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Barmer Bankverein

Barmer Bankverein

Der Barmer Bankverein Hinsberg, Fischer & Co. mit Sitz in Barmen (heute Wuppertal) wurde 1867 gegründet und war bis zur Fusion mit der Commerzbank AG 1932 eine der größten deutschen Bankgesellschaften. 1924 wurde der Hauptsitz nach Düsseldorf verlegt.

Geschichte

Am 29. März 1867 wurde der Barmer Bankverein als Kommanditgesellschaft auf Aktien gegründet. Als persönlich haftende Gesellschafter übernahmen Mathias Hinsberg und Gustav Adolf Fischer, dessen Bankhaus kurz zuvor insolvent wurde, die Geschäftsleitung. Fischers Gläubiger wandelten einen Teil ihrer Forderungen in Aktien um, so dass der Barmer Bankverein mit einem Aktienkapital von 1 Million Talern (=3 Millionen Mark) gegründet werden konnte. Erst im Jahre 1898 begann die stürmische Expansion des Barmer Bankvereins, als dieser mit dem Gladbacher Bankverein Quack & Co. in Mönchengladbach fusionierte. Nach 1900 wurden Bankhäuser in Altena, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Hagen, Iserlohn, Krefeld, Lüdenscheid, Osnabrück und Remscheid übernommen. Nach dem Ersten Weltkrieg dehnte der Barmer Bankverein sein Filialnetz auf kleinere Städte in Nord- und Westdeutschland aus. Viele der übernommenen Filialen (z.B. Coesfeld oder Unna) wurden jedoch nach der Währungsreform 1924 im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen geschlossen. Am 2. April 1932 fand in Düsseldorf eine Generalversammlung statt, auf der die Fusion des Barmer Bankvereins mit der Commerzbank AG beschlossen wurde.

Literatur


- Commerzbank AG (Hrsg.): 100 Jahre Commerzbank 1870-1970, Frankfurt am Main 1970 Kategorie:Ehemaliges Kreditinstitut (Deutschland) Kategorie:Unternehmen (Wuppertal) Kategorie:Unternehmen (Düsseldorf)

Barmen

Barmen, früher eine eigenständige Stadt, ist heute ein Stadtbezirk von Wuppertal.

Geografie

Geografische Lage

Gliederung im Bezirk


- Stadtbezirk 5 BarmenWuppertal
  - 50 Barmen-Mitte
  - 51 Friedrich-Engels-Allee
  - 52 Loh
  - 53 Clausen
  - 54 Rott
  - 55 Sedansberg
  - 56 Hatzfeld
  - 57 Kothen
  - 58 Hesselnberg
  - 59 Lichtenplatz

Geschichte

Der Name Barmen wird 1070 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1807 wurde Barmen als Stadt anerkannt. 1922 werden Langerfeld mit 16.100 Einwohnern und Nächstebreck mit 3.500 Einwohnern in den Stadtkreis Barmen eingemeindet. 1934 wird mit der ersten Barmer Bekenntnissynode vom 29. bis 31. Mai 1934 die Barmer Theologische Erklärung als das theologische Fundament der Bekennenden Kirche verabschiedet, um sich damit gegen die Einflussnahme der Nationalsozialisten auf die Kirche zu stellen. Durch das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes vom 29. Juli 1929 wurde Barmen zusammen mit den Städten Cronenberg, Elberfeld, Ronsdorf und Vohwinkel zunächst zu "Barmen-Elberfeld" vereinigt. Noch im selben Jahr beschloss die Stadtverordnetenversammlung der neu gegründeten Gemeinde, dem Preussischen Staatsministerium vorzuschlagen, die Stadt in "Wuppertal" umzubenennen. Dem Vorschlag wurde im Januar 1930 stattgegeben.

Einwohnerentwicklung


- 1807: 14.300
- 1840: 30.500
- 1860: 46.200
- 1871: 71.384
- 1880: 95.941
- 1885: 103.068
- 1895: 126.992
- 1900: 141.944
- 1910: 169.214
- 1925: 187.099

Wirtschaft und Infrastruktur

Mehrere Unternehmen, darunter der Barmer Bankverein, die Barmer Ersatzkasse und die Barmenia Versicherungen verwenden den Namen dieser Stadt. Bekannt ist auch die sog. Barmer Theologische Erklärung, mit der sich die Bekennende Kirche mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander setzte.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der ehemaligen Stadt


- 1820, 28. November, Friedrich Engels, † 5. August 1895 in London, Politiker, Ökonom, Philosoph
- 1861, 29. September, Friedrich Carl Duisberg, † 19. März 1935 in Leverkusen, Chemiker und Industrieller (erfand 1888 das erste Fiebermedikament und baute die Firma Bayer in Leverkusen auf)
- 1875, 3. Juli, Ferdinand Sauerbruch, † 2. Juli 1951 in Berlin, Chirurg
- 1890, 25. Juni, Else Brökelschen, † 22. Oktober 1976, deutsche Politikerin (DVP, CDU), MdB, MdL (Preußen)
- 1896, 5. April, Robert Tillmanns, † 12. November 1955 in Berlin, deutscher Politiker (CDU), MdB, Bundesminister für besondere Aufgaben Siehe auch die ausführliche Liste Söhne und Töchter der Stadt Wuppertal

Weblinks


- [http://www.spitzer-wuppertal.de/index.htm Barmer Bilderbogen]
- [http://www.wolfgang-mondorf.de/barmen.html Sehenswürdigkeiten in Wuppertal-Barmen]
- [http://mankel.free.fr/Wuppertal/stadtrundfahrt_barmen.htm Virtueller Stadtrundgang durch Wuppertal-Barmen] Kategorie:Stadtteil von Wuppertal

Wuppertal

Wuppertal ist die größte Stadt im Bergischen Land im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es liegt etwa in der geografischen Mitte des Verdichtungsraums Rhein-Ruhr, südlich des Ruhrgebiets im weiteren Umfeld der Großstädte Düsseldorf (zirka 30 km westlich), Köln (etwa 40 km südwestlich) und Essen (zirka 23 km nordwestlich). Wuppertal gehört mit seinen etwa 360.000 Einwohnern zu den mittleren Großstädten, aber immer noch zu den zehn größten Städten Nordrhein-Westfalens und bildet gleichzeitig eines der Oberzentren des Landes. Die Stadt Wuppertal wurde zum 1. August 1929 durch Vereinigung der kreisfreien Städte Elberfeld (Großstadt seit etwa 1883) und Barmen (Großstadt seit circa 1884) mit ihren zugehörigen Stadtteilen, den Städten Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel sowie des Ortsteils Beyenburg der damaligen Stadt Lüttringhausen (heute zu Remscheid gehörig) unter dem Namen "Barmen-Elberfeld" als kreisfreie Stadt gegründet. 1930 erfolgte nach einer Bürgerbefragung die Umbenennung in Wuppertal, womit die geographische Lage der Stadt an der Wupper zum Ausdruck gebracht wurde. Diese Städtefusion spiegelt sich auch heute noch im Stadtbild wider. So hat Wuppertal nach wie vor zwei größere urbane Zentren (Elberfeld und Barmen) und fünf weitere Stadtteile (Beyenburg, Cronenberg, Langerfeld, Ronsdorf und Vohwinkel) mit überwiegend kleinstädtischen Elementen. Von nahezu jedem Ort aus lässt sich jedoch in kurzer Zeit eine erholsame Grünzone oder gar ein ausgedehntes Waldgebiet auf den Höhen erreichen.

Geographie

Langerfeld Wuppertal liegt in einem Bogen der Wupper entlang der Grenze zum Niederbergischen im Norden und den Oberbergischen Hochflächen im Süden. Aufgrund der erheblichen Höhenunterschiede innerhalb des Stadtgebiets gibt es zahlreiche steile Straßen und viele Treppen. Daher gilt Wuppertal als die Stadt Deutschlands mit den meisten öffentlichen Treppen. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 94,5 km, die Länge der Wupper im Stadtgebiet beträgt 33,9 km. Höchster Punkt im Stadtgebiet ist der Lichtscheid mit 350 m über NN, der tiefste Punkt im Stadtgebiet liegt an der Wupper bei Müngsten mit 100 m über NN.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an Wuppertal; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Hattingen, Sprockhövel, Schwelm und Ennepetal (alle Ennepe-Ruhr-Kreis), Radevormwald (Oberbergischer Kreis), Remscheid und Solingen (beides kreisfreie Städte) sowie Haan, Mettmann, Wülfrath und Velbert (alle Kreis Mettmann).

Stadtgliederung

Kreis Mettmann Das Stadtgebiet Wuppertals ist in zehn Stadtbezirke eingeteilt. Die Stadtbezirke sind für statistische Zwecke in insgesamt 69 Quartiere unterteilt. Siehe hierzu Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Wuppertal

Geschichte

Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Wuppertal Erste Spuren von Menschen im Tal gehen auf das Jahr 1000 v. Chr. zurück. Eine zwei mal drei Meter große Eisenzeitliche Fundstelle mit Bruchstücken von Keramik wurde bei Erdarbeiten im Deweerthschen Garten (Elberfeld) im Jahr 2003 entdeckt. Die ursprünglichen Städte der heutigen Stadt Wuppertal entstanden etwa um die erste Jahrtausendwende. Sie wurden wie folgt erstmals urkundlich erwähnt: Cronenberg 1050, Barmen 1070, Elberfeld 1161, Schöller 1182, Ronsdorf 1246, Beyenburg 1298, Langerfeld 1304, Dönberg 1355 und Vohwinkel 1356. Die Gemeinden gehörten überwiegend zum Herzogtum Berg. Elberfeld wurde ab 1444 als "Freiheit" bezeichnet und hatte damit eine städtische Ratsverfassung. Das Stadtprivileg wurde jedoch erst 1610 erteilt und 1623 erweitert. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Elberfeld Sitz eines Landkreises, der aus den Bürgermeistereien Elberfeld und Barmen gebildet wurde. Ihm wurden 1820 die Gemeinden des Landkreises Mettmann angegliedert. Barmen wuchs aus verschiedenen Orten und Gehöften zusammen. Hauptort war Gemarke. 1808 wurde Barmen zur Stadt erhoben und gehörte ab 1815 zum Landkreis Elberfeld. Die Bürgermeisterei Barmen bestand aus der Stadt Gemarke, dem Flecken Wupperfeld (ab 1780 entstanden), den Dörfern Heckinghausen, Rittershausen und Wichlinghausen, dem Weiler Karnap und 58 kleineren Ortschaften und Gehöften. 1861 schieden Elberfeld und Barmen aus dem Landkreis Elberfeld aus und wurden kreisfreie Städte. Der verbleibende Rest des Landkreises Elberfeld wurde in Landkreis Mettmann (ab 1929 Landkreis Düsseldorf-Mettmann und ab 1975 erneut Kreis Mettmann) umbenannt. Ab 1885 wurden im Stadtkreis Barmen nur noch sieben Wohnplätze unterschieden: Stadt Barmen, Hatzfeld, Lichtenplatz, Westen, Heckinghausen, Heidt, Karnap. 1922 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck. In Elberfeld unterschied man 1885 insgesamt 20 Wohnplätze: Stadt Elberfeld, die Weiler Arrenberg, Hahnerberg, Hipkenberg, Ruthenbeck, Steinbeck, Stockmannsmühle, Theisbahn, Uellendahl, Weinberg, Wolfshahn und Wüstenhof, ferner einzelne Häuser sowie Funkloch. Später wurden weitere Güter erworben, so etwa Buchenhofen, Evertsaue, Kirbeberg und Schloss Lüntenbeck. Barmen-Elberfeld stellte gegen Ende des 19.Jahrhunderts das größte Wirtschaftszentrum des Deutschen Reichs, noch vor dem sich später entwickelnden Ruhrgebiet, das einen Gutteils seines Aufschwungs seiner Funktion als Rohstofflieferant der Wuppertaler Region zu verdanken hatte. Zahlreiche historische Transportstrecken führten zu den Stadtkreisen, wie z.B. die Bergische Eisenstraße oder mehrere Kohlenwege. Die heutige Bundesstraße 7 nach Hagen war eine der allerersten befestigten Straßen in Preußen. Der Eisenbahnbau nach Barmen-Elberfeld wurde frühzeitig von Düsseldorf (Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn), Köln und Hagen (Bergisch-Märkische Eisenbahn) aus forciert, mehrere Gesellschaften erschlossen eigene Trassen durch das Stadtgebiet. Auch hier stand die benötigte Transportkapazität für Rohstoffe und den weltweiten Versand der Erzeugnisse im Vordergrund. Das Bahnnetz erlaubte in seiner Vollausbaustufe den direkten Anschluss von Cronenberg (Burgholzbahn), Solingen (Korkenzieherbahn), Remscheid, Essen (Prinz-Wilhelm-Eisenbahn), Witten (Elbschetalbahn), Hattingen, Gevelsberg-Silschede, Mettmann, Wülfrath, Ratingen (Angertalbahn), dem Oberbergischen Land und dem märkischen Sauerland (Wuppertalbahn) mit jeweils einer eigenen Strecke. Das Barmen-Elberfelder Straßenbahnnetz zählte zu den vier größten des Deutschen Reichs und reichte von Hagen nach Düsseldorf (Ost/West) und von Essen nach Wermelskirchen (Nord/Süd). Um die Jahrhundertwende 1900 brachten Kleineisenhandwerk und Textilindustrie mit florierender Produktion und beachtlichem Handel beiden Städten einen kräftigen Wachstumsschub, der schließlich auch die Vereinigung nahe legte. Diese erfolgte zum 1. August 1929. Ab dem Ende der Weimarer Republik war Wuppertal eine Hochburg der Nazis in Westdeutschland. Kurz nach der Machtübernahme wurde von der SA zwischen Barmen und Beyenburg für kurze Zeit das KZ Kemna für politische Gegner eingerichtet, in dem auch mehrere Insassen getötet wurden. 1934 formierte sich dann der christliche Widerstand gegen Hitler in Wuppertal in der Barmer Bekenntnissynode. Unter der Federführung von Karl Barth verabschiedete die von Reformierten, Lutherischen und Unierten gebildete "bekennende Kirche" die Barmer Erklärung, das wichtigste Dokument kirchlicher Ablehnung der Naziherrschaft. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch schwere Angriffe der Alliierten (zweimal mit mehreren tausend Toten) teilweise zerstört. Doch konnte die Stadt dank ihrer Bürger und der industriellen Basis einen guten Neuanfang machen. Die Textilindustrie war bis weit in die siebziger Jahre wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stadt, bis diese durch die Globalisierung des Textilmarktes an Bedeutung verlor. Im Zuge der Gemeindereform 1975 wurden weitere Gebiete nach Wuppertal eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Religionen

Die Gemeinden der heutigen Stadt Wuppertal waren weit über die Grenzen für ihre religiöse, teils stark frömmelnde Sektiererei und konfessionelle Vielfalt bekannt. Ganze Stadtteile wie z.B. Ronsdorf wurden von abweichlerischen Gemeinden gegründet, die sich dadurch von den teilweise nur im Detail anders orientierten Glaubensrichtungen im Tal der Wupper absetzen wollten und denen die Stadt später den spöttischen Beinamen "Muckertal" verdankte. Das Gebiet der heutigen Stadt Wuppertal gehörte schon von Anfang an zum Erzbistum Köln. Elberfeld gehörte zum Archidiakonat des Domdekans und zum Dekanat Neuss. Zum Kirchspiel Elberfeld gehörte auch Unterbarmen. Oberbarmen hingegen gehörte zum Achidiakonat St. Georg im Dekanat Lüdenscheid. Erst um 1300 wurde Elberfeld eine eigene Gemeinde, nachdem sie zuvor zu Richrath gehörte. In Elberfeld wurde 1566 durch Peter Loh die Reformation nach reformiertem Bekenntnis eingeführt. Während der spanischen Besatzung wurde der evangelische Gottesdienst zwischen 1625 bis 1627 vorübergehend verboten. Ab 1690 gab es auch eine lutherische Gemeinde und ab 1847 eine niederländisch-reformierte Gemeinde. Nach dem Übergang der Stadt an Preußen unterstanden die reformierten und lutherischen Gemeinden Elberfelds zunächst dem Konsistorium in Düsseldorf, dann in Köln und schließlich ab 1822 in Koblenz, das seinerzeit Sitz der rheinischen Provinzialkirche wurde (heute Evangelische Kirche im Rheinland). Elberfeld wurde Sitz einer Kreissynode (heute Kirchenkreis), zu dem auch die protestantischen Gemeinden von Sonnborn, Vohwinkel, Cronenberg und Ronsdorf gehörten und bis heute gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Auch in Barmen, das aus einer Vielzahl von Siedlungen hervorging, wurde im 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt. Doch trennte sich die reformierte Gemeinde Gemarke erst 1702 von der Pfarrei Schwelm. Die lutherische Gemeinde Oberbarmen gar erst 1744. Deren Kirche befand sich in Wichlinghausen. Aus dieser trennte sich 1778 die Wupperfelder Gemeinde ab. Unterbarmen gehörte kirchlich zu Elberfeld. Auch Barmen wurde in preußischer Zeit Sitz einer Kreissynode (heute Kirchenkreis), zu dem heute alle protestantischen Gemeinden des Stadtteils Barmen gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Auch in den anderen heutigen Wuppertaler Stadtteilen wurde im 16. Jahrhundert die Reformation meist nach reformiertem Bekenntnis eingeführt. Später gab es auch lutherische Gemeinden. In einigen kleineren Orten entstanden erst sehr spät eigene reformierte beziehungsweise lutherische Gemeinden, so etwa in Beyenburg 1854 und in Vohwinkel 1886. Wenngleich in ganz Preußen 1817 die Union zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden eingeführt wurde, so blieben die jeweiligen Gemeinden jedoch ihrer bisherigen Tradition treu. So unterscheidet man heute in Wuppertal nach wie vor zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden. Einige Gemeinden wurden jedoch auch von Anfang an als "unierte" Gemeinden gegründet. Hierzu gehört die unierte Gemeinde Unterbarmen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Wuppertal-Barmen berühmt durch die Bekenntnissynode, die in der Zeit vom 29. bis 31. Mai 1934 in der Kirche Gemarke stattfand. Sie wurde von der Bekennenden Kirche einberufen und von lutherischen, reformierten und unierten Abgeordneten besucht. Hier entstand die so genannte Barmer Theologische Erklärung, die als eine der Bekenntnisgrundlagen der evangelischen Kirche gilt. Die wenigen Katholiken Wuppertals gehörten auch nach der Reformation zum Erzbistum Köln. So gab es etwa in Elberfeld 1658 nur noch sechs, in Barmen 1708 nur noch drei katholische Familien. In Barmen wurde jedoch zwischen 1708 und 1721 wieder eine katholische Kirche gebaut, die von Franziskanern aus Wipperfürth pastorisiert wurde. Um 1800 gab es in Barmen bereits 2000 Katholiken. Im 19. Jahrhundert nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung im gesamten Wuppertal stark zu. 1830 wurden in Elberfeld bereits 5.800 Katholiken gegenüber 24.300 Protestanten gezählt. In beiden Städten entstanden mehrere Pfarrgemeinden. Sowohl Elberfeld als auch Barmen wurde Sitz eines Dekanats innerhalb des Erzbistums Köln. Beide Dekanate bilden heute zusammen das "Stadtdekanat Wuppertal". Zum Dekanat Elberfeld gehören auch die Pfarrgemeinden Cronenberg, Ronsdorf (früher zu Barmen) und Vohwinkel, zum Dekanat Barmen die Pfarrgemeinden Langerfeld und Beyenburg. Die Tatsache, dass auch nach der Reformation im Wuppertal noch Katholiken ansässig waren, zeugt von der religiösen Toleranz in dieser Gegend. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits im 18. Jahrhundert zahlreiche Freikirchen und Sekten entstanden, die der Stadt Elberfeld bald den Beinamen "Stadt der 80 Sekten" einbrachte. So entstanden katholisch-apostolische und neuapostolische Gemeinden und 1840 entstand eine deutsch-katholische Gemeinde, 1847 eine altlutherische Gemeinde, um 1870 eine altkatholische Gemeinde und 1884 die erste theosophische Gesellschaft Deutschlands. Weiter entstanden Freikirchen (Siebenten-Tags-Adventisten, Mennoniten, Quäker, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Methodisten, die evangelische Gemeinschaft, Freie evangelische Gemeinden, die Heilsarmee) und andere Religionsgemeinschaften, wie etwa die Jehovas Zeugen, die Christian Science (Christliche Wissenschaft), die Christengemeinschaft und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Auch in Barmen entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche Freikirchen und sonstige Religionsgemeinschaften. Jüdische Gemeindemitglieder gab es in Elberfeld erst wieder ab 1694, nachdem sie 1595 auf Befehl des Herzogs von Berg vertrieben worden waren. In Barmen wurden 1802 zwei Familien gezählt. Im Jahre 1861 konnten die Juden beider Städte eine gemeinsame israelitische Gemeinde gründen, die jedoch in der Zeit der Nationalsozialisten unterging. Am 8. Dezember 2002 wurde die Neue Bergische Synagoge in Barmen eingeweiht. Siehe auch: Kirchen in Wuppertal

Eingemeindungen

Das Stadtgebiet Wuppertals entwickelte sich wie folgt: Bereits im Jahre 1807 wurde der Ort Sonnborn nach Elberfeld eingemeindet, jedoch später wieder ausgegliedert und 1888 erneut eingemeindet. Im Jahre 1924 erfolgte die Eingemeindung von Langerfeld und Nächstebreck (Kreis Hagen) in die Stadt Barmen. Sowohl Barmen als auch Elberfeld waren bereits seit 1. Juni 1861 kreisfreie Städte, welche zum 1. August 1929 auf Grund des "Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes", unter Einbeziehung der Städte Cronenberg und Vohwinkel (Kreis Mettmann), Ronsdorf (Kreis Lennep) sowie des Ortsteils Beyenburg der damaligen Stadt Lüttringhausen (Kreis Lennep) zur Stadt Barmen-Elberfeld vereinigt wurden. Am 25. Januar 1930 wurde die neue kreisfreie Stadt in Wuppertal umbenannt. Schließlich erfolgte am 1. Januar 1975 im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform die Eingliederung der Ortsteile Dönberg (Stadt Neviges, bis 1935 Hardenberg) und Dornap (Stadt Wülfrath) sowie der Gemeinde Schöller (Amt Gruiten), die alle bis dahin zum Kreis Mettmann gehörten.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Altersstruktur ist zur Zeit so verteilt:
- 0-18 Jahre: 17,9 %
- 18-65 Jahre: 63,1 %
- ab 65 Jahre: 19,0 % Der Ausländeranteil liegt zur Zeit bei 15,5 %.

Politik

In Elberfeld gab es bereits ab 1444 eine städtische Ratsverfassung mit einem Bürgermeister, einem Rat, einem Schultheißen und Schöffen. Nach der offiziellen Stadterhebung 1610 leitete ein herzoglicher Amtmann jährlich am 1. Mai die Wahl zum Bürgermeister, den Ratsverwandten (Senatoren) und den Beigeordneten. Ab 1807 wurde die Stadtverwaltung nach französischem Vorbild eingeführt und 1845 wurde die rheinische Gemeindeordnung ab 1857 die rheinische Städteordnung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand danach der Oberbürgermeister. In Barmen wurde nach der Stadterhebung 1808 zunächst die Munizipalverfassung mit einen Direktor an der Spitze der Stadt eingeführt. Ihm standen zwei Beigeordnete und 20 Munizipalräte zur Seite. 1809 leitete ein Maire die Stadt und später ein Bürgermeister. Spätestens seit 1861 als Barmen zur kreisfreien Stadt erhoben wurde, leitete ein Oberbürgermeister die Stadt. Nach der Vereinigung beider Städte mit anderen Städten zur neuen Stadt Barmen-Elberfeld (ab 1930 Wuppertal) leitete der bisherige Barmer Oberbürgermeister zunächst die Gesamtstadt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Oberstadtdirektoren von Wuppertal
- 1946 - 1958: Dr. Hans Bremme, zuvor Oberbürgermeister
- 1958 - 1971: Werner Stelly
- 1971 - 1980: Dr. Rolf Krumsiek
- 1980 - 1982: Friedrich Platte
- 1982 - 1988: Dr. Bodo Richter
- 1988 - 1996: Dr. Joachim Cornelius

Stadtrat

Der Rat der Stadt Wuppertal hat gegenwärtig (Stand: Oktober 2005) 74 Sitze (mit Überhangmandaten), die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen (nächste Wahl 2009):

Bürgermeister

Wappen

1996 Das Wappen der Stadt Wuppertal zeigt in Silber einen blau gekrönten, gezungten und bewehrten, zwiegeschwänzten roten Löwen auf einem goldenen Garnknäuel stehend und in den Pranken einen schwarzen Rost haltend. Die Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wurde am 29. Juni 1934 vom preußischen Staatsministerium verliehen. Bedeutung: Die Wappensymbole verbinden einerseits den bergischen Löwen mit dem Rost als Attribut des heiligen Laurentius (ehemalige Wappenbilder Elberfelds) und andererseits den bergischen Löwen und das Garnknäuel als Sinnbild der Garnproduktion (ehemalige Wappenbilder Barmens). Diese Symbole sind bereits seit dem 14. Jahrhundert in den Siegeln beider Städte nachweisbar.

Städtepartnerschaften

Wuppertal unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- 25px South Tyneside im Vereinigten Königreich, seit 1951
- 25px Saint-Étienne in Frankreich, seit 1960
- 25px Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Berlin, seit 1964 (damals mit Schöneberg)
- 25px Beerscheba in Israel, seit 1977
- 25px Košice in der Slowakei, seit 1980
- 25px Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern, seit 1987
- 25px Matagalpa in Nicaragua, seit 1987
- 25px Liegnitz in Polen, seit 1993

Kultur und Sehenswürdigkeiten

1993 Weltberühmt ist die Stadt für ihre Schwebebahn, eine kurze Beschreibung findet sich im Abschnitt Bauwerke. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das renommierte Von-der-Heydt-Museum, das Bergische Straßenbahnmuseum, das Uhrenmuseum (Abeler) mit Glockenspiel, das so genannte Engels-Haus, Wohnstätte von Friedrich Engels, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, das Brauhaus, der Zoologische Garten, der als einer der landschaftlich reizvollsten der Welt gilt, die historische Stadthalle am Johannisberg, eine der akustisch besten und architektonisch schönsten Konzerthallen Europas, sowie zahlreiche Gebäude aus der Gründerzeit in der Elberfelder Nordstadt, im Briller Viertel, Wichlinghausen und Vohwinkel. Insgesamt verfügt Wuppertal mit über 4.500 Baudenkmalen über den zweitgrößten Bestand des Landes Nordrhein-Westfalen. Ferner gibt es einen botanischen Garten, ein Hallenbad aus den 50er Jahren, die Schwimmoper, und verschiedene Freibäder. Im Gebiet um Wuppertal verlaufen mehrere Dialektgrenzen, siehe Dialekte in Wuppertal.

Theater und Musik

Dialekte in Wuppertal Zu den städtischen Wuppertaler Bühnen gehören das Opernhaus im Stadtteil Barmen (1907 erbaut, im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, bis 1956 wieder aufgebaut, seit 2003 wegen Renovierung geschlossen, Wiedereröffnung voraussichtlich 2008/09) und das Schauspielhaus im Stadtteil Elberfeld (erbaut 1966). Neben einem Opern- und Schauspielsensmble hat auch das für avantgardistische Choreographien weltweit bekannte Tanztheater Pina Bausch seinen Sitz bei den Wuppertaler Bühnen. Weitere Theater sind die "Comödie Wuppertal am Karlsplatz", "Müllers Marionettentheater", das Forum Maximum im Rex-Theater, das "TiC Theater in Cronenberg" sowie zahlreiche weitere Theaterensembles ohne eigene Spielstätte wie beispielsweise das "Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater", das "Griechische Theater Wuppertal" und "Das Vollplaybacktheater". Die Stadt Wuppertal unterhält das Sinfonieorchester Wuppertal, das 1919 aus den beiden Orchestern von Barmen und Elberfeld hervorgegangen ist. Weitere überregional bekannte Orchester und Musikvereine sind das "Akkordeon-Orchester Wupperspatzen e.V.", das "Bundesbahn-Orchester Wuppertal", das "Kammerorchester Wuppertal", die "Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal" und der "Orchesterverein Bayer Wuppertal". Ferner gibt es eine Vielzahl von Chören, darunter den überregional bekannten Knabenchor Wuppertaler Kurrende.

Museen

Die Sammlung des Von-der-Heydt-Museums ist vor allem aus privaten Schenkungen der Wuppertaler Industrie des 19./20. Jahrhunderts hervorgegangen und birgt vor allem eine exzellente Sammlung mit Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Das Museum für Frühindustrialisierung dokumentiert am Geburtsort Friedrich Engels' den Beginn der industriellen Revolution. Mit dem Fuhlrott-Museum besitzt Wuppertal ein regionales naturkundliches Museum. Des Weiteren befinden sich in Wuppertal ein Völkerkundemuseum, ein Uhrenmuseum und ein Bibelmuseum sowie die Bergischen Museumsbahnen. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge erinnert an die alte jüdische Gemeinde in Wuppertal.

Bauwerke

Fuhlrott-Museum Wuppertal ist vor allem bekannt durch die weltberühmte, von Eugen Langen konstruierte und 1901 offiziell eröffnete Schwebebahn. Die 13,3 km lange Bahn ist technisch eigentlich eine Hängebahn und wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen der Stadt beziehungsweise der damaligen Städte. Ihr Tragegerüst wurde bis 2004 weitgehend und historisch werktreu erneuert; gleichzeitig wurden die Haltestellen umgebaut und modernisiert. Die Schwebebahn bleibt damit, nach über 100 Jahren Betriebszeit, ein hochmodernes, sicheres und verhältnismäßig schnelles Nahverkehrssystem, das täglich von über 70.000 Fahrgästen genutzt wird.

Kirchen

Durch die vielen religiösen Gemeinschaften, die in Wuppertal existieren (s.o.), gibt es auch zahlreiche Kirchen. Da erst in den 80er Jahren die lutherischen und reformierten Gemeinden vereint wurden, gibt es in vielen Stadtteilen eine katholische und zwei evangelische Kirchen. Dies hat auch zur Säkularisation einiger Bauten geführt. Die älteste Wuppertaler Kirche ist die Alte reformierte Kirche in der Innenstadt Elberfelds.

Türme

Alte reformierte Kirche Auf den die Wupper säumenden Höhen stehen zahlreiche Türme, darunter fünf Aussichtstürme aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Es sind ein Bismarckturm, der Elisenturm, der Toelleturm, der Von-der-Heydt-Turm und der Weyerbuschturm. Außerdem prägen mehrere Wassertürme das Stadtbild, so z. B. das sog. Atadösken.

Treppen

Die Wohngebiete des 19. Jahrhunderts wurden allerdings für Fußgänger eingerichtet. Man zählt 469 öffentliche Treppen mit insgesamt 12.383 Stufen, 23 Treppen stehen unter Denkmalschutz. Die wohl bekannteste Treppe in Elberfeld ist das Tippen-Tappen-Tönchen, die längste durchgehend gerade ist die Jakobstreppe mit 155 Stufen, die die Friedrich-Ebert-Straße in Elberfeld-West mit dem Nützenberg verbindet.

Parks

In schöner landschaftlicher Lage befindet sich der Wuppertaler Zoo. In dem 20 Hektar großen Parkgelände finden 5.000 Tiere in rund 500 Arten aus allen Erdteilen ein Zuhause. In den Tierhäusern kann der Besucher unter anderem Menschenaffen, Affen, Bären, Großkatzen, Elefanten, Vögel, Fische und Reptilien aus nächster Nähe beobachten. Einige Parks Wuppertaler Großindustrieller sind heute öffentlich zugänglich, z.B. die Barmer Anlagen. Im Parkgelände "Auf der Hardt" befindet sich eine Freilichtbühne und der Botanische Garten der Stadt.

Sport

Das Wuppertaler "Stadion am Zoo" wurde 1924 eröffnet und ist das größte Stadion im bergischen Land. Hier wurden schon verschiedene Spitzensportveranstaltungen im Radsport, Motorradsport, Leichtathletik, Fußball und American Football abgehalten. Es ist unter anderem Austragungsort der Meisterschaftsspiele des Fußballregionalligisten Wuppertaler Sportverein (WSV Borussia). Die alte Radrennbahn im Stadion ist teilweise heute noch erhalten und steht unter Denkmalschutz. Ein weiteres großes Veranstaltungszentrum für Sport, aber auch für Unterhaltung, ist die "Unihalle", die im November 1987 eröffnet wurde. Sie ist die größte Mehrzweckhalle im bergischen Land mit circa 3.000 Sitzplätzen. Der erfolgreichste Handballverein Wuppertals ist der Zweitligist LTV Wuppertal. Mit dem SV Bayer Wuppertal ist die Stadt auch in der 1. Volleyball-Bundesliga erfolgreich vertreten. Außerdem war der 11-fache Deutsche Basketballmeister der Damen (1989 und 1993-2002), der Barmer TV bzw. Gold-Zack Wuppertal, bis zu seinem Konkurs hier beheimatet. Und mit Walter Sirrenberg stammt ein vielfacher Deutscher Meister im 4er-Gespannfahren (in den 1960er Jahren) aus der Bergischen Metropole.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Vohwinkeler Flohmarkt am letzten Sonntag im September in Vohwinkel, weltgrößter Eintages-Flohmarkt mit etwa 300.000 Besuchern jährlich.
- Cronenberger Werkzeugkiste: Volksfest in Cronenberg
- Bleicherfest in Heckinghausen
- Barmen Live in der Barmer Fußgängerzone am Himmelfahrtswochenende, 2005 Fronleichnam
- Wuppertal-24 Stunden live: So etwas wie Tag der offenen Tür in Wuppertaler Betrieben, Einrichtung und auch in historischen Gebäuden. Findet jedes Jahr Ende September statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die industrielle Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie geprägt. So hat auch das Zeichen der Bleicher - idS Textilveredlung Eingang in das Stadtwappen gefunden. Heute sind die Industriezweige Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik vorherrschend. Zudem gibt es Verlage und Landwirtschaft. In Cronenberg haben einige führende Unternehmen der Werkzeugindustrie ihren Sitz. Die Arbeitslosenquote beträgt zur Zeit 15,7 % (Stand: März 2005)

Schulden

Die Stadt hat aktuell 451 Mio. € Schulden (Stand: 31.08.2005)

Verkehr

Autobahn

Die Stadt Wuppertal ist gut an das Verkehrsnetz angebunden. Durch das Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 46, die von Düsseldorf kommend am nördlichen Stadtrand entlangführt und im Osten des Wuppertaler Stadtgebiets auf die von Köln kommende Bundesautobahn A 1 in Richtung Dortmund trifft.

Bundesstraßen

An Bundesstraßen führen die B 7, die B 51, die B 224 und die B 228 durch Wuppertal. Die B 7 ist die Hauptverkehrsachse der Stadt, denn sie verbindet seit 1788 die Stadtteile Barmen und Elberfeld. Am südlichen Stadtrand führt die Landesstraße L418 als vierspurige Schnellstraße von Elberfeld-West nach Ronsdorf.

Eisenbahn

Auch an das Eisenbahnnetz ist Wuppertal gut angebunden. Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Köln - Hagen beziehungsweise Düsseldorf - Hagen und ist Fernverkehrshalt. Der Hauptbahnhof befindet sich im Stadtteil Elberfeld, die RegionalBahn-Züge und einige RegionalExpress-Züge halten auch in Oberbarmen, Barmen und Vohwinkel. Mit Ausnahme der unter der Bezeichnung "Der Müngstener" verkehrenden Strecke von Wuppertal nach Remscheid (und weiter nach Solingen) sind sämtliche auf Wuppertaler Stadtgebiet von der oben genannten Hauptstrecke abzweigenden Äste mittlerweile stillgelegt. Zu nennen sind hier unter anderen die Nordbahn, die Burgholzbahn, auch "Samba" genannt, die Kohlenbahn, die Wuppertalbahn und weitere. Somit sind von einstmals 31 Bahnhöfen auf Wuppertaler Gebiet noch ganze zehn in Betrieb, davon neun Bahnhöfe auf der Hauptstrecke. In Wuppertal-Langerfeld befindet sich ein Containerbahnhof.

ÖPNV

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen neben der weltberühmten Schwebebahn (näheres siehe bei Sehenswürdigkeiten) etliche Buslinien der Wuppertaler Stadtwerke AG. Bis 1987 fuhren auch zahlreiche Straßenbahnlinien durch die Stadt. Alle Verkehrsmittel in Wuppertal sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen.

Ansässige Unternehmen

ehemalige
  - JP Bemberg AG, Glanzstoff, Enka, Akzo Nobel siehe auch: :Kategorie:Unternehmen (Wuppertal)

Medien

In Wuppertal befindet sich seit 1983 ein Studio des Westdeutschen Rundfunks (WDR), zuvor gab es dort nur ein Büro für das bergische Land. In diesem Studio werden die Regionalsendungen für Hörfunk und Fernsehen des WDR produziert. Ferner sendet aus Wuppertal die Lokalradiostation "Radio Wuppertal". Als Tageszeitung erscheint der "General-Anzeiger", die Wuppertaler Ausgabe der "Westdeutschen Zeitung" (WZ). Diese Zeitung hat in Wuppertal neben Düsseldorf und Krefeld ein Pressehaus. Daneben gibt es in Wuppertal eine Vielzahl von regionalen Anzeigenblättern beziehungsweise Wochenmagazinen, darunter z.B. "Wuppertaler Rundschau", "Ronsdorfer Sonntagsblatt", "Ronsdorfer Wochenschau", "Cronenberger Woche", "Cronenberger Anzeiger", "Bergische Blätter" und "Bergische Zeit".

Öffentliche Einrichtungen

Wuppertal ist Sitz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Remscheid-Solingen. Ferner haben hier der Verein "Blaues Kreuz in Deutschland e.V." sowie der reformierte Bund, der Dachverband von reformierten Kirchen, Gemeinden und Einzelpersonen ihren Sitz ebenso wie der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Nordrhein-Westfalen DPWV.

Bildung

DPWV
- Bergische Universität Wuppertal; gegründet 1972 als Gesamthochschule Wuppertal durch Zusammenschluss der Abteilung Wuppertal der pädagogischen Hochschule Rheinland und der Fachhochschule Wuppertal. 1983 wurde sie zur Universität-Gesamthochschule erweitert. An der Bergischen Universität lehren 330 Professoren in 7 Fachbereichen. Immatrikuliert sind 14.500 Studenten. Außer den traditionellen Ingenieurstudiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen wird diese moderne Hochschule gekennzeichnet durch viel beachtete neue Forschungsprojekte und ausgeprägten Praxisbezug.
- Kirchliche Hochschule Wuppertal; gegründet 1935 als "Hochschule für reformatorische Theologie" von der bekennenden Kirche. Sie wurde jedoch von den Nationalsozialisten sofort verboten, konnte jedoch bis 1941 im Untergrund weiter arbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder eröffnet und ist seit 1975 eine Einrichtung der evangelischen Kirche im Rheinland. Sie kooperiert mit der bergischen Universität Wuppertal.
- Hochschule für Musik Köln Standort Wuppertal: In der kleinen Abteilung der Kölner Musikhochschule am Arrenberg studieren ca. 220 Studenten. Sie ging aus dem Wuppertaler Konservatorium hervor, das 1972 an die Kölner Hochschule angeschlossen wurde. Hier findet sich der europaweit einzige Lehrstuhl für Mandoline.
- Das renommierte Wuppertal-Institut für Klimaforschung hat seinen Sitz in Wuppertal.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Wuppertal hat seit ihrer Gründung 1929/30 folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler (nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aberkannt)
- 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1933: August Wilhelm von Preußen, SA-Oberführer
- 1951: Prof. Dr. Gerhard Domagk, Bakteriologe und Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie
- 1952: Eduard von der Heydt, Bankier und Kunstsammler
- 1980: Herrmann Herberts, Oberbürgermeister 1956 bis 1961 und 1964 bis 1969
- 1991: Dr. Johannes Rau, Oberbürgermeister Wuppertals, Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und Bundespräsident
- 1993: Kurt Drees, Bürgermeister
- 1998: Gottfried Gurland, Oberbürgermeister
- 1998: Ruth Kolb-Lünemann, Mitglied des Rates der Stadt 1952 bis 1994
- 2000: Ursula Kraus, Oberbürgermeisterin 1984 bis 1996, Mitglied des Rates 1984 bis 1999 und Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalens 1980 bis 1996
- 2001: Dr. Jörg Mittelsten-Scheid, persönlich haftender Gesellschafter der Firma Vorwerk & Co., 1985 bis 1997 Präsident der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid
- 2005: Dr. Willfried Penner, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages Neben dem Ehrenbürgerrecht stiftet die Stadt Wuppertal seit 1966 einen Ehrenring, der an Persönlichkeiten verliehen werden kann, die sich um das Wohl der Stadt in besonderer Weise verdient gemacht hat. Er wurde seither schon mehr als dreißig Mal verliehen.

Söhne und Töchter der Stadt

In Wuppertal und in den Städten, die noch vor der Vereinigung im Jahr 1929 selbstständig gewesen, sind eine Reihe von Personen geboren, die über die Stadtgrenzen hinaus berühmt geworden sind. Ihr Wirkungskreis selbst lag häufig außerhalb der Stadtgrenze. Zu erwähnen ist aber der 1820 geborene Friedrich Engels, der gemeinsam mit Karl Marx das Kommunistische Manifest entwickelte. Friedrich Carl Duisberg, geboren 1861, war als Chemiker und Industrieller Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich an der Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland beteiligt. Im Bereich der deutschen Lyrik machte sich die 1869 geborene Else Lasker-Schüler einen Namen. 1875 wurde der unter anderem in der Berliner Charité berühmt gewordene Chirurg Ferdinand Sauerbruch geboren. Beliebt als Fernsehkommissar ist der Schauspieler Horst Tappert, der im Jahr 1923 im Ortsteil Elberfeld geboren ist. Zwei Jahre war Johannes Rau Oberbürgermeister von Wuppertal, bekannt ist er aber als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen geworden; dieses Amt übte er zwanzig Jahre aus. Der im Jahr 1931 geborene Rau hatte mit der Wahl zum Bundespräsidenten das höchste Staatsamt bekleidet (1999-2004). Die bekannteste Vertreterin der Feministen, Alice Schwarzer, ist 1942 in Wuppertal geboren.
- Hier eine ausführliche Liste der Wuppertaler Persönlichkeiten

Sonstiges


- 1829 gründete der Barmer Johann Gottfried Leipoldt im Auftrag der Rheinischen Missionsgesellschaft die Missionsstation und heutige Kleinstadt Wupperthal in Südafrika.

Literatur


- Heinrich Silbergleit (Hrsg.): Preußens Städte - Denkschrift zum 100jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808; hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Prof. Dr. Heinrich Silbergleit, Berlin 1908
- Erich Keyser (Hrsg):

Commerzbank AG

Die Commerzbank AG ist 2005 nach der Deutschen Bank und der Übernahme der HVB Group das zweitgrößte Kreditinstitut Deutschlands und Mitglied in der Cash Group. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist als Universalbank tätig. Vorstandssprecher ist Klaus-Peter Müller.

Geschichte

vor 1945

Am 26. Februar 1870 gründeten vorwiegend hanseatische Kaufleute, Merchant Banker und Privatbankiers, u. a. M. M. Warburg & CO, die Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg. 1873 wurde die Tochtergesellschaft London and Hanseatic Bank gegründet, die bis zum 1. Weltkrieg tätig war. In Deutschland war die Commerzbank nur in Hamburg tätig, bis 1897 Filialen in Berlin und Frankfurt am Main errichtet wurden. Nach der 1905 erfolgten Fusion mit der Berliner Bank AG verlegte die Commerzbank ihren Sitz nach Berlin. Im Jahre 1920 fusionierte die Commerzbank AG mit der Mitteldeutschen Privatbank AG in Magdeburg zur Commerz- und Privatbank AG und gewann dadurch ein dichtes Filialnetz in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den 1920er Jahren wurden viele kleinere Banken übernommen, unter anderem 1922 der Hessische Bankverein in Kassel und 1929 die Mitteldeutsche Creditbank in Frankfurt am Main. Während der Weltwirtschaftskrise musste die Commerzbank 1932 auf Anordnung der Reichsregierung mit dem Barmer Bankverein fusionieren, der ein dichtes Filialnetz in Nord- und Westdeutschland besaß. Bedingt durch die Bankenkrise hatte das Deutsche Reich bis 1937 eine Mehrheitsbeteiligung an der Commerzbank, die dann an private Anteilseigner überführt wurden. 1940 wurde der bereits in der Öffentlichkeit verwendete Name Commerzbank Aktiengesellschaft angenommen. 1940] 1940

nach 1945

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die Großbanken zerschlagen und in ihrer Geschäftstätigkeit auf die jeweilige Besatzungszone beschränkt. In der sowjetischen Besatzungszone wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt, die Gebäude und Betriebseinrichtungen wurden ohne Entschädigung enteignet. Es entstehen aufgrund von Gesetzen der Militärregierung zwischen 1945 und 1948 die Nachfolgeinstitute Mitteldeutsche Creditbank in Frankfurt, der Bankverein für Württemberg-Baden in Stuttgart, die Bayerische Disconto-Bank in Nürnberg und die Bremer Handels-Bank in Bremen, die Mittelrheinische Bank in Mainz, der Bankverein Westdeutschland in Düsseldorf, die Hansa-Bank in Hamburg, die Merkur-Bank in Hannover und die Holsten-Bank in Kiel mit jeweils eigener Organisation und Geschäftsführung. Mit Erlass des Großbankengesetzes 1952 werden die einzelnen Nachfolgeinstute zusammengeführt zum Bankverein Westdeutschland in Düsseldorf, der Commerz- und Discontobank in Hamburg und der Commerz- und Credit-Bank in Frankfurt. Die Aktionäre des Altinstitutes erhielten jeweils anteilig Aktien an den drei neuen Instituten. Am 24. Dezember 1956 wird das Gesetz zur Aufhebung der Beschränkung des Niederlassungsbereiches von Kreditinstituten verkündet. Das Düsseldorfer Institut erwirbt jeweils Mehrheitsbeteiligungen an den anderen beiden Instituten. 1958 fusionieren die Institute und benennen sich zur Commerzbank AG um. Der juristische Sitz wird nach Düsseldorf verlegt. Die Altbank, deren Vermögen praktisch nur noch aus Ersatzansprüchen aus der Enteignung des Vermögens in der sowjetischen Besatzungszone besteht, wird in Commerzbank AG von 1870 umbenannt. 1969 wird die Commerzbank International S.A. in Luxemburg. 1971 gründete die Commerzbank als erstes deutsches Kreditinstitut eine Filiale in New York (USA). 1994 gründet die Commerzbank die comdirect bank GmbH, die 1999 zur comdirect bank AG umfirmiert wurde. 2001 Verschmelzung der CICM (Commerzbank International Capital Management GmbH, Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden außerhalb Deutschlands) auf die Commerzinvest (Commerzbank Investment Management GmbH, Spezialfondstochter). 2002 Verschmelzung der drei in Deutschland ansässigen vermögensverwaltenden Tochtergesellschaften ADIG (Allgemeine Deutsche Investmentgesellschaft mbH, Publikumsfondstochter), Commerzinvest und CAM (Commerz Asset Managers GmbH, Research und Portfolio Management) zur COMINVEST (Cominvest Asset Management GmbH). Der Markenname ADIG wird für die Publikumsfonds der Cominvest beibehalten. Publikumsfonds

Gegenwart

Die Hauptverwaltung der Commerzbank AG befindet sich in Frankfurt am Main im zweithöchsten Bürogebäude Europas, dessen Spitze 300 m (259 m ohne Antenne) das Frankfurter Bankenviertel überragt. Das Commerzbank-Hochhaus wurde bis 1996 nach Entwürfen des Architekten Sir Norman Foster errichtet. Im Jahre 2004 übernahm die Commerzbank Teile der im oberfränkischen Hof beheimateten, finanziell angeschlagenen SchmidtBank.

Wesentliche Beteiligungen (Auswahl)


- 72,0 % - BRE Bank SA (Polen)
- 80,0 % - comdirect Bank AG, Quickborn
- 1,6 % - MedioBanco (Spanien)
- 1,1 % - Generali-Gruppe
- - COMINVEST Asset Mangement S.A., Luxemburg
- - Caisse Centrale de Réescompte, S.A. (Frankreich)
- - Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG (Luxemburg)
- - Jupiter International Group plc (Großbritannien)
- - Korea Exchange Bank (Südkorea)
- - P.T. Bank Finconesia (Indonesien)
- - Essen Hyp - Hypothekenbank in Essen AG
- - pdv.Com Beratungs GmbH in Bremen
- - Afina Pentor (Spanien) daneben bestehen Industriebeteiligungen unter anderen an: ThyssenKrupp AG, MAN AG, Linde AG

Literatur


- Commerzbank AG (Hrsg.), 100 Jahre Commerzbank 1870-1970; Frankfurt a.M. 1970
- Commerzbank AG (Hrsg.), Die Bank - Dienstleister im Wandel. 125 Jahre Commerzbank; Frankfurt a.M. 1995
- Ludolf Herbst u. Thomas Weihe (Hrsg.), Die Commerzbank und die Juden 1933-1945 München 2004
- Detlef Krause, Die Anfänge der Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg; in: Bankhistorisches Archiv 23 (1997), 20-55
- ders., Das Historische Archiv der Commerzbank AG; in: Archiv und Wirtschaft 23 (1990), 52-56
- ders., Die "Commerz- und Disconto-Bank" in Berlin. Von der Niederlassung zur Hauptverwaltung einer Großbank; in: Kristina Hübener, Wilfried G. Hübscher u. Detlev Hummel (Hrsg.), Bankgeschäfte an Havel und Spree. Geschichte - Traditionen - Perspektiven; Potsdam 2000, 157-189
- Herbert Wolf, Das Ende privater Banktätigkeit in Mitteldeutschland - dargestellt am Beispiel der Commerzbank; in: Bankhistorisches Archiv, 16 (1990), 116-125

Weblinks


- [http://www.commerzbank.de/ Commerzbank AG]
- [http://www.comdirect.de/ comdirect bank AG]
- [http://www.cominvest-am.de/ Cominvest Asset Management GmbH]
- [http://www.adig.de/ ADIG Investment] Kategorie:Kreditinstitut Kategorie:Unternehmen (Frankfurt am Main) Kategorie:Markenname

1924

Ereignisse


- 18. April: Frankreich. Raoul Pescara fliegt mit seinem Hubschrauber über 736 m (Weltrekord)
- 24. April: England, kurz vor der Küste über dem Kanal verunglückt eine Fokker F-3 der KLM. 3 Tote
- Die Mordserie des Friedrich Haarmann wird aufgeklärt

Politik


- 1. Januar: Ernest Chuard wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Großdeutsche Volksgemeinschaft wird als Ersatzorganisation für die nach dem Fehlschlag des Hitlerputsches in München verbotene NSDAP gegründet
- 9. Januar: Ein rechter Trupp unter dem Kommando Edgar Jungs ermordet in Speyer Heinz Orbis. Bischof Dr. Ludwig Sebastian verweigert Heinz Orbis kirchliches Begräbnis
- 21. Januar: UdSSR. Tod Lenins (Wladímir Iljítsch Uljánow)
- 12. Februar Die deutsche Reichsregierung erlässt die Verordnung zur Schaffung der Deutschen Reichsbahn als staatliches Unternehmen
- 12. Februar: Mit dem Sturm auf das Bezirksamt in Pirmasens endet die separatische Episode in der Pfalz. Es kommen 23 Menschen zu Tode, es gibt viele Verletzte
- 22. Februar: In Magdeburg wird das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ als Organisation aller republiktreuen Frontkämpfer gegründet
- 3. März: Die Türkei beschließt die Abschaffung des Kalifats
- 29. März: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bayern
- 4. Mai: Bei Reichstagwahlen in der Weimarer Republik erringen die radikalen Parteien (Kommunisten und Nationalsozialisten) starke Gewinne
- 1. September Die Verträge für den Dawes-Plan zur Zahlung der Reparationen durch Deutschland werden unterschrieben
- 30. August Aufgrund der Forderungen des Dawes-Plans Gesetz zur Gründung der privatwirtschaftlichen Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft
- 26. November: Die Mongolische Volksrepublik wird gegründet.
- Max Brauer wird als Nachfolger des verstorbenen Bernhard Schnackenburg Oberbürgermeister von Altona
- Gründung des „Rotfrontkämpferbundes“ den die KPD als Gegenorganisation zum Reichsbanner gründete. Führer waren Ernst Thälmann und Willy Leow
- Deutscher Tag in Halle. Sammlung von rechtsradikalen Frontsoldaten und Freikorpskämpfer zum Sturz der Republik
- „Bevölkerungsaustausch“ (wechselseitige Vertreibung) zwischen Türkei und Griechenland (siehe Vertrag von Lausanne)

Wissenschaft und Technik


- 11. Mai: Die erste Kölner Messe wird vom Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet und findet auf dem neu errichteten Messegelände am Deutzer Ufer statt
- 14. Juni: Der erste Radiosender Ostpreußens (Ostmarken-Rundfunk AG) nimmt in Königsberg den Betrieb auf, s. Geschichte des Hörfunks
- 2. Dezember: Die erste Funkausstellung in Berlin wird eröffnet
- Louis de Broglie veröffentlicht seine These, dass Elektronen auch Welleneigenschaften besitzen
- Albert Einstein verallgemeinert die von Satyendra Nath Bose aufgestellte Statistik (Bose-Einstein-Kondensation, erst 1995 experimentell nachgewiesen)
- Patrick Maynard Stuart Blackett macht Kernreaktionen in einer Nebelkammer sichtbar
- August Pfund entdeckt die ihm benannte Serie im Spektrum des Wasserstoffs
- Hans Berger gelingt das erste Elektroenzephalogramm (EEG) des Menschen

Luftfahrt


- Erstflug der Latécoère Laté 15
- 27. August: Der Zeppelin LZ126 (später ZR-3 „USS Los Angeles“), Teil deutscher Reparationsleistungen, landet auf dem US-Marineflugplatz Lakehurst

Kunst und Kultur


- 1. Januar: Uraufführung des Films Menschen und Masken in Berlin
- 1. Januar: Die Krolloper in Berlin wird eröffnet
- 18. März: Der Stummfilm „Der Dieb von Badgad“ wird in den USA uraufgeführt
- 27. März: Uraufführung der Oper Irrelohe von Franz Schreker in Köln
- 17. Juni: Uraufführung der Oper Abenteuer des Casanova von Volkmar Andreae in Dresden
- 11. November: Uraufführung der Oper Das Herz Ilsées von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag
- 15. November: Uraufführung der Komödie Don Gil von den grünen Hosen von Walter Braunfels an der Staatsoper München
- 1. Dezember: Uraufführung des Musicals Lady Be Good von George Gershwin am Liberty Theatre in New York
- 25. Dezember: Der Spielfilm „Quo Vadis“ wird in Berlin uraufgeführt
- Schlager des Jahres ist „Warte, warte nur ein Weilchen“ von Walter und Willi Kollo

Katastrophen


- 10. Januar: Untergang des U-Bootes L 24 nach einer Kollision mit dem Linienschiff „Resolution“ (beide Großbritannien. Alle 48 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen ums Leben
- 16. Januar: Strandung des Leichten Kreuzers „Tacoma“ USA vor dem Hafen von Veracruz (Mexiko). 5 Tote, 20 Verletzte und Totalverlust des Kreuzers

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. Mai: VIII. Olympische Spiele der Neuzeit in Paris
- Gründung des Weltschachverbandes FIDE
- Reichsarbeitersportwoche in Lübeck

Geboren


- 1. Januar: Klaus Junge, deutscher Schachmeister († 1945)
- 1. Januar: Jacques Le Goff, französischer Historiker
- 1. Januar: Charles Munger, US-amerikanischer Manager
- 1. Januar: Arthur C. Danto, US-amerikanischer Philosoph und Kunstkritiker
- 3. Januar: André Franquin, belgischer Comiczeichner († 1997)
- 3. Januar: Otto Beisheim, Kaufmann, Unternehmer, Gründer des Unternehmens Metro
- 4. Januar: Marianne Werner, deutsche Leichtathletin
- 6. Januar: Katy Jurado, mexikanische Schauspielerin († 2002)
- 6. Januar: Earl Scruggs, US-amerikanischer Musiker
- 7. Januar: Geoffrey Bayldon, britischer Schauspieler
- 8. Januar: Karl Schleinzer, österreichischer Politiker und Minister († 1975)
- 9. Januar: Carola Braunbock, deutsche Schauspielerin († 1978)
- 9. Januar: Josef Angenfort, deutscher Widerstandskämpfer und Politiker (KPD und DKP)
- 10. Januar: Eduardo Chillida, Bildhauer († 2002)
- 10. Januar: Max Roach, Jazz-Schlagzeuger
- 11. Januar: Slim Harpo, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1970)
- 12. Januar: Olivier Gendebien, Rennfahrer († 1998)
- 15. Januar: Georg Ratzinger (Kirchenmusiker), deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenmusiker
- 16. Januar: Aleksandar Tišma, serbischer Schriftsteller († 2003)
- 19. Januar: Georgia Kullmann, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 19. Januar: Friedl Hofbauer, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 20. Januar: Slim Whitman, US-amerikanischer Countrysänger
- 21. Januar: Benny Hill, britischer Komödiant († 1992)
- 21. Januar: Telly Savalas, Schauspieler († 1994)
- 22. Januar: Ortvin Sarapu, neuseeländischer Schachspieler estnischer Herkunft. († 1999)
- 22. Januar: Ján Chryzostom Korec, Slowak. Jesuit, Bischof von Nitra und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 22. Januar: J. J. Johnson, US-amerikanischer Jazz-Musiker († 2001)
- 23. Januar: Eugen Glombig, deutscher Politiker († 2004)
- 23. Januar: Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker († 1994)
- 24. Januar: Guillermo Suárez Mason, argentinischer General († 2005)
- 26. Januar: James McCord, einer der 5 Einbrecher des Watergate-Hotels
- 26. Januar: Alice Babs, schwedische Schlager- und Jazzsängerin
- 27. Januar: Sabu, indischer Schauspieler († 1963)
- 27. Januar: Rauf Denktaş, türkisch-zypriotischer Politiker
- 29. Januar: Edi Finger, Sportjournalist und erster österreichischer TV-Sportreporter († 1989)
- 30. Januar: Hans Künzi, Schweizer Politiker (FDP) († 2004)
- 31. Januar: Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur († 1994)
- 2. Februar: Elfi von Dassanowsky, österreichische Sängerin, Pianistin und Filmproduzentin
- 2. Februar: Sonny Stitt, US-amerikanischer Saxophonist († 1982)
- 3. Februar: Edward Palmer Thompson, britischer Historiker, Sozialist und Friedensaktivist († 1993)
- 3. Februar: Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern, Chef des „Fürstlichen Hauses Hohenzollern“
- 3. Februar: Robert Schlienz, deutscher Fußball-Nationalspieler († 1995)
- 3. Februar: Bully Buhlan, deutscher Jazz- und Schlagersänger, Pianist, Schlagerkomponist und Schauspieler († 1982)
- 3. Februar: Andrzej Szczypiorski, polnischer Schriftsteller († 2000)
- 4. Februar: Karl Adam (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler († 1999)
- 5. Februar: Alexander Matwejewitsch Matrossow, eine Symbolfigur der Roten Armee und Held der Sowjetunion († 1943)
- 5. Februar: Hilde Sochor, Schauspielerin
- 8. Februar: Khamtay Siphandone, Präsident von Laos
- 11. Februar: John Patty, ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler
- 14. Februar: Ralf Arnie, Komponist († 2003)
- 19. Februar: David Bronstein, russischer Schachgroßmeister
- 19. Februar: František Vláčil, († 1999)
- 20. Februar: Sidney Poitier, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Februar: Robert Gabriel Mugabe, Chef der ZANU-Partei und Staatsoberhaupt von Simbabwe
- 21. Februar: Silvano Piovanelli, Erzbischof von Florenz und Kardinal
- 23. Februar: Claude Sautet, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur († 2000)
- 26. Februar: Erwin Hegemann, Künstler († 1999)
- 27. Februar: Heimo Erbse, deutscher Komponist und Opernregisseur († 2005)
- 28. Februar: Christopher C. Kraft, US-amerikanischer Raumfahrtingenieur
- 29. Februar: Will Elfes, deutscher Bildhauer und Musiker († 1971)
- 1. März: Deke Slayton, US-amerikanischer Astronaut († 1993)
- 2. März: Wolf in der Maur, österreichischer Journalist und Herausgeber († 2005)
- 2. März: Günter Waldorf, österreichischer Maler
- 3. März: Johnson Aguiyi-Ironsi, 1966 Militärdiktator und Staatspräsident von Nigeria († 1966)
- 3. März: Ottmar Walter, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 3. März: Lys Assia, Schweizer Sängerin und Schauspielerin
- 4. März: Fritz Hofmann (Politiker), Schweizer Politiker († 2005)
- 6. März: Oskar Marczy, deutscher Politiker
- 7. März: Hans Schicker, bekanntester Geigenbauer in Freiburg des 20. Jhdts. († 2001)
- 7. März: Eduardo Paolozzi, ein schottischer Graphiker und Bildhauer († 2005)
- 11. März: Erich Schmitt, deutscher Karikaturist († 1984)
- 11. März: Franco Basaglia, italienischer Psychiater († 1980)
- 11. März: Jozef Tomko, Kardinal
- 13. März: Karl Ahrens, deutscher Politiker
- 16. März: Wolfgang Kieling, deutscher Schauspieler († 1985)
- 18. März: Alexandre José Maria dos Santos, Erzbischof von Maputo und Kardinal
- 20. März: Walter Klingenbeck, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus († 1943)
- 22. März: Al Neuharth, Manager
- 24. März: Karl-Heinz Günther, deutscher Kriminalschriftsteller († 2005)
- 27. März: Sarah Vaughan, US-amerikanische Jazz-Sängerin († 1990)
- 28. März: Gerhard Fritsch, österreichischer Schriftsteller († 1969)
- 30. März: Milko Kelemen, kroatischer Komponist, Begründer der Zagreber Biennale (1959)
- 2. April: Ludwig Leo, Architekt
- 2. April: Hans Faillard, Professor für Biochemie und physiologische Chemie († 2005)
- 3. April: Doris Day, Schauspielerin und Sängerin
- 3. April: Marlon Brando, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 6. April: Rewol Samuilowitsch Bunin, russischer Komponist († 1976)
- 7. April: Johannes Mario Simmel, österreichischer Schriftsteller
- 8. April: Günter Pfitzmann, deutscher Schauspieler und Kabarettist († 2003)
- 8. April: Fritz Molden, österreichischer Widerstandskämpfer, Journalist, Verleger und Diplomat
- 10. April: Wolfgang Menge, deutscher Reporter und Drehbuchautor
- 12. April: Raymond Barre, französischer Politiker
- 13. April: Stanley Donen, US-amerikanischer Regisseur und Choreograf
- 15. April: Neville Marriner, britischer Dirigent und Geiger
- 17. April: Kazimierz Dejmek, polnischer Theaterregisseur († 2002)
- 18. April: Clarence Gatemouth Brown, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 2005)
- 19. April: Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler († 1974)
- 19. April: Masaru Kawasaki, japanischer Komponist und Professor
- 21. April: Annemarie Griesinger, deutsche Sozialpolitikerin
- 23. April: Ruth Leuwerik, Star des Wirtschaftswunder-Kinos der 1950er Jahre
- 23. April: Maria von Wedemeyer, Verlobte von Dietrich Bonhoeffer († 1977)
- 25. April: Brigitte Freyh, deutsche Politikerin
- 27. April: Lena Stumpf, deutsche Leichtathletin
- 28. April: Kenneth Kaunda, Präsident Sambias von 1964 bis 1991
- 29. April: Zizi Jeanmaire, Balletttänzerin
- 30. April: Ilja Prachař, tschechischer Schauspieler († 2005)
- 1. Mai: Grégoire Kayibanda, ruandischer Politiker († 1976)
- 1. Mai: Wiktor Petrowitsch Astafjew, russischer Schriftsteller († 2001)
- 2. Mai: Kurt Ludwig, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1995)
- 2. Mai: Günter Wöhe, Experte für Betriebswirtschaftslehre
- 3. Mai: Ken Tyrrell, britischer Rennfahrer und Gründer des Tyrrell-Formel 1-Teams († 2001)
- 3. Mai: Jehuda Amichai, deutsch-israelischer Lyriker († 2000)
- 4. Mai: Uwe Faerber, deutscher Musikwissenschaftler
- 4. Mai: Otto Grünmandl, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller († 2000)
- 6. Mai: Patricia Kennedy Lawford, Mitglied der Kennedy-Familie
- 7. Mai: Marjorie Boulton, englische Literaturwissenschaftlerin
- 9. Mai: Bulat Schalwowitsch Okudschawa, russischer Dichter und Liedermacher († 1997)
- 11. Mai: Antony Hewish, britischer Radioastronom und Nobelpreisträger
- 11. Mai: Jörg Mauthe, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker († 1986)
- 11. Mai: Luděk Pachman, tschechisch-deutscher Schachspieler († 2003)
- 15. Mai: Chargesheimer, Fotograf
- 20. Mai: Otto Häuser, satirischer Schriftsteller
- 21. Mai: Ludwig von Friedeburg, deutscher Soziologe
- 21. Mai: Alois Derfler, Präsident des österreichischen Bauernbundes (†