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| Banff-Nationalpark |
Banff-Nationalpark
Der in der kanadischen Provinz Alberta gelegene Banff-Nationalpark wurde 1885 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Kanadas, der zweitälteste Nordamerikas und drittältester der Welt. Mit seinen 6.641 km² Fläche gehört er zu den größeren Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains. Seinen Namen trägt der Park nach dem schottischen Banffshire, der Heimatregion zweier Geldgeber der Canadian Pacific Railway, bei deren Bau 1883 eine heiße Quelle in einer Höhle entdeckt wurde. Dort entstand die Ortschaft Banff. Er wurde von der UNESCO zum Welterbe erklärt.
Welterbe
Welterbe
Welterbe
Geschichte
Die kanadischen Rocky Mountains sind vor etwa 600 Millionen Jahren durch das Aufeinandertreffen zweier tektonischer Platten entstanden. Dabei wurde der ehemalige Meeresboden nach oben gedrückt.
Die Ureinwohner Kanadas lebten seit etwa 11.000 Jahren in der Gegend des jetzigen Parks.
Die ersten Europäer waren im Auftrag der Royal Geographical Society in der Palliser Expedition unterwegs, um eine Route für die Eisenbahn nach Westen zu suchen. Neben Palliser erforschte auch James Hector das Bow Valley, kam über den „Bow Pass“ und fand auch den Lyell Gletscher. Es gab noch weitere Expeditionen, jedoch wurde die größte Entdeckung erst 1883 beim Bau der Canadian Pacific Railway gemacht.
Während des Baus der Canadian Pacific Railway zeigten die Ureinwohner des Gebietes drei Bahnarbeitern die heiße Quelle mit dem Bassin in der Höhle. Die drei wussten sofort, was sie für einen Schatz entdeckt hatten, konnten sich aber über dessen Ausbeutung nicht einigen. Zwei Jahre später enthob die kanadische Regierung sie dieser Probleme und erklärte zuerst nur eine relativ kleine Region zum Schutzgebiet und am 23. Juni 1887 mit dem „Rocky Mountains Park Act“ zum Nationalpark.
Die Canadian Pacific Railway macht wegen des Parks einen Umweg über den südlicheren und steileren „Kicking Horse Pass“, während die kurz vor dem ersten Weltkrieg fertiggestellte Strecke der Grand Trunk Pacific Railway über den einfacheren „Yellowhead Pass“ nach Jasper führt. In den 1930ern kam noch der Icefields Parkway vom Banff nach Jasper hinzu. Der Highway führt zum Beispiel am Columbia Gletscher und den Athabasca Falls vorbei. Als letztes wurde der Trans Canda Highway durch den Park gebaut und 1965 fertig gestellt.
Fauna
Im Park leben viele große Tierarten, zum Beispiel Elch, Wapiti, Dickhornschaf, Bergziege, Schwarzbär, Grizzlybär, Luchs, Wolf und Kojote. Zahlreiche Vogelarten nutzen vor allem die im Park befindlichen Vermilion Lakes als Rastplatz.
Sehenswürdigkeiten
- Cave and Basin – Die Höhle mit heißer Quelle und Warmwasserbassin, denen der Park seine Entstehung verdankt
- Sulphur Mountain – 2.285 Meter hoher Berg oberhalb der Ortschaft Banff
- Lake Louise – Wunderschöner Bergsee, der leider von Touristen überlaufen ist
- Chateau Lake Louise – Nobelherberge direkt am See
- Moraine Lake und Valley of ten peaks – Bergsee im Tal vor zehn Gipfeln
- Peyto Lake – Unwirklich türkis schimmernder Bergsee
- Banff Gondola
- Bow River – Fluss, der durch den Nationalpark fließt
- Banff – etwa 6.000 Einwohner zählende Ortschaft, die auf 1.384 Metern Höhe liegt
- Banff Springs Hotel – Nobelherberge, die einem schottischen Schloss nachempfunden wurde
- Icefields Parkway – 231 Kilometer langer Highway von Banff bis Jasper mitten durch die Rocky Mountains
Tourismus
Am Banff-Nationalpark scheiden sich die Geister: Unbestritten liegen in dem Schutzgebiet einige von Kanadas schönsten Landschaften. Doch mit etwa fünf Millionen Besuchern pro Jahr ist die Grenze der Belastbarkeit eben jener Natur erreicht. Oder sogar überschritten, wie einige Naturschützer warnen. Bei anderen Parks, die von einer Flut an Touristen überlaufen zu werden drohen, spricht man schon von einer „Verbanffisierung“.
Zwei Eisenbahnlinien und der vierspurige Trans Canada Highway schlängeln sich ebenfalls durch Teile des Parks. Der Highway ist im Sommer so stark frequentiert, dass sich teilweise Staus bilden und für die Tierwelt bereits Über- und Unterführungen gebaut und an den Rändern Zäune aufgestellt wurden. Nicht nur für die Tiere endet das Zusammentreffen mit dem modernen Autoverkehr oft tödlich. Der Park ist zwar - nach deutschen Maßstäben – riesig, doch ein Großteil dieser Landschaft besteht aus steilen, felsigen Bergen oder ist ganzjährig unter Schnee und Eis begraben, auch ein Grund dafür, dass sich der Tourismus an einigen wenigen Punkten konzentriert.
In dem engen Haupttal des Bow Rivers, das für die Tiere den wichtigsten Lebensbereich darstellt, dehnen sich neben Highway und Zuglinien noch eine Nebenstraße und das 6.000-Einwohner-Städtchen Banff aus. Selbst im Winter gibt es keine Ruhe für die Natur, gilt die Region doch zu Recht als eines der schönsten und schneesichersten Skigebiete der Welt. Banff ist also ein Nationalpark, dem seine eigene Schönheit zum Verhängnis werden könnte.
Siehe auch
Nationalparks in Kanada
Weblinks
- http://www.pc.gc.ca/pn-np/ab/banff (engl.)
Kategorie:Alberta
Kategorie:Nationalpark in Kanada
Kategorie:Weltnaturerbe
ja:バンフ国立公園
zh-min-nan:Banff Kok-ka Kong-hn̂g
Alberta (Kanada)
Alberta (benannt nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, Tochter von Königin Viktoria) ist die westlichste der Prärieprovinzen Kanadas. Sie grenzt im Westen an British Columbia, im Osten an Saskatchewan, im Norden an die Nordwest Territorien und im Süden an die USA.
Die Prärie dominiert Albertas Landschaft und dehnt sich im Osten bis nach Manitoba aus.
An der Westgrenze der Provinz dominieren hingegen die östlichen Ausläufer der Rocky Mountains.
Die Hauptstadt ist Edmonton, die größte Stadt Calgary.
Andere größere Städte und Orte sind Banff, Camrose, Fort McMurray,
Grande Prairie, Jasper, Lethbridge, Lloydminster, Medicine Hat
und Red Deer.
Besonderheiten
Alberta wird auch das Land der Cowboys genannt. Nirgends in Kanada (neben B.C.) gibt es so viele Working und Guest Ranches wie hier. Auf diesen Ranches kann man sich so richtig nach Lust und Laune als Cowboy fühlen und den Reiz der Wildnis geniessen.
Jährlich findet auch die [http://www.calgarystampede.com Calgary Stampede] statt, es ist das größte Rodeo weltweit seiner Art.
Bevölkerung
Albertas Bevölkerung wächst wegen anhaltender Einwanderung rasant. Die Bevölkerungsdichte liegt bei etwa vier Einwohnern pro Quadratkilometer. Ca. 85 Prozent der Bevölkerung sprechen Englisch als Muttersprache, ca. 5 Prozent Französisch.
Etwa 70 000 Bürger Albertas sind Indianer. Mehrheitlich sind dies Cree und Blackfeet (Siksika).
Dazu kommt eine größere Anzahl Métis. Ihnen wurde 1990 vom obersten Gerichtshof Kanadas ein in acht Siedlungen aufgeteiltes Schutzgebiet von 500 000 Hektar Land zugesprochen. Die Provinz ist eines der Zentren der Hutterer in Kanada.
Größte Städte
Ölvorkommen
Alberta besitzt reiche Ölvorkommen, insbesondere wird Ölsand abgebaut.
[http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/themen/oel/kanada.html]
Weblinks
- [http://www.gov.ab.ca/home Regierung von Alberta] (engl.)
- [http://www.albertacentennial.ca/history/default.aspx Geschichte von Alberta] ist eine Seite der Regierung von Alberta zum 100. Jahrestag der Provinzgründung (engl.)
Siehe auch
- Ort in Alberta
Kategorie:Kanada
Kategorie:Kanadische Provinzen und Territorien
ja:アルバータ州
ko:앨버타 주
simple:Alberta
zh-min-nan:Alberta
Nationalpark
Geschichte der Nationalparks
Die Idee, eine besonders schützenswerte Naturlandschaft zum Nationalpark zu erklären, ist über 100 Jahre alt. 1872 wurde in den USA der Yellowstone-Nationalpark gegründet. Bereits seit 1864 gab es ein erstes Schutzgebiet im heutigen Yosemite-Nationalpark, das aber erst 1906 in das entstehende Nationalparksystem eingegliedert wurde. Die Idee der Gründer war, die Wunder der Natur zu bewahren, so dass auch nachfolgende Generationen sich an ihnen erfreuen und sich hier erholen können.
Die Länder Kanada, Australien und Neuseeland folgten bald mit der Errichtung von Nationalparks, da hier noch große Gebiete unberührter Natur existierten, die relativ einfach geschützt werden konnten. In Europa wurden die ersten Nationalparks 1909 in Schweden errichtet, 1914 in der Schweiz. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich die Idee, und heute existieren in etwa 120 Ländern mehr als 2.200 Nationalparks. Die landschaftliche Vielfalt der Gebiete ist enorm und beinhaltet fast alle Landschaftstypen.
In Deutschland wurde mit dem Nationalpark Bayerischer Wald der erste Nationalpark erst 1970 errichtet. 1978 folgte der Nationalpark Berchtesgaden, der Königssee und Watzmann umschließt. 1985 und 86 wurden die Küstenbereiche des deutschen Wattenmeers als Nationalpark ausgewiesen. In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keine Nationalparks. Rund 15% der Landesfläche waren aber öffentlichem Zugang versperrt und wiesen fast unberührte Landschaften auf. In den Umbruchszeiten der Wende wurden 1990 noch vor der Wiedervereinigung fünf Nationalparks in der Noch-DDR umgesetzt. Seitdem kamen bis 2004 sechs weitere Nationalparks hinzu, die Errichtung eines Parks "Elbtalaue" scheiterte 1999. So bestehen 2004 in Deutschland 15 Nationalparks.
Nationalparks in Deutschland
Der Nationalpark gehört in Deutschland zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt.
Gesetzgebung und Verwaltung
In §24 des BNatSchG wird festgelegt, dass Nationalparks dem großräumigen Schutz von Gebieten von besonderer Eigenart dienen sollen. Diese Gebiete müssen in einem überwiegenden Teil die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen. Laut internationaler Konvention gelten für einen Nationalpark folgende Kriterien:
# es handelt sich um ein hervorragendes Gebiet von nationalem Interesse
# der Nationalpark wird öffentlich kontrolliert, d.h. Eigentümer ist eine zentrale Regierung, die auch die Verwaltung und Finanzierung sicherstellt
# es herrscht ein strenger gesetzlicher Schutz mit Einschränkung oder Verbot der Nutzung
# der Nationalpark ist für die Öffentlichkeit erschlossen.
Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Im übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzbuches.
Nationalparks sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden.
Neben dem Nationalpark kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparks,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000.
Nationalparks-Liste für Deutschland
- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seit 1985, 441 000 ha
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer seit 1986, 240.000 ha
- Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft seit 1990, 80.500 ha
- Nationalpark Müritz - seit 1990, 32.000 ha
- Nationalpark Unteres Odertal seit 1990, 32.884 ha
- Nationalpark Bayerischer Wald seit 1970, 13.042 ha, Erweiterung 1997, insgesamt 24.250 ha
- Nationalpark Berchtesgaden seit 1978, 21.000 ha
- Nationalpark Harz - seit 1994, 2005 zusammengeschlossen mit dem Nationalpark Hochharz - seit 1990, insgesamt 24.700 ha
- Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer seit 1990, 13.750 ha
- Nationalpark Eifel seit 2004, 11.000 ha
- Nationalpark Sächsische Schweiz seit 1990, 9.292 ha
- Nationalpark Hainich seit 1997, 7.600 ha
- Nationalpark Kellerwald-Edersee seit 2004, 5.724 ha
- Nationalpark Jasmund - seit 1990, 3.000 ha
- Nationalpark Senne-Egge - (geplant)
Zusammen sind dies etwa 2,6% des Bundesgebietes.
Der Nationalpark Elbtalaue wurde direkt nach seiner Einrichtung 1998 wegen einer Klage 1999 wieder aufgelöst - das Gebiet erfüllt nicht die Anforderungen an die Naturbelassenheit.
Anfang 2005, wurden der Nationalpark Harz und der Nationalpark Hochharz zu einem Nationalpark zusammengeschlossen. Damit entfällt die Bezeichnung "Nationalpark Hochharz".
Geschichte der österreichischen Nationalparks
Die Einrichtung der österreichischen Nationalparks nahm jeweils mehrere Jahre in Anspruch. Damit liegt Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Bei einem Drittel der weltweit errichteten Nationalparks beträgt die Dauer aufgrund von Konfliktintensitäten mehr als 20 Jahre.
Liste der Nationalparks
- Nationalpark Donau-Auen seit 1996, 9.300 ha
- Nationalpark Kalkalpen seit 1997, 21.000 ha
- Nationalpark Hohe Tauern seit 1981 in Kärnten 40.000 ha, seit 1984 in Salzburg 80.500 ha, seit 1992 in Tirol 61.000 ha, insgesamt 181.500 ha
- Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel seit 1993, 9.700 ha (gemeinsam mit Ungarn)
- Nationalpark Thayatal seit 1999, 1.300 ha (gemeinsam mit Tschechien)
- Nationalpark Gesäuse seit 2002, 11.000 ha
Im Tiroler Lechtal war ein Nationalpark in Diskussion. Die Tiroler Landesregierung beschloss allerdings im Jahr 2004 die Errichtung eines Naturparks.
Nationalpark der Schweiz
- Nationalpark der Schweiz (Kanton Graubünden) http://www.nationalpark.ch/
Nationalparks in Europa
- Nationalparks in England und Wales
- Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen
- Nationalparks in Finnland
- Nationalparks in Frankreich
- Nationalparks in Irland
- Nationalparks in Island
- Nationalparks in Italien
- Nationalparks in Kroatien
- Nationalparks in Norwegen
- Nationalparks in den Niederlanden
- Nationalparks in Polen
- Nationalparks in Schweden
- Nationalparks in Serbien
- Nationalparks in der Slowakei
- Slowenien: Nationalpark Triglav
- Nationalparks in Spanien
- Nationalparks in Tschechien
- Nationalparks in Ungarn
- Nationalparks in Äthiopien
- Nationalparks in Botsuana
- Nationalparks in Gambia
- Nationalparks in Kenia
- Nationalparks in Madagaskar
- Nationalparks in Malawi
- Nationalparks in Namibia
- Nationalparks in Simbabwe
- Nationalparks im Sudan
- Nationalparks in Südafrika
- Nationalparks in Tansania
- Nationalparks in Uganda
- siehe auch: Naturparks in Afrika
Nordamerika:
- Nationalparks in den USA
- Nationalparks in Kanada
Zentralamerika:
- Nationalparks in Costa Rica
Südamerika:
- Nationalparks in Argentinien
- Nationalparks in Bolivien
- Nationalparks in Chile
- Nationalparks in Indien
- Nationalparks in Japan
- Nationalparks in Malaysia
- Nationalparks in Thailand
- Nationalparks in Australien
- Nationalparks in Fidschi
- Nationalparks in Neuseeland
Weblinks
- [http://www.europarc-deutschland.de www.europarc-deutschland.de] - EUROPARC Deutschland
- [http://sea.unep-wcmc.org/wdbpa/ World Database of Protected Areas] – United Nations Environment Programme
- [http://www.hum.amu.edu.pl/~zbzw/ph/pnp/swiat.htm www.hum.amu.edu.pl] - National Parks worldwide
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Siehe auch: Naturpark
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ja:国立公園
ko:국립공원
Kanada
Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die USA, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Dänemark gehörende Grönland und an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Um die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, ist Kanada politisch als Föderation organisiert; ein Mosaik der Kulturen ist (im Gegensatz zum Modell des Schmelztiegels) politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.
Geographie
Québec
Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Davon sind 9.093.507 km² Landmasse und 891.163 km² Wasserfläche. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung über Landfläche beträgt 4.634 Kilometer von Kap Columbia auf den Ellesmere-Inseln, Nunavut nach Mittelinsel auf dem Eriesee in Ontario, die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5.514 Kilometer von Kap Spear in Neufundland und Labrador bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska.
Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt.
Es grenzt an die USA (im Süden und im Westen (Alaska)), den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudson Bay. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen „Mittleren Westen“ – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montréal, Vancouver und Calgary.
Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.
Klima
Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So wurden z.B. im Winter 2004 / 2005 Temperaturen von -58 °C in Burwash Landing / Yukon Territory gemessen.
An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.
Bevölkerung
Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Der letzte Census-Report von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist.
Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, d. h. rund um Toronto, Montréal, Québec, Ottawa, London und Hamilton.
11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.
Sprachen
Landessprachen sind Englisch und Französisch. In Nunavut ist auch Inuktitut Amtssprache.
Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.
Demographische Struktur und Entwicklung
Schottisches Gälisch
Kanada ist ein klassisches Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Polen und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China.
Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 bei 43,7.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Kanadas
Der erste Versuch einer europäischen Besiedlung erfolgte durch die Wikinger unter Leif Eriksson um 1000. Die Siedlung hatte jedoch nicht lange Bestand. Die erste dauerhafte Siedlung gründeten, mit Québec, die Franzosen 1608. Nach mehreren Kriegen zwischen Frankreich und England fielen alle nordamerikanischen Kolonien 1763 an die englische Krone.
1812 bis 1814 kam es zwischen den unabhängigen USA und Großbritanniens verbliebenen Kolonien in Kanada zu einem Krieg. 1867 erhielten die britischen Kolonien eine Verfassung und eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Großbritannien.
Formal erhielt Kanada erst 1982 die vollständige Unabhängigkeit.
Politik
Kanada ist eine Föderation mit zehn Provinzen und drei von der Regierung verwalteten Territorien.
Kanada ist eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit einer symbolischen konstitutionellen Monarchie innerhalb des Britischen Commonwealth of Nations.
Das symbolische Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elizabeth II., sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten.
Der Premierminister ist der liberale Paul Martin.
Das Parlament besteht aus dem demokratisch gewählten Unterhaus und dem Senat, dessen Mitglieder ernannt werden. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre, aber der Premierminister kann das Unterhaus vorzeitig auflösen und Neuwahlen ausrufen.
Außenpolitik
Militär
Hauptartikel: Kanadische Streitkräfte
Provinzen und Territorien
Kanadische Streitkräfte
Hauptartikel: Provinzen und Territorien Kanadas
Kanada ist in 10 Provinzen und 3 Territorien gegliedert. Das sind von West nach Ost:
- Yukon-Territorium (Whitehorse), Territorium
- Nordwest-Territorien (engl. Northwest Territories, fr. Territoires du Nord-Ouest, Yellowknife), Territorium
- Nunavut (Iqaluit), Territorium
- Britisch-Kolumbien (engl. British Columbia, fr. Colombie-Britannique, Victoria)
- Alberta (Edmonton)
- Saskatchewan (Regina)
- Manitoba (Winnipeg)
- Ontario (Toronto)
- Québec (Québec)
- Neubraunschweig (engl. New Brunswick, fr. Nouveau-Brunswick, Fredericton)
- Prinz-Eduard-Insel (engl. Prince Edward Island, fr. Île-du-Prince-Édouard, Charlottetown)
- Neuschottland (engl. Nova Scotia, fr. Nouvelle-Écosse, Halifax)
- Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador, fr. Terre-Neuve-et-Labrador, Saint John's)
Der Unterschied zwischen kanadischen Provinzen und Territorien besteht darin, dass die Bundesregierung eine direktere Macht auf die Territorien ausübt, während die Provinzen durch eigene Provinzregierungen verwaltet werden.
Wirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 %, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 %. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 %.
Kanada ist Mitglied im NAFTA (North-American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.
Kultur
Das heutige Kanada wird überwiegend durch die europäischen Einflüsse der Pioniere, Forscher, Händler und Fischer aus Großbritannien, Frankreich und Irland geprägt, die ab 1497 den nördlichen Teil des Kontinents erforscht und bald besiedelt haben. Viele ihrer Traditionen bleiben weiterhin Teil von Kanada, etwa ihre Nahrung, Sprache, Erzählungen, Geschichte, Feiertage und Sport. Viele Kanadier können ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft.
Kanada und Großbritannien teilen eine gemeinsame Geschichte und arbeiten durch viele Organisationen wie den Commonwealth, die G-8 und die NATO zusammen. Die beiden Länder teilen das gleiche Staatsoberhaupt und zählen zu den ältesten parlamentarischen Demokratien in der Welt. Großbritannien ist Kanadas drittgrößter Handelspartner und nach den USA auf Platz zwei der ausländischen Touristen, die Kanada besuchen.
Vielfältig sind die kulturellen Überlieferungen der kanadischen Indianer oder der first nations, wie sie sich selbst nennen. Jedes Volk hat seine eigene Kultur, Sprache und Geschichte. Ihre Kultur wurde ausschließlich mündlich übertragen. Verschiedene Stämme schufen einzigartige Kunstwerke wie geflochtene Körbe, gemalte Abbildungen und geschnitzte Tier-Skulpturen. Eine besondere Rolle spielen die Inuit (auch Eskimos genannt) im Norden des Landes. Ihre Kultur ist in besonderem Maße von der Anpassung an die widrigen Klimaverhältnisse geprägt.
Viel dieses kulturellen Vermächtnis wird bis heute in Kanada gefeiert. Das Emblem der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver ist ein inukshuk (Steinmand'l) aus aufeinander gestapelten Steinen in menschlicher Form, als Symbol für die Inuitkultur.
Seit den 1990er Jahren sind in Kanada viele Asiaten, vorwiegend aus Hongkong, China und Korea, eingewandert. Insbesondere in Vancouver und Toronto bilden sie eine starke nationale Minderheit.
Kanada hat viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht, z.B. Joni Mitchell, Bryan Adams, Michael Bublé, Leonard Cohen, Céline Dion, Shania Twain, Nelly Furtado, Avril Lavigne, Alanis Morissette, Nickelback, NoMeansNo, Rush, Simple Plan, Skye Sweetnam, Smashing Pumpkins, Sum 41 und Neil Young. Populäre Jazzmusiker sind u. a. Oscar Peterson und Diana Krall.
Zu den bekannten kanadischen Schauspielern gehören Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Pamela Anderson, Jim Carrey, Michael J. Fox, William Shatner und Mike Myers.
Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould (1932–1982), der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Bachs bekannt ist. Berühmtheit erlangte der damals 22-Jährige im Jahr 1955 mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen.
Kanada verfügt über eine reiche, wenn auch junge literarische Tradition. Insbesondere seit den 1960er Jahren genießen Autoren wie Leonard Cohen, Margaret Atwood und Michael Ondaatje auch außerhalb ihrer Landesgrenzen erhebliche Bekanntheit.
Der eigentliche Nationalsport ist Lacrosse, jedoch ist in Kanada auch Eishockey sehr beliebt, was nicht nur den US-amerikanischen Mannschaften in der NHL beim Kampf um den begehrten Stanley Cup bestens bekannt sein dürfte, sondern auch weit über die Grenzen Kanadas hinaus. Außerdem erfreut sich auch Curling großer Beliebtheit.
Siehe auch: Kanadische Literatur, Liste kanadischer Schriftsteller
Umwelt
Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten, was an der wirtschaftlichen Ausrichtung und der Größe des Landes liegt. Zum einen wird dort viel geflogen, zum anderen baut die Wirtschaft vor allem auf Holzhandel und Fischfang auf.
Ein großes Problem stellt der Lachsfang auf dem Yukon River dar. In der Vergangenheit waren immer genügend große Lachsbestände vorhanden, mittlerweile musste jedoch der Lachsfang zum Teil schon saisonell verboten werden (Saison 2002). Schuld für das Fehlen der Fischzüge zu den Quellen des Yukon sind US-amerikanische Fischtrawler, welche vor der Mündung des Yukon River großzügig alles abfischen und somit die Rückwanderung und das Ablaichen der Lachse erschweren. Ein Einspruch der Kanadischen Regierung ist nicht zu erwarten, da gefürchtet wird, dass sonst die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska nicht mehr an der kanadischen Küste halt machen. Der Tourismus würde somit in den betroffenen Regionen stark geschädigt.
Ein noch nicht gelöster Konflikt zwischen Interessenvertretern von Naturschutz und Industrie ist die teilweise recht rabiate Tötung von Robben zur Fell- und Fleischgewinnung. Hier gerät Kanada einerseits unter den moralischen Druck der Weltöffentlichkeit, andererseits unter den Druck der neufundländischen Bevölkerung, für welche die Robbenjagd einen notwendigen Nebenverdienst darstellt.
In Kanada gibt es eine Reihe bekannter Nationalparks und Provinzparks (Provicial Parks, z. B. Algonquin Park, Ontario). Siehe Nationalparks in Kanada
Nach einer Studie der Simon Fraser Universität, die auf Betreiben der David Suzuki Foundation durchgeführt wurde, gehört Kanada zu jenen Industrienationen mit der schlechtesten Umweltschutz-Bilanz. So liegt Kanada auf dem 28. Platz von 30 untersuchten Staaten auf dem Gebiet der Ökonomischen Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch teilt sich das Land den 30. Rang bei der Produktion von Atommüll und der Kohlenmonoxidemission. Außerdem nimmt man beim Wasserverbrauch den 29. Platz ein. Europäische Staaten wie Schweden, die Schweiz, Dänemark und Deutschland rangieren an der Spitze dieser Umweltbilanz, während Kanada, Belgien und die USA an derem unteren Ende stehen. „The ability of other high-income countries, such as Sweden, to achieve much lower levels of pollution shows it can be done,“ teilte einer der Wissenschaftler in einer Stellungsnahme dazu mit. „There's no excuse - all it requires is a strong commitment from government.“
Portal Kanada
In unserem Portal Kanada findet man weitere Artikel zu Kanada nach Themen sortiert. Auch aktuelle Nachrichten aus Kanada sowie Hinweise, wie man sich an der Arbeit im Wikipedia-Bereich Kanada engagieren kann, sind vorhanden.
Weblinks
- [http://www.canada.ca Offizielle Homepage von Kanada]
- [http://www.kanada.de Die Kanadische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.travel-images.com/canada.html Kanada-Bilder]
- [http://www.kanada-studien.de/ Gesellschaft für Kanada-Studien]
- [http://www.weltkarte.com/nordamerika/landkarte-kanada.htm Landkarten und Stadtpläne von Kanada]
Kategorie:Staat
Kategorie:Monarchie
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als:Kanada
ja:カナダ
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ms:Kanada
simple:Canada
th:ประเทศแคนาดา
zh-min-nan:Canada
Rocky MountainsDie Rocky Mountains [] (dt. "Felsengebirge"), umgangssprachlich auch Rockies genannt, sind ein ausgedehntes Faltengebirge im westlichen Nordamerika, in dem sich auch einige Vulkane befinden. Die felsigen Berge erstrecken sich über 4800 km von Mexiko, durch die kontinentalen Vereinigten Staaten bis nach Kanada und Alaska. Der höchste Berg ist der Mount Elbert in Colorado mit 4399 m über dem Meeresspiegel. Mount Robson (3954 m) ist die höchste Spitze der kanadischen Rockies. Sie beheimaten beliebte Nationalparks wie den Yellowstone-Nationalpark und Wintersportzentren.
Geologie
Wintersport
Die Rocky Mountains entstanden während der von Geologen "Laramidische Orogenese" genannten Periode, die vor etwa 70 Millionen Jahren begann und vor 30 Millionen Jahren endete. Nachdem die Berge etwa so hoch waren, wie der Himalaya heute ist, begannen sich Teile in Nordwestamerika zu strecken und große Teile im Südwesten der Gebirgshochebene brachen in Gebirgsketten und Täler auf. Dieses Gebiet wird heute die Basin and Range Province genannt.
Entdeckung
Am 24. Juli 1832 leitete Benjamin Bonneville den ersten Wagenzug über die Rocky Mountains, indem er Wyomings Nordpass nutzte.
Flüsse
Die Flüsse, die in den Rocky Mountains entspringen, münden schließlich in drei der fünf Ozeane der Welt: den Atlantischen Ozean, den Pazifischen Ozean und das Nordpolarmeer. Dazu gehören:
Tourismus und Industrie
Nordpolarmeer
Die wichtigste wirtschaftliche Nutzung erfolgt durch den Bergbau und durch den Tourismus.
Mit durchschnittlich vier Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Bevölkerungsdichte der Rocky Mountains ziemlich niedrig und es gibt nur wenige Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern. Dennoch handelt es sich bei dem Gebirge um ein beliebtes Urlaubsziel für Menschen aus den gesamten Vereinigten Staaten, die entweder die Landschaft genießen oder sich sportlich betätigen möchten. Im Sommer sind die beliebtesten Attraktionen in den USA Pikes Peak, Royal Gorge, Rocky-Mountain-Nationalpark, Yellowstone-Nationalpark, Grand-Teton-Nationalpark und der Glacier-Nationalpark und in Kanada Waterton-Lakes-Nationalpark, Banff-Nationalpark, Jasper-Nationalpark, Yoho-Nationalpark, Kootenay-Nationalpark, Mount-Revelstoke-Nationalpark und Glacier-Nationalpark sowie der Mount-Robson-Provinzpark. Mount-Revelstoke-Nationalpark und Glacier-Nationalpark liegen westlich der Rocky Mountains in den Columbia Mountains, getrennt durch den breiten Rocky Mountain Trench, welcher vom Columbia River durchflossen wird. Im Winter dagegen ist Skisport der wichtigste Anziehungspunkt. Die wichtigsten Skigebiet sind Aspen, Vail, Keystone, Breckenridge, und Copper Mountain in Colorado; Alta and Snowbird in Utah; Sun Valley in Idaho; Big Mountain und Big Sky in Montana; Lake Louise und Sunshine Village in Alberta und Fernie in British Columbia. (Die angrenzenden Columbia Mountains in British Columbia und Idaho beinhalten wichtige Urlaubsorte wie Schweitzer, Panorama und Kicking Horse.)
Das Climax-Bergwerk nahe Leadville, Colorado war über 100 Jahre (1879-1986) lang der weltgrößte Hersteller von Molybdän. Molybdän wird als hitzeresistenter Stahl beispielsweise in Autos und Flugzeugen eingesetzt. Die Mine in Climax beschäftigte einst über 3.000 Arbeiter. Die Coeur d'Alene Mine in Nordidaho produziert Silber, Blei, und Zink. Kanadas größte Kohleminen sind im Crowsnest Coal Field in der Nähe von Sparwood und Elkford in British Columbia, darüber hinaus gibt es Kohleminen nahe Hinton in Alberta.
Klima
Das Klima der Rocky Mountains ist für das Bergland typisch. Die Durchschnittstemperatur beträgt rund 6 Grad Celsius. Mit 28 Grad Celsius ist der Juli der heißeste Monat, der Januar mit Minus 14 Grad Celsius der kälteste. Der Jahresniederschlag liegt bei schätzungsweise 36 cm.
Die Sommer in den Rockies sind mit 15 Grad Celsius und 15 cm Niederschlag warm und trocken. Der Winter ist dagegen sehr kalt und nass mit Minus 2 Grad Celsius und 29 cm Niederschlag.
Weblinks
- [http://wrgis.wr.usgs.gov/docs/parks/province/rockymtn.html U.S. Geological Survey website on the Rocky Mountains]
- [http://www.nationalparksgallery.com/parks/Rocky-Mountain-National-Park Bilder des Rocky Mountain National Park]
Kategorie: Gebirge in den USA
Kategorie:Gebirge in Amerika
Kategorie:Geographie (Nordamerika)
Kategorie:Geographie (Kanada)
Kategorie:Nordamerika
ja:ロッキー山脈
th:เทือกเขาร็อกกี
zh-min-nan:Rocky Soaⁿ-lêng
Banff (Alberta)
Banff ist die größte Stadt innerhalb des Banff-Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta.
Lage
Banff liegt in einer Höhe von 1.840 m ü.NN am Osthang der Rocky Mountains. Die Stadt liegt etwa 140 km westlich von Calgary am Trans-Canada Highway und 58 km östlich von Lake Louise.
Bevölkerung
Nach der Zählung von 2001 hatte Banff eine Bevölkerung von 7.135 Einwohnern. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist 29,4 Jahre (männlich 30,0 / weiblich 28,7).
Geschichte
Banff erhielt seinen Namen im Jahr 1884 durch einen ehemaligen Direktor der Canadian Pacific Railway, Lord Steven, nach seiner schottischen Geburtsstadt Banff.
Natur
Von der Stadt aus sind verschiedene Berggipfel zu sehen, einschließlich des 2998 m hohen Cascade Mountain und des Mount Norquay.
Eine Berggondel führt auf den nahe gelegenen Sulphur Mountain.
Das rasche Wachstum der Stadt Banff in den letzten Jahren hat die Befürchtung genährt, die unberührte Natur des gleichnamigen Naturparks könnte Schaden nehmen. Die Bundesregierung hat daher einschränkende Maßnahmen ergriffen, unter anderem festgelegt, dass nur diejenigen Bürger ihren Wohnsitz in Banff nehmen dürfen, die dort auch einen Arbeitsplatz haben.
Weblinks
- [http://www.digitalbanff.com/ Banff (englisch)]
- [http://www.banff.com/ Banff (englisch)]
- [http://www.vec.ca/English/4/banff-park.cfm Banff National Park]
Kategorie:Ort in Alberta
WelterbeDas UNESCO-Welterbe wird von einer Unterorganisation der UNESCO, dem World Heritage Committee, verwaltet. Das World Heritage Committee führt die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit sowie die Liste des Weltdokumentenerbes, welches Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente enthält.
Kategorie:UNESCO
Kategorie:Kulturdenkmal
Kategorie:Vereinte Nationen
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ja:世界遺産
Weblinks
- [http://www.unesco.de/c_bibliothek/welterbekonvention.htm Welterbekonvention]
- [http://www.unesco.de/c_arbeitsgebiete/welterbeliste.htm Liste der UNESCO]
- [http://whc.unesco.org/pg.cfm?cid=31 Datenbank der UNESCO mit umfangreichen Beschreibungen der einzelnen Stätten] (englisch)
- [http://worldheritage-forum.net/de/ Worldheritage-Forum] Weblog und Informationen zum Thema UNESCO-Welterbe
- [http://www.schaetze-der-welt.de/flash5_index.html „Schätze der Welt“] Hier kann man sich Dokumentationsfilme über die meisten Kultur- und Naturdenkmäler mit dem UNESCO-Prädikat als viertelstündige RealPlayer-Videos ansehen und -hören.
Kanada
Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die USA, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Dänemark gehörende Grönland und an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Um die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, ist Kanada politisch als Föderation organisiert; ein Mosaik der Kulturen ist (im Gegensatz zum Modell des Schmelztiegels) politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.
Geographie
Québec
Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Davon sind 9.093.507 km² Landmasse und 891.163 km² Wasserfläche. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung über Landfläche beträgt 4.634 Kilometer von Kap Columbia auf den Ellesmere-Inseln, Nunavut nach Mittelinsel auf dem Eriesee in Ontario, die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5.514 Kilometer von Kap Spear in Neufundland und Labrador bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska.
Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt.
Es grenzt an die USA (im Süden und im Westen (Alaska)), den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudson Bay. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen „Mittleren Westen“ – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montréal, Vancouver und Calgary.
Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.
Klima
Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So wurden z.B. im Winter 2004 / 2005 Temperaturen von -58 °C in Burwash Landing / Yukon Territory gemessen.
An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.
Bevölkerung
Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Der letzte Census-Report von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist.
Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, d. h. rund um Toronto, Montréal, Québec, Ottawa, London und Hamilton.
11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.
Sprachen
Landessprachen sind Englisch und Französisch. In Nunavut ist auch Inuktitut Amtssprache.
Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.
Demographische Struktur und Entwicklung
Schottisches Gälisch
Kanada ist ein klassisches Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Polen und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China.
Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 bei 43,7.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Kanadas
Der erste Versuch einer europäischen Besiedlung erfolgte durch die Wikinger unter Leif Eriksson um 1000. Die Siedlung hatte jedoch nicht lange Bestand. Die erste dauerhafte Siedlung gründeten, mit Québec, die Franzosen 1608. Nach mehreren Kriegen zwischen Frankreich und England fielen alle nordamerikanischen Kolonien 1763 an die englische Krone.
1812 bis 1814 kam es zwischen den unabhängigen USA und Großbritanniens verbliebenen Kolonien in Kanada zu einem Krieg. 1867 erhielten die britischen Kolonien eine Verfassung und eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Großbritannien.
Formal erhielt Kanada erst 1982 die vollständige Unabhängigkeit.
Politik
Kanada ist eine Föderation mit zehn Provinzen und drei von der Regierung verwalteten Territorien.
Kanada ist eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit einer symbolischen konstitutionellen Monarchie innerhalb des Britischen Commonwealth of Nations.
Das symbolische Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elizabeth II., sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten.
Der Premierminister ist der liberale Paul Martin.
Das Parlament besteht aus dem demokratisch gewählten Unterhaus und dem Senat, dessen Mitglieder ernannt werden. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre, aber der Premierminister kann das Unterhaus vorzeitig auflösen und Neuwahlen ausrufen.
Außenpolitik
Militär
Hauptartikel: Kanadische Streitkräfte
Provinzen und Territorien
Kanadische Streitkräfte
Hauptartikel: Provinzen und Territorien Kanadas
Kanada ist in 10 Provinzen und 3 Territorien gegliedert. Das sind von West nach Ost:
- Yukon-Territorium (Whitehorse), Territorium
- Nordwest-Territorien (engl. Northwest Territories, fr. Territoires du Nord-Ouest, Yellowknife), Territorium
- Nunavut (Iqaluit), Territorium
- Britisch-Kolumbien (engl. British Columbia, fr. Colombie-Britannique, Victoria)
- Alberta (Edmonton)
- Saskatchewan (Regina)
- Manitoba (Winnipeg)
- Ontario (Toronto)
- Québec (Québec)
- Neubraunschweig (engl. New Brunswick, fr. Nouveau-Brunswick, Fredericton)
- Prinz-Eduard-Insel (engl. Prince Edward Island, fr. Île-du-Prince-Édouard, Charlottetown)
- Neuschottland (engl. Nova Scotia, fr. Nouvelle-Écosse, Halifax)
- Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador, fr. Terre-Neuve-et-Labrador, Saint John's)
Der Unterschied zwischen kanadischen Provinzen und Territorien besteht darin, dass die Bundesregierung eine direktere Macht auf die Territorien ausübt, während die Provinzen durch eigene Provinzregierungen verwaltet werden.
Wirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 %, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 %. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 %.
Kanada ist Mitglied im NAFTA (North-American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.
Kultur
Das heutige Kanada wird überwiegend durch die europäischen Einflüsse der Pioniere, Forscher, Händler und Fischer aus Großbritannien, Frankreich und Irland geprägt, die ab 1497 den nördlichen Teil des Kontinents erforscht und bald besiedelt haben. Viele ihrer Traditionen bleiben weiterhin Teil von Kanada, etwa ihre Nahrung, Sprache, Erzählungen, Geschichte, Feiertage und Sport. Viele Kanadier können ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft.
Kanada und Großbritannien teilen eine gemeinsame Geschichte und arbeiten durch viele Organisationen wie den Commonwealth, die G-8 und die NATO zusammen. Die beiden Länder teilen das gleiche Staatsoberhaupt und zählen zu den ältesten parlamentarischen Demokratien in der Welt. Großbritannien ist Kanadas drittgrößter Handelspartner und nach den USA auf Platz zwei der ausländischen Touristen, die Kanada besuchen.
Vielfältig sind die kulturellen Überlieferungen der kanadischen Indianer oder der first nations, wie sie sich selbst nennen. Jedes Volk hat seine eigene Kultur, Sprache und Geschichte. Ihre Kultur wurde ausschließlich mündlich übertragen. Verschiedene Stämme schufen einzigartige Kunstwerke wie geflochtene Körbe, gemalte Abbildungen und geschnitzte Tier-Skulpturen. Eine besondere Rolle spielen die Inuit (auch Eskimos genannt) im Norden des Landes. Ihre Kultur ist in besonderem Maße von der Anpassung an die widrigen Klimaverhältnisse geprägt.
Viel dieses kulturellen Vermächtnis wird bis heute in Kanada gefeiert. Das Emblem der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver ist ein inukshuk (Steinmand'l) aus aufeinander gestapelten Steinen in menschlicher Form, als Symbol für die Inuitkultur.
Seit den 1990er Jahren sind in Kanada viele Asiaten, vorwiegend aus Hongkong, China und Korea, eingewandert. Insbesondere in Vancouver und Toronto bilden sie eine starke nationale Minderheit.
Kanada hat viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht, z.B. Joni Mitchell, Bryan Adams, Michael Bublé, Leonard Cohen, Céline Dion, Shania Twain, Nelly Furtado, Avril Lavigne, Alanis Morissette, Nickelback, NoMeansNo, Rush, Simple Plan, Skye Sweetnam, Smashing Pumpkins, Sum 41 und Neil Young. Populäre Jazzmusiker sind u. a. Oscar Peterson und Diana Krall.
Zu den bekannten kanadischen Schauspielern gehören Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Pamela Anderson, Jim Carrey, Michael J. Fox, William Shatner und Mike Myers.
Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould (1932–1982), der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Bachs bekannt ist. Berühmtheit erlangte der damals 22-Jährige im Jahr 1955 mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen.
Kanada verfügt über eine reiche, wenn auch junge literarische Tradition. Insbesondere seit den 1960er Jahren genießen Autoren wie Leonard Cohen, Margaret Atwood und Michael Ondaatje auch außerhalb ihrer Landesgrenzen erhebliche Bekanntheit.
Der eigentliche Nationalsport ist Lacrosse, jedoch ist in Kanada auch Eishockey sehr beliebt, was nicht nur den US-amerikanischen Mannschaften in der NHL beim Kampf um den begehrten Stanley Cup bestens bekannt sein dürfte, sondern auch weit über die Grenzen Kanadas hinaus. Außerdem erfreut sich auch Curling großer Beliebtheit.
Siehe auch: Kanadische Literatur, Liste kanadischer Schriftsteller
Umwelt
Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten, was an der wirtschaftlichen Ausrichtung und der Größe des Landes liegt. Zum einen wird dort viel geflogen, zum anderen baut die Wirtschaft vor allem auf Holzhandel und Fischfang auf.
Ein großes Problem stellt der Lachsfang auf dem Yukon River dar. In der Vergangenheit waren immer genügend große Lachsbestände vorhanden, mittlerweile musste jedoch der Lachsfang zum Teil schon saisonell verboten werden (Saison 2002). Schuld für das Fehlen der Fischzüge zu den Quellen des Yukon sind US-amerikanische Fischtrawler, welche vor der Mündung des Yukon River großzügig alles abfischen und somit die Rückwanderung und das Ablaichen der Lachse erschweren. Ein Einspruch der Kanadischen Regierung ist nicht zu erwarten, da gefürchtet wird, dass sonst die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska nicht mehr an der kanadischen Küste halt machen. Der Tourismus würde somit in den betroffenen Regionen stark geschädigt.
Ein noch nicht gelöster Konflikt zwischen Interessenvertretern von Naturschutz und Industrie ist die teilweise recht rabiate Tötung von Robben zur Fell- und Fleischgewinnung. Hier gerät Kanada einerseits unter den moralischen Druck der Weltöffentlichkeit, andererseits unter den Druck der neufundländischen Bevölkerung, für welche die Robbenjagd einen notwendigen Nebenverdienst darstellt.
In Kanada gibt es eine Reihe bekannter Nationalparks und Provinzparks (Provicial Parks, z. B. Algonquin Park, Ontario). Siehe Nationalparks in Kanada
Nach einer Studie der Simon Fraser Universität, die auf Betreiben der David Suzuki Foundation durchgeführt wurde, gehört Kanada zu jenen Industrienationen mit der schlechtesten Umweltschutz-Bilanz. So liegt Kanada auf dem 28. Platz von 30 untersuchten Staaten auf dem Gebiet der Ökonomischen Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch teilt sich das Land den 30. Rang bei der Produktion von Atommüll und der Kohlenmonoxidemission. Außerdem nimmt man beim Wasserverbrauch den 29. Platz ein. Europäische Staaten wie Schweden, die Schweiz, Dänemark und Deutschland rangieren an der Spitze dieser Umweltbilanz, während Kanada, Belgien und die USA an derem unteren Ende stehen. „The ability of other high-income countries, such as Sweden, to achieve much lower levels of pollution shows it can be done,“ teilte einer der Wissenschaftler in einer Stellungsnahme dazu mit. „There's no excuse - all it requires is a strong commitment from government.“
Portal Kanada
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Weblinks
- [http://www.canada.ca Offizielle Homepage von Kanada]
- [http://www.kanada.de Die Kanadische Botschaft in Deutschland]
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Royal Geographical SocietyDie Royal Geographical Society in London ist eine Gelehrtengesellschaft, die sich der Förderung von Forschung und Lehre und der Verbreitung von Wissen zur Geographie verschrieben hat. Die Organisation ist die größte geographische Gesellschaft in Europa und eine der größten der Welt. Gegründet wurde die Royal Geographical Society im Jahre 1830.
An die Royal Geographical Society ist das Institute of British Geographers angeschloseen.
Die Gesellschaft hat etwa 13.300 Mitglieder. Seit 2003 ist Sir Neil Cossons Präsident der Gesellschaft.
Ziele der Royal Geographical Society
Die Gesellschaft beschreibt ihre Aufgabe mit folgenden sechs strategischen Zielen:
- Förderung und Unterstützung geographischer Forschung im Vereinigten Königreich und in Übersee
- Förderung und Stärkung des Ansehens der Geographie in der Schulausbildung und im lebenslangen Lernen
- Beschaffung, Bereithaltung und Verbreitung geographischer Informationen
- Förderung eines breiteren öffentlichen Interesses, Verständnisses und Freude an der Geographie
- Beratung von Regierungen und anderen Ämtern in Bezug auf geographische Angelegenheiten
- Sicherung der anhaltenden Kraft der Gesellschaft und ihrer Mitglieder.
Finanzierte Expeditionen
Zu den Expeditionen, die von der Royal Geographical Society mitinitiiert bzw. finanziell unterstützt wurden, zählen beispielsweise einige der Antarktis-Expeditionen von Robert Falcon Scott und Ernest Shackleton.
Weblinks
[http://www.rgs.org Royal Geographical Society]
Kategorie:Geographie
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23. Juni
Der 23. Juni ist der 174. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 175. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 191 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1197 - Vladislav Heinrich wird zum böhmischen Herzog gewählt.
- 1894 - Pierre de Coubertin gründet das Internationale Olympische Komitee.
- 1916 - In der Schlacht um Verdun erstürmen deutsche Truppen das Zwischenwerk Thiaumont.
- 1919 - Schlacht von Wenden.
- 1928 - General Umberto Nobile lässt sich von Einar Lundborg von Spitzbergen ausfliegen. Drei Wochen später werden die Überlebenden der "Italia" durch den sowjetischen Eisbrecher "Krassin" gerettet.
- 1941 - Großbritannien. Unterzeichnung des Beistandsabkommens mit der UdSSR und den USA.
- 1948 - In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni beginnt die Berliner Blockade durch die Sowjets.
- 1948 - Kommunistische Tumulte vor dem Berliner Stadthaus im Sowjetischen Sektor Berlins
- 1952 - Bombardierung Nordkoreas durch die USA.
- 1972 - Deutschland. Herabsetzung des Grundwehrdienstes von 18 auf 15 Monate.
- 1974 - Rudolf Kirchschläger wird zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt.
- 1974 - Der Kanton Jura erlangt die Unabhängigkeit und wird eigenständiger Kanton in der schweizerischen Eidgenossenschaft.
- 1989 - Wiederzulassung Ägyptens zur Arabischen Liga
- 1990 - Souveränitätserklärung der Republik Moldau
- 1996 - Bangladesch. Hasina Wajed wird Regierungschefin.
- 1999 - Bangladesch. Staatsbesuch des indischen Regierungschefs Atal Behari Vajpayee .
- 1999 - Belgien. Das Verkaufsverbot gegen Coca-Cola-Getränke wird aufgehoben.
- 2000 - Äthiopien unterzeichnet das Cotonou-Abkommen mit der EU
Wirtschaft
- 1948 - Einführung einer eigenen Währung in der SBZ
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1953 - Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1954 - Uraufführung der Oper Die Witwe von Ephesus von Hermann Reutter in Köln.
- 1995 - Christo verpackt den Reichstag.
Religion
Katastrophen
- 1968 - Bei einem Massenansturm auf einen verschlossenen Ausgang kommen in einem Fußballstadion in Buenos Aires 74 Menschen um; 150 werden verletzt.
- 1985 - Atlantik, eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion in den Atlantik - 329 Tote.
- 2000 - Volksrepublik China. Nahe Luzhou in der Provinz Sichuan kentert auf dem Jangtse eine Fähre. 131 Tote.
- 2001 - Ein Erdbeben der Stärke 8,4 nahe der Küste von Peru - 138 Tote
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Fußball: Deutschland scheidet bei EM in Portugal gegen Tschechien mit 1:2 aus. Noch am gleichen Tag tritt Teamchef Rudi Völler von seinem Amt zurück.
Geboren
Rudi Völler
- 1435 - Franz II., Herzog der Bretagne
- 1534 - Oda Nobunaga, japanischer Kriegsherr
- 1578 - Hans Christoph von Ebeleben, deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter
- 1596 - Johan Banér, schwedischer Feldmarschall
- 1612 - Justus Georg Schottelius, deutscher Sprachgelehrter
- 1668 - Giovanni Battista Vico, italienischer Philosoph
- 1703 - Maria Leszczynska, die Ehefrau des französischen Königs
- 1763 - Joséphine de Beauharnais, Kaiserin von Frankreich
- 1775 - Louis Malus, französischer Ingenieur und Physiker
- 1800 - Charlotte Birch-Pfeiffer, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 1804 - August Borsig, deutscher Unternehmer und Gründer der Borsig-Werke
- 1805 - Friedrich Drake, Berliner Bildhauer und Architekt
- 1807 - Christian Märklin, deutscher protestantischer Theologe und Pädagoge
- 1810 - Fanny Elßler, österreichische Ballettänzerin
- 1817 - Louis Brisson, katholischer Priester
- 1824 - Carl Reinecke, deutscher Komponist und Pianist
- 1828 - Johannes Schilling, deutscher Bildhauer
- 1837 - Ernest Guiraud, französischer Komponist
- 1843 - John Gregory Bourke, US-amerikanischer Ethnologe
- 1843 - Otto Kuntze, deutscher Botaniker
- 1867 - Robert Sterl, deutscher Maler
- 1875 - Norman Pritchard, indischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer und Schauspieler
- 1884 - Werner Krauß, deutscher Schauspieler
- 1887 - Ernst Rowohlt, deutscher Verleger
- 1888 - Paul Hertz, deutscher Politiker
- 1889 - Anna Achmatowa, russische Dichterin
- 1893 - Ernst Theodor Eichelbaum, deutscher Politiker und MdB
- 1894 - Alfred Kinsey, US-amerikanischer Sexualforscher
- 1894 - Eduard VIII. (Commonwealth), König von Großbritannien
- 1897 - Winifred Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele
- 1897 - Wilhelm Henke, deutscher Pfarrer, Theologe und Landesbischof in Schaumburg-Lippe
- 1899 - Franz Ziegler, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Jean Fourquet, französischer Germanist
- 1899 - Gerhard Graf von Schwerin, deutscher Soldat
- 1901 - Paul Verhoeven (Deutschland), deutscher Schauspieler
- 1903 - Hans Christian Branner, dänischer Schriftsteller
- 1906 - Rolf Singer, deutscher Mykologe
- 1906 - Josef Spies, deutscher Politiker
- 1906 - Wolfgang Koeppen, deutscher Schriftsteller
- 1906 oder 1909 - Liselotte Herrmann, deutsche Widerstandskämpferin
- 1907 - James Edward Meade, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1910 - Jean Anouilh, französischer Dramatiker
- 1910 - Annemarie Böll, deutsche Übersetzerin
- 1910 - Milton Hinton, US-amerikanischerJazz-Musiker
- 1910 - Gordon B. Hinckley, US-Amerikaner, 15. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 1911 - David Ogilvy, englischer Werbetexter
- 1911 - Ernesto Sábato, argentinischer Schriftsteller und Physiker
- 1912 - Alan Turing, britischer Mathematiker und Kryptoanalytiker
- 1915 - Zeb Turner, US-amerikanischer Musiker
- 1916 - Ernst Willimowski, deutsch-polnischer Fußballspieler
- 1919 - Gerda Gmelin, deutsche Theaterschauspielerin
- 1919 - Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer
- 1920 - Gerry Wolff, deutscher Schauspieler
- 1923 - Dotty Todd, US-amerikanische Sängerin
- 1923 - Silkirtis Nichols, indianischer Schauspieler
- 1924 - Wilfried Hasselmann, deutscher Politiker (CDU)
- 1925 - Manfred Fuhrmann, deutscher Philologe
- 1927 - Bob Fosse, US-amerikanischer Choreograph und Regisseur
- 1927 - Herbert MacKay-Fraser, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1928 - Klaus von Dohnanyi, deutscher Politiker (SPD), Bürgermeister von Hamburg
- 1929 - Claude Goretta, schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 1929 - Henri Pousseur, belgischer Musikpädagoge und Komponist
- 1929 - June Carter, US-amerikanische Songschreiberin und Sängerin
- 1929 - Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 1931 - Urs Jaeggi, schweizer Schriftsteller, Maler und Bildhauer
- 1931 - Ola Ullsten, schwedischer Politiker und Diplomat, 1978-79 Premierminister von Schweden
- 1934 - Ingrid Kötter, deutsche Kinder- und Jugendautorin
- 1936 - Jan Hoet, belgischer Kunsthistoriker
- 1936 - Konstantinos Simitis, griechischer Politiker und Ministerpräsident
- 1936 - Richard Bach, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1937 - Martti Oiva Ahtisaari, finnischer Politiker und Staatspräsident
- 1940 - Adam Faith, britischer Sänger
- 1940 - Dieter Thomae, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Wilma Rudolph, afroamerikanische Leichtathletin und Ausnahmesportlerin
- 1940 - Stuart Sutcliffe, britischer Maler und Musiker, frühes Mitglied der Beatles
- 1941 - Charles Whitman, Architekturstudent an der University of Texas at Austin, wurde bekannt durch seinen Amoklauf als Heckenschütze
- 1942 - Hannes Wader, deutscher Liedermacher
- 1943 - James Levine, US-amerikanischer Dirigent
- 1943 - Vinton G. Cerf, US-amerikanischer Mathematiker und Computerwissenschaftler
- 1944 - Hildebrecht Braun, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Rosetta Hightower, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Hildebrecht Braun, deutscher Politiker
- 1945 - John Garang de Mabior, südsudanesischer Rebellenführer und Politiker
- 1945 - Paul Goddard, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Franziska Wiethold, Vorstandsmitglied von Ver.di
- 1952 - Rita Maiburg, deutsche Pilotin, erster weiblicher Linienflugkapitän der Welt
- 1952 - Betty Dragstra, niederländische Sängerin
- 1952 - Jürgen Schmieder, deutscher Politiker
- 1955 - Stojan Ganew, bulgarischer Außenminister
- 1955 - Glenn Danzig, US-amerikanischer Rockmusiker
- 1957 - Frances McDormand, US-amerikanische Schauspielerin
- 1959 - Karin Kortmann, deutsche Politikerin
- 1961 - Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 1964 - Joss Hill Whedon, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 1965 - Manuel Andrack, deutscher Fernsehschaffender, Redaktionsleiter der "Harald Schmidt Show"
- 1968 - Tiken Jah Fakoly, westafrikanischer Reggaemusiker
- 1969 - Fernanda Ribeiro, portugiesische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1970 - Yann Tiersen, französischer Komponist und Musiker
- 1972 - Zinédine Zidane, französischer Fußballspieler
- 1975 - Eric Bruno Borgman, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
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