Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Baum

Baum

Als Baum wird in der Botanik eine ausdauernde (mehrjährige) Pflanze bezeichnet, die einen deutlich erkennbaren aufrechten verholzten Stamm besitzt, der aus einer Wurzel emporsteigt und an dem sich oberirdisch Äste befinden, die wiederum Zweige ausbilden. Die Zweige verlängern sich jedes Jahr durch Austreiben von Endknospen, verholzen dabei und nehmen kontinuierlich an Dicke und Umfang zu. Das besondere Merkmal des Baumes ist, dass sein holziger Stamm erst in einer gewissen Höhe eine aus blättertragenden Ästen bestehende Krone entwickelt.

Pflanzengruppen, bei denen Stämme vorkommen

Krone Baumförmige Lebensformen kommen in fünf verschiedenen Pflanzengruppen vor: Echte Bäume sind die Laubbäume (aus den Bedecktsamern) sowie die Nadelbäume (aus den Nadelholzgewächsen). Beide Pflanzengruppen haben verholzte Stämme. Daneben kommen drei kleinere Pflanzengruppen vor, die baumartige Strukturen ausbilden: die Palmen, die Palmfarne und die Baumfarne. Diese drei Gruppen besitzen kein echtes Holz mit Dickenwachstum. Daher ist der Stammdurchmesser (von unten nach oben) auch relativ gleichmäßig. Der Stamm entsteht aus den Blattansätzen. Per Definition von Baum sind Palmen, Palmfarne und Baumfarne keine echten Bäume, sondern baumförmige Lebensformen. Die Baumform findet sich hauptsächlich in rund 50 höheren Pflanzenfamilien. Dagegen fehlt die Baumform bei Algen, Moosen, Liliengewächsen, Iridaceae, Hydrocharitaceae, Orchideen, Chenopodiaceae, Primelgewächsen und meist auch bei den Lamiales, Convolvulaceae, Enziangewächsen, Glockenblumengewächsen, Cucurbitaceae, Doldengewächsen, Saxifragaceae, Papaveraceae, Ranunculaceae oder Caryophyllaceae..

Die besonderen Merkmale der Bäume

Die Blätter

Die Gestaltverhältnisse der Blätter sind wichtige Merkmale, um den Baum an seinem Laub zu erkennen. Es kann ein Baum entweder Laubblätter von unterschiedlicher, meist charakteristischer Form oder Nadelblätter tragen. Nicht minder brauchbar zur Unterscheidung im winterlichen Zustand sind die Knospen des Baums. Manche Bäume sind überdies mit Dornen ausgestattet. Dies sind entweder kurze Zweige, die mit dorniger Spitze enden wie beim Weißdorn und bei den wilden Formen der Obstbäume, oder es sind stachelartig ausgebildete Nebenblätter wie etwa bei der Gewöhnlichen Robinie. Gewöhnlichen Robinie Gewöhnlichen Robinie

Die Blüten

Die Blüten der Bäume aus gemäßigten Breiten sind manchmal verhältnismäßig unscheinbar, bei einigen Taxa sind einzelne Blütenblattkreise reduziert. Einige Baumarten gemäßigter Breiten haben eingeschlechtliche Blüten. Dabei sitzen die Blüten beider Geschlechter entweder auf demselben Baum (einhäusig) (wie bei der Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Erle und beim Nussbaum) oder auf verschiedenen (zweihäusig), so dass man männliche und weibliche Bäume zu unterscheiden hat (zum Beispiel bei Weiden und Pappeln). Andere Bäume haben Zwitterblüten, und diese besitzen vielfach farbige Blütenblätter, wie die Obstbäume, die Rosskastanie und viele Bäume der wärmeren Klimate. Ein Europäischer Laubbaum besitzt durchschnittlich 30.000 Blätter

Frucht- und Samenbildung

Die Frucht- und Samenbildung zeigt weniger Eigentümlichkeiten. Bei den meisten fällt die Reife in den Sommer oder Herbst desselben Jahres; nur bei den Kiefernarten erlangen die Samen und die sie enthaltenden Zapfen erst im zweiten Herbst nach der Blüte vollständige Ausbildung. Die Früchte sind meistens nussartig mit einem einzigen ausgebildeten Samen, oder sie zerfallen in mehrere einsamige nussartige Teile, wie bei den Ahornen. Saftige Steinfrüchte, ebenfalls mit einem oder wenigen Samen, finden sich bei den Obstbäumen, Kapseln mit zahlreichen Samen bei den Weiden und Pappeln.

Morphologie baumförmiger Lebensformen

Baumförmige Lebensformen haben eine unterschiedliche Morphologie (inneren Aufbau), und damit hängt zum Teil auch das charakteristische Aussehen zusammen. Bei den baumartigen Farnen und den meisten Palmen findet sich ein einfacher Stamm, der mit einer einzigen großen Gipfelknospe endigt und daher keine Äste bildet und am Ende mit seinen dicht übereinander stehenden riesenhaften, meist gefiederten Blättern besetzt ist. Es sind damit per Definion keine echten Bäume. Bei den echten Bäumen wächst der Spross des Keimpflänzchens heran zum Anfang des künftigen Baumstammes. Bei den Wuchsverhältnissen der Stämme bemerkt man aber in der Regel schon von den ersten Lebensjahren an zahlreiche Unterschiede. Entweder bildet sich der Spross an der Spitze durch seine dauernd erhalten bleibende Gipfelknospe regelmäßig weiter und wird zum geraden, bis zur höchsten Spitze durchgehenden Baumstamm, wie beispielsweise bei der Fichte, Tanne und Lärche, an welchen sich dann seitlich die zahlreichen horizontal abgehenden Äste ansetzen, wodurch die Krone die pyramidenförmige Gestalt erhält, die schlanker wird, wenn sich auch die Äste steil am Stamm aufwärts richten, wie bei der italienischen Pappel. Oder der Stamm zeigt zwar auch längere Zeit dieses Verhalten, doch später folgen ihm einer oder mehrere seiner Äste in bald schrägerer, bald steilerer Richtung sowohl im Höhenwuchs als in der Erstarkung nach oder überholen ihn oder übernehmen nach gänzlicher Unterdrückung des Hauptstammes allein die Fortbildung, so dass also der Stamm nicht bis in den Gipfel reicht, sondern sich in seiner Krone in mehrere starke Hauptäste teilt, wie bei der Kiefer, der Pappel, der Eiche, dem Apfelbaum und vielen anderen Bäumen. Oder es verliert der Hauptspross schon in den ersten Lebensjahren die Zellteilungsfähigkeit der Endknospe. Die Seitenknospen übernehmen das Hauptwachstum und es bilden sich Seitenäste. Da dies alljährlich geschieht, baut sich hier der Stamm aus so vielen einzelnen auseinander hervorgegangen Ästen verschiedenen Grades auf, wie er Jahre alt ist, und erscheint dann im erwachsenen Zustand ebenso regelmäßig und gerade wie diejenigen Stämme, welche durch stetige Verlängerung einer Hauptachse gebildet sind. Diese Stammbildung ist charakteristisch für die Ulme, Buche, Hainbuche, Linde. Hinsichtlich des inneren Baues des Baumstammes weichen die zu den Einkeimblättrigen gehörigen baumförmigen Lebensformen, nämlich die Palmen, von den echten Bäumen erheblich ab. Bei ersteren stehen die Gefäßbündel im Grundgewebe zerstreut, weshalb es auch keinen Kambiumring, keinen Holzzylinder und somit auch kein fortdauerndes Dickenwachstum des Stammes gibt. Bei den zu den Dikotyledonen gehörigen Bäumen besitzt der Stamm schon in der frühesten Jugend als dünner Stängel einen unter der Rinde gelegenen Kreis von Leitbündeln, welcher den Rindenbereich vom innen liegenden Mark scheidet. Dieser Leitbündelring stellt in seiner inneren, dem Mark anliegenden Hälfte das Holz und im äußeren, an die Rinde angrenzenden Teil den Bast dar; zwischen beiden zieht sich der Kambiumring hindurch. Dieser wird aus zarten, saftreichen, sich ständig teilenden Zellen gebildet und vergrößert durch seinen laufenden Zellvermehrungsprozess die beiderseits ihm anliegenden Gewebe. So wird alljährlich an der Außenseite des Holzringes eine neue Zone Holzgewebe angelegt, wodurch die Jahresringe des auf diese Weise erstarkenden Holzkörpers entstehen, die man als konzentrische Linien am Stammquerschnitt wahrnimmt. Andererseits erhält aber auch der weiter außen liegende Bast an seiner Innenseite einen jährlichen, wenn auch weit geringeren Zuwachs. Auf diese Weise kommt die dauernde Verdickung des Stammes und aller seiner Äste sowie auch der Wurzeln zustande.

Einzeln stehende oder zusammen stehende Bäume

Jahresring Von großem Einfluss auf die Wuchsform ist bei allen Bäumen der Umstand, ob sie frei stehen oder eng mit anderen Bäumen zusammen aufgewachsen sind. So kann zum Beispiel bei der Rotbuche, wenn sie frei steht, eine Krone schon in geringer Entfernung vom Boden entstehen, indem hier nicht selten wenig über Mannshöhe die ersten, horizontal ausstreichenden Äste sich am Stamm ausbilden. Im geschlossenen Rotbuchenwald dagegen tragen die säulenförmigen Stämme erst in sehr beträchtlicher Höhe spitzbogenartig aufstrebende Äste, auf denen sich erst dann das Laubdach über den hohen Säulenhallen ausbreitet. Ähnliche Verhältnisse zeigen auch meistens die anderen Bäume bei freiem und bei geschlossenem Stand. Daneben finden sich bei einigen Varietäten auch so genannte "Trauerbäume", bei denen sämtliche Zweige zur Erde niederwachsen. Die bekannteste "trauernde" Varietät ist die Traueresche; doch kennt man auch bei vielen anderen Bäumen "Trauerbäume", so beispielsweise die Trauerbuche oder ähnliche Formen bei den Birken, Ulmen, Linden, Weiden, etc.

Die Wurzel

Auch in der Wurzelbildung unterscheiden sich die Bäume. Manche behalten die Hauptwurzel, die sich am Keimpflänzchen entwickelt, ihr ganzes Leben hindurch. Die Hauptwurzel wächst dann als gerade, dicke Pfahlwurzel tief in den Boden hinab, was besonders für die Eiche charakteristisch ist. In anderen Fällen bleibt die Pfahlwurzel frühzeitig zurück; aus dem Stock entwickeln sich mehrere Seitenwurzeln, und diese wachsen entweder auch zu beträchtlicher Tiefe in schiefer Richtung in den Boden hinein, wie zum Beispiel bei der Linde, oder sie halten sich nur oberflächlich und breiten sich dabei oft weit im Umkreis aus, wie bei den Pappelarten. Überdies erzeugt ein stets lockerer und tiefgrundiger Boden eine tiefere Wurzelausbildung. Ist die Bodenbeschaffenheit dagegen bindiger und flachgrundiger, kommt es zu einer oberflächlicheren Wurzelausbildung. Bei einigen Baumarten bilden diese flachen Wurzeln neue Triebe aus, so genannte Wurzelbrut. Die einkeimblättrigen baumförmigen Lebensformen haben nie eine Pfahlwurzel; ihr Stamm endet nahe unter der Bodenfläche und ist mit seitlich aus ihm hervorkommenden Nebenwurzeln im Erdreich befestigt.

Das Alter, der Stammumfang und die Höhe der Bäume

einkeimblättrigen einkeimblättrigen Die Bäume können bei ungestörter Vegetation und unter günstigen Verhältnissen ein außerordentliches Alter erreichen. Mit dem hohem Alter, das oft mehrere Jahrhunderte betragen kann, ist in der Regel eine ungewöhnliche Dicke des Stammes, aber nicht immer eine entsprechende Höhe verknüpft.
- Siehe auch: Markante und alte Baumexemplare in Deutschland

Bäume in unterschiedlichen Klimaten

In den Tropen findet sich der üppigste Baumwuchs; zudem sind es lauter eigentümliche Baumarten, welche dort die Urwälder bilden. Sie gehören vorzugsweise den Familien der Palmen, Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), Brennnesselgewächse (Urticaceae), Seifenbaumgewächse (Sapindaceae), Bombacaceae, Byttneriaceae, Mahagonigewächse (Meliaceae), Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und Sapotaceae an. In der subtropischen Zone findet man Bäume unter den immergrünen Myrtengewächsen (Myrtaceae) und Lorbeergewächsen (Lauraceae) sowie Silberbaumgewächsen (Proteaceae), denen sich in der wärmeren gemäßigten Zone andere immergrüne Bäume anschließen, so die immergrünen Eichen, Granatbäume, Orangen und Zitronen, Ölbäume, Feigen sowie Myrte und Lorbeer. Dagegen sind in der kälteren gemäßigten Zone die laubwechselnden Bäume vorherrschend. Eichen- und Buchenwälder, Linden, Ulmen, Eschen, Pappeln, Weiden sind hier charakteristisch. Und obgleich auch hier bereits Nadelhölzer in zusammenhängenden Waldungen auftreten, werden diese doch erst in der subarktischen Zone eigentlich vorherrschend, wo die Laubbäume einer nach dem anderen verschwinden. Überhaupt werden die Bäume, je mehr man sich den Polarkreisen nähert, geringer an Zahl und kleiner. Eichen, Linden, Eschen, Ahorne und Buchen hören in Schweden schon diesseits des 64. Grades nördlicher Breite auf. Jenseits dieser Breite besteht die Baumvegetation hauptsächlich aus Fichten und Tannen, die in zusammenhängenden Waldungen nordöstlich noch über den 60. Grad hinausreichen, sowie aus Birken, die in zusammenhängenden Waldungen sich fast bis zum 71. Grad nördlicher Breite erstrecken, und zum Teil aus Ellern und Weiden. Auch die Höhe über dem Meeresspiegel hat auf die Ausbreitung und Höhe der Baume, natürlich im Verhältnis zur Entfernung vom Äquator und zum Klima, bedeutenden Einfluss. In den Anden finden sich noch bis 94 m unter der Schneelinie ansehnliche Bäume; bis 2825 m Höhe gedeihen noch Wachspalmen, mehrere Cinchonen und Eskallonien. Unter 30 Grad nördlicher Breite, wo die Schneegrenze bei 4048-4080 m liegt, kommen auf dem Himalaja, nördlich von Indien, noch in 3766 m Höhe Baumgruppen vor, die aus Eichen und Fichten bestehen. Ebenso sind in Mexiko, unter 25-28 Grad nördlicher Breite, die Gebirge bis 3766 m mit Fichten und bis 2825 m hoch mit mexikanischen Eichen bedeckt. In den Alpen des mittleren Europa hört der Holzwuchs bei einer Höhe von 1570 m, im Riesengebirge bei 1193 m und auf dem Brocken bei 1005 m auf. Eichen und Tannen stehen auf den Pyrenäen noch bis zu einer Höhe von 1883 m; dagegen wächst die Fichte auf dem Sulitelma in Lappland, bei 68 Grad nördlicher Breite, kaum in einer Höhe von 188 m, die Birke kaum in einer von 376 m.

Schäden an Bäumen

Birke Schäden an Bäumen sind Insektenschäden, Windbruch (Baumteile brechen ab), Windwurf (der Baum wird mit den Wurzeln aus dem Boden gehebelt), Schneebruch (Baumteile unter schweren Schneelasten brechen ab), Blitzschaden (Stammteile werden abgesprengt), Frost (Trockenschaden durch Transpiration bei gefrorenem Boden, Stammrisse) und bei Jungbäumen übermäßiger Wildverbiss. Die verschiedenen Krankheiten, von denen Bäume befallen werden können, bezeichnet man als Brand, Krebs, Grind oder Schorf, Baumkrätze, Rost, Mehltau, Rot- oder Kernfäule, Gelbsucht, Harzfluss, Gummifluss, Darrsucht, Wassersucht sowie das Aufspringen der Rinde. Missbildungen an Bäumen sind die Maserkröpfe, die Hexenbesen oder Wetterbüsche sowie die Gallen.

Anbau von Bäumen

Baumkultur zum Zweck der Gewinnung von Holz, Zweigen, Rinden, Laub, Blüten, Früchten, Samen oder einzelnen chemischen Bestandteilen (Terpentin, Zucker, Kautschuk, Balsame, Alkaloide etc.) bildet einen Teilbereich der Forstwirtschaft, der Landschafts- und Nutzgärtnerei. Dieser Anbau erfolgt auch heute häufig noch in Form von Plantagen. Zurückgegangen ist dagegen die Nutzung von Streuobstwiesen, die früher in vielen Gebieten Mitteleuropas landschaftsprägend waren. Mit der Lehre von den Bäumen (Gehölzen), welche in einem bestimmten Land im Freien gedeihen, beschäftigt sich die Dendrologie. Anpflanzungen von Bäumen in systematischer oder pflanzengeographischer Anordnung, die Arboreten, dienen ihr zu Beobachtungs- und Versuchszwecken. Bäume können vegetativ, das heißt durch Pflanzenteile, oder generativ durch Aussaat vermehrt werden. Bei der Pflanzung von Gehölzen in Garten und Landschaft sollten Pflanzregeln eingehalten werden.

Der Baum als „chemische Fabrik“

Pflanzregel Am Beispiel einer 80jährigen Rotbuche wird deutlich, wieso ein Baum als „chemische Fabrik“ bezeichnet werden kann: In diesem Lebensalter ist der Baum 25 m hoch und seine Baumkrone mit einem Durchmesser von 15 m beschattet eine Standfläche von 160 m². In ihren 2.700 m³ Rauminhalt finden sich 800.000 Blätter mit einer gesamten Blattoberfläche von 1.600 m², deren Zellwände zusammen 160.000 m² Fläche betragen. Pro Stunde verbraucht diese Buche 2,352 kg Kohlendioxid, 0,96 kg Wasser und 25.435 Joule, im gleichen Zeitraum stellt sie 1,6 kg Traubenzucker her und deckt mit 1,712 kg Sauerstoff den Verbrauch von 10 Menschen. In 80 Jahren hat sie somit 40.000.000 m³ Luft verarbeitet. Die 15 m³ Holz des Baumes wiegen trocken 12.000 kg, allein 6.000 kg davon sind Kohlenstoff.

In Mitteleuropa heimische und häufige Baumarten

Zu den in Mitteleuropa heimischen Laubbäumen zählen die Ahorne, Birken, Buchen, Eichen, Erlen, Eschen, Linden, Mehlbeeren, Pappeln, Ulmen, Weiden, Walnussbaum und viele Obstbäume. Typische Nadelbäume sind die Eiben, Fichten, Kiefern, Lärchen, Tannen und Zypressen. Der in Mitteleuropa am häufigsten vorkommende Baum, der in diesem Gebiet ursprünglich nicht beheimatet ist, ist die Gewöhnliche Robinie. Sie zählt ebenso wie beispielsweise die Späte Traubenkirsche zu den Neophyten. Eine detailliertere Aufstellung bietet die Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa.

Extreme Bäume

Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa]
- Der höchste Baum der Welt ist ein Küstenmammutbaum Sequoia sempervirens mit 112,8 m aus Kalifornien
- Die niedrigsten Bäume sind Bonsais, die durch menschliche Eingriffe künstlich klein gehalten werden.
- Die ältesten Bäume sind 4700 Jahre alte Grannenkiefern (Pinus longaeva, Bristlecone Pines) in den White Mountains in Kalifornien. Die Mitarbeiter des Champion Tree Projektes klonen in den USA alte Bäume.
- Der dickste Baum ist der Ahuehuete - Baum in Santa Maria de Tule im Mexikanischen Staat Oaxaca, eine Sumpfzypressenart (Taxodium mucronatum). Sein Durchmesser an der dicksten Stelle beträgt 11,42 m.
- Die winterhärtesten Bäume sind die Dahurische Lärche (Larix gmelinii) und der Ostasiatische Zwerg-Kiefer (Pinus pumila): Sie widerstehen Temperaturen bis zu -70° C.
- Die Dahurische Lärche ist auch jener Baum, der am weitesten im Norden überleben kann: 72° 30' N, 102° 27' O.
- Der Baum, der die dünnste Luft atmet, ist die Schuppenrindige Tanne Abies squamata: sie wächst auf 4600m Seehöhe am Osthimalaya in Sichuan.
- Das leichteste Holz ist jenes des Balsabaumes
- Bäume, die bis dahin kahle Flächen besiedeln können, so genannte Pionierbäume sind zum Beispiel bestimmte Birken- und Pappelarten.

Bäume und Menschen

:Kein anderes Geschöpf ist mit dem Geschick der Menschheit so vielfältig, so eng verknüpft wie der Baum. schrieb der Historiker Alexander Demandt und hat dem Baum mit Über allen Wipfeln - Der Baum in der Kulturgeschichte ein umfangreiches Werk gewidmet. Für ihn beginnt die Kulturgeschichte mit dem Feuer, das der Blitz in die Bäume schlug und mit dem Werkzeug, für das Holz zu allen Zeiten unentbehrlich war. Alexander Demandt, Wallraf-Richartz-Museum]] Dieser Bedeutung entsprechend ist auch ein vielfältiges Brauchtum mit dem Baum verknüpft. Das reicht vom Baum, der zur Geburt eines Kindes zu pflanzen ist über den Maibaum, der in manchen Regionen immer noch in der Nacht zum ersten Mai der Liebsten verehrt, dem Kirmesbaum und dem Weihnachtsbaum, unter dem gefeiert und dem Richtbaum, der zur Feier eines neu errichteten Hauses auf dem Dachstuhl aufgesetzt wird bis zum Baum, der auf dem Grab gepflanzt wird. Nationen und Völkern werden bestimmte, für sie charakteristische Bäume zugeordnet. Eiche und Linde gelten als typisch „deutsche“ Bäume. Die Birke symbolisiert Russland und der Baobab gilt als der typische Baum der afrikanischen Savanne. Unter der Gerichtslinde wurde Recht gesprochen und unter der Tanzlinde gefeiert. Kelten, Slawen, Germanen und Balten haben einst in Götterhainen Bäume verehrt und das Fällen solcher Götzenbäume ist der Stoff zahlreicher Legenden, die von der Missionisierung Nord- und Mitteleuropas berichten. Auch in der Bibel werden Bäume immer wieder erwähnt. Das Alte wie das Neue Testament nennen unterschiedliche Baumarten wie zum Beispiel den Olivenbaum oder den Feigenbaum, mit dessen relativ großen Blättern das erste Menschenpaar Adam und Eva nach ihrem Sündenfall ihre Blöße bedeckten. Im 1. Buch Mose, der Genesis, wird in Kapitel 1 in den Versen 11 und 12 berichtet, dass Gott die Bäume und insbesondere die fruchttragenden Bäume in seiner Schöpfung der Welt hervorbrachte. Zwei Bäume jedoch spielen in der Heiligen Schrift eine entscheidende Rolle: der Baum des Lebens sowie der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. So hat der Baum auch in der christlichen Ikonographie eine besondere Bedeutung. Dem Baum als Symbol des Sündenfalls, um dessen Stamm sich eine Schlange windet steht häufig das hölzerne Kreuz als Symbol der Erlösung gegenüber. Ein dürrer und ein grünender Baum symbolisieren in den Dogmenallegorien der Reformationszeit den Alten und den Neuen Bund. In der Pflanzensymbolik haben verschiedene Baumarten wie auch ihre Blätter, Zweige und Früchte eine besondere Bedeutung. So weist die Akazie auf die Unsterblichkeit der menschlichen Seele hin, der Ölbaum auf den Frieden und ist ein altes marianisches Symbol für die Verkündigung an Maria. Der Zapfen der Pinie weist auf die lebenspendende Gnade und Kraft Gottes hin, die Stechpalme, aus deren Zweigen nach der Legende die Dornenkrone gefertigt war auf die Passion Christi.

Siehe auch


- Baum des Jahres
- Deutsches Baumarchiv
- Baumtag
- Fälltechnik
- Markante und alte Baumexemplare in Deutschland
- Baumarten

Literatur (Auswahl)

Bestimmungsbücher


- Ulrich Hecker: BLV Handbuch Bäume und Sträucher, BLV Verlag München, 1995, ISBN 3-405-14738-7
- Peter Schütt, Hans Joachim Schuck, Bernd Stimm, et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten. Das Standardwerk der Forstbotanik - Morphologie
- Pathologie
- Ökologie
- Systematik
. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8
- Alan Mitchell, John Wilkinson und Peter Schütt: Pareys Buch der Bäume. Nadel- und Laubbäume in Europa nördlich des Mittelmeeres (OT: The Trees of Britain and Northern Europe). Paul Parey, Hamburg und Berlin 1987, ISBN 3-490-19518-3
- Peter Schütt, Hans Joachim Schuck und Bernd Stimm: Lexikon der Forstbotanik. Morphologie, Pathologie, Ökologie und Systematik wichtiger Baumarten. ecomed, Landsberg 1992, ISBN 3-609-65800-2
- Angelika Lüttig & Juliane Kasten: Hagebutte & Co - Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen, Fauna Verlag, Nottuln, 2003, ISBN 3-9359980-90-6

Kulturgeschichte


- Alexander Demandt: Über allen Wipfeln - Der Baum in der Kulturgeschichte. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-3501-1
- Federico Hindermann (Hrsg.): "Sag' ich's euch, geliebte Bäume...". Texte aus der Weltliteratur. Manesse, Zürich 1984, ISBN 3-7175-1672-8
- Doris Laudert: Mythos Baum - Was Bäume uns Menschen bedeuten: Geschichte, Brauchtum, 30 Baumporträts. BLV, München, 2001, ISBN 3-405-15350-6
- Graeme Matthews und David Bellamy: Bäume. Eine Weltreise in faszinierenden Fotos (OT: Trees of the World). BLV, München 1993, ISBN 3-405-14479-5
- Romano Guardini, Karl-Heinz Raach und Maria Pelz: Kontemplation unter Bäumen / Contemplazione sotto gli Alberi. Grünewald und Morcelliana, Mainz und Brescia 2002, ISBN 3-7867-2364-8

Weblinks

Romano Guardini
- http://www.baumkunde.de/ Baumkunde
- http://www.holzwurm-page.de/holz/baum/aufbaustamm.htm Schaubild zum Aufbau eines Baumstammes
- http://www.sdw.de Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
- http://www.baumstatik.de/ Arbeitsstelle für Baumstatik
- http://www.pilsak.de/start.htm ...von Bäumen und Wäldern
- http://www.baum-des-jahres.de/
- http://www.stihl.ch - vom Motorsägenhersteller, mit gutem Baumartenlexikon
- Informationen über verschiedene Baumarten
  - http://www.baumkunde.de/baumlisten/baumliste_az.php baumkunde.de
  - http://www.wald.de/wald/baeume/baeume.htm Stiftung Unternehmen Wald Deutschland e.V.
  - http://bfw.ac.at/700/2092_1.html Bundesamt für Wald Österreich
  - für Kinder und Jugendliche: http://www.zzzebra.de/index.asp?themaid=248
- Informationen über seltene mitteleuropäische Baumarten:
  - [http://www.wald-in-not.de/seiten/band13.html - "Seltene Bäume in unseren Wäldern – Erkennen, Erhalten, Nutzen"]
  - [http://www.genres.de/fgr/loebf/dez41/veroeffentlichungen.html - Merkblätter zur Arterhaltung (NRW)]
  - [http://www.seba.ethz.ch/homed.htm - Projekt Förderung seltener Baumarten (Schweiz)] Kategorie:Pflanzentyp ja:木 ms:Pokok simple:Tree th:ต้นไม้

Botanik

Die Botanik, (griech. botaníké [epistémé]: Pflanzenkunde, von griech. botáné 'Weide[2], Futterpflanze'), ist das Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Erforschung der Pflanzenwelt befasst. Der Begriff taucht zum ersten Mal bei Dioskurides auf.
Oft werden auch die Pilzkunde, die Erforschung der Flechten (Lichenologie) sowie die Mikrobiologie, die sich insbesondere mit Prokaryonten und Archaeen befasst, als Teilgebiete der Botanik verstanden, obwohl Gegenstand dieser Wissenschaften keine Pflanzen sind. Die Botanik befasst sich mit dem Lebenszyklus der Pflanzen, ihrem Stoffwechsel und Wachstum, ihrem Aufbau, ihren Inhaltsstoffen (siehe Heilkunde), ihrer Ökologie und mit ihrem wirtschaftlichen Nutzen (siehe Landwirtschaft).

Fachgebiete

Aufgrund der unterschiedlichen Fragestellungen und Methoden haben sich im Kern vier Teilgebiete der Botanik entwickelt:
- Pflanzenmorphologie - Erforschung der Struktur und Form der Pflanzen mit den Teilgebieten
  - Morphologie i. e. S. – äußerer Bau der Pflanzen
  - Anatomie – innerer Bau der Pflanzen
  - Histologie – Gewebelehre
  - Cytologie – Feinbau der Zelle
- Pflanzenphysiologie – Erforschung der allgemeinen Funktionsabläufe der Pflanzen mit den Teilgebieten
  - Stoffwechselphysiologie
  - Reiz- und Bewegungsphysiologie
  - Entwicklungsphysiologie
- Systematik – Beschreibung und Ordnung der Pflanzenwelt mit den Teilgebieten
  - Taxonomie
  - Paläobotanik
- Geobotanik – Erforschung der Pflanzen unter Konkurrenzbedingungen sowie deren Abhängigkeit vom Standort. Teilgebiete sind:
  - Vegetationskunde (synonym sind Pflanzensoziologie, Phytocoenologie) – befasst sich mit Aufbau und Struktur der Pflanzendecke
  - Arealkunde oder Chorologie – untersucht die Verbreitung der Pflanzensippen
  - historisch-genetische Geobotanik – erforscht die Verbreitung der Pflanzensippe in der Vergangenheit
  - Pflanzenökologie – untersucht die Beziehungen der Pflanzen und Pflanzengemeinschaften zu ihrer Umwelt. Mit botanischen Fragestellungen befassen sich weitere Forschungsrichtungen der Biologie, Nachbar- bzw. angewandter Wissenschaften wie:
- Archäobotanik
- Biochemie
- Biophysik
- Ethnobotanik
- Forstbotanik
- Genetik
- Gentechnologie
- Heilpflanzenkunde (Pharmacognosie)
- Karpologie
- Holzbiologie
- Mikrobiologie
- Molekularbiologie
- Pflanzenzüchtung
- Phytopathologie
- Zezidiologie Vielfach wird das Fachgebiet der Botanik auch in die Teilgebiete Allgemeine und Spezielle Botanik sowie Angewandte Botanik eingeteilt, wobei letztere sich mit botanischen Fragestellungen insbesondere unter dem Aspekt der Nutzung von Pflanzen durch den Menschen in Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Landschaftspflege und Umweltschutz befaßt.

Literatur


- Held, Andreas: Prüfungs-Trainer Biologie der Pflanzen. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag 2004. ISBN 3-8274-1472-5
- Strasburger - Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 35. Aufl., Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag 2002. ISBN 3-8274-1010-X
- Strasburger - CD-ROM. Interaktive Studienhilfe. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag 2002. ISBN 3-8274-1070-3
- Wagenitz, Gerhard: Wörterbuch der Botanik. 2. Aufl. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag 2003. ISBN 3-8274-1398-2
- Herder Lexikon der Biologie. 1. Aufl. Herder-Verlag 1996. ISBN 3-86025-156-2

Siehe auch


- wichtige botanische Fachbegriffe
- Geschichte der Botanik
- Botanischer Garten

Weblinks


- [http://www.mop.de/lmc_botanik.html Botanische Fachbegriffe]
- [http://www.pflanzen-portal.com Botanik-Datenbank]
- [http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/palbot/teach/botanyteach.html Einführungen in die Botanik, ein Linkverzeichnis (in Englisch)] ! ! ja:植物学 ko:식물학 simple:Botany th:พฤกษศาสตร์

Mehrjährig

Mehrjährig, auch perennierend (von Perenne = Staude), sind in der Botanik jene Pflanzen, die nicht bereits nach ein (Einjährige Pflanze) oder zwei (Zweijährige Pflanze) Jahren absterben. Zu den Mehrjährigen zählen Bäume, Sträucher und Stauden. Kategorie:Pflanzentyp

Wurzel (Pflanze)

Die Wurzel (Radix) einer Pflanze ist ein Grundorgan einer Gefäßpflanze. Sie dient der Aufnahme von Wasser und der darin gelösten Mineralstoffe sowie der Befestigung der Pflanze an ihrem Standort. Vielfach wird die Wurzel auch zur Speicherung und Synthese bestimmter Stoffe genutzt. Oberirdisch geht sie in die Sprossachse über. Die Wurzel ist stets blattlos und trägt nur ein dünnes Abschlussgewebe, die Rhizodermis. Die in den Boden eindringende Spitze der Wurzel wird von einer Wurzelhaube (Kalyptra) geschützt. Wurzelhaube Durch Verzweigungen und einen dichten Besatz von einzelligen Wurzelhaaren in der Wurzelhaarzone der Rhizodermis wird die resorbierende Oberfläche der Wurzel stark vergrößert, was die Aufnahme von Wasser und Nährsalzen erleichtert.

Die Wurzel als Speicher- und Syntheseorgan

Wurzeln sind auch Syntheseorte für zahlreiche Pflanzenhormone. Bestimmte Pflanzen bilden so genannte Knollen aus, die zur Speicherung von Nährstoffen dienen. Bekannt hierfür sind z. B. einige Gemüsepflanzen wie die Karotte oder die Zuckerrübe. Bei anderen Rüben wie dem Rettich, der Futterrübe oder der Roten Rübe ist allerdings noch das Hypokotyl, also ein Sprossabschnitt, am Aufbau der Rübe beteiligt. Als Speicherstoffe werden vorwiegend Disaccharide (z.B. Saccharose), Oligosaccharide und Polysaccharide (z.B. Stärke) verwendet.

Das Wurzelsystem

Das Wurzelsystem kann bei den einzelnen Pflanzen - je nach den Standortbedingungen - ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei Pflanzen, die sich durch Ausläufer verbreiten, ist es oft umfangreicher als das Sprosssystem. Kakteen dagegen besitzen nur ein schwach entwickeltes Wurzelsystem. Je nachdem, ob die Wurzeln tief in den Erdboden vorstoßen oder sich knapp unter der Erdoberfläche eher vertikal ausdehnen, unterscheidet man Tiefwurzler, die ihre Pfahlwurzel in Richtung Grundwasser treiben, und Flachwurzler, die mehr an die Aufnahme des im Boden versickernden Regenwassers angepasst sind. Man unterscheidet weiterhin
- heterogene Wurzelsysteme mit einer senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel und seitlich von ihr abzweigenden Seitenwurzeln sowie
- homogene Wurzelsysteme, die aus zahlreichen gleichrangigen, ähnlich gestalteten Wurzeln bestehen. Hierzu gehören auch die sprossbürtigen Wurzeln der Farne.

Aufbau der Wurzel

Im Wurzelquerschnitt lassen sich verschiedene Gewebetypen erkennen: Auf die ganz außen liegende Rhizodermis folgt eine Hypodermis. Diese umschließt das Rindengewebe, das aus mehreren Zellschichten besteht, die Funktion hat Reservestoffe wie Stärke zu speichern und innen an die Endodermis grenzt. Letztere umschließt einen Zentralzylinder, in dem neben Festigungselementen besondere Bereiche für den Wasser- und Zuckertransport liegen: das Xylem und das Phloem. Die äußerste Schicht des Zentralzylinders, direkt an die Endodermis anschließend, ist das Perizykel, von dem die Bildung der Seitenwurzeln ihren Ausgang nimmt.

Weblinks


- [http://www.biokurs.de/skripten/12/bs12-5.htm Aufbau und Funktion der Wurzel I]
- [http://www.merian.fr.bw.schule.de/Beck/skripten/12/bs12-6.htm Aufbau und Funktion der Wurzel II]
- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d05/05b.htm Rhizodermis - Endodermis]
- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d02/02b.htm Wurzel]
- [http://www.baumpruefung.de/Neue_Dateien/wurzel.html baumpruefung.de: Die Wurzel]
- [http://biodidac.bio.uottawa.ca/thumbnails/filedet.htm?File_name=DICO035B&File_type=GIF General dicot root showing the main features] Kategorie:Pflanzenmorphologie ja:根 ms:Akar

Stamm

Der Begriff Stamm tritt in folgenden Zusammenhängen auf: # Der aufrecht wachsende Teil eines Baumes oder Strauches (Pflanzenwuchsform). Siehe auch: Rinde. # in der Ethnologie: Volksstamm; Phyle # in der Tierzucht eine Gruppe gezüchteter Tiere mit fest etablierten Merkmalen, siehe Stamm (Tierzucht) # als Klassifikationsebene in der Systematik in der Biologie, siehe Stamm (Biologie) # Eine durch Gewöhnung zusammengefügte Menschengruppe (fester Stamm der Zuhörerschaft). Siehe auch Sippe oder Geschlecht. # In der Linguistik der Teil des Wortes, dem Präfixe oder Suffixe angefügt werden können, siehe Wortstamm # In der Nachrichtentechnik eine Abzweigleitung, von der mehrere Empfangsgeräte betrieben werden. # In der Pfadfinderbewegung eine Gruppe der Pfadfinder vor Ort. Normalerweise 25 - 125 Mitglieder. # Bei schweizer Studentenverbindungen wird so der Stammtisch genannt. Folgende Persönlichkeiten tragen den Namen "Stamm":
- Johann Jakob Stamm (1911-1993)
- John Samuel Stamm (1878-1956)
- Hugo Stamm (Redakteur und Sektenkritiker,
- 1949)
- Peter Stamm (Schriftsteller,
- 1963)

Laubbaum

Als Laubbäume oder Laubgehölze werden Bäume bezeichnet, die breite Blätter, also keine nadelförmigen besitzen, und zur Pflanzenabteilung der Bedecktsamer gehören. Bäume mit nadelförmigen Blättern, die zu den Nacktsamern gehören, werden als Nadelholzgewächse bezeichnet. Daneben gibt es auch breitblättrige Bäume, die Nacktsamer sind (z. B. der Ginkgo). Diese, nur ein Merkmal beschreibende Bezeichnung ist für eine botanische Einteilung unzureichend. Bekannte Laubgehölze in Europa sind
- Eberesche
- Platane
- Rotbuche
- Hainbuche
- Kastanie
- Ulmen
- Weiden
- Pappeln
- Erlen
- Walnussbaum
- Esche
- Eichen
- Ahorne
- Birken
- Robinie
- Hasel Siehe auch: Obstbäume Kategorie:Baum

Nadelbäume

Die Nadelholzgewächse (Pinophyta) oder auch Koniferen genannt, von lateinisch conifera = "Zapfenträger", bilden eine monophyletische Abteilung von Samenpflanzen (Spermatophyta). Sie wurden früher zusammen mit den Palmfarnen (Cycadophyta), den Ginkgopflanzen (Ginkgophyta) und den Gnetophyta zu den Nacktsamigen Pflanzen gezählt, und sind von den Bedecktsamigen Blütenpflanzen (Magnoliophyta), deren Samenanlagen besser geschützt sind, deutlich abgegrenzt.

Verbreitung

Nadelholzgewächse gibt es fast überall auf der Welt. In ihren Habitaten sind sie oft die dominierenden Pflanzen, zum Beispiel in der Taiga, dem borealen Nadelwaldgürtel.

Beschreibung

Die heute lebenden Pinophyta sind mehrjährige holzige Pflanzen, die meisten Arten sind Bäume. Die Mehrzahl der Taxa hat einen monopodialen Wuchs, also einen Hauptstamm mit Seitenzweigen. Die Wuchshöhe von ausgewachsenen Koniferen reicht von weniger als einem Meter bis über einhundert Meter. Die am höchsten wachsende Art ist der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens), mit einer maximalen Höhe von 112,34 Metern. Das größte Volumen hat ein Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), mit 1486,9 Kubikmetern. Der dickste Nadelbaum ist die Montezuma-Zypresse (Taxodium mucronatum), mit einem Durchmesser von 11,42 Metern. Der älteste Baum ist eine Grannen-Kiefer (Pinus longaeva), sie ist 4700 Jahre alt.

Blätter

Grannen-Kiefer (Pseudotsuga menziesii)]] Grannen-Kiefer (Chamaecyparis pisifera)]] Die Blätter der meisten Nadelbäume sind lang, dünn und nadelförmig. Aber es gibt auch Taxa mit anderen Blattformen, dazu gehören die meisten Zypressengewächse (Cupressaceae) und einige der Steineibengewächse (Podocarpaceae), sie haben flache Blätter. Einige Taxa, besonders die Kauri Agathis innerhalb der Araukariengewächse (Araucariaceae) und Nageia innerhalb der Podocarpaceae, haben breite flache Blätter . Bei der Mehrzahl der Nadelholzgewächse sind die Blätter spiralig um die Zweige angeordnet, Ausnahmen hierbei sind die Cupressaceae und eine bei Podocarpaceae, bei denen sie in gegenständigen Paaren oder in zu drei bis vier in Wirteln angeordnet sind. Es gibt Blattgrößen von 2 mm bis zu 400 mm Länge (sehr lange Nadeln hat zum Beispiel Pinus engelmannii). Die Stomata sind in Linien oder Haufen auf den Blättern angeordnet. Sie können bei kalter oder sehr trockener Witterung geschlossen werden. Bei der Mehrzahl der Gattungen sind die Blätter immergrün und bleiben an den Pflanzen für mehrere (2 bis 40) Jahre bis sie abfallen. Aber drei Gattungen: Lärchen (Larix), Sumpfzypressen (Taxodium) und Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) sind laubabwerfend, sie verlieren ihr Laub im Herbst und sind während des Winters blattlos. Die Keimlinge der meisten Nadelgehölze, dazu gehören die meisten Cupressaceae, und die Kiefern (Pinus), haben Jugendblätter die stark verschieden sind zu den Blättern älterer Pflanzen. Kiefern

Samen und Zapfen

Die meisten Nadelbäume sind monözisch, einige sind diözisch. Alle Pinophyta sind windbestäubt (anemophil). Die Koniferen-Samen entwickeln sich in einem sie schützenden Zapfen. Die Zapfen brauchen bis zur Reife vier Monate bis drei Jahre. Sie werden 2 mm bis 600 mm lang. Bei den Pinaceae, Araucariaceae, Sciadopityaceae und den meisten Cupressaceae, sind die Zapfen holzig. Wenn die Zapfen reif sind öffnen sich normalerweise die Schuppen und ermöglichen, dass die Samen herausfallen können um vom Wind verbreitet zu werden. Windn, Beispiel Eibe (Taxus baccata), in unterschiedlichen Reifestadien.]] Bei den Familien der Podocarpaceae, Cephalotaxaceae, Taxaceae und der Gattung Wacholder (Juniperus) der Cupressaceae sind die Schuppen weich, fleischig, süß und leuchtend gefärbt. Sie werden von Vögeln gefressen, die Samen werden unbeschädigt wieder ausgeschieden. Diese fleischigen Schuppen werden Arillus genannt (außer bei Juniperus).

Systematik

In der Abteilung Nadelholzgewächse (Pinophyta) gibt es nur die eine Ordnung Pinales mit nur der einen Klasse Pinopsida: darin gibt es insgesamt sieben Familien mit über 600 Arten: Familien
- Zypressengewächse (Cupressaceae)
- Kopfeibengewächse (Cephalotaxaceae)
- Eibengewächse (Taxaceae)
- Schirmtannengewächse (Sciadopityaceae)
- Steineibengewächse (Podocarpaceae)
- Araukariengewächse (Araucariaceae)
- Kieferngewächse (Pinaceae) Kieferngewächse

Weblinks


- [http://www.markuswelz.de/pflanzen/index.html Koniferen in Deutschland] - Übersicht über die in Deutschland heimischen und eingeführten Nadelholzgewächse mit vielen detailreichen Bildern.
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Coniferophyta Fossile Coniferophyta im Mineralienatlas WiKi]
- [http://www.conifers.org/taxa.htm Pinophyta: viele Infos zur Systematik.]
- [http://tolweb.org/tree?group=Conifers&contgroup=Spermatopsida Pinophyta: Infos zur Systematik.] (engl.) Kategorie:Nacktsamer ja:針葉樹

Nadelholzgewächse

Die Nadelholzgewächse (Pinophyta) oder auch Koniferen genannt, von lateinisch conifera = "Zapfenträger", bilden eine monophyletische Abteilung von Samenpflanzen (Spermatophyta). Sie wurden früher zusammen mit den Palmfarnen (Cycadophyta), den Ginkgopflanzen (Ginkgophyta) und den Gnetophyta zu den Nacktsamigen Pflanzen gezählt, und sind von den Bedecktsamigen Blütenpflanzen (Magnoliophyta), deren Samenanlagen besser geschützt sind, deutlich abgegrenzt.

Verbreitung

Nadelholzgewächse gibt es fast überall auf der Welt. In ihren Habitaten sind sie oft die dominierenden Pflanzen, zum Beispiel in der Taiga, dem borealen Nadelwaldgürtel.

Beschreibung

Die heute lebenden Pinophyta sind mehrjährige holzige Pflanzen, die meisten Arten sind Bäume. Die Mehrzahl der Taxa hat einen monopodialen Wuchs, also einen Hauptstamm mit Seitenzweigen. Die Wuchshöhe von ausgewachsenen Koniferen reicht von weniger als einem Meter bis über einhundert Meter. Die am höchsten wachsende Art ist der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens), mit einer maximalen Höhe von 112,34 Metern. Das größte Volumen hat ein Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), mit 1486,9 Kubikmetern. Der dickste Nadelbaum ist die Montezuma-Zypresse (Taxodium mucronatum), mit einem Durchmesser von 11,42 Metern. Der älteste Baum ist eine Grannen-Kiefer (Pinus longaeva), sie ist 4700 Jahre alt.

Blätter

Grannen-Kiefer (Pseudotsuga menziesii)]] Grannen-Kiefer (Chamaecyparis pisifera)]] Die Blätter der meisten Nadelbäume sind lang, dünn und nadelförmig. Aber es gibt auch Taxa mit anderen Blattformen, dazu gehören die meisten Zypressengewächse (Cupressaceae) und einige der Steineibengewächse (Podocarpaceae), sie haben flache Blätter. Einige Taxa, besonders die Kauri Agathis innerhalb der Araukariengewächse (Araucariaceae) und Nageia innerhalb der Podocarpaceae, haben breite flache Blätter . Bei der Mehrzahl der Nadelholzgewächse sind die Blätter spiralig um die Zweige angeordnet, Ausnahmen hierbei sind die Cupressaceae und eine bei Podocarpaceae, bei denen sie in gegenständigen Paaren oder in zu drei bis vier in Wirteln angeordnet sind. Es gibt Blattgrößen von 2 mm bis zu 400 mm Länge (sehr lange Nadeln hat zum Beispiel Pinus engelmannii). Die Stomata sind in Linien oder Haufen auf den Blättern angeordnet. Sie können bei kalter oder sehr trockener Witterung geschlossen werden. Bei der Mehrzahl der Gattungen sind die Blätter immergrün und bleiben an den Pflanzen für mehrere (2 bis 40) Jahre bis sie abfallen. Aber drei Gattungen: Lärchen (Larix), Sumpfzypressen (Taxodium) und Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) sind laubabwerfend, sie verlieren ihr Laub im Herbst und sind während des Winters blattlos. Die Keimlinge der meisten Nadelgehölze, dazu gehören die meisten Cupressaceae, und die Kiefern (Pinus), haben Jugendblätter die stark verschieden sind zu den Blättern älterer Pflanzen. Kiefern

Samen und Zapfen

Die meisten Nadelbäume sind monözisch, einige sind diözisch. Alle Pinophyta sind windbestäubt (anemophil). Die Koniferen-Samen entwickeln sich in einem sie schützenden Zapfen. Die Zapfen brauchen bis zur Reife vier Monate bis drei Jahre. Sie werden 2 mm bis 600 mm lang. Bei den Pinaceae, Araucariaceae, Sciadopityaceae und den meisten Cupressaceae, sind die Zapfen holzig. Wenn die Zapfen reif sind öffnen sich normalerweise die Schuppen und ermöglichen, dass die Samen herausfallen können um vom Wind verbreitet zu werden. Windn, Beispiel Eibe (Taxus baccata), in unterschiedlichen Reifestadien.]] Bei den Familien der Podocarpaceae, Cephalotaxaceae, Taxaceae und der Gattung Wacholder (Juniperus) der Cupressaceae sind die Schuppen weich, fleischig, süß und leuchtend gefärbt. Sie werden von Vögeln gefressen, die Samen werden unbeschädigt wieder ausgeschieden. Diese fleischigen Schuppen werden Arillus genannt (außer bei Juniperus).

Systematik

In der Abteilung Nadelholzgewächse (Pinophyta) gibt es nur die eine Ordnung Pinales mit nur der einen Klasse Pinopsida: darin gibt es insgesamt sieben Familien mit über 600 Arten: Familien
- Zypressengewächse (Cupressaceae)
- Kopfeibengewächse (Cephalotaxaceae)
- Eibengewächse (Taxaceae)
- Schirmtannengewächse (Sciadopityaceae)
- Steineibengewächse (Podocarpaceae)
- Araukariengewächse (Araucariaceae)
- Kieferngewächse (Pinaceae) Kieferngewächse

Weblinks


- [http://www.markuswelz.de/pflanzen/index.html Koniferen in Deutschland] - Übersicht über die in Deutschland heimischen und eingeführten Nadelholzgewächse mit vielen detailreichen Bildern.
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Coniferophyta Fossile Coniferophyta im Mineralienatlas WiKi]
- [http://www.conifers.org/taxa.htm Pinophyta: viele Infos zur Systematik.]
- [http://tolweb.org/tree?group=Conifers&contgroup=Spermatopsida Pinophyta: Infos zur Systematik.] (engl.) Kategorie:Nacktsamer ja:針葉樹

Holz

Holz (v. althochdt.: holz = Abgehauenes) bezeichnet die feste harte Substanz des Stammes, der Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern. Es wird in den Pflanzen von den Zellen des Meristems gebildet. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist eine der ältesten Nutzpflanzen. Es besteht aus:
- Zellulose (40-50 %)
- Lignin (20-30 %)
- Hemicellulose (Polyosen) (20-30 %)
- Akzessorische Bestandteile (auch Begleit-, Inhalts- oder Extrastoffe) (1-3 %, Tropenholz bis 15 %!): Fette, Stärke, Zucker, Eiweiß, Phenole, Wachse, Pektine, Gerbstoffe (nur bei Laubhölzern), Sterine, Harz, Terpene
- Asche (0,1-0,5 %, Tropenholz bis 5 %) Im Wald befindliches, nicht lebendes Holz nennt man auch Totholz.

Gewinnung und Verwendung

Bei der Gewinnung von Holz für industrielle oder sonstige Zwecke ist zwischen nachhaltiger Forstwirtschaft und devastierendem Raubbau zu unterscheiden.

Holzverarbeitung

Holz wird genutzt als: # Brennstoff: Holz weist als nachwachsender Rohstoff eine extrem günstige Energiebilanz auf, ohne dass die Produktionsfläche nur der Produktion dient. Aus diesem Grund fand Holz Verwendung als Brennstoff in Holzöfen. Durch die Entwicklung bequemer Befeuerungsanlagen wie der Holzpelletheizung oder die einfache Handhabung von Hackschnitzel kommt die Nutzung von Holz als Brennstoff inzwischen wieder häufiger vor. # Rohstoff für Zellstoff, aus dem wiederum Papier hergestellt werden kann. # Rohstoff für chemische Prozesse. # Baustoff (Bauholz): Das höchste Holzgebäude der Welt steht in Magdeburg, Deutschland. Es handelt sich um den Jahrtausendturm (eröffnet 1999 im Rahmen der Bundesgartenschau auf dem Gelände des Elbauenparks). # Ausgangsstoff für Holzwerkstoffe wie beispielsweise Spanplatten, Tischlerplatten oder Sperrholz. # für Energieversorgungsmasten und Holzschwellen für die Eisenbahn stellt es mit seinen hervorragenden Eigenschaften, auch als nachwachsender Rohstoff, eine sinnvolle Möglichkeit der Nutzung dar. # Material für Möbel in Form von Massivholzplatten, Furnier # Rahmenkonstruktion im Fenster-Bau # Gebrauchtes Holz wird als Altholz bezeichnet und dient zerkleinert als Rohstoff für die Holzwerkstoffindustrie. Altholz wird zunehmend aber auch als Brennmaterial in Biomassekraftwerken zur regenerativen und CO2-neutralen Energiegewinnung genutzt. # Ausgangsmaterial für die Herstellung von Branntwein, siehe Holzbranntwein # Klanghölzer für Musikinstrumente

Holzarten

Nadelholz

Holzbranntwein Entwicklungsgeschichtlich sind Nadelhölzer älter als Laubhölzer, haben daher einen einfacheren anatomischen Zellaufbau und besitzen nur zwei Zellarten. #Tracheiden: Langgestreckte (prosenchymatische) an den Enden spitz zulaufende Zellen, die nur mit Luft oder Wasser gefüllt sind. Sie haben einen Anteil von 90-95 % der Holzsubstanz. Über so genannte Tüpfelpaare erfolgt der Wasseraustausch zwischen den Zellen. In radialer Richtung sorgen die Holzstrahlen (Quertracheiden) für den Wassertransport. Sie haben einen Anteil von 4-12 % an der gesamten Holzsubstanz. #Parenchymzellen: Meist rechteckige Zellen, die die Leitung von Nähr- und Wuchsstoffen sowie die Speicherung von Stärke und Fetten übernehmen. In radialer Richtung bilden sie ebenfalls Holzstrahlen und umgeben die Harzkanäle, hier spricht man dann auch von Epithelzellen. Diese Epithelzellen produzieren das Harz, welches sie in den Harzkanal ausscheiden. Auch Nadelbäume, die keine Harzkanäle besitzen (z.B. Tanne), können so im Falle einer Verwundung traumatische Harzkanäle bilden. Die Nadelbäume Fichte, Lärche, Kiefer und Douglasie besitzen Harzkanäle, Eibe, Tanne und Wacholder nicht.

Laubholz

Wacholder Die Zellen von Laubholz sind wesentlich differenzierter als die von Nadelholz. Man kann sie in drei funktionale Gruppen einteilen. #Leitgewebe: Gefäße (Tracheen), Gefäßtracheiden, vasizentrische Tracheiden. Die beiden letzteren sind Zwischenstufen in der Entwicklung von der Tracheide zum Gefäß. #Festigungsgewebe: Libroformfasern, Fasertracheiden #Speichergewebe: Holzstrahlenparenchymzellen, Längsparenchymzellen, Epithelzellen Charakteristisch für Laubhölzer sind die in Nadelhölzern nicht vorhandenen Gefäße. Sie sind oft mit bloßem Auge als kleine Löcher im Holzquerschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu erkennen. Man unterscheidet hier, je nach Anordnung dieser Tracheen, ringporige Hölzer (z. B. Eiche, Edelkastanie, Esche, Robinie, Ulme ...), halbringporige Hölzer (z. B. Nussbaum, Kirsche ...) und zerstreutporiger Hölzer (z. B.Birke, Erle, Linde, Pappel, Rotbuche, Weide ...).

Tropenholz

Weide] Der Begriff Tropenholz ist eher unpräzise und nicht alternativ zu Laub- oder Nadelholz zu verstehen. Er bezeichnet aus mitteleuropäischer Sicht die in den tropischen oder subtropischen Regionen der Erde wachsenden Holzarten. Viele tropische Hölzer zeichnen sich durch vorteilhafte mechanische Eigenschaften und höhere Beständigkeit gegen Bewitterung, Insekten- oder Pilzbefall aus, oftmals wird auch die Farbe oder Maserung als ansprechend empfunden. Der Konsum von Tropenholz wurde in den Industrieländern seit den 1970er Jahren kritisch diskutiert, da der Bestand der tropischen Regenwälder unter anderem durch Raubbau gefährdet ist. Andererseits stellt Holz einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für viele tropische Länder dar und ist (wie auch in den gemäßigten Zonen) eine wichtige Einkommensquelle für die ländliche Bevölkerung. Beispiele: Bangkirai, Bongossi, Abachi,Teak,Framiere

Verkernung

Als Splintholz bezeichnet man den Bereich des Stammes, der aktiv am Wasser- und Nährstofftransport teilnimmt. Bei Splintholzbäumen (z. B. Bergahorn, Birke, Erle, Pappel, Spitzahorn, Weißbuche ...) ist es der ganze Stammquerschnitt. Er weist eine einheitliche Farbgebung auf. Von der Verkernung von Holz spricht man, wenn die inneren Wasserleitbahnen des Stammes unterbrochen werden und die Zellen absterben. Dies geschieht bei Nadelhölzern durch Verschließen der Hoftüpfel und bei Laubhölzern durch eine Verthyllung und ein Füllen der Zelllumen. Danach werden Kerninhaltsstoffe gebildet und in die Zellwände eingelagert, was oft zu einer Erhöhung der natürlichen Dauerhaftigkeit führt. Ist der Kernbereich deutlich durch eine dunkle Färbung zu erkennen, spricht man von Kernholzbäumen (z. B. Eiche, Walnuss, Kiefer, Kirschbaum, Douglasie, Lärche, Robinie ...). Wenn kein Farbunterschied zu erkennen ist, aber über den verringerten Feuchtigkeitsgehalt darauf geschlossen werden kann, dass der Innenbereich verkernt ist, spricht man von Reifholzbäumen (z. B. Fichten, Tanne, Linde, Birnbaum, Rotbuche ...). Bei Kern-Reifholzbäumen (z. B. Esche, Ulme ...) ist der Kern farblich abgesetzt, gefolgt von einem Reifholzbereich, der ebenso wie der Kern nicht mehr am Nährstofftransport teilnimmt und einem äußeren Splintbereich.

Entstehung von Holz

Kern-Reifholzbäumen; 2 = Harzkanäle; 3 = Primäre Holzstrahlen; 4 = Sekundäre Holzstrahlen; 5 = Kambium; 6 = Holzstrahlen des Bastes; 7 = Korkkambium; 8 = Bast; 9 = Borke]] Die Entstehung von Holzsubstanz findet in teilungsfähigen Zellen der Pflanze statt. Man unterscheidet hier zwei verschiedene Arten von Bildungsgeweben (Meristeme):
- Das Scheitelmeristem (Vegetationskegel) sorgt für das Längenwachstum (primäres Wachstum) an den Spross-, Zweig- und Wurzelspitzen.
- Das Kambium, welches sich zwischen Holz und Rinde befindet, sorgt für das Dickenwachstum (sekundäres Wachstum).
Bei der Teilung einer Kambiumzelle entstehen zwei gleiche Zellen, von denen jedoch nur eine ihre Teilungsfähigkeit behält und zu einer neuen Initialzelle heranwächst.
Aus der anderen wird eine Dauerzelle die sich noch ein- oder mehrmals teilt. Schließlich entsteht je nach Lage eine Bastzelle (Phloem), aus denen die Innenrinde und die daraus später entstehende Borke besteht, oder eine Holzzelle (Xylem). Hierbei ist zu beachten, dass die Zellteilung nach innen, also die Bildung von Holzzellen wesentlich öfter stattfindet und so der Rindenanteil am gesamten Stamm nur etwa 5-15 % beträgt.
Nachdem sich die Dauerzelle ein letztes mal geteilt hat, findet eine Differenzierung der Holzzelle zu einer Leitungs-, Festigungs- oder Speicherzelle statt. In unseren Breiten gibt es klimatisch bedingt vier Wachstumsphasen:
- Ruhephase (November-Februar)
- Mobilisierungsphase (März, April)
- Wachstumsphase (Mai-Juli): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen sind großlumig, dünnwandig und von heller Farbe und bilden das so genannte Frühholz.
- Depositionsphase (August-Oktober): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen sind kleinlumig, dickwandig und von dunkler Farbe und bilden das so genannte Spätholz bzw. Herbstholz. Durch dieses zyklische Wachstumsverhalten entstehen Jahresringe, die deutlich in einem Querschnitt durch einen Stamm erkennbar sind (siehe auch Dendrochronologie). Bei manchen Bäumen entsteht ab einem Alter von etwa 20-40 Jahren im Inneren das Kernholz. Im Gegensatz zu dem Splintholz besteht es nur noch aus toten Zellen. Hier findet also keine Wasserleitung oder Speicherung von Nährstoffen mehr statt.

Aufbau der Zellwand

Bewegt man sich von außen in das Innere einer Holzzelle, durchschreitet man mehrere Schichten die zusammen die Zellwand bilden und unter einem Elektronenmikroskop erkennbar sind. Zwischen den Zellen befindet sich die Mittellamelle, die zusammen mit der Primärwand die so genannte Mittelschicht bildet. Danach folgt die Sekundärwand 1 (S1) und Sekundärwand 2 (S2), wobei die S2-Schicht die mächtigste und dominierenste ist. Die anschließende Tertiärwand (S3) wird von einer Warzenschicht bedeckt und bildet den Abschluss. Die einzelnen Schichten oder Lamellen bestehen aus Fibrillen (Mikrofibrillen), die wiederum aus Elementarfibrillen (Mizellen) gebildet werden. Elementarfibrillen sind Bündel aus mehreren Zellulosemakromolekülen, die aus 10 - 14.000 Glukosebausteinen bestehen und in eine Matrix aus Hemizellulosen und Lignin eingebettet sind und bilden amorphe und kristalline Bereiche. Das Quellen und Schwinden des Holzes bei Wasseraufnahme und Abgabe lässt sich durch die Orientierung dieser kristallinen Bereiche, in denen die Elementarfibrillen streng parallel verlaufen, dicht gepackt sind und eine Wassereinlagerung praktisch nicht stattfindet, in der dominaten S2-Schicht erklären. Hier sind diese Bereiche so gut wie parallel zur Stammachse angeordnet; amorphe Bereiche in denen deutlich mehr Wasser gebunden werden kann und das Volumen so vergrößert wird sind in radialer und tangentialer Stammrichtung also häufiger anzutreffen als in Stammlängsrichtung, in welcher das Holz deshalb 10 - 20mal weniger Quellungsverformungen aufweist. In der verhältnismäßig dünnen S1- und S3-Schicht verlaufen die kristallinen Bereiche orthogonal zu denen in der dicken S2-Schicht.

Einsatzbereiche

orthogonal Wie jeder andere Werkstoff hat auch Holz seine Vor- und Nachteile. Unter ökologischem Gesichtspunkt ist die Reproduzierbarkeit sicherlich ein wichtiger Punkt, doch auch die leichte Bearbeitbarkeit und der damit verbundene niedrige Energiebedarf bei der Gewinnung sowie bei der Verarbeitung spielen hier eine wichtige Rolle. Wandert das Holz schließlich auf den Müll oder fallen bei der Produktion Abfälle an, kann es problemlos entsorgt werden. Im Idealfall kann es sogar kompostiert werden. Lassen Begleitstoffe wie Holzschutzmittel, Lacke oder Leime dies nicht zu, ermöglicht moderne Rauchgasreinigung auch in diesen Fällen eine thermische Nutzung. Aufgrund seines geringen Wärmeleitvermögens ist Holz ein hervorragendes Dämmmaterial (z. B. Faserdämmplatten, Balsa zur Isolation von Flüssiggastanks). Zudem ist Holz relativ resistent gegen Chemikalien, so wird Holz erst bei einem pH-Wert unter 2 oder über 9 angegriffen. Zur Brandgefährlichkeit von Holzhäusern ist anzumerken, dass Holz bei großen Dimensionen als brandhemmend eingestuft ist, da auf seiner Oberfläche unter Feuereinwirkung eine Kohleschicht entsteht. Auch durch die Art der Bauweise und durch bestimmte Anstriche lässt sich die Widerstandsdauer einer Holzkonstruktion steigern. Die Gebäudestabilität sinkt im Brandfall langsam und abschätzbar durch die Abnahme der Masse. Bei Stahlkonstruktionen können dagegen hitzebedingte Verformungen zum plötzlichen Zusammenbruch führen, s. a. Weblink [http://www.pro-fertighaus.de/html/body_bau_lexikon.html]. Prinzipiell steht dem Bau selbst von Hochhäusern aus Holz nichts entgegen; dies ist aber aus statischer Sicht nur für die obersten Etagen überhaupt sinnvoll und aufgrund der Pflegeanfälligkeit (Holzschutzmittel) nicht ökonomisch. Holzschutzmittel Im Unterschied zu Metallen ist Holz elektrisch nicht leitfähig. Aus diesem Grund baute man in den dreißiger Jahren zahlreiche Sendetürme für Mittelwellensender aus Holz, wobei der Antennendraht im Innern des Turmes aufgehängt wurde. Mit Ausnahme des Sendeturms des Sender Gleiwitz wurden alle diese Bauwerke entweder am Ende des 2. Weltkriegs zerstört oder inzwischen abgerissen. Weiterhin nutzt die Deutsche Telekom AG in Brück zwei 54 Meter hohe Holztürme, die ohne Verwendung von Metallteilen hergestellt wurden. Diese dienen zur Aufnahme von auszumessenden Antennen. Durch die metallfreie Konstruktion der Türme ist ein ungestörtes Ausmessen der Antennendiagramme möglich. Die Brennbarkeit kann natürlich auch als Nachteil ausgelegt werden. Ebenso können Wuchsmerkmale oder Holzfehler positiv wie negativ gewertet werden. Ein wesentlich größerer Nachteil von Holz ist seine Anfälligkeit gegenüber biotischen Faktoren, es kann also von z. B. Insekten, Pilzen oder Bakterien angegriffen werden und in seiner Substanz nachhaltig zerstört werden. Über einen langen Zeitraum schädigt auch UV-Strahlung das Holz. Dabei reagiert das Lignin als Kittsubstanz und kann danach z. B. vom Regenwasser ausgespült werden. Zudem wird das Holz unter UV-Einwirkung grau wie Beton. Die Wirkung des Sonnenlichts ist auf die äußeren Schichten begrenzt, ihr kann durch Lackierung begegnet werden. Ein weiterer Minuspunkt ist die hygroskopische Eigenschaft von Holz, d. h. es kann Wasser aufnehmen und abgeben. Die Holzfeuchtigkeit passt sich ihrem Umgebungsklima an. Diese Feuchtigkeitsänderungen unterhalb des Fasersättigungspunktes gehen mit Formänderungen einher (es quillt und schwindet), die auch noch abhängig von den drei anatomischen Grundrichtungen des Holzes sind. So schwindet Holz z. B. in tangentialer Richtung am meisten. Genaueres steht im Abschnitt Aufbau der Zellwand weiter oben. Diese Nachteile lassen sich durch konstruktiven Holzschutz - die Anwendung oft alten Wissens, wie Holz zu verbauen ist - umgehen. Eine neue Möglichkeit, Holz gegen Feuchtigkeitseinflüsse unempfindlicher zu machen, ist der Thermoholz-Prozess. Die langfristige Nutzung von Holz stellt einen über die natürliche Zersetzung hinausgehende CO2-Speicherung dar.

Zertifizierung

Im Zuge der Diskussion zur nachhaltigen Bewirtschaftung in den Tropen wurden angesichts des dort überwiegenden Raubbaus weltweit gültige Kriterien für eine nachhaltige Waldwirtschaft diskutiert und Siegel entwickelt, die zur Zertifizierung von ökologisch- und sozialverträglich produziertem Holz verwendet werden. Das für die Tropen wichtigste Siegel wird vom Forest Stewardship Council (FSC) vergeben. In den gemäßigten Zonen ist dagegen PEFC von überwiegender Bedeutung. Beide Systeme sind hinsichtlich ihrer Kriterien neben den naturräumlichen Gegebenheiten an staatlichen Verwaltungseinheiten gebunden. 2 der bekanntesten Hölzer: Teak und Mahagoni

Holzmängel

Allgemein: Wuchsmerkmal Hier: nur Rissbildungen: Natürliche Mängel
- Frostrisse: Senkrechte Spaltung durch Zusammenziehen des Splintholzes bei großer Kälte
- Blitzrisse: verlaufen radial und weisen einen nachgedunkelten Rand auf Trockenmängel
- Trockenrisse: Radialer verlauf von außen nach innen, radiale Schwindrisse
- Kernrisse: Verlauf von außen nach innen, durch überschnelle Austrocknung an der Schnittlänge beginnend
- Sternrisse: Wie Kernrisse, entstehen nach dem Fällen am Stammende
- Ringrisse: Im Kern- und Reifholz längs der Jahrringe entstehend

Zitate


- "Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder." - Theodor Heuss

Siehe auch


- Hölzer
- Holzmiete
- Forstwirtschaft

Literatur


- R. Bruce Hoadley: Holz als Werkstoff. O. Meier Verlag, Ravensburg 1990, ISBN 3473425605
- P. Niemz: Physik des Holzes und der Holzwerkstoffe. DRW-Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3871813249
- Wagenführ Holzatlas Fachbuchverlag Leipzig, Leipzig 1996, ISBN 3-446-00900-0
- H.H. Bosshard Holzkunde Teil 1-3 Birkhäuser Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-7643-1328-5
- Paul Lehfeldt: Holzbaukunst[Reprint]. Reprint-Verlag Leipzig, Leipzig und Holzminden o.J., ISBN 3-8262-1210-X
- Anselm Spring, Maximilian Glas: Holz. Das fünfte Element. Frederking & Thaler, München 2005, ISBN 3-89405-523-5
- Udo Mantau, Jörg Wagner, Janett Baumann: Stoffstrommodell HOLZ: Bestimmung des Aufkommens, der Verwendung und des Verbleibs von Holzprodukten. Müll und Abfall 37(6), S. 309 - 315(2005),

Weblinks


- [http://www.regenwaldschutz.de/austausch.shtml Vergleich tropische/einheimische Hölzer]
- [http://www.holz-voegel.de/Holzer/holzer.html Liste verschiedenster Holzarten]
- [http://www.holzwurm-page.de/holzarten/abisz.htm Sammlung verschiedenster Holzarten mit Bildern]
- [http://www.hobbithouseinc.com/personal/woodpics/indextotal.htm Bildersammlung von Holzarten (englisch)]
- [http://www.pentol.ch/lexicon.asp?code=10 Holzlexikon]
- [http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/palbot/teach/ringteach.html Linkverzeichnis zu Holzanatomie und Dendrochronologie (in Englisch)]
- [http://www.bfafh.de Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.holz.net Suchmaschine rund ums Holz]
- [http://www.tischlerlinks.de/links/Werkstoffe/ Ausführliche Linkliste Thema Holz]
- [http://www.infoholz.de Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.informationsdienst-holz.de Informationsdienst Holz]
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Holz Verkieseltes Holz im Mineralienatlas]
- [http://www.holzcheck.at FSC Holzprodukt Datenbank] ja:木材 !Holz Kategorie:Biomasse Kategorie:Forstwirtschaft

Palmfarne

Die der Palmfarne (Cycadophyta) gehört in die verwandschaftliche Nähe des Ginkgo (Ginkgo biloba) und der Nadelholzgewächse (Pinophyta). Mit denen sie zusammen in die Nacktsamer eingeordnet wurden. Die Samenanlagen sind nicht von Fruchtblättern geschützt. Diese Gruppe von Pflanzen haben sich im Perm vor 200 Millionen Jahren entwickelt und waren eine wichtige Nahrungsquelle der Saurier.

Beschreibung

Typisch sind die fiedrigen Blattwedel, die Farnwedel sehr ähnlich sehen. Anders als Palmwedel sind die Wedel bei den Palmfarnen aber gabelnervig (dichotom). Anfangs sind die Wedel, den Farnen ähnlich, eingerollt. Es werden auch Niederblätter, abwechselnd mit den Blattwedeln, gebildet. Am Stamm werden die Blätter schraubig gebildet. Meistens bildet sich ein Kranz von neuen Blättern gleichzeitig, meistens einmal pro Jahr, je älter die Pflanze umso mehr neue Blätter pro Jahr. Meistens sind die Stämme unverzweigt. Manche Arten können sehr hoch werden (mehrere Meter). Einige Arten bleiben niedrig, ihr Stamm ist im Boden verborgen.

Nutzung

Einige Cycadeen-Arten sind für den Menschen von gewisser wirtschaftlicher Bedeutung. So wird sogenannter falscher Sago aus den beiden Cycadeen-Arten Cycas circinalis und Cycas revoluta gewonnen. Die Nutzung des Stärkereichtums im Stamm vieler Palmfarne kann auch dem Gattungsnamen Encephalartos (Brotpalmfarn) entnommen werden, denn es bedeutet gr.: en = in, auf; kephalon = Kopf, Gehirn; artos = Brot. Die Blätter einiger Cycadeen werden in den Mittelmeerländern am Palmsonntag als "Palmwedel" benutzt.

Gefährdung durch den Menschen

Cycadeen (vor allem die Brotpalmfarne) sind begehrte Pflanzen in Botanischen Gärten, aber auch private Sammler zahlen sehr viel Geld um an eine Cycadee zu kommen. Gerade bei den sehr seltenen Arten kommt es immer wieder zu Diebstählen. Die rote Liste der IUCN listet 238 Cycadeen als gefährdet, darunter Encephalartos woodii, die in freier Wildbahn ausgestorben ist und nur durch ein männliches Exemplar im Botanischen Garten von Durban vertreten ist. 500 Hybride (hergestellt aus einem Klon) existieren in der Kultur.

Systematik

Den einstmals etwa 300.000 Arten stehen heute nur 250 Arten in 3 Familien und 11 Gattungen gegenüber. Viele von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Die Cycadophyta sind zweihäusig getrennt geschlechtlich.
- Bei der Familie der Zamiaceae haben die Pflanzen beider Geschlechter zapfenförmige Blütenstände. Zu dieser Familie gehören etwa 150 Arten in den 8 Gattungen:
  - Ceratozamia (etwa 16 Arten in Mexiko, Guatemala, Belize),
  - Chigua (2 Arten in Südamerika),
  - Dioon (etwa 11 Arten in Mexiko, Honduras, Nicaragua),
  - Encephalartos (62 Arten in Afrika),
  - Lepidozamia (2 Arten in Ostaustralien),
  - Macrozamia (38 Arten in Australien),
  - Microcycas (1 Art endemisch auf Kuba),
  - Zamia (50 Arten in Süd-, Mittel- und Nordamerika). Zamia
- Anders ist es bei der Familie der Cycadaceae, hier haben nur die männlichen Pflanzen zapfenförmige Blütenstände. Die weiblichen Pflanzen haben umgeformte (fertile) Blätter, die in einem Kranz an der Spitze der Pflanze gebildet werden - an den Rändern dieser fertilen Blätter stehen einzelne Samenanlagen. Nach der Befruchtung bilden sich dann die Samen am Rand dieser fertilen Blätter. (Beachte die Ähnlichkeit mit Farnen.) Zur Familie Cycadaceae (Palmfarne) gehört nur die Gattung:
  - Cycas: Zu den Cycas gehören insgesamt 90 Arten, beispielsweise:
    - Japanischer Palmfarn (Cycas revoluta)
    - Cycas circinalis
    - Cycas rumphii.
- Zur Familie der Stangericaceae zählt nur die Gattung
  - Stangeria (mit 1 Art in Südamerika) und
  - Bowenia (mit 3 Arten in Australien, endemisch in Queensland).

Weblinks


- [http://plantnet.rbgsyd.gov.au/PlantNet/cycad/ Alles über Palmfarne (engl.)]
- [http://www.bologie.uni-hamburg.de/b-online/e47/cycas.htm| Weibliche und männliche Pflanzen bei Cycadophyta Gattungen]
- [http://www.conifers.org/cycadales.htm Informationen zu allen Taxa innerhalb der Cycadophyta.] (engl.) Image:Cycas thouarsii01.jpg|Cycas thouarsii, Habitus mit Stamm und fiedrigen Blattwedeln. Cycadaceae Image:Cycas thouarsii1.jpg|Cycas thouarsii, Samen. Cycadaceae Image:Cycas circinalis.jpg|Cycas circinalis, männliche Pflanze mit jungen und alten Blütenstand. Cycadaceae Image:Encephalartos horridus03.jpg|Encephalartos horridus. Zamiaceae Image:Dioon spinulosum BotGardBln310505.jpg|Dioon spinulosum, Feindorniger Dionon-Palmfarn, Stamm mit wedelförmigen Blättern und jungen zapfenförmigen Blütenstand. Zamiaceae Image:Stangeria eriopus1 PD-self.JPG|Stangeria eriopus. Stangeriaceace Kategorie:Nacktsamer ja:ソテツ

Baumfarne

Baumfarne (Polypodiidae) gibt es in den beiden en Dicksoniales und Cyatheales, die zur der Farne (Filicinophyta) gehören. Nicht alle en innerhalb dieser beider Ordnungen bilden ausgeprägte Stämme. Neben den Farnen in diesen beiden Ordnungen finden sich in den Familien Königsfarngewächse (Osmundaceae) und Blechnaceae einige Farn-Arten mit Stämmen in den Gattungen. Blechnum, Leptopteris, Sadleria und Todea. Baumfarne im ursprünglichen Sinne finden sich in den n Dicksoniaceae und Cyatheaceae. Früher war man der Ansicht, daß gemeinsame morphologische Characteristika und Fortpflanzungsmechanismen ausreichen würden um die beiden Familien in eine gemeinsame Ordnung der Cyatheales zu stellen, aber weitere Untersuchungen haben ergeben, daß sie nun in zwei getrennten Ordnungen geführt werden.

Geschichte

Die Baumfarne besiedeln die Erde seit dem Devon, also seit ca. 400 Millionen Jahren. Zu jener Zeit entstanden auch Bärlapppflanzen (Lycopodiophyta) und Schachtelhalme (Sphenophyta). Im Karbon zählen sie zu den dominierenden Pflanzenarten und erreichten Stammhöhen bis zu gut 30 Meter. Aufgrund ihres hohen geologischen Alters werden diese Pflanzen zu den Lebenden Fossilien gezählt. Mit dem Aufkommen der Samenpflanzen wurden die Baumfarne verdrängt.

Vorkommen

Baumfarne wachsen in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde. Einige Arten tolerieren auch das gemäßigte Klima von Regenwäldern in Australien, Tasmanien und Neuseeland und benachbarter Gebiete (Malaysia, Lord-Howe-Insel). Generell tolerieren Baumfarne keine andauernde Trockenheit, und nur wenige Arten (zum Beispiel Dicksonia antarctica) überleben milde Frostperioden. Bei Studien in bislang nicht untersuchten Gebieten Neuguineas werden regelmäßig neue Arten entdeckt. Gleichzeitig sind einige Arten aufgrund der Sammlung für den Zierpflanzenhandel, intensivem Holzeinschlag und Habitatverlust stark bedroht oder ausgestorben. Bild:baumfarne.jpg|Baumfarne Bild:Baumfarn.jpg|Baumfarn Image:Neuseeland Farn.jpg|Farn auf Neuseeland Image:Ferns.jpg|Baumfarn (Dicksonia antarctica) in Nunniong, Australien

Beschreibung

Australien Die Farnwedel von Baumfarnen sind in ausgewachsenen Exemplaren oft über einen Meter lang, und fast immer ein- oder mehrfach gefiedert. Eine Art besitzt allerdings einfache ungefiederte Wedel. Die Fortpflanzung erfolgt wie bei allen Farnen mittels Sporen, die auch bei den Baumfarnen an der Wedelunterseite in Sporangien gebildet werden. Anders als Samenpflanzen zeigen Baumfarne kein Dickenwachstum des Stammes. Der Stamm wird von den Wurzelbündeln gestützt, die sich beim dem Wachstum ausbilden. Pflanzen mit einem ähnlichen Erscheinungsbild sind die Palmfarne und die Palmen. Keine dieser Gruppen von Samenpflanzen ist mit den Baumfarnen (auch nicht mit anderen Farnen) verwandt.

Ökonomische Bedeutung

Baumfarne wurden seit dem 19. Jahrhundert als Zierpflanzen nach England importiert und dort zu beliebten Pflanzen in Tropenhäusern. und In vielen anderen Gebieten der Erde mit nur niedrigen Frösten, zum Beispiel Südengland mit seinem (durch den Golfstrom beeinflußten) maritime Klima, ermöglicht das Anpflanzen in Landschaftsparks und Gärten. Zierpflanzen mit kommerzieller Bedeutung finden sich in den Gattungen Cyathea und Dicksonia. In sehr hellen, im Winter kühlen Zimmern, oder in Wintergärten können auch einige Baumfarn-Arten gepflegt werden.

Systematik

Die Baumfarne stellen nach molekularbiologische Untersuchungen sowie aufgrund morphologischer Characteristika keine monophyletische Gruppe dar. :Ordnung Cyatheales, mit drei Familien: ::Cyatheaceae, mit der einzigen Gattung: ::
- Cyathea ::Metaxyaceae, mit den beiden Gattungen: ::
- Metaxya ::Loxsomataceae, ::
- Loxsoma ::
- Loxsomopsis :Ordnung Dicksoniales, hier sind Baumfarne nur in der Familie der: ::Dicksoniaceae, mit 4 Unterfamilien, 6 bis 7 Gattungen und etwa 45 Arten: :::Unterfamilie Cibotioideae ::
- Cibotium :::Unterfamilie 'Cystodioideae' (taxonomisch nicht genügend bestätigte Unterfamilie) ::
- Cystodium :::Unterfamilie Dicksonioideae ::
- Dicksonia :::Unterfamilie Lophosorioideae ::
- Lophosoria, mit nur einer Art. :::Unterfamilie Thyropteridoideae ::
- Calochlaena ::
- Culcita ::
- Thyrsopteris :Andere Farn-Taxa mit Stämmen: ::In der Familie der Königsfarngewächse (Osmundaceae) gibt es einzelne Farn-Arten mit einem Stamm von bis zu einem Meter Höhe: ::
- Todea ::
- Leptopteris ::In der Familie der Blechnaceae besitzen auch einige Arten kleine Stämme in den Gattungen: ::
- Blechnum ::
- Sadleria

Literatur (englischsprachig)


- Pryer, K.M., A.R. Smith, and J.E. Skog. 1995. Phylogenetic relationships of extant ferns based on evidence from morphology and rbcL sequences. American Fern Journal 85: 205-282.
- Braggins, John E. and Large, Mark F. Tree Ferns. Timber Press (2004).

Weblinks


- [http://www.baumfarne.de/ www.baumfarne.de]
- [http://www.baumfarne.info/ www.baumfarne.info]
- [http://tolweb.org/tree?group=Filicopsida&contgroup=Embryophytes Die gezeigte Taxonomie entspricht diesem Stammbaum.] (engl.)
- [http://www.anbg.gov.au/projects/fern/taxa/classification.html#T2 Die genaue taxonische Einordnung ist auf dieser Webpage zu sehen.] (engl.)
- [http://www.baumfarn.at/treefern Forum zur Pflege und Anzucht von Baumfarnen.] (deutsch/english) Kategorie:Gefäßsporenpflanzen

Algen

Die Bezeichnung Alge wird in der Algenkunde (Phykologie oder Algologie) unterschiedlich verwendet und verschiedenen Begriffen zugeordnet. #Im weiteren Sinn bezeichnen sie im Wasser lebende, eukaryotische, pflanzenartige Lebewesen, die Photosynthese betreiben, jedoch nicht zu den eigentlichen Pflanzen gehören. #Als Algen im engeren Sinne werden zahlreiche Protistengruppen bezeichnet, beispielsweise Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen, Grünalgen. Hierzu gehören sowohl einzellige als auch mehrzellige Lebewesen. #Als Blaualgen werden fälschlich die Cyanobakterien bezeichnet, die zu den Prokaryoten gehören und deshalb weder zu den Algen noch zu den Pflanzen gerechnet werden. Sie sind Gegenstand der Bakteriologie, werden aber als historisches Relikt auch noch von der Botanik behandelt. Algen stellen keine echte Verwandtschaftsgruppe im Sinne der Phylogenie und Systematik dar, sondern sind eine paraphyletische Gruppe. Gleichwohl wird der Begriff auch in der Biologie häufig als Generalbegriff verwendet. Man findet Algen insbesondere im Meer und im Süßwasser. Es gibt jedoch auch Arten die an der Luft z.B. an Baumstämmen oder auf Felsen/Gestein leben; man findet diese hauptsächlich in den Tropen und Subtropen, jedoch einige Arten auch noch in Süd-Europa. Im Wasser bilden Algen das Phytoplankton, den pflanzlichen Teil des Planktons. Auch das Phytobenthos, die Pflanzen der Gewässerböden, wird hauptsächlich durch Algen gebildet. Besonders groß sind die Laminarien (marine Braunalgen), die ausgedehnte Tangwälder in den Küstenbereichen der Meere bilden. Algen sind aber auch an Land zu finden, beispielsweise an Baumrinden. Insbesondere einzellige Algen gehen auch Symbiosen ein, zum Beispiel als Zoochlorellen in manchen Meerestieren, die dadurch unabhängig von äußerer Nahrungszufuhr werden oder einfach Tarnung erhalten. Am intensivsten gediehen ist die Symbiose zwischen Algen und Pilzen in den Flechten. Diese stellen echte Doppelwesen dar, die sogar gemeinsame Vermehrungsorgane ausbilden.

Siehe auch


- Algizid
- Mikroalgen, Spirulina, Pfiesteria
- Lichenologie

Literatur


- Karl-Heinz Linne von Berg, Michael Melkonian: Der Kosmos-Algenführer. Die wichtigsten Süßwasseralgen im Mikroskop. Kosmos-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09719-6

Weblinks


- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/e44/44.htm Botanik online: Algen]
- [http://www.fortunecity.de/lindenpark/hundertwasser/517/Algen.html Die Algen] Kategorie:Pflanzentyp ja:藻類

Moose

Als Moose bezeichnet man eine Abteilung der Pflanzen, die man wissenschaftlich Bryophyta (von griech. bryon Moos, phyton Pflanze, Gewächs) nennt und die ca. 26 000 Arten enthält. Sie gehören zu den einfachsten Landpflanzen und haben meist keine Gefäße. Diese Arten werden in die Klasse der Laubmoose (Bryopsida), der Hornmoose (Anthocerotopsida) und zweier Klassen von Lebermoosen, (Marchantiopsida und Jungermanniopsida) aufgeteilt. Die Wissenschaft von den Moosen heißt Bryologie.

Beschreibung

Es handelt sich bei den Moosen um kleine, immergrüne, autotrophe Thalluspflanzen ohne echte Wurzeln. Anstelle der Wurzeln besitzen sie Rhizoide zur Verankerung im Boden, nicht aber zur Nährsalzaufnahme. Sie transportieren Nährstoffe zwischen den Zellen und durch Diffusion. Charakteristisch für alle Moose ist, dass die haploide Gametophytengeneration viel größer und differenzierter ist, als die Sporophytengeneration. Die Sporophytengeneration ist meist nur ein auf dem Gametophyten (dem eigentliche Moos) wachsender sporenbildender Ständer. Bei den Farnen, den höheren Pflanzen und auch im Tierreich ist es umgekehrt. Der Gametophyt tritt dort in seiner Ausprägung stark zurück und besteht zum Teil nur noch aus wenigen Zellen, die manchmal sogar im Sporophyten wachsen. Beim Menschen entspräche beispielsweise die haploide Samenzelle einem (einzelligen) Gametophyten und der Mann dem diploiden Sporophyten. Entwicklungsgeschichtlich stammen Moose von einem Urkormophyten ab. Leitgefäße sind bei einigen Laubmoosen (beispielsweise bei der Gattung
Polytrichum) in reduzierter Form zu finden.

Generationswechsel

Laubmoose Laubmoose Moose zeigen einen charakteristischen Generationswechsel: Eine Moosspore mit einem einfachen, haploiden Chromosomensatz entwickelt sich zur geschlechtlichen Generation. Diese besteht vorerst aus dem grünen Vorkeim (
Protonema). Dieser wächst weiter zum Moospflänzchen heran. Die geschlechtliche Moospflanze bildet weibliche (Archegonien) und männliche Geschlechtsorgane (Antheridien) aus. Die männlichen Geschlechtsorgane produzieren bewegliche Spermatozoiden. Die weiblichen Geschlechtsorgane produzieren Eizellen. Kommt es zur