgespaltet werden, was Aussagen über den Anregungs/Schwingungszustand des entsprechenden Stoffes zulässt. Man spricht dabei von der Feinstruktur der Absorptionsbande. Kategorie:Spektroskopie

Band

Band (v. althochdt.: band, zu „binden“) ist

das Band – Plural „Bänder“


- ein längerer schmaler Gewebestreifen zum Schmuck, zur Verstärkung, zum Zusammenhalten, siehe Band (Textil)
- kurz für Hebeband
- kurz für Klebeband (durchsichtig als Film bezeichnet)
- kurz für Messband oder Maßband
- kurz für Farbband in Schreibmaschine oder Drucker
- kurz für Zielband im Sport
- kurz für Magnetband (Tonband, Videoband)
- kurz für Förderband (im Transportwesen)
- kurz für Fließband (in der Industrie)
- kurz für Buchband (Lese- oder Merkbändchen in einem Buch)
- ein nur wenig dehnbarer – einer Sehne ähnlicher – Bindegewebsstrang zur Verbindung der Knochen eines Gelenks, siehe Band (Anatomie)
- in der Technik das Sägeband einer Bandsäge
- im Handwerk ein Metallbeschlag, (der mit Tür-, Fensterangel oder einem Scharnier verbunden ist, siehe Band (Beschlag)
- in der Nachrichtentechnik ein festgelegter Frequenzbereich, siehe Frequenzband
- in der Nachrichtentechnik die Unterteilung eines einzelnen Kanals, siehe Oberband
- in der Physik ein kontinuierlicher Energiebereich, siehe Bandstruktur
- in der Studentensprache ein Teil des so genannten Couleurs, das heißt, der äußeren Erkennungszeichen von Studentenverbindungen, meist ca. 28 mm breit und in den Farben der jeweiligen Verbindung
- in der Mechanik eine Verbindung zur Kraftübertragung, zum Beispiel ein Schubgliederband, siehe Band (Mechanik)

das Band – Plural „Bande“


- veraltet für Fessel
- eine Bindung oder enge Beziehung (Band der Freundschaft) Siehe dazu phonetisch gleich (jeweils dunkles a): : die Bande, Plural die Banden (Begrenzung beim Billard)
Siehe dazu phonetisch unterschiedlich (jeweils helles a): : die Bande (Gruppe), Plural die Banden

der Band – Plural „Bände“


- ein einzelnes Buch eines größeren Druckwerkes aus mehreren Büchern, siehe Band (Buch)

aus dem Englischen „band“ – Plural „Bands“


- eine kleine Gruppe (30-50 Personen) von nordamerikanischen Indianern
- eine Gruppe von Musikern, die vorzugsweise Popmusik, Rockmusik, Jazz etc. musizieren, siehe Musikgruppe ko:밴드

Bandage

Bandagen sind meist weiche Stoffstücke, mit denen verletzte Körperteile eingewickelt werden, um sie vor Schmutz zu schützen. Jedoch gibt es auch so genannte Stützbandagen, die die Gelenke vor Überbeanspruchung schützen sollen.

Pferdesport

Bandagen werden im Reitsport als Schutz für Fesselgelenk und Röhrbein des Pferdes verwendet. Die Bandage hat entgegen dem Irrglauben vieler Reiter keinerlei Stützfunktion. Wird sie als Schutz zum Beispiel beim Transport oder auch beim normalen Reiten verwendet, so ist unbedingt auf korrekten Sitz zu achten. Die Bandagen dürfen keinesfalls zu eng gewickelt werden, da sie die Blutzufuhr der Beine beeinträchtigen würden, und sie dürfen auch nicht zu locker gewickelt werden, da sie sich in diesem Fall leicht lösen und zu einem beträchtlichen Verletzungsrisiko für Pferd und Reiter werden können. Die bessere, weil unproblematischere Wahl sind in den meisten Fällen Gamaschen.

Kampfsport

Im Boxen ist heutzutage das Tragen von Handbandagen für den Kämpfer in den Regeln vorgeschrieben. Das Tragen von Hand- oder Fußbandagen ist aber auch in anderen Kampfsportarten weit verbreitet. Bandagen schützen die Knochen und Gelenke vor Verstauchungen und Brüchen. Die Bandagen müssen im Amateurboxen aus Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell gefertigt sein. Jede Bandage darf höchstens 2,50 m lang und 5 cm breit sein. Im Altertum wurden Bandagen aus Leder benutzt. Neben der Schutzwirkung sollten sie das Verletzungsrisiko des Gegners erhöhen. In römischen Faustkämpfen soll es sogar zulässig gewesen sein die Bandagen mit Metallplättchen zu besetzen. Kategorie:Pferdesport Kategorie:Schutzkleidung

Categoria:Patrimoni dell'umanità del Malawi

Categoria:Malawi Malawi

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