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Basilisk
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Echsenart (Basiliscus basiliscus) in Südamerika anderer Name auch Helmbasilisk.
Mythologie:
Der Basilisk (griech. basiliskos = "kleiner König") ist ein mythisches Reptil, das auch als "König der Schlangen" bezeichnet wurde. In mittelalterlichen Tierbüchern werden Basilisken oft als Mischwesen mit dem Oberkörper eines Hahns mit einer Krone und dem Unterleib einer Schlange dargestellt.
Schlangen
Er wurde von Plinius dem Älteren in seiner Naturalis Historia beschrieben, demzufolge er mit Giftzähnen und einem tödlichen Blick bewaffnet sein soll. Auch in den mittelalterlichen Werken "Physika" von Hildegard von Bingen und "Ornithologia" des Bologneser Naturforschers Ulisse Aldrovandi finden Basilisken Erwähnung.
Der Basilisk schlüpft aus dem Ei eines alten Hahnes oder aus einem dotterlosen Hühnerei, das von einer Kröte, einer Schlange oder im Mist ausgebrütet wird. Sein stinkender Atem ist unerträglich und sein Blick soll versteinern können. Das Ungeheuer haust in Brunnenschächten und Kellern und kann nur vernichtet werden, indem ihm ein Metallspiegel vorgehalten wird, worin sich der versteinernde Blick gegen den Basilisken selbst kehrt. Das Motiv des versteinernden Blickes findet sich auch in den antiken Erzählungen über die Gorgo Medusa, der statt Haaren Schlangen auf dem Kopf wuchsen.
Symbol und Darstellung
Basilisken symbolisieren den Tod, den Teufel, die Sünde oder den Antichristen. Unter den Todsünden wird der Basilisk oft mit der Wollust, aber auch mit Neid und Hochmut gleichgesetzt. Häufig wird Christus dargestellt, wie er einen Basilisken zertritt. Als Basiliskengift wurde die sich gegen Ende des 15. Jahrhunderts ausbreitende Syphilis bezeichnet. Die Redewendung Basiliskenblick bezeichnet einen besonders scharfen oder stechenden Blick.
Sonstiges
In dem Roman "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" kommt ein Basilisk vor, der Menschen mit seinem Blick tötet oder in Stein verwandelt und durch den Schrei des Hahnes getötet wird. Zu den ältesten Wiener Sagen (aus dem 13. Jahrhundert) gehört jene über den Basilisken in der Schönlaterngasse, der einen Brunnen vergiftete und von der Bevölkerung schließlich durch Erde und Steine erstickt wurde (siehe: Witzmann 2003, Seite 119-125).
Ein Basilisk ist außerdem eine real existierende Art der Leguane.
Außerdem ist es der Markenname der Emulationssoftware Basilisk, die eine Macintosh-Betriebsysstemoberfläche auf einem IBM-kompatiblen PC zeigt.
Basel
Basilisk
Der Basilisk ist seit 1440 Schildhalter des Wappens der Stadt Basel.
Angeblich soll bei der Gründung der Stadt Basel in einer Höhle ein Drache (Basilisk) gewohnt haben. Nach einer anderen Version soll ein Kaufmann einen Basilisken nach Basel gebracht haben. Fest steht, dass 1474 in Basel (nach einem Tierprozess) ein Hahn zum Tode verurteilt wurde. Dem Hahn wurde vorgeworfen, er habe ein Ei gelegt, was wider die Natur war. Vor allem aber befürchteten die Basler, dass aus dem Ei ein Basilisk schlüpfen könnte. Der Hahn wurde nach ordentlichem Prozess enthauptet und das inkriminierte Ei den Flammen übergeben.
Der Stadtname hat nichts mit dem Basilisken zu tun, sondern kommt vom lateinischen "Basilea".
Literatur
- Gebhardt, Harald und Ludwig, Mario: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München, 2005, ISBN 3-405-16679-9
- Marianne Sammer: Basilisk - regulus. Eine bedeutungsgeschichtliche Skizze. In: Ulrich Müller, Werner Wunderlich (Hrsg.): Dämonen, Monster, Fabelwesen. Universitäts-Verlag Konstanz, St. Gallen 1999 (Mittelalter Mythen, Bd. 2) ISBN 390870104X, S. 135-160 (Mit reichhaltigen Literaturangaben)
- Reingard Witzmann: wunder.orte | zauberzeichen. Sagenwege durch Wien. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten 2003 ISBN 3853262716
Weblinks
[http://www.tierseiten.com/schuppenkriechtiere/basiliscus_basiliscus.html Basilisk]
Siehe auch: Fabelwesen, Chimäre, Liste von Fabelwesen
Kategorie:Basel
Kategorie:Fabeltier
Kategorie:Reptilien
ja:バジリスク
th:บาซิลิสก์
MythologieMythologie ist die systematische Beschäftigung mit den Mythen, sei dies in literarischer, wissenschaftlicher, mystischer oder religiöser Form. Mythologie ist somit mehr als nur die Gesamtheit der Mythen eines Volkes, einer Region oder einer sozialen Gruppe.
Sehr häufig wird der Begriff aber genau so verwendet, als Gesamtheit der Mythen nach der Zugehörigkeit zu einer Kultur bzw. Region. Daneben kann man auch Mythen zu verschiedenen Themen kulturübergreifend behandeln. Man erhält dann Unterteilungen wie z.B. Landschaftsmythologie, Astralmythologie, Zahlenmythologie, Eschatologie.
Mythologie beschäftigt sich aber auch mit der Frage nach der Herkunft der Mythen und deren Verhältis zu anderen Erzählformen wie Legende, Märchen, Sage. Besonders Märchen werden mitunter als degradierte Mythen angesehen. Die Entwicklung der Mythen als erzählerische Gattung und auch deren Transformation zu Märchen ist Gegenstand der Narratologie. Die Entstehung von Mythen ist auch Gegenstand der Psychologie, besonders der einst modernen Völkerpsychologie.
Da der Gegenstand der Mythen gemeinhin religiös ist, ist deren Erforschung eng mit der Religionsgeschichte verbunden. Informationen aus Mythen sind wichtig zur Rekonstruktion religiöser Vorstellungen. Mythologie, die die Informationen mehrerer Mythen miteinander zu einem religiösen System verbindet, läuft aber Gefahr, etwas zu rekonstruieren, das so nie bestanden hat.
Mythologien verschiedener Kulturen
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- Liste von Mythologien und Götterwelten
- Liste von Göttinnen
- Liste mythologischer Orte
Literatur
- Der psychologische Mythos. Kurt Derungs, Edition Amalia, 1996, ISBN 3952076465
- Die Enzyklopädie der Mythologie. Klassisch, keltisch, nordisch. Arthur Cotterell, EditionXXL, ISBN 3897363003
- Lexikon der abendländischen Mythologie Otto Holzapfel, Herder Spektrum, ISBN 3451055007
- Carl Gustav Jung und Karl Kerényi: "Einführung in das Wesen der Mythologie", Walter-Verlag 1999, ISBN 3-530-40061-0
- Karl Kerényi: "Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten", dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten", dtv, ISBN 3-423-32508-9
- Robert von Ranke-Graves: "Griechische Mythologie - Quellen und Deutung", rororo, ISBN 3-499-55404-6
- Robert von Ranke-Graves: "Die Weiße Göttin - Sprache des Mythos", rororo, ISBN 3-499-55416-X
- Roland Barthes: "Mythen des Alltags." edition suhrkamp, 1964, ISBN 3-518-10092-0
- Joseph Campbell: "Die Masken Gottes", (vier Bände), DTV 1996, ISBN 3423590343
- Joseph Campbell: "Der Heros in tausend Gestalten", Insel 1999, ISBN 3458342567
- Christoph Jamme: "Gott an hat ein Gewand - Grenzen und Perspektiven philosophischer Mythos-Theorien der Gegenwart", Suhrkamp 1999, ISBN 3518290339
- Heinrich Zimmer: "Indische Mythen und Symbole", Diederichs 2000, ISBN 3424006939
Weblinks
- [http://www.mythenwiki.de ein Wiki zum Thema Mythologie]
- [http://www.mythologica.de Lexikon zur griechischen Mythologie]
- [http://www.gottwein.de/Cap/Mythologie.htm Lexikon der Mythologie]
- [http://www.jcf.org Offizielle Website der Joseph Campbell Foundation - englisch]
- [http://www.sukhavati.de Mythologie, Symbole, Kunst und Mystik - deutsche Joseph Campbell Website]
- [http://www.mythentor.de Namen und Stichworte der Mythologie]
- [http://www.vingilot.de/Vingilot/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=69&Itemid=72
Astro-Mythologische Studien]
- [http://www.mythentor.de Vieles über Mythen]
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ja:神話
ko:신화
th:ปุราณวิทยา
SchlangenDieser Artikel behandelt die Tiergruppe Schlangen, für weitere Bedeutungen siehe Schlange
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Schlangen (griech. Ophidia oder lat. Serpentes) sind eine Unterordnung der Reptilien. Sie stammen von echsenartigen Vorfahren ab, die ihren Körper stark verlängert und ihre Beine reduziert haben und zu einer schlängelnden Fortbewegung übergegangen sind. Die größten Arten (Pythons und Anakondas) werden rund acht Meter lang, in Ausnahmefällen auch zehn Meter. Längenrekorde über Zehn Meter werden zwar immer wieder erwähnt, jedoch nie bestätigt.
Merkmale
Die Anzahl der Wirbel ist auf rund 200 (maximal 435) erhöht. Die Kiefer- und Gaumenknochen sind nur durch Bänder verbunden und stark verschiebbar, so dass auch größere Beutetiere in einem Stück verschlungen werden können. Im großen Magen wird die Beute mit Hilfe einer relativ hoch konzentrierten Salzsäure zerlegt. Riesenschlangen können über ein Jahr lang hungern.
Schlangengift
Einige Schlangen haben ihre Speicheldrüsen zu Giftdrüsen umgebildet. Nur etwa 400 Schlangenarten sind giftig und von diesen lediglich rund 50 potenziell tödlich für Menschen. Die giftigste Landschlange der Welt ist der in Australien lebende Inland-Taipan. Er ist eher ruhig und nicht aggressiv. Die Braunschlange dagegen (auch eine der giftigsten Schlangen) ist ziemlich aggressiv und leicht reizbar. Die giftigste Schlange überhaupt ist aber eine Seeschlange, die im Meer vor Australien lebt. Der Ort mit der höchsten Giftschlangendichte ist die Insel Queimada Grande vor der Ostküste Brasiliens.
Schlangengifte bestehen aus verschiedenen Proteinen und sind von zähflüssiger Konsistenz mit milchig - weißer bis gelblicher Farbe. Je nach Art wirkt das Gift auf das Nervensystem (Neurotoxine) (Lähmung, Sinnestäuschungen, Atemnot) oder auf Blutzellen und Gewebe (Hämatoxine) (Gewebezerstörung, Nierenversagen, Kreislaufzusammenbruch). Die Zusammensetzung der Gifte unterscheidet sich von Art zu Art. Mischungen aus hämotoxischen und neurotoxischen Wirkungsbestandteilen kommen beispielsweise bei der Gabunviper vor und führen zu besonders schweren Vergiftungen.
Schlangenarten, die als besonders giftig gelten, sind allerdings nicht die Ursache für die meisten Todesfälle. Viele dieser Arten leben in schwer zugänglichen Gebieten, sind sehr scheu und haben nur wenig Kontakt zu Menschen. Die Sandrasselotter hingegen hat ein weniger starkes Gift, ist aber oft in der Nähe von Siedlungen zuhause und sehr leicht reizbar.
Jährlich werden etwa 5 Millionen Menschen von Schlangen gebissen und rund 125.000 davon sterben an dem Schlangenbiss. 70 % der Schlangenbisse bei Menschen erfolgen in der Knöchelhöhe oder tiefer.
Verbreitung und Lebensräume
Schlangen sind weltweit verbreitet und in unterschiedlichsten Lebensräumen vom Gebirge bis zum Meer zu finden. Die mit Abstand größte Artenvielfalt gibt es jedoch in den Tropen. Zu den wenigen Orten, wo es keine Schlangen gibt gehören die Antarktis und Irland.
Systematik
In der Systematik der Biologie ist die Unterordnung der Schlangen in der Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata) enthalten, die wiederum zur Klasse der Reptilien (Reptilia) gehören.
Schlangen (Serpentes) werden in drei Überfamilien, 18 Familien, 456 Gattungen und 2922 Arten. Zu den bekanntesten Familien gehören die
- Riesenschlangen (Boidae)
:z. B.: Pythons und Boas
- Nattern (Colubridae)
:z. B.: Ringelnatter (Natrix natrix), Kornnatter (Pantherophis guttatus)
- Giftnattern (Elapidae)
:z. B.: Mambas und Kobras
- Vipern (Viperidae)
:z. B.: Grubenottern, Klapperschlangen, Kreuzotter (Vipera berus), Aspisviper (Vipera aspis), Wiesenotter ('Vipera ursinii)
Familien
- Amerikanische Blindschlangen (Anomalepidae)
- Blindschlangen (Typhlopidae)
- Schlankblindschlangen (Leptotyphlopidae)
- Rollschlangen (Aniliidae/Ilysiidae)
- Wühlschlangen (Anomochilidae)
- Riesenschlangen (Boidae)
- Bolyerschlangen (Bolyeridae)
- Walzenschlangen (Cylindrophiidae)
- Spitzkopfpythons (Loxocemidae)
- Erdboas (Tropidophiidae)
- Schildschwänze (Uropeltidae)
- Erdschlangen (Xenopeltidae)
- Warzenschlangen (Acrochordidae)
- Erdvipern (Atractaspididae)
- Nattern (Colubridae)
- Giftnattern (Elapidae)
- Seeschlangen (Hydrophiidae)
- Vipern (Viperidae)
Detailliertere Systematik unter Systematik der Schlangen
Symbolische und mythologische Bedeutung
Der Buchstabe S steht sowohl wegen seiner Form als auch wegen des Zischlauts als Symbol für die Schlange.
Antik
Im vorklassischen Griechenland galt die Schlange als heilig. Da sie sich durch die Häutung in Menschenaugen unendlich oft erneuern konnte, hielt man sie für unsterblich. Der Schlange wurde auch Hellsichtigkeit nachgesagt, weshalb die Schlange eines der Tiere der Göttin Gaia war. Laut Hesiod war Gaia Pelope einer der vielen Namen der Erdgöttin Gaia. Im Orakel von Delphi taten Schlangenpriesterinnen (Pythea) ihren Dienst. Nicht nur in der jüdisch-christlichen Tradition gab es einen von einer Schlange bewachten Baum: In der altgriechischen Vorstellung stand im Garten der Hesperiden der lebensspendende Apfelbaum, der der Göttin Hera von Gaia geschenkt wurde und der von der Schlange Ladon bewacht wurde.
Altes Testament
Im Alten Testament der Bibel wird eine Schlangengöttin von Kadesch erwähnt, die von Moses und Jahwe abgesetzt wurde. Es handelte sich hierbei um eine "Orakelschlange", ähnlich der altgriechischen Pythia, namens Nehuschtah (in späteren Übersetzungen Nehuschtan).
Indien
Auch in der indischen Mythologie gab es Schlangengöttinnen und auch dort waren sie mit den Erdgöttinnen eng verwandt: Ananta, die "unendliche Schlange", behütete die Götter und Göttinnen in ihrem Schlaf zwischen zwei Inkarnationen. Die Schlange Kundalini liegt zusammengerollt im Becken der Frauen und symbolisiert deren lebensspendende Kraft. Dieser Mythos wurde von tantrischen Gelehrten im Konzept der Kundalini-Kraft übernommen und noch heute gelehrt.
Ägypten
Im Vordynastischen Ägypten wurde die "Schlangenmutter" Wadjet (auch Wa Zit) angebetet. Ihr Symbol war der Uräus. Des Weiteren kannten die Alten ÄgypterInnen die Mehem, eine Schlangengöttin, die des Nachts den Sonnengott Ra in seinem Schlaf umfasste.
Naher Osten
Im Vorderen Orient stand die Schlange allgemein für Weisheit und Erleuchtung, welche die tiefen Geheimnisse des Lebens verstand. Diese Vorstellung hat in der biblischen Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies überlebt, wo die Schlange Eva die "Frucht der Erkenntnis" überreichte. In einigen Gnostizistischen Sekten wurden Eva und die Schlange für das den Menschen zur Verfügung gestellte Wissen verehrt (wobei sie dort manchmal auch als männlicher Begleiter Evas, Ophion, dargestellt wurde).
Christentum
Im Christentum wurden die älteren Überlieferungen einer Schlangengöttin und ihrer Attribute als eine der Inkarnationen des Teufels übernommen.
Heidentum
Germanen
In der gemanischen Mythologie spielt die Midgardschlange eine wichtige Rolle, die die Welt umspannt, zugleich aber das Göttergeschlecht der Asen bedroht.
Balten
In der heidnischen Naturreligion der Balten spielen Schlangen ebenso wie Kröten auch heute noch eine erhebliche Rolle, denn sie gelten, weil sie auf der Erde (lit. žemė) leben, als Symbol der Erdgöttin Seminas (Žemyna). Jede Familie schätzte sich glücklich, wenn sich eine grüne ungiftige Grasnatter an der Feuerstelle niederließ. Man fütterte sie wie ein Haustier (Familienmitglied) mit Eiern und Milch und beobachtete gewissenhaft, ob sie das Futter auch annahm.
Aborigines
Die Regenbogenschlange verkörpert in den Mythen der Aborigines den Ur-Zustand der Natur im Zustand der Traumzeit
und herrscht über ihre gleichermaßen lebensspendenden und verschlingenden Aspekte, insbsondere behütet sie das Wasser.
Das archetypische Motiv Ouroboros wird häufig mit ein oder zwei sich in den Schwanz beißenden Schlangen dargestellt und symbolisiert die Unendlichkeit..
Siehe auch: Warteschlange, Schlangenfuß, Barbara Renz
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ja:ヘビ
ko:뱀
th:งู
Plinius der Ältere
Gaius Plinius Secundus, kurz Plinius der Ältere (lateinisch Plinius maior) genannt ( - etwa 23 in Novum Comum (Como); † 24. August 79 in Stabiae) war ein römischer Gelehrter.
Leben und Werk
Plinius machte die relativ typische Karriere eines römischen Ritters (Eques); er kommandierte mehrere Militäreinheiten in verschiedenen Provinzen, unter anderem in Germania superior, und war in weiteren Provinzen Prokurator.
Er begleitete als Vertrauter der Kaiser Vespasian und Titus deren Feldzüge nach Germanien.
Bekannt geworden ist Plinius vor allem durch sein naturwissenschaftliches Werk Naturalis historia (Naturgeschichte), das als einziges seiner Werke erhalten ist. In dieser Enzyklopädie in 37 Büchern fasste er das naturkundliche Wissen seiner Zeit zusammen. Das Werk, das trotz seiner großen Stofffülle durchaus literarisch gestaltet ist, stellt eine unschätzbare Quelle für das antike Wissen dar. Laut seinen eigenen Aussagen beinhaltet dieses Werk 20.000 wichtige Fakten zu den Themen Anthropologie, Arzneien aus Pflanzen- und Tiersubstanzen, Botanik, Ethnographie, Gartenbau, Geographie, Kosmologie, Kunstgeschichte, Medizin, Metallverarbeitung, menschliche Physiologie, Mineralogie, Schöne Künste und Zoologie, die er aus ca. 2.000 Büchern von 100 verschiedenen Autoren zusammengetragen hat. Die ersten zehn Bände wurden im Jahr 77 veröffentlicht, die übrigen erst nach seinem Tod.
Außerdem schrieb Plinius mehrere Geschichtswerke: eine Biographie seines Freundes Pomponius Secundus, zwanzig Bücher über die römischen Germanienkriege und eine Darstellung der römischen Geschichte in 31 Büchern, mit dem er an den Schluss des Werks des Historikers Aufidius Bassus anschloss (beginnend wohl 47). Diese Historien, die bis in die Regierungszeit Vespasians reichten, wurden von Tacitus als Quelle benutzt. Sie sind aber wie alle historischen Werke des Plinius nicht erhalten.
Plinius starb beim Ausbruch des Vesuv, der auch Pompeji zerstörte. Er war kurz zuvor zum Präfekten der römischen Flotte in Misenum ernannt worden. Als der Vulkan ausbrach, fuhr er, getrieben von naturwissenschaftlichem Interesse, aber auch dem Bemühen, den Opfern der Katastrophe zu helfen, über den Golf von Neapel nach Stabiae, wo er an den Schwefeldämpfen erstickte.
Plinius der Jüngere, römischer Senator und Schriftsteller, war sein Neffe und überlieferte die Todesumstände seines Onkels in einem Brief an Tacitus.
Überlieferte gebräuchliche Zitate
"Nulla dies sine linea" (Naturalis historia 35, 84): "Kein Tag ohne Strich"
"Ne supra crepidam sutor" (Naturalis historia 35, 85): "Schuster, bleib bei Deinen Leisten!"
Das Wort "Eselsbrücke" soll auf Plinius zurückgehen: So wie der Esel durch diese Brücke die Gefahr sehen kann, so sieht der Begriffsstutzige durch die "Eselsbrücke" die Zusammenhänge im Bereich der Logik und Mathematik.
Literatur
- Gaius Plinius Secundus: Naturkunde: lateinisch - deutsch. Hrsg. und übers. von Roderich König in Zusammenarb. mit Joachim Hopp und Wolfgang Glöckner. 37 Bände. Zürich u.a. 1990-2004. ISBN 3-7608-1618-5
- Ludwig Jahn, Karl Mayhoff (Hrsg.): C. Plini Secundi Naturalis historiae libri XXXVII. Stuttgart 1967-2002. (Nachdruck der maßgeblichen Edition in 6 Bänden)
- Peter Rosumek, Dietmar Najock: Concordantia in C. Plinii Secundi Naturalem historiam. 7 Bände. Olms-Weidmann, Hildesheim u.a. 1996. ISBN 3-487-09949-7
- Arno Borst: Das Buch der Naturgeschichte : Plinius und seine Leser im Zeitalter des Pergaments. Heidelberg 1994. 2., verb. Aufl. 1995. ISBN 3-8253-0132-X
Siehe auch
- Portal:Rom
Weblinks
- [http://perseus.mpiwg-berlin.mpg.de/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0137 Plinius Naturgeschichte im Perseus Projekt (englisch)]
- [http://www.oxygenee.com/absinthe-BOOKS12.html The first detailed description of absinthe and its use and therapeutic properties in Pliny the Elder's "Historia Naturalis"]
Kategorie:Autor
Kategorie:Antike (Literatur)
Kategorie:Literatur (Latein)
Kategorie:Historiographie
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 23
Kategorie:Gestorben 79
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen ( - 16. September 1098 in Bermersheim; † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen) war eine Mystikerin, deren Leistungen heute von unterschiedlichen Disziplinen wie Medizin, Biologie und Musik anerkannt werden. Sie wird als Heilige verehrt, obwohl sie nie offiziell kanonisiert wurde. Politisch hat sie es in der Zeit des Mittelalters als Frau geschafft, sich gegen herrschende Meinungen durchzusetzen. Die Andersartigkeit der von ihr entwickelten Denkansätze bergen noch heute Entdeckungspotential und Interpretationsmöglichkeiten. Ihre Reliquien werden in Eibingen aufbewahrt.
Vita
Hildegard von Bingen wurde als Tochter des Edelfreien Hildebertus von Bermersheim geboren.
Ab 1106 lebte Hildegard bei Jutta von Sponheim, der Lehrmeisterin der von beiden begründeten Klause an dem von Benediktinermönchen bewohnten Disibodenberg.
Nach dem Tode Juttas von Sponheim wurde sie 1136 zur Lehrmeisterin dieser Klause gewählt und gründete um 1150 das Kloster Rupertsberg bei (heute in) Bingen am Rhein gegen den Widerstand ihres Abtes Hugo. Der Mainzer Erzbischof Heinrich bestätigte die Überschreibung der durch ihren Ruf sehr umfangreich gewordenen Klostergüter. Das Kloster wurde durch Schenkungen äußerst wohlhabend. Hildegard gründete 1165 in Eibingen ein noch bestehendes Filialkloster, das heute die Rechte der Klöster Rupertsberg und Eibingen besitzt (seit der Zerstörung von Rupertsberg 1660). Die wenigen Kunstgegenstände, vor allem das gold-purpurne Antependium, zeugen vom Reichtum Rupertsbergs.
Von Bernhard von Clairvaux auf ihrem Weg bekräftigt, begann sie 1141 in Zusammenarbeit mit Propst Volmar von Disibodenberg und der Nonne Richardis von Stade, ihre Visionen und theologischen wie anthropologischen Vorstellungen in lateinischer Sprache niederzuschreiben. Ihr Hauptwerk Liber Scivias Domini (Wisse die Wege des Herrn) entstand in einem Zeitraum von sechs Jahren. Dieses Buch enthält 35 Miniaturen. Diese Miniaturen theologischen Inhalts sind äußerst kunstvoll, mit leuchtenden Farben gemalt und dienen hauptsächlich zur besseren Begrifflichkeit des komplizierten und tiefsinnigen Textes.
Interdisziplinäres Wirken
Die Bedeutung von Hildgard von Bingen lässt sich schlecht in eine einzelne Kategorie zwängen. Während sie zu ihrer Zeit vor allem durch eigene Denkansätze aus dem Rahmen fiel, lässt sie sich auch heute oft schwer einordnen, da sich unser Weltbild nach der Aufklärung stark verändert hat. Hildegard von Bingen wird allgemein gesprochen jedoch als eine Person eingeschätzt, die durch eigene Denkansätze neue Impulse setzte und damit einen erweiterten Blickwinkel ermöglichte.
Bedeutung in der Musik
Die unter dem Namen "Symphonia (h)armonie celestium revelationum" (Symphonie der Harmonie der himmlischen Offenbarungen) überlieferte Sammlung geistlicher Lieder der Hildegard von Bingen umfaßt 69 Stücke mit überlieferten Melodien, 4 Liedtexte ohne Melodien sowie das in Text und musikalischer Notation erhaltene theologische Singspiel "ordo virtutum", das in zwei Fassungen vorliegt (Urfassung in der Visionsschrift "Scivias"; und im sog. "Rupertsberger Riesencodex" (Wiesbaden)) und am reinsten die visionäre Gedanken- und Bilderwelt Hildegards zum Ausdruck bringt.
Die kompositorische Leistung der Hildegard von Bingen wird in der Fachwelt jedoch kontrovers diskutiert. Die in vielen Teilen stark vom zeitüblichen Gregorianischen Gesang abweichenden Notationen und reichhaltigen Melismen mit ihren weiten Amplituden sowie immer wiederkehrende Neumenabfolgen sprechen entweder für eine individuelle Innovation seitens Hildegards oder aber für ein mangelndes Können, das in einer Art "Baukastensystem" die einzelnen Neumen mit dem Text verbindet. Die Frage, ob die Melodien den Texten angepaßt wurden, oder ob sich der Liedtext den Neumen unterordnet, wurde bislang nicht eindeutig von der Forschung beantwortet.
weiterführende Literatur:
- Newmann, Barbara (Bearb.): Hildegard of Bingen: Symphonia - a critical edition of the Symphonia; Ithaka/London 1988 ISBN 080-142-009-1
- Konermann, Bernward (Hrsg.): Hildegard von Bingen: Ordo Virtutum - Spiel der Kräfte; Augsburg 1991 ISBN 362-900-604-3
Bedeutung in Biologie und Medizin
Interessant für Biologie und Medizin sind ihre Abhandlungen über Pflanzen und Krankheiten. Nach 1150 verfasste Hildegard mit Causae et Curae (Ursachen und Heilungen) ein Buch über die Entstehung und Behandlung von verschiedenen Krankheiten. Das zweite der naturkundlichen Werke heißt Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum, was auf Deutsch so viel bedeutet wie: "Buch über das innere Wesen (Beschaffenheit und Heilkraft) der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen", weshalb Hildegard heute teilweise als erste deutsche Ärztin bezeichnet wird. Zu ihrer Zeit waren Ärzte noch Klostermediziner und Wunderheiler, die kein Studium an einer Universität absolviert hatten. Die Leistung Hildegard von Bingens liegt unter anderem darin, dass sie das damalige Wissen über Krankheiten und Pflanzen aus der griechisch-lateinischen Tradition mit dem der Volksmedizin zusammenbrachte und erstmals die volkstümlichen Pflanzennamen nutzte. Sie entwickelte eine eigene Ansicht von Körperlichkeit – einschließlich der Sexualität.
Religiöse und politische Bedeutung in ihrer Zeit
Ihr selbstbewusstes, charismatisches Auftreten führte zu ihrer großen Bekanntheit. Sie predigte als erste Nonne öffentlich dem Volk die Umkehr zu Gott (u.a. auf Predigtreisen nach Mainz, Würzburg, Bamberg, Trier, Metz, Bonn und Köln). Kaiser Barbarossa berief sie zu seiner Pfalz Ingelheim, um Rat zu suchen. Auch im hohen Alter unternahm sie noch Reisen zu verschiedenen Klöstern.
Sie wurde für viele Menschen zur Wegweiserin wegen ihres Glaubens und ihrer Lebensart, und schon zu ihren Lebzeiten nannten viele sie eine Heilige (s.u.). Ihre moralische Lehre faszinierte zu ihrer Zeit nicht nur die Nonnen, sondern auch Mönche, Adlige und Laien. Mit bewundernswertem Selbstbewusstsein setzte sie ihre Interessen gegen andere durch, nicht immer zur persönlichen Bereicherung, sondern aus Überzeugung (z.B. bei der Bestattung eines Exkommunizierten oder dem Abstreiten der Besitzrechte des Disibodenberges).
Ihre umfangreiche Korrespondenz mit hohen geistlichen und weltlichen Würdenträgern (darunter auch Bernhard von Clairvaux) ist in ca. 300 Schriftstücken erhalten geblieben. Dabei zeigte sich ihr außergewöhnlich starker Charakter und Gottesglaube. Für diese Zeit erscheinen ihre offenen Worte und Ermahnungen, die sie gegenüber König und Papst führte, als besonders bemerkenswert. Die Besetzung höchster Kirchenämter durch Verwandte (u.a. ihr Bruder Hugo als Domkantor von Mainz) verschafften ihr den nötigen Einfluss, um angehört zu werden.
Verehrung und Brauchtum
Heiligsprechung
Bereits zu Lebzeiten wurde Hildegard wie eine Heilige verehrt. 1228 wurde ein erster Antrag auf Heiligsprechung gestellt. Das Verfahren dauerte jedoch so lange, dass selbst der letzte Versuch einer Kanonisation unter Papst Innozenz IV. im Jahre 1244 zu keinem Ergebnis führte. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde Hildegard dann in das Martyrologium, das Verzeichnis der Heiligen der Kirche, aufgenommen, ohne dass eine Kanonisierung erfolgte. Die regelmäßig zu größeren Festlichkeiten oder Jubiläen von Heiligen übersendeten päpstlichen Bullen zeugen von der großen Bedeutung der Heiligkeit Hildegards, die vom aktuellen Papst Benedikt Bestätigung findet.
Laufende Verfahren beim römischen Stuhl
Von verschiedenen Gruppierungen wurde im 20. Jahrhundert ein Verfahren zur Anerkennung Hildegards als "Kirchenlehrerin" eingebracht. Dieses Verfahren ist nach wie vor im Vatikan in der Prüfungsphase.
Eibinger Reliquienschatz
Hildegard hat als eine der bedeutendsten Frauen des Mittelalters eine große Anzahl von Reliquien geschenkt bekommen und zusammengetragen. Diese als der "Eibinger Reliquienschatz" bezeichneten Reliquien befinden sich, wie der Hildegardisschrein selbst, in der Pfarrkirche "Sankt Hildegard und St. Johannes d.T." in Eibingen. Der Reliquienschatz wird in dem südlichen Teil des Hauptschiffes in einem gläsernen Altar aufbewahrt. Der Hildegardisschrein befindet sich im Altarraum der Kirche in einem Hochgrab. Weiterhin gehören zum Eibinger Reliquienschatz:
- Das Haupt der Heiligen Gudula, der Nationalheiligen von Belgien und Patronin der europäischen Parlamentshauptstadt Brüssel.
- Das Haupt der Heiligen Berta, der Mutter des heiligen Rupert von Bingen
- Das Haupt des Heiligen Valerian
- Der Arm des Heiligen Rupert von Bingen
Hildegardisfest in Eibingen
Das religiös katholisch geprägte Hildegardisfest wird jährlich am 17. September in Eibingen gefeiert. Es gliedert sich traditionell in das am Morgen gehaltene Pontifikalamt und die mittags stattfindende Reliquienfeier mit anschließender Reliquienprozession durch die Straßen von Eibingen. Der Reliquienschrein wird an diesem Tag geöffnet. Das Fest schließt mit der Hildegardisvesper in der ebenfalls in Eibingen gelegenen Abtei "St. Hildegard".
Gesellschaften/Forschung
Die Hildegard-Forschung hat mittlerweile weltweite Bedeutung gewonnen. In Deutschland und Europa befassen sich unzählige Diplomarbeiten, Forschungsgruppen und Hildegard-Gesellschaften mit den Schriften und dem Wirken der Heiligen. In den letzten Jahren hat verstärkt Interesse an den Hildegard-Werken aus den Vereinigten Staaten und Asien eingesetzt. Hildegard-Kongresse in den USA oder Asien zeugen vom weltumspannenden Interesse am Thema der Nonnenklöster im allgemeinen und Hildegard im besonderen.
Werke
- Liber Scivias (1141-51)
- Liber vitae meritorum (1158-63)
- Liber divinorum operum (1163-73/74)
- Physica
- Causae et curae
Siehe auch: Hildegard-Medizin
Weblinks
- [http://www.eibingen.de/pfarrei/ Pfarrei St. Hildegard in Eibingen mit Informationen über Hildegard von Bingen und die Pfarrkirche sowie dem dort befindlichen Hildegardisschrein]
- [http://www.abtei-st-hildegard.de Abtei St. Hildegard in Eibingen mit Informationen über Hildegard von Bingen und das Klosterleben]
- [http://gutenberg.spiegel.de/autoren/hildegar.htm Hildegard von Bingen im Projekt Gutenberg]
- [http://www.uni-mainz.de/~horst/hildegard/gwelcome.html Biografie, Werk, Verweise]
- [http://www.medieval.org/emfaq/composers/hildegard.html Diskographie (engl.)]
- [http://www.bistum-trier.de/bingen/index.html Bistum Trier über Hildegard von Bingen]
-
- [http://www.magi-e.historicum.net/reihe/magi-e_band_06.html Biographie, Frauenbild, Briefwechsel mit Bernhard von Clairvaux im Volltext]
- [http://www.disibodenberg.de/ Geschichte des Disibodenbergs]
- [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/sammlung2/cpg/salX16.xml?docname=salX16&pageid=PAGE0001 Digitalisat der Salemer Handschrift von Scivias]
- [http://www.gesundheitstrends.de/gesundheitstrends/heilmethoden/hildegard-medizin.php gesundheitstrends.de zur 'Hildegard Medizin']
- [http://www.garten-literatur.de/Blattwerk/neue/hildegard_von_bingen.htm Literatur von und über Hildergard von Bingen]
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen
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ja:ヒルデガルト・フォン・ビンゲン
Ulisse AldrovandiUlisse Aldrovandi ( - 11. September 1522 in Bologna; † 4. Mai 1605 ebd.; auch bekannt als Ulysses Aldrovandus) war ein italienischer Arzt und Naturforscher.
Naturforscher
Leben
Ulisse Aldrovandi erlernte zuerst das Kaufmannshandwerk und studierte danach in Bologna Medizin. Ab 1560 war er Professor an der dortigen Universität. 1568 gründete er in dieser Stadt den Botanischen Garten. Ihm zu Ehren erhielt die Wasserfalle ihren botanischen Gattungsnamen Aldrovanda.
Neben Conrad Gesner gilt Ulisse Aldrovandi als einer der Begründer der modernen Zoologie. Vor allem seine sehr detaillierten systematischen Untersuchungen machten ihn bekannt.
Das Hauptwerk von Ulisse Aldrovandi ist die aus elf Bänden bestehende "Historia animalium", von der besonders die drei Bände über die Vögel ("Ornithologia") berühmt wurden als Ergänzung zu Gesners ebenfalls als "Historia animalium" bezeichneten Werk. In der "Historia Monstrorum" beschreibt Aldrovandi detailliert eine Reihe von Fabelwesen, die zu seiner Zeit als existent betrachtet wurden, darunter etwa die aus der griechischen Mythologie stammenden Kentauren, den Satyr und die Chimäre. Ein drittes bekanntes Werk ist "De Monstris"), in dem er verschiedene Missbildungen des Menschen behandelt.
Weblinks
-
Aldrovandi, Ulisse
Aldrovandi, Ulisse
Aldrovandi, Ulisse
Aldrovandi, Ulisse
Aldrovandi, Ulisse
Medusa (Mythologie)
Medusa ist der Name zweier Gestalten der griechischen Mythologie. Die erste ist eine der drei, vier oder sieben Hesperiden, die die Goldenen Äpfel hüteten.
Die zweite, weitaus bekanntere, von der in der Folge hier die Rede ist, war eine Gorgone, die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys und Keto, sowie die Schwester von Stheno und Euryale. Sie war die einzig sterbliche der drei Gorgonen.
Ursprünglich war Medusa schön. Als Pallas Athene sie jedoch bei einer Buhlschaft mit Poseidon in einem ihrer Tempel überraschte, wurde sie von der erzürnten Athene in jene Gestalt verwandelt, als die sie gefürchtet war: Ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, einem Schuppenpanzer, Flügeln glühenden Augen und heraushängender Zunge; so sahen auch - aus welchem Grunde auch immer - Medusas Schwestern aus.
Das Gesicht der Medusa war so hässlich, dass jeder sofort zu Stein erstarrte, der sie sah.
Perseusmythos
Die Gorgonen sollen so abscheulich gewesen sein, dass man bei deren Anblick sofort zu Stein erstarrte. Mit ihnen wurde der Heros Perseus konfrontiert, der Sohn des Göttervaters Zeus und der Prinzessin Danae, indem ein Freier der Danae namens Polydektes Perseus aufforderte, ihm das Haupt der Medusa zu bringen, in der Hoffnung, Perseus würde dies wie seine Vorgänger nicht überleben. Auf diese Weise wollte er sich den Weg zu Danae bahnen.
Doch Perseus hatte Pallas Athene auf seiner Seite, die ihm einen Schild lieh, von Hermes bekam er geflügelte Schuhe, Nymphen händigten ihm eine Tarnkappe aus. Athene sah dies als Möglichkeit, die Frevlerin Medusa gänzlich auszumerzen und wies Perseus ein, wie er die Medusa enthaupten könnte, ohne ihr ins Angesicht zu blicken und deshalb zu Stein erstarren zu müssen. Perseus pirschte sich an, als die Gorgonen im Schlafe versunken waren, spiegelte Medusas Gesicht im Schild der Athene, enthauptete die Gorgo und suchte das Weite, hinter ihm das Geschrei und aufgebrachte Gezeter ihrer entsetzten Schwestern.
Als Perseus die Medusa enthauptet hatte, entsprang ihrem Körper das erste geflügelte Pferd namens Pegasos, da Medusa von Poseidon geschwängert worden war, während er die Gestalt eines Pferdes angenommen hatte. Auch der Krieger Chrysaor , der manchmal wie Pegasos als Pferd dargestellt wird, entsprang dem Rumpf der Medusa.
Das Medusenhaupt im Beutel, flog Perseus mit Pegasos übers Meer nach Äthiopien, wo er die Königstochter Andromeda vor einem Meeresungeheuer des Poseidon errettete. Als der Titan Atlas, der das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern trug, nicht im Sinne des Perseus handelte, präsentierte ihm dieser das Medusenhaupt, woraufhin Atlas zu einem Gebirge erstarrte - das Atlasgebirge in Marokko. Auch in anderen Fällen erwies sich das abgeschlagene Haupt der Medusa als günstige Waffe; so brauchte Perseus, als übel gesonnene Krieger bei einem Gelage auf ihn zustürzten, ihnen nur das Haupt der Gorgo zu zeigen und sie erstarrten zu Stein wie Atlas.
Pallas Athene hat im Anschluss das Haupt der Medusa als besonderen Schutz auf ihren Schild geheftet, später wurde es als das Gorgoneion bekannt. Das Blut der Medusa schenkte Pallas Athene dem Asklepios und dem Erichthonios.
Darstellungen
Erichthonios Römische Kopie in der Glyptothek München]]Auf alten Darstellungen wirken die Gorgonen weniger abscheulich, auch wenn sie verworrene Haare und heraushängende Zungen haben, eher wirken sie hier wie verschrumpelte Frauen.
In der Kunstgeschichte ist das Standbild des Renaissance-Künstler Benvenuto Cellini berühmt, das Perseus beim Bezwingen von Medusa zeigt.
Literatur
Gebhardt, Harald und Ludwig, Mario: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München, 2005, ISBN 3-405-16679-9
Ovid: Metamorphosen. Deutscher Taschenbuchverlag, 3. Auflage, 2001
Weblinks
Kategorie:Griechische Mythologie
ja:メデューサ
Wollust
Wollust ist ein Synonym für extrem starkes sexuelles Verlangen bzw. sexuelle Begierde. Wollust beschreibt eine barock anmutende Empfindung, die als drängend, lustvoll, schwülstig gilt, früher auch als ruchlos und frevelhaft. Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien starke Triebkräfte und Verlockungen.
Im katholischen Christentum gilt Wollust als eine Hauptsünde wie auch die Gier. Die Wollust war einer der Hauptvorwürfe an vermeintliche Hexen in der Frühen Neuzeit. Ihnen warf man vor, dass sie aufgrund ihrer übergroßen Wollust nicht nur Geschlechtsverkehr mit dem Teufel (die so genannte Teufelsbuhlschaft) trieben, sondern auch eifrig gemeinsam Orgien auf ihren Hexensabbaten feierten.
Kategorie:Laster
Kategorie:Sexualität
ja:性欲
Hochmut
Hochmut (manchmal auch als Hoffart bezeichnet) ist diejenige in Reden und Handlungen sich ausprägende Gemütsverfassung, in welcher der eigene Wert höher angeschlagen wird, als er wirklich ist. Er äußert sich in herrischen Mienen, Gesten und Auslassungen. Sein Gegenteil ist die Demut.
Der Begriff der Hochmut begründet sich im altdeutschen Hoher Mut und konnte damals (wie auch "Freimut") positiv aufgefasst werden.
Der Sache nach kommt er vermutlich in allen Gesellschaften vor, und wo er (zum Beispiel als Prahlsucht) kulturell missbilligt wird (vgl. Höflichkeit), da äußert er sich in wenig merklichen Zügen. Im antiken Griechenland konnte er als Hybris den Zorn der Götter auf sich ziehen (vgl. z.B. das Geschick der Niobe). In der katholischen Morallehre ist "Hochmut" (lateinisch superbia) eine der sieben Todsünden.
Der Begriff wurde schon in der Ständegesellschaft kritisch gegenüber dem Adel (und auch dem Klerus) benutzt, er heftete sich an Züge der adeligen Etikette und deren Benutzung als soziales Werkzeug der Exklusion. Er wird heutzutage allgemein negativ gewertet. Man stellt ihn in eine Reihe mit Blasiertheit, Arroganz und "aufgeblasen sein".
Redewendungen
Ein Sprichwort besagt: Hochmut kommt vor dem Fall. Es bedeutet, dass dem überheblichen, übermäßig stolzen Menschen Erniedrigung droht. Die Redensart stammt aus der Bibel (Sprüche 16,18) und hieß in einer ersten Übersetzung Stolzer Mut kommt vor dem Fall.
Kategorie:Laster
Kategorie:Emotion
Kategorie:Soziologie
15. Jahrhundert
Das 15. Jahrhundert begann am 1. Januar 1401 und endete am 31. Dezember 1500.
Es ist die Endphase des Spätmittelalters, die Epoche des Humanismus, der Beginn der Renaissance und der Übergang zur Neuzeit.
Ereignisse und Entwicklungen
- In der Zeit von 1403 bis 1516 erobern die Schweizer Eidgenossen das Tessin.
- Das Abendländische Schisma endet 1417.
- Jeanne d'Arc führt die französischen Truppen 1429 zu einem Sieg gegen die Engländer im Hundertjährigen Krieg.
- Konstantinopel fällt 1453 an das Osmanische Reich.
- Die Hussitenkriege finden 1419 bis 1436 in Mitteleuropa statt.
- Niccolo Machiavelli schreibt Il Principe.
- 1474-1477 finden die Burgunderkriege statt, die mit dem Untergang des Hauses Burgund enden.
- Nach fast 800-jähriger muslimischer Herrschaft fällt am 2. Januar 1492 Granada, die letzte Hochburg des einst großen maurischen Reiches auf spanischem Boden (Abschluss der Reconquista). Muslime und Juden werden vertrieben.
- Christoph Kolumbus erreicht am 12. Oktober 1492 die zu den Bahamas gehörende Insel Guanahani und entdeckt damit Amerika.
- 1493-1519: Maximilian I. (HRR) regiert. Sein Beiname "Der letzte Ritter" symbolisiert den Untergang des Rittertums.
- Die Zulus besiedeln Teile des heutigen Südafrika.
- Die Spanische Inquisition wird gegründet.
- Vasco da Gama erreicht 1498 Indien.
- Niedergang des Khmer-Reiches von Angkor, 1431 Eroberung durch das Thai-Königreich Ayutthaya
- älteste Volksschauspiel Deutschlands: Drachenstich
Persönlichkeiten
- Filippo Brunelleschi erfindet die Zentralperspektive
- Leonardo da Vinci, Erfinder und Maler
- Martin Luther 1483-1546, Reformator
- Albrecht Dürer 1471-1528, deutscher Maler und Graphiker.
Erfindungen und Entdeckungen
- Johannes Gutenberg erfindet 1440 den Satz mit beweglichen Lettern, revolutioniert die Druckkunst und bricht das Informationsmonopol der Kirche.
01-15
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ja:15世紀
ko:15세기
simple:15th century
th:คริสต์ศตวรรษที่ 15
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Kategorie:Wikipedia:Qualitätssicherung
Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherungsseite statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Die Inhaltangabe ist zu umfangreich und es werden zuviele Einzelheiten des Buch erwähnt. LaWa 03:21, 25. Nov 2005 (CET)
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (ISBN 3551551685; Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets, ISBN 0747538484) ist der zweite Band der Harry-Potter-Buchreihe von Joanne K. Rowling.
Das Buch
Rahmendaten
Harry Potter and the Chamber of Secrets kam im Jahr 1998 in die Buchläden. Seitdem wurde es über 42 Millionen mal verkauft. Die deutsche Ausgabe ist im Carlsen Verlag erschienen. Sie hat 352 Seiten. Der Übersetzer ist Klaus Fritz (Deutsche Ausgabe: ISBN 3551551685).
Buchinhalt
Die Sommerferien verbringt Harry wieder bei seinen Verwandten, den Dursleys. Eines Tages taucht in Harrys Zimmer ein Elf namens Dobby auf und bittet ihn, nicht nach Hogwarts zurückzukehren, dort drohe ihm große Gefahr. Dobby schafft er es, dass Harry von seinem Onkel Vernon in seinem Zimmer eingesperrt wird. Harry wird jedoch von seinem Freund Ron und dessen Zwillingsbrüdern Fred und George Weasley befreit und verbringt den Rest des Sommers im Fuchsbau, dem Haus der Weasleys.
Den Bahngleis 9¾ am Bahnhof King's Cross, von dem der Hogwarts Express startet, der die Schüler in die Schule bringen soll, können Harry und Ron nicht betreten. Also versuchen sie es mit dem fliegenden Auto von Rons Vater, was allerdings nicht gut geht; sie werden fast von der Schule verwiesen.
In der Schule sind Harry und Ron auch wieder mit ihrer Freundin Hermine vereint. Es geschehen allerdings seltsame Vorfälle: Einige Schüler werden Opfer eines Versteinerungszaubers. Es geht das Gerücht um, der Erbe Slytherins sei zurückgekehrt und hätte die Kammer des Schreckens, in der das Monster Slytherins lauert, geöffnet. Harry wird von einigen Leuten für den Erben gehalten, da er ein Parselmund ist: Er hat die seltene Fähigkeit, mit Schlangen zu sprechen, was auch der Zauberer Slytherin könnte. Hermine findet heraus, dass das Monster ein Basilisk ist, deren Blick bei direktem Augenkontakt tödlich ist, bei indirektem Augenkontakt jedoch nur versteinert. Als schließlich Ginny Weasley, Rons Schwester, vom Erben Slytherins entführt wird, wollen die Lehrer die Schule schließen.
Harry und Ron finden jedoch heraus, was Hermine entdeckt hat und begeben sich zur Kammer des Schreckens, von der sie jetzt wissen, dass sie von einer Mädchentoilette der Schule aus zu erreichen ist. Die beiden werden unterwegs allerdings getrennt, so dass Harry das Monster alleine besiegen muss. Es stellt sich heraus, dass der Erbe Slytherins niemand anderes als Lord Voldemort ist, der sein jugendliches Ich in einem Tagebuch aufbewahrt hat, mit dessen Hilfe er nun die Kammer wieder geöffnet hat. Harry muss gegen den Basilisken kämpfen und kann ihn mit Hilfe des Phönix von Dumbledore und des Schwertes von Godric Gryffindor besiegen. Ginny Weasley wird befreit.
Am Ende des Buches werden alle Versteinerten wiederbelebt, Dobby der Hauself kommt dank Harry aus seinem sklavenähnlichen Dienst frei und Harrys Haus Gryffindor gewinnt den Hauspokal.
Der Film
Die Verfilmung hatte am 14. November 2002 Premiere. Seitdem hat der Film weltweit mehr als 850 Millionen US-Dollar eingespielt und ist damit Nummer acht der erfolgreichsten Filme.
In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 6 Jahren frei gegeben, in vielen anderen europäischen Ländern erhielt der Film hingegen eine Alterfreigabe nur für ältere Kinder. Um die Altersfreigabe ab 6 Jahren zu rechtferigen, wurde die deutsche Fasung leicht gekürzt. So ist der Angriff der peitschenden Weide und der Kampf mit dem Basilisken in der Originalfassung länger. In der deutschen Presse wurde zum Filmstart wiederholt die Kritik geäußert, dass wohl um besserer Einspielergebnisse willen eine Freigabe ab 6 durchgeboxt worden sei, obgleich der Film von seiner Gesamtstimmung her nicht für Kinder dieses Alters geeignet sei.
Auf DVD erschien die deutsche Fassung des Films gleich zwei mal. So gibt es eine Version mit einer DVD und eine andere mit viel Zusatzmaterial, letztere Version wird auf 2 DVDs angeboten. Bei beiden deutschen Veröffentlichungen handelt es sich um die gekürzte Fassung des Filmes. In der Schweiz hingegen erschien der Film auf DVD in seiner ungekürzten Fassung und auf deutsch. Diese DVD wurde jedoch mit einem Importverbot nach Deutschland belegt.
Weblinks
-
- [http://www.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=28347&vid=64248 OFDb-Eintrag] von Harry Potter und die Kammer des Schreckens
- [http://www.filmmusikwelt.de/index.php?D=5de4e35a5a4bc63bc513f83a2ab925ac&V=file&file=26f9b27aef9fad59596ffb168dc061a1 Besprechung der Filmmusik]
- [http://www.filmspiegel.de/filme/harrypotterunddiekammerdesschreckens/harrypotterunddiekammerdesschreckens_1.php Filmkritik von filmspiegel.de mit links zu weiteren Rezensionen]
- [http://www.harrypotter-xperts.de/index.php?page=143&book=2 Kritik an der deutschen Übersetzung von 'Harry Potter and the Chamber of Secrets']
Rezensionen (Buchfassung)
bei:
- [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=140 Buchwurm.info]
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Literatur (20. Jh.)
Kategorie:Literatur (Englisch)
Kategorie:Fantasy-Literatur
Kategorie:Harry Potter
Kategorie:Filmtitel
Kategorie:Kinderfilm
Kategorie:Fantasyfilm
Kategorie:Literaturverfilmung
Kategorie:1998
ja:ハリー・ポッターと秘密の部屋
ms:Harry Potter dan Bilik Rahsia
13. Jahrhundert
Das 13. Jahrhundert begann am 1. Januar 1201 und endete am 31. Dezember 1300.
Etwa zur Jahrhundertmitte war der Übergang vom Hochmittelalter zum Spätmittelalter in Europa.
Ereignisse und Entwicklungen
- Vierter bis achter Kreuzzug
- Untergang der Dynastie der Hohenstaufen
- Die Mongolen unter Dschingis Khan erobern große Teile Asiens und Osteuropas und errichten eine mongolische Dynastie in China
- Marco Polo erreicht China und Tibet
- Erste islamische Reiche entstehen in Südostasien
- Ewiger Bund der Eidgenossen (Gründungsjahr der Schweiz 1291)
- In Straßburg entsteht die erste Bauhütte. Bauhütten gelten als Vorläufer der Zünfte.
- Gründung des Franziskanerordens
Persönlichkeiten
- Franz von Assisi, Gründer des Franziskanerordens
- Albertus Magnus, Universalgelehrter und Theologe
- Thomas von Aquin, Theologe
- Ludwig IX., König von Frankreich
- Friedrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Dante Alighieri, italienischer Dichter
- Dschingis Khan, mongolischer Khan
- Baibars al-Bunduqdari, mamluckischer Sultan von Ägypten und Syrien
- Robert von Sorbon, französischer Gelehrter
Erfindungen und Entdeckungen
- Der Kompass wird aus dem Osten eingeführt. Er ermöglicht den Schiffen, von nun an fernab der Küsten zu segeln.
01-13
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ja:13世紀
ko:13세기
simple:13th century
th:คริสต์ศตวรรษที่ 13
Schönlaterngasse
Die Schönlaterngasse ist eine berühmte kleine verwinkelte Gasse in der Wiener Innenstadt. Da die Straße am Heiligenkreuzer Hof (Schönlaterngasse Nr. 5) vorbeiführt, hieß sie im Mittelalter Straße der Herren von Heiligenkreuz, später Gäßlein als man zum Heiligenkreuzerhof geht, Gasse niederhalb Heiligenkreuzerhof und Gässel beim Heiligenkreuzerhof. Ab dem 17. Jahrhundert war der Name Zur schönen Latern gebräuchlich, wobei aber bis 1776 der Beginn der Gasse noch Heiligenkreuzergässl hieß. Ab 1780 lautet der Name offiziell Schönlaterngasse. Die Verbauung geht bis das Hochmittelalter zurück, die meisten Fassaden stammen aus der Barockzeit.
Die Gasse reichte ursprünglich nur etwa bis zur heutigen Jesuitenkirche, da der Rest bis zur Postgasse Teil einer Quergasse war, die zur Wollzeile führte. Dieses Gäßchen Gegenüber der Hohen Schul verschwand aber 1624, als die Jesuiten hier die Kirche und ein vergrößertes Universitätsgebäude errichten ließen.
Die Schönlaterngasse ist nach der Laterne des Hauses Nr. 6 der Gasse benannt. Das Original befindet sich im Historischen Museum der Stadt Wien, heute findet sich in der Gasse selbst nur noch eine Kopie der Laterne, die 1971 von Otto Schmirler angefertigt wurde.
Otto Schmirler
Das berühmteste Haus der Schönlaterngasse ist das Basiliskenhaus (Nr. 7). Eine bekannte Wiener Sage erzählt, dass im Hausbrunnen des Hauses im Jahre 1212 ein Basilisk hauste. Eine Bäckerbub bemerkte das Ungeheuer und wollte es vor einer angesammelten Menschenmenge beseitigen. Der Junge stieg samt einem Spiegel in den Brunnen herab. Man hatte ihn vorher gewarnt, dass der Blick eines Basilisken ein Lebewesen in Stein verwandelt. Unten angekommen hielt der Bub dem Basilisken den Spiegel vors Gesicht, worauf dieser zu Stein wurde. Heute zeigt ein Fresko an der Hausmauer des Hauses die mutigen Taten des Jungen. Die dazugehörige Inschrift wurde erst 1932 nach dem Originaltext von 1577 angefertigt.
Im Haus Nr. 9, das aus dem 16. Jahrhundert stammt und 1799 von Peter Mollner umgestaltet wurde, befindet sich heute der Kunstverein Alte Schmiede. Hier kann man noch eine alte Schmiedewerkstätte mit Originalwerkzeugen besichtigen.
Das Haus Nr. 11 ist der Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Alte Jesuitenhof.
Zur Zeit haben insgesamt vier verschiedene gültige österreichische Freimarken die Schönlaterngasse zum Motiv.
Kategorie:Straße in Wien
Leguan
Die Leguane (Iguanidae) bilden eine Familie der Reptilien. Es handelt sich um Echsen, die wahrscheinlich mit den Agamen verwandt sind und diese auf dem amerikanischen Doppelkontinent ersetzen. Während die Mehrzahl der über 700 Arten in Nord- und Südamerika lebt, gibt es einige Arten auch auf Madagaskar und manchen ozeanischen Inseln. Die meisten Arten sind 10-30 cm lang, einige besonders große Vertreter erreichen aber Längen von 2 m (Grüner Leguan).
Systematik
Die Systematik der ist seit 1989 häufigen Änderungen unterworfen und wird immer noch diskutiert. Zu dieser Zeit teilten die Herpetologen Frost & Etheridge die große in eine Reihe von kleineren n, die zuvor den Status von n hatten, wodurch die Iguanidae nur noch aus einer Reihe von en bestanden. Nahezu ein Jahrzehnt später ergaben Befunde aus der Molekularbiologie, daß die ursprüngliche Zusammenfassung innerhalb einer doch gerechtfertigt war.
Ursprüngliche Einteilung in n:
- Corytophaninae
- Crotaphytinae
- Iguaninae
- Oplurinae
- Phrynosomatinae
- Polychrinae
- Kielschwanzleguane (Tropidurinae)
Einteilung in en gemäß Frost & Etheridge:
- Amblyrhynchus
- Brachylophus
- Conolophus
- Ctenosaura
- Cyclura
- Dipsosaurus
- Iguana
- Sauromalus
- Armandisaurus (fossil)
- Lapitiguana (fossil)
- Pumila (fossil)
Bild:Chuckwalla (Sauromalus obesus).jpg|Zwei Chuckwallas (Sauromalus obesus)
Bild:Nashornleguan (Cyclura cornuta).jpg|Nashornleguan (Cyclura cornuta)
Bild:Crotaphytus_collaris_iguanidae.jpg|Halsbandleguan (Crotaphytus collaris)
Bild:Sceloporus cyanogenys (aka).jpg|Blauer Stachelleguan (Sceloporus cyanogenys)
Haustiere
Die Haltung von Leguanen als Haustiere in Terrarien ist möglich. Allerdings sollte man sich im Voraus sehr genau über die Haltungsbedingungen informieren, da diese Tiere eine sehr intensive Pflege benötigen.
Literatur
- Frost, D.R.; Etheridge, R.; Janies, D. & Titus, T.A. .2001. Total evidence, sequence alignment, evolution of Polychrotid lizards, and a reclassification of the Iguania (Squamata: Iguania). American Museum Novitates 3343: 38 pp.
- Sprackland, Robert. 1999. Iguanids, iguanines, and drawing lines. The Vivarium 10(2): 24-25.
- Macey, J. R., Allan Larson, Natalia Ananjeva and Theodore Papenfuss. 1997. Evolutionary shifts in three major structural features of the mitochondrial genome among iguanian lizards. Journal of Molecular Evolution 44: 660-674.
- Frost, Daryl and Richard Etheridge. 1989. A phylogenetic analysis and taxonomy of iguanian lizards (Reptilia: Squamata). University of Kansas Museum of Natural History Miscellaneous Publications 81: 1-65.
- de Queiroz,K. 1987. Phylogenetic Systematics of Iguanine Lizards - A Comparative Osteological Study. University of California Publ. in Zoology, Vol. 118. XII + 203 pp. ISBN 0-520-09730-0
Weblinks
- [http://www.curator.org/LegacyVMNH/WebOfLife/Kingdom/P_Chordata/ClassReptilia/O_Squamata/InfraIguania/FIguanidae/iguanidae.htm Virtual Museum of Natural History] (englisch)
- [http://www.nps.gov/moja/mojaanlz.htm Fotos verschiedener Leguanarten] (englisch)
- [http://tolweb.org/tree?group=Iguania&contgroup=Squamata Tree of Life] (englisch)
- [http://www.embl-heidelberg.de/~uetz/families/Iguanidae.html Iguanidae-Seite von Peter Uetz] (englisch)
- [http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/inselleguan.html Inselleguan]
- [http://www.green-iguana.net Grüner Leguan]
- [http://www.tierlexikon.ch/systematik.262.html Verschiedene Leguane auf Tierlexikon.ch]
Kategorie:Echsen
Basilisk II
Basilisk II ist ein quelloffener 680x0-Macintosh-Emulator, der auf einer Reihe von Betriebssystemen lauffähig ist, darunter BeOS, Linux, Windows NT und Mac OS X.
Basiliks II unterstützt nur Versionen von Mac OS, die auf 68K-Macintoshs laufen, als neueste Version also Mac OS 8.1. Neuere Versionen benötigen einen PowerPC-Prozessor, der von Basilisk II nicht emuliert wird.
Der Nachfolger von Basilisk II, der auch PowerPC-Emulation bietet, ist SheepShaver.
Weblinks
- [http://www.uni-mainz.de/~bauec002/B2Main.html Offizielle Seite]
- [http://gwenole.beauchesne.online.fr/basilisk2/ Basilisk II JIT]
- [http://www.users.bigpond.com/pear_computers Basilisk II für Mac OS X (Aqua)]
- [http://www.nic.fi/~lpesonen/BasiliskII/ Basilisk II für Windows]
Kategorie:Emulator
Schildhalter
Als Schildhalter (früher auch Wappenknechte) werden in der Heraldik hinter, neben oder unter dem Schild eines Wappens befindliche Menschen- und Tiergestalten genannt, die auf einer geeigneten Basis, einem Boden, Rasen, Gesims, Konsole, einer ornamentalen Ranke oder ähnlichem zu stehen pflegen. Nur Engelsfiguren dürfen fliegen. Sie treten einzeln oder paarweise, gleichartig oder verschieden neben oder hinter dem Schild auf, tragen, halten oder stützen ihn.
Ein Siegel mit Wappendarstellung aus dem Jahre 1195 ist der älteste Beleg für einen Schildhalter. Es zeigt einen Löwen mit umgehängtem Schild.
Schildhalter gehören gemäß den heraldischen Regeln zu den Pracht- oder Prunkstücken eines Wappens wie die Wappenmäntel und Wappenzelte, die Bild- und Wortdevisen, Fahnen und Banner. Das heißt, sie waren ursprünglich nicht fest definierter Bestandteil des Vollwappens. Sie machten keine zusätzlichen Aussagen über den Wappeninhaber und waren nicht von bestimmten Rechten abhängig. Sie dienten lediglich als Dekoration und konnten jederzeit entfallen. Sie waren auch nicht erblich.
Seit Mitte des 17. Jahrhundert wurde es jedoch üblich, Schildhalter diplommäßig und erblich zu verleihen. Auch eine Reihe landesherrlicher Wappen haben bestimmte Schildhalter, die durch Verordnungen ein für allemal festgesetzt sind.
In England gelten die Schildhalter als besondere Ehrenzeichen, die nach wie vor amtlich verliehen werden.
Beispiele
Bild:Bayern wappen.png|Wappen Bayerns: zwei Löwen
Bild:Botswana coa.png|Wappen Botsuanas: zwei Zebras
Bild:Hawaii Wappen.png|Wappen Hawaiis: (Kamehameha I. und "Freiheitsgöttin"
Bild:Lesothoarms22.PNG|Wappen Lesothos: zwei Basutho-Pferde
Bild:Coat of Arms of Hungary 1867.jpg|Älteres Wappen Ungarns: zwei Engel
Literatur
- Walter Leonhard, Das große Buch der Wappenkunst, München 1978, ISBN 3-8289-0768-7
- Heinrich Hussmann, Über deutsche Wappenkunst, Wiesbaden 1973
- Gottfried Daniel Hoffmann (1719-1780), Ueber die Wappen-Schildhalter, Tübingen : Heerbrandt, 1779
Kategorie:Heraldik
Basel
Basel (franz. Bâle, ital. Basilea) ist eine Stadt in der Schweiz am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Sie bildet zusammen mit den Gemeinden Riehen und Bettingen den Halbkanton Basel-Stadt. Basel wird unterteilt in Kleinbasel auf der rechten und Grossbasel mit dem Münsterhügel auf der linken Rheinseite. In die Stadt eingegliedert ist das frühere Fischerdorf Kleinhüningen.
Das eigentliche Zentrum Basels ist die Altstadt in Grossbasel rund um den Marktplatz und das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihren engen Strassen und Gassen lädt die Altstadt auf beiden Seiten der Mittleren Rheinbrücke zum Flanieren ein. In die vom Autoverkehr befreite Innenstadt gelangen die Besucher mit dem Tram.
Basel ist nach Zürich und Genf die drittgrösste Stadt der Schweiz und Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Sie bildet einen Eisenbahnknotenpunkt mit einem der grössten Rangierbahnhöfe Europas im benachbarten Muttenz. Mit den Frachthäfen der Region Basel, den einzigen der Schweiz, besteht über den Rhein eine Verbindung zur Nordsee. Der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg wird gemeinsam mit den französischen Nachbarn betrieben. Er liegt auf französischem Territorium, ist jedoch durch eine exterritoriale Strasse von der Schweiz aus erreichbar. Innerhalb des Flughafen-Areals verläuft daher eine Zollgrenze.
Basel wird manchmal als deutschsprachiger Teil der Romandie bezeichnet. Wie diese ist Basel eher liberal und europafreundlich, währenddessen der Rest der Deutschschweiz eher konservativ und europakritisch eingestellt ist. Entsprechend auch das Motto von Basel Tourismus: "Basel tickt anders".
Wappen
Basel Tourismus
Das Wappen der Stadt Basel sowie des Halbkantons Basel-Stadt ist ein nach links (heraldisch rechts) gerichteter schwarzer Krummstab auf weissem Feld, Baselstab genannt. Drei Querbalken unterbrechen diesen Stab, der nach unten breiter wird und in drei Zacken ausläuft. Das Sinnbild des Baselstabs ist der gekrümmte Hirtenstab der Bischöfe. Wappenschildhalter sind Löwen, wilde Männer, Engel und seit dem 15. Jahrhundert auch Basilisken - das sind Drachen mit einem Hahnenkopf und einem Schlangenschwanz.
Geographie
Lage
Die im äussersten Nordwesten gelegene und gleichzeitig drittgrösste Stadt der Schweiz liegt zu beiden Seiten des Rheins. Dieser macht zwischen den Vorhöhen des Schwarzwaldes und des Schweizer Jura eine 90°-Biegung, die man Rheinknie nennt. An dieser Stelle endet der Rheinabschnitt Hochrhein und es beginnt der Oberrhein. Am höher gelegenen südlichen Rheinufer fliesst die Birs in den Rhein und bildet die Grenze zum Kanton Basel-Landschaft. Auf dem flacheren nördlichen Ufer dehnen sich grosse Industriegebiete aus. Dank dieser Lage wurde Basel schon früh zum Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege und damit ein bedeutender Handelsplatz. Die Stadt zählt deshalb zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas und verfügt dennoch über 320 ha Grünfläche und 71 ha Wald.
Die Stadt Basel und die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen weisen einschliesslich ihrer Wasserflächen 3694 ha auf und sind damit der flächenmässig kleinste Schweizer Kanton. Dennoch sind innerhalb dieses verhältnismässig kleinen Landstücks beträchtliche Höhenunterschiede vorhanden. Den tiefsten Punkt im Kanton Basel-Stadt misst man am Rheinhafen in Kleinhüningen mit 245 m, der Münsterplatz im Zentrum liegt 270 m über dem Meeresspiegel und die höchste Erhebung liegt oberhalb Bettingen bei St. Chrischona mit 522 m. Dort befindet sich auch der Fernsehturm St. Chrischona, das höchste Gebäude der Schweiz.
Klima
Die Stadt Basel hat durch die von der Burgundischen Pforte einströmende mediterrane Luft ein äusserst mildes und sonniges Klima. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 9,4° C. Pro Jahr misst man 785 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Im Winter liegt Basel meist nur unter einen dünnen Schneedecke. Durchschnittlich liegt in Basel an 30 Tagen im Jahr Schnee. Die Winde sind relativ schwach und wehen bei gutem Wetter von Osten, bei schlechtem von Westen.
Quartiere
Die Stadt Basel kennt keine Bezirke oder Stadtteile, sondern gliedert sich nach Wohnvierteln, den sogenannten Quartieren. Es gibt insgesamt 19 dieser Quartiere, die sich links und rechts des Rheins verteilen.
- Die linksrheinischen Quartiere: Altstadt (Grossbasel), Vorstädte, Am Ring, Breite, St. Alban, Gundeldingen, Bruderholz, Bachletten, Gotthelf, Iselin, St. Johann.
- Die rechtsrheinischen Quartiere: Altstadt (Kleinbasel), Clara, Wettstein, Hirzbrunnen, Rosental, Matthäus, Klybeck und seit 1893 Kleinhüningen.
Die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen gehören nicht dem Stadtgebiet Basels an.
Bettingen
Bevölkerung
- Einwohner:
- Stadtgemeinde Basel: 166'000 Einwohner (2004)
- Trinationale Agglomeration Basel (TAB, mit Frankreich und Deutschland): rund 731'000 Einwohner (2004; Quelle: TAB)
- Kanton Basel-Stadt: 188'000 Einwohner (2004)
- Auto-Kennzeichen (Kanton Basel-Stadt): BS
Wirtschaftsleben
Trinationale Agglomeration Basel
Basel kommt aufgrund seiner zentralen Lage in Mitteleuropa eine besonders wichtige und bevorzugte handelgeografische Bedeutung zu. Der Lebens- und Wirtschaftsraum am Dreiländereck umfasst über 2,3 Millionen Einwohner und über 1 Million Erwerbstätige (Stand 2001).
Basel ist Standort und teilweise Hauptsitz vieler chemischer Betriebe. Zusammen mit den Fabriken im benachbarten Schweizerhalle stellt Basel 20% des Schweizer Exports und erwirtschaftet ein Drittel des Sozialproduktes. Neben der Chemie sind ebenfalls die Industriezweige der Maschinen- und Metallproduktion, Textilien und der Nahrungs- und Genussmittel angesiedelt. Die jahrhunderte lange Tradition im Buchdruck und in der Papierherstellung hat dazu geführt, dass mehrere Verlage in Basel beheimatet sind.
Seit 1917 hat sich aus der Schweizer Mustermesse, einer nationalen Leistungsschau, ein europaweit bedeutender Messestandort entwickelt. Die Messe Basel trägt jedes Jahr zahlreiche Fachmessen und Kongresse aus, unter anderem die "Art Basel", die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst und die BASELWORLD, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse.
Ebenfalls traditionell begründet ist die starke Bedeutung Basels als Kapital- und Bankenzentrum. Seit dem späten Mittelalter war Basel ein bedeutender Bankenplatz. Neben vielen Banken und Versicherungen hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hier ihren Sitz. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat in Basel eine Niederlassung.
In Basel ansässige Unternehmen
Die folgenden bedeutenden Unternehmen haben ihren Sitz in Basel:
- Novartis AG (vorm. Ciba-Geigy AG und Sandoz AG)
- Roche Holding AG (F. Hoffmann-La Roche & Co. AG)
- Die Stadt ist Hauptsitz der UBS AG, einer Schweizer Grossbank.
- Die SWISS International Air Lines AG (vorm. Crossair)
- Die mch Messe Schweiz AG, mit den weltbekannten Messen Art Basel (Kunst) und Baselworld (Uhren und Schmuck)
- Der deutsche Bayer-Konzern errichtet seine Europazentrale der rezeptfreien Medikamente nach der Übernahme der Roche-Consumer Health (RCH) ab 2005 in Basel.
Verlagswesen und Medien
Die Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 brachte der Stadt und auch dem Druckgewerbe und Verlagswesen grossen Aufschwung. Zu den Papiermachern kamen über 50 Drucker, darunter so berühmte wie Petri, Amerbach und Froben. 1468 erschien eine lateinische Bibel, welche mit beweglichen Lettern von Bertold Ruppel gesetzt wurde. 1488 gründete Petri seinen Verlag, der heute das älteste bestehende Druck- und Verlagshaus ist (heute: Schwabe & Co.). Mit dem berühmtesten aller Basler Drucker, Johann Froben, wurde nach 1500 Basel zum führenden Verlags- und Druckort Europas. Heute zählt Basel über 15 Buchverlage, darunter beispielsweise der namhafte Birkhäuser Verlag.
Medien der Stadt Basel
Die Basler Zeitung (baz) ist die grösste Tageszeitung der Nordwestschweiz. Daneben gibt es die kleinere Basellandschaftliche Zeitung, die in Liestal erscheint.
Regionale Nachrichten erscheinen auch in den Gratiszeitungen 20 Minuten und Baslerstab.
Neben der Sendung Regionaljournal des Radiosenders DRS gibt es in der Region Basel eigene Radiosender wie Radio Basilisk, Radio Basel 1 und Radio X Basel.
Ausserdem bedienen die Fernsehsender Telebasel und NW1 die Stadt und die Nordwestschweiz mit eigenen Programmen, die aber auf zahlreiche Wiederholungen angelegt sind.
Verkehr
Rheinschifffahrt und Rheinhafen Basel
NW1
Seit dem Mittelalter ist Basel ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz für den Warenverkehr zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee. Die Fahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Rotterdam beträgt 832 km und dauert für heutige Motorschiffe bergab zwischen 3 und 4 Tagen, bergauf etwa eine Woche. Die Fahrt zwischen Basel und Strassburg wird durch den Rheinseitenkanal erleichtert. Durch diesen Kanal umgehen die Schiffe die gefährlichen Stromschnellen von Istein.
Die Mannheimer Akte aus dem Jahr 1868 gewährleistet der Schweiz die vollen Verkehrsrechte. Der Rhein gilt bis zur Mittleren Rheinbrücke in Basel als Internationales Gewässer. Rund 15% des gesamten schweizerischen Exports werden in den Rheinhäfen umgeschlagen, das sind jährlich etwa 9 Millionen Tonnen.
Basel besitzt insgesamt vier Häfen, zwei davon liegen auf dem Stadtgebiet von Basel (Rheinhafen Kleinhünigen und St. Johann). An den vier Häfen sind beide Kantone Basel-Stadt und Basel-Land beteiligt.
#Der rechtsrheinische Rheinhafen Kleinhüningen
#Der linksrheinische Rheinhafen St. Johann ist der älteste von allen vieren.
#Der linksrheinische Hafen Birsfelden
#Der linksrheinische Auhafen Muttenz
Siehe auch: Rheinhäfen beider Basel
Eisenbahn und Luftfahrt
Auf dem Stadtgebiet befinden sich drei Fern-Bahnhöfe. Der Bahnhof Basel SBB (Centralbahnhof) mit den nationalen Linien nach Zürich, Bern/ Luzern und Delémont und den internationalen Linien (Deutschland/ Italien). Zum selben Gebäudekomplex gehört auch der Französische Bahnhof Basel SNCF (Elsässerbahnhof) mit den Linien nach Mulhouse - Paris/ Brüssel. Der Badische Bahnhof (Basel Bad Bf) befindet sich im Norden der Stadt und wird von der Deutschen Bahn betrieben. Hier halten sämtliche Züge von und nach Deutschland, hier beginnt auch die Hochrheinstrecke in Richtung Waldshut und die mittlerweile durch die Schweizerische Bundesbahnen bediente Wiesentalbahn nach Zell im Wiesental.
Daneben existieren die beiden Regionalbahnhöfe St. Johann (an der Bahnlinie Basel SNCF-St. Louis) und St. Jakob (an der Linie Basel SBB-Muttenz, wobei diese Station normalerweise nur von Extrazügen während Veranstaltungen im Stadion St. Jakob-Park bedient wird).
Der internationale Flughafen EuroAirport befindet sich nordwestlich der Stadt in Frankreich; es führt eine exterritoriale Strasse von Basel aus zum Flughafen. Es ist der weltweit einzige binationale Flughafen (betrieben von Basel und Mulhouse, mitbenutzt von Freiburg im Breisgau).
Automobil
Die Stadt Basel ist Knotenpunkt wichtiger Strassenverbindungen nach Deutschland und Frankreich. Aus Luzern bzw. Zürich verbindet die A2 bzw. die A3 die deutsche A 5 Richtung Karlsruhe und die französische A 35 Richtung Mulhouse. Fünf Strassen- und eine Eisenbahnbrücke verbinden die beiden Teile Basels über den Rhein. In Flussrichtung sind das die Schwarzwaldbrücke (Autobahn- und Eisenbahnbrücke), die Wettsteinbrücke, die Mittlere Rheinbrücke, die Johanniterbrücke sowie die doppelstöckige Dreirosenbrücke.
Siehe auch: Basler Brücken
Insbesondere in Grossbasel durchziehen drei Strassenzüge in konzentrischer Ringform das Stadtge | | |