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Bayerischer Rundfunk

Bayerischer Rundfunk

]] Der Bayerische Rundfunk (BR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (Landesrundfunkanstalt) für den Freistaat Bayern mit Sitz in München.
Der BR ist Mitglied der ARD.

Gesetzliche Grundlagen

Der Bayerische Rundfunk ist ein Rundfunk für die allgemeine Bevölkerung. Damit er diese Aufgabe erfüllen kann, bedarf es einer gesetzlichen Grundlage, in der Programmauftrag, Programmgrundsätze und interne Organisation festgelegt sind. Diese Regelungen sind im Bayerischen Rundfunkgesetz enthalten, das seit 1948 gilt und 1993 in einer umfassenden Novellierung den aktuellen medienpolitischen Bedürfnissen angepasst worden ist. Das Rundfunkgesetz wird ergänzt durch den Rundfunkstaatsvertrag, der das Verhältnis von öffentlich-rechtlichen und privatem Rundfunk im dualen Rundfunksystem regelt und der grundlegende Bestimmungen vor allem zur Finanzierung enthält. Ebenso wichtig für die Arbeit des Bayerischen Rundfunks ist die Kooperation im föderalen Verbund der ARD, der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, der neben dem Bayerischen Rundfunk noch neun weitere Landesrundfunkanstalten und die Deutsche Welle angehören. Abgerundet wird die Sammlung durch die relevanten europäischen Rechtsgrundlagen sowie den Mediendienste-Staatsvertrag, der Bestimmungen für das Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks enthält.

Finanzierung des Bayerischen Rundfunks

Die Rundfunkgebühren für Radio und Fernsehen betragen ab dem 1. April 2005 monatlich 17,03 Euro. Wer sich nur für Radioempfang anmeldet, zahlt 5,52 Euro. Der Bayerische Rundfunk finanziert sich zu 84 Prozent aus Gebühren und zu 13 Prozent aus sonstigen Einnahmen (z.B. Einnahmen aus Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten, etc., Einnahmen aus Sach- und Finanzanlagen) und zu 3 Prozent aus Werbung. 60 Prozent der Rundfunkgebühren fließen in die Fernsehprogramme, 28 Prozent in die Hörfunkprogramme, 8 Prozent in die Technik und 4 Prozent in die Verwaltung.

Sendungen

Vom BR produzierte Sendungen sind u.a.:
- Rundschau
- quer
- Münchner Runde
- Kunst und Krempel
- Unter unserem Himmel
- Café Meineid
- Zur Freiheit

Werbung im Bayerischen Rundfunk

Im Bayerischen Fernsehen darf, wie in allen dritten Fernsehprogrammen sowie den Programmen ARTE, 3Sat, Kinderkanal, Phoenix und BR-alpha überhaupt keine Werbung stattfinden. Sendungs-Sponsoring gilt in diesem Zusammenhang nicht als Werbung und ist daher auch außerhalb der Werbezeitbeschränkung zulässig.

Studios des BR

Der BR unterhält neben dem Hauptfunkhaus in München und Studios in Freimann und Unterföhring noch ein Fernseh- und Hörfunk-Studio in Nürnberg ("Studio Franken") [http://www.br-online.de/franken/index.shtml www.br-online.de/franken] sowie Studios in Würzburg ("Regionalstudio Mainfranken") und Regensburg ("Regionalstudio Ostbayern").

Programme des BR

Der BR veranstaltet alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen Rundfunk- bzw. Fernsehanstalten derzeit folgende Fernseh- und Hörfunkprogramme:

Fernsehen


- Das Erste Erstes Deutsches Fernsehen - Gemeinschaftsprogramm der ARD
- Bayerisches Fernsehen - Drittes Fernsehprogramm für Bayern
- BR-alpha - Bildungskanal des BR
- Phoenix - gemeinsamer Ereigniskanal der ARD und des ZDF
- KiKa - Kinderkanal von ARD und ZDF
- ARTE - deutsch-französischer Kulturkanal
- 3sat - Kulturkanal von ARD, ZDF, ORF, und SRG

Hörfunk


- Bayern 1 - Massenprogramm für eher ältere Menschen
- Bayern 2 Radio - Kulturradio, Vollprogramm
- Bayern 3 - Popwelle, Massenprogramm für eher jüngere Menschen
- Bayern 4 Klassik - Klassische Musik
- B5 aktuell - Nachrichten non-stop Über DAB (Digital Radio), DVB-S und über Streaming http://www.br-online.de/digitalradio ausgestrahlt werden:
- Bayern Mobil
  - Im ersten digitalen Verkehrssender Deutschlands gibt es überwiegend Musik zu hören. Daneben gibt es Zusatzinfos wie Musiktitel, Wetter, Abflugzeiten von den Flughäfen. Zu jeder vollen Stunde werden Nachrichten und Wetter von Bayern 3 sowie die aktuellen Bayern Mobil-Verkehrsmeldungen gesendet. Sendebetrieb ist von 7.00 bis 22.30 Uhr, an sieben Tagen pro Woche.
- Das Modul
  - Das Modul sendet Musik für ein junges Publikum. "Non-stop" wird wörtlich genommen: Kein Moderator funkt dazwischen, wenn der Computer die Musikfarben wechselt. Morgens laufen internationale Hits, abends Dance und Hiphop. Jede Woche stellen Musikredakteure die Module neu zusammen. Die "Playlists" sind immer zwei Stunden lang, die Bandbreite der 20 bis 30 Titel reicht vom Klassiker bis zum neuesten Geheimtipp. Es gibt 24 Stunden non-stop Musik in sechs verschiedenen Modulen: von Alternative über Hiphop, von Dance bis Dub, vom Hit- bis zum Chillout-Modul.

"Klangkörper" des BR

Der BR verfügt über drei eigene Klangkörper:
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks; 1949 gegründetes traditionsreiches Sinfonieorchester, dessen Chefdirigenten u.a. Eugen Jochum, Rafael Kubelik, Sir Colin Davis und Lorin Maazel waren. Seit 2003 ist Mariss Jansons Chefdirigent.
- Münchner Rundfunkorchester; seit den 20er Jahren, Neugründung 1952 (Sonntagskonzerte, Paradisi Gloria, Jugend- und Kinderkonzerte, Minderheitenprogramme)
- Chor des Bayerischen Rundfunks; gegründet 1946 als "Rundfunkchor München"; der Chor führte u.a. Werke von Rafael Kubelik und Hans Pfitzner zum ersten Mal auf.

Sendeanlagen


- Großsender für UKW, MW und KW in Ismaning
- Sender für UKW, MW und TV auf dem Dillberg
- Sender für UKW, MW und TV in Würzburg
- Sender für MW in Hof
- Sender für UKW und TV auf dem Wendelstein
- Sender für UKW und TV auf dem Kreuzberg (Rhön)
- Sender für UKW und TV auf dem Grünten
- Sender für UKW und TV auf dem Brotjacklriegel
- Sender für UKW und TV auf dem Hohen Bogen
- Sender für UKW und TV auf der Hohen Linie
- Sender für UKW und TV auf dem Ochsenkopf
- Sender für UKW und TV auf dem Büttelberg
- Sender für UKW und TV auf dem Pfaffenberg
- Sender für UKW und TV auf dem Hohenpeißenberg
- Sender für UKW und TV auf dem Hühnerberg
- Sender für UKW und TV in Coburg
- Sender für UKW und TV in Augsburg
- Sender für UKW und TV auf dem Hochberg

Geschichte

1922 wurde in München die "Deutsche Stunde in Bayern. Gesellschaft für drahtlose Belehrung und Unterhaltung mbH" gegründet, welche am 30. März 1924 mit der Ausstrahlung ihrer ersten Rundfunksendung das Rundfunkzeitalter in Bayern einläutete. Am 2. August 1924 nahm der Nebensender Nürnberg und am 1. September 1927 der Nebensender Augsburg seinen Betrieb auf. Am 15. Dezember 1930 wurde die Deutsche Stunde in Bayern in "Bayerische Rundfunk GmbH" umbenannt.
1934 wurde die Bayerische Rundfunk GmbH gezwungen, der deutschen Reichsrundfunkgesellschaft beizutreten. Sie gehörte nunmehr als "Reichssender München" zum späteren Großdeutschen Rundfunk. Am 10. Juli 1936 wurde der Nebensender Bayreuth eröffnet.
Im Nachkriegsdeutschland gründete die US-amerikanische Besatzungsmacht 1945 den Sender "Radio München", der am 12. Mai 1945 seine erste Sendung ausstrahlte.
1949 wurde "Radio München" in deutsche Hände übergeben und als "Bayerischer Rundfunk" eine "Anstalt des öffentlichen Rechts" für das Bundesland Bayern. Im gleichen Jahr sendet der BR sein Programm erstmals über UKW. Es war der erste UKW-Sender Europas.
1950 war der BR Gründungsmitglied der ARD, die am 5. August in München gegründet wurde. Bis dahin sendete der BR nur ein Hörfunkprogramm, das spätere Bayern 1. Im gleichen Jahr startete der Sender mit seinem zweiten Hörfunkprogramm BR 2 bzw. Bayern 2, das bis 1957 aus Nürnberg sendete. 1954 sendete der BR erstmals ein eigenes Regionalprogramm für Bayern innerhalb des ARD-Programms. Dennoch steht der Bayerische Rundfunk bis heute in der Kritik, zentralistisch ein auf Oberbayern ausgerichtetes Programm auszustrahlen und insbesondere Franken nicht angemessen zu berücksichtigen. 1958 übernahm der Journalist Dr. Wilhelm Sandfuchs die Abteilung Kirchenfunk des BR. Er baute ihn bis zu seiner Pensionierung 1978 immer weiter aus. Unter seiner Leitung übernahm der BR für die gesamte ARD die Berichterstattung über die Päpste in Rom. 1960 sendete der BR erstmals Regionalprogramme im Hörfunk für Franken, Altbayern und Schwaben. Die Regionalprogramme wurden 1973 (für Ostbayern) und 1977 (für Mainfranken) erweitert. Die am 1.Oktober 1979 eingeführte Rundschau (BR) wurde schrittweise zum Flaggschiff des Senders ausgebaut und in den Jahren 1991 und 1996 um die Formate Rundschau Magazin und Rundschau Nachtausgabe erweitert. Damit ist der Bayerische Rundfunk der einzige ARD-Sender neben dem mdr, der die 20 Uhr-Tagesschau nicht sendet. Am 22. September 1964 startete der BR als erste Anstalt der ARD mit der Ausstrahlung eines eigenen "Dritten Fernsehprogramms", zunächst als "Studienprogramm", später Bayerisches Fernsehen, das seit 1978 ein Vollprogramm ist und zwischenzeitlich auch über Satellit in nahezu ganz Europa zu empfangen ist. Im gleichen Jahr startete am 1. November das 3. Hörfunkprogramm Bayern 3, zunächst als Gastarbeiterprogramm, das ab 1. April 1971 jedoch zur Service- und Popwelle ausgebaut wurde.
Am 4. Oktober 1984 startete das 4. Hörfunkprogramm Bayern 4 Klassik, das ein Jahr später zum Vollprogramm ausgebaut wurde. In allen vier Hörfunkprogrammen wurde 1989 das Radio-Daten-System (RDS) eingeführt.
Am 22. Mai 1986 blendet sich der Bayerische Rundfunk aus der laufenden Sendung Scheibenwischer aus, weil der Fernsehdirektor "nicht gemeinschaftsverträgliche Elemente" darin sah. Dies ruft deutschlandweite Proteste hervor.
Auf dem Unterträger des "Bayerischen Fernsehens" startete am 1. September 1986 der regionale Videotext-Dienst des BR unter der Bezeichnung Bayerntext.
Als letztes Hörfunkprogramme startete am 6. Mai 1991 das Nachrichtenprogramm B 5 aktuell.
Am 7. Januar 1998 startete der BR seinen Fernseh-Bildungskanal BR alpha über Satellit. Seit 1. Juli des gleichen Jahres werden die Hörfunkprogramme Bayern 2 Radio, Bayern 4 Klassik, Bayern 3 und B 5 aktuell über DAB im Regelbetrieb ausgestrahlt. 2003 wurde die DAB-Abstrahlung von Bayern 2 und Bayern 3 zugunsten der neuen Angebote "Das Modul", "BR Traffic News", "BR Info" und "BR Business" vorerst eingestellt siehe auch Kunst und Krempel

Weblinks


- [http://www.br-online.de Homepage Bayerischer Rundfunk]
- [http://www.br-online.de/franken BR-Studio Franken]

Live-Streams

Die Live-Streams schaltet sich nach 35 Minuten automatisch ab, um ungenutzte Dauer-Live-Streams zu kappen. Damit ist gewährleistet, dass auch in Zukunft jeder jederzeit die Live-Streams des Bayerischen Rundfunks hören kann, auch wenn nach 35 Minuten der Player neu gestartet werden muss.
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern1/bayern1_m20_red.smil Bayern 1, Real Audio, 22 kBit/s ]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern1/bayern1_m20_red.asx Bayern 1, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern2radio/bayern2radio_m20_red.smil Bayern 2 Radio, Real Audio, 22 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern2radio/bayern2radio_m20_red.asx Bayern 2 Radio, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern3/bayern3_m32_red.smil Bayern 3, Real Audio, 22 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern3/bayern3_m32_red.asx Bayern 3, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern4klassik/bayern4klassik_red.smil Bayern 4 Klassik, Real Audio, 22 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayern4klassik/bayern4klassik_red.asx Bayern 4 Klassik, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/b5aktuell/b5aktuell_m20_red.smil Bayern 5, Real Audio, 21 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/b5aktuell/b5aktuell_m20_red.asx Bayern 5, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayernmobil/bayernmobil_red.smil Bayern mobil, Real Audio, 21 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/bayernmobil/bayernmobil_red.asx Bayern mobil, Media Player, 32 kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/dasmodul/dasmodul_red.smil Bayern Das Modul, Real Audio, 21kBit/s]
- [http://www.br-online.de/streaming/dasmodul/dasmodul_red.asx Bayern Das Modul, Media Player, 32 kBit/s] Kategorie:Rundfunkgesellschaft Kategorie:ARD Kategorie:Medien (Bayern) Kategorie:München Unterföhring, Bayerischer Rundfunk Kategorie:Anstalt des öffentlichen Rechts

Landesrundfunkanstalt

Als Rundfunkanstalt werden zumeist diejenigen Anstalten öffentlichen Rechts bezeichnet, die mit der Grundversorgung an Hörfunk und Fernsehen beauftragt sind. Rechtliche Grundlage sind die Landesmediengesetze (in manchen Bundesländern unter anderem Namen). Zur Vereinheitlichung der Gesetzgebung und zur Einrichtung bundesweiter Programme (ZDF und Deutschlandradio) vereinbaren die Länder in Staatsverträgen (u. a. Rundfunkstaatsvertrag) gemeinsame Regelungen zur Rundfunkordnung.

Organe

Die Rundfunkanstalten haben i. A. folgende Organe:
- ein Exekutivorgan, welches wichtige Personal-, Struktur- und Programmentscheidungen trifft, je nach Anstalt ein Intendant oder ein mehrköpfiges Gremium. Der Begriff "Intendant" stammt aus der Frühzeit des Rundfunks in der Weimarer Republik, als der politische Wille war, einen politikfreien Rundfunk zu schaffen. An der Spitze der Anstalten standen deshalb oft Personen aus der Welt des Theaters
- ein Kontrollorgan, welches die Entscheidungen der Exekutive kontrolliert, bei wichtigen Entscheidungen berät oder mitbestimmt und einen Rahmen für das Programm vorgibt. Das Organ heißt ja nach Anstalt Rundfunkrat, Fernsehrat (ZDF) o. ä. Darin sind je nach der entsprechenden Gesetzeslage verschiedene gesellschaftliche Gruppen nach einem festen Schlüssel vertreten (z.B. Gewerkschaften, Kirchen, künstlerische und wirtschaftliche Verbände). Kritisiert wird, dass je nach zugrundeliegendem Gesetz ein großer Teil der Mitglieder in den Rundfunkräten durch Landespolitiker bestimmt wird, wenn Landesregierungen und/oder Landesparlamente bei der Ernennung mitwirken.
- einige Anstalten besitzen darüber hinaus einen Verwaltungsrat, der organisatorische Entscheidungen trifft, die weder von der Leitung der Anstalt allein noch vom Rundfunkrat getroffen werden.

Finanzierung

Die Rundfunkanstalten finanzieren sich durch die Rundfunkgebühr, die von Betreibern entsprechender Empfangsgeräte erhoben werden. Zur Bestimmung der Höhe dieser Gebühr ermittelt zunächst eine Expertenkommission (KEF = Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) diejenige Summe, welche die Anstalten für Bestandsschutz und Fortentwicklung benötigen, die laut Bundesverfassungsgericht garantiert werden sollen. Die Landesparlamente entscheiden dann auf dieser Grundlage die Höhe der Gebühr. Die Eintreibung der Gebühren erfolgt durch die GEZ.

Anstalten

GEZ Unterschieden werden Mehr-Länder-Anstalten wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) und Anstalten, die nur ein Bundesland versorgen wie der Bayerische Rundfunk (BR). Mehr-Länder-Anstalten veranstalten zur Versorgung der einzelnen Länder jedoch eigene Programme (z. B. SWR Rheinland-Pfalz) und errichten Landesfunkhäuser (z. B. Landesfunkhaus Hannover des NDR) zur Berichterstattung aus den entsprechenden Landeshauptstädten, die nicht Sitz der Anstalt sind, und zur Produktion eigener Programme für die entsprechenden Bundesländer. Die Einteilung der Gebiete entstand zunächst gemäß den Wünschen der Besatzungsmächte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Briten bevorzugten eine Anstalt für den gesamten von ihnen verwalteten Raum und errichteten den Nordwestdeutschen Rundfunk, der später in NDR und WDR (Westdeutscher Rundfunk) aufgeteilt wurde. Die Amerikaner dagegen bevorzugten eine eher kleinräumliche Einteilung, worauf BR, Süddeutscher Rundfunk (SDR), und Hessischer Rundfunk (HR) entstanden. In der französischen Besatzungszone entstand der SWF Südwestfunk (SWF). Als letzte Anstalt in Westdeutschland wurde der Saarländische Rundfunk (SR) gegründet, nämlich mit dem Beitritt des Saarlandes zum Gebiet der BRD. Seitdem veränderte sich die öffentlich-rechtliche Rundfunklandschaft einerseits durch die Wiedervereinigung und durch Fusionen (SWF und SDR zu Südwestrundfunk (SWR), Sender Freies Berlin (SFB) und Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB) zu Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)). Die kleinste heute noch eigenständige Sendeanstalt ist Radio Bremen (RB). Zur Ausstrahlung des zu dieser Zeit sehr aufwändigen Fernsehprogramms schlossen sich die Anstalten zur Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) zusammen. Innerhalb der ARD ist genau aufgeteilt, welche Rundfunkanstalt wie zu den gemeinsamen Programmen beiträgt (vgl. z. B. die Produktion der Reihe Tatort durch verschiedene Anstalten). Festgelegt ist eine Quote, mit der jede Anstalt entsprechend Finanzkraft und Kapazität zum Unterhaltungs- und Informationsprogramm beiträgt. Auch die Auslandskorrespondenten sind einzelnen Anstalten zugeordnet. ja:ラジオ放送局

München

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Nach Berlin und Hamburg ist München die drittgrößte Großstadt Deutschlands und gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik.

Geografie

Deutschland)]] München ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Höchster Punkt der Stadt ist der Warnberg mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching. Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die, aus dem Starnberger See kommend, den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, sowie der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt, einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchener Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie der Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See, allesamt im Norden von München.

Ausdehnung

Die Gesamtfläche der Stadt München beträgt 31.043 ha; München ist damit nach Berlin, Hamburg, Köln, Dresden und Bremen die flächenmäßig sechstgrößte Großstadt Deutschlands. Von den gut 310 km² entfallen 44 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 16,9 % auf Landwirtschaftsflächen, 16,5 % auf Verkehrsflächen, 14,7 % auf Erholungsflächen, 4,4 % auf Waldflächen, 1,2 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. Die Grenze der Stadt umfasst 117,4 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,9 km und von Ost nach West 26,8 km. (Stand 31. Dezember 2000)

Bezirke und Nachbargemeinden

2000 Mit der Neugliederung des Stadtgebiets im Jahr 1992 wurde die Zahl der Stadtbezirke in München von 41 auf 25 verringert. Sie heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Allach-Untermenzing (23), Altstadt-Lehel (1), Aubing-Lochhausen-Langwied (22), Au-Haidhausen (5), Berg am Laim (14), Bogenhausen (13), Feldmoching-Hasenbergl (24), Hadern (20), Laim (25), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (2), Maxvorstadt (3), Milbertshofen-Am Hart (11), Moosach (10), Neuhausen-Nymphenburg (9), Obergiesing (17), Pasing-Obermenzing (21), Ramersdorf-Perlach (16), Schwabing-Freimann (12), Schwabing-West (4), Schwanthalerhöhe (8), Sendling (6), Sendling-Westpark (7), Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (19), Trudering-Riem (15) und Untergiesing-Harlaching (18). Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham. Folgende Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Oberschleißheim, Garching, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst, Oberhaching, Grünwald, Pullach, Forstenrieder Park, Neuried, Planegg und Gräfelfing (alle Landkreis München), Germering, Puchheim und Gröbenzell (alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie Karlsfeld (Landkreis Dachau) Landkreis Dachau

Klima

Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht - und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel - so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 37,2 Grad Celsius im Juli 1983. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands. Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-/Westrichtung durch die Isar.

Bevölkerung

München hat ca. 1,28 Millionen Einwohner, die Arbeitslosenzahl liegt bei etwa 82.000 (Stand Mitte 2005). Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa 23 % (293.386 in absoluten Zahlen, Stand 31. Dezember 2004). Die größten Gruppen darunter stellten Türken (43.110), Kroaten (25.104), Serben (24.086) und Griechen (22.781) dar.

Geschichte

Isar Hauptartikel: Geschichte Münchens München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen Heinrich der Löwe nahe dieser schon bestehenden Mönchssiedlung am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln eine Brücke über die Isar errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die bestehende Brücke des Bischofs von Freising bei Unterföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Friedrich Barbarossa zugesprochen. Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet. Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbachischen Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz. Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser und München wurde als seine Residenz durch einen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben. Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes Hauptstadt von ganz Bayern. Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde ein Zentrum der Renaissance aber auch der Gegenreformation. Unter Herzog Maximilian I. von Bayern wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen um seiner Zerstörung zu entgehen. Nachdem der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet war öffnete sich die Stadt dem italienischen Barock. 1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet. Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl VII. Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 erneut die Stadt. Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt war, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, so dass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000. 1933 Unter der Regierung von Ludwig I., König von Bayern (18251848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Residenz. Max II. (1848 - 1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen an die englische Gotik erinnernden "Maximilianstil", entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten Einkaufstraßen des Kontinents. Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (18861912) erlebte München einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort "München leuchtet" geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg scheiterte1919 kurz nach dem Ende der Monarchie auch in München die kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik) und in den folgenden Jahren wurde München zunehmend die „Hauptstadt der Bewegung“ Hitlers. 1923 scheiterte der Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle, 1933 wurde auch München gleichgeschaltet. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen. Bezahlt hatte die Stadt so wie die meisten deutschen Großstädte mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Zweiten Weltkrieg Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung. Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch ein Attentat palästinensischer Terroristen überschattet wurden. Für die Spiele wurde die Stadt mit einer zusätzlichen U-Bahn-Linie ausgestattet. Im Jahre 1992 wurde der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen eröffnet, der alte Flughafen München-Riem wurde geschlossen und zur Messestadt Riem umgebaut. Am Messegelände wurde das Gelände der Bundesgartenschau 2005 (BUGA 2005) angelegt.

Politik

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Traditionell dominieren in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Derzeit wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.

Wappen

SPD Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet. Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.

Städtepartnerschaften


- 25px seit 1954: Edinburgh (Schottland)
- 25px seit 17. März 1960: Verona (Italien)
- 25px seit 30. Mai 1964: Bordeaux (Frankreich)
- 25px seit 28. August 1972: Sapporo (Japan)
- 25px seit 18. September 1989: Cincinnati (USA)
- 25px seit 6. Oktober 1989: Kiew (Ukraine)
- 25px seit 1996: Harare (Simbabwe), zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur

Menschenrechtsverletzung München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Kunstmuseen. Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über 1 Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas. Aber auch weitere Kultureinrichtungen gehören zu den bekanntesten in Deutschland, so das Völkerkundemuseum, die Archäologische Staatssammlung, das Münchner Stadtmuseum im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobsplatz. Weiter gibt es im Innenstadtbereich die Bayerische Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel, das im ehemaligen Residenztheater seine Hauptbühne hat und die Münchner Kammerspiele, die zu den führenden Ensembles im deutschen Sprachraum gehören. Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest. Das berühmte Münchener Oktoberfest auf der Theresienwiese ist das größte Volksfest dieser Art und wird von Touristen aus aller Welt besucht. Theresienwiese Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in München

Bedeutende Bauwerke

Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen- und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt. Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte. Südlich davon liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Rokoko gestaltet wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu erreichen, so zum Beispiel die die Michaelskirche größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die Residenz, das Hofbräuhaus und der Viktualienmarkt. Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die im 19. Jahrhundert als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile. bayerischen Landtagesbayerischen LandtagesIm Norden des Stadtzentrums, direkt vor der Residenz, liegt der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle und der barocken Theatinerkirche. Nach Norden führt von hier die zweite große Prachtstraße Münchens, die Ludwig-/Leopoldstraße, an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Siegestor vorbei durch Schwabing aus der Stadt heraus. Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens. Ein weiterer bedeutender Platz ist der nordwestlich der Altstadt gelegene Königsplatz mit Glyptothek, Propyläen und die Staatlichen Antikensammlungen. Etwas abseits vom Stadtzentrum im Westen liegt das Schloss Nymphenburg, das mit seiner einzigartigen Komposition aus Parkanlage und Bauwerk besticht und als Sommerresidenz der Wittelsbacher diente. An die Parkanlage schließt sich unmittelbar der botanische Garten mit seinen Treibhäusern an. Hinter den Mauern der Schlossanlage liegt auch das spätgotische Schloss Blutenburg. Im Norden der Stadt liegt das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiagelände. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm. Als weitere bedeutende Sportstätte wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden. In München finden sich ca. 1200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Ein weiterer markanter Brunnen ist der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz von Adolf von Hildebrand.

Parks

Weltberühmt ist der Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 3,7 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Westpark oder der Schlosspark Nymphenburg, die München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt machen und im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen ermöglichen. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim. Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK). Für die Bundesgartenschau 2005 wurde eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens errichtet.

Orchester und Chöre


- Bayerisches Staatsorchester
- Münchner Philharmoniker
- Philharmonischer Chor München
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- Münchner Symphoniker
- Münchner Rundfunkorchester
- Chor des Bayerischen Rundfunks
- Capella Antiqua
- Münchener Bach-Chor
- Münchener Kammerorchester
- Bayerische Kammerphilharmonie
- Sinfonietta München (Universitätsorchester)
- Abaco-Orchester (Orchester der Universität)
- Jugend Symphonie Orchester München
- Akademisches Symphonieorchester München

Regelmäßige Veranstaltungen


- Februar/März: Verschiedene Veranstaltungen während der "Starkbierzeit" (z. B. am Nockherberg)
- April: Frühlingsfest auf der Theresienwiese
- April/Mai: Auer Dult (Maidult)
- Mai-August: Münchner Bladenight Europas größte Nachtskate-Veranstaltung
- Mai/Juni: StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik und Theaterfestival
- Juni: Streetlife-Festival
- Juni/Juli: Tollwood-Festival
- Juli: Christopher Street Day
- Juli: Feierwerk-Festival
- Juli: Auer Dult (Jakobidult)
- Juli: Bell'Arte Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz
- August: Sommerfest im Olympiapark
- September: Streetlife-Festival
- Mitte September bis erster Sonntag im Oktober: Oktoberfest auf der Theresienwiese (Wiesn)
- September/Oktober: Auer Dult (Kirchweihdult)
- November/Dezember: SPIELART - Das Theaterfestival in München.
- November/Januar: Winter-Tollwood
- Dezember: Christkindlmärkte

Kulinarische Spezialitäten


- Auszogne (Schmalznudel)
- Weißwürste
- Leberkäse
- Brezn
- verschiedene Biersorten
- Obazda

Wirtschaft

Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften WirtschaftsWoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.

Verkehr

Der 1992 eröffnete Flughafen München Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 26,8 Mio. Passagieren 2004 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der achtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wird vom Freistaat Bayern geplant, ist aber ebenfalls umstritten und wird auch vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Eine solche Verbindung soll die Fahrtzeit zum Flughafen auf neun Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn sein. Deutschen Bahn Auch auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Vom Münchner Hauptbahnhof führen Bahnlinien in alle Himmelsrichtungen: ICE-Linien 11 Berlin-Frankfurt-München-Innsbruck und 25 Hamburg-Nürnberg-München-Garmisch-Partenkirchen; ferner beginnen hier die Linien 28 Augsburg-Nürnberg-Berlin, 41 Ingolstadt-Nürnberg-Frankfurt am Main und 42 Stuttgart-Frankfurt-Köln-Dortmund. Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere wichtige Bahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München-Nord. Das Straßennetz von und nach München ist dicht. Folgende Bundesautobahnen führen von oder nach München: A 8 Stuttgart-Salzburg, A 9 Nürnberg-München mit Abzweigung A 93 nach Regensburg und A 92 Landshut-Deggendorf, A 94 (im Bau) Passau, A 95 Garmisch-Partenkirchen und A 96 Memmingen-Lindau (Bodensee). München ist fast vollständig von einem Autobahnring, der A 99, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch München: B 2, B 2R (Mittlerer Ring), B 11, B 12, B 13 und B 304. B 304 Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr bedient die S-Bahn München 10 S-Bahn-Linien und die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Tochter der Stadtwerke München) 8 U-Bahn-Linien, 12 Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien. Weitere Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds (MVV). Das U-Bahnnetz Münchens ist mit 85,6 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 77,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich 900.000 Menschen.

Ansässige Unternehmen

Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert. Auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig (zu Grünwald)). München ist mit der Messe München ein bedeutender Messestandort. In München haben zahlreiche Großunternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem 2. Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.

Medien

München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks. Ferner gibt es in München zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter. München ist mit etwa 250 ansässigen Verlagen ein wichtiger Standort der Printmedien (beispielsweise Burda Verlag mit Focus, Deutscher Taschenbuch Verlag, Langenscheidt Verlag, Süddeutscher Verlag). Neben den zahlreichen Buch- und Zeitschriftenverlagen sind die Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung (SZ), Münchner Merkur, Abendzeitung (AZ), Tageszeitung (TZ) das kostenlose Stadtmagazin In-München sowie die Online-Magazine munichx.de und munich-online.de zu nennen. Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für alle Medien aus. In den Landkreis-Gemeinden Grünwald (Ortsteil Geiselgasteig) und Unterföhring sind weitere zahlreiche Unternehmen der Film- und Fernsehbranche angesiedelt (beispielsweise Bavaria Filmstudios, PREMIERE, ProSiebenSat.1, RTL2).

Öffentliche Einrichtungen und Vereine

RTL2 RTL2] In München haben folgende Bundesbehörden, -einrichtungen und -institutionen sowie Körperschaften und überregional bekannte Vereine ihren Sitz (alphabetische Auflistung):
- ADAC e. V.
- Börse München
- Bayerischer Oberster Rechnungshof
- Bayerischer Rundfunk
- Bundesfinanzhof
- Bundespatentgericht
- Deutsches Patent- und Markenamt
- Erzbistum München und Freising
- Europäisches Patentamt
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
- FC Bayern München e.V.
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
- Goethe-Institut Inter Nationes e. V.
- Hauptzollamt München
- Institut für Ostrecht München e. V.
- Institut für Städtebau und Wohnungswesen
- Max-Planck-Gesellschaft
- Oberfinanzdirektion des Bundes
- Prüfungsamt des Bundes München – eines von 9 Prüfungsämter des Bundes
- Russisch-orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland (K. d. ö. R.)
- Sanitätsamt der Bundeswehr
- Verein für Sozialarbeit e. V. – Verbund sozialer Einrichtungen
- Verwaltungsamt für innere Restitutionen München – ehemals Zentralamt für Vermögensverwaltung
- Zollfahndungsamt München Die Verwaltung der Landeshauptstadt München selbst ist in 11 Fachreferate (Baureferat, Referat für Gesundheit und Umwelt, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Kommunalreferat, Kreisverwaltungsreferat, Kulturreferat, Personal- und Organisationsreferat, Schul- und Kultusreferat, Sozialreferat, Stadtkämmerei) sowie das Direktorium untergliedert.

Bildung und Forschung

Universitäten und Hochschulen


- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU); gegründet 1472 in Ingolstadt, 1802 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt
- Technische Universität München (TUM); gegründet 1868 als Polytechnische Schule München, 1872 um eine landwirtschaftliche Abteilung erweitert, 1930 wurde die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan eingegliedert. Seit 1970 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Universität der Bundeswehr München; die Universität trägt zwar in ihrem Namen die Stadt München, doch befindet sich ihr Sitz im benachbarten Neubiberg; die Hochschule wurde 1973 gegründet als Ausbildungsstätte für Offiziere und Offiziersanwärter der Bundeswehr. Daher können im Regelfall nur Angehörige der Bundeswehr an dieser Universität studieren.
- Hochschule für Musik und Theater München; gegründet 1830 als Singschule, wurde sie 1867 auf Anregung Richard Wagners in die Königlich-bayerische Musikschule überführt, welche 1892 zur Staatlichen Akademie der Tonkunst erhoben wurde. 1924 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik München, 1946 wurde sie wiedereröffnet. Seit 1998 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Hochschule für Fernsehen und Film München; gegründet 1966 als staatliche Einrichtung zur Ausbildung von Redakteuren, Regisseuren und Drehbuchautoren
- Akademie der Bildenden Künste München; gegründet 1808 als Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1946 mit der Kunstgewerbeschule und der Akademie der Angewandten Kunst vereinigt, trägt sie seit 1953 ihren heutigen Namen
- Hochschule für Philosophie München; gegründet 1925 in Pullach, erhielt sie im selben Jahr die Anerkennung als Hochschule für Priesterausbildung. 1932 wurde sie zur Philosophischen Fakultät kanonischen Rechts erhoben, 1971 zog sie nach München um. Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden.
- Hochschule für Politik München; gegründet 1950
- Fachhochschule München (FHM); gegründet 1971 durch Zusammenschluss von sieben Ingenieurschulen und Höheren Fachschulen
- Katholische Stiftungsfachhochschule München; gegründet 1971 aus vier höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie ist eine Fachhochschule in Trägerschaft der katholischen Kirche, welche in Benediktbeuern eine weitere Abteilung hat.
- Munich Business School – private, staatlich anerkannte Fachhochschule
- Ukrainische Freie Universität München (UFU) ist eine private Exil-Universität, deren Sitz nach Aufenthalten in Wien und Prag sich jetzt in München befindet.

Akademien


- Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW) gegründet 1949 als Ausbildungsinstitut für Berufe in Marketing, Kommunikation, PR und Medien.
- Bayerische Verwaltungsschule (BVS) mit dem BVS-Bildungszentrum München, Anbieter für Aus- und Fortbildung im staatlichen und kommunalen Bereich in Deutschland.
- Fachakademie für Augenoptik (Munich College of Optometry), Höhere Staatliche Fachschule für Augenoptik. Angebotene Ausbildung: staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister

Institute


- Max-Planck-Institut
  - Ausländisches und internationales Sozialrecht
  - Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht
  - Kognitions- und Neurowissenschaften (weiterer Sitz in Leipzig)
  - Physik (Werner-Heisenberg-Institut)
  - Psychiatrie
  - Psychologische Forschung
- Fraunhofer-Institut
  - Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST)
  - Systeme der Kommunikationstechnik (ESK)
- Institut für Rundfunktechnik (IRT)
- Goethe Institut
- Spanisches Kulturinstitut Instituto Cervantes
- Sprachen & Dolmetscher Institut München

Weitere Informationsquellen

Wikipedia


- Portal:München Geografie
- Das Wetter in München
- Eingemeindungen in die Stadt München
- Liste der Stadtbezirke Münchens Geschichte
- Geschichte der Stadt München Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Grün- und Wasserflächen in München
- Kirchen und Schlösser in München
- Museen in München
- Olympiagelände in München
- Sehenswürdigkeiten in München
- Theater in München
- Liste Münchner Straßennamen Politik
- Liste der Stadtoberhäupter Münchens Sonstiges
- Liste der Söhne und Töchter der Stadt München
- Liste der Ehrenbürger von München

Literatur


- Lion Feuchtwanger: Erfolg (Roman über die Situation in München in den Anfangsjahren der Weimarer Republik)
- Bayerisches Städtebuch; Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1974
- Hubert Ettl / Bernhard Setzwein (Hrsg.): München. Reise-Lesebuch. Text-Bildband, Hardcover, 179 S., mit Texten von Herbert Achternbusch, Carl Amery, Bruno Jonas, Hermann Lenz, Gerhard Polt u.a. und Fotos von Volker Derlath, Heinz Gebhardt, Regina Schmeken u.a., edition lichtung, Viechtach 1999 (ISBN 3-929517-28-0)

Weblinks


- [http://www.geoinfo-muenchen.de/ Amtlicher Stadtplan der Stadt München]
- [http://www.muenchen.info/ Informationsportal der Münchner Stadtverwaltung]
- [http://www.mvg-mobil.de/netzplaene.htm U- und S-Bahn-Netzpläne von München]
- [http://www.leo.org/muenchen/ leo.org] Link Everything Online (München)
- [http://www.monacomedia.de/muenchenwiki/index.php/Hauptseite München Wiki] Stadtwiki: Weblinks, Veranstaltungen, Trivia, Stadtleben, Gastronomie etc...
- ! Kategorie:Bayerische Geschichte Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Deutsche Landeshauptstadt Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ja:ミュンヘン ko:뮌헨 simple:Munich th:มิวนิก

ARD

ARD ist die Abkürzung für „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ und wurde 1950 gegründet. Die ARD veranstaltet das Fernsehprogramm Das Erste, welches sich aus den neun deutschen in diesem Verbund zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten und dem internationalen Programm der Deutschen Welle zusammensetzt.

Mitglieder

Deutschen Welle Neben dem Auslandsrundfunk Deutsche Welle (DW) sind neun Landesrundfunkanstalten Mitglied:
- Bayerischer Rundfunk, München (BR)
- Hessischer Rundfunk, Frankfurt (hr)
- Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig (MDR)
- Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (NDR)
- Radio Bremen (RB)
- Rundfunk Berlin-Brandenburg, Berlin und Potsdam (RBB)
- Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken (SR)
- Südwestrundfunk, Stuttgart (SWR)
- Westdeutscher Rundfunk Köln, (WDR)

Gemeinsame Einrichtungen und Programme

Als Gemeinschaftseinrichtung der ARD wurde bereits 1952 das Deutsche Rundfunkarchiv (Frankfurt a.M., Bertramstraße)(damals das Deutsche Lautarchiv) eingerichtet. Es bietet den ARD-Rundfunkanstalten (und auch der interessierten Öffentlichkeit) ein in der Welt einzigartig erschlossenes Archiv der Bild-, Ton- und Schriftdokumente. Seit dem 31. Oktober 1954 sendet die ARD das später als "Erstes Deutsches Fernsehen" ("Das Erste") bezeichnete Fernsehprogramm als Gemeinschaftsproduktion der einzelnen Landesrundfunkanstalten. Das Programm ("Das Erste") wird technisch im ARD-Stern in Frankfurt am Main (früher FS-Stern, Fernseh-Stern), dem ARD-Sendezentrum (auf dem Gelände des Hessichen Rundfunks) zusammengeführt. Der ARD-Stern ist eine Einrichtung der ARD und führt Programmteile ( z. B. ARD-Nachtexpress ) zusammen und verteilt die Signale an die Rundfunkanstalten über ein eigenes Netz HYBNET. Seit 22. Februar 2005 wird das Gemeinschaftsprogramm "Das Erste" von der Zentralen Sendeabwicklung (ZSAW) im ARD-Sendezentrum in Frankfurt am Main ausgespielt. Geschichte: Zuvor schaltete jeweils die ARD-Anstalt, die eine Sendung ins Gemeinschaftsprogramm einbrachte (egal ob LIVE oder aufgezeichnet), eine Leitung zum ARD-Stern, von wo aus das Signal an alle anderen ARD-Sender zur terrestrischen Verteilung weitergegeben wurde. Mit der Inbetriebnahme der ZSAW wurden erstmals alle Sendungen die nicht LIVE sind (Filme, Soaps, Dokumenationen etc.) direkt von den Servern (=Riesen-Festplatten) in Frankfurt ausgespielt. Die ZSAW (Zentrale Sendeabwicklung ARD) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Landesrundfunkanstalten, eines der innovativsten Projekte der Arbeitsgemeinschaft ARD. In vielen weiteren Bereichen kooperieren die Mitglieder der ARD auch: So besitzt die ARD ein eigenes weltweites Korrespondentennetz. Für den Programmaustausch zwischen den einzelnen Sendern existiert ein eigenes digitales Glasfasernetz (ARD-Hybnet). Im Hörfunkbereich bestehen drei ARD-Nachtprogramme, der ARD-Nachtexpress, das ARD-Nachtkonzert und die ARD-Popnacht. Gemeinschaftseinrichtungen sind beispielsweise ARD-Aktuell beim NDR in Hamburg, das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin oder das ARD digital-Play-Out Center beim RBB in Potsdam.

Weitere Programmangebote

Die ARD trägt, gemeinsam mit dem ZDF und allen 16 deutschen Bundesländern, die öffentlich-rechtliche Körperschaft Deutschlandradio (DLR) mit den beiden nationalen Hörfunkprogrammen Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Die Landesrundfunkanstalten der ARD betreiben gemeinsam die Fernsehkanäle 3sat (gemeinsam mit ZDF, SRG und ORF), KiKa, Phoenix (beide in Zusammenarbeit mit dem ZDF), ARTE (Kooperation mit dem ZDF und ARTE France) und ARD digital.

Einzelne Formate

Die erfolgreichste Sendung der ARD ist die Nachrichtensendung tagesschau, die am 26. Juni 1953 das erste Mal gesendet wurde. Von Beginn an gehörte sie zum Zugpferd der ARD. 25 Jahre später kam die eher hintergründlich informierende Nachrichtensendung tagesthemen hinzu. 1992 startete das ARD-Morgenmagazin. Weitere Sendungen siehe unter Das Erste. Mehrere Unterhaltungssendungen und -formate werden von verschiedenen ARD-Anstalten zusammen oder abwechselnd produziert. Hierzu gehören Familie Schölermann, Firma Hesselbach, Hans-Joachim Kulenkampff, EWG, Ratesendungen, die ARD-Krimis Tatort, Polizeiruf 110 und K3 Kripo Hamburg, sowie die seit der politischen Wende auch vom MDR produzierten Bildungs-, Kultur, und Unterhaltungsprogramme.

Sport

K3 Kripo Hamburg Die ARD hat für die nächsten Jahre zusammen mit dem ZDF die Senderechte an großen Sportveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft oder der Fußball-Europameisterschaft. Auch Länderspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und die Tour de France werden abwechselnd mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen übertragen. In der regelmäßigen ARD-Sportschau wird zudem die Fußball-Bundesliga in einer knapp zweistündigen Zusammenfassung gesendet. Des Weiteren berichtet die ARD in der Bundesligakonferenz im Radio über den aktuellen Bundesligaspieltag. Olympia und Wintersport werden ebenfalls in der ARD übertragen.

Siehe auch


- Auslandsstudio
- Drittes Programm
- Familienserie
- Fernsehserie
- GEZ
- Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
- Privatfernsehen

Weblinks


- [http://www.ard.de/ ARD.de]
- [http://www.tagesschau.de/ tagesschau.de]
- [http://www.daserste.de/ DasErste.de]
- [http://dw-world.de/ Deutsche Welle]
- [http://www.3sat.de/ 3sat]
- [http://www.sport.ard.de/ Die ARD-Sportangebote]
- [http://www.boerse.ard.de/ Die ARD-Börseninfos]
- [http://www.radio.ard.de/ Die ARD-Radiowellen]
- [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&lang=de&manu_id=164&tag=9&monat=6&weekd=&year=2005&weekdnum=&dayisset=1&lang.de/ kalenderblatt.de: Gründung der ARD]

zu TV-Serien

Fernsehserien:
- Die Reihen, ihre Episoden und ihre Sendetermine - [http://www.bamby.de/ Liste bei "bamby.de"]
- Private Site über [http://www.tvder60er.de/tvserien/tvser157.htm tv-Serien der 60er Jahre] mit Informationen zu den einzelnen Reihen.
- Zu den Filmographien der einzelnen DarstellerInnen weiter in der Internet Movie Database Inc([http://german.imdb.com/ IMDb(r)]).
- Informationen zu [http://fernsehserie.adlexikon.de/Fernsehserie.shtml tv-Serien nach Genre und Chronologie] ("adlexikon.de"). Siehe auch: Elefant, Tiger & Co., So weit die Füße tragen, Familie Hesselbach, Seifenoper(Soap opera), Die Lindenstraße Kategorie:ARD Kategorie:Anstalt des öffentlichen Rechts

ARD

ARD ist die Abkürzung für „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ und wurde 1950 gegründet. Die ARD veranstaltet das Fernsehprogramm Das Erste, welches sich aus den neun deutschen in diesem Verbund zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten und dem internationalen Programm der Deutschen Welle zusammensetzt.

Mitglieder

Deutschen Welle Neben dem Auslandsrundfunk Deutsche Welle (DW) sind neun Landesrundfunkanstalten Mitglied:
- Bayerischer Rundfunk, München (BR)
- Hessischer Rundfunk, Frankfurt (hr)
- Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig (MDR)
- Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (NDR)
- Radio Bremen (RB)
- Rundfunk Berlin-Brandenburg, Berlin und Potsdam (RBB)
- Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken (SR)
- Südwestrundfunk, Stuttgart (SWR)
- Westdeutscher Rundfunk Köln, (WDR)

Gemeinsame Einrichtungen und Programme

Als Gemeinschaftseinrichtung der ARD wurde bereits 1952 das Deutsche Rundfunkarchiv (Frankfurt a.M., Bertramstraße)(damals das Deutsche Lautarchiv) eingerichtet. Es bietet den ARD-Rundfunkanstalten (und auch der interessierten Öffentlichkeit) ein in der Welt einzigartig erschlossenes Archiv der Bild-, Ton- und Schriftdokumente. Seit dem 31. Oktober 1954 sendet die ARD das später als "Erstes Deutsches Fernsehen" ("Das Erste") bezeichnete Fernsehprogramm als Gemeinschaftsproduktion der einzelnen Landesrundfunkanstalten. Das Programm ("Das Erste") wird technisch im ARD-Stern in Frankfurt am Main (früher FS-Stern, Fernseh-Stern), dem ARD-Sendezentrum (auf dem Gelände des Hessichen Rundfunks) zusammengeführt. Der ARD-Stern ist eine Einrichtung der ARD und führt Programmteile ( z. B. ARD-Nachtexpress ) zusammen und verteilt die Signale an die Rundfunkanstalten über ein eigenes Netz HYBNET. Seit 22. Februar 2005 wird das Gemeinschaftsprogramm "Das Erste" von der Zentralen Sendeabwicklung (ZSAW) im ARD-Sendezentrum in Frankfurt am Main ausgespielt. Geschichte: Zuvor schaltete jeweils die ARD-Anstalt, die eine Sendung ins Gemeinschaftsprogramm einbrachte (egal ob LIVE oder aufgezeichnet), eine Leitung zum ARD-Stern, von wo aus das Signal an alle anderen ARD-Sender zur terrestrischen Verteilung weitergegeben wurde. Mit der Inbetriebnahme der ZSAW wurden erstmals alle Sendungen die nicht LIVE sind (Filme, Soaps, Dokumenationen etc.) direkt von den Servern (=Riesen-Festplatten) in Frankfurt ausgespielt. Die ZSAW (Zentrale Sendeabwicklung ARD) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Landesrundfunkanstalten, eines der innovativsten Projekte der Arbeitsgemeinschaft ARD. In vielen weiteren Bereichen kooperieren die Mitglieder der ARD auch: So besitzt die ARD ein eigenes weltweites Korrespondentennetz. Für den Programmaustausch zwischen den einzelnen Sendern existiert ein eigenes digitales Glasfasernetz (ARD-Hybnet). Im Hörfunkbereich bestehen drei ARD-Nachtprogramme, der ARD-Nachtexpress, das ARD-Nachtkonzert und die ARD-Popnacht. Gemeinschaftseinrichtungen sind beispielsweise ARD-Aktuell beim NDR in Hamburg, das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin oder das ARD digital-Play-Out Center beim RBB in Potsdam.

Weitere Programmangebote

Die ARD trägt, gemeinsam mit dem ZDF und allen 16 deutschen Bundesländern, die öffentlich-rechtliche Körperschaft Deutschlandradio (DLR) mit den beiden nationalen Hörfunkprogrammen Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Die Landesrundfunkanstalten der ARD betreiben gemeinsam die Fernsehkanäle 3sat (gemeinsam mit ZDF, SRG und ORF), KiKa, Phoenix (beide in Zusammenarbeit mit dem ZDF), ARTE (Kooperation mit dem ZDF und ARTE France) und ARD digital.

Einzelne Formate

Die erfolgreichste Sendung der ARD ist die Nachrichtensendung tagesschau, die am 26. Juni 1953 das erste Mal gesendet wurde. Von Beginn an gehörte sie zum Zugpferd der ARD. 25 Jahre später kam die eher hintergründlich informierende Nachrichtensendung tagesthemen hinzu. 1992 startete das ARD-Morgenmagazin. Weitere Sendungen siehe unter Das Erste. Mehrere Unterhaltungssendungen und -formate werden von verschiedenen ARD-Anstalten zusammen oder abwechselnd produziert. Hierzu gehören Familie Schölermann, Firma Hesselbach, Hans-Joachim Kulenkampff, EWG, Ratesendungen, die ARD-Krimis Tatort, Polizeiruf 110 und K3 Kripo Hamburg, sowie die seit der politischen Wende auch vom MDR produzierten Bildungs-, Kultur, und Unterhaltungsprogramme.

Sport

K3 Kripo Hamburg Die ARD hat für die nächsten Jahre zusammen mit dem ZDF die Senderechte an großen Sportveranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft oder der Fußball-Europameisterschaft. Auch Länderspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und die Tour de France werden abwechselnd mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen übertragen. In der regelmäßigen ARD-Sportschau wird zudem die Fußball-Bundesliga in einer knapp zweistündigen Zusammenfassung gesendet. Des Weiteren berichtet die ARD in der Bundesligakonferenz im Radio über den aktuellen Bundesligaspieltag. Olympia und Wintersport werden ebenfalls in der ARD übertragen.

Siehe auch


- Auslandsstudio
- Drittes Programm
- Familienserie
- Fernsehserie
- GEZ
- Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
- Privatfernsehen

Weblinks


- [http://www.ard.de/ ARD.de]
- [http://www.tagesschau.de/ tagesschau.de]
- [http://www.daserste.de/ DasErste.de]
- [http://dw-world.de/ Deutsche Welle]
- [http://www.3sat.de/ 3sat]
- [http://www.sport.ard.de/ Die ARD-Sportangebote]
- [http://www.boerse.ard.de/ Die ARD-Börseninfos]
- [http://www.radio.ard.de/ Die ARD-Radiowellen]
- [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&lang=de&manu_id=164&tag=9&monat=6&weekd=&year=2005&weekdnum=&dayisset=1&lang.de/ kalenderblatt.de: Gründung der ARD]

zu TV-Serien

Fernsehserien:
- Die Reihen, ihre Episoden und ihre Sendetermine - [http://www.bamby.de/ Liste bei "bamby.de"]
- Private Site über [http://www.tvder60er.de/tvserien/tvser157.htm tv-Serien der 60er Jahre] mit Informationen zu den einzelnen Reihen.
- Zu den Filmographien der einzelnen DarstellerInnen weiter in der Internet Movie Database Inc([http://german.imdb.com/ IMDb(r)]).
- Informationen zu [http://fernsehserie.adlexikon.de/Fernsehserie.shtml tv-Serien nach Genre und Chronologie] ("adlexikon.de"). Siehe auch: Elefant, Tiger & Co., So weit die Füße tragen, Familie Hesselbach, Seifenoper(Soap opera), Die Lindenstraße Kategorie:ARD Kategorie:Anstalt des öffentlichen Rechts

Deutsche Welle

Die Deutsche Welle (DW) ist eine Rundfunkanstalt der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Bonn (bis 2003 in Köln), die in 30 Sprachen Hörfunkprogramme und in vier Sprachen Fernsehprogramme weltweit sendet sowie ein umfangreiches Internet-Angebot in 30 Sprachen produziert. Sie stellt damit das deutsche Gegenstück zu Sendern wie z. B. BBC World Service dar. Die Deutsche Welle ist Mitglied der ARD. ARD)]]

Allgemeines

Die Deutsche Welle sendet seit 3. Mai 1953 regelmäßig ihre Sendungen. Studiostandort war bis 2003 Köln. Anlässlich des 50. Jubiläums des Senders im Jahre 2003 (Festakt war am 27. Juni) zog die Deutsche Welle nach Bonn in ein Gebäude im ehemaligen Regierungsviertel um. Hier werden nunmehr die Hörfunksendungen produziert. Die Fernsehsendungen der Deutschen Welle kommen aus Berlin. DW-World.de, das Onlineangebot der Deutschen Welle, wird in Berlin und Bonn produziert und bietet Inhalte in 30 Sprachen.

Geschichte

Die 50er- bis 80er-Jahre

Im August 1924 wurde unter der Bezeichnung "Deutsche Welle GmbH" eine Gemeinschaftseinrichtung aller regionalen Rundfunkgesellschaften mit Sitz in Berlin gegründet. Sie hat jedoch mit der 1953 errichteten "Deutsche Welle" nichts zu tun. Diese ging am 3. Mai 1953 mit deutschsprachigem Hörfunk auf Kurzwelle erstmals auf Sendung. Die Grußadresse "an die lieben Landsleute in aller Welt" wurde vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gesprochen. Wenige Wochen später, am 11. Juni 1953, wurde zwischen den Mitgliedern der ARD der Vertrag über die Einrichtung des gemeinsamen Kurzwellenprogramms "Deutsche Welle" unterzeichnet. Die Verantwortung für das Programm lag zunächst beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), später beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, so dass dessen jeweiliger Intendant auch für die "Deutsche Welle" verantwortlich war. Bereits ein Jahr später startete die Deutsche Welle Radiosendungen auf Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. Im Jahr 1960 wurde die "Deutsche Welle" per Bundesgesetz vom 29. November 1960 als selbständige Bundesanstalt (Rundfunkanstalt) mit Sitz in Köln errichtet. Damit erlosch der Auftrag der ARD an den WDR, die "Deutsche Welle" als Gemeinschaftseinrichtung zu betreiben. Die DW trat jedoch am 7. Juni 1962 der ARD bei, so dass die ursprüngliche Verbindung der ARD mit der DW wieder hergestellt wurde. 1962 wurde das Hörfunkprogramm erweitert. Künftig sendete die Deutsche Welle zusätzlich auf Persisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Serbisch und Kroatisch. 1963 folgen Kisuaheli und Haussa für Afrika, Indonesisch sowie Bulgarisch, Rumänisch und Slowenisch. Im gleichen Jahr verschickte die DW auch erstmals Filmkopien für das Fernsehen. Ab 1964 sendete die DW auch auf Griechisch, Italienisch, Hindi und Urdu, ab 1970 auf Paschtu und Dari. Ab 1974 erhielt die DW ein neues Funkhaus in Köln, die Einweihung fand 1980 statt.

Nach dem Fall der Mauer

Mit der Vereinigung beider deutscher Staaten 1990 endete der DDR-Auftrag für Radio Berlin International (RBI), Sendungen in Fremdsprachen zu verbreiten. RBI stellte seinen Betrieb ein. Einige Mitarbeiter des Senders sowie dessen Sendefrequenzen und Sendeanlagen wurden von der Deutschen Welle übernommen. Zwei Jahre später, am 1. April 1992 startete die Deutsche Welle mit dem deutsch- und englischsprachigen Fernsehprogramm DW-TV aus Berlin in das aktive Fernsehzeitalter. Die Programme werden über Satellit ausgestrahlt und in den Folgejahren weiter ausgebaut. Inzwischen wird auch auf Spanisch gesendet. In DW-TV ging das wenige Jahre zuvor gestartete RIAS-TV auf. 1992 begann die DW auch mit Sendungen auf Albanisch. Im Vorfeld der neuen Rundfunkstruktur des Bundes, die 1994 zur Auflösung des Deutschlandfunks (DLF) als eigenständige Rundfunkanstalt bzw. dessen Überführung in die Sendeanstalt DeutschlandRadio führte, übernahm die Deutsche Welle 1993 einige Fremdsprachensendungen des DLF. Ein Jahr später startete die DW unter "www.dwelle.de" ihre Webpräsenz und war damit die erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland, die im World Wide Web vertreten war. Im Jahr 2000 starteten Programme in ukrainischer Sprache, und 2001 begann die DW mit der Ausstrahlung des Fernsehprogramms "German TV", das zunächst nur in Nordamerika über Pay-TV-Plattformen vermarktet wird und seit 2002 ein Vollprogramm ist.

Umzug in den Schürmann-Bau

Im Juni 2003 zog die DW von Köln in den Schürmann-Bau aus politischen Gründen nach Bonn um; vorgeblich wegen der Asbestbelastung in den Räumen des alten Funkhauses. Die Umzugskosten wurden im Geschäftsbericht 2002 mit mehr als 15 Millionen Euro veranschlagt. Die DW leidet unter massiven finanziellen und personellen Kürzungen. Binnen fünf Jahren wurde der Haushalt bis 2004 um ca. 75 Millionen Euro zurückgefahren. Die Zahl der Stellen ist seit 1994 von 2.200 auf 1.200 reduziert worden. Die Einschnitte werden aller Wahrscheinlichkeit nach weiter gehen und Umstrukturierungen notwendig machen. Der Bundestag verabschiedete am 28. Oktober 2004 ein neues DW-Gesetz, das die Deutsche Welle im Gegensatz zu anderen öffentlich-rechtlichen Programmen als trimedial definiert und somit den Onlineauftritt DW-World.de zu einem gleichberechtigten Medium neben DW-TV und DW-Radio macht. DW-World.de ist im Internet in 30 Sprachen vertreten. Schwerpunktsprachen sind: [http://www.dw-world.de/german Deutsch], [http://www.dw-world.de/english Englisch], [http://www.dw-world.de/spanish Spanisch], [http://www.dw-world.de/russian Russisch], [http://www.dw-world.de/dw/0,1595,607,00.html Portugiesisch für Brasilien] und [http://www.dw-world.de/dw/0,1595,293,00.html Chinesisch]. Seit Januar 2005 ist [http://www.dw-world.de/arabic Arabisch] die siebte Schwerpunktsprache mit eigener Online-Redaktion.

Intendanten


- 12. Oktober 196029. Februar 1968: Dr. Dr. rer.pol. h.c. Hans Otto Wesemann
- 1. März 196829. Februar 1980: Walter Steigner
- 1. März 19808. Dezember 1980: Conrad Ahlers
- 19. Dezember 198030. Juni 1981: Dr. Heinz Fellhauer, Übergangsintendant
- 1. Juli 198130. Juni 1987: Klaus Schütz
- 1. Juli 198730. Juni 1989: Dr. Heinz Fellhauer
- 1. Juli 198931. März 2001: Dieter Weirich
- 1. April 200130. September 2001: Dr. Reinhard Hartstein, kommissarisch als Stellvertretender Intendant
- 1. Oktober 2001 – heute: Erik Bettermann

Angebote der Deutschen Welle


- [http://dw-world.de/radio/ DW-RADIO] in 29 Sprachen (Amharisch bis Urdu sowie rund um die Uhr auf Deutsch und Englisch)
- [http://dw-world.de/dwtv/ DW-TV] auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch (dazu Programmfenster in weiteren Sprachen)
- [http://dw-world.de/ DW-WORLD.DE] – multimediales Internet-Angebot in 30 Sprachen
- [http://www.german.tv/ GERMAN TV] – deutschsprachiges Gemeinschaftsprogramm von DW, ARD und ZDF (vorerst nur als Bezahlfernsehen in den USA zu empfangen)

Sendeanlagen

Die Deutsche Welle strahlt in Deutschland ihre Programme im Kurzwellenbereich von den Standorten Jülich, Wertachtal und Nauen, die allesamt Eigentum der Deutschen Telekom AG sind, aus. Sender im LW-, MW- und UKW-Bereich werden für die Verbreitung von Programmen der Deutschen Welle in Deutschland nicht eingesetzt. Hingegen wurden an manchen ausländischen Standorten der Deutschen Welle, wie der 1995 stillgelegten Relaisstation in Malta auch Mittelwellensender eingesetzt.

Weblinks


- http://www.dw-world.de/ Homepage, dazu gehörend:
  - http://kalenderblatt.de/ – Als gestern heute war
  - http://campus-germany.de/ – Das Portal für alle, die in Deutschland studieren wollen
  - http://www.germanizer.com
  - [http://thebobs.com The BOBs] Internationaler Weblog-Wettbewerb der