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| Bauteil |
BauteilAls Bauteil bezeichnet man...
- in der Technik Einzelteile von technischen Komplexen (Mechanismen, Maschinen, Apparaten etc.). Siehe Bauteil (Technik)
- in der Architektur oder im Bauwesen einen Teil eines Bauwerks oder eines Gebäudes. Siehe Bauteil (Bauwesen)
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TechnikUnter Technik (altgriechisch τεχνη [téchne], „Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk“) versteht man Verfahren und Fähigkeiten zur praktischen Anwendung der Naturwissenschaften und zur Produktion industrieller, handwerklicher oder künstlerischer Erzeugnisse, wobei der griechische Begriff zwischen den heutigen Kategorien Kunst und Technik nicht unterschied (siehe Martin Heidegger: Die Frage nach der Technik).
Technik kann als die Fähigkeit des Menschen verstanden werden, Naturgesetze, Kräfte und Rohstoffe zur Sicherung seiner Existenzgrundlage sinnvoll einzusetzen oder umzuwandeln. Neben den materiellen Bedürfnissen (Nahrung, Kleidung, Wohnen) werden auch kulturelle Bedürfnisse durch die Technik gesichert.
Technische Fertigkeiten werden in Handwerk und Industrie auf den verschiedensten Ebenen von den Lehrberufen bis zu den Ingenieurwissenschaften benötigt. Letztere sichern den Erhalt bekannter und die Entwicklung neuer Techniken, sind aber mit Technik nicht gleichzusetzen.
Bedeutungsvarianten
Das Fremdwörterbuch des Duden definiert die Technik in fünf Aspekten:
# Alle Verfahren, Einrichtungen und Maßnahmen, die der praktischen Nutzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse dienen - insbesondere in Fachgebieten wie Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Informationstechnik.
# Ausgebildete Fähigkeit oder Kunstfertigkeit, die zur richtigen Ausübung einer Sache notwendig ist
# Die Gesamtheit der Verfahren und Kunstgriffe, die auf einem bestimmten Fachgebiet üblich sind („Stand der Technik“)
# Technische Hochschule bzw.-Universität, TU (süddt./österr.)
# Industrielle und andere Herstellungs- und Produktionsverfahren.
Technik als Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse
Technik besteht in der Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und den daraus resultierenden Verfahren in verschiedenen Fachgebieten:
- Elektrotechnik
- Computertechnik
- Tontechnik und Mediendesign
- Maschinenbau
- Verkehrstechnik und Fahrzeugbau
- Luftfahrt und Raumfahrt
- Bauingenieurwesen
- Bergbau und Metallurgie
- Technische Physik
- Technische Chemie
- Technische Mathematik
- Medizintechnik
- Gentechnik
- Geowissenschaften
- Informationstechnik
- Nachrichtentechnik
- Verfahrenstechnik
- Wehrtechnik
- Agrartechnik
Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen dieser Fächer erarbeiten an Hochschulen, in der Industrie und anderen Forschungsstätten zusammen mit Betrieben und Einzelpersonen auch die Grundlagen von Produktionsverfahren und den aktuellen „Stand der Technik“ (Aspekt 3).
Technik als menschliche Handlungsfertigkeit
bedeutet im Sinn der Aspekte 2 und 5 sinnvolle, zielgerichtete und wiederholbare Vorgehensweisen des menschlichen Handelns, die in sämtlichen Bereichen menschlicher Aktivitäten anzutreffen sind. Beispiele:
- im Sport (Technik des Stabhochsprungs, des Diskuswurfs, des Delphin-Schwimmstils etc.),
- in der Kunst (Technik der Aquarellmalerei, des Trompetenblasens etc.),
- Alltagsaktivitäten (Technik des Fensterputzens etc.)
Neben der Befriedigung materieller Bedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnen) werden auch kulturelle Bedürfnisse durch Anwendung von Techniken gedeckt. Auch der Einsatz naturwissenschaftlich unwirksamer Fertigkeiten - "magischer Techniken" nach Gehlen - wird hier gelegentlich einbezogen (z.B. als Götterzwang durch Opfer, Gebetsformeln, Tänze).
Technik als Kürzel für Hochschulen
folgt einem langjährigen Sprachgebrauch. Auch wenn dieser nicht ganz korrekt ist, entspricht die Gliederung technischer Hochschulen und -Universitäten (THs, TUs) in Abteilungen oder Fakultäten doch den obigen Aspekten. Außerdem tragen sie wesentlich zum „Stand der Technik“ bei.
Umgangssprachliche Verwendung und Abgrenzung des Begriffs zur Technologie
Der Begriff Technik wird oft verallgemeinernd – oft auch abwertend – für die Gesamtheit aller industriell hergestellten mechanischen Objekte in unserer Umwelt verwendet.
Des Weiteren wird Technik oft mit Technologie (die Gesamtheit aller verfügbaren und industriell nutzbaren Techniken, samt ihrer (ingenieur)wissenschaftlichen theoretischen Grundlagen) gleichgesetzt. Dies ist aber inhaltlich irreführend, denn schlicht gesagt ist Technik die Anwendung oder Umsetzung einer Technologie, während eine Technologie also das Wissen über technische Zusammenhänge - als wörtliche "Übersetzung" des englischen Worts "technology" - sein soll.
Das Attribut „technisch“
bezeichnet verschiedene Aspekte im Alltag, in der Industrie und Technik bzw. in den Naturwissenschaften, die über o.e. Aspekte hinausgehen:
- "technisch" als nähere Beschreibung von Fachbereichen oder Fachgruppen - beispielsweise Technische Chemie, technische Geologie, Gewerkschaft der technischen Berufe
- "technisch" im Denken - meist gleichbedeutend mit systematischem oder ausgeprägt logischem Denken - oder
- als Vorgehensweise - im Gegensatz z.B. zu intuitiv - meist unter Ausschluss emotionaler Aspekte
- "technisch" als Ablauf - z.B. bei einer Veranstaltung, bei Produktionsmethoden, oder bei Störungen durch „technische Pannen“.
Siehe auch:
- Portal:Technik
- anerkannte Regeln der Technik
- Forschung & Entwicklung (FuE, auch Research and Development (R&D)
- Ingenieurwissenschaften
- Konstruktion
- Norm
- Qualität
- Technikphilosophie
- Technikgeschichte
- Techniksoziologie
- Technikethik
- Medientheorie
- Stand der Technik
- Technischer Fortschritt, Automatisierung
- Technizismus
- Techniker
- Technische Chemie
- Technische Mathematik
- Technische Physik
- Technische Universität
- Technischer Zeichner
- Technologie
- Technokrat
- Werkzeug
- Ziviltechniker
- Technik (Schulfach)
- Artes mechanicae
Literatur
- Seiffert, Helmut; Radnitzky, Gerard (Hrsg.) (1992): Handlexikon zur Wissenschaftstheorie. 2. unv. Aufl. (Orig. 1989), Berlin: dtv, ISBN 3-423-04586-8, S. 358-365 (Stichworte Technik und Technologie; und deren Abgrenzung zu anderen Wissenschaften).
Kategorie:Technik
Kategorie:Techniktheorie
ApparatEin Apparat (von lat. aparator, „Zubereiter“) ist eine Bezeichnung, die in verschiedenen Fachgebieten unterschiedlich interpretiert wird. Es gibt Normungsbestrebungen, einen Apparat als stoff- oder materieumsetzendes Gebilde zu definieren (ergänzend dazu wird ein Gerät als signalumsetzendes und eine Maschine als energieumsetzendes Gebilde bezeichnet).
- Ein Apparat wird allgemein als ein Gebilde von höherer Komplexität angesehen, z.B. ein Verdampfer oder auch ein Reaktor, kann aber wiederum Teil eines größeren System, einer Anlage, sein.
- In der Filmtheorie bezeichnet der Begriff Apparat eine Filmkamera, siehe Apparatusdebatte und Apparatustheorie.
- In der Anatomie fasst man funktionell zusammengehörige Organe zu einem Apparat zusammen, z. B. Bewegungsapparat, siehe Organsystem
- Apparat als editionswissenschaftlicher Ausdruck
- Der Apparat(lat. apparatus „Zurüstung“, „Ausstattung“)verzeichnet im engeren Sinne die Varianten aus der Überlieferungs- bzw. Entstehungsgeschichte eines Textes in historisch-kritischen Editionen. Im weiteren Sinne enthält er als separat gedruckter Teil im Anschluss an einen edierten Text insbesondere bei Editionen von Texten der neueren Literatur die Beschreibung aller Textträger, die Begründung für die Wahl der Textgrundlage, die Entstehungsgeschichte, das Variantenverzeichnis, Begründungen zur Textgestalt, eine Dokumentation der Quellen und der Textrezeption zu Lebzeiten des Autors sowie Erläuterungen.
- In der Politik, aber auch im Verwaltungswesen, bezeichnet der Begriff Apparat das Vorhandensein eines ausgebauten und bewährten Fundus von Personal, Material und/oder Methoden, um mit den spezifischen oder auch nur denkbaren Problemen, die auftreten können, „fertig zu werden“.
Architektur
Einen umfassenden Einstieg in die Thematik der Architektur und des Bauens bietet auch das Portal:Architektur und Bauwesen.
Begriff
Das Wort Architektur ist zusammengesetzt aus den griech. Wörtern αρχη [arché] (= Anfang, Ursprung, Grundlage, das Erste) und τεχνη [techné] = Kunst, Handwerk. Es ließe sich daher wörtlich mit „Erstes Handwerk“ oder „Erste Kunst“ übersetzen.
Die ursprüngliche Verwendung des Wortes Architektur bezieht sich auf die Tätigkeit und das Wissen des Architekten: altgriechisch architéktos = Oberster Handwerker (Zimmermann), Baukünstler, Baumeister. Die Definition dessen, was „Architektur“ heute ist, hängt demnach vom Berufsfeld des Architekten ab. Der Begriff hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt und ist in ganzen Tiefe nur historisch fassbar.
Die Vieldeutigkeit des Wortes Architektur ist vor allem geprägt durch den zweiten Wortteil [techné] und die architektur-theoretischen Interpretationen darüber: Er kann verstanden werden als Kunst, Technik oder Tektonik. Alles dies sind Aspekte, die Architektur gleichermassen und in jeder Hinsicht umfassen und als Begriff mitbeschreiben und sie deutlich zur Bautechnik abgrenzen. Zur Unterscheidung der Definition von Architektur in qualitativer Hinsicht siehe den folgenden Abschnitt "Genauere Definition und Theoriebildung".
Die übertragenen Bedeutungen des Wortes Architektur können aus der „tektonischen“ Interpretation abgeleitet werden. Mit Architektur kann die strukturell organisierte Beziehung von materiellen wie ideellen Teilen oder Modulen beschrieben werden(z.B. in einer Wand (Organisation/Struktur) bestehend aus Mauersteinen (Modul) nach dem Prinzip von Tragen und Lasten (Beziehung)). Dabei wird allerdings das gestaltprägende Element, das in der Regel durch das Wort Architektur mitgemeint ist, vernachlässigt.
Allgemeine Definition
Während Architektur über Jahrhunderte im allerweitesten Sinne als Bauen jeglicher Art verstanden wurde (daher der Begriff Baukunst), wird inzwischen Architektur schon viel öfter über seinen Raum schaffenden Charakter definiert (Raumkunst). Architektur besteht aus diesem Blickwinkel in der Dualität von Raum und Hülle. Architektur schafft eine Grenze zwischen außen und innen. Architektur generiert durch diese Grenze bzw. Hülle einen Raum zum Aufenthalt und Tätigwerden von Menschen, sowie zur Aufbewahrung seiner Dinge, geschützt vor den unerwünschten Einflüssen der Außenwelt (vergleiche Kleidung).
Genauere Definition und Theoriebildung
Die genaue Definition von Architektur ist insbesondere seit Beginn des 20. Jahrhunderts umstritten. Entsprechend werden die meisten Definitionsversuche nur im Kontext bestimmter Debatten um Inhalt, Aufgabe und Bedeutung der Architektur verständlich, wobei auch das jeweilige zeitgenössische Bauen mit seinen ästhetischen, technischen, ökonomischen und politischen Implikationen zu berücksichtigen ist. Ähnlich wie beim Begriff des Kunstwerkes scheint es beim Architekturbegriff nicht möglich, sich auf die bloße Beschreibung eines Wortes oder einer Sache zu beschränken.
Jede differenziertere Begriffsbestimmung erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Ringen um Definitionshoheit und Geltungsmacht (siehe hierzu die Schriften des französischen Philosophen Michel Foucault). In diesem Fall darüber, wie Etwas beschaffen sein soll, damit es als „Architektur“ bezeichnet werden darf oder kann - – besonders wenn es sich durch festzulegende Codierungen um Dinge von „erhöhtem“ Wert handeln soll. Aufgrund des so implizierten normativen Aspektes bleibt jede inhaltliche Bestimmung von Architektur kontrovers und ist im Kern ideologisch geprägt. Jeder (inhaltliche) Definitionsversuch - soweit er eine Reflexion enthält - ist bereits Architekturtheorie.
Ein einflussreicher (und stark ideologisch gefärbter) Diskurs darüber, was Architektur eigentlich sei, was Aufgabe des Architekten zu sein habe, ist die Unterscheidung von „Architektur“ und „bloßen Bauen“. Diese Gegenüberstellung soll Architektur anhand einer besonderen gestalterischen Qualität vom einfach nur Nützlichen oder Notdürftigen unterschieden und führt zur Frage, ob und wodurch sie sich auszeichne oder gar zur Baukunst werde (siehe dazu auch Ästhetik). Dabei hat sich die herrschende Auffassung dessen, was bei Entwurf und Herstellung eines Bauwerkes die konstitutiv architektonische Leistung sei und damit das Bauwerk über das rein Zweckhafte hinaus erhebe, im Laufe des vergangenen Jahrhunderts deutlich gewandelt: Bis Ende des 19. Jahrhundert war es vor allem die Verwendung bestimmter überlieferter Bauformen - der sogenannte Stil - mit meist reichen ornamentalen Ausschmückungen, in denen sich der künstlerische Rang als Mehrwert und Schönheit eines Bauwerkes in bewusster Opposition zu einer Sphäre purer Pragmatik] manifestierte. Hingegen wurde mit dem sog. [[Funktionalismus]] des 20. Jahrhunderts ein Begriff von Architektur vorherrschend, der auf den ersten Blick nur zweckhaft bedingte Gebäude (auch Ingenieurkonstruktionen) als Architektur verstanden wissen wollte. Dabei wurden die konstruktiven, [[proportionsgebenden und raumbildenden Aspekte des Bauens zum eigentlichen gestalterischen Thema von Architektur erklärt. Mitunter hat man auch die geringfügigsten gestalterischen Interventionen im Rahmen funktionalistischer Planungen in den Rang einer (bau-)künstlerischen Leistung erhoben. Zugleich wurde mit zahlreichen Proklamationen zur „Modernität“, „Fortschrittlichkeit“ und dem „Ausdruck unserer Zeit“ eine symbolische Überhöhung oder Verklärung der funktionalistischen Architektur angestrebt.
Nach mehreren Versuchen, diese Auffassung in der sog. Postmoderne und dem Dekonstruktivismus zu revidieren, lebte das funktionalistische Architekturverständnis wieder auf. Inzwischen kam die Frage nach dem Vorrang und der Bedeutung der Konstruktion in der Architektur im Verhältnis zu ihren formalkünstlerischen Aspekten zu erneuter Aktualität (siehe dazu: Technizismus, Architektur ohne Architekten).
Zitate zum Thema Architektur
Die folgenden Beispiele von Definitionsversuchen illustrieren die Kontroverse um die Bestimmung von Inhalt und Aufgabe der Architektur und zeigen zugleich wie aktuell die Frage bleibt, wann Bauen überhaupt als „Architektur“ anzusehen sei und was in Abgrenzung vom bloß Nützlichen und bloß Künstlerischem ihre eigentliche Qualität ausmacht:
Architektur ohne Architekten Skizze von Leonardo da Vinci, 1485/90, Venedig, Galleria dell' Accademia]]
- Nach Vitruv (De Architectura) beruht Architektur auf drei Prinzipien: Stabilität (Firmitas), Nützlichkeit (Utilitas) und Schönheit (Venustas).
- Architektur ist Harmonie und Einklang aller Teile, die so erreicht wird, dass nichts weggenommen, zugefügt oder verändert werden könnte, ohne das Ganze zu zerstören. (Leon Battista Alberti 1452 in: De re aedificatoria)
- Dabei ist meist angenommen worden, dass ein Bauwerk erst anfange ein Kunstwerk zu werden, wenn es mehr tue als dem bloßen Bedürfnis zu genügen. (Hermann Muthesius 1908 über den Architekturbegriff des 19. Jahrhunderts in: Die Einheit der Architektur)
- Hermann Muthesius] Nur ein ganz kleiner Teil der Architektur gehört der Kunst an: Das Grabmal und das Denkmal. Alles andere, alles, was einem Zweck dient, ist aus dem Reiche der Kunst auszuschließen. Denn: Das Haus hat allen zu gefallen. Zum Unterschiede zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht. Das Kunstwerk wird in die Welt gesetzt, ohne dass ein Bedürfnis dafür vorhanden wäre. Das Haus deckt ein Bedürfnis. Das Kunstwerk ist niemandem verantwortlich. Das Haus einem jedem. Das Kunstwerk will die Menschen aus ihrer Bequemlichkeit reißen. Das Haus hat der Bequemlichkeit zu dienen. Das Kunstwerk ist revolutionär, das Haus konservativ. Das Kunstwerk weist der Menschheit neue Wege und denkt an die Zukunft. Das Haus denkt an die Gegenwart. (Adolf Loos 1910 in dem Essay "Architektur")
- Architektur ist das kunstvolle, korrekte und großartige Spiel der unter dem Licht versammelten Baukörper. Unsere Augen sind geschaffen, die Formen unter dem Licht zusehen: Lichter und Schatten enthüllen die Formen. Die Würfel, Kegel, Kugel, Zylinder oder die Pyramiden sind die großen primären Formen, die das Licht klar offenbart; ihr Bild erscheint uns rein und greifbar, eindeutig. Deshalb sind sie schöne Formen, die allerschönsten. Darüber ist sich jeder einig, das Kind, der Wilde und der Metaphysiker. Hier liegen die Grundbedingungen der bildenden Kunst. (Le Corbusier 1922 in: Vers une architecture.)
- Das Schlagwort «das Zweckmäßige ist auch schön» ist nur zur Hälfte wahr. Wann nennen wir ein menschliches [Gesicht]] schön? Die Teile eines jeden Gesichts dienen einem Zweck, aber nur wenn sie vollkommen sind in Form, Farbe und wohlausgewogener Harmonie, verdient das Gesicht den Ehrentitel „schön“. Das gleiche gilt für die Architektur. Nur vollkommene Harmonie in der technischen Zweck-Funktion sowohl wie in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen. Und das macht unsere Aufgabe so vielseitig und kompliziert. (Walter Gropius 1955 in: Architektur)
- Architektur hat mit Kunst nichts zu tun, ist reine Gedankenarbeit. Architektur entsteht heute nach ökonomischen, konstruktiven und funktionellen Gesetzmäßigkeiten. Wir stehen im harten Kampf mit der Wirklichkeit. Und wenn dann noch etwas Ähnliches wie das, was man mit dem Attribut Kunst bezeichnet dazukommt, dann kann man in seinem Leben von einem unwahrscheinlichen Glück sprechen. (Egon Eiermann in: Grosse Architekten HäuserBuch-Verlag)
- Architektur ist Wissen um die Technik, Empfänglichkeit gegenüber der künstlerischen Seite der Angelegenheit. (Arne Jacobsen)
- Architektur und Städtebau sind weder kultureller Luxus noch entbehrliche Dekoration. Vielmehr erwächst aus diesen grundlegenden Bausteinen einer Stadt lebenswerte Umwelt und städtische Identität. (Aus der Zielsetzung des Wiesbadener Architekturzentrum)
- Architektur ist, unabhängig davon, wie profan oder anspruchsvoll der Zweck ist, dem sie dient, letztlich die Gesamtheit der durch Menschenhand veränderten Umwelt und damit eine kulturelle Leistung der Menschen (Meinhard von Gerkan 1982 in: Die Verantwortung des Architekten)
- Mit diesem Märchenglauben an die magischen Kräfte der Architektur, Herz und Seele des Menschen, ja die gesamte Gesellschaft zu revolutionieren, beginnt im 20. Jahrhundert die Geschichte der Überfrachtung der Architektur mit Erlösungsfantasien des Fortschritts. Seither geht es nicht mehr ums Bauen, sondern um das Schaffen von Symbolen. Auch nicht mehr darum zu erforschen, wie eine Stadt tatsächlich funktioniert, wie mit welcher Art von Architektur und Typologie welcher urbanistische Eingriff präzise durchgeführt werden kann. Wichtiger wird, mit möglichst spektakulären Bildern der Gesellschaft Heilserwartungen eines freundlicheren und gefälligeren Lebens zu verkaufen. (Fritz Neumeyer 1994 in: Die Architekturkontroverse in Berlin.)
- Die Baukunst ist auch eine Kunst. [..] Verglichen mit zeitgenössischer Musik oder Malerei hat Architektur ein viel größeres Potential, normale Leute abzuholen, weil etwas einfach sehr gut funktioniert, etwas praktisch ist und schön. (Peter Zumthor)
- Unser Alltag wird zu einem wesentlichen Teil durch die Architektur bestimmt, die uns Tag für Tag umgibt. [..] Die Architektur schafft den notwendigen baulichen Rahmen, in dem wir uns bewegen. Ohne Architektur wäre die menschliche Gesellschaft nicht denkbar. (Jürgen Tietz 1998 in: Geschichte der Architektur des 20. Jahrhunderts.)
Mehr Zitate zum Thema Architektur findet man [http://de.wikiquote.org/wiki/Architektur im Wikiquote unter dem Stichwort Architektur].
Es bleibt festzustellen, dass die Aufgabe und Verantwortung des Architekten auch ist, Haltungen und ein Wertesystem zu entwickeln (oder zu übernehmen) und sie als Maßstab zu nützen, um die von ihm angestrebten Qualitäten zu verwirklichen. - Dass die Bewertungen der jeweiligen Werke der Architekten meist kontrovers ausfallen, ist unvermeidlich, da es sich nicht nur um einen Wettbewerb von Talent und Kompetenz handelt, sondern auch um die Gültigkeit der individuellen Wertesysteme, die architektonische Qualität gewährleisten sollen. Allerdings bleibt durch die Varianz der Architekturauffassungen auch der Formenreichtum in der Architektur gegeben.
Geschichte
Die Geschichte der Architektur ist so alt wie die Menschheitsgeschichte und mit dieser als kulturelles Element eng verwoben. Einen Überblick der einzelnen Entwicklungsschritte findet man unter den Stichworten Architekturgeschichte beziehungsweise Baustil.
Bedeutung
Der moderne Mensch ist ununterbrochen von Gebäuden und Architektur umgeben. Sie kann Stimmung und Psyche positiv wie negativ beeinflussen. Auch auf die physische Gesundheit kann sie Einfluss haben. Architektur hat also für jeden Menschen eine sehr konkrete Bedeutung und bestimmt das alltägliche Leben viel stärker als Musik, Literatur oder Malerei. Die Qualität des Lebensumfeldes sollte der Gesellschaft daher ein wichtiges Anliegen sein.
Nur ein Teil aller Bauwerke und Gebäude ist von Architekten geplant. In wirtschaftlich wenig entwickelten Gebieten wird der überwiegende Teil in Eigenbauweise oder durch Handwerker ohne viel Planung errichtet. In den Industrienationen herrscht die standardisierte Produktion von Gebäuden vor. Architekten spielen im gesamten Bauwesen oft nur eine Nebenrolle und werden vor Allem bei komplexen Planungen oder repräsentativen Bauwerken hinzugezogen. Daraus resultiert auch die weit verbreitete Meinung, Architektur bezöge sich nur auf besondere Gebäude und sei vom "profanen" Bauen zu differenzieren. Die negativen Folgen dieser Abgrenzung zwischen Architektur und Bauen sind in allen modernen Städten sichtbar.
In Deutschland versucht die Initiative Architektur und Baukultur, das Bewusstsein für die hohe Bedeutung der Architektur zu stärken. In Deutschland ist die gute Architektur bisher nicht gesetzlich als Staatsziel oder Kulturgut anerkannt, während zum Beispiel Frankreich schon seit 1977 und Finnland seit 1998 eine dementsprechende Gesetzgebung haben.
Einflüsse
Architektur manifestiert sich immer in einem einzelnen Gebäude. Dessen Gestalt wird insbesondere beeinflusst durch klimatische, technische, topologische und wirtschaftliche Randparameter. Daneben haben aber auch rechtliche, religiöse und politische Gegebenheiten massiven Einfluss auf die Architektur. Vor allem die repräsentative Architektur ist daher der sichtbare Ausdruck einer Gesellschaftform. (Bsp.: Schloss Versailles als Ausdruck des Absolutismus). Die Architektur ist somit ein wesentlicher Teil der kulturellen Identität einer Gesellschaft.
Wichtige Themen
Bestimmte Themen beschäftigen die Architekten immer wieder, unabhängig von Stil und Epoche. Diese Themen sind bei jedem Entwurf, der ja immer ein Unikat ist, neu zu bedenken. Da Architektur die einzige praktische Kunst ist, die neben dem ästhetischen Wert auch einen Gebrauchswert hat, steht sie immer im Spannungsfeld von Kunst und Funktion.
Raum
Die Definition, Dimensionierung, Disposition, Fügung und formale Gestaltung von Räumen ist die wichtigste Aufgabe der Architektur. siehe dazu: Raum (Architektur)
Funktion
Das gute Funktionieren eines Gebäudes ist oberstes Ziel eines Entwurfes. Das betrifft sowohl die Funktionsabläufe als auch das technische Funktionieren der Gebäudehülle.
Doch reicht es nicht, den Begriff "Funktion" auf die technischen Ablaeufe zu reduzieren, vielmehr gehoeren auch aesthethische und nicht-technische Prozesse in den Bereich der "Funktionen", die ein Bauwerk zu erfuellen het.
Gestaltung
Die Gestalt des Gebäudes, also sein Grundriss, seine Form und Kubatur, das alles sind Aspekte, die sich nicht allein von der Funktion ableiten lassen. Ein Entwurf laesst sich nicht anhand aller Randparameter "generieren". Dazu kommt immer die Komponente der ästhetischen und formalen Gestaltung. Wie sollen die Fassaden aussehen? Welche Farben und Materialien werden verwendet. Das alles liegt im Ermessensspielraum der Gestalter (und damit sowohl des Architekten aber auch des Bauherren).
Beziehung zur Umgebung
Das idealisierte Leitbild der Architektur ist der Entwurf eines Bauwerkes, das mit der Umgebung in vielschichtiger Art und Weise in Verbindung steht. Die Beziehung wird zum Beispiel durch Formgebung, Farbgestaltung und Materialauswahl hergestellt.
Ideelle Bedeutung
Jedes Gebäude macht durch seine Gestalt eine Aussage zu seiner Funktion oder Bestimmung. Die Französische Nationalbibliothek zum Beispiel hat die Form von vier aufgeklappten Büchern und signalisiert somit ihre Funktion nach außen.
Im äußersten Fall erreicht der Architekt durch sein Werk eine Akzeptanz bei der Bevölkerung, das in diesem ein Symbol seiner Werte und Lebenseinstellung sieht. Beispiele sind der Eiffelturm in Paris (als Sinnbild für die Stadt) oder die Twintowers in New York, die als Symbol des Kapitalismus und der westlichen Kultur zerstört wurden.
Architektur in der Praxis
Neben der Architektur, die sich mit einzelnen Gebäuden beschaeftigt sind weitere Bereiche, die heute unter architektonischen Gesichtspunkten betrachtet werden Innenarchitektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur.
Fachgebiete
- Hochbau: Wohnungsbau, Gewerbebau, Sonderbauten wie Theater, Krankenhäuser und Schulen
- Landschaftsarchitektur
- Innenarchitektur
- Städtebau
- Messebau
Berührungspunkte
"Laien"
Das Thema Architektur wird in Deutschland nur selten in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Während andere Künste wie zum Beispiel Musik, Design und Mode für viele Menschen durchaus ein Gesprächsthema sind, wird die Debatte über zeitgenössische Architektur oft den Fachleuten überlassen.
Die Verantwortung für die gebaute Umwelt liegt aber nicht allein in der Verantwortung der Architekten. Ihr Einfluss wird oft überschätzt. Im Wesentlichen ist es der jeweilige Bauherr, der die Richtung vorgibt. Er wählt den Architekten, der natürlich seine eigenen Ideen und Standpunkte hat (denn sonst wäre er handlungsunfähig), aus und macht die Vorgaben.
Musik
Architekt
Musik und Architektur gehören seit langer Zeit zum menschlichen Kulturgut. In der griechischen und römischen Antike waren sie viel enger miteinander verknüpft als dies heute der Fall ist. Die Proportionslehre in der Architektur (vor allem der Renaissance) bezieht sich auf die Harmonielehre in der Musik.
Architekten, Musiker und Philosophen haben in den Jahrhunderten nicht nur immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten gesucht und auch geschaffen, sondern sich auch wechselseitig neue Impulse gegeben. Der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling sagte im Jahre 1859: Architektur ist erstarrte Musik. In ähnlicher Weise ist bei Arthur Schopenhauer zu lesen: Architektur ist gefrorene Musik.
Neben den Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten auf der geistigen Ebene gibt es auch pragmatische Berührungspunkte der beiden Künste. Musiker waren zu jeder Zeit abhängig von den Räumen, die ihnen zur Verfügung standen. Die Eigenschaften eines Aufführungsraumes sind wichtig für die klangliche "Gestalt" der Musik.
Beispiele für die starke Wechselbeziehung:
- Musik wird zu Architektur: An der Fassade des Palazzo Rucellai in Florenz hat Leon Battista Alberti Intervallverhältnisse zu einem kunstvollen Proportionsgefüge verknüpft. Steven Holl übertrug ein „Stretto“ von Béla Bartók in die Architektur.
- Architektur wird zu Musik: Guilleaume Dufay (1400-1474) komponierte seine Motette Nuper rosarum flores zur Einweihung des von Brunelleschi vollendeten Florentiner Domes.
- Musik im Einklang mit der Architektur: Der griechische Komponist und Architekt Iannis Xenakis entwarf für die Weltausstellung 1958 in Brüssel den Philips-Pavillon. Der Pavillon war die architektonische Umsetzung seines Orchesterwerkes Metastaseis.
- Architektur als Klangkörper für Musik: Der Architekt Renzo Piano und der Komponist Luigi Nono präsentierten gemeinsam mit dem Toningenieur Peter Haller das Projekt „Il Prometeo“. Dazu wurde in einer venezianischen Renaissance-Kirche ein hölzerner Klangkörper eingebaut, der Auditorium und Musikinstrument zugleich war.
Weblinks:
- [http://hausbreit.de/lekture/musik/musik.html Architektur und Musik - Harmonie und Proportion] - umfangreiche Darstellung der Bezüge.
- [http://mitglied.lycos.de/thomasaltrogge/referate/ref_musik_und_architektur.html Referat] - über Musik und Architektur mit Beispielen für verschiedene Bezugsarten.
Psychologie
Die Psychologie setzt sich mit der Architektur unter verschiedenen Aspekten auseinander:
- Die Künstlergruppe der Situationisten befasste sich in den 60er-Jahren mit diesem Forschungsgebiet (siehe "Psychogeographie").
- An der Uni Münster hat sich der Lehrstuhl von Prof. Dr. R. Bromme einige Zeit dem Thema Experten-Laienkommunikation in der Architektur gewidmet. Die Studien zeigen, dass Architekten und Laien eine völlig unterschiedliche Wahrnehmung von Architektur haben. Das beruht auf dem unterschiedlichen Wissenstand und der daraus resultierenden unterschiedlichen Sichtweise (siehe: [http://wwwpsy.uni-muenster.de/inst3/AEbromme/web/Service/Archtext.htm hier]).
- Erwähnenswert sind auch die [http://www.theo.tu-cottbus.de/Lehrstuhl/deu/Rambow.html Seminare von Dr. Riklef Rambow] an der BTU Cottbus.
- Dr. Rotraut Walden von der Universität Koblenz befasst sich in ihren Forschungsarbeiten mit der Entwicklung von Schemata und Erhebungsinstrumenten zur Beurteilung von Büros, Wohnungen, Schulen, Universitäten und Krankenhäusern.
- Ein zentrales Forum für Architekturpsychologie bildet die Seite http://www.architekturpsychologie.org.
Soziologie
Bei der Architektursoziologie geht es um die symbolische Interaktion zwischen den sozial handelnden Menschen mittels der Konstitution und Gestaltung von Räumen, z.B. von Städten, Landschaften (Parks), Häusern, Brücken, Denkmalen oder besonderen Bauteilen (Türmen, Türen u.a.) bis hin zur Innenarchitektur; also auch um den Beruf des Architekten, um Baupolitik, Bauwirtschaft und Wohnen gehen. Es gibt dabei verschiedene Aspekte, die im Artikel Architektursoziologie erklärt werden.
Weiterführende Informationen
Wikipedia
- Architekturgeschichte, Architekturstil, Architekturtheorie, Baukultur
- Architekt, Liste bekannter Architekten, Architekturstudium
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Holzbaupreis
Literatur
- Hans Koepf/Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. 4. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 2005 ISBN 352019404X
- Claus Paegelow: Internationales Architektenlexikon, Bremen, 2004 ISBN 3-00-012851-4 (E-Book auf CD-ROM)
Weblinks
- [http://www.nextroom.at nextroom - architektur im netz] umfangreiche Datenbank aktueller Architektur ab 1900
- [http://www.archinform.net archINFORM - Internationale Architekturdatenbank mit Informationen zu Bauten und Architekten]
- [http://www.baunetz.de/arch BauNetz - tagesaktuelle Architektur-Redaktion, Bauten, Wettbewerbe, Datenbanken...]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/special/arch/default.html Telepolis-Special Architektur]
Kategorie:Architektur und Bauwesen
Kategorie:Bildende Kunst
Kategorie:Kultur
ja:建築学
ko:건축
ms:Seni bina
simple:Architecture
th:สถาปัตยกรรมศาสตร์
Teil - Der Ausdruck Teil (Part) bezeichnet ein Element bzw. ein Subsystem eines ganzheitlichen Charakter tragenden Systems. Der Teil eines Ganzen für sich genommen ist seiner Bestimmung nach unselbständig.
- In Handwerk und Industrie ist Teil die Abkürzung für Einzelteil im Gegensatz zu Baugruppe oder Bauteil.
:Das Teil heißt es vorwiegend im technisch-dinglichen Zusammenhang. Der Teil heißt es vorwiegend in organischen Zusammenhängen.
Das Wort partiell, manchmal auch parziell oder parciell geschrieben (lat. partire: teilen) bedeutet so viel wie sich über einen Teil erstreckend, teilweise, anteilig.
Der Ausdruck partieren bedeutet teilen, aufteilen.
Die Teilbeziehung als Relation
Er existiert als Teil nur in wechselseitiger Abhängigkeit mit anderen Teilen, mit denen es gemeinsam ein Ganzes bildet. "Teil" ist somit ein Relationsbegriff, der nur in Bezug auf das Korrelat "Ganzes" einen Sinn erfüllt. Werden die Teile aus ihrem Zusammenhang isoliert, verlieren sie ihren Teilcharakter, da sie außerhalb eines bestimmten Ganzes nicht Teile, sondern selbständige Dinge sind. Hegel drückte diesen Zusammenhang wie folgt aus:
"Haut man einen Finger ab, so ist er kein Finger mehr, sondern geht im chemischen Prozeß der Auflösung fort" (in: Sämtliche Werke, Bd. 9).
Zur Abhängigkeit von Teil und Systemfunktion
Je ausgeprägter der Ganzheitscharakter eines Systems ist, um so geringer ist die Selbständigkeit seiner Teile und die Möglichkeit, das System in Teile zu zerlegen. Die relative Selbständigkeit der Elemente eines Systems bildet zugleich einen Ausdruck für deren relative Unteilbarkeit.
Jedes Element ist damit ein relativ unteilbares Teilsystem in einer Klasse von Teilsystemen, die ein zu untersuchendes ganzheitliches System zusammensetzen. So treten z.B. die Planeten in der dynamischen Struktur unseres Sonnensystems als Massenpunkte auf, also als relativ unteilbare Elemente dieser Struktur.
Diese Relativität des Teilcharakters der Dinge bewirkt, daß ein und derselbe Gegenstand im Kontext verschiedener Ganzheiten als Teil auftreten kann. Sowohl die Praxis als auch die Erkenntnistätigkeit des Menschen fußen wesentlich auf dieser Dialektik.
Durch Zerlegung, Analyse und Differenzierung gegebener Ganzheiten gewinnt man isolierte Elemente, die bei der Konstruktion noch nicht existierender technischer oder gedanklicher Systeme in einer neuen Synthese aus relativ selbständigen Dingen zu wechselseitig voneinander abhängigen Teilen werden.
Zur Vorstellung letzter unteilbarer Strukturelemente
Die Erkenntnis neuer Formen relativer Unteilbarkeit bildet einen entscheidenden Schritt beim Eindringen in "tiefere" Strukturniveaus der Materie. Die mechanistische Verabsolutierung der Selbständigkeit und damit der Unteilbarkeit eines Elements führt aber zur Annahme letzter, sich gleichbleibender Strukturelemente.
Von dieser Auffassung wendet sich z.B. die moderne Physik ab, weil gerade die dialektische Beziehung zwischen System und Element bei der Untersuchung physikalischer Objekte mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
Kategorie:Ontologie
BauwerkEin Bauwerk ist eine von Menschen errichtete Konstruktion. Es ist fest mit dem Untergrund verbunden und unbeweglich (vgl. Immobilie). Es ist in der Regel für eine langfristige Nutzungsdauer konzipiert.
Gebäude ist ein Unterbegriff von "Bauwerk" (siehe unten). Der heutige Sprachgebrauch nennt Gebäude aber auch Bauwerk, wenn sie einen besonderen Wert, eine herausragende ideelle Bedeutung oder starke Monumentalität besitzen.
Im deutschen Baurecht fallen Bauwerke unter den Oberbegriff der Baulichen Anlagen, der in den jeweiligen Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer definiert ist.
Differenzierung
Man kann Bauwerke nach allen möglichen Parametern differenzieren, zum Beispiel nach der Konstruktion, nach den verwendeten Baustoffen oder nach der Funktion. Üblich ist jedoch die einfache Unterscheidung von Tiefbau und Hochbau.
Daneben gibt es Objekte, bei denen nicht klar ist, ob sie Bauwerke oder natürlichen Ursprungs sind, so z.B. die Pyramideninsel Yonaguni in Japan.
Herstellung
Ein Bauwerk wird im Bauprozess hergestellt, dieser umfasst Bauplanung und die Bauausführung.
Ein Bauwerk besteht aus einzelnen Bauteilen, die wiederum aus Baustoffen bestehen.
Die Art der Konstruktion und die Verwendung der Baustoffe variiert je nach Standort, Technologie-Stand und Stilepoche.
Funktion
Im Gegensatz zu einem Gebäude ist ein Bauwerk nicht zwingend für den Aufenthalt oder die Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen bestimmt. Ein Bauwerk kann verschiedenen Zwecken dienen:
- Gebäude: dienen dem Aufenthalt oder der Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen. Beispiele: Hütte, Wohnhaus, Fabrikhalle, Lagerhalle, Kirche
- Verkehrsbauwerke: Brücke, Straße, Tunnel, Stollen
- Versorgungsbauwerke: Wasser- und Abwasserleitungen, Klärwerke, Deich, Staudamm, Staumauer. Unter diese Kategorie fallen auch Sendetürme, Sendemasten und Freileitungsmasten
- Temporäre Bauwerke: Fliegende Bauten, Zelte, Messepavillions, Hilfsbauten
Siehe auch
- Liste von Bauwerken nach ABC geordnet, in Hamburg
- Bauwerkstypen eine Gliederung
- Liste der höchsten Gebäude der Welt
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen
Weblinks
- [http://www.archinform.net archINFORM] - Datenbank für Architektur
- [http://www.structurae.de Structurae] - Datenbank für Ingenieurbau
- Bilder berühmter Bauwerke: http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/wintermeier/bauwerke/
- [http://www.das-baulexikon.de/ Baulexikon]
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Bauteil (Bauwesen)In der Architektur oder im Bauwesen ist die Bezeichnung Bauteil für Teile eines Bauwerks oder eines Gebäudes gebräuchlich. Es gibt zwei Bedeutungen:
#einzelne Teile, aus denen ein Bauwerk zusammengsetzt wird (auch Modul genannt) wie zum Beispiel Wände, Stützen, Decken.
#einzelne Teile des fertigen Bauwerks. (auch Gebäudeteil genannt)
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Diary of DreamsDiary of Dreams is a German darkwave band. The lead singer and founding member Adrian Hates has produced most of the albums by himself or with minimal help from others. He rarely uses a full band, except when he is on tour.
Discography
Albums
- Cholymelan (1994)
- End Of Flowers (1996)
- Bird Without Wings (1997)
- Psychoma? (1998)
- Cholymelan, Re-Release with four bonus tracks (1999)
- Moments Of Bloom (1999)
- One Of 18 Angels (2000)
- Freak Perfume(2002)
- Panik Manifesto, EP (2002)
- Dream Collector (2003)
- Nigredo (2004)
- Menschfeind (2005)
Singles
- O' Brother Sleep (2001)
- Amok (2002)
- Giftraum (2004)
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Meggitt plc
Meggitt plc is a British engineering group headquartered in Wimborne, Dorset. It is listed on the London Stock Exchange and is a constituent of the FTSE 250 Index.
Meggitt was founded in 1947 and became a quoted public company in 1966. In 2004 it acquired the design and manufacturing division of Du
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Takeru Takaishi
rightTakeru Takaishi (高石 タケル Takaishi Takeru) is a character in the anime and manga Digimon. He is frequently referred to by his nickname, "T.K.", in the English anime and manga.
T.K., the younger brother of Yamato "Matt" Ishida, is partnered to Patamon. T.K. was too young to remember his parents' divorce clearly so he is not as affected by it as much as Matt is. T.K. is glad when he gets to see his dad a
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Biggin (Hulland Ward)
Biggin is a village and civil parish in the Derbyshire Dales district of Derbyshire, England, near Hulland and just off the A517 road. According to the 2001 census it had a population of 105.
Category:Villages in Derbyshire
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Hikari Kamiya
Hikari "Kari" Kamiya, known as Hikari Yagami (八神 ヒカリ Yagami Hikari) in Japan, is a character in the anime and manga Digimon. She is usually called "Kari" in the English versions. She is partnered to Gatomon and she is the younger sister of Taichi "Tai" Kamiya. Kari, by nature, is kind an
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Molina Campos
Florencio Molina Campos (August 21st 1891- November 16st 1959) He was a drawer and a painter known by his typical traditional pictures of the Pampa Argentina. His pictures and draws represent gauchescas scenes with a bit of humor.
Everybody knows him because of his clasical calendars of the alpargatas' factory, and he try to reflect the reality of the nation.
Florencio exposed his pictures in 1926 for the first time, in a demostration in the Sociedad Rural Argentina. Marcelo Torcuato de Alvear, the president, after seeing the expiosition, named him the Art teacher of the Colegio Nacional de A
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Cormanthor
Cormanthor is an ancient forest realm in the fictional fantasy setting of the Forgotten Realms.
Cormanthor was long the place of the elven empire of Cormanthyr, Cormanthor being both the name of the forest and of the capital. After the Elven Retreat only a small number of elves remain, with the main part of the popultaion leaving for Evereska or | |