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Bank Of Scotland

Bank of Scotland

Die Bank of Scotland (Bank von Schottland) ist eine vorwiegend in Schottland heimische Geschäftsbank, in kleinerem Umfang auch im übrigen Vereinigten Königreich und in Irland tätig und verfügt seit 1695 über das Recht, Banknoten in Schottland auszugeben. Ihr Sitz ist Edinburgh. The Governor and Company of the Bank of Scotland, so ihr voller Name, ist seit dem 10. September 2001 Teil der HBOS Gruppe, die aus ihrer Fusion mit der UK’s Halifax Group (früher die Halifax Building Society) hervorgegangen ist.

Geschichte

Die Bank von Schottland wurde durch ein Gesetz des schottischen Parlaments am 17. Juli 1695 gegründet und eröffnete ihren Geschäftsbetrieb im Februar 1696. Sie ist die einzige jemals vom schottischen Parlament gegründete Bank und auch die einzige von ihm geschaffene und noch existierende kommerzielle Institution. Der Gründungsakt ermöglichte dem Bankdirektorium, ein Nominalkapital von £ 1.200.000 Scots (dies waren £ 100.000 Sterling) aufzubringen und bewilligte der Bank ein Monopol für Bankgeschäfte in Schottland für 21 Jahre, gab den Eigentümern (Aktionären) begrenzte Verbindlichkeit, und die abschließende Klausel (erst 1920 widerrufen) machte alle auswärtigen Eigentümer zu eingebürgerten Schotten "in jeder Hinsicht und für jedweden Zweck". Die Bank wurde vorwiegend errichtet, um Schottlands Handel hauptsächlich mit England und den Vereinigten Niederlanden (Low Countries) zu entwickeln. Im Februar 1696 startete sie mit einem Arbeitskapital von 120.000 Scots (oder £ 10.000 Sterling). Ihre 172 Anteilseigner (36 davon in London) stammten hauptsächlich aus Schottlands Elite in Politik und Handel. Was sie verlangten war ein Banksystem, das längerfristige Kredite und Sicherheit für Kaufleute und Landbesitzer bot. Die Bank von Schottland war die erste Bank in Europa, die erfolgreich Papiergeld ausgegeben hat, einlösbar für Bargeld auf Verlangen (was eine extrem günstige Einrichtung für den schlechten Zustand der schottischen Münzprägung am Ende des 17. Jahrhunderts war). Das Recht zur Banknotenausgabe ist bis zum heutigen Tag gewahrt worden.

Im 18. Jahrhundert

Nach der Vereinigung von Schottland und England im Jahr 1707 überwachte die Bank das Umprägen der alten schottischen Münzen in Sterling. 1716 lief das Monopol zur Notenausgabe ab und im Jahr 1727 wurde die Royal Bank of Scotland durch ein königliches Statut gegründet. Eine Zeit lang folgte nun ein heftiger Wettbewerb, weil beide Banken versuchten, die andere aus dem Geschäft zu drängen. Dieser Bankenkrieg war mehr oder weniger in den 1740er Jahren vorbei. Während des Jakobiten-Aufstands 1745 beschlossen die Direktoren der Bank, obwohl sie den Ruf einer Jakobiten-Bank hatte, zirkulierende Banknoten zurückzunehmen, als die Highland-Armee des Bonnie Prince Charlie südwärts auf Edinburgh marschierte. Die Papiere und Wertsachen der Bank wurden auf das Edinburgher Schloss in Sicherheit gebracht. Die Bank schloss mehrere Wochen ihre Türen, bis die Rebellenarmee die Stadt verlassen hatte. Ab den 1750er Jahren verlagerte sich der Fokus der ökonomischen Entwicklung mehr nach Glasgow und in den schottischen Westen. Dies führte zur Zunahme von Bankgesellschaften in Glasgow und weiteren Städten. Die Bank übernahm die Leitung bei der Festlegung der Sicherheit und Stabilität des gesamten schottischen Bankensystems, die nach dem Kollaps der Ayr Bank im Jahr 1772 wichtiger wurde.

Im 19. Jahrhundert

In der Bankgeschichte hat es Bedrohungen des Rechts auf Notenausgabe zu verschiedenen Zeiten gegeben. Im Jahr 1826 gab es in Schottland eine große Entrüstung über den Versuch des britischen Parlaments, die Produktion der Banknoten mit kleiner als fünf Pfund Nominalwert zu verhindern. Sir Walter Scott schrieb eine Reihe von Briefen an das Edinburgh Weekly Journal unter dem Pseudonym "Malachi Malagrowther", die sofort als Flugschriften neu gedruckt wurden. Sie riefen solch eine Resonanz hervor, dass die Regierung gezwungen wurde, nachzugeben und den schottischen Banken erlaubte, weiterhin £1-Noten zu drucken. Aus diesem Grund erscheint Sir Walter Scott auf allen Noten der Bank von Schottland. Im 19. Jahrhundert gab es eine Anzahl von Änderungen in Schottlands Bankensystem. Eine Entwicklung war das Aufkommen von großen Bank-Kapitalgesellschaften mit vielen Aktionären. Die Western Bank brach 1857 zusammen. Die Bank von Schottland sprang mit den anderen schottischen Banken ein, um dafür zu sorgen, dass an Inhaber von Banknoten der Western Bank ausbezahlt wurde. 1878 kollabierte die City of Glasgow Bank auf spektakuläre Weise, alle bis auf 254 seiner 1.819 Anteilseigner ruinierend. Diese Katastrophe verschob das Finanzgebaren wieder mehr auf konservative Praktiken in der Edinburgher Bankengemeinschaft.

Im 20. Jahrhundert

Die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts brachten der Bank neues Geschäft. Industrien am technologischen Scheidepunkt brauchten finanzielle Unterstützung zu ihrer Expansion. Firmen wie British Aluminium oder Barr and Stroud (Hersteller optischer Entfernungsmesser für die britische Marine) suchten ausgeklügelte Finanzierungen bei der Bank und in einem bislang unbekannten Maßstab. Der Ausbruch des Krieges bedeutete für die Bank, dass sie ihren Blick in der Geschäftspolitik wieder zurück auf nationale Notwendigkeiten richtete. Auch die Jahre zwischen den Weltkriegen erwiesen sich als schwierig. Erst nach dem 2. Weltkrieg verbesserte sich das Geschäftsklima. In den 1950er Jahren wurde der finanzielle Sektor von einer Welle von Fusionen und Aufkäufen erfasst. Die Bank von Schottland begann diese Phase ihrer Entwicklung mit der Fusion der in Glasgow heimischen Union Bank of Scotland im Jahr 1955. Drei Jahre später expandierte sie in Verbraucherkredite mit dem Erwerb der North West Securities (heute Capital Bank). 1971 fand die Fusion mit der British Linen Bank statt. Die 1950er Jahre kündigten schon das Computerzeitalter an. Es galt, das Bild des britischen Bankwesens zu revolutionieren und die Bank war an vorderster Front mit dabei. Im Jahr 1959 war die Bank von Schottland die erste britische Bank, die einen Computer zur zentralen Verarbeitung der Konten installierte. 1986 war die Bank wieder wegweisend mit der Vorstellung von HOBS (Home and Office Banking Services) – einer frühen Anwendung der Internet-Technologie. Dieser Dienst ermöglichte den Kunden den Zugang zu ihren Konten direkt am Fernsehschirm über das Telefonnetz. Die Bank von Schottland war auch schnell im Einschätzen des ungeheuer großen Potenzials des Nordsee-Öls. In den frühen 1970er Jahren stellte sie die Öl-Abteilung (Oil Division) als ihren eigenen Spezialisten auf, finanzierte die Exploration im Forties-Feld und spielte eine führende Rolle bei der Gründung der International Oil and Energy Bank. 1975 eröffnete sie ihr erstes Büro in Übersee in Houston, Texas. Filialen folgten in anderen US-Bundesstaaten, in Moskau, Hongkong und Singapur. 1987 wurde die Countrywide in Neuseeland und 1995 die Bank of Western Australia gekauft.

Im 21. Jahrhundert

2001 willigte die Bank in eine Fusion mit der Halifax Gruppe ein, um eine der größten Girobanken Großbritanniens, HBOS, zu gründen. Die Bank von Schottland erwarb später auch die ICC Bank in der Republik Irland im gleichen Jahr und betreibt seitdem ihr irisches Geschäft als Bank of Scotland (Ireland). Über die Bank von Schottland und die mehr als 300jährige Geschichte des schottischen Bankwesens gibt es im Museum of the Mound am Edinburgher Hauptsitz viele Aufzeichnungen und alte Gegenstände zu besichtigen.

Aktivitäten

Die Bank von Schottland ist eine weltweit agierende Geschäftsbank, hat ihren Schwerpunkt in Schottland und Irland und ist keine Zentralbank. Sie besitzt jedoch das ihr historisch zustehende Privileg zur Notenausgabe zusammen mit der Royal Bank of Scotland (Edinburgh) und der Clydesdale Bank (Glasgow). Sie müssen sich dabei an den Vorgaben der Bank von England orientieren.

Weblinks


- [http://www.bankofscotland.co.uk Bank of Scotland] (engl.) Siehe auch: Bank von England, Robert Peel, Royal Bank of Scotland, Clydesdale Bank Kategorie:Unternehmen (Schottland) Scotland, Bank of Kategorie:Edinburgh ja:スコットランド銀行

Schottland

Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.

Geografie

Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros. Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten. Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Bevölkerung

Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten, Kelten aus Irland, landen an der Westküste Schottlands.
- 843 Kenneth Mac Alpin vereint die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis zum Ende der Regentschaft von Macbeth im Jahre 1057.
- 1057 Malcolm III. tötet Macbeth und wird König. Unter seiner Herrschaft wird der englische Einfluss stark.
- 1296 Annexion Schottlands durch den englischen König Edward I.
- 1314 Schlacht von Bannockburn: Die Schotten unter Robert the Bruce schlagen die Engländer, angeführt von Edward II.
- 1320 Die Declaration of Arbroath wird aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Der Papst akzeptiert die Erklärung.
- 1603 James VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, wird König James I. von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben separate Königreiche unter einem Monarchen.
- 1692 Beim Massaker von Glencoe werden 38 Mitglieder des MacDonald Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. Dieses Ereignis hat sich tief in das schottische Nationalbewusstsein eingebrannt.
- 1707 Act of Union: Schottland wird formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster.
- 1746 Schlacht bei Culloden: Der von Prinz Charles Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie") angeführte letzte schottische Aufstand wird blutig niedergeschlagen.
- ab 1780 Highland Clearances: Beginn der Vertreibung von Kleinbauern ("Crofters") um Platz für Schafzucht zu schaffen.
- 1820 Die industrielle Revolution erreicht Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie.
- 1975 Das erste Öl wird von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.
- 1997 Die schottische Bevölkerung stimmt mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- 1999 Ein neues schottisches Parlament wird gewählt. Es wird in Zukunft über innerschottische Angelegenheiten und Einkommenssteuern entscheiden können. siehe auch: Prinzen von Schottland

Kultur

Der Dudelsack, die Kilts und der Whisky sind die bekanntesten schottischen Kulturgüter, wobei alle drei keinen schottischen Ursprung haben. Der Whisky wurde zuerst von katholischen Mönchen in Irland gebraut und ist dann im Rahmen von Missionierungen in Schottland gelandet. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien und der Kilt wurde zuerst in London getragen. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed und das schottische Clansystem sind dagegen schottischem Urpsrung und auch weitläufig bekannt. Das Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Ein paar der bekanntesten Clans sind:
- MacGregor
- Stewart
- MacDonald
- MacLeod
- Robertson
- Campbell
- MacKenzie Regelmäßig finden die so genannten "highland games" (Hochlandspiele) statt. Es gibt keine offizielle Nationalhymmmne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland der schottischen Band The Corries zu hören.
- Siehe auch: Schottische Literatur

Religion

siehe auch:
- Free Church of Scotland
- Freie Presbyterianische Kirche Schottlands
- Scottish Episcopal Church

Schulsystem

siehe Schulsystem in Großbritannien

Wirtschaft

Schottland ist neben Irland das Zentrum der Whisky-Industrie. Die zweite dort gewonnene Flüssigkeit ist das Nordsee-Öl; das Zentrum der Erdölförderung ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computer Software. Als Beispiel ist z.B. Rockstar North zu nennen, welche ihre Büros in Edinburgh haben. Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.

Politik und Verwaltung

Schottland wird von einem "Ersten Minister" (vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten) regiert. Seinen Amtssitz hat er in Edinburgh, wo auch das schottische Parlament seinen Sitz hat. Siehe auch:
- Verwaltungsgliederung Schottlands
- Traditionelle Grafschaften Schottlands

Literatur


- Markus Hilpert/Bernhard Kräußlich (Hrsg.), Schottland : eine sozial- und wirtschaftsgeografische Exkursion, Augsburg 2004, 252 S., ISBN 3-923273-55-X

Weblinks


- [http://www.visitscotland.com/ visitscotland] -- Offizielle Seite des "Scottish Tourist Board"
- [http://www.schottlandportal.de/ Das Schottlandportal] -- Allgemeine und spezielle Infos rund um Schottland
- [http://www.al2.ch/boeby/scot/ Eine Schottlandreise] -- Private Seite zur Reise durch Schottland mit dem Auto mit Bildern und Karte
- [http://www.schottlandgeschichte.de/ Schottlandgeschichte.de] -- Umfangreiche Zeittafel zur Geschichte sowie Informationen zum Land, zum Clan MacLeod und zum Whisky
- [http://www.scottishmusiccentre.com/ Musik in Schottland]
- [http://www.hebriden-online.de Schottische Hebriden]
- [http://www.scottishsundials.co.uk Schottische Sonnenuhren]
- [http://www.undiscoveredscotland.co.uk/ Undiscoveredscotland] -- Sehr umfangreiche Reiseseite über Schottland (engl.)
- [http://www.scottishdevelopmentinternational.com/ scottishdevelopmentinternational] -- Offizielle Seite der Wirtschaftsförderung als:Schottland ja:スコットランド ko:스코틀랜드 ms:Scotland simple:Scotland

Großbritannien und Nordirland

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall). Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Minderheiten

Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten: Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen) Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Inder (über 1 Million - 2001) Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle. Pakistaner (747.285 - 2001) Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam. Bengalen (283.063 - 2001) Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime. Chinesen (247.403 - 2001) Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens. Sinti & Roma (ca. 120.000) Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.

Religion

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
  - Church of England (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
  - Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
  - Methodistische Kirche
- Wales die
  - Church in Wales (Anglikanisch)
  - United Reformed Church (Reformiert)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
- Nordirland die
  - Church of Ireland (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Verschiedene Presbyterianische Kirchen Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden). Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte. Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet. Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente. Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung. Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird. Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question). Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet. Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten. Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten. Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie

Infrastruktur

Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung. Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert. Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden. Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester. Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen. Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten. Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.

Siehe auch


- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland

Wirtschaft

Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas. In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin. Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).

Kultur

Höchste Bauwerke


- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter

Weitere Themen


- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus

Weblinks

Geschichte Großbritanniens


- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)

Landschaft und Natur


- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)

Politik


- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)

Institutionen


- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin

Reisen


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich

Vermischtes


- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU als:Grossbritannien und Nordirland ja:イギリス ko:영국 ms:United Kingdom simple:United Kingdom th:สหราชอาณาจักร zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok

Irland (Insel)

Irland ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteuropäischen Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik bei . Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84 421 km². Man bezeichnet Irland auch als die "Grüne Insel". Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Hibernia. Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, welches Teil des Vereinigten Königreichs bildet. Irland wurde im Mittelalter in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung: Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Vorzeit wichtige Regionen sind aber seit langer Zeit politisch bedeutungslos, jedoch fühlen sich viele Iren "ihrer" Provinz zutiefst zugehörig. Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:
- Ulster stimmt bis auf die Grafschaften (engl. county, ir. condae) Donegal, Cavan und Monaghan mit Nordirland (Sechs Grafschaften: Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry und Tyrone), überein.
- Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.
- Munster setzt sich aus Cork, Kerry, Limerick, Clare, Tipperary und Waterford zusammen.
- In Leinster liegt die Hauptstadt der Republik Irland Dublin, die gleichzeitig auch eine eigene Grafschaft bildet. Weiterhin sind in Leinster die Grafschaften Wexford, Carlow, Kilkenny, Wicklow, Kildare, Offaly, Laois, Meath, Westmeath, Longford und Louth vertreten.

siehe auch

Portal Irland

Weblinks


- http://www.irish-net.de/
- http://www.irishtourist.com
- [http://home.versanet.de/~jleine/index.htm Sehr umfangreiche Linksammlung über Irland]
- http://www.irland-inside.de/
- http://irland-fahrt.de/
- http://www.irland-photos.com/
- http://www.europaserviceba.de/ Generelle Informationen zu Arbeiten in Irland
- [http://www.irland-reise.org/ Webseite über Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers] Kategorie:Insel (Irland) ja:アイルランド島 ko:아일랜드 섬 simple:Ireland th:ไอร์แลนด์

1695

Ereignisse


- 17. Juli: Die Bank von Schottland entsteht durch ein Gesetz des schottischen Parlaments
- Mustafa II. wird Herrscher des osmanischen Reiches
- Osei Tutu gründet das Ashanti-Reich an der Goldküste

Kultur


- 5. Februar: Uraufführung der Oper Muzio Scevola von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom
- 19. Juli: in England erscheint die erste Heiratsannonce, die in einer Zeitung gedruckt wurde

Geboren


- 25. Januar: Franz Ernst von Hessen-Darmstadt, deutscher Adliger († 1717)
- 10. Februar: Daniel Triller, deutscher Mediziner und Schriftsteller
- 8. April: Johann Christian Günther, deutscher Schriftsteller († 1723)
- 15. April: Hermann Werner von Bossart, Priester, Diplomat und Domherr in Köln
- 3. Mai: Henri de Pitot, Französischer Wasserbauingenieur († 1771)
- 5. Juni: Johann Conrad Schlaun, deutscher Baumeister des Barock († 1773)
- 3. September: Pietro Locatelli, italienischer Violinenvirtuose und Komponist († 1764)
- 10. September: Johann Lorenz Bach, deutscher Komponist († 1773)
- 23. Oktober: François de Cubilliés, belgischer Architekt
- 9. November: Joseph Stammel, der bekannteste österreichische Bildhauer des Spätbarock († 1765)

Gestorben


- 4. Januar: François Henri de Montmorency-Bouteville, französischer Heerführer, Pair und Marschall von Frankreich (
- 1628)
- 6. Januar: Christian Albrecht, Fürstbischof von Lübeck und Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf (
- 1641)
- 6. Februar: Ahmed II., war 1691 bis 1695 Sultan des Osmanischen Reiches (
- 1643)
- 20. Februar: Johann Ambrosius Bach, deutscher Musiker (
- 1644)
- 13. April: Jean de La Fontaine, französischer Fabeldichter (
- 1621)
- 17. April: Juana Inés de la Cruz, mexikanische Dichterin (
- 1648)
- 8. Juli: Christiaan Huygens, niederländischer Mathematiker, Physiker und Astronom (
- 1629)
- 21. November: Henry Purcell, englischer Komponist (
- 1659) ko:1695년 simple:1695

10. September

Der 10. September ist der 253. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 254. in Schaltjahren) - somit bleiben 112 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1547 - England besiegt Schottland in der Schlacht bei Pinkie.
- 1813 - Die Amerikaner besiegen während des Krieges von 1812 in der Schlacht auf dem Eriesee ein britisches Flottengeschwader.
- 1898 - Der Anarchist Luigi Lucheni ersticht in Genf Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, genannt Sisi.
- 1919 - Unterzeichnung des Friedensvertrags von Saint-Germain-en-Laye. Er regelt nach dem Ersten Weltkrieg die Auflösung des Kaiserreiches Österreich-Ungarn und die Bedingungen für die neue Republik Österreich.
- 1926 - Deutschland tritt dem Völkerbund bei.
- 1939 - Kanada erklärt Deutschland den Krieg.
- 1943 - Die deutsche Wehrmacht besetzt Rom.
- 1944 - Befreiung des von Deutschland okkupierten Großherzogtums Luxemburg durch amerikanische Truppen.
- 1952 - Das Luxemburger Abkommen zwischen der Bundesrepublik und Israel wird unterzeichnet. Jüdische NS-Opfer werden entschädigt.
- 1964 - In Köln trifft der millionste Gastarbeiter der Bundesrepublik Deutschland, der Portugiese Armando Sa Rodrigues, ein. Er erhält bei seiner Ankunft ein Moped als Geschenk.
- 1966 - Guyana. Aufnahme in die Vereinten Nationen
- 1974 - Guinea-Bissau erlangt in Folge der Nelkenrevolution die endgültige Unabhängigkeit von Portugal (einseitige Unabhängigkeitserklärung schon am 24. September 1973).
- 1977 - In Frankreich wird die letzte Exekution mit der Guillotine durchgeführt.
- 1987 - Karl-Heinz Köpcke liest zum letzten Mal die Nachrichten der Tagesschau.
- 1990 - Annahme des Friedensplanes der Vereinten Nationen für Kambodscha durch die kambodschanischen Parteien in Jakarta.
- 1991 - Estland. Aufnahme in die KSZE
- 2001 - Parlamentswahlen in Norwegen
- 2002 - Die Schweiz wird Mitglied der UNO.
- 2003 - Messer-Attentat von Mijailo Mijailovic an Schwedens Außenministerin Anna Lindh, welche am Tag darauf ihren schweren Verletzungen erliegt

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik

Kultur


- 1788 - Uraufführung der Oper Il Talismano von Antonio Salieri am Burgtheater in Wien
- 1808 - Uraufführung der komischen Oper Linnée ou Les Mines de Suède von Victor Dourlen an der Opéra-Comique in Paris
- 1947 - Die literarische Vereinigung Gruppe 47 wird gegründet
- 1971 - Uraufführung der Oper Beatrix Cenci von Alberto Ginastera im John F. Kennedy Center in Washington (D.C.)

Religion


- 1933 - Das Reichskonkordat, welches das Verhältnis zwischen deutschem Reich und der katholischen Kirche regelt, wird von Papst Pius XI. ratifiziert.

Katastrophen


- 1943 - Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in Tottori, Japan, führt zu 1.190 Todesopfern.
- 1976 - Eine Douglas DC-9 der jugoslawischen Inex Adria Aviopromet und eine Hawker Siddeley HS-121 Trident der British Airways, kollidieren nahe Zagreb in der Luft. Von den 176 Toten sind 27 Deutsche.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1961 - Der deutsche Formel 1-Fahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips verunglückt beim Grand Prix von Italien in Monza tödlich.
- 1966 - Cassius Clay verteidigt in Frankfurt am Main seinen Box-WM-Titel gegen Karl Mildenberger.
- 1983 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf gegen Scott Frank im Harrah's Marina Hotel Casino, Atlantic City, durch technischen KO und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.

Geboren


- 1487 - Giovan Maria Giocci, Papst
- 1487 - Julius III., Papst
- 1529 - Erhard von Queis, Wegbereiter der Reformation in Preußen
- 1545 - Otto von Grünrade, evangelisch-reformierter Kirchenpolitiker
- 1547 - Georg I., Landgraf von Hessen-Darmstadt
- 1624 - Thomas Sydenham - englischer Arzt
- 1695 - Johann Lorenz Bach, deutscher Komponist
- 1714 - Niccolò Jommelli, italienischer Komponist
- 1751 - Bartolomeo Campagnoli, italienischer Violinist, Komponist und Dirigent
- 1753 - John Soane, englischer Baumeister
- 1771 - Mungo Park, britischer Afrikaforscher
- 1779 - Ludolph Christian Treviranus, deutscher Botaniker
- 1794 - François Benoist, französischer Komponist
- 1797 - Carl Gustav Mosander, schwedischer Chemiker und Chirurg
- 1797 - Franz Krüger, deutscher Maler
- 1804 - Karl Rudolf Brommy, deutscher Marineoffizier und Admiral
- 1839 - Charles S. Peirce, US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph und Logiker
- 1855 - Robert Johann Koldewey, deutscher Architekt, Archäologe
- 1863 - Charles Spearman, britischer Psychologe
- 1863 - Edmund Edel, deutscher Grafiker, Schriftsteller und Regisseur
- 1866 - Jeppe Aakjaer, dänischer Schriftsteller
- 1866 - Tor Aulin, schwedischer Komponist
- 1872 - Wladimir Arsenjew, russischer Forschungsreisender und Schriftsteller
- 1873 - Alexander Beer, deutscher Architekt, Gemeindebaumeister in Berlin
- 1881 - Albrecht Oepke, evangelischer Theologe
- 1885 - Dora Pejačević, kroatische Komponistin
- 1886 - Hilda Doolittle, US-amerikanische Lyrikerin
- 1890 - Elsa Schiaparelli, italienisch-französische Modeschöpferin
- 1890 - Franz Werfel, österreichischer Schriftsteller
- 1891 - Carl Jakob Burckhardt, schweizerischer Historiker
- 1892 - Arthur Holly Compton, US-amerikanischer Physiker
- 1893 - Johanna Bormann, Wärterin in verschiedenen Konzentrationslagern
- 1893 - Fritz Fink, deutscher Schriftsteller, Buchhändler und Heimatforscher
- 1897 - Georges Bataille, französischer Schriftsteller, Soziologe und Philosoph
- 1898 - Hans Globke, deutscher Jurist, mit NS-Vergangenheit in Staatsdiensten
- 1898 - Manfred Hausmann, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Georges de Rham, schweizerischer Mathematiker
- 1905 - Juan José Arévalo, Präsident Guatemalas
- 1909 - Evelyne Hall, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1910 - Franz Hengsbach, deutscher Kardinal und Bischof von Essen
- 1914 - Robert Wise, US-amerikanischer Regisseur
- 1917 - Miguel Serrano, chilenischer Politiker und Schriftsteller
- 1920 - Fabio Taglioni, italienischer Motorrad-Konstrukteur
- 1921 - Alfred Bengsch, katholischer Bischof und Kardinal
- 1922 - Yma Sumac, peruanische Sängerin
- 1923 - Rolf Bossi, deutscher Strafverteidiger
- 1923 - Shmuel N. Eisenstadt, polnischer Soziologe
- 1923 - Uri Avnery, israelischer Journalist, Schriftsteller, Friedensaktivist
- 1925 - Boris Alexandrowitsch Tschaikowski, russischer Komponist
- 1925 - Roy Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1927 - Gerhard Jahn, deutscher SPD-Politiker, Bundesminister der Justiz 1969-1974
- 1928 - Jean Vanier, kanadischer Philosoph, Gründer der Arche-Gemeinschaft
- 1929 - Arnold Palmer, US-amerikanischer Golfer
- 1929 - Reinhard Lettau, deutscher Schriftsteller
- 1930 - Adolf Endler, deutscher Schriftsteller, Essayist und Lyriker
- 1933 - Jewgeni Wassiljewitsch Chrunow, sowjetischer Kosmonaut
- 1938 - Karl Lagerfeld, deutscher Modeschöpfer
- 1941 - Christopher Hogwood, britischer Dirigent und Cembalist
- 1941 - Franziska Eichstädt-Bohlig, deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdB seit 1994
- 1941 - Stephen Jay Gould, amerikanischer Paläontologe, Geologe und Evolutionsforscher
- 1942 - Danny Hutton, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Volker Neumann, SPD-MdB seit 1976
- 1943 - Horst-Dieter Höttges, deutscher Fußballspieler
- 1945 - José Feliciano, puertoricanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Rein van den Broek, niederländischer Musiker
- 1946 - Don Powell, britischer Musiker (Slade)
- 1946 - Jim Hines, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1949 - Barriemore Barlow, britischer Musiker (Jethro Tull)
- 1949 - Karin Evers-Meyer, SPD-MdB seit 2002
- 1950 - Joe Perry, US-amerikanischer Musiker (Aerosmith)
- 1950 - Vic Collins, britischer Musiker
- 1952 - Bruno Giacomelli, italienischer Rennfahrer
- 1953 - Amy Irving, US-amerikanische Schauspielerin
- 1954 - Silvia Chibás, kubanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1955 - Manfred Sellner, deutscher Biologe
- 1955 - Pat Mastelotto, US-amerikanischer Musiker (Mister Misters)
- 1956 - Johnnie Fingers, irischer Musiker (Boomtown Rats)
- 1957 - Pawel Huelle, polnischer Schriftsteller
- 1958 - Dan Castellaneta, US-amerikanischer Schauspieler
- 1958 - Elke Kruse, deutsche Schlagzeugerin
- 1958 - Gerd Truntschka, deutscher Eishockeyspieler
- 1958 - Gottfried Küssel, österreichischer Rechtsextremist und Holocaustleugner
- 1958 - Wolfgang M. Heckl, deutscher Biophysiker
- 1960 - Colin Firth, britischer Schauspieler
- 1960 - Harald Krassnitzer, österreichischer Schauspieler
- 1960 - Siobhan Fahey, britische Sängerin (Bananarama)
- 1966 - Emmanuel le Divellec, französischer Organist
- 1968 - Andreas Herzog, österreichischer Fußballspieler
- 1968 - Guy Ritchie, englischer Regisseur
- 1972 - Ghada Shouaa, syrische Leichtathletin
- 1973 - Mark Huizinga, niederländischer Judoka
- 1974 - Ryan Phillippe, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 918 - Balduin II., Graf und Markgraf von Flandern
- 1167 - Mathilde, Gemahlin des deutschen Kaisers Heinrich V.
- 1308 - Go-Nijo, 94. Kaiser von Japan
- 1382 - Ludwig I., König von Ungarn und Polen
- 1419 - Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund
- 1529 - Erhard von Queis, Bischof von Pomesanien
- 1547 - Pier Luigi Farnese, außereheliche Sohn von Alessandro Farnese, dem späteren Papst Paul III.
- 1578 - Pierre Lescot, französischer Architekt
- 1606 - Leonhard Lechner, Kirchenmusiker in Württemberg
- 1669 - Henrietta Maria von Frankreich, Gattin des englischen Königs Karl I.
- 1777 - Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, Heerführer, Militärtheoretiker
- 1797 - Mary Wollstonecraft, englische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
- 1800 - Johann Christoph von Wöllner, preußischer Staatsmann
- 1806 - Johann Christoph Adelung, deutscher Bibliothekar und Sprachforscher
- 1821 - Johann Dominicus Fiorillo, Maler und Kunsthistoriker
- 1827 - Ugo Foscolo, italienischer Dichter
- 1867 - Simon Sechter, österreichischer Musiktheoretiker, Dirigent und Komponist
- 1886 - Paul Soleillet, französischer Afrikareisender
- 1898 - Elisabeth Eugenie Amalie, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn
- 1899 - Wilhelm Amberg, deutscher Genremaler
- 1916 - Friedrich Gernsheim, deutscher Pianist, Dirigent und Komponist der Spätromantik
- 1918 - Carl Peters, deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher
- 1930 - Eugen Diederichs, Verlagsbuchhändler in Jena
- 1930 - Marino Lonfernini, Capitano Reggente von San Marino
- 1931 - Salvatore Maranzano, früher Mafiaboss in den Vereinigten Staaten
- 1941 - Fritz Noether, deutscher Mathematiker
- 1950 - Piet Valkenburg, niederländischer Fußballspieler
- 1950 - Raymond Sommer, französischer Rennfahrer
- 1954 - Peter Anders, Sänger an den Staatsopern München, Berlin, Hamburg
- 1960 - Paul Kiem, deutscher Musikant und Volksliedsammler
- 1961 - Wolfgang Graf Berghe von Trips, deutscher Autorennfahrer
- 1966 - Emil Julius Gumbel, deutsch-jüdischer Mathematiker und politischer Publizist
- 1975 - George Paget Thomson, englischer Physiker
- 1976 - Lorenz Giovanelli, italienischstämmiger Schweizer Volksmusiker und Komponist
- 1976 - Mao Zedong, chinesischer Politiker
- 1978 - Zita Zehner, deutsche Politikerin
- 1983 - Balthazar Johannes Vorster, Politiker, südafrikanischer Staatspräsident
- 1983 - Felix Bloch, schweizerisch-amerikanischer Physiker
- 1985 - Ernst Julius Öpik, aus Estland stammender Astronom
- 1986 - Pepper Adams, US-amerikanischer Baritonsaxophonist
- 1991 - Jack Crawford, australischer Tennisspieler
- 1991 - Julius Meinl III., österreichischer Lebensmittelhändler
- 1993 - Theodor Maunz, deutscher Verwaltungsrechtler
- 1994 - Max Morlock, deutscher Fußballspieler
- 1996 - Hans List, österreichischer Unternehmer
- 2003 - Boris Meissner, deutscher Jurist und Ostwissenschaftler
- 2003 - Gerhard Weiser, deutscher Politiker, Minister in Baden-Württemberg
- 2005 - Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 2005 - Clarence „Gatemouth“ Brown, US-amerikanischer Musiker

Feier- und Gedenktage


- Welt-Suizid-Präventionstag

Siehe auch


- 9. September - 11. September
- 10. August - 10. Oktober
- September - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0910 ja:9月10日 ko:9월 10일 simple:September 10 th:10 กันยายน

17. Juli

Der 17. Juli ist der 198. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 199. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 167 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 711 - Die Muslime unter Tariq ibn Ziyad besiegen die Westgoten unter König Roderich in der Schlacht am Salado bei Jerez de la Frontera entscheidend.
- 1048 - Poppo von Brixen wird Papst Damasus II.
- 1695 - Durch ein Gesetz des schottischen Parlaments entsteht die Bank von Schottland.
- 1830 - Barthélemy Thimonnier erhält ein Patent auf seine Nähmaschine Couseuse.
- 1854 - Mit der Semmeringbahn wird die weltweit erste Gebirgsbahn feierlich dem Verkehr übergeben.
- 1878 - Die Kinderarbeit in Deutschland wird auf Heimarbeit und Landwirtschaft beschränkt.
- 1910 - Einer Gruppe unter der Führung von Georg Lahner gelingt durch Überwindung des Großen Eisabgrunds erstmals, tiefer in die Dachstein-Rieseneishöhle einzudringen.
- 1917 - Das Britische Königshaus, Haus Sachsen-Coburg-Gotha, benennt sich in Windsor um.
- 1932 - Der Altonaer Blutsonntag fordert 18 Tote und zahlreiche Verletzte.
- 1936 - Mit einem Militärputsch der nationalen Rechten unter General Franco in Spanisch-Marokko beginnt der bis 1939 dauernde Spanische Bürgerkrieg.
- 1945 - Im Schloss Cecilienhof beginnt die Potsdamer Konferenz, ein Gipfeltreffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkrieges zur Beratung über ihr weiteres Vorgehen.
- 1950 - Afghanistan schließt das erste Transitabkommen mit der UdSSR.
- 1951 - Belgien: Baudouin wird König.
- 1955 - Im kalifornischen Anaheim öffnet Disneyland seine Pforten.
- 1968 - Der Beatles-Film "Yellow Submarine" hat in London Premiere.
- 1973 - In Afghanistan putscht Mohammad Daud Khan und ruft die Republik aus; am folgenden Tag wird er zum Präsidenten ausgerufen.
- 1975 - Im Rahmen des Apollo-Sojus-Projekts kommt es zum symbolischen Docking der US-amerikanischen Apollo 18 und der sowjetischen Sojus 19.
- 1978 - Ali Abdullah Saleh wird Staatspräsident des Nordjemen.
- 1979 - Nicaraguanische Revolution: Nicaraguas bisheriger Diktator Somoza flieht in die USA.
- 1981 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kanada
- 1983 - Eine Feierliche Deklaration zur Europäischen Union wird unterzeichnet.
- 1985 - Deutschland: Neues Gesetz über Erziehungsgeld und -urlaub ab 1986.
- 1987 - Die Todesstrafe wird in der DDR abgeschafft.
- 1989 - In Brüssel übergibt Außenminister Alois Mock Österreichs Beitrittsgesuch zur damaligen Europäischen Gemeinschaft.
- 1991 - In Bulgarien tritt die neue Verfassung in Kraft.
- 1995 - Der NASDAQ-Aktienindex schließt mit 1.005,89 und damit erstmals mit über 1.000 Punkten.
- 1995 - NAVSTAR GPS, das satellitengestützte Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung, erhält offiziell den Status volle Betriebsbereitschaft.
- 1998