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Barthold Georg Niebuhr
Barthold Georg Niebuhr ( - 27. August 1776 in Kopenhagen, † 2. Januar 1831 in Bonn) war ein bedeutender deutscher Althistoriker.
Sohn des großen Orientreisenden Carsten Niebuhr, arbeitete Barthold Georg Niebuhr zuerst in dänischem Staatsdienst, trat dann 1806 in den Dienst des preußischen Staates in Berlin (bis 1810), hielt seit 1810 Vorlesungen an der neugegründeten Universität Berlin, war 1816–1823 preußischer Gesandter beim Heiligen Stuhl und seit 1825 Professor in Bonn.
Niebuhr war Mitbegründer der philologisch-kritischen Geschichtswissenschaft, die er an der älteren römischen Geschichte in Auseinandersetzung mit Titus Livius entwickelte. Seine Schlussfolgerungen nicht zuletzt auch gegen die Quellenauslegung von Machiavelli in dessen Discorsi über den römischen Staat waren zwar nicht immer zutreffend – nicht selten hatte Machiavelli gegenüber Niebuhr recht. Allerdings war mit Niebuhrs Ansatz auf methodischem und methodologischem Gebiet dennoch eine bahnbrechende Weichenstellung vollzogen worden, die zur Herausbildung der neueren klassischen Altertumswissenschaft führte. Trotz mancher nicht haltbaren Schlussfolgerungen aus seiner Quellenkritik an Titus Livius und anderen bezogen nicht wenige bedeutende Altertumswissenschaftler und Historiker sich auf das Werk von Niebuhr. Beispielsweise Otfried Müller, Theodor Mommsen, Jacob Burckhardt, ja selbst Leopold von Ranke und Johann Gustav Droysen lassen sich hier nennen. Die Entwicklung der Geschichtskonzeption des Historismus, die fraglos besonders durch Ranke aufkommt, lässt sich nicht ohne den Bezug auf Niebuhr erklären.
Niebuhr ist es in jedem Falle zu danken, dass sich die Geschichtswissenschaft aus der Rolle eines Nebenfachs der Philosophie, der Rechtswissenschaft, und der Staatswissenschaft zu einer eigenständigen wissenschaftlichen und Disziplin erhob und somit zu einem eigenständigen akademischen Studienfach wurde.
Hauptwerk:
Römische Geschichte bis 241 v. Chr. 1811–1832.
Literatur
- Bernd Dreher, in: Köln: Das Reiterdenkmal für König Friedrich Wilhelm III. von Preußen auf dem Heumarkt. Köln 2004, S. 330-333 ISBN 3-7616-1796-8
- Gerrit Walther, Niebuhrs Forschung (Frankfurter historische Abhandlungen Bd. 35), Stuttgart 1993.
Weblinks
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- [http://www.klassiker.historicum.net/19/niebuhr.htm Würdigung bei historicum.net]
Niebuhr, Barthold Georg
Niebuhr, Barthold Georg
Niebuhr, Barthold Georg
Niebuhr, Barthold Georg
Niebuhr, Barthold Georg
ja:バルトホルト・ゲオルク・ニーブール
1776
- 7. Mai: Uraufführung des Singspiels Der Barbier von Sevilla von Friedrich Ludwig Benda in Berlin
- 4. Juli: Mit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika entstehen die Vereinigten Staaten von Amerika
- 9. Oktober: Erste Europäische Siedlung in San Francisco
- Bildung des Vizekönigtums von Buenos Aires
- Adam Smith veröffentlicht das weltverändernde Werk Wohlstand der Nationen
- Adam Weishaupt gründet den Illuminatenorden
Kultur
- Das Bolschoi-Theater wird eröffnet
- 6. Januar: Ferdinand von Schill, preußischer Offizier,Freikorps-Führer († 1809)
- 24. Januar: E. T. A. Hoffmann, deutscher Romantiker († 1822)
- 24. Januar: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin († 1841)
- 25. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und Publizist († 1848)
- 4. Februar: Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher († 1837)
- 14. Februar: Christian Gottfried Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph († 1858)
- 15. Februar: Jean-Pierre Boyer, Präsident von Haiti († 1850)
- 23. Februar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller († 1848)
- 10. März: Luise von Mecklenburg-Strelitz, preußische Königin († 1810)
- 12. März: Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin († 1839)
- 1. April: Sophie Germain, französische Mathematikerin († 1831)
- 8. April: Wassili Michailowitsch Golownin, russischer Marineoffizier und Wissenschaftler († 1831)
- 4. Mai: Johann Friedrich Herbart, deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge († 1841)
- 7. Mai: Dániel Berzsenyi, ungarischer Dichter († 1836)
- 8. Juni: Thomas Rickman, britischer Architekt († 1841)
- 11. Juni: John Constable, britischer Landschaftsmaler († 1837)
- 9. August: Amedeo Avogardro, italienischer Physiker und Chemiker († 1856)
- 14. August: Friedrich Tieck, deutscher Bildhauer († 1851)
- 15. August: Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist († 1841)
- 27. August: Barthold Georg Niebuhr, Historiker († 1831)
- 28. Oktober: Joachim Haspinger, Pfarrer und Tiroler Patriot († 1858)
- 19. Dezember: Edward Somerset, bedeutender britischer Kavalleriegeneral († 1842)
- 26. Dezember: Christian Friedrich Brendel, deutscher Bergingenieur († 1861)
- 2. Februar: Francis Hayman, britischer Maler ( - 1708)
- 19. März: Anton Ulrich (Prinz), war Prinz von Braunschweig ( - 1714)
- 24. März: John Harrison, Uhrmacher, Erfinder der Hemmung und der Temperaturkompensation ( - 1693)
- 26. April: Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, erste Gattin des Zaren Paul I. (Russland) ( - 1755)
- 7. Mai: Maria Anna Josepha von Bayern, Frau des Markgrafen von Baden ( - 1734)
- 25. Mai: Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister ( - 1699)
- 26. Juli: Benedicta Margareta von Löwendal, Unternehmerin ( - 1683)
- 25. August: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker ( - 1711)
- 1. September: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Dichter ( - 1748)
- 1. September: Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie ( - 1723)
- 28. Oktober: Sophie von Sachsen-Hildburghausen, war Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld ( - 1760)
- 14. Dezember: Johann Jakob Breitinger, schweizerischer Philologe und Autor ( - 1701)
ko:1776년
simple:1776
2. JanuarDer 2. Januar (in Österreich: 2. Jänner) ist der 2. Tag des Gregorianischen Kalenders – somit bleiben noch 363 (in Schaltjahren 364) Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 366 – Die Alemannen überschreiten den Rhein und dringen in das Römische Reich ein.
- 1492 – Reconquista: Die katholischen Spanier erobern mit Granada die letzte Bastion des maurischen Kalifats auf spanischem Boden.
- 1653 – Kardinal Richelieu gründet die Académie française.
- 1757 – Britische Truppen nehmen Calcutta in Indien ein.
- 1776 – In Österreich wird von Kaiserin Maria Theresia die Folter abgeschafft.
- 1788 – Georgia ratifiziert als 4. US-Bundesstaat die Verfassung der USA.
- 1793 – 2. Teilung Polens durch Russland und Preußen.
- 1820 – In Preußen wird das Turnen als staatsgefährdend verboten - wegen der politischen Ziele der Jahnschen Turnbewegung.
- 1872 – Blutige Niederschlagung des antispanischen Aufstandes der Arsenalarbeiter und Artilleristen von Cavite, Philippinen.
- 1872 – Der Mormone Brigham Young wird wegen Bigamie mit 25 Ehefrauen verhaftet.
- 1900 – In Wien erscheint die Österreichische Kronen-Zeitung. Herausgeber der neuen Tagesgazette ist Gustav Davis.
- 1904 – In Deutsch-Südwestafrika erheben sich die Herero.
- 1905 – Kapitulation der russischen Festung Port Arthur vor den japanischen Truppen nach 157 Tagen Belagerung.
- 1905 – Deutsche Truppen erstürmen die Festung der Nama in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
- 1906 – Das bulgarische Parlament genehmigt die Zollunion mit dem Königreich Serbien.
- 1907 – In Frankreich tritt das bereits 1905 verabschiedete Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat in Kraft.
- 1911 – Die neue Regierung von Nicaragua wird durch die USA anerkannt.
- 1914 – Die Einwohner Schwedens dürfen nur noch zwölf Liter Spirituosen pro Vierteljahr kaufen.
- 1914 – Neuer Kriegsminister des Osmanischen Reiches wird Enwer Pascha.
- 1918 – Russlands neue bolschewistische Regierung wird durch Japan anerkannt.
- 1921 – Erhöhung der Arbeitslöhne für Strafgefangene im Deutschen Reich. Zuchthausgefangene bekommen von nun an 1 Mark statt 20 Pfennig, andere Gefangene 1,50 Mark statt 30 Pfennig, ausgezahlt.
- 1922 – Die Halbinsel Krim erklärt die Unabhängigkeit.
- 1922 – Gründung der Kommunistischen Partei Chiles.
- 1923 – Konferenz über die durch das Deutsche Reich zu leistenden Reparationszahlungen.
- 1930 – Gewaltteilung in der Republik China. Präsident Chiang Kai-shek behält die zivile Gewalt, Yen Hsi-schan die militärische Gewalt.
- 1931 – Sturz von Präsident Florencio Harmodio Arosemana in Panama.
- 1932 – Die Stadt Chinchow in der Provinz Mandschurei, Republik China, wird von japanischen Truppen besetzt.
- 1933 – Ende der Besetzung Nicaraguas durch US-amerikanisches Militär.
- 1942 – Die 39. sowjetische Armee durchbricht die Ostfront der 9. deutschen Armee.
- 1942 – Die deutschen und italienischen Truppen in Bardijja, Libyen, kapitulieren.
- 1942 – Die britische Kronkolonie Singapur wird von der japanischen Luftwaffe bombardiert.
- 1942 – Japanische Truppen besetzen Manila, die Hauptstadt der Philippinen.
- 1944 – Schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Berlin.
- 1945 – Nürnberg wird in einem alliierten Luftangriff weitgehend, die historisch wertvolle Altstadt vollständig, zerstört.
- 1949 – Die neue Regierung von Südkorea wird von den USA anerkannt.
- 1950 – Guatemala wird Mitglied in der UNESCO.
- 1951 – In Ungarn werden Grundnahrungsmittel, Benzin und Öl rationiert.
- 1952 – Die DDR verweigert einer VN-Kommission die Einreise.
- 1952 – Gustav Heinemann und Helene Wessel gründen die Notgemeinschaft für den Frieden Europas.
- 1954 – Bundeskanzler Konrad Adenauer empfängt im Durchgangslager Friedland etwa 800 Spätheimkehrer, die aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückkehren.
- 1955 – Anschlag auf Jose Antonio Remon, den Diktator von Panama, an dessen Folgen er stirbt.
- 1956 – Mit dem Einrücken von ca. 1500 Freiwilligen beginnt der Aufbau der Bundeswehr als westdeutsche Nachkriegs-Streitkraft.
- 1958 – In Berlin beginnt das Bundeskartellamt mit seiner Arbeit.
- 1958 – In Flensburg beim Kraftfahrt-Bundesamt wird die „Kartei für Verkehrssünder“ (Verkehrszentralregister) in Betrieb genommen.
- 1959 – Fidel Castro und seine Revolutionstruppen rücken in Havanna, der Hauptstadt Kubas ein.
- 1965 – In Pakistan gewinnt Ayub Khan die Präsidentschaftswahlen.
- 1965 – Erste offene Schlacht zwischen Südvietnam und Vietcong.
- 1968 – Christiaan Barnard vollbringt im Groote-Schuur-Hospital von Kapstadt, Südafrika die zweite erfolgreiche Herztransplantation.
- 1968 – Scheich Mohammed Abdullah, ehemaliger Regierungschef von Kaschmir, wird von der indischen Regierung freigelassen.
- 1971 – Zigarettenwerbung wird in den USA jetzt auch im Rundfunk verboten.
- 1974 – In Spanien wird Carlos Arias Navarro als neuer Ministerpräsident vereidigt.
- 1974 – In Schweden tritt eine Stromrationierung in Kraft.
- 1980 – Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanistankrieg.
- 1982 – In Ägypten trennt sich Mohammed Hosni Mubarak vom Amt des Ministerpräsidenten und übt nur noch das Amt des Staatspräsidenten aus.
- 1984 – RTL plus nimmt seinen Sendebetrieb aus Luxemburg auf (Privatfernsehen).
- 1986 – Ignacio Gonzales Palacios, Chef des Geheimdienstes in Guatemala wird in Guatemala-Stadt erschossen.
- 1989 – Ranasinghe Premadasa wird neuer Staatspräsident von Sri Lanka.
- 1991 – Israel eröffnet nach langer Pause wieder ein Konsulat in Moskau.
- 1992 – Aserbaidschan, Moldawien, Russland und die Ukraine heben die Preisbindung für die meisten Güter auf.
- 1994 – Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko.
- 1988 – Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong.
- 1999 – Ein Büro der OSZE wird in Bischkek, Kirgisistan, eröffnet
- 1999 – Osama bin Laden übernimmt die Verantwortung für die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam.
- 2001 – In San Diego, Kalifornien, wird gegen Abend von Larry Sanger, dem ehemaligen Chefeditor von Nupedia, und Ben Kovitz, einem universalgebildeten Computerprogrammierer, die Wikipedia „gezeugt“.
- 2002 – Levy Mwanawasa wird Staatspräsident von Sambia
- 2002 – Argentinien. Eduardo Duhalde wird neuer Staatspräsident
- 2003 – Hochwasser-Alarm in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Wirtschaft
- 1901 – In Berlin feiert die Deutsche Reichsbank ihr 25jähriges Bestehen.
- 1909 – In Berlin führt die Deutsche Reichspost den bargeldlosen Zahlungsverkehr mittels Postschecks ein.
- 1939 – Der Postsparkassendienst wird im gesamten Deutschen Reich eingeführt.
- 1952 – Bei der Firma Ford in Köln werden die ersten Autos produziert.
- 1953 – Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM.
- 1965 – In Syrien werden über 100 Industrieunternehmen verstaatlicht.
Wissenschaft, Technik
- 1901 – Sigmund Freud publiziert seine Arbeit „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“
- 1955 – Der Inka-Tempel Paititi wird von Hans Ertl in der Nähe des Rio Chinijo entdeckt.
- 1959 – Der sowjetische Satellit Lunik 1 fliegt zum Mond.
- 1984 – Südwestlich von Kairo werden die Überreste einer 32 Mio. Jahre alten Tierart gefunden, die als gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Affe gilt: Aegyptopithecus zeuxis
- 2004 – Die NASA-Sonde Stardust fängt das das erste Mal Kometenstaub im All ein. Er wird in ca. zwei Jahren zur Erde gebracht werden.
Kultur
- 1843 – Die Oper „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner wird in Dresden uraufgeführt.
- 1891 – Uraufführung der Oper Traum auf der Wolga (Orig.: Son na Volge) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1908 – John D. Rockefeller spendet der ehemals von ihm gegründeten Universität von Chicago rund 2.2 Millionen USD.
- 1908 – Uraufführung der Oper Ein Wintermärchen von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien.
- 1931 – Der Spielfilm Emil und die Detektive von Gerhard Lamprecht nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner hat Premiere.
- 1936 – Uraufführung der Operette Die große Sünderin von Eduard Kühne in der Berliner Staatsoper.
- 1959 – Die erste Folge von Asterix erscheint in der Zeitschrift „Pilote“.
- 1976 – Florenz, Italien. In der San-Lorenzo-Basilika werden unbekannte Fresken freigelegt, die evtl. von Michelangelo stammen.
- 1978 – In Hamburg feiert die Staatsoper ihr 300jähriges Bestehen.
- 1989 – Der Schriftsteller Andrzej Szczypiorski erhält den österreichischen Staatspreis für Literatur.
- 1990 – Der Kunstpreis der Wolf-Stiftung geht dieses Jahr an den Maler Anselm Kiefer.
Katastrophen
- 1921 – 244 Menschen kommen beim Untergang des spanischen Dampfschiffes Santa Isabell vor Gilla Garcia ums Leben.
- 1932 – Nähe Kazan, Russland, kostet ein Eisenbahnunglück 65 Menschen das Leben. 131 werden verletzt.
- 1971 – Beim Zusammenbruch einer Tribüne in Glasgow während des Fußball-Lokalderbys zwischen den Rangers und Celtic sterben 66 Menschen.
- 1971 – Beim Absturz einer Comet 4 der Egypt Air beim Landeanflug auf Tripolis, Libyen, sterben alle 16 Personen an Bord.
- 2003 – Die vom Öltanker Prestige verursachte Ölpest erreicht Frankreich.
Sport
- Eintragungen von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1981 – Im Dreiecksflug stellt der Deutsche Hans-Werner Grosse mit 1.306 km einen neuen Weltrekord im Segelfliegen auf.
Geboren
- 1629 - Christian Scriver, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter
- 1656 - François Lefort, erster russische Admiral
- 1699 - Osman III., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1713 - Marie Dumesnil, französische Schauspielerin
- 1719 - Friedrich Christoph von Saldern, preußischer General und Kriegstheoretiker
- 1723 - David Ruhnken, niederländischer Gelehrter
- 1727 - James Wolfe, britischer General
- 1732 - Frantisek Xaver Brixi, tschechischer Komponist, Organist und Kapellmeister
- 1739 - Osman III., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1743 - Wilhelm I., hessischer Kurfürst
- 1752 - Philip Freneau, US-amerikanischer Dichter
- 1777 - Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer
- 1778 - Andrew Ure, englischer Mediziner, Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1783 - Christoffer Wilhelm Eckersberg, dänischer Maler
- 1784 - Ernst I., Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld und preußischer General
- 1800 - Carl Friedrich Plattner, deutscher Hüttenkundler und Chemiker
- 1807 - Wilhelm Zimmermann, deutscher protestantischer Theologe, Dichter und Historiker
- 1814 - Luise Mühlbach, deutsche Schriftstellerin
- 1817 - François Chabas, französischer Ägyptologe
- 1821 - James Croll, schottischer Autodidakt
- 1822 - Rudolf Julius Emanuel Clausius, deutscher Physiker
- 1827 - Kraft Karl August Prinz zu Hohenlohe-Ingelfingen, preußischer General der Artillerie und Militärschriftsteller
- 1830 - Henry Morrison Flagler, US-amerikanischer Unternehmer
- 1834 - Friedrich Louis Dobermann, Justizangestellter in Apolda
- 1837 - Mili Alexejewitsch Balakirew, russischer Komponist, Pianist und Dirigent
- 1837 - Mili Balakirew, russischer Komponist
- 1847 - Julija Wsewolodowna Lermontowa, russische Chemikerin, erste Frau, die in Chemie promovierte
- 1850 - Elisabeth Gnauck-Kühne, deutsche Frauenrechtlerin
- 1858 - Beatrice Webb, englische Sozialistin und Sozialreformerin
- 1858 - Josef Kainz, österreichischer Schauspieler
- 1859 - Fritz Riemann (Schachspieler), deutscher Schachspieler
- 1861 - Wilhelm Bölsche, deutscher Schriftsteller und Naturforscher
- 1868 - Noe Schordania, georgischer Politiker und Premierminister
- 1869 - Augustine Teissier, älteste Frau der Welt vom 22. Januar 1981 bis zu ihrem Tod
- 1870 - Ernst Barlach, deutscher Schriftsteller, Bildhauer und Zeichner
- 1871 - Johann Gottfried Bischoff, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 1873 - Anton Pannekoek, niederländischer Astronom und marxistischer Theoretiker
- 1873 - Therese von Lisieux, französische Karmeliterin und Kirchenlehrerin
- 1884 - Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder
- 1885 - Anna Hübler, Eiskunstläufer
- 1885 - Eddy de Neve, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Karl-Heinrich von Stülpnagel, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1886 - Lupu Pick, rumänisch-deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1889 - Tito Schipa, italienischer Tenor und Komponist
- 1892 - Edoardo Agnelli, italienischer Industrieller und Präsident von Juventus Turin
- 1893 - Ernst Marischka, österreichischer Filmregisseur
- 1895 - Folke Bernadotte, Vizepräsident des schwedischen Roten Kreuzes
- 1896 - Dsiga Wertow, sowjetischer Filmemacher
- 1898 - Hermann Schwann, deutscher Politiker und MdB
- 1900 - Gustav Fuchs, deutscher Politiker und MdB
- 1903 - Pjotr Michailowitsch Stefanowski, sowjetischer Testpilot
- 1904 - Walter Heitler, deutscher Physiker
- 1904 - Walter Hewel, Fahnenträger beim Hitlerputsch 1923
- 1905 - Auguste Lechner, österreichische Schriftstellerin
- 1905 - Max Niedermayer, deutscher Verleger und Autor
- 1905 - Michael Tippett, englischer Komponist
- 1906 - Cemal Tarik Sedde, deutsch-türkischer Dichter und Widerstandskämpfer
- 1908 - Robert Planel, französischer Komponist
- 1910 - Ulrich Becher, deutscher Schriftsteller
- 1912 - André Amellér, französischer Komponist und Musikpädagoge
- 1918 - Gudrun Zapf-von Hesse, deutsche Typographin und Buchbinderin
- 1918 - Willi Graf, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose
- 1919 - Charles Willeford, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1919 - Josef Moser (Bautenminister), Bautenminister
- 1920 - Albert Tönjes, deutscher Politiker und MdB
- 1920 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller
- 1925 - Heinz te Laake, Künstler der Malerei, Kinetik und Skulptur
- 1926 - Howard Caine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1927 - Herbert Sczepan, deutscher Baptistenpastor und Evangelist
- 1928 - Daisaku Ikeda, ist Buddhist, Philosoph und Autor und ein unermüdlicher Botschafter des Friedens
- 1928 - Wolfgang Sauer, deutscher Jazz- und Schlagermusiker
- 1929 - Anton Lehmden, österreichischer Maler und Grafiker
- 1929 - Horst Drescher, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist
- 1929 - Ulrich Dübber, deutscher Politiker und MdB
- 1933 - Eva Kerbler, österreichische Schauspielerin
- 1933 - Peter Ulmer, deutscher Jurist
- 1936 - Josef Huchler, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1936 - Roger Miller, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1937 - Martin Lauer, deutscher Sportler und Schlagersänger
- 1938 - Goh Kun, südkoreanischer Politiker
- 1938 - Hans Herbjørnsrud, norwegischer Schriftsteller
- 1939 - Franz Hummel, deutscher Komponist
- 1940 - Horst Rankl, bayerischer Schriftsteller und Schauspieler
- 1941 - Johannes Gerster, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel
- 1942 - Hans Werner Schmöle, deutscher Politiker und MdB
- 1943 - Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent
- 1945 - Adolf Seger, deutscher Ringer
- 1945 - Peter Patzak, österreichischer Filmemacher und Schauspieler
- 1946 - Ilma Rakusa, Schweizer Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
- 1947 - Eberhard Figgemeier, Redakteur für Sport beim ZDF
- 1947 - Ute Erdsiek-Rave, deutsche Politikerin, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein
- 1948 - Kerry Minnear, britischer Musiker
- 1952 - Hartmut Büttner, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Indulis Emsis, lettischer Biologe, Politiker und Premierminister
- 1959 - Ines Müller, deutsche Leichtathletin
- 1960 - Naoki Urasawa, japanischer Mangaka
- 1961 - Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 1963 - Jelena Alexandrowna Walowa, russische Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- 1964 - Christian Welp, deutscher Basketballspieler
- 1966 - Katrin Stotz, deutsche Skirennläuferin
- 1967 - Tia Carrere, US-amerikanische Schauspielerin
- 1968 - Anky van Grunsven, niederländische Dressurreiterin
- 1968 - Cuba Gooding Jr., US-amerikanische Schauspieler
- 1968 - Hannes Trinkl, ehemaliger österreichischer Skirennfahrer
- 1968 - Joey Stefano, Porno-Darsteller
- 1969 - Christy Turlington, US-amerikanisches Fotomodell
- 1970 - Andreas Wecker, deutscher Kunstturner und Olympiasieger
- 1970 - Isabella Parkinson, brasilianische Schauspielerin
- 1971 - Markus Hoffmann, deutscher Schauspieler
- 1972 - Britt Reinecke, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1972 - Hanno Girke, deutscher Spielerfinder
- 1973 - Lucy Davis, britische Schauspielerin
- 1974 - Deborah Sengl, österreichische Künstlerin
- 1975 - Shanta Ghosh, deutsche Leichtathletin
- 1976 - Danilo di Luca, italienischer Radrennfahrer
- 1976 - Paz Vega, spanische Filmschauspielerin
- 1976 - Zlatko Trpkovski, deutsches Medienphänomen
- 1978 - David Mujiri, georgischer Fußballspieler
- 1980 - Jérôme Pineau, französischer Radrennfahrer
- 1981 - Hanno Balitsch, deutscher Fußballspieler
- 1981 - Maximiliano Rodríguez, argentinischer Fußballspieler
- 1982 - Athanasia Tsoumeleka, griechische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1987 - Sören Halfar, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 961 – Berta von Alamannien, als Gattin von Rudolf II. Königin von Hochburgund
- 1547 – Giovanni Luigi des Fieschi (Fiesco zu Genua),
- 1770 – Joseph Anton Feuchtmayer, bedeutender Stuckateur und Bildhauer des Rokoko
- 1775 – Jakob Salentin von Zuccalmaglio, deutscher Jurist
- 1801 – Johann Caspar Lavater, schweizer philosophisch-theologischer Schriftsteller und Pfarrer
- 1831 – Barthold Georg Niebuhr, dänisch-deutscher Historiker
- 1835 - August Friedrich Langbein, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1838 – Jakob Salentin von Zuccalmaglio, deutscher Jurist und Politiker
- 1853 – Carl Heinrich Behn, königlich dänischer Etatsrat
- 1854 – Gustav Adolf Harald Stenzel, deutscher Geschichtsforscher
- 1857 – Andrew Ure, englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1861 – Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen
- 1872 – Wilhelm Löhe, deutscher evangelischer Theologe
- 1877 – Alexander Bain, schottischer Erfinder, Uhrmacher
- 1884 – Johann Gerhard Oncken, Baptistenpastor, Begründer der deutschen Baptistengemeinden
- 1892 – George Biddell Airy, englischer Astronom
- 1904 – Ferdinand Bonaventura Fürst Kinsky, bedeutender böhmischer Adliger
- 1904 – James Longstreet, US-amerikanischer General der Konföderation
- 1911 – Maurice Yvon, französischer Architekt
- 1913 – Julius Euting, deutscher Bibliothekar
- 1913 – Léon-Philippe Teisserenc de Bort, französischer Meteorologe und Entdecker der Stratosphäre
- 1915 – Karl Goldmark, österreichischer Komponist
- 1917 – Edward Tylor, britischer Anthropologe
- 1921 – Franz Defregger, österreichischer Maler
- 1921 – Theobald von Bethmann Hollweg, deutscher Reichskanzler
- 1930 – Therese Malten, deutsche Sängerin
- 1938 – Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker
- 1939 – Roman Dmowski, polnischer Politiker und Antisemit
- 1941 – Josef Strzygowski, Kunsthistoriker und Begründer einer vergleichenden Kunstforschung
- 1950 – Emil Jannings, deutscher Schauspieler
- 1951 – Paul Münch, Pfälzer Mundartdichter
- 1960 – Fausto Coppi, italienischer Radrennfahrer
- 1963 – Dick Powell, US-amerikanischer Schauspieler
- 1968 – Cuno Hoffmeister, deutscher Astronom und Geophysiker
- 1974 – Alex Willenberg, Politiker, MdB
- 1974 – Tex Ritter, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 1977 – Erroll Garner, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1980 – Larry Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1997 – Randy California, US-amerikanischer Gitarrist
- 1998 – Max Colpet, deutscher Lied-Texter
- 1999 – Rolf Liebermann, deutscher Opernregisseur
- 1999 – Sebastian Haffner, deutscher Buchautor und Journalist; ein früher Gegner Hitlers
- 2000 – Nathaniel Adderley, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 2000 – Patrick O'Brian, britischer Autor
- 2005 – Charles Paul Wilp, deutscher Künstler, Fotograf und Kurzfilmregisseur
- 2005 – Frank Kelly Freas, US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasy-Künstler
- 2005 – Maclyn McCarty, US-amerikanischer Biochemiker und DNA-Forscher
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Basilius der Große, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch, evangelisch, anglikanisch)
- Hl. Gregor von Nazianz, Bischof, Kirchenlehrer (katholisch, anglikanisch)
Siehe auch
- 1. Januar – 3. Januar
- 2. Dezember – 2. Februar
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Bonn
Die Bundesstadt Bonn liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen. Von 1949 bis 1990 war Bonn Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Heute haben in Bonn sechs Bundesministerien und seit 1996 Organisationen der Vereinten Nationen (UN) mit den Schwerpunkten Umwelt und Entwicklung ihren Sitz. Im Bereich des ehemaligen Regierungsviertels ist das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn entstanden, dessen weiterer Ausbau in den kommenden Jahren erfolgen soll.
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Geografie
Bonn liegt zu beiden Seiten des Rheins im südlichsten Winkel der Kölner Bucht zwischen dem Rücken der Ville und den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges sowie dem Mündungstrichter der Sieg, 30 km südlich von Köln und 60 km nördlich von Koblenz.
Die höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8 m, der tiefstgelegene Punkt befindet sich an der Mündung der Sieg in den Rhein auf 45,6 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Nord-Süd-Richtung beträgt 15 km, in West-Ost-Richtung hingegen 12,5 km. Die Stadtgrenzen haben eine Länge von 61 km.
Ennert
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bonn. Sie werden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend genannt und gehören alle mit Ausnahme von Remagen, das im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz liegt, zum nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis:
Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin, Königswinter, Bad Honnef, Remagen, Wachtberg, Meckenheim, Alfter und Bornheim.
Stadtgliederung
Bornheim
Bonn ist unterteilt in vier Stadtbezirke, die aus mehreren Ortsteilen bestehen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher
- Bad Godesberg: Alt-Godesberg, Friesdorf, Godesberg-Nord, Godesberg-Villenviertel, Heiderhof, Hochkreuz, Lannesdorf, Mehlem, Muffendorf, Pennenfeld, Plittersdorf, Rüngsdorf, Schweinheim
- Beuel: Beuel-Mitte, Beuel-Ost, Geislar, Hoholz, Holtorf, Holzlar, Küdinghoven, Limperich, Oberkassel, Pützchen/Bechlinghoven, Ramersdorf, Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf, Vilich, Vilich-Müldorf
- Bonn: Auerberg, Bonn-Castell (bis 2003: Bonn-Nord), Bonn-Zentrum, Buschdorf, Dottendorf, Dransdorf, Endenich, Graurheindorf, Gronau, Ippendorf, Kessenich, Lessenich/Meßdorf, Nordstadt, Poppelsdorf, Röttgen, Südstadt, Tannenbusch, Ückesdorf, Venusberg, Weststadt
- Hardtberg: Brüser Berg, Duisdorf, Hardthöhe, Lengsdorf
Bevölkerung
Mit mehr als 300.000 Einwohnern gehört Bonn zu den mittleren Großstädten und zu den zehn größten Städten in Nordrhein-Westfalen und ist ein Oberzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt Bonn überschritt 1939 die 100.000-Grenze. Damit wurde sie zur Großstadt. Durch Eingemeindungen wurde die Einwohnerzahl 1969 etwa verdoppelt. Durch den Regierungsumzug kam es in den 1990er Jahren zu einem Bevölkerungsrückgang, der aber inzwischen ausgeglichen wurde. Heute ist Bonn eine der wenigen Großstädte in Deutschland mit nach wie vor wachsender Einwohnerzahl.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Bonn
Geschichte von Bonn
Bonn gehört zu den ältesten Städten in Deutschland. 1989 feierte die Stadt ihren 2000. Geburtstag.
In der Zeit zwischen 16 v. Chr. und 12 v. Chr. errichteten römische Soldaten in der Ubiersiedlung Bonna ein Erkundungslager auf der linken Seite des Rheines. Diese Maßnahme stand im Zusammenhang mit der von Drusus im Jahr 12 v. Chr. begonnenen Germanienoffensive. War zu diesem Zeitpunkt die römische Präsenz in Bonna noch bescheiden, so sollte sich das nach der Niederlage der Römer unter Varus gegen die Germanen im Jahr 9 n. Chr. ändern. In den folgenden Jahrzehnten wurde dort eine Legion stationiert, die im nördlichen Bereich des heutigen Bonn ein Lager errichtete. Um das Lager herum siedelten Händler und Handwerker.
Lager
Mit dem Niedergang des römischen Reiches ging der Niedergang Bonns in der Spätantike und im frühen Mittelalter einher. In fränkischer Zeit und endgültig im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich im Bereich des Bonner Münsters ein geistliches Zentrum, die Villa Basilika und im Bereich des heutigen Marktes eine Marktsiedlung.
Große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt hatte die Entscheidung der Kölner Kurfürsten, nach ihrer Niederlage bei der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 Bonn zu einem ihrer Wohnsitze und schließlich zu ihrer Residenz zu machen. Die von den Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert erbauten prunkvollen Bauten verliehen der Stadt ihren barocken Glanz. Mit der Besatzung durch französische Truppen endete 1794 diese Epoche.
Nach Napoleons Niederlage fiel Bonn an Preußen. Die Stadt wurde in den nächsten Jahrzehnten geprägt von der schon Ende des 18. Jahrhunderts gegründeten und 1818 wieder gegründeten Universität.
Mehr als 1.000 Bonner überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht, weil sie von den Nazis verfolgt wurden. Etwa 8.000 Personen mussten ihre Heimatstadt verlassen, wurden verhaftet oder in Konzentrationslager gesperrt. Als am 9. März 1945 für Bonn der Zweite Weltkrieg beendet war, lagen 30 % der Häuser in Trümmern und mehr als 4.000 Bonner hatten infolge von Bombenangriffen oder als Soldaten bei Kampfhandlungen ihr Leben gelassen.
Nach dem 2. Weltkrieg erlebte Bonn einen rasanten Auf- und Ausbau als Hauptstadt der neuen Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin hat die Stadt erneut einen Wandel durchgemacht. Bundesbehörden, Verwaltungszentralen deutscher Unternehmen, internationale Organisationen und die Universität sind die Säulen dieses Strukturwandels.
Wappen
Hauptartikel: Bonner Wappen.
Bonner Wappen
Das Wappen der Stadt Bonn zeigt in der oberen Hälfte ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund. Es ist das Kurkölnische Kreuz des Kurfürstentums Köln, das auch auf anderen Gemeindewappen im heutigen Erzbistum Köln noch zu finden ist. Es symbolisiert die territoriale und politische Verbundenheit zwischen Bonn und den Kölner Kurfürsten, die seit 1597 in Bonn ihre Residenz hatten.
Die untere Schildhälfte zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund. Der Löwe – manchmal auch Leopard oder im Volksmund „steinernes Wölfchen“ genannt – ist ein altes Bonner Gerichtssymbol. Die Skulptur des Löwen stand vom Mittelalter bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit auf dem Münsterplatz, wo heute das Denkmal von Ludwig van Beethoven steht. Dieser Platz war Versammlungsort der Bonner Gerichtsgemeinde. Die Skulptur hat heute ihren Platz im Vestibül des Bonner Rathauses gefunden.
Religionen
Hauptartikel: Religionen in Bonn.
Historisch ist Bonn wie das gesamte Rheinland katholisch geprägt. In den vergangenen 75 Jahren hat sich allerdings die Konfessionszugehörigkeit der Bonner Bevölkerung erheblich verändert. Waren 1925 noch mehr als 80 % der Bonner Bevölkerung katholisch, so hat sich bis Ende der 1990er Jahre der Anteil fast halbiert. Etwa 45 % der Einwohner sind heute katholisch und 25 % evangelisch. Fast ein Drittel der in Bonn wohnenden Menschen gehören einer anderen oder keiner Konfession an; etwa 6 % sind Muslime.
Eingemeindungen
Die Stadt Bonn wurde mehrmals durch Eingemeindungen vergrößert:
Muslim
Um 1900 war Bonn stark gewachsen. In der Folge wurden am 1. Juni 1904 die Orte Poppelsdorf, Endenich, Kessenich und Dottendorf eingemeindet, mit denen Bonn zusammengewachsen war. Durch die Gemeindereform vom 1. August 1969 wurde die Einwohnerzahl etwa verdoppelt. Die selbständigen Städte Bad Godesberg und Beuel wurden eigene Stadtbezirke von Bonn. Der auf der „schäl Sick“ gelegene Stadtbezirk Beuel erhielt zusätzlich die Ortschaften Holzlar, Hoholz und Oberkassel zugeschlagen, die bis dahin zum Siegkreis gehörten. Bonn selbst wurde um die Orte Ippendorf, Röttgen, Lessenich/Meßdorf und Buschdorf des ehemaligen Kreis Bonn erweitert, Lengsdorf und Duisdorf bildeten zusammen mit einigen Neubaugebieten den Stadtbezirk Hardtberg.
Die Stadt Bad Godesberg hatte zuvor ihrerseits etliche Orte eingemeindet. Bereite 1899 waren Plittersdorf und Rüngsdorf zu Godesberg gekommen, 1904 kam noch Friesdorf hinzu, womit Bad Godesberg bereits mit Bonn zusammengewachsen war. Im Jahre 1915 war Bad Godesberg nach Südwesten aus dem Tal hinausgewachsen, so dass Muffendorf eingemeindet wurde. Am 1. Juli 1935 schließlich wurden auch Lannesdorf und Mehlem Stadtteile von Bad Godesberg.
Politik
Oberbürgermeister/in
Mehlem An der Spitze der Stadt Bonn standen im 12. Jahrhundert der Vogt und die zwölf Schöffen des Landesherrn. Seit 1331 sind zwei „burgermeistere“ später auch ein „rat“ bezeugt. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt. Im Salentinischen Vertrag von 1570 wurde verordnet, dass die Stadt von zwei Scheffelbürgermeisteren und zwei Ratsbürgermeisteren verwaltet werden soll, von denen jeweils einer als „regierender Bürgermeister“ die Geschäfte führte. Der Rat wurde auf fünfzehn Schöffen erhöht. Die Zusammensetzung und Kompetenz des Rates veränderte sich später mehrmals. In preußischer Zeit nach 1815 wurde Bonn Sitz eines Landkreises. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, weiterhin gab es einen Rat.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten „Rat der Stadt“. Der wählte aus seiner Mitte den ehrenamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt und einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Nordrhein-Westfalen die Doppelspitze in den Stadtverwaltungen aufgegeben. Der Oberbürgermeister wird nun direkt gewählt. Er ist als hauptamtlicher Oberbürgermeister Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. In der Funktion als Repräsentant der Stadt wird der Oberbürgermeister in Bonn von drei Bürgermeistern vertreten. Die erste Direktwahl 1999 gewann Bärbel Dieckmann in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Helmut Stahl, 2004 wurde sie im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.
Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn
Stadtrat
Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn
Dem Bonner Stadtrat gehören 66 Ratsfrauen und Ratsherren an. Die direkt gewählte Oberbürgermeisterin hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Nach der Kommunalwahl von 2004 sitzen im Bonner Rat CDU (25 Mitglieder), SPD (19 Mitglieder), Grüne (11 Mitglieder), FDP (6 Mitglieder), der Bürgerbund Bonn (3 Mitglieder) und 2 fraktionslose Mitglieder.
Bei den Abstimmungen im Rat kommt es zu wechselnden Mehrheiten, weil es keine feste Koalition gibt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Bonn unterhält seit 1988 eine Städtepartnerschaft mit Potsdam und seit 1983 eine Städtefreundschaft mit Tel Aviv-Jaffa in Israel. Weitere Stadtteilpartnerschaften und Städtefreundschaften, die teilweise vor der Giebietsreform 1969 enstanden sind, bestehen in den einzelnen Stadtbezirken:
- Stadtbezirk Bonn: Partnerschaften mit Oxford in Großbritannien seit 1947 und mit Budafok, dem XXII. Bezirk von Budapest, in Ungarn seit 1991, sowie eine Städtefreundschaft mit Oppeln in Polen seit 1997 (Kontakte seit 1954)
- Stadtbezirk Bad Godesberg: Städtepartnerschaften mit Saint Cloud in Frankreich seit 1957, mit Frascati in Italien seit 1960, mit Windsor and Maidenhead in Großbritannien seit 1960 und mit Kortrijk in Belgien seit 1964, sowie seit 1969 eine Städtefreundschaft mit Yalova in der Türkei
- Stadtbezirk Beuel: Seit 1969 Partnerschaft mit Mirecourt in Frankreich
- Stadtbezirk Hardtberg: Partnerschaft mit Villemomble in Frankreich seit 1967
Neben Städtepartnerschaften pflegt Bonn „Themen-Projektpartnerschaften“. Neben Jugend- und Kulturaustausch besteht teilweise auch ein Erfahrungsaustausch in den Bereichen Ökologie, Stadtentwicklung und Katastrophenprävention. Projektpartnerschaften bestehen zur Zeit mit den Städten Buxoro in Usbekistan, Chengdu in China, La Paz in Bolivien, Minsk in Weißrussland, Salzburg in Österreich und Ulaanbaatar in der Mongolei.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Mongolei
Bonn verfügt über eine große Zahl bedeutender Museen. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland („Bundeskunsthalle“) (erbaut 1986–1992 vom Wiener Architekten Gustav Peichl) und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehören seit ihrer Eröffnung zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands – sie locken jedes Jahr jeweils über 500.000 Besucher an, bei einzelnen Wechselausstellungen übertrifft die Bundeskunsthalle diese Zahl sogar deutlich. Beide Museen entstanden Ende der 1980er Jahre gemeinsam mit dem städtischen Kunstmuseum Bonn und werden zusammen mit der 1995 eröffneten und sich auf deutsche Forschung und Technik seit 1945 konzentrierenden Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums im Wissenschaftszentrum, der ifa-Galerie und dem traditionsreichen Museum Koenig als Museumsmeile vermarktet.
In Geburts-, Wohn- und Sterbehäuser bekannter Persönlichkeiten wurden Museen eingerichtet. Das gilt für das Beethoven-Haus, für das August-Macke-Haus, das Ernst-Moritz-Arndt-Haus und das Robert-Schumann-Haus.
Die Universität verfügt über zahlreiche Museen und Sammlungen. Neben dem Ägyptischen Museum, eine Sammlung mit ca. 3.000 Originalobjekten, dem Akademischen Kunstmuseum, das die archäologische Sammlung der Universität beherbergt, und dem Arithmeum, einer umfangreichen Sammlung von Rechenmaschinen ist hier auch noch der Botanische Garten zu nennen, der unter anderem den weltgrößten Titanenwurz pflegt, sowie das Goldfuß-Museum, eine Schausammlung von Fossilien, und das Mineralogische Museum, eine Edelstein- und Meteoritensammlung, schließlich das Horst-Stoeckel-Museum, das die Geschichte der Anästhesiologie von der Entdeckung der Äthernarkose im Jahre 1846 bis zur Gegenwart darstellt.
Mittlerweile mehr als 20 Jahre ist das 1981 gegründete Frauenmuseum alt. Weltweit war es die erste Institution gleichen Namens oder vergleichbarer Zielsetzung. Heute kann das Frauenmuseum auf über 400 Ausstellungen zurückschauen und ist mit seinen umfangreichen Begleitprogrammen zu einer auch international anerkannten Institution geworden.
Das zwischen 1995 und 2003 komplett umgebaute Rheinische Landesmuseum stellt die Kunst und Kulturgeschichte des Rheinlandes seit der Frühzeit dar.
In der an der Poppelsdorfer Allee gelegenen Volkssternwarte Bonn werden regelmäßig öffentliche Beobachtungen
des Sternhimmels und der Sonne durchgeführt.
Bauwerke
Volkssternwarte Bonn
Am Marktplatz liegt das ab 1737 im Stil des Rokoko erbaute Alte Rathaus, eines der Wahrzeichen der
Stadt. In direkter Nachbarschaft des Rathauses befindet sich die ehemalige Hauptresidenz der Kölner Kurfürsten, das
Kurfürstliche Schloss – heute das Hauptgebäude der Bonner Universität.
Die Poppelsdorfer Allee, eine Kastanienallee, verbindet das Kurfürstliche Schloss mit dem Poppelsdorfer Schloss, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Erholungsort der Kurfürsten erbaut wurde. Unterbrochen wird diese Achse durch die Bahnstrecke mit dem Hauptbahnhof, dessen 1883/84 errichtetes Empfangsgebäude heute unter Denkmalschutz steht und über dessen Vorplatzgestaltung seit Jahren in der Bonner Öffentlichkeit heftig gestritten wird.
Vorplatzgestaltung]
Bonn verfügt über eine Reihe von Kirchenbauten. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Bonner Münster. In der Remigiuskirche in der Brüdergasse, der früheren Brüderkirche, befindet sich das Becken, in dem Beethoven getauft wurde. Die Doppelkirche wurde ab 1151 in Schwarzrheindorf erbaut. Oberhalb von Poppelsdorf, am Ort einer vorchristlichen Kultstätte, erbaute Christoph Wamser 1627/28 die
Kreuzberg Wallfahrtskirche. Erzbischof Clemens August ließ die Kirche in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Balthasar Neumann durch den Anbau der „Heiligen Stiege“ erweitern. Die
alt-katholische Kirche St. Cyprian befindet sich in der Adenauerallee. Der
Alte Friedhof ist die Ruhestätte vieler Persönlichkeiten. Dazu zählen die Mutter Beethovens sowie Robert und Clara Schumann.
Clara Schumann
Zwischen dem Kurfürstlichen Schloss und dem Rhein liegt der „Alte Zoll“, eine Bastion des ehemaligen
Festungsrings. Das Sterntor, das ursprünglich an der Mündung der Sternstraße auf den Friedensplatz stand, wurde wegen des Baus der Straßenbahn durch die Sternstraße um 1900 abgebaut und in stark abgewandelter Form unter Einbeziehung eines Rests der Stadtmauer einige Meter versetzt am Bottlerplatz wieder aufgebaut.
Oberhalb von Bad Godesberg liegt die vermutlich als Fluchtburg von den Franken erbaute Ruine der Godesburg.
Das Godesberger Rathaus besteht aus sechs verbundenen Gebäuden, die 1792/93 durch Kurfürst Max Franz als Logierhäuser für Kurgäste erbaut wurden. Das 1790–1830 erbaute ehemalige kurfürstliche Kammertheater „La Redoute“ ist heute Außenstelle des Kunstmuseums.
Max Franz
Die Hauptverwaltung der Deutschen Post befindet sich im Post Tower, dem höchsten
Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen. Das Gebäude steht in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Abgeordnetenhochhaus
und Wahrzeichen der damaligen Bundeshauptstadt, dem „Langen Eugen“, der heute durch die Vereinten Nationen genutzt wird. Zwischen den beiden Hochhäusern befindet sich der Schürmann-Bau, die Zentrale der Deutschen Welle. Dieses ursprünglich als Abgeordnetenbüro geplante Gebäude wurde während der Bauphase durch des Rheinhochwasser 1993 schwer beschädigt. Das „Bundeshaus“ war ursprünglich eine pädagogische Akademie, die ab 1948 vom parlamentarischen Rat und später von Bundestag und Bundesrat genutzt wurde. Ende der 1980er Jahre wurde der Plenarsaal durch einen Neubau ersetzt. Seit dem Regierungsumzug wird es als
Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) genutzt. Ein weiterer Teil des IKBB ist das historische
Wasserwerk, das während des Umbaus des
Bundeshauses als Plenarsaal des Bundestags genutzt wurde. Der Platz der Vereinten Nationen ist ein mit den
191 Flaggen der UN-Staaten beflaggtes Verkehrsdrehkreuz im Bundesviertel.
Auf dem Venusberg befindet sich ein weithin sichtbarer Sendemast des WDR.
Natur und Parkanlagen
WDR
Für die Bundesgartenschau 1979 wurden die Rheinwiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des damaligen Regierungsviertels in einen 160 ha großen Landschaftspark, der Rheinaue, gestaltet. Heute dient sie als Naherholungsgebiet und wird für Großveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Feste und Flohmärkte genutzt.
Danneben gibt es in der Stadt einige kleinere Parkanlagen, deren größte der Kurpark in Bad Godesberg ist. Er wurde ursprünglich für den Kurbetrieb angelegt und beherbergt einieg seltene Pflanzenarten.
Die größte Freifläche innerhalb Bonns ist das Meßdorfer Feld zwischen Endenich, Dransdorf, Lessenich und Duisdorf. Es hat als Freifläche in Windrichtung Bedeutung für das Klima der Bonner Innenstadt und ist die einzige landwirtschaftlich genutzte Fläche im Stadtgebiet.
Weitere Erholungsgebiete sind der Naturpark Kottenforst-Ville westlich von Bonn und das südöstlich von Bonn gelegene Siebengebirge. In beiden Naturparks laden weitläufige Wanderwege mit attraktiven Aussichten auf die Stadt zu Wanderungen ein. Der Fernwanderweg Rheinsteig beginnt in Bonn und durchquert auch das Siebengebirge
Theater, Musik, Film
Rheinsteig
Nebem dem städtischem „Theater Bonn“ mit Oper, Schauspiel und
Choreografischem Theater gibt es diverse kleinere Privattheater in Bonn. Dazu gehören die in
der Innenstadt gelegenen „Contra-Kreis-Theater“ und „Euro Theater Central„ sowie das in Beuel gelegene
„Junge Theater Bonn“ und das „Kleine Theater Bad Godesberg“.
Kleinkunst und Kabarett werden unter anderem im „Haus der Springmaus“, im „Pantheon-Theater“
und im „Theater im Ballsaal“ dargeboten.
Das Beethoven-Orchester Bonn veranstaltet regelmäßig Konzerte in der Beethovenhalle Bonn und kommt auch in
der Oper zum Einsatz.
Das 1928 am Marktplatz erbaute traditionsreiche „Metropol Kino“ und die ebenfalls dort
gelegenen „Stern Lichtspiele“ werden heute von CineStar betrieben. Ein weiteres Kino
in der Innenstadt ist das „Woki“. Im Zentrum von Bad Godesberg befindet sich das
Multiplex-Kino „Kinopolis“. In Bonn gibt es drei Programmkinos: das 1952 in
Endenich eröffnete „Rex Lichtspieltheater“, die 1933 in Beuel erbaute „Neue Filmbühne“ und
die im Kulturzentrum „Brotfabrik Bonn“ gelegene „Bonner Kinemathek“.
Regelmäßige Veranstaltungen
Brotfabrik Bonn 2005]]
Das „Beethovenfest“ ist ein jährlich im Herbst stattfindendes fast vierwöchiges Musikfestival mit über fünfzig
Konzerten in Bonn und der Umgebung.
Ein weiteres Festival ist die einwöchige „Biennale Bonn“ mit Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Im Arkadenhof der Universität werden jedes Jahr im Sommer während der
zehntägigen Internationalen Stummfilmtage restaurierte Stummfilme gezeigt. Auf dem
Museumsplatz an der Bundeskunsthalle finden im Sommer unter einem Zeltdach Open-Air-Konzerte mit deutschen und
internationalen Künstlern statt.
In der Rheinaue findet an jedem dritten Samstag im Monat von April bis Oktober der
„Große Rheinauen“-Flohmarkt statt. Jährliche Veranstaltungen in der Rheinaue sind das Großfeuerwerk
„Rhein in Flammen“ am ersten Mai-Wochenende, das „Umsonst und draußen“-Musikfestival „Rheinkultur“
am ersten Juli-Wochenende sowie die „Bierbörse“ am letzten Wochenende im Juli und das
„Internationale Begegnungsfest“ im Herbst.
Der größte jährliche Jahrmarkt in Bonn, „Pützchens Markt“, findet jeweils
am zweiten Wochenende im September in Beuel statt.
Der „Bonn-Marathon“ ist ein Marathonlauf der jährlich durch das Stadtgebiet führt.
Karneval
Bonn zählt zu den rheinischen Karnevalshochburgen, wenngleich man immer im Schatten des größeren Kölner Karnevals stand. Im Beueler Rathaus übernimmt an Weiberfastnacht die Wäscherprinzessin die Regentschaft, das Alte Rathaus in Bonn wird am Karnevalssonntag von den Stadtsoldaten belagert und erobert. Höhepunkt ist auch in Bonn der Rosenmontagszug.
Dialekt
In Bonn wird ursprünglich der ripuarische Dialekt Bönnsch gesprochen, der sich vom eng verwandten Kölsch neben einigen Vokabeln durch den ausgeprägteren „Singsang“ und die gemächlichere Sprechgeschwindigkeit unterscheidet. Im Gegensatz zum selbstbewussten Köln der Handwerker war es in „vornehmen“ Kreisen der Residenz- und Universitätsstadt Bonn jedoch verpönt, Dialekt zu sprechen, daher ist das Bönnsch im Alltagsleben nicht mehr so präsent wie das Kölsch in Köln. Der hohe Anteil Zugezogener („Immis“) aus Hauptstadtzeiten tat sein übriges. Bekanntester Imitator des bönnschen Dialekts ist der in Südtirol geborene Kabarettist Konrad Beikircher.
Sport
Der bekannteste Sportverein in Bonn ist der Basketball-Bundesligist
„Telekom Baskets Bonn“.
Die früher erfolgreiche Fußball-Mannschaft des „Bonner Sport-Club“ spielt nach dem Zweitliga-Lizenzentzug 1977 seit Jahren nur noch in der Oberliga Nordrhein.
Weitere Sportvereine sind der „1. Badminton Club Beuel“ (Deutscher Badminton-Meister 2005), der
Damen-Basketball-Bundesligist BG Rentrop Bonn“, der „Hockey- und Tennis Club Schwarz-Weiß Bonn“, sowie Bonns größter Sportverein, der „SSF Bonn“.
Wirtschaft
Wirtschaftsstandort
Von Mitte 1991, dem Zeitpunkt des Bonn/Berlin-Beschlusses des Bundestages, bis Mitte 2002 ist die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer in der Stadt Bonn um annähernd 11.400 Personen bzw. 8,5 % auf 145.558 angestiegen. Für 2003 gibt die Stadt noch einmal einen Zuwachs um 3118 Arbeitsplätze auf dann 149.016 an. Umzugsbedingte Arbeitsplatzverluste konnten also ausgeglichen werden und neue Arbeitsplätze kamen hinzu.
Gewonnen haben in Bonn vor allem die Dienstleistungen (ohne Öffentliche Verwaltung) mit einem Zuwachs von 27,1 % bzw. ca. 22.400 Beschäftigten von Juni 1991 bis Juni 2002. Mit 105.171 Beschäftigten und einem Anteil von 72,3 % an allen Beschäftigten hat dieser zukunftsträchtige Bereich seine dominierende Stellung in Bonn ausgebaut. Dagegen hat die Öffentliche Verwaltung in diesem Zeitraum fast ein Drittel ihrer Beschäftigten verloren.
Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass in Bonn auch in den nächsten Jahren die Zahl der Arbeitsplätze weiter steigt.
Arbeitsmarkt
Bonn hat seit Jahren eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Nordrhein-Westfalen. Im Juni 2005 betrug sie 9,1%. Ein großer Teil der in Bonn Beschäftigten kommt als Pendler aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis. Täglich fahren 80.000 Menschen nach Bonn zur Arbeit, während 30.000 Bonner außerhalb der Stadtgrenze ihrer Beschäftigung nachgehen. Damit hat Bonn nach Köln und Düsseldorf den dritthöchsten Pendlerüberschuss in Nordrhein-Westfalen.
Verkehr
Düsseldorf
Bonn ist über die Autobahnen A 59, A 555, A 562, und A 565 sowie die Bundesstraßen B 9, B 42 und B 56 an das Fernstraßennetz angebunden. Der Flughafen Köln/Bonn liegt ca. 20 Kilometer nördlich der Stadt und ist über die A 59, eine Schnellbuslinie und die rechtsrheinische Bahnstrecke mit Bonn verbunden. Da das Stadtgebiet vom Rhein durchtrennt wird, haben die drei Rheinbrücken der A 562 (Südbrücke, „Konrad-Adenauer-Brücke“), A 565 (Nordbrücke, „Friedrich-Ebert-Brücke“) und B 56 (Kennedybrücke) sowie die Rheinfähren Mehlem–Königswinter, Bad-Godesberg-Niederdollendorf und Graurheindorf-Mondorf besondere Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr.
Der Bonner Hauptbahnhof ist Fernverkehrshalt der Deutschen Bahn an der linken Rheinstrecke (Köln–Bonn–Koblenz–Mainz). Der Bahnhof Siegburg/Bonn an der ICE-Neubaustrecke Köln–Frankfurt ist mit der Stadtbahnlinie 66 in 30 Minuten zu erreichen. Die sechs Bonner Bahnhöfe und Haltepunkte werden von zahlreichen SPNV-Linien bedient. In Richtung Köln verkehren drei (linksrheinisch) beziehungsweise zwei (rechtsrheinisch) Nahverkehrslinien im Stundentakt, in Richtung Koblenz links- wie rechtsrheinisch jeweils 2 Linien. Außerdem besteht eine stündliche Verbindung über Remagen ins Ahrtal. Die Verbindung nach Euskirchen über Rheinbach (Voreifelbahn) wird zum Teil im 15-Minuten-Takt bedient.
Bonn besitzt ein durch die SWB Bus und Bahn betriebenes Stadtbahn-/Straßenbahnnetz mit etwa sechs Linien (je nach Zählweise), das tagsüber im 10-Minuten-Takt bedient wird, die abendlichen Taktzeiten wurden 2002 stark ausgedünnt. Neben innerstädtischen Verbindungen bedient die Stadtbahn Bonn auch Siegburg, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Zwei Linien verkehren auf Eisenbahnstrecken der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahn (KBE) nach Köln über Brühl beziehungsweise Wesseling im 20-Minuten-Takt.
Bonn besitzt ein sehr dichtes Busnetz mit etwa 30 Linien, das weitestgehend im 20-Minuten-Takt bedient wird. Teilweise entstehen durch Linienbündelung Taktzeiten von fünf Minuten. Der Spätverkehr wurde 2002 auf Beschluss der Ratsmehrheit stark ausgedünnt. Daneben existiert ein Nachtbus-Netz mit acht Linien, die stündlich untereinander Anschlüsse herstellen. Das Nachtbus-Netz wird zum Teil durch Sponsoring finanziert, das heißt jede Linie trägt den Namen eines Sponsors, der Bus (tagsüber im normalen Linienverkehr) trägt passende Ganzreklame.
Das Radwegenetz der Stadt Bonn wurde zwischen 1994 und 1999 stark ausgebaut, einige Radwege wurden jedoch inzwischen zurückgebaut. Trotzdem trägt die Stadt den Titel „Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen“.
Ansässige Unternehmen
Die bedeutenden Firmen in Bonn lassen sich in zwei Gruppen unterteilen.
Zum einen haben mehrere privatisierte Staatsunternehmen in Bonn ihren Sitz. Bekannteste Beispiele sind die Deutsche Telekom zusammen mit dem Tochterunternehmen T-Mobile und die Deutsche Post zusammen mit ihrer Tochter Postbank. Auch die „Tank & Rast“ und eine Zweigstelle der Telekom-Tochter Toll Collect haben ihren Sitz in Bonn. Im weiteren Sinne ebenfalls in diese Kategorie gehören die Stadtwerke Bonn.
Zum anderen sitzen in Bonn auch einige traditionsreiche Privatunternehmen. Neben den Nahrungsmittelproduzenten Haribo und Verpoorten sind hier der Elektronikkonzern Moeller-Gruppe und Orgelbau Klais zu nennen. Weitere Firmen von überregionaler Bedeutung sind „Bonnfinanz“, Fairtrade und SolarWorld.
Medien
Der Fernsehsender Phoenix hat seine Zentrale im ehemaligen Hauptstadtstudio des ZDF eingerichtet, der WDR unterhält weiterhin ein Büro in Bonn. Mit Abstand größte Tageszeitung in Bonn ist der General-Anzeiger, daneben existiert noch die „Bonner Rundschau“ als Lokalausgabe der Kölnischen Rundschau. Das rheinische Boulevardblatt Express leistet sich mit dem „Bonn Express“ ebenfalls eine eigene Lokalaugabe. Das mittlerweile einzige Stadtmagazin ist „Die Schnüss" (rheinisch für "Schnauze"). Die vom Bouvier-Verlag herausgegebene „Bonner Illustrierte“ wurde 2004 eingestellt.
In Bonn sendet der Lokalradiosender „Radio Bonn/Rhein-Sieg“ mit Rahmenprogamm von Radio NRW und ein studentischer Radiosender auf der UKW-Frequenz 96,8. Außerdem hat die Deutsche Welle ihre Zentrale im Bonner Schürmann-Bau.
Öffentliche Einrichtungen
Bildung und Forschung
Schürmann-Bau
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität wurde 1777 als Akademie gegründet und 1798 geschlossen. 1818 wurde sie neu gegründet und gehört seitdem zu den größten Universitäten Deutschlands. Zusammen mit ihrer Universitätsklinik ist sie der größte Arbeitgeber in Bonn. Ihre ehemalige Sternwarte beherbergt heute das Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik sowie die Volkssternwarte Bonn.
Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde 1995 gegründet. Obwohl sie Bonn in ihrem Namen trägt, befindet sich innerhalb der Stadt kein Studienstandort. Sitz der Fachhochschule ist Sankt Augustin, weitere Standorte befinden sich in Rheinbach und Hennef.
Die „Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung“ ist eine bundesweite Einrichtung für die Ausbildung von Beamten des gehobenen Dienstes. Ihr Hauptsitz befindet sich in Brühl bei Bonn. Innerhalb von Bonn befindet sich der Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten.
Außerdem befinden sich in Bonn die Max-Plank-Institute für Mathematik, Radioastronomie und zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Als Ausgleichsmaßnahme für den Berlin-Umzug wurde 1998 das Forschungszentrum caesar gegründet.
Bis 2004 beherbergte Bonn auch die „Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen Bonn“. Diese Fachhochschule war 1921 vom Borromäus-Verein gegründet und 1947 vom Land Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannt worden. Seit 1982 trug sie ihren zuletzt bekannten Namen. Im Jahre 2004 wurde die Fachhochschule jedoch aufgelöst.
Vereinte Nationen
Forschungszentrum caesar
Der Umweltschutz bildet einen Schwerpunkt der Vereinten Nationen in Bonn. So haben die Sekreteriate zur Überwachung der | | |