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| Baumgrenze |
BaumgrenzeDie Waldgrenze ist der Rand des Lebensraums, in dem Waldbäume geschlossene Bestände bilden. Dabei ist der Unterschied zwischen der Waldgrenze und der daran anschließenden Baumgrenze (vorkommen einzelner Bäume oder Baumgruppen) in der Regel nur marginal oder auf anthropogenen Einfluss zurück zu führen.
Es gibt verschiedene Arten:
- Arktische Waldgrenze: Die nördlichste Grenze auf der Nordhemisphäre, wo Bäume wachsen können; weiter im Norden, ist es zu kalt.
- Antarktische Waldgrenze: Die südlichste Grenze in der südlichen Hemisphäre, wo Bäume wachsen können, weiter im Süden, ist es zu kalt.
- Alpine Waldgrenze: Die höchste Höhe, in der Bäume auf Bergen wachsen können, weiter oben ist es zu kalt.
- Expositionswaldgrenze: An Küsten und auf alleinstehenden Bergen, ist die Baumgrenze häufig viel niedriger als in den entsprechenden inländischen Höhen und in den größeren, komplizierteren Gebirgssystemen, weil die Geschwindigkeiten des starken Windes nachteilig das Baumwachstum beeinflussen.
- Wüsten-Waldgrenze: Die trockensten Plätze, an denen Bäume wachsen können, in trockeneren Wüsten- Bereichen fallen zu geringe Niederschläge damit Bäume wachsen können.
- Hygrische Baumgrenze: Der nasseste Standort, wo Bäume wachsen können, der Boden ist mit Wasser gesättigt und es fehlt der Sauerstoff im Boden, den die Baum-Wurzeln benötigen, um zu leben. Gleichwohl gibt es Bäume, wie Zypressen und viele Mangrove-Arten, die sich dem Wachsen in dauerhaft Wassergesättigten Boden angepaßt haben.
- Edaphische Waldgrenze: Der Boden fehlt oder ist aus anderen Gründen (Salzgehalt, Schwermetalle etc.) zum Wachstum von Bäumen ungeeignet.
An der Waldgrenze wird Baumwachstum gebremst, beeinflußt durch sehr starken Wind, kommt es zu verkrüppelten Baumformen, die nur niedrig wachsen und dichte Gebüsche bilden. Diese Zone ist bekannt als Krummholzgürtel. Die Baumgrenze, die von weitem betrachtet eine scharfe Linie ist, wie viele andere natürliche Grenzen (z.B. die Ufergrenze) auch, zeigt bei genauerer Betrachtung einen stufenweisen Übergang. Bäume wachsen in Richtung zum unwirtlichen Klima weniger, bis sie einfach aufhören zu wachsen.
Einige typische Arten der Baumgrenze (man beachte die Vorherrschaft der Nadelbäume):
- Fuchsschwanzkiefer (Pinus balfouriana)
- Grannen-Kiefer (Pinus aristata)
- Rumelische Kiefer (Pinus peuce) oder Mazedonische Kiefer
- Whitebark pine (Pinus albicaulis)
- Zirbelkiefer (Pinus cembra)
- Bergkiefer (Pinus mugo)
- Arktische weiße Birke (Betula pubescens subsp. tortuosa)
- Antarktische Buche (Nothofagus antarctica)
Tabelle der Baumgrenzen
Die alpine Baumgrenze an einer Position ist von den lokalen Variablen, wie der Hangneigung, dem Regenschatten usw. abhängig. In Abhängigkeit dieser Faktoren hier eine Liste der durchschnittlichen Baumgrenzen von verschiedenen Positionen auf der Welt:
Die höchsten Gipfel des Harzes, des Schwarzwaldes und des Böhmerwaldes ragen über die Waldgrenze hinaus.
In den Alpen liegt die Grenze zwischen 1600 und 2000 m Höhe.
Literatur
Arno, S. F. & Hammerly, R. P. 1984. Timberline. Mountain and Arctic Forest Frontiers. The Mountaineers, Seattle. ISBN 0-89886-085-7
Kategorie:Ökologie
Kategorie:Forstwirtschaft
Grannen-Kiefer
Die Grannen-Kiefer ist ein Nadelholzgewächs (Coniferophyta) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Zu ihr gehören zwei Arten innerhalb der Gattung der Kiefern (Pinus). Von Pinus aristata trennte man 1971 als eigene Art Pinus longaeva ab. Sie unterscheidet sich durch die maximal 3 Zentimeter langen, harzlosen Nadeln, die bis 45 Jahre alt werden können.
Die Grannen-Kiefer wird 8 bis 15 Meter hoch und erreicht Durchmesser von 0,5 bis 1 Meter. Sie ist sehr langsamwüchsig, zum Teil werden in 100 Jahren nur 3 Zentimeter am Umfang zugelegt. Sie hat knorrige, oft gedrehte Stämme mit einer rotbraunen Schuppenborke. Die fünfnadligen Kurztriebe stehen dicht. Die Nadeln von Pinus aristata sind 2,5 bis 4 Zentimeter lang, mit weissen Harzflecken und haben eine Lebensdauer von 12 bis 15 Jahren.
Die Grannen-Kiefer ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit liegt im Juli bis August, die Samen reifen im September bis Oktober. Die Zapfen sind bis 9 cm lang und 4 cm breit. Sie enthalten 5 mm große Samen mit 1 cm langen Flügeln.
Vorkommen
In Nordamerika auf trockenen Granit- und Dolomithängen in Höhen von 2300 bis 3500 m NN. Sie bildet dort in lichten Bestände die Baumgrenze. Die Grannen-Kiefer kommt in den Gebirgen von Kalifornien, Arizona, New Mexico und Colorado vor.
Besonderheiten
Im Patriarch Grove in den White Mountains in Kalifornien stehen 17 Grannen-Kiefern, die über 4000 Jahre alt sind. Eine davon trägt den Namen "Methuselah" und gilt mit einem Alter von über 4700 Jahren als das älteste Lebewesen der Erde. Ihr Alter wurde durch Auszählung der Jahresringe in einem kleinen Bohrkern bestimmt. 1964 wurde in Nevada bei einer Untersuchung von einem unerfahrenen Geografiestudenten ein Exemplar mit 4950 Jahresringen gefällt, deren Überreste nun als Eichstandards für die Radiokarbonmethode dienen. Dieses Exemplar erhielt nachträglich den Namen "Prometheus".
Weblinks
- [http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/html/Pinus_aristata.html Kurze Beschreibung beider Arten.]
- [http://www.bambus.de/archiv/ehrwuerdige/grannenkiefer.html Beschreibung und Naturstandort.]
Kategorie:Nacktsamer
Kategorie:Baum
Kategorie:Weltrekorde
Zirbelkiefer
Die Zirbelkiefer (Pinus cembra), auch Arve oder Zirbe genannt, ist ein Baum aus der Familie der Kieferngewächse. Sie kommt in drei Unterarten vor, deren Areale über 2000 km auseinander liegen: Die mitteleuropäische Alpenzirbe (Pinus cembra cembra), die an extreme Hochgebirgsgedingungen angepasst ist, die weit verbreitete Sibirische Zirbe (Pinus cembra sibirica), von den Russen „kedr“ (Sibirische Zeder) genannt wird und auch feuchtere bis sumpfige Standorte verträgt und deren östliche Form die in Korea (Pinus koraiensis).
Namen
Die Bezeichnung Zirbe für diese Kiefernart ist in Österreich und Bayern gebräuchlich. In Kärnten trägt der Baum auch die volkstümliche Bezeichnung Zirbm und in Tirol wird er gelegentlich Zirm genannt. Bis in 16. Jahrhundert bezogen sich diese Namen jedoch nur auf die Zapfen dieser Kiefernart. Der Begriff leitet sich möglicherweise vom mittelhochdeutschen Wort „zirben“ ab, das man mit „wirbeln“ oder sich im Kreise drehen übersetzen würde.
In der Schweiz wird dieser Baum normalerweise Arve genannt; der typische Mischwald der Hochgebirgsregion, die die Zirbelkiefer gemeinsam mit der Lärche bildet, wird in der Fachliteratur als Arven-Lärchenwald bezeichnet.
Erscheinungsbild
Die Zirbelkiefer wird 20 bis 30 m hoch und kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Der Stammdurchmesser solch alter Bäume beträgt zwischen einem und 1,7 Metern. Junge Bäume sind anfangs kegelförmig mit einem auffallend dichten Nadelkleid. Die Äste reichen fast bis zum Boden. Später nehmen die Bäume eine abgerundete, breite Form an. Bei freistehenden Bäumen reichen die Äste auch im hohen Alter noch bis zum Boden herab.
Die Borke des Baums ist von grau bis silbrig rotbrauner Farbe und weist die für Kiefern typischen Längsrisse auf. Die Rinde der Äste ist dagegen von graugrüner bis hellgrauer Farbe. Die buschigen, 5 bis 12 cm langen Nadeln stehen zu fünft an Kurztrieben und sind sehr weich und biegsam.
Die Zirbe ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, wobei die Blüten nur im oberen Kronenbereich angesetzt werden. Die Samen reifen im zweiten Jahr von September bis Oktober. Im Freistand wird die Blühfähigkeit mit 50 Jahren erreicht, im Bestand noch später. Die eiförmigen, aufrecht stehenden Zapfen sind 5 bis 13 cm lang und 4 bis 8 cm breit. Sie sind unreif von violetter Farbe. Mit zunehmender Reife wandelt sich ihr Farbton in ein Braun um. Die Zapfen enthalten ungeflügelte, etwa 1 cm große, nussartige Samen mit harter Schale.
Die Zirbelkiefer ist sehr gut an kalte Winter angepasst und verträgt Temperaturen bis -50° C. Sie ist außerdem weitgehend resistent gegen den Pilz Strobenrost (Cronartium ribicola), der beispielsweise die nahe verwandte Weymouthskiefer stark gefährdet.
Verbreitung
Die Alpenzirbe kommt in einer Höhe von 1300 m bis 2850 m vor, bevorzugt zwischen 1500 und 2000 m NN. Sie bildet Reinbestände oder ist mit der Europäischen Lärche (Larix decidua) vergesellschaftet. Verbreitet ist sie im Alpenraum und den Karpaten. Größere Bestände finden sich in Österreich in den Hohen Tauern, den Ötztaler Alpen und den Seetaler Alpen, in der Schweiz im Wallis und im Oberengadin. In Deutschland gibt es kleinere Bestände bei Berchtesgaden.
Die Sibirische Zirbe hat ein großes Verbreitungsgebiet vom Ural bis nach Ostsibirien. Zwischen dem 45. und 68. Breitengrad wächst sie fast in der gesamten russisch-asiatischen Taiga bis nach Nord-China, Mongolei und Korea. Sie besiedelt dort im Vergleich zu Europa häufig feuchtere bis nasse Standorte und kommt neben dem Bergland auch im Tiefland vor.
Da nur noch kleine Zirbenbestände in Europa vorhanden sind und die Zirbe sehr langsam wächst, ist dieser Baum teilweise geschützt. So ist in Oberösterreich das Ernten von Zirbenzapfen verboten, in der Steiermark und in Tirol jedoch erlaubt.
Die Zirbelkiefer in ihrem Lebensraum
Lärche, Zirbelkiefer und Grauer Lärchenwickler
Gemeinsam mit der Zirbelkiefer bildet die Europäische Lärche den Arven-Lärchenwald, den typischen Waldtypus der oberen Baumgrenze in extremen Hochgebirgslagen. Heute finden sich zahlreiche Gebirgswälder, die aus reinen Lärchenbeständen bestehen. Sie befinden sich im wesentlichen im Hangfußbereich der Berge und auf leicht zugänglichen strahlungsexponierten Hängen. Dieses heutige Verbreitungsbild reiner Lärchenbestände geht zu einem großen Teil auf die jahrhundertelange Beeinflussung der Gebirgswälder durch den Menschen zurück. Ohne menschlichen Eingriff hätte die schattenverträglichere Zirbelkiefer die lichthungrige Lärche über die natürliche Waldsukzession allmählich verdrängt. Wo sich Gebirgsflächen jedoch zur Weidenutzung anboten, hat der Mensch gezielt die Zirbelkiefern und Fichten herausgeschlagen. Entstanden sind auf diese Weise lichtdurchflutete Wälder, die sich ähnlich wie die für die Eichelmast genutzten Eichenwälder der Tiefebene für die Weidewirtschaft eigneten.
Diese Artenverschiebung im Gebirgswald zugunsten der Lärche wurde außerdem dadurch unterstützt, dass die Zirbelkiefer sehr viel stärker durch Verbiss und Vertritt Schaden nimmt. Lärchen waren aufgrund ihrer dicken und korkähnlichen Borke resistenter gegenüber den früher sehr häufig auftretenden Waldbränden.
Die alpine Weidewirtschaft ist heute nur noch von nachrangiger Beddeutung; damit müsste durch die natürliche Waldsukzession die Zirbelkiefer wieder einen stärkeren Anteil des Baumbestandes im Gebirgswald gewinnen. Tatsächlich bilden Zirbelkiefern in vielen Regionen mittlerweile eine zweite Baumschicht unterdem lichten Kronendach der Lärchen. Untersuchungen von Friedrich-Karl Holtmeier zeigen jedoch, dass durch den Grauen Lärchenwickler hier ein neues Ökosystem von einer bislang nicht vorhandenen Stabilität entstanden ist, die die Sukzession durch die Zirbelkiefer verhindert. Der Graue Lärchenwickler zeigt in mehrjährigen Abständen eine Massenvermehrung, bei der die Lärchen kahlgefressen werden. Stehen ihnen Lärchen nicht mehr zur Verfügung, wechseln diese auf den Zirbelkiefernbestand über und zerstören deren Nadeln gleichfalls. Während Lärchen in der Regel durch einen Lärchenwicklerbefall nicht absterben, leiden die Zirbelkiefern sehr nachhaltig unter diesem Befall. Geschwächte Zirbelkiefern sind dann anfällig für den Befall durch weitere Schädlinge wie etwa den Echten Kiefernrüssler, die Arvenwolllaus oder den Borkenkäfer, sterben dann ab oder entwickeln sich zu Kümmerwuchsbäumen.
Zirbelkiefer und Tannenhäher
Die Zirbelkiefer steht in enger Lebensgemeinschaft mit dem Tannenhäher, dessen Hauptnahrungsquelle die Zirbelnüsse sind. Der Tannenhäher ist maßgeblich an einer natürlichen Verjüngung der Bestände beteiligt und verbreitet diese anders als andere Samenfresser wie etwa Spechte, Eichhörnchen oder Mäuse über die Waldgrenze hinaus.
Der Tannenhäher legt ab August zahlreiche Vorratsverstecke mit Zirbensamen an. Dabei bevorzugt er weichen oder lockeren Untergrund und legt in diesem auch größere Depots an als in festen. Etwa aus 20 % der versteckten Zirbensämlinge wachsen Keimlinge, da sie der Tannenhäher im Winter nicht wieder findet und sie auch dem Verzehr durch andere Samenräuber wie beispielsweise Rötelmäuse oder Eichhörnchen entgangen sind.
Die Zirbelkiefer profitiert in ihrer Ausbreitung durch die Versteckausbreitung über den Tannenhäher, da dieser solche Stellen zur Anlage von Vorratslager bevorzugt, die hinsichtlich des Keimungserfolges und des Wachstums der Jungbäume relativ günstig sind. Sie ist aus diesem Grund auch der Sukzessionsbaum der Lärche. Die Lärche, die eine typische Rohbodenbesiedlerin ist, verbreitet anders als die Zirbelkiefer ihren Samen durch den Wind (sogenannte Anemochorie). Nur wenige Samen finden jedoch ein geeignetes Keimbeet, da nach dem Rückgang der Beweidung die Rasen- und Zwergstrauchdecken dichter geworden sind und der Samen nur selten auf den zur Keimung benötigten vegetationslosen Stellen anfliegt. Der Keimungserfolg der auf dem Boden aufliegenden Samen der Lärche ist außerdem von günstigen Witterungsbedingungen abhängig.
Vergesellschaftung mit Pilzen
Mit der Zirbelkiefer vergesellschaftet sind eher seltene Pilzarten. Dazu zählt der Zirbenröhrling, der gelegentlich auch Arvenröhrling genannt wird. Zwei weitere Pilzarten, der Elfenbeinröhrling und der Helvetische Körnchenröhrling gehen außer mit der Zirbelkiefer auch mit der Weymouths-Kiefer Partnerschaften ein.
Nutzung
Holz
Die Zirbelkiefer ist ein Kernholzbaum. Der schmale Splint ist gelblich, das Kernholz rötlich und stark nachdunkelnd. Das Holz ist harzreich, weich, zäh, sehr dauerhaft und verströmt einen angenehmen Duft. Es wird im Innenausbau für Vertäfelungen, als Möbelholz (für Bauernküchen), für Schindeln und für Schnitzarbeiten genutzt. Es sollen auch, mangels anderer Holzarten im alpinen Gelände, Almhütten daraus gezimmert worden sein.
Kernholz
Zirbelkerne
Die wohlschmeckenden Samen, die 70 % Fette und 20 % Eiweiss enthalten, wurden früher im Alpenraum als Nahrungsmittel verwendet und werden heute noch in Sibirien in großen Mengen gehandelt. Im Unterschied zu den sehr ähnlich aussehenden Pinienkernen sind diese meist nicht ganz so länglich in der Form und etwas feuchter in der Konsistenz. Auch ist der Geschmack weniger harzig und erinnert mehr an Walnüsse.
Nahrungsmittel
Eine Spezialität ist der Zirbengeist, bei dem drei bis vier Zirbenzapfen pro Liter Schnaps mehrere Wochen eingelegt werden, bis der Sud eine dunkelbraune-rötliche Farbe angenommen hat.
Rezept:
- 1 Liter Kornschnaps
- 3 mittelgroße Zirbenzapfen, in 5 Millimeter dicke Scheiben geschnitten
- Zucker (je nach Geschmack)
Den Sud in der Sonne stehen lassen und immer mal wieder umrühren; nach 2 Wochen abschütten.
Sonstiges
Der Zapfen der Zirbelkiefer wird auch irreführend Zirbelnuss genannt und hat im mitteleuropäischen Raum seit römischer Zeit Bedeutung als Fruchtbarkeits- und Unsterblichkeitssymbol. Die Zirbelnuss ist bis heute im Stadtwappen von Augsburg abgebildet.
Die im Zwischenhirn des Menschen befindliche Zirbeldrüse (Corpus pineale) trägt ihren Namen, da sie in ihrer Form an den Zirbelkiefernzapfen erinnert.
Literatur
- Ulrich Hecker; Bäume und Sträucher, BLV Verlag München, 1995, ISBN 3-405-14738-7
- Fiedrich-Karl Holtmeier; Tier in der Landschaft – Einfluss und ökologische Bedeutung, Ulmer Verlag Stuttgart 2002, 3-8001-2783-0. Holtmeier geht in diesem Buch ausführlich auf die Wechselbeziehung zwischen Lärche, Zirbelkiefer und Grauem Lärchenwickler sowie zwischen Zirbelkiefer und Tannenhäher ein.
Weblinks
Kategorie:Nacktsamer
Kategorie:Baum
Kategorie:Alpenflora
Bergkiefer
Die Bergkiefer (Pinus mugo), auch Latschenkiefer (kurz Latsche), Legföhre, Leg-Kiefer oder Krummholz-Kiefer genannt, ist ein Nadelholzgewächs (Pinophyta) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie bildet eine eigene Art innerhalb der Gattung der Kiefern (Pinus).
Dieser Artikel beschreibt die Unterart Pinus mugo subsp. mugo (inkl. Pinus mugo subsp. pumilio)
Beschreibung
Die Bergkiefer wird zwischen 1 bis 3 m hoch und ist gekennzeichnet durch ihren krummen Wuchs mit niederliegenden bis bogig aufsteigenden Stämmen und Ästen. Diese bilden oft ein undurchdringliches Gewirr (Latschenfilz oder Latschenfelder).
Die dunkelgrünen, spitzen Nadeln paarweise an den Kurztrieben und sind bis 5 cm lang. Deren Lebensdauer beträgt 5 bis 10 Jahre.
Die Bergkiefer ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es kommen somit männliche und weibliche Zapfen auf einem Individuum vor. Die Pollen werden am Grund junger Langtriebe gebildet, anstelle von beblätterten Kurztrieben in den Achseln von Schuppenblättern. Weibliche Zapfen gedeihen nahe dem Ende junger Langtriebe. Sie werden kaum länger als 10 mm, sind blassrosa bis rot und wachsen bis zum ersten Herbst kaum. Im zweiten Jahr wachsen die weiblichen Zapfen und reifen.
Samen und reifende Zapfen
Die harten, eiförmigen Zapfen sind im zweiten Jahr reif und geben geflügelte Samen frei. Diese sind
beflügelt und werden 4 bis 5 mm groß. Die Samenanlagen sitzen offen auf schuppenförmigen
Fruchtblättern, sind also nicht in einem Fruchtknoten eingeschlossen (Nacktsamer!).
Die Samenzapfen sind symmetrisch (Zapfenstiel - sofern vorhanden - zentrisch und gerade, d.h. in der Zapfenachse liegend). Der Schild der Samenschuppen ist meist flach, selten etwas aufgewölbt bis kegelig. Die Zapfen werden zwischen 3 und 7 cm lang. Sind die Zapfen geöffnet, erreichen sie eine Breite zwischen 2 und 5 cm. Auf die Blütezeit während den Sommermonaten Juni und Juli folgt die Samenreife im Oktober. Die Entwicklung der Früchte erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren.
Das Holz der Latsche ist hart und schwer spaltbar, d.h. es weist eine gute Querfestigkeit auf
und ist wenig elastisch. Weiter ist es harzhaltig, hat einen rötlichen Kern, der unter Lichteinfluss nachdunkelt und einen Splint der 2 bis 4 cm breit und gelblich weiss ist.
Weiter typisch sind die seifige Oberfläche, relativ grosse Äste von dunkelbrauner Farbe und der angenehme Harzgeruch.
Vorkommen
Holz
Die Latschenkiefer kommt vor allem in der subalpine Zone ozeanischer Hochgebirge vor. Als Gartenform werden sie aber auch außerhalb derselben angetroffen.
Hauptvorkommen hierbei ist in den Pyrenäen, Alpen, Erzgebirge, Karpaten, nördliches Appenin bis zum Balkan zwischen 1.000 m bis 2.700 m. In Österreich ist sie bis auf Wien und Burgenland in allen Bundesländern häufig vertreten.
Als Standort werden mäßig trockene, felsige Stellen bevorzugt. Die Pflanze ist etwas schneeschutzbedürftig.
Verwendung
Verwendung ähnlich wie bei Wald-Kiefer.
Da die Stämme und Äste nicht sehr dick werden, sind sie allenfalls als Drechsler und
Schnitzholz verwertbar, evtl. für einfache Möbel, als Hobelware im Innen und
Aussenbau und im Fensterbau. Frisch geschnitten ist der Splint allerdings sehr anfällig
auf Bläuepilze.
Aus frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt man Latschenkiefernöl für
kosmetische Produkte. In der Brennerei wird das Öl mittels Wasserdampfdestillation
gefiltert und tropfenweise in einem Glas aufgenommen. Als fertiges Latschenkiefernöl
kann es naturrein abgefüllt und zum Verkauf angeboten werden. Es dient zur äusserlichen sowie innerlichen Anwendung bei Katharren der oberen und unteren Atemwege. In medizinischen Bädern zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im nicht akuten Stadium.
Systematik
Es gibt zwei Unterarten:
- Pinus mugo subsp. mugo, die Legföhre. Sie ist karpatisch-ostalpisch verbreitet.
- Pinus mugo subsp. uncinata, die Spirke oder Aufrechte Bergkiefer. Bei manchen Botanikern ist sie eine eigene Art: Pinus uncinata. Die Spirke ist pyrenäisch-westalpisch verbreitet. Die Pflanze bis zu 20 m hoch und hat asymmetrische Zapfen.
Die beiden Unterarten bilden Bastarde; sie sind also hybridogen verbunden und so gibt es eine recht variable Zwischensippe (P. mugo nothosubsp. rotundata).
Sorten
- Pinus mugo (Bergföhre) - breit kegelförmiger Wuchs, 4-5 m hoch, vielseitig verwendbar, auch für Sichtschutz
- Pinus mugo 'Alpenzwerg' - kegelförmiger, kompakter, langsamer Wuchs, bis 1,5 m hoch, für Tröge und kleine Gärten
- Pinus mugo 'Gnom' - dichtverzweigte, aufrecht und langsam wachsende Form, bis 3 m hoch, Nadeln dicht gedrängt
- Pinus mugo 'Henry' - ausgesprochen zwergiger und langsamer Wuchs, dicht und kugelig, bis 40 cm hoch und 50 cm breit, sehr kurze Abstände zwischen den Verzweigungen, Jahreszuwachs nur 1 bis 3 cm, für kleinste Raumverhältnisse
- Pinus mugo 'Humpy' - breit kissenförmiger, dichter Wuchs, bis 30 cm hoch und 100 cm breit, sehr kurze, dicht gedrängte Nadeln, für kleine Raumverhältnisse
- Pinus mugo 'Mops' - kugeliger Wuchs, bis 1,5 m hoch, langsam wachsend, für Tröge gut geeignet
- Pinus mugo mughus (Legföhre) - weniger stark, aber breiter wachsend als Pinus mugo, 2-3 m hoch und breit, zur Abdeckung und als niedriger Sichtschutz
- Pinus mugo pumilio (Kriechföhre) - dichter und langsamer Wuchs, zudem breit und niederliegend, bis 80 cm hoch und 150 cm breit, für kleine Räume
- Pinus mugo 'Wintergold' - breiter buschiger Wuchs, bis 80 cm hoch und 120 cm breit, Nadeln im Sommer leicht gelb und im Winter schön goldgelb.
Sonstiges
In Nordlagen, bei zu langer Schneebedeckung, wird die Latsche sehr durch den Pilz Herpotrichia nigra (Schwarzer Schneeschimmel) geschädigt (schwärzliche, zusammengeklebte Nadelbüschel) und von der Grünerle ersetzt.
Die elastischen Äste sind vorzüglich dem winterlichen Schneedruck der Hochlagen angepasst.
Image:Kosodrzewina (Sosna górska) Pinus mugo mugo.jpg|Pinus mugo subsp. mugo, blühende Legföhre.
Image:Pinus-mugo.JPG|Pinus mugo subsp. mugo, Legföhre im Garten.
Image:Pinus mugo.jpg|Pinus mugo subsp. mugo, Legföhre im Garten.
Image:Pinus uncinata.jpg|Pinus mugo subsp. uncinata, Spirke oder Aufrechte Bergkiefer.
Image:Bonsai.jpg|Pinus mugo subsp. uncinata, Spirke als untypischer "natürlicher Bonsai".
Literatur
- Johanna Graßmann, Renate Spitzenberger, Susanne Hippeli, Renate Vollmann, Erich F. Elstner: Etherische Öle aus der Latschenkiefer. Naturwissenschaftliche Rundschau 58(3), S. 127 - 133 (2005),
- Manfred A. Fischer: Exkursionsflora von Österreich, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6
Weblinks
Kategorie:Nacktsamer
Kategorie:Baum
Kategorie:Alpenflora
Schwarzwald
im Hintergrund.]]
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Der bis zu 1.493 m hohe Schwarzwald ist ein Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands, das sich vom Hochrhein im Süden östlich entlang des Oberrheins 160 km bis zur Linie Karlsruhe-Durlach - Pforzheim im Norden erstreckt. Im Süden beträgt die größte Breite 60 km, im Norden nur 30 km. Im Norden schließt sich das Kraichgauer Bergland an. Im Süden geht der Schwarzwald im Osten in die Hochmulde der Baar über, im Norden wird er östlich begrenzt durch das Schwäbisch-Fränkische Stufenland.
Geographie
Der meist dicht bewaldete Schwarzwald, das größte zusammenhängende Mittelgebirge in Deutschland, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung östlich von der sehr langgestreckten Oberrheinischen Tiefebene, parallel zu dieser und etwa von deren Südrand bis zur Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg.
Naturräume
Naturräumlich betrachtet unterscheidet man den Nordschwarzwald, den Mittleren Schwarzwald und den Südschwarzwald. Die Kinzig markiert die Grenze zwischen Nordschwarzwald und Mittlerem Schwarzwald und die Dreisam mit dem Höllental jene zwischen Mittlerem und Südschwarzwald. Den (höheren) südlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds zusammen mit den Hochgipfeln des Südschwarzwalds, insbesondere den Raum um Hinterzarten und den Feldberg, bezeichnet man auch als Hochschwarzwald.
Berge
Die Gipfel des Schwarzwalds erreichen Höhen von 1166 m (Hornisgrinde) im Nordschwarzwald bis zu 1493 m (Feldberg im Schwarzwald) im Südschwarzwald. Weitere wichtige Berge finden sich in der Liste der Berge im Schwarzwald.
Gewässer
Flüsse & Bäche
Im Schwarzwald entspringen unter anderem die Breg (49 km) und die Brigach (43 km), die beiden Quellflüsse der Donau („Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“). Weitere bedeutende Flüsse sind die Dreisam (29 km), die Elz, die Enz (112 km), die Kinzig (95 km), der Klemmbach, der Möhlin, die Murg (96 km), die Nagold (92 km), die Wutach (118 km), die Schiltach (ca. 25 km), die Wehra, die Wiese (55 km) und der Neckar (367 km), der bis Horb am Neckar die Ostgrenze des Schwarzwald bildet
Seen
Bedeutende Seen im Schwarzwald sind unter anderem der Glaswaldsee, der Kirnbergsee, der Titisee, der Schluchsee und der Feldsee.
Außerdem gibt es noch zahlreiche Stauseen wie den Schwarzenbachstausee, den Wehrastausee, den Witzaustausee, den Stausee Kleine Kinzig oder die Nagoldtalsperre.
Geologie
Der Schwarzwald besteht aus zwei geologischen Einheiten: einem älteren kristallinen Sockel, auch Grundgebirge genannt, sowie dem darüberliegenden Deckgebirge aus Buntsandstein. Der im Jungtertiär – Pleistozän – gehobene Schwarzwald wurde gewissermaßen wie in einer riesigen Wellenbewegung unterschiedlich stark hervorgewölbt. Am intensivsten ist hiervon der Südschwarzwald mit dem Feldberg als höchstem Zentrum (1493 m) erfasst worden, weniger kräftig dagegen das Gebiet um die Hornisgrinde (1164 m). Dazwischen liegen breite, tektonische Mulden wie die Flußtäler von Kinzig und Murg.
Im Grundgebirge herrschen Gneise vor, in die im Zuge älterer Gebirgsbildungen mehrere große Granitkörper eingedrungen sind, so zwischen dem Kinzig- und dem Mittleren Murgtal. Mit den magmatischen Erscheinungen war die Bildung von Erzlagerstätten verbunden, die der Mensch z.T. dann bergbaulich nutzte. Weiterhin erwähnenswert sind die Senken im Rotliegenden, wie beispielsweise die Baden-Badener Senke, mit den teils mächtigen Quarzporphyr- und Tuffdecken (aufgeschlossen am Felsmassiv Battert, im Stadtkreis Baden Baden).
Über dem kristallinen Sockel (Grundgebirge) erhebt sich im Nordschwarzwald und in den angrenzenden Teilen des Mittleren Schwarzwaldes das Buntsandstein-Deckgebirge mit markanten Stufen. Widerstandsfähigste Deckschicht auf der Stufenfläche der durch die Murgzuflüsse stark aufgelösten Grindenhöhen und der geschlossenen Enzhöhen ist das verkieselte Hauptkonglomerat (Mittlerer Buntsandstein). Nach Osten und Norden schließen sich die Platten des Oberen Buntsandsteins an (Plattensandsteine und Röttone). Südlich der Kinzig verschmälert sich der Buntsandstein auf einen Randsaum im Osten des Gebirges.
Es gilt als erwiesen, dass der Schwarzwald während der Hochphasen der Riß- und Würmeiszeit (also vor ca. 120.000 – 10.000 Jahren) stark vergletschert war. Der glaziale Formenschatz beschränkt sich heutzutage hauptsächlich auf die bekannten und zum Teil stark touristisch erschlossenen Karseen ( wie Mummelsee, Wildsee, Schurmsee, Glaswaldsee etc.), die sich meist an den nach Nordosten ausgerichteten Talhängen befinden. Durch diese nordöstliche Exposition und die damit verbundene geringere Sonneneinstrahlung hat der Prozess der Abschmelzung der Eismassen sehr lange gedauert. Hierdurch entstand die trichterförmige Topografie, die alle Karseen umgibt.
Klima
Klimatisch hebt sich das Gebirge durch geringere Temperaturen und größere Niederschläge von den Randlandschaften ab. Niederschläge während des ganzen Jahres prägen den Mittelgebirgscharakter des Schwarzwaldes. Temperaturabnahme und Niederschlagszunahme erfolgen jedoch nicht gleichmäßig mit zunehmender Höhe. So ist ein unverhältnismäßig starkes Ansteigen der Niederschläge schon in tieferen Lagen und an der niederschlagsreichen Westseite zu beobachten.
Der niederschlagsreichste Bereich ist der Nordschwarzwald (z.B die Hornisgrinde mit 2100–2200 mm/Jahr), der den regenreichen atlantischen Westwinden frei ausgesetzt ist. Auf der Höhe des Mittleren Schwarzwalds sind die Vogesen als Regenfänger gewissermaßen vorgeschaltet. Dadurch sind die Niederschläge hier schon weniger ergiebig. Im Bereich der Oberen Gäue - also auf der nach Osten exponierten Seite des Mittleren Schwarzwalds - wird es bereits wesentlich trockener. So liegen die jährlichen Niederschlagsmengen in Horb a.N. auf Grund des Regenschattens des vorgelagerten Schwarzwalds nur noch bei etwa 750 mm.
Thermisch zeichnen sich die höheren Lagen des Schwarzwalds durch relativ geringe Jahresschwankungen und gedämpfte Extremwerte aus. Dies ist teils durch stärkere Bewölkung im Sommer, teils durch die im Winterhalbjahr häufigen Hochdruckwetterlagen bedingt, die auf den Gipfeln zu Sonnenschein führen, während die Täler in Kaltluftseen unter einer dichten Nebeldecke verschwinden (Inversionswetterlage). Mit wachsender Höhe nehmen Dauer und Mächtigkeit der Schneedecke im Winter zu, was nachhaltige Folgen für den Naturhaushalt hat (z.B. deutlich kürzere Vegetationsperioden).
Geschichte
Die erste kartografische Erwähnung des Schwarzwalds findet sich in der Tabula Peutingeriana aus dem 4. Jahrhundert. Die Römer bezeichneten den Schwarzwald damals als Marciana Silva, was Grenzwald (von germ. marka, "Grenze") bedeutet. Wahrscheinlich beschrieb der Schwarzwald die Grenze zum Gebiet der östlich des römischen Limes siedelnden Markomannen ("Grenzleute"). Diese wiederum gehörten zu dem germanischen Volk der Sueben, von denen sich die späteren Schwaben ableiteten. Die Besiedlung des Schwarzwalds erfolgte allerdings nicht durch die Römer, welche allerdings die Kinzigtalstraße erschufen, sondern erst durch die Alemannen. Diese besiedelten und kolonisierten zuerst die Talbereiche, indem sie z.B. von der Baar aus die ehemalige Siedlungsgrenze, die sog. "Buntsandsteingrenze" überschritten. Bald danach wurden immer höher gelegene Bereiche und angrenzende Wälder kolonisiert, so dass sich bereits Ende des 10. Jahrhunderts erste Siedlungen im Gebiet des Buntsandsteins finden. Dazu gehört beispielsweise Rötenbach, das erstmals 819 erwähnt wird.
Besonders ab den 60er Jahren bot der Schwarzwald eine Kulisse für viele Filme und Fernsehserien, unter anderem für einige Filme mit Roy Black, und später in den 80er Jahren dann für die TV-Serie Schwarzwaldklinik.
Am 26. Dezember 1999 wütete im Schwarzwald der Sturm Lothar und richtete besonders in den Fichtenmonokulturen große Waldschäden an.
Wirtschaft
Insbesondere im Mittleren Schwarzwald sowie im Südschwarzwald (z.B. im Münstertal) fand nachweislich schon in der Römerzeit intensiver Erzbergbau statt (Gewinnung von Silber- und Bleierzen). Bis ins frühe Hochmittelalter war der Hochschwarzwald praktisch unbesiedelt. Im Laufe der Binnenkolonisation im späteren Hochmittelalter wurde ausgehend von den dort gegründeten Klöstern (St. Peter, St. Märgen) auch die Hochebene kultiviert. Im späteren Hochmittelalter (ab ca. 1100) erlebte auch der Bergbau wieder einen Aufschwung, insbesondere am Schauinsland, Feldberg und im Münstertal. Man nimmt an, dass bis zum Ausgang des Mittelalters etwa 800-1000 Bergleute im Münstertal lebten und arbeiteten. Nach der Pest, die das Münstertal 1516 heimsuchte, dem Deutschen Bauernkrieg (1524-26) und dem Dreißigjährigen Krieg ging der Bergbau in der Region bis auf wenige Gruben zurück.
Ein erneuter Aufschwung begann Anfang des 18. Jahrhunderts nach dem Verlust des Elsass an Frankreich. Er dauerte bis in das 19. Jahrhundert. Viele Gruben aus dieser Zeit können heute als Schaubergwerg besichtigt werden, wie z.B. die Grube Teufelsgrund (Münstertal), der Hoffnungsstollen Todtmoos und das Bergwerk im Schauinsland.
Über die Kinzig und den Rhein wurde mehrere Jahrhunderte Holz aus dem Schwarzwald durch Flöße für den Schiffbau und andere Verwendungen exportiert. Auch in der Herstellung von Glas waren die Schwarzwälder bewandert. Davon zeugen noch heute einige Glasbläsereien, die, z.B. im Höllental besichtigt werden können.
In den schwer zugänglichen Schwarzwaldtälern setzte die Industrialisierung erst spät ein. Viele Bauern stellten im Winter Kuckucksuhren aus Holz her. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert die feinmechanische und die Uhrenindustrie, die mit der Erschließung vieler Schwarzwaldtäler durch die Eisenbahn zu großer Blüte kam. Der anfängliche Standortnachteil, der zur Entwicklung des feinmechanischen Holzhandwerks führte, wurde mit dem Zugang zum Rohstoff Metall zu einem Wettbewerbsvorteil. Durch den steigenden Bedarf an mechanischen Geräten entstanden große Firmen wie Junghans und Kienzle. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Produktion der Unterhaltungselektronik durch Firmen wie SABA, DUAL und Becker. In den 1970er Jahren ging die Industrie auf Grund fernöstlicher Konkurrenz zurück. Bis heute ist der Schwarzwald ein Zentrum der metallverarbeitenden Industrie (Mesa Feindrehteile in Lenzkirch, ...) und Standort vieler Hochtechnologie-Firmen, wie z.B. Testo und Atmos in Lenzkirch oder IMS Connector Systems in Löffingen . Allerdings gab es in den letzten Jahren auch viele Betriebe, die geschlossen werden oder in extremem Maße Personal reduzieren mussen. Beispiele hierfür sind Kadus (Lenzkirch), Papst Lüfter, die Papier-, sowie die Schraubenfabrik von Neustadt.
Der Schwarzwald lebt heute hauptsächlich von der Tourismusbranche.
siehe auch: Uhrenindustrie im Schwarzwald
Kultur
Der Schwarzwald ist eine eher konservative und dünn besiedelte Region. Weit verstreute Gemeinden, die oft aus vielen Einsiedlerhöfen bestehen, sind keine Seltenheit.
Zum Teil werden heute noch, meist zu festlichen Anlässen, die traditionellen Trachten getragen. Das Aussehen der Trachten variiert von Region zu Region z.T. sehr stark. Eine der bekanntesten schwarzwälder Trachten, ist die Tracht mit dem charakteristischen Bollenhut. Unverheiratete Frauen, tragen ihn mit roten "Bollen", verheiratete mit schwarzen.
Bekannt ist der Schwarzwald ferner für seine Thermalquellen (etwa in Baden-Baden, Bad Krozingen, Badenweiler, Bad Liebenzell oder Bad Bellingen), die typischen Bauernhäuser mit ausladenden Krüppelwalmdächern, die Schwarzwälder Kirschtorte, den Schwarzwälder Schinken, Kirschwasser und die Kuckucksuhr.
Verkehr und Tourismus
Touristische Ziele
Sehenswert sind die Städte Freiburg und Baden-Baden, sowie die kleineren Orte Gengenbach, Staufen und Schiltach. Prächtig ausgestattete Klosterkirchen sind zum Beispiel das ehemalige Benediktinerkloster in St. Blasien, die Klöster Sankt Trudpert, St. Peter und St. Märgen.
Aussichtsberge sind neben dem Feldberg vor allem der Belchen, der Kandel und der Schauinsland. Touristische Ausflugs- und Erholungsziele sind der Titisee und der Schluchsee.
Auch das Murgtal, das Kinzigtal, der höchste Wasserfall Deutschlands und das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof werden häufig besucht.
Im Schwarzwald finden sich sehr schöne Wanderwege, darunter der berühmte Westweg und der Querweg Freiburg - Bodensee, der durch die wildromantische Wutachschlucht führt. Spezielle Themenwege für Freunde des Barfußwanderns und Sinneserlebnisses wurden mit dem Barfußpark Dornstetten und dem Park mit allen Sinnen in Gutach/Schwarzwaldbahn geschaffen. Auch mehrere touristisch interessante Straßen wie die Schwarzwaldhochstraße (B 500) oder die Deutsche Uhrenstraße führen zu reizvollen Zielen im Schwarzwald.
Im südlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds sowie im Südschwarzwald wurde der 333.000 ha große Naturpark Südschwarzwald eingerichtet, der mit dieser Fläche der größte Naturpark Deutschlands ist.
Museen
Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach an der Schwarzwaldbahn bietet mit seinen originalgetreu rekonstruierten Schwarzwaldhäusern Einblicke in das bäuerliche Leben des 16. und 17. Jahrhunderts. Das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen präsentiert einen umfassenden Querschnitt durch die Geschichte der Uhrmacherei und Uhrenindustrie.
Eisenbahn
Der gesamte Schwarzwald wurde schon früh durch die Eisenbahn erschlossen. Im Nordschwarzwald durch die Enztalbahn von Pforzheim nach Bad Wildbad, durch die Nagoldtalbahn von Pforzheim über Calw und Nagold nach Horb am Neckar und die Württembergische Schwarzwaldbahn von Stuttgart nach Calw. Das Altensteigerle, eine Schmalspurbahn, führte von Nagold weiter nach Altensteig.
Vom Rheintal aus führen entlang der Täler viele Eisenbahnen in den Schwarzwald. Die Albtalbahn von Karlsruhe nach Bad Herrenalb, die Murgtalbahn von Rastatt nach Freudenstadt, die Achertalbahn von Achern nach Ottenhöfen im Schwarzwald und die Renchtalbahn von Appenweier nach Bad Griesbach. Die Schwarzwaldbahn führt von Offenburg über Hausach, Villingen und Donaueschingen bis nach Konstanz am Bodensee. Ein Abzweig in Hausach ist die Kinzigtalbahn nach Freudenstadt. Südlich von Offenburg führen aus dem Rheintal die Elztalbahn von Denzlingen nach Elzach, die Höllentalbahn von Freiburg im Breisgau durch das Höllental nach Donaueschingen und die Kandertalbahn von Haltingen in der Nähe von Basel durch das Kandertal nach Kandern.
Von Titisee an der Höllentalbahn führt die Dreiseenbahn vom Titisee zum Windgfällweiher und zum Schluchsee. Entlang der Baden-Württembergisch-schweizerischen Grenze verband die Wutachtalbahn Waldshut mit Immendingen an der Schwarzwaldbahn.
Die Strecken haben auch heute noch einen regen Verkehr oder sind äußerst beliebte Museumseisenbahnen.
Siehe auch
- Portal:Baden-Württemberg
Weblinks
- http://www.schwarzwaldwiki.de/
- http://www.bergbau-schwarzwald.de/
Kategorie:Region in Baden-Württemberg
Kategorie:Deutsches Mittelgebirge
Kategorie:Waldgebiet
als:Schwarzwald
ja:シュヴァルツヴァルト
simple:Black Forest
Böhmerwald
Der Böhmerwald ist eine etwa 200 km lange Bergkette entlang der deutsch-tschechisch-österreichischen Grenze. Er verläuft von der Cham-Further-Senke im Nordwesten bis zum Sattel von Hohenfurth/Vyšší Brod im Südosten und bildet die Wasserscheide des Donau- und Moldaugebietes.
Auch wenn es sich beim Böhmerwald geologisch gesehen um ein einziges Gebirge handelt, so wird er seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach den politischen Grenzen unterteilt in
- den Böhmerwald (Šumava) auf tschechischer Seite
- den Bayerischen Wald im nordöstlichen Bayern,
- den österreichischen Böhmerwald im nordwestlichen Mühlviertel Oberösterreichs.
Manchmal wird auch noch der Oberpfälzer Wald (Český les) in Bayern und Tschechien zum Böhmerwald gezählt.
Je nach regionaler Lage werden mit dem Begriff Böhmerwald das ganze Gebirge oder nur Teile davon bezeichnet. Der tschechische Name für den Böhmerwald ist Šumava. Der Große Arber mit seinen 1.456 Metern ist der höchste Punkt des Mittelgebirges. Dieser liegt auf bayerischer Seite. In Tschechien und Österreich ist der Plöckenstein/Plechy mit 1.378 m der höchste Berg.
Große Teile des tschechischen Teiles wurden zum Nationalpark Šumava erklärt.
Weblinks
- [http://web.utanet.at/oenj.haslach/boehmerwald.htm Böhmerwald]
- [http://www.boehmerwaldjournal.de Böhmerwaldjournal]
Kategorie:Mittelgebirge
Kategorie:Gebirge in Tschechien
Kategorie:Deutsches Mittelgebirge
Kategorie:Geographie (Bayern)
Kategorie:Geographie (Tschechien)
Kategorie:Region in Oberösterreich
Kategorie:Gebirgsgruppe in Oberösterreich
Kategorie:Historische Landschaft
Kategorie:Waldgebiet
Alpen
Die Alpen sind das größte und höchste Gebirge Europas, an dem Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Slowenien Anteil haben. Sie entstanden vor etwa 30 Millionen Jahren, als die Adriatische Platte mit der europäischen Platte kollidierte. Im Maximum der Faltung wuchs das Gebirge um etwa 5 mm/Jahr in die Höhe. Dieser Druck dauert bis heute an, der Wuchs beträgt jedoch weniger als 0,5 mm/Jahr.
Die Alpen sind Klima- und Wasserscheide zwischen Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeerraum. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an, umfassen in weitem Bogen nach Westen die Poebene, verzweigen sich beim Lac du Bourget in den Französischen und Schweizer Jura und enden nach 750 km westöstlicher Erstreckung fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland an der Donau bei Wien. Im Nordosten sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das Dinarisches Gebirge aus Karst über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Gesamtlänge der Alpen von Genua bis Wien beträgt etwa 1.200 km, die Breite 150 bis 200 km, im Osten bis 300 km. Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3.000 und 4.300 m, in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont Blanc mit 4.808 m. Die höchsten Berge der Alpen findet man in der Liste der Viertausender in den Alpen.
Liste der Viertausender in den Alpen
Liste der Viertausender in den Alpen
Gliederung
Vertikal gliedert man die Alpen in die Region des Alpenvorlandes bis zur oberen Waldgrenze (1.500 bis 2.000 m), in die Mittelalpen bis zur Schneegrenze (2.400 bis 3.100 m), darüber in die Hochalpen. Horizontal gesehen gilt die Linie Rheintal-Splügen-Comer See als Grenze zwischen den Ost- und Westalpen.
Ostalpen
Als Ostalpen bezeichnet man den Teil der Alpen östlich einer gedachten Linie vom Bodensee entlang des Rheins über den Splügenpass zum Comersee (Comosee) und Lago Maggiore. Sie sind im Vergleich zu den Westalpen niedriger und "sanfter", mit niedrigeren Übergängen (Pässen). Die Ostalpen durchziehen ganz Österreich - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland.
Im Gegensatz zu den Westalpen schließen die Ostalpen keine autochthonen Massen ein; sie sind ein Decken- und Faltgebirge, in dem westalpine Decken nur randlich und in geologischen Fenstern hervortreten.
Drei Deckensysteme werden über den breiten Rand der Böhmischen Masse nach Norden geschoben:
- Helvetisches System: Die helvetische Decke tritt am Nordrand der Alpen zu Tage.
- Penninisches System: Die penninische Decke baut die Sandsteinzone (Flyschzone) auf und erscheint mit kristallinen Gesteinen in geologischen Fenstern, z.B. Unterengadiner Fenster, bis Prutz in Tirol hereinreichend; Tauernfenster zwischen Brennerfurche und Liesertal; Fenster von Rechnitz (Günser Berge).
- Ostalpines System: Sie bauen die Nördliche Kalkzone, Schieferzone (Grauwackenzone), kristalline Zone (Zentralzone) auf - mit Ausnahme der geologischen Fenster, Gailtaler Alpen und dem nördlichen Zug der Karawanken. Südlich der Störungslinie Gailtal-Eiskappl ("alpin-dinarische Narbe") folgen südbewegte dinarische Decken (sie zeigen nur kleine Überschiebungen).
Geografische Gliederung der Ostalpen
Nordalpen
Die Nordalpen umfassen Sandsteinzone, die nördliche Kalkzone und den Hauptteil der nördlichen Schieferzone.
Die Sandsteinzone, auch Flyschzone genannt, besteht aus Gesteinen der Kreidezeit und des Alttertiärs. Sie erhebt sich deutlich über das Alpenvorland. Die Sandsteinzone ist schmal, verbreitert sich nur im Wiener- und Bregenzerwald und ist ungefähr 1000 m hoch. Es gibt zwar weit höherere Berge im Bregenzerwald - doch diese bestehen aus Kalkstein. Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen wie Sandstein, Mergel und Tonschiefer. Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken, Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, lehmige Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss die Entstehung von Hochwässern.
Nördliche Kalkalpen
Die nördlichen Kalkalpen bestehen aus mesozoischen Gesteinen (besonders Trias). Die Kalkalpen kann man in die Kalkvoralpen und die Kalkhochalpen unterteilen.
Die Kalkvoralpen bestehen aus Dolomiten und Kalken und sind ein Mittelgebirge mit Schneiden, Kegeln und Stöcken, welche bis zu 1600 m hoch werden können. Die nördlichen Kalkalpen sind vorwiegend von Fichtenmischwäldern bedeckt. Im Kalk entstehen Karsterscheinungen. Der wasserundurchlässige Dolomit hingegen ist stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem Grus versehen. In den Kalkvoralpen gibt es einzelne höhere Erhebungen wie den Ötscher oder das Sengsengebirge. Ihre Zuordnung zu den Voralpen oder den Kalkhochalpen ist jedoch strittig.
Etwas südlich der Kalkvoralpen erstrecken sich die felsigen Kalkhochalpen, die vorwiegend aus Kalken (im Westen Wettersteinkalk, im Osten Dachsteinkalk) sowie Dolomiten bestehen.
Vom Wilden Kaiser gegen Westen bestehen sie vorwiegend aus wasserarmen Ketten, die steil geschichtet und mit Waldfluchten versehen sind. Außerdem sind die Kalkhochalpen mit Graten, Spitzen, Türmen, tief eingefressenen Karen und mächtigen Schutthalden versehen. Der Kettencharakter, der in den westlicheren Kalkhochalpen überwiegt, ist in den Lechtaler Alpen (mit dem höchsten Berg der Nordalpen), dem Wettersteingebirge und dem Karwendelgebirge besonders ausgeprägt.
Vom Zahmen Kaiser gegen Osten finden sich Kalkstöcke mit verkarsteten, wasserlosen, öden Hochflächen mit Karrenfeldern und Dolinen. Darauf wachsen weite Bestände von Legföhren (Latschen). Zwischen den Kalkplateaus liegt ein weitmaschiges Flussnetz in tiefen Tälern und Schluchten. Die Hochflächen zeigen eine buckelige, kuppige Altlandschaft (im Osten auch "Raxlandschaft" genannt) und konservieren des flachere Relief der tertiären Alpen, das infolge der Verkarstung bei und nach Hebung des Gebirges nicht zerschnitten, jedoch eiszeitlich überformt wurde. Die östlichen Kalkhochalpen weisen Plateaucharakter auf. Viele Höhlen sind als Reste ehemaliger unterirdischer Entwässerung übrig geblieben. An der Basis der Kalkberge befinden sich Salz- und Gipslager, sowie Quellhorizonte (Karstquellen) über Schiefern.
Schiefer-Grauwacken-Zone
Die Schiefer-Grauwackenzone ist ein schmaler Streifen paläozoischer Schiefer, Sandsteine und Kalke. Im Westen zeigen die Schieferalpen almen- und quellenreiche Rücken und Schneiden, darüber stellenweise Grate und Spitzen in härteren Schiefern und Kalken: Kitzbühler Alpen (von Bevölkerung als "Grasberge" bezeichnet). In den Eisenerzer Alpen dominieren dagegen Kalkklötze. Die Schieferzone enthält Lager von Eisen- und Kupfererz, Magnesit, Graphit und Talk. Die Schieferalpen liegen großteils südlich der Längstalflucht und werden daher meist zu den Zentralalpen gerechnet.
Nördlicher Längstalzug
Der nördliche Längstalzug bildet die ungefähre Grenze zwischen Nord- und Zentralalpen. Sie verläuft weithin innerhalb der Schieferzone oder an ihrem Rande: Walgau (untere Ill) - Klostertal - Arlberg - Stanzertal - Inntal - Zillertal - Gerlospass (oder Inntal - Talfurche von Ellmau - Pass von Grießen - Saalachtal - Talwasserscheide von Zell - Salzachtal) - Wagrainer Höhe - (oder Fritzbachtal) - Ennstal - Paltental - Schoberpass - Liesingtal - Murtal - Mürztal - Semmering - Schwarzatal. Der Talzug ist von Westen bis zum Schobersattel meist breit, eiszeitlich ausgestaltet und zeigt Schwemmkegel der Seitenbäche und Terrassen.
Zentralalpen
Die Zentralalpen sind weitgehend identisch mit der kristallinen Zone bestehend aus präkambrischen und paläozoischen Resten eines variszischen Gebirges ("Altkristallin") und dem Tauernfenster. Sie bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern; stellenweise Kalkschollen (zum Beispiel südlich von Innsbruck) und Kalkbändern.
Die Zentralalpen sind reich an Quellen, Bächen und Karseen; im Westen auch an Gletschern. Bedeutende Unterschiede in Höhe und Formbild zwischen Westen und Osten.
Im Westen befindet sich die stark zerschnitte Silvrettagruppe mit schroffen "Hörnern"; die massigen, asymmetrischen Ötztaler und die Stubaier Alpen mit langen Seitenkämmen nach Norden sind stark vergletschert; Wildspitze (zweithöchster Berg Österreichs); Weißkugel und Zuckerhütl (nach Firnbedeckung benannt). Östlich der Brennerfurche befinden sich fiederförmig angeordnete, langgestreckte Ketten und werden wegen der Vergletscherungen auch "Keesberge" als bezeichnet: Zillertaler Alpen, Hohe Tauern. Ebenso sind den westlichen Zentralalpen (bis zum Katschberg) Pyramidengipfel, weite Firnfelder, die von Felsgraten getrennt werden; tiefer unten Kare mit Seen, z.T. weite Karplatten; in Talanfänge reichende Gletscherzungen; tiefe, stufen- und wasserreiche Trogtäler; ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder gemeinsam.
Die östlichen Zentralalpen sind niedgriger und in mehrere Kämme aufgeteilt. Dazwischen befinden sich auch Senkungsfelder. Die Niederen Tauern sind heute unvergletschert, doch mit Karen und Karseen, Graten und Pyramidengipfeln (besonders im widerstandsfähigen Granitgneis) versehen. Südlich der Mur-Mürz-Furche überwiegen trotz Höhen über 2000 m die Mittelgebirgsformen: breite Rücken sind vermutliche Reste eines tertiären Flachreliefs und zeigen nur stellenweise Karbildungen. Ebenso sind mehr Matten- als Felsregionen und weite Fichtenwälder zu finden. Die Gurktaler Alpen werden im Südwestteil ihrer Formen wegen "Nockberge" genannt. Die Steirischen Randgebirge umfassen im Halbkreis die Grazer Bucht und endet an der ungarischen Grenze in waldbedeckten Mittelgebirgsspornen. Inselgebirge (Leithagebirge und Hainburger Berge) bilden eine Brücke zu den Karpaten.
Südliche Kalkalpen
Die Grenze zwischen Zentralalpen und südlichen Kalkalpen wird durch die Störungslinie der periadriatischen Naht gebildet. Die Abgrenzung zu den nördlichen Kalkalpen ist durch die Grauwackenzone gegeben.
Südlicher Längstalzug
Der südliche Längstalzug bildet die Grenze zwischen Zentral- und Südalpen. Er verläuft vom Pustertal (Rienztal - Toblacher Feld - oberes Drautal) durch das Drautal weiter in das Klagenfurter Becken bis ins Tal der Mieß/Meza. Der Längstalzug ist glazial verbreitert und mit großen Schwemmkegeln und nassen Talböden durchzogen.
Südliche Ostalpen
Die südlichen Ostalpen sind nicht so deutlich zonal gegliedert wie die Nordalpen. Infolge der S-förmigen Krümmung streichen Gesteinszüge in Südtirol von Süden heran. Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen Sarntaler Alpen über. Östlich schließen die südlichen Kalkalpen aus mesozoischen Gesteinen an. Formenreiche Dolomiten aus Riffkalken und Dolomiten bilden Zinnen, Türme, Stöcke (Marmolata). Davor befinden sich almenreiche Vorberge aus Schiefer. Die Gailtaler Alpen aus Kalk und Dolomit gipfeln in den wildzerissenen Lienzer Dolomiten und enden im Osten in einem Plateauberg (Dobratsch). Im Süden wird es von geradlinigem Tal der Gail begrenzt; die alpin-dinarische Narbe (periadriatische Naht) folgt.
Südliche Schieferzone
Die südliche Schieferzone besteht aus den Karnischen Alpen mit gerundeten Schieferbergen und -sätteln, die von schroffen Klötzen und Zähnen aus paläozoischen Kalken überragt werden (Hohe Warte). Östlich der Gailitzfurche befinden sich die Kalkketten der Karawanken (Hochstuhl). Unter Felsmauern befindet sich meist dichter Fichtenwald mit relativ wenig Almen. Der Südzipfel Österreichs erreicht noch die Steiner Alpen.
Die Zuordnung in Nord-, Zentral- und Südalpen sützt sich auf die bereits genannten großen Längstalzuge. Diese folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise die Zonen. Daher ist die Zuordnung bei manchen Gruppen ist umstritten.
Die wichtigste Verbindung durch die Alpen ist der Schräge Durchgang (Wiener Becken - Semmering - Mürztal - Murtal - Neumarkter Sattel - Klagenfurter Becken - Gailtal - Kanaltal (Gailitztal - Talwasserscheide von Tarvis - Fellatal).
Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebnen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist ebenso reich an Seen (Kärntner Seen) und Mooren.
Geologische Gliederung der Ostalpen
- Sandstein-Flyschzone - etwa zur Hälfte in Bayern
- Nördliche Kalkzone - zum kleinen Teil in Bayern
- Nördliche Schiefer-Grauwackenzone - Zentralalpen
- Kristalline Zone - Zentralalpen
- Südliche Schiefer-Grauwackenzone - an der Südgrenze Österreichs in den Zentralalpen
- Südliche Kalkzone - großteils in Jugoslawien und Italien
- Südliche Sandsteinzone - kaum ausgebildet; in Italien
In Osttirol und Kärnten stimmen Deckengliederung und diese Gesteinszonen nicht überein. Die Gailtaler Alpen liegen nördlich der "alpin-dinarischen Narbe", bestehen aber aus Kalkgestein, werden daher meist zur südlichen Kalkzone (und damit zu Südalpen) gerechnet. Die Südliche Schieferzone wird in Karnische Alpen im Norden und Süden von Zügen der südlichen Kalkzone eingefasst.
Im Westen Österreichs befindet sich eine auffällige S-förmige Krümmung der Gesteinszonen. Die kristalline Zone streicht Silvretta von Süden heran, biegt dann gegen Osten. Das Kalkgebirge des Rätikons liegt südlich der großen Längstalflucht. Das Etschtal südlich von Bozen ist dem Gesteinsstreichen nach ein Längstal.
Der höchste Berg der Ostalpen ist der Piz Bernina, mit 4.052 m der einzige 4000er der Ostalpen.
4000er
Teile der Ostalpen liegen in
- Deutschland; höchster Berg: Zugspitze - (Wetterstein-Gebirge),
- Italien; höchster Berg: Piz Bernina (La Spalla oder Spedla - Bernina),
- Liechtenstein; höchster Berg: Grauspitz (Rätikon),
- Österreich; höchster Berg: Großglockner (Glocknergruppe),
- Slowenien; höchster Berg: Triglav (Julische Alpen),
- Schweiz; höchster Berg der Ostalpen: Piz Bernina (Hauptgipfel) - (Bernina).
In den Ostalpen werden die vorwiegend kristallinen Zentralalpen (Rätische Alpen, Bernina, Ortlergruppe, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, Hohe und Niedere Tauern und Lavanttaler oder Norische Alpen) durch große Tälerlinien von den Nördlichen Kalkalpen und den Südlichen Kalkalpen getrennt.
Die Nördlichen Kalkalpen umfassen (von West nach Ost) den Bregenzerwald, das Rätikon, das Lechquellengebirge, die Allgäuer, Lechtaler und Ammergauer Alpen, das Wetterstein-, Karwendel- und Rofangebirge, die Bayerischen Voralpen, das Kaisergebirge, die Berchtesgadener Alpen, das Salzkammergut sowie die Niederösterreichischen Kalkalpen.
Die Südlichen Kalkalpen bestehen aus (von West nach Ost) den Bergamasker Alpen, Trienter Alpen, Dolomiten, Karnischen und Julischen Alpen sowie den Karawanken.
Westalpen
Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee - Rhein - Splügenpass - Comersee liegt.
In den Westalpen wird eine Reihe kristalliner Zentralmassive (Mercantour, Pelvoux, Belledonne, Grandes Rousses, Mont Blanc, Aare- und Gotthardmassiv) durch Täler mehr oder weniger scharf von einer Gneiszone im Süden (Meer-, Cottische, Grajische, Walliser und Tessiner Alpen) sowie einer Kalkzone im Westen und Norden (Provençalische Voralpen, Dauphinéer, Savoyer, Berner, Glarner Alpen) abgetrennt.
Teile der Westalpen liegen in:
- Frankreich, höchster Berg ist der Mont Blanc
- Italien, höchster Berg ist ebenfalls der Mont Blanc, allerdings nicht die eigentliche Gipfelregion, die zu Frankreich gehört
- Schweiz, höchster Berg ist die Dufourspitze im Monte Rosa-Stock der Walliser Alpen
Flora und Fauna
Die Alpen gestatten durch ihre vielfältigen Lebensräume einer reichhaltigen und speziell angepassten Tier- und Pflanzenwelt Heimat. Typische Alpenpflanzen sind Enziane, Edelweiß, Almenrausch, Primeln, Steinbreche, Hauswurze, Grünerlen und Latschen-Kiefern (siehe auch :Kategorie:Alpenflora). Typische Alpentiere sind Steinbock, Steinadler, Gämse, Murmeltier und Alpensalamander (siehe auch :Kategorie:Alpenfauna).
Wie die Alpengletscher sind besonders die in den höheren Regionen wachsenden Alpenpflanzen und die daran angepassten Tiere durch die globale Erwärmung bedroht.
Tourismus
globale Erwärmung
globale Erwärmung
Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im 19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als playground of Europe (siehe Alpinismus). Besondere Bedeutung für die Alpen hat der Wintersporttourismus, beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, Davos, Arosa, Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz, Dolomiten, Savoyen, aber auch Bergsteigertourismus, Erholung an Alpenseen, Städtetouren (Innsbruck, Zürich, Luzern, Interlaken, Ljubljana, Meran, Aosta) oder Tourismus für Extremsportarten (Chamonix). Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle geworden. Umweltschützer und auch viele Einheimische bemängeln jedoch inzwischen immer öfter die Schäden, die der Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen zerstört. Hinzu kommt das immer stärker in Erscheinung tretende Müllproblem. Der weitere Ausbau der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch Naturgefahren (z.B. Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke in den letzten Jahren (z.B. in Galtür (Tirol)) im Februar 1999 haben diese Problematik aufgezeigt.
Wanderurlaub gilt hingegen als Musterbeispiel für ökologisch verträglichen Tourismus ("sanfter Tourismus"); insbesondere, wenn er in abgelegene, von Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine Einkommensquelle zu sichern. Solcher Tourismus wird exemplarisch mit dem Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi im Piemont propagiert.
Voraussetzungen
Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen (z.B. Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden kann. Im Sommer finden sich die diversen Spielarten des aktiven und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des Alpinismus. Letzterer war es auch, der die touristische Entwicklung des Alpenraums initiiert hat. Insbesondere englische Touristen haben im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Alpentourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Im Winter sind die Alpen ein weltweit attraktives Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen Sommertourismus den Rang abgelaufen.
Nutzen und Gefahren
Durch den Massentourismus werden Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell (auf bestimmte Dörfer, Städte und Skiressorts konzentriert) ausgeprägt. In den (flächig größeren) Gebieten ohne Massentourismus kommt es erst recht zu Abwanderung. Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor allem auf das italienische Alpengebiet zu.
Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus sehr abhängig, es entstehen touristische Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten bzw. Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen.
Der intensive Massentourismus führt auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu "optischer Umweltverschmutzung" durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen.
Verkehrswege
Die Alpen stellen für den transeuropäischen Verkehr ein natürliches Hindernis dar. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel überquert werden. Einige wichtige Verbindungen von Süddeutschland nach Oberitalien sind:
- Karlsruhe - Freiburg im Breisgau - Basel - Zürich - Sankt Gotthard - Bellinzona - Mailand
- Stuttgart - Singen - Konstanz - Zürich - Sankt Gotthard - Bellinzona - Mailand
- Ulm - Memmingen - Lindau - Bregenz - Chur - San Bernardino - Bellinzona - Mailand
- München - Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck - Brenner - Bozen - Verona
- München - Rosenheim - Kufstein - Innsbruck - Brenner - Bozen - Verona
- München - Rosenheim - Bad Reichenhall - Salzburg - Villach - Udine - Portogruaro - Mestre
Siehe auch
- Planet Alpen
- Alpenkonvention
- Alpenglühen
- Alpenpässe zu römischer Zeit
- Schweizerisches Alpines Museum
- Liste von Alpenvereinen
- Liste der Alpentunnel
- Liste der Alpenpässe
- Liste der Viertausender in den Alpen
Literatur
- Gerhard Leeb, Planet Alpen-Magazin - Das neue Bild vom Lebensraum, vierteljährliche Zeitschrift [http://www.leebenszeichen.org Planet Alpen-Magazin]
- Werner Bätzing, Die Alpen - Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft, C.H.Beck, 2003, ISBN 3-406-50185-0
Weblinks
- [http://www.leebenszeichen.org Planet Alpen-Magazin]
- [http://www.diealpen.at/ Bilder der Alpen - auf dieAlpen.at] DE EN FR IT
- [http://www.geolba.ac.at/RockyAustria/entstehung_der_alpen.htm Entstehung der Alpen]
- [http://www.cipra.org/cipra_international.htm Internationale Alpenschutzkommission]
- [http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0011/gm04x.htm Entstehung der Alpen - Animationen]
- [http://www.kfunigraz.ac.at/geowww/exkursion/alpenex/geologie.htm Geologie der Ostalpen]
- [http://home.datacomm.ch/marsteam/gg/geologie.htm Geologie der Schweiz]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8569.html Kulturgeschichte der Schweizer Alpen]
- [http://www.bergalbum.de/alpeneinteilung.htm Einteilung der Alpen in Gebirgsgruppen]
- [http://www.monarpop.at/ Schadstoffmonitoring im Alpenraum (englischsprachig)]
- - [http://www.geol-alp.com/h_vercors/general_vercors/0_vercors.html Ausführliche Geologie der französischen Alpen]
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Ján StalmašekJán Stalmašek
doc. Ján Stalmašek
Matematik.
- 4.5. 1905, Žilina
† 23.3. 1968, Bratislava
Narodil sa 4. mája 1905 v Žiline. Študoval na reálnom gymnáziu v Žiline, v r. 1922– 1927 na ČVUT a na Prírodovedeckej fakulte KU v Prahe. V r. 1962 docent. V r. 1927– 1928 stredoškolský profesor na gymnáziu v Rožňave, v r. 1928– 1929 v Zlatých Moravciach, v r. 1929– 1930 na meštianskej škole v Žiline, v r. 1930– 1940 na gymnáziu v Kláštore pod Znievom, v r. 1940– 1946 na I. gymnáziu a v r. 1946– 1953 na Priemyselnej škole strojníckej v Bratislave, kde súčasne v r. 1948– 1953 vyučoval v stredoškolských a maturitných kurzoch pre pracujúcich. Od r. 1953 prednášal na bratislavských vysokých školách: krátko na Pedagogickej fakulte UK, v r. 1953– 1959 na Vyššej pedagogickej škole, neskôr na Pedagogickom inštitúte, v r. 1960– 1968 na Vysokej škole ekonomickej. Je autorom vysokoškolských učebníc: Teória geometrických konštrukcií. (Bratislava, 1955); Geometrické konštrukcie. (Bratislava, 1959); Úvod do stereometrie. (Bratislava, 1959); Matematika 1. (Bratislava, 1962); Vyššia matematika pre ekonómov 1. (Bratislava, 1964); Základy počtu pravdepodobnosti. (Bratislava, 1966). Stredoškolské učebnice a pomôcky: Sbierka úloh z matematiky pre 4.–8. triedu stredných škôl (Martin, 1940); Aritmetika pre 4. triedu slovenských gymnázií (Bratislava, 1944); Päťmiestne logaritmické tabuľky (Bratislava, 1944); Štvormiestne matematické tabuľky (Bratislava, 1951); Tabuľky funkcií a konštánt z matematiky, fyziky a chémie (Bratislava, 1951); Geometria (Bratislava, 1960) – spoluautor. Bol členom Jednoty československých matematikov a fyzikov. Zomrel 23. marca 1968 v Bratislave.
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Sprechakttheorie
Die Sprechakttheorie, auch Sprechhandlungstheorie, basiert auf der Annahme, dass man mit einer Aussage nicht nur Sachverhalte beschreiben oder Tatsachen behaupten kann, sondern dass sprachliche Äußerungen dazu dienen, echte kommunikative Handlungen zu vollziehen, um damit insbesondere einen Einfluss auf seine Umwelt auszuüben.
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Lokution
Der lokutionäre Akt (von lat. loqui, sprechen ) ist im Verständnis der Sprechakttheorie ein Sprechakt, der eine Meinung enthält und eine komplexe Einheit mit lautlicher, grammatischer und semantischer Struktur ist. Er ist die sprachliche Grundlage eines Sprechaktes.
Der illokutionäre Akt (lat. in + loqui ) ist die Ausrichtung auf ein kommunikatives Ziel hin. Hier kommt der Handlungsaspekt des Sprechaktes zum Tragen, d.h. wie ist eine Aussage gemeint, als Feststellung, W
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Illokution
Der lokutionäre Akt (von lat. loqui, sprechen ) ist im Verständnis der Sprechakttheorie ein Sprechakt, der eine Meinung enthält und eine komplexe Einheit mit lautlicher, grammatischer und semantischer Struktur ist. Er ist die sprachliche Grundlage eines Sprechaktes.
Der illokutionäre Akt (lat. in + loqui ) ist die Ausrichtung auf ein kommunikatives Ziel hin. Hier kommt der Handlungsaspekt des Sprechaktes zum Tragen, d.h. wie ist eine Aussage gemeint, als Feststellung, W
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