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| Barisches Windgesetz |
Barisches WindgesetzDas barische Windgesetz von Christoph Buys-Ballot besagt, dass die ausgedehnten Winde, die von Hochdruck- in Tiefdruckgebiete wehen, auf der Nordhalbkugel der Erde nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt werden.
Ursache dafür ist die Corioliskraft. Sie bewirkt, dass auf der Nordhalbkugel ein Tief nach links und ein Hoch nach rechts rotiert. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt.
Die großräumigen Winde wehen letztlich fast parallel zu den Isobaren und lassen sich nach Richtung und Stärke aus Druckdifferenzen und Positionen auf einige Prozent berechnen.
Kategorie:Wind
Kategorie:Meteorologie
Christoph Buys-BallotChristoph Buys-Ballot ( - 10. Oktober 1817; † 3. Februar 1890 in Utrecht) war ein bedeutender niederländischer Wissenschaftler und Admiral. Er wurde 1854 Direktor des Meteorologischen Instituts in Utrecht. Der Professor der Physik Buys-Ballot formulierte 1860 das Barische Windgesetz, das für den Seewetterdienst bis heute große Bedeutung hat und bewies auf unorthodoxe Weise mittels auf fahrenden Zügen postierter Trompeter den Dopplereffekt.
Buys-Ballot, Christoph
Buys-Ballot, Christoph
Buys-Ballot, Christoph
Buys-Ballot, Christoph
Buys-Ballot, Christoph
Wind
Als Wind wird in der Meteorologie eine gerichtete Luftbewegung in der Atmosphäre bezeichnet. Winde mit Windstärken zwischen 2 und 5 haben die Bezeichnung Brise. Winde mit Windstärken zwischen 6 und 8 bezeichnet man als Wind mit den Abstufungen starker, steifer und stürmischer Wind.
Bei Windstärken ab 9 spricht man von einem Sturm. Winde mit der Windstärke 12 bezeichnet man als Orkan. Eine heftige Luftbewegung von kurzer Dauer bezeichnet man als Bö. Auf der Erde beträgt die maximale Windgeschwindigkeit 520 km/h - diese wird auch im stärksten Tornado nicht überschritten und tritt in der Regel nur bei Jetstreams auf.
Jetstream zum Höhentief über dem Pol]]
Pol zu Westwinden ab (Westwinddrift)]]
Westwinddrift
Hauptursache für Winde sind Unterschiede im Luftdruck zwischen Luftmassen. Dabei fließen Luftteilchen aus dem Gebiet mit einem höheren Luftdruck (Hochdruckgebiet) solange in das Gebiet mit dem niedrigerem Luftdruck (Tiefdruckgebiet), bis der Luftdruck ausgeglichen ist. Es handelt sich bei einem Wind daher um einen Massenstrom, welcher nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik eine Gleichverteilung der Teilchen im Raum und damit eine maximale Entropie anstrebt. Die zugehörige Kraft bezeichnet man als Druckgradientkraft. Je größer der Unterschied zwischen den Luftdrücken ist, um so heftiger strömen die Luftmassen in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck und um so stärker ist der aus der Luftbewegung resultierende Wind.
Die Windrichtung, meist in Form einer Hauptwindrichtung angegeben, wird durch die Lage von Tiefdruckgebiet und Hochdruckgebiet bestimmt. Dabei wird sie aber durch die Corioliskraft in Bewegungsrichtung nach rechts (Nordhalbkugel) bzw. nach links (Südhalbkugel) abgelenkt. Unterhalb der freien Atmosphäre wird der Wind zusätzlich durch Reibung beeinflusst und kann auch durch morphologische Strukturen wie Berge, Täler und Canyons stark variieren (Beispiel: Föhn bzw. Fallwind, Aufwind, Talwind, Bergwind). Bei rotierenden Systemen wie Wirbelstürmen spielt zusätzlich die Zentrifugalkraft eine entscheidende Rolle. Man unterscheidet Grundsätzlich die meridionale und die zonale Komponente eines Windes.
Man teilt Winde daher auch in verschiedene Gruppen ein:
#Euler-Winde:
# - direkter Druckgradientwind
# - keine Coriolis-, Zentrifugal- oder Reibungskraft
# - Äquatornah (geringe Corioliskraft)
#geostrophische Winde bzw. quasigeostrophische Winde:
# - Gleichgewicht zwischen Druckgradient- und Corioliskraft
# - Isobarenparallel (ohne Krümmungen)
# - oberhalb der Bodenreibungsschicht (freie Atmosphäre)
# - hängt nur vom horizontalen Druckgradienten ab
##ageostrophische Windkomponente (isallobarischer Wind):
## - reale Ausgleichskomponente zum idealisierten geostrophischen Wind
## - basierend auf Fluktuationen, die zum Masseausgleich führen
#Gradientwinde:
# - Gleichgewicht zwischen Druckgradient-, Zentrifugal- und Corioliskraft
# - Isobarenparallel (mit Krümmungen)
# - oberhalb der Bodenreibungsschicht (freie Atmosphäre)
# - hängt nur vom horizontalen Druckgradienten ab
#zyklostrophische Winde:
# - Gleichgewicht zwischen Druckgradient- und Zentrifugalkraft
# - meist äquatornah (geringe Corioliskraft) oder hohe Windgeschwindigkeit
# - Auftreten nur bei Zyklonen
# - sofortige Instabilität des zyklostrophischen Gleichgeichts bei Antizyklonen
Auch eine Unterscheidung nach der Dimension und Beständigkeit der Winde ist üblich. Es werden dabei im wesentlichen drei Gruppen unterschieden:
#synoptischer Winde - umfasst alle obigen Winde bis auf ageostrophische Windkomponenten; große räumliche und in der Regel auch zeitliche Skalen)
#gerade noch vorhersagbare Winde - sehr lokal, beispielsweise an Morphologie orientiert
#stark lokale, also unvorhersagbare, räumlich wie zeitlich stark eingeschränkte Winde - Sekunden bis Minuten, wenige hundert Meter)
Die räumliche und zeitliche Skala sagt hierbei nichts über die letztendliche Stärke des Windes aus, besonders letztere sind daher und aufgrund ihrer Unberechenbarkeit sehr gefährlich für die Luftfahrt.
Auf einer Wetterkarte werden Linien gleicher Windrichtung als Isogonen und Linien gleicher Windgeschwindigkeit als Isotachen bezeichnet.
Siehe auch
- Planetarische Zirkulation
- Wind und Luftdruckgürtel
- Winde und Windsysteme
- Windenergie
- Windsog
- Barisches Windgesetz
- Korkenzieherströmung
- Seewind
- Passat
- Monsun
- Kármánsche Wirbelstraße (singende Drähte im Wind)
Weblinks
- [http://www.webgeo.de/beispiele/rahmen.php?string=1;k_403;1 WEBGEO-Lernmodul]
Kategorie:Meteorologie
ja:風
Tiefdruckgebiet
Als Tiefdruckgebiet (kurz Tief, auch Zyklone, plural Zyklonen) bezeichnet man ein Gebiet, in dem ein niedrigerer Luftdruck herrscht als in dessen großräumiger Umgebung. Der Name Zyklone rührt daher, dass auf der Nordhalbkugel der Erde die Winde ins Tiefdruckgebiet hinein durch die Corioliskraft entgegen dem Uhrzeigersinn rotieren.
Thermisches Tiefdruckgebiet
Ein thermisches Tiefdruckgebiet wird durch Unterschiede in der Lufttemperatur hervorgerufen und ist entweder durch bodennah aufsteigende Warmluft (Bodentief, Hitzetief) oder von großer Höhe her absinkende Kaltluft (Höhentief) gekennzeichnet.
Diese Tiefs sind für die polaren Ostwinde (Polarwirbel) und äquatorialen Passatwinde (Innertropische Konvergenzzone) verantwortlich. Die hervorgerufenen Druckunterschiede sind in der Höhe und am Boden entgegengesetzt und die Luftströmungen haben eine horizontal verlaufende Achse. Auch verlaufen die Höhenwinde in eine andere Richtung als die Bodenwinde.
Im Rahmen der Planetarischen Zirkulation strömt warme Luft aus den Tropen in Richtung der Pole. Aufgrund der Corioliskraft wird sie dabei in östlicher Richtung abgelenkt, so dass in der Höhe starke westliche Winde (Jetstream) vorherrschen.
Die am Boden zurückströmende polare Kaltluft wird durch die Corioliskraft in westliche Richtung abgelenkt (polarer Ostwind).
Auf regionaler Skala bilden sich thermische Tiefdruckgebiete auch über warmen Wasserflächen, über denen feuchte warme Luft aufsteigt und sich dabei abkühlt. Es entstehen die mit heftigen Regenfällen einhergehenden tropischen Wirbelstürme, wobei man bei einer geringen Ausprägung auch von einem tropischen Tief spricht. Bei hoher Windgeschwindigkeit (ab Windstärke 12) können die Stürme schwere Verwüstungen anrichten. Je nach Kontinent spricht man dann von Hurrikanen oder Taifunen .
Tiefdruckwirbel
Ein Tiefdruckwirbel wird dadurch bedingt, dass die in den mittleren Breiten entgegengesetzte Winde nicht in laminarer Strömung aneinander abgleiten, sondern in turbulenter Strömung Wirbel bilden (siehe auch Rossby-Welle). Diese Wirbel haben ihrer Natur gemäß eine eher vertikale Wirbelachse, so dass die Winde am Boden und in der Höhe in nahezu die gleiche Richtung wehen. Ein für Europa typischer Tiefdruckwirbel ist das Islandtief.
Aufgrund der in den mittleren Breiten insgesamt vorherrschenden westlichen Winde bewegen sich diese Tiefdruckwirbel nach Osten. Daher bezeichnet man die Ostseite der Tiefs auch als ihre Vorderseite.
Aufbau
Wenn kalte und warme Luft aus je einem Hochdruckgebiet gemeinsam in ein Tiefdruckgebiet (meist einen Tiefdruckwirbel) einströmen, bilden sich Fronten.
Warmfront
An der Vorderseite des Tiefs steigt die warme Luft auf und kühlt sich dabei adiabatisch ab, es kommt zur Kondensation und es bilden sich Schichtwolken (Stratus, Nimbostratus), aus denen es anhaltend regnen kann. Weil die abgekühlte Luft sich zu der kalten Luft an der Vorderseite des Tiefs zuschlägt, wandert die Warmfront (im mit dem Tief rotierenden Bezugssystem) zunehmend in Richtung der Rückseite des Tiefs. Durch die insgesamt entgegen den Uhrzeigersinn gerichtete Rotation des Tiefdruckgebeiets entsteht der Eindruck, als ob die Warmfront sich langsam an der Vorderseite des Tiefs einrollt.
Kaltfront
Hier schiebt sich kalte Luft unter die warme Luft, die sich dabei adiabatisch abkühlt. Dabei regnet es. Weil hier die abgekühlte Luft sich zur Kaltluft auf der Rückseite des Tiefs zuschlägt, wandert die Kaltfront (im mit dem Tief rotierenden Bezugssystem) zunehmend in Richtung der Vorderseite des Tiefs. Durch die insgesamt entgegen den Uhrzeigersinn gerichtete Rotation des Tiefdruckgebiets, entsteht der Eindruck, als ob die Kaltfront sich schnell an der Vorderseite des Tiefs einrollt.
Die Kaltfront ist gekennzeichnet durch konvektive Bewölkung (Cumulus, Cumulonimbus). Es kommt zu Schauern und/oder Gewittern.
Zwischen der Kalt- und Warmfront befindet sich der sogenannte Warmsektor. Im Warmsektor liegt das Druckminimum des Tiefdruckgebietes. Gewöhnlich lösen sich Wolken in diesem Bereich auf und es fällt kein Niederschlag.
Wenn die Kaltfront die Warmfront eingeholt hat, löst sich der Warmsektor vom Boden ab. Die vormals herrschenden Temperatur- und Druckdifferenzen werden zunehmend ausgeglichen.
Wetterablauf beim Durchzug einer außertropischen Zyklone
Mit ihrer Unbeständigkeit beeinflussen die Zyklonen weitgehend den Wetterablauf in Mitteleuropa.
Schon lange vor dem Ankommen der Warmfront ist das Annähern einer Zyklone zu sehen. Zu dem zögernden Aufgleiten der leichteren Warmluft über eine schwerere vorausgegangene Kaltluft ist Advektionsbewölkung verbunden. Hakenförmig aufgebogene Schleierwolken (Cirren) sind die Vorläufer einer nahenden Warmfront. Sie dichten sich zunächst zu hohen, später mächtigen und tieferen Schichtwolken (Stratus) ab, aus denen zunehmend ergiebiger und lang dauernder Nieselregen, so genannter Landregen fällt, wenn die Kaltluft ortsfest bleibt.
Das Aufhören der Aufgleitbewegung nach dem Durchzug der Warmfront führt erst einmal zum Aussetzen der Kondensation, und es kann zum Auflösen der Wolkendecke kommen. Warmluft aus südlicher Richtung fließt in den Warmsektor ein und steigt in große Höhen auf, wo es wieder zur Wolkenbildung und evtl. zu örtlichem schauerartigen Niederschlag kommen kann. Der Warmsektor führt zu den höchsten Temperaturen des Zyklonendurchganges.
Die folgende Kaltfront ist deutlich durch einen Temperaturrückgang um einige Grad zu spüren. Die durch die Kaltluft nach oben verdrängte Warmluft kühlt sich schnell ab. Es entstehen hoch reichende Konvektionswolken (Cumulus). Starke Schauerregen mit großen Tropfen und teilweise Hagelbildung sind die Folge. Mehrfach kommt es auch zu Gewittern. Nach dem Durchzug der Kaltfront hat man eine hervorragende Fernsicht aufgrund der klaren Luft. Das Rückseitenwetter nach einem Zyklonendurchgang hängt davon ab, ob weitere Zyklonen folgen. Oft hören die Niederschläge nach dem Durchzug der Kaltfront wieder auf.
Namensvergabe für Europa
Seit 1954 werden die Namen für Tief- und Hochdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen, vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin vergeben. Ab 1998 erfolgt die Namensvergabe in jährlich wechselndem Turnus: In geraden Jahren erhalten die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt. Mit der Ende 2002 ins Leben gerufenen "Aktion Wetterpate" kann man eine Namenspatenschaft für Druckgebilde übernehmen. Der Pate kann dann den Namen bestimmen, auf den das Tief oder Hoch von der Universität getauft werden soll und erhält ausführliches Material wie Wetterkarten, Urkunden und die "Lebensgeschichte" des Druckgebildes. Das Geld kommt der studentischen Wetterbeobachtung am Institut zu Gute.
Siehe auch
- Hochdruckgebiet
- Sturmtief
- Wirbelsturm
- Kaltlufttropfen
Kategorie:Meteorologie
ja:低気圧
Südhalbkugel
Als Südhalbkugel oder südliche Halbkugel oder Südhemisphäre wird der Teil der Erde bezeichnet, der sich südlich des Äquators befindet.
Der astronomische Sommer geht hier von Dezember bis Februar und der Winter von Juni bis August.
Durch die Corioliskraft sind Tiefdruckgebiete und auch z.B. Hurrikane auf der Südhalbkugel immer rechtsdrehend - im Uhrzeigersinn.
Die Südhalbkugel hat viel weniger Landfläche als die Nordhalbkugel und wird deshalb auch als Wasserhemisphäre bezeichnet. Hauptsächlich findet man die südlichen Teile Südamerikas und Afrikas, den größten Teil von Indonesien sowie Australien und Neuseeland auf der Südhalbkugel.
Zudem verläuft die Sonne auf der Südhalbkugel von Osten über den Norden nach Westen.
Siehe auch: Barisches Windgesetz, Geografische Breite, Süden, Landhemisphäre, Westhemisphäre
Kategorie:Geographischer Begriff
ja:南半球
ko:남반구
simple:Southern Hemisphere
Corioliskraft
Bewegte Körper werden in einem rotierenden Bezugssystem aus Sicht eines mitrotierenden Beobachters abgelenkt. Diese Ablenkung wird der Corioliskraft zugeschrieben, die nach dem französischen Physiker Gaspard Gustave de Coriolis benannt ist.
Die Corioliskraft ist eine so genannte Scheinkraft, da sie im ruhenden Bezugssystem nicht vorhanden ist. Dort sind alle kräftefreien Bewegungen geradlinig. Die Corioliskraft tritt nur in rotierenden Bezugssystemen auf. Sie stellt eine Beschleunigung senkrecht zur Bewegungsrichtung dar, die dazu führt, dass kräftefreie Bewegungen vom rotierenden Bezugssystem aus gekrümmt erscheinen. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung „Corioliskraft“ irreführend. Besser wäre der Begriff Coriolis-Effekt.
Die Corioliskraft tritt zusätzlich zur Zentrifugalkraft auf. Sie ist nur bei, gegenüber dem ruhenden (und rotierenden) Bezugssystem, bewegten Körpern vorhanden. Die Zentrifugalkraft ist die statische (also nur vom Ort abhängige) Komponente, die Corioliskraft die dynamische (von der Geschwindigkeit abhängige) Komponente der resultierenden Scheinkraft.
Die Corioliskraft ist außerdem ein Bestandteil der Geostrophie bzw. des geostrophischen Gleichgewichts der Atmosphäre oder des Ozeans.
Es gibt Messverfahren wie den Coriolis-Massendurchflussmesser, die sich das Coriolis-Prinzip zu eigen machen.
Berechnung
Die Corioliskraft steht senkrecht auf der Drehachse des Bezugssystems und der Bewegungsrichtung. Ihr Betrag ist
:
wobei der Sinus des Winkels zwischen Bewegungsrichtung und Drehachse, der Betrag der Geschwindigkeit, die Kreisfrequenz der Rotation und die Masse des bewegten Körpers sind. Entfernt sich der Körper von der Drehachse, so wirkt die Corioliskraft entgegen der Rotationsrichtung, nähert er sich der Achse, wirkt sie in Rotationsrichtung.
Darstellung als Kreuzprodukt zweier Vektoren
Mathematisch kann man die Formeln als Kreuzprodukt zweier Vektoren darstellen, wenn man den Einheitsvektor in Richtung der Drehachse verwendet:
:
Man kann die Kreisfrequenz mit multiplizieren und als Vektor schreiben. Der Vektor beschreibt dann die Rotation vollständig in Betrag und Richtung der Achse. Die Drehrichtung folgt aus der Rechte-Hand-Regel. Mit der Masse m und der Geschwindigkeit ist die Corioliskraft dann:
:
Veranschaulichung
Rechte-Hand-Regel
Der obere Teil der Animation zeigt eine Kugel, die auf einem Drehteller rollt, und zwar von der Mitte nach außen. Sie entfernt sich also von der Drehachse, bewegt sich aber kräftefrei in
gerader Linie.
Der untere Teil zeigt dieselbe Szene aus der Perspektive eines Beobachters auf dem Teller, der z. B. auf dem roten Punkt steht und mitrotiert. Für ihn dreht sich der Teller nicht. Im oberen Teil sieht man, dass sich die Kugel dem roten Punkt erst nähert und dann seitlich von ihm entfernt. Unten beschreibt sie daher eine gekrümmte Bahn. Die Krümmung entspricht einer Beschleunigung senkrecht zur Bewegungsrichtung. Diese wird für den Beobachter unten durch eine Kraft, die Corioliskraft, verursacht.
Da sich die Kugel von der Drehachse weg bewegt, wirkt die Corioliskraft entgegen der
Rotationsrichtung. Während sich die Scheibe nach links dreht, macht die Kugel scheinbar die ganze Zeit eine Rechtskurve.
Corioliskraft in der Atmosphäre
Animation]
Auf der Erdoberfläche hat die Corioliskraft eine senkrechte und eine waagerechte Komponente. Am (geographischen) Nord- und Südpol ist die senkrechte Komponente gleich Null.
Jede nichtparallele Bewegung zur Erdachse in der Atmosphäre wird durch die Corioliskraft abgelenkt. So drehen sich Tiefdruckgebiete auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn, da hier die Luft am Boden in das Tief einströmt. Gleiches gilt für tropische Wirbelstürme, welche auch Tiefdruckgebiete darstellen. Die Luft, die am Boden aus Hochdruckgebieten austritt, wird auch durch die Corioliskraft abgelenkt. Sie heißen Antizyklone, da der Drehsinn umgekehrt zu dem der Tiefdruckgebiete ist.
Kleinräumige Wirbel, wie zum Beispiel Tornados oder Kleintromben zeigen keine direkte Abhängigkeit von der Corioliskraft. Dennoch überwiegt bei Tornados auf der Nordhalbkugel die zyklonale Rotation. Ursache ist hier das großräumige Windfeld, welches durch die Corioliskraft vorgeprägt ist.
Einfluss der Corioliskraft auf Wasserstrudel
Eine oft anzutreffende Behauptung bezüglich der Corioliskraft bezieht sich auf das Drehverhalten eines Wasserstrudels, zum Beispiel in einer Badewanne. Wird der Abfluss geöffnet, soll sich der entstehende Strudel auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn bewegen, auf der Südhalbkugel entsprechend mit dem Uhrzeigersinn, ähnlich wie es in der Atmosphäre mit Druckgebieten geschieht (siehe oben).
Tatsächlich spielt die verhältnismäßig geringe Corioliskraft in solch kleinen Dimensionen keine Rolle. Der Wasserstrudel dreht sich um ein Vielfaches schneller als die Erde und wird von vielen Faktoren beeinflusst (schon existente Strömungen, Einfüllweise), sodass der behauptete Effekt nur bei äußerst peniblen Experimenten beobachtet werden kann. Im Alltag überwiegen hingegen die zufälligen Einflüsse (unter Umständen verhält sich der Abfluss sogar als chaotisches System).
Wie groß sind typische Corioliskräfte des Alltags?
Beispiele:
- Ein Zug von 1.000 t Masse fährt mit 250 km/h nach Norden. In einer geografischen Breite von 52 Grad erfährt er eine Kraft von ca. 8.000 N nach rechts bzw. Osten. Fährt der Zug nach Süden erfährt er die gleiche Kraft ebenfalls nach rechts, also diesmal nach Westen.
- Wenn dieser Zug 1.000 m lang ist, also aus 50 Wagen mit jeweils 4 Achsen besteht, muss jedes Rad 20 N (entspricht 2 kg) zusätzliche Seitenkraft aufbringen, um den Zug in der Schiene zu halten.
- Die Pendelebene eines frei schwingenden Pendels dreht sich innerhalb eines Sterntags (23 h 56 min 4 s) um 360 Grad multipliziert mit dem Sinus der geografischen Breite (Foucaultsches Pendel). An den Polen ist das anschaulich zu erklären, dort dreht sich die Erde einfach unter dem Pendel her.
- Kranführer müssen ebenfalls die Corioliskraft beachten: Hängt an einem Turmdrehkran eine Last, und wird diese in radialer Richtung entlang des Auslegers bewegt und dreht sich der Kran dabei, so wirkt die Corioliskraft in Richtung senkrecht zum Ausleger. Aus Sicht des Kranführers im Turm wird die Last dabei seitlich ausgelenkt (nach rechts oder links, je nachdem ob die Last vom Turm weg oder hin bewegt wird).
Weblinks
Über die Corioliskraft in der Atmosphäre
- [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/1l5.html Warum strömt und zirkuliert Luft? Was sind die treibenden Kräfte?]
Über den Einfluss der Corioliskraft auf Wasserstrudel
- [http://www.zeit.de/stimmts/1997/1997_26_stimmts Stimmt's? Seltsamer Strudel] (aus der Zeit)
- [http://www.wissenschaft-online.de/abo/spektrum/archiv/5296 Wirbel in der Badewanne] (Spektrum der Wissenschaft)
- [http://www.ems.psu.edu/~fraser/Bad/BadCoriolis.html Bad Coriolis] (engl.)
- [http://theory.gsi.de/~vanhees/faq-pdf/coriolis.pdf Coriolis-FAQ aus de.sci.physik]
- [http://www.windpower.org/de/tour/wres/coriolis.htm anschauliche animierte Grafik]
Videos
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=050511.rm Was ist die Coriolis-Kraft?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri) (Real Video Stream)
Kategorie:Meteorologie
Kategorie:Mechanik
Kategorie:Ozeanologie
ja:コリオリの力
ko:코리올리 효과
Isobare
Isobaren (von griechisch iso „gleich“ und baros „Druck“) sind Linien (vgl. Isolinien) gleichen Druckes, insbesondere in der Meteorologie.
In anderen Teilgebieten der Physik hat das Wort "Isobare" andere, mehr oder weniger verwandte Bedeutungen:
- Isobare Zustandsänderung in der Thermodynamik,
- Kernisobare in der Kernphysik.
Auf meteorologischen Wetterkarten kennzeichnen Isobaren die Orte, an denen der gleiche Luftdruck herrscht. Tiefdruckgebiete zeigen in der Regel Schlechtwetter- (wirbelartige Strukturen), Hochdruckgebiete hingeben Schönwetterbereiche an. Der Abstand der Isobaren gibt einen Hinweis auf die Stärke des horizontalen Druckgefälles in einem Gebiet. Bei nah aneinanderliegenden Isobaren ist somit mit starken Winden oder Sturm zu rechnen.
Kategorie:Thermodynamik
Kategorie:Meteorologie
Kategorie:WindKategorie:Meteorologie
Kategorie:Windenergie
ja:Category:風
Kategorie:MeteorologieArtikel, die sich mit der Meteorologie befassen.
Siehe auch: Meteorologische Abkürzungen
Kategorie:Geowissenschaft
ja:Category:気象学
ko:분류:기상학
th:Category:อุตุนิยมวิทยา
Wikipedia:Выль статьяез кылдытыныПыртэ татчы выль статьялэсь нимзэ, собере бирдыез зӥбыса лэзе.
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