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Barleben
Barleben ist eine Einheitsgemeinde im Ohrekreis (Sachsen-Anhalt). In ihrer heutigen Form entstand sie am 1. Juli 2004 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Barleben, Ebendorf und Meitzendorf, die bis dahin die Verwaltungsgemeinschaft Mittelland bildeten. Ursprünglicher Name der neuen Gemeinde war Mittelland. Am 2. Juni 2005 wurde die Gemeinde in Barleben umbenannt.
Tourismus
- Barleber See
Personen
In Barleben geboren ist:
- Maria Kühne (1885 bis 1947), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
Kategorie:Ort in Sachsen-Anhalt
EinheitsgemeindeJe nach Größe, Bedeutung bzw. Aufgabenstellung werden die Gemeinden in den einzelnen deutschen Bundesländern in verschiedene Gemeindearten eingeteilt. Dabei kann man unterscheiden zwischen rechtlichen Bezeichnungen und Bezeichnungen für Werbezwecke. Im folgenden werden diese unterschiedlichen Begriffe alphabetisch aufgelistet und kurz erläutert.
Definition Gemeinde
Unter dem Begriff Gemeinde versteht man die Grundeinheit der kommunalen Selbstverwaltung, oder anders ausgedrückt, die unterste Stufe im Verwaltungsaufbau eines föderalistischen Staates. Die Gemeinde besitzt Rechtspersönlichkeit.
In Deutschland sind Gemeinden Gebietskörperschaften. Diese umfassen das ganze Spektrum von der kleinsten Landgemeinde (wie z.B. Wiedenborstel in Schleswig-Holstein mit 6 Einwohnern) bis zur großen Weltstadt (z.B. Berlin ca. 3,5 Mio. Einwohner).
Die Gemeinden haben Gebietshoheit (die Gemeinde hat die Hoheit über ihr Gebiet), die Allmitgliedschaft (alle Bewohner der Gemeinde sind "Mitglied" in der Gebietskörperschaft Gemeinde) und die Allzuständigkeit (die Gemeinde ist grundsätzlich zunächst einmal für alles zuständig in ihrem Gebiet). Für natürliche Personen ergibt sich die Mitgliedschaft in der Gebietskörperschaft aus dem Wohnsitz, für juristische Personen aus deren Sitz. Neben den Gemeinden sind z.B. der Staat (Bund und Bundesländer) sowie Gemeinde- bzw. Kommunalverbände (wie z. B. Landkreise) Gebietskörperschaften.
Siehe auch: Siedlung, Ort, Wohnplatz
Rechtliche bzw. historisch überlieferte Bezeichnungen
Siehe auch: Liste der kreisangehörigen Städte mit Sonderstatus in Deutschland
Amtsangehörige Gemeinde/Stadt
Kreisangehörige Gemeinde, die gleichzeitig einem Amt angehört. Das Amt ist eine Art der Verwaltungsgemeinschaft in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In diesen Ländern können sich kreisangehörige Gemeinden desselben Landkreises zu einer neuen Körperschaft des öffentlichen Rechts (dem "Amt") zusammen schließen. Das Amt erledigt für seine amtangehörigen Gemeinden bestimmte festgelegte Aufgaben (Kostenersparnis). Im Gegensatz dazu gibt es die amtsfreie Stadt oder amtsfreie Gemeinde, die alle kommunalen Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt.
Siehe auch: Verbandsangehörige Gemeinde, Verwaltungsgemeinschaftsangehörige Gemeinde, Ortsgemeinde
Amtsfreie Gemeinde/Stadt
Kreisangehörige Gemeinde, die keinem Amt angehört und insofern alle kommunalen Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt. Es gibt sie in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Im Gegensatz dazu die amtsangehörige Stadt oder amtsangehörige Gemeinde.
Siehe auch: "Einheitsgemeinde", "Verbandsfreie Gemeinde", "Verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde"
Bergstadt
Eine Stadt, in der Bergbau betrieben wurde oder wird, durfte sich früher "Bergstadt" nennen. Diese Bezeichnung kann bis heute beibehalten werden, auch wenn die Stadt kein aktives Bergwerk mehr besitzt. Besondere Rechte hat die Stadt durch diesen Titel nicht. Beispiele für Bergstädte: Annaberg-Buchholz, Clausthal-Zellerfeld und Freiberg (Sachsen).
Einheitsgemeinde
#Umgangssprachlicher Begriff für alle selbständigen Gemeinden, insbesondere für solche Gemeinden, die aus mehreren Ortsteilen bestehen. Bsp.: Die Gemeinden A, B und C wurden zu einer neuen Einheitsgemeinde D vereinigt. Im Saarland auch Großgemeinde (z. B. Gersheim).
#In einigen Bundesländern die offizielle Bezeichnung für alle kreisangehörigen Gemeinden, die nicht Mitglied in einer Verwaltungsgemeinschaft (Bayern), Samtgemeinde (Niedersachsen) bzw. Verbandsgemeinde (Rheinland-Pfalz) sind. Sie erledigen alle kommunalen Aufgaben in eigener Zuständigkeit.
#In Hamburg und Berlin der verfassungsrechtliche Begriff dafür, dass Aufgaben der Kommune und des Landes nicht getrennt sind.
Flecken
Eine historisch überlieferte Bezeichnung für eine größere kreisangehörige Gemeinde mit stadtähnlichen Rechten. Der Titel "Flecken" war ursprünglich mit besonderen Rechten, wie etwa dem Marktrecht, verbunden. Nachdem diese Rechte heute anderweitig geregelt sind, hat die Bezeichnung Flecken faktisch keine Bedeutung mehr. Gemeinden dürfen jedoch nach dem jeweils geltenden Landesrecht (z.B. § 14 Abs. 2 Niedersächsische Gemeindeordnung NGO) ihre überlieferten Bezeichnungen führen. Flecken gibt es vor allem in Niedersachsen (z.B. Aerzen, Ahlden an der Aller, Bücken, Coppenbrügge, Dahlenburg, Diepenau, Lauenförde, Liebenau, Uchte) und Sachsen-Anhalt (z.B. Apenburg, Diesdorf). In Schleswig-Holstein gab es den Begriff bis 1932. Damals wurde der letzte Flecken "Arnis" zur Stadt erhoben.
Siehe auch: Minderstadt, "Freiheit", "Markt, Marktdorf, Marktflecken, Marktgemeinde, Marktort", "Weichbild"
Freiheit
Eine historisch überlieferte Bezeichnung für eine größere kreisangehörige Gemeinde mit stadtähnlichen Rechten. Der Titel "Freiheit" war vor allem im Sauerland üblich, heute jedoch meist nicht mehr verwendet, da sie inzwischen "Stadt" geworden sind, oder in eine andere Stadt/Gemeinde eingemeindet wurden; vgl. die Ausführungen bei "Flecken".
In diese Kategorie könnte auch die Bezeichnung "Freiung" oder "Freyung" fallen, die vor allem in Bayern auftaucht, z. B. "Freiyung Zeil" (auch dürfte die Stadt Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau ihren Namen aus dieser alten Bezeichnung herleiten können). In Hessen gibt es darüber hinaus den Ort Freigericht, der ebenfalls in diese Kategorie gehört und in der Zeit der Staufer-Kaiser reichsunmittelbar war.
Große kreisangehörige Stadt
"Große kreisangehörige Stadt" ist ein Begriff aus dem Kommunalrecht der Länder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Städte mit mehr als 60.000 Einwohnern, in Brandenburg mit mehr als 45.000 Einwohnern sowie in Rheinland-Pfalz und Thüringen teilweise schon mit 20.000 Einwohnern tragen diese Bezeichnung.
In Brandenburg erhalten laut "Gemeindeordnung für das Land Brandenburg", Paragraph 2, kreisangehörige Städte den Status durch Rechtsverordnung des Ministers des Innern, wenn sie an 3 aufeinander folgenden Stichtagen (30. Juni, 31. Dezember) die erforderliche Zahl von 45.000 Einwohnern erreichen. Die Entziehung dieses Status erfolgt ebenfalls durch Rechtsverordnung, wenn die erforderliche Einwohnerzahl an 5 aufeinander folgenden Stichtagen um mehr als 10 Prozent unterschritten wird und die Stadt den Entzug beantragt hat.
Größere kreisangehörige Städte erledigen zusätzlich Aufgaben, für die bei kleineren Gemeinden der Kreis zuständig ist. Große kreisangehörige Städte nehmen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit im Verhältnis zu den mittleren kreisangehörigen Städten ein umfangreicheres Aufgabenspektrum wahr.
Große Kreisstadt
In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen kreisangehörige Städte, die teilweise Aufgaben des Landkreises übernehmen. Sie erhalten – wenn sie eine bestimmte Einwohnergrenze überschritten haben – auf Antrag der Stadt von der jeweiligen Landesregierung den besonderen Titel „Große Kreisstadt“. Mit der Verleihung des Titels werden dann auch die zusätzlichen Aufgaben übertragen. Eine Große Kreisstadt ist nicht notwendigerweise Kreisstadt (ihres Landkreises), d.h. es kann sogar mehrere Große Kreisstädte innerhalb eines Landkreises geben. Andererseits kann es Kreisstädte geben, also Städte, die Sitz einer Kreisverwaltung sind, die jedoch keine Große Kreisstädte sind (z.B. Tauberbischofsheim, Kreisstadt des Main-Tauber-Kreises; hingegen sind zwei andere Städte im Main-Tauber-Kreis, nämlich Bad Mergentheim und Wertheim Große Kreisstädte).
Die Einwohnergrenze ist unterschiedlich geregelt. In Baden-Württemberg und Sachsen liegt sie bei 20.000, in Bayern bei 30.000 Einwohner. Den Anträgen der jeweiligen Stadt wird in aller Regel entsprochen. Bei Gemeinden, die vorher noch kein Stadtrecht hatten, ist diese Erklärung automatisch mit dem Stadtrecht verbunden. Jüngstes Beispiel aus Baden-Württemberg: Die Gemeinde Remseck am Neckar, Landkreis Ludwigsburg, ist seit 1. Januar 2004 „Große Kreisstadt“ und darf sich somit „Stadt Remseck am Neckar“ nennen.
In Bayern wurde der Status „Große Kreisstadt“ mit der Gebietsreform 1972 eingeführt. Damals hatte Bayern noch sehr viele kreisfreie Städte, die man in die Landkreise eingliedern wollte. Dennoch wollte man ihnen gewisse Aufgaben überlassen. Es gibt daher auch Städte mit weniger als 30.000 Einwohner, die den Status „Große Kreisstadt“ haben, weil sie vor 1972 kreisfrei waren, z.B. Deggendorf oder Rothenburg ob der Tauber. Bei Neuverleihungen gilt jedoch die Einwohnergrenze von 30.000.
In Sachsen wurde der Titel „Große Kreisstadt“ nach 1990 im Zuge der Wiedererrichtung der Länder in Anlehnung an das baden-württembergische Kommunalrecht eingeführt.
Siehe auch: Große selbständige Stadt, Selbständige Gemeinde, Große kreisangehörige Stadt, Mittlere kreisangehörige Stadt, Mittelstadt
Große selbständige Stadt
In Niedersachsen sind "Große selbständige Städte" kreisangehörige Städte, die teilweise Aufgaben des Landkreises übernehmen. Sie sind in § 10 der Niedersächsischen Gemeindeordnung abschließend aufgezählt. Es handelt sich um die sieben Städte Celle, Cuxhaven, Goslar, Hameln, Hildesheim, Lingen (Ems) und Lüneburg. Sie haben in der Regel mehr als 50.000 Einwohner und kommen auf Grund ihrer zusätzlichen Aufgaben in weiten Teilen den "kreisfreien Städten" gleich.
Siehe auch: "Selbständige Gemeinde" "Große kreisangehörige Stadt" "Mittlere kreisangehörige Stadt" "Große Kreisstadt" "Mittelstadt"
Kreisangehörige Gemeinde/Stadt
Kreisangehörige Gemeinden sind Gemeinden, die räumlich und organisatorisch einem Landkreis/Kreis angehören, der je nach Leistungsfähigkeit der Gemeinde mehr oder weniger Aufgaben für sie wahrnimmt. Meistens gehören dazu der Bereich der Bauordnung, der Jugendpflege, die Schulträgerschaft für berufliche Schulen, das Krankenhauswesen, die Müllentsorgung, die Verkehrssicherung und -überwachung. Die Gemeinden sind in ihren Selbstverwaltungsangelegenheiten der Rechtsaufsicht des (Land-)Kreises unterstellt. Im Gegensatz dazu die kreisfreie Stadt, die sowohl die Aufgaben der Gemeinde wie die des (Land-)Kreises in eigener Zuständigkeit erledigt. Die Mehrzahl der Gemeinden in Deutschland sind kreisangehörige Gemeinden.
Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung können sich kreisangehörige Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte auch zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen schließen. Details dazu sind im Artikel "Zusammenarbeit von Gemeinden".
Kreisfreie Stadt
Größere Gemeinden - meist sind es Großstädte oder größere Mittelstädte - gehören in der Regel keinem Landkreis an. Man nennt sie daher "kreisfreie Städte". Sie erledigen alle Aufgaben, die bei kreisangehörigen Gemeinden der jeweilige Landkreis erledigt, in eigener Zuständigkeit. Da diese Städte somit quasi einen eigenständigen "Kreis" bilden, werden sie gelegentlich auch als "Stadtkreise" bezeichnet.
Siehe auch: Liste der kreisfreien Städte in Deutschland
Kreisstadt
Kreisstadt ist die Bezeichnung für eine Gemeinde, die Sitz der Landkreisverwaltung sowie gegebenenfalls weiterer zentraler Einrichtungen ist. Besondere Rechte ergeben sich aus dem Titel Kreisstadt grundsätzlich nicht. Der Begriff wird aber auch für Gemeinden verwendet, die kein Stadtrecht im eigentlichen Sinne besitzen, wenn sie jedoch Sitz einer Kreisverwaltung sind. Beispiel: Garmisch-Partenkirchen: Kreis"stadt" des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Die Gemeinde selbst hat kein Stadtrecht, sondern darf sich lediglich "Markt" nennen.
Landeshauptstadt
Landeshauptstadt ist die offizielle Bezeichnung der Hauptstädte in den Flächenstaaten (= Bundesländer ohne Stadtstaaten) der Bundesrepublik Deutschland. Entsprechende Regelungen ergeben sich aus den jeweiligen Gemeindeordnungen bzw. Kommunalverfassungen.
Markt, Marktdorf, Marktflecken, Marktgemeinde, Marktort
Marktgemeinde (Marktdorf, Marktort) war ursprünglich eine Bezeichnung für eine Gemeinde die das Recht hatte, Märkte abzuhalten (Marktrecht). Größere Marktgemeinden wurden auch als "Marktflecken" bezeichnet. Diese Gemeinden hatten dann stadtähnliche Rechte (Minderstadt).
Nachdem das Marktrecht heute anderweitig geregelt ist (grundsätzlich kann jede Gemeinde Märkte abhalten), hat die Bezeichnung "Markt" keine besondere inhaltliche Bedeutung mehr. In Bayern hingegen können größere kreisangehörige Gemeinden auf deren Antrag auch heute noch von der Landesregierung offiziell zu "Marktgemeinden" erklärt werden. Das bayerische Kommunalrecht unterscheidet insofern bei kreisangehörigen Gemeinden zwischen Städten, Marktgemeinden und sonstigen Gemeinden. Es kommt dort sogar vor, dass der Begriff "Markt" offizieller Bestandteil des Gemeindenamens ist, z.B. Markt Berolzheim, Markt Bibart, Markt Einersheim, Markt Erlbach, Markt Indersdorf, Markt Nordheim, Markt Rettenbach, Markt Schwaben, Markt Taschendorf, Markt Wald.
Mittelstadt
Eine Mittelstadt ist
#In der Statistik eine Stadt mit mehr als 20.000 aber weniger als 100.000 Einwohner
#Im Saarland ein rechtlicher Begriff, der nur den beiden Städten St. Ingbert und Völklingen vorbehalten ist. Beide Städte sind kreisangehörig bzw. stadtverbandsangehörig, haben jedoch auf Grund ihrer Größe teilweise Aufgaben des Landkreises übernommen. Sie wurden vom Gesetzgeber somit den Kreisstädten gleichgestellt. Als Besonderheit führen sie sogar ein eigenständiges Kfz-Kennzeichen (IGB bzw. VK), was sonst nur Landkreisen bzw. kreisfreien Städten vorbehalten ist.
Siehe auch: "Große selbständige Stadt" "Selbständige Gemeinde" "Große kreisangehörige Stadt" "Mittlere kreisangehörige Stadt" "Große Kreisstadt"
Mittlere kreisangehörige Stadt
Den Status Mittlere kreisangehörige Stadt gibt es nur in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg für kreisangehörige Gemeinden mit mehr als 25.000 Einwohnern. Zum Verfahren in Brandenburg siehe "Große kreisangehörige Stadt".
Ortsgemeinde
Ortsgemeinde ist in Rheinland-Pfalz die Bezeichnung für alle Gemeinden, die Mitglied in einer Verbandsgemeinde sind. Der Gesetzgeber wollte den allgemeinen Begriff "Gemeinde" stärker von der "Verbandsgemeinde" als einer besonderen Art der Verwaltungsgemeinschaft abheben.
Siehe auch: "amtsangehörige Gemeinde", "verbandsangehörige Gemeinde", "verwaltungsgemeinschaftsangehörige Gemeinde"
Selbständige Gemeinde
Eine selbständige Gemeinde ist
#ein umgangssprachlicher Begriff für eine Gemeinde im Gegensatz zum Ortsteil oder Wohnplatz
#in Niedersachsen eine kreisangehörige Stadt, die teilweise Aufgaben des Landkreises übernimmt. Nach § 12 der Niedersächsischen Gemeindeordnung haben alle Städte mit mehr als 30.000 Einwohner diese Rechtsstellung, sofern sie keine "Großen selbständigen Städte" bzw. keine "kreisfreien Städte" sind. Sinkt die Einwohnerzahl unter die Grenze von 30.000, so behält die Stadt dennoch ihren Status als "Selbständige Gemeinde" bei. Auch Städte zwischen 20.000 und 30.000 Einwohner können auf Antrag von der Landesregierung zu "Selbständigen Gemeinden" erklärt werden. Sofern dies geschieht, wird es im Ministerialblatt veröffentlicht. Wenn die Einwohnerzahl unter die Grenze von 20.000 absinkt, kann allerdings der Status der "Selbständigen Gemeinde" wieder entzogen werden.
Siehe auch: "Große Selbständige Stadt" "Große kreisangehörige Stadt" "Mittlere kreisangehörige Stadt" "Große Kreisstadt" "Mittelstadt"
Stadt
Eine Gemeinde, welche den Titel "Stadt" führen darf, ohne dass ihr dadurch sonstige Rechte und Pflichten entstehen.
Früher war die Stadterhebung mit vielen Privilegien (z.B. Marktrecht, das Recht eigene Steuern zu erheben) verbunden. Gemeinden, die den Titel Stadt aus historischer Zeit führen, können ihn auch heute weiter führen. Im Zuge der Gemeindereform konnte es sogar vorkommen, dass der Titel "Stadt" einer früheren Gemeinde auf die neu gebildete Gemeinde "übertragen" wurde (z.B. die Stadt Gochsheim (Baden) schloss sich 1971 mit anderen Gemeinden zur neuen Gemeinde Kraichtal zusammen; die neue Gemeinde darf sich seither "Stadt Kraichtal" nennen). Andererseits konnte es aber auch sein, dass der Titel "Stadt" für die neue Gemeinde keine Anwendung mehr findet, die ehemalige Stadt und heutiger Ortsteil darf diesen Titel jedoch weiter führen (z.B: Gemeinde Wachtendonk in NRW; der Ortsteil Wachtendonk darf sich weiterhin "Stadt Wachtendonk" nennen).
Auch heute können neue Gemeinden von der jeweiligen Landesregierung zu Städten erhoben werden. Meist geschieht dies auf Antrag der jeweiligen Gemeinde. Als Voraussetzung gilt heute i.d.R. das Überschreiten einer bestimmten Einwohnerzahl (etwa 10.000; in NRW 25.000) sowie das Aufweisen eines gewissen "städtischen Gepräges".
Stadtkreis
eine andere Bezeichnung für kreisfreie Stadt
Stadtverbandsangehörige Gemeinde/Stadt
Gemeinde die dem Stadtverband Saarbrücken angehört. Der Stadtverband Saarbrücken ist ein Kommunalverband besonderer Art. Seine Mitgliedsgemeinden sind den "kreisangehörigen Gemeinden" der Landkreise vergleichbar.
Siehe auch: "kreisangehörige Gemeinde"
(Gemeinde-)Verbandsangehörige Gemeinde/Stadt
Gemeinde, die Mitglied in einem Verwaltungsverband bzw. Gemeindeverwaltungsverband ist, an welchen sie bestimmte Aufgaben übertragen hat. Die Gemeinden behalten ihre rechtliche Selbständigkeit. Verbandsangehörige Gemeinden gibt es in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, wobei die Bezeichnung sehr selten verwendet wird. Man spricht hier meist nur von "Gemeinden" bzw. "Mitgliedsgemeinden eines Verwaltungsverbands".
Verbandsgemeinde
Eine Verbandsgemeinde ist in Rheinland-Pfalz eine Gebietskörperschaft, die aus mehreren Ortsgemeinden besteht. Es handelt sich um eine besondere Art einer Verwaltungsgemeinschaft. Die einzelnen Ortsgemeinden sind weiterhin rechtlich selbständig. Die Verbandsgemeinde erledigt für ihre Ortsgemeinden jedoch viele Aufgaben.
Verbandsfreie Gemeinde/Stadt
In Rheinland-Pfalz eine kreisangehörige Gemeinde, die keiner Verbandsgemeinde angehört und insofern alle Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt. Im Gegensatz dazu die "Ortsgemeinde", die Mitglied in einer Verbandsgemeinde ist.
Siehe auch: "Amtsfreie Gemeinde", "Einheitsgemeinde", "Verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde"
Verwaltungsgemeinschaftsangehörige Stadt/Gemeinde
Eine kreisangehörige Gemeinde, die einer Verwaltungsgemeinschaft angehört, die bestimmte Aufgaben für sie erledigt. Im Gegensatz dazu die verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde, die alle Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt. Verwaltungsgemeinschaftsangehörige Gemeinden gibt es in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wobei der Begriff äußerst selten gebraucht wird. Man spricht hier jeweils nur von "Gemeinden" bzw. Mitgliedsgemeinden einer Verwaltungsgemeinschaft.
Siehe auch: "Amtsangehörige Gemeinde", "Ortsgemeinde", "Verbandsangehörige Gemeinde"
Verwaltungsgemeinschaftsfreie Stadt/Gemeinde
In Sachsen-Anhalt eine kreisangehörige Gemeinde, die keiner Verwaltungsgemeinschaft angehört und insofern alle Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt. Im Gegensatz dazu die Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft, die bestimmte Aufgaben an diese Verwaltungsgemeinschaft abgegeben hat.
Auch in anderen Bundesländern, bei denen es Verwaltungsgemeinschaften gibt, bestehen verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinden, wenngleich dieser Begriff dort nicht üblich ist.
Siehe auch: "Amtsfreie Gemeinde", "Einheitsgemeinde", "Verbandsfreie Gemeinde"
Weichbild
Weichbild (Vergleiche niederländisch: wijk) ist eine historisch überlieferte Bezeichnung für eine größere kreisangehörige Gemeinde mit stadtähnlichen Rechten. Der Titel Weichbild war nur in einigen Regionen üblich und ist heute nahezu ganz verschwunden.
Siehe auch: "Flecken"
Bezeichnungen ohne verwaltungsrechtliche Bedeutung
Viele Städte verwenden auf Ihrem Ortsschild oder in der Werbung zusätzliche Bezeichnungen zur Charakterisierung. Diese Bezeichnungen haben keine verwaltungsrechtliche Bedeutung. Individuelle Bezeichnungen wie Goldstadt Pforzheim oder Reiterstadt Verden sind in dieser Liste nicht aufgeführt.
Fremdenverkehrsgemeinde, Luftkurort, Erholungsort
Für Gemeinden mit hohem Tourismus gibt es die staatlich vergebenen Prädikatsbezeichnungen: Fremdenverkehrsgemeinde, Luftkurort und Erholungsort.
Großstadt
Alle Städte, die mehr als 100.000 Einwohner haben, dürfen sich "Großstadt" nennen.
Hafenstadt
Städte, die einen Hafen haben, nennen sich gelegentlich "Hafenstadt".
Hansestadt
Städte, die im Mittelalter Mitglied des Städtebundes "Hanse" waren, nennen sich z.T. bis heute "Hansestadt". Die bekanntesten sind Bremen, Greifswald, Hamburg, Lübeck, Rostock, Stralsund und Wismar.
Kurstadt, Kurort, Bad
Gemeinden, die Kureinrichtungen besitzen, nennen sich oftmals Heilbad, Kurstadt, Kurort oder Luftkurort. Der Zusatz "Bad" wird von der Regierung verliehen. Zahlreiche Küstengemeinden in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnen sich als Seebad.
Universitätsstadt
Seebad mit Zusatz Universitätsstadt]]
Städte, die eine Universität haben, nennen sich gelegentlich Universitätsstadt. Beispiele (im Ortsschild): Landau in der Pfalz, Mannheim, Marburg, Trier oder Würzburg.
Außerdem lautet die Bahnhofsansage in Göttingen/Paderborn immer "Herzlich Willkommen in der Universitätsstadt Göttingen/Paderborn".
Städte mit Fachhochschule tragen in Anlehnung daran hin und wieder die Bezeichnung Fachhochschulstadt auf Ortsschildern und in Bahnhofsansagen, so zum Beispiel Aschaffenburg.
Andere Bezeichnungen
In den 1980er Jahren benannten sich viele Städte zusätzlich als ABC-waffenfreie Zone, auf die auf Zusatzschildern hingewiesen wurde.
Siehe auch
- Zweckgemeinde
- Kommunalverfassung
- Kommunalrecht
- Eigener Wirkungskreis
- Übertragener Wirkungskreis
- Liste der kreisangehörigen Städte mit Sonderstatus in Deutschland
Kategorie:Politische Geographie
Kategorie:Kommunalpolitik
Kategorie:Kommunalrecht
Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland in Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Magdeburg, angrenzende Bundesländer sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.
Die Einwohner werden „Sachsen-Anhalter“ und fälschlicherweise auch „Sachsen-Anhaltiner“ genannt. Das Eigenschaftswort lautet entweder „sachsen-anhaltisch“ oder „sächsisch-anhaltisch“.
Geografie
Mittelgebirge und Berge
Das größte Mittelgebirge ist der Harz in dem auch die höchste Erhebung von Sachsen-Anhalt und von Norddeutschland liegt: Dies ist mit 1.141,1 m ü. NN der Brocken.
Für weitere Berge siehe: Liste der Berge und Erhebungen in Sachsen-Anhalt
Gewässer
Flüsse
Die nachfolgenden Flüsse und/oder Ströme durchfließen Sachsen-Anhalt ganz oder nur teilweise; bekannte Fließgewässer (mit jeweiliger Gesamtlänge) sind:
Seen
Talsperren
Landesstruktur
Die Gegend des heutigen Sachsen-Anhalt war im frühen Mittelalter einer der kulturellen Schwerpunkte im deutschsprachigen Raum, die heutige Landeshauptstadt Magdeburg war schon damals eines der wichtigsten politischen Zentren im Heiligen Römischen Reich. Von der früheren Bedeutung der gesamten Region zeugen heute die für das Land typischen, gut erhaltenen Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik und der Gotik (Siehe auch: Straße der Romanik) wie die Dome von Magdeburg und Halberstadt, die Quedlinburger Altstadt, viele Burgen und alte Kirchen. Sachsen-Anhalt ist laut Landesmarketinggesellschaft das Bundesland mit der höchsten Dichte an UNESCO-Weltkulturerben in Deutschland: Hierzu zählen das Bauhaus in Dessau, die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben, die Altstadt von Quedlinburg und der Schlosspark von Wörlitz. Prägend für die hiesigen Ortschaften und Städte sind neben verwinkelten Fachwerkaltstädten und eng bebauten Dörfern - ebenfalls oft mit Fachwerkarchitektur und sehenswerten alten Dorfkirchen - auch Gebäude aus der Zeit der preußischen Provinz Sachsen, die als reichste Provinz des Landes galt.
Im Norden wird die sachsen-anhaltische Landschaft von Flachland geprägt. Hier in der Altmark befinden sich alte Hansestädte wie Salzwedel, Stendal und Tangermünde. Den Übergang von der Altmark zur
fruchtbaren, waldarmen Magdeburger Börde bilden die Colbitz-Letzlinger Heide und der Drömling. Wichtige Städte in der Magdeburger Börde sind Haldensleben, Oschersleben (Bode), Wanzleben, Schönebeck (Elbe) und Aschersleben sowie die Landeshauptstadt Magdeburg, von der die Region ihren Namen ableitet.
Im Südwesten liegt der Unterharz mit dem Harzvorland und Städten wie Wernigerode, Quedlinburg oder Halberstadt. An der Grenze zum Freistaat Sachsen befindet sich der Ballungsraum Halle (Saale)-Merseburg-Bitterfeld (auch „Chemiedreieck“ genannt), der bis ins sächsische Leipzig reicht. In der Vergangenheit war hier die Chemieindustrie mit ihrem wirtschaftliche Schwerpunkt in Leuna ansässig.
An der Saale und der Unstrut, wo sich ein Weinanbaugebiet befindet, liegen Naumburg (Saale), Zeitz und Freyburg (Unstrut). Schließlich gehört zu Sachsen-Anhalt noch die im Osten gelegene drittgrößte Stadt des Landes, die alte anhaltische Residenzstadt Dessau und ein Teil des Flämings.
Bevölkerung
Die Bevölkerung setzt sich ursprünglich aus Niedersachsen (Ostfalen), Brandenburgern und Thüringern zusammen. Hinzu kommen jedoch viele Zugezogene aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich aus der ehemaligen DDR, sowie viele Aussiedler aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Vergleichsweise klein ist der Anteil an Bürgern ausländischer Herkunft.
Religion
Bedingt durch die atheistische Ausrichtung der DDR gehören nur 36% (rund 950.000) der Einwohner einer Konfession an, davon sind rund 650.000 evangelisch (uniert) (Kirchenprovinz Sachsen, Evangelische Landeskirche Anhalts) und 100.000 römisch-katholisch (Bistum Magdeburg). 80.000 gehören anderen Kirchen an und 45.000 anderen Religionen (Judentum, Islam, Mandäismus). Seit 2004 erholt sich in Sachsen-Anhalt die evangelisch-lutherische und die evangelisch-reformierte Kirche, was durch einen langsamen Zustrom gezeigt wird. Offiziell bezeichnen sich 57% als gläubig, auch wenn sie konfessionslos sind. Im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern ist der Anteil islamischer Bürger sehr gering.
Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaft
Die Region um Halle (Saale) bildet zusammen mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine wirtschaftliche Schwerpunktregion. Hier laufen verschiedene Verkehrsströme zusammen. Traditionell befindet sich in der Gegend ein Schwerpunkt von Chemie- und Erdölindustrie („Chemiedreieck“, Leuna). In Leuna wurden in den letzten Jahren die größten Auslandsinvestitionen von ganz Ostdeutschland getätigt. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die günstig zwischen Hannover und Berlin gelegene Landeshauptstadt Magdeburg.
Insgesamt hat Sachsen-Anhalt große Schwierigkeiten bei der Umstrukturierung der Industrie. So kam es zu vielen Firmenschließungen (Waggonbau Halle-Ammendorf), was eine hohe Arbeitslosigkeit (zeitweise die höchste in der Bundesrepublik Deutschland) zur Folge hat.
- Siehe auch Tourismus in Sachsen-Anhalt
Wasserstraßen
Durch Sachsen-Anhalt verlaufen mit der Elbe, dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal wichtige Wasserstraßen, die sich bei der Landeshauptstadt Magdeburg am Wasserstraßenkreuz treffen.
Schienenverkehr
Durch das Land verläuft in Ost-West-Richtung die Fernverbindung (Ruhrgebiet-) Hannover - Magdeburg - Berlin (-Warschau), durch Halle und Dessau verläuft ein Zweig der Verbindung Erfurt-Berlin. Daneben bestehen noch Hauptstrecken, die Magdeburg mit Halle und Dessau verbinden. Hinzu kommt ein Netz von Nebenstrecken, u. a. das Netz der Harzer Schmalspurbahnen. In den Großräumen Magdeburg und Halle existieren S-Bahnen (S-Bahn Magdeburg, S-Bahn Leipzig-Halle).
Flugverkehr
Im Unterschied zu anderen deutschen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt keinen Verkehrsflughafen. Zwischen Halle und Leipzig befindet sich auf sächsischem Gebiet der Flughafen Leipzig-Halle. Bei Magdeburg liegt der Flugplatz Magdeburg. In der Nähe der Stadt Aschersleben gibt es den Flughafen Cochstedt, der seit Jahren eher durch finanzielle Probleme im Gespräch und momentan nicht in Betrieb ist.
Straßennetz
In Ost-West-Richtung verläuft die A 2 Hannover - Berlin durch das Land. Ergänzt wird das Fernstraßennetz durch die Nord-Süd-Autobahn 14 von Magdeburg über Halle nach Dresden. Geplant ist eine Verlängerung dieser Autobahn nach Norden über Stendal, Osterburg (Altmark) und Wittenberge (Brandenburg) zum Dreieck Schwerin (Altmark-Autobahn).
Durch Sachsen-Anhalt verläuft die Ferienstraße der Romanik, die wegen des großen romanischen Erbes dieser Landschaft eingerichtet wurde.
Geschichte
Zur Geschichte des Gebietes vor 1944 siehe unter Provinz Sachsen und Anhalt, Hauptartikel siehe unter Geschichte Sachsen-Anhalts
Im Juli 1944 wurde die vormalige preußische Provinz Sachsen, bestehend aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Merseburg und Erfurt aufgeteilt: Es entstanden die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg, der Regierungsbezirk Erfurt wurde dem Reichsstatthalter Thüringen unterstellt. 1945 wurden die beiden Provinzen, ferner der Freistaat Anhalt (um Dessau), die braunschweigische Enklave Calvörde und der östliche Teil des Kreises Blankenburg im Harz, auch vorher dem Freistaat Braunschweig zugehörig, sowie die thüringische Enklave Allstedt von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) zur neuen Provinz Sachsen vereinigt. Der Name wurde im gleichen Jahr noch in Provinz Sachsen-Anhalt geändert. 1947 erfolgte nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Sachsen-Anhalt. Landeshauptstadt wurde Halle, da Magdeburg zu dieser Zeit wegen der starken Kriegszerstörungen die Haupststadtfunktion nicht wahrnehmen konnte. Das Land hatte eine Größe von 24.576 km².
1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land de facto aufgelöst (de jure bestand es noch einige Jahre weiter) und in die zwei Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Dabei geschahen Grenzbereinigungen, bei denen einzelne Städte und Gemeinden von den Nachbarkreisen eingegeliedert oder ausgegliedert wurden, wodurch sich die Bezirksgrenzen gegenüber den ehemaligen Landesgrenzen verschoben.
1990 erfolgte die Neubildung des Landes Sachsen-Anhalt mit den ehemaligen Bezirksterritorien Halle, ohne den Kreis Artern, und Magdeburg sowie den Kreis Jessen. Landeshauptstadt wurde Magdeburg.
Politik
Sachsen-Anhalt hatte in der ersten Zeit nach seiner (Wieder-)Gründung 1990 auf Grund von Korruptions- oder Stasivorwürfen unter häufigen Regierungswechseln zu leiden. Weitere Probleme entstanden durch die schlechte wirtschaftliche Lage des ehemaligen Schwerpunktgebietes chemischer Industrie in der DDR. Von 1994 bis 2002 wurde das Land von Reinhard Höppner (SPD) regiert. Die FDP erreichte 1990 mit 13,4 % der Stimmen ihr bestes Ergebnis in Ostdeutschland. Bündnis90/Die Grünen blieben hinter solchen Ergebnissen stets zurück. Erst mit der Landtagswahl 2002 fiel die vorher regierende SPD mit zweistelligen Verlusten hinter die CDU und PDS zurück und wurde nur drittstärkste Partei im Landtag. Bei der Landtagswahl 1998 errang die als rechtsextrem geltende DVU aus dem Stand 12,9 %, was von vielen Menschen mit Besorgnis aufgenommen wurde. Die DVU ist mittlerweile durch interne Streitigkeiten zerbrochen und nicht mehr im Landtag vertreten. Bei der Landtagswahl 2002 erreichte die FDP ein Ergebnis von 13,2 %. Diese großen Schwankungen zeigen ein ausgeprägtes Wechselwählerverhalten der Bevölkerung.
Am 23. Januar 2005 fand im Land ein Volksentscheid zur Kita-Betreuung statt. Dieser scheiterte an niedriger Wahlbeteiligung sowie an mangelnder Zustimmung zu den Änderungsvorschlägen des das Begehren betreibenden Bündnisses.
Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt:
- 21.07.1947 - 13.08.1949: Erhard Hübener LPD
- 13.08.1949 - 23.07.1952: Werner Bruschke SED
Zwischen 1952 und 1990 war das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst.
- 28.10.1990 - 04.07.1991: Dr. Gerd Gies, CDU
- 04.07.1991 - 28.11.1993: Professor Dr. Werner Münch, CDU
- 02.12.1993 - 21.07.1994: Dr. Christoph Bergner, CDU
- 21.07.1994 - 16.05.2002: Dr. Reinhard Höppner, SPD
- seit dem 16.05. 2002: Professor Dr. Wolfgang Böhmer, CDU
Bisherige Landesregierungen:
- 2002 - heute: Koalition CDU/FDP
- 1998 - 2002: SPD (Minderheitsregierung, toleriert durch PDS)
- 1994 - 1998: Koalition SPD/Grüne (Minderheitsregierung, toleriert durch PDS)
- 1990 - 1994: Koalition CDU/FDP
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 Stichtag 31. Dezember):
- 1990 - 2.890.474 -
- 1995 - 2.738.928
- 2000 - 2.615.375
- 2001 - 2.580.626
- 2002 - 2.548.911
- 2003 - 2.522.941
- 2004 - 2.494.437
- 3. Oktober
Der zahlenmäßige Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt setzt sich fort und ist in erster Linie auf die sehr geringe Anzahl Lebendgeborener zurückzuführen. Trotz eines seit 1994 zu verzeichnenden leichten Anstieges der Geborenenzahlen erreichte die Reproduktionsquote nur etwa 50 Prozent.
Die 3. Regionalisierte Bevölkerungprognose für Sachsen−Anhalt bis 2020 des Statistischen Landesamtes Sachsen−Anhalt berechnet folgende Einwohnerzahlenentwicklung:
- 2008 - 2.371.775
- 2012 - 2.271.098
- 2016 - 2.169.511
- 2020 - 2.055.585
Verwaltungsgliederung
Ehemalige Regierungsbezirke
Sachsen-Anhalt bestand bis 2003 aus den drei Regierungsbezirken:
- Dessau
- Halle und
- Magdeburg
Zum 1. Januar 2004 wurden die Regierungsbezirke aufgelöst. Die Arbeit der Regierungspräsidien übernahm das für das gesamte Bundesland eingerichtete Landesverwaltungsamt mit Sitz in Halle (Saale).
Landkreise
Bei der ersten Kreisgebietsreform am 1. Juli 1994 wurden aus vormals 37 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten 21 neue Landkreise gebildet. Drei Städte haben den Status einer kreisfreien Stadt behalten. Im Frühjahr 2005 hat die Landesregierung eine Neuordnung und Vergrößerung der Landkreise initiiert um die Zahl der Landkreise auf ca. 10 zu reduzieren.
Derzeit unterteilt Sachsen-Anhalt sich in 21 Landkreise ([http://www.sachsen-anhalt.net/rcs/LSA/pub/Ch1/fldr9sdusd9av/hiddenfld00ncowwa9c/pgnxr0w1c6sf/index.jsp 1])
Kreisfreie Städte
und drei kreisfreie Städte:
- Dessau (DE)
- Halle (Saale) (HAL)
- Magdeburg (MD)
Kreisreform
Am 1. Juli 2007 soll eine erneute Kreisreform erfolgen, bei der aus den bisherigen 21 Landkreisen 11 neue Landkreise entstehen. Die neuen Kreisnamen und Sitze der Kreisverwaltungen wurden bereits festgelegt. Fraglich ist jedoch noch, ob im Falle eines möglichen Regierungswechsels nach der Landtagswahl im März 2006 von der dann neuen Regierung Veränderungen vorgenommen werden, z. B. bei den neuen Landkreisen Anhalt-Jerichow und Anhalt-Wittenberg.
Landkreise:
- Burgenlandkreis: Landkreis Weißenfels + Burgenlandkreis, Kreisstadt: Naumburg
- Saalekreis: Landkreis Merseburg-Querfurt + Saalkreis, Kreisstadt: Merseburg
- Landkreis Mansfeld-Südharz: Landkreis Mansfelder Land + Landkreis Sangerhausen, Kreisstadt: Sangerhausen
- Harzkreis: Landkreis Halberstadt + Landkreis Quedlinburg + Landkreis Wernigerode, Kreisstadt: Halberstadt
- Salzlandkreis: Landkreis Aschersleben-Staßfurt + Landkreis Bernburg + Landkreis Schönebeck, Kreisstadt: Bernburg
- Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Landkreis Bitterfeld + Landkreis Köthen, Kreisstadt: Köthen
- Landkreis Anhalt-Wittenberg: Landkreis Wittenberg + Landkreis Anhalt-Zerbst (südöstlicher Teil), Kreisstadt: Wittenberg
- Landkreis Anhalt-Jerichow: Landkreis Jerichower Land + Landkreis Anhalt-Zerbst (nordwestlicher Teil), Kreisstadt: Burg bei Magdeburg
- Bördekreis: Ohrekreis + Bördekreis, Kreisstadt: Haldensleben
Der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal bleiben in ihrem bisherigen Zuschnitt bestehen.
kreisfreie Städte:
- Dessau-Roßlau (neuer Name der Stadt Dessau nach der Eingemeindung der Stadt Roßlau (Elbe))
- Halle (Saale)
- Magdeburg
Städte und Gemeinden
Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen-Anhalt
Regionen
- Altmark
- Anhalt
- Colbitz-Letzlinger Heide
- Drömling
- Dübener Heide
- Fiener Bruch
- Fläming
- Goldene Aue
- Großes Bruch
- Harz
- Huy
- Magdeburger Börde
- Ostfalen
- Saale-Unstrut-Region
- Wische
Sprache
In Sachsen-Anhalt wird heute ein stark vom Thüringisch-Obersächsischen geprägtes Hochdeutsch mit spezifischen Wendungen aus dem Mark-Brandenburgischen gesprochen. In der Altmark trifft man sehr selten bei älteren Sprechern noch auf die Ostniederdeutsche Sprache, ansonsten wird hier der Mark-Brandenburgische Dialekt gesprochen.
Siehe auch: Dialekte in Sachsen-Anhalt
Küche
Siehe unter: Sachsen-Anhaltische Küche
Sonstiges
- Lied für Sachsen-Anhalt (Regionalhymne)
- Liste der Berge und Erhebungen in Sachsen-Anhalt
Siehe auch Portal:Sachsen-Anhalt
Weblinks
- [http://www.sachsen-anhalt.de/ Landesportal Sachsen-Anhalt]
- [http://www.stadtplandienst.de/sachsenanhalt.asp Sachsen-Anhalt im Deutschen Stadtplandienst]
- [http://www.stala.sachsen-anhalt.de/gk/fms/fms2b.htm Wahlergebnisse (Landeswahlleiter)]
-
als:Sachsen-Anhalt
ja:ザクセン=アンハルト州
ko:작센안할트 주
simple:Saxony-Anhalt
2005
Jahreswidmungen
- 2005 ist „Internationales Jahr der Physik“ (UN) und Einsteinjahr (in Deutschland; anlässlich des 100. Geburtstags der Relativitätstheorie, 50. Todestag von Einstein)
- Deutsch-Polnisches Jahr (2005/2006)
- 2005 ist „Internationales Jahr des Sports“ (UN)
- 2005 ist „Internationales Jahr der Kleinstkredite“ (UN)
- 2005 ist „Internationales Hans Christian Andersen-Jahr“ (anlässlich seines 200. Geburtstages)
- 2005 ist in Deutschland „Schillerjahr (anlässlich seines 200. Todestages)
- Der Uhu (Bubo bubo) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Wetterstern (Astraeus hygrometricus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Brandknabenkraut (Orchis ustulata) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Braunbär (Ursus arctos) ist Wildtier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Das Windröschen (Anemone) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
- Die Schwarzerde ist Boden des Jahres (Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft)
- 2005 ist Koreajahr der Botschaft der Republik Korea in Deutschland und des deutschen Auswärtigen Amtes
- 2005 ist „Jubiläumsjahr“ in Österreich (60 Jahre Unabhängigkeit vom Deutschen Reich, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Beitritt)
- 2005 ist George-Enescu-Jahr (UNESCO)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ (Lk 22,32)
Politik
Januar
- 1. Januar: Die 3. Stufe der deutschen Steuerreform 2000 tritt in Kraft
- 1. Januar: Luxemburg übernimmt den Vorsitz im Europäischen Rat
- 1. Januar: Samuel Schmid wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Start der Einführung des Arbeitslosengeldes II (siehe Agenda 2010, Hartz-Konzept)
- 1. Januar: Start der Lkw-Maut in Deutschland in eingeschränktem Umfang (in vollem Umfang zum 1. Januar 2006)
- 3. Januar: 20. Todestag von Edmund Jäger, Begründer der deutschen Bewegung für mehr Ausbildungsplätze
- 20. Januar: George W. Bush wurde für seine zweite und letzte Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Die Sicherheitsvorkehrungen der Veranstaltung waren immens
- 22. Januar: Die WASG wird als Partei gegründet
- 26. Januar: Das Bundesverfassungsgericht kippt das bundesweite Verbot von Studiengebühren in Deutschland mit der Begründung, dass ein solches Verbot in die Länderhoheit in Bildungsangelegenheiten eingreife
- 30. Januar: Erste freie Parlamentswahlen im Irak
Februar
- 8. Februar: Erstmals seit 2000 gibt es wieder ein Treffen zwischen einem israelischem Ministerpräsidenten und einem palästinensischen Präsidenten: Mahmud Abbas und Ariel Sharon erklären nach einem Treffen in Sharm El-Sheikh einen Waffenstillstand
- 18. Februar: Nach dem Düsseldorfer Landessozialgericht verstößt die Anrechnung von Partnereinkommen bei unverheirateten Paaren nach Hartz IV gegen das deutsche Grundgesetz
- 20. Februar: Landtagswahl in Schleswig-Holstein, weder CDU/FDP noch SPD/Grüne erreichen eine Mehrheit
- 22. Februar: George W. Bush besucht Deutschland, Absperrungen in und um Mainz verursachen kilometerlange Staus
- 23., 24. und 25. Februar: Gipfeltreffen in Bratislava zwischen George W. Bush und Wladimir Putin
- 28. Februar: Die pro-syrische libanesische Regierung tritt aufgrund der Proteste der Bevölkerung zurück
März
- 7. März: Der Rat der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria beschließt die Umbenennung der Stadt in Tshwane
- 14. März: Der chinesische Volkskongress beschließt mit 2 Enthaltungen und 2998 Befürwortungen das Anti-Abspaltungsgesetz. Im Gesetz wird die „use of force“ angedroht, falls keine Wiedervereinigung mit Taiwan möglich erscheint
- 22. März: mit dem Weltwassertag beginnt die Internationale Aktionsdekade „Wasser – Quelle des Lebens“ (2005: 2015)
- 26. März: Mehr als eine Million Menschen demonstrieren in Taiwan gegen das Anti-Abspaltungsgesetz
- 31. März: Terri Schiavo stirbt nach 15 Jahren im Koma und fast 2 Wochen ohne Nahrung und Wasser
April
- 2. April: Papst Johannes Paul II. stirbt im Alter von 84 Jahren nach fast 27-jährigem Pontifikat: dem drittlängsten in der römisch-katholischen Kirchengeschichte
- 4. April: Die kleinere österreichische Regierungspartei FPÖ spaltet sich in FPÖ und BZÖ
- 6. April: Fürst Rainer III. von Monaco stirbt nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Rainier regierte das Fürstentum Monaco 56 Jahre lang und war damit der am längsten regierende Monarch Europas
- 9. April: Als erster afrikanischer Staat beendet Benin in einer öffentlichen Zeremonie offiziell das Zeitalter der weiblichen Genitalverstümmelung
- 9. April: Mehrere tausende Anhänger des radikalen Schiitenführers Muktada al-Sadr demonstrieren in Bagdad für den Abzug der Besatzungstruppen
- 9. April: Beginn der, zum Teil gewaltsamen, Proteste von Chinesen gegen Japan. In den folgenden Wochen kommt es zu Protesten in Peking, Kanton, Shenzhen und Shanghai. Anlass ist ein japanisches Schulbuch, das aus chinesischer Sicht die Gräueltaten Japans während des Zweiten Weltkriegs verharmlost
- 15. April: Die bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier ist wegen der Affäre um Wahlfälschungen bei der Münchner CSU (siehe Münchner CSU-Affäre) zurückgetreten
- 18. April: Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther wird wegen Untreue in Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt
- 19. April: Joseph Ratzinger wird vom Konklave 2005 zum neuen Papst Benedikt XVI. gewählt
- 19. April: Erwin Teufel tritt als Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Landesvorsitzender der Südwest-CDU zurück. Nach parteiinternen Querelen und der Ohrfeigen-Affäre seines Staatsministers Christoph Palmer macht er Platz für seinen Nachfolger Günther Oettinger
- 24. April: Vor 90 Jahren begann der Völkermord an den Armeniern durch das Osmanischen Reich. Weltweit wurde dessen gedacht
- 25. April: Der Sozialdemokrat Jiri Paroubek wird der neue tschechische Ministerpräsident
- 26. April: Die letzten 250 syrischen Soldaten verlassen den Libanon
- 29. April: Der taiwanesische Oppositionsführer Lien Chan trifft als Vorstand der Kuomintang zum ersten Mal seit fast 60 Jahren mit einem Staatschef der Volksrepublik China, Hu Jintao, zusammen
Mai
- 8. Mai: Zur Verhinderung einer NPD-Demonstration in Berlin wurde ein „Tag der Demokratie“ durchgeführt. Die Angaben zu den Teilnehmerzahlen schwanken von mehreren tausend bis mehr als hunderttausend
- 21. Mai: Der 50. Eurovision Song Contest findet in Kiew, Ukraine statt
- 22. Mai: Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. CDU und FDP gewinnen und stellen den Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Nach 39 Jahren regiert erstmals nicht mehr die SPD. Bundeskanzler Gerhard Schröder kündigt als Reaktion auf die Wahlniederlage seiner Partei Neuwahlen zum Bundestag für Herbst an
- 24. Mai: Oskar Lafontaine, früherer Parteivorsitzender der SPD, kündigt seinen Austritt aus der Partei an. Er will zur nächsten Bundestagswahl mit einem Bündnis aus PDS und WASG antreten
- 24. Mai: Der SPD-Parteivorstand stimmt mit nur einer Enthaltung und 2 Gegenstimmen den vorgezogenen Neuwahlen zu
- 29. Mai: Die Franzosen stimmen gegen die EU-Verfassung und stürzen damit die europäische Union und speziell Frankreich in eine politische Krise. Chirac stellt Regierungsumbildung in Aussicht
Juni
- 1. Juni: Auch die Niederländer stimmen gegen die EU-Verfassung
- 25. Juni: Im Iran gewinnt der erzkonservative Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadinedschad überraschend die Präsidentenwahlen. Beobachter befürchten nun ein Ende des Öffnungsprozesses, die USA zeigen sich aufgrund der Angst vor einer Ausweitung des iranischen Atomprogramms besorgt
- 27. Juni: Bundeskanzler Gerhard Schröder beantragt die Vertrauensfrage im Parlament
Juli
- 1. Juli: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellt die Vertrauensfrage im Deutschen Bundestag und verliert wie gewünscht
- 7. Juli: In London geschehen Anschläge während der Rushhour auf die U-Bahn und auf Busse
- 21. Juli: Bundespräsident Horst Köhler löst den 15. Deutschen Bundestag auf
- 31. Juli: Die Übergangsfrist für die Rechtschreibreform endet
August bis Dezember
- 9. August: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über die Verfassungsbeschwerden von Jelena Hoffmann (SPD) und Werner Schulz (Grüne) gegen die Auflösung des Bundestages
- 4. September: TV-Duell zwischen Schröder und Merkel
- 18. September: (Vorgezogene) Wahl zum deutschen Bundestag (CDU/CSU bilden die stärkste Fraktion. Weitere Parteien: SPD, FDP, Die Linkspartei.PDS, Bündnis 90/ Die Grünen)
- 10. Oktober: Die beiden stärksten Fraktionen im neuen deutschen Bundestag, CDU/CSU und SPD, einigen sich auf eine große Koalition. Angela Merkel soll erste deutsche Bundeskanzlerin werden
- 13. Oktober: Der „Noch-Bundeskanzler“ Gerhard Schröder gibt offiziell bekannt, dass er dem Kabinett der Großen Koalition nicht angehören wird
- 18. Oktober: Konstituierende Sitzung des 16. Deutschen Bundestages in Berlin als neuer Bundestagspräsident wurde Norbert Lammert gewählt
- 24. Oktober: Aung San Suu Kyi, birmesische Friedensnobelpreisträgerin befindet sich nun insgesamt 10 Jahre unter Hausarrest der Militärdiktatur
- 27. Oktober: Zwei Jugendliche sterben bei der Verfolgung von der Polizei. siehe: Unruhen in Frankreich 2005
- 12. November: Die Große Koalition veröffentlicht ihr Koalitionspapier.
- 22. November - Dr. Angela Merkel (CDU) wird vom Bundestag zur ersten Bundeskanzlerin in der Geschichte Deutschlands gewählt.
Terroranschläge und Kriege
- 2. Januar: In Balad, 80 Kilometer nördlich von Bagdad, haben zwei Selbstmordattentäter 19 Menschen getötet und sechs verletzt
- 8. Januar: Bei einer Explosion einer Autobombe vor dem US-Hauptquartier in Bagdad sind min. 25 Menschen getötet worden rund 100 verletzt worden
- 14. Januar: Im Gaza-Streifen sprengten sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Sechs getötete Israelis.
- 18. Januar: Die radikal-islamischen Hamas verübt einen Selbstmordanschlag nahe Gusch Katif im südlichen Gaza: 1 getöteter Israeli, 3 Verletzte
- 29. Januar: Durch eine Landmine der Taliban sind in Südwestafghanistan neun Soldaten getötet worden
- 29. Januar: Einen Tag vor den Wahl im Irak wurden bei mehreren Anschlägen 11 Menschen getötet und 4 verletzt
- 31. Januar: In Spanien wurden 2 Menschen verletzt bei einem Bombenanschlag der ETA in Denia, nahe Alicante
- 5. Februar: In Basra sind bei einer Bombenexplosion vier irakischen Soldaten getötet worden und einer wurde schwer verletzt
- 8. Februar: Bei einem Anschlag auf Rekrutierungsbüro der irakischen Armee in Bagdad sind min. 21 Menschen getötet und min. 27 weitere Personen verletzt worden
- 9. Februar: In Madrid wurden 42 Menschen verletzt bei einem Anschlag der ETA vor der Eröffnung der Internationalen Kunstmesse ARCO
- 14. Februar: Bei einer Autobombenexplosion vor einer schiitischen Moschee in Balad Rus, 75 km nord-östlich von Bagdad sterben 14 Menschen und 20 werden verletzt
- 14. Februar: Rafik Hariri, libanesischer Ex-Ministerpräsident, wird durch einen Autobombenanschlag in Beirut (Libanon) getötet. Weitere 16 Menschen sterben, etwa 120 werden verletzt. In Anschluss demonstrieren mehrere Hunderttausend gegen die syrischen Besatzer
- 18. Februar: Ca. 30 Menschen werden bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad getötet
- 19. Februar: Bei drei Anschlägen in Bagdad und Bakuba wurden 7 Menschen getötet und mehr als 35 weitere verletzt
- 24. Februar: Anschlag mit einer Autobombe in Tikrit. Min. 15 Tote und 20 Verletzte
- 25. Februar: 9 UN-Soldaten aus Bangladesh werden in einem Hinterhalt in dem Ituri-Distrikt (DR Kongo) getötet, min. 11 weitere verletzt
- 27. Februar: Anschlag in Tel Aviv (Israel). 4 Tote, 50 Verletzte. Israel macht Syrien verantwortlich
- 28. Februar: Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Stadt Hilla sterben mind. 132 Menschen, 130 werden verletzt
- 2. März: Mehrere Anschläge im Irak. 11 Tote
- 2. März: UN-Soldaten töten rund 30 Kilometer von Bunia (DR Kongo) 50 Milizionäre
- 19. März: In der südwestpakistanischen Stadt Fatahpur sterben bei einem Bombenanschlag auf schiitische Pilger 39 Menschen
- 20. März: Bei einem Anschlag in Doha (Katar) stirbt ein Mensch
- 22. März: In der Nähe von Tikrit werden bei Kämpfen zwischen US-amerikanischen und irakischen Streitkräften einerseits und Aufständischen andererseits ca. 100 Menschen getötet
- 27. März: Bei einem Autobombenanschlag in Beirut sterben 2 Menschen
- 6. April: Bei Kämpfen zwischen Regierungssoldaten und schiitischen Rebellen im Nordwesten des Jemen, die bis zum 7. April andauern, sterben über 70 Menschen
- 7. April: Im Westen Nepals sterben bei Kämpfen zwischen Regierungssoldaten und maoistischen Rebellen mehrere hundert Menschen
- 7. April: Bei einer Bombenexplosion in einem Basar in Kairo (Ägypten) sterben 3 Menschen und 17 werden verletzt,
- 9. April: Bei einem Sprengstoff-Attentat südlich von Bagdad (Irak) wurden 15 Menschen getötet
- 14. April: Bei Anschlägen in Kirkuk, Bakuba, Tikrit und Bagdad (Irak) wurden mehr als 20 Menschen getötet
- 16. April: Bei Anschlägen in Bakuba und anderen Städten im Irak starben mindestens 14 Menschen
- 21. April: Im Tigris (Irak) werden die Leichen von ca. 50 Menschen entdeckt, vermutlich aus der Ortschaft Madain. In der Stadt Haditha entdeckten Anwohner 19 weitere Leichen; 8 weitere Menschen sterben bei verschiedenen Anschlägen in Bagdad
- 22. April: Bei einem Abschuss eines Hubschraubers nördlich von Bagdad im Irak sterben 11 Menschen, davon 6 Amerikaner
- 30. April: Nachdem der Sieg von Faure Gnassingbé bei Präsidentschaftswahlen im Togo von der Opposition nicht anerkannt wurde, starben bei Unruhen in den letzten Tagen über 100 Menschen
- 30. April: Bei einem Anschlag in Kairo (Ägypten) stirbt ein Mensch. Zwei Frauen beschießen einen Touristenbus, keine Toten
- 1. Mai: Bei 6 Anschlägen in Bagdad (Irak) sterben 14 Menschen
- 2. Mai: Durch einen Selbstmordattentat auf einen Trauerzug in Tal Afar (Irak) sterben 25 Menschen und ca. 50 werden verletzt
- 4. Mai: Bei einem Anschlag in Erbil (Irak) sterben 60 Menschen und ca. 200 verletzt
- 5. Mai: Bei verschiedenen Anschlägen im Irak wurden mindestens 20 Menschen getötet
- 6. Mai: Bei mehreren Anschlägen in Bagdad, Tikrit und Suweira wurden mindestens 73 Menschen getötet
- 7. Mai: Durch einen Bombenanschlag in Bagdad sind 17 Menschen getötet worden. In den letzten sieben Tagen starben knapp 300 Menschen bei Anschlägen im Irak
- 7. Juli: Terroranschläge in London fordern mindestens 50 Tote und 700 Verletzte. An U-Bahn-Stationen, sowie Busstationen wurden die Bombenanschläge verübt
- 12. Juli: Ein Selbstmordanschlag in Netanja (Israel) tötet drei Personen, etwa 30 werden verletzt
- 12. Juli: Ein Bombenanschlag auf den libanesischen Verteidigungsminister in Beirut tötet zwei Personen, er selbst und mehrere seiner Begleiter werden verletzt
- 12. Juli: Bei einem Überfall bewaffneter Angreifer auf ein Dorf im Norden Kenias werden 76 Personen getötet, darunter 22 Kinder
- 13. Juli: Bei der Explosion des Fahrzeugs eines Selbstmordattentäters in Bagdad (Irak) sterben 26 Personen, darunter viele Kinder
- 13. Juli: Bei der Explosion einer Bombe in einer Moschee in Bakuba (Irak) sterben mindestens zwei Personen
- 15. Juli: Bei mehreren Selbstmordanschlägen in Bagdad sterben mindestens 17 Personen, dutzende weitere werden verletzt. Ziel der Anschläge waren meist Militärkonvois
- 16. Juli: Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus in dem westtürkischen Ferienort Kusadasi sterben 4 Personen, 14 werden schwer verletzt
- 17. Juli: Bei einem Anschlg in Musajib (Irak) sterben mindestens 85 Personen, mehr als 130 werden verletzt
- 19. Juli: Bei einem Anschlag in Tschetschenien auf ein Polizeifahrzeug sterben 10 Personen
- 20. Juli: Bei einem Anschlag auf ein Rekrutierungsbüro in Bagdad sterben mindestens fünf Personen, dutzende werden verletzt
- 23. Juli: Bei einem Anschlag auf den ägyptischen Badeort Scharm el Scheich sterben mindestens 88 Personen, 110 werden verletzt
- 1. Oktober: Bei einem Selbstmordanschlag auf Bali sterben mindestens 22 Personen, mehr als 100 werden verletzt
- 29. Oktober: Bei einem Anschlag in Neu Delhi sterben mindestens 61 Personen, mindestens 188 wurden verletzt
- 9. November: Selbstmordanschläge auf drei Hotels in Amman/Jordanien töten 57 Menschen
Katastrophen
- 8. Januar: Orkan über Nordeuropa. Betroffen sind Norddeutschland, Dänemark, Schweden und die baltischen Staaten. Mehrere Tote. In Schweden sind hunderte Haushalte einige Wochen lang ohne Strom
- 13. Februar: Nach schweren Unwettern und einem Bruch des Shakidor-Damms in Baluchistan (Pakistan) sind mindestens 350 Menschen getötet worden
- 21. Februar: Nach schweren Regenfällen in Kalifornien gab es viele Erdrutsche. Mindestens 9 Tote
- 22. Februar: Erdbeben der Stärke 6,4 mit Epizentrum in Sarand (Iran). Mehr als 420 Tote, 1000 Verletzte
- 22. Februar: Nach anhaltenden Schneefällen sind bei mehreren Lawinen im pakistanischen und indischen Teils Kaschmirs sowie Afghanistan mehr als 1000 Menschen getötet worden
- 24. Februar: Die berühmten Wissower Klinken der Kreideküste auf der Insel Rügen nördlich von Sassnitz stürzen verwitterungsbedingt in die Ostsee
- 19. März: Bei Lohme (Insel Rügen) bricht die Steilküste auf 100 m Länge und 200 m Breite ab. Ein Betreuungsheim für Suchtkranke entgeht nur knapp einer Katastrophe. Die Bruchkante verläuft nur 2,5 m vor dem Haus
- 28. März: Erdbeben der Stärke 8,7 vor der Küste Nord-Sumatras. Etwa 1300 Tote und mehrere hundert Verletzte. In Erinnerung an das verheerende Seebeben vom 26. Dezember 2004 bricht in weiten Teilen der Region Panik aus
- 30. März: Explosion eines Wohn- und Geschäftshauses in Einbeck. Ein Großfeuer nach der Explosion zerstört 5 wertvolle Fachwerkhäuser. Drei Feuerwehrleute und 1 Polizist werden zum Teil schwer verletzt. Vermutlich gab es einen Toten. Es wird Brandstiftung vermutet
- 15. April: Am Morgen sind bei einem Feuer in einem Hotel im Zentrum von Paris (Frankreich) 20 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen zehn Kinder
- 25. April: Bei einem Zugunglück in Amagasaki nahe Osaka (Japan) sterben 75 Menschen und mehrere hundert werden verletzt
- 27. Juni: Im afghanischen Kundus kamen zwei Bundeswehrsoldaten bei einem Unfall ums Leben. Beim Aufladen auf einen Lastwagen explodierten Teile von Munition
- 6. Juli: Der Hurrikan Dennis verwüstet Haiti und Kuba. Mindestens 28 Menschen sterben
- 13. Juli: Bei einem Zugunglück in Süd-Pakistan, in das insgesamt drei Züge verwickelt sind, sterben mindestens 120 Menschen, mehrere hundert werden verletzt
- 14. Juli: Der Hurrikan Emily verwüstet Grenada und zieht weiter in Richtung Jamaika
- 14. August: Absturz einer zyprischen Passagiermaschine mit 115 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord vor Athen. Alle Insassen sterben
- 16. August: Ein kolumbianisches Passagierflugzeug der [http://www.wca.com.co/ West Caribbean Airways] mit 160 Menschen an Bord stürzt in Venezuela ab. Es gibt keine Überlebenden
- 24. August: Eine Boeing 737–200 der peruanischen Fluggesellschaft Tans muss auf dem Inlandsflug von Lima nach Pucallpa wegen eines Unwetters notlanden. Dabei sterben 43 der 100 Menschen an Bord
- 24. August: Hochwasser in den Voralpen 2005
- 29./30. August: Der Hurrikan Katrina richtet schwere Verwüstungen im Süden der USA an. Besonders betroffen ist die Stadt New Orleans, die größtenteils überschwemmt wurde. Es kam auch zu zahlreichen Todesopfern
- 1. September: Taifun Talim tötet etwa 105 Menschen in China und Taiwan und richtet größere Verwüstung an
- 6. September: Taifun Nabi tötet mehr als 21 Menschen und richtet Verwüstung in Japan, Südkorea und auf den Philippinen an
- 18. bis 26. September: Hurrikan Rita, der stärkste Hurrikan seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts tobt im Golf von Mexiko, zugleich war er der drittstärkste Hurrikan auf dem Atlantik, der je beobachtet wurde. Am 24. erreicht er an der Grenze zwischen Texas und Louisiana bei der Stadt Sabine Pass die US-amerikanische Küste
- 8. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 7,6 nordöstlich von Islamabad (Pakistan) richtet schwere Verwüstungen an, mindestens 30.000 Tote allein im pakistanischen Teil von Kaschmir. Auch Indien und Afghanistan sind betroffen
Wissenschaft und Technik
- 14. Januar: Landung der Landeeinheit Huygens der Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond Titan
- 18. Januar: Rollout des Airbus A380
- Ende Januar: Fertigstellung des mit 115 m weltweit höchsten in Betrieb befindlichen Getreidesilos der Schapfenmühle in Ulm
- 23. Februar: Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entdecken einen ca. 800 mal 900 Kilometer großen und 45 Meter tiefen Eissee in der Elysium-Ebene auf dem Mars
- 11. März: Die Europäische Kommission bringt die Charta für Forscher heraus
- 27. April: Erstflug des Airbus A380 in Toulouse gelingt ohne Probleme
- 30. April: Das ESO verkündet die erste bestätigte direkte Beobachtung eines Exoplaneten
- 20. Mai: Südkoreanischen Forschern gelingt erstmals die Gewinnung von Stammzellen aus geklonten menschlichen Embryos
- 27. Juni: Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich stellt einen neuen Weltrekord im effizienten Treibstoffverbrauch auf. Mit einem Liter Benzin fährt das so genannte „Pac-Car“ über 5000 Kilometer weit. Das Fahrzeug wird von einer Wasserstoff-betriebenen Brennstoffzelle angetrieben
- 28. Juni: Der französische Ort Cadarache wird für den Bau des Versuchs-Reaktors Iter, der durch Kernfusion die Energieversorgung für eine Zukunft nach dem Aufbrauchen der Ölreserven sichern soll, ausgewählt
- 4. Juli: Ein Kupferprojektil der Sonde Deep Impact schlägt wie geplant im Kometen Tempel 1 ein
- 26. Juli: Die Raumfähre Discovery startet zur Mission STS-114, dem ersten Start eines Space Shuttles nach dem Absturz der Columbia
- 12. August: Die NASA schickt ihre Sonde „Mars Reconnaissance Orbiter“ zum Mars, um sie dort nach Spuren von Wasser suchen zu lassen
- 3. Oktober: ringförmige Sonnenfinsternis in Spanien und im nördlichen und östlichen Afrika
- 12. Oktober: China startet das Raumschiff Shenzhou 6 mit zwei Taikonauten an Bord in eine Erdumlaufbahn
- 29. Oktober: Erste Landung des Airbus A380 auf einem internationalen Verkehrsflughafen in Frankfurt a. M. mit anschließenden Abfertigungstests, Rückflug nach Toulouse am Morgen des 30. Oktober
Gesellschaft
- 25. bis 29. Mai: Der Deutscher Evangelischer Kirchentag findet in Hannover statt
- 31. Juli: Die Übergangsfrist für die Rechtschreibreform endet
- 16.: 21. August: XX. Weltjugendtag 2005 in Köln
- 2.-23. Oktober: 11. ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode der katholischen Kirche in Rom
Kultur
- 1. Januar: Cork ist neue Kulturhauptstadt Europas
- 28. April bis 9. Oktober: Bundesgartenschau 2005 in München
- 11. Juni: Eröffnung des Museo d'Arte Donnaregina (MADRE) in Neapel
- 2. Juli: weltumspannendes Rockkonzert Live 8
- 9. Juli: Uraufführung von Michael Flatley´s Celtic Tiger
- 17. August: Peter Lustig verkündet das Ende seiner Karriere und geht in Rente
- 29. August: I Can't Relax in Deutschland
- 31. Juli: Ende der Übergangszeit der neuen Rechtschreibung
- 1. Oktober: Harry Potter und der Halbblutprinz erscheint auf Deutsch
- 26. Oktober: Offizielle Eröffnung des von Coop Himmelb(l)au entworfenen Erweiterungsbaus der Akademie der Bildenden Künste München
- 30. Oktober: Mehr als 60 Jahre nach ihrer Zerstörung ist die wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche ihrer religiösen Bestimmung als Gotteshaus übergeben worden
Wirtschaft
- 1. Januar: Währungsreform in der Türkei; sechs Nullen werden gestrichen und aus der Lira wird die Neue Türkische Lira
- 13. Januar: In Sachsen werden bis 2009 rund 7500 Lehrerstellen abgebaut
- 25. Januar: Infineon schließt 3 Halbleiterwerke in Berlin, München und Longmont (USA). Ca. 350 Arbeitsplätze, davon 280 in Deutschland, gehen voraussichtlich verloren.
- 28. Januar: Opel will eventuell den neuen Astra im Werk Bochum fertigen, allerdings wird ein Gehaltsverzicht der Mitarbeiter von ca. 20–25% erwartet
- 27. Januar: In Brandenburg werden bis 2009 rund 900 Stellen im Polizeidienst abgebaut
- 28. Januar: Siemens kündigt an 1350 Stellen in der Festnetzsparte Communications zu streichen
- 1. Februar: Die Walter Bau AG, der viertgrößte Baukonzern in der Bundesrepublik mit rund 9.400 Mitarbeitern, meldet Insolvenz an
- 3. Februar: Trotz eines Rekordgewinns 2004 streicht die Deutsche Bank ca. 6400 Stellen (davon 1920 in Deutschland). 1200 neue Stellen sollen in Niedriglohnstandorten neu geschaffen werden
- 8. Februar: Verhandlungen zwischen T-Mobile und ver.di beginnen. T-Mobile plant 2200 Stellen (davon 1200 in Deutschland) abzubauen. Bis zu 480 weitere Stellen sollen ausgelagert werden
- 17. Februar: Der Berliner Telefonanlagen-Spezialist DeTeWe baut mehr als 500 seiner 1380 Arbeitsplätze ab
- 18. Februar: Bis Herbst 2005 will die Firma Miele ca. 1000 Stellen abbauen (ca. 10 %). Rowenta kündigt 215 Mitarbeitern im Werk Erbach im Odenwald
- 20. Februar: SAP kündigt an 3000 neue Stellen (davon 600 in Deutschland) zu schaffen
- 23. Februar: Der Standort München des Chipkonzern Infineon wird geschlossen. 800 Arbeitsplätze gehen verloren
- 23. Februar: ifo Geschäftsklimaindex Februar: 95,4 (-0,9)
- 23. Februar: Die HypoVereinsbank kündigt erneut einen massiven Stellenabbau von ca. 2300 Stellen an (Gesamtzahl Beschäftigte: 26000)
- 25. Februar: Die Berliner Charite kündigt die Streichung von 2000 Stellen (von ca. 15000) bis 2010 an
- 25. Februar: Bei Opel werden bis Jahresende keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Ca. 4500 Mitarbeiter scheiden freiwillig aus
- 27. Februar: BASF plant eine neues Dienstleistungszentrum in Berlin mit ca. 600 Stellen. Berlin gewinnt damit gegen Bratislava
- 23. März: ifo Geschäftsklimaindex März: 94,0 (-1,4)
- 31. März: Seit Beginn des Jahres sind etwa eine Viertel Million Arbeitsplätze abgebaut worden
- 6. April: Auf der Hauptversammlung von DaimlerChrysler haben Kleinaktionäre und Fondsgesellschaften Konzernchef Schrempp kritisiert
- 25. April: ifo Geschäftsklimaindex April: 93,3 (-0,7)
- 4. Mai: Die Firma IBM plant den Abbau von ca. 13.000 Stellen weltweit, davon ca. 2.500 in Deutschland
- 4. Mai: Die Norddeutsche Landesbank will bis Ende 2008 ihre Verwaltungskosten um 20 Prozent reduzieren, wodurch es zum Abbau von et | | |