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BauernweisheitEine Bauernregel ist eine Regel, die aus bestimmten Ereignissen (beispielsweise bestimmten Wetterlagen) versucht, Vorhersagen auf später kommende Ereignisse zu treffen. Bauernregeln sind zumeist aus der Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden und wurden über Generationen weitergegeben. Die meisten befassen sich mit der Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats. Auch der Bezug auf Wetterboten ist weit verbreitet.
Früher war die allgemein vorherrschende Lehrmeinung, dass Bauernregeln nur sehr selten richtig liegen. Nachdem man aber Ende des 20. Jahrhunderts begonnen hat, Bauernregeln statistisch zu überprüfen und dabei auf das Entstehungsgebiet der Bauernregel achtete, stellte man fest, dass Bauernregeln als Erfahrungswerte vergleichsweise häufig richtig liegen. Wie der Meteorologe Jörg Kachelmann im Jahr 2004 mehrfach in Fernsehinterviews zu bedenken gab, muss jeweils die Entstehungszeit der jeweiligen Regel und eine eventuelle Verschiebung des Kalendariums seither in Betracht gezogen werden - insbesondere die Einführung des Gregorianischen Kalenders hat viele alte Bauernregeln "aus dem Tritt gebracht". Berücksichtige man dies jedoch, seien insbesondere regionale Regeln von erstaunlicher Zuverlässigkeit.
Unter Liste der Bauernregeln sind einige der bekanntesten Bauernregeln aufgeführt.
Bauernregeln humoristisch
Bauernregeln sind stets auch Gegenstände von Witzen geworden (siehe Bauernregeln (Witz)).
:Kräht der Hahn auf dem Mist,
:ändert sich das Wetter
:oder es bleibt wie es ist.
Literatur
- Horst Malberg (1999): Bauernregeln: Aus meteorologischer Sicht. Berlin, 3. Aufl. ISBN 3-540-65670-7
Weblinks
- http://www.bauernregeln.net
Kategorie:Meteorologie
RegelDie Regel (seit dem 9. Jahrhundert im Mittelhochdeutschen regel(e), im Althochdeutschen regula, regile aus lat. regula: Maßstab, Richtschnur) bezeichnet
- eine Aufforderung, Anleitung, Anweisung zur Ausführung von Operationen unter gewissen Bedingungen mit einem bestimmten Ziel
- eine Übereinkunft, an die man sich nach allgemeiner Auffassung halten sollte (Konvention)
- eine Vorschrift für das soziale Verhalten (Verhaltensnorm), z.B. Verkehrsregeln, Benimm-Regeln
- eine Richtschnur für das eigene Verhalten (Maxime)
- in der Informatik im Zusammenhang mit regelbasierten Systemen ein formalisierter Konditionalsatz der Form "Wenn A dann B", bzw. im weiteren Sinne auch Plausibilitätsregeln und andere Arten von Business Rules.
- in den Naturwissenschaften Beschreibung eines regelmässigen Zusammenhangs unterhalb der Kategorie eines Naturgesetzes, z.B. Lenz'sche Regel.
- ein gleichförmiges Wiederholen eines Vorgangs (Regelmäßigkeit), zum Beispiel die Mens
- Regeln zur Erlangung von Erkenntnis oder zur Veränderung der Wirklichkeit, die Bestandteile von Methoden sind. Diese Art von Regeln bezeichnet man auch als methodische Regeln.
Regel im Sinne eines wiederholenden Vorgangs
In dieser Bedeutung wird der Terminus "Regel" verwendet, um einen Vorgang (vorwiegend handelt es sich dabei um objektiv reale Vorgänge) zu bezeichnen, der sich unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen immer oder wenigstens in der Mehrzahl der Fälle wiederholt. In dieser Bedeutung ist der Terminus "Regel" den Termini Gesetzmäßigkeit und Regelmäßigkeit nahe verwandt. Er wird in dieser Weise verwendet, um anzudeuten, dass der betreffende Vorgang einer statistischen Gesetzmäßgkeit unterliegt - also sich nicht immer oder nicht immer in gleicher Weise wiederholt - oder dass es nicht klar ist, ob diese Wiederholung zufällig oder gesetzmäßig ist.
Methodische Regeln
Methodische Regeln beruhen auf Gesetzesaussagen, sind jedoch selbst keine Aussagen. Während die Aussage designativen Charakter besitzt (siehe Designator), hat die Regel Aufforderungscharakter, einen präskriptiven Charakter (siehe Preskriptor). Die methodische Regel ist eine Anweisung oder Anleitung zum ideellen oder physischen Handeln. Eine Schlussregel bestimmt z.B. diejenige Operation, durch die man von einem wahren Ausdruck zu einem anderen wahren Ausdruck übergeht. So ist etwa die Abtrennungsregel eine Anweisung, die beinhaltet, dass man aus einer Aussage p und einer Aussage die Aussage q gewinnen kann. Regeln über die Umformung logischer, mathematischer u.a. Ausdrücke gehören zur Metasprache des betreffenden Gebietes. Sie unterscheiden sich schon dadurch von den Gesetzesaussagen dieses Gebietes.
Unter den methodischen Regeln gibt es solche, die das Handeln desjenigen, der sie anwendet, eindeutig festlegen - vorausgesetzt, man will das durch die Anwendung das anstrebbare Resultat erreichen. Sie werden auch als algorithmische Regeln oder einfach Befehle bezeichnet. Andere stellen eher eine Anleitung als eine Anweisung zum Handeln dar. Dieses kommt vor allem dadurch zum Ausdruck, dass sie lediglich die Grenzen abstecken, innerhalb deren das zum gesteckten Ziel führende Handeln erlaubt bzw. möglich ist, ohne einen sicheren Weg zum Ziel anzugeben.
Regeln der Aussagenlogik
Die Regeln der Aussagenlogik beispielsweise in Form der Abtrennungsregel oder Einsetzungsregel sind eine Anleitung zur Umformung von aussagenlogischen Ausdrücken, aber sie erlauben noch kein schematisches bzw. automatisches Ableiten von Aussagen aus den Axiomen. Sie geben eine Anleitung und stellen fest, welche Umformungen erlaubt sind und welche nicht. Wird etwa ein logischer Beweis vorgelegt, dann ist es mit Hilfe dieser Regeln möglich, nachzuprüfen, ob der Beweis korrekt ist.
Den methodischen Regeln gemeinsam ist jedoch, dass sie auf Gesetzesaussagen und damit letztlich auf objektiv realen gesetzmäßigen Zusammenhängen beruhen. Dadurch wird sichergestellt, dass die von ihnen geforderten Operationen, falls die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, notwenigerweise zum Ziel führen. Da Sätze, die Regeln beschreiben, oft das Wort "sollen" enthalten, wird manchmal irrtümlicherweise angenommen, es handele sich hier um "Sollsätze". Beispiel: "Wenn ein logischer Beweis ausgeführt wird, sollen die Schlussregeln angewendet werden". Dieser Aufforderung enthält kein "Sollen" im Sinne der Logik der Imperative. Dass man einen Beweis führen soll, wird in der Logik nicht verlangt und verlangen auch nicht die logischen Regeln.
Soziologie und Ethik
Aus soziologischer Sicht spricht man häufig von der Reproduktion von Regeln oder Normen, die dadurch dass sie befolgt werden immer weiterleben. Aus dieser Sichtweise gehören Regeln eng mit Menschen zusammen, die diese befolgen.
Wer sich an Regeln hält, muss sich nicht rechtfertigen (oder bleibt im Rennen). Dies ist relevant bei jeglicher Art von Wettbewerb und Beurteilung fachgerechten Vorgehens. Die Frage ist nur, wo Regeln herkommen bzw. wer sie erlässt (und ob sie anerkannt werden). Diese Frage untersucht Jean Piaget am Beispiel des Murmelspiels (siehe: "Das Moralisch Urteil beim Kinde", Erstes Kapitel). Er beobachtet Kinder beim Spielen und lässt sich von ihnen nicht nur die Regeln erklären, sondern auch woher sie kommen und ob sie sich verändern lassen. Die Geltung und Befolgung der Regeln führt Piaget auf das Problem der Achtung vor der Gruppe und die Achtung vor sich selbst zurück. Dieser Gedanke passt zu der nüchternen Feststellung Niklas Luhmanns, für den moralische Kommunikation darin besteht, dass man seinem Gegenüber die Bedingungen mitteilt von denen man die Zuteilung von Achtung abhängig macht.
In der Ethik ist noch der Sonderfall von Gesetzen bekannt, die als gültig dargestellt werden, ohne dass sie jemand aufstellen müsste. Das allgemeine Sittengesetz ist nach Kant beispielsweise a priori gültig für alle vernünftigen Wesen.
Linguistik
In der Linguistik wird mit dem Regelbegriff seit Noam Chomsky folgendes Problem markiert. Sein Verständnis setzt die Figur des kompetenten Sprechers voraus, das Mitglied einer Sprachgemeinschaft ist. Diese Gemeinschaft verfügt über einen hinreichend großen Wortschatz und die Regeln (besser: Anweisungen) zur Bildung sinnvoller Sätze. Das Merkwürdige an der Sprache ist nun, dass sich mit einem endlichen Wortschatz (zwischen zwei bis zehntausend Worten) und einer endlichen Anzahl von grammatischen Vorschriften zur Satzbildung unendlich viele verschiedene Sätze bilden lassen. Chomskys "generative Transformationsgrammatik" ist nun der Versuch, zu erklären, wie es möglich ist, dass man als "kompetenter Sprecher" in der Lage ist, völlig unbekannte Sätze darauf hin zu beurteilen, ob sie sinnvoll sind oder nicht, wobei Chomsky zurückhaltender von "Wohlgeformtheit" spricht. Das bedeutet, dass wir einen Satz nicht unbedingt (sofort) verstehen müssen und ihn dennoch als wohlgeformt beurteilen können. Ein Sonderfall dieses Problems ist die Frage, wie es möglich ist, dass ein Sprechen lernendes Kleinkind aus den (wenigen) von den Eltern gehörten Sätzen das implizite (Regel-)Wissen entnimmt, das es ihm ermöglicht, völlig neue Sätze zu erfinden, die den Kriterien der "Wohlgeformtheit" entsprechen. Zur Erklärung dieses Problems ist die Annahme basaler universeller Regeln notwendig, und die Aufgabe der Linguistik ist es, diese zu beschreiben. Wer den Unterschied zwischen Natur und Kultur darin sieht, dass letztere vom Handeln des Menschen abhängt und verändert werden kann, wird seine Schwierigkeiten mit der Einsicht haben, dass diese Basisregeln zur Erzeugung wohlgeformter Sätze ihren "Anwendern", also den kompetenten Sprechern weder bewusst sein müssen, noch von ihnen verändert werden können, selbst wenn die Linguistik jemals in der Lage sein sollte, sie in einer Sprache zu beschreiben, die für alle verständlich ist. Die Annahme der Existenz solcher universeller Regeln führt zum Begriff der Kompetenz, der ebenfalls auf Chomsky zurückgeht (Kompetenz/Performanz).
Beispiele
- Wikipedia-Regeln (Neutralität, ...)
- mathematische Regeln (Punktrechnung vor Strichrechnung, ...)
- Grammatik und Rechtschreibung (nach kurzen Vokalen werden einfache Konsonanten verdoppelt, ...)
- (Koch-)Rezepte (man nehme...)
- Spielregeln (gewonnen hat, wer...)
- Richtlinien / Vorschriften / Normen (die Tragfähigkeit ist so auszulegen, dass...)
- Verkehrsregeln ( rechts vor links , Backbord (links) vor Steuerbord (rechts), ...)
- Benimm-Regeln (begrüße zuerst die anwesenden Damen, ...)
- Ablauf- und Kommunikations-Regeln in der Politik und Datenübertragung (meist bezeichnet als Protokoll)
- Lenz'sche Regel, Physik, Zusammenhang zwischen Magnetfeld und Elektrischem Strom
Zitat
Die beste Bestätigung eines Gedankens ist es, wenn er zum Verständnis nicht nur der Regel, sondern auch der Ausnahme beiträgt. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens)
Kategorie:Logik
Kategorie:Wissenschaftstheorie
Kategorie:Ethisches Prinzip
Kategorie:Nachricht
VorhersageDas Wort Vorhersage oder Voraussage bezeichnet eine Aussage über Ereignisse oder Zustände in der Zukunft. Sie können auf unterschiedlichem Wege gewonnen werden:
- Wird die Vorhersage durch wissenschaftliche Methoden oder Argumente begründet, spricht man von einer Prognose.
- Eine auf Glauben basierende Vorhersage ist eine Prophezeiung, im engeren religiösen Sinn eine Prophetie.
- Unwissenschaftliche, Para- oder Pseudowissenschaftliche Vorhersagen machen Wahrsager und Hellseher. Man spricht auch von Präkognition
- Mathematische Methoden sind Extrapolation und Hochrechnung.
- In der Gesellschaft sind Trends zu beobachten.
Die Wissenschaft allgemeiner Vorhersagen ist die Futurologie. Bedeutungsüberschneidungen gibt es auch mit den Begriffen Erwartung.
Beispiele für Vorhersagen
- Wettervorhersage
- Aktienprognose
- Die Prophezeiungen des Nostradamus
simple:Prediction
Wettervorhersage
Die Wettervorhersage ist ein Teilgebiet der Meteorologie, genauer der synoptischen Meteorologie.
Um eine Prognose für einen Wetterzustand in der Zukunft erstellen zu können, ist es notwendig, den aktuellen Zustand der Atmosphäre zu kennen. Ausgehend davon ist es möglich, mittels numerischer Modelle die physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre nachzubilden (siehe Wettermodell).
Die Wettervorhersage ist ein heikles Thema. Da der aktuelle Zustand nur ungenau erfasst werden kann und das Wetter ein chaotisches System ist, kann das Wetter der Zukunft nicht immer zutreffend vorhergesagt werden (siehe Schmetterlingseffekt).
Die Daten über den aktuellen Zustand der Atmosphäre kommen von einem Netz von Bodenmessstationen, die Windgeschwindigkeit, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie Niederschlagsmengen messen. Zusätzlich werden auch Daten von Wettersatelliten, Verkehrsflugzeugen und anderen Wetterbooten verwendet. Dies ist besonders relevant für Gebiete, in denen nur wenige Messstationen existieren, z. B. auf dem Ozean.
Geschichte
Die Abschätzung der zukünftigen Wetterentwicklung interessiert die Menschen seit Jahrtausenden und ist Gegenstand intensiver Erfahrung und zunehmender Forschung. Erste überlieferte Aufzeichnungen stammen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. (Tell-Halaf-Kultur und Nisabalied).
Otto von Guericke erkannte im Jahr 1660 erstmals den Zusammenhang zwischen Abfallen des Luftdrucks und Anzug eines Unwetters. Ein europäisches Stationsnetz mit gleichzeitigen Beobachtungen für die synoptische Methode entstand bald nach 1800, der nordatlantische Eis-Warndienst aber erst 1912 nach dem Titanic-Unglück.
Um 1900 entstanden viele nationale Wetterdienste, die in Kooperation eine großräumige synoptische Wettervorhersage entwickelten. In den letzten Jahrzehnten wurde sie durch mathemathische Rechenmodelle und Daten von Erdsatelliten, aus der Ozeanografie und von digitalen Geländemodellen verbessert. Seit etwa 1950 stieg der relativ zuverlässige Vorhersagezeitraum in mittleren Breiten von etwa 3 Tagen auf 4-5 Tage, was für viele Sparten der Wirtschaft und für Planungen in der Landwirtschaft, im Verkehr oder im Bauwesen eine merkliche Verbesserung bedeutet.
Wetterwissen
Mit dem Voranschreiten moderner Wettervorhersagen hat die Erfahrung der meisten Menschen, das Wetter ohne Fernseh-Prognose im Vorhinein abzuschätzen, stark abgenommen. Früher konnte fast jeder Landwirt für mindestens zwei Tage zutreffende lokale Prognosen stellen.
Wer das erlernen will, findet im Buchhandel kurzgefasste Anleitungen zur Deutung von Temperatur und Luftdruck und zur Beobachtung von Wind und Wolken - die viel über die horizontalen und vertikalen Luftbewegungen erkennen lassen. Doch auch einfache „Wetterstationen“ für den Schreibtisch plus Außenfühler können programmierte Prognosen mit 70-80 % Wahrscheinlichkeit abgeben.
Für die nächsten 1-3 Stunden kann man - z. B. bei der Frage nach örtlichem Regen, klarem Sternhimmel oder Eintreten von Frost - auf 80 bis 90 Prozent kommen. Selbst die einfachste aller Prognosen - heute „wird's so wie gestern“ - trifft in Mitteleuropa zu 50 bis 70 Prozent zu. Deshalb bringt eine nähere Nachfrage bei einem Wetterdienst, etwa durch einen Landwirt oder eine Versicherung bei Gewitterlagen - fast immer eine höhere Trefferquote als das „einheitliche Fernsehwetter“ für ein ganzes Bundesland.
Siehe auch
- WettervorhersagAerodrome Forecast
Literatur
Weblinks
- http://www.ecmwf.int Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen
- http://www.wetteronline.de/ Wettervorhersagen weltweit
- http://www.wetter.de/ Wettervorhersagen weltweit
- http://www.donnerwetter.de Wettervorhersagen
- http://www.wetter.com Wettervorhersagen
- http://www.wetterturnier.de Wer macht die beste Wettervorhersage?
- http://www.meteoschweiz.ch Wettervorhersagen in der Schweiz
Kategorie:Meteorologie
ja:天気予報
WetterboteEin Wetterbote ist gemeinhin ein Indiz für einen zukünftigen Wetterumschwung. Es handelt sich dabei um einen nahezu ausschließlich in der Umgangssprache gebräuchlichen Begriff. Gute Wetterboten sind beispielsweise Wolken, aber auch der Schwalbenflug ist vielen als zuverlässiger Wetterbote geläufig. Fliegen sie hoch, so nimmt man an das Wetter bessere sich, fliegt sie tief, so schlussfolgert man, dass es sich verschlechtern wird. Derartige Wetterboten, wie auch zum Beispiel das Abendrot, sind keine meteorologischen Kriterien für die Vorhersage eines Wetterumschwungs und basieren zudem oft auf rein empirisch abgeleiteten und nur sehr regionale gültigen Bauernregeln, weshalb auf deren Gebrauch im Allgemeinen verzichtet werden sollte. Direkte Indizien für einen Wetterumschwung basieren auf der Wetterbeobachtung, also dem zeitlichen Verlauf von Temperatur und Luftdruck im Verbund mit der Beobachtung der Wolkenentwicklung, aus welchen sich schon mithilfe vergeichsweise weniger meteorologischer Kenntnisse eine lokale Wettervorhersage erstellen lässt. Diese sind nur mit einem geringen Mess- und Arbeitsaufwand verbunden, erreichen jedoch im Gegenzug eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit als auf indirekten Beobachtungen - den Wetterboten - basierende Wettervorhersagen, weshalb sie diesen im Regelfall überlegen sind.
Kategorie:Meteorologie
StatistikAls eine Statistik bezeichnet man:
# namengebend (v. lat.: status = Staat, Zustand; mit griechischer Endung) die (vergleichende) Staatsbeschreibung (eingeführt wurde der Begriff vom Göttinger Kameralisten Gottfried Achenwall um 1749);
# die heute als amtliche Statistik fortlebt;
# die aber auch unabhängig von der Namensgebung schon seit über 5000 Jahren als Bevölkerungsstatistik und Wirtschaftsstatistik existiert;
# davon verallgemeinernd quantitative Erhebungen aller Art, wie zum Beispiel für Markt- und Meinungsforschung (siehe Quantitative Methoden );
# deren Ergebnisse, deren Darstellung u.a. die deskriptive Statistik besorgt;
# die mathematische Statistik;
# gewisse Zufallsvariablen, z.B. eine »Teststatistik«;
# gewisse Modelle der statistischen Physik: Boltzmann-Statistik, Maxwell-Boltzmann-Verteilung, Fermi-Dirac-Statistik, Bose-Einstein-Statistik
Übersicht und Einteilung
Die Statistik ist die Zusammenfassung bestimmter Methoden um Massenerscheinungen zu quantifizieren und interpretieren.
Die Statistik wird in die folgenden drei Teilbereiche eingeteilt:
;deskriptive Statistik (beschreibende Statistik, empirische Statistik):mit der vorliegende Daten in geeigneter Weise beschrieben und zusammengefasst werden. Mit ihren Methoden verdichtet man quantitative Daten zu Tabellen, graphischen Darstellungen und Kennzahlen. Bei einigen Institutionen, z. B. bei der amtlichen Statistik, ist die Erstellung solcher Statistiken die Hauptaufgabe.
;induktive Statistik (schließende Statistik, mathematische Statistik):In der induktiven Statistik leitet man aus den Daten einer Stichprobe Eigenschaften einer Grundgesamtheit ab. Die Wahrscheinlichkeitstheorie liefert die Grundlagen für die erforderlichen Schätz- und Testverfahren.
;explorative Statistik (hypothesen-generierende Statistik, Data Mining): Methodisch eine Zwischenform der beiden vorgenannten Teilbereiche, bekommt als Anwendungsform jedoch zunehmend eine eigenständige Bedeutung. Mittels deskriptiver Verfahren und induktiver Test-Methoden werden mögliche Zusammenhänge (oder Unterschiede) zwischen Daten in vorhandenen Datenbeständen systematisch gesucht und zugleich in ihrer Stärke und Ergebnissicherheit zu bewerten versucht. Die so gefundenen Ergebnisse können als Hypothesen verstanden werden, die erst dann als statistisch abgesichert betrachtet werden können, nachdem sie von darauf aufbauenden, induktiven Testverfahren mit entsprechenden (prospektiven) Versuchsplanungen bestätigt wurden.
Induktive Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie werden unter dem Oberbegriff Stochastik zusammengefasst.
Schritte der Statistik
Die Schaffung und Datenanalyse empirischer Daten besteht im Idealfall aus folgenden Schritten:
# Versuchsplanung / Erhebungsvorbereitung (Erhebungskonzept, Fragebogenentwicklung, Stichprobenziehung),
# Datengewinnung / Erhebung (von Stichproben) / Nutzung von Betriebsdaten / Erhebung von Bestands- u. Ereignismassen,
# Datenaufbereitung (Datenprüfungen, Typisierungen / Merkmalszusammenfassungen),
# Auswertung (Tabellierung, Modellierung, Hoch- und Fehlerrechnung, Wahrscheinlichkeit, Fehler 1. und 2. Art, Schätzen und Testen) sowie
# Ergebnispräsentation (Tabellen, Grafiken, Ergebnisinterpretation, Veröffentlichungen, CD-ROMs, Statistische Datenbanken).
Während sich die univariate Statistik mit der Beschreibung der Verteilung
eines Untersuchungsmerkmals beschäftigt, wird in der
multivariaten Statistik die gemeinsame Verteilung von mehreren Untersuchungsmerkmalen betrachtet.
Schulen und Denkrichtungen
Es wird in Lehrbüchern oft der Eindruck vermittelt es gäbe nur die eine, sich ständig weiterentwickelnde Statistik. Im Gegensatz dazu kann man verschiedene Denkschulen ausmachen, die ein Problem durchaus unterschiedlich analysieren, bewerten und numerisch berechnen:
- Kausalbeziehungen: Ronald Fisher
- Gedächtnisleistungen, ROC-Kurven: Jerzy Neyman und Karl Pearson
- Urteile aufgrund unsicherer Annahmen: Karl Pearson
- Induktion und Änderung der Meinung: Thomas Bayes
Software
Die moderne Statistik ist, unterstützt durch leistungsfähige Computer,
in der Lage, mit teilweise rechenintensiven Methoden sehr große Datenmengen
zu analysieren. Ganze Teilbereiche der Statistik haben ihren Einzug in die
Datenanalyse neuer Software zu verdanken, zu nennen ist hier die Bayessche Statistik und deren Implementation in Markov Chain Monte Carlo Verfahren, üblicherweise abgekürzt durch MCMC-Verfahren.
Im folgenden sind einige gebräuchliche statistische Softwarepakete aufgelistet:
- SAS
- S-Plus basierend auf der S Programmiersprache
- Statistiklabor
- R (GNU R) ist eine Open Source Variante der S Programmiersprache ([http://www.r-project.org/ Im Netz: The R project for statistical computing])
- SPSS
- Almo (umfangreiches deutschsprachiges Statistiksystem)
- [http://www.statsoft.de/ Statistica]
- Dataplot: frei, plattformunabhängig
- Stata
- MiniTab
- [http://www.rosuda.org/Mondrian/ Mondrian] (Software zur explorativen statistischen Datenanalyse ([http://en.wikipedia.org/wiki/Exploratory_data_analysis EDA]))
- BUGS (Bayesian inference Using Gibbs Sampling) eine Open Source Software zur Analyse von komplexen statistischen Modellen mit Hilfe von MCMC-Verfahren
- [http://www.q-das.de/ qs-STAT]: Statistiksoftware für Industrielle Daten,- und [http://de.wikipedia.org/wiki/Prozessanalyse Prozessanalyse]
- XploRe
- [http://www.unesco.org/idams WinIDAMS]: kostenfrei zur Verfügung gestellt von der UNESCO.
Zitate
- „Die Statistik ist so etwas wie die Physik der Mathematik“ (Urheber unbekannt)
- „Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.“ Von der Nazipropaganda im Zweiten Weltkrieg erfunden und Winston Churchill zugeschrieben.
- „There are three kinds of lies: Lies, Damned Lies and Statistics.“ (Benjamin Disraeli, häufig fälschlicherweise Mark Twain zugeschrieben, der dieses Disraeli-Zitat in seiner Autobiografie bringt.) Deutsche Übersetzung: „Es gibt drei Arten der Lüge: Lüge, verdammte Lüge und Statistiken.“
- „Statistics are like bikinis. What they reveal is suggestive, but what they conceal is vital“. (Aaron Levenstein) Deutsche Übersetzung: „Statistik ist wie ein Bikini: Sie enthüllt eine Menge, aber das Wesentliche bleibt doch verborgen.“
- „Kann man mit der Statistik auch die Statistik beweisen?“ (Urheber unbekannt)
- „Statistik ist für mich das Informationsmittel der Mündigen. Wer mit ihr umgehen kann, kann weniger leicht manipuliert werden. Der Satz "Mit Statistik kann man alles beweisen" gilt nur für die Bequemen, die keine Lust haben, genau hinzusehen.“ Elisabeth Noelle-Neumann
- „Manche benutzen die Statistik, wie der Betrunkene die Straßenlaterne: zum Festhalten, nicht zur Erleuchtung!“ (Urheber unbekannt)
- „Eine neue Statistik belegt, dass 73% aller Statistiken rein erfunden sind“ (J.J.A. Weber)
Literatur
- Bleymüller, Gehlert, Gülicher: Statistik für Wirtschaftswissenschaftler. Verlag Franz Vahlen München 2004. ISBN 3-8006-3115-6
- Volker Oppitz/Volker Nollau: Taschenbuch Wirtschaftlichkeitsrechnung, Carl Hanser Verlag 2003, 400 S., ISBN 3-446-22463-7
- Newbold, Carlson, Thorne: Statistics for Business and Economics, New Jersey 2003
- Dietrich, Schulze: "Statistische Verfahren zur Maschinen- und Prozessqualifikation", 4. Auflage, Carl Hanser Verlag, München 2003. ISBN 3-446-22077-1
- Fahrmeir, Künstler, Pigeot, Tutz: Statistik. Der Weg zur Datenanalyse. Springer Verlag Berlin 2002. ISBN 3-540-44000-3
- Hartung, Elpelt, Klösener: Statistik: Lehr- und Handbuch der angewandten Statistik. R.Oldenbourg Verlag München 2002. ISBN 3-486-25905-9 Empfehlenswert für Praktiker.
- Lambacher-Schweizer: Stochastik Leistungskurs, Für die Sekundarstufe II. LS Mathematik. Hrsg. v. August Schmid u. Wilhelm Schweizer. KLETT. Nachdr. 1999. ISBN 3-12-739370-9 Didaktisch gut gemacht, viele Aufgaben mit Lösungen in einem separaten Lösungsband.
- Levine, Berenson, Stephan: Statistics for Managers, New Jersey 1999
- Freedman, Pisani, Purves: Statistics 1998 (Third Edition) ISBN 0-393-97121-x
- Volker Oppitz: Gabler Lexikon Wirtschaftlichkeitsberechnung, Gabler-Verlag 1995, 629 S., ISBN 3-409-19951-9
- Lindgren, Bernard W.: Statistical Theory, New York 1993
- Dolic, Dubravko: Statistik mit R, Oldenbourg 2004, ISBN 3-486-27537-2
- Walter Krämer: So lügt man mit Statistik, 7. überarb. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1997. ISBN 3-593-35689-9
- Rönz, Strohe: Lexikon Statistik, Gabler-Verlag 1994, ISBN 3-409-19952-7
Siehe auch
- Zufall, Kausalität, Korrelation, Durchschnitt, Median, Standardabweichung, Mittelwert, Wahrscheinlichkeit und Statistik, Varianz, Statistische Signifikanz, Fragebogen, Absolute Häufigkeit, Faktorenanalyse, Power, Parameter, Volkszählung, Altersverteilung, Clusteranalyse
- These, Deduktion, Induktion (Logik), Abduktion, Fehlschluss, Nullhypothese, Rhetorik, Dialektik, Fehler 1. und 2. Art, Prozentrang, Umweltstatistikgesetz
- Bundesamt für Statistik(Schweiz)
- Statistisches Bundesamt und Statistische Landesämter(Deutschland)
Weblinks
- http://www.emilea.de/index.html Multimediale, internetbasierte und interaktive Lehr- und Lernumgebung EMILe@-stat
- http://www.statsoft.com/textbook/stathome.html guter Überblick der wichtigsten statistischen Verfahren (Englisch)
- http://www.statistik.tuwien.ac.at/public/dutt/vorles/inf_bak/node1.html Zusammenhängender Text über die Grundlagen
- http://socr.stat.ucla.edu/ Statistics Online Computational Resources (SOCR) - Sammlung statistischer Methoden zur Online Datenanalyse u.v.m. (engl.)
- http://www.statistik-portal.de/ Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland
- http://www.statistik.admin.ch/ Bundesamt für Statistik der Schweiz
- http://www.statistik.at Statistik Austria, Österreich
- http://www.rosuda.org/Software/ Software zur interaktiven statistischen Datenanalyse
- http://www.klein-singen.de/statistik/ Die Kunst mit Statistik zu lügen: Mit zahlreichen Beispielen aus Politik, Gesellschaft, Medizin und Wissenschaft wird das Verständnis des Lesers geschärft, zukünftig skeptischer Zahlenspielereien von (falschen) Experten zu begegnen.
Kategorie:Statistik
Kategorie:Empirische Wirtschaftsforschung
ja:統計学
ms:Statistik
simple:Statistics
th:สถิติศาสตร์
Jörg KachelmannJörg Kachelmann ( - 15. Juli 1958 in Lörrach) ist ein schweizerischer Moderator, Journalist und Meteorologe. Kachelmann zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Wetterexperten im deutschen Fernsehen.
Leben
Jörg Kachelmann verbringt seine Jugend in Schaffhausen; bereits mit 10 Jahren weiß er, dass er Meteorologe werden will und beginnt die regelmäßigen Urlaube auf dem Bodensee zu nutzen: er zeichnet das Wetter auf. Er studiert Geografie, Mathematik und Physik, da an der Universität Zürich Meteorologie nicht angeboten wird. Schon während der Schul- bzw. Semesterferien arbeitet er für verschiedene Wetterdienste. Kurz vor dem Diplom bricht er sein Studium ab, da er bereits einen Job hat: ein Volontariat bei einer Zeitung, dem Schweizer Sonntagsblick. Von dort wechselt er in die Wissenschaftsredaktion des Schweizer Fernsehens SRG und wird 1988 stellvertretender Chefredakteur der Schweizer Illustrierten. Dies reicht ihm allerdings nicht, er faxt dem SWF so lange unaufgefordert Wettervorhersagen bis diese ihn einkaufen. 1989 kauft Jörg Kachelmann ein altes Bauernhaus in Bächli und baut dieses in eine High-Tech-Wetterstation um: die Gründung der Meteomedia AG. 1996 wird Kachelmann Programmdirektor der deutschen Ausgabe des amerikanischen Wetterkanals, aber bereits nach knapp 2 Jahren stellt der Sender den Betrieb aufgrund mangelndem Zuschauerinteresse ein. Der Meteorologe macht jedoch nicht nur die Wettervorhersagen für die ARD und verschiedene Radiosender, er wagt sich auch in andere Bereiche. Der Schweizer moderiert 1996 die Sendung Vorsicht Blöff, talkt von 1997 bis 2004 auf dem Riverboat und versucht sich 1998 an der legendären Quiz-Show Einer wird gewinnen. Seine Leidenschaft aber bleibt das Wetter. "Eine neue Wetterstation und ein netter Kunde", antwortet er in einem Interview auf die Frage "Was ist Glück?". Im April 2004 wird er richtig glücklich gewesen sein, denn die ARD wechselt vom staatlichen Wetterdienst DWD zur Meteomedia AG. Seine Hartnäckigkeit und sein Idealismus, die ihm von manchen vorgeworfen werden, zahlen sich aus, denn nun präsentieren Jörg Kachelmann und sein Team (Claudia Kleinert, Sven Plöger und Alexander Lehmann) kurz vor der Tagesschau und nach den Tagesthemen das Wetter in der ARD.
Kachelmann machte sich insbesondere durch seine unkonventionellen Wettermoderationen einen Namen, er beendet langweilige Wettervorhersagen und führt eine allgemein sprachlich verständliche Vorhersage ein: bezeichnend hierzu sind Worte wie "Blumenkohlwolken" oder auch "schlürfende Winde". Sein 1991 gegründetes Wetterunternehmen Meteomedia betreibt inzwischen über 400 Wetterstationen und beliefert als Konkurrenz zum Deutschen Wetterdienst u.a. die ARD. Der Hauptsitz der schweizerischen Meteomedia AG ist in Gais AR in der Nähe von St. Gallen zu finden, der Hauptsitz der deutschen Meteomedia GmbH befindet sich in Bochum. Meteomedia begründet auch die Unwetterzentrale und ist seit 2004 auch in Österreich zu finden. Die Vermarktung seiner Dienstleistungen über öffentlich-rechtliche Medien brachte ihm auch Kritik ein.
Als Jörg Kachelmann 26 Jahre alt ist, stirbt sein Vater, ein Eisenbahner, dem auch sein neues Buch "Wie wird das Wetter?", das er zusammen mit seinem Lehrer und dem ursprünglichen Verfasser Siegfried Schöpfer aktualisiert, gewidmet ist.
Privat liebt der Schweizer unruhiges Wetter wie Schneestürme. Der begeisterte Segler hat laut eigener Aussage noch nie einen Schirm benutzt und würde gerne mal einen Tornado erleben.
Seit dem 18. Dezember 2004 bietet Meteomedia ein umfangreiches kostenloses Angebot an Wetterprognosen im Streaming-Format als Video on Demand.
Weblinks
- [http://www.meteomedia.ch/de/ Meteomedia AG]
Kachelmann, Jörg
Kachelmann, Jörg
Kachelmann, Jörg
Kachelmann, Jörg
Kachelmann, Joerg
Gregorianischer KalenderDer gregorianische Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., ist der heute in den meisten Teilen der Welt gültige Kalender.
Gregorianische Kalenderreform
Kalender
Das erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der nördlichen Hälfte unseres Planeten) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die julianische Schalttagsregelung wurde damals noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt. Der damals gültige julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus und glich die Differenz (bezogen auf 365 Tage) von annähernd 6 Stunden alle vier Jahre durch die Einfügung eines Schalttags aus. Gegenüber dem vom tatsächlichen Gang der Himmelsmechanik astronomisch vorgegebenen Sonnenjahr, das im Jahre 2000 auf 365,242190517 Tage bestimmt wurde -also etwa 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,25 Sekunden- war das Jahr des julianischen Kalenders also etwas mehr als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert, zur Zeit Papst Gregors XIII., hatte sich dieser Fehler so ausgewirkt, dass das Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Diese Verschiebung des Kalenders war jedoch schon längere Zeit vorher offenkundig geworden. Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – u. a. durch Nikolaus von Kues, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus. Diese waren aber stets abgelehnt worden. Gleichwohl bildeten Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (»Von den Umdrehungen der Himmelskörper«) sowie die prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold die Basis für die schließlich von Papst Gregor XIII. dekretierte Reform.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am richtigen Tage feiern zu können, folgte der Papst dem Vorschlag des Mediziners und Hobby-Astronomen Aloisius Lilius und bestimmte, dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher folgte in einigen römisch-katholischen Ländern auf den 4. Oktober gleich der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage blieb dabei jedoch unverändert. Damit fand das Primar-Äquinoktium dort im Folgejahr 1583 wieder am 21. März statt; die Zeitrechnung innerhalb des Christentums war jedoch nicht mehr einheitlich. Damit war die Ausgangslage, wie sie zur Zeit des Konzils bestand, wieder ungefähr hergestellt.
Um ein erneutes Abrücken des 21. März vom Zeitpunkt des Primar-Äquinoktiums für alle Zukunft zu vermeiden, legte der neue gregorianische Kalender die Dauer des mittleren Sonnenjahrs auf 365,2425 statt wie bisher auf 365,25 Tage fest. Diese Verkürzung erfolgte dadurch, dass – abweichend von der Schaltregel des julianischen Kalenders – die Jahre keinen Schalttag haben, deren Zahl zwar ohne Rest durch 100, nicht aber durch 400 geteilt werden kann.
Weil bis zur ersten Anwendung dieser neuen Ausnahmeregel im Jahre 1700 noch 117 Jahre vergingen, hat sich der Kalender gegenüber dem astronomischen Ereignis des Primar-Äquinoktiums im Durchschnitt wieder um 1 Tag verrückt. Seither pendelt es zwischen dem 19. und 21. März.
Die Schaltregeln
- Nach der grundsätzlich weiterhin gültigen Julianischen Schaltregel weisen Jahre, deren Zahlen durch 4 dividiert natürliche Zahlen ergeben, im Februar einen 29. Tag (“Schalttag“) auf und umfassen dadurch als Schaltjahre 366 Tage.
- Die Gregorianische Schaltregel bestimmt hiervon drei Ausnahmen : Keine Schaltjahre sind diejenigen Säkular-Jahre (Jahre, deren Zahl am Ende zwei Nullen aufweist), deren Zahl durch 400 dividiert keine natürliche Zahl ergibt.(Deshalb waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, und auch die Jahre 2100, 2200 und 2300 werden keine Schaltjahre sein.)
oder:
- Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Beispiele: 1980, 1972, 1720.
- Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Gemeinjahr und hat nur 365 Tage, z. B. in den Jahren 1700, 1800 und 1900 oder ferner 2100.
- Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr. Die Jahre 1600 und 2000 waren – in Übereinstimmung mit der Julianischen Schaltregel – Schaltjahre zu 366 Tagen.
Einführung des gregorianischen Kalenders in verschiedenen Ländern
Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 4./15. Oktober 1582. Die meisten römisch-katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen Kalender, weil vom Papst dekretiert, zunächst ablehnten. Beispielsweise führten ihn die meisten katholischen Kantone der Schweiz 1584 ein, das Wallis jedoch erst 1655. Dort folgte damals auf den 28. Februar der 11. März. Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den gregorianischen Kalender erst 1700. Auf den 18. Februar folgte dort unmittelbar der 1. März 1700. Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen und protestantischen Fürsten mit beiden Daten versehen werden, etwa als 5./15. Oktober 1582. Um die Jahreswende differierten die Jahreszahlen zwischen den Gebieten des alten und neuen Kalenders. Aus dieser Zeit stammt der Ausdruck »zwischen den Jahren« für die Tage nach Weihnachten. Die reformierten Orte der Schweiz folgten ein Jahr später, allerdings mit drei Ausnahmen: Der protestantische Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden. Der offizielle Übergang zum neuen Kalender sollte dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber noch länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller Silvesterkläuse werden noch immer am 31. Dezember nach dem julianischen Kalender (13. Januar nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert. In England (und auch in den späteren USA) wurde der gregorianische Kalender erst in der Nacht vom 2. September auf den 14. September 1752 eingeführt.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen sind, machte die Abweichung vom gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution 1917 fiel deshalb nach dem gregorianischen Kalender auf den 7. November. An diesem Tag wurde die Revolution denn auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte. Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachten (25. Dezember) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. in Griechenland und Bulgarien) verwenden hierfür den so genannten neo-julianischen Kalender, der bis zum Jahr 2799 dem gregorianischen Kalender entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; das Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen; meist ist es eine, vier, oder fünf Wochen später als im Westen.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den gregorianischen Kalender; dort hatte bis dahin der islamische Kalender gegolten. Die nicht zeitgleiche Einführung des gregorianischen Kalenders in den verschiedenen Ländern sorgte für Verwirrung, aber auch für interessante Paradoxa: So sind sowohl William Shakespeare als auch Miguel de Cervantes am 23. April 1616 gestorben, obwohl Shakespeare Cervantes um 11 Tage überlebt hat. Auch die Feiern des Geburtstags von George Washington wurden verschiedentlich am 11. und am 22. Februar ausgerichtet, bis zu einer bundesgesetzlichen Feiertagsregelung.
Charakteristika
Die Regeln des gregorianischen Kalenders führen zu einer durchschnittlichen Länge des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen.
Das sogenannte tropische Jahr – der zwischen zwei aufeinanderfolgenden Primar-Äquinoktien (Frühlings-Tag-Nachtgleichen) liegende Zeitraum – ist gegenwärtig im Mittel 365,24219879 mittlere Sonnentage lang. Danach ist also auch der gregorianische Kalender im Verhältnis zur astronomischen Wirklichkeit etwas zu lang, nämlich 0,000301 Tage (= 26 Sekunden) pro Jahr. Das bedeutet, dass nach rund 3320 Jahren das Primar-Äquinoktium wieder einen ganzen Tag früher eintreten würde. Sofern bis dahin die christliche Jahreszählung beibehalten wird, würde es sich anbieten, in allen durch 3200 teilbaren Jahren den Schalttag wiederum entfallen zu lassen, wenn auch zu jener Zeit noch die Bindung des Primar-Äquinoktiums an den 21. März gewünscht wird.
Der gregorianische Kalender hat eine Periode von 400 Jahren: Nach dieser Zeit wiederholen sich nicht nur der Ablauf der Schalttage und damit die Tages- und Monatszählung, sondern auch die zugehörigen Wochentage. 400 Jahre enthalten nämlich 400×365 + 97 Tage, also 146097 Tage; das sind genau 20871 Wochen; es geht also nach 400 Jahren mit demselben Wochentag weiter. Infolge dieser Periodizität kann ein bestimmtes Datum (Tag und Monat oder nur Tag) nicht gleich häufig auf alle Wochentage fallen. Ausgerechnet der 13. eines beliebigen Monats fällt öfter (nämlich 688mal in 400 Jahren) auf einen Freitag als auf andere Wochentage (Donnerstag und Samstag: 684mal, Montag und Dienstag: 685mal, Sonntag und Mittwoch: 687mal).
Siehe auch
- Julianischer Kalender, Osterdatum
- Umrechnung zwischen julianischem Datum und gregorianischem Kalender, Wochentagsberechnung
- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Islamischer Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. d. Chr., n. d. Chr., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
Weblinks
- [http://personal.ecu.edu/MCCARTYR/inter-grav-text.html Papst Gregor XIII: Inter Gravissimas – Die päpstliche Bulle, mit der der gregorianische Kalender verordnet wurde]
- [http://www.fh-friedberg.de/users/boergens/marken/beispiele/kalender.htm Briefmarke: Sondermarke zur Vollendung der ersten Periode des gregorianischen Kalenders]
- [http://www.kalenderlexikon.de 1. deutsches Online-Kalenderlexikon]
Kategorie:Kalender
als:Gregorianischer Kalender
ja:グレゴリオ暦
ko:그레고리력
ms:Kalendar Gregorian
simple:Gregorian calendar
th:ปฏิทินเกรกอเรียน
Liste der BauernregelnFür Bauernregeln im Schach siehe Bauer (Schach).
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Hier werden Bauernregeln aufgelistet:
Monate
Januar
- Auf harten Winters Zucht folgt gute Sommerfrucht.
- Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
- Gibt's im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.
- Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
- Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee.
- Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.
- Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.
- Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.
1. Januar: Neujahr, Hochfest der Mutter Maria
- Wie St. Kathrein (25.11.) wird's Neujahr sein.
- Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
- Die Neujahrsnacht hell und klar, deutet auf ein reiches Jahr.
- Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
- Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.
- Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
- Am Neujahrstage Sonnenschein, lässt das Jahr uns fruchtbar sein.
- Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September trüb oder klar.
- Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag, denn wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt.
- Wenn bis Dreikönig kein Winter ist, kommt keiner.
- Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
- War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter.
- Ist's bis Dreikönig kein rechter Winter geworden, holt er sich danach auch keinen Orden.
- Ist bis Dreikönig kein Winter geworden, verdient er bis Ostern auch keinen Orden.
- Kam bis Dreikönig der Winter nicht, dann kommt er auch bis Ostern nicht.
- Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, dann zeigt er es auch bis Ostern nicht.
- Heilig Drei König sonnig und still - der Winter vor Ostern nicht weichen will.
- Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr.
- Ist Dreikönig hell und klar, gibt's guten Wein im neuen Jahr.
- Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner mehr dahinter.
8. Januar: Erhard / Severin
- St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag in den Sack.
- Der Erhard mit der Hack', der steckt Weihnachten in den Sack.
- Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'.
15. Januar: Habakuk
- Spielt auch die Muck' um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.
- Die Schnake, die hat leichtes Spiel, bringt der Januar der Wärme viel.
: Jedoch sticht uns're Mücke nicht - schwillt auch nicht Habakuk's Gesicht.
16. Januar: Theobald
- Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt.
- Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.
- Wenn an Antonius die Luft war klar, gibt es ein recht trockenes Jahr.
- Große Kälte am Antoniustag, machmal nicht lange halten mag.
- Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn's da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.
- Um Antonius nehmen die Tag zu um eine kleine Mönchesruh'.
20. Januar: Fabian / Sebastian
- An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
- Um Fabian und Sebastian, da fängt er Baum zu saften an.
- Sturm und Frost an Fabian, ist allen Saaten wohlgetan.
- Fabian im Nebelhut, der tut den Bäumen gar nicht gut.
- Fabian im Nebelhut, der tut den Pflanzen gar nicht gut.
- Sebastian je kälter und heller - dann werden Scheuer und Fässer um so völler.
- Tanzen um Fabian schon die Mücken, muss man später den Kühen das Futter bezwicken.
- Sonnenschein um Fabian und Sebastian, der lässt den Tieren das Futter ausgah'n.
- Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.
21. Januar: Agnes
- Wenn Agnes und der Vinzenz (22.01.) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
- Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
- Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.
- Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
22. Januar: Vinzenz
- Wie's Wetter am St. Vinzenz war, so kann's auch sein das ganze Jahr.
- Wie um Vinzenz unser Wetter war, so wird es sein das ganze Jahr:
: Schönes Wetter bringt Gewinn, d'rum merk' den Tag in deinem Sinn.
- Scheint die Sonne an Vinzenzi blass, mit gutem Wein füllt sie das Fass.
- An dem Tag Vinzenzius, jede Rebe treiben muss.
- An Vinzenzi voller Sonnenschein, der lässt uns hoffen auf Korn und Wein.
- Vinzenzi Schein - bringt viel Wein.
- Auf St. Vinzenz Sonnenschein, der bringt dem Winzer guten Wein.
- Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut;
: schüttet es gar in die Wann' - o weh, wie wird er dann?
- Geht der Vinzenz im Schnee, so gibt es viel Heu und Klee.
- An St. Vinzent, da hat der Winter noch kein End'.
25. Januar: Pauli Bekehrung
- Am Tage Pauli Bekehr - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
- St. Paulus kalt mit Sonnenschein - da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.
- Je kälter unser Pauli und auch heller - desto voller werden Scheuer und Keller.
- Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht.
: Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.
- Scheint die Sonne schön an Pauli Bekehrung, dann bringt es den Früchten gute Bescherung.
- Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh'n; ist es aber feucht und schlecht, dann kommt das Frühjahr spät als fauler Knecht.
- Wenn die Sonne am Paulustage scheint, wird stets ein gutes Jahr gemeint. Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.
- Wenn's an Pauli regnet oder schneit, dann folget eine teure Zeit.
- Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr.
: Hat er Wind, regnet's geschwind.
: Wenn's aber regnet oder auch schneit, wird teuer das Getreid'.
: Ist der Nebel stark, füllt Krankheit den Sarg.
: Doch Gott allein - der wendet alle Pein.
30. Januar: Martina
- An Martina Sonnenschein, verheißt viel Frucht und guten Wein.
- Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild.
- Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt.
- Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.
31. Januar: Virgilius
- Friert es stark um Virgilius, im März viel Kälte kommen muss.
- Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
Februar
- Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
- Wenn im Feber die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
- Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr.
- Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.
- Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren.
- Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.
- Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
- Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.
- Im Februar müssen die Stürme fackeln, daß dem Ochsen die Hörner wackeln.
2. Februar: Mariä Lichtmess, Darstellung des Herrn
- An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.
- Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
- Auf Lichtmess lasst es Winter sein, dann kommt der Frühling bald herein.
- Nach Lichtmess kann's gern Winter sein, dann kommt der Frühling früh herein.
- Gibt's an Lichtmess Sonnenschein, wird's ein später Frühling sein.
- An Lichtmess Sonnenschein, der bringt noch viel Schnee herein;
: gibt es aber Regen und keinen Sonnenblick, dann ist der Winter fort und kehrt nicht mehr zurück.
- Scheint an Lichtmess die Sonne klar, gibt's noch späten Frost und kein fruchtbar' Jahr;
: doch wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit.
- Um Lichtmess hell und schön - da wird der Winter niemals geh'n.
- Fällt Regen um Lichtmess nieder, dann kommt auch der Winter kaum wieder.
- Wenn's zu Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt;
: scheint jedoch die Sonne froh - dann Bauer, verwahr' dein Stroh.
- Je stürmischer es um Lichtmess ist, desto sicherer ein gutes Frühjahr ist.
- Um Lichtmess sehr kalt, wird der Winter nicht alt.
- Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmess fallt.
- Scheint an Lichtmess die Sonne, geraten die Bienen gut.
- Um Lichtmess Lerchengesang, macht um den Lenz nicht bang.
- Singt die Lerche jetzt schon hell, geht's unserm Bauern an das Fell.
- Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht er auf 4 Wochen wieder zu Loche.
- Lichtmess - halbes Futter gefress' (= Wintervorrat ist zur Hälfte verbraucht)
3. Februar: Blasius
- St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
5. Februar: Agatha
- Am Fünften, am Agathentag, da rieselt das Wasser den Berg hinab.
- Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut.
- Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.
- An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein.
- Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.
- Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.
- St. Dorothee gibt den meisten Schnee.
- Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.
9. Februar: Apollonia
- Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.
- Ist's an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.
12. Februar: Eulalia
- St. Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.
- Am Tage des St. Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.
- Hat der Valentin viel Regenwasser, dann wird der Frühling noch viel nasser.
18. Februar: Simon
- Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.
- Friert es um den Simon plötzlich, dann bleibt der Frost nicht lang "gesetzlich".
- Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage'.
22. Februar: Petri Stuhlfeier in Antiochien
- Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt,
: St. Petri Stuhl dem Frühling winkt;
: den Sommer bringt uns St. Urban (25.05.),
: der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.
- Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer.
- Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt's noch 14 Tag kuhl.
- Die Nacht zu "Petri Stuhl" zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han.
- Ist Petri Stuhlfeier kalt, dann hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.
- War's in der Petersnacht sehr kalt, dann hat der Winter noch lange Gewalt.
- Ist St. Petrus kalt, hat die Kält' noch lang Gewalt.
- Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt.
- Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht.
- Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), dann bringt der Februar noch starken Frost.
- Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft.
- Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, dann bleibt's nicht mehr lange so kuhl.
- Ist es mild und nach Petri offen der Bach, dann kommt auch kein großes Eis mehr nach.
- Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
- Ist an Petrus das Wetter gar schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen säen.
- Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24.02.) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
24. Februar: Matthias
- Schließt Petrus (22.02.) die Wärme auf und der Matthias dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
- Der Matthias bricht's Eis, doch sacht', sonst kommt die Kälte im Frühjahr zu Macht.
- Der Matthias, ja der bricht das Eis, und hat er kein's, so macht er ein's.
- War es an Matthias kalt, dann auch der Frost noch lang anhalt'.
- Ist es an St. Matthias kalt, dann hat die Kälte noch lang Gewalt.
- Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage;
: wenn noch so schön die Lerche singt - die Nacht bringt neue Plage.
- Trat Matthias stürmisch ein, dann kann's bis Ostern Winter sein.
- Hat der Matthias endlich seine Hack' verloren, dann wird der Joseph (19.03.) schon das Eis durchbohren.
- Die Sonne an Matthias, die wirft 'nen heißen Stein in's Eis.
- Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb.
- Nach dem Matthais, da geht kein Fuchs mehr über's Eis.
- Nach dem Matthais, da trinkt die Lerche aus dem Gleis.
- Wenn der Matthias kommt herbei, dann legt das Huhn das erste Ei.
- Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach.
- Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag.
28. Februar: Roman
- Februar warm - Frühling kalt.
- St. Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.
- War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.
- An Romanus und Lupizinius - unsere Sonne scheinen muss.
30. Februar: Humorius
- Am 30. Februar ganz gewiss, immer schönes Wetter ist.
- Am 30. Februar hat Petrus frei, da ist ihm der Winter einerlei.
März
- Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
- Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
- Märzgrün ist bald wieder hin.
- Märzensonne – kurze Wonne.
- Schnee, der erst im Märzen weht abends kommt und gleich vergeht.
- Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
- Säst du im März zu früh ists oft vergeb'ne Müh'.
- Wie's im März regnet, wird's im Juni regnen.
- Gibt's im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
- Märzenstaub bringt Gras und Laub.
1. März: Albin
Regnet's stark an Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss.
3. März: Kunigunde
- Kunigund macht warm von unt'.
- Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde.
: (Denn Regen an diesem Tag sollte kein gutes Zeichen für die kommende Ernte sein!)
- War Kunigunde tränenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer.
- Ist die Kunigunde tränenschwer, bleiben Scheuer und Fass oft leer.
- Wenn es schon donnert um die Kunigund, dann treibt es der Winter noch lange bunt.
- Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert.
6. März: Fridolin
- Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin.
- Nach Fridolin, da zieht der Winter hin.
- Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh'n die Schäfer an Fridolin.
- Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein.
7. März: Perpetua / Felizitas
- Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.
10. März: 40 Märtyrer/40 Ritter
- 40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh.
- Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh.
- Regen den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden.
- Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält.
- Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage.
- Wie unser Wetter auf 40 Ritter fällt, es sich noch 7 Wochen hält.
11. März: Rosamunde
- Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (29.04.) uns gelind.
12. März: Gregor
- Weht um Gregori stark der Wind, noch 40 Tage windig sind.
- Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann.
- Der Gregor zeigt dem Bauern an, ob er die Saat jetzt säen kann,
: denn so, wie sich Gregori stellt, so muss er mit der Saat auf's Feld.
- Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor.
- An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port -
: und an Bartholomäus (24.08.) ist sie dann wieder fort.
- Nach dem Tag des Gregorei, legt auch die wilde Ent' ihr Ei.
17. März: Gertrud
- Sonniger Gertrudentag, Freud' dem Bauer bringen mag.
- Ist Gertrud sonnig, wird's dem Gärtner wonnig.
- Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin.
19. März: Joseph
- Hat der Matthias (24.02.) endlich seine Hack' verloren,
: dann wird der Joseph schon das Eis durchbohren.
- Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet' Jahr.
- Ist's am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.
- Ist es am Josephstage schön, dann kann es nur gut weitergeh'n.
20. März: Frühlingsanfang
- Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.
- Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang.
- Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet.
21. März: Benedikt
- Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang,
: so zeigt's sich auch den ganzen Sommer lang.
- Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht in's Land.
- Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen.
- Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt.
- St. Benedikt, der macht die Möhren dick.
- Nach Benedikt, da achte wohl, dass man den Hafer säen soll.
- Nach Benedikt, da achte wohl, dass man jetz alles säen soll.
- Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag.
25. März: Mariä Verkündigung
- An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.
- An Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen für das ganze Jahr.
- Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf.
- Hat's nach der Mariennacht gefroren, dann werden noch 40 Fröste geboren.
- Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll'.
- Kommen noch Nebel nach diesem Tag - den Reben kein Frost mehr schaden mag.
- Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen.
- Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen.
- War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr.
- Wenn Maria sich verkündet, dann Storch und Schwalbe heimwärts findet.
26. März: Ludger
- Ist es um Ludger draußen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht.
27. März: Rupert
- Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein.
April
- Der April tut, was er will.
- Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
- Wenn der April Spektakel macht gibts Korn und Heu in voller Pracht.
- Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht.
- Heller Mondschein im April schadet den Blüten nicht.
- Aprilschnee ist der Grasbrüter.
- Scherz verscheut Unheil.
- Den 1. April musst du gut übersteh'n, dann kann dir nichts Böses mehr gescheh'n.
- Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.
2. April: Rosamunde
- Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.
3. April: Christian
- Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein.
4. April: Ambrosius
- War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian (04.05.) um so wilder sein.
- Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
8. April: Amandus
- Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.
- Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n.
9. April: Waltraud
- Wenn der Kuckuck am 9. April nicht gesungen hat, ist er erfroren.
- Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud oft gelind. (Genoveva ist am 3. Januar)
10. April: Ezechiel
- An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar.
- Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' in's Geld hinein.
14. April: Tiburtius
- Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.
- Wenn der Tiburtius schellt, dann grünt der Garten und das Feld.
- Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach.
- Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.
- Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag.
15. April: "Kuckuckstag"
- Der 15. April, der Kuckuckstag heißen will.
- Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müsste er rufen aus einem Baum, der hohl.
23. April: Georg
- Georg kommt nach alten Sitten auf einem Schimmel angeritten.
: (Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings)
- Kommt der Georg auf einem Schimmel, dann kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel.
- Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n.
- Ist's an Georgi hell und warm, gibt's noch ein Wetter, dass Gott erbarm.
- Georg und Markus (25.04.) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
- Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach.
- Auf St. Georg's Güte stehen alle Bäum' in Blüte.
- Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16.10.) bleiben.
- Zu Georgi "blinde" Reben, volle Trauben später geben.
- Sind die Reben an Georg noch "blutt" und blind, dann freut sich der Winzer mit Frau und Kind.
- Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick, und zieht sich dann nochmal zurück.
- Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken.
- Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, dass sich die Krähe drin kann verstecken.
- Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann.
- Des St. Georg's Pferd, das tritt den Hafer in die Erd.
- Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag.
- Georgi bringt grüne Schuh.
: (Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.)
25. April: Markus
- Georg (23.04.) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
- Georgus (23.04.) und Marks,
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt.
- Vor dem Markustag, sich der Bauer hüten mag.
- Gibt's an Markus Sonnenschein, dann hat der Winzer guten Wein.
- Ist's jetzt um den Markus warm, dann friert man danach bis in den Darm.
- Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er's reichlich lohnen;
: doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist's zu spät.
- An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen.
- Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
28. April: Vital
- Ist es noch kalt auf St. Vital, dann friert es uns noch fünfzehnmal.
29. April: Sybille
- Bringt Rosamunde (11.03.) Sturm und Wind, so ist Sybilla uns gelind.
30. April: Walburgisnacht
- Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
- In der Walpurgisnacht Regen, bringt uns reichen Erntesegen.
- Walpurgisfrost ist schlechte Kost.
- Sturm und Wind in der Walpurgisnacht, hat Scheune und Keller vollgemacht.
- Auf ihren Besen mit bösem Sinn, reiten die Hexen zum Blocksberg hin.
: (Angeblich treffen sich an diesem Tag die Hexen auf dem Blocksberg (= Brocken im Harz.)
Mai
- Donner und Fröste im Wonnemonat, Müh und Arbeit wenig lohnt.
- Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
- Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
- Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
- Mairegen bringt Segen.
1. Mai: Philippus und Jakobus
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi,
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- So viele Fröste vor Wenzeslaus (28.09.) fallen, so viele nach Philippi folgen.
- Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu.
- Wenn es regnet am 1. Mai, dann regnet es auch weiter glei'.
- Regnet's am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag.
- Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld.
- Fällt am 1. Mai Reif, so hofft man auf ein gutes Jahr.
- Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall.
- Sind Philippus und Jakobus nass, dann hat der Bauer großen Spaß.
- Philippi und Jakobi - viel freß' i, wenig hab' i.
: (Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.)
3. Mai: Kreuzauffindung
- Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
- Wenn es am Kreuztag heftig regnet, dann werden alle Nüsse leer und sind nicht gesegnet.
4. Mai: Florian
- War's an Ambrosius (04.04.) schön und rein, wird's an Florian um so wilder sein.
- Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut setzen kann.
7. Mai: Stanislaus
- Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid,
: es werden blanke Heller d'raus, in ganz kurzer Zeit.
: (Tränen = Regentropfen / Heller = Silbermünzen aus Schwäbisch Hall)
- Wenn sich naht St. Stanislaus, rollen die Kartoffeln aus.
10. Mai: Gordian
- Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.
- Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann.
- Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.
11. Mai: Mamertus / Eisheilige (allg.)
(Eisheilige = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!)
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- Der heilige Mamerz,
: der hat von Eis ein Herz;
: Pankratius hält den Nacken steif,
: sein Harnisch klirrt von Frost und Reif;
: Servatius' Hund der Ostwind ist -
: hat schon manch' Blümlein totgeküsst;
: und zum Schluss, da fehlet nie,
: die eisigkalte Sophie.
- Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi.
: Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.
- Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn,
: die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern.
- Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss,
: doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi.
- Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss:
: Geh'n sie vorüber ohne Regen, dann bringt's dem Weine großen Segen.
- Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.
12. Mai: Pankratius
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.
13. Mai: Servatius
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachfrost sicher sein.
- Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär'.
14. Mai: Bonifatius
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar (25. Mai),
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
15. Mai: Kalte Sophie
- Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss.
16. Mai: Nepomuk
- Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.
- Der heilige Nepomuk trieb uns die Wassergüß' zuruck.
- Heiliger Nepomuk bring' uns die Wassergüß' zuruck.
: (= Umkehrung des vorherigen Spruches, wenn es an diesem Tag zu starken Sonnenschein gab und die Hitze auf den Feldern brannte).
25. Mai: Urban
- Georgus und Marks (23. und 25. April),
: die bringen oftmals was Arg's;
: Philippi und Jakobi (1. Mai),
: sind dann noch zwei Grobi;
: Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
: das sind erst drei Lumpazi.
: Oft der Urban gar,
: ist streng fürwahr,
: und Peter und Paul (29. Juni),
: die sind meist nur faul.
- Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt,
: St. Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt;
: den Sommer bringt uns St. Urban,
: der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.
- Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt.
- Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an.
- Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag'; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet.
- Viel Sonne bringen muss St. Orben, sonst die Trauben leicht verdorben.
- Wenn der Urban kein gut' Wetter hält, das Weinfass in die Pfütze fällt.
- Urban, lass' die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen.
- Wie der Urban sein Wetter hat, so findet's auch in der Lese statt.
- Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein.
31. Mai: Petronella / Maria Königin
- Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide legen.
- Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.
- Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell'.
- Nach schönem Wetter bei Petronell, da messt den Flachs ihr mit der Ell'.
Juni
- Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind.
- Ohne Tau kein Regen heißts im Juni allerwegen.
- Im Juni kühl und trocken, dann gibt's was in die Milch zu brocken.
- Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.
- Wenn im Juni der Nordwind weht das Korn zur Ernte trefflich steht.
- Gibt's im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter.
- Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.
- Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras.
1. Juni: Fortunatus
- War's an Fortunatus klar, dann gibt's ein gutes Erntejahr.
- Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat.
8. Juni: Medardus
- An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht.
- Wie jetzt der Medardus wettert, solch Wetter 30 Tage zittert.
- Wie's Wetter auf St. Medardi fällt, es bis zu Mondes Schlusses anhält.
- Was der Medardus für ein Wetter hält, solch' Wetter auch in die Ernte fällt.
- Ein sonniger Medardustag, der stillt aller Bauern Klag'.
- Ist's an Medardus feucht und nass, regnet's weiter ohne Unterlass.
- Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag.
10. Juni: Margarete
- Regnet's am Margaretentag, dann dauert der Regen 14 Tag'.
- Hat die Margaret keinen Sonnenschein, bringt man das Heu nicht trocken ein.
11. Juni: Barnabas
- Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13.12.) sie wieder zu uns schleicht.
- St. Barnabas niemals die Sichel vergaß, er hat den längsten Tag (stimmt nicht!) und das längste Gras.
- Mit seiner Sens' der Barnabas, kommt her und schneidet ab das Gras.
- Wenn St. Barnabas bringt Regen, dann gibt's reichen Traubensegen.
- Regnet es an Barnabas, dann schwimmen die Trauben bis ins Fass.
- Der Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was vielleicht schon verdorben ist.
13. Juni: Antonius
- Heiliger Antonius, du bist ein braver Mann.
: Ich hab' etwas verloren, hilf du mir wieder dran.
- Wenn St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29.06.) viel in Wasser macht.
15. Juni: Veit / Vitus
- St. Veit, der hat den längsten Tag,
: die Luzia (13.12.) die längste Nacht vermag.
: (Stimmt nicht: Sommersonnenwende ist am 21.06., um 5.14 Uhr)
- Nach dem St. Veit, da ändert sich bald die Jahreszeit.
- Der alte Vit, der bringt nur Regen mit.
- Das Wasser an St. Vit, verträgt die späte Gerste nit.
- Regen am St. Vitustag, die Gerste nicht vertragen mag.
- Regnet's an St. Veit, Gerste nicht leid't.
- O heiliger Vitus, regne nicht,
: damit es uns nicht am Korn gebricht,
: denn Regen an dem Vitustag,
: die Gerste nicht vertragen mag.
- Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit.
- Nach St. Veit, da ändert sich die Zeit;
: dann fängt das Laub zu stehen an,
: dann haben die Vögel das Legen getan.
- Der Wind, dreht sich um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit'. (Soll angeblich stimmen!)
- Nach St. Veit, da legen sich die Blätter auf die andere Seit'.
19. Juni: Gervasius
- Wenn's regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss.
21. Juni: Sommeranfang
(= der längste Tag des Jahres: 16 Std. 36 Min.)
- Ist die Milchstraße klar zu seh'n, bleibt das Wetter schön.
- Funkeln heut' die Stern', spielt der Wind bald den Herrn.
24. Juni: Johannistag / Geburt Johannes des Täufers
- Das Jahr das nimmt ein gutes End', wenn das Emd trocken in der Scheune ist
27. Juni
- Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
August
- "Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft."
- "Stellt im August sich Regen ein, so regnet's Honig und guten Wein."
- "Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr."
- "Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most."
- "Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen."
- Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.
- Nasser August macht teure Kost.
- Ists in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
September
- Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen.
- Donnerts im September noch, wird der Schnee um Weihnacht hoch.
November
- Wer nicht im November die Äcker gestürtzt der wird im nächsten Jahr verkürzt.
Dezember
- Kalter Dezember un fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar.
- Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.
- Weihnacht im Schnee – Ostern im Klee.
- "Stellt im August sich Regen ein, so regnet's Honig und guten Wein."
- "Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr."
- "Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most."
- "Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen."
- Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.
- Nasser August macht teure Kost.
- Ists in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
Kategorie:Meteorologie
Bauernregeln (Witz)Auch Bauernregeln sind stets Objekte der Witze gewesen. Ein wesentlicher psychologischer Mechanismus besteht darin, dass sich in Bauernregeln humoristische Vorstellungen so verpacken lassen, das sie den Anschein machen, sie seien allgemeingültig oder regelhaft. Den Vorstellungen wird somit ein offizielles Moment unterstellt, was insbesondere bei trivialen Aussagen witzig wirkt.
Ein weiteres humoristisches Element kann in der Bloßstellung autoritärer Forderungen oder Schulmeisterei gesehen werden. Dies liegt vor, wenn triviale Inhalte oder nichtige Aussagen so übermittelt werden, als seien sie besonders wichtig oder von Bedeutung.
Klassifikation nach Form und Inhalt
Die formalen Mechanismen der lustigen Bauernregeln hingegen bestehen im gereimten Zweizeiler. Sie kommen außergewöhnlich zahlreich vor und behandeln oftmals aktuelle Themen aus Politik und Zeitgeschehen. Auch gewalttätige oder sexuelle Vorstellungen sind häufig. Seltener finden sich monetäre oder religionskritische Vorstellungen.
Die meisten Bauernregeln werden nicht zum naiven Witz geordnet, bei welchem der Zuhörer die bedeutungstragenden Elemente des Witzes selbst generieren kann, ohne Vorwissen zu benötigen. Bauernregeln sind schon allein deshalb nicht naiv, weil der Zuhörer die Existenz und Bedeutung einer echten Bauernregel überhaupt kennen muss, da ihm sonst der Anspruch der Allgemeingültigkeit, den die humoristische Regel stellt, nicht bekannt ist. Die humoristische Bauernregel wirkt andernfalls nicht witzig, sondern lediglich im Sinne einer gewöhnlichen trivialen oder skurrilen Aussage. Die Naivität eines Witzes lässt sich mit Übersetzungen in andere Sprachen überprüfen. Auch sind humoristische Bauernregeln nicht für jedermann witzig, wie das auf naive Witze zutrifft.
Eine Liste seriöser Bauernregeln findet sich hier.
Beispiele
Wettervorhersage
Die humoristischen Bauernregeln entstanden ursprünglich durch die Verballhornung echter Bauernregeln. Sie wenden sich meist gegen die Unzuverlässigkeit dieser Regeln.
- Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder bleibt wie's ist.
- Trägt der Bauer rote Socken, wird das Wetter feucht oder trocken.
- Wenn der Knecht vom Dache pieselt, denkt der Bauer: Huch, es nieselt!
- Ist's an Silvester hell und klar, ist am nächsten Tag Neujahr.
- Schneit's im Mai, ist der April vorbei.
Bedeutungslose oder nichtige Vorstellungen
Zahlreiche humoristische Bauernregeln stellen nichtige oder triviale Aussagen vor. Sie dienen wohl einerseits der Diskreditierung schulmeisterlicher Sprüche, andererseits haftet ihnen auch Antiwitz an.
- Geht der Bauer durch das Zimmer, dann schläft er nimmer.
- Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer.
- Liegt die Bäurin tot daneben, ist sie auch nicht mehr am Leben.
- Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er im Winter ka Pullover.
- Fällt des Bauern Uhr in den Mist, weiß er nicht wie spät es ist!
- Riechen streng des Bauern Socken, war der letzte Winter trocken!
- Sind die Hühner platt wie'n Teller, war der Trecker wieder schneller.
- Kräht der Bauer auf dem Dach, liegt der Hahn vor Lachen flach!
Triviale Vorstellungen über Vieh und Acker
Vieh und Acker kommt in den echten Bauernregeln kaum vor, denn sie beziehen sich vor allem auf die Wettervorhersage. Humoristische Bauernregeln wandeln das ab, da Vieh als personifiziert betrachtet werden kann, das Wetter jedoch nicht. (siehe auch: Identifizierung; Übertragung, Projektion)
- Ist der Hahn erkältet, heiser, kräht er morgens etwas leiser.
- Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide.
- Kommt der Regen schräg von vorn, kriegt die Kuh ein nasses Horn.
- Steht im Winter noch das Korn, isses wohl vergessen wor'n ...
- Kotzt der Bauer über´m Trecker war die Brotzeit nich´ so lecker.
Anzügliche, sexuelle oder zotige Vorstellungen
Die meisten heute auffindbaren humoristischen Bauernregeln sind sexuellen Inhalts.
- Melkt der Bauer seine Kuh, macht die verträumt die Augen zu!
- Arbeitet die Magd im Stalle nackt, der Bauer daran sehr viel Freude hat!
- Setzt die Bäurin dem Bauern zu, steigt der Bauer auf die Kuh.
- Sieht die Magd den Bauern nackt, wird von Brechreiz sie gepackt!
- Was ist rot und liegt auf dem Feldweg? Ne alte Bauernregel ...
- Hat die Bäuerin Aids im Spalt, wird der Bauer auch nicht alt.
Vorstellungen von Geld und Unterhalt
- Hängt der Bauer tot im Schrank, kam 'ne Mahnung von der Bank.
- Pflanzt der Bauer Öko-Beete, denkt er kichernd an die Knete!
- Ist die Viehzucht aufgegeben, heißt es von Touristen leben!
- Ist der Bauer völlig blank, gehört sein Hof wohl bald der Bank.
Umweltverschmutzung und Ökologie
Mitte der achtziger Jahre kam mit der grün-alternativen Bewegung zunehmend Umweltthemen auf, die sich auch in humoristischen Bauernregeln widergespiegelten.
- Fällt der Bauer tot vom Traktor, steht in der Nähe ein Reaktor.
- Fällt der Bauer tot vom Traktor, glüht in Stade der Reaktor!
- Wenn dem Bauern Brüste wachsen, fährt der Castor durch Niedersachsen.
Religiöse Inhalte
Bauernregeln mit religiösen Inhalten sind heute eher selten. Sie wenden sich meist gegen Pastoren, religiöse Würdenträger oder kirchliche Feste und Brauchtum.
- Fällt der Priester in den Mist, so lacht der Bauer, bis er pisst.
Gewalttätige Vorstellungen
Auch gewalttätige Vorstellungen sind häufig.
- Wenn im Hof der Metzger parkt, kriegt das Schwein 'nen Herzinfakt!
- Kocht die Bäuerin faule Eier, kotzt der Bauer wie ein Reiher!
- Stopft der Bauer sein Gewehr, meckert die Bäurin nimmermehr!
- Wenn die Bäurin ihre Messer wetzt, der Bauer um sein Leben hetzt.
- Kommt der Gockel untern Trecker, gibt es morgen früh kein' Wecker.
Siehe auch
- Sammlung von Bauernregeln auf fun.wikicities.com
Liegt der Bauer tot im Keller, machs Fenster zu dann fault er schneller
Liegt der Bauer unterm Tisch, war das Essen nicht mehr frisch
Kategorie:Humor Corinthian GulfThe Gulf of Corinth or the Corinthian Gulf is a deep inlet of the Ionian Sea separating the Peloponnese from western mainland Greece. It is bounded in the east by the Isthmus of Corinth which includes the shipping route of the Corinth Canal, and in the west by the Strait of Rion, which separates the Gulf of Corinth from the outer Gulf of Patras at Cape Drepano, where the narrowest point is crossed by the Rion-Antirio bridge. The Gulf of Corinth is almost surrounded by the prefectures of Aitoloacarnania, Phokida in the north, Viotia in the northeast, Attica in the east, Corinthia in the southeast and south and Achaea in the southwest. The gulf is one of the most seismic regions in Europe.
In medieval times, the gulf was known as the Gulf of Lepanto. Here the third Battle of Lepanto was fought in 1571, destroying the Ottoman fleet. In 1772 another Turkish fleet was destroyed by the Russians at the entrance to the gulf. The town of Lepanto is now named Naupactus.
Naupactus
- Length: 130 km
- Width: 8.4 to 32 km
The shipping routes between Athens and to the ports of the rest of the world including the Mediterranean ports pass along this gulf. Ferry routes link Aigio and Agios Nikolaos in the western part of the gulf.
Geology of the gulf
The Gulf is being created by the expansion of a tectonic rift, and still expands by about 30 mm per year. The surrounding faults have important seismic activity.
Gulfs and Bays
- Crisaean Gulf, N
- Strait of Rion W
Cities and towns
The cities and towns that lie next to the gulf are:
- Nafpaktos (northwest)
- Sergoula Beach, no port, beach
- Glyfada, no port
- Spilia, no port
- Agios Nikolaos (north)
- Galaxidi (north), small port
- Itea (north), small port
- near Kirra (north), no port
- Aigosthenes, east
- Loutraki, no port
- Corinth (southeast)
- Kiato, southeast
- Xylokastro (south)
- Derveni
- Krathio (southwest), no port
- Diakopto (southwest), beach town
- Aigio (southwest)
- Longos (southwest)
- Akoli Beach (southwest)
- Kato Rodina (west southwest)
- Psathopyrgos (west)
Tributaries
Northern ebbing
- Mornos River
southern ebbing
- creek N of Rio
- creek W of Agios Vasileios
- creek E of Arachovitika and Drepano
- Selinus River
- Asopus River (Corinthia)
- Sythas River - Xylokastro
External links
- http://www.corinth-rift-lab.org/index_en.html
- [http://www.microimages.com/tntserver/corinth.htm Atlas of the Gulf of Corinth]
- [http://www.ifremer.fr/assem/corinth/gulf_of_corinth_2004.htm Photos of the Corinthian Gulf]
- [http://www.sikyon.com/Sicyon/smapnew_eg.html Map of the Corinthian Gulf]
Corinth
Corinth
Corinth, Gulf of
ja:コリンティアコス湾
gry sportowe zycie oszust jastrzbia gra pensjonat biako
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Trygve Magnus Haavelmo
Trygve Magnus Haavelmo (Skedsmo,1911 – Oslo, 1999). Economista noruego, ganador del Premio Nobel de Economía en 1989 por haber clarificado los fundamentos de la teoría econométrica, y por sus análisis de las estructuras simultáneas económicas.
Biografía
N
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Akademos
Héroe legendario de la Mitología griega, Akademos (originariamente Hekademos) o, menos correctamente, Academus, ha quedado vinculado al nombre arcáico de la ubicación de la academia de Platón, la Hekademeia, fuera de los muros de Atenas.
En la época clásica, el nombre del lugar había evolucionado en Akademeia y se explicó vinculándolo con el héroe ateniense del mismo nombre, el legendario "Akademos," desde el principi
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La cosa
La Mole es un Superhéroe ficticio que pertenece a la Marvel Comics, El personaje fue creado por Stan Lee y Jack Kirby y su primera aparición fue en el comic Fantastic Four #1 en el año 1961. En España se conoce como La Cosa.
Historia del Personaje
Benjamin J. Grimm nació en Nueva York,
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J2EE
J2EE son las siglas de Java 2 Enterprise Editions que es la edición empresarial del paquete Java creada y distribuida por [http://www.sun.com/ Sun Microsystems]. Comprenden un conjunto de especificaciones y funcionalidades orientadas al desarrollo de aplicaciones empresariales. Debido a que J2EE no deja de ser un estándar, existen otros productos desarrollados a partir de ella aunque no exclusivamente.
Actualmente la versión 1.4 es la más reciente.
Algunas de sus funcionalidades mas impor
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La Cosa
La Mole es un Superhéroe ficticio que pertenece a la Marvel Comics, El personaje fue creado por Stan Lee y Jack Kirby y su primera aparición fue en el comic Fantastic Four #1 en el año 1961. En España se conoce como La Cosa.
Historia del Personaje
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Skin head
Skinheads, término que significa cabezas rapadas, es utilizado para denominar a los miembros de un movimiento juvenil originado en Gran Bretaña en los años 1960.
Origen
Los orígenes se remontan a Jamaica, donde jóvenes negros comenzaron a imitar a los gánsgsters de las películas estadounidenses (v. cine de gángs
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Mambrino Roseo
Mambrino Roseo, escritor italiano, nacido en Fabriano, Marca de Ancona, a fines del | |