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BarackeBei einer Baracke (span./frz. "barro" = Lehm) handelt es sich grundsätzlich um ein provisorisches Gebäude zur vorübergehenden massenhaften Unterbringung von Personen, wie Soldaten, Arbeitern, Kriegsgefangenen, Internierten oder Zwangsarbeitern.
In der Dritten Welt dienen sie auch als Dauerunterkunft in Elendsvierteln, den so genannten Slum oder Favelas.
Aus einfachen Materialien wie Wellblech oder Holz gefertigt kennzeichnen sie sich meist durch eingeschossige Bauweise, mangelhafte Isolierung und fehlende Sanitäranlagen.
Unter dem Baracken-Effekt versteht man die Beobachtung, dass Provisorien meist am längsten halten. Gerade in der Informationstechnologie gehen diese dann in den Regelbetrieb über, können dann nicht mehr abgelöst werden und werden so zu Altlasten.
Als Baracke wurde umgangssprachlich auch die frühere SPD-Zentrale in Bonn bezeichnet (offiziell Erich-Ollenhauer-Haus).
Kategorie:Gebäude
Spanische Sprache
Die spanische Sprache (Spanisch; span. español, castellano) gehört zum romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen und wird manchmal mit dem Portugiesischen und Katalanischen in die engere Einheit des Iberoromanischen eingeordnet.
Da die spanische Schriftsprache vom Sprachgebrauch der zentralspanischen Region Kastilien geprägt wurde, und um die Sprache von den anderen in Spanien gesprochenen romanischen Idiomen (vor allem Galicisch und Katalanisch) sowie der Nationalitätsbezeichnung „Spanisch“ abzugrenzen, findet man in Spanien – im Gegensatz zu Lateinamerika – fast ausschließlich die Bezeichnung castellano („kastilische Sprache“).
Spanisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben.
Im modernen Spanisch werden der Akut-Akzent für Vokale und die beiden Zeichen ñ und ü verwendet.
Die Sprachkürzel nach ISO 639 sind es und spa.
Verbreitung
Spanisch ist Amtssprache in folgenden Ländern (in Klammern Anzahl der Muttersprachler):
In der britischen Kolonie Gibraltar ist Spanisch neben Englisch ebenfalls Amtssprache.
In folgenden weiteren Gebieten wird Spanisch – teilweise aufgrund der kolonialen Vergangenheit
– von einem größeren Bevölkerungsanteil gesprochen: Andorra, Belize, Marokko, Niederländische Antillen, Philippinen, Trinidad und Tobago, Westsahara, Brasilien (rund 14,5 % der Bevölkerung), Puerto Rico.
Spanisch wird gegenwärtig von ca. 360 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Damit hat das Spanische 20 Millionen Muttersprachler mehr als das Englische.
Die meisten Spanisch-Sprecher leben in Süd- und Mittelamerika.
Inklusive Zweitsprachler beläuft sich die Zahl der Sprecher auf ca. 420 Millionen. Damit ist Spanisch – nach Mandarin-Chinesisch, Hindi und Englisch -
die am vierthäufigsten gesprochene Sprache der Welt.
Als offizielle Amtssprache dient Spanisch in der Europäischen Union, in der Organisation Amerikanischer Staaten sowie bei den Vereinten Nationen.
Rechtschreibung
Die Rechtschreibung des Spanischen kommt dem Ideal recht nahe, Laut für Laut das gesprochene Wort nachzubilden. So werden häufig auch übernommene Fremdworte in ihrer Schreibung so angepasst, dass sich die Aussprache wieder automatisch ergibt (Beispiel: englisch bacon wird zu Spanisch beicon).
Bei den lateinamerikanischen Varianten gilt dies nur mit Einschränkungen (teilweise werden Buchstaben anders ausgesprochen wenn das Wort indianischen Ursprungs ist, besonders „ll“ und „x“).
Siehe auch: Spanisches Alphabet
Geschichtliche Entwicklung
Vorromanischer Einfluss
Die ältesten uns bekannten Bewohner der Iberischen Halbinsel sind die Iberer, die ein Volk afrikanischen Ursprungs sind. Um 600 v. Chr. kommen die Kelten über die Pyrenäen, die sich daraufhin mit den Iberern zu den Keltiberern vermischen. Das Baskische ist der einzige sprachliche Überrest aus jener Epoche, das noch von ca. 850.000 Menschen am Golf von Biskaya beiderseits der spanisch-französischen Grenze gesprochen wird.
Gibt ein erobertes Volk die eigene Sprache nach einer Periode der Zweisprachigkeit zu Gunsten der prestigeträchtigeren Sprache der Eroberer auf, so wirken sich dennoch Sprechgewohnheiten (vor allem in Lautung und Wortschatz) auf die neue Sprache aus, und man bezeichnet die aufgegebene Sprache als Substrat.
Das Keltiberische wirkte sich wie folgt aus:
# Sonorisierung der intervokalischen Verschlusslaute p;t;k zu b;d;g (amica->amiga).
# Lenition des Nexus [kt] über [çt] zu [it]. Im Kastilischen entwickelte sich der Nexus weiter. Das t wurde durch vorangehenden Palatal ebenfalls palatalisiert. Daher nocte->noche.
Das Baskische ist ein Adstrat, da keine der Sprachen aufgegeben wurde. Auf baskischen Einfluss ist folgendes Phänomen zurückzuführen:
Ersatz des anlautenden f durch h, das jedoch im weiteren Verlauf aspiriert wurde. (farina->harina, factu->hecho)
Lateinische Grundlage
Im 3. Jahrhundert v. Chr. beginnen die Römer mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel. Zu jener Zeit werden hier (abgesehen von einzelnen Dialekten) Iberisch, Keltisch, Keltiberisch, Baskisch und Griechisch gesprochen. Unter Kaiser Augustus befindet sich die gesamte Halbinsel in römischer Hand.
Durch eine starke militärische Präsenz und durch zahlreiche römische Beamte verbreitet sich die lateinische Sprache dort sehr schnell. Latein wird so zur Kultursprache, die Ursprachen werden allmählich zurückgedrängt. Nur in den westlichen Pyrenäen stößt das Lateinische auf stärkeren Widerstand, wodurch dort die Ursprache (Baskisch) erhalten bleibt.
Germanischer Einfluss
Als die Goten im Jahr 414 in Spanien einfallen, spricht man schon auf der gesamten Halbinsel Latein mit lokaler Färbung. Obwohl die Goten für die darauffolgenden drei Jahrhunderte die Herrschaft in Spanien haben, beeinflussen sie weder Sprache noch das soziale Leben sehr tief. Ein Grund dafür, dass sich Spanier und Goten nicht vermischen ist hauptsächlich religiösen Ursprungs: die Spanier sind Katholiken, die Goten Arianer. Als im Jahr 589 König Rekkared I. mit seinem Volk zum Katholizismus übertritt, verschwindet das Gotische bald vollkommen.
Dennoch gibt es ein paar wenige Wörter im Spanischen, die germanischen Ursprungs sind. Man nimmt aber an, dass diese nicht durch die Goten, sondern schon vorher durch die Römer, die in Gallien mit germanischen Stämmen in Berührung gekommen waren, nach Spanien gebracht wurden.
Arabischer Einfluss
Einen tiefgehenden und dauerhafteren Einfluss auf das Spanische haben die arabischen Eroberer, die 711 von Afrika aus ihre Expansion nach Osten und Norden der Halbinsel beginnen. Sie besetzen ganz Spanien mit Ausnahme des Kantabrischen Gebirges, wo eine kleine Schar Spanier Zuflucht sucht und die spätere Rückeroberung (Reconquista-Bewegung) Spaniens organisiert.
Als im Jahr 1492 diese Rückeroberung mit dem Fall von Granada abgeschlossen ist, sind schon viele arabische Elemente in das Spanische aufgenommen. Anschließend werden aber wieder einige arabische Wörter aus dem spanischen Wortschatz ausgestoßen. Nach Auswertung des Wörterbuches der Real Academia Española von 1995 enthält das heutige Spanische noch 1285 Entlehnungen aus dem Arabischen (Arabismen) (vgl. hierzu [http://www.uni-muenster.de/Romanistik/dozenten/noll/al.pdf Volker Noll in Romania Arabica], Fs Kontzi, 1996, S. 299–313).
Somit ist das Spanische die romanische Sprache mit den meisten arabischen Lehnwörtern; es handelt sich dabei nicht nur um Kulturbegriffe, sondern auch um Bezeichnungen für Begriffe des alltäglichen Lebens, z. B. aceite: „Öl“, aceituna: „Olive“.
Arabische Lehnwörter und ihre Ableitungen finden sich in den folgenden Wortschatzbereichen: Verwaltung und Staatswesen, Heerwesen, Münzprägung, Naturwissenschaften, Landwirtschaft (Ackerbau, Bewässerungsanlagen), Hausrat, Kleidung, Speisen, Pflanzen- und Tierbezeichnungen und andere.
Das heutige Spanisch
Das Lateinische, das von den Römern nach Spanien gebracht wird, ist nicht die klassische lateinische Sprache, sondern die gewöhnliche Umgangssprache der Legionäre (Vulgärlatein).
Aus dieser Sprache entwickeln sich mit der Zeit unter verschiedenen geographischen und ethnographischen Einwirkungen unterschiedliche romanische Dialekte. Einer dieser Dialekte, das
Kastilische, entsteht in einer schwach romanisierten Gegend im Norden Spaniens, im Grenzgebiet der
heutigen spanischen Provinzen Burgos, La Rioja, Vizcaya und Álava.
Dieser Dialekt Altkastiliens zeichnet sich dadurch aus, dass er stärker von
den vorromanischen Sprachen (Baskisch) geprägt ist und wird später durch politische Umstände zur Schrift- und Nationalsprache Spaniens.
Es sind nämlich die Grafen Altkastiliens, die in andauernden Kämpfen gegen die Araber ihr Staatsgebiet nach Süden hin erweitern. Im Verlauf dieser Reconquista-Bewegung schiebt sich das Altkastilische wie ein Keil in das übrige romanische Sprachgebiet hinein und drängt die anderen Sprachformen an die westliche (Asturisch-Leonesisch und Galicisch, aus dem sich später Portugiesisch entwickelt) und östliche (Aragonesisch, Katalanisch) Peripherie des Landes ab, wodurch sich der Bereich der kastilischen Sprache enorm vergrößert.
In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wird Kastilien zum Königreich ausgerufen und im Jahr 1085 Toledo zur Hauptstadt bestimmt. So wird die kastilische Mundart zur Hof- und Umgangssprache des jungen Königreichs. Von sprachpolitischer Bedeutung sind die Reformen Ferdinands III. (1217–1252) und Alfons X. (1252–1282), durch die das Lateinische als Urkundensprache abgeschafft wird, und das Kastilische diese Funktion übernimmt.
Schon im Verlauf des späten Mittelalters verbreitet sich das Kastilische nicht nur als Schriftmedium, sondern auch als gesprochene Sprache außerhalb Kastiliens. Nach der Vereinigung von Kastilien und Aragón (1479) wird es zur Staatssprache des Königreichs Spanien.
Das Spanische wie wir es heute kennen, ist also eine Weiterentwicklung der lateinisch-kastilischen Mundart mit toledanischer Färbung.
Im Jahr 1713 entsteht nach französischem Vorbild die „Real Academia de la Lengua“, die als anerkannte Autorität in Sprachfragen gilt. Zwischen 1726 und 1739 wird das „Diccionario de Autoridades“ herausgegeben, im Jahr 1771 erscheint die Grammatik der Akademie.
Grammatik
1771
Modi und Zeitformen
- Infinitivo
- Indicativo
- Presente
- Perfecto
- Imperfecto
- Pluscuamperfecto
- Indefinido
- Futuro
- Futuro perfecto
- Subjuntivo
- Presente
- Perfecto
- Imperfecto
- Pluscuamperfecto
- Futuro
- Futuro perfecto
- Condicional
- Condicional
- Condicional compuesto
- Imperativo
- Gerundio
- Participio
http://verbix.com/languages/spanish.shtml – Konjugationstabellen aller Verben
Das amerikanische Spanisch
In den meisten Ländern Süd- und Mittelamerikas wird Spanisch als Muttersprache gesprochen. Da es sich hierbei um ein großes Gebiet handelt und seit der Kolonialisierung durch die Spanier bereits Jahrhunderte vergangen sind, weist das lateinamerikanische Spanisch gewisse Abweichungen zum Kastilischen auf.
Diese sind in der Schrift- und Verkehrssprache nicht allzu groß; die Umgangssprachen und Dialekte der einzelnen Länder unterscheiden sich dagegen teilweise recht deutlich, und zwar nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Vokabular. Nicht zuletzt sind diese Abweichungen auf den (in den einzelnen Regionen unterschiedlich starken) Einfluss verschiedener indigener Sprachen zurückzuführen.
Einige Wörter haben in Amerika einen Bedeutungswandel durchgemacht, auf grammatikalischem Gebiet sind aber bis auf Besonderheiten in der Verwendung der Vergangenheitstempora (Dominanz des Indefinido) und den „voseo“ in Argentinien und Uruguay, aber auch in Nikaragua, keine nennenswerten Veränderungen eingetreten.
Auch wenn Aussprache und Wortschatz in den einzelnen amerikanischen Ländern variieren, kann man doch einige allgemeine Hauptunterschiede zwischen der Sprache Süd- und Mittelamerikas und dem Kastilischen festhalten:
- Typisch für Lateinamerika ist der so genannte seseo. Während im europäischen Spanisch ein z meist wie ein stimmloses englisches th ausgesprochen wird, wird es in lateinamerikanischer Aussprache zu einem normalen stimmlosen s-Laut. Dasselbe trifft auf das c vor e und i zu (z. B. in nación). Diese Aussprache kommt aus dem Südspanischen und hat sich auch deshalb in Lateinamerika durchgesetzt, weil im 16. und 17. Jahrhundert die meisten spanischen Einwanderer nach Amerika aus dem Süden Spaniens (v. a. Extremadura und Andalusien) kamen.
- Auch die Tendenz das s anzuhauchen (z. B. „ehtoy“ statt „estoy“) ist in vielen lateinamerikanischen Ländern vorzufinden und ist ebenfalls mit dem Andalusischen zu vergleichen.
- Die Vergangenheitsform Pretérito Perfecto (He comprado) ist unüblich. Stattdessen verwendet man meist das Pretérito Indefinido (Yo compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen will.
- Die in Spanien nur als Höflichkeitsform (etwa dem „Siezen“ im Deutschen vergleichbar) im förmlichen Umgang verwendete Anrede „usted(es)“ (< vuestra merced, übersetzt etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, ganz unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt, an die Stelle des Personalpronomens „vosotros“ tritt immer „ustedes“. Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit „tú“ in vielen Gebieten unüblich (oder gilt als unhöflich) und man greift generell zur 3. Person mit „usted“.
- Eine grammatikalische Besonderheit der argentinischen und uruguayischen Sprachvariante ist der voseo, d. h. anstatt des Personalpronomens tú wird in der 2. Person Singular vos verwendet. Die Verben werden dann anders konjugiert (beispielsweise vos sos: „du bist“, standardspanisch tú eres).
- Es gibt viele Abweichungen zwischen dem kontinentalspanischen und dem lateinamerikanischen Wortschatz und überdies auch innerhalb Lateinamerikas von Land zu Land verschiedene semantische Eigenarten. Sie betreffen aber hauptsächlich die Umgangssprache und Begriffe des täglichen Lebens. Ernsthafte Verständigungsprobleme zwischen Sprechern aus verschiedenen europäischen und amerikanischen Teilgebieten des spanischen Sprachraums gibt es deshalb kaum.
Einige Beispiele:
Zu Missverständnissen kommt es wohl am ehesten durch Worte, die neben der allgemeinen Bedeutung in bestimmten Ländern eine umgangssprachliche Spezialbedeutung besitzen. So ist etwa das in Spanien unproblematische und für alle möglichen Sachverhalte häufig gebrauchte Verb coger („nehmen, ergreifen, fangen“) in den meisten Ländern Lateinamerikas ein ordinärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Der Satz „Ich werde den Bus nehmen“ (Voy a coger el autobús) ist daher in Anwesenheit von Latinos aus diesen Ländern ein sicherer Lacherfolg (Ich werde den Bus ficken.).
Auch das Wort guagua sorgt in diesem Zusammenhang immer wieder für Heiterkeit. Während es auf den Kanarischen Inseln, Kuba und der Dominikanischen Republik gleichbedeutend mit (Stadt)-Bus ist, steht es in Andenländern wie Chile, Peru oder Ecuador für Krabbel- oder Kleinkind (hier: Xenismus aus Quechua), so dass auch hier Missverständnisse programmiert sind.
Weitere Beispiele, hier aus der Dominikanischen Republik, zeigen, wie die Wörter vom europäischen Spanisch abweichen können: la china - die Orange, la italiana - die Mandarine, la lechoza - die Papaya, el guineo - die Banane, la chinola - die Maracuja.
Das spanische Wort guapo/-a für hübsch wird in der Dominikanischen Republik im Sinne von agressiv oder wild verwendet. Hübsch wird hier mit bonito/-a oder lindo/-a übersetzt. Una chica guapa ist in Spanien ein hübsches Mädchen, in der Dominikanischen Republik ein wütendes Mädchen.
Aussprache
Siehe: Aussprache der spanischen Sprache
Hörbeispiele
- Bild:Audiobutton.png Adiós, hasta mañana. (27 KB) – „Auf Wiedersehen, bis morgen.“
- Bild:Audiobutton.png ¿Qué hay de nuevo? (24 KB) – „Was gibt's Neues?“
- Bild:Audiobutton.png Yo estoy bien, gracias, ¿y tú? (29 KB) – „Danke, mir geht es gut, und Dir?“
Gesprochen von einem Einwohner Madrids.
Vom Spanischen abgeleitete Sprachen
Spanischbasierte Kreolsprachen
- Chabacano (Philippinen)
- Palenquero (Kolumbien)
Hybriddialekte
Hybriddialekte (Mischsprachen) existieren dort, wo Spanisch und Portugiesisch aufeinandertreffen
- A Fala in Spanien
- Barranquenho in Portugal
- Portuñol in Uruguay
Judenspanisch/Ladino
Judenspanisch ist das Spanisch der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden Sephardim. Sie leben heute in Griechenland, Türkei, Israel, Nordmarokko und den USA. Die Sprecherzahl wird auf 150.000 geschätzt.
Sonstiges
- Lunfardo: eine Gaunersprache in Argentinien, die auch im Tango Verwendung findet
Spanisch für Nicht-Muttersprachler
Spanisch (Kastilisch) erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Im Zuge der Globalisierung ist es auch immer wichtiger, neben Englisch auch eine weitere Fremdsprache zu sprechen. Spanisch empfiehlt sich hier, da es unter den romanischen Sprachen die wichtigste (vor allem ökonomisch gesehen) und die am weitesten verbreitete Sprache ist.
Es besteht für Interessierte beispielsweise die Möglichkeit, Sprachdiplome der Universität Salamanca zu erwerben. Es gibt hier drei Schwierigkeitsgrade (Diploma Inicial, Medio, Superior). In Deutschland kann man an vielen Volkshochschulen entsprechende Kurse und Prüfungen ablegen. Die Organisation der Prüfungen übernimmt das Instituto Cervantes, das in München und in weiteren deutschen Städten vertreten ist.
Siehe auch
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Das argentinische Spanisch
- Spanglish
- Murciano
- Andalusischer Dialekt
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor
Literatur
Spanische Sprachgeschichte
- Antonio Tovar: Einführung in die Sprachgeschichte der Iberischen Halbinsel. 1983
- Annegret Alsdorf-Bollee: Spanische Sprachgeschichte. 2003
- Wolf Dietrich/ Horst Geckeler: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. 2004
Das Spanische in Amerika
- Volker Noll: Das amerikanische Spanisch. 2001
- Hugo Kubarth: Das lateinamerikanische Spanisch. 1987
- Hans-Dieter Paufler: Lateinamerikanisches Spanisch. 1977
Weblinks
- [http://enciclopedia.us.es/ Enciclopedia Libre (spanisch)]
Sprachwissenschaft und Grammatik
- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Einfuehrung_SpanSprachwissenschaft.pdf Einführung in die spanische Sprachwissenschaft (PDF)]
- [http://www.garske.be/Homepage/Seiten/dokumente/Hisp_Linguistik_Zusatzblatt.pdf Phonetische und phonologische Klassifikation der spanischen Konsonanten (PDF)]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/sprachurlaub.de_grammatik-spanisch.pdf Spanische Grammatik (PDF)]
- [http://verbs.obrist.org/ Online-Tool für spanische Verben]
- [http://www.verben.info/spanische-verben/spanische-verben.htm Spanische Verben online üben]
- [http://hispanoteca.de/ verschiedene Aspekte der spanischen Sprache (deutsch und spanisch)]
Wörterbücher und Übersetzung
- [http://www.myjmk.com/ Deutsch/Spanisch-Wörterbuch und Forum]
- [http://pauker.at/deutsch/W%F6rterb%FCcher/Spanisch.html Wörterbuch, Vokabeltrainer und Übersetzungsforum]
- [http://dix.osola.com Gratiswörterbuch Deutsch-Spanisch von Raimundo Sierra]
- [http://buscon.rae.es/diccionario/drae.htm Wörterbuch der Real Academia Española (spanisch)]
- [http://www.kuba-cuba.com/woerterbuch.htm Deutsch/Kubanisch-Wörterbuch]
Spanisch lernen
- [http://www.estudiando.de/ curso de español – Online-Lehrbuch mit Sounddateien]
- [http://www.super-spanisch.de Website rund ums Spanisch lernen]
- [http://www.spanisch-live.de/freizeitkurs/index.php Online-Kurs mit Soundausgabe]
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Spanische Sprache
ja:スペイン語
simple:Spanish
zh-cn:西班牙语
zh-tw:西班牙語
LehmLehm entsteht durch Verwitterung aus Fest- oder Lockergesteinen (Löß) und ist einer der ältesten Baustoffe der Welt. Man unterscheidet je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Geschiebelehm (Gletscher), Lößlehm (Löß) und Auenlehm (aus Flussablagerungen).
Lehm ist definiert als eine Mischung aus Sand (Partikel > 63µm), Schluff (Partikel > 2µm) und Ton (Partikel < 2µm). Die Mischungsverhältnisse können innerhalb definierter Grenzen schwanken. Lehm kann bei wenig fortgeschrittener Verwitterung auch Kalk enthalten. Tonreiche Lehme nennt man fett, tonarme mager. Lehm ist nicht so plastisch wie Ton und auch nicht so wasserundurchlässig, da im Ton der Anteil kleinerer Partikel (Tonminerale) wesentlich größer ist. In feuchtem Zustand ist Lehm formbar, in trockenem Zustand fest. Bei Wasserzugabe quillt Lehm, beim Trocknen schwindet bzw. schrumpft er, was im Lehmbau besonders zu beachten ist.
Als Baumaterial
Lehmbautechniken sind seit mehr als 9000 Jahren bekannt und noch heute lebt etwa ein Drittel der Erdbevölkerung in Lehmhäusern (Minke 1994). In den meisten Gebäuden die hierzulande vor 1950 errichtet wurden findet sich Lehm zumindest in Innenwänden und teilweise in den Geschoßdecken. In den meisten Fachwerkhäusern ist Lehm in Form von Ziegeln vermauert oder als Gefach mit gehäckseltem Stroh o.a. vermischt, und dann auf ein Weidengeflecht oder Holztstaken aufgebracht. Daneben existiert auch die Stampflehm-Bauweise (eine erdfeuchte Lehmmischung wird in einer Schalung verdichtet), in der 1999 die Kapelle der Versöhnung in Berlin erbaut wurde.
1971 wurde die DIN 18951 vom Januar 1951, die bereits seit 1944 als „Lehmbauordnung“ in Kraft war, ersatzlos zurückgezogen (Minke 1994).
Anfang der 80 Jahre wird Lehm als umweltfreundlicher und gesunder Baustoff langsam wiederentdeckt (Kolb 1984). Heute kann man von einer Renaissance des Lehmbaus sprechen. Oft könnte der Lehm direkt an der Baustelle aus dem Boden gewonnen werden. In den meisten Dörfern finden sich noch alte Lehmkuhlen aus denen früher der Lehm abgebaut wurde. Firmen, die auf wirtschaftliches Arbeiten angewiesen sind, greifen auf heute erhältliche Fertigprodukte zurück. Der Lehm wird hier trocken und fein gemahlen in Säcken geliefert und kann mit einem Freifallmischer wie Zement verarbeitet werden.
Gegenüber Zement hat Lehm einige sehr positive Eigenschaften die ihn für ökologisches Bauen interessant machen (Lenze 2004, Minke 1994):
- Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich
- Zur Aufbereitung und Verarbeitung wird sehr wenig Primärenergie benötigt
- Lehm wirkt Luftfeuchte regulierend und ist diffusionsfähig
- trockener Lehm wirkt antibakteriell und abweisend gegen Schädlinge
- Lehm konserviert Holz
- Lehm ist vollständig recycelbar
- Lehm speichert Wärme
- Lehm bindet Schadstoffe
So schafft Lehm ein für den Menschen angenehmes und gesundes Raumklima. Im Sommer wenn es draußen sehr heiß ist sind die Räume in einem Lehmhaus angenehm kühl. Im Winter wirkt der Lehm Luftfeuchte regulierend und schützt vor zu trockener Raumluft.
Gerne wird Lehm zum Erbauen von Öfen verwendet, da Lehm wie die meisten schweren Baustoffe gute Wärmespeichereigenschaften besitzt.
Da Lehm nur physikalisch (und nicht chemisch, wie andere Baustoffe) abbindet, kann er auch bei erhitzten Bauteilen eingesetzt werden. Dies ermöglicht beispielsweise Boden- und Wandheizungen mit hoher Vorlauftemperatur, bei denen die Heizrohre unter Arbeitstemperatur verputzt werden müssen.
Aber auch im Tierreich bauen beispielsweise Lehmwespen ihre Nester vorwiegend mit oder im Lehm.
Siehe auch
- Lehmbau
- Lehmwespen
- Adobe
- Portal:Architektur und Bauwesen
Literatur
- Prof. Dr.-Ing. Gernot Minke: Lehmbau Handbuch., ökobuch Verlag, 1. Aufl. 1994, ISBN 3-922964-56-7
- Dipl.-Ing. Wolfgang Lenze: Fachwerkhäuser, restaurieren – sanieren - modernisieren, Frauenhofer IRB Verlag, 3. Aufl. 2004, ISBN 3-8167-6431-2
- Bernhard Kolb: Beispiele Biohaus, Blok Verlag, 2. Aufl. 1984, ISBN 3-924466-01-7
Weblinks
- [http://www.kapelle-versoehnung.de/bin/deutsch/index.php Dokumentation zum Lehmbau bei der 'Kapelle der Versöhnung']
- [http://www.lehmbau-online.de Grundlagenwissen Lehm und Mailingliste]
Kategorie:Bodenkunde
Kategorie:Baustoff
Kategorie:Bergbau
ArbeiterDer Arbeiter,
# ist ein Mensch, der durch körperliche oder/und geistige Arbeit ein Ziel zu erreichen sucht (körperliche Arbeit, geistige Arbeit);
# der Lohnarbeiter, der seine Arbeitskraft gegen Entgelt (den Lohn) einem anderen, dem Unternehmer, Arbeitgeber zur Verfügung stellt und damit seinen Lebensunterhalt verdient.
# bezeichnet in Abgrenzung zu anderen Arbeitnehmern wie Angestellten oder Beamten den Industriearbeiter.
Industriearbeiter
4. Abweichend davon (was mitunter zu Missverständnissen führt) bezeichnen Linke, Marxisten und ein Teil der Gewerkschaften mit der Arbeiterklasse die Gruppe jener Menschen, die darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft einem Unternehmer zu verkaufen. In einigen deutschen Manteltarifverträgen wurde entsprechend in den letzten Jahren die als obsolet (überholt) empfundene Trennung von Arbeiter und Angestellten - die in manchem Industriebetrieb die gleiche oder eine ähnliche Tätigkeit verrichten - aufgehoben.
In der Abbildung sind diese früher in der VGR als "abhängig Beschäftigte" bezeichneten Arbeiter, die inzwischen als "Arbeitnehmer" auch in der VGR bezeichnet werden für die Länder der Triade als Anteil an den Erwerbstätigen insgesamt, also Arbeitnehmer zuzüglich "Selbständige und mithelfende Familienangehörige", dargestellt.
5. war (in Deutschland) bis zum 1.10.2005 gegenüber einem Angestellten unterschiedlich rentenversichert (Arbeiter in den Landesversicherungsanstalten, Angestellte in der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte). Die Trennung zwischen der Rentenversicherung der Arbeiter und der Angestellten wurde zum 1. Januar 2005 aufgehoben. Mit der Gründung der Deutschen Rentenversicherung zum 1. Oktober 2005 erfolgt die Aufteilung auf unterschiedliche Rentenversicherungsträger nach einem Verteilungsschlüssel, nicht mehr nach der Einordnung als Arbeiter oder Angestellter.
Auch heute ist dieser Status noch relevant für die Frage, ob der Arbeitgeber sich an einem Fond zur Deckung der Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beteiligen muß.
Im Krankenversicherungsrecht existiert die Unterscheidung in Arbeiter und Angestellte schon seit Jahren nicht mehr.
Literatur
- Peter Decker, Konrad Hecker: Das Proletariat. Politisch emanzipiert, sozial diszipliniert, global ausgenutzt, nationalistisch verdorben. Gegenstandpunktverl., München 2002, ISBN 3-929211-05-X
- Chris Harman: Workers of the World – Die Arbeiterklasse im 21. Jahrhundert. Übersetzung aus dem Englischen von Thomas Walter. Edition aurora, Frankfurt am Main, ISBN 3-934536-08-5
- Ingrid Kuczynski (Hrsg.): Den Kopf tragt hoch trotz allem! Engl. Arbeiterautobiographien d. 19. Jh. Reclam, Leipzig 1983
Siehe auch
- Arbeiterpartei, Arbeiterbewegung, Arbeiterklasse, Gewerkschaft
- Grundbegriffe des Arbeitsrechts, Arbeit (Philosophie), Arbeitslosigkeit, Lohnarbeit, Arbeiterrentenversicherung,
- Saisonarbeiter, Gastarbeiter, Fremdarbeiter, Wanderarbeiter
- Facharbeiter, Hilfsarbeiter
Weblinks
- http://www-zr.destatis.de/def/def1416.htm - Definition des Statistischen Bundesamtes der BRD
- [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/prol/prol-0.htm Gibt es heute noch eine Arbeiterklasse?] - Ökonomische Bestimmung
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Weiterhin bezeichnet der Begriff Arbeiterin eine Kaste bei Insektenvölkern, z.B. bei Bienen und Ameisen.
Kategorie:Arbeiter
Kategorie:Arbeitsrecht
Kategorie:Politik
Kategorie:Marxismus
Kriegsgefangenschaft
Kriegsgefangener ist ein Kombattant (im allgemeinen Soldat) oder ein bestimmter Nichtkombattant, der von einer gegnerischen Streitmacht während eines bewaffneten Konfliktes gefangen genommen wird. Für die Behandlung von Kriegsgefangenen gelten die völkerrechtlichen Regelungen der Haager Landkriegsordnung von 1907 (Artikel 4 bis 20) und das III. Genfer Abkommen (ein Teil der Genfer Konvention) von 1949. Kriegsgefangene werden z.B. mit dem Signet POW für „Prisoner of war“ auf der Bekleidung gekennzeichnet.
Die vier Genfer Abkommen haben den Kreis der regulären Kombattanten erweitert und tendenziell zu einer Unsicherheit geführt, welche Personen genau dazu gehören und welche nicht.
Als Kriegsgefangene gelten die vom Gegner gefangen genommenen Personen folgender Kategorien:
- Mitglieder der regulären Streitkräfte einschließlich der eingegliederten Milizen
- Personen, die keine Militärpersonen sind, aber für die Streitkräfte tätig sind
- Die Bevölkerung eines angegriffenen Gebietes, die beim Herannahen des Feindes zu den Waffen gegriffen hat
Auch alle übrigen Personen, die kriegerische Handlungen vorgenommen haben, sind im Zweifelsfalle so lange als Kriegsgefangene zu behandeln, bis durch zuständige Gerichte über ihren Status entschieden ist. Die Kriegsgefangenen unterstehen der Gewalt des Gewahrsamsstaates, nicht den Personen und Truppenteilen, die sie gefangen genommen haben.
Einzelpersonen dürfen nicht über Kriegsgefangene entscheiden, auch dann nicht, wenn diese offensichtlich gegen die Regeln der Kriegsführung verstoßen haben.
Sanitätspersonal, auch wenn zur Selbstverteidigung eine Handfeuerwaffe führend, sowie religiöses Personal zählt nicht zu den Kombattanten. Sie werden daher formal auch in Gefangenschaft keine Kriegsgefangene, genießen aber den selben Schutz. Sie dürfen ihre Tätigkeit weiter ausüben und sind in dieser zu unterstützen. Sanitäter dürfen nur so lange vom Gewahrsamsstaat zurückgehalten werden, wie sie zur Versorgung ihrer verwundeten Landsleute benötigt werden.
Söldner, die speziell für den bewaffneten Konflikt angeworben wurden, haben kein Recht auf den Kriegsgefangenenstatus.
Rechte und Pflichten Kriegsgefangener
Kriegsgefangene sind keine Strafgefangenen, sondern Sicherungsgefangene, die dem Gewahrsamsstaat als Staatsgefangene unterstehen. Der Gewahrsamsstaat ist für die Behandlung verantwortlich, unmenschliche und entwürdigende Behandlung sowie Repressalien sind verboten.
Kombattanten, die die Waffen strecken, wehrlos oder sonst kampf- bzw. verteidigungsunfähig sind oder sich ergeben, dürfen nicht bekämpft werden. Sie dürfen entwaffnet und gefangen genommen werden.
Kriegsgefangene sind baldmöglichst außer Gefahr zu bringen. Soweit sie aufgrund der Kampfbedingungen nicht weggeschafft werden können, sind sie zu freizulassen. Dabei sind die praktisch möglichen Maßnahmen für ihre Sicherheit zu treffen.
Der Kriegsgefange ist nur verpflichtet Name, Vornamen, Geburtsdatum, Dienstgrad und Personenkennziffer zu nennen. Militärische Ausrüstung und Waffen sind ihm abzunehmen. Persönliche Sachen einschließlich Stahlhelm, ABC-Schutzausrüstung, Verpflegung, Bekleidung, Dienstgrad- und Nationalitätskennzeichen sowie Auszeichnungen darf er behalten. Nur auf Offiziersbefehl dürfen ihm Geld und Wertgegenstände gegen Quittung abgenommen werden, sie sind ihm bei Entlassung zurückzugeben.
Mannschaftsdienstgrade kann der Gewahrsamsstaat zu nichtmilitärischen Arbeiten heranziehen. Die Heranziehungsmöglichkeiten für Unteroffziersdienstgrade beschränkt sich auf Aufsichtsarbeiten. Offiziere können nicht zu Arbeiten herangezogen werden sondern werden bevorzugt behandelt. Gesundheitsschädliche Arbeiten oder besonders gefährliche Arbeiten dürfen nur freiwillig übernommen werden.
Soweit der flüchtende Kriegsgefangene (auch im Wiederholungsfall) keine Gewalt gegen Personen anwendet, dürfen Fluchtversuche nur disziplinar geahndet werden.
Die Verletzung dieser Rechte kommt in beinahe jedem Krieg vor und provoziert bei der Gegenseite meist ähnliche Übergriffe. Besonders schwere Rechtsbrüche, die nicht selten eine größere Anzahl gegnerischer Armeeangehöriger betreffen, können als Kriegsverbrechen gewertet werden.
Siehe auch: Haager Landkriegsordnung, Genfer Kriegsgefangen-Konvention
Heutige Entwicklung des Kriegsgefangenenstatus
Mit den von den USA als Krieg gegen den Terror bezeichneten kriegerischen Auseinandersetzungen kam es durch die Festnahme vieler Taliban-Anhänger durch die USA und deren Deportation und Inhaftierung in Guantanamo zur öffentlichen Diskussion über die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen. Amnesty International und andere unabhängige Beobachter werfen den USA vor, dass sie gegen geltendes Völkerrecht verstoßen, da fortdauernd die im Völkerrecht verankerten Rechte der Gefangenen missachtet würden. Des weiteren steht zur Diskussion, ob die Taliban-Kämpfer vor dem Gesetz rechtmäßig als Kriegsgefangene eingestuft werden können. Die konservative Bush-Regierung vertritt die Meinung, dass es sich bei den Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern um „illegale Kombattanten“ (ein von den USA neu eingeführter Begriff) handelt, da sie keiner regulären Armee angehören, sondern Mitglieder einer terroristischen Vereinigung seien. Berichte verschiedener Guantanamo-Gefangener über schwere Folterungen durch die Gefangenenwärter verschärfen die Diskussion. Die US-amerikanischen Gerichte nehmen zunehmend eine von der US-Regierung abweichende Position ein.
Die gleiche Problematik zeigt sich im durch die USA und ihre Verbündeten durchgeführten, von der UN nicht legitimierten Angriffskrieg gegen den Irak mit der Festnahme des Ex-Diktators Saddam Hussein.
Literatur
- In der bibliographischen Datenbank [http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/russgus.htm RussGUS] werden nachgewiesen:
287 Publikationen über die sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland (Formularsuche / Sachnotationen: 12.3.4.5.3.4.7.1)
137 Publikationen über die deutschen Kriegsgefangenen in der UdSSR (Formularsuche / Sachnotationen: 12.3.4.5.3.4.7.2)
- Andreas Hilger: Deutsche Kriegsgefangenenschaft in der Sowjetunion 1941-1956. Kriegsgefangenenpolitik, Lageralltag und Erinnerung. 486 Seiten. Klartext-Verlag, März 2000, ISBN 3884748572
- Jörg Echternkamp (Hrsg.): Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939-1945. Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg; Band 9 in zwei Halbbänden; Deutsche Verlags-Anstalt, München, 2004/05; 933 S. und 1112 S., ISBN 3-421-06528-4.
- Guido Knopp: Die Gefangenen. C.Bertelsmann Verlag 2003, 416 Seiten
- Rüdiger Overmans (Hg.): In der Hand des Feindes: Kriegsgefangenschaft von der Antike bis zum Zweiten Weltkrieg, Böhlau, Köln, 1999, ISBN 3-412-14998-5
- Rüdiger Overmans: Soldaten hinter Stacheldraht. Deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs. 336 Seiten, Ullstein Tb, März 2002.
- Reinhard Nachtigal: Rußland und seine österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen (1914-1918), 391 Seiten, Greiner, Remshalden, 2003, ISBN 3-935-38327-4
- Günter Bischof, Stefan Karner, Barbara Stelzl-Marx (Hg.): Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges. Gefangennahme, Lagerleben, Rückkehr. 600 Seiten. R. Oldenbourg-Verlag, Wien 2005, ISBN 3-7029-0537-5, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2005, ISBN 3-486-57818-9.
Weblinks
- [http://www.kriegsgefangen.de Die deutschen Kriegsgefangenen des 2. Weltkrieges]
- [http://www.kz-kaltenkirchen.de/archivtexte/index.htm Sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein (KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen: Siehe "Archivtexte / Geschichtliches / Im Schatten des Vernichtungskrieges")]
- [http://www.herbert-thiess.de/Sowjetunion/Index.html Als Bauarbeiter in der Sowjetunion - Bericht aus vier Jahren Kriegsgefangenschaft]
- Bert-Oliver Manig: Der Bluthund ist zurück. In [http://zeus.zeit.de/text/2005/37/A-Sch_9arner_neu DIE ZEIT 37/2005.] (Zu den Spätheimkehrern aus sowjetischer Gefangenschaft gehörte 1955 auch einer der brutalsten Nazi-Militärs: Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner. In Bonn war die Verlegenheit groß).
Kategorie:Wehrrecht (Völkerrecht)
Kategorie:Völkerrecht
Kategorie:person
ja:捕虜
InternierungDer Ausdruck Internierung bezeichnet den Freiheitsentzug von Personen zur Sicherung gegen Gefahr; ausgeübt durch einen Nationalstaat.
Laut Genfer Konventionen haben kriegführende Staaten das Recht, Angehörige feindlicher Staaten zu internieren, d.h. ohne Anklage auf unbestimmte Zeit gefangen zu nehmen. Im Falle einer Internierung werden die Betroffenen im Regelfall in sogenannte Internierungslager verbracht und bleiben dort unter Bewachung. Dabei müssen die Sicherheitsinteressen des betreffenden Landes bedroht sein um die Internierung anwenden zu dürfen. Im Rahmen des Neutralitätsrechts haben in einem bilateralen Konflikt auch neutrale Staaten die Möglichkeit Angehörige kriegführender Staaten zu internieren.
Ein Beispiel einer Internierung stellt die Aufnahme der französischen Bourbakiarmee in der Schweiz im Jahre 1871 dar, als insgesamt 87.000 französische Soldaten gegen Ende des Deutsch-Französischen Krieges auf Schweizer Gebiet abgedrängt wurden und während 6 Wochen interniert blieben.
Wegen der Seltenheit klassischer zwischenstaatlicher Kriege wird diese Form der Internierungen kaum noch angewandt. Allerdings haben verschiedene Staaten bei der Terrorabwehr Internierungen als Mittel eingesetzt. In diesem Zusammenhang kamen vor allem die Internment-Politik der britischen Regierung im Nordirlandkonflikt und das Festhalten vermeintlicher Terroristen in Guantanamo Bay durch die USA zu zweifelhaftem Ruhm.
Kategorie:Sanktionenrecht
Zwangsarbeiter: Zwangsarbeit
ElendDer Begriff Elend (mittelhochdeutsch Ellende: „Aufenthalt in der Fremde“, „Wüstenei“, „herrenlose Wildnis") bezeichnet
- den Zustand von Armut oder Hilflosigkeit, ursprünglich mit der zusätzlichen Bedeutung „Ausgestoßenheit“, siehe Elend (Zustand)
- eine Gemeinde im Landkreis Wernigerode in Sachsen-Anhalt, siehe Elend (Harz)
- einen Ortsteil der sächsischen Stadt Dippoldiswalde im Weißeritzkreis, siehe Elend (Dippoldiswalde)
- einen Ortsteil der bayerischen Stadt Wasserburg am Inn im Landkreis Rosenheim, siehe Elend_(Wasserburg)
- die Musikgruppe Elend
Slum
]
Ein Slum ist ein verwahrloster, verfallener Teil einer Stadt. Im ursprünglichen Sinne bezeichnet der Begriff heruntergekommene Kernstadtgebiete, die oft vormals von der Mittel- oder Oberschicht bewohnt wurden. Umgangssprachlich werden heute jedoch generell übervölkerte und verwahrloste Teile von Städten, die gewöhnlich von sehr armen Leuten bzw. städtischen Zuwanderern bewohnt werden, als Slum bezeichnet und damit die Marginalsiedlungen, d.h. randstädtische Elendsviertel eingeschlossen. Charakteristisch sind eine heruntergekommene Bausubstanz und schlecht ausgebaute Infrastruktureinrichtungen.
Vorkommen
Slums finden sich in den meisten großen Städten der Welt.
Meistens sind Slums durch hohe Armutsrate und Arbeitslosenrate gekennzeichnet. Sie sind oft Brutstätte sozialer Probleme wie Kriminalität, Drogenmissbrauch, Alkoholismus und Verzweiflung. In vielen armen Ländern sind sie aufgrund der schlechten sanitären Bedingungen Brutstätten von Krankheiten.
Viele Regierungen der Welt versuchen, das Problem der Slums zu lösen, indem sie die bauanfälligen alten Gebäude abreißen und sie durch moderne, meistens stark verdichtete Wohnsiedlungen mit besseren sanitären Anlagen ersetzten. Solche Lösungsversuche scheitern jedoch oft, da sie nur bedingt auf die sozialen Probleme der Bevölkerung wirkensen.
In Indien spricht man so von bazars, im Mittleren Ostern von compounds, in Peru von gurios als Bezeichnung für Slums, während Marginalsiedlungen in Argentinien Villa Miserias, in Brasilien Favelas und in der Türkei Gecekondu genannt werden.
In Deutschland wurden in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg Trabantenstädte gebaut, die sich als städtische Fehlplanungen herausstellten und aufgrund mangelnder Lebensqualität das Publikum, das man sich als Zielgruppe vorstellte, nicht großartig angesprochen haben. Dadurch wurden Wohnungen zu Sozialwohnungen umfunktioniert oder durch die niedrigen Mietpreise für Einkommensschwache lukrativ. Gleichzeitig entstanden ganze Siedlungen durch den sozialen Wohnungsbau, ohne über die Folgen nachzudenken. Alte Wohnsiedlungen in den Innenstädten hingegen werden aufgrund der hohen Grundstückswerte gerne frühzeitig saniert oder zu Gewerbegebieten umfunktioniert. Die Folge ist, daß man soziale Brennpunkte in Deutschland vergleichsweise selten in Form von Slum-Vierteln in den Innenstädten findet, dafür in fehlgeplanten Vororten um so häufiger.
Siehe auch
Entwicklungsland, Verstädterung in Entwicklungsländern, Sozialer Brennpunkt, Stadtsoziologie
Kategorie:Armut
ja:スラム
Blech
Als Blech wird ein flaches Halbzeug aus Metall bezeichnet.
Beinahe jedes Metall kann zu Blech verarbeitet werden. Besonders dünne Bleche sind Metallfolien wie z.B. Stanniol, Aluminiumfolie oder Blattgold.
Stahlbleche werden aufgrund ihrer Dicke unterschieden in:
- Fein-Bleche bis 3 mm Stärke,
- Mittel-Bleche 3 bis 4,75 mm und
- Grob-Bleche bis zu 200 mm. Dickere Bleche werden Platten genannt.
Die Herstellung von Blechen erfolgt durch Walzen. Grobbleche werden heute gewöhnlich als Stück gewalzt und Mittel- und Feinbleche aus Bändern geschnitten. Ausnahme bilden Feinbleche mit besonderen Anforderungen an die Textur, die deshalb in wechselnden Richtungen umgeformt werden müssen.
Die Bearbeitung erfolgt beispielsweise durch Schneiden, Bohren, Sägen, Laserschneiden, Nibbeln (Stanzen), Tiefziehen, Biegen, Punzierung oder Profilieren.
Neben der Bearbeitung von einzelnen Blechteilen ist auch das Verbinden (Fügen) von Blechen von Bedeutung. Hier kommen u. a. folgende Verfahren zum Einsatz: Schweißen, Löten, Nieten, Falzen, Schrauben, Kleben und Durchsetzfügen.
Siehe auch: Flachstahl
Kategorie:Halbzeug
IsolierungEine Isolierung oder Isolation bedeutet den Vorgang des getrennt haltens von Dingen oder Individuen, oder eine Einrichtung zu diesem Zweck.
Das Verb isolieren wurde aus dem französischen isoler entlehnt, und dieses wiederum aus dem italienischen isolare, das von isola (Insel) kommt.
Unter Isolation versteht man
- in der Technik eine Einrichtung zur Verhinderung des Durchgangs von Stoff oder Energie
- Eine Bauwerksisolierung sind Maßnahmen, wie Anstriche, die das Eindringen von Nässe verhindern.
- Eine Wärmeisolierung von Gebäuden oder Bauteilen bezeichnet man korrekt als Wärmedämmung.
- In der Elektrotechnik ist eine Isolierung der Schutz der stromführenden Teile gegen Berührung. Siehe: Isolator, Isolierband, Optische Isolation.
- Als isoliert bezeichnet man Behälter, in deren Wandung sich ein Vakuum oder ein Wärmedämmstoff (Schaumstoff, Vlies o.ä.) befindet, das den Inhalt möglichst vollständig umgibt und warmhält (z.B. Thermosflasche, Thermoskanne) oder kalt hält (z.B. Kühltasche, Kannen für flüssigen Stickstoff).
- In der Hochenergiephysik gibt es verschiedene Verfahren zur Isolation durch Kraftfelder, z.B. die magnetische Flasche.
- Sollen Bewegungen (speziell Schwingungen) eines Körpers nicht auf einen anderen übertragen werden, so müssen diese voneinander Isoliert werden. Es existiert dabei passive und aktive Schwingungsisolation.
- in der Biologie eine der Ursachen für Evolution, siehe Isolation (Biologie);
- in der Infektiologie eine Maßnahme zur Verhütung von Infektionen, siehe Isolierung (Medizin) sowie Quarantäne;
- eine Eigenschaft von Datenbanken, siehe en.: Isolation (computer science).
- In der Topologie sind Punkte einer Menge isoliert, wenn sie keine Häufungspunkte dieser Menge sind, siehe Isolierter Punkt.
- In der Sozialpsychologie ist soziale Isolation einen schwerer Mangel an Sozialkontakten.
- Politisch versteht man unter Isolationismus Bestrebung einer Nation, sich vom Ausland abzusondern.
- die Isolationshaft ist eine umstrittene Methode des Strafvollzugs.
- In der Psychoanalyse wird mit Isolierung eine bestimmte Form der Abwehr (Abwehrmechanismus) bezeichnet.
Altlasten
Der umgangssprachliche Begriff Altlast bezeichnet abgrenzbare Teile der Erdoberfläche, der infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- und/oder umweltschädliche Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung des Bodens und/oder des Grundwassers aufweisen.
Legaldefinition
Das Bundesbodenschutzgesetzes (BBodSchG) enthält folgende gesetzliche Definition:
"Altlasten im Sinne dieses Gesetzes sind
# stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen), und
# Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, ausgenommen Anlagen, deren Stillegung einer Genehmigung nach dem Atomgesetz bedarf (Altstandorte), durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden."
Wichtig ist dabei die am Ende genannte Voraussetzung eines Schadens oder einer Gefahr. Längst nicht jede Altablagerung oder jeder Altstandort ist auch eine Altlast. Die Einstufung als Altlast setzt vielmehr eine sorgfältige Untersuchung voraus, ob tatsächlich schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren vorliegen. Zur Einstufung spielen auch die Bodenfunktion (z.B. menschliche Nutzung) und natürliche Belastungen eine Rolle.
Wirkungspfade
Altlasten können Mensch und Umwelt typischerweise auf folgenden Wegen, sog. Wirkungspfaden, gefährden:
# nachteilige chemische Veränderung (Verunreinigung) von Grundwasser, das als Trinkwasser genutzt wird oder werden soll und/oder
# nachteilige chemische Veränderung des Bodens mit der Gefahr des Übergangs von Schadstoffen in Pflanzen, die der Ernährung von Menschen oder ihren Nutztieren dienen und/oder
# nachteilige chemische Veränderung der Luft durch Gasaustritt und/oder
# nachteilige chemische Veränderung des Bodens, der durch direkten Hautkontakt oder oral aufgenommen wird.
Einstufung als Altlast
Die Erfassung von Altlastenverdachtsflächen ist in Deutschland weitgehend abgeschlossen; dabei wurden mehr als 360.000 Flächen erfasst.
Die Untersuchung erfolgt gemäß Bundesbodenschuitzgesetz in einer gestaffelten Reihenfolge:
# Anhaltspunkt (z.B. alte Industriebrache als altlastverdächtige Fläche)
# Orientierende Untersuchung (relativ grobes Raster)
# Bewertung anhand der sog. Prüfwerte in der Bundesbodenschutzverordnung BBodSchV (abhängig vom Wirkpfad, Bodenfunktion und Bodenart)
# bei Überschreitung: konkreter Verdacht
# Detailuntersuchung (feines Raster)
# Bewertung anhand der sog. Maßnahmewerte in der BBodSchV und anhand von Empfehlungen der Landesumweltämter, Gesundheitsämter, etc.
# bei Überschreitung: Altlast liegt vor!
Wenn eine Altablagerung oder ein Altstandort nach einer Gefährdungsabschätzung als Altlast eingestuft worden ist, entscheidet die zuständige Umweltbehörde über Art und Verhältnismäßigkeit von Sanierungsmaßnahmen. Häufig werden dann weitere Untersuchungen und Kostenvergleiche (Sanierungsvoruntersuchungen) benötigt.
Maßnahmen
Zu Sanierungsmaßnahmen zählen Dekontaminierungs- und Sicherungsmaßnahmen. Bei Sicherungsmaßnahmen wird lediglich die Ausbreitung und die Aufnahme der Schadstoffe unterbunden. Sie bedürfen daher einer dauerhaften Überwachung.
Reichen Sanierungsmaßnahmen nicht aus, oder können kurzfristig zur Gefahrenabwehr nicht eingesetzt werden, kommen Nutzungsbeschränkungen in Betracht. Dies kann z.B. das Verbot von Gemüseanbau, oder Betretungsverbote sein.
Eine gewisse Sonderstellung nehmen die sogenannten Rüstungsaltlasten ein. Damit werden Flächen bezeichnet, die der Produktion militärischer Güter (z.B. Sprengstoffe) dienten oder unmittelbar von Streitkräften benutzt wurden. Bei einer Bestandsaufnahme Mitte der 1990er Jahre wurden 3240 solcher Flächen erfasst. Die erwähnte Sonderstellung beruht zum einen darauf, dass das Spektrum problematischer Stoffe teilweise ein anderes ist als bei "zivilen" Altlasten und ggf. spezielle Sanierungstechniken erfordert; zum anderen stellen sich bei Rüstungsaltlasten andere und teilweise sehr schwierige Fragen nach der Verantwortlichkeit.
Als Sanierungsmaßnahmen gibt es folgende prinzipielle Methoden:
a) Boden
# Kapselung: Abdichtung ringsum, oberhalb und unterhalb der Altlast (z.B. mit Injektionsverfahren, Spundwänden, wasser- und gasundurchlässige Beschichtungen etc.)
# in-situ-Verfahren: Einbringen chemisch oder biologisch wirksamer Stoffe
# on-site-Verfahren: Ausheben des belasteten Bodens, Reinigen/Behandlen in direkter Nähe (z.B. Waschverfahren, biologische Behandlung als Miete, o.ä.), Wiedereinbringen
# off-site-Verfahren: Ausheben, Abfahren, Bodenbehandlungsanlage (Wasch-, Mieten-, Verbrennungsverfahren), Wiedereinbringen
# Bodenaustausch
b) Grundwasser und teilgesättigte Zone
# aktive Verfahren: sogenannte "Pump and treat" Verfahren, d.h. abpumpen und behandeln
# passive Verfahren: reaktive Wände
# Verhinderung des Zutritts von Grundwasser und Regenwasser: Abdichtung ringsum, oberhalb und unterhalb der Altlast (z.B. mit Injektionsverfahren, Spundwänden, etc.)
c) Bodenluft
# aktive oder passive Entgasung mit anschließender Behandlung der Gase
# nur bei flüchtigen Schadstoffen sinnvoll
Literatur
- Ulrich Stottmeister, Eirka Weißbrodt, Jörg Tittel: Natürliche Selbstreinigung: Von der Altlast zum See. Biologie in unserer Zeit 32(5), S. 276 - 285 (2002),
Weblinks
- [http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/alfaweb/ AlfaWeb], Altlasten-Fachinformationen
- [http://www.arbeitshilfen-BoGwS.de Arbeitshilfen Boden- und Grundwasserschutz]
- [http://www.lua.nrw.de/index.htm?themen/home05altlasten.htm Altlasten-Fachinformationen Landesumweltamt NRW ]
siehe auch: Altlastensanierung, Altlastenkataster
Kategorie:Umweltschutz
Kategorie:Raumplanung
Bonn
Die Bundesstadt Bonn liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen. Von 1949 bis 1990 war Bonn Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Heute haben in Bonn sechs Bundesministerien und seit 1996 Organisationen der Vereinten Nationen (UN) mit den Schwerpunkten Umwelt und Entwicklung ihren Sitz. Im Bereich des ehemaligen Regierungsviertels ist das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn entstanden, dessen weiterer Ausbau in den kommenden Jahren erfolgen soll.
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Geografie
Bonn liegt zu beiden Seiten des Rheins im südlichsten Winkel der Kölner Bucht zwischen dem Rücken der Ville und den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges sowie dem Mündungstrichter der Sieg, 30 km südlich von Köln und 60 km nördlich von Koblenz.
Die höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8 m, der tiefstgelegene Punkt befindet sich an der Mündung der Sieg in den Rhein auf 45,6 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Nord-Süd-Richtung beträgt 15 km, in West-Ost-Richtung hingegen 12,5 km. Die Stadtgrenzen haben eine Länge von 61 km.
Ennert
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bonn. Sie werden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend genannt und gehören alle mit Ausnahme von Remagen, das im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz liegt, zum nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis:
Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin, Königswinter, Bad Honnef, Remagen, Wachtberg, Meckenheim, Alfter und Bornheim.
Stadtgliederung
Bornheim
Bonn ist unterteilt in vier Stadtbezirke, die aus mehreren Ortsteilen bestehen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher
- Bad Godesberg: Alt-Godesberg, Friesdorf, Godesberg-Nord, Godesberg-Villenviertel, Heiderhof, Hochkreuz, Lannesdorf, Mehlem, Muffendorf, Pennenfeld, Plittersdorf, Rüngsdorf, Schweinheim
- Beuel: Beuel-Mitte, Beuel-Ost, Geislar, Hoholz, Holtorf, Holzlar, Küdinghoven, Limperich, Oberkassel, Pützchen/Bechlinghoven, Ramersdorf, Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf, Vilich, Vilich-Müldorf
- Bonn: Auerberg, Bonn-Castell (bis 2003: Bonn-Nord), Bonn-Zentrum, Buschdorf, Dottendorf, Dransdorf, Endenich, Graurheindorf, Gronau, Ippendorf, Kessenich, Lessenich/Meßdorf, Nordstadt, Poppelsdorf, Röttgen, Südstadt, Tannenbusch, Ückesdorf, Venusberg, Weststadt
- Hardtberg: Brüser Berg, Duisdorf, Hardthöhe, Lengsdorf
Bevölkerung
Mit mehr als 300.000 Einwohnern gehört Bonn zu den mittleren Großstädten und zu den zehn größten Städten in Nordrhein-Westfalen und ist ein Oberzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt Bonn überschritt 1939 die 100.000-Grenze. Damit wurde sie zur Großstadt. Durch Eingemeindungen wurde die Einwohnerzahl 1969 etwa verdoppelt. Durch den Regierungsumzug kam es in den 1990er Jahren zu einem Bevölkerungsrückgang, der aber inzwischen ausgeglichen wurde. Heute ist Bonn eine der wenigen Großstädte in Deutschland mit nach wie vor wachsender Einwohnerzahl.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Bonn
Geschichte von Bonn
Bonn gehört zu den ältesten Städten in Deutschland. 1989 feierte die Stadt ihren 2000. Geburtstag.
In der Zeit zwischen 16 v. Chr. und 12 v. Chr. errichteten römische Soldaten in der Ubiersiedlung Bonna ein Erkundungslager auf der linken Seite des Rheines. Diese Maßnahme stand im Zusammenhang mit der von Drusus im Jahr 12 v. Chr. begonnenen Germanienoffensive. War zu diesem Zeitpunkt die römische Präsenz in Bonna noch bescheiden, so sollte sich das nach der Niederlage der Römer unter Varus gegen die Germanen im Jahr 9 n. Chr. ändern. In den folgenden Jahrzehnten wurde dort eine Legion stationiert, die im nördlichen Bereich des heutigen Bonn ein Lager errichtete. Um das Lager herum siedelten Händler und Handwerker.
Lager
Mit dem Niedergang des römischen Reiches ging der Niedergang Bonns in der Spätantike und im frühen Mittelalter einher. In fränkischer Zeit und endgültig im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich im Bereich des Bonner Münsters ein geistliches Zentrum, die Villa Basilika und im Bereich des heutigen Marktes eine Marktsiedlung.
Große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt hatte die Entscheidung der Kölner Kurfürsten, nach ihrer Niederlage bei der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 Bonn zu einem ihrer Wohnsitze und schließlich zu ihrer Residenz zu machen. Die von den Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert erbauten prunkvollen Bauten verliehen der Stadt ihren barocken Glanz. Mit der Besatzung durch französische Truppen endete 1794 diese Epoche.
Nach Napoleons Niederlage fiel Bonn an Preußen. Die Stadt wurde in den nächsten Jahrzehnten geprägt von der schon Ende des 18. Jahrhunderts gegründeten und 1818 wieder gegründeten Universität.
Mehr als 1.000 Bonner überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht, weil sie von den Nazis verfolgt wurden. Etwa 8.000 Personen mussten ihre Heimatstadt verlassen, wurden verhaftet oder in Konzentrationslager gesperrt. Als am 9. März 1945 für Bonn der Zweite Weltkrieg beendet war, lagen 30 % der Häuser in Trümmern und mehr als 4.000 Bonner hatten infolge von Bombenangriffen oder als Soldaten bei Kampfhandlungen ihr Leben gelassen.
Nach dem 2. Weltkrieg erlebte Bonn einen rasanten Auf- und Ausbau als Hauptstadt der neuen Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin hat die Stadt erneut einen Wandel durchgemacht. Bundesbehörden, Verwaltungszentralen deutscher Unternehmen, internationale Organisationen und die Universität sind die Säulen dieses Strukturwandels.
Wappen
Hauptartikel: Bonner Wappen.
Bonner Wappen
Das Wappen der Stadt Bonn zeigt in der oberen Hälfte ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund. Es ist das Kurkölnische Kreuz des Kurfürstentums Köln, das auch auf anderen Gemeindewappen im heutigen Erzbistum Köln noch zu finden ist. Es symbolisiert die territoriale und politische Verbundenheit zwischen Bonn und den Kölner Kurfürsten, die seit 1597 in Bonn ihre Residenz hatten.
Die untere Schildhälfte zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund. Der Löwe – manchmal auch Leopard oder im Volksmund „steinernes Wölfchen“ genannt – ist ein altes Bonner Gerichtssymbol. Die Skulptur des Löwen stand vom Mittelalter bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit auf dem Münsterplatz, wo heute das Denkmal von Ludwig van Beethoven steht. Dieser Platz war Versammlungsort der Bonner Gerichtsgemeinde. Die Skulptur hat heute ihren Platz im Vestibül des Bonner Rathauses gefunden.
Religionen
Hauptartikel: Religionen in Bonn.
Historisch ist Bonn wie das gesamte Rheinland katholisch geprägt. In den vergangenen 75 Jahren hat sich allerdings die Konfessionszugehörigkeit der Bonner Bevölkerung erheblich verändert. Waren 1925 noch mehr als 80 % der Bonner Bevölkerung katholisch, so hat sich bis Ende der 1990er Jahre der Anteil fast halbiert. Etwa 45 % der Einwohner sind heute katholisch und 25 % evangelisch. Fast ein Drittel der in Bonn wohnenden Menschen gehören einer anderen oder keiner Konfession an; etwa 6 % sind Muslime.
Eingemeindungen
Die Stadt Bonn wurde mehrmals durch Eingemeindungen vergrößert:
Muslim
Um 1900 war Bonn stark gewachsen. In der Folge wurden am 1. Juni 1904 die Orte Poppelsdorf, Endenich, Kessenich und Dottendorf eingemeindet, mit denen Bonn zusammengewachsen war. Durch die Gemeindereform vom 1. August 1969 wurde die Einwohnerzahl etwa verdoppelt. Die selbständigen Städte Bad Godesberg und Beuel wurden eigene Stadtbezirke von Bonn. Der auf der „schäl Sick“ gelegene Stadtbezirk Beuel erhielt zusätzlich die Ortschaften Holzlar, Hoholz und Oberkassel zugeschlagen, die bis dahin zum Siegkreis gehörten. Bonn selbst wurde um die Orte Ippendorf, Röttgen, Lessenich/Meßdorf und Buschdorf des ehemaligen Kreis Bonn erweitert, Lengsdorf und Duisdorf bildeten zusammen mit einigen Neubaugebieten den Stadtbezirk Hardtberg.
Die Stadt Bad Godesberg hatte zuvor ihrerseits etliche Orte eingemeindet. Bereite 1899 waren Plittersdorf und Rüngsdorf zu Godesberg gekommen, 1904 kam noch Friesdorf hinzu, womit Bad Godesberg bereits mit Bonn zusammengewachsen war. Im Jahre 1915 war Bad Godesberg nach Südwesten aus dem Tal hinausgewachsen, so dass Muffendorf eingemeindet wurde. Am 1. Juli 1935 schließlich wurden auch Lannesdorf und Mehlem Stadtteile von Bad Godesberg.
Politik
Oberbürgermeister/in
Mehlem An der Spitze der Stadt Bonn standen im 12. Jahrhundert der Vogt und die zwölf Schöffen des Landesherrn. Seit 1331 sind zwei „burgermeistere“ später auch ein „rat“ bezeugt. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt. Im Salentinischen Vertrag von 1570 wurde verordnet, dass die Stadt von zwei Scheffelbürgermeisteren und zwei Ratsbürgermeisteren verwaltet werden soll, von denen jeweils einer als „regierender Bürgermeister“ die Geschäfte führte. Der Rat wurde auf fünfzehn Schöffen erhöht. Die Zusammensetzung und Kompetenz des Rates veränderte sich später mehrmals. In preußischer Zeit nach 1815 wurde Bonn Sitz eines Landkreises. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, weiterhin gab es einen Rat.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten „Rat der Stadt“. Der wählte aus seiner Mitte den ehrenamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt und einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Nordrhein-Westfalen die Doppelspitze in den Stadtverwaltungen aufgegeben. Der Oberbürgermeister wird nun direkt gewählt. Er ist als hauptamtlicher Oberbürgermeister Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. In der Funktion als Repräsentant der Stadt wird der Oberbürgermeister in Bonn von drei Bürgermeistern vertreten. Die erste Direktwahl 1999 gewann Bärbel Dieckmann in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Helmut Stahl, 2004 wurde sie im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.
Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn
Stadtrat
Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn
Dem Bonner Stadtrat gehören 66 Ratsfrauen und Ratsherren an. Die direkt gewählte Oberbürgermeisterin hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Nach der Kommunalwahl von 2004 sitzen im Bonner Rat CDU (25 Mitglieder), SPD (19 Mitglieder), Grüne (11 Mitglieder), FDP (6 Mitglieder), der Bürgerbund Bonn (3 Mitglieder) und 2 fraktionslose Mitglieder.
Bei den Abstimmungen im Rat kommt es zu wechselnden Mehrheiten, weil es keine feste Koalition gibt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Bonn unterhält seit 1988 eine Städtepartnerschaft mit Potsdam und seit 1983 eine Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Jaffa in Israel. Weitere Stadtteilpartnerschaften und Städtefreundschaften, die teilweise vor der Giebietsreform 1969 enstanden sind, bestehen in den einzelnen Stadtbezirken:
- Stadtbezirk Bonn: Partnerschaften mit Oxford in Großbritannien seit 1947 und mit Budafok, dem XXII. Bezirk von Budapest, in Ungarn seit 1991, sowie eine Städtefreundschaft mit Oppeln in Polen seit 1997 (Kontakte seit 1954)
- Stadtbezirk Bad Godesberg: Städtepartnerschaften mit Saint Cloud in Frankreich seit 1957, mit Frascati in Italien seit 1960, mit Windsor and Maidenhead in Großbritannien seit 1960 und mit Kortrijk in Belgien seit 1964, sowie seit 1969 eine Städtefreundschaft mit Yalova in der Türkei
- Stadtbezirk Beuel: Seit 1969 Partnerschaft mit Mirecourt in Frankreich
- Stadtbezirk Hardtberg: Partnerschaft mit Villemomble in Frankreich seit 1967
Neben Städtepartnerschaften pflegt Bonn „Themen-Projektpartnerschaften“. Neben Jugend- und Kulturaustausch besteht teilweise auch ein Erfahrungsaustausch in den Bereichen Ökologie, Stadtentwicklung und Katastrophenprävention. Projektpartnerschaften bestehen zur Zeit mit den Städten Buxoro in Usbekistan, Chengdu in China, La Paz in Bolivien, Minsk in Weißrussland, Salzburg in Österreich und Ulaanbaatar in der Mongolei.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Mongolei
Bonn verfügt über eine große Zahl bedeutender Museen. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland („Bundeskunsthalle“) (erbaut 1986–1992 vom Wiener Architekten Gustav Peichl) und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehören seit ihrer Eröffnung zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands – sie locken jedes Jahr jeweils über 500.000 Besucher an, bei einzelnen Wechselausstellungen übertrifft die Bundeskunsthalle diese Zahl sogar deutlich. Beide Museen entstanden Ende der 1980er Jahre gemeinsam mit dem städtischen Kunstmuseum Bonn und werden zusammen mit der 1995 eröffneten und sich auf deutsche Forschung und Technik seit 1945 konzentrierenden Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums im Wissenschaftszentrum, der ifa-Galerie und dem traditionsreichen Museum Koenig als Museumsmeile vermarktet.
In Geburts-, Wohn- und Sterbehäuser bekannter Persönlichkeiten wurden Museen eingerichtet. Das gilt für das Beethoven-Haus, für das August-Macke-Haus, das Ernst-Moritz-Arndt-Haus und das Robert-Schumann-Haus.
Die Universität verfügt über zahlreiche Museen und Sammlungen. Neben dem Ägyptischen Museum, eine Sammlung mit ca. 3.000 Originalobjekten, dem Akademischen Kunstmuseum, das die archäologische Sammlung der Universität beherbergt, und dem Arithmeum, einer umfangreichen Sammlung von Rechenmaschinen ist hier auch noch der Botanische Garten zu nennen, der unter anderem den weltgrößten Titanenwurz pflegt, sowie das Goldfuß-Museum, eine Schausammlung von Fossilien, und das Mineralogische Museum, eine Edelstein- und Meteoritensammlung, schließlich das Horst-Stoeckel-Museum, das die Geschichte der Anästhesiologie von der Entdeckung der Äthernarkose im Jahre 1846 bis zur Gegenwart darstellt.
Mittlerweile mehr als 20 Jahre ist das 1981 gegründete Frauenmuseum alt. Weltweit war es die erste Institution gleichen Namens oder vergleichbarer Zielsetzung. Heute kann das Frauenmuseum auf über 400 Ausstellungen zurückschauen und ist mit seinen umfangreichen Begleitprogrammen zu einer auch international anerkannten Institution geworden.
Das zwischen 1995 und 2003 komplett umgebaute Rheinische Landesmuseum stellt die Kunst und Kulturgeschichte des Rheinlandes seit der Frühzeit dar.
In der an der Poppelsdorfer Allee gelegenen Volkssternwarte Bonn werden regelmäßig öffentliche Beobachtungen
des Sternhimmels und der Sonne durchgeführt.
Bauwerke
Volkssternwarte Bonn
Am Marktplatz liegt das ab 1737 im Stil des Rokoko erbaute Alte Rathaus, eines der Wahrzeichen der
Stadt. In direkter Nachbarschaft des Rathauses befindet sich die ehemalige Hauptresidenz der Kölner Kurfürsten, das
Kurfürstliche Schloss – heute das Hauptgebäude der Bonner Universität.
Die Poppelsdorfer Allee, eine Kastanienallee, verbindet das Kurfürstliche Schloss mit dem Poppelsdorfer Schloss, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Erholungsort der Kurfürsten erbaut wurde. Unterbrochen wird diese Achse durch die Bahnstrecke mit dem Hauptbahnhof, dessen 1883/84 errichtetes Empfangsgebäude heute unter Denkmalschutz steht und über dessen Vorplatzgestaltung seit Jahren in der Bonner Öffentlichkeit heftig gestritten wird.
Vorplatzgestaltung]
Bonn verfügt über eine Reihe von Kirchenbauten. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Bonner Münster. In der Remigiuskirche in der Brüdergasse, der früheren Brüderkirche, befindet sich das Becken, in dem Beethoven getauft wurde. Die Doppelkirche wurde ab 1151 in Schwarzrheindorf erbaut. Oberhalb von Poppelsdorf, am Ort einer vorchristlichen Kultstätte, erbaute Christoph Wamser 1627/28 die
Kreuzberg Wallfahrtskirche. Erzbischof Clemens August ließ die Kirche in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Balthasar Neumann durch den Anbau der „Heiligen Stiege“ erweitern. Die
alt-katholische Kirche St. Cyprian befindet sich in der Adenauerallee. Der
Alte Friedhof ist die Ruhestätte vieler Persönlichkeiten. Dazu zählen die Mutter Beethovens sowie Robert und Clara Schumann.
Clara Schumann
Zwischen dem Kurfürstlichen Schloss und dem Rhein liegt der „Alte Zoll“, eine Bastion des ehemaligen
Festungsrings. Das Sterntor, das ursprünglich an der Mündung der Sternstraße auf den Friedensplatz stand, wurde wegen des Baus der Straßenbahn durch die Sternstraße um 1900 abgebaut und in stark abgewandelter Form unter Einbeziehung eines Rests der Stadtmauer einige Meter versetzt am Bottlerplatz wieder aufgebaut.
Oberhalb von Bad Godesberg liegt die vermutlich als Fluchtburg von den Franken erbaute Ruine der Godesburg.
Das Godesberger Rathaus besteht aus sechs verbundenen Gebäuden, die 1792/93 durch Kurfürst Max Franz als Logierhäuser für Kurgäste erbaut wurden. Das 1790–1830 erbaute ehemalige kurfürstliche Kammertheater „La Redoute“ ist heute Außenstelle des Kunstmuseums.
Max Franz
Die Hauptverwaltung der Deutschen Post befindet sich im Post Tower, dem höchsten
Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen. Das Gebäude steht in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Abgeordnetenhochhaus
und Wahrzeichen der damaligen Bundeshauptstadt, dem „Langen Eugen“, der heute durch die Vereinten Nationen genutzt wird. Zwischen den beiden Hochhäusern befindet sich der Schürmann-Bau, die Zentrale der Deutschen Welle. Dieses ursprünglich als Abgeordnetenbüro geplante Gebäude wurde während der Bauphase durch des Rheinhochwasser 1993 schwer beschädigt. Das „Bundeshaus“ war ursprünglich eine pädagogische Akademie, die ab 1948 vom parlamentarischen Rat und später von Bundestag und Bundesrat genutzt wurde. Ende der 1980er Jahre wurde der Plenarsaal durch einen Neubau ersetzt. Seit dem Regierungsumzug wird es als
Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) genutzt. Ein weiterer Teil des IKBB ist das historische
Wasserwerk, das während des Umbaus des
Bundeshauses als Plenarsaal des Bundestags genutzt wurde. Der Platz der Vereinten Nationen ist ein mit den
191 Flaggen der UN-Staaten beflaggtes Verkehrsdrehkreuz im Bundesviertel.
Auf dem Venusberg befindet sich ein weithin sichtbarer Sendemast des WDR.
Natur und Parkanlagen
WDR
Für die Bundesgartenschau 1979 wurden die Rheinwiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des damaligen Regierungsviertels in einen 160 ha großen Landschaftspark, der Rheinaue, gestaltet. Heute dient sie als Naherholungsgebiet und wird für Großveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Feste und Flohmärkte genutzt.
Danneben gibt es in der Stadt einige kleinere Parkanlagen, deren größte der Kurpark in Bad Godesberg ist. Er wurde ursprünglich für den Kurbetrieb angelegt und beherbergt einieg seltene Pflanzenarten.
Die größte Freifläche innerhalb Bonns ist das Meßdorfer Feld zwischen Endenich, Dransdorf, Lessenich und Duisdorf. Es hat als Freifläche in Windrichtung Bedeutung für das Klima der Bonner Innenstadt und ist die einzige landwirtschaftlich genutzte Fläche im Stadtgebiet.
Weitere Erholungsgebiete sind der Naturpark Kottenforst-Ville westlich von Bonn und das südöstlich von Bonn gelegene Siebengebirge. In beiden Naturparks laden weitläufige Wanderwege mit attraktiven Aussichten auf die Stadt zu Wanderungen ein. Der Fernwanderweg Rheinsteig beginnt in Bonn und durchquert auch das Siebengebirge
Theater, Musik, Film
Rheinsteig
Nebem dem städtischem „Theater Bonn“ mit Oper, Schauspiel und
Choreografischem Theater gibt es diverse kleinere Privattheater in Bonn. Dazu gehören die in
der Innenstadt gelegenen „Contra-Kreis-Theater“ und „Euro Theater Central„ sowie das in Beuel gelegene
„Junge Theater Bonn“ und das „Kleine Theater Bad Godesberg“.
Kleinkunst und Kabarett werden unter anderem im „Haus der Springmaus“, im „Pantheon-Theater“
und im „Theater im Ballsaal“ dargeboten.
Das Beethoven-Orchester Bonn veranstaltet regelmäßig Konzerte in der Beethovenhalle Bonn und kommt auch in
der Oper zum Einsatz.
Das 1928 am Marktplatz erbaute traditionsreiche „Metropol Kino“ und die ebenfalls dort
gelegenen „Stern Lichtspiele“ werden heute von CineStar betrieben. Ein weiteres Kino
in der Innenstadt ist das „Woki“. Im Zentrum von Bad Godesberg befindet sich das
Multiplex-Kino „Kinopolis“. In Bonn gibt es drei Programmkinos: das 1952 in
Endenich eröffnete „Rex Lichtspieltheater“, die 1933 in Beuel erbaute „Neue Filmbühne“ und
die im Kulturzentrum „Brotfabrik Bonn“ gelegene „Bonner Kinemathek“.
Regelmäßige Veranstaltungen
Brotfabrik Bonn 2005]]
Das „Beethovenfest“ ist ein jährlich im Herbst stattfindendes fast vierwöchiges Musikfestival mit über fünfzig
Konzerten in Bonn und der Umgebung.
Ein weiteres Festival ist die einwöchige „Biennale Bonn“ mit Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Im Arkadenhof der Universität werden jedes Jahr im Sommer während der
zehntägigen Internationalen Stummfilmtage restaurierte Stummfilme gezeigt. Auf dem
Museumsplatz an der Bundeskunsthalle finden im Sommer unter einem Zeltdach Open-Air-Konzerte mit deutschen und
internationalen Künstlern statt.
In der Rheinaue findet an jedem dritten Samstag im Monat von April bis Oktober der
„Große Rheinauen“-Flohmarkt statt. Jährliche Veranstaltungen in der Rheinaue sind das Großfeuerwerk
„Rhein in Flammen“ am ersten Mai-Wochenende, das „Umsonst und draußen“-Musikfestival „Rheinkultur“
am ersten Juli-Wochenende sowie die „Bierbörse“ am letzten Wochenende im Juli und das
„Internationale Begegnungsfest“ im Herbst.
Der größte jährliche Jahrmarkt in Bonn, „Pützchens Markt“, findet jeweils
am zweiten Wochenende im September in Beuel statt.
Der „Bonn-Marathon“ ist ein Marathonlauf der jährlich durch das Stadtgebiet führt.
Karneval
Bonn zählt zu den rheinischen Karnevalshochburgen, wenngleich man immer im Schatten des größeren Kölner Karnevals stand. Im Beueler Rathaus übernimmt an Weiberfastnacht die Wäscherprinzessin die Regentschaft, das Alte Rathaus in Bonn wird am Karnevalssonntag von den Stadtsoldaten belagert und erobert. Höhepunkt ist auch in Bonn der Rosenmontagszug.
Dialekt
In Bonn wird ursprünglich der ripuarische Dialekt Bönnsch gesprochen, der sich vom eng verwandten Kölsch neben einigen Vokabeln durch den ausgeprägteren „Singsang“ und die gemächlichere Sprechgeschwindigkeit unterscheidet. Im Gegensatz zum selbstbewussten Köln der Handwerker war es in „vornehmen“ Kreisen der Residenz- und Universitätsstadt Bonn jedoch verpönt, Dialekt zu sprechen, daher ist das Bönnsch im Alltagsleben nicht mehr so präsent wie das Kölsch in Köln. Der hohe Anteil Zugezogener („Immis“) aus Hauptstadtzeiten tat sein übriges. Bekanntester Imitator des bönnschen Dialekts ist der in Südtirol geborene Kabarettist Konrad Beikircher.
Sport
Der bekannteste Sportverein in Bonn ist der Basketball-Bundesligist
„Telekom Baskets Bonn“.
Die früher erfolgreiche Fußball-Mannschaft des „Bonner Sport-Club“ spielt nach dem Zweitliga-Lizenzentzug 1977 seit Jahren nur noch in der Oberliga Nordrhein.
Weitere Sportvereine sind der „1. Badminton Club Beuel“ (Deutscher Badminton-Meister 2005), der
Damen-Basketball-Bundesligist BG Rentrop Bonn“, der „Hockey- und Tennis Club Schwarz-Weiß Bonn“, sowie Bonns größter Sportverein, der „SSF Bonn“.
Wirtschaft
Wirtschaftsstandort
Von Mitte 1991, dem Zeitpunkt des Bonn/Berlin-Beschlusses des Bundestages, bis Mitte 2002 ist die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer in der Stadt Bonn um annähernd 11.400 Personen bzw. 8,5 % auf 145.558 angestiegen. Für 2003 gibt die Stadt noch einmal einen Zuwachs um 3118 Arbeitsplätze auf dann 149.016 an. Umzugsbedingte Arbeitsplatzverluste konnten also ausgeglichen werden und neue Arbeitsplätze kamen hinzu.
Gewonnen haben in Bonn vor allem die Dienstleistungen (ohne Öffentliche Verwaltung) mit einem Zuwachs von 27,1 % bzw. ca. 22.400 Beschäftigten von Juni 1991 bis Juni 2002. Mit 105.171 Beschäftigten und einem Anteil von 72,3 % an allen Beschäftigten hat dieser zukunftsträchtige Bereich seine dominierende Stellung in Bonn ausgebaut. Dagegen hat die Öffentliche Verwaltung in diesem Zeitraum fast ein Drittel ihrer Beschäftigten verloren.
Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass in Bonn auch in den nächsten Jahren die Zahl der Arbeitsplätze weiter steigt.
Arbeitsmarkt
Bonn hat seit Jahren eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Nordrhein-Westfalen. Im Juni 2005 betrug sie 9,1%. Ein großer Teil der in Bonn Beschäftigten kommt als Pendler aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis. Täglich fahren 80.000 Menschen nach Bonn zur Arbeit, während 30.000 Bonner außerhalb der Stadtgrenze ihrer Beschäftigung nachgehen. Damit hat Bonn nach Köln und Düsseldorf den dritthöchsten Pendlerüberschuss in Nordrhein-Westfalen.
Verkehr
Düsseldorf
Bonn ist über die Autobahnen A 59, A 555, A 562, und A 565 sowie die Bundesstraßen B 9, B 42 und B 56 an das Fernstraßennetz angebunden. Der Flughafen Köln/Bonn liegt ca. 20 Kilometer nördlich der Stadt und ist über die A 59, eine Schnellbuslinie und die rechtsrheinische Bahnstrecke mit Bonn verbunden. Da das Stadtgebiet vom Rhein durchtrennt wird, haben die drei Rheinbrücken der A 562 (Südbrücke, „Konrad-Adenauer-Brücke“), A 565 (Nordbrücke, „Friedrich-Ebert-Brücke“) und B 56 (Kennedybrücke) sowie die Rheinfähren Mehlem–Königswinter, Bad-Godesberg-Niederdollendorf und Graurheindorf-Mondorf besondere Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr.
Der Bonner Hauptbahnhof ist Fernverkehrshalt der Deutschen Bahn an der linken Rheinstrecke (Köln–Bonn–Koblenz–Mainz). Der Bahnhof Siegburg/Bonn an der ICE-Neubaustrecke Köln–Frankfurt ist mit der Stadtbahnlinie 66 in 30 Minuten zu erreichen. Die sechs Bonner Bahnhöfe und Haltepunkte werden von zahlreichen SPNV-Linien bedient. In Richtung Köln verkehren drei (linksrheinisch) beziehungsweise zwei (rechtsrheinisch) Nahverkehrslinien im Stundentakt, in Richtung Koblenz links- wie rechtsrheinisch jeweils 2 Linien. Außerdem besteht eine stündliche Verbindung über Remagen ins Ahrtal. Die Verbindung nach Euskirchen über Rheinbach (Voreifelbahn) wird zum Teil im 15-Minuten-Takt bedient.
Bonn besitzt ein durch die SWB Bus und Bahn betriebenes Stadtbahn-/Straßenbahnnetz mit etwa sechs Linien (je nach Zählweise), das tagsüber im 10-Minuten-Takt bedient wird, die abendlichen Taktzeiten wurden 2002 stark ausgedünnt. Neben innerstädtischen Verbindungen bedient die Stadtbahn Bonn auch Siegburg, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Zwei Linien verkehren auf Eisenbahnstrecken der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahn (KBE) nach Köln über Brühl beziehungsweise Wesseling im 20-Minuten-Takt.
Bonn besitzt ein sehr dichtes Busnetz mit etwa 30 Linien, das weitestgehend im 20-Minuten-Takt bedient wird. Teilweise entstehen durch Linienbündelung Taktzeiten von fünf Minuten. Der Spätverkehr wurde 2002 auf Beschluss der Ratsmehrheit stark ausgedünnt. Daneben existiert ein Nachtbus-Netz mit acht Linien, die stündlich untereinander Anschlüsse herstellen. Das Nachtbus-Netz wird zum Teil durch Sponsoring finanziert, das heißt jede Linie trägt den Namen eines Sponsors, der Bus (tagsüber im normalen Linienverkehr) trägt passende Ganzreklame.
Das Radwegenetz der Stadt Bonn wurde zwischen 1994 und 1999 stark ausgebaut, einige Radwege wurden jedoch inzwischen zurückgebaut. Trotzdem trägt die Stadt den Titel „Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen“.
Ansässige Unternehmen
Die bedeutenden Firmen in Bonn lassen sich in zwei Gruppen unterteilen.
Zum einen haben mehrere privatisierte Staatsunternehmen in Bonn ihren Sitz. Bekannteste Beispiele sind die Deutsche Telekom zusammen mit dem Tochterunternehmen T-Mobile und die Deutsche Post zusammen mit ihrer Tochter Postbank. Auch die „Tank & Rast“ und eine Zweigstelle der Telekom-Tochter Toll Collect haben ihren Sitz in Bonn. Im weiteren Sinne ebenfalls in diese Kategorie gehören die Stadtwerke Bonn.
Zum anderen sitzen in Bonn auch einige traditionsreiche Privatunternehmen. Neben den Nahrungsmittelproduzenten Haribo und Verpoorten sind hier der Elektronikkonzern Moeller-Gruppe und Orgelbau Klais zu nennen. Weitere Firmen von überregionaler Bedeutung sind „Bonnfinanz“, Fairtrade und | | |