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| Beatrice Von Bourbon |
Beatrice von BourbonBeatrice von Bourbon (tschechisch Beatrice Bourbonská) ( - vor 1320; † 23. Dezember 1383) war die zweite Frau des Johann von Luxemburg (tschechisch Jan Lucemburský).
Sie wurde kurz vor 1320 als Tochter des französischen Herzogs Ludwig I. von Bourbon geboren. Ihr Vater, Herrscher über das Herzogtum Bourbon und die Grafschaften Clermont und Marche, gehörte zu den reichsten französischen Adeligen, was ihm und seiner Familie den Aufenthalt auf dem Pariser Hof ermöglichte. Hier begegnete der seit vier Jahren verwitwete Johann im Herbst 1334 auch die junge Prinzessin. Auch wenn zwischen den Verlobten ein Unterschied von 25 Jahren bestand, wurden sie beide nach Zustimmung des Herzogs und des französischen Königs im Dezember auf dem Schloss Vincennes vermählt. Einen Monat später genehmigte auch der Papst Benedikt XII. diese Vermählung. Dies beseitigte auch den Dispens, eine nahe Verwandtschaft seitens der Mutter der Braut.
In das Königreich Böhmen kam Beatrice erst nach einem Jahr, im Januar 1336. Bis dorthin lebte sie auf den Höfen des Ehemanns in Luxemburg und Hennegau. Nach der Ankunft in Prag betreute sie die Schwiegertochter Blanka, die etwa gleich alt war. Für Beatrice, die nur französisch sprach, wurde Blanka Begleiterin während des gesamten Aufenthalts in Böhmen. Allerdings verstand sie recht bald, dass sie in Böhmen nicht die erwartete Nachfolgerin war. Diese Funktion wurde allgemein der Frau des Thronnachfolgers Karl IV. zugesprochen. Sie versuchte daher nie das Land zu lieben oder deren Sprache zu lernen. Im Februar 1337 gebar sie in Prag einen Sohn, den sie auf den Namen des böhmischen Patronen Wenzel (Václav) tauften. Aber auch diese Geste wurde vom Adel nicht angenommen. Daher beschloss Beatrice nach der Krönung am 18. Mai 1337, das Land zu verlassen. Anfang Juni 1337 fuhr sie nach Luxemburg, wo sie sich der Erziehung des Sohnes und der Tochter Bona widmete und kehrte niemals nach Böhmen zurück. Sie starb mit fünfundsechzig Jahren und überlebte nicht nur beide Stiefkinder den Markgrafen Jan Jindřich und den Kaiser Karl IV., sondern auch um zwei Wochen ihren eigenen Sohn den Wenzel, Herzog von Luxemburg.
siehe auch Portal:Tschechien
Kategorie:Frau
Kategorie:Haus Bourbon
Kategorie:Geboren 1319
Kategorie:Gestorben 1383
1320
Politik und Weltgeschehen
- 6. April - Declaration of Arbroath: die Schotten erklären ihre Unabhängigkeit von England.
- Kiew wird von den Litauern erobert und soll erst 1686 wieder russisch werden.
- Pommern erwirbt Uckermark
- Wladyslaw Lokietek wird zum König Polens. Er macht Krakau zur Hauptstadt (bis 1550).
- Die Marienkirche in Kolberg wird nach vierzigjähriger Bauzeit fertiggestellt.
- Erste urkundliche Erwähnung von Capri Leone und Mauren bei Ehningen.
- 8. April - Peter I. (Portugal), König von Portugal († 18. Januar 1367)
- 20. März - Dominici Goetcitio (Italien), Diplomat und Handelsmann im Dienste des Vatikans; wegen Hinterziehungsaffären des Jahres 1340 in die Verbannung nach Sardinien entsandt († 27. Februar 1348)
- um 1320 Aaron ben Joseph jüdischer Gelehrter und Karäer ( - um 1260)
- Adelheid von Braunschweig ( - um 1300)
- 5. Mai: Peter von Aspelt, Erzbischof von Mainz ( - um 1245)
ko:1320년
23. DezemberDer 23. Dezember ist der 357. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 358. in Schaltjahren) - somit bleiben 8 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 176 - Kaiser Marcus Aurelius und sein Sohn Commodus feiern einen Triumphzug in Rom zum Ende des ersten Markomannenkrieges.
- 1705 - Braunauer Parlament gegen Freikauf reicher Bauernsöhne vom Wehrdienst.
- 1847 - Frankreich besiegt die Truppen von Abd el-Kader und erklärt Algerien zur Kolonie.
- 1987 - Die Kinder des Drogerieketten-Besitzers Anton Schlecker werden entführt
- 1991 - Kroatien wird von Deutschland als eigenständiger Staat anerkannt.
- 1999 - Henri Konan Bédié, Präsident der Elfenbeinküste, wird durch einen unblutigen Putsch des Militärs abgesetzt.
- 2001 - Komoren. Annahme der neuen Verfassung durch Referendum.
- 2003 - Dr. Ivo Sanader wird Regierungschef in Kroatien.
Wirtschaft
- 1913 - Das Federal Reserve System, kurz Fed wird in den USA durch einen Kongressbeschluss eingeführt.
- 1923 - Der Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns (Zentrum) führt die Arbeitszeitverordnung ein.
- 1997 - Der Baulöwe Jürgen Schneider wird verurteilt.
Wissenschaft, Technik
- 1905 - Walther Nernst stellt seinen Neuen Wärmesatz an der Göttinger Akademie der Wissenschaften vor.
Kultur
- 1893 - Uraufführung der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck am Hoftheater in Weimar.
- 1908 - Uraufführung der Operette Die geschiedene Frau von Leo Fall am Carl-Theater in Wien.
- 1911 - Uraufführung der Operette Alt-Wien von Joseph Lanner am Carl-Theater in Wien.
- 1920 - Uraufführung der Operette Der Tanz ins Glück von Robert Stolz am Raimund Theater in Wien.
- 1932 - Uraufführung der Operette Sissy von Fritz Kreisler am Theater an der Wien in Wien.
- 1932 - Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham im Metropol Theater in Berlin.
- 1933 - Uraufführung der Operette Clivia von Nico Dostal am Theater am Nollendorfplatz in Berlin.
- 1937 - Uraufführung der Operette Julia von Paul Abraham in Budapest
Religion
- 619 - Bonifatius V. wird als Nachfolger von Papst Adeodatus I. inthronisiert.
Katastrophen
- 1913 - Bei einem Bootsunglück auf den Färöern kommen alle sieben Männer des Dorfes Skarð ums Leben. Die Frauen verlassen in der Folge den Ort, der seitdem unbewohnt geblieben ist.
- 1972 - Ein Erdbeben der Stärke 6,2 in Nicaragua fordert etwa 5.000 Tote.
- 1973 - Eine Caravelle der Sobelair stürzt in Marokko ab: 106 Tote.
- 1978 - Eine Douglas DC-9 der Alitalia stürzt beim Landeanflug ca. 6 km vor dem Flughafen von Palermo ins Mittelmeer. 21 Menschen werden durch Besatzungen von Fischerbooten gerettet, 108 Menschen sterben.
- 2002 - Eine neue ukrainische Antonov-140 der Aeromist Khakiv stürzt während des Landeanflugs auf Isfahan, Iran, bei schlechtem Wetter und dichtem Nebel ab. Alle 46 Menschen an Bord sterben.
Geboren
- 1173 - Ludwig der Kelheimer, Herzog von Bayern und bei Rhein
- 1544 - Anna von Sachsen, Ehefrau von Prinz Wilhelm I. (Oranien-Nassau)
- 1597 - Martin Opitz, deutscher Barockdichter
- 1644 - Tomás de Torrejón y Velasco, peruanischer Komponist
- 1646 - Jean Hardouin, Jesuit, Philologe und Theologe
- 1679 - Johann Juncker, deutscher Mediziner
- 1689 - Joseph Bodin de Boismortier, französischer Flötist und Cembalist
- 1722 - Axel Frederic Cronstedt, schwedischer Chemiker
- 1732 - Richard Arkwright, britischer Industrieller und Erfinder
- 1750 - Friedrich August I. (Sachsen), Kurfürst von Sachsen
- 1763 - Georg Joseph Beer, Begründer der wissenschaftlich fundierten Augenheilkunde
- 1774 - Ludwig von Vincke, preußischer Reformer
- 1777 - Alexander I., russischer Zar
- 1790 - Jean-François Champollion, französischer Ägyptologe
- 1796 - George Catlin, US-amerikanischer Maler, Autor und Indianerkenner
- 1804 - Charles-Augustin Sainte-Beuve, französischer Schriftsteller
- 1805 - Joseph Smith, Gründer und erster Prophet der Mormonen
- 1807 - Antonius Maria Claret, spanischer Bischof und Ordensgründer, Heiliger
- 1810 - Carl Lepsius, deutscher Ägyptologe
- 1810 - Edward Blyth, englischer Zoologe und Ornithologe
- 1810 - Jakob Friedrich Reiff, deutscher Philosoph
- 1810 - Karl Richard Lepsius, deutscher Ägyptologe und Sprachforscher
- 1815 - Emile Felix Fleury, französischer General und Diplomat
- 1815 - Ildefons Cerdà, spanischer Stadtplaner
- 1822 - Wilhelm Bauer (Ingenieur), baute die ersten modernen U-Boote
- 1827 - Wilhelm von Tegetthoff, Admiral in der österreich-ungarischen Kriegsmarine
- 1828 - Mathilde Wesendonck, deutsche Schriftstellerin
- 1836 - Werner Fritze, Kaufmann, Königlicher Kommerzienrat und Kommunalpolitiker
- 1841 - Ignacio Agramonte Loynaz, kubanischer Politiker und Revolutionär
- 1844 - Ferdinand Mülhens, Gutsbesitzer und Unternehmer
- 1845 - Gustav Fischer, deutscher Verleger und Buchhändler
- 1845 - Gustave Ador, Schweizer Politiker
- 1845 - Gustave Ador, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1847 - Anton Lux, österreichischer Artillerieleutnant und Afrikareisender
- 1850 - Victoriano Huerta, General und Präsident Mexikos
- 1865 - Albrecht von Württemberg, deutscher Heerführer
- 1868 - Rudolf Schwander, Staatssekretär im Reichswirtschaftsamt
- 1880 - Nikolaj Velimirović, orthodoxer Bischof
- 1883 - Adolf Reinach, deutscher Philosoph, Phänomenologe, Sprachphilosoph sowie Rechtstheoretiker
- 1886 - Albert Ehrenstein, Lyriker, Erzähler
- 1887 - John Cromwell, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1888 - Christa Winslow, deutsche Schriftstellerin
- 1888 - Friedrich Wolf, deutscher Dramatiker
- 1889 - Emil Brunner, Schweizer reformierter Theologe
- 1890 - Johannes Hoffmann (CVP), deutscher Politiker
- 1891 - Hans Bohn, deutscher Typograf, Grafiker und Lehrer
- 1895 - Adriaan Koonings, niederländischer Fußballspieler
- 1896 - Giuseppe Tomasi di Lampedusa, italienischer Schriftsteller
- 1897 - Erich Gutenberg, deutscher Betriebswirt
- 1897 - Ernst Krenn-Gjógv, österreichischer Skandinavist und spezialisiert auf die Färöer
- 1899 - Elisabeth Schnack, Schweizer Schriftstellerin
- 1900 - Arnold Bode, Maler, Begründer der documenta
- 1901 - Jakub Berman, polnischer stalinistischer Politiker
- 1902 - Choudhary Charan Singh, Ministerpräsident Indiens
- 1903 - Bolesław Kominek, Erzbischof von Wrocław und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1906 - Ross Lee Finney, US-amerikanischer Komponist
- 1908 - Hermann Mathias Görgen, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Kurt Meyer, General der Waffen-SS
- 1911 - Niels Kaj Jerne, britischer Mediziner und Nobelpreisträger
- 1912 - Josef Greindl, deutscher Sänger
- 1913 - Anton Leader, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1914 - Alfred Dompert, deutscher Leichtathlet
- 1914 - Hans Hermsdorf, deutscher Politiker
- 1914 - Dezider Kardoš, tschechischer Komponist
- 1918 - Helmut Schmidt, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1918 - Iván Mándy, ungarischer Schriftsteller
- 1919 - Ludwig Poullain, deutscher Manager und Sparkassenpräsident
- 1921 - Günther Nenning, österreichischer Journalist, Autor und politischer Aktivist
- 1921 - Ludwig Deiters, deutscher Architekt und Generalkonservator in der DDR
- 1922 - Horst Brasch, SED-Parteifunktionär, stellvertretender Minister für Kultur der DDR
- 1922 - Micheline Ostermeyer, französische Leichtathletin und Pianistin
- 1923 - Antoni Tàpies, spanischer Maler
- 1923 - James Stockdale, einer der höchst dekorierten Offiziere in der Geschichte der United States Navy
- 1923 - Rosa Winter, österreichische KZ-Überlebende
- 1924 - Bob Kurland, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1924 - Hans Bernhard Meyer, katholischer Priester,Hochschullehrer,Liturgiewissenschaftler
- 1925 - Pierre Bérégovoy, französischer Politiker
- 1926 - Helmut Baierl, deutscher Schriftsteller, Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR
- 1926 - Jorge Arturo Medina Estevez, emeritierter Bischof von Valparaíso und ein Kardinal
- 1929 - Chet Baker, US-amerikanischer Jazzmusiker, Sänger und Komponist
- 1929 - Dick Weber, US-amerikanischer Profibowler
- 1929 - Eckart Rohlfs, deutscher Verleger und Musikjournalist
- 1932 - Neil Armstrong (Eishockey), NHL-Schiedsrichter
- 1933 - Akihito, Kaiser von Japan
- 1935 - Esther Williams, US-amerikanische Sängerin
- 1936 - Monika Peitsch, deutsche Schauspielerin
- 1937 - Maja Komorowska, polnische Schauspielerin
- 1938 - Manfred Lo Locher, deutscher Autor
- 1938 - Robert E. Kahn, US-amerikanischer Informatiker
- 1939 - Johnny Kidd, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1940 - Jorma Kaukonen, US-amerikanischer Blues-, Folk- und Rockgitarrist
- 1941 - Tim Harding, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Bárður Jákupsson, färöischer Maler, Grafiker und Kunstbuchautor
- 1943 - Silvia (Schweden), Frau des chwedischen Königs Karl XVI. Gustaf
- 1944 - Wesley Clark, US-amerikanischer Politiker und eh. NATO-Oberbefehlshaber
- 1945 - Roy Bush, US-amerikanischer Musiker (Iron Butterfly)
- 1949 - Iwan Kostov, bulgarischer Politiker und Regierungschef
- 1949 - Luther Grosvenor, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1950 - Vicente del Bosque, spanischer Fußballtrainer und -spieler
- 1951 - Anthony Phillips, britischer Musiker
- 1953 - Andreas Martin, deutscher Schlagersänger
- 1953 - Helen Schneider, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1954 - Brian Teacher, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler
- 1954 - Michael Diekmann, deutscher Manager
- 1956 - Michele Alboreto, italienischer Autorennfahrer
- 1957 - Konrad Reiss, Chef der Firma T-Systems
- 1958 - Dave Murray, britischer Musiker (Iron Maiden)
- 1964 - Eddie Vedder, US-amerikanischer Rockmusiker
- 1964 - Jens Heppner, deutscher Radrennfahrer
- 1968 - Carla Bruni, italienische Musikerin und Fotomodell
- 1968 - Olga Schischigina, kasachische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1968 - Sandra Roelofs, georgische Präsidentengattin
- 1972 - Lukas Hilbert, deutscher Komponist, Texter, Musikproduzent und Sänger
- 1974 - Agustín Delgado, Ecuadorianischer Fußballspieler (Stürmer)
- 1975 - Robert Bartko, deutscher Radrennfahrer
- 1976 - Joanna Hayes, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1976 - Julia Anatoljewna Tschepalowa, russische Skilangläuferin
- 1978 - Estella Warren, kanadische Schauspielerin und Fotomodell
- 1979 - Ina Paule Klink, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Angelo Kelly, deutsch-irischer Musiker
- 1982 - Nikolai Wladimirowitsch Pankratow, russischer Skilangläufer
- 1987 - Daniela Götz, Schwimmerin
Gestorben
- 918 - Konrad I., „der Jüngere“, ostfränkischer König
- 1203 - Otto I. von Brehna, Graf
- 1383 - Beatrice von Bourbon, böhmische Königin
- 1568 - Friedrich IV. von Wied, Erzbischof von Köln
- 1860 - Konstantin Aksakow, russischer Schriftsteller, Historiker und Philologe
- 1869 - Julian Fontana, polnischer Pianist und Komponist
- 1878 - Johann Jakob Scherer, schweizerischer Politiker, Bundesrat
- 1902 - Emile Nagant, belgischer Waffenfabrikant und Konstrukteur
- 1921 - Friedrich von Thiersch, deutscher Architekt
- 1930 - Marie Fillunger, österreichische Sängerin
- 1939 - Anton Fokker, niederländischer Flugzeugbauer
- 1948 - Hideki Tojo, japanischer Premierminister, gehängt wegen Kriegsverbrechen
- 1948 - Kenji Doihara, japanischer Meisterspion
- 1953 - Lawrentij Pawlowitsch Berija, sowjetischer Politiker
- 1954 - Frans Gunnar Bengtsson, in Stockholm; schwedischer Schriftsteller
- 1964 - Jean Bourgknecht, schweizerischer Politiker, Bundesrat
- 1966 - Heimito von Doderer, österreichischer Schriftsteller
- 1972 - Andrej Nikolajewitsch Tupolew, russischer Flugzeugkonstrukteur
- 1977 - Philipp Etter, schweizerischer Politiker, Bundesrat
- 1986 - Gerhard Bienert, deutscher Schauspieler
- 1988 - Hermann Heimpel, deutscher Historiker
- 1992 - Tatamkhulu Afrika, südafrikanischer Schriftsteller und Dichter
- 1992 - Guido Baumann, schweizerischer Journalist und Quizmaster ("Was bin ich?")
- 1998 - Anatoli Naumowitsch Rybakow, russischer Schriftsteller
- 2000 - Victor Borge, dänischer Pianist und Komödiant
- 2000 - Peter Kafka, deutscher Physiker
- 2001 - Jan Kott, polnischer Theaterwissenschaftler
- 2004 - P. V. Narasimha Rao - indischer Premierminister
Feier- und Gedenktage
- japanischer Feiertag, Geburtstag des Kaisers Akihito von Japan
Siehe auch
- 22. Dezember - 24. Dezember
- 23. November - 23. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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ja:12月23日
ko:12월 23일
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Johann von LuxemburgJohann von Luxemburg (Jan Lucemburský) ( - 10. August 1296; † 26. August 1346 in Crécy gefallen), später der Blinde genannt, war König von Böhmen und Erbkönig von Polen.
Leben
Jugend und die ersten Jahre in Böhmen
Johann war der Sohn Kaiser Heinrichs VII.. Er galt als die Verkörperung des Ritterideals, litt aber unter chronischen Geldmangel. Er war ein berühmter Turnierheld seiner Zeit und konnte auch einige Erfolge bei der Vermehrung seiner Hausmacht erzielen.
Als Heinrich VII. 1308 zum deutschen König gewählt wurde, belehnte er Johann zunächst mit der Grafschaft Luxemburg. Kurz darauf nahm eine böhmische Adelspartei, die gegen den damaligen böhmischen König Heinrich von Kärnten opponierte, Kontakt mit Heinrich VII. auf. Heinrich VII. reagierte, indem er am 31. August 1310 den noch sehr jungen Johann mit dem Königreich Böhmen belehnte und ihn kurz darauf in Speyer mit der Prinzessin Elisabeth vermählte, einer Schwester von Wenzel III., mit dem kurz zuvor das alte Herrscherhaus der Přemysliden in männlicher Linie ausgestorben war.
Přemysliden nahe Saarburg]]
Noch im gleichen Jahr, im Oktober brach Johann mit einem Truppenkontingent nach Böhmen auf, während sein Vater Heinrich nach Italien aufbrach, um dort die Kaiserkrone zu erlangen. Johann, der von Heinrich auch zum Reichsvikar ernannt worden war, belagerte die damals reichste Stadt Kuttenberg, deren Eroberung ihm aber nicht gelang. Also wandte er sich dem kleinen Städtchen Kolín zu und wurde erneut von Heinrich von Kärnten geschlagen. Als Johann endlich im Prag einmarschierte, wo er am 7. Februar 1311 gekrönt wurde, hatte er noch nichts erobert. In seinen Wahlkapitularien musste er dem einheimischen Adel zugestehen, dass Ämter nur mit Böhmern und Mährern besetzt werden durften. Darin drückten sich der Machtgewinn des Adels und die Herausbildung eines böhmischen Nationalgefühls aus. Für Johann bedeutete die Annahme der böhmischen Krone auch, dass er Ansprüche auf die Throne von Polen und Ungarn erhob, die die letzten beiden Přemysliden innegehabt hatten.
1313 war für Johann ein Unglücksjahr. Das väterliche Unternehmen Heinrichs VII., der Italienfeldzug, wurde zur Familientragödie: sowohl sein Vater als auch seine Mutter und ein Bruder des Vater kamen während des Italienzugs ums Leben. Drei Jahre nach der Kinderhochzeit von Speyer wäre das Haus Luxemburg beinahe erloschen. Balduin von Luxemburg war nun der Senior des Hauses Luxemburg. Johann war 17 Jahre alt und Vater einer Tochter. Vergebens bemühte er sich nun, als Nachfolger seines Vaters römisch-deutscher König zu werden. Es gelang ihm nicht, die deutschen Kurfürsten auf seine Seite zu ziehen, vor allem auch deshalb, weil die Kurfürsten um die Machtbalance fürchteten und lieber einen schwächeren Kandidaten wählen wollten. Die Wahl fiel 1314 schließlich auf den Wittelsbacher Ludwig und Johann musste sich fügen. Fortan standen die Luxemburger und die Wittelsbacher gemeinsam gegen den Habsburger Friedrich, der von einem Teil der Kurfürsten gewählt worden war. Dabei machte sich der Umstand bemerkbar, dass manche Kurstimmen (wie die von Sachsen) umstritten waren.
Inzwischen sah sich Johann, "König Fremdling" in Böhmen, gezwungen, den böhmischen Hochadel stärker an der Macht zu beteiligen, was schließlich in einem Bürgerkrieg endete. Um diesen zu entschärfen ernannte Johann den Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt zum Generalkapitän von Böhmen. 1317 hatte der Hochadel nicht nur mit ständigem Krieg gedroht, sondern auch mit der Wahl eines Habsburgers.
Europäische Politik
In Böhmen konnte Johann seine Macht nie wirklich entfalten, da er kaum im Land war und in mehrere europäische Konflikte eingriff. So versuchte er immer wieder seinen Anspruch auf Polen durchzusetzen, indem er in den Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und dem polnischen König Wladyslaw Lokietek auf Seiten des Ordens eingriff und sich an Feldzügen des Ordens gegen Litauen beteiligte. Gewisse Erfolge konnte er in Schlesien verbuchen, wo zwischen 1327 und 1335 mehrere Herzöge Johann die Treue schworen. Im Gegenzug verbündeten sich der polnische und der ungarische König, die sich beide durch den jeweiligen Thronanspruch Johanns bedroht fühlten.
Johann wandte sich auch wieder stärker Frankreich zu, nachdem die traditionell guten Beziehungen zwischen dem Haus Luxemburg und dem französischen Königshaus der Kapetinger in den vorangegangenen Jahren gelitten hatten: Kaiser Heinrich VII. hatte sich gegen die französische Expansionspolitik im westlichen Grenzraum des Imperiums gestemmt; auch während Heinrichs Romfahrt hatte der französische König Philipp IV. gegen den Kaiser agiert. Nun jedoch normalisierten sich die Beziehungen und Johann hielt sich oft mehrere Wochen im Jahr am Pariser Hof auf, wo das Turnierwesen kultiviert wurde. Den auf den Thron gekommenen Philipp VI. unterstützte Johann gar mit Truppen .
1335 schließlich bemühte sich der polnische König Kasimir um eine Beilegung des Konflitks mit Johann. Die Könige trafen sich in Visegrád. Kasimir erkannte die böhmische Oberhoheit über Schlesien an und verzichtete gegen eine Geldzahlung auf die Ansprüche der polnischen Krone. Johann gab seine Ansprüche auf die polnische Krone auf und schränkte die Unterstützung für den Deutschen Orden ein.
Die Italienpolitik Johanns
König Johann und Kaiser Ludwig von Bayern begegneten einander 1330. Durch den Papst war Ludwig längst exkommuniziert, führte aber dennoch einen Italienfeldzug an. Johann hingegen, in kluger Zurückhaltung zwischen Papst und Kaiser, war in den letzten Jahren ein mächtiger Landesherr geworden und agierte realpolitisch geschickt. Er war so etwas wie der Schiedsrichter und Friedensrichter Europas geworden. Johann hielt die Stellung des deutschen Königs, bis dieser glücklos von Italien heimkehrte. Johann schien auf dem Höhepunkt seiner Erfolge zu sein und so fasste er einen neuen Plan: Er wollte selbst nach Oberitalien aufbrechen. Tatsächlich war ein solcher Italienzug im Rahmen einer Hausmachtpolitik recht ungewöhnlich: Johann plante, einen luxemburgischen Herraschaftskomplex in Oberitalien zu errichten.
Johann zog 1330 mit nur einem kleinen Heer von 400 Panzerreitern von Innsbruck nach Trient. Die Gründe für den Zug nach Italien sind in der Forschung umstritten; vielleicht wollte er die Rechte des Reiches schützen und auf das Ersuchen der Gesandten aus Brescia eingehen. Diese baten ihn um die Schutzherrschaft über ihre Stadt: Mastino della Scala, der Herr von Verona, bedrohte sie. Vielleicht handelte Johann aber nur aus Abenteuerlust. Am wahrscheinlichsten dürfte jedoch die Errichtung einer neuen Machtbasis in Oberitalien gewesen sein, wobei er sich auf seinen Vater Heinrich VII. berufen konnte, der auch nach Italien gekommen war, um wieder Ordnung in dem von Kriegen zerrissenen Land herzustellen. Gerade Brescia, die Stadt, die sich einst seinem Vater auf Tod und Niederlage widersetzte, öffnete seine Tore Johann von Luxemburg. Binnen drei Monaten unterstellten sich alle wichtigen Städte der Lombardei seiner Schutzherrschaft. Diese Herrschaft galt es gegen Philipp VI. zu verteidigen.
In den Ostertagen 1331 trat sein 1316 geborener Sohn und Thronfolger Karl an seine Seite. Dieser lernte bald seinen Vater zu widersprechen, aber auch selbstständig zu handeln. Er war es, der als Kronprinz mit 17 Jahren, ohne Rücksprache mit seinem Vater, Krieg gegen Florenz befahl - wenn auch freilich wenig erfolgreich. Johann hingegen erhielt die Signorie über mehrere Städte übertragen und selbst die mächtigen Visconti erkannten seine formelle Oberhoheit an, doch wuchs gleichzeitig das Misstrauen Ludwigs, der seine italienischen Vertrauensleute anwies, nur seinem Reichsvikar Otto von Österreich zu gehorchen.
Die letzten Jahre - zwischen Frankreich und dem Reich
Johann wandte sich den Problemen im Westen zu. 1332 schloss er einen Vertrag mit dem französischen König. Darin verpflichtete sich Johann zum Beistand im Falle eines Krieges (außer wenn der römisch-deutsche König in den Konflikt verwickelt sei). Damit band sich Johann an den französischen Hof, doch erhoffte er sich dadurch wohl eine reibungslosere Hausmachtpolitik, zumal die Franzosen Johann nun auch in Oberitalien mit einem Aufgebot beistanden.
Dort hatten sich mehrere mächtige Städte und der König von Neapel zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Johann erlitt mehrere Niederlagen und musste im Oktober 1333, da sein Sohn Karl sich weigerte, die wenigen verbliebenden Stützpunkte weiter zu verteidigen, absetzten. Die Italienpolitik Johanns war damit gescheitert, doch sorgte sein Auftreten südlich der Alpen wenigstens dafür, dass sich Oberitalien nicht weiter vom Reich löste - was durchaus den Plänen des Papstes entsprochen hätte.
1335 verzichtete Johann gegen eine finanzielle Abfindung und jene schlesische Herzogtümer, die inzwischen von Böhmen lehnsabhängig geworden waren, auf die polnische Krone. Zur selben Zeit entluden sich die wachsenden Spannungen zwischen Johann und Ludwig. Der Kaiser erhob Anspruch auf die Alpenländer, die Johann aufgrund der (allerdings nicht vollzogenen) Heirat seines zweiten Sohnes Johann Heinrichs mit Margarethe von Tirol für sich beanspruchte. 1336 brachen die Kampfhandlungen aus, doch kam es noch im selben Jahr zu einer friedlichen Einigung. Johann brach kurz darauf zu einem Kreuzzug gegen die Litauer auf.
Johann von Luxemburg, der große Reiter und Turnierheld, war 1337 auf dem rechten Auge erblindet. Dies war eine Erbkrankheit der Luxemburger. Drei Jahre später verlor er nach einer missglückten Operation durch Guy de Chauliac auch das linke Auge und hieß fortan der Blinde. Während der bald darauf ausgebrochenen Kampfhandlungen zwischen England und Frankreich (siehe Hundertjähriger Krieg) stand Johann auf der Seite Frankreichs, Ludwig jedoch auf der Seite Englands. Johann übte 1339 sogar das Kommando in der Gascogne aus - und dies mit Erfolg. So war er aber nicht beim so genannten Kurverein von Rhense anwesend, auf dem die Kurfürsten ihren Anspruch auf die Wahl des römisch-deutschen Königs betonten und päpstlichen Ansprüchen eine Absage erteilten.
Die Spannungen zwischen den Luxemburgern und Ludwig blieben bestehen, und auch im Reich wuchs die Opposition. Am 13. Juli 1346 wurde Karl, der älteste Sohn Johanns, der immer mehr Eigeninitiative gezeigt hatte und sich damit nicht selten im Widerspruch zum Vater begeben hatte, zum neuen römisch-deutschen König gewählt - er sollte nach dem Tod Ludwigs bald schon unangefochten das Reich regieren und sich zu einem fähigen Kaiser entwickeln.
Johann fiel auf dem Schlachtfeld bei Crécy im Jahr 1346, während sein Sohn Karl sich unter rätselhaften Umständen absetzte. Der Überlieferung nach soll Johann völlig erblindet in die Schlacht geritten sein. Tot am Boden soll Edward, der "Schwarze Prinz", der Prince of Wales, an ihn herangetreten sein und mit den Worten "There lies the Prince of Chivalry, but he does not die" (Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, aber er stirbt nicht), den Schild Johanns mit den drei weißen Federn und dem Motto "Ich Dien" aufgehoben haben. Der heutigen historischen Auffassung nach, kamen sich beide allerdings nie näher als ein paar hundert Meter. Das Wappen ist jedoch bis heute auch das Wappen der englischen Kronprinzen.
Der Tod des Königs beeindruckte den europäischen Adel: Johann war bis zuletzt seinem Bündniseid treu geblieben und starb als Verkörperung des europäischen Ritterideals. In der modernen Forschung wird zudem seine Politik wesentlich wohlwollender beurteilt als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.
Johanns Gebeine wurde 1946 aus der Grabeskirche Kastell an der Saar exhumiert und nach Luxemburg in die Krypta unter der Kathedrale) gebracht. 1980 wurden seine sterblichen Überreste in Prag beigesetzt.
Nachkommen
Johann von Luxemburg heiratete 1310 Elisabeth (1292-1330), Tochter von Wenzel II., König von Böhmen.
- Margarete (1313-1341) - verheiratet mit Heinrich II., Herzog von Niederbayern (1305-1339)
- Karl IV. (1316-1378), Römisch-deutscher Kaiser
- Anna (1319-1338) - 1335 verheiratet mit Otto der Fröhliche, Herzog von Österreich
- Johann Heinrich (1322-1375), Markgraf von Mähren, verheiratet mit Margarethe, Gräfin von Tirol
- Wenzel (1337-1383), Herzog von Luxemburg
- Jutta († 1349) - 1332 verheiratet mit Johann II., König von Frankreich
Literatur
- Jörg K. Hoensch: Die Luxemburger, Stuttgart 2000, S. 51ff. Gutes Überblickswerk, in dem sich auch weitere Literaturangaben finden.
- Michel Pauly (Hg.): Johann der Blinde. Graf von Luxemburg, König von Böhmen. 1296-1346. Tagungsband der 9es Journées lotharingiennes. 22.-26. Oktober 1996. Centre Universitaire de Luxembourg, Luxemburg 1997. Wichtiger Sammelband mit Beiträgen zum Leben Johanns.
Kategorie:König (Böhmen)
Kategorie:König (Polen)
Kategorie:Luxemburger (Geschlecht)
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 1296
Kategorie:Gestorben 1346
Ludwig I. (Bourbon)Ludwig I. von Bourbon ( - 1279; † 29. Januar 1341) war seit 27. Dezember 1327 Herzog von Bourbon.
Ludwig I., der auch den Beinamen der Hinkende trug, gilt mit seinem Vater als der Begründer des Hauses Bourbon, welches später mit Heinrich IV. die Könige von Frankreich stellen sollte.
Kinder
- Beatrice
- Peter I., Herzog von Bourbon 1341-1356
- Johanna, verheiratet mit Guigo VIII., Graf von Forez
- Maria, † 1347, Titularfürstin von Achaja, verheiratet in 1. Ehe mit Guido, Prinz von Zypern, in 2. Ehe mit Robert II., Titularkaiser von Konstantinopel und Titularfürst von Achaja.
- Jakob I. von La Marche, † 1362
Kategorie:Mann
Kategorie:Herzog
Kategorie:Franzose
Kategorie:Haus Bourbon
Grafschaft Clermont-en-BeauvaisisDie Grafschaft Clermont-en-Beauvaisis war eine nordfranzösische Grafschaft im Raum Beauvais. Die Grafen von Clermont-en-Beauvaisis sollten nicht mit den Grafen von Clermont in der Auvergne verwechselt werden (hier ist das spätere Clermont-Ferrand gemeint), ein Titel, den die Dauphins von Auvergne zeitweise trugen.
Die Grafschaft war ab dem 11. Jahrhundert erblich im Besitz einer Familie. 1191 ging sie durch Erbschaft an die Grafen von Blois, die sie wenig später bereits an den König weiterverkauften. Ab dann diente die Grafschaft Clermont als Apanage innerhalb der königlichen Familie.
Erste erbliche Grafen
- ????-1023 : Balduin I. (Baudouin I.) († 1023)
- 1023-1042 : Balduin II. († 1042), dessen Sohn
Haus Creil
- 1042-1088 : Rainald I. (Renaud I.) von Creil († 1088); ∞ Ermengarde von Clermont, Tochter Balduins II.
- 1088-1101 : Hugo I. (Hugues I.) ( - 1035 † 1101), dessen Sohn; ∞ Margarete von Roucy, Tochter von Hilduin IV. von Montdidier, Graf von Roucy, und Alix von Roucy
- 1101-1161 : Rainald II. ( - 1070 † 1162), dessen Sohn; ∞ I um 1105 Adelheid von Vermandois, Tochter von Heribert IV. von Vermandois, Witwe von Hugo von Vermandois ( - 1057 † 1102); ∞ II um 1140 Klementia von Bar, Tochter von Rainald I., Graf von Bar, und Gisela von Vaudémont
- 1162-1191 : Rudolf I. (Raoul I.) († 1191), Connétable von Frankreich, Sohn von Rainald II. und Klementia von Bar; ∞ Adelheid von Breteuil, Tochter des Walram III. (Valéran III.), Graf von Bréteuil und Alix von Dreux
- 1191-1205 : Ludwig von Champagne, Graf von Blois, Chartres und Clermont; ∞ 1184 Katharina (Catherine) von Clermont, Tochter Rudolfs I.
- 1205-1218 : Theobald VI. (Thibaut VI.), († 22. April 1218), dessen Sohn; ∞ I Mahaut von Alençon; ∞ II Klementia von Les Roches
1218 verkauft er die Grafschaft Clermont an Philipp II. August, König von Frankreich
Philipp August gab die Grafschaft im gleichen Jahr bereits weiter:
- 1218-1234 : Philipp Hurepel ( - 1200 † 1234), Sohn von Philipp August und Agnes von Meranien; ∞ Mathilde von Dammartin ( - 1202 † 1262), Gräfin von Boulogne und Dammartin, Tochter von Rainald von Dammartin und Ida von Lothringen
- 1234-???? : Alberich ( - 1222 † nach 1284), dessen Sohn, der alle seine Besitzungen in Frankreich aufgab und nach England auswanderte
- ????-1252 : Johanna (Jeanne) ( - 1219 † 1252), dessen Schwester; ∞ Gaucher de Châtillon († 1250), Graf von Nevers
Nach Johannas Tod fiel Clermont an die Krone zurück; König Ludwig IX. gab es 1268 an seinen Sohn weiter:
- 1268-1317 : Robert ( - 1256 † 1317); ∞ Beatrix von Burgund ( - 1257, † 1310), Herrin von Bourbon
- 1317-1327 : Ludwig I. ( - 1279 † 1342), Herzog von Bourbon, Graf von und La Marche.
1327 tauscht Ludwig von Bourbon Clermont mit König Karl IV. gegen La Marche. Es scheint jedoch, dass seine Nachfolger das Lehen bis 1527 in Besitz hatten, da es als Apanage für den ältesten Sohn des jeweiligen Herzogs von Bourbon diente.
Kategorie:Historisches Territorium
Paris
Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).
Geografie
Geografische Lage
UNESCO
UNESCO]
Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.
Stadtgliederung
Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département.
Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind:
Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.
Klima
Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter.
Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.
Geschichte
April]]
Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren.
Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
52 v. Chr.
Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.
1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
1436]
Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.
Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen.
Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel.
2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Ausschreitungen
Politik
Städtepartnerschaften
Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris
Theater
Sehenswürdigkeiten in Paris
Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris.
Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.
Museen
Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig.
Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt.
In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt.
Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.
Bauwerke
- Straßen und Plätze
Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht.
Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen.
Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ.
Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke
Niki de Saint Phalle]]
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris.
Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près.
Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil.
Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet.
Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht.
Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten.
Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen
Elysée-Palast]
Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien.
Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre.
Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe
Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels
Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio.
Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.
Parks
Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen.
Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Parc André Citroën
Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen.
Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.
Verkehr
- Nahverkehr
Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern.
An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden.
Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung.
Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr
1966
Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais.
Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.
Medien
Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris.
Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.
Bildung
Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt.
Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten.
Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.
Persönlichkeiten
Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde.
Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris
Galerie
Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang
Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper
Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre
Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde
= Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris]
Kategorie:Ort in Île-de-France
Kategorie:Französisches Département
Kategorie:Hauptstadt in Europa
als:Paris (Stadt)
ja:パリ
ko:파리 시
nb:Paris
simple:Paris
1334
Politik und Weltgeschehen
- 20. Dezember Jacques Fournier wird Papst Benedikt XII.. Dieser wird, wie Johannes XXII., Ludwig den Bayern nicht als König anerkennen. Er wird in Avignon einen Papstpalast bauen.
- Das Gottesurteil wird abgeschafft.
- 13. Januar - Heinrich II. (Kastilien), König von Kastilien und León (1369-1379) († 1379)
- 30. August - Peter I. (Kastilien), König von Kastilien (1350-1369) († 1369)
- Jakob I. (Zypern), König von Zypern († 9. September 1398)
- 4. Dezember - Johannes XXII. ( - ca. 1245)
ko:1334년
Benedikt XII. (Papst)Jacques Fournier ( - um 1285 in Saverdun; † 1342) war Bischof von Mirepoix und residierte als Papst Benedikt XII. von 1334 bis 1342 in Avignon.
Der Sohn eines Bäckers (oder nach anderen Quellen: Sohn eines Müllers) wurde um 1285 in Saverdun in der Grafschaft Foix in der Region Languedoc geboren und war ein hochgebildeter Zisterzienser. Seit 1326 war er Bischof von Mirepoix (Ariège); 1327 wurde er Kardinalpriester.
Als Bischof der Diözese von Parniers war er auch Inquisitor. Als Inquisitor untersuchte er die Rechtgläubigkeit der Bauern des Sabarthès, der Landschaft im Süden der Grafschaft Foix am Oberlauf der Ariège. Dabei entdeckte der Inquisitor im Dorf Montaillou zwischen 1318 und 1325, daß die von der katholischen Kirche und der französischen Krone etwa hundert Jahre zuvor bekämpften Albigenser im Languedoc nach wie vor überlebt haben. Als gebildeter und gewissenhafter Diener seiner Kirche befragte er die Bauern und Handwerker von Montaillou gründlich, fertigte ausführliche Protokolle an, deren ungewöhnlich seltene Manuskripte in der Bibliothek des Vatikan mit der Signatur Ms. Vat. lat. 4030 erhalten blieben, bevor er die Häresie bekämpfte.
Als Papst reformierte er die kirchliche Ämterbesetzung, den Klerus, vor allem den Benediktiner- und den Zisterzienserorden und die Verwaltung der Kirche. Als Abhängiger Frankreichs kämpfte er gegen Ludwig den Bayern. Unter seinem Pontifikat begann der Bau des Papstpalastes in Avignon.
Er starb am 25. April 1342 in Avignon.
Weblinks
-
Benedikt XII.
Benedikt XII.
Benedikt XII.
Benedikt XII.
Benedikt XII.
ja:ベネディクトゥス12世 (ローマ教皇)
ko:교황 베네딕토 12세
DispensEin(e) Dispens ist die amtliche Befreiung von einem Verbot oder Gebot.
Bemerkung: Das Wort Dispens hat in der katholischen Amtssprache und im österreichischen Deutsch das weibliche, in Deutschland das männliche Genus.
Kirchenrecht
Im katholischen Kirchenrecht steht der Begriff für eine Befreiung von einem rein kirchlichen Gesetz in einem begründeten Einzelfall, die auf Antrag hin vom Bischof oder durch einen von ihm dazu beauftragten Amtsträger erteilt werden kann (vgl. Codex Iuris Canonici, can. 85 - 93). Bei manchen kirchlichen Gesetzen ist die Dispensvollmacht dem Apostolischen Stuhl vorbehalten.
Eine Dispens kann nur erteilt werden, wenn im Einzelfall ein vernünftiger und gerechter Grund vorliegt. Sollte dieser Grund entfallen, verliert eine bereits erteilte Dispens dadurch ihre Gültigkeit.
Dispensen haben unter anderem im kirchlichen Eherecht große Bedeutung, so für die Befreiung von einem Ehehindernis durch die übergeordnete Kirchenbehörde, dem bischöflichen Offizialat, z.B. eine Heiratserlaubnis für eine Heirat unter Blutsverwandten.
Eventuell über die Erteilung einer Dispens in einer Ehesache vorliegende Akten können eine wertvolle Quelle der Genealogie sein.
Verwaltungsrecht
Im deutschen Verwaltungsrecht stellt der Dispens eine Ausnahmebewilligung dar, die Härten gesetzlicher Regelungen, welche für den konkreten Fall nicht gedacht waren, ausgleichen soll. Der Dispens ist formell und materiell ein begünstigender Verwaltungsakt.
Siehe auch:
Erlaubnis
Kategorie:Kirchenrecht
Kategorie:Verwaltungsrecht
Böhmen
Böhmen (lateinisch Bohemia, tschechisch Čechy) ist eine historische Region in Mitteleuropa. Sie umfasst die westlichen zwei Drittel Tschechiens. Dazu gehören heute die tschechische Hauptstadt Prag (Praha), die sie umgebende Mittelböhmische Region (Středočeský kraj) und die um diese Region im Uhrzeigersinn liegenden Regionen Liberecký kraj, Královéhradecký kraj, Pardubický kraj, die Westhälfte des Kraj Vysočina, die Südböhmischen Region (Jihočeský kraj), die Region Pilsen (Plzeňský kraj), der Karlovarský kraj, und der Ústecký kraj. Im historischen Zusammenhang wird die Bezeichnung Böhmen oft auch für die Gesamtheit der Länder der Böhmischen Krone verwendet.
Böhmens Fläche beträgt etwa 52.060 km². Es grenzt im Nordosten an Polen, im Osten an die historische Region Mähren, im Süden an Österreich, im Südwesten und Westen an Bayern und im Nordwesten an Sachsen.
Sachsenzum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen.]]
Böhmen, dessen Namen sich von dem keltischen Stamm der Boier ableitet (Boiohaemum = Heim der Boier, spätlat.: Bohemia), ist ein Landschaftskessel, begrenzt, bis auf kleine Ausnahmen, durch die Wasserscheiden der Zuflussgebiete der Moldau (Vltava) und der Elbe (Labe) (bis zur Grenze mit Deutschland). In letztere mündet auch die Eger (Ohře), deren Quellgebiet in Franken liegt (im Fichtelgebirge). Am Rand wird das Land von Mittelgebirgen begrenzt, im Nordwesten von dem Erzgebirge, im Nordosten von dem Riesengebirge und dem Adlergebirge und im Südwesten vom Böhmerwald. Die Grenze zu Mähren im Osten bildet der Höhenzug der Vysočina (Böhmisch-Mährische Höhe). Die Kämme der beiden letztgenannten gehören zu der Mitteleuropäischen Hauptwasserscheide.
Berühmt sind beispielsweise die Böhmische Küche, das böhmische Bier und die böhmische Blasmusik. Typisch für die böhmische Küche sind Mehlspeisen, Knödel, fettes Fleisch, wenig Salat und Gemüse, dafür süße Nachspeisen. Die kulturellen Traditionen Böhmens sind eng mit denen in Bayern und Österreich verwandt - die Wiener Küche etwa ist ohne böhmische Einflüsse undenkbar. | | |