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Bartolomé Esteban Murillo

Bartolomé Esteban Murillo

Bartolomé Esteban Murillo (
- 1. Januar 1618 in Sevilla; † 3. April 1682 ebd.) war ein spanischer Maler des Barock.

Leben

Barock auf Isaaks zukünftige Frau Rebecca trifft]] Er gilt neben Diego Velázquez als der volkstümlichere Maler des spanischen Barock. Er selbst sah seinen Schwerpunkt in religiöser Madonnen- und Heiligenmalerei; seine gleichermaßen bedeutenden weltlichen Bilder geben vor allem das Milieu seiner Vaterstadt Sevilla wieder; typisch sind Szenen mit Straßenjungen und Bettelkindern. Die Barock-Epoche, in der Murillo lebte, fiel in Spanien zeitlich genau mit der glorreichsten Zeit des Landes zusammen. Die Kunst dieser Epoche hatte ihren Schwerpunkt vor allem in sinnlichen Motiven, während die Kunst in der Klassik vor allem realistische Motive zum Thema hatte. Vor allem in Spanien bedeutete dies einen großen Schritt in der Entwicklung einer eigenständigen spanischen Kunst. Die Ergebnisse des extremen Realismus und der inneren Spiritualität sieht man vor allem in den religiösen Skulpturen von Juan Martínez Montañés, Alonso Cano, und Pedro de Mena. In der Malerei waren die bedeutendsten Künstler eben Bartolomé Estéban Murillo, Jusepe de Ribera, Diego Velázquez und Francisco de Zurbarán. In ihren Werken erkennt man den Naturalismus der Zeit, das dramatische Licht, die effektvollen Schattenspiele und die farbliche Nüchternheit, ein Element, dass eine Verbindung zu den düsteren Paletten Michelangelo Merisi da Caravaggios und anderen italienischen Künstlern herstellte. Im hohen Alter stürzte er bei der Arbeit in einer Kirche von einer Leiter und starb an den Folgen des Unfalls.

Weblinks


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- [http://www.kunst-fuer-alle.de/deutsch/kunst/bilder/kuenstler/bartolome+esteban+murillo/4318/1/index.htm Bilderlink zu Murillo]
- [http://www.abcgallery.com/M/murillo/murillobio.html Ausführliche Biografie] (en.) Murillo, Bartolomé Esteban Murillo, Bartolomé Esteban Murillo, Bartolomé Esteban Murillo, Bartolomé Esteban Murillo, Bartolomé Esteban Murillo, Bartolomé Esteban ja:バルトロメ・エステバン・ムリーリョ

1. Januar

Der 1. Januar (in Österreich: 1. Jänner) ist der 1. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 364 Tage (in Schaltjahren 365 Tage) bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 153 v. Chr. - die römischen Konsuln beginnen ihre Amtszeit erstmals am 1. Januar statt am 1. März; daher ist der 1. Januar heutzutage der Jahresanfang.
- 1438 - Albrecht II. von Habsburg wird König von Ungarn.
- 1651 - Karl II. wird zum König von Schottland gekrönt.
- 1683 - Gründung der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg.
- 1700 - Zar Peter der Große ersetzt die bis dahin in Russland geltenden byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.
- 1707 - Johann V. wird König von Portugal.
- 1801 - Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland zusammengeschlossen.
- 1806 - Bayern und Württemberg werden zu Königreichen.
- 1814 - Rheinüberquerung des preußischen Generalfeldmarschalls Blücher bei Kaub
- 1824 - In Preußen werden die ersten öffentlichen Briefkästen aufgestellt.
- 1834 - Der Deutsche Zollverein als Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft, er ist eine Vorstufe des Deutschen Reichs.
- 1842 - In Köln wird die Rheinische Zeitung als Blatt des bürgerlichen Liberalismus gegründet.
- 1858 - Nach Auflösung der Ostindien-Kompanie übt die britische Regierung in Indien die Macht nun direkt aus.
- 1863 - Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit.
- 1872 - Ein einheitliches Strafgesetzbuch für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft.
- 1877 - Königin Victoria von Großbritannien wird Kaiserin von Indien.
- 1885 - Die Brüder Montgolfier überqueren den Ärmelkanal in einem Heißluftballon.
- 1891 - Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie.
- 1891 - Die erste Ausgabe des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts seit dem Verbot von 1878 erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- 1893 - In Zürich werden elf umliegende Gemeinden eingemeindet.
- 1899 - Ende der spanischen Herrschaft auf Kuba.
- 1900 - In Deutschland tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft
- 1900 - Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden.
- 1900 - Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1900 - Jahrhundertfeier im Berliner Zeughaus, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II..
- 1900 - In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wird.
- 1900 - Italiens König Umberto I. erlässt eine Amnestie.
- 1901 - Das deutsche Urheberrechtsgesetz tritt in Kraft.
- 1901 - Das Commonwealth of Australia wird als bundesstaatliche parlamentarische Monarchie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt gegründet. parlamentarische Monarchie
- 1903 - König Eduard VII., König von Großbritannien und Irland, wird Kaiser von Indien.
- 1903 - Die neue Rechtschreibreform im Deutschen Reich, Österreich und in der Schweiz tritt in Kraft.
- 1904 - Ein erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet.
- 1904 - Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet.
- 1904 - Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft.
- 1905 - Die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt.
- 1905 - Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird neuer österreichischer Ministerpräsident.
- 1906 - Helmuth Johannes Ludwig von Moltke wird als Nachfolger von Alfred Graf von Schlieffen der Chef des Generalstabs der Armee.
- 1907 - Das Rentenzuschussgesetz tritt in Frankreich in Kraft.
- 1919 - Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands.
- 1928 - Die Visumpflicht zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien wird aufgehoben.
- 1928 - In Sierra Leone wird die Sklaverei per Gesetz abgeschafft.
- 1929 - José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua.
- 1929 - Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe.
- 1930 - Die kommunistische Zeitung Daily Worker erscheint erstmals in Großbritannien.
- 1931 - Die NSDAP-Reichsleitung zieht um in das Braune Haus in München.
- 1934 - Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter für Mecklenburg und Lübeck.
- 1934 - Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1934 - Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden.
- 1934 - Das Sterilisierungsgesetz, bereits am 14. Juli 1933 verabschiedet, tritt in Deutschland in Kraft. Es sieht vor, dass Menschen, die an so genannten Erbkrankheiten leiden, durch einen chirurgischen Eingriff auch gegen ihren eigenen Willen unfruchtbar gemacht werden können.
- 1934 - Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis der USA umfunktioniert.
- 1935 - Tripolitanien und Cyrenaika, Italiens nordafrikanische Kolonien, werden zur Kolonie Libia zusammengeschlossen.
- 1937 - Um den Bedarf der Rüstungsindustrie zu decken wird im Deutschen Reich die Verwendung von Edelstahl für andere Artikel verboten.
- 1937 - in China wird General Chang Hsüeh-liang wegen angeblicher Anstiftung zum Aufstand in der Provinz Xian von einem Militärgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
- 1937 - Anastasio Somoza Garcia wird Präsident von Nicaragua.
- 1937 – Die japanische Komponistin Keiko Abe wird in Tokio geboren.
- 1938 - Juden im Deutschen Reich wird das Betreiben von Einzelhandelsgeschäften und Handwerksbetrieben, das Anbieten von Waren und Dienstleistungen untersagt.
- 1938 - Alle nach den Nürnberger Gesetzen jüdischen Ärzte werden aus der Ersatzkassenpraxis im Deutschen Reich ausgeschlossen.
- 1938 - Aufgrund der steigenden Zahl von Verkehrsopfern wird das Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen geändert. Dazu gehört vor allem das unbedingte Rechtsfahrgebot auf allen Straßen.
- 1938 - Der chinesische Ministerpräsident Chiang Kai-shek legt sein Amt nieder.
- 1938 - Durch eine Änderung des dänischen Erbgesetzes werden uneheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt.
- 1939 - Die Namensänderungsverordnung für Juden im Dritten Reich tritt in Kraft.
- 1939 - Das im Vorjahr eingeführte Pflichtjahr für arbeitslose ledige weibliche Jugendliche unter 25 Jahren gilt ab sofort für alle.
- 1939 - Das am 30. April 1938 beschlossene Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung treten in Kraft.
- 1940 - Die Studentische Dienstpflicht tritt im Deutschen Reich in Kraft.
- 1941 - Änderung des Bürgerrechts in der Schweiz. Eine Aberkennung der Bürgerrechte ist jetzt möglich.
- 1942 - Der weitere Ausbau der Reichsautobahn wird eingestellt. Nahezu 4000 km wurden fertiggstellt.
- 1942 - In Schweden werden Textilien ab sofort rationiert - Einführung der Kleiderkarte.
- 1942 - Die diplomatischen Beziehungen Venezuelas zu Italien, Japan und dem Deutschen Reich werden abgebrochen.
- 1942 - Unterzeichnung der Gründungserklärung der Vereinten Nationen durch 26 Staaten in Washington, D.C..
- 1943 - Auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0.00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24.00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf Montag umgestellt.
- 1943 - Die erste Panzerarmee an der Ostfront beginnt mit ihrem Rückzug aus dem Kaukasus.
- 1943 - Die Gemeinden Frýdek und Místek werden mit umliegenden Orten zur gemeinsamen Bezirksstadt Frýdek-Místek zusammengeschlossen.
- 1944 - Im Deutschen Reich werden die Postleitzahlen durch das Reichspostministerium eingeführt.
- 1944 - Endgültige Unabhängigkeit für den Libanon und Syrien.
- 1944 - Neuer Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B wird Generalfeldmarschall Erwin Rommel.
- 1946 - Der neuerbaute Flughafen Heathrow Nähe London wird eröffnet.
- 1946 - Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen.
- 1946 - Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok.
- 1947 - Inkrafttreten des Vertrages über die Vereinigung der britischen und amerikanischen Besatzungszone Deutschlands zur Bizone.
- 1948 - Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident.
- 1948 - Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff.
- 1948 - Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien.
- 1948 - Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft.
- 1948 - Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik.
- 1949 - Thailand wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Die vom Wirtschaftsrat erlassene Kraftfahrzeug-Benutzungsverordnung tritt in Kraft, womit Ausflugs- und Vergnügungsfahrten verboten sind.
- 1949 - Österreich erhält von Großbritannien die Kontrolle über die Grenze zu Italien zurück.
- 1949 - Juan Manuel Gálvez tritt sein Amt als Staatspräsident von Honduras an.
- 1949 - Indien und Pakistan vereinbaren einen Waffenstillstand zur Beilegung des Konflikts über Kaschmir.
- 1951 - Beginn des ersten 5-Jahresplans der DDR.
- 1951 - Vorstellung der deutschen Nationalhymne durch Bundespräsident Theodor Heuss.
- 1951 - Als erster Staat erklärt Indien den Kriegszustand mit Deutschland offiziell für beendet.
- 1952 - Die neue Verfassung Griechenlands tritt in Kraft und regelt die Verteilung von Grundbesitz neu.
- 1953 - Ausrufung der Republik Malediven.
- 1953 - Die Sowjetunion gibt China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück.
- 1953 - Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr.
- 1956 - Der Sudan erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien und Ägypten
- 1957 - Frankreich gibt das Saarland zurück an Deutschland.
- 1957 - Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft.
- 1957 - In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt.
- 1958 - Die Römischen Verträge zur Gründung der EG treten in Kraft.
- 1959 - Mit der Flucht des Diktators Fulgencio Batista kommt Fidel Castro in Kuba an die Macht.
- 1960 - Das Atomgesetz zur friedlichen Kernenergieverwendung tritt in Deutschland in Kraft.
- 1960 - Das erste US-amerikanische Atom-U-Boot, das mit Mittelstreckenraketen bestückt ist, wird in den Dienst gestellt.
- 1960 - Kamerun wird unabhängig von Frankreich.
- 1962 - Samoa wird unabhängig von Neuseeland.
- 1962 - Seine Hoheit Malietoa Tanumafili II. wird Staatsoberhaupt in Sambia.
- 1964 - Guinea erhält von Spanien die volle innere Autonomie.
- 1964 - Singhalesisch wird auf Ceylon alleinige Amtssprache.
- 1965 - Wehrdienstleistende erhalten ab sofort 2,70 DM anstelle von 2,30 DM Sold pro Tag.
- 1966 - Syrien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein).
- 1966 - Militärputsch in der Zentralafrikanischen Republik, Jean Bedel Bokassa übernimmt die Regierung.
- 1967 - Die Kommune 1 um Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans u.a. entsteht durch die Besetzung der Wohnung des Schriftstellers Uwe Johnson in der Berliner Niedstraße 14 im Stadtteil Friedenau.
- 1968 - In der Angestelltenversicherung wird die Versicherungspflichtgrenze in Deutschland aufgehoben.
- 1970 - Über die zugefrorene Elbe gelingt einer achtköpfigen Familie die Flucht aus der DDR nach Niedersachsen.
- 1970 - In Kongo (Brazzaville) wird die Volksrepublik ausgerufen.
- 1971 - Zigarettenwerbung im Fernsehen der Vereinigten Staaten wird verboten.
- 1972 - Indonesiens Präsident [Hadji Mohamed Suharto[]] erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965.
- 1972 - Polen und DDR führen den Pass- und Visa-freien Grenzverkehr ein.
- 1972 - Der Österreicher Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1973 - Großbritannien, Dänemark und Irland werden Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- 1973 - In Baden-Württemberg tritt die Kreisreform in Kraft: Die Zahl der Landkreise wird von 63 auf 35 reduziert; die 9 Stadtkreise bleiben erhalten.
- 1973 - Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft
- 1973 - Der Grundwehrdienst in Deutschland wird von 18 auf 15 Monate verkürzt.
- 1973 - Angola, Mosambique, Kap Verde, Timor, São Tomé, Príncipe und Macao erhalten von Portugal die innere Autonomie.
- 1974 - Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft.
- 1974 - Finnland: Freihandelsabkommen mit der EG
- 1975 - Die Grenze zur Volljährigkeit wird in Deutschland auf 18 Jahre gesenkt.
- 1975 - Die Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd wird gegründet.
- 1975 - In Nordrhein-Westfalen tritt das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln (Köln-Gesetz) in Kraft.
- 1975 - In Baden-Württemberg werden die ersten 1000 Polizeibeamten mit der sogenannten Chemischen Keule ausgestattet.
- 1975 - In Österreich wird die Fristenlösung bei Schwangerschaftsabbruch eingeführt.
- 1975 - Verfassungsänderung in Schweden. Der König übernimmt nur noch repräsentative Aufgaben
- 1976 - Port Said, Ägypten, am Sueskanal wird zur Freihandelszone.
- 1976 - In der Bundesrepublik Deutschland wird die Gurtpflicht auf Vordersitzen von PKW eingeführt.
- 1977 - Die Bürgerrechtsgruppe Charta 77 wird in Prag gegründet.
- 1978 - Großbritannien, Irland und Dänemark werden Vollmitglieder der Europäischen Gemeinschaft.
- 1979 - Österreich und Ungarn heben die Visapflicht im Reiseverkehr auf.
- 1979 - Eintritt des Kantons Jura in die Schweizerische Eidgenossenschaft.
- 1979 - Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab und erkennen stattdessen die Volksrepublik China an.
- 1980 - Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in Deutschland in Kraft.
- 1980 - Die DDR wird für zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
- 1981 - Griechenland wird EG-Mitglied
- 1981 - Abdou Diouf wird Premierminister in Senegal
- 1982 - Javier Pérez de Cuéllar tritt sein Amt als Generalsekretär der Vereinten Nationen an.
- 1983 - Beat Raaflaub übernimmt die Leitung der Knabenkantorei Basel
- 1984 - Start des Privatfernsehens in Deutschland; PKS nimmt seinen Sendebetrieb aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen am Rhein auf (ab 1985 unter dem Namen SAT1).
- 1984 - Brunei erhält seine volle Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1984 - Nach einem Militärputsch in Lagos wird Mohammed Buhari neuer Regierungschef Nigerias.
- 1985 - Die Schweiz führt die Autobahngebühr für PKW ein.
- 1985 - Die DDR vergrößert ihr See-Territorium von drei auf zwölf Seemeilen.
- 1985 - In den meisten EU-Mitgliedsstaaten werden die ersten europäischen Pässe ausgestellt.
- 1986 - Portugal und Spanien treten der Europäischen Gemeinschaft bei.
- 1987 - Radio Moskau sendet in Russland die Neujahrsansprache des US-Präsidenten Ronald Reagan an das sowjetische Volk.
- 1989 - Der Privatsender ProSieben beginnt den Sendebetrieb; Vorläufer war Eureka TV.
- 1992 - Boutros Boutros-Ghali wird neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen.
- 1992 - Das Stasi-Unterlagen-Gesetz tritt in Kraft.
- 1993 - Aus der Tschechoslowakei entstehen die Tschechische und die Slowakische Republik.
- 1993 - Abkommen zwischen Neuseeland und Australien über engere Zusammenarbeit
- 1994 - Mexiko: Aufstand in Chiapas
- 1994 - Norwegen und die EU unterzeichen das Abkommen über den europäischen Wirtschaftsraum EWR
- 1995 - Finnland, Österreich und Schweden werden Mitglieder der Europäischen Union.
- 1996 - Slowenien wird Mitglied in der CEFTA (Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen)
- 1998 - Maledivens neue Verfassung tritt in Kraft
- 1998 - Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 1999 - Finnland wird Mitglied der Europäischen Währungsunion
- 1999 - Polen reduziert die Regionen (Woiwodschaften) von 49 auf 16 im Rahmen einer Verwaltungsreform.
- 2000 - Die neue Bundesverfassung in der Schweiz tritt in Kraft
- 2000 - Turkmenistan schafft die Todesstrafe ab.
- 2001 - Griechenland tritt der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bei.
- 2002 - In Afghanistan übernimmt Hamid Karzai die Übergangsregierung.
- 2002 - In Argentinien wird Eduardo Duhalde wird zum Staatspräsidenten gewählt.
- 2002 - Die EU hebt die Visapflicht für Rumänien auf.
- 2003 - Angola gehört als nichtständiges Mitglied für zwei Jahre dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an.
- 2003 - Luiz Inácio Lula da Silva wird Staatspräsident von Brasilien.
- 2004 - Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär

Wirtschaft


- 1876 - Die Mark wird als Einheitswährung in allen deutschen Bundesstaaten eingeführt.
- 1900 - In Österreich-Ungarn wird die Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wurde.
- 1904 - Das Kinderschutzgesetz tritt in Deutschland in Kraft. Es verbietet die Arbeit von Kindern unter zwölf Jahren in allen gewerblichen Betrieben.
- 1906 - Die Arbeit von Kindern unter zehn Jahren wird im Deutschen Reich in Familienbetrieben erlaubt.
- 1912 - Das Fernsprechwesen in Großbritannien wird verstaatlicht.
- 1914 - Der Ullstein-Verlag übernimmt die Vossische Zeitung.
- 1925 - In Dortmund werden die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen GmbH (VEW) gegründet.
- 1927 - Ungarn führt als neue Währung den Pengö ein.
- 1930 - Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung wird im Deutschen Reich von 3 auf 3,5 % angehoben.
- 1931 - Die Schweizer Luftfahrtgesellschaft Swissair wird durch Fusion zweier anderer Luftfahrtgesellschaften gegründet.
- 1939 - Kleinbetriebe im Deutschen Reich sind ab sofort zur ordentlichen Buchführung verpflichtet.
- 1946 - Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre werden abgefunden.
- 1946 - Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion.
- 1947 - Die Bergwerke in Großbritannien werden verstaatlicht.
- 1960 - Mit der Währungsreform in Frankreich hat 1 Franc nun den Wert von 100 alten Franc.
- 1963 - Die Verstaatlichung der Energiequellen tritt in Italien in Kraft.
- 1965 - Die Zollsenkung um 10 % innerhalb der EWG tritt in Kraft.
- 1966 - Australien löst das Pfund Sterling durch den Australischen Dollar als Währung ab.
- 1968 - Die Mehrwertsteuer wird in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Sie beträgt 10 %, ist aber für bestimmte Produkte (Nahrungsmittel, Druckerzeugnisse, ...) auf 5 % ermäßigt.
- 1969 - Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale (WestLB) entsteht. Sie ist an ihrem Gründungstag das größte bundesdeutsche Kreditinstitut.
- 1970 - In Deutschland werden Arbeiter den Angestellten gleichgestellt und erhalten nun ebenfalls Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
- 1974 - Deutschland hebt die Preisbindung für Markenartikel auf.
- 1976 - In Venezuela wird die gesamte Erdölindustrie verstaatlicht.
- 1981 - Die European Currency Unit (ECU) löst in der Europäischen Gemeinschaft die Europäische Rechnungseinheit (ERE) als gemeinsame Bezugsgröße für die Einzelwährungen ab.
- 1989 - Das zwischen den USA und Kanada geschlossene Freihandelsabkommen tritt in Kraft.
- 1991 - Das Stromeinspeisungsgesetz für Erneuerbare Energien (StrEG) tritt in Kraft und fördert entscheidend die Stromerzeugung durch regenerative Energien in Deutschland.
- 1991 - Das westdeutsche Steuerrecht wird in Ostdeutschland übernommen.
- 1994 - Die Deutsche Bahn AG wird gegründet
- 1994 - Aserbaidschan. Die eigene Währung, der Manat, wird einzige Landeswährung (früher war auch der Rubel gesetzliches Zahlungsmittel).
- 1994 - Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kanada (NAFTA).
- 1995 - Die Deutsche Telekom AG wird gegründet
- 1995 - Das Freihandelsabkommen zwischen Litauen und der EU tritt in Kraft.
- 1995 - Die Freihandelszone zwischen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay tritt in Kraft
- 1995 - Freihandelsabkommen zwischen Costa Rica und Mexiko
- 1995 - Das internationale Dienstleistungsabkommen GATS wird unterzeichnet.
- 1996 - Die Türkei tritt der EU-Zollunion bei.
- 1999 - Beginn der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion. Der Euro wird als Buchgeld in elf Ländern der EU eingeführt.
- 2001 - Die Axel Springer Verlag AG übernimmt mit 75,1 % die Mehrheit am Wilhelm Heyne Verlag.
- 2002 - Der Euro wird in allen Ländern der Europäischen Währungsunion als Bargeld eingeführt und löst die bisherigen Währungen der jeweiligen Länder ab.
- 2003 - Das so genannte Dosenpfand wird in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt.
- 2005 - Die Währungsreform in der Türkei tritt in Kraft.
- 2005 - Betreiber „Toll Collect“ startet die Autobahn-Maut für LKWs in Deutschland.

Wissenschaft und Technik


- 1739 - Jean-Baptiste Charles Bouvet de Lozier entdeckt die nach ihm benannte Bouvetinsel im Südatlantik.
- 1801 - Giuseppe Piazzi entdeckt mit Ceres den ersten Asteroiden.
- 1921 - Die NC-5, ein US-Marineflugzeug hergestellt von der Naval Aircraft Factory nach den Plänen von Curtiss, fliegt mit fünf Passagieren an Bord eine Strecke von 702 Meilen (1129,5 km) in einer Rekordzeit von 9 Stunden 15 Minuten, also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,44 km/h.
- 1925 - Auf der jetzt elektrifizierten Bahnlinie München-Garmisch-Partenkirchen wird die erste Probefahrt durchgeführt.
- 1925 - In Opponitz wird das erste Wiener Wasserkraftwerk in Betrieb genommen.
- 1957 - Österreich startet die regelmäßige Fernsehausstrahlung.
- 1958 - Die Schweiz nimmt die reguläre Fernsehausstrahlung auf.
- 1962 - Der Deutschlandfunk nimmt seinen regulären Sendebetrieb auf.
- 1970 - Beginn der Unix-Zeitrechnung (Epoch).
- 1983 - Im Arpanet, dem Vorläufer des Internet, wird das Protokoll NCP gegen das heute noch verwendete TCP/IP ausgetauscht.
- 1995 - Auf der norwegischen Ölbohrplattform Draupner-E in der Nordsee meldet die automatische Wellenmessanlage in einem Sturm mit 12 m hohen Wellen eine einzelne Welle mit 26 m Höhe - der erste eindeutige wissenschaftliche Beweis für die Existenz von Monsterwellen (Kaventsmännern).

Kultur


- 1788 - Die von John Walter im Jahr 1785 in London als „The Daily Universal Register“ gegründete Tageszeitung wird nun als The Times herausgegeben.
- 1858 - Uraufführung der Oper Halka von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1861 - Uraufführung der Oper Verbum nobile von Stanislaw Moniuszko in Warschau.
- 1896 - Die erste Auflage der international hochbeachteten und einflussreichen Kunstzeitschrift „Jugend. Münchener Illustrierte Wochenschrift für Kunst & Leben“ erscheint.
- 1899 - Uraufführung der Oper Eva von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag.
- 1905 - Gabriel Fauré wird neuer Direktor des Conservatoire de Paris.
- 1905 - Der Bund für Mutterschutz wird in Berlin gegründet.
- 1908 - Neuer Dirigent der Metropolitan Opera in New York wird der österreichische Komponist Gustav Mahler.
- 1914 - Neujahrspremiere in Europas Theatern. Nach Ablauf der 30jährigen Urheberschutzzeit hat Bayreuth nicht mehr das Monopol auf den Parsifal von Richard Wagner.
- 1924 - Uraufführung des Films Menschen und Masken in Berlin.
- 1924 - Die Krolloper in Berlin wird eröffnet.
- 1928 - In Wien wird die Jazzoper Johnny spielt auf von Ernst Krenek erstmals aufgeführt.
- 1933 - Das politische Kabarett „Die Pfeffermühle“ wird in München eröffnet.
- 1941 - Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker findet erstmals am Neujahrstag statt.
- 1944 - Uraufführung des Spielfilms „Destination Tokio“ in den USA.
- 1957 - Im

Sevilla

Sevilla ist eine Stadt in Südspanien. Sie ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla. Nach der Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herkules gegründet. Die Einwohner der Stadt werden als Sevillanos bezeichnet. Die Stadt ist ein Industrie- und Handelsplatz ersten Ranges und wichtiges Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin schiffbaren Guadalquivir, in einer weiten, fruchtbaren und wohlangebauten Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Die eigentliche Stadt nimmt das rechte Ufer des Guadalquivir ein und ist von den Vorstädten Los Humeros, Cesteria, Baratillo, Carreteria, Resolana mit dem großen Hospital La Caridad, San Bernardo, San Roque y la Calzada und Macarena mit dem Hospital de la Sangre umgeben. Von der alten, mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, die die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden. Am linken Ufer des Flusses breitet sich noch die große Vorstadt Triana aus. Sevilla ist die 4. größte Stadt Spaniens Spanien

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt wird von einem Labyrinth enger Gassen dominiert. Als größere, regelmäßige Plätze sind erwähnenswert: die Plaza de San Francisco oder der Konstitutionsplatz, der hinter demselben angelegte Platz mit Prachtbauten, die Plaza del Duque mit schöner Promenade, die Plaza de la Encarnación, der Museumsplatz mit Bronzestatue Murillos und der Quemadero, wo die Autodafees stattfanden. Die belebteste Straße ist die schlangenartig gewundene Calle de Sierpes. Unter den Häusern sind zahlreiche palastartige, meist im altrömischen Stil erbaute mit schönen marmorgetäfelten Höfen; im übrigen herrscht in der Altstadt die orientalische Bauart vor. Insofern weisen die Gebäude fast durchgängig Flachdächer auf und sind dabei selten höher als zwei Stockwerke. Die Vorstadt Triana ist seit 1852 durch eine eiserne Brücke mit der eigentlichen Stadt verbunden. Sevilla hat zahlreiche öffentliche Brunnen, welche meist durch den unter dem Namen Canos de Carmona bekannten, aus 410 Bogen bestehenden antiken Aquädukt (von Julius Cäsar erbaut) mit Wasser versehen werden, und mehr als 74 Kirchen. Unter den Gebäuden ist zunächst hervorzuheben: die Kathedrale Maria de la Sede, eine der größten und schönsten gotischen Kirchen (1401-1519 an der Stelle einer ehemaligen Moschee erbaut), mit fünf Schiffen, zahlreichen, mit Kunstschätzen (Gemälden von Murillo, Velazquez, Zurbaran etc.) geschmückten Seitenkapellen, herrlichen Glasmalereien, einer Riesenorgel und vielen Grabmälern gekrönter und historischer Persönlichkeiten. Daneben steht die so genannte Giralda, ein 114m hoher viereckiger Glockenturm mit reichen, in gebrannten Steinen ausgeführten Ornamentmustern und 22 harmonisch gestimmten Glocken; nebst dem so genannten Orangenhof die einzigen Überbleibsel der ehemaligen Moschee. Die Giralda wurde 1196 von Abu Iussuf Iakub in der Höhe von 82 m erbaut; der weitere, 32 m hohe Aufsatz in durchbrochener Arbeit kam 1568 hinzu. 1568Ferner verdienen Erwähnung: der Alcázar oder maurische Palast mit prächtigen Sälen und Hallen und großen Gärten; die Börse, von Herrera erbaut, mit dem berühmten amerikanischen Archiv; das von Christoph Kolumbus' Sohn gegründete Colegio de San Telmo (ehemals Marineschule, jetzt Wohnung des Herzogs von Montpensier, mit vielen Kunstschätzen), die Casa de Pilatos. der Torre del Oro ("Goldturm"), ein zwölfeckiger Turm am Guadalquivir (Sitz der Hafenkapitänschaft); das oben erwähnte Hospital de la Sangre, mit schöner Fronte, und das von Murillo gestiftete, mit seinen Meisterwerken geschmückte Hospital de Caridad; das Teatro de San Francisco und der erzbischöfliche Palast. Der Stierkampfplatz ist ein ovales Amphitheater, welches 18.000 Menschen fasst, nächst dem Madrider das größte in Spanien. Die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 hinterließ der Stadt vor allem den neu gestalteten Parque María Luisa mit der Plaza de España und der Plaza América.

Geschichte

Sevilla hieß im Altertum Hispalis und als römische Kolonie Colonia Romulensis. In Sevilla wurden 590 und 619 zwei Konzile (concilia Hispalensia) gehalten. Die Araber eroberten die Stadt 712 und machten sie zur Hauptstadt einer Provinz Išbīliya ( إشبيلية ), woraus sich der Name Sevilla ableitet. 844 wurde die Stadt von den Normannen zerstört. Nach dem Sturz des Kalifats von Córdoba etablierte sich in Sevilla die Taifendynastie der Abbadiden, die die Stadt in ihre erste Glanzperiode führten. 1091 kam sie in den Besitz der berberischen Almoraviden, die 1147 von den Almohaden abgelöst wurden. Am 22. November 1248 wurde sie nach einmonatiger Belagerung von Ferdinand III. von Kastilien erobert und blieb seitdem im Besitz der christlichen Spanier. Ihre zweite Glanzperiode fällt in das 16. und 17. Jahrhundert, als sie Hauptumschlagplatz des spanischen Seehandels und Zentrum der spanischen Kunst, namentlich der Malerei, war. Doch sank der Gewerbfleiß, als mit der Zeit ca. 300.000 Mauren in die muslimischen Gebiete nach Granada und Nordafrika auswanderten. Die bedeutende Stellung im Handel mit Amerika verlor Sevilla durch das Emporkommen des von den Bourbonen begünstigten Cádiz. 1729 wurde hier ein Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen Spanien, Frankreich und England abgeschlossen, welchem später auch Holland beitrat. Hier bildete sich am 27. Mai 1808 die spanische Zentraljunta, die sich am 1. Februar 1810 nach Cádiz zurückzog. Auch die Cortes flüchteten, als sie 1823 Madrid verließen, hierher und entführten den König von hier nach Cádiz.

Sonstiges

Cortes Sevilla wird allgemein als der Geburtsort der Flamenco-Musik bezeichnet. Sevilla war Gastgeber der Weltausstellung (Expo) 1992. Die zu diesem Anlass gebaute Alamillo-Brücke über den Guadalquivir stammt von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava. Die wichtigsten Feste, die jeweils für eine Woche das Leben der Stadt bestimmen, sind die Semana Santa (Karwoche) und die Feria de Sevilla. Die wichtigsten Fußballmannschaften sind die in der Primera División spielenden FC Sevilla und Betis Sevilla.

Sevilla kulinarisch

Sevilla ist Ursprung der Tapas, kleine Spezialitäten, die meistens vor der Hauptmahlzeit gegessen werden, so gegen Mittag 12.00. Sie bestehen hauptsächlich aus Fisch und Fleischspezialitäten. Süße Spezialitäten aus Sevilla sind z.B. Pestiños, Cortadillos, Tortas de Aceite, Torrijas. Fast alle Spezialitäten finden ihren Ursprung in maurischen Rezepturen.

Söhne und Töchter der Stadt


- Vicente Amigo, spanischer Flamenco-Gitarrist
- Gustavo Adolfo Bécquer, spanischer Schriftsteller
- Bartolomé de Las Casas, Dominikaner und Jurist in den spanischen Kolonien in Amerika
- Francisco Correa de Arauxo, bedeutender andalusischer Organist und Komponist an der Grenze zwischen Renaissance und Barock
- Francisco de Herrera der Ältere, spanischer Maler
- Heinrich II. (Kastilien), illegitimier Sohn von Alfons XI.
- Antonio Machado, spanischer Lyriker
- Felipe González, spanischer Rechtsanwalt und Politiker
- Vicente Aleixandre, spanischer Lyriker und Nobelpreisträger
- Bartolomé Esteban Murillo, spanischer Barock-Maler
- Lope de Rueda, einer der ältesten dramatischen Dichter Spaniens
- Juan de Saavedra, spanischer Konquistador
- Antonio de Ulloa, spanischer Gelehrter und Admiral
- Paz Vega, spanische Filmschauspielerin

Weblinks


- [http://www.turismo.sevilla.org/paginas/turistas/portada/portada.asp Informationen für Touristen]
- [http://www.travel-impressions.de/andalucia/sevilla.htm Sevilla Fotos] Bild:sevilla_kathedrale.jpg|Sevilla, Kathedrale Bild:sevilla_kathedrale_innenansicht.jpg|Sevilla, Kathedrale, Innenansicht Bild:sevilla_plaza_espana.jpg|Sevilla, Plaza de España Bild:sevilla_innenstadt.jpg|Sevilla, Innenstadt Bild:sevilla_reales_alcázares.jpg|Sevilla, Reales Alcázares Bild:sevilla_reales_alcázare_innenhof.jpg|Sevilla, Reales Alcázares, Innenhof Bild:sevilla_torredeloro_goldturm.jpg|Sevilla, Torre del Oro Kategorie:Ort in Andalusien Kategorie:Weltkulturerbe ja:セビリャ simple:Seville

1682

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- In Russland beginnt die gemeinsame Herrschaft von Peter dem Großen und seinem Bruder Iwan V

Geboren


- 4. Februar: Johann Friedrich Böttger, deutscher Alchimist († 1719)
- 25. Februar: Giovanni Battista Morgagni, Italienischer Forscher († 1771)
- 16. April: John Hadley, englischer Astronom und Mathematiker († 1744)
- 23. April: Johann Georg Meindl, Aufrührer und Anführer der Bayerischen Volkserhebung († 1767)
- 15. Juni: Franz Georg von Schönborn, Kurfürst-Erzbischof, Fürstbischof, Fürstpropst († 1756)
- 27. Juni (17. Juni alt. St.): Karl XII., König von Schweden von 1697 bis 1718 und Herzog von Zweibrücken in Personalunion († 1718)
- 10. Juli: Bartholomäus Ziegenbalg deutscher evangelischer Missionar († 1719)
- 31. Juli: Ignazio Visconti, 16. General der Societas Jesu († 1755)
- 6. August: Ludwig von Frankreich, französischer Thronfolger († 1712)
- 13. September: Theodor Christlieb, deutscher Komponist und Kreuzkantor († 1755)

Gestorben


- 3. April: Bartolomé Esteban Murillo, spanischer Maler (
- 1618)
- 7. Mai: Fjodor III. (Russland), war Zar von Russland von 1676 bis 1682 (
- 1661)
- 9. September: Siegmund Wiprecht von Zerbst, deutscher Hofbeamter und Politiker (
- 1606)
- 12. September: Alfons VI. (Portugal), war König von Portugal aus dem Hause Braganza (
- 1643)
- 19. Oktober: Thomas Browne, englischer Philosoph (
- 1605)
- 23. November: Claude Lorrain, französischer Landschaftsmaler (
- 1600)
- 29. November: Ruprecht von der Pfalz, Herzog von Cumberland, Earl of Holderness, englischer Generalissimus und Admiral (
- 1619) ko:1682년

Spanien

Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.

Geographie

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt. Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km. Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus. Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden. A Coruña Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro. Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Sprachen

In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen. Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen. Portugiesisch Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig. Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich. In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Religion

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei. Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung. Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien

Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Politik

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel
Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid. Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs. Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt. Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid. Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“). Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten, Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla. Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.

Wirtschaft

Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten,
pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €. 500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden. In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$. Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%. Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen. Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.

Landwirtschaft

36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.

Infrastruktur

Straßennetz

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen,
carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:
- innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
- auf Landstraßen 90 km/h
- auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
- auf den Autobahnen 120 km/h Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt. In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt. Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden. Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist. In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km². Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).

Fahrrad

Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.

Fernbusnetz

Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich. Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

Bahnnetz

Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird
Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben. Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft. Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt. Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile. Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt. In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden. Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

Flughäfen

Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa. Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen. Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke,
puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Kultur


- Literatur: Miguel de Cervantes, Tirso de Molina, Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca, Francisco de Quevedo, Rosalía do Castro, Federico García Lorca, Camilo José Cela, Javier Marías, Arturo Pérez-Reverte, Manuel Vázquez Montalbán, Miguel Delibes, José Zorrilla
- Musik: Flamenco, Manuel de Falla, Paco de Lucía, Joaquín Rodrigo, Pablo Sarasate
- Film: Pedro Almodóvar, Julio Médem, Luis Buñuel, Alejandro Amenábar, Alex de la Iglesia
- Malerei: Pablo Picasso, Salvador Dalí, Diego Velázquez, El Greco, Joan Miró, Francisco de Goya, Bartolomé Esteban Murillo
- Bildhauerei: Eduardo Chillida
- Architektur: Antoni Gaudí, Santiago Calatrava, César Manrique

Medien

Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid:
El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000). Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca. Die staatliche Fernsehanstalt Televisión Española betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2. Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.

Sport

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso jüngster Weltmeister im Jahre 2005) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián. Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf. Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt. Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.

Nationale Feiertage

Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (
Día de la Hispanidad). Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.
- 1. Januar -
Neujahr
- 6. Januar -
Heilige Drei Könige und Epiphanias
- 19. März -
St. Josef
- 1. Mai -
Tag der Arbeit
- 12. Oktober -
Nationalfeiertag (s.o.)
- 1. November -
Tag aller Heiligen
- 6. Dezember -
Tag der Verfassung
- 25. Dezember -
Weihnachten In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.

Weitere Themen


- Liste katalanisch-spanischer Ortsnamen im katalanischen Sprachgebiet
- Tourismus in Spanien
- Stierkampf
- Kfz-Kennzeichen (Spanien)
- Postleitzahl (Spanien)
- Portal:Spanien
- Spanische Küche
- Weinbau in Spanien
- Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Weblinks

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