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| Beate Klarsfeld |
Beate KlarsfeldBeate Klarsfeld ( - 13. Februar 1939 in Berlin), geboren als Beate Auguste Künzel, lebt als Journalistin in Frankreich.
Beate Klarsfeld hat zusammen mit ihrem Mann Serge Klarsfeld mit detaillierten Dokumentationen zahlreiche nationalsozialistische Verbrechen aufgedeckt und auf unbehelligt lebende Naziverbrecher hingewiesen (z. B. Kurt Lischka, Alois Brunner, Klaus Barbie, Ernst Ehlers, Kurt Asche).
1960 ging sie für ein Jahr als Aupairmädchen nach Paris. Dort wurde sie mit den Schrecken des Holocaust konfrontiert. Nach wechselnden Anstellungen wurde sie Sekretärin beim Deutsch-Französischen Jugendwerk. 1963 heiratete sie Serge Klarsfeld, dessen Vater in Auschwitz Opfer der Judenverfolgung wurde.
Am 7. November 1968 schlug sie dem damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger während des CDU-Parteitags in Berlin ins Gesicht, um so auf dessen Tun im Nationalsozialismus hinzuweisen. Dabei rief sie: „Kiesinger, nazi, démissionne!“ (Kiesinger, Nazi, tritt zurück!). Sie wurde daraufhin in einem Schnellverfahren zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Allerdings wurde 1969 die Haftstrafe auf vier Monate reduziert und zur Bewährung ausgesetzt.
1974 wurde ihr in Israel die Tapferkeitsmedaille der Ghettokämpfer verliehen.
Zum Zeitpunkt des Lischka-Prozesses in Köln 1979 gaben die beiden ein Gedenkbuch heraus, in dem die Namen aller über 80.000 französischen Opfer der Judenverfolgung durch die Nazis verzeichnet sind. Sie bemühten sich erfolgreich um Fotos der über 11.400 französischen, jüdischen Kinder, um den Opfern ein Gesicht zu geben. In den französischen Bahnhöfen der Deportation wurde ihre Ausstellung gezeigt. Die Deutsche Bahn lehnte die Ausstellung in ihren Bahnhöfen "aus Sicherheitsgründen" ab.
1986 betrieb sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und anderen eine Kampagne, die die Rolle Kurt Waldheims im Dritten Reich aufdeckte und zu seiner internationalen Isolierung während seiner österreichischen Bundespräsidentschaft führte.
Der französische Präsident Jacques Chirac ehrte Beate und Serge Klarsfeld mit der Mitgliedschaft in der Ehrenlegion.
Werke
- Wherever they may be, 1972 (Autobiographie)
Weblinks
-
- [http://www.netzeitung.de/voiceofgermany/355890.html Gespräch mit Beate Klarsfeld, Netzeitung (2.9.2005)]
- [http://www.neveklarsfeld.org/index.shtml Webseite der Beate-Klarsfeld-Stiftung]
Klarsfeld, Beate
Klarsfeld, Beate
Klarsfeld, Beate
Klarsfeld, Beate
13. Februar
Der 13. Februar ist der 44. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 321 Tage (In Schaltjahren 322 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahr
- 1542 - Heinrich VIII. von England lässt seine 5. Frau hinrichten.
- 1575 - Heinrich III. von Frankreich wird in der Kathedrale von Reims als König gekrönt und heiratet zwei Tage später Louise de Lorraine-Vaudémont.
- 1630 - Mit der Boston Latin School wird die erste öffentliche Schule der USA gegründet.
- 1689 - Nach der Anerkennung der Declaration of Rights werden Wilhelm III. und seine Frau Maria II. vom englischen Parlament gemeinsam als Regenten anerkannt.
- 1945 - Erster Tag des Alliierten Luftangriffes auf Dresden
- 1953 - 45 frühere Mitglieder der SS werden in Bordeaux von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt.
- 1960 - Erster Atomtest Frankreichs in der Sahara
- 1974 - Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird aus der Sowjetunion ausgewiesen und nach Frankfurt am Main ausgeflogen.
- 1975 - Anker Jørgensen wird Ministerpräsident Dänemarks.
- 1976 - Versuchter Umsturz, Ermordung des Staatschefs in Nigeria
- 1985 - DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker und Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt weihen die wiedererrichtete Semper-Oper in Dresden ein.
- 1989 - Michael Manley wird zum 2. Mal Premierminister Jamaikas.
- 1993 - Gründung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, die damals noch das Kürzel "MUT" trägt
- 1997 - Vorgezogene Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Kinza Clodumar.
- 1999 - Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping besucht das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz in Polen.
- 2002 - Deutschland übernimmt eine führende Rolle beim Aufbau der Polizei in Afghanistan
- 2003 - Im Rahmen der Nigeria-Connection erschießt ein betrogener tschechischer Staatsbürger den nigerianischen Botschafter in Prag
- 2004 - Präsident Blaise Compaoré von Burkina Faso trifft auf Einladung von Bundespräsident Johannes Rau in Deutschland ein,
- 2005 - Zum 60. Jahrestag der Bombenangriffe wehren sich mehrere Zehntausend Dresdner mit friedlichem Gedenken gegen den Missbrauch des Tages durch marschierende Neonazis.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1657 - Uraufführung des musikalischen Dramas "Oronte" von Johann Caspar Kerll in München.
- 1876 - Uraufführung der Oper "Angelo" von César Cui in Moskau.
- 1895 - Die Gebrüder Lumière lassen in Paris den Kinematographen patentieren.
- 1905 - Uraufführung der Oper "King Arthur" von Isaac Albéniz in Brüssel.
- 1938 - Uraufführung der Operette "Les Petites Cardinal" von Arthur Honegger und Jacques Ibert am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1997 - Eröffnung der Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Religion
- 1130 - Innozenz II. wird von Volk und Klerus zum Papst gewählt.
- 1633 - Galileo Galilei kommt in Rom an, wo er sich der Inquisition zu stellen hat.
Katastrophen
- 1918 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Kwangtung in der Provinz Guangdong, Republik China, fordert etwa 10.000 Todesopfer.
- 2001 - Durch ein Erdbeben der Stärke 6,6 in El Salvador sind 315 Tote zu beklagen.
Sport
- 1948 die Vereine Kölner BC und Köln-Sülz 07 fusionieren zum 1. FC Köln
- 1999 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Zoran Vujecic in Stuttgart durch K.O.
- 1999 - Emma George, Australien, springt im Stabhochsprung der Damen 4,60 Meter und stellt damit einen neuen Weltrekord auf
Geboren
- 1440 - Hartmann Schedel, deutscher Chronist und Kartograf
- 1457 - Maria von Burgund, Herzogin von Burgund
- 1518 - Anton Brus von Müglitz, Bischof von Wien und Erzbischof von Prag
- 1561 - Basilius Besler, deutscher Arzt, Botaniker und Verleger
- 1586 - Paris Graf von Lodron, Erzbischof von Salzburg
- 1599 - Alexander VII., Papst 1655 bis 1667
- 1610 - Jean de Labadie, französischer Mystiker und Separatist
- 1643 - Jacobus Sackmann, deutscher evangelischer Theologe
- 1682 - Giovanni Piazzetta, italienischer Maler
- 1683 - Joseph Schmuzer, deutscher Baumeister und Stukkateur
- 1734 - Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec, französischer Seefahrer und Entdecker
- 1743 - Joseph Banks, englischer Naturforscher
- 1744 - David Allen, britischer Maler und Zeichner
- 1754 - Charles Maurice de Talleyrand, französischer Staatsmann
- 1766 - Thomas Robert Malthus, britischer Ökonom
- 1769 - Iwan Andrejewitsch Krylow, russischer Fabeldichter
- 1778 - Fernando Sor, spanischer Gitarrist und Komponist
- 1787 - Johann Caspar von Orelli, schweizerischer klassischer Philologe
- 1793 - Philipp Veit, deutscher Maler
- 1805 - Peter Gustav Lejeune Dirichlet, deutscher Mathematiker
- 1811 - François-Achille Bazaine, französischer Marschall
- 1820 - Béla Kéler, ungarischer Komponist
- 1829 - Wilhelm Knaack, österreichischer Schauspieler
- 1849 - Friedrich Wilhelm Voigt, deutsch-luxemburgischer Schuhmacher und Hochstapler
- 1853 - Pierre de Ségur, französischer Schriftsteller
- 1857 - Friedrich Adler, tschechischer Politiker
- 1863 - Hugo Becker, deutscher Cellist, Cellolehrer und Komponist
- 1870 - Leopold Godowski, polnischer Pianist und Komponist
- 1873 - Fjodor Iwanowitsch Schaljapin, russischer Opernsänger
- 1881 - Eleanor Farjeon, britische Kinderbuchautorin, Lyrikerin und Dramatikerin
- 1888 - Georgios Papandreou, griechischer Politiker und Regierungschef
- 1889 - Ida Orloff, österreichische Schauspielerin
- 1892 - Robert H. Jackson, US-amerikanischer Hauptanklagevertreter bei den Nürnberger Prozessen
- 1895 - Ernst Geitlinger, deutscher Maler
- 1901 - Paul Felix Lazarsfeld, US-amerikanischer Soziologe österreichischer Abstammung
- 1903 - Georges Simenon, belgischer Krimi-Schriftsteller
- 1903 - Georgi Michailowitsch Berijew, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1908 - Kurt Seibt, SED-Politiker, Minister für Anleitung und Kontrolle der Bezirks- und Kreisräte der DDR
- 1910 - Elsa Barraine, französische Komponistin
- 1910 - William Bradford Shockley, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.
- 1912 - Antonia Pozzi, italienische Dichterin
- 1915 - Aung San, birmanischer Nationalheld
- 1915 - Harriet Bland, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1915 - Ludwig Ratzel, deutscher Politiker
- 1919 - Tennessee Ernie Ford, US-amerikanischer Country- und Gospel-Sänger
- 1920 - Boudleaux Bryant, US-amerikanischer Songschreiber
- 1921 - Jeanne Demessieux, französische Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin
- 1923 - Chuck Yeager, General der US-Airforce und Testpilot
- 1925 - Carlos Paredes, portugiesischer Komponist
- 1925 - Gene Ames, US-amerikanischer Sänger
- 1930 - Dotty McCuire, US-amerikanische Sängerin
- 1930 - Ernst Fuchs, österreichischer Maler und Grafiker
- 1930 - Karl Deres, deutscher Politiker und MdB
- 1933 - Constantin Costa-Gavras, griechischer Filmregisseur
- 1933 - Kim Novak, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1933 - Paul Biya, Präsident von Kamerun
- 1937 - Sigmund Jähn, deutscher Kosmonaut, als erster Deutscher im All
- 1938 - Carmela Corren, israelische Schlagersängerin
- 1938 - Oliver Reed, britischer Schauspieler
- 1939 - Beate Klarsfeld, deutsch-französische Journalistin
- 1939 - Waleri Iljitsch Roschdestwenski, russischer Kosmonaut
- 1940 - Werner Pirchner, österreichischer Komponist
- 1940 - Winfried Heurich, deutscher Organist, Chorleiter und Komponist
- 1941 - Sigmar Polke, deutscher bildender Künstler
- 1942 - Otto Bernhardt, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Volker Bigl, deutscher Mediziner
- 1943 - Friedrich Christian Delius, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Gerhard Langemeyer, deutscher Politiker
- 1944 - Peter Tork, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - King Floyd, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Roy Dyke, britischer Musiker
- 1946 - Artur Jorge, portugiesischer Fußballtrainer und bis 1977 Fußballprofi
- 1946 - Liza Minnelli, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1947 - Jerzy Montag, deutscher Rechtsanwalt und Politiker
- 1947 - Mike Krzyzewski, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1947 - Urs Faes deutsch-schweizerischer Schriftsteller
- 1949 - Jo Baier, deutscher Regisseur
- 1949 - Peter Kern, österreichischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Autor
- 1950 - Peter Gabriel, britischer Musiker und Mitbegründer von Genesis
- 1951 - Rod Dees, britischer Musiker
- 1952 - Edward John Gagliardi, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Hans-Joachim Fuchtel, deutscher Politiker und MdB
- 1952 - Irene Dische, deutsch-amerikanische Schriftsteller
- 1952 - Freddy Maertens, belgischer Radrennfahrer
- 1954 - Hannes Steinert, deutscher Maler
- 1960 - Artur Jussupow, deutscher Schachspieler russischer Herkunft
- 1960 - Pierluigi Collina, italienischer Finanzberater und Fußballschiedsrichter
- 1961 - Henry Rollins, amerikanischer Rockmusiker, Autor und Schauspieler
- 1962 - Christiane Weber, Fechtsportlerin und zweimalige Olympiasiegerin
- 1969 - Holger Müller, deutscher Comedian und Schauspieler
- 1971 - Mats Sundin, schwedischer Eishockeyspieler
- 1974 - Robbie Williams, britischer Musiker und Entertainer
- 1975 - Sabine Bätzing, deutsche Politikerin und MdB
- 1980 - Sebastian Kehl, deutscher Fußballspieler
Gestorben
Sebastian Kehl
Sebastian Kehl
- 921 - Vratislav I., Herzog von Böhmen und der Vater des Heiligen Wenzel
- 1130 - Honorius II., Papst
- 1539 - Isabella d'Este, der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance
- 1571 - Benvenuto Cellini, italienischer Bildhauer und Goldschmied
- 1592 - Jacopo Bassano, italienischer Maler
- 1653 - Georg Rodolf Weckherlin, deutscher Lyriker
- 1660 - Karl X. Gustav, König von Schweden von 1654 bis 1660
- 1662 - Elisabeth Stuart, Enkelin von Maria Stuart und Titularkönigin von Böhmen
- 1674 - Jean de Labadie, Mystiker und Separatist
- 1687 - Charles III. de Poix-Créquy, französischer General und Diplomat
- 1741 - Johann Joseph Fux, österreichischer Komponist
- 1769 - Johann Hildebrand Withof, Professor für Beredsamkeit und Geschichte
- 1788 - Germain-Jean Drouais, französischer Maler
- 1798 - Wilhelm Heinrich Wackenroder, deutscher Jurist und Schriftsteller
- 1818 - George Rogers Clark, US-amerikanischer Pionier
- 1840 - Nicolas-Joseph Maison, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich.
- 1855 - Karl Ludwig Tischendorf, deutscher Grafiker
- 1858 - Hermann Heinrich Gossen, preußischer Nationalökonom
- 1883 - Richard Wagner, deutscher Komponist
- 1896 - Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur
- 1897 - Friedrich Mitterwurzer, österreichischer Schauspieler
- 1914 - Alphonse Bertillon , französischer Kriminalist und Anthropologe
- 1916 - Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler
- 1916 - Carlos Antonio Mendoza, dritter Staatspräsident von Panama
- 1920 - Otto Gross, österreichischer Arzt und Revolutionär
- 1926 - Edmund Dalbor, Erzbischof von Gnesen und Posen und Kardinal
- 1926 - Francis Ysidro Edgeworth, englischer Ökonom
- 1929 - Heinrich Busch, deutscher Pianist und Komponist
- 1930 - Anton Faistauer, österreichischer Maler
- 1935 - Herbert Allen Gines, britischer Sinologe
- 1939 - Caius Welcker, niederländischer Fußballspieler
- 1941 - Marcet Haldeman, US-amerikanische Autorin
- 1952 - Alfred Einstein, deutscher Musikwissenschaftler und Musikkritiker
- 1954 - Heinrich Zerkaulen, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Jan Lukasiewicz, polnischer Philosoph, Mathematiker und Logiker
- 1957 - Gustav Mie, deutscher Physiker
- 1958 - Georges Rouault, französische Maler und Grafiker
- 1959 - Johannes Degener, deutscher Politiker
- 1964 - Hans Zöberlein, deutscher Schriftsteller
- 1964 - Werner Heyde, Professor für Psychiatrie und Neurologie
- 1966 - Marguerite Long, französische Komponistin
- 1970 - Hans-Jürgen Krahl, Studentenaktivist der 68er-Bewegung
- 1971 - Emil Fuchs, deutscher Theologe
- 1973 - Hans Globke, deutscher Jurist in Staatsdiensten
- 1974 - Adolf Arndt, deutscher Politiker
- 1974 - Leslie Munro, neuseeländischer Politiker, Botschafter von Neuseeland in den USA
- 1977 - Otto Niebergall, deutscher Politiker
- 1979 - Franz Jacobi, Hüttenbeamter in der Dortmunder Stahlindustrie
- 1980 - Marian Rejewski, polnischer Mathematiker
- 1982 - Archangelus Löslein, Kapuzinerpater
- 1990 - Heinz Haber, deutscher Physiker, Astronom und Fernsehautor
- 1991 - Arno Breker, deutscher Bildhauer
- 1996 - Martin Balsam, US-amerikanischer Schauspieler
- 1997 - Thies Christophersen, Revisionist und Holocaustleugner
- 1998 - Ivan Nový tschechischer Schriftsteller und Publizist
- 2000 - Charles M. Schulz, Erfinder der Comicserie 'Die Peanuts'
- 2000 - Rüdiger Altmann, deutscher Publizist
- 2001 - Manuela, deutsche Schlagersängerin
- 2002 - Waylon Jennings, US-amerikanischer Country-Musiker
- 2003 - Walt Whitman Rostow, US-amerikanischer Politiker und Volkswirtschaftler
- 2005 - Lucia dos Santos, portugiesische Nonne, eines der drei Fátima-Kinder
- 2005 - Maurice Trintignant, französischer Autorennfahrer
- 2005 - Sixten Ehrling, schwedischer Dirigent
Feier- und Gedenktage
- Gisela (Gisela von Veltheim), Irmhild (Ermenhild von Kent) - katholische Gedenktage
Siehe auch
- 12. Februar - 14. Februar
- 13. Januar - 13. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0213
ja:2月13日
ko:2월 13일
simple:February 13
th:13 กุมภาพันธ์
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
Preußen
Preußen]
1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.
Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt.
Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete.
Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten.
Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin.
1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.
Bevölkerung
Parlament
Parlament
In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer.
Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft
Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer.
811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden.
Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005.
Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
2005]
Hauptartikel: Politik in Berlin
Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.
Das Land Berlin
Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition.
Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.
1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins
Die Verwaltung
Hoheitszeichen Berlins
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne.
Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.
Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden.
Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin
Theater
Sehenswürdigkeiten in Berlin]
Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt.
Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.
Museen
Berliner Sängerbund ]
Hauptartikel: Museen in Berlin
Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus.
Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.
Bauwerke
Checkpoint Charlie]
Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften.
1990
In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor.
Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.
Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.
Tiergarten
In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten.
Bundespräsident]
Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt.
Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee.
Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern.
1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt.
In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.
Parkanlagen
Alexander von Humboldt ]]
Alexander von Humboldt]
Alexander von Humboldt]
Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht.
Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus.
Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte.
Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt.
Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.
Freizeit und Erholung
englischen Garten]
Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet.
In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet.
Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst.
Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.
Sport
Müggelturm]
In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten.
Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
Wirtschaft
Leichtathletik-Weltmeisterschaften]
Hauptartikel: Wirtschaft Berlins
Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001).
In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001).
Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.
Medien
Bruttowertschöpfung
Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft
Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung.
In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier.
Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty.
In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.
Infrastruktur
Öffentlicher Verkehr
Springer-Verlag
Springer-Verlag]
Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG.
Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof.
Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt.
Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien.
Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe
Autobahnen
Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring).
Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird.
Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin.
Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.
Flughäfen
Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand.
Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.
Energieversorgung
Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn
Journalist
Journalist // war ursprünglich, im 17. und 18. Jahrhundert, der Herausgeber, wenn nicht alleinige Autor eines Journals – im Falle des literarischen Journals mit der Rezension neuester wissenschaftlicher Publikationen (Literatur) befasst, im Falle des historischen oder politischen Journals der Kommentator von Zeitungsnachrichten, die zu diesem Zeitpunkt in der Regel ohne Kommentar und anonym in den Zeitungen abgedruckt wurden. Die damit einhergehende Arbeitsteilung – der Journalist konnte sich jederzeit darauf zurückziehen, er kommentiere die Nachrichten lediglich, sei für sie selbst jedoch nicht verantwortlich – trug vornehmlich dem instabilen Schutz der Meinungsäußerung Rechnung.
Mit der Einführung eines stabileren Presserechts im 19. und 20. Jahrhundert löste sich der Journalismus vom Journal. Die Analyse und der Kommentar zogen in die Zeitungen ein, die damit Plattformen öffentlicher Debatten wurden; in der Ausdifferenzierung in Berichterstattung und Kommentar lebt innerhalb der Zeitung die alte Arbeitsteilung fort. Der Journalist selbst wurde beruflich flexibel, er ist nicht länger auf das Journal beschränkt. Seine Arbeit besteht seit diesen Umschichtungen primär in der Recherche, der Aufarbeitung und dem Angebot von Information in den tagesaktuellen Medien des Drucksektors, des Radios, des Fernsehens und zunehmend des Internets.
Berufsbild
Vierte Gewalt
Aus den Erfahrungen mit dem Dritten Reich haben die Väter des Grundgesetzes den Medien, insbesondere den Journalisten, Freiheiten eingeräumt. Deutlich wird dies in der im Artikel 5 des Grundgesetzes verankerten Pressefreiheit. Die Journalisten können sich neben Priestern als einzige auf das Zeugnisverweigerungsrecht berufen, d. h. sie können vor Gericht die Aussage verweigern, wer ihnen die Informationen zu einer bestimmten Story gegeben hat.
Denn gerade dadurch, dass ein Informant so sicher sein kann, nicht genannt zu werden, kann durch Aufdeckung von beispielsweise Bestechungen eine „Kontrollfunktion“ gegenüber dem Staat ausgeübt werden. Aus diesem Grunde werden Journalisten und Medien oft als Vierte Gewalt im Staate bezeichnet.
Zudem informieren Journalisten die Öffentlichkeit über Sachverhalte oder Vorgänge, die von allgemeiner, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung sind. Damit tragen sie zum Prozess der politischen Meinungs- und Willensbildung bei und erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.
In den vergangenen Jahren ist der Beruf aber durch Machtmissbrauch und Sensationsgier zunehmend in die Kritik geraten. Journalisten gelten daher mittlerweile neben Berufspolitikern als der unbeliebteste Berufsstand.
Ausbildung
Da der Begriff „Journalist“ rechtlich nicht geschützt ist, wie Arzt, Architekt oder Bäcker, kann sich jeder Journalist nennen. Eine vorgeschriebene Berufsausbildung oder Lehre für Journalisten gibt es nicht.
Üblich für die professionelle Ausübung ist eine zweijährige Ausbildung in einer oder mehreren Redaktionen als Volontariat, dem üblicherweise eine gewisse Zeit der freien journalistischen Tätigkeit vorausgehen sollte. Weitere Möglichkeiten sind der Besuch einer Journalistenschule oder ein Journalistik-Studium. Jedoch ist das Berufsfeld offen für Quereinsteiger (insbesondere mit Spezialwissen).
Voraussetzung für Beruf des Journalisten ist in erster Linie die handwerkliche Beherrschung seines Mediums, sei es Sprache, Foto oder Film. Darüber hinaus werden von einem Journalisten soziales und gesellschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein, logisches und analytisches Denken, Kreativität sowie Kontaktfähigkeit verlangt. Abgesehen vom Lokal-Journalisten, der ein Allrounder sein sollte, sind in den Mantel-Redaktionen bei den Print-Medien und Redaktionen von Hörfunk und Fernsehen zunehmend Fachleute gefragt.
Eine alte, aber treffende Journalisten-„Weisheit“ sagt: Man muss nicht alles wissen, nur wissen, wer als Fachmann etwas zu einem Thema sagen kann.
Tätigkeitsgebiete
Journalisten arbeiten in Printmedien wie Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter, aber auch im Hörfunk und Fernsehen sowie Nachrichtenagenturen oder Pressebüros.
Mit dem Internetzeitalter kamen als jüngstes Tätigkeitsfeld Online-Redaktionen hinzu. Ferner sind Journalisten als Pressesprecher oder Pressereferenten in den Pressestellen (auch PR- oder Marketingabteilungen) von Wirtschaftsunternehmen, Behörden oder Organisationen tätig.
Im Bereich der Tageszeitungen arbeiten ein großer Teil als Lokaljournalist. Bei überregionalen Tageszeitungen, bei Zeitschriften und in den Bereichen Rundfunk und Fernsehen findet i. d. R. eine Spezialisierung auf bestimmte Ressorts statt, z. B. Nachrichten, Sport, Wirtschaft, Kultur, Musik, Wissenschaft.
Wer bei Presse, Hörfunk oder Nachrichtenagenturen Nachrichten bearbeitet, also redigiert, gilt als Redakteur. Dabei werden Bild- und Text-Redakteur unterschieden.
Im Gegensatz dazu arbeitet der Reporter vor Ort, etwa bei einem großen Unglück oder einer Naturkatastrophe, recherchiert also die Fakten einer Geschichte.
Ein Korrespondent ist für seine Heimatredaktion (Zeitung, Hörfunk, Fernsehen, Nachrichtenagentur) in der Bundes- oder Landeshauptstadt oder im Ausland tätig.
Neben den angestellten Journalisten gibt es auch freiberufliche Journalisten. Diese arbeiten auf Honorar-Basis oder handeln Pauschalverträge aus. Viele Moderatoren im Fernsehen sind freie Journalisten.
Darstellungsformen
In seiner Arbeit benutzt der Journalist unterschiedliche Darstellungsformen. Neben der reinen Vermittlung von Fakten (Nachricht, Bericht, Fotografie, Film und Interview) fließen in den anderen Darstellungsformen auch persönliche Wertungen ein: Reportage und Feature. Eine ausschließlich persönliche Wertung eines Sachverhaltes findet sich im Kommentar und in der Glosse.
Tätigkeitsfelder
Korrespondent – Reporter – Bildredakteur – Kolumnist – Feuilletonist – Lokaljournalist – Leitartikler – Fotojournalist – Videojournalist – Moderator
Literatur
- Walther von LaRoche: Einführung in den praktischen Journalismus, 13. Aufl. München, Leipzig 1992
- Claudia Mast (Hrsg.): ABC des Journalismus. Ein Leitfaden für die Redaktionsarbeit, 7. Aufl. Konstanz 1994
- Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz, Jürgen Wilke (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation, Frankfurt a. M. 1994
- Wolf Schneider: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil (Buchtipp zum Thema sprachliche Ausdrucksfähigkeit und -sicherheit)
- Deutscher Fachjournalisten-Verband (Hrsg.): Fachjournalismus. Expertenwissen professionell vermitteln, Konstanz 2004
Siehe auch
- Portal:Wissen, Information, Kommunikation und Medien
- Liste bekannter Journalisten
- Embedded Journalist
- Journalistenschule
- Journalismus
- Investigativer Journalismus
- Wissenschaftsjournalismus
- Journalistische Darstellungsformen
- Pressefreiheit
- Musikjournalismus
Weblinks
- [http://www.djv.de Deutscher Journalisten-Verband (DJV)]
- [http://www.mediafon.net Mediafon – Dienstleistungsgewerkschaft ver.di]
- [http://www.jonet.org jonet – Diskussionsforum für Journalisten]
- [http://www.jungejournalisten.de Netzwerk von Nachwuchsjournalisten]
- [http://www.medien-frauen.de.vu Berühmte Journalistinnen]
- [http://www.dfjv.de Deutscher Fachjournalistenverband]
Kategorie:Freie Berufe
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Kategorie:Medien
ja:ジャーナリスト
Serge KlarsfeldSerge Klarsfeld ( - 17. September 1935 in Bukarest) ist ein französischer Rechtsanwalt und Historiker.
Serge Klarsfeld wurde am 17. September 1935 als Sohn jüdischer Eltern (Raissa und Arno Klarsfeld) in Bukarest (Rumänien) geboren. Die kosmopolitischen Eltern hatten sich 1929 in Paris kennen gelernt. Nach dem deutschen Einmarsch flohen sie in die unbesetzte Zone. In Nizza wurde Serge Klarsfeld als Kind fast Opfer einer der großen Razzien des Kommandos von Alois Brunner (30. Sept. 1943). Die Familie hatte sich hinter der doppelten Wand eines Wandschrankes versteckt, doch der Vater, der in der Wohnung geblieben war (damit die Gestapo keinen Verdacht schöpfte) wurde festgenommen, deportiert und in Auschwitz ermordet.
Nach dem Krieg studierte Klarsfeld Geschichte an der Sorbonne und Politik am Institut d'études politiques (IEP). Klarsfeld hat promoviert (franz. Docteur ès lettres) und war Rechtsanwalt in Paris.
Seine Frau, Beate Klarsfeld wurde durch ihre Ohrfeige gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger berühmt, dem sie seine Nazivergangenheit vorwarf ("Nazi, démissione!" zu deutsch: "Nazi, tritt zurück!").
Klarsfeld ist einer der profiliertesten Nazijäger und es ist mitunter ihm und seiner Frau zu verdanken, dass NS-Verbrecher und Kollaborateure wie Klaus Barbie, René Bousquet, Jean Leguay, Maurice Papon, Paul Touvier, Kurt Lischka, Ernst Heinrichsohn und Herbert M. Hagen vor Gericht gestellt oder zumindest, wie etwa Ernst Achenbach, demaskiert wurden. Es gelang Klarsfeld auch Alois Brunner ausfindig zu machen, doch Syrien, wo Brunner für den Geheimdienst gearbeitet haben soll, verweigerte die Auslieferung.
Klarsfeld ist Autor eines Standardwerkes zur Judenverfolgung in Frankreich, "Vichy - Auschwitz" (auch auf Deutsch unter dem gleichen Titel erschienen). Sein Sohn, Arno Klarsfeld jr. ist ein bekannter Rechtsanwalt.
Literatur
- Beate und Serge Klarsfeld (Hrsg.), Le Mémorial de la déportation des Juifs de France, Paris, Fayard 1978.
- Serge Klarsfeld, Le calendrier de la persécution des Juifs en France (juillet 1940 – août 1942 [Bd. 1] ; septembre 1942 – août 1944 [Bd. 2]). (La Shoah en France, Band 2 und 3), Paris, Fayard, 2001.
- Klarsfeld, Serge: Vichy - Auschwitz. La « solution finale » de la question juive en France (La Shoah en France, Band 1), Paris, Fayard, 2001 (die alte Fassung ist auf deutsch unter dem Titel "Vichy-Auschwitz" 1989 bei Greno erschienen).
Weblinks
- [http://www.arte-tv.com/de/geschichte-gesellschaft/geschichte-am-mittwoch/Diese_20Woche/717634,CmC=717628.html Exklusivinterview für arte: ""Das Vieh schickt man auf den Schlachthof, aber man geht nicht selbst dorthin"]
- [http://archivtiger.de/database/zs/agit883/a883_11/Klarsfeld_a883-11.htm Erklärung Klarsfelds zum Deutschen Widerstand und der deutschen Rechtsprechung]
Klarsfeld, Serge
Klarsfeld, Serge
Klarsfeld, Serge
Klarsfeld, Serge
Klarsfeld, Serge
Alois BrunnerAlois Brunner ( - 8. April 1912 in Rohrbrunn im Burgenland) war SS-Obersturmbannführer, wichtigster Mitarbeiter Eichmanns, verantwortlicher Organisator des Massenmordes an den Juden in Wien (1939 - 1941), in Griechenland (1943) und in Frankreich (1943 - 1944).
Leben
vor 1945
Geboren in Nádkut (später Rohrbrunn) im deutschsprachigen Westungarn (ab 1921 Burgenland/Österreich) als Sohn eines Bauern.
Von 1918 bis 1927 besuchte er die Volks- und die Bürgerschule. Danach absolvierte er eine kaufmännische Lehre und arbeitete bis 1932 als Verkäufer und Dekorateur.
Mit 19 trat er in die NSDAP und SA ein.
Seine Arbeit im Kaufhaus verlor er wegen Agitation für die verbotene NSDAP.
1938 kam Alois Brunner nach Wien und lernte dort Adolf Eichmann kennen. In Wien gab es zu der Zeit eine große jüdische Gemeinde. Zuerst als Mitarbeiter Eichmanns in der „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“, dann (ab 1941) als deren Leiter, organisierte Brunner die Deportation der Wiener Juden in Ghettos und Vernichtungslager im Osten. Am 9. Oktober 1942 meldete er Vollzug: Wien war „judenfrei“ (180.000 Wiener wurden in den sicheren Tod geschickt).
Von Oktober 1942 bis Januar 1943 unterstützte er Eichmann in Berlin und sorgte für die Deportation von 56.000 Berliner Juden.
Im Februar 1943 wechselte er den Tatort. Von Eichmann in das besetzte Griechenland geschickt, organisierte er den Transport von 50.000 Juden aus Saloniki in die Todeslager.
Neben seiner Menschenjagd fand er immer wieder Zeit, sich an dem Hab und Gut der Verfolgten zu bereichern. Der systematische Raub von Wohnungen, Möbeln und Kunstwerken begleitete sein Wirken von Anfang bis zum Ende. Schon 1938 zog er mit seiner Verlobten in eine beschlagnahmte Villa im Wiener Nobelbezirk Döbling.
Sein nächster Einsatz erfolgte in Paris: Im Juli 1943 wurde in Drancy (Vorort von Paris) ein D | | |