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Bayernhymne

Bayernhymne

Die Bayernhymne ist die offizielle Hymne des Freistaates Bayern. Freistaates Bayern Die Melodie der Bayernhymne stammt von Konrad Max Kunz aus dem Jahr 1835. Der dazugehörende Text der ursprünglichen Strophen 1–3 stammt von Michael Öchsner (1860). Beide waren Mitglieder der Bürger-Sänger-Zunft München, die das Lied am 15. Dezember 1860 erstmalig aufführte. Da das Lied bald zum Volkslied wurde, kamen unterschiedliche Fassungen in Umlauf. 1946 schrieb der bayerische Dichter Joseph Maria Lutz eine neue dritte Strophe als Ersatz für die so genannte Königsstrophe, die bereits 1918 aus den Schulbüchern getilgt wurde. Er ersetzte zudem die Formulierung deutsche Erde durch Heimaterde, was sich aber nicht durchsetzte. Seit 1964 wird das Bayernlied offiziell Hymne genannt und wurde von Ministerpräsident Alfons Goppel in einer Bekanntmachung vom 29. Juli 1966 als Bayernhymne festgelegt, und zwar in der originalen Fassung von Josef Maria Lutz. Ministerpräsident Franz Josef Strauß änderte das in die heutige offizielle Version, die nur die ersten beiden Strophen in der Version mit „deutsche Erde“ beinhaltet. Die Originalsätze galten bis vor wenigen Jahren als verschollen. 1995 entdeckte der Archivar der Bürger-Sänger-Zunft (BSZ), Dr. Johannes Timmermann, die ältesten Noten der Hymne im BSZ-Archiv. 1996 wurde in der BSZ der große Symphonie-Satz der Hymne von Chor und Orchester der BSZ im Herbstkonzert aus Anlass der Feiern 50 Jahre Verfassung des heutigen Freistaates Bayern zum ersten Mal seit sicher weit über hundert Jahren wieder zu Gehör gebracht.

Aktueller Text

(Nach der Bekanntmachung des Bayerischen Ministerpräsidenten vom 18. Juli 1980) 1. Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
ruhe seine Segenshand!
|: Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
seines Himmels, weiß und blau! :|
2. Gott mit dir, dem Bayernvolke,
dass wir, uns'rer Väter wert,
fest in Eintracht und in Frieden
bauen uns'res Glückes Herd!
|: Dass mit Deutschlands Bruderstämmen
einig uns ein jeder schau
und den alten Ruhm bewähre
unser Banner, weiß und blau! :|
Siehe auch: Liste der Nationalhymnen

Varianten

Version von Joseph Maria Lutz von 1946

1. Gott mit dir, du Land der Bayern,
Heimaterde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
Walte seine Segenshand!
|: Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
seines Himmels, weiß und blau! :| 2. Gott mit uns, dem Bayernvolke,
Wenn wir, unsrer Väter wert,
Stets in Eintracht und in Frieden
Bauen unsres Glückes Herd;
|: Daß vom Alpenland zum Maine
Jeder Stamm sich fest vertrau'
Und die Herzen freudig eine
Unser Banner, weiß und blau! :| 3. Gott mit uns und Gott mit allen,
Die der Menschen heilig Recht
Treu beschützen und bewahren
Von Geschlechte zu Geschlecht.
|: Frohe Arbeit, frohes Feiern,
Reiche Ernten jedem Gau,
Gott mit dir, du Land der Bayern
Unterm Himmel, weiß und blau! :|

Michael Öchsners Gedicht

Urfassung von 1860

Für Bayern Gott mit dir, du Land der Bayern,
Deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
Ruhe deine Segenshand!
Er behüte deine Fluren,
Schirme deiner Städte Bau
Und der Himmel dir erhalte
Seine Farben – Weiß und Blau. Gott mit dir, dem Bayernvolke,
Daß wir unsrer Väter wert,
fest in Eintracht und in Friede
bauen unseres Glückes Herd;
Daß der Freund da Hilfe finde,
Wehrhaft uns der Gegner schau,
Wo die Rauten-Banner wehen,
Unsre Farben – Weiß und Blau!
Gott mit ihm, dem Bayer-König,
Vater Max aus Wittelsbach!
Über seinem Hause wölbe
Sich des Himmels schirmend Dach!
Gott erhalte uns den Herrscher,
Volkes-Glück in jedem Gau,
Reine Sitte, deutsche Treue,
Ew'ge Farben – Weiß und Blau.

Spätere Textfassung von Michael Öchsner

Für Bayern Gott mit dir, du Land der Bayern,
Deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
walte deine Segenshand!
Er behüte deine Fluren,
Schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
Seines Himmels – Weiß und Blau! Gott mit dir, dem Bayernvolke,
Daß wir, unserer Väter werth,
Fest in Eintracht und in Frieden
Bauen unseres Glückes Herd!
Daß mit Deutschlands Bruderstämmen [Variante: Daß in Noth und in Gefahren]
Einig uns der Gegner schau
Und den alten Ruhm bewähre
Unser Banner – weiß und blau. Gott mit ihm, dem Bayerkönig!
Segen über sein Geschlecht!
Denn mit seinem Volk in Frieden
Wahrt er dessen heilig Recht.
Gott mit ihm, dem Landesvater!
Gott mit uns in jedem Gau!
Gott mit dir, du Land der Bayern,
Deutsche Heimath – weiß und blau!

Republikanische Variante der dritten Strophe

Gott mit uns und Gott mit allen,
die der Menschen Heilig Recht
treu behüten und bewahren
von Geschlechte zu Geschlecht!
Gott mit dem, der Recht und Frieden
uns bewahrt in jedem Gau!
Gott mit dir, du Land der Bayern
deutsche Heimat – weiß und blau!

Version der Biermösl Blosn

Auf der CD „Grüß Gott, mein Bayernland“ der Biermösl Blosn erschien im Jahr 1983 das Lied „Gott mit dir du Land der BayWa“: Gott mit dir, du Land der Baywa,
deutscher Dünger aus Phosphat.
Über deinen weiten Fluren
liegt Chemie von fruah bis spaat.
Und so wachsen deine Rüben,
so ernährest du die Sau.
Herrgott, bleib dahoam im Himmi,
mir hom Nitrophoska blau. Im Jahr 2001 verursachte ein Lied der Gruppe einen Skandal. Das „BayWa-Lied“, eine Parodie der Bayernhymne, wurde von einem Schulbuchverlag in ein Liederbuch für Hauptschüler der achten Klassen gesetzt. Die bereits gedruckten Bücher wurden auf Anweisung des Kultusministeriums sogleich wieder eingestampft.

Weblinks


- [http://www.bayernpartei.org/geschichte/Gott%20mit%20dir%20du%20Land%20der%20Bayern.mp3 „Gott mir dir, du Land der Bayern“ (MP3)]
- [http://www.bayern.landtag.de/06_bayernhymne.html Infoseite des Bayerischen Landtags mit Hintergrundinformationen] Kategorie:Nationalhymne Kategorie:Regionalhymne Kategorie:Bayern

Hymne

Ein Hymnus (vom griechisch: hymnos Tongefüge) bzw. eine Hymne (deutsche Rückbildung mit Genuswechsel aus dem Plural: Hymnen) ist ein Lobgesang: #(vor allem) in der Antike ein feierliches Preislied, meist zur Kithara vorgetragen, das der Helden-, Götter- und Naturverehrung diente #eine einstimmige, vielstrophige, geistliche Liedform der Spätantike und des Mittelalters #in der Dichtung ein der Ode vergleichbares Gedicht (Lobeshymne) #Später (seit Friedrich Gottlieb Klopstock) verstand man unter Hymne ein feierlich-getragenes Gedicht mit ernstem, begeisterndem oder besinnlichem Inhalt. #Kurzwort für Nationalhymne oder Landeshymne #Eine Firmenhymne, entsprechend auch Vereinshymne, Klubhymne, Parteihymne usw.

Siehe auch

Hymenaios, Hymen, Hymnologie, Kirchenmusik, Lied, Geistliches Lied, Liturgie Kategorie: Gattungen und Formen (Musik) ja:賛美歌

Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee. Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").

Geschichte

Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.

Politik

Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns. Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:

Bayerische Staatsregierung

In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU). Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt. Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:

- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945

Staatsaufbau

Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden. Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen. Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt. Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006. Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde. Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern

Wahlrecht

Gesetzgebungsverfahren in Bayern] Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat. Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann. Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden). Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt. Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.

Staatswappen, Flagge und Hymne

Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten: Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben. Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. Zur Hymne siehe: Bayernhymne

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern: Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)

Landkreise

Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte: kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt

Regionen

Geografie

Große Kreisstadt Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen). Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden. Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern

Wirtschaft

Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent. Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden. An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.

Kultur

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Museen

Theater, Schauspiel und Oper

Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:

Musik

Operetten] Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele. Münchner Opernfestspiele

Küche

Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel

Religion, Stämme und Sprache

Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 % Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden. Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet. Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten. siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster

Literatur


- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7 Siehe auch: Portal:Bayern

Weblinks


- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern ja:バイエルン州 ko:바이에른 주 simple:Bavaria

1835

Ereignisse


- 30. Januar: Attentat auf US-Präsident Andrew Jackson
- 28. Juni: Die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank wird in München gegründet und ist damit älteste deutsche Hypothekenbank auf Aktien
- Am 1. Juli gründet Carl Bertelsmann in Gütersloh den C. Bertelsmann Verlag mit angeschlossener Druckerei, aus dem später die Bertelsmann AG entsteht
- 25. Juli: Der Schotte James Bowman Lindsay führt in Dundee erstmals öffentlich mittels einer Glühlampe elektrisches Licht vor
- 28. Juli: Attentat auf König Ludwig Philipp von Frankreich durch Josephe Marie Fieschi
- 14. August: Jacob Perkins erhält ein Patent auf die erste Äthereismaschine
- 7. Dezember: Die Bayerische Ludwigsbahn nimmt erstmals in Deutschland mit einer Lokomotive, dem „Adler“, den Verkehr zwischen Nürnberg und Fürth auf
- Clemens August II. Droste zu Fischering wird Erzbischof von Köln
- Gründung des Benediktinerklosters Abtei St. Bonifaz (München)

Kultur


- 24. Januar: Uraufführung der Oper I puritani (Die Puritaner) von Vincenzo Bellini am Théâtre-Italien in Paris
- 23. Februar: Uraufführung der Oper La Juive (Die Jüdin) von Fromental Halévy in Paris
- 29. Oktober: Uraufführung der Oper The Siege of Rochelle von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London
- 16. Dezember: Uraufführung der komischen Oper L'Éclair (Der Blitz) von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- Hegel, G. W. F.: Vorlesungen über Ästhetik

Geboren


- 5. Januar: Richard Faltin, finnischer Komponist, Musikprofessor und Sammler finnischer Volksmusik († 1918)
- 6. Januar: Martin Kähler, deutscher protestantischer Theologe († 1912)
- 14. Januar: Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist († 1895)
- 18. Januar: César Cui, russischer Komponist und Musikkritiker († 1918)
- 15. Februar: Demetrius Vikelas, erster Präsident des IOC († 1908)
- 25. Februar: Christoph Theodor Äby, Anthropologe († 1885)
- 26. Februar: Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph († 1912)
- 12. März: Gregorio María Aguirre García, Erzbischof von Toledo und Kardinal († 1913)
- 14. März: Giovanni Schiaparelli, italienischer Astronom († 1910)
- 15. März: Eduard Strauß, österreichischer Komponist und Kapellmeister († 1916)
- 24. März: Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker († 1893)
- 4. April: John Hughlings Jackson, englischer Neurologe († 1911)
- 8. April: Anna Schramm, deutsche Soubrette und Schauspielerin († 1916)
- 9. April: Leopold II. (Belgien), König der Belgier († 1909)
- 19. April: Hermann Landois, deutscher Zoologieprofessor († 1905)
- 30. April: Franz Defregger, Genre- und Historienmaler († 1921)
- 10. Mai: Wilhelm Hermann von Blume, preußischer General
- 15. Mai: Emile Leonard Mathieu, französischer Mathematiker († 1890)
- 26. Mai: Carl Bruno Troendlin, Politiker und Oberbürgermeister von Leipzig († 1908)
- 31. Mai: Johannes Karl Friedrich Hesekiel, evangelischer Theologe († 1918)
- 2. Juni: Giuseppe Sarto, Papst von 1903 bis 1914 († 1914)
- 2. Juni: Pius X., Papst († 1914)
- 9. Juni: Ramón Barros Luco, chilenischer Politiker († 1919)
- 10. Juni: Ferdinand IV. (Toskana), Großherzog von Toskana
- 14. Juni: Adolf Stern, deutscher Schriftsteller und Literaturhistoriker († 1907)
- 17. Juni: Eugène Borel, Schweizer Politiker († 1892)
- 24. Juni: Carl Faulmann, Schriftsetzer, Privatgelehrter und Stenograph († 1894)
- 1. Juli: Carl Friedrich Koepe, deutscher Pionier der Bergbautechnik
- 10. Juli: Henryk Wieniawski, polnischer Violinist und Komponist († 1880)
- 27. Juli: Giosuè Carducci, italienischer Dichter und Redner († 1907)
- 28. Juli: Karl Beurmann, Afrikareisender († 1863)
- 2. August: Elisha Gray, US-amerikanischer Lehrer, Erfinder und Unternehmer († 1901)
- 4. September: Leopold Grützmacher, deutscher Cellist und Komponist († 1900)
- 7. Oktober: Bernhard Draeseke, deutscher Komponist († 1913)
- 8. Oktober: Christian Otto Mohr, deutscher Ingenieur und Statiker († 1918)
- 9. Oktober: Camille Saint-Saëns, französischer Pianist, Organist und Komponist († 1921)
- 17. Oktober: Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin († 1869)
- 22. Oktober: Johann Grill, Bergsteiger, Bergführer († 1917)
- 25. Oktober: William Mactaggart, britischer Maler († 1910)
- 27. Oktober: Simon Jenko, slowenischer Dichter († 1869)
- 31. Oktober: Johann Friedrich Wilhelm Adolf von Baeyer, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger († 1917)
- 5. November: Moriz Szeps, österreichischer Journalist und Zeitungsverleger († 1902)
- 6. November: Albert Bitzius (Sohn), Schweizer protestantischer Theologe und Politiker († 1882)
- 9. November: Davorin Jenko, slowenischer Komponist und Dirigent († 1914)
- 11. November: Matthías Jochumsson, isländischer Dichter († 1920)
- 16. November: Eugenio Beltrami, italienischer Mathematiker († 1900)
- 21. November: Walter William Skeat, englischer Philologe
- 25. November: Andrew Carnegie, Industrieller, damals reichster Mensch und Philanthrop († 1919)
- 29. November: Cixi, Chinesische Kaiserwitwe der Qing-Dynastie († 1908)
- 30. November: Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller († 1910)
- 11. Dezember: Adolf Stoecker, deutscher Theologe († 1909)
- 14. Dezember: Hubert Theophil Simar, Erzbischof des Erzbistums Köln († 1902)
- 18. Dezember: Lyman Abbott, US-amerikanischer Religionsphilosoph († 1922)
- 20. Dezember: Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller († 1917)

Gestorben


- 2. Januar: August Friedrich Langbein, deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 1757)
- 4. Februar: Wade Hampton I., US-amerikanischer Großgrundbesitzer, General und Politiker (
- 1754)
- 2. März: Franz II. Joseph Karl (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Kaiser von Österreich (
- 1768)
- 25. März: Friederike Brun, dänische Schriftstellerin (
- 1765)
- 26. März: Karl Heinrich Ritter von Lang, Historiker und Publizist (
- 1764)
- 8. April: Wilhelm von Humboldt, deutscher Philosoph und Staatsmann (
- 1767)
- 18. April: William Cobbett, englischer Schriftsteller (
- 1763)
- 2. Juni: François-Etienne Kellermann, französischer Kavalleriegeneral (
- 1770)
- 6. Juli: John Marshall, US-amerikanischer Jurist und Politiker (
- 1755)
- 2. August: Ferdinand August von Spiegel, Erzbischof des Erzbistums Köln (
- 1764)
- 11. August: Olof Åhlström, schwedischer Komponist (
- 1756)
- 23. September: Georg Adlersparre, schwedischer General, Politiker und Schriftsteller (
- 1760)
- 23. September: Vincenzo Bellini, italienischer Komponist (
- 1801)
- 20. November: Joseph von Baader, Ingenieur (
- 1763)
- 5. Dezember: August von Platen, deutscher Dichter (
- 1796) ko:1835년 simple:1835 th:พ.ศ. 2378

1860

Ereignisse


- 1. Januar: Friedrich Frey-Herosé wird Bundespräsident der Schweiz
- 17. Mai: Gründung des TSV 1860 München
- 6. November: Abraham Lincoln wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- Der Abdruck einer einzelnen Feder des Archaeopteryx wird entdeckt
- James Clerk Maxwell veröffentlicht seine Geschwindigkeitsverteilungsfunktion (in Philosophical Magazine (4) 19 (1860), 22)
- Bau des ersten jüdischen Viertels außerhalb der Stadtmauern Jerusalems

Kultur


- 7. Februar: Uraufführung der Oper Hrabina (Die Gäfin) von Stanislaw Moniuszko in Warschau
- 18. Februar: Uraufführung der Oper Philémon et Baucis von Charles Gounod in Paris
- 7. Mai: Uraufführung der komischen Oper Rita ou Le mari battu von Gaetano Donizetti an der Opéra-Comique in Paris
- 3. August: Uraufführung der komischen Oper La Colombe von Charles Gounod in Baden-Baden
- 6. Dezember: Uraufführung der Oper Bianca or The Bravo's Bride von Michael William Balfe im Covent Garden in London

Sport


- Erstes deutsches Turnfest in Coburg
- Erste Box-Weltmeisterschaft in England (noch ohne Handschuhe)

Geboren


- 9. Januar: Laura Valborg Aulin, schwedische Pianistin und Komponistin († 1928)
- 17. Januar: Anton Pawlowitsch Tschechow, russischer Schriftsteller und Dramatiker († 1904)
- 17. Januar: Douglas Hyde, irischer Dichter († 1949)
- 6. Februar: Bruno Wille, Prediger, Philosoph, Journalist und Schriftsteller († 1928)
- 29. Februar: Herman Hollerith, US-amerikanischer Unternehmer, Ingenieur und Erfinder († 1929)
- 13. März: Hugo Wolf, österreichischer Komponist († 1903)
- 25. März: Friedrich Naumann, deutscher Politiker und Theologe († 1919)
- 4. April: Marie Villinger, führende Figur der Schweizer Arbeiterinnenbewegung († 1946)
- 6. April: Carl Miller, Kommunalpolitiker in Magdeburg († 1930)
- 13. April: James Ensor, belgischer Maler und Zeichner († 1949)
- 18. April: Andreas Heinrich Voigt, deutscher Mathematiker und Volkwirtschaftler († 1940)
- 20. April: Jelles Troelstra, niederländischer Politiker und Dichter († 1930)
- 2. Mai: Theodor Herzl, österreichischer Schriftsteller, Publizist, und Politiker († 1904)
- 3. Mai: John Scott Haldane, englischer Physiologe († 1936)
- 3. Mai: Vito Volterra, italienischer Mathematiker und Physiker († 1940)
- 13. Mai: Karl August Tavastjerna, finnischer Schriftsteller schwedischer Sprache († 1898)
- 13. Mai: Paul Guenther, Firmengründer († 1932)
- 15. Mai: Ernst Wasserzieher, deutscher Etymologe († 1927)
- 17. Mai: Nataly von Eschstruth, deutsche Schriftstellerin († 1939)
- 20. Mai: Eduard Buchner, deutscher Chemiker († 1917)
- 21. Mai: Willem Einthoven, niederländischer Arzt und Nobelpreisträger († 1927)
- 29. Mai: Isaac Albéniz, spanischer Komponist und Pianist († 1909)
- 31. Mai: Walter Richard Sickert, britischer Maler († 1942)
- 25. Juni: Gustave Charpentier, französischer Komponist († 1956)
- 5. Juli: Albert Döderlein, deutscher Gynäkologe († 1941)
- 7. Juli: Gustav Mahler, österreichischer Dirigent und Komponist († 1911)
- 11. Juli: Friedrich Oltmanns, deutscher Botaniker († 1945)
- 16. Juli: Otto Jespersen, dänischer Sprachwissenschaftler († 1943)
- 17. Juli: Clara Viebig, deutsche Erzählerin († 1952)
- 17. Juli: Otto Lummer, deutscher Physiker († 1925)
- 24. Juli: Alfons Maria Mucha, tschechischer Plakatkünstler († 1939)
- 10. August: Sergei Dmitrijewitsch Sasonow, russischer Diplomat († 1927)
- 12. August: Klara Hitler, die Mutter von Adolf Hitler († 1907)
- 13. August: Annie Oakley, US-amerikanische Scharfschützin und Kunstschützin († 1926)
- 14. August: Ernest Thompson Seton, Autor, Mitbegründer der US-Pfadfinderbewegung († 1946)
- 20. August: Raymond Poincaré, französischer Staatsmann und Politiker († 1934)
- 22. August: Alfred Ploetz, deutscher Arzt und Rassenkundler († 1940)
- 22. August: Gustaf Fröding, schwedische Lyriker († 1911)
- 22. August: Paul Nipkow, deutscher Techniker († 1940)
- 31. August: Karl Emil Scherz, Architekt und Ortschronist († 1945)
- 6. September: Jane Addams, Feministin, Journalistin, Trägerin des Friedensnobelpreises († 1935)
- 7. September: Anna Mary Robertson, US-amerikanische Malerin († 1961)
- 7. September: Grandma Moses, US-amerikanische Malerin († 1961)
- 11. September: Marianne von Werefkin, russisch-schweizerische Malerin († 1938)
- 13. September: John Pershing, US-amerikanischer Soldat und General († 1948)
- 8. Oktober: Felix Woyrsch, deutscher Komponist und Musikdirektor († 1944)
- 2. Oktober: Hans Arnold deutscher Bildhauer († 1913)
- 22. Oktober: Traugott Tamm, deutscher Schriftsteller und Privatgelehrter († 1938)
- 28. Oktober: Hugo Preuß, deutscher Jurist und Vater der Weimarer Verfassung († 1925)
- 28. Oktober: Jigoro Kano, Begründer der Kampfkunst Judo († 1938)
- 23. November: Hjalmar Branting, schwedischer Politiker und Premierminister († 1925)
- 29. November: Hanns Hörbiger, österreichischer Ingenieur († 1931)
- 10. Dezember: Anna Croissant-Rust, deutsche Schriftstellerin († 1943)
- 15. Dezember: Niels Ryberg Finsen, dänischer Arzt und Nobelpreisträger († 1904)
- 26. Dezember: Alexander von Fielitz, deutscher Komponist († 1930)

Gestorben


- 5. Januar: Johannes Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia (
- 1811)
- 9. Januar: Karl Rudolf Brommy, deutscher Admiral (
- 1804)
- 17. Januar: Friedrich Georg Wieck, deutscher technologischer Schriftsteller und Industrieller (
- 1800)
- 17. Januar: János Bolyai, ungarischer Mathematiker (
- 1802)
- 21. Januar: Ludwig Benjamin Henz, deutscher Eisenbahningenieur (
- 1798)
- 26. Januar: Wilhelmine Schröder-Devrient, deutsche Opernsängerin (Sopran) (
- 1804)
- 29. Januar: Ernst Moritz Arndt, deutscher Gelehrter und nationaler Dichter (
- 1769)
- 29. Januar: Stéphanie de Beauharnais, Großherzogin von Baden (
- 1789)
- 1. März: Honoré-Charles Reille, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich (
- 1775)
- 14. März: Carl Ritter von Ghega, Erbauer der Semmeringbahn von Gloggnitz bis Mürzzuschlag (
- 1802)
- 23. März: Francisco Ruiz Tagle, Präsident von Chile (
- vor 1790)
- 16. April: Bartolomeo Borghesi, italienischer Inschriftenforscher (
- 1781)
- 30. April: Franz Christian Naunyn, Jurist und Oberbürgermeister von Berlin (
- 1799)
- 5. Mai: Nikolaus Nack, Kaufmann und Politiker (
- 1786)
- 14. Mai: Ludwig Bechstein, deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar (
- 1801)
- 2. Juni: Leopold von Orlich, deutscher Offizier und Schriftsteller (
- 1804)
- 12. Juni: August Thieme, deutscher Dichter (
- 1780)
- 18. Juni: Friedrich Wilhelm Graf von Bismark, deutscher Generalleutnant und Militärschriftsteller (
- 1783)
- 24. Juni: Jérôme Bonaparte, jüngster Bruder Napoléon Bonapartes (
- 1784)
- 29. Juni: Thomas Addison, englischer Mediziner (
- 1793)
- 1. Juli: Charles Goodyear, US-amerikanischer Chemiker und Ingenieur (
- 1800)
- 9. August: Ignaz Heinrich Freiherr von Wessenberg, Theologe (
- 1774)
- 25. August: Johan Ludvig Heiberg, dänischer Dichter und Kritiker (
- 1791)
- 21. September: Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph (
- 1788)
- 25. September: Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist (
- 1800)
- 24. Oktober: Élie, Herzog von Decazes und Glücksberg, war französischer Staatsmann (
- 1788)
- 31. Oktober: Joseph Kornhäusel, österreichischer Architekt (
- 1782)
- 31. Oktober: Thomas Cochrane, 10. Earl of Dundonald, britischer Politiker und Freiheitskämpfer (
- 1775)
- 25. November: Paul Wilhelm (Herzog von Württemberg), bedeutender Naturforscher und Entdecker (
- 1797)
- 5. Dezember: Friedrich Christoph Dahlmann, deutscher Historiker und Staatsmann (
- 1785)
- 14. Dezember: George Hamilton Gordon, britischer Politiker (
- 1784)
- 17. Dezember: Désirée Clary, Königin von Schweden (
- 1777) ko:1860년

Lied

Der Begriff Lied (v. althochdt.: liod Gesungenes) bezeichnet ein gesungenes Musikstück, das aus mehreren gleich gebauten gereimten Strophen oder einer auskomponierten variierenden Melodie für jede Strophe besteht. Das Lied stellt die ursprünglichste und schlichteste Form der Lyrik dar. Im Lied findet das menschliche Gefühl in seinen Stimmungen und Beziehungen eine reine und intensive Ausdrucksmöglichkeit. Ein Lied kann von einem einzelnen Sänger, einem Solisten, einem Ensemble, einem Chor (a cappella) oder von Musikinstrumenten begleitet vorgetragen werden. Das Lied zeichnet sich durch eine einfache und geschlossene Gliederung aus. Auch Weisen der Ballade oder des Sprechgesangs zählen zur Gattung Lied.

Siehe auch

Liedtext, Liedform, Kunstlied, Volkslied, Schlager, Song, Chanson, Couplet, Musical, Operette, Oratorium (Musik), Oper

Weblinks


- [http://www.musicanet.org/robokopp/Volksong.html Deutschsprachiges Liederverzeichnis] - Sehr umfangreiches Verzeichnis, enthält Choräle, Hymnen, Spirituals, Arbeiter-, Gospel-, Grab-, Jagd-, Kinder-, Kirchen-, Kriegs-, Kunst-, Scherz-, Seemanns-, Trink-, Wander-, Weihnachts- und Volkslieder aus deutschsprachigen Ländern.
- [http://www.activelyrics.com SongTexten]
- [http://www.lyricsquest.com SongTexten Database]
- [http://www.karadar.com Karadar]für Liedtexte, Komponistenbiographien und Opernlibretti in Originalsprache
- [http://www.recmusic.org/lieder/ recmusic.org - umfangreiche internationale Liedtextsammlung] Kategorie:Gattungen und Formen (Musik)
-
Kategorie:Wortexport ja:歌

Volkslied

„Volkslied ist ein Lied, das im Gesang der Unterschicht eines Kulturvolks in längerer gedächtnismäßiger Überlieferung und in ihrem Stil derart eingebürgert ist oder war, dass, wer es singt, vom individuellen Anrecht eines Urhebers an Wort und Weise nichts empfindet.“ (Alfred Götze, Das deutsche Volkslied, 1929) „Volkslied heißt entweder ein Lied, das im Volke entstanden ist (d. h. dessen Dichter und Komponist nicht mehr bekannt sind), oder eins, das in den Volksmund übergegangen ist, oder endlich eins, das ‚volksmäßig‘, d. h. schlicht und leicht fasslich in Melodie und Harmonie komponiert ist.“ (Hugo Riemann, Musiklexikon, 1916) Diese Definitionen zeigen bereits, auf welch dünnem Eis man sich bewegt, will man Volkslied definieren. Im Laufe der Sammlung und der Erforschung von Volksliedern wurden folgende Merkmale von Volksliedern (engl. Traditional) herausgestellt:
- Sie unterliegen oft einem langen Prozess mündlicher Tradierung.
- Daher unterliegen sie starken Änderungen hinsichtlich Form- und Gestalt
- und erfahren kulturell oder regional typische Ausprägungen.
- Es existieren Varianten in Text wie in der Melodie.
- Sie erfahren eine weite Verbreitung im Volk.
- Sie weisen eine ausgeprägte ästhetische Qualität und Schönheit auf.
- Sie müssen gesungen werden: Ein gesprochener Vortrag entspricht nicht ihrem Wesen
- Sie müssen ein gewisses Alter besitzen (Abgrenzung zu Schlager)
- Der Textdichter oder der Komponist sind oft unbekannt. Das Volkslied ist immer Ausdruck einer bestimmten Lebenssituation oder umgekehrt formuliert: Thematisch umfassen Volkslieder praktisch alle Lebensbereiche. Entsprechend finden sich: Liebes-, Trink-, Kinder-, Wiegen-, Arbeits-, Tanz-, Arbeiter-, Soldaten, Studenten-, Seemanns-,(berufs)ständische, an religiösen Festen orientierte, Heimat-, Morgen-, Abend-, Jahreszeiten-, Abschieds- Lieder und viele andere Liedtypen mehr. Jede Region bildet vor allem in der Volksmusik und im Volkslied hinsichtlich Rhythmus und Harmonik einen völlig eigenständigen Stil heraus. Dennoch bleiben Volkslieder in ihrer Wirkung nicht an ihren Entstehungsort gebunden. Sie wandern zuweilen durch die Zeiten von Volk zu Volk. Manchmal sprengen vor allem die Melodien ihren eigenen Rahmen und gehen in andere Musikgattungen über. So wird aus dem alt böhmischen Prozessionslied „Ubi est spes mea?“ (deutsch: Wo ist meine Hoffnung?) zunächst im 16. Jahrhundert der Choral „Mein lieber Herr ich preise dich!“. Gut 200 Jahre später, 1797, formt Joseph Haydn hieraus die Melodie zur österreichischen Kaiserhymne „Gott erhalte Franz, den Kaiser“. Haydn selbst löst diese Melodie wieder vom Text und macht sie zum Zentrum des „Kaiserquartetts“ (op. 76 Nr. 3), eines seiner schönsten Quartette. 1841 dichtet Hoffmann von Fallersleben zu dieser Melodie neue Verse: Das Deutschlandlied ist geboren. Seit 1922 wird es offiziell als deutsche Nationalhymne verwendet. Diese Melodie war zu verschiedenen Textbearbeitungen bis 1920 und von 1929 bis 1949 auch die Nationalhymne Österreichs. Aus dem alten böhmischen Prozessionslied heraus hat sich ebenfalls der weit bekannte deutsche Kanon „O wie wohl ist mir am Abend“ entwickelt. (Darstellung dieses kulturhistorischen Zusammenhangs um das Deutschlandlied nach: Hans Renner: Grundlagen der Musik, 8. Aufl., Stuttgart (Philipp Reclam 1969), p. 84 ff und auch Hans Renner: Geschichte der Musik, p. 345, Stuttgart 1985 (DVA): Haydns "letztes schönstes Lied, die Weise zu >Gott erhalte Franz den Kaiser< ... hat eine weitverzweigte Ahnenreihe ... die sich bis auf ein uraltes böhmisches Prozessionslied zurückführen lässt." Wie aus dieser Geschichte zu ersehen ist, transzendiert sich das Volkslied zuweilen geografisch, zeitlich und auch hinsichtlich seiner Gattung selbst. Die Melodik der Volkslieder hat Komponisten aller Zeiten in ihrem kreativen (Kunstmusik-)Schaffen inspiriert. Da die Entstehung und das Wesen des Volksliedes regional und kulturell sehr verschieden sind, ist eine Trennung in folgende Bereiche angebracht:
- deutsches Volkslied
- alpenländisches Volkslied
- russisches Volkslied
- Traditional (engl. bzw. keltisches Volkslied)
- außereuropäisches Volkslied
- Volkslied im Wiktionary

Volksliedforscher


- Tobias Reiser

Weiterführende Hinweise

# Deutsche Volkslieder sammelt seit 1914 das Deutsche Volksliedarchiv an der Universität Freiburg. ([http://www.dva.uni-freiburg.de/index.htm]) ! Kategorie:Volksmusik Kategorie:Musikgenre Kategorie:Gattungen und Formen (Musik) Kategorie:Lyrische Form

Joseph Maria Lutz

Joseph Maria Lutz (
- 5. Mai 1893 in Pfaffenhofen an der Ilm; † 30. August 1972 in München, begraben auf dem Waldfriedhof in München) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Joseph Maria Lutz wurde als Sohn der Pfaffenhofener Schulrats Joseph Lutz geboren. Wegen einer Kriegsverletzung konnte er seinen erlernten Beruf als Diplom-Landwirt nicht ausüben und begann Romane, Gedichte, Novellen und heitere Kurzgeschichten zu schreiben. Sein bekanntestes Stück Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies basiert auf einer kleinen Erzählung von Franz von Kobell und wurde 1934 in Dresden uraufgeführt. Seitdem wurde es auf mehr als hundert Bühnen gespielt. 1938 übersiedelte Lutz nach München. 1946 verfasste Joseph Maria Lutz den neuen Text der Bayernhymne (Gott mit Dir Du Land der Bayern …). Das Arbeitszimmer des Dichters, seine Bibliothek und Erinnerungsstücke sind in dem nach ihm benannten Joseph-Maria-Lutz-Museum in Pfaffenhofen an der Ilm zu besichtigen. Lutz wurde 1968 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Pfaffenhofen verliehen. Außerdem ist die Grundschule an der bereits sein Vater lehrte, nach ihm benannt.

Werke

Bücher


- Junge Welten (1920)
- Heils-Stätte (1921)
- Der Götzendienst Goethe (1925)
- Lachender Alltag (1930)
- Bayrisch, wie es nicht im Wörterbuch steht (1932)
- Der Kumpf (1933)
- Käuze am Wege (1936)
- Im Hintergrund die Frauentürme (1940)
- Das übernatürliche Weibsbild (1940)
- Der unsterbliche Lenz (1940)
- Lachender Alltag (1942)
- Das himmelblaue Fenster (1948)
- Vater Unser (1948)
- Der Trübsal zum Trutz
- Vertrautes Land, vertraute Leut (1956)
- Die Münchner Volkssänger (1956)
- Liebe kleine Welt (1962)
- Uns leuchtet ein Licht (1967)
- Der grüne Hut (1968)
- Die mein Leben begleiteten: Hundegeschichten (1972)

Bühnenwerke


- Birnbaum und Hollerstaudn
- Der Zwischenfall (1927)
- Die Erlösung Kains (1932)
- Heilige Nacht (1933)
- Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies (1934)
- Der Geisterbräu (1937)
- Der Ochse August
- Ein Heilig Drei König Spiel (1950)

Auszeichnungen


- 1961 Erster Preisträger des Bayerischen Poetentalers der Münchner Turmschreiber (Süddeutsche Literatenvereinigung)

Weblinks


-
- [http://www.museen-in-bayern.de/inhalt/content.php?type=&objID=825 Dichtermuseum Joseph Maria Lutz] Lutz, Joseph Maria Lutz, Joseph Maria Lutz, Joseph Maria Lutz, Joseph Maria Lutz, Joseph Maria

1964

Ereignisse


- 1. Januar: Ludwig von Moos wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Guinea erhält von Spanien die volle innere Autonomie
- 1. Januar: Singhalesisch wird auf Ceylon alleinige Amtssprache
- 13. Januar: In Kairo (Ägypten) findet die Erste Arabische Gipfelkonferenz statt: Könige und Staatschefs von 13 arabischen Nationen treffen zusammen
- 23. März: In Genf wird die UNCTAD eröffnet, die Welthandelskonferenz der Vereinten Nationen. In ihr stellen unter anderem die in der „Gruppe der 77“ organisierten Entwicklungsländer die Forderung nach einer gerechteren Mitwirkung am Welthandel
- 31. März: Militärputsch in Brasilien, der Beginn von 21 Jahren Militärdiktatur. General Humberto Castelo Branco wird Staatspräsident
- 26. Mai: Deutschland. Bundespräsident Heinrich Lübke, Frankreichs Staatschef Charles de Gaulle und Großherzogin Charlotte von Luxemburg weihen die Großschiffahrtsstraße Mosel ein
- 1. Juni: Gründung der PLO durch den Ersten Palästinensischen Nationalrat; Vorsitzender wird der UN-Diplomat Ahmed Shukeiry
- 6. Juni: Mit einstweiliger Verfügung werden alle Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet untersagt
- 12. Juni: Nelson Mandela, Führer des African National Congress, wird zusammen mit sieben Mitangeklagten wegen Subversion und Sabotage zu lebenslänglicher Haft verurteilt
- 12. Juni: Der schwedische Oberst Stig Wennerström wird wegen Spionage für die Sowjetunion zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt
- 12. Juni: Die UdSSR (Nikita Chruschtschow) und die DDR (Walter Ulbricht) unterzeichnen einen Freundschaftsvertrag, den „Vertrag über Freundschaft, gegenseitig Beistand und Zusammenarbeit“
- 2. Juli: In Washington unterzeichnet US-Präsident Lyndon B. Johnson das Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der Rassentrennung. Dieses: nach Beendigung der Sklaverei im Jahr 1863: wichtigste Dokument zur Gleichstellung der Schwarzen, wurde von John F. Kennedy auf den Weg gebracht und erst nach monatelangem Ringen im Senat ratifiziert
- 7. August: Der US-Kongress beschliesst einstimmig die Annahme der Tonkin-Resolution, damit erhält Präsident Johnson die Vollmacht zur amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg
- 5. September: Großbritannien entlässt Malta in die Unabhängigkeit
- 9. September: Die DDR genehmigt Rentnern Verwandtenbesuche in der BRD und in West-Berlin
- 1. Oktober: Afghanistan. Die neue demokratische Verfassung tritt in Kraft
- 14. Oktober: Nikita Chrustschow wird vom Plenum des ZK aus seinen Ämtern entlassen. Als Regierungschef folgt ihm Alexej Kossygin, als Parteichef Leonid Breschnjew
- 15. Oktober: Die Labour Party gewinnt die Wahlen im britischen Unterhaus, Premierminister wird Harold Wilson (siehe unten)
- 16. Oktober: Die Volksrepublik China unternimmt den ersten unterirdischen Atombombenversuch
- 16. Oktober: In Großbritannien wird Harold Wilson neuer Regierungschef
- 26. Oktober: Jordanien schließt als zweites arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel ab
- 2. November: Nachdem der Ministerrat König Saud ibn Abd al-Aziz das Vertrauen entzogen hatte, wird dessen Bruder Faisal ibn Abd al-Aziz („König Faisal“) neuer König von Saudi-Arabien
- 2. November: Eine Passierscheinregelung ermöglicht Rentnern aus der DDR den Besuch von Verwandten in Westdeutschland
- 3. November: Eduardo Frei Montalva wird neuer Staatspräsident von Chile
- 20. November: Eisaku Sato wird neuer Regierungschef in Japan
- 1. Dezember: Die DDR setzt Zwangsumtausch für Besucher aus dem Westen fest
- 12. Dezember: Kenia wird Republik. Erster Staatspräsident wird Jomo Kenyatta. Er ist gleichzeitig Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte
- 28. Dezember: Giuseppe Saragat wird neuer Staatspräsident von Italien

Technik und Wirtschaft


- 7. April: IBM stellt das System /360 vor
- 1. Oktober: Der Shinkansen als 1. Hochgeschwindigkeitszug wird in Japan zwischen Ōsaka und Tokio in Betrieb genommen
- 21. November: In New York wird die Verrazano-Narrows-Brücke, die längste Hängebrücke der Welt, eröffnet
- John George Kemeny und Thomas Eugene Kurtz entwickeln die Programmiersprache BASIC
- Eröffnung der World's Fair in New York

Kultur


- 25. April: Die „Kleine Meerjungfrau“, ein Wahrzeichen von Kopenhagen, ist kopflos. Unbekannte haben der Figur des Bildhauers Edvard Eriksen den Kopf abgesägt
- 24. Juli: Uraufführung der Oper Don Rodrigo von Alberto Ginastera am Teatro Colón in Buenos Aires
- 17. September: Uraufführung der Oper Der Zerrissene von Gottfried von Einem an der Hamburgischen Staatsoper
- 30. November: Uraufführung der komischen Oper Das Ende einer Welt von Hans Werner Henze in Frankfurt am Main
- Sergio Leone dreht Für eine Handvoll Dollar
- Jean-Paul Sartre lehnt den Nobelpreis ab
- Erstmalige Vergabe der Goldenen Leinwand

Katastrophen


- 10. Februar: Der Zerstörer Voyager sinkt etwa 100 Seemeilen südlich von Sydney nach einer Kollision mit dem Flugzeugträger Melbourne (beide Australien). 82 Tote unter der 232 Mann starken Besatzung des Zerstörers
- 29. Februar: Eine Maschine der britischen Fluggesellschaft British Eagle stürzte am Glungezer in der Nähe von Innsbruck ab. Alle 83 Personen, die an Bord der Bristol Britannia waren kamen ums Leben. Das Flugzeug befand sich im Landeanflug nach Innsbruck
- 1. März: Lake Tahoe, Kalifornien, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Paradise Airlines
- 14. April: Im Montageraum, in dem der Orbiting Solar Observatory Satellit auf die Trägerrakete gesetzt wird, zündet durch einen technischen Defekt die dritte Raketenstufe. Es gibt 8 Verletzte und 3 Tote
- 7. Mai: Nähe Oakland, Kalifornien, USA. Eine Turboprop Fairchild F-27 der Pacific Air Lines stürzte ab, nachdem ein Selbstmörder erst die Piloten und dann sich selbst erschoss. Alle 44 Insassen auf dem Flugfeld nach einem abgebrochenen Start. 49 Menschen starben
- 7. Mai: Bei einer Vorführung von Postraketen von Gerhard Zucker auf dem Hasselkopf südlich von Braunlage kommt es zu einer Explosion, bei der drei Menschen getötet werden
- 11. Juni: Deutschland. Ein Amokläufer tötet 8 Kinder und zwei Lehrerinnen, danach sich selbst, in einer Grundschule in Volkhoven bei Köln

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert gegen Algerien mit 0:2
- 29. Januar bis 9. Februar: IX. Olympische Winterspiele in Innsbruck, Österreich
- 2. Mai Erstbesteigung des Shisha Pangma, des dreizehnthöchsten Berges der Erde durch eine chinesische Großexpedition
- 10. bis 24. Oktober: XVIII. Olympische Sommerspiele in Tokio, Japan
- Der aus Augsburg zum AC Bologna gewechselte Fußballstar Helmut Haller wird in Italien als erster Ausländer zum „Fußballer des Jahres“ gewählt

Geboren


- 1. Januar: Ron Sexsmith, kanadischer Songpoet
- 2. Januar: Christian Welp, deutscher Basketballspieler
- 3. Januar: Bruce LaBruce, kanadischer Autor, Filmemacher und Fotograf
- 3. Januar: Leonard, Schweizer Schlagersänger und Moderator
- 3. Januar: Cheryl Miller, US-amerikanische Basketballspielerin
- 4. Januar: Alexander Fadejew, russischer Eiskunstläufer
- 6. Januar: Henry Maske, deutscher Boxsportler
- 7. Januar: Nicolas Cage, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Januar: Frauke Ludowig, Dt. Fernsehmoderatorin
- 12. Januar: Jeff Bezos, Gründer und Präsident des US-amerikanischen Unternehmens Amazon
- 13. Januar: Gloria Siebert, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 13. Januar: Penelope Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. Januar: Uwe Wegmann, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 17. Januar: Andy Rourke, Musiker und Bassist der britischen Band The Smiths
- 17. Januar: Raoul Schrott, österreichischer Schriftsteller
- 18. Januar: Jane Horrocks, englische Schauspielerin und Komödiantin
- 19. Januar: Andreas Dorau, deutscher Musiker
- 21. Januar: Marianne Tritz, deutsche Politikerin
- 22. Januar: Carsten Kadach, deutscher Fußballschiedsrichter
- 23. Januar: Bharrat Jagdeo, Staatspräsidend von Guyana
- 24. Januar: Carole Merle, französische Skirennläuferin
- 26. Januar: Torkil Nielsen, Spieler in der färöischen Fußballnationalmannschaft und Schachspieler
- 3. Februar: Michael Rummenigge, deutscher Fußballspieler
- 3. Februar: Laird Hamilton, US-amerikanischer Sportler
- 5. Februar: Bernhard van Treeck, deutscher Buchautor
- 5. Februar: Duff McKagan, Musiker, Bassist der Rockband Guns N' Roses
- 5. Februar: Piotr Trzaskalski, polnischer Filmregisseur
- 5. Februar: Laura Linney, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Februar: Michael Breitkopf, Gitarrist der Band Die Toten Hosen
- 9. Februar: Johannes Lichdi, deutscher Politiker und Rechtsanwalt
- 10. Februar: Sam Graddy, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 14. Februar: Gianni Bugno, italienischer Radrennfahrer
- 14. Februar: Sigrid Wolf, österreichische Skirennläuferin
- 16. Februar: José Roberto Bebeto, brasilianischer Fußballspieler
- 16. Februar: Walentina Michailowna Jegorowa, russische Leichtathletin und Olympiasigerin
- 18. Februar: Matt Dillon, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Februar: Mark Kelly, US-amerikanischer Astronaut
- 22. Februar: William Tanui, kenianischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 23. Februar: John Norum, Gitarrist
- 23. Februar: James Clark, Informatiker, aktiv in der XML/SGML-Entwicklung
- 26. Februar: Mark Dacascos, US-amerikanischer Sportler und Schauspieler
- 27. Februar: Christian Lange, deutscher Politiker
- 27. Februar: Thomas Lange, zweifacher Olympiasieger im Rudern
- 28. Februar: Dschamolidin Abduschaparov, usbekischer Radrennfahrer
- 4. März: Emilia Gertrude Eberle, donauschwäbische Kunstturnerin
- 5. März: Bertrand Cantat, Sänger der Rock-Gruppe Noir Désir
- 6. März: Skip Ewing, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 9. März: Juliette Binoche, französische Schauspielerin
- 9. März: Paul Caligiuri, Fußballer
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