Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Bayer AG

Bayer AG

Die Bayer AG ist ein international tätiger Konzern der chemischen Industrie mit Hauptsitz in Leverkusen. Die Firma wurde 1863 gegründet und ging 1925 in die IG Farben auf. 1951 wurde das Unternehmen neu gegründet. Der Bayer-Konzern verfügt heute über 350 Gesellschaften und 93.300 Mitarbeiter (Stand 31. März 2005). Im Jahr 2004 erwirtschaftete die Bayer AG einen bereinigten Gewinn von 2,117 Mrd. Euro (EBIT) bei einem Umsatz von über 25 Mrd. Euro. Das operative Geschäft wird von drei Teilkonzernen geführt:
- Bayer HealthCare AG
- Bayer CropScience AG
- Bayer MaterialScience AG Die meisten Menschen verbinden mit dem Namen Bayer das bekannteste Medikament des Unternehmens, das Schmerzmittel Aspirin. Wahrzeichen des Bayer-Konzerns ist das Bayer-Kreuz. Dieses ist an vielen größeren Standorten des Unternehmens zu sehen. In einem Kreis ist waagrecht und senkrecht der Schriftzug BAYER zu sehen. Bei dem Vorgänger des Bayer-Kreuzes stützte sich ein Löwe mit Flügeln auf eine Weltkugel. 1930 wurde in Leverkusen die damals größte Lichtreklame der Welt installiert: Der Durchmesser betrug 72 Meter, 2200 Glühlampen sorgten für die Beleuchtung. Das Gebilde hing zwischen zwei 126 Meter hohen Schornsteinen. 1958 verkleinerte man das Bayer-Kreuz auf einen Durchmesser von 51 Metern. Dies entspricht der heutigen Form (Januar 2004).

Geschichte

Gründungsphase

Das Unternehmen wurde am 1. August 1863 in Barmen – heute ein Stadtteil von Wuppertal – von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott gegründet. Den frühen Zweck des Unternehmens stellte die synthetische Farbenproduktion dar. Das erste große Werk entstand später in Wuppertal-Elberfeld, dort wurde dann auch ein Großteil der wichtigsten Medikamente wie das Aspirin oder die Sulfunamide/Chemoterapie (Gerhard Domagk – Nobelpreis) bis hin zum Heroin erfunden. Dies machte Bayer bereits in Wuppertal zum Weltkonzern. Die hohe Einwohnerzahl von über 400.000 Einwohnern im schmalen Ursprungstal deutscher Industrialisierung, das Wuppertal als deutsches Manchester war, ließ eine entsprechende Expansion topografisch bedingt nicht zu. Der Wuppertaler Chemiker und Nachfolger Friedrich Bayers, Carl Duisburg, wurde in Wiesdorf, einem von Ackerland umgebenen 2000-Einwohner-Städtchen am Rhein, fündig – die Geburtsstunde des späteren Leverkusen.

Wachstum und Expansion

In den folgenden Jahren wuchs das Unternehmen rasant, die Zahl der Mitarbeiter stieg von drei im Gründungsjahr 1863 bis 1881 auf über 300 Beschäftigte. Die weitere Expansion wurde durch die Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft 1881 ermöglicht. 1881 Die Forschung wurde unter anderem von Carl Duisberg ausgebaut. In Wuppertal-Elberfeld entsteht ein modernes wissenschaftliches Laboratorium. Das Unternehmen wird um die Jahrhundertwende vermehrt international tätig und erschließt neue Geschäftsfelder. Zu der Farbenproduktion, die weiterhin den größten Anteil am Umsatz hatte, kam eine Pharmazeutische Abteilung. 1897 wurde erstmals Heroin synthetisiert. Das bekannteste Ergebnis der Bayer-Forschung ist das 1899 auf den Markt gebrachte Medikament Aspirin. Bayer begann 1904 mit der Herstellung von Fotochemikalien. Nachdem das Unternehmen seinen Sitz einige Jahre in Wuppertal-Elberfeld hatte, wurde dieser Standort mit dem weiteren Wachstum zu klein. Leverkusen wurde 1912 neuer Sitz. 1913 hat das Unternehmen ca. 10.000 Mitarbeiter, davon fast 1.000 im Ausland. Das Unternehmen gründete Tochtergesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Russland und den USA. Der Export nahm 1913 einen Stellenwert von 80% am Unternehmensumsatz ein.

Die Folgen des ersten Weltkriegs

Durch den Ersten Weltkrieg verliert das Unternehmen einen Großteil seiner Absatzmöglichkeiten. In Russland wird die Tochterfirma durch die Russische Revolution enteignet, in den USA wird das Firmenvermögen inklusive aller Patente beschlagnamt und an die Konkurrenz verkauft. Der Umsatz sinkt von 1913 bis 1919 um ein Drittel. Während dieser Zeit ist Bayer einer der Hauptlieferanten von Giftgas für die Front.

I.G. Farbenindustrie

Bereits seit 1905 bestand eine Interessengemeinschaft zwischen Bayer, Agfa und der BASF (s. IG Farben). 1915 wurde diese mit weiteren Unternehmen der Farbenindustrie zu einer großen Interessengemeinschaft ausgeweitet.

Fusion

Da die deutsche Farbstoffindustrie nach dem Krieg schlechter da stand als zuvor, beschlossen sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft 1925 zur Fusion. Das Vermögen der Firma Bayer wird auf die neu gegründete IG Farbenindustrie AG übertragen und die Marke Bayer wird aus dem Handelsregister entfernt.

Weltwirtschaftskrise

Auch die I.G. Farbenindustrie AG wird von der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er nicht verschont. Die Beschäftigung und Produktion sinken drastisch, von 12.450 Mitarbeitern im Jahr 1929 werden bis 1932 2.650 entlassen. Jeder fünfte verliert seinen Job.

Der Zweite Weltkrieg

Die Werke der Betriebsgemeinschaft zählen für das nationalsozialistische Regime im Zweiten Weltkrieg zu den "kriegswichtigen" Betrieben. Durch den Krieg wachsen die Anforderungen an die Produktion, es werden aber immer mehr Mitarbeiter zur Wehrpflicht eingezogen. Auch in den Werken der Betriebsgemeinschaft werden Zwangs- und Fremdarbeiter eingesetzt. Der Anteil dieser machte zu seinem Höhepunkt ein Drittel der Belegschaft aus. Am 14. April 1945 wurde das Werk Leverkusen durch die Amerikaner eingenommen. Die Werke am Niederrhein liegen in der britischen Zone, deshalb hat die britische Militärregierung in den folgenden Jahren die vollständige Kontrolle über sie.

Neugründung der Bayer AG

Nach dem Krieg plädieren die alliierten Siegermächte auf eine Aufgliederung der IG in möglichst viele kleine Unternehmen. Da diese jedoch kaum lebensfähig wären, wurde die IG wieder in 12 Unternehmen, darunter auch die Bayer AG, aufgegliedert. Die Bayer AG wird am 19. Dezember 1951 neu gegründet.

Wiederaufbau

Nachdem der Konzern zum zweiten Mal jegliches Auslandsvermögen verloren hat, wird der Vertrieb im Ausland schnellstmöglichst wieder aufgebaut. Bayer konzentriert sich wiederum auf Forschung und Entwicklung und kann einen positiven Geschäftsverlauf im Rahmen des "Wirtschaftswunders" verzeichnen. 1962 hatte die Bayer AG in der Bundesrepublik 61.000 Beschäftigte und erwirtschaftete eine Jahresumsatz von 4 Milliarden DM.

Ölkrise

In der Zeit von 1973 bis Anfang der Achtziger Jahre erschweren die hohen Preise für Chemierohstoffe aus Erdöl die Geschäfte von Bayer. Bayer baut jedoch trotz dessen seine Auslandsvertriebe aus, vor allem in Westeuropa und den USA. Durch mehrere Übernahmen erreicht Bayer auch auf dem US-Pharmamarkt eine bedeutende Stellung. 1974 wird der Grundstein für das fünfte Bayerwerk in Deutschland Brunsbüttel gelegt. Die Pflanzenschutz-Forschung wird ebenfalls weiter ausgebaut, 1979 beginnt man in Monheim mit dem Bau eines Pflanzenschutz-Zentrums.

Weitere Entwicklung bis heute

1990 beschäftigt Bayer 171.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 41,643 Milliarden DM. Bayer widmet sich vermehrt den neuen Absatzmärkten in Osteuropa. So nimmt 1994 ein neues Bayerwerk in Bitterfeld die Produktion von Aspirin auf. Bayer kann seit 1995 in den USA wieder unter dem Namen 'Bayer' auftreten, da sie mit der Firma Sterling Winthrop auch die Namensrechte in den USA zurückerwarben.

Aufkauf von Aventis CropScience

Im Oktober 2001 übernimmt Bayer die Pflanzenschutz-Sparte von Aventis. Mit einem Preis von 7,25 Mrd. Euro stellt dies den größten Aufkauf in der Geschichte Bayers dar. Ein Jahr später, am 1. Oktober 2002, wird die Firma Bayer CropScience AG rechtlich selbstständig. Mit 22.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 6,5 Mrd. Euro stellt es die Nummer zwei auf dem Markt der Pflanzenschutz-Industrie dar.

Lipobay-Krise

Am 8. August 2001 zieht Bayer den bis dahin am Markt erfolgreichen Cholesterinsenker Lipobay wegen starker Nebenwirkungen mit Todesfolgen vom Markt zurück. Der Wirkstoff Cerivastatin löste insbesondere in Kombination mit anderen Chloesterinsenker mit dem Wirkstoff Gemifibrozil einen Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) aus. Die Gefahr war bekannt und die Kombination mit Gemifibrozil laut Beipackzettel kontraindiziert. In den USA, wo Lipobay unter dem Namen Baycol vermarktet wurde, werden kurz nach dem Bekanntwerden die ersten Klagen gegen Bayer eingereicht. Laut des Geschäftsberichts 2004 wurde Bayer in ca. 14.660 Fällen verklagt (davon 14.550 in den USA). Mit Stand 18. Februar 2005 waren noch 6.191 (6.111 in den USA) anhängig. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht kam es bis zum 18. Februar zu Vergleichen in Höhe von 1.114 Millionen US-Dollar. Neben den Vergleichen wurden zwei Prozesse mit Freisprüchen für Bayer beendet.

Schwarzbuch Markenfirmen

Im Jahr 2001 erschien das Buch Schwarzbuch Markenfirmen, in dem behauptet wird, dass die Bayer AG den größten Krieg in der Demokratischen Republik Kongo mit über drei Millionen Toten, mitfinanzierte.

Börsengang in den USA

Seit dem 24. Januar 2002 wird die Bayer-Aktie auch in New York unter dem Symbol BAY gehandelt. Der Börsengang sollte zunächst am 26. September 2001 stattfinden, musste dann aber wegen des Lipobay-Skandals verschoben werden.

Umstrukturierungen 2001 - 2005

Am 13. September 2001 wird Werner Wenning zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Bayer Konzerns gewählt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Manfred Schneider wird Aufsichtsratsvorsitzender. Unter dem neuen Vorstandschef Wenning beginnt eine der größten Umbruchsphasen des Konzerns zwischen 2002 und 2005. Die Notwendigkeit der Neuausrichtung verstärken die erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Lipobay-Krise und der stark eingebrochene Aktienkurs. Zunächst werden die bisherigen Geschäftsbereiche der Bayer AG (Pflanzenschutz, Pharma, Polymere und Chemie) in eigenständige Teilkonzerne (Bayer CropScience, Bayer HealthCare, Bayer Polymers und Bayer Chemicals) unter dem Dach einer Bayer Holding formiert. Weitere Teile der Bayer AG werden in Service Gesellschaften, wie Bayer Technology Services, Bayer Industry Servies und Bayer Business Services ausgegliedert. Auch in anderen Ländern werden substantielle Geschäftsbereiche in eigenständige Gesellschaften getrennt. Ende 2003 wird bekanntgegeben, den Teilkonzern Bayer Chemicals zusammen mit größeren Teilen des Kunststoffgeschäfts des Teilkonzern Bayer Polymers als unabhängige Gesellschaft aus dem Konzern auszugliedern. Der Teilkonzern Bayer Polymers wird in Bayer Materials Science umbenannt. Die Abspaltung der Bereiche ist zum 1. Februar 2005 komplett in Form eines Spin-Offs und dem Börsengang der Firma Lanxess vollzogen worden. Im Sommer 2004 angekündigt, wird mit Beginn des Jahres 2005 die OTC-Sparte (rezeptfreie Medikamente) der Schweizer Roche (inkl. des 50-prozentigen Anteils des gemeinsamen OTC-Joint-ventures) übernommen. Mit dieser Übernahme wird der Pharma-Bereich entsprechend neu ausgerichtet. Ziel ist es nun, dass führende Consumer-Health-Unternehmen der Welt zu werden. Die Umstrukturierungen haben den Bayer-Konzern aus den zwischenzeitlichen roten Zahlen wieder hinausgeführt. Laut des zweiten Quartalsberichts 2005 peilt der Konzern 2005 einen Umsatz von über 26 Milliarden Euro und eine EBIT-Verbesserung von 40% an.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Liste der Bayer-Werke

EBIT (chronologisch nach Aufbau)
- Wuppertal-Barmen (1863)
- Krefeld-Uerdingen (1877)
- Wuppertal-Elberfeld (1878)
- Leverkusen (1895-1912)
- Dormagen (1917)
- Antwerpen (1967)
- Brunsbüttel (1973)
- Monheim (1979)
- Bitterfeld (1992)

Literatur


- Herrmann, Hans-Erwin; Xhonneux, Pascal; Groth, Silke; „Integriertes Wertmanagement bei der Bayer AG“ in „Controlling“ Heft 8/9, August/September 1999, S. 399 - 406

Weblinks


- [http://www.bayer.de Homepage der Bayer AG]
- [http://www.bayermaterialscience.com Homepage des Teilkonzerns Bayer MaterialScience AG]
- [http://www.bayercropscience.com Homepage des Teilkonzerns Bayer CropScience AG]
- [http://www.bayerhealthcare.com Homepage des Teilkonzerns Bayer HealthCare AG]
- [http://www.bayerindustry.de Homepage der Bayer Industry Services GmbH & Co. OHG]
- [http://www.bayer-bbs.de Homepage der Bayer Business Services GmbH]
- [http://www.bayertechnology.com Homepage der Bayer Technology Services GmbH]
- [http://www.cbgnetwork.org/ CBG Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V. (Kritische Aktionäre)]
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20448/1.html Telepolis-Text: Bayer Imagekampagne vs. Kinderarbeit in Indien] Kategorie:Chemie- und Pharmazieunternehmen Kategorie:Unternehmen (Wuppertal) Kategorie:Markenname ja:バイエル社

Chemische Industrie

Die chemische Industrie ist ein Wirtschaftszweig, der in Europa und den USA etwa 1850 eine eigenständige Industrie wurde. Ausgangspunkt für die Entwicklung der chemischen Großindustrie war die Herstellung von Soda (von Nicolas Leblanc 1791 entwickelt), gefolgt von Produktionen von synthetischen Düngemitteln und Farbstoffen. Ein Produktionsbetrieb der chemischen Industrie hat im allgemeinen einen höheren Bedarf an Kapitalinvestitionen und einen geringeren Personalbedarf verglichen mit anderen Produktionsbetrieben mit vergleichbarem Umsatz. Im weiteren zeichnet sich die chemische Industrie aus durch
- einen hohen Automationsgrad,
- eine hohe Wertsteigerung der verarbeiteten Rohstoffe,
- eine sehr teure Forschung,
- eine aufwändige Verfahrenstechnik sowie
- eine große Anzahl hergestellter Produkte. Hergestellt werden Grundchemikalien, Zwischen- und Fertigprodukte. Abnehmer sind der Konsumgüterbereich sowie alle Bereiche des verarbeitenden Gewerbes und der Industrie (Automobilindustrie, Baugewerbe, Landwirtschaft). Die chemische Industrie ist in der öffentlichen Wahrnehmung stark durch internationale Konzerne geprägt. Der überwiegende Teil der chemischen Industrie besteht jedoch aus mittelständischen Unternehmen. Der weltweite Gesamtumsatz der chemischen Industrie betrug 2002 1'847 Milliarden Euro. In Deutschland 132,5 Milliarden, in den USA 489 Mrd., in Japan 204 Mrd und in der Schweiz 35,1 Milliarden. Beschäftigt wurden in Deutschland 462'000 Personen, in der Schweiz 64'000 Personen. Aus Deutschland wurden Waren im Wert von 80,2 Milliarden Euro exportiert und importiert wurden Waren für 57,9 Milliarden Euro. (Quelle der Zahlen: Verband der Chemischen Industrie e.V.)

Konzerne

Die größten Chemiekonzerne der Welt 2002 (ca. Umsatz in Milliarden Euro)
- BASF (D) 28
- Dow Chemical (USA) 27
- DuPont (USA) 24
- Bayer (D) 20
- Exxon Mobil Chemicals (USA) 20
- Atofina (F) 20
- BP Chemicals (GB) 13
- Mitsubishi Chemicals (J) 12
- Degussa (D) 11
- Shell Chemicals (NL/GB) 11
- Cognis Deutschland GmbH & Co. KG (D) 9,37 (2004)
- INEOS (GB/B/D/USA) Die Umsatzzahlen sind teilweise nicht direkt vergleichbar, da bei den Mineralölkonzernen die Aufteilung zwischen den Sparten Öl und Chemie nicht nach den gleichen Kriterien erfolgt.

Siehe auch


- Chemische Waffe
- IG Farben

Literatur


- Hermann J Rupieper, Friederike Sattler, Georg Wagner-Kyora (Hrsg.): Die mitteldeutsche Chemieindustrie und ihre Arbeiter im 20. Jahrhundert. Mitteldeutscher Verlag, 2005, ISBN 3-89812-246-8

Weblinks


- [http://www.cefic.be Europäischer Dachverband der Chemischen Industrie]
- [http://www.vci.de Verband der chemischen Industrie] (Deutschland)
- [http://www.bavc.de Arbeitgeberverband der chemischen Industrie] (Deutschland)
- [http://www.fcio.at Fachverband der chemischen Industrie Österreichs] ! ja:化学工業

Leverkusen

Leverkusen ist eine kreisfreie Stadt im Rheinland, im südlichen Nordrhein-Westfalen. Das Mittelzentrum nordöstlich von Köln zählt aufgrund der Einwohnerzahl (etwa 161.000) zu den kleineren Großstädten des Landes. Die Großstadtgrenze 100.000 Einwohner erreichte die Stadt im Jahre 1963. Bekannt ist Leverkusen vor allem durch den Konzern Bayer AG und dessen Sportverein Bayer 04 Leverkusen, sowie das Autobahnkreuz Leverkusen. Hier treffen die A1 und die A3 aufeinander. Neben der Großstadt Leverkusen gibt es auch noch eine Hofschaft zwischen den Remscheider Stadtteilen Lennep und Bergisch Born mit gleichem Namen.

Geografie

Leverkusen liegt am rechten Ufer des Rheins, oberhalb und unterhalb der Einmündung der Flüsse Dhünn und Wupper. Der Rhein bildet die westliche Stadtgrenze, jenseits des Flusses liegt die Stadt Köln. Die östlichen Stadtteile reichen bis in die Ausläufer des Bergischen Landes. Der höchste Punkt des Stadtgebiets beträgt 198,7 m ü. NN und befindet sich bei der Zufahrt zur Mülldeponie Burscheid. Der niedrigste Punkt des Stadtgebiets beträgt 35,1 m ü. NN und liegt bei der Hitdorfer Hafeneinfahrt. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 56 km. Die größte Nord-Süd Ausdehnung misst 8,9, die größte West-Ost Ausdehnung 15,3 km.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Leverkusen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Leichlingen (Rheinland), Burscheid, Odenthal und Bergisch Gladbach (alle Rheinisch-Bergischer Kreis), Köln (Kreisfreie Stadt) sowie Monheim am Rhein und Langenfeld (Rheinland) (beide Kreis Mettmann).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Leverkusens ist in drei Stadtbezirke eingeteilt. Die Stadtbezirke sind in mehrere Stadtteile mit eigenen Namen unterteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung, die aus 15 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung nennt man Bezirksvertreter. Sie werden von der Bevölkerung des Stadtbezirks auf fünf Jahre gewählt. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig beziehungsweise sind zu allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirks zu hören. Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:
- Stadtbezirk I: Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf
- Stadtbezirk II: Opladen, Küppersteg, Bürrig, Quettingen, Bergisch Neukirchen und Pattscheid
- Stadtbezirk III: Schlebusch, Steinbüchel, Lützenkirchen und Alkenrath Die Stadtteile sind zum Teil in weitere Wohnplätze mit eigenem Namen unterteilt. Dabei handelt es sich meist um Neubaugebiete oder Siedlungen, deren Namen sich im Laufe der Zeit zur besseren Orientierung eingebürgert haben. Hierzu gehören beispielsweise Fettehenne, Pattscheid, Hüscheid, Imbach, Schöne Aussicht, Voigtslach, Leimbacher Berg und Waldsiedlung.

Geschichte

Die Siedlungen des heutigen Leverkusener Stadtgebiets wurden alle im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie gehörten zur Grafschaft beziehungsweise zum Herzogtum Berg. 1815 kam das ganze Gebiet an Preußen, das es der Provinz Jülich-Kleve-Berg, beziehungsweise ab 1824 Rheinprovinz zuordnete. War Opladen 1815 zunächst noch Sitz eines Kreises geworden, so wurde dieser bereits 1819 aufgelöst und sein Gebiet dem Kreis Solingen angegliedert. 1857 wurde Neukirchen (ab 1904 Bergisch Neukirchen) und Hitdorf sowie 1858 Opladen zur Stadt erhoben. Im Jahre 1862 verlegte Carl Leverkus, ein gelernter Apotheker aus Wermelskirchen, seine Ultramarinfabrik in die Nähe der Gemeinde Wiesdorf, Kreis Solingen, an den Rhein. Die neue Werksansiedelung nannte er "Leverkusen" nach dem Stammsitz seiner Familie, der Hofschaft zwischen Lennep und Bergisch Born (heute Stadtteile von Remscheid). 1891 wurde die Firma von der Bayer AG aufgekauft. Ein Jahr später wurde der Name Leverkusen auch von der Poststation innerhalb des Werksgeländes verwendet. Bereits seit 1889 bildete die Gemeinde Wiesdorf mit der Gemeinde Bürrig die Bürgermeisterei Küppersteg. 1914 wurde Opladen Kreisstadt des Kreises Solingen, nachdem die Stadt Solingen inzwischen kreisfrei geworden war und somit nicht mehr zum Landkreis gehörte. 1920 wurde die Gemeinde Bürrig nach Wiesdorf eingegliedert und ein Jahr später erhielt Wiesdorf die Stadtrechte. Die Stadt Wiesdorf vereinigte sich zum 1. April 1930 mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zu einer neuen Stadt, die den Namen Leverkusen nach der seit 1862 gebräuchlichen Ortsangabe auf dem Werksgelände der damaligen Firma von Carl Leverkus erhielt. Die neue Stadt gehörte weiterhin zum Landkreis Solingen, der seit 1929 Solingen-Lennep hieß und 1931 in Rhein-Wupper-Kreis umbenannt wurde. Opladen wurde 1930 durch Eingliederung der Gemeinde Lützenkirchen (einschl. Quettingen, aber ohne Hamberg und Bornheim, die zu Burscheid kamen) vergrößert. In den Folgejahren entwickelte sich Leverkusen zu einer bedeutenden Industriestadt. Im 2. Weltkrieg wurde Leverkusen zerstört, jedoch danach wieder aufgebaut. Am 1. April 1955 schied Leverkusen aus dem Rhein-Wupper-Kreis aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Damals hatte die Stadt etwa 78.000 Einwohner. Doch nahm die Bevölkerung weiter zu und erreichte 1963 die Großstadtgrenze von 100.000 Einwohnern. Bereits 1960 war die Stadt Hitdorf in die Stadt Monheim eingegliedert worden. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden gemäß § 15 Köln-Gesetz die bisherigen Städte Leverkusen, Opladen und Bergisch Neukirchen zum 1. Januar 1975 zur neuen kreisfreien Stadt Leverkusen zusammengeschlossen; zugleich wurde der zur Stadt Monheim gehörige Stadtteil Hitdorf in die neue Kommune eingegliedert, die somit ihre heutige Ausdehnung erreichte. Gleichzeitig wurde der Rhein-Wupper-Kreis aufgelöst. Seither gehört das Leverkusener Umland zum Rheinisch-Bergischen Kreis beziehungsweise zum Kreis Mettmann. Am 16. April 2005 wurde in Leverkusen die nordrhein-westfälische Landesgartenschau eröffnet. Sie dauerte bis zum 9. Oktober.

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Leverkusen gehörte schon von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums Köln beziehungsweise zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Die Reformation konnte kaum Fuß fassen, so dass das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert fast rein katholisch blieb. Nur der heutige Stadtteil Bergisch Neukirchen trat 1583 zum Luthertum über. Ferner gelang es den Reformierten in Opladen 1611/ 12 vorübergehend die Pfarrkirche der Stadt in Besitz zu nehmen, doch mussten sie diese 1615 wieder an die Katholiken zurückgeben. 1827 wurden die katholischen Pfarrgemeinden des heutigen Stadtgebiets Leverkusen vom Dekanat Deutz dem Dekanat Solingen angegliedert. 1923 wurde Opladen Sitz eines eigenen Dekanats, aus dessen Gebiet 1937 das Dekanat Leverkusen gebildet wurde. Beide Dekanate bilden heute das Stadtdekanat Leverkusen, zu dem alle Pfarrgemeinden der Stadt Leverkusen gehören. Die Protestanten in Bergisch Neukirchen gehörten zur Superintendentur Solingen der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit dem 19. Jahrhundert ließen sich auch in den anderen Gemeinden des heutigen Leverkusener Stadtgebiets Protestanten nieder. So wurde alsbald in Opladen eine Gemeinde gegründet, zu der anfänglich auch die Protestanten von Wiesdorf gehörten, bevor sie um 1890 eine eigene Gemeinde gründeten. In Schlebusch konnten bereits ab 1846 private Gottesdienste abgehalten werden. Alle Gemeinden gehörten seinerzeit zur Superintendentur Solingen. Doch wurde Leverkusen später Sitz eines eigenen Kirchenkreises, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören. Der Kirchenkreis Leverkusen umfasst jedoch auch die evangelischen Nachbargemeinden nördlich von Leverkusen. Neben den beiden großen Kirchen sind auch verschiedene Freikirchen in Leverkusen ansässig, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und eine Freie evangelische Gemeinde (FeG). Weitere Religionsgemeinschaften in Leverkusen sind die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche (vier Gemeinden in Leverkusen-Lützenkirchen, Leverkusen-Opladen, Leverkusen-Schlebusch und Leverkusen-Wiesdorf).

Eingemeindungen

Das Stadtgebiet Leverkusens entwickelte sich wie folgt: Am 1. April 1930 vereinigten sich die Stadt Wiesdorf (mit der 1920 eingegliederten Gemeinde Bürrig) und die Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zur "Stadt Leverkusen", die zum 1. April 1955 eine kreisfreie Stadt wurde. Am 1. Januar 1975 wurden eingegliedert:
- Stadt Opladen, Kreisstadt des Rhein-Wupper-Kreises (mit den 1930 eingemeindeten Orten Quettingen und Lützenkirchen)
- Stadt Bergisch Neukirchen, (bis 1904 nur Neukirchen), Rhein-Wupper-Kreis
- Hitdorf, Stadt Monheim, Rhein-Wupper-Kreis

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis zur Gründung der Stadt Leverkusen 1930 handelt es sich um die Einwohnerzahlen der Gemeinde beziehungsweise Stadt Wiesdorf, Kreis Solingen. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Monheim ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Bürgermeister und Rat

Die meisten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet Leverkusens blieben bis ins 19. Jahrhundert relativ unbedeutend. Lediglich Opladen wurde 1858, Hitdorf und Neukirchen 1857 zur Stadt erhoben. Wiesdorf und Bürrig wurden in jener Zeit von der Bürgermeisterei Opladen-Land verwaltet. Schlebusch und Steinbüchel wurden bis 1930 von einer gemeinsamen Bürgermeisterei Schlebusch verwaltet, während Rheindorf zur Bürgermeisterei Monheim gehörte. 1898 bildeten Wiesdorf und Bürrig die Bürgermeisterei Küppersteg und 1920 wurden beide zu einer Gemeinde vereinigt, die 1921 Stadtrechte erhielt. Jede Gemeinde hatte einen Rat und einen Bürgermeister. Auch die Stadt Leverkusen wurde ab 1930 von Rat und Bürgermeister verwaltet. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Bürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Bürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Bürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Seit dem Ausscheiden der Stadt aus dem Rhein-Wupper-Kreis 1955 tragen die beiden Stadtoberhäupter die Bezeichnungen Oberbürgermeister beziehungsweise Oberstadtdirektor. 1994 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Der Rat der Stadt Leverkusen hat gegenwärtig (Stand: Wahl vom 26. September 2004) 66 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:
- CDU = 24 Sitze
- SPD = 18 Sitze
- Bürgerliste = 8 Sitze
- Grüne = 6 Sitze
- FDP = 4 Sitze
- Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) = 1 Sitz
- Pro Opladen (OP) = 4 Sitze
- LAUF = 1 Sitz Bürgermeister 1930 - 1955 beziehungsweise Oberbürgermeister seit 1955
- 1930 - 1933: Dr. Heinrich Claes, ZENTRUM
- 1933 - 1938: Dr. Wilhelm Tödtmann, NSDAP
- 1938 - 1945: Ludwig Simon
- 1945: August Adolphi, SPD
- 1945 - 1946: Dr. Heinrich Claes, CDU
- 1946 - 1949: Johannes Dott, CDU
- 1949 - 1951: Johannes Ritter, SPD
- 1951 - 1954: Johannes Dott, CDU
- 1954 - 1961: Wilhelm Dopatka, SPD
- 1961 - 1964: Heinrich Lützenkirchen
- 1964 - 1979: Wilhelm Dopatka, SPD
- 1979: Heinrich Lützenkirchen, CDU
- 1979 - 1984: Wolfgang Obladen, CDU
- 1984 - 1994: Horst Henning, SPD
- 1994 - 1999: Dr. Walter Mende, SPD
- 1999 - 2004: Paul Hebbel, CDU
- 2004 - heute: Ernst Küchler SPD Stadt- beziehungsweise Oberstadtdirektoren 1946 - 1994
- 1946 - 1951: Dr. Heinrich Claes, Stadtdirektor (zuvor Bürgermeister)
- 1951 - 1963: Dr. Otto Grimm, Stadtdirektor, ab 1955 Oberstadtdirektor
- 1963 - 1975: Dr. Walter Bauer, Oberstadtdirektor
- 1975 - 1989: Bruno Krupp, Oberstadtdirektor
- 1989 - 1994: Dr. Walter Mende, Oberstadtdirektor

Wappen

Walter Mende Das Wappen der Stadt Leverkusen zeigt in Silber einen blau gekrönten, gezungten und bewehrten zwiegeschwänzten roten Löwen, überdeckt mit einem schwarzen Wechselzinnenbalken. Das Wappen wurde der Stadt am 19. August 1976 vom Regierungspräsidenten in Köln verliehen. Zuvor hatte die Stadt ein anderes Wappen, das 1923 vom preußischen Staatsministerium verliehen wurde. Dieses Wappen zeigte ebenfalls den Löwen sowie im unteren Schildteil eine silberne Welle mit einem goldenen Kahn mit silbernem Aufbau am Heck und Ruder. Der Löwe ist das Wappentier der Grafen beziehungsweise Herzöge von Berg, die früher über das heutige Stadtgebiet Leverkusens herrschten. Der Kahn im alten Wappen versinnbildlichte die Fähre in Wiesdorf über den Rhein, die eine lange Tradition hatte. Der heutige Wechselzinnenbalken wurde aus dem alten Wappen der Stadt Opladen entnommen und ist ein altes historisches Zeichen zweier Brüder, die im 13. Jahrhundert Gutsherren in Opladen waren.

Städtepartnerschaften

Leverkusen unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- 25px Oulu, Finnland, seit 1968
- 25px Bracknell Forest, Vereinigtes Königreich, seit 1973
- 25px Laibach (Ljubljana), Slowenien, seit 1979
- 25px Nazareth-Illit, Israel, seit 1980
- 25px Chinandega, Nicaragua, seit 1986
- 25px Schwedt/Oder, Brandenburg, seit 1989
- 25px Ratibor (Racibórz), Polen, seit 2002

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Im Bayer Erholungshaus finden regelmässig Theatervorstellungen und Konzerte statt. Das 1908 eingeweihte Gebäude wurde 1977 aufgrund eines Brands vergrössert und verschönert. Desweiteren werden im 1969 eröffneten Forum ebenfalls verschiedene kulturelle Veranstaltungen wie Theater, Konzerte, Ausstellungen u.Ä. dargeboten. Neben diesen beiden Veranstaltungsorten gibt es kleinere Theatergruppen ( z.B. das Junge Theater Leverkusen, das Matchbox Theater und das Caostheater Hitdorf ), die u.A. auch über eigene Räumlichkeiten verfügen.

Bauwerke

1969 1969 Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Leverkusen ist das weithin sichtbare Bayer-Kreuz auf dem Werksgelände der Firma Bayer AG. Dabei handelt es sich um eine Großlichtanlage, die bereits 1933 von Carl Duisberg aufgestellt wurde. Sie war damals die größte freischwebende Leuchtwerbung der Welt. Doch musste die Anlage nach Kriegsbeginn 1939 abgeschaltet werden und wurde 1944 sogar demontiert. Im Jahre 1958 konnte das neue Bayer-Kreuz jedoch wieder in Betrieb genommen werden. Es hängt an zwei jeweils 118 m hohen Stahlrohrmasten und hat einen Durchmesser von 51 m. Die Leuchtschrift, deren Einzelbuchstaben jeweils 7 m messen, wird von 1710 Glühbirnen gebildet. Das eingeschaltete Kreuz ist in der Nacht mehrere Kilometer weit zu sehen. Ein weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist das Schloss Morsbroich im Stadtteil Schlebusch. Der Name Morsbroich leitet sich ab aus dem im 1328 urkundlich erwähnten Ritter Moir von dem Broiche. Das Schloss wurde 1773 von Ignaz Felix von Roll zu Bernau erbaut - als Vorlage diente Schloss Falkenlust in Brühl - und bewohnt bis zu seinem Tode 1795. Danach ging es in französischen Besitz über. 1807 wurde Joachim Murat - ein Schwager Napoleons - zum Grafen von Morsbroich ernannt. Nach der Übernahme des Rheinlandes durch die Preußen übernahmen 1817 der Kölner Bankier und Kommerzienrat Abraham von Schaaffhausen und 1857 der Fabrikant Friedrich Freiherr von Diergardt das Schloss. Von 1885 bis 1887 wurden die Seitenflügel umgebaut nach Vorgaben des Kölner Architekten Herrmann Otto Pflaume. Nach dem Zweiten Weltkrieg vermietete es Diergardt an die Stadt Leverkusen, gegen 1985 verkaufte er es an die Stadt. Seit 1951 beherbergt es - auf Betreiben der damaligen Freidemokratin Bertha Middelhauve - ein Kunstmuseum. Weitere bedeutende Bauwerke der Stadt sind das Rathaus, das Kulturzentrum "Forum", das Bayer-Hochhaus, der Wasserturm Leverkusen-Bürrig und der Friedenberger Hof. Sehenswert ist auch der japanische Garten.

Sport

Wasserturm Leverkusen-Bürrig Die Stadt ist Heimat des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, jetzt Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH, die einmal Teil des TSV Bayer 04 Leverkusen e.V. war. Das Stadion "BayArena" (vormals bekannt als Ulrich-Haberland-Stadion) mit 22500 Plätzen ist allgemein als das Schmuckkästchen der Bundesliga bekannt, und gilt als eines der modernsten überhaupt. Bayer Leverkusen gewann 1988 den UEFA Pokal, sowie den DFB-Pokal 1993. Am 17. September 2006 findet in der BayArena das Finale und die Abschlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung statt. Der TuS05 Quettingen e.V. ist mit über 1000 Mitgliedern und 21 Sportabteilungen der größte gemeinützige Verein im Leverkusener Breitensport. Im Rahmen der Landesgartenschau entstand 2004 ein Skatepark unter der Stelzenbrücke in Leverkusen-Mitte.

Musik

In Leverkusen finden seit einem viertel Jahrhundert jährlich die Leverkusener Jazztage, Europas größtes Jazzfestival statt. Außerdem hat Leverkusen eine verhältnismäßig große Hip Hop- Szene. Neben MC4 aus Opladen, kommen auch jouston, fix, Beg, Bligga, Mad tha Mac Merten ,Skurril, Code Red und die auch in anderen Städten bekannten R.K & Just Me aus der Farbenstadt. Im Bereich Techno/House/electro versuchen seit einigen Jahren Djs wie Cyber, Andi Lee, Klangforscher, Dubbi, K.E.N.Z.O, MeNeS und Lukas das tanzwütige Publikum mit Partys und Open-Air Events zu versorgen. Auch Events wie "Atlantis" die jährlich stattgefunden haben blieben unvergessen... Auch dieses Jahr 2005 soll wieder ein unvergesslicher Abend tanzhungriges Publikum ins K1 - (Kolonie Eins), (Nähe L.A.G.A) locken. Mit anderer Besetzung gehts am 30. 09 .2005 wieder los. diesmal heißt das Thema "AntArktis"

Regelmäßige Veranstaltungen


- In den Sommerferien: "Morsbroicher Sommer"
- Juni: Schülertheaterfestival
- Juli: Streetlife
- August: Bierbörse in Opladen (Schusterinsel)
- Oktober bzw. November: Leverkusener Jazztage
- mtblev Regelmäßiger Mountainbike-Treff in Opladen

Nachtleben

Leverkusen verfügt über ein kleines, gemütliches Kneipenviertel in Opladen, wo verschiedene Bars, Kneipen und kleinere Discotheken die Nacht verkürzen und für fast jeden Geschmack etwas zu bieten haben. U.a. beliebt sind das Shannon ( Irish Pub ), Dschungel ( Disco u. Kneipe ), Bizarre ( Alternative Kneipe ) und das Zollamt ( ab 25 ). In Wiesdorf gibt es noch den Ballermann 6 und die Tanzmühle, welche für Discogänger zu empfehlen sind.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Leverkusen ist an das deutsche Autobahnnetz gut angebunden. Im Stadtgebiet kreuzen sich die Bundesautobahnen A 1 Köln-Dortmund und A 3 Köln-Oberhausen am weithin bekannten Autobahnkreuz Leverkusen. Auch die Autobahn A 59 führt im Westen des Stadtgebiets in Richtung Norden nach Düsseldorf. Leverkusen liegt an den Bahnlinien Köln-Dortmund (Bahnhof Leverkusen-Mitte) und Köln-Solingen-Wuppertal (Bahnhöfe Opladen und Leverkusen Schlebusch). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG und einiger anderer, kleinerer Busbetriebe, sowie die S-Bahn-Linie 6 Köln-Leverkusen Mitte-Leverkusen Küppersteg-Leverkusen Rheindorf-Langenfeld (Rhld.)-Düsseldorf-Essen. Alle Verkehrsmittel in Leverkusen sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) zu benutzen. In Leverkusen-Schlebusch befindet sich die Endhaltstelle der KVB-Stadtbahnlinie 4. In etwa 30 Minuten mit dem Auto erreichbar ist der Konrad-Adenauer-Flughafen (Köln Bonn Airport), von dem aus viele bekannte Airlines nationale und internationale Flüge anbieten, neuerdings auch vermehrt sogenannte "Billig-Airlines".

Ansässige Unternehmen

Konrad-Adenauer-Flughafen Hauptarbeitgeber Leverkusens sind die Firmen Bayer AG sowie LANXESS, wobei die letztgenannte aus der Bayer AG durch Abspaltung hervorgegangen ist. Ferner befindet sich die Deutschlandzentrale des Automobilherstellers Mazda, sowie die Firma GE Bayer Silicones, ein Joint Venture von General Electric und der Bayer AG, einer der größten Hersteller von Silikonen weltweit, in Leverkusen.

Medien

In Leverkusen erscheint der Leverkusener Anzeiger als Ableger des Kölner Stadtanzeigers. Auch bietet der Kölner Express ausführliche Informationen über das regionale Geschehen der Stadt. Regionale Informationen finden sich auch in der Rheinischen Post. Zudem werden im Leverkusener Stadtgebiet wöchentlich zwei Werbeblätter, die Wochenpost und die Lokale Informationen, kostenlos an die Haushalte verteilt. Im Stadtgebiet gibt es einen privaten Lokal-Radiosender: Radio Leverkusen.

Bildung

Leverkusen hat keine Universität und keine Fachhochschule, jedoch eine Zweigstelle der Fernuniversität Hagen und ein Studienzentrum. Zudem bietet Leverkusen das breit gefächerte Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie eine Volkshochschule.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Leverkusen beziehungsweise die früheren Städte haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1923: Prof. Dr. Carl Duisberg, Geheimrat (verliehen von Wiesdorf)
- 1933: Dr. Robert Ley, Reichsarbeitsführer (jedoch 1945 wieder aberkannt)
- 1999: Menachem Ariav, Bürgermeister von Nazerat Illit und Initiator der Städtepartnerschft Ehrenbürger von Opladen
- 1872: Julius Schnitzler, Fabrikant
- 1952: Franz Esser, Bischof Ehrenbürger von Bergisch Neukirchen
- 1912: Carl Albrecht Römer, Kommerzienrat
- 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler (jedoch 1946 wieder aberkannt)
- 1933: Friedrich Karl Florian, Gauleiter (jedoch 1946 wieder aberkannt)

Söhne und Töchter der Stadt


- Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio, (1806-1876), Schriftsteller heimatgeschichtlicher, volkswirtschaftlicher und religiöser Literatur.
- Gertraud Middelhauve, (1929-2004), Verlegerin.
- Wolf Vostell (1932-1998), einer der wichtigsten deutschen Bildhauer, Maler und Happeningkünstler des 20. Jahrhunderts.
- Klaus Heuser, (
- 1957), Musiker.
- Henning Krautmacher, (
- 1957), Musiker, Frontmann der Höhner.
- Bernd Hoffmann, (
- 1963), Fußball-Funktionär.
- Andreas Rettig, (
- 1963), Fußball-Funktionär.
- Detlef Schrempf, (
- 1963), Basketballspieler in der NBA.
- Danny Ecker (
- 1977), Leichtathlet, Sohn von Doppel Olympia-Siegerin Heide Ecker-Rosendahl.
- Felix Sturm (
- 1979), Profiboxer, 2003 WBO Weltmeister.
- Annette Langen (
- 1967), Kinderbuchautorin.
- Bärbel Dieckmann (
- 1949), Oberbürgermeisterin von Bonn (SPD)

Literatur


- Rheinisches Städtebuch; Band III 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte -Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956

Weblinks


- [http://www.leverkusen.de/ Offizielle Internetseite der Stadt]
- [http://www.leverkusen.com/ Internet-Initiative Leverkusen]
- [http://www.lgs-lev.de Landesgartenschau Leverkusen]
- [http://www.kulturstadtlev.de/ Leverkusen Kultur & Bildung] ! Kategorie:Ort in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Rheinland ja:レバークーゼン

1863

Ereignisse


- 1. Januar: Mit dem Inkrafttreten der von Abraham Lincoln unterzeichneten Emanzipationsakte erhalten die Schwarzen in den USA die rechtliche Freiheit
- 10. Januar: Erste U-Bahn der Welt in London eröffnet
- 21. April: Baha'u'llah gründet in Baghdad die Baha'i Religion
- 23. Mai: Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV)
- 1. Juli: Aufhebung der Sklaverei in der niederländischen Kronkolonie Suriname und Gewährung einer Verwaltungs-Autonomie
- 1. bis 3. Juli: Die Schlacht von Gettysburg führt die entscheidende Wende im Amerikanischen Bürgerkrieg herbei
- 13. Juli: Beginn der Draft Riots (Einziehungskrawalle) in New York City
- die „Höchste Spitze“, der höchste Berg der Schweiz, wird zu Ehren des schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour (17871875) in Dufourspitze umbenannt
- Die Reblaus setzt dem deutschen Weinbau zu
- In Turin beginnt der Bau der Mole Antonelliana
- 1. Frankfurter Fürstentag
- Münzfund von Sandur auf den Färöern. Unter den 93 Silbermünzen aus dem 11. Jahrhundert befinden sich überraschenderweise 50 aus Deutschland
- Gründung der Firmen Bayer AG und Hoechst AG (Farben)
- Wiederentdeckung der Nike von Samothrake

Kultur


- 12. Februar: Uraufführung der Oper The Armourers of Nantes von Michael William Balfe im Covent Garden in London
- 1. Mai: Uraufführung der Oper Le Jardinier et son seigneur von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 14. Juni: Uraufführung der Oper Die Loreley von Max Bruch am Hoftheater Mannheim
- 30. September: Uraufführung der Oper Les Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Georges Bizet am Théâtre-Lyrique in Paris
- Giuseppe Fiorelli wird Ausgrabungsleiter in Pompeji. Damit hält die wissenschaftliche Archäologie Einzug bei der Ergrabung der antiken Ruine.

Geboren


- 1. Januar: Pierre de Coubertin, französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär († 1937)
- 8. Januar: Paul Scheerbart, deutscher Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner († 1915)
- 12. Januar: Swami Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter († 1902)
- 15. Januar: Wilhelm Marx, deutscher Jurist und Politiker († 1946)
- 17. Januar: David Lloyd George, britischer Politiker und Premierminister († 1945)
- 19. Januar: Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt († 1941)
- 9. Februar: Anthony Hope, englischer Rechtsanwalt und Autor († 1905)
- 13. Februar: Hugo Becker, deutscher Cellist, Cellolehrer und Komponist († 1941)
- 19. Februar: Georg Moog, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland († 1934)
- 22. Februar: Wilhelm Blumenberg,
- 23. Februar: Franz von Stuck, deutscher Maler und Bildhauer († 1928)
- 27. Februar: George Herbert Mead, Professor für Philosophie und Sozialpsychologie († 1931)
- 28. Februar: Gheorghe Marinescu, rumänischer Neurologe und Neuropathologe († 1938)
- 3. März: Arthur Machen, walisischer Fantasy-Schriftsteller († 1947)
- 12. März: Gabriele D'Annunzio, italienischer Schriftsteller († 1938)
- 12. März: Wladimir Iwanowitsch Wernadski, russischer Geologe, Geochemiker und Mineraloge († 1945)
- 13. März: Richard Zoozmann, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1934)
- 18. März: Josef Modl, österreichischer Sänger († 1894)
- 22. März: Albertine Assor, Mitbegründerin der evangelisch-freikirchlicher Diakonie († 1953)
- 27. März: Henry Royce, britischer Industrieller und Techniker († 1933)
- 3. April: Henry van de Velde, Künstler des Jugendstils/Art Nouveau († 1957)
- 3. April: Wilhelm Middelschulte, Organist, Komponist († 1943)
- 7. April: Felix Michailowitsch Blumenfeld, russischer Komponist († 1931)
- 18. April: Leopold Berchtold, österreichisch-ungarischer Politiker († 1942)
- 26. April: Arno Holz, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus († 1929)
- 26. April: Hermann Beims, Oberbürgermeister Magdeburgs († 1931)
- 29. April: William Randolph Hearst, US-amerikanischer Verleger und Medienzar († 1951)
- 30. April: Max Skladanowsky, Wegbereiter der Filmkunst in Deutschland († 1939)
- 1. Mai: Stephan Kekulé von Stradonitz, deutscher Jurist und Privatgelehrter († 1933)
- 17. Mai: Charles Robert Ashbee, englischer Architekt († 1942)
- 21. Mai: Erzherzog Eugen von Österreich, Hochmeister des Deutschen Ordens († 1954)
- 25. Mai: Heinrich Rickert, deutscher Philosoph und Universitätsprofessor († 1936)
- 2. Juni: Felix Weingartner, Dirigent, Komponist und Pianist († 1942)
- 10. Juni: Louis Couperus, niederländischer Autor
- 13. Juni: Friedrich Heine, deutscher Unternehmer († 1929)
- 13. Juni: Josef Venantius von Wöss,) österreichischer Kirchenmusiker und Verlagsredakteur († 1943)
- 16. Juni: Emil Göttisheim, Schweizer Jurist und Politiker (FDP) († 1938)
- 16. Juni: Paul Vidal, französischer Komponist († 1931)
- 17. Juni: Charles Eugene Lancelot Brown, Schweizer Maschinenkonstrukteur († 1924)
- 21. Juni: Max Wolf, deutscher Astronom und Entdecker von Asteroiden († 1932)
- 3. Juli: Ciro Luis Urriola, Staatspräsident von Panama († 1922)
- 4. Juli: Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler († 1913)
- 12. Juli: Paul Karl Ludwig Drude, deutscher Physiker († 1906)
- 18. Juli: Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreich-ungarischer Erzherzog und Thronfolger († 1914)
- 19. Juli: Hermann Bahr, deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Literaturkritiker († 1934)
- 21. Juli: Agnes Günther, deutsche Schriftstellerin († 1911)
- 30. Juli: Henry Ford, Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company († 1947)
- 2. August: Gottfried Krüger, Ehrenbürger von Wittenberg, Mediziner und Heimatforscher († 1941)
- 16. August: Gabriel Pierné, französischer Komponist († 1937)
- 19. August: Adele Sandrock, deutsch-niederländische Schauspielerin († 1937)
- 3. September: Hans Aanrud, norwegischer Schriftsteller († 1953)
- 6. September: Otto von Greyerz, Mundart-Schriftsteller und Professor († 1940)
- 10. September: Charles Spearman, britischer Psychologe († 1945)
- 11. September: Georg Witkowski, Literaturhistoriker († 1939)
- 13. September: Arthur Henderson, britischer Politiker († 1935)
- 15. September: Horatio Parker, US-amerikanischer Komponist († 1919)
- 21. September: Georg Arends, Botaniker († 1952)
- 22. September: Alexandre Émile Jean Yersin, schweizerisch-französischer Arzt und Bakteriologe († 1943)
- 28. September: Karl I. (Portugal), König von Portugal († 1908)
- 29. September: Hugo Haase, deutscher Jurist, Politiker und Pazifist († 1919)
- 30. September: Reinhard Scheer, Vizeadmiral in der deutschen Marine († 1928)
- 11. Oktober: Xavier Leroux, französischer Komponist († 1919)
- 16. Oktober: Joseph Austen Chamberlain, britischer Politiker und Außenminister († 1937)
- 19. Oktober: Gustav Frenssen, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 11. November: Paul Signac, französischer Maler und Grafiker († 1935)
- 12. November: Johannes Thienemann, deutscher Ornithologe († 1938)
- 14. November: Leo Hendrik Baekeland, belgisch-amerikanischer Chemiker († 1944)
- 18. November: Richard Dehmel, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1920)
- 28. November: Alfred Pérot, französischer Physiker († 1925)
- 30. November: Richard Mollier, Professor für angewandte Physik und Maschinenbau († 1935)
- 7. Dezember: Felix-Louis Calonder, Schweizer Politiker († 1952)
- 7. Dezember: Pietro Mascagni, italienischer Komponist († 1945)
- 11. Dezember: Annie Jump Cannon, US-amerikanische Astronomin († 1941)
- 11. Dezember: Bruno Möhring, deutscher Architekt († 1929)
- 12. Dezember: Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker († 1944)
- 13. Dezember: Eugen Gradmann, deutscher Pfarrer und Landeskundler († 1927)
- 16. Dezember: George Santayana, Philosoph († 1952)
- Richard Felton Outcault († 1928)

Gestorben


- 17. Januar: Horace Vernet, französischer Militärmaler und Lithograph (
- 1789)
- 18. Januar: Mangas Coloradas, Häupling der Mimbreno-Apachen (
- 1797)
- 24. Februar: Anton Günther, österreichischer Philosoph und Theologe (
- 1783)
- 24. Februar: Karl Franzewitsch Albrecht, russischer Komponist (
- 1807)
- 30. März: Auguste Bravais, Französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie (
- 1811)
- 1. April: Jakob Steiner, Schweizer Mathematiker (
- 1796)
- 10. April: Giovanni Battista Amici, italienischer Astronom und Optiker (
- 1786)
- 10. April: Hermann Steudner, Naturforscher und Afrikaforscher (
- 1832)
- 17. April: John Colborne, britischer Feldmarschall und Kolonialverwalter (
- 1778)
- 26. April: Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons (
- 1777)
- 10. Mai: Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur (
- 1824)
- 7. Juni: Franz Xaver Gruber, unterrichtete in der Schule von Arnsdorf (
- 1787)
- 6. Juli: Ernst Merck, Unternehmer, Politiker (
- 1811)
- 7. Juli: William Mulready, irischer Maler (
- 1786)
- 9. Juli: Christian Friedrich Freiherr von Stockmar, deutscher Arzt und Staatsmann (
- 1787)
- 19. Juli: Karl von Weber, deutscher Historiker (
- 1806)
- 26. Juli: Sam Houston, US-amerikanischer Politiker und General (
- 1793)
- 13. August: Eugène Delacroix, französischer Maler (
- 1798)
- 14. August: Colin Campbell, Britischer Feldmarschall (
- 1792)
- 28. August: Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge (
- 1794)
- 11. September: Johann Wilhelm Schirmer, Maler und Graphiker (
- 1807)
- 17. September: Blasius Höfel, österreichischer Kupferstecher (
- 1792)
- 20. September: Jacob Grimm, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist (
- 1785)
- 23. September: Johannes Voigt, namhafter Historiker und Vater des Humanismusforschers Georg Voigt (
- 1786)
- 31. Oktober: Ludwig Blenker, US-amerikanischer General (
- 1812)
- 15. November: Friedrich VII., König von Dänemark (
- 1808)
- 18. November: August Beer, deutscher Chemiker, Mathematiker und Physiker (
- 1825)
- 19. November: Hans Georg Meyer, königlicher hannoverscher Generalleutnant (
- 1792)
- 20. November: James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat (
- 1811)
- 26. November: Natalja Nikolajewna Puschkina-Lanskaja, Frau von Alexander Puschkin (
- 1812)
- 28. November: Charles Wimar, Maler (
- 1828)
- 30. November: Kamehameha IV., König von Hawaii (von 1855 bis 1863) (
- 1834)
- 13. Dezember: Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker (
- 1813)
- 24. Dezember: William Makepeace Thackeray, englischer Schriftsteller (
- 1811)
- Giovanni Battista Amici, italienischer Gelehrter (
- 1786) ko:1863년 simple:1863

IG Farben

IG Farben ist die gebräuchliche Abkürzung von IG Farbenindustrie AG, dem ehemals größten deutschen Chemieunternehmen, das 1926 aus einer Vielzahl von Chemieunternehmen gebildet und 1946 durch Beschluss des Alliierten Kontrollrates aufgelöst wurde.

Gründung

Die Interessen-Gemeinschaft wurde 1904 gegründet von
- Agfa (Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation Berlin)
- BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik Ludwigshafen)
- Bayer (Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer & Co. Elberfeld), auch Dreibund genannt. Sie beschränkte sich zunächst auf Erfahrungsaustausch und Verzicht auf Konkurrenz in gemeinsamen Produkten. Das Vorbild dazu waren die Unternehmenszusammenschlüsse zu so genannten Trusts in den USA, wie z.B. Standard Oil. Diese Trusts waren Zentralaktiengesellschaften, entstanden durch die Vereinigung mehrerer Aktiengesellschaften, die zwar formell ihre Existenz behielten, tatsächlich jede Selbständigkeit aber verloren. Die Ausschaltung des Konkurrenzkampfes erlaubte eine Gewinnmaximierung und das einfachere Durchsetzen der eigenen Interessen.

Erster Weltkrieg

Während des Ersten Weltkriegs (1916) schlossen sich die Unternehmen
- Cassella (Leopold Cassella & Co., GmbH, Frankfurt)
- Chem. Fabrik Griesheim-Elektron, Griesheim
- Chem. Fabriken vorm. Weiler ter Meer, Uerdingen
- Hoechst (Farbwerke vorm. Meister, Lucius u. Brüning, Höchst a. Main)
- Kalle (Kalle & Co. AG, Wiesbaden-Biebrich) zur erweiterten Interessengemeinschaft der deutschen Teerfarbenfabriken an. Die Unternehmen blieben jedoch rechtlich selbständig. Durch diese Kartellbildung konnten enorme Profite einerseits und schlagkräftige Kriegsführung andererseits gewährleistet werden. Die Herstellung von Giftgaskampfstoffen, aber auch die Ammoniaksynthese als Grundstoff für den Sprengstoff nach dem Haber-Bosch-Verfahren, das die Rohstoff-Abhängigkeit (Salpeter) stark verringerte, seien als wichtigste Produkte der I.G. zu dieser Zeit erwähnt.

Die IG Farbenindustrie AG

Salpeter Erst 1925/1926 wurde die IG Farbenindustrie AG in Frankfurt am Main gegründet, und zwar durch Namensänderung der Badischen Anilin- und Sodafabrik, die dann die anderen Unternehmen aufnahm. Carl Bosch von der BASF war erster Vorstandsvorsitzender, Carl Duisberg von Bayer AG erster Aufsichtsratsvorsitzender, in dem unter anderem auch Fritz Haber Mitglied war. Die Einzelunternehmungen waren nun nur noch Zweigniederlassungen der IG. Das Stammkapital betrug nach der Fusion 1926 rund 1,1 Milliarden Reichsmark, die Anzahl der Beschäftigten über 80.000. Der Konzern war führend in der Luftstickstoffindustrie sowie in der Erzeugung von Teerfarben, Sprengstoffen und Fasern. Der Hauptsitz der IG Farben in Frankfurt war zur damaligen Zeit eines der größten Bürogebäude Europas.

Die IG Farben und der NS-Staat

1926 begann in Leuna die Herstellung von synthetischem Benzin, nach dem Bergius-Verfahren aus Kohle hydriert. Es bestand die Gefahr, dass dies eine der größten Fehlinvestitionen werden würde, weil die Gestehungskosten immer höher waren als beim natürlichen Benzin. Mittelfristig war ohne Hilfe des Staates die Benzinsynthese nicht überlebensfähig. Deshalb suchte im Sommer 1932 der Direktor der Leuna-Werke Heinrich Bütefisch den Kontakt zu Adolf Hitler in München, um herauszufinden, ob das für den Weltmarkt zu teure synthetische Benzin der IG auch weiterhin durch Schutzzölle konkurrenzfähig gemacht würde. Hitler machte ihm klar, dass er deutschen Treibstoff für ein politisch unabhängiges Deutschland für zwingend notwendig erachtete. Dies waren nach Carl Bosch "vernünftige Ansichten", die 1932 mit der höchsten Einzelspende der deutschen Industrie in Höhe von 400.000 Reichsmark im Rahmen von Hitlers Wahlkampf unterstützt wurden. Unter dem Vorsitz von Carl Bosch stimmte die IG-Farben-Generalversammlung Anfang Dezember 1932 dem Programm der "Agrarkartellierung" zu, einem Interessenkompromiß von Industrie und Großagrariern. Dieser Entschluss des damals größten Konzerns Europas bereitete auch den Weg zur NS-Diktatur ; . Die neue Regierung schloss dafür noch 1933 mit der IG-Farben einen Vertrag über Absatz- und Mindestpreisgarantie für 350.000 Tonnen Synthetisches Benzin und bewahrte so das Unternehmen vor insgesamt 300 Millionen Reichsmark Verlust. 1935 wurde Hermann Schmitz Nachfolger von Carl Bosch als Vorstandsvorsitzender und 1940 Carl Krauch Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender. Krauch hatte eine Doppelfunktion. Er machte nämlich auch in der Regierung Karriere und war zum Schluss Direktor der rüstungswirtschaftlichen Kommandozentrale und Bevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Produktion. Bis 1937 waren nahezu alle Direktoren der IG Mitglied der NSDAP. Die Aufsichtsratsmitglieder der IG nannten sich im internen Kreis "Der Rat der Götter". Das Riesenunternehmen IG Farben expandierte stark; ihm gehörten zu Spitzenzeiten in Deutschland 200 Werke, sowie etwa 400 deutsche und 500 ausländische Unternehmensbeteiligungen.

Zweiter Weltkrieg

Mit der Stickstoffproduktion zur Herstellung von Munition, Buna synthetisches Gummi als Kautschukersatz, synthetischem Benzin aus Kohle und Magnesium unter der Bezeichnung Elektron waren so vor dem und im Zweiten Weltkrieg bei entsprechenden Mengen- und Preisgarantien durch die Machthaber höchst profitable Geschäfte zu machen. Weitere bekannte Produkte von IG Farben waren u.a. der Kunststoff Perlon und das Nervengas Tabun. Die seit 1929 mit der Standard Oil of New Jersey bestehenden Geschäftsbeziehungen (und Kartellabsprachen) wurden auch während des Zweiten Weltkriegs aufrechterhalten. Die IG spielte eine wichtige Rolle im Vierjahresplan, so basierte Hitler Denkschrift zum Vierjahresplan auf Unterlagen der IG, und in der Folge wurden viele Posten der Vierjahresplanbehörde von IG-Leuten besetzt, denen der Konzern außerordentlich hohe Gehälter zahlte um sie mit dem Konzern verbunden zu halten. Von den 43 Hauptprodukten der IG waren 28 Produkte für die Wehrmacht. Die IG Farben war auch in die Planung der Invasion in Polen und der Tschechoslowakei mit einbezogen, sie übernahm eine Reihe von Chemiewerken in den besetzten Gebieten, wie die in jüdischem Besitz befindlichen österreichischen Skoda-Werke Wetzler. Der starke Bedarf an Rohstoffen zur Kriegsführung, wie Synthetikkautschuk und -benzin, führte 1941 zur Errichtung einer großen Bunafabrik in Auschwitz. Die Finanzierungskosten in Höhe von ca. 1 Mrd Reichsmark trug die IG Farben allein, um so Herr im eigenen Haus bleiben zu können. Für die Häftlinge, welche die Fabrik bauen mussten, wurde extra das Konzentrationslager Monowitz, Auschwitz III errichtet. In diesem war die IG für die Unterkunft und Verpflegung zuständig und die SS für die Bewachung und den Austausch des "Rohstoffes" Mensch. "I.G. Auschwitz" kostete über 25.000 Häftlinge das Leben. Auch im benachbarten Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war die IG Farben aktiv. Ihre Tochtergesellschaft Degesch (Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung) lieferte das Zyklon B, das in den Gaskammern der Vernichtungslager eingesetzt wurde (siehe Degussa).

Auflösung nach 1945

Aufgrund seiner intensiven Verstrickung mit dem nationalsozialistischen Regime sollte der Konzern konfisziert und geschlossen werden. Die Alliierten gründeten dazu ein eigenes Kontrollorgan, die Alliierte IG-Farbenkontrolle. Mit dem Befehl 124 der SMAD vom 30. Oktober 1945 hatte die UdSSR die Werke der IG Farben in ihrer Besatzungszone unter ihre Kontrolle gestellt. Aufgrund der Verflechtung des Konzerns vor allem mit der mächtigen amerikanischen Standard Oil wurde die Zerschlagung des Konzerns in den westlichen Besatzungszonen jedoch nicht konsequent verfolgt. 1951 wurde in der BRD beschlossen, den Betrieb weiterzuführen und aus der IG Farben deren ursprünglichen Bestandteile wieder auszugliedern. Als offizielle Nachfolgeunternehmen wurden im Juni 1952 benannt: Agfa, BASF, Cassella, Huels (Chemische Werke Hüls AG, Marl), Bayer AG, Hoechst AG, Duisburger Kupferhütte AG, Kalle, Wacker-Chemie München, Dynamit AG Troisdorf, Wasag Chemie AG. Neben der Spaltung wurde die Benutzung der mit "Ig-" beginnenden Markennamen untersagt, und so wurde zum Beispiel Igepon in Hostapon umbenannt. Ansonsten konnten die Betriebe ihre Arbeit fast wie zuvor weiter führen und eroberten in den folgenden Jahrzehnten erfolgreich die Weltmärkte, ohne sich dabei ernsthaft gegenseitig Konkurrenz zu machen. Dabei wird in einigen Quellen die Kritik hervorgebracht, dass vor allem bei Betrieben in Entwicklungsländern auf die Politik Einfluss genommen wurde, um die Arbeiterrechte zu schwächen und um demokratischen Prozessen entgegen zu wirken. In den Nürnberger Prozessen wurden einige Verantwortliche zu Gefängnisstrafen verurteilt, u. a. Hermann Schmitz wegen "Plünderung" zu vier Jahren, Carl Krauch und Heinrich Bütefisch, Direktor der IG Auschwitz, jeweils wegen "Versklavung" zu sechs Jahren Haft. Siehe auch:
- IG-Farben-Prozess

Nachfolgegesellschaften

Nach Aufkäufen der kleineren Unternehmen in den Folgejahren bestehen heute nur noch Agfa, Bayer und BASF. Die Hoechst AG bestand seit dem Zusammenschluss mit Rhône Poulenc zu Aventis 1999 nur noch als deutsche Zwischenholding und wurde 2004 von Sanofi-Synthélabo (heute Sanofi-Aventis) übernommen. Am 1. Januar 1952 trat die IG in Liquidation und nannte sich IG Farbenindustrie AG i.L.. Durch das Liquidationsschlussgesetz vom 21. Januar 1955 wurde die IG Farben aus der Kontrolle der Alliierten genommen. Nach der folgenden Hauptversammlung am 27. Mai 1955 befand sich die IG Farben jahrzehntelang in Abwicklung (IG Farbenindustrie AG i. A.). Ihre einzige Aufgabe war es, alte Ansprüche zu verwalten und die rechtliche Verantwortung zu übernehmen. Das Weiterbestehen der IG Farben erlaubte auch den daraus hervorgegangenen Chemieunternehmen, die Verantwortung für die während der Zeit des Dritten Reiches begangenen Verbrechen weitgehend auszuklammern und dazu auf die IG Farbenindustrie AG i. A. zu verweisen. Am 10. November 2003 meldeten die Liquidatoren der IG Farben Insolvenz an. Grund sind finanzielle Schwierigkeiten der Beteiligungsgesellschaft WCM, womit auch die Liquidität der IG Farben nicht mehr hinreichend gesichert sei.

Literatur


- Joseph Borkin: Die unheilige Allianz der IG-Farben. Eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich. Campus, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-593-34251-0
- Bundesfachtagung der Chemiefachschaften/Arbeitskreis IG Farben (Hrsg.): ...von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen Chemischen Industrie. AStA TU Berlin, Berlin 1994
- Josiah E. DuBois: The Devil's Chemists. 24 conspirators of the International Farben Cartel who manufacture wars. Beacon Press, Boston 1952
- Dirk Hackenholz: Die elektrochemischen Werke in Bitterfeld 1914-1945. Ein Standort der IG-Farbenindustrie AG. LIT, Münster 2004 ISBN 3-8258-7656-x
- Peter Hayes: Industry and Ideology. IG Farben in the Nazi Era. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2001, ISBN 0-521-78638-X
- Charles Higham: Trading with the Enemy. An exposé of the Nazi-American money plot 1933 - 1949. Delacorte, New York 1983, ISBN 0-440-09064-4 (Higham belegt die These: ohne die Unterstützung von Wall-Street-Banken, US-Industrie und Großbritannien wäre eine NS-Diktatur viel weniger wahrscheinlich gewesen.)
  - [http://www.maebrussell.com/Articles%20and%20Notes/Trading%20With%20The%20Enemy.html Vorwort von Trading with the Enemy]
  - [http://www.thirdworldtraveler.com/Fascism/Trading_Enemy_excerpts.html Auszüge von Trading with the Enemy]
- Otto Köhler: ... und heute die ganze Welt. Die Geschichte der IG Farben und ihrer Väter. Rasch und Röhring, Hamburg, Zürich 1986, ISBN 3-89136-081-9
- James Stewart Martin: All honorable Men. Little, Brown & Company, Boston 1950
- Jan Große Nobis: Die IG FARBEN und das Ende der Weimarer Republik. Münster 1994 (Nur online bei [http://www.ig-farben.org/ www.ig-farben.org])
- Die IG Farben spielen eine große Rolle in der Novelle Gravity's Rainbow von Thomas Pynchon.
  - Thomas Pynchon: Gravity's Rainbow. Vintage, London 1995, ISBN 0-09-953321-9
  - Thomas Pynchon: Die Enden der Parabel. Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 3-49-809332-0 (Deutsche Übersetzung)
- Alfred Sohn-Rethel: Industrie und Nationalsozialismus. Aufzeichnungen aus dem »Mitteleuropäischen Wirtschaftstag«. Wagenbach, Berlin 1992, ISBN 3-8031-2204-X

Weblinks


- [http://www4ger.dr-rath-foundation.org/infothek/histbuech.htm Bücher über IG Farben ]
- [http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_79d/T05.HTM IG-Farben und Standard Oil of New Jersey] Kategorie:Nationalsozialismus Kategorie:Chemie- und Pharmazieunternehmen Kategorie:Unternehmen (Frankfurt am Main)Kategorie:Geschichte von Frankfurt am Main Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Deutschland) ja:イーゲー・ファルベン社

1951

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Beginn des ersten 5-Jahresplans der DDR
- 1. Januar: Vorstellung der neuen deutschen Nationalhymne durch Bundespräsident Theodor Heuss
- 1. Januar: Als erster Staat erklärt Indien den Kriegszustand mit Deutschland ofiiziell für beendet
- 1. Januar: Eduard von Steiger wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: In Ungarn werden Grundnahrungsmittel, Benzin und Öl rationiert
- 2. Februar: Abkommen zum gewerblichen Rechtsschutz zwischen Deutschland und Schweden
- 18. April Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wird unterzeichnet
- 21. April: Deutschland schließt Handelsabkommen mit Ägypten
- 25. Mai: Tibet unterzeichnet unter Zwang ein „17-Punkte-Abkommen“ mit der Volksrepublik China, das Tibet Autonomie und freie Religionsausübung zusichert
- 7. Juni: Die Alliierten vollstrecken in Landsberg die letzten Todesurteile gegen Naziverbrecher
- 14. Juni: Erster offizieller Staatsbesuch Konrad Adenauers im Ausland (Italien)
- 28. Juni: Karl Du Mont wird erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden
- 2. Juli: Japan wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Juli: Kambodscha wird Mitglied in der UNESCO
- 6. Juli: Vietnam wird Mitglied in der