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Banknote

Banknote

] Eine Banknote ist ein Wertpapier, das im alltäglichen Zahlungsverkehr genutzt wird. Umgangssprachlich werden Banknoten aufgrund ihrer Beschaffenheit als Papiergeld bezeichnet. Banknoten zählen neben Münzen zum Bargeld. Jede Nation hat ihre eigenen Banknoten, die von einer nationalen Zentralbank herausgegeben werden. Ausnahmen bilden hier die Eurobanknoten, sowie die Banknoten des ostkaribischen Raumes und der west- und zentralafrikanischen Staaten, die von mehreren Staaten gemeinsam herausgegeben und genutzt werden. Heute werden Banknoten nur noch in Schottland, Nordirland, Hongkong und Macao auch von Privatbanken herausgegeben. Anzumerken ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB), entgegen verbreiteter Auffassung, nicht Eigentümerin der ausgegebenen Banknoten bleibt. Das Eigentum an Geldscheinen unterliegt vielmehr den allgemeinen sachenrechtlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Material

Banknoten bestanden ursprünglich aus Papier und werden in vielen Ländern noch immer auf Papier gedruckt, es können jedoch auch andere Materialien verwendet werden (z.B. Kunststoff, Polymer). Das Papier der Eurobanknoten besteht aus reiner Baumwolle. Polymerbanknoten sind in Europa in Rumänien ausgegeben worden, weitere gab es von der Northern Bank in Nordirland. Außerhalb Europas sind Polymerbanknoten vor allem in tropischen und subtropischen Ländern anzutreffen: Australien, Bangladesch, Brasilien, Brunei, Chile, China, Indonesien, Kuwait, Malaysia, Mexiko, Nepal, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Sambia, Samoa, Singapur, Salomonen, Sri Lanka, Taiwan, Thailand und Vietnam. Geldscheine aus Polymer haben den Vorteil einer längeren Haltbarkeit, sind allerdings in ihrer Herstellung teurer als Papiergeldscheine und können in einigen Fällen in vorhandenen Geldautomaten nicht verarbeitet werden.

Sicherheit

Vietnam Banknote mit Mozart als Motiv]]Die Herausgeber von Banknoten versuchen ihre Geldscheine so fälschungssicher wie möglich, also schwer kopierbar zu machen. Kriminelle haben seit jeher versucht, Banknoten nachzumachen und in Verkehr zu bringen. Deshalb werden bei modernen Geldscheinen viele verschiedene Sicherheitsmerkmale eingearbeitet, wie z.B. Guillochen oder Hologramme, welche Fälschungen mittels Farbkopiergeräten verhindern. Im Jahre 1988/1989 wurde mit der österreichischen 5000 Schilling Banknote erstmals in der Geschichte des Banknotendrucks eine Folienapplikation (Kinegram®) auf einer Papiernote verwendet. Dies ist die Weichenstellung in Richtung der Verwendung optischer Merkmale, denn weltweit folgt man nun diesem Beispiel nach (z.B. Deutsche Mark).

Geschichte der Banknote

Mit der Zunahme des Handels und auch des Umfangs einzelner Transaktionen wurden mit der Zeit immer größere Mengen an Münzen benötigt. Bei großen Mengen war der Gebrauch von Münzen wegen ihres Gewichts und wegen Sicherheitserfordernissen (Bewachung) unhandlich, so dass sich die Notwendigkeit eines bequemeren Zahlungsmittels ergab. Sowohl diese Notwendigkeit als auch Geldsorgen von Fürsten haben die Entwicklung einer neuen Zahlungsform eingeleitet. Das erste europäische Papiergeld wurde 1483 vom Leiter der Festung Alhambra de Granada in Spanien herausgegeben. Während der Belagerung durch die Mauren ersetzte er fehlendes Münzgeld durch Papierzettel mit Wertangabe und Siegel, um seine Soldaten bezahlen zu können. Er schrieb deren Annahme als Zahlungsmittel für jedermann zwingend vor. Demgemäß war Papiergeld ursprünglich nicht als Ergänzung zu Münzen gedacht, sondern als Wertpapier mit der Aufforderung an seinen Herausgeber, dem Inhaber des Wertpapiers auf Verlangen den Gegenwert in Münzen auszuzahlen. Das erste Papiergeld überhaupt scheint um 1024 in China als Notgeld zur Finanzierung eines Krieges herausgegeben worden zu sein, als Münzen knapp geworden waren. Marco Polo entdeckte 1276 auf einer seiner Reisen kaiserliche Banknoten aus Papier, die als allgemeines Zahlungsmittel verwendet wurden. Das Vertrauen in Papiergeld beruhte ursprünglich darauf, dass es von jedermann jederzeit in Münzgeld umgetauscht werden kann. Dieses Vertrauen war durch ausreichende Bestände an Münzgeld in den Schatzkammern des Herausgebers begründet. Durch die vom herausgebenden Herrscher verordnete Annahmepflicht wurde Papiergeld neben dem Münzgeld zum Zahlungsmittel. Später haben Banken Münzgeld gegen Quittung in Verwahrung genommen. Die Quittungen wurden als Zahlungsmittel verwendet. Sie gaben ihren Inhabern das Recht, von einer dazu verpflichteten Bank jederzeit die Hergabe der entsprechenden Menge Münzgeld zu verlangen. Die Quittungen hießen Banknoten und die entsprechenden Banken Notenbanken. Daraus entwickelte sich die Erfordernis der Notenbanken, die von ihnen ausgegebenen Banknoten durch Bestände zunächst an Münzen, später an Edelmetallen (Gold, Silber) abzusichern, zu decken (Deckungspflicht). Mit der Zeit überstieg die Menge an Papiergeld die Menge an Münzen und Edelmetallen deutlich. Heute müssen Banknoten in vielen Ländern nicht mehr durch Goldbestände der Notenbanken abgedeckt sein (Aufhebung der Golddeckungspflicht). Da Papiergeld ohne große Kosten herstellbar ist und es oft weder durch vorhandenes Vermögen noch durch genügend erwerbbare Güter gedeckt ist, kann es problemlos im Übermaß ausgegeben werden. Dies führt immer zu Teuerung und Kaufkraftverlust des Geldes (Inflation). Aus der Verbindung von Papiergeld mit Krieg und Inflation war bis ins 20. Jahrhundert hinein das Papiergeld als wertloses Geld empfunden und mit Misstrauen betrachtet worden.

Siehe auch:


- Geld

Literatur


- Albert Pick: Papiergeld - Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber. Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1967 (Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde, 47)

Weblinks


- http://www.banknoteworld.com Historische und moderne Banknoten aus aller Welt: World Paper Money Homepage von Ron Wise (engl.)
- http://www.banknotesworld.com Forum für Banknotensammler in deutscher Sprache
- http://www.moneypedia.de Die Online-Enzyklopädie für Banknotensammler Kategorie:Papiergeld Kategorie:Geld ja:紙幣 zh-min-nan:Gîn-phiò

Münze

Münze]] Eine Münze (v. lat. moneta) ist ein meist rundes, aus Metall geprägtes (seltener auch gegossenes) Zahlungsmittel.

Grund für den Münzgebrauch

Münzen hatten, weil sie aus Edelmetallen geprägt waren, gegenüber den Waren eine höhere Wertbeständigkeit. Der Grund liegt darin, dass der Wert des Edelmetalls nur durch die Knappheit sowie durch Angebot und Nachfrage beeinflusst war, nicht jedoch wie bei Waren durch einen in der Ware selbst liegenden Wertverfall. (Ein Brötchen ist nach einiger Zeit ungenießbar, eine Stück Edelmetall ändert seine Eigenschaften durch bloßes Nichtstun jedoch nur unwesentlich).

Geschichte des Münzgeldes

Das erste Metallgeld wurde etwa 2000 v. Chr. im Mittelmeerraum verwendet. Es handelte sich dabei um Haustierminiaturen aus Bronze. Dass sich das Metallgeld in der Folgezeit sehr schnell verbreitete, dürfte vor allem darin begründet sein, dass die Tauschgeschäfte, die bis dahin getätigt wurden, nur sehr ungenau waren und vor allem zur Täuschung geradezu einluden. Münzen hingegen erleichterten den Handel wesentlich. Sie hatten den Vorteil, immer gleiche Größe, gleiches Gewicht und gleiches Aussehen zu besitzen und statt gewogen abgezählt werden zu können. Die ersten Münzen wurden von den Lydern im Westen der heutigen Türkei zwischen 650 und ca. 620 v. Chr. als Zahlungsmittel herausgegeben und unter König Alyattes aus Elektron geschlagen. Dabei handelte es sich um klumpenförmige, natürliche Elektron-Nuggets, welche das königliche Siegel trugen. Bildliche Darstellungen auf Münzen kamen um 620 v. Chr. auf. Danach folgten Münzen in Gold in verschiedenen Größen und Werten, um die Bezahlung von Söldnern zu vereinfachen. Dazu wurde Goldstaub von bestimmter Menge zu Münzen verschmolzen und mit einem Prägebild des Königs versehen. Der letzte Lyderkönig Krösus gelangte so in den Ruf, unermesslich reich zu sein. Die ersten Silbermünzen wurden um 550 v. Chr. in Kleinasien und auf der Insel Aegina geprägt. Sie trugen das Bild einer Löwen- bzw. Stierprotome (Kleinasien); auf den Münzen der griechischen Insel Aegina wurde eine Seeschildkröte abgebildet. Kurz darauf prägten auch Athen und Korinth Münzen. Lange blieben die Münzen aus Aegina ("Schildkröten" genannt) sowie die aus Korinth ("Fohlen") und Athen ("Eulen") die beherrschenden Zahlungsmittel des frühen Griechenland. Auch in vielen griechischen Kolonien wurden Münzen geprägt. Syrakus auf Sizilien verfügte über die ausgeprägteste Münzkultur außerhalb des eigentlichen Griechenlands. Bis in etwa 400 v. Chr. setzte sich die Münze in ganz Griechenland gegenüber dem Tauschhandel durch. Allerdings gab es kein einheitliches griechisches Münzsystem, sondern mehrere Regionen, in denen jeweils eine Münzfamilie dominierte. Langsam baute aber der 17 Gramm schwere attische Tetradrachmon mit seinen Scheidemünzen (Obolos) und größeren Einheiten zu zehn oder zwölf Drachmen eine dominierende Stellung auf. Bis 400 v. Chr. nahm auch die handwerkliche Reife der Darstellungen auf den Münzen zu, wenn auch Götterbilder und geheiligte Tiere weiter die bestimmenden Motive blieben. Die noch primitiven Prägemethoden mit Hammerschlägen auf einem Amboss führten dazu, dass viele Münzen dieser Zeit nur unvollständig geprägt sind und gesprungene Ränder aufweisen. Die Darstellung von Herrschern auf Münzen setzte sich im griechischen Raum und in den Diadochenreichen erst nach Alexander dem Großen durch. Silber blieb der bestimmende Rohstoff, nur für kleinere Scheidemünzen kam langsam Kupfer in Gebrauch. Erst unter römischer Herrschaft wurden in Griechenland Münzen aus Kupfer oder Bronze und mit Herrscherportrait, Stadtansichten, mythologischen Motiven oder Darstellungen von Künstlern und Gelehrten zur Regel. Silberprägungen gab es nur noch in wenigen Fällen. Die ersten Münzen der römischen Republik stammen aus dem 3. Jahrhundert vor Christus und wurden aus Kupfer oder Bronze geschlagen, die großen, ein Pfund schweren Kupferstücke (Aes grave) gegossen. Als Motiv tragen alle frühen römischen Münzen auf der Rückseite einen Schiffsrumpf, was an die Eroberung der Flotte von Antium erinnern sollte, und auf der Vorderseite verschiedene Götterbilder. Die erste römische Silbermünze mit Götterbild auf der Vorderseite und Wölfin mit Romulus und Remus auf der Rückseite wurden gegen 269 v. Chr. geschlagen. Die Silberprägung im großen Stil setzte in Rom aber ca. 211 v. Chr. mit dem Denar ein. Ihre Gestaltung ist vielfältig, da die einzelnen Münzmeister die Münzen frei gestalten konnten. Meist finden sich auf diesem "Familienmünzen" Motive aus der Mythologie und der römischen Geschichte sowie Vorfahren der Münzmeister. Julius Caesar war der erste Lebende, der auf einer römischen Münze abgebildet wurde, allerdings erst in seinem Todesjahr 44 v. Chr, als der Senat ihm ein entsprechendes Recht verlieh. Vor seiner Ermordung ließ Caesar eine große Menge "seiner" Münzen prägen. In der Folgezeit häuften sich die Abbildungen lebender römischer Politiker, erstmals fanden sich auch deren Gattinen auf Münzen wieder. Von Mitte des 12. Jahrhunderts bis ins 14. Jahrhundert waren fast im gesamten deutschsprachigen Raum (mit Ausnahme des Rheinlands) Brakteaten die vorherrschende Münzsorte. Dies waren dünne, einseitig geprägte, silberne Pfennigmünzen. In einigen Schweizer Kantonen wurden noch bis ins 18. Jahrhundert brakteatenartige Rappen, Haller und Angster hergestellt. Brakteaten wurden von Zeit zu Zeit "verrufen", d. h. für ungültig erklärt und von ihren Besitzern zurückgefordert, um sie gegen eine geringere Menge neue Münzen umzutauschen. Der Abschlag konnte bis zu 25 % betragen. Dies war eine damals übliche Form der Steuererhebung. Da solche Münzverrufungen immer rascher aufeinander folgten, entstand Unmut und der Ruf nach einem dauernhaften Geld, einem sogenannten "ewigen Pfennig". Dies führte zur Aufgabe der Brakteaten. Das deutsche Münzrecht beginnt 1356, als der Kaiser mit seiner "Goldenen Bulle" das Münzrecht der Kurfürsten ausdrücklich anerkennt. Von diesem Zeitpunkt bis 1871 ist die Münzgeschichte in Deutschland von großer Vielfalt geprägt, da jeder Kleinstaat sein eigenes Geld ausgibt. Während Geld in Form von Münzen anfänglich aus wertvollem Material bestand (Gold, Silber) und ihr Tauschwert dem Wert dieses Materials entsprach (vollwertige Münzen), wurden später Münzen hergestellt, deren Materialwert unter ihrem Tauschwert lag, indem man die Münzen kleiner und leichter machte oder sie aus einer Legierung aus wertvollem und geringerwertigem Material herstellte (unterwertige Münzen). Weiteres siehe unter Geld.

Der Unterschied zwischen Medaillen und Münzen

Geld Münzen sind vom Staat genehmigte und geschlagene Währungseinheiten, und tragen üblicherweise die rechts abgebildeten Merkmale. Medaillen darf und kann jedermann beliebig gestalten und prägen. Fehlt eines oder mehrere der Merkmale, kann man mit großer Sicherheit von einer Medaille ausgehen. Allerdings: keine Regel ohne eine Ausnahme. So tragen die Schweizer Rappen (Untereinheit des Schweizer Franken) nur das Nominal, ohne Angabe der Währungseinheit. Noch drastischer ist es bei den britischen Crowns der Prägejahre 1965-1971. Diese tragen weder ein Nominal, noch die Angabe der Währungseinheit. Wie alle britischen Münzen tragen sie nicht einmal eine Staatsbezeichnung. Lediglich die Abbildung von Elizabeth II. lässt erahnen, woher die Münze stammt. Die Vorderseite (das Avers) der Münze ist übrigens dort, wo in der Regel der Kopf des Herrschers zu sehen ist (in Deutschland der Bundesadler), die Rückseite (der Revers) hingegen dort, wo die Wertangabe ist. Da sich auf der Rückseite häufig ein Text oder ein Wappen befindet, wird diese Seite auch Schrift- oder Wappenseite genannt.

Pseudomünzen

Pseudomünzen sind münzähnliche Gepräge, welche
- von einem Staat ohne Münzrecht genehmigt und geschlagen wurden (z. B. Westsahara)
- ohne Genehmigung des Staates geschlagen wurden (z. B. Burundi)
- von Körperschaften ausgegeben wurden, welche nicht den Status eines Landes tragen (z. B. Malteserorden) Von Pseudomünzen spricht man in der Regel, wenn die Münzen nicht im eigentlichen Ausgabeland kursieren.

Münzmetalle

Ursprünglich wurden für die Herstellung von Münzen fast ausschließlich Gold, Silber und Kupfer bzw. Bronze verwendet. Im 20. Jahrhundert kamen vermehrt andere Metalle wie Eisen, Nickel, Zink, Aluminium oder Chromstahl zur Anwendung. Häufig werden diese Metalle miteinander legiert, dabei ist Kupfer wegen seiner antibakteriellen Wirkung ein wichtiger Bestandteil heutiger Münzlegierungen; die gängigste Münzlegierung ist heute Kupfer-Nickel. Nicht bewährt hat sich aus gesundheitlicher Sicht die Verwendung von Blei. Der relative Anteil des Edelmetalls wurde durch den sogenannten Münzfuß festgelegt. Münzen, deren Kurswert durch den inneren Wert (Metallwert) bestimmt ist, werden Kurantmünzen genannt. Dies traf früher auf die meisten Edelmetallmünzen zu. Der Wert heutiger Münzen ist hingegen nur durch staatliche Garantien gedeckt, womit es sich um Kreditgeld handelt.

Recht

In den Mitgliedsländern der Europäischen Währungsunion muss gemäß der EG-Verordnung Nr. 974 / 98 des Rates vom 3. Mai 1998 niemand mehr als fünfzig Münzen in einer Zahlung annehmen (mit Ausnahme der ausgebenden Behörde und den in § 3 Münzgesetz genannten Personen). Siehe hierzu auch den Artikel gesetzliches Zahlungsmittel.

Weiterführende Hinweise

Siehe auch:


- Geld,
- Numismatik,
- Münzen sammeln

Literatur


- Dieter Fassbender, Münzen Sammeln
- Horst Winskowsky, Münzen Pflegen

Weblinks


- [http://www.numispedia.de Numismatische Online-Enzyklopädie] Kategorie:Numismatik Kategorie:Geld ja:硬貨 nb:Mynt simple:Coin zh-min-nan:Gîn-kak-á

Bargeld

Bargeld (englisch cash) ist Geld (Zahlungsmittel) in körperlicher Form. Zum Bargeld gehören Banknoten (Papiergeld) und Münzen (Hartgeld). Bargeld kann von Geschäfts- und Nichtbanken gehalten werden und ist in den meisten Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Es wird von den Zentralbanken der Staaten oder Staatengemeinschaften mit eigener Währung geschaffen und über Geschäftsbanken in Umlauf gesetzt.

Vor- und Nachteile der Bargeldhaltung

Vorteile:
- sofortige Verfügbarkeit
- gesetzlich garantierte Annahme
- anonyme Verwendung (z.B. im illegalen Umfeld) Nachteile:
- Aufbewahrungs- und Transaktionskosten (insbesondere bei größeren Summen)
- Verlustrisiko
- keine Verzinsung

Motive der Bargeldhaltung

In der Wirtschaftstheorie (nach J. M. Keynes) wird die Kassenhaltung von Bargeld (insbesondere von Sichteinlagen) grob auf drei Motive zurückgeführt:
- Transaktionsmotiv
- Vorsichtsmotiv
- Spekulationsmotiv

Geldmenge

Gemeinsam mit den Sichteinlagen SE und dem Zentralbankgeld ZBG bildet Bargeld die Geldmenge M1, kurz M1 = ZBG + BG + SE. Geldmenge Die umlaufende Bargeldmenge hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. der Wirtschaftsleistung - siehe dazu Grafik im [http://wiki.freiwirtschaft.org/index.php?title=Nr._002a_-_Bankeinlagen_und_M1] FW-Wiki, der Struktur bzw. dem Vertrauen der Verbraucher in das Bankensystem, der Inflationsrate, dem Anteil an ""Schwarzem Geld"" usw. In Ländern wie den USA geht durch die zunehmende Verwendung von Scheck- und Kreditkarten die Menge des im Umlauf befindlichen Bargelds ständig zurück.

Siehe auch


- Geld
- Münze
- Papiergeld
- Buchgeld
- Numismatik
- Elektronisches Geld Kategorie:Geld

Zentralbank

Eine Zentralbank oder zentrale Notenbank ist eine Institution, die für die Durchführung von Geld- und Währungspolitik eines Währungsraums zuständig ist. Sowohl die Institution als auch die verantwortlichen Personen nennt man auch Währungshüter. Da es sowohl nationale als auch supranationale Währungsräume gibt, sind Zentralbanken sowohl auf nationaler Ebene (US-Federal Reserve System, Bank of England, Bank of Japan etc.) als auch auf supranationaler Ebene (z. B. Europäische Zentralbank) vorzufinden. Zentralbanken sind meist staatliche Institutionen und haben in gewissem Umfang hoheitliche Aufgaben.

Geschichte

Notenbanken waren ursprünglich Geschäftsbanken, die Banknoten herausgaben. Dies waren Quittungen für Münzgeld, das von den Notenbanken in Verwahrung genommen wurde. Die Quittungen wurden als Zahlungsmittel verwendet. Sie gaben ihren Inhabern das Recht, von einer dazu verpflichteten Bank jederzeit die Hergabe der entsprechenden Menge Münzgeld zu verlangen. Daraus entwickelte sich die Erfordernis der Notenbanken, die von ihnen ausgegebenen Banknoten durch Bestände zunächst an Münzen, später an Edelmetallen (Gold, Silber) abzusichern, zu decken (Deckungspflicht). Mit der Zeit überstieg die Menge an Papiergeld die Menge an Münzen und Edelmetallen deutlich. Deshalb müssen Banknoten heute in vielen Ländern nicht mehr durch Goldbestände der Notenbanken abgedeckt sein (Aufhebung der Golddeckungspflicht). Etwa seit Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Staaten dazu über, das Recht zur Ausgabe von Banknoten den verschiedenen Notenbanken ihres Landes zu entziehen und einer zentralen Notenbank, der Zentralbank des Landes, zu übertragen. Diese versorgt ihrerseits die Geschäftsbanken über Kredite mit Banknoten. Mit der Errichtung von Zentralbanken war oft auch eine Zentralisierung des Geldwesens und die Schaffung einer einheitlichen Währung verbunden. Bis dahin hatten die einzelnen Notenbanken vielfach ihre eigenen Währungen ausgegeben. Dazu zwei Beispiele: 1907 wurde die Schweizerische Nationalbank errichtet und der Franken als neue Währung eingeführt anstelle von mehreren kantonalen Notenbanken mit eigenen regionalen Währungen. Und 1998 wurde die Errichtung der Europäischen Zentralbank und die Schaffung des Euros als neue europäische Währung vollzogen anstelle der Zentralbanken der einzelnen Länder und der Landeswährungen. Zentralbank für Deutschland ist die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main. Sie ist für Geldversorgung und Zahlungsverkehr in Deutschland verantwortlich. Zum Bewältigen ihrer Aufgaben sind ihr die Landeszentralbanken innerhalb Deutschlands angeschlossen. Der Deutschen Bundesbank übergeordnet ist die Europäische Zentralbank, die ebenfalls ihren Sitz in Frankfurt hat. Diese ist für die Geldversorgung innerhalb der Europäischen Union und für den Euro zuständig. Für den internationalen Zahlungsverkehr der Zentralbanken besteht in Basel die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ.

Aufgaben

Die möglichen Aufgabenbereiche einer Zentralbank können sein
- die Festlegung und Ausführung der Geldpolitik,
- die Festlegung und Ausführung der Währungspolitik,
- die Verwahrung der Wertreserven (Geld, Gold, Devisen),
- die Emission von Banknoten und Münzen (Geldschöpfung),
- die Führung von Zentralbankkonten für den Zahlungsverkehr der Geschäftsbanken untereinander,
- die Beaufsichtigung des Bank- und Finanzsektors sowie
- die Garantie oder Förderung eines funktionierenden Zahlungsverkehrs. Je nach Währungsraum unterscheiden sich die Aufgaben der Zentralbanken teilweise erheblich. Ein Überblick über die Aufgabenbereiche der EZB findet sich hier.

Instrumente

Über eine ganze Reihe von Instrumenten können Zentralbanken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb und außerhalb des Währungsraums nehmen. Einen Überblick über die verschiedenen Instrumente geben die Artikel zu Geldpolitik, Währungspolitik und Finanzmarktaufsicht.

Zentralbankbilanz

Aktiva:
- Währungsreserven
  - Gold
  - Devisen
- Forderungen an Geschäftsbanken
  - Hauptrefinanzierungsgeschäfte
  - längerfristige Refinanzierungsgeschäfte
  - Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen
- Forderungen an öffentliche Haushalte
- Sonstige Aktiva (z.B. Wertpapiere) Passiva
- Bargeldumlauf (C)
- Geschäftsbanken
  - Einlagen auf Girokonten einschließlich Mindestreserveguthaben
  - Einlagefazilität
- Einlagen ausländischer Institutionen
- Einlagen des Staates
- Sonstige Passiva

Einfluss des Staates

Die Zentralbank wird in den einzelnen Währungsräumen in unterschiedlichem Maße durch Regierungen und Interessengruppen beeinflusst. Die Länder der Europäischen Union mussten im Vorfeld der Einführung der Währungsunion ihre Zentralbanken in die rechtliche und faktische Unabhängigkeit entlassen. Im Zentralbankstatut der EU ist die Unabhängigkeit der EZB garantiert, wenn es auch zu Konflikten führen kann, dass die Mitglieder des Präsidiums der EZB durch den Europäischen Rat berufen werden.

Siehe auch


- Liste der Zentralbanken
- Makroökonomie

Weblinks


- [http://de.mabico.com/en/news/central_banks/ Zentralbank-Nachrichten] ! ja:中央銀行

Schottland

Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.

Geografie

Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros. Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten. Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Bevölkerung

Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten, Kelten aus Irland, landen an der Westküste Schottlands.
- 843 Kenneth Mac Alpin vereint die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis zum Ende der Regentschaft von Macbeth im Jahre 1057.
- 1057 Malcolm III. tötet Macbeth und wird König. Unter seiner Herrschaft wird der englische Einfluss stark.
- 1296 Annexion Schottlands durch den englischen König Edward I.
- 1314 Schlacht von Bannockburn: Die Schotten unter Robert the Bruce schlagen die Engländer, angeführt von Edward II.
- 1320 Die Declaration of Arbroath wird aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Der Papst akzeptiert die Erklärung.
- 1603 James VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, wird König James I. von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben separate Königreiche unter einem Monarchen.
- 1692 Beim Massaker von Glencoe werden 38 Mitglieder des MacDonald Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. Dieses Ereignis hat sich tief in das schottische Nationalbewusstsein eingebrannt.
- 1707 Act of Union: Schottland wird formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster.
- 1746 Schlacht bei Culloden: Der von Prinz Charles Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie") angeführte letzte schottische Aufstand wird blutig niedergeschlagen.
- ab 1780 Highland Clearances: Beginn der Vertreibung von Kleinbauern ("Crofters") um Platz für Schafzucht zu schaffen.
- 1820 Die industrielle Revolution erreicht Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie.
- 1975 Das erste Öl wird von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.
- 1997 Die schottische Bevölkerung stimmt mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- 1999 Ein neues schottisches Parlament wird gewählt. Es wird in Zukunft über innerschottische Angelegenheiten und Einkommenssteuern entscheiden können. siehe auch: Prinzen von Schottland

Kultur

Der Dudelsack, die Kilts und der Whisky sind die bekanntesten schottischen Kulturgüter, wobei alle drei keinen schottischen Ursprung haben. Der Whisky wurde zuerst von katholischen Mönchen in Irland gebraut und ist dann im Rahmen von Missionierungen in Schottland gelandet. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien und der Kilt wurde zuerst in London getragen. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed und das schottische Clansystem sind dagegen schottischem Urpsrung und auch weitläufig bekannt. Das Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Ein paar der bekanntesten Clans sind:
- MacGregor
- Stewart
- MacDonald
- MacLeod
- Robertson
- Campbell
- MacKenzie Regelmäßig finden die so genannten "highland games" (Hochlandspiele) statt. Es gibt keine offizielle Nationalhymmmne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland der schottischen Band The Corries zu hören.
- Siehe auch: Schottische Literatur

Religion

siehe auch:
- Free Church of Scotland
- Freie Presbyterianische Kirche Schottlands
- Scottish Episcopal Church

Schulsystem

siehe Schulsystem in Großbritannien

Wirtschaft

Schottland ist neben Irland das Zentrum der Whisky-Industrie. Die zweite dort gewonnene Flüssigkeit ist das Nordsee-Öl; das Zentrum der Erdölförderung ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computer Software. Als Beispiel ist z.B. Rockstar North zu nennen, welche ihre Büros in Edinburgh haben. Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.

Politik und Verwaltung

Schottland wird von einem "Ersten Minister" (vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten) regiert. Seinen Amtssitz hat er in Edinburgh, wo auch das schottische Parlament seinen Sitz hat. Siehe auch:
- Verwaltungsgliederung Schottlands
- Traditionelle Grafschaften Schottlands

Literatur


- Markus Hilpert/Bernhard Kräußlich (Hrsg.), Schottland : eine sozial- und wirtschaftsgeografische Exkursion, Augsburg 2004, 252 S., ISBN 3-923273-55-X

Weblinks


- [http://www.visitscotland.com/ visitscotland] -- Offizielle Seite des "Scottish Tourist Board"
- [http://www.schottlandportal.de/ Das Schottlandportal] -- Allgemeine und spezielle Infos rund um Schottland
- [http://www.al2.ch/boeby/scot/ Eine Schottlandreise] -- Private Seite zur Reise durch Schottland mit dem Auto mit Bildern und Karte
- [http://www.schottlandgeschichte.de/ Schottlandgeschichte.de] -- Umfangreiche Zeittafel zur Geschichte sowie Informationen zum Land, zum Clan MacLeod und zum Whisky
- [http://www.scottishmusiccentre.com/ Musik in Schottland]
- [http://www.hebriden-online.de Schottische Hebriden]
- [http://www.scottishsundials.co.uk Schottische Sonnenuhren]
- [http://www.undiscoveredscotland.co.uk/ Undiscoveredscotland] -- Sehr umfangreiche Reiseseite über Schottland (engl.)
- [http://www.scottishdevelopmentinternational.com/ scottishdevelopmentinternational] -- Offizielle Seite der Wirtschaftsförderung als:Schottland ja:スコットランド ko:스코틀랜드 ms:Scotland simple:Scotland

Hongkong

Hongkong (; zu deutsch: Duftender Hafen; kantonesisch: Heunggong) ist der Name einer Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Finanz-, Geschäfts- und Kulturzentrum ist Victoria City, im Norden der Insel Hongkong gelegen. Größte Stadt des Gebietes ist die sich im Süden der New Territories befindende Stadt Kowloon. Das an der Mündung des Perlflusses auf einer Halbinsel und über 200 Inseln gelegene Territorium war bis 1997 eine britische Kronkolonie und wurde vertragsgemäß am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben. Im Rahmen der von Deng Xiaoping entwickelten Doktrin Ein Land, zwei Systeme bleibt das demokratisch marktwirtschaftliche System Hongkongs mindestens 50 Jahre neben dem kommunistischen System der Volksrepublik China bestehen, so dass Hongkongs Rolle als eines der Finanzzentren Asiens gesichert bleibt. Diese Autonomie erlaubt es Hongkong zwar, seine eigenen Gesetze, Zölle sowie seine eigene Währung zu haben, dennoch mischt sich die Regierung in Peking häufig in die Innenpolitik ein. So wird der Chief Executive durch ein von der VRC bestimmtes Wahlkomitee gewählt. Der Name Hongkong leitet sich von der kantonesischen Aussprache Heunggong (etwa Höeng Gong zu sprechen) ab. Die offizielle Bezeichnung lautet Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China (中华人民共和国香港特别行政区/中華人民共和國香港特別行政區 Zhōnghuá rénmín gònghéguó xiānggǎng tèbié xíngzhèngqū; engl.: Hong Kong Special Administrative Region of the People's Republic of China).

Geschichte

Prähistorische Zeit

Nach archäologischen Forschungen, die in den 1920er Jahren begannen, leben seit ungefähr 5.000 Jahren Menschen in dieser Region. Ausgrabungen brachten neolithische Artefakte zu Tage, die auf den Einfluss nordchinesischer Steinzeit-Kulturen hinweisen, zum Beispiel die Kultur der Longshan. So hat man auf Lantau und Lamma Island Werkzeuge und Waffen aus Bronze gefunden. Steingravuren, die an acht verschiedenen Orten in ganz Hongkong gefunden wurden, werden auf die Bronzezeit (Shang-Dynastie) datiert. Andere Artefakte, die aus dem 6. bis 3. Jahrhundert v. Chr. (Zeit der streitenden Reiche) stammen dürften, beweisen, dass die Einwohner der Region kulturell mit den Bewohnern des benachbarten Guangdong verwandt waren.

Chinesisches Kaiserreich

Während des 2. Jahrhunderts (Han-Dynastie) wurde das Gebiet des heutigen Hongkong von Han-Chinesen besiedelt, was durch die Ausgrabung einer antiken Begräbnisstätte bei Lei Cheung Uk in Kowloon zu Tage kam. Während der Tang-Dynastie war die Region um Kanton ein bedeutendes Handelszentrum und die Region von Hongkong und dem heutigen Shenzhen diente als Hafen, die Salzproduktion und Perlenzucht erlebte eine erste Blüte. Trotzdem blieb die Besiedelung zunächst sehr dünn. Die erste starke Migration aus dem nördlichen China setzte während der Song-Dynastie zwischen 970 und 1279 ein, was wiederum Ausgrabungen belegen, bei denen Münzen und Werkzeuge aus der Song-Zeit gefunden wurden. Nach der Eroberung Chinas durch die Mongolen flohen die Song-Herrscher in die Region des heutigen Kowloon. Im Jahre 1276 kapitulierten die Song, während zwei minderjährige Song-Prinzen mit ihrem Hof bis zum Jahre 1279 überdauerten. In der Schlacht von Yamen vernichteten die Mongolen die letzten Reste der Song-Armee, wonach sich ein hoher Beamter des Hofes mit den beiden Prinzen ins Meer gestürzt haben soll. Nachdem die Yuan-Dynastie auch über Hongkong die Macht übernommen hatte, verstärkte sich die Einwanderung aus Richtung Norden noch einmal, nach wie vor blieb die Region jedoch relativ abgeschottet und lebte vom Fischfang und der Perlenzucht.

Handelsbeziehungen mit Portugal

Im Jahre 1517 landete der portugiesische Händler Fernão Pires de Andrade an der südchinesischen Küste, um mit Händlern aus Kanton zu verhandeln. Aus damaligen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Flotte der Portugiesen auf einer Tuen-Mun-Insel an Land ging und einige Einheimische tötete, wobei dieses Tuen Mun im heutigen Hongkong liegen dürfte. Dass aus der ursprünglich rein landwirtschaftlichen Besiedelung mittlerweile nennenswerte Dörfer entstanden waren, belegen Karten aus jener Zeit, in denen einige größere Siedlungen im Territorium eingezeichnet sind. Nach dem Fall der Ming-Dynastie und der Vernichtung der Exil-Ming auf Taiwan unter Koxinga fiel die Region des heutigen Hongkong an den Bezirk Xin'an (新安縣 Pinyin xin1 an1 xian4). Kaiser Kangxi ließ Befestigungsanlagen und Militärlager einrichten, um die Küste besser verteidigen zu können.

Britische Kronkolonie

Kangxi Nachdem die Portugiesen im benachbarten Macao bereits einen Handelsposten eingerichtet hatten, gelangte 1699 die englische Ostindien-Kompanie (British East India Company) zum ersten Mal nach China. Der Handel in Hongkong, überwiegend mit den englischen Kaufleuten (merchants), wuchs von da ab enorm und im Jahr 1711 wurde ein fester Handelsstützpunkt in Kanton gegründet. Waren aus China waren in Europa sehr gefragt, wohingegen die Briten nur wenige Güter fanden, die man den Chinesen verkaufen konnte. So begannen die Briten, Opium nach China einzuführen. Als die kaiserliche Regierung versuchte, den Opiumhandel zu unterbinden, kam es zum ersten Opiumkrieg, der mit einer Niederlage der Chinesen endete und zur Besetzung Hongkongs durch die Briten am 20. Januar 1841 führte. Ein Jahr später wurde das Gebiet mit dem Vertrag von Nanking offiziell von China an die Besatzer abgetreten, wodurch Hongkong zur Kronkolonie wurde. Am 9. Juni 1898 wurde das Gebiet nördlich Kowloons bis zum Shenzhen-Fluss (die New Territories) sowie weitere 235 Inseln auf 99 Jahre gepachtet, um die Versorgung der Kronkolonie mit Wasser und Nahrungsmitteln zu gewährleisten und um das Gebiet militärisch abzusichern. Durch die Handelsliberalisierungen, die nach den Opiumkriegen durchgesetzt worden waren, entwickelte sich Hongkong zu einer wichtigen Freihandelszone in Ostasien, nicht nur für die Briten, sondern auch für amerikanische Händler. Die rasante Entwicklung erlitt durch den Ausbruch der Beulenpest in Südchina in den 1890er Jahren einen herben Rückschlag. Hongkong wurde zum Zufluchtsort für ehemalige Taiping, Monarchisten (nach Gründung der Republik 1912) und Kommunisten (nach Chiang Kai-sheks Verfolgung 1927). Die Bevölkerungszahl stieg 1851-1931 von 33.000 auf 879.000 Einwohner, davon 95% Chinesen. Die Kolonie blieb trotzdem bis 1949 im Schatten des größeren Shanghai, wo 1921 die Kommunistische Partei gegründet wurde und 1925 große Streikbewegungen stattfanden. Aber auch der wirtschaftliche Aufstieg Hongkongs wurde nach 1919 wiederholt durch Streiks und revolutionäre nationalistische Bestrebungen unter den Arbeitern und Seeleuten gestört.

Zweiter Weltkrieg und chinesische Revolution

1919 Unmittelbar nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Ostasien, dem Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor, wurde Hongkong von den Japanern unter Sakai Takashi angegriffen. Die Verteidiger, darunter neben Briten auch Kanadier, Inder und Hongkonger, waren in der Unterzahl und konnten das Territorium nicht sehr lange halten; am 25. Dezember 1941, nach zweieinhalb Wochen Kampf, mussten sich die Briten unter Gouverneur Mark Aitchison Young den Japanern ergeben. Neuer Gouverneur wurde der Japaner Isogai Rensuke. Am Ende des Zweiten Weltkrieges war Hongkong ein Trümmerhaufen und ein Armenhaus, danach wütete in China bis 1949 der Bürgerkrieg. Am 1. Oktober 1949 riefen die siegreichen Kommunisten die Volksrepublik China aus. Hunderttausende flohen daraufhin aus China nach Hongkong, viele ausländische Firmen verlegten ihre Vertretungen von Shanghai nach Hongkong.

Schwierige Beziehungen

Zu Beginn der 1950er Jahre kam die Kronkolonie jedoch zuerst in eine weitere Wirtschaftskrise, denn ein Wirtschaftsembargo gegen die gerade gegründete Volksrepublik machte die Brückenkopffunktion zunächst überflüssig. Nach der Aufhebung des Embargos erlebte Hongkong dank der liberalen Wirtschaftspolitik einen Boom und wurde zu einem Industriezentrum auf kleinstem Raum. Die Einwanderer stellten teils fähige und gebildete Unternehmer, teils billige Arbeitskräfte, was die Wirtschaft Hongkongs zu einer der effizientesten der Welt machte. Im Gefolge der Kulturrevolution brachen in den 1960er Jahren gewaltsame soziale Konflikte aus, wobei die Protestbewegung einerseits für die Rechte der Arbeiter kämpfte, andererseits von kommunistischen Idealen geprägt war. Die Bewegung wurde gewaltsam unterdrückt. Nach dem Tod Mao Zedongs begann dessen Nachfolger Deng Xiaoping die wirtschaftliche Öffnung Chinas gegenüber dem Ausland. Eine der Schlüsselmaßnahmen war die Errichtung von Sonderwirtschaftszonen. Für Hongkong spielte dabei das sich nördlich anschließende Shenzhen eine wichtige Rolle. Seit den 1980er Jahren sind deshalb fast alle Produktionsbetriebe aus Hongkong nach China abgewandert. Die Hongkonger Wirtschaft musste sich deshalb neu orientieren und Hongkong wurde zu einem Handels- und Dienstleistungszentrum.

Verhandlungen zur Wiedereingliederung

Im Jahre 1982 begannen Gespräche zwischen den Premierministern Großbritanniens und Chinas über die Zukunft des Territoriums. Die britische Seite unter Margaret Thatcher hatte ursprünglich gehofft, dass die Politik der Öffnung in China dazu führen könnte, dass China die britische Herrschaft über das Gebiet akzeptiert. Das Gegenteil war der Fall, China verlangte nicht nur die Rückgabe des für 99 Jahre gepachteten Gebietes, sondern auch die Rückgabe der im Vertrag von Nanking abgetretenen Territorien, da es den Vertrag als unfair ablehnte. Dieser Standpunkt war schon zehn Jahre zuvor durch eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen bestätigt worden. Deng Xiaoping, der mächtigste Mann der Volksrepublik China zu dieser Zeit, hatte jedoch erkannt, dass eine Eingliederung Hongkongs in die Volksrepublik nicht so einfach möglich und vor allem nicht im Interesse Chinas war und entwickelte deshalb eine Doktrin, die als Ein Land, zwei Systeme bekannt ist. Diese Doktrin öffnete den Weg zur Sino-British Joint Declaration, die am 19. Dezember 1984 zwischen China und Großbritannien unterzeichnet wurde. Sie sah vor, dass Hongkong am 1. Juli 1997 zu einer Sonderverwaltungszone Chinas (Special Administrative Region (SAR)) werden würde. Nach Unterzeichnung dieser Vereinbarung brach eine erste Auswanderungswelle von Hongkongern aus, die einer Machtübernahme durch China ablehnend gegenüberstanden. Eine zweite Welle der Auswanderung gab es nach dem Tiananmen-Massaker, das die Hongkonger Gesellschaft in ein pro-chinesisches und ein pro-britisches Lager spaltete. Zielländer der Auswanderung waren vor allem Australien, Kanada, Singapur und die USA. Im Juli 1992 trat mit Chris Patten der letzte britische Gouverneur Hongkongs sein Amt an. Er war der erste professionelle Politiker in dieser Funktion. Er strapazierte die Beziehungen zur Volksrepublik, indem er liberal-demokratische Reformen einführte (zum Beispiel die Anzahl der direkt gewählten Mitglieder in den gesetzgebenden Körperschaften erhöhte), vor allem aber das politische Bewusstsein der Hongkonger stärkte.

Hongkong wird Sonderverwaltungszone

Am 1. Juli 1997 übernahm die Volksrepublik China in einem großen zeremoniellen Akt die Kontrolle über Hongkong von den Briten. Seitdem ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone. Dies bedeutet, dass Chinas sozialistisches Wirtschaftssystem für die nächsten 50 Jahre nicht in Hongkong zur Anwendung kommen wird und dass es in allen politischen Bereichen, ausgenommen Außen- und Verteidigungspolitik, ein hohes Maß an Autonomie genießt. Jedoch hat die Regierung in Peking wiederholt versucht, diese Autonomie auszuhöhlen. Markantestes Beispiel dafür war Artikel 23 des Hongkonger Grundgesetzes, der Anti-Subversions-Paragraf, gegen den eine halbe Million Menschen demonstrierten und gleichzeitig den Rücktritt des unpopulären Chief Executive Tung Chee-hwa verlangten.

Politik

Die Sonderverwaltungszone Hongkong hat einen so genannten Chief Executive als Regierungschef. Dieses Amt wurde bis zum 12. März 2005 von Tung Chee-hwa ausgeübt, der seit dem 1. Juli 1997, also dem Tag der Rückgabe Hongkongs an China, amtierte. Der Chief Executive wurde damals von einem Komitee gewählt, dessen 400 Mitglieder durch die Volksrepublik China ernannt wurden. Tungs Wiederwahl zu einer zweiten Amtsperiode erfolgte im Juli 2002 durch ein repräsentatives Wahlkomitee. Chee-hwas Nachfolger war zuerst Donald Tsang bis er am 25. Mai 2005 zurückgetreten ist, um sich auf die bevorstehenden Wahlen am 10. Juli 2005 vorzubereiten. Jedoch gilt es als sicher, dass er von den 800 Mitgliedern des Wahlkomitees gewählt wird, da das Wahlkomitee von der Zentralregierung in Peking bestellt wird. Dennoch würde sich seine Amtszeit vorerst auf die zwei verbliebenen Jahre der Amtsperiode von Tung beschränken. Bis zu den Wahlen wird Finanzchef Henry Tang das Ruder übernehmen. Formelles Staatsoberhaupt Hongkongs ist der Präsident der Volksrepublik China. Derzeit ist es Hu Jintao. Die Gesetzgebung erfolgt durch den Legislative Council of Hong Kong auf Basis des Hongkonger Grundgesetzes (Hong Kong Basic Law). Diese gesetzgebende Versammlung hat 24 Mitglieder, die direkt gewählt werden; die anderen 30 Mitglieder werden von Wahlkomitees oder direkt durch die Volksrepublik China ernannt. Die Wahlen zu dieser Körperschaft in den Jahren 1998 und 2000 wurden zwar als frei und demokratisch bezeichnet, andererseits gab es Unzufriedenheit von Seiten mehrerer Politiker, die beklagten, dass relativ wenige Hongkonger Bürger stimmberechtigt sind. Aber auch die Hongkonger selbst beklagen fehlende Demokratie. Am 1. Juli 2003 kam es mit über 500.000 Demonstranten zu einer der größten Demonstrationen in dem Territorium, da Peking ein Sicherheitsgesetz einführen wollte, das u.a. Pressefreiheit und Schutz der Wohnung abgeschafft sowie das Verbot freier Religionsgruppen eingeführt hätte. Gleichzeitig forderte man den Rücktritt von Tung Chee-hwa. Ein Jahr später wiederholte sich die Demonstration, da die Volksrepublik die für September angesetzten freien Wahlen nun doch nicht einführen wollte. :[http://wwwstud.ira.uka.de/~s_hoff/China/main3_color_320.wmv Privatvideo der Demonstration vom 1. Juli 2003] :[http://www.project-syndicate.org/commentary/shaw2/German Infos zum Wahlsystem] :[http://www.faz.net/s/Rub1077764ADADC436D8B245BB273C0854B/Doc~EAB0C020CE8D84D20B37837862C5F5BCA~ATpl~Ecommon~Scontent.html Infos zu den Wahlen am 10. Juli 2005]

Verwaltung

Die Sonderverwaltungszone Hongkong besitzt eine Einheitsverwaltung und gliedert sich in 18 Distrikte (districts). Städte und Gemeinden sind nicht als eigene Rechtssubjekte vorgesehen. Die Grenzen von Victoria City und Kowloon, der größten Stadt in Hongkong, wurden durch Gesetz festgelegt, aber auch diese beiden Gebiete besitzen keinen Rechtsstatus. Die Distrikteinteilung folgt Gebirgszügen, der Küste oder Straßen und berücksichtigt nicht die Grenzen der Städte und Gemeinden. Victoria City und Kowloon werden in amtlichen Dokumenten als zwei Städte - oder auch als Zwillingsstädte - bezeichnet. Distrikte:
- Siehe auch: Liste der Städte in Hongkong

Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung

Hongkong ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl die drittgrößte Metropolregion der Volksrepublik China. Das Territorium Hongkongs gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt, wobei die Bevölkerungsdichte des gesamten Territoriums bei etwa 6.700 Personen pro km² liegt. Die Bevölkerung hat sich in den letzten 60 Jahren etwa verzwölffacht (von 600.000 1945 auf 7 Millionen 2005), beziehungsweise in 160 Jahren vertausendfacht (von 7.500 im Jahre 1841), was vor allem auf die Einwanderung aus China zurückzuführen ist. Die chinesische Ein-Kind-Politik gilt jedoch nicht in Hongkong und das Bevölkerungswachstum liegt heute bei etwa 1,26% (2002); die durchschnittliche Lebenserwartung gehört mit fast 80 Jahren zu den höchsten der Welt. Von 1.000 Einwohnern sind Schätzungen (2002) zufolge 7,76 Einwanderer. 95% der Bevölkerung sind ethnische Chinesen. Bedeutende Gruppen an Ausländern sind Philippinas, Indonesierinnen, Thais oder Inderinnen, die als Hausangestellte in Hongkong tätig sind. Es leben etwa 30.000 US-Amerikanische, jeweils 20.000 kanadische, australische, britische und 10.000 japanische Staatsbürger in dem Territorium, daneben auch 3.000 Deutsche, 1.200 Schweizer und 300 Österreicher. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolregionen Asiens, was wiederum an der bergigen Topographie des Gebietes liegt. Ein Großteil der Fläche ist so bergig und steil, dass es nicht bebaubar ist und ist deshalb mit Sträuchern und Bäumen bedeckt. Der größte Anteil der Einwohner lebt in meist sehr kleinen Wohnungen in Wolkenkratzern; Einfamilienhäuser sind prohibitiv teuer. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1891 handelt es sich um Schätzungen, danach meist um Volkszählungsergebnisse (¹). 1 Volkszählungsergebnis

Wohnsituation

Topographie Die Bevölkerung von Hongkong muss sich bereits seit Jahrzehnten mit sehr geringem Wohnraum zufrieden geben. Als im Jahr 1949 der chinesische Bürgerkrieg mit der Ausrufung der Volksrepublik China endete, begann eine große Migrationswelle aus China in die damalige britische Kronkolonie Hongkong. Die zumeist mittellosen Migranten siedelten sich in großen Gebieten mit Hütten aus Holz und Blech an, die im ganzen Territorium verstreut entstanden. Die Sicherheits- und Hygienebedingungen waren katastrophal, und es kam immer wieder zu Bränden. Nachdem ein Brand, der zu Weihnachten 1953 in Shek Kip Mei (nördliches Kowloon) ausbrach, mehrere Tage wütete und etwa 55.000 Menschen obdachlos machte, entschied die Kolonialverwaltung, die Hüttenbewohner in mehrstöckige Betonhäuser umzusiedeln, um sowohl den Brandschutz als auch die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Dies war praktisch der Beginn des public housing-Programmes in Hongkong. Die ersten Mark I-Häuser waren bereits Ende 1954 fertig gestellt. Sie boten jeder Familie eine Wohnung von etwa 20 Quadratmetern, die Sanitäreinrichtungen mussten mit anderen Familien geteilt werden und Kochgelegenheiten befanden sich außerhalb der Wohnungen. Bis Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche derartige Häuser errichtet, wobei die verbesserten Versionen Mark II und Mark III nur wenig mehr Komfort boten. Praktisch spielte sich alles Leben auf den Straßen ab, wobei diese für die zahlreichen Verkaufsbuden benutzt wurden, generell standen die Häuser sehr eng beieinander und boten nur sehr wenig Platz für die sehr hohe Bevölkerung. Am Ende der 1960er Jahre erschütterten schwere, teils kommunistisch inspirierte Unruhen das Territorium. Die Protestierenden rekrutierten sich vor allem aus der Jugend der übervölkerten public housing-Viertel. In der Folge rief die Kolonialverwaltung ein Programm ins Leben, welches Wohnraum für etwa 1,8 Millionen Menschen schaffen sollte. Zunächst wurden viele der Mark I-III-Häuser saniert und der Wohnraum dadurch vergrößert, dass zwei Wohnungen zu einer zusammengelegt wurden. Dies erwies sich aber als teuer und ineffizient. Man begann so in den frühen 1970er Jahren, Mark IV-Hochhäuser zu errichten, die in den Erdgeschossen Platz für Geschäfte und Einkaufszentren boten. Hier hatte jede Wohnung ihre eigenen Sanitäreinrichtungen und ihre eigene Küche. Nach diesem Schema werden bis heute Wohnblöcke errichtet, wobei sich die Standards in punkto Wohnfläche, Infrastruktur und Ausstattung der Wohnungen ständig erhöht haben. Das public housing-Programm ist bis heute der wichtigste Erzeuger von Wohnraum; in einigen Gebieten von Hongkong liegt der Anteil der Wohnungen, die durch die Public Housing Authority geschaffen wurden, weit über 70%. Trotz der hohen Bautätigkeit für die Wohnraumschaffung gelang es erst in den frühen 1980er Jahren, die letzten Hüttenviertel aufzulösen. Die Mark I-III-Häuser sind mittlerweile fast zur Gänze abgerissen und durch Hochhäuser ersetzt worden; die wenigen verbliebenen Exemplare werden wiederum von fast mittellosen Einwanderern aus der Volksrepublik bewohnt. Nachdem in den letzten Jahrzehnten das Einkommensniveau großer Teile der Bevölkerung stark angestiegen ist, geht die Public Housing Authority in zunehmendem Maße dazu über, die Mieter der Wohnungen zu Eigentümern zu machen. Man hofft, durch den Besitz ihres Wohnraumes den immer älter werdenden Hongkongern mehr Sicherheit zu geben.

Geographie

1980er Hongkong liegt an der Küste des südchinesischen Meeres an der Mündung des Perlflusses ins Meer und erstreckt sich über eine sehr unregelmäßig geformte Halbinsel sowie 235 Inseln, von denen die wichtigsten Hong Kong Island, Lantau, Cheung Chau, Lamma, Peng Chau und Tsing Yi sind. Das Territorium wird in Hongkong Island, Kowloon, New Territories und vorgelagerte Inseln (outlying islands) unterteilt. Von den 1102 km² Fläche sind nur etwa 25% urbanisiert. Dies liegt vor allem an dem sehr bergigen Relief mit vielen steilen Hängen; nur im Norden der New Territories finden sich größere Ebenen. Die höchste Erhebung ist der Tai Mo Shan mit 958 m, der Victoria Peak ist mit 552 m zwar nicht der höchste, aber bekannteste Berg Hongkongs. Victoria Peak Das Klima Hongkongs ist tropisch feucht mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 22,5°C, einer Niederschlagssumme von 2.409 mm und 10 humiden Monaten. Der Winter von Januar bis März ist kühl und regnerisch, der Sommer von April bis September ist heiß und regnerisch, während der Herbst (Oktober bis Dezember) warm und trocken ist. Im Sommer besteht regelmäßig Taifun-Gefahr; ein Taifun am 18. September 1906 mit gleichzeitiger Flutwelle kostete etwa 10.000 Menschen das Leben.

Wirtschaft

Hongkong gilt als eine der liberalsten Marktwirtschaften der Welt. So ist jeder Hongkonger selbst für seine Krankheits- und Altersvorsorge zuständig; eine Umverteilung der Einkommen, wie dies in vielen Wohlfahrtsstaaten praktiziert wird, ist in Hongkong unbekannt. Trotzdem gilt die Charakterisierung der Wirtschaft Hongkongs als absolut freie Marktwirtschaft nur auf den ersten Blick: Sowohl während der britischen Herrschaft als auch nach dem Handover beeinflusst die Regierung die Wirtschaft zum Beispiel durch die Landvergabe oder auch durch das Bekenntnis zum festen Wechselkursregime mit Currency board zwischen dem Hongkong-Dollar und dem US-Dollar. Nach einer Rezession, die ganz Südost- und Ostasien nach der asiatischen Finanzkrise traf, wuchs die Hongkonger Wirtschaft wieder, bis zu Beginn des Jahres 2003 SARS ausbrach, was die Wirtschaft wiederum in eine Krise stürzte, von der sich die Stadt jedoch inzwischen wieder erholt hat. Im Jahre 2004 sank die Arbeitslosigkeit wieder. Das BIP pro Kopf der Bevölkerung betrug 2003 etwa 28.700 US$, was in etwa mit westeuropäischen Ökonomien vergleichbar ist. Die Wirtschaftsentwicklung ist stark vom Export und damit von der Weltkonjunktur abhängig. Bis 2002 steckte die Wirtschaft des Territoriums deshalb in einer mehrere Jahre dauernden Rezession, teilweise wegen der Nachwirkungen der Asienkrise, teilweise wegen SARS. Während dieser Rezession sanken sowohl die Einkommen der Einwohner wie auch die Konsumentenpreise. Im Jahre 2003 betrug das Wirtschaftswachstum wieder etwa 2,8%. Um ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu erreichen, setzt die Regierung Hongkongs auf eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China. So wurde Mitte 2003 das Closer Economic Partnership Arrangement unterzeichnet, das Unternehmern aus Hongkong einen bevorzugten Zutritt zu den chinesischen Märkten, die schrittweise für ausländische Firmen geöffnet werden, einräumt. Hong Kong ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens, der Index der Börse ist der Hang Seng Index.

Industrie

Bis in die 1980er Jahre spielte die Industrieproduktion eine bedeutende Rolle im Wirtschaftswachstum der damaligen Kronkolonie. Dominierender Sektor war die Leichtindustrie, man exportierte Haushaltsgeräte, Spielzeug, Elektronikartikel und Textilien. In den letzten Jahren ist der Großteil der Industriebetriebe jedoch nach China abgewandert und die Hongkonger Wirtschaft hat sich auf eine Dienstleistungsökonomie umgestellt. Der Anteil der Industrie am BIP beträgt heute nur mehr knapp 15%, woran High-Tech-Unternehmen den größten Anteil haben. Die Industrieproduktion sinkt jährlich um etwa 9%. Waren im Jahre 1998 etwa 5 Millionen Chinesen des Perl-Fluss-Deltas von ausgelagerten Hongkonger Betrieben beschäftigt, hat sich diese Zahl bis zum Jahre 2004 auf fast 10 Millionen Arbeiter erhöht. Autobahnen, große, schiffbare Flüsse und 5 Großflughäfen lassen die Millionenstädte im Delta zu einer Mega-Stadt zusammen wachsen, die mehr als 40 Millionen Menschen zählt. Das monatliche Einkommen liegt hier bei den Wanderarbeitern zwischen 40 bis 100 Euro, bei der einheimischen Bevölkerung zwischen 200 und 600 Euro. Höhere Positionen werden mit mehr als 1.000 Euro entlohnt. In Hongkong liegt der Mindeststundenlohn bei etwa 1,20 Euro pro Stunde in Restaurants, monatlich etwa bei 450 Euro. Hausangestellte haben einen Mindestlohn von etwa 320 Euro pro Monat. Höhere Angestellte in Hongkong verdienen aber mit 4.000 bis 12.000 Euro im Monat bedeutend mehr. Die Arbeitslosigkeit im Jahre 2004 ist mit etwa 6 bis 7% gering. Nach dem Grundstückscrash 1997 und der SARS-Krise 2003 hat sich die Wirtschaft in Hongkong wieder gut erholt.

Dienstleistungssektor

Hongkong besitzt wenig natürliche Ressourcen und ist stark vom internationalen Handel abhängig. Der Hafen Hongkongs, der ursprünglich das große Interesse der Briten erweckt hatte, war lange Zeit der wichtigste Umschlagplatz für Industrieprodukte aus Hongkong und der Volksrepublik China. Um diesen Status muss der Hongkonger Hafen in den letzten Jahren allerdings kämpfen, denn die Häfen des Festlandes, vor allem Shenzhen, Guangzhou oder auch Xiamen machen vermehrt Konkurrenz und der Umschlag des Hongkonger Hafens sinkt. Hongkong ist eines der bedeutendsten Finanzzentren Asiens, es verfügt über eine der fortgeschrittensten Informations- und Telekommunikationsinfrastrukturen der Welt und hat sich auch die Reputation erworben, ein solides, gut überwachtes Bankensystem zu haben. Hierzu hat vor allem die Asienkrise 1997 beigetragen, während der die Währungen der Nachbarländer stark abgewertet werden mussten, die jedoch von Hongkong relativ unbeschadet überstanden werden konnte, was vor allem auf die Qualität des Bankensystems zurückgeführt wird. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle mit wachsender Bedeutung. Man bemüht sich besonders um Besucher aus der Volksrepublik, deren Anzahl seit der Implementierung des Individual Visit Scheme (Mitte 2003), das Touristen der Volksrepublik erlaubt, individuell nach Hongkong zu reisen, stark steigt. Auch der neugebaute Flughafen Chek Lap Kok ist als wichtiger Knotenpunkt des Flugverkehrs zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor aufgestiegen.

Landwirtschaft

Hongkong hat fast kein landwirtschaftlich genutztes Land, ebenso fehlt es an Süßwasser. Lediglich in den New Territories wird in begrenztem Umfang Landwirtschaft betrieben; der Anteil am BIP macht jedoch nicht einmal 0,1% aus. Einen schweren Schlag erlitt die Landwirtschaft Hongkongs zudem durch den Ausbruch der Vogelgrippe in den 1990er Jahren. Der größte Anteil der Nahrungsmittel wird aus der Volksrepublik China importiert; Hongkong produziert lediglich etwas Gemüse, Geflügel und Schweinefleisch selbst. Eine etwas höhere Bedeutung kommt der Fischerei zu, jedoch ist auch ihr Anteil am BIP verschwindend gering.

Erreichbarkeit

Volksrepublik ChinaDer Flughafen Chek Lap Kok ist einer der wichtigsten Flughäfen Asiens und wird von zahlreichen Flughäfen Europas aus direkt angeflogen. Er ist Heimatflughafen mehrerer Fluglinien, darunter Cathay Pacific und Dragon Air. Chek Lap Kok wurde im Jahre 1998 eröffnet, um den früheren Kai Tak-Flughafen abzulösen. Die Errichtung kostete etwa 15 Milliarden Euro, womit auch die Kosten zur Anbindung des Flughafens an das Stadtzentrum (Airport Express) abgedeckt wurden. Somit ist die Reisezeit nicht viel länger als nach Kai Tak, obwohl sich Kai Tak in Kowloon, mitten im Victoria Harbour befand, während Check Lap Kok weit außerhalb der Stadt auf Lantau liegt. Einigen Reisenden tut es leid, dass durch die Schließung von Kai Tak der spektakuläre Landeanflug über die Dächer Hongkongs entfallen ist, wohingegen es Hongkonger geben soll, die diese Meinung nicht teilen. Per Fähre ist Hongkong mit einer großen Zahl von Küstenstädten Südchinas sowie mit Städten am Perlfluss verbunden. Die für Besucher wichtigste Verbindung ist jene nach Macau, die von mehreren Unternehmen angeboten wird. Per Eisenbahn ist Hongkong an das Eisenbahnnetz der Volksrepublik China angebunden; es gibt Züge nach Peking, Shanghai, Guangzhou und Dongguan. Der Hauptbahnhof liegt in Kowloon und heißt Hung Hom.

Stadtverkehr

Hung Hom Hongkong sieht sich als Verkehrsknoten für den Süden Chinas und hat deshalb eine hervorragende Straßenverkehrs-Infrastruktur, von der sich die Sonderverwaltungszone einen strategischen Wettbewerbsvorteil erhofft. Für die Einwohner ist deshalb der Bus eines der wichtigsten Transportmittel. Tausende Doppel- und viele Einzelstockbusse befahren unzählige Linien, die auch den letzten Winkel des Territoriums anbinden. Die Verbindungen sind meist effizient und günstig, für Besucher allerdings ist die hohe Anzahl und unübersichtliche Beschilderung der Buslinien eher abschreckend. Neben den Doppeldeckern werden kurze Linien von Minibussen (eigentlich Sammeltaxis) abgedeckt, deren Fahrtziel häufig nur auf chinesisch angeschrieben ist. Diese haben außer ihren Endhaltestellen keine festgelegten Stationen sondern halten überall auf Handzeichen oder Wunsch der Fahrgeäste hin. Fünfsitzige Taxis gibt es ebenfalls in einer großen Anzahl und die Preise sind verglichen mit deutschen Standards sehr günstig. Die am 1. Oktober 1979 eröffnete Hongkonger U-Bahn heißt MTR (Mass Transit Railway), sie verkehrt auf einem 43,2 Kilometer langen Netz mit fünf Linien und verbindet die dichtestbesiedelten Gebiete miteinander. Von allen Verkehrsmitteln befördert die U-Bahn mit Abstand die meisten Fahrgäste. Sie ist wegen ihrer guten Klimatisierung, Sauberkeit, günstigen Fahrpreisen und vor allem wegen ihrer hohen Geschwindigkeit sehr beliebt; ungeachtet des täglich kollabierenden Straßenverkehrs verkehrt sie je nach Tageszeit alle 2 bis 4 Minuten. Die Island Line durchquert die Insel Hongkong von West nach Ost, die Tsuen Wan Line führt von der Insel Hongkong zu den Wohnvierteln im Hinterland von Kowloon und die Kwun Tong Line verbindet den Südlichsten Teil von Kowloon Yau ma Tei mit dem Osten von Kowloon und endet im Anschluss an die Tseung Kwan O Line. Neben der MTR gibt es den Airport Express, der parallel zur Tung Chung Line verläuft und Hongkong und Kowloon mit dem neuen Flughafen Chek Lap Kok verbindet. Ein weiteres Verkehrsmittel ist die KCR, die als KCR East von Tsim Sha Tsui am Südzipfel von Kowloon in Richtung Norden führt und deren letzte Station die Grenze zu Shenzhen darstellt, eine Zweigbahn bindet seit Ende Dezember 2004 Ma On Shan und wichtige Gebiete von Shatin an. Eine weitere KCR-Linie verbindet Mei Foo und Tuen Mun als West Rail. Die Hong Kong Tramway im nördlichen Teil von Hong Kong Island ist eine Straßenbahn, die seit 30. Juli 1904 über die gleichen Gleise rumpelt und irgendwie überhaupt nicht in das High-Tech-Bild Hongkongs passen will. Die auf einem 23,8 Kilometer langen Netz fahrende Tram auf der Insel Hongkong, wo sie nicht nur bei Touristen beliebt ist - die Tickets sind sehr billig - gewährt bei der Fahrt interessante Ausblicke auf das Treiben in den Straßen. Rein touristischen Zwecken hingegen dient die Peak Tram, eine Standseilbahn auf den Victoria Peak. Eine weitaus schnellere und modernere mit Klimaanlage ausgestattete Straßenbahn verkehrt seit 17. September 1988 zwischen den Städten Tuen Mun und Yuen Long im Westen der New Territories. Die von der Kowloon-Canton Railway betriebene KCR Light Rail fährt auf einem 31,7 Kilometer langen Netz, ist jedoch auf Teilabschnitten relativ langsam. KCR Light Rail Fähren bedienen die vorgelagerten Inseln, daneben gibt es uralte Schiffe der Star Ferry-Gesellschaft, die einen Personentransport zwischen Kowloon und der Insel Hongkong aufrechterhalten. Da der Hafen, der zwischen Kowloon und Hongkong liegt, mittlerweile von mehreren Tunneln gequert wird, haben die Fähren ihre früher enorme Bedeutung verloren, sie sind vor allem für jene interessant, die sparen möchten (die Fährtickets sind sehr billig ca. 0,20 EUR je Fahrt) und auch für Touristen, die von der Skyline Hongkongs Fotos machen wollen.

Kultur

Hongkong und die Hongkonger haben weithin das Image der Kulturwüste, in der man sich nur um das Geldverdienen kümmert. Um dieser Meinung entgegenzutreten, gibt es in Hongkong eine steigende Zahl von Museen und Kulturveranstaltungen, die von der Regierung subventioniert werden. Auch auf kulturelle Bildung der Jugend wird mehr Wert gelegt. Ironischerweise hat sich in der High-Tech-Stadt Hongkong mehr traditionelle chinesische Kultur erhalten als in vielen Gebieten der Volksrepublik China. Dies liegt vor allem daran, dass es von den Wirren der Kulturrevolution verschont geblieben ist und gleichzeitig als Zufluchtsort für Kulturschaffende diente, die in China bedroht wurden.

Sprache

Die beiden Amtssprachen Hongkongs sind Englisch und Kantonesisch, das zu den chinesischen Sprachen gehört und mit chinesischen Schriftzeichen geschrieben wird. In Hongkong werden jedoch wie in Taiwan, im Unterschied zu China und Singapur, traditionelle Schriftzeichen verwendet. Das Kantonesische Hongkongs unterscheidet sich vom Kantonesischen, das in Guangdong gesprochen wird, dadurch, dass es eine hohe Anzahl von Anglizismen besitzt. Englisch wird weithin verstanden, bedenkt man jedoch, dass Hongkong bis vor kurzem eine britische Kronkolonie war, so verwundert es häufig, wie wenig Englisch speziell unter der älteren Bevölkerung verbreitet ist. Mandarin findet mehr und mehr Verbreitung durch die Einwanderung aus China und durch die verstärkte Integration mit dem Festland. Neben Englisch ist Japanisch eine beliebte und von vielen gelernte Sprache; andere europäische Sprachen genießen eine sehr geringe Popularität.

Religion

Japanisch Island]] In Hongkong wird fast jede Religion praktiziert. Unter der chinesischen Bevölkerung sind der Buddhismus und die konfuzianistische Weltanschauung am verbreitetsten, mehr als 10% der Einwohner (meistens ethnische Chinesen) sind Christen. Dementsprechend gibt es auch eine große Anzahl von religiösen Stätten aller verschiedenen Weltanschauungen, von denen jedoch nur wenige wirklich sehenswert sind. Der bedeutendste buddhistische Tempel Hongkongs ist der Tempel der Zehntausend Buddhas in Shatin, zu dem man von der Bahnstation einen Hügel besteigen muss, was im feuchtheißen Klima etwas anstrengender sein kann. Die Wände dieses Tempels sind mit etwa 12.800 Buddhas geschmückt, die von Gläubigen gespendet wurden und an denen zwölf Handwerker zehn Jahre lang gearbeitet haben. Interessant sind auch kleine Tempel, die in Central oder Kowloon zwischen die Wolkenkratzer eingezwängt liegen, wie etwa der Man-Mo-Tempel, der den taoistischen Göttern der Literatur und der martialen Kunst gewidmet ist und in einem der traditionellsten Viertel der Insel liegt. Der Tin-Hau-Tempel liegt im Nordwesten Kowloons und ist den Seefahrern geweiht, wohingegen der riesige Won-Tai-Sin-Tempel etwas nördlich von Mongkok liegt und wegen seiner Wunderheilerkräfte der meistbesuchte Tempel Hongkongs ist. Auf der Insel Lantau liegt das Po-Lin-Kloster mit der weltgrößten Buddhastatue. Die bedeutendste Moschee Hongkongs liegt in Kowloon, direkt am Südende des Kowloon Park, wohingegen mit der St John’s Cathedral die größte anglikanische Kirche Central District liegt, sie wurde 1849 erbaut und befindet sich heute inmitten von Bäumen im Schatten der Bank of China. Im Gegensatz zu Festlandchina müssen die christlichen Religionsgemeinschaften nicht in patriotischen Vereinigungen organisiert sein (siehe auch: Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung).

Architektur

Hongkong bestand bei der Gründung der Kronkolonie nur aus ein paar Fischerdörfern ohne nennenswerte architektonische Errungenschaften. Das Gebiet hatte innerhalb des chinesischen Imperiums keinerlei Bedeutung. Die herrschenden Briten errichteten dann auch eine Stadt in kolonial geprägter Architektur, die chinesischen Einflüsse beschränkten sich auf die Wohnviertel der chinesischen Einwohner. Das rasche Bevölkerungswachstum seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass für die Neuzuwanderer in aller Eile Wohnraum geschaffen werden musste. Seit den 1950er Jahren wurde dies durch die Kolonialverwaltung organisiert getan. Ergebnis dieser hastigen Baumaßnahmen waren unansehnliche Bauten mit schlechter Ausstattung, von denen bis heute nur noch wenige bestehen. Auf der anderen Seite haben der Wirtschaftsboom und die stark steigenden Grundstückspreise zum Abriss vieler Kolonialbauten geführt, die dann durch Hochhäuser ersetzt wurden. So ist von der opulenten Architektur der Jahrhundertwende nicht viel übrig geblieben. Verglichen mit Xiamen, Qingdao oder vor allem Shanghai ist von Hongkongs europäischer Vorkriegsbausubstanz fast nichts erhalten. Nicht dem Abriss preisgegeben wurden etwa die anglikanische St. John's-Kathedrale, der 1912 erbaute ehemalige
Supreme Court (heute Sitz des Legislative Council) oder die ehemalige französische Residenz. In der modernen Architektur der Stadt sind traditionelle chinesische Einflüsse äußerlich nicht offensichtlich. Es gehört jedoch absolut zum guten Ton, bei der Konzeption von Gebäuden, und sei es das ultramodernste Bürohaus, die Regeln des Feng Shui zu beachten. Ein Beispiel dafür ist die Hong Kong and Shanghai Bank.

Museen

Hongkong ist nicht unbedingt ein Ort, den man seiner Museen wegen besucht, jedoch gibt es eine Handvoll sehr sehenswerter Einrichtungen. Der Eintritt zu vielen Museen ist sehr günstig oder sogar ganz kostenlos. Im Kowlooner Stadtteil
Tsim Sha Tsui, gleich neben dem Terminal der Star Ferry, befindet sich das Hong Kong Cultural Centre mit Konzerthaus, Galerien und dem Kunstmuseum Hong Kong Museum of Art, das seinen Schwerpunkt auf chinesische Werke legt. Gleich daneben liegt das spektakuläre Hong Kong Space Museum mit einem virtuellen Planetarium. Ein paar Blöcke nördlich liegen das Hong Kong Museum of History und das Hong Kong Science Museum, die beide sehr modern präsentiert sind. Das Lei Cheng Uk Branch Museum in Mongkok wurde gebaut, nachdem im Jahre 1955 bei Bauarbeiten eine Grabstätte aus der Zeit der Han-Dynastie entdeckt wurde. Dies ist die bedeutendste Ausgrabung in Hongkong und Beweis dafür, dass die Halbinsel bereits seit mindestens 2.000 Jahren besiedelt ist. Neben der Ausgrabung sind auch die Bilder aus den 1950er Jahren interessant, die einen interessanten Vergleich zwischen dem Mongkok der 1950er Jahre und der Hochhauslandschaft von heute ermöglichen. Das Sam Tung Uk Museum in Tsuen Wan ist ein Nachbau einer Hakka-Siedlung, die von einer runden Mauer umgeben ist, wie jene Siedlungen, die es bis in die 1970er Jahre in den New Territories gegeben hat, und von denen nur noch eine echte erhalten ist. Auf Hongkong Island im Hong Kong Park befindet sich das Museum of Tea Ware, das im Flagstaff House, dem ältesten noch erhaltenen Kolonialgebäude, untergebracht ist und etwa 3.000 Gegenstände, die die Geschichte des Tees in China dokumentieren, ausstellt. Das für kulturinteressierte Besucher wahrscheinlich interessanteste ist das Heritage Museum im Distrikt Shatin, das über modern präsentierte Dauer- und Wanderausstellungen verfügt und immer wieder mit lebendig dargestellten Themen über die Geschichte Hongkongs und dessen Kultur glänzt. Das Museum ist relativ neu und deshalb in einigen Reiseführern nicht enthalten. Reine Kunstsammlungen sind das Art Museum der Chinese University, das Tsui Museum of Art und das University Museum.

Feste und Veranstaltungen

Chinese University Für die Einwohner Hongkongs haben sowohl westliche, vor allem aber chinesische Feste eine hohe Bedeutung. Die traditionellen chinesischen Feste werden in Hongkong, nicht zuletzt aufgrund größeren Wohlstands, mit höherem Aufwand gefeiert als in anderen Regionen Chinas und es lohnt sich, als Besucher in Hongkong zu sein, während eines dieser Feste stattfindet. Zu beachten ist, dass die Daten der chinesischen Feste nach dem chinesischen Mondkalender berechnet werden und deshalb im gregorianischen Kalender wandern. Zu den wichtigsten Festen gehört das chinesische Neujahrsfest, das in den Januar oder Februar fällt. Zwei Wochen darauf gibt es das Laternenfest (auch chinesischer Valentinstag genannt). Weiterhin sind das Qingming-Fest, das Drachenbootfest, das Mondfest und das Jungfernfest von Bedeutung. Nur auf der Insel Cheung Chau wird jährlich das
Knödelfest gefeiert, bei dem in großem Volksfestrahmen tausende von chinesischen gefüllten Knödeln gedämpft und als Pyramide aufgehäuft werden. Die Hongkonger Regierung versucht, mit diversen Veranstaltungen das Kulturinteresse bei seinen Einwohnern zu wecken und Touristen in die Stadt zu locken. Dazu gehören das Hong Kong Arts Festival (jährlich Februar bis März), zu dem jedes Jahr hochkarätige Künstler und Orchester eingeladen werden und das auch lokalen Künstlern eine Bühne bieten soll. Das Hong Kong Food Festival (jährlich Februar bis März) zielt speziell auf asiatische Touristen, für die das Verkosten lokaler Spezialitäten unumstößlich zu jeder Reise gehört. Das Asian Arts Festival schlägt weitgehend in die gleiche Kerbe wie das Hong Kong Arts Festival, findet aber nur jedes zweite Jahr im Oktober statt. Weiterhin wird jährlich von März bis April das Filmfestival veranstaltet. Regelmäßige Kulturveranstaltungen auch außerhalb der Festivals finden im Academy for Performing Arts und Arts Centre, in der City Hall sowie dem Cultural Center statt. Dies sind vor allem Konzerte, Theatervorführungen oder auch kantonesische Opern.

Nachtleben

Eine üppige Auswahl an Kneipen, Clubs und Restaurants findet man in den Stadtvierteln Lan Kwai Fong, Wan Chai und Soho.

Freizeit und Erholung

Wan Chai Hongkong besitzt zwischen seinen Wolkenkratzern eine Reihe von Parks, die sehr gepflegt und sauber sind. Die größten und wichtigsten sind der
Hong Kong Park und der Zoologisch-Botanische Garten in Central, direkt neben Hongkongs Finanzzentrum. Im Hong Kong Park liegt mit dem Flagstaff House das älteste Kolonialgebäude des Territoriums. Ebenfalls auf Hongkong Island, jedoch in Causeway Bay liegt der Victoria Park. Im Süden Kowloons liegt der Kowloon Park, im Norden der "Kowloon Walled City Park" im alten Stil mit Resten der alten Stadttore. Große Tempel wie der Wong-Tai-Sin-Tempel, das Chi-Lin-Nonnenkloster, das 10.000-Buddha-Kloster und dutzende anderer Tempel im Hinterland bieten wunderschön gepflegte Anlagen mit vielen Statuen. Allen Parks ist gemeinsam, dass sie am frühen Morgen von einheimischen Schattenboxern frequentiert werden und Männer ihre Vogelkäfige spazieren tragen. Der größte Vergnügungspark ist der Ocean Park im Westen von Hong Kong Island, der mit einem riesigen, begehbaren, vierstöckigen Atollriff und 5000 Fischen, einer Delfinshow, zwei Pandabären, Pinguinen, Seerobben, vielen Achterbahnen, Vogelhäusern und anderen Attraktionen lockt und Millionen von Touristen, besonders aus China, begeistert. Das Hong Kong Disneyland auf Lantau ist Mitte September 2005 eröffnet worden. Neben den geschäftigen Zentren findet man in Hongkong überraschend beschauliche Gegenden, die vor allem von erholungssuchenden Einheimischen leben oder Wohngebiete für die Reichen darstellen. Hongkong bietet über 800 Kilometer Küstenlinie mit seinen 235 Inseln und Inselchen. Wanderwege und Fitness-Wege mit Tausenden von Grillplätzen ziehen jährlich über 15 Millionen Besucher an. Fahrradfahren, Mountainbiking, Rollerskating in Parks, Drachensteigen oder Paragliding ist meistens verboten, da sehr viele Menschen unterwegs sind. Der Wilson-Trail mit 50 km, der MacLehose-Trail mit 100 km, der Lantau-Trail mit 70 km und der Hongkong Trail mit 50 km sind die beliebtesten Strecken. Flora und Fauna sind unglaublich reichhaltig mit 400 Baumarten, 250 Schmetterlingsarten, mehr als 30 Korallenarten und über 100 Süßwasser-Fisch-Arten. Idyllische Gegenden sind Aberdeen,

Macao

---- Macao (
vereinfacht: 澳门; traditionell: 澳門; Pinyin: Àomén; Portugiesisch: Macau) ist eine in der Nähe von Hongkong gelegene ehemalige portugiesische Kolonie. Im Jahr 1999 wurde sie als zweite Sonderverwaltungszone in die Volksrepublik China integriert. Ihre geographische Lage ist . Macao ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Haupterwerbsquellen sind der Tourismus (8 Mio. Besucher im Jahr 2000) und das Glücksspiel, weshalb Macao das Monte Carlo des Ostens genannt wird, daneben auch noch die Herstellung von Feuerwerkskörpern und Textilien. Da Glücksspiel in Macao legal ist, gibt es einen regen Pendelverkehr vom benachbarten Hongkong aus. Macao ist auch der Name eines (tatsächlich aus Ungarn stammenden) Glücksspiels.

Geografie

Macao liegt bei im Mündungsdelta des Perlflusses. Das Gebiet der heutigen Sonderverwaltungszone bestand ursprünglich aus 3 Inseln. Durch Landaufschüttungen sind die Inseln Taipa und Coloane miteinander und Macao mit dem Festland verbunden. Politisch gliedert sich das Gebiet in zwei Städte:
- Concelho de Macau (澳門市, 421.662 Einwohner)
- Concelho das Ilhas (離島區, 61.128 Einwohner) Der Concelho de Macau selbst wird in 5 Gemeindebezirke aufgeteilt:
- Freguesia de Nossa Senhora de Fátima (花地瑪堂區)
- Freguesia de Santo Antonio (聖安多尼堂區)
- Freguesia de São Lazaro (望德堂區)
- Freguesia de São Lourenco (風順堂區 oder 聖老愣佐堂區)
- Freguesia da Se (大堂區) Der Concelho das Ilhas ist in zwei Gemeindebezirke eingeteilt:
- Freguesia da Nossa Senhora do Carmo (嘉模堂區) auf der Insel Taipa
- Freguesia do São Lourenço (風順堂區 oder 聖老愣佐堂區) auf der Insel Coloane Das zwischen den Inseln Taipa und Coloane gelegene Neulandgebiet Cotai ist keinem Gemeindebezirk zugeordnet. Die eigenständigen Verwaltungen der Städte und Gemeindebezirke wurden am 31. Dezember 2001 aufgelöst. An ihre Stelle trat das Instituto para os Assuntos Cívicos e Municipais (Verwaltung der bürgerschaftlichen und städtischen Angelegenheiten).

Geschichte

Die chinesischen Aufzeichnungen über Macao reichen zurück bis ins Jahr 1152 als Landkreis Xiangshan, wobei Macao als unbewohnt verzeichnet ist. 1277 flohen Mitglieder der südlichen Sung-Dynastie mit etwa 50.000 Anhängern vor den Mongolen nach Macao, dies ist die erste Aufzeichnung über Bewohner, die Flüchtlinge konnten sich in Macao festsetzen und verteidigen. Als die Portugiesen 1516 in Macao landeten war es nicht viel mehr als eine Fischersiedlung am Delta des Perlflusses. 1557 erlaubten die Chinesen den Portugiesen die Errichtung einer Ansiedlung, die Souveränität verblieb jedoch bei China, lediglich eine lokale portugiesische Verwaltung wurde eingerichtet. Die Portugiesen nutzten Macao als Handelsposten und Zwischenstopp auf dem Weg von Lissabon nach Nagasaki. Als China 1547 den direkten Handel mit Japan untersagte, lief der Handel über Macao weiter. Die Portugiesen bauten den Standort zur Hafenstadt und schließlich zum Zentrum ihrer Präsenz in Asien aus. Von Macao aus herrschte ein Gouverneur, der auch für die gesamten asiatischen Gebiete (mit Ausnahme Indiens, das dem Vizekönig in Goa unterstand), wie es die Aufteilung der Welt zwischen Portugal und Spanien der damaligen Zeit vorsah, zuständig war. Der erste Portugiesische Gouverneur wurde 1680 eingesetzt, jedoch weiterhin unter chinesischer Souveränität, die Portugiesen zahlten Pacht und Steuern an China. Im Jahr 1835 wird die Pauluskirche, das Wahrzeichen der Stadt, bei einem Taifun zerstört. Seitdem steht nur noch die Fassade und kann noch heute besichtigt werden. Als das Hafengeschäft immer mehr an den großen Nachbarn Hongkong abwandert, wird 1847 in Macao das Glücksspiel legalisiert. Da auch in Hongkong nur Pferdewetten erlaubt sind und die Chinesen als allgemein dem Glücksspiel sehr zugetan gelten, stellen die Kasinoeinkünfte seither einen Großteil des Bruttoinlandsproduktes. 1849 versuchten die Portugiesen erstmalig die vollständige Gewalt über Macao zu gewinnen und erklärten Macaos "Unabhängigkeit" von China. Die Chinesen duldeten dies nicht, es gab kleinere Gefechte, der Höhepunkt der Unruhen war der Tod des Gouverneurs Ferreira do Amaral. 1849 Am 26. März 1887 erkannte die Mandschu-Regierung das portugiesische Recht auf dauerhafte Besetzung an. Während des 2. Weltkriegs war Macao neutraler Hafen bis die Japaner 1943 ein Protektorat über Macao errichteten, die japanische Herrschaft dauerte bis 1945. Nach der Revolution 1949 forderte die chinesische Regierung Macao zunächst zurück, konnte sich jedoch nicht durchsetzen, die Lösung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. 1966 kam es zu prokommunistischen Unruhen in Macao. Die Portugiesen versuchten anschließend, Macao an China zurückzugeben, dies wurde von der Chinesischen Regierung abgelehnt, wie auch ein weiterer diplomatischer Vorstoß Portugals nach der portugiesischen Revolution 1974. Die chinesische Regierung wollte das Hongkong-Problem zuerst lösen. Nach der Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen zwischen Portugal und China im Jahr 1979 wurden 1985 die Rückgabeverhandlungen aufgenommen, ein Jahr nachdem die britische Regierung der Rückgabe Hongkongs für das Jahr 1997 zugestimmt hatten. Die Verhandlungen führten 1987 zum Erfolg. Am 20. Dezember 1999 gab Portugal die Souveränität zurück an China. Der offizielle Name Macaos ist seit der Machtübergabe: Sonderverwaltungszone Macao der Volksrepublik China (: 中華人民共和國澳門特別行政區; Pinyin: Zhōnghuá rénmín gònghéguó àomén tèbié xíngzhèngqū; Portugiesisch: Região Administrativa Especial de Macau da República Popular da China). Wie auch in Hongkong gilt in Macao das Prinzip: "Ein Land, zwei Systeme". Das sozialistische Wirtschaftssystem Chinas wird in Macao nicht angewandt, Macao genießt Autonomie, mit Ausnahme der Verteidigung und Außenpolitik, diese wird von Peking bestimmt. In jüngster Zeit entwickelt sich Macao immer mehr zum Las Vegas Asiens. Seit Ende 2002 das Glücksspielmonopol gefallen ist, bewarben sich vornehmlich aus Las Vegas bekannte Konsortien um die Lizenz zum Bau von Kasinos. Im Mai 2004 eröffnete die "Las Vegas Sands, Inc." das mit einer goldenen Fassade versehene "Sands Macau". Das gleiche Konsortium baut bis zum Jahr 2006 das "Venetian Macau Resort-Hotel-Casino".

Rennstrecke

Seit 1954 findet alljährlich im November auf dem Stadtkurs "Guia" der Macao Grand Prix statt , der aus verschiedenen Rennen besteht. Der Streckenverlauf durch Häuserschluchten ähnelt der Rennstrecke in Monaco, ist aber mit 6115 Metern Länge deutlich länger und hat zudem schnelle Geraden. Während auch andernorts noch Stadtkurse befahren werden (etwa im französischen Pau, an der Gold Coast in Australien), so weist Macao die Besonderheit auf, an einem Wochenende Motorradrennen und Automobilrennen in diversen Klassen auszutragen. Diese finden anderorts seit Jahrzehnten getrennt statt. Durch die Enge der Strecke, beidsteitig flankiert duch Leitplanken, ist sie besonders für Motorradfahrer gefährlich. So verunglückte 2005 der Franzose Bruno Bonhuil tödlich. Ähnlich wie bei der Tourist Trophy auf der