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Bank of EnglandDie Bank of England (Bank von England) ist die Zentralbank des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland und hat ihren Sitz in London. Sie wird auch liebevoll als The Old Lady of Threadneedle Street, kurz The Old Lady genannt, seit sie der Karikaturist James Gillray gegen Ende des 18. Jahrhunderts so skizzierte. Das Institut gehört zu den ältesten noch existierenden Banken der Welt und verfügt über eine mehr als 300jährige Bankerfahrung.
James Gillray
Geschichte
Als König William und Königin Mary 1688 den Thron bestiegen, lagen die öffentlichen Finanzen danieder. Das Geld- und Kreditsystem war zerrüttet. Eine Nationalbank wurde benötigt, um die nationalen Reserven zu mobilisieren.
In dieser Situation schlug 1694 William Paterson, ein schottischer Kaufmann, vor, durch eine Gläubigergemeinschaft der Regierung ein Darlehen von 1,2 Millionen Pfund gegen 8 Prozent Zinsen zu gewähren. Im Gegenzug sollten die Zeichner als Direktoren und Anteilseigner zur neuen Gesellschaft Bank von England vereinigt werden und letztere das Recht erhalten, in Höhe des Darlehens Banknoten auszugeben und Bankgeschäfte zu betreiben. Nach dem selben Vorschlag Patersons wurde gleichzeitig auch die Bank von Schottland gegründet, welche Bankier der schottischen Regierung sein sollte.
Das Geld war von den Staatsgläubigern in wenigen Wochen aufgebracht und das königliche Privileg wurde am 27. Juli 1694 besiegelt. Die Bank startete ihr Dasein als Bankier der Regierung und als ihr Schuldenmanager mit 17 Angestellten und 2 Pförtnern. Ihre ersten Geschäftsräume lagen in den Mercer’s und Grocer’s Halls, den Zunfthäusern der Seidenwarenhändler und Krämer.
1697 vermehrte die Bank ihr Kapital auf 2.201.171 Pfund, indem sie ihre Noten, zu deren Einlösung sie außer Stande war, und die diskreditierten Schatzscheine des Staats als Kapitaleinzahlung annahm; sie erhielt dabei die Zusicherung, dass der Staat keine zweite Bank durch Gesetz begründen werde. Zugleich wurde ihr Privileg bis 1710 prolongiert.
Im 18. Jahrhundert
Unter der folgenden Regierung gewährte die Bank dem Staat abermals mehrfach ihre Hilfe und erhielt dafür wichtige Rechte, neben der Fortdauer ihres Bestandes bis 1742 namentlich das wichtige Privileg, dass außer ihr in England keine Bankgesellschaft mit mehr als sechs Teilhabern Noten ausgeben dürfe.
1734 wurde der Sitz an die Threadneedle Street verlegt. Die Bank arrondierte dort nach und nach ihren Haus- und Grundbesitz auf den heute sichtbaren Stand. Die von Sir Christopher Wren erbaute Kirche Saint Christopher le Stocks wurde ihretwegen abgerissen.
Das erhaltene Privileg wurde 1742, 1764 und 1781 erneuert. 1742 wurde das Privileg bis 1764 verlängert gegen ein zinsfreies Darlehen an den Staat von 1,600,000 Pfund, wobei die Summe durch Erhöhung des Aktienkapitals auf 9,800,000 Pfund aufgebracht wurde. 1784 wurde das Privileg bis 1786 erneuert gegen Zahlung von 100,000 Pfund, 1781-1812 gegen ein dreiprozentiges Darlehen von 3 Mill. Pfund auf drei Jahre. In kritischen Zeiten, die während des 18. Jahrhunderts einige Mal eintraten, wusste die Bank stets ihrer Pflicht der Noteneinlösung nachzukommen.
Das Institut führte die Konten der Regierung und begab Darlehen zur Finanzierung in Kriegs- wie in Friedenszeiten. Als Geschäftsbank nahm sie ferner Einlagen entgegen und gab Banknoten heraus. Im 18. Jahrhundert lieh sich die Regierung mehr und mehr Geld. Diese ausstehenden Anleihen wurden schließlich Staatsschulden genannt. Als diese Idee aufkam und Wirklichkeit wurde, managte die Bank auch diese Situation.
Das Vertrauen in die Bank of England war so groß, dass sie bei der Erneuerung des Privilegs im Jahr 1781 zum staatlichen Schatzamt ausgestaltet wurde und ihr auch die Aufgabe, Bank der Banken zu sein, zuwuchs. Die Bank wurde für den Fall verantwortlich, das alle Einleger sich entscheiden sollten, ihr ganzes Geld zur selben Zeit abzuziehen. Doch die Bank stellte sicher, dass sie genügend Gold hielt, um dieses auf Verlangen für ihre Banknoten herzugeben.
Durch den Krieg mit Frankreich (von Frankreich am 1. Februar 1793 erklärt) erschöpften die finanziellen Beziehungen zum Staate die Mittel der Bank, so dass sie im Februar 1797 bei einem Notenumlauf von 8.644.250 Pfund nur einen Barvermögen von 1.272.000 Pfund besaß. So ließ sie sich durch die Regierung mittels einer Kabinettsorder vom 26. Februar 1797, die später die Bestätigung des Parlaments erhielt, von der Barzahlung dispensieren.
In dieser Epoche der Uneinlöslichkeit der Banknoten oder der "Bankeinschränkung" (bank-restriction, wie sie in England genannt wird), die, allmählich immer weiter ausgedehnt, bis 1. Mai 1821 dauerte, haben die Noten (namentlich in den Jahren 1804, 1809, 1811, 1814) beim Umtausch gegen bar ein ansehnliches Disagio (bis zu 30 Prozent) verloren.
Im 19. Jahrhundert
1816 wurde das Kapital der Bank auf 14.553.000 Pfund erhöht, indem ein Teil der Reserve auf die Aktionäre übertragen wurde; gleichzeitig stiegen die Darlehen an den Staat auf den Gesamtbetrag von 14.686.000 Pfund.
Seit 1826 gab die Bank keine Noten unter 5 Pfund aus und begann, Filialen zu errichten; auch machte sie das Zugeständnis, einer Notenausgabe durch Aktienbanken sich nicht widersetzen zu wollen, wenn dieselben nur ihren Sitz nicht in London oder im näheren Umkreis von London hätten.
1833 fand eine Verlängerung des Privilegs statt, die wiederum die Veranlassung zu Konzessionen der Bank an das Publikum war; dagegen wurden jetzt auch ihre Noten zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Im selben Jahr wurde das Bankgebäude nach Plänen von Sir John Soane fertiggestellt. Teile, besonders die Fassade, sind noch heute erhalten. Über den von Soanes konzipierten korinthischen Säulen folgt eine von Charles Wheeler gestaltete Skulpturengruppe, über welcher eine steinerne Britannia thront.
Im Jahr 1844 erfolgte unter dem Premierminister Sir Robert Peels eine neue Gesetzgebung. Durch die Akte 7 und 8 wurden zunächst die Verhältnisse in England geregelt, während die analoge Umgestaltung der Einrichtungen in Irland und Schottland 1845 geschah.
Der hauptsächliche Zweck des Gesetzes für England war, die Notenausgabe zu zentralisieren und zugleich die Ausgabe ungedeckter Noten auf ein gewisses Maß einzuschränken. Deshalb wurde die frühere Freiheit der Notenausgabe, die für jedes Bankgeschäft mit weniger als sechs Teilnehmern im ganzen Land und auch für die von London entfernten Aktienbanken bestanden hatte, aufgehoben. Nur diejenigen Banken, welche 6. Mai 1844 das Emissionsgeschäft betrieben, sollten dasselbe fortsetzen dürfen und weiter bis zu dem Betrag Noten ausgeben, der dem Durchschnittsbetrag ihrer Notenzirkulation während der vorhergegangenen drei Monate gleichkomme. In bezug auf die Bank von England wurde bestimmt, dass sie nicht mehr als 14 Millionen Pfund ungedeckte Noten ausgeben dürfe, dagegen wurde der Betrag der gedeckten Noten für sie nicht beschränkt. Auch wurde festgesetzt, dass der Notenbetrag, der durch etwaige Einstellung der Emission seitens der kleineren Banken in Wegfall kommen werde, zu zwei Dritteln dem Emissionsrecht der Bank von England zuwachsen solle.
Das Bankprivileg-Gesetz von 1844 machte also die Notenausgabe vom Goldbestand der Bank abhängig. Von der Bank wurde verlangt, die Bücher zur Notenausgabe getrennt von jenen für die Bankgeschäfte zu führen und einen Wochenbericht zu beiden Konten herauszugeben.
Die Peelsche Bankakte stützte sich in den Währungsbestimmungen dabei auf die Currency-Theorie. Dieses Denkmodell hält den Betrag, den ein Land in Banknoten zum Geldverkehr benötigt, für relativ konstant. Es wurde daher von der Bank in Höhe des Notenumlaufs volle Golddeckung für die Währung verlangt, abgesehen von einem kleinen Rest ungedeckten Geldes. Dieser Rest wurde anfangs auf die erwähnten 14 Millionen Pfund festgesetzt und später mehrmals nach oben korrigiert. Der so genannte Notenbankausweis wird noch heute jede Woche veröffentlicht.
Die Bankakte von 1844 gab der Bank von England fortan das alleinige Recht zur Ausgabe von Banknoten in England und Wales. Private Banken, die gleiche Rechte zuvor hatten, durften sie behalten unter der Voraussetzung, dass sie in Höhe der ausgegebenen Banknoten Sicherheiten hinterlegten. Einige englische Banken setzten die Ausgabe ihrer Noten fort, bis die letzte von ihnen in den 1930er Jahren übernommen wurde. Alte schottische und nordirische Privatbanken haben diese Rechte heute noch.
Zur Sicherung der Vorschriften über die Notendeckung wurden zwei voneinander getrennte Abteilungen geschaffen, das Issue department (für die Notenausgabe) und das Banking department (für die Abwicklung von Bankgeschäften). In der ersteren, die nicht mit dem Publikum geschäftlich verkehren durfte, wurden die Noten hergestellt und die Deckung vorrätig gehalten.
Im 19. Jahrhundert übernahm die Bank auch die Zentralbankfunktion und sorgte für Stabilität während einiger Finanzkrisen. Die Bankakte erwies sich wegen ihrer Starrheit gelegentlich als hinderlich und wurde daher mehrmals temporär außer Kraft gesetzt. So waren die Bestimmungen zum Maximum der ungedeckten Noten beispielsweise 1847, 1857 und 1866 von der Regierung zeitweilig suspendiert, damit die Bank in Zeiten der Handelskrisen ausgedehntere Darlehen gewähren konnte.
1870 erhielt die Bank von England die Verantwortlichkeit für die Zinssatzfestlegung übertragen.
Im 20. Jahrhundert
Während des 1. Weltkriegs übersprangen die Staatsschulden die Marke von 7 Milliarden Pfund. Die Bank half mit, die Staatsschulden zu steuern und inflationistischen Tendenzen zu widerstehen. Die Bankakte wurde durch ein Goldausfuhrverbot und die Schaffung von so genannten currency notes durchbrochen. Ab 1925 kehrte England mit der Aufhebung des Goldexportverbots zur Goldwährung zurück. Am 21. September 1931 verließ Großbritannien endgültig das System des Goldstandards. Das britische Pfund war bis 1946 eine freie Währung.
Der nationale Goldbestand und die Devisenreserven wurden dem Schatzamt (Treasury) übertragen. Doch ihr Management wurde weiter durch die Bank betrieben, und das blieb so bis heute.
1933 wurden ihre Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel im gesamten Königreich. In der Gouverneurszeit von Sir Montagu Norman (1920 bis 1944) setzten Bemühungen ein, von der Geschäftsbank wegzukommen und Zentralbank zu werden. Platzbedarf führte von 1923 bis 1939 unter verantwortlicher Regie von Sir Herbert Baker zu einer Umgestaltung des Bankhauses, das auf sieben Stockwerke erweitert wurde.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bank am 1. März 1946 verstaatlicht. Sie blieb jedoch Berater des Schatzkanzlers, sein Agent und Schuldenmanager. Der Schatzkanzler war weisungsbefugt, musste sich aber vorher mit dem Bank-Gouverneur ins Benehmen setzen. Die Bank von England war nach der Nationalisierung als Bank der Regierung ausgestaltet mit Beratung in geld- und währungspolitischen Problemen. Für die Ausrichtung und Durchführung sowohl von geld- wie devisenpolitischen Maßnahmen blieb ihr die Verantwortung.
Die Altaktionäre erhielten bei der Verstaatlichung einen gesamten Abfindungsbetrag von 5.821.200 £ in Regierungsanleihen.
Mit dem Internationalen Währungsfonds wurde im Abkommen von Bretton Woods eine Parität von 1,00 £ = 4,03 US $ vereinbart. Am 18. September 1949 wurde eine Währungsabwertung auf das Tauschverhältnis 1,00 £ = 2,80 US $ vorgenommen. Eine erneute Abwertung musste 1967 erfolgen, weil das Land im Welthandel zurückgefallen war und sich deshalb seine Zahlungsbilanz über Jahre hinweg verschlechtert hatte.
1971 verzichtete die Bank von England auf das Instrument der Kreditplafondierung, erhielt dafür aber jenes der Mindestreserve. 1979 wurde ihr gesetzlich die Bankenaufsicht anvertraut, was ihr weitreichende Auskunftsrechte und die Pflicht zur Lizenzierung neuer Kreditinstitute verschaffte.
In den 1980ern hatte die Bank eine Schlüsselrolle in verschiedenen Bankenkrisen inne. Die Bank war vorn dabei, als die Geldpolitik wieder zentraler Bestandteil der Regierungspolitik in den 1980ern wurde.
Seit Mai 1997 ist die Bank von England operational unabhängig und kann in der Zinssatzfestsetzung die Regierung beim Weg zum von ihr angestrebten Inflationsziel von höchstens 2,5 % unterstützen. Wird die Marke um mehr als 1 %-Punkt verfehlt, soll der Bank-Gouverneur dem Schatzkanzler einen Brief schreiben, darin das Warum erläutern und wie er die Situation beheben wolle.
1998 wurde der Aufbau der Bank mit dem "Bank of England Act" geändert. Seither ist sie in drei Hauptgeschäftsbereiche gegliedert: Währungsanalyse und Statistik, Finanzmarktoperationen sowie Währungsstabilität. Eine Abteilung befasst sich zudem mit Koordinationsfragen zur Europäischen Union.
Aufgaben und Funktionen der Bank
Die Bank von England nimmt alle Funktionen einer Zentralbank wahr, um die Preisstabilität zu sichern. Abhängig davon unterstützt sie die Wirtschaftspolitik der Regierung (Bank of England Act 1998).
Die Bank
- hat das Monopol zur Banknotenausgabe in England und Wales.
- ist Staats- und Zentralbank sowie die Bank der Banken.
- managt die Devisen- und Goldbestände des Landes.
- führt das Vermögensverzeichnis und den Vermögenshaushalt der Regierung.
- regelte und beaufsichtigte verantwortlich das Bankwesen bis diese Befugnis im Juni 1998 der Behörde für Finanzdienstleistungen übertragen wurde.
Seit 1997 setzt ihr Ausschuss für Geld- und Kreditpolitik die amtlichen Leitzinssätze fest.
Schottische und nordirische Banken haben das Recht, eigene Banknoten auszugeben, aber diese müssen 1:1 durch Einlagen bei der Bank von England gedeckt sein, ausgenommen einige Millionen Pfund, welche den Wert jener Noten betreffen, die bereits 1845 im Geldumlauf zirkulierten.
Organe
Das Bankgesetz von 1998 änderte auch die Struktur im Bankvorstand. Das Direktorium besteht nun aus dem Bank-Gouverneur, zwei Vizegouverneuren und 16 Direktoren. Die Gouverneure werden von der Krone ernannt, die Direktoren von der Regierung.
Banknotenausgabe
Die Bank von England gibt Banknoten seit 1694 aus. Ursprünglich waren alle handgeschrieben. Von 1725 an wurden sie gedruckt, doch musste der Hauptkassierer noch jede unterschreiben, um sie für jemanden zahlbar zu stellen. Von 1855 an wurden die Geldscheine vollständig gedruckt ausgegeben, ohne Zweifel eine Erleichterung für die in der Bank Arbeitenden. Bis 1928 waren alle Noten Weiße Noten, die Vorderseite war schwarz bedruckt, die Rückseite blieb blank. Im 20. Jahrhundert waren dies Nennwerte zwischen 5 und 1000£, doch im 18. und 19. Jahrhundert gab es Weiße Noten mit nur 1 und 2 Pfund Nennwert.
Am 22. November 1928 emittierte die Bank erstmals Noten im Nennwert von 10 Shilling und wieder 1 £, als die Bank die Verantwortung für Anweisungen übernahm, die das Schatzamt mit dieser Wertangabe drei Tage nach der Kriegserklärung im Jahr 1914 herausgeben hatte, um Goldmünzen dem Geldumlauf zu entziehen.
Während des 2. Weltkrieges versuchten die Deutschen in der Operation Bernhard mit gefälschten Banknoten in den Nennwerten von 5 bis 50 Pfund die britische Währung zu destabilisieren. 1943 produzierten sie jeden Monat 500.000 Banknoten, doch fielen die meisten nach Kriegsende in die Hände der Alliierten. Weil dennoch Jahre später häufig solche Fälschungen auftauchten, wurden schließlich alle Nominalwerte über 5 £ aus dem Geldumlauf entfernt.
Alle alten Banknoten der Bank von England bleiben für immer umtauschbar in gegenwärtig gültige Banknoten. Sei können entweder persönlich zu den üblichen Geschäftszeiten in der Bank in London vorbeigebracht werden oder per Post auf Gefahr des Absenders eingereicht werden an
Exchange,
Custodial Services,
Threadneedle Street,
London EC2R 8AH
10 Shilling Note
Die erste 10-Shilling-Note wurde am 22. November 1928 herausgegeben. Der Geldschein zeigte eine Vignette der Britannia und war anfangs farblich überwiegend rotbraun. Die Banknote ist nach der Einführung der 50-Pence-Münze seit 1969 aus dem Verkehr gezogen.
Note zu 1 Pfund
Die Pfundnote wurde ebenfalls am 22. November 1928 herausgegeben, nachdem sie zuvor seit 1845 nicht mehr gebräuchlich war. Auch hier war eine Vignette der Britannia, jedoch in überwiegend grüner Farbgebung, verwendet. 1977 wurde auf der Rückseite Sir Isaac Newton abgebildet. Nach der Einführung der 1-Pfund-Münze im Jahr 1983 wurden die Banknoten 1988 aus dem Geldumlauf genommen.
Note zu 5 Pfund
Die erste 5-Pfund-Note wurde 1793 herausgegeben wegen der durch die französischen Revolutionskriege bedingten Notwendigkeit, in kleinerer Stückelung Goldmünzen zu ersetzen. Vorher war die 10-Pfund-Note die kleinste Stückelung gewesen. Diese Note, der so genannte Weiße Fünfer (in Schwarz auf weißem Papier gedruckt), blieb im wesentlichen unverändert und zirkulierte bis 1957. Dann wurde die mehrfarbige 5-Pfund-Note (obwohl vorwiegend dunkelblau) mit der helmtragenden Britannia eingeführt. Ab 1963 wurde erstmals das Porträt eines Monarchen, der Königin Elisabeth II., auf der Fünf-Pfund-Note verwendet (zuvor ab 1960 auf den 10-Shilling- und 1-Pfund-Noten). In späteren Serien wurden auf der Rückseite der 5-Pfund-Note auch eine Schlachtenszene mit dem Herzog von Wellington (1971), der Eisenbahningenieur George Stephenson (1990) und die Gefängnisreformerin Elisabeth Fry (2002) abgebildet.
Note zu 10 Pfund
Die erste 10-Pfund-Note wurde 1759 eingeführt, nachdem der Siebenjährige Krieg zu einem schweren Goldmangel geführt hatte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie bis zur Mitte der 1970er Jahre nicht produziert. Die braune 10-Pfund-Note zeigte dann Florence Nightingale und eine Szene im Armeekrankenhaus in Skutari während des Krimkrieges. Abgelöst wurde dieser Schein in den frühen 1990ern durch eine orangefarbene Note, die Charles Dickens und ein Motiv aus seinen Pickwick-Papieren darstellte, ehe die Note im Juli 2003 aus dem Verkehr gezogen wurde. Seit dem Jahr 2000 sind auf der 10-Pfund-Note Charles Darwin, sein Schiff HMS Beagle, ein Kolibri und ein Blumenmotiv dargestellt.
Note zu 20 Pfund
Nach dem 2. Weltkrieg erschien diese Stückelung nicht bis in die frühen 1970er Jahre. Auf der Rückseite der überwiegend purpurroten Note war dann eine Statue von William Shakespeare und die Balkonszene aus Romeo und Julia abgedruckt. 1992 wurde diese Note ersetzt durch ein Bildnis des Physikers Michael Faraday mit einer Vorlesung im Königlichen Institut. Diese Note wurde extrem oft kopiert und deshalb zur ersten Serie, die rasch durch eine Neuausgabe mit fetterer Nennwertangabe und auf ihrer Rückseite mit einem Bildnis des Komponisten Edward Elgar und der Kathedrale von Worcester abgelöst wurde.
Note zu 50 Pfund
Der Fünfzig-Pfund-Wert, vielgeliebt von Gebrauchtwagen- und Antiquitätenhändlern, erschien erst wieder 1981 mit einem Design, das den Architekten Christopher Wren und die Kathedrale St. Paul’s auf der Rückseite des großen Scheins zeigte. 1990 startete in dieser Währungsangabe die jetzige Serie E der Banknoten, in der die Bank zur Erinnerung an ihre eigene Dreihundertjahr-Feier auf der Notenrückseite ihren ersten Gouverneur, Sir John Houblon, abbildete. Die Fünfzig-Pfund-Note war die erste von der Bank von England herausgegebene Banknote mit einem Hologramm, eine Praxis, die auf allen folgenden Noten der Serie E dann beibehalten wurde.
Sonst Wissenswertes
Agenturen
Die Bank hat ihre früheren Filialen in Manchester, Birmingham, Liverpool, Bristol, Leeds, Newcastle, Hull, Plymouth, Portsmouth und weiteren Städten in Agenturen umgestaltet.
U-Bahn-Station
Die nächstgelegene U-Bahnstation in London ist Bank station und daher auch ein emsiger Pendlerstopp.
Museum
Die Bank von England unterhält seit 1988 ein eigenes Museum, das Einblick in die Unternehmensgeschichte und das englische Bankwesen gewährt. Gezeigt werden auch Goldbarren, Banknoten, interaktive Videosysteme und wie ein moderner Bankarbeitsplatz aussieht.
Bank von England im Film
The Million Pound Note (deutscher Titel: Sein größter Bluff) ist ein nach einer Story von Mark Twain 1953 gedrehter Film. Gregory Peck spielt darin einen mittellosen Amerikaner, welcher von zwei reichen Briten ein Darlehen erhält. Der Haken: Er erhält nur eine einzige Banknote im Nominalwert von 1 Million Pfund.
Das Requisit über 1 Million Pfund war länger und breiter (etwa 7 mal 9 inches) sowie im Wert größer als jede bis dahin von der Bank von England hergestellte Banknote, auch solche für ausschließlich interne Zwecke. Dennoch machte die Bank strenge Auflagen, die verletzt waren, als die den Film ankündigenden Plakate die Reproduktion der Banknote zeigten. Diese musste überdeckt werden, bevor das Verwenden der Plakate erlaubt wurde.
Redensart
Im Deutschen gibt es die Redewendung Sicher wie die Bank von England. Dieses Sprichwort untermauert hohes Vertrauen in ein Vorhaben/eine Sache.
Weblinks
- [http://www.bankofengland.co.uk Homepage der Bank]
- [http://www.bankofengland.co.uk/education/museum/index.htm Homepage des Museums]
- [http://www.vsp-vernetzt.de/soz/982104.htm Gold - die heimliche Währung]
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/2/seite/0335/meyers_b2_s0335.html Auszug aus Meyers Konversationslexikon 1888/89] Band 2 Seite 335.
Siehe auch Pfund Sterling, Banknote
Bank von England
Bank von England
Großbritannien1
Bank von England
Kategorie:Unternehmen (London)
ja:イングランド銀行
ZentralbankEine Zentralbank oder zentrale Notenbank ist eine Institution, die für die Durchführung von Geld- und Währungspolitik eines Währungsraums zuständig ist. Sowohl die Institution als auch die verantwortlichen Personen nennt man auch Währungshüter. Da es sowohl nationale als auch supranationale Währungsräume gibt, sind Zentralbanken sowohl auf nationaler Ebene (US-Federal Reserve System, Bank of England, Bank of Japan etc.) als auch auf supranationaler Ebene (z. B. Europäische Zentralbank) vorzufinden.
Zentralbanken sind meist staatliche Institutionen und haben in gewissem Umfang hoheitliche Aufgaben.
Geschichte
Notenbanken waren ursprünglich Geschäftsbanken, die Banknoten herausgaben. Dies waren Quittungen für Münzgeld, das von den Notenbanken in Verwahrung genommen wurde. Die Quittungen wurden als Zahlungsmittel verwendet. Sie gaben ihren Inhabern das Recht, von einer dazu verpflichteten Bank jederzeit die Hergabe der entsprechenden Menge Münzgeld zu verlangen.
Daraus entwickelte sich die Erfordernis der Notenbanken, die von ihnen ausgegebenen Banknoten durch Bestände zunächst an Münzen, später an Edelmetallen (Gold, Silber) abzusichern, zu decken (Deckungspflicht). Mit der Zeit überstieg die Menge an Papiergeld die Menge an Münzen und Edelmetallen deutlich. Deshalb müssen Banknoten heute in vielen Ländern nicht mehr durch Goldbestände der Notenbanken abgedeckt sein (Aufhebung der Golddeckungspflicht).
Etwa seit Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Staaten dazu über, das Recht zur Ausgabe von Banknoten den verschiedenen Notenbanken ihres Landes zu entziehen und einer zentralen Notenbank, der Zentralbank des Landes, zu übertragen. Diese versorgt ihrerseits die Geschäftsbanken über Kredite mit Banknoten.
Mit der Errichtung von Zentralbanken war oft auch eine Zentralisierung des Geldwesens und die Schaffung einer einheitlichen Währung verbunden. Bis dahin hatten die einzelnen Notenbanken vielfach ihre eigenen Währungen ausgegeben. Dazu zwei Beispiele: 1907 wurde die Schweizerische Nationalbank errichtet und der Franken als neue Währung eingeführt anstelle von mehreren kantonalen Notenbanken mit eigenen regionalen Währungen. Und 1998 wurde die Errichtung der Europäischen Zentralbank und die Schaffung des Euros als neue europäische Währung vollzogen anstelle der Zentralbanken der einzelnen Länder und der Landeswährungen.
Zentralbank für Deutschland ist die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main. Sie ist für Geldversorgung und Zahlungsverkehr in Deutschland verantwortlich. Zum Bewältigen ihrer Aufgaben sind ihr die Landeszentralbanken innerhalb Deutschlands angeschlossen. Der Deutschen Bundesbank übergeordnet ist die Europäische Zentralbank, die ebenfalls ihren Sitz in Frankfurt hat. Diese ist für die Geldversorgung innerhalb der Europäischen Union und für den Euro zuständig. Für den internationalen Zahlungsverkehr der Zentralbanken besteht in Basel die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ.
Aufgaben
Die möglichen Aufgabenbereiche einer Zentralbank können sein
- die Festlegung und Ausführung der Geldpolitik,
- die Festlegung und Ausführung der Währungspolitik,
- die Verwahrung der Wertreserven (Geld, Gold, Devisen),
- die Emission von Banknoten und Münzen (Geldschöpfung),
- die Führung von Zentralbankkonten für den Zahlungsverkehr der Geschäftsbanken untereinander,
- die Beaufsichtigung des Bank- und Finanzsektors sowie
- die Garantie oder Förderung eines funktionierenden Zahlungsverkehrs.
Je nach Währungsraum unterscheiden sich die Aufgaben der Zentralbanken teilweise erheblich. Ein Überblick über die Aufgabenbereiche der EZB findet sich hier.
Instrumente
Über eine ganze Reihe von Instrumenten können Zentralbanken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb und außerhalb des Währungsraums nehmen. Einen Überblick über die verschiedenen Instrumente geben die Artikel zu Geldpolitik, Währungspolitik und Finanzmarktaufsicht.
Zentralbankbilanz
Aktiva:
- Währungsreserven
- Gold
- Devisen
- Forderungen an Geschäftsbanken
- Hauptrefinanzierungsgeschäfte
- längerfristige Refinanzierungsgeschäfte
- Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen
- Forderungen an öffentliche Haushalte
- Sonstige Aktiva (z.B. Wertpapiere)
Passiva
- Bargeldumlauf ()
- Geschäftsbanken
- Einlagen auf Girokonten einschließlich Mindestreserveguthaben
- Einlagefazilität
- Einlagen ausländischer Institutionen
- Einlagen des Staates
- Sonstige Passiva
Einfluss des Staates
Die Zentralbank wird in den einzelnen Währungsräumen in unterschiedlichem Maße durch Regierungen und Interessengruppen beeinflusst. Die Länder der Europäischen Union mussten im Vorfeld der Einführung der Währungsunion ihre Zentralbanken in die rechtliche und faktische Unabhängigkeit entlassen. Im Zentralbankstatut der EU ist die Unabhängigkeit der EZB garantiert, wenn es auch zu Konflikten führen kann, dass die Mitglieder des Präsidiums der EZB durch den Europäischen Rat berufen werden.
Siehe auch
- Liste der Zentralbanken
- Makroökonomie
Weblinks
- [http://de.mabico.com/en/news/central_banks/ Zentralbank-Nachrichten]
!
ja:中央銀行
Großbritannien und Nordirland
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland.
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Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen.
Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.
Geographie
Bretagne
Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne.
Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste.
Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen.
Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry.
Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien
Klima und Vegetation
Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden.
Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten.
Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut.
Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.
Bevölkerung
Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner.
Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.
Sprachen
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel.
Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language.
Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall).
Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)
Minderheiten
Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten:
Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen)
Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Inder (über 1 Million - 2001)
Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle.
Pakistaner (747.285 - 2001)
Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam.
Bengalen (283.063 - 2001)
Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime.
Chinesen (247.403 - 2001)
Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens.
Sinti & Roma (ca. 120.000)
Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate.
Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.
Religion
Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion.
Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden.
Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
- Church of England (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
- Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
- Methodistische Kirche
- Wales die
- Church in Wales (Anglikanisch)
- United Reformed Church (Reformiert)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- Nordirland die
- Church of Ireland (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Verschiedene Presbyterianische Kirchen
Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden).
Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte.
Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet.
Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente.
Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005
Politik
Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie
Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung.
Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.
Militär
Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird.
Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands
Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question).
Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties).
Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet.
Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln
Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man
Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten.
Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten.
Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie
Infrastruktur
Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung.
Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert.
Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden.
Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester.
Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen.
Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten.
Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.
Siehe auch
- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland
Wirtschaft
Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt.
Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas.
In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin.
Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).
Kultur
Höchste Bauwerke
- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter
Weitere Themen
- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus
Weblinks
Geschichte Großbritanniens
- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)
Landschaft und Natur
- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)
Politik
- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)
Institutionen
- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin
Reisen
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich
Vermischtes
- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Staat
Kategorie:Land in der EU
als:Grossbritannien und Nordirland
ja:イギリス
ko:영국
ms:United Kingdom
simple:United Kingdom
th:สหราชอาณาจักร
zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok
Karikaturist
Unter Karikatur (von lat.: carrus = Karren, also: Überladung, und ital.: caricare = überladen, übertreiben) versteht man die komisch überzeichnete Darstellung von Menschen oder gesellschaftlichen Zuständen, häufig mit politischer Tendenz. Die Zeichner von Karikaturen nennt man Karikaturisten.
Der Begriff Karikatur wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Zerrbild eingedeutscht.
Bei Karikaturen handelt es sich meist um eine bildliche Form der Satire, die sich als parteiische Kritik an bestehenden Werten oder politischen Verhältnissen versteht und oft als „Waffe” in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen verwendet wird. Die Karikatur übertreibt bewusst, spitzt zu und verzerrt charakteristische Züge eines Ereignisses oder einer Person, um durch den aufgezeigten Kontrast zur Realität und die dargestellten Widersprüche den Betrachter der Karikatur zum Nachdenken zu bewegen. Oftmals nimmt die Karikatur zu einem aktuellen Sachverhalt sarkastisch-ironisch Stellung. Wesentliche Fehler und Mängel der dargestellten Person (z.B. eines Politikers) oder des dargestellten Objektes oder Ereignisses werden aufgedeckt und durch die Art und Weise der meist zeichnerischen Präsentation der Lächerlichkeit preisgegeben.
Die Karikatur kann mehr satirisch oder eher humoristisch ausgerichtet sein, je nachdem, ob sie ihr Opfer völlig verurteilt und lächerlich macht oder — als bloße Witzzeichnung — nur einige Mängel mit leiser Ironie kommentieren will.
Zur Geschichte der Karikatur
Satires wurde Daumier zu sechs Monaten Haft verurteilt.]]
Die ersten Karikaturen soll es bereits in der Antike gegeben haben. Auf altägyptischen Papyri, griechischen Vasen oder an Hauswänden im alten Rom fanden sich vereinzelt karikaturähnliche Darstellungen. In mittelalterlichen Kirchen finden sich an Kapitellen der Säulen oder in der Buchmalerei satirische Motive. Während der Reformationszeit wurden auf Flugblättern Vertreter des Protestantismus und Katholizismus von der jeweiligen Gegenseite karikiert. Leonardo da Vinci zeichnete einige groteske Zerrbilder von Zeitgenossen. Im 16. Jahrhundert widmen sich die Gebrüder Carracci der Porträtkarikatur. In Holland gab es im 17. Jahrhundert moralisierend-satirische Graphiken. Die eigentliche gesellschaftskritische Karikatur entwickelte sich im 18. Jahrhundert in England. Einer der Vorläufer der modernen Karikaturisten war William Hogarth mit seinen „modernen Lebensbildern”, die vor satirischen Seitenhieben nur so strotzten. In seiner Nachfolge wirkten in England die ersten politischen Karikaturisten, darunter James Gillray, Thomas Rowlandson und später George Cruikshank, die Karikaturen gegen das englische Königshaus, gegen englische Politiker oder gegen die Französische Revolution zeichneten.
In der Schweiz widmet sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Rodolphe Töpffer komischen Bildergeschichten. In Frankreich kommt es im 19. Jahrhundert zu einer Blüte der karikaturistischen Zeichnung. Hervorragende Zeichner wie Honoré Daumier oder Grandville üben in satirischen Blättern wie La Caricature und Le Charivari gesellschaftliche Kritik am Spießbürgertum. Eine komplette Übersicht über das Gesamtwerk von H. Daumier finden Sie unter [http://www.daumier-register.org www.daumier-register.org] sowie allgemeine Informationen über diesen Künstler unter [http://www.daumier.org www.daumier.org]. Ähnliche Blätter erscheinen in anderen Ländern: der Punch in London, die Fliegenden Blätter in München oder der Kladderadatsch in Berlin.
Zur Typologie der modernen Karikatur
Berlin
Berlin]
Hinsichtlich der formalen Darstellungsstruktur unterscheidet man die apersonale Sachkarikatur, die personale Typenkarikatur und die personale Individualkarikatur.
Die Sachkarikatur kommt am seltensten vor. Obwohl sie meist auf politisch-personales Handeln abzielt, bezieht sie ihre Aussagen primär auf Sachen oder Gegenstände, die der Betrachter jedoch leicht mit bestimmten Personen in Verbindung bringen kann.
Die personale Typenkarikatur beschäftigt sich mit Staaten, Völkern, sozialen Gruppen, Institutionen und Verbänden. Eine bestimmte Figur steht in diesen Karikaturen z.B. stellvertretend für einen Staat oder das Volk einer bestimmten Nation: So repräsentiert der „Michel” die Deutschen oder Deutschland, „Marianne” die Franzosen oder Frankreich, der „Yankee” die US-Amerikaner oder die USA, vornehme Kleidung und Zylinder den Unternehmer, Latzhose und Schutzhelm den Arbeiter, die Seppelhose den Bayern usw. Auch Tiergestalten können solche Repräsentationsfunktionen übernehmen: Beispiele sind der britische oder der bayerische Löwe, der russische oder der Berliner Bär, der chinesische Drache usw.
Am verbreitetsten ist die personale Individualkarikatur. Oft werden bekannte Politiker karikiert, die vom Karikaturisten individuelle, unverwechselbare Gesichtszüge, Gestalt- oder Kleidungsmerkmale erhalten, so dass die dargestellte Person eindeutig identifizierbar ist. Bestimmte Merkmale des Politiker-Gesichts — die Haarform, eine lange Nase, ein markantes Kinn etc. — werden übertrieben dargestellt, um die Wiedererkennbarkeit zu erhöhen. Ergänzende typische Attribute sorgen für die allgemeine Wiedererkennbarkeit der karikierten Person. Bekannte Karikaturisten wie Horst Haitzinger charakterisieren dabei ihre "Opfer" durch ihre persönliche stilistische Note.
Inhaltlich lassen sich ebenfalls drei Karikaturtypen unterscheiden: die Ereigniskarikatur, die Prozesskarikatur und die Zustandskarikatur.
Die Ereigniskarikatur nimmt ein punktuelles Geschehen, etwa ein Tagesereignis von zeitlich begrenzter Aktualität aufs Korn, z.B. das Ergebnis einer Wahl, den Sturz einer Regierung, einen politischen Zwischenfall, eine politische Rede etc.
Horst Haitzinger
Die Prozesskarikatur zielt auf den geschichtlichen Wandel, will Wendepunkte hervorheben, Aufstieg und Abstieg kennzeichnen, beschäftigt sich mit dem Vorher und Nachher oder konfrontiert Ideen mit der Wirklichkeit. Oft erscheinen solche Karikaturen in einer zwei- oder mehrgliedrigen Bildfolge und schauen von der jeweiligen Gegenwart rückblickend auf die Vergangenheit.
Die Zustandskarikatur greift zwar meist aktuelle Anlässe auf, ist aber darum bemüht, von ihnen aus dauerhafte, wenig wandelbare, konservative Strukturen satirisch zu attackieren, etwa bestehende Herrschafts-, Gesellschafts- oder Wirtschaftsordnungen. Hierzu gehören auch die Panoramakarikaturen, die eine über die Tagesaktualität hinausreichende, allgemeine und längerfristige politische Lage kennzeichnen wollen.
- [http://www.daumier-werkverzeichnis.de/ Daumier Register]: Werk-Katalog zu Daumiers lithographischem Werk von über 4000 Lithographien -
Literatur
- Thomas Knieper: Die politische Karikatur: Eine journalistische Darstellungsform und deren Produzenten. Köln: Herbert von Halem Verlag, 2002
- Chris Lamb: Drawn to Extremes: The Use and Abuse of Editorial Cartoons. New York, Columbia University Press, 2004
- Franz Schneider: Die politische Karikatur. München: C.H. Beck, 1988
Siehe auch
Bilderzählung, Comic, Cartoon, Graphik, Groteske, Parodie, Satire, Witzzeichnung
- [http://www.daumier-werkverzeichnis.de/ Daumier Register]: Werk-Katalog zu Daumiers lithographischem Werk von über 4000 Lithographien -
Weblinks
- [http://www.thomasgransow.de/Fachmethoden/Politische_Karikaturen_interpretieren.html]
Beispiele politischer Karikaturen
Witzzeichnung
- [http://www.wiedenroth-karikatur.de/detail/liste.html Götz Wiedenroth]
- [http://portale.web.de/Boulevard/Comics/Bengen/ Harm Bengen]
- [http://rhein-zeitung.de/suche/?haitzinger%26Alle%262004 Haitzinger]
- [http://www.karmacartoons.com/index.html Karma] (Marco Ratschiller, CH)
- [http://www.burkhard-mohr.de/ Burkhard Mohr]
- [http://www.sakurai-cartoons.de/home.php3 Heiko Sakurai]
- [http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikatur.php Klaus Stuttmann (deutsch)]
- [http://www.tomicek.de Atelier TOMICEK (deutsch)]
- [http://cagle.slate.msn.com/politicalcartoons/ Political Cartoons (englisch, Zusammenstellung)]
- [http://www.systemfehler.de Systemfehler (deutsch)]
- [http://www.andreas-rulle.de Andreas Rulle]
- [http://www.paolo-calleri.de Paolo Calleri]
- [http://www.daumier-werkverzeichnis.de/ Honoré Daumier]
- [http://www.bubec.com BUBEC (deutsch)]
- [http://www.lutz-backes.com Lutz Backes (deutsch)]
Beispiele sonstiger Karikaturen
- [http://www.karikatur-cartoon.de/ Karikaturen und Cartoons] Großes Online-Archiv mit vielen Karikaturen und Cartoons vom Zeichner und Karikaturisten Roger.
- [http://www.TBecker-illustration.de/ Rock und Popstar-Karikaturen] Treffliche Karikaturen vom Zeichner und Karikaturisten Torsten Becker.
- [http://www.geocities.com/e_reincke/galerie_hm.html Heinz Musculus (deutsch) ]Die Karikaturen von Heinz Musculus, Berlin, 1917-1976 - formal der personale Typenkarikatur und inhaltlich der Zustandskarikatur zuzurechnen - ziehen einen Bogen von Unterdrückung und Krieg ("Unterdrücktes Europa", "Sieg", "Die Kreuzigung", "Obdachlos!", "Die Müllsammlerin", "Die lebendige U-Bahn" u.a.) bis hin zu den menschlich-allzumenschlichen Merk- und Liebenswürdigkeiten ("Menschen...", "Der Letzte in der Schlange", "Gleich und Gleich", "Die Katze", "Freud' und Leid" u.a.).
- Marie Marks - Biografisches, Politik, Alltag, Grafikerin in Heidelberg
- [http://www.promikatur.de/ Karikaturen von Prominenten] Karikaturen von Pit Hammann, z.B. Michael Jackson, Robbie Williams, Stefan Raab, Oliver Kahn und weiteren.
- [http://www.mygeo.info/karikaturen.html Karikaturen für den Unterricht] - Karikaturen zu Globaler Erwärmung, Umwelt und Automobil
- [http://www.daumier-werkverzeichnis.de/ Daumier Register]: Werk-Katalog zu Daumiers lithographischem Werk von über 4000 Lithographien -
Kategorie:Kunst
Kategorie:Humor
Wilhelm III. (England)Wilhelm III. von Oranien-Nassau ( - 14. November 1650 in Den Haag; † 19. März 1702 in Hampton Court) war Statthalter der Niederlande sowie König von England, Schottland und Irland.
Leben
Irland
Wilhelm wurde als Kind von Prinz Wilhelm II. von Oranien und Maria, älteste Tochter König Karls I. von England, geboren. Nach einer streng calvinistischen Erziehung am preußischen Hof wurde er 1672 nach dem Sturz Johan de Witts zum Statthalter, Generalkapitän und Admiral der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande gewählt.
Im Französisch-Niederländischen Krieg (1672-1678/79) wehrte er entschlossen und erfolgreich die Truppen des französischen Königs Ludwigs XIV. ab und konnte die Unabhängigkeit des Landes erhalten.
1677 heiratete er Maria Stuart II., Tochter des späteren englischen Königs Jakob II.
Infolge der Versuche der Rekatholisierung Englands durch Jakob baten die im englischen Parlament dominierenden Whigs Wilhelm um Hilfe. Mit massiver finanzieller Unterstützung des späteren Papstes Innozenz XI. landete dieser am 5. November 1688 in England. Jakob musste ins französische Exil fliehen (Glorious Revolution).
Nachdem Wilhelm und seine Frau Maria der Declaration of Rights am 22. Januar 1689 zugestimmt hatten, erklärte ihn das Parlament am 13. Februar zusammen mit Maria zum neuen König, nach Marias Tod 1694 regierte er alleine.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg schmiedete er die sogenannte Große Allianz, die 1701 zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs erneuert wurde und sich gegen das expandierende Frankreich wandte.
Unter der Regierungszeit Wilhelms gelang es dem englischen Parlament meist gegen den königlichen Widerstand, seine Rechte wesentlich zu erweitern. So wurde beispielsweise die Bill of Rights verabschiedet, die parlamentarische Verantwortlichkeit von Ministern durchgesetzt und auch die Bank von England gegründet.
Wilhelm starb am 19. März 1702 in Hampton Court infolge eines Reitunfalls.
Charakterisierung von Wilhelm III. durch Churchill
Der Literaturnobelpreisträger und englische Premierminister Winston Churchill hat für Wilhelm III. nur wenige freundliche Worte gefunden. Möglicherweise hat dazu beigetragen, dass seine Vorfahren Sarah und John Churchill, der 1. Herzog von Marlborough, die beide viel zur politischen Stabilisierung Wilhelms III. beigetragen hatten, dafür wenig Dank erhielten:
:Wilhelm von Oranien war vaterlos und kinderlos. Sein Leben war liebeleer. Seine Heirat wurde von der Staatsräson diktiert. Eine zänkische Großmutter hatte ihn erzogen, und seine Jugendjahre regelte eine niederländische Erziehungskommission nach der anderen. Seine Kindheit war unglücklich und seine Gesundheit schlecht. Er hatte eine tuberkulöse Lunge, war asthmatisch und ein wenig verwachsen. Aber in dieser ausgezehrten und gebrechlichen Hülle brannte ein unbarmherziges Feuer, angefacht von den Stürmen Europas und noch verstärkt durch den unerbittlichen Druck seiner Umwelt. ...Frauen bedeuteten ihm wenig. Lange Zeit behandelte er seine liebevolle treue Gemahlin gleichgültig. ...Er bekannte sich natürlich zum calvinistischen Glauben, schien jedoch aus dieser gestrengen Lehre nur wenig geistlichen Trost gewonnen zu haben. Als Herrscher und als Befehlshaber war er bar aller religiösen Vorurteile. (Churchill, S. 17)
Literatur
- Winston Churchill; Geschichte, Band III - Das Zeitalter der Revolutionen, Scherz & Coverts Verlag, Stuttgart 1957
Weblinks
Kategorie:König (England)
Kategorie:König (Schottland)
Kategorie:Niederländische Geschichte
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Kategorie:Gestorben 1702
ja:ウィリアム3世 (イングランド王)
Maria II. (England)
Maria II., engl. Mary II ( - 30. April 1662 in London; † 28. Dezember 1694 in Kensington) wurde als zweites Kind von Jakob II. (1633-1701) von Großbritannien und dessen erster Gemahlin Anne Hyde (1637-1671) geboren. Sie regierte von 1689 bis 1694 gemeinsam mit ihrem Gemahl Wilhelm III. von Oranien (1650-1702). Sie heiratete ihn am 14. November 1677. Aus dieser Ehe gingen keine überlebenden Kinder hervor.
Im 17. Jahrhundert war es in England zeitweise üblich, dass Frauen eine oder auch beide Brüste unbedeckt ließen. Belegt ist dies durch zeitgenössische Holzschnitte, die Königin Mary II. in der damaligen Mode darstellen. (Siehe [http://www.npg.org.uk/live/search/portrait.asp?linkID=mp02998&rNo=6&role=sit], [http://department.monm.edu/english/mew/monarchs.htm], [http://northernblue.ca/hconline/chapters/2/2images/2peop/MARYIIC1.JPG], [http://www.britainshistory.com/monarchs/source/mary_ii.html], [http://www.portcities.org.uk/london/server/show/conMediaFile.4104/Queen-Mary-II-(16621694).html]).
Am Todestag von Queen Maria II. legten Rechtsanwälte die schwarze Trauerrobe an. Noch heute wird diese getragen.
Weblinks
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ja:メアリー2世 (イングランド女王)
1688
- Glorious Revolution in England
- Beginn des Krieges zwischen Frankreich und der Augsburger Liga (bis 1697)
- Joseph Clemens von Bayern wird Erzbischof von Köln
- Kurfürst Max Emanuel von Bayern erobert Belgrad von den Osmanen zurück
- Datum unbekannt: Giuseppe Castiglione, in China tätiger italienischer Jesuit, Missionar und Maler († 1766)
- 29. Januar: Emanuel Swedenborg, schwedischer Wissenschaftler, Mystiker und Theologe († 1772)
- 4. Februar: Pierre Carlet de Marivaux, französischer Schriftsteller († 1763)
- 15. Februar: Nicolas Frèret, französischer Historiker († 1749)
- 23. Februar: Ulrike Eleonore, Königin von Schweden von 1718 bis 1719 († 1741)
- 22. März: Joachim Daniel von Jauch, deutscher Ingenieuroffizier und Architekt († 1754)
- 15. April: Johann Friedrich Fasch, deutscher Komponist († 1758)
- 15. April: Johann Georg Bergmüller, deutscher Maler († 1762)
- 19. April: Ernst August I. (Sachsen-Weimar-Eisenach) († 1741)
- 21. Mai: Alexander Pope, britischer Dichter († 1744)
- 14. August: Friedrich Wilhelm I., König von Preußen seit 1713 († 1740)
- 8. Oktober: Johann Ulrich König, deutscher Schriftsteller († 1744)
- François Robichon de la Guérinière, Erfinder der modernen Reitkunst († 1751)
- Zacharias Hildebrandt, deutscher Orgelbauer († 1757)
- 9. Mai: Friedrich Wilhelm, Großer Kurfürst von Brandenburg ( - 1620)
- 22. Mai: Johann Andreas Quenstedt, letzter Vertreter der lutherischen Hochorthodoxie (1600–1680) ( - 1617)
- 5. Juni: Maximilian Heinrich von Bayern, Erzbischof von Köln ( - 1621)
- 11. Juli: Narai, König von Ayutthaya in Thailand
- 25. August: Henry Morgan, englischer Freibeuter ( - um 1635)
- 31. August: Maria Magdalena von Oettingen, 2.te Frau des Markgrafen Wilhelm von Baden ( - 1619)
- 31. August: John Bunyan, Baptistenprediger und Schriftsteller aus England ( - 1628)
- 11. September: Eduard von Keyserling, deutscher Dichter des Barock ( - 1613)
- 15. September: Otto Wilhelm Graf von Königsmarck, venetianischer Generalissimus gegen die Türken ( - 1639)
- 14. Oktober: Joachim von Sandrart, deutscher Maler, Kupferstecher und Kunsthistoriker ( - 1606)
- 11. Dezember: Christian Lehmann, Chronist Pfarrer ( - 1611)
ko:1688년
1694
- 27. Juli: Großbritannien: Gründung der Bank von England
Kultur
- 25. Januar: Uraufführung der Oper Xerse von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom
- 22. Mai: Daniel Gran, einer der bedeutendsten österreichischen Barockmaler († 1757)
- 4. Juni: François Quesnay, französischer Arzt und Ökonom
- 27. Juni: Johann Hildebrand Withof, Professor für Beredsamkeit und Geschichte in Duisburg († 1769)
- 8. August: Francis Hutcheson, irischer Philosoph und Ökonom
- 26. Oktober: Johan Helmich Roman, schwedischer Komponist († 1758)
- 21. November: Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph der Aufklärung († 1778)
- 22. Dezember: Hermann Samuel Reimarus, Gymnasialprofessor und Wegbereiter der wissenschaftlichen Bibelkritik († 1768)
- Baron Theodor Neuhof, deutscher Abenteurer und der erste und einzige König von Korsika († 1756)
- 10. April: Katharina Regina von Greiffenberg, geistliche Lyrikerin, ( - 1633)
- 27. April: Johann Georg IV. (Sachsen), Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie) ( - 1668)
- 17. Mai: Johann Michael Bach: deutscher Komponist ( - 1648)
- 29. Juli: Safi II., Shah von Persien ( - 1647)
- 29. September: Marcellus Malpighi, italienischer Anatom und Physiologe ( - 1628)
- 26. Oktober: Samuel von Pufendorf, deutscher Naturrechtsphilosoph und Historiker ( - 1632)
- 28. November: Matsuo Basho 松尾芭蕉, japanischer Dichter. Er gilt als der herausragende Schreiber und Begründer japanischer Haiku ( - 1644)
- 11. Dezember: Ranuccio II. Farnese, Sohn von Herzog Odoardo I. Farnese von Parma und Piacenza ( - 1630)
- 28. Dezember: Maria II. (England), wurde als zweites Kind von ( - 1662)
ko:1694년
Pfund Sterling
Das Pfund Sterling, engl. Pound Sterling ist die britische Währung.
Geschichte
Währung
Das Währungssymbol ist £ (oder L) und leitet sich vom lateinischen libra (Pfund) her. Der Standard ISO 4217 Währungscode lautet GBP (Great Britain Pound).
Der Name Sterling kommt von einer gleichnamigen alten englischen Silbermünze von 1,555 Gramm (1/240 Pfund). Entweder leitet sich der Name von "easterling" (Ostling) ab und bezog sich auf die Münzen der (von England aus östlich gelegenen) norddeutschen Hansestädte, oder er kommt von "star" oder "starling", da Sterne oder Stare auf manchen mittelalterlichen englischen Münzen erscheinen.
Seit 1971 ist das Pfund unterteilt in 100 Pence (Einzahl Penny), Abk. "p". Vorher war es unterteilt in 20 Schilling (abgekürzt "s" von solidus) zu je 12 Pence (abgekürzt "d" von denarius). In der ersten Zeit nach der Umstellung wurde der Dezimal-Penny als "new penny" bezeichnet. Die alten Penny-Münzen wurden eingezogen, aber die alten Schillinge blieben noch lange als 5-Penny-Münzen im Umlauf.
Hier ein Einblick in das Ursprüngliche Währungssystem:
2 Farthings = ein halber Penny ;
2 Halbe Pennies = ein ganzer Penny ;
3 Pennies = ein Thrupenny Bit ;
2 Thrupennies = ein Sixpence ;
2 Sixpences = ein Shilling oder Bob ;
2 Bob = ein Florin ;
1 Florin + 1 Sixpence = eine halbe Crown ;
4 halbe Crowns = ein Zehn-Bob (Ten-Bob) ;
2 Zehn-Bob = ein Pfund oder 240 Pennies ;
1 Pfund + 1 Shilling = eine Guinee ;
Geldscheine
denarius
denarius
Alle Banknoten in den Landesteilen England und Wales werden von der britischen Zentralbank Bank of England herausgegeben. In den Landesteilen Schottland und Nordirland dürfen auch bestimmte Geschäftsbanken (in Schottland: Bank of Scotland, Clydesdale Bank, Royal Bank of Scotland; in Nordirland: Bank of Ireland, First Trust Bank, Northern Bank, Ulster Bank) ihre eigenen Geldscheine drucken.
Während die Geldscheine der Bank of England als gesetzliches Zahlungsmittel in England und Wales akzeptiert werden müssen, gilt dies nicht in Nordirland und Schottland.
In der Praxis werden die Bank of England-Noten im ganzen Land akzeptiert, nordirische und schottische Geldscheine werden jedoch in anderen Landesteilen häufig nicht angenommen.
Auch kann es mit Noten, die nicht von der Bank of England stammen, in Deutschland Probleme beim Rücktausch geben. Hier empfiehlt es sich, die Noten vor der Rückreise in Großbritannien wieder in Euro oder in Noten der Bank of England zu tauschen.
Mit einem Sonderdruck (12. Juli 2005, Auflage 2 Mio.) der Fünf-Pfund-Note von der Royal Bank of Scotland wurde der Golfer Jack Nicklaus geehrt, als erste lebende Person nach der Queen und Queen Mum.
Die von Großbritannien abhängigen Gebiete (Kanalinseln, Insel Man) sowie die britischen Überseegebiete Falklandinseln, St. Helena und Gibraltar geben ihre eigenen Banknoten heraus. Die Gülti | | |