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| Bauch |
BauchUnter Bauch wird folgendes verstanden:
#Beim Menschen und bei Säugetieren der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken, siehe Abdomen
#In der Umgangssprache das Fettpolster in diesem Bereich, siehe Adipositas
#die Vorwölbung an einem Gegenstand, z.B. eine "bauchige Vase"
#den Resonanzkörper einiger Musikinstrumente wie des Cembalos
#bei einer stehenden Welle sind Bäuche die Orte maximaler Amplitude im Gegensatz zu den Knoten, wo die Amplitude konstant 0 ist.
AbdomenDer Bauch (lat.: abdomen) ist beim Menschen der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken (Anatomie).
In der Zoologie wird auch der Hinterleib eines Gliederfüßers als Abdomen bezeichnet. Er folgt auf den Thorax.
Kleine Kinder nennen meistens ihren ganzen Rumpfbereich 'Bauch' - und zeigen dabei auf die Nabelgegend. Umgangssprachlich wird manchmal auch nur das Fettpolster vor dem Bauch so genannt (auch 'Wampe' oder 'Wanst').
Angehörige fernöstlicher Kulturkreise (Japan) gehen oft davon aus, dass die Lebensenergie aus dem Bauch komme. Das mag damit zusammenhängen, dass die Körperhaltung stark von dem Zusammenspiel zwischen Bauchmuskulatur und Wirbelsäule beeinflusst wird.
Wirbelsäule
Oberfläche des Bauches
Auf der Vorderseite der Bauchwand tritt je nach Trainingzustand mehr oder weniger deutlich der beidseits angelegte gerade Bauchmuskel (Musculus rectus abdominis) hervor, der bis zur Höhe des Nabels durch drei querverlaufende schmale Sehnenplatten - intersectiones tendineae - unterbrochen wird. Etwa in der Mitte des Bauches liegt der Bauchnabel. Der obere Teil des Bauches wird von den untersten Rippen eingefasst, die auf die Spitze des Brustbeins zulaufen (den Schwertfortsatz). Im unteren Bereich außen befindet sich die Oberkante des Beckens (Crista iliaca). Das Muskelrelief ist bei den meisten Menschen von einer dicken Fettschicht überlagert, das Unterhautfettgewebe ist besonders bei Männern das größte Fettdepot. Immer gut tastbar ist oben das Brustbein und unten die vordere obere Spitze der Beckenoberkante (Darmbeinstachel, Spina iliaca), von der aus die Haut entlang des Leistenbandes als Grenze zum Bein eingeschnürt erscheint. Im Schambereich kann man die Oberkante des Schambeins mit der Symphyse tasten.
Regionen des Bauches
Die Obergrenze des Bauches kann man auf Höhe der Brustbeinspitze ansetzen, die Untergrenze am Leistenband. Der von Rippen eingefasste Bereich oberhalb des Bauchnabels ist der Oberbauch. Der Bereich ohne knöcherne Elemente ist der Mittelbauch. Der Unterbauch ist wiederum vom Becken eingefasst. Unterteilt man außerdem in Längsrichtung entlang der Außenkanten des geraden Bauchmuskels, so erhält man in der Mitte von oben nach unten die Magenregion, die Nabelregion und die Schamregion und außen die Rippenregion, die Außenregion und die Leistenregion.
Organische Schmerzen können meistens nur grob als Oberbauchschmerz, Schmerz im mittleren Bauch und Unterbauchschmerz angegeben werden. Auch ein Hodenschmerz kann sich in den Bauchbereich projizieren (z. B. Hodenverdrehung). Ein Herzinfarkt kann sich selten als Oberbauchschmerz äußern. Allgemein projiziert jedes Organ in bestimmte Head'sche Zonen. Ein Schmerz auf der Haut oder in der Leibeswand (Muskelverspannung) kann dagegen genauer lokalisiert werden.
Organe
Muskelverspannung
Die Leber liegt im rechten und mittleren Oberbauch unter die rechte Zwerchfellkuppel geschmiegt. Links daneben liegt der Magen mit seiner zur Leber hin offenen Krümmung. Beide Organe sind zum größeren Teil noch vom Brustkorb bedeckt. Die Gallenblase liegt unter der Leber versteckt, die kaffeebohnenförmige Milz links hinter dem Magen. Der Magen setzt sich in den Dünndarm fort, an dessen Anfang die längliche Bauchspeicheldrüse (Pankreas) angewachsen ist, die hinter dem Magen mit der Spitze auf die Milz weist.
Der Dünndarm bildet ein ungeordnetes Gewirr von Darmschlingen, das den Großteil des Mittel- und Unterbauchs ausfüllt. Man unterteilt ihn in die drei Abschnitte Zwölffingerdarm (Doudenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum). Der Krummdarm mündet im rechten Unterbauch in den Dickdarm. Der Dickdarm hat an seinem Anfang nach unten ein rudimentäres blindes Ende, den Blinddarm (Caecum) mit Wurmfortsatz (Appendix). Nach oben setzt er sich fort und zieht hinauf bis zur Leber, zieht dann vor dem Magen und den Dünndarmschlingen auf die linke Seite und steigt dort wieder ab Richtung Anus. Er bildet damit optisch eine Art Rahmen um die Dünndarmschlingen.
Die Nieren sitzen ebenfalls auf Höhe des Mittelbauchs, aber hinter allen anderen Organen in einem Fettpolster rechts und links neben der Wirbelsäule und den großen Gefäßen (im Retroperitonealraum). Die Nebennieren sitzen den Nieren auf.
Bauchhöhle
Nebenniere, 3=Zwölffingerdarm, 4=Dünndarm, 5=Blinddarm, 6=Appendix, 7=Dickdarm, 8=Enddarm, 9=Anus]]
Das Innere des Bauches wird oben von der Zwerchfellkuppel begrenzt und geht nach unten kontinuierlich in den Beckenraum über. Hinten wird der Bauchraum von der Wirbelsäule begrenzt. Vorne an der Wirbelsäule läuft der Grenzstrang, der die vegetativen Nervenfasern für die Organe enthält. Links vor der Wirbelsäule liegt die Aorta, die Hauptschlagader, von der alle anderen Arterien abzweigen. Rechts vor der Wirbelsäule liegt die große Hohlvene, die Hauptvene.
Beim Fetus befinden sich zunächst alle Organe hinter dem Bauchfell (retroperitoneal). Die Nieren mit den Nebennieren bleiben auch dort. Der Verdauungskanal (Magen, Dünndarm, Dickdarm) stülpt sich dann nach vorne in den Peritonealraum ein (intraperitoneal), wobei bestimmte Darmabschnitte sich dann wieder hinten an das Bauchfell anlagern (sekundär retroperitoneal). Deshalb sind alle Abschnitte des Verdauungskanals über eine Umschlagfalte des Bauchfells, ein sog. Meso, hinten und im Oberbauch auch vorne mit der Leibeswand verbunden. Die Leber ist eine Einwachsung in das vordere Meso des Magens, die Milz und das Pankreas in das hintere. Durch die Magendrehung ist die Leber rechts neben dem Magen zu liegen gekommen, das Pankreas und die Miliz links hinten. Alle Leitungsbahnen (Arterien, Venen und Nerven) erreichen ihre Zielorgane, wenn sie innerhalb des Peritonealraums liegen, über ein solches Meso. Die Nieren, die Milz und die Leber haben einen sog. Hilus, eine Einbuchtung an der nach innen weisenden Seite, über die alle Leitungsbahnen das Organ erreichen oder verlassen.
Arterien
Die Bauchaorta gibt eine Arterie an die Unterseite des Zwerchfells ab, eine zwölfte Rippenarterie, die unter der untersten Rippe entlangläuft und dann noch vier Lendenarterien die in Fortsetzung der Rippenarterien die Bauchwand versorgen.
Außerdem gibt sie jeweils eine Arterie an die paarigen Organe Nebenniere, Niere und Eierstock bzw. Hoden ab. Die Nieren liegen hinter dem Peritonealraum direkt neben der Aorta und der großen Hohlvene. Deshalb geht die Nierenarterie einfach im rechten Winkel von der Aorta ab un mündet in den Nierenhilus ein. Die Nebenniere wird jeweils durch eine eigene Arterie versorgt (mittlere Nebennierenarterie), dazu ein Nebenast der unteren Zwerchfellarterie (obere Nebennierenarterie) und einer der Nierenarterie (untere Nebennierenarterie).
Für die unpaaren Organe im Intraperitonealraum gibt die Aorta drei Äste ab für den Oberbauch, den Mittelbauch und den Unterbauch. Der Truncus coeliacus versorgt den Magen und den obersten Abschnitt des Dünndarms mit Pankreas, die Milz und die Leber, die obere Darmarterie (Arteria mesenterica superior) den Dünndarm und den Dickdarm bis zum letzten Drittel seines waagrechten Abschnitts, und die untere Darmarterie (A. mesenterica inferior) den letzten Teil des Dickdarms. Dabei gelangen die Arterien über das Meso zu ihrem Zielgebiet in mehreren Teilästen, die sich am Organ zu einer Arkade vereinigen, die am Darm entlang führt. Der Magen hat zwei Arkaden, eine an seiner großen Krümmung auf der linken Seite in seinem hinteren Meso und eine an seiner kleinen Krümmung auf der rechten Seite in seinem vorderen Meso. Auch der Pankreaskopf hat eine doppelte Arterienarkade zwischen Ästen der Oberbaucharterie Truncus coeliacus und der Mittelbaucharterie, der oberen Darmarterie. Die Leber und die Milz werden durch je einen Ast des Truncus coeliacus versorgt, der wie bei der Niere in den Hilus des Organs einmündete.
Venen
Wie im Brustbereich so liegt auch im Bauchbereich über jeder Lendenarterie, die die Leibeswand versorgt, eine entsprechende Vene. Sie münden in eine aufsteigende Vena azygos rechts und V. hemiazygos links. Auch die Arterien von Nieren und Milz werden jeweils von einer entsprechenden Vene begleitet. Dabei mündet das Blut aus den paarigen, retroperitonealen Organen Niere, Nebenniere und Eierstock/Hoden in die große Hohlvene. Das Blut aus den Organen des Verdauungskanals inklusive Milz und Bauchspeicheldrüse (Milzvene, obere und untere Darmvene) fließt in der Pfortader zusammen, die über das vordere Magenmeso in die Leber mündet, die als das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers die Nährstoffe verarbeitet. Dabei mündet zuerst die untere Darmvene in die Milzvene. Dann vereinigen sich die Milzvene und die obere Darmvene als zwei etwa gleich starke Äste. Die Leber liegt mit ihrer Rückseite der großen Hohlvene direkt an und gibt ihr Blut über drei kurze Lebervenen an sie weiter.
Nerven
Die Organe werden durch Fasern des vegetativen Nervensystems innerviert, die ihre Funktion regulieren. Die sympathischen Fasern kommen aus dem Grenzstrang. Sie ziehen an den Arterien entlang und bilden um den Truncus coeliacus herum das Sonnengeflecht (Plexus coeliacus), um die obere Darmvene das obere Darmvenengeflecht (Plexus mesentericus superior) und um die untere Darmvene das untere Darmvenengeflecht (Plexus mesentericus inferior). In den Geflechten liegen auch Ganglien. Von ihnen gehen Nebengeflechte für die einzelnen Organe aus. Diese Geflechte sind teilweise gerade so mit bloßem Auge sichtbar. Die parasympathische Versorgung erfolgt über den Nervus vagus (10. Hirnnerv) und über Fasern aus dem Sakralmark.
Embryonen sind durch die Nabelschnur mit dem Mutterleib verbunden, nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt, daher der Bauchnabel.
Untersuchungsmöglichkeiten des Abdomens
Die Untersuchungsmöglichkeiten der Bauchorgane sind mittlerweile sehr gut geworden. Trotzdem kann die Diagnostik versagen bei sehr schnell entstehenden Krankheiten, bei seltenen Krankheitsbildern und bei schlecht untersuchbaren Patienten.
- Beschwerden erfragen
- Aspekt des Abdomens
- Tastbefund
- Ultraschall (Sonografie) des Abdomens
- Röntgen Abdomen und Kontrastmitteluntersuchungen
- CT des Abdomens
- Endoskopie des Magendarmtraktes
- Laparoskopie (Spiegelung der Bauchhöhle)
Siehe auch
Laparoskopie
- Waschbrettbauch
- Körper des Menschen
Weblinks
- http://www.med.umich.edu/lrc/coursepages/M1/anatomy/html/surface/abdomen/abdomen.jpeg
- äußeres Bild vom Abdomen
- http://www.med.umich.edu/lrc/coursepages/M1/anatomy/html/surface/abdomen/ab_quad.html
- Einteilung der Bauchregionen
- http://www.ethal.org.my/opencms/opencms/ethal/Images/MedGeneralImages/Abdomen.gif
- Netteratlas Abdomen
Kategorie:Anatomie
simple:Abdomen
WölbungAls Wölbung bezeichnet man die Krümmung von Flächen (siehe auch Gewölbe), aber manchmal auch von linienförmigen Strukturen (z.B. die "starke Wölbung" einer Brücke).
In der Fachsprache der metallverarbeitenden Berufe wird die Ausführung einer Wölbung auch als Bombierung bezeichnet.
Insbesondere bei der Schmuckherstellung, aber auch bei verschiedenem Werkzeug und bei optischen Linsen spricht man vom bombieren. Bombiert wird überwiegend maschinell, aber auch in handwerklicher Freihandarbeit.
In der mathematischen Statistik bezeichnet die Wölbung ein Maß für die Gekrümmtheit der Dichtefunktion einer
Wahrscheinlichkeitsverteilung.
siehe auch:
- Wölbung (Statistik)
ResonanzkörperDer Resonanzkörper ist ein Hohlkörper meist aus Holz oder Metall, dessen Aufgabe die Verstärkung von Klängen oder Tönen ist.
Ein Resonanzkörper ist Teil eines akustischen Resonators. Ein Resonator ist ein schwingfähiges System, dessen Komponenten auf eine bestimmte Frequenz (Eigenfrequenz) in der Art abgestimmt sind, dass der Resonator bei Anregung mit dieser Frequenz ausschwingt, siehe auch Resonanz (Physik), Hohlraumresonator.
Bei einem Resonanzkörper schwingt der Hohlkörper in der gewünschten Frequenz, also Tonlage, des angesprochenen Bauteils mit und gibt diese Schwingung verstärkt an die Luft ab.
Der Resonanzkörper ist bei folgenden Musikinstrumenten ein maßgeblicher Bestandteil:
- Streichinstrumente wie z.B. Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass
- nicht aerophone oder elektronische Tasteninstrumente wie Klavier/Flügel, Cembalo (bei den Instrumenten: Resonanzboden)
- bei einigen Zupfinstrumenten wie z. B. Klassik-Gitarre, Mandoline, Banjo, Harfe
- bei einigen Schlagzeuginstrumenten wie z. B. Pauke
Keinen Resonanzkörper haben
- Aerophone (Erzeugung des Tons allein durch den Luftstrom, z.B. Blasinstrumente, Orgel, Akkordeon)
- Membranophone ("Fellklinger", Erzeugung des Tons allein durch Schwingen einer Membran, z.B. Trommel, Tamburin.
- Idiophone ("Selbstklinger", Erzeugung des Tons durch Klingen des gesamten Instruments, z.B. Triangel, Glocke, Gong, Kastagnetten)
- Elektrophone (Elektronische Instrumente, z.B. Synthesizer, Elektrogitarre)
Vereinzelt bestehen Resonanzkörper auch aus anderen Materialien, beispielsweise Glas bei der Glasharfe und Glasharmonika. Der (textile) Trichter eines Grammophons besitzt Merkmale eines Membranophons beziehungsweise eines Idiophons - jedoch wird die anregende Frequenz dem Klangkörper vorgegeben. Er kann deshalb als Resonanzkörper beschrieben werden.
Kategorie:Musikinstrument 889 AC
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