Beatrix (Asteroid)
(83) Beatrix ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der am 26. April 1865 von Annibale de Gasparis entdeckt wurde.
Benannt wurde der Himmelskörper nach Beatrice Portinari, der Jugendliebe des Dichters Dante Alighieri.
Beatrix bewegt sich in einem Abstand von 2,2332 (Perihel) bis 2,6305 (Aphel) astronomischen Einheiten in 3,792 Jahren um die Sonne. Die Bahn ist 4,9667° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,0817.
Beatrix hat einen Durchmesser von 81 Kilometern. Sie besitzt eine relativ dunkle Oberfläche mit einer Albedo von 0,092.
In rund 10 Stunden und 10 Minuten rotiert sie um die eigene Achse.
Siehe auch Liste der Asteroiden
Kategorie:Hauptgürtelasteroid zwischen 50 und 100 km Durchmesser
Asteroid
Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich in Keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen.
In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid (sternähnliches Objekt) häufig als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet.
Bislang sind etwa 220 000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser. Bis vor einigen Jahren war Ceres der größte bekannte Planetoid. Diesen Rang musste er inzwischen abgeben. Im Kuipergürtel wurden Objekte wie Quaoar (vorherige vorläufige Bezeichnung 2002 LM60) mit 1250 km Durchmesser, Orcus (2004 DW) mit einem Durchmesser von 1600–1800 km und 2003 UB313 mit 2500–3200 km Durchmesser gefunden. Jenseits des Kuipergürtels wurde Ende 2003 der etwa 1700 km große Asteroid Sedna (2003 VB12) entdeckt.
Weitere große Asteroiden sind Pallas, Vesta, Juno, Hebe, Iris, Hygeia, Parthenope, Eunomia, Arethusa und Astraea.
Die Geschichte der Asteroidenforschung
Bereits im Jahre 1760 entwickelte der deutsche Gelehrte Johann Daniel Titius eine einfache mathematische Formel (Titius-Bode-Reihe), nach der die Abstände der Planeten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die Reihe enthält jedoch eine Lücke, da zwischen Mars und Jupiter, im Abstand von 2,8 AE, ein Planet fehlt. Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine regelrechte Jagd auf den unentdeckten Planeten ein. Das erste internationale Forschungsvorhaben wurde ins Leben gerufen, organisiert von Baron Franz Xaver von Zach, der seinerzeit an der Sternwarte Gotha tätig war. Der Himmel wurde in 24 Sektoren eingeteilt, die von Astronomen in ganz Europa systematisch abgesucht wurden. Für den Planeten hatte man bereits den Namen „Phaeton“ reservieren lassen. Fündig wurde man allerdings nicht.
In der Neujahrsnacht des Jahres 1801 entdeckte der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi im Teleskop der Sternwarte von Palermo (Sizilien) bei der Durchmusterung des Sternbildes Stier einen schwachen Stern, der in keiner Sternkarte verzeichnet war. Piazzi hatte von dem Forschungsvorhaben gehört und beobachtete den Stern in den folgenden Nächten, da er vermutete, den gesuchten Planeten gefunden zu haben. Er sandte seine Beobachtungsergebnisse an Zach, wobei er das Objekt zunächst als neuen Kometen bezeichnete. Piazzi erkrankte und konnte seine Beobachtungen nicht fortsetzen. Bis zur Veröffentlichung von Piazzis Beobachtungen war viel Zeit vergangen. Der Himmelskörper war weiter in Richtung Sonne gewandert und konnte zunächst nicht wieder gefunden werden.
Der Mathematiker Gauß hatte allerdings ein numerisches Verfahren entwickelt (unter Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate), die es erlaubte, die Bahnen von Planeten oder Kometen anhand nur weniger Positionen zu bestimmen. Nachdem Gauss die Veröffentlichungen Piazzis gelesen hatte, berechnete er die Bahn des Himmelskörpers und sandte das Ergebnis nach Gotha. Heinrich Wilhelm Olbers entdeckte das Objekt daraufhin am 31. Dezember 1801 wieder, dass schließlich den Namen Ceres erhielt. Im Jahre 1802 entdeckte Olbers einen weiteren Himmelskörper, den er Pallas nannte. 1803 wurde Juno, 1807 Vesta entdeckt. Bis zur Entdeckung des fünften Asteroiden, Astraea im Jahre 1847, vergingen fast 40 Jahre. Es folgten allerdings rasch weitere Entdeckungen, wie die Düsseldorfer Planetoiden, so dass im Jahre 1890 etwa 300 Asteroiden bekannt waren.
Nach 1890 brachte die Einführung der Fotografie in die Astronomie wesentliche Fortschritte. Die Asteroiden, die bis dahin mühsam durch den Vergleich von Teleskopbeobachtungen mit Himmelskarten gefunden wurden, verrieten sich nun durch Lichtspuren auf den fotografischen Platten. Durch die im Vergleich zum menschlichen Auge höhere Lichtempfindlichkeit der fotografischen Emulsionen konnten äußerst lichtschwache Objekte nachgewiesen werden. Durch den Einsatz der neuen Technik stiegt die Zahl der entdeckten Asteroiden rasch an. Die Einführung der CCD-Kameratechnik um 1990 und die Möglichkeiten der computerunterstützten Auswertung der elektronischen Aufnahmen bedeutete einen weiteren wesentlichen Fortschritt. Bislang sind etwa 220.000 Asteroiden katalogisiert worden.
Ist die Bahn eines Asteroiden bestimmt worden, kann die Größe des Himmelskörpers aus der Untersuchung seiner Helligkeit und des Rückstrahlvermögens, der Albedo, ermittelt werden. Dazu werden Messungen im optisch sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich durchgeführt. Diese Methode ist mit Unsicherheiten verbunden, da die Oberflächen der Asteroiden chemisch unterschiedlich aufgebaut sind und das Licht unterschiedlich stark reflektieren.
Genauere Ergebnisse können mittels Radarbeobachtungen erzielt werden. Dazu können Radioteleskope verwendet werden, die, als Sender umfunktioniert, starke Radiowellen in Richtung der Asteroiden aussenden. Durch die Messung der Laufzeit der von den Asteroiden reflektierten Wellen kann deren exakte Entfernung bestimmt werden. Die weitere Auswertung der Radiowellen liefert Daten zu Form und Größe. Regelrechte „Radarbilder“ lieferte beispielsweise die Beobachtung der Asteroiden Castalia und Toutatis.
Eine Reihe von Asteroiden konnte mittels Raumsonden näher untersucht werden:
- Die Raumsonde Galileo flog auf ihrem Weg zum Planeten Jupiter im Jahre 1991 am Asteroiden Gaspra und 1993 an Ida vorbei.
- Die Sonde NEAR-Shoemaker flog 1997 an dem Asteroiden Mathilde vorbei und landete 2001 auf Eros.
- Die Sonde Deep Space 1 passierte 1999 den Asteroiden Braille in 26 km Abstand.
- Die Sonde Stardust zog 2002 in 3.300 km Entfernung am Asteroiden Annefrank vorbei.
- Die japanische Sonde Hayabusa ereichte 2005 den Asterioden Itokawa und soll von dort Gesteinsproben zur Erde transferieren.
Die Benennung der Asteroiden
Hauptartikel: Benennung von Asteroiden und Kometen
Die Namen der Asteroiden setzen sich aus einer vorangestellten Nummer und einem Namen zusammen. Die Nummer gab früher die Reihenfolge der Entdeckung des Himmelskörpers an. Heute ist sie eine rein numerische Zählform, da sie erst vergeben wird, wenn die Bahn des Asteroiden gesichert ist (das Objekt ist jederzeit wieder auffindbar). Das kann durchaus auch erst Jahre nach der Erstbeobachtung erfolgen.
Der Entdecker hat innerhalb von 10 Jahren nach der Nummerierung das Vorschlagsrecht für die Vergabe eines Namens. Dieser muss aber durch eine Kommission der Internationalen Astronomischen Union bestätigt werden, da es Richtlinien für die Namen astronomischer Objekte gibt. Dementsprechend existieren zahlreiche Asteroiden zwar mit Nummer, aber ohne Namen, vor allem in den oberen Zehntausendern.
Neuentdeckungen, für die noch keine Bahn mit ausreichender Genauigkeit berechnet werden konnte, werden mit dem Entdeckungsjahr und einer Buchstabenkombination, beispielsweise 2003 UB313, gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination setzt sich aus dem ersten Buchstaben für die Monatshälfte (beginnend mit A und fortlaufend bis Y ohne I) und einem fortlaufenden Buchstaben zusammen. Wenn mehr als 24 Kleinplaneten in einer Monatshälfte entdeckt werden - was heute die Regel ist - beginnt die Buchstabenkombination von vorne, gefolgt von jeweils einer je Lauf um eins erhöhten laufenden Nummer.
Der erste Asteroid wurde 1801 von Giuseppe Piazzi an der Sternwarte Palermo auf Sizilien entdeckt. Piazzi taufte den Himmelskörper auf den Namen Ceres Ferdinandea. Die römische Göttin Ceres ist Schutzpatronin der Insel Sizilien. Mit dem zweiten Namen wollte Piazzi König Ferdinand IV., den Herrscher über Italien und Sizilien ehren. Dies missfiel der internationalen Forschergemeinschaft und man ließ ihn weg. Die offizielle Bezeichnung des Asteroiden lautet demnach (1) Ceres.
Bei den weiteren Entdeckungen wurde die Nomenklatur beibehalten und die Asteroiden wurden nach römischen und griechischen Göttinnen benannt; dies waren (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta ... (17) Thetis (der erste von 24 Düsseldorfer Planetoiden), (288) Glauke (der letzte der Düsseldorfer Planetoiden) und so weiter. Anfänglich galt auch das ungeschriebene Gesetz, dass Asteroiden stets weibliche Namen erhielten; dieses wurde erstmals beim Asteroiden (334) Chicago gebrochen.
Als immer mehr Asteroiden entdeckt wurden, gingen den Astronomen die antiken Gottheiten aus. So wurden Asteroiden unter anderem nach den Ehefrauen der Entdecker, zu Ehren historischer Persönlichkeiten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Städten, Märchenfiguren und Gottheiten aus anderen Religionen benannt. Beispiele hierfür sind die Asteroiden Kleopatra, Albert, Annefrank, Jodiefoster, Lutetia, Rumpelstilz, Varuna, Quaoar und Sedna. Diese Praxis trieb Blüten. So ist beispielsweise der 1935 entdeckte Planetoid Haremari zu Ehren beliebter Schauspielerinnen und der Freundinnen einiger Mitarbeiter des Astronomisches Recheninstituts in Heidelberg benannt, als Harem des ARI.
Die Entstehung der Asteroiden
Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass die Asteroiden das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe seien, bei der ein Planet zwischen Mars und Jupiter auseinanderbrach und Bruchstücke auf seiner Bahn hinterließ. Es zeigte sich jedoch, dass die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimalen aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen. Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die Planetesimale wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten. Die größten Asteroiden wurden nach ihrer Entstehung stark erwärmt (hauptsächlich durch den radioaktiven Zerfall des Aluminium-Isotops 26Al und möglicherweise auch des Eisenisotops 60Fe) und im Innern aufgeschmolzen. Schwere Elemente, wie Nickel und Eisen, setzten sich infolge der Schwerkraftwirkung im Inneren ab, die leichteren Verbindungen, wie die Silikate, verblieben in den Außenbereichen. Dies führte zur Bildung von differenzierten Körpern mit metallischem Kern und silikatischem Mantel. Ein Teil der differenzierten Asteroiden zerbrach bei weiteren Kollisionen, wobei Bruchstücke, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten, als Meteoriten niedergehen.
Die Zusammensetzung der Asteroiden
Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Analog erfolgte eine Einteilung in verschiedene spektrale beziehungsweise taxonomische Klassen:
- C-Asteroiden: Dies ist mit einem Anteil von 75 % der häufigste Asteroidentyp. C-Asteroiden weisen eine kohlen- oder kohlenstoffartige (das C steht für Kohlenstoff), dunkle Oberfläche mit einer Albedo um 0,05 auf. Es wird vermutet, dass die C-Asteroiden aus dem gleichen Material bestehen, wie die kohligen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten. Die C-Asteroiden bewegen sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels.
- S-Asteroiden: Der mit einem Anteil von 17 % zweithäufigste Typ (das S steht für Silikat) kommt hauptsächlich im inneren Bereich des Hauptgürtels vor. S-Asteroiden besitzen eine hellere Oberfläche mit einer Albedo von 0,15 bis 0,25. Von ihrer Zusammensetzung her ähneln sie den gewöhnlichen Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, die überwiegend aus Silikaten zusammengesetzt sind.
- M-Asteroiden: Der überwiegende Rest der Asteroiden wird diesem Typ zugerechnet. Bei den M-Meteoriten (das M steht für metallisch) dürfte es sich um die metallreichen Kerne differenzierter Asteroiden handeln, die bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern zertrümmert wurden. Sie besitzen eine ähnliche Albedo wie die S-Asteroiden. Ihre Zusammensetzung dürfte der von Nickel-Eisenmeteoriten gleichen.
- E-Asteroiden: Die Oberflächen dieses seltenen Typs von Asteroiden bestehen aus dem Mineral Enstatit. Chemisch dürften sie den Enstatit-Chondriten, einer Gruppe von Steinmeteoriten, ähneln. E-Asteroiden besitzen eine hohe Albedo von 0,4 und mehr.
- V-Asteroiden: Dieser seltene Typ von Asteroiden (das V steht für Vesta) ist ähnlich zusammengesetzt, wie die S-Asteroiden. Der einzige Unterschied ist der erhöhte Anteil an Pyroxen-Mineralen. Es wird angenommen, dass alle V-Asteroiden aus dem silikatischen Mantel von Vesta stammen und bei der Kollision mit einem anderen großen Asteroiden abgesprengt wurden. Darauf weist ein gewaltiger Impaktkrater auf Vesta hin. Die auf der Erde gefundenen HED-Achondrite, eine seltene Gruppe von Steinmeteoriten, könnten ebenfalls von Vesta stammen, da sie eine ähnliche chemische Zusammensetzung aufweisen.
- G-Asteroiden: Können als Untergruppe der C-Klasse angesehen werden, da sie ein ähnliches Spektrum aufweisen, jedoch im UV-Bereich unterschiedliche Absorptionslinien aufweisen.
- B-Asteroiden: Ähnlich zusammengesetzt, wie die C- und G-Klasse. Abweichungen im UV-Bereich.
- F-Asteroiden: Ebenfalls eine Untergruppe der C-Klasse, jedoch mit Unterschieden im UV-Bereich. Außerdem fehlen Absorptionslinien im Wellenlängenbereich des Wassers.
- P-Asteroiden: Asteroiden dieses Typs besitzen eine sehr geringe Albedo und ein Spektrum im rötlichen Bereich. Sie sind wahrscheinlich aus Silikaten mit Kohlenstoffanteilen zusammengesetzt. P-Asteroiden halten sich im äußeren Bereich des Hauptgürtels auf.
- D-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich zusammengesetzt, wie die P-Asteroiden, mit einer geringen Albedo und einem rötlichen Spektrum.
- R-Asteroiden: Dieser Typ ist ähnlich aufgebaut, wie die V-Asteroiden. Das Spektrum weist auf hohe Anteile an Olivin und Pyroxene hin.
- A-Asteroiden: Das Spektrum der A-Asteroiden zeigt deutliche Olivinbande und weist auf einen völlig differenzierten Mantelbereich hin. A-Asteroiden halten sich im inneren Bereich des Hauptgürtels auf.
- T-Asteroiden: Dieser Asteroidentyp gehört ebenfalls zum inneren Bereich des Hauptgürtels. Er weist ein dunkles rötliches Spektrum auf, unterscheidet sich jedoch von den P- und R-Asteroiden.
In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die Asteroiden monolithische Felsbrocken, also kompakte Gebilde sind. Die geringen Dichten sowie das Vorhandensein von riesigen Impaktkratern lassen jedoch den Schluss zu, dass die größeren Asteroiden locker aufgebaut sind und eher als lose „Schutthaufen“, die durch die Gravitation zusammengehalten werden, anzusehen sind. Locker aufgebaute Körper können die bei Kollisionen auftretenden Kräfte absorbieren ohne zerstört zu werden. Kompakte Körper werden dagegen bei größeren Impaktereignissen durch die Stoßwellen auseinander gerissen. Darüber hinaus weisen die großen Asteroiden nur geringe Rotationsperioden auf. Eine schnelle Rotation um die eigene Achse würde dazu führen, dass die auftretenden Fliehkräfte die Körper auseinander reißen. Man geht davon aus, dass der überwiegende Teil der über 200 Meter großen Asteroiden derartige kosmische Schutthaufen darstellen.
Die Bahnen der Asteroiden
Asteroiden des Hauptgürtels
Hauptartikel: Asteroidengürtel
Etwa 90 % der bekannten Asteroiden bewegen sich innerhalb des Hauptgürtels um die Sonne, einem breiten Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Sie füllen damit die Lücke in der Titius-Bode-Reihe. Vertreter dieser Asteroiden sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta.
Asteroiden innerhalb der Marsbahn
Hauptartikel: Asteroiden innerhalb der Marsbahn
Asteroiden, deren Bahnen teilweise innerhalb des Mars verlaufen, gliedert man in 3 Gruppen:
- Amor-Typ: Dieser Asteroidentyp kreuzt die Marsbahn in Richtung Erde. Ein Vertreter ist der 1898 entdeckte Eros (1898, der sich der Erdbahn bis 0,15 AE) nähert. Nahe Vorbeigänge von Eros an der Erde dienten in den Jahren 1900 und 1931 zur genauen Vermessung des Sonnensystems. Der Amor-Asteroid Albert, 1911 von Johann Palisa entdeckt, ging später wieder verloren und konnte erst 2000 wiederentdeckt werden. Der Namensgeber der Gruppe, der 1932 entdeckte Amor, besitzt eine typische Bahn von 1,08 bis 2,76 AE.
- Apollo-Typ: Asteroiden dieses Typs bewegen sich zwischen der Mars- und Erdbahn, wobei einige ihrer Mitglieder sehr exzentrische Umlaufbahnen besitzen, die sie im Perihel-Durchgang ins Innere der Venus-Umlaufbahn bringt (Apollo-Typ). Vertreter sind die 1918 von Max Wolf entdeckte Alinda, der 1932 von K. Reimuth entdeckte Apollo mit einer Bahn von 0,65 bis 2,29 AE und der 1937 entdeckte Hermes, der in nur 1½ facher Monddistanz an der Erde vorbeizog.
- Aten-Typ: Eine Gruppe von erdnahen Asteroiden, die sich typischerweise in einem Abstand von weniger als einer AE, und somit innerhalb der Erdbahn, um die Sonne bewegen. Benannt wurde sie nach dem 1976 entdeckten Aten. Aten-Asteroiden mit exzentrischen Bahnen können die Erdbahn von innen her kreuzen. Weitere Vertreter der Gruppe sind Ra-Shalom, Hathor und Cruithne.
Diese Gruppen werden zusammenfassend auch als Erdbahnkreuzer (oder englisch Near-Earth Objects - kurz NEOs) bezeichnet, nach denen wegen einer theoretischen Kollisionsgefahr mit der Erde seit einigen Jahren systematisch gesucht wird.
Das erfolgreichste Suchprogramm ist Lincoln Near Earth Asteroid Research (LINEAR). Weitere Suchprogramme sind NEAT und LONEOS.
Enge Begegnungen mit Erdbahnkreuzer
- Am 18. März 2004 passiert um 23:08 Uhr MEZ der Asteroid 2004 FH, ein Gesteinsbrocken mit etwa 30 m Durchmesser, die Erde über dem südlichen Atlantik in einem Abstand von nur 43.000 km.
- Der nur etwa sechs Meter große Asteroid 2004 FU162 näherte sich der Erde am 31. März 2004 auf 6.500 km. Kein anderer derzeit bekannter Kleinplanet ist der Erde näher gekommen.
- Am 13. April 2029 wird der Asteroid Apophis die Erde passieren: Nur etwa der dreifache Erddurchmesser werde zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität in Michigan nur alle 1300 Jahre vor.
- Der Asteroid 1950 DA wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, auch die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei nur 0,33 %.
Große und bekannte Einschlagkrater
Asteroiden, die mit anderen Himmelskörpern kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Eine diesbezügliche Auflistung befindet sich ebenfalls im Artikel Einschlagkrater im Absatz Große und bekannte Einschlagkrater.
Asteroiden, die sich auf Planetenbahnen bewegen
Hauptartikel: Trojaner (Astronomie)
Asteroiden, die sich in den Lagrange-Punkten der Planeten befinden, nennt man Trojaner. Zuerst entdeckte man diese Begleiter bei Jupiter. Sie bewegen sich auf der Jupiterbahn vor beziehungsweise hinter dem Planeten. Jupitertrojaner sind beispielsweise Achilles und Aeneas. 1990 wurde der erste Marstrojaner entdeckt und Eureka getauft. In der Folgezeit wurden vier weitere Marstrojaner entdeckt.
Asteroiden zwischen Saturn und Uranus
Zwischen den Planeten Saturn und Uranus bewegt sich eine als Zentauren bezeichnete Gruppe von Asteroiden auf exzentrischen Bahnen. Der erste entdeckte Vertreter war Chiron. Die Zentauren stammen vermutlich aus dem Kuipergürtel und sind durch gravitative Störungen auf instabile Bahnen abgelenkt worden.
Transneptunische oder Kuipergürtel-Objekte
Im äußeren Sonnensystem, jenseits der Neptunbahn, bewegen sich die Transneptunischen beziehungsweise Kuipergürtel-Objekte (Kuiper belt objects; KBO). Hier wurden die bislang größten Asteroiden oder Planetoiden entdeckt. Vertreter sind Quaoar, Orcus, Varuna und 2003 UB313.
Asteroiden innerhalb der Merkurbahn
Die Existenz einer weiteren Gruppe von Asteroiden, den Vulkanoiden, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Diese Asteroiden sollen sich auf sonnennahen Bahnen innerhalb des Merkur bewegen.
Siehe auch
Liste der Asteroiden, Liste der Monde und Erdbahnkreuzer
Literatur
- Kometen und Asteroiden. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg 2003 (Sterne und Weltraum Special Nr.2003/2) ISBN 3936278369
- William Bottke, Alberto Cellino, Paolo Paolicchi, Richard P. Binzel (Herausgeber): Asteroids III. Univ. of Arizona Press 2002 (Space Science Series) ISBN 0816522812 (engl.)
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 223-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel im PDF-Format erhältlich: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf
Weblinks
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4 Asteroiden-Newsletter]
- [http://www.wissenschaft.ag/Asteroiden.php4?tvsearch=Asteroiden Asteroiden im TV]
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2002/turiner_skala.html Turiner Skala für das Impakt-Risiko von Asteroiden und Kometen (Verein Kuffner Sternwarte)]
- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/73043.html Trojanerwolken]
Videos
Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=981108.rm Asteroiden - Bomben aus dem All?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010902.rm Woher kommen die Asteroiden?]
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Asteroidengürtel
Der Asteroiden- oder Hauptgürtel ist jener Bereich des Sonnensystems zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, in dem der Großteil der Asteroiden oder Kleinplaneten um die Sonne wandert. Er wird heute mit etwa 2,0 bis 3,4 AE angegeben; schon vor 100 Jahren berechnete ihn Johann Palisa mit 2,2 bis 3,6 AE.
Entdeckung
Aufgrund einer als Titius-Bode-Reihe bezeichneten empirische Formel, die Aussagen über die Ordnung der Planeten macht, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit der systematischen Suche nach einem laut dieser Formel „fehlenden“ Planeten in diesem Bereich begonnen. Mit seiner Entdeckung des später als Ceres benannten größten Asterioden am 1. Januar 1801 glaubte Giuseppe Piazzi den Planeten gefunden zu haben. Doch kamen in den folgenden Jahren nach und nach weitere ähnliche Entdeckungen hinzu – zum Beispiel Pallas (1802) und Vesta (1807). Bis 1890 wusste man schon von 300 Asteroiden in dieser „Planetenlücke“ – bis heute sind es über 100.000 Objekte; darunter auch welche die, wie im Falle von Ida und seinem Begleiter Dactyl, sogar einen eigenen kleinen Mond haben.
Es wird heute allgemein angenommen, dass der Asteroidengürtel gleichzeitig mit dem restlichen Sonnensystem aus einem Urnebel hervorgegangen ist und aufgrund der Einwirkung des Jupiter nicht zu einem Planeten zusammenwachsen konnte. Eine in der Vergangenheit populäre These, nach der es an der entsprechenden Stelle einmal einen kleinen Planeten gab, der aber durch die Kollision mit einem größeren Asteroiden in Stücke gerissen wurde, wird heute kaum noch vertreten.
Die Objekte
Es handelt sich um Objekte jeglicher Größe, von kleinen, unregelmäßig geformten Brocken bis zu dem größten bekannten Kleinplaneten im Hauptgürtel, Ceres, dessen Durchmesser mit etwa 945 Kilometern etwa einem Drittel des Durchmessers unseres Erdmondes entspricht. Bis auf den hellsten, Vesta, sind sie von der Erde aus nicht mit bloßem Auge auszumachen. Die Gesamtmasse aller Asteroiden des Gürtels ist kleiner als die des Erdmondes.
Die Zusammensetzung der Asteroiden ist nicht im gesamten Hauptgürtel gleich. Im inneren Bereich (zwischen 2,0 und 2,5 AE) dominieren helle Objekte der Spektralklassen E (Albedo ~0,4) und S (Albedo ~0,2), auch die V-Klasse ist dort angesiedelt. Es handelt sich dabei um silikatreiche Objekte, die im Laufe ihrer Geschichte teilweise oder auch ganz aufgeschmolzen wurden. Ab einem Abstand von etwa 2,5 AE dominieren die dunklen, kohlenstoffhaltigen Asteroiden der Spektralklasse C (Albedo ~0,05). Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von den Asteroiden im inneren Bereich des Hauptgürtels: Sie dürften aus einer Mischung von Eis und Gestein hervorgegangen sein, die nur mäßig erhitzt wurde. Im äußeren Bereich des Asteroidengürtels treten dann vermehrt Objekte der Spektralklassen D und P auf. Diese sind dem C-Typ zwar ähnlich, wurden aber in ihrer Geschichte offenbar kaum nennenswert erhitzt, sodass auf ihrer Oberfläche noch Eis vorhanden sein könnte. Mit zunehmendem Abstand von der Sonne ist also eine Entwicklung von Objekten mit komplexer geologischer Vergangenheit hin zu primitiven (wenig veränderten) Asteroiden feststellbar.
Verteilung, Lücken
Die Asteroiden sind im Hauptgürtel nicht gleichmäßig verteilt, da die Gravitation des Planeten Jupiter – er vereint rund 70 Prozent der Gesamtmasse der Planeten unseres Sonnensystems in sich – Bahnstörungen verursacht. Bei ganzzahligen Verhältnissen der Umlaufzeiten der Asteroiden und des Jupiter treten Resonanzen auf, die den Gravitationseffekt verstärken. In diesen Bereichen sind keine stabilen Asteroidenbahnen möglich, so dass hier Lücken im Hauptgürtel auftreten. Nach dem Astronomen Daniel Kirkwood, der diese Lücken bereits 1866 festgestellt hatte, wurden sie Kirkwoodlücken genannt.
Sonstige Asteroidenvorkommen
Etwa zehn Prozent der bekannte Kleinplaneten laufen nicht auf Bahnen zwischen Mars und Jupiter.
- Innerhalb der Marsbahn bewegen sich die Amor-Typ-, Apollo-Typ- und Aten-Typ-Asteroiden.
- Auf den Bahnen der Planeten Mars, Jupiter und Neptun laufen Asteroiden um die Sonne, die als Trojaner bezeichnet werden.
- Jenseits des Neptun bewegen sich Transneptune bzw. Objekte des Kuipergürtels (KBO - Kuiper Belt Objects). In diesem Bereich werden mehr Objekte vermutet als im Hauptgürtel, aufgrund der großen Entfernung sind sie aber schwieriger nachzuweisen. Zudem finden sich unter den Transneptunen auch einige Objekte, deren Durchmesser über 1000 km liegt, und somit die größten Asteroiden im Hauptgürtel übertreffen.
Ein weiterer Asteroidengürtel, die Vulcanoiden, ist innerhalb der Merkurbahn zu erwarten, konnte aber bisher wegen der Sonnennähe nicht direkt nachgewiesen werden.
Asteroidengürtel in der Fiktion
Asteroidengürtel bieten in Science-Fiction-Filmen ein dramaturgisches Element, sind in der Regel aber masslos übertrieben dargestellt. Szenen wie die Verfolgungsjagd in den Star-Wars-Filmen Das Imperium schlägt zurück oder Angriff der Klonkrieger zeigen extrem dichte Felder aus sich schnell bewegenden Objekten, die nur durch Pilotenkunst zu meistern sind. Die bislang einzige 'echte' Darstellung eines Asteroidengürtels war in 2001 - Odysee im Weltraum, welcher eine Szene enthält in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Asteroidengürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden die ihn durchquerten beweisen - tatsächlich sind aufwändige Kursberechnungen nötig um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl von etwa 100.000 auf ein immenses Raumgebiet verteilt.
Literatur
- Sternenbote: Jahrgang 45/12, Seite 222-234: Die Asteroiden - Dramatik und Schutt im Planetensystem: Gottfried Gerstbach: Artikel auf der Seite des Autors im PDF-Format abrufbar: http://www.g.gerstbach.at/papers/Asteroid1202gg.pdf
Weblinks
- [http://cfa-www.harvard.edu/iau/mpc.html Minor Planet Center] (Englisch)
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26. AprilDer 26. April ist der 116. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 117. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 249 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1220 - Der Staufer-König Friedrich II. erlässt die „Confoederatio cum principibus ecclesiasticis“ und übergibt den Bischöfen damit wesentliche Königsrechte.
- 1336 - Erste touristische Bergbesteigung. Der Dichter Petrarca erklimmt mit seinem Bruder den Mont Ventoux.
- 1506 - Feierliche Eröffnung der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
- 1925 - In Deutschland wird der Kandidat der Rechten, der frühere Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, als Nachfolger des Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Der 78-jährige Hindenburg erhält 14,7 Millionen Stimmen; auf Wilhelm Marx, den Kandidaten des Zentrums und der Sozialdemokratie, entfallen 13,7 Millionen.
- 1935 - In Berlin wird die erste Welt-Hunde-Ausstellung mit Vertretern von 124 Rassen aus 15 Ländern eröffnet.
- 1937 - Guernica wird im Spanischen Bürgerkrieg von deutschen (Legion Condor) und italienischen Flugzeugen bombardiert.
- 1945 - Mit dem letzten größeren deutschen Panzerangriff des 2. Weltkriegs wird Bautzen zurückerobert.
- 1964 - Gründung der Vereinigten Republik Tansania.
Tansania
- 1976 - In Ost-Berlin wird nach 32-monatiger Bauzeit der Palast der Republik eröffnet.
- 1991 - In Finnland wird der 37jährige Politikwissenschaftler Esko Aho Ministerpräsident, nachdem er eine Vierparteienkoalition gebildet hat.
- 1994 - Beginn der ersten freien Wahlen in Südafrika.
- 1996 - Deutschland. Nach Lösegeldzahlung kommt Jan Philipp Reemtsma wieder frei.
- 1997 - Bundespräsident Roman Herzog hält in Berlin seine vielbeachtete "Ruck-Rede"
- 2000 - Italien. Der ehemalige Finanzminister Giuliano Amato wird neuer Regierungschef.
- 2001 - Japan. Junichiro Koizumi wird neuer Ministerpräsident.
- 2002 - Bei einem Amoklauf an einem Erfurter Gymnasium werden 16 Menschen getötet (siehe Amoklauf von Erfurt).
Wirtschaft
- 1950 - Der (1886 von Samuel Fischer gegründete und nach der Nazi-Machtübernahme 1933 unterdrückte) Verlag S. Fischer wird in Frankfurt am Main neu gegründet.
- 1967 - Der deutsche Bundestag beschließt die Einführung der Mehrwertsteuer.
- 1992 - Mazedonien trennt sich vom serbisch-jugoslawischen Dinar
Wissenschaft und Technik
- 1755 - Nach Anregung des Universalgelehrten und Schriftstellers Michail Lomonossow und einen Erlass der Zarin Elisabeth I. wird in Moskau die erste russische Universität eröffnet.
- 1865 - Annibale de Gasparis entdeckt den Asteroid 83 (Beatrix) im Asteroidengürtel.
- 1828 - Die "Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin" wird gegründet.
- 1962 - Zum ersten Mal erreicht mit "Ranger 4" eine Raumsonde den Mond, allerdings ohne vor dem planmäßigen Zerschellen an der Oberfläche Bilder übermitteln zu können.
Kultur
- 1767 - Uraufführung der Oper L'amore artigiano (Handwerkerliebe) von Florian Leopold Gassmann am Burgtheater in Wien.
- 1840 - Wilhelm Schröders Fabel "De Has un de Swinegel" (Vom Wettlauf zwischen Hase und Igel) wird im "Hannoverschen Volksblatt" erstmals (in niederdeutscher Sprache) veröffentlicht und drei Jahre später von den Gebrüdern Grimm als Nummer 187 in ihre Märchensammlung übernommen.
- 1923 - Die Oper "Belfagor" von Ottorino Respighi wird an der Mailänder Scala uraufgeführt.
- 1925 - "Der Prozess", ein Roman von Franz Kafka, wird posthum von Max Brod herausgegeben.
Religion
- 1977 - Papst Paul VI. und der Erzbischof von Canterbury, Donald Coggan treffen sich in Rom, um Gespräche zur Aussöhnung der katholischen und anglikanischen Kirche zu führen.
- 1998 - Weihbischof Juan Gerardi Conedera, der Leiter des kirchlichen Menschenrechtsbüros, wird in Ciudad de Guatemala erschlagen, nachdem er zwei Tage zuvor einen Bericht über die während des Bürgerkriegs verübten Verbrechen der Militärdiktatur vorgelegt hat.
Katastrophen
- 1942 - Das weltweit bisher schwerste Bergwerksunglück mit 1.549 Toten ereignet sich in der Honkeiko Kohlenmine (Mandschurei, China).
- 1966 - Ein Erdbeben richtet starke Zerstörungen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent an.
- 1986 - Im ukrainischen Tschornobyl kommt es zu einem Super-GAU im dortigen Kernkraftwerk, siehe Katastrophe von Tschernobyl.
- 1993 - Eine Boeing 737 der Indian Airlines rammt in Aurangabad während des Starts einen Lastwagen. Von 118 Menschen an Bord sterben 55.
- 1994 - Ein aus Taipeh kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzt beim Landeanflug auf Nagoya in Japan ab, wobei 264 Menschen sterben und 7 das Unglück überleben.
Sport
Nagoya
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1876 - Der Kjøbenhavns Boldklub (KB) wird gegründet. Es ist der älteste Fußballverein Nordeuropas, heute bekannt als FC København (FCK).
- 1966 - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) vergibt die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 nach München.
Geboren
München
- 121 - Marcus Aurelius, römischer Kaiser
- 1573 - Maria von Medici, Königin von Frankreich
- 1648 - Peter II. (Portugal), König von Portugal aus dem Hause Braganza
- 1711 - David Hume, schottischer Philosoph und Historiker
- 1721 - Prinz Wilhelm August, Herzog von Cumberland, Sohn König Georgs II., britischer Heerführer
- 1774 - Christian Leopold von Buch, deutscher Geologe
- 1783 - Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg), General und letzter Landgraf von Hessen-Homburg
Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg)
- 1785 - John James Audubon, amerikanischer Ornithologe und Zeichner
- 1787 - Ludwig Uhland, deutscher Dichter, Philologe, Jurist und Politiker
- 1794 - Bernhard Thiersch, deutscher Gymnasiallehrer, Dichter des Preußenliedes
- 1798 - Eugène Delacroix, französischer Maler
- 1812 - Alfred Krupp, deutscher Industrieller und Erfinder
- 1829 - Theodor Billroth, deutscher Chirurg
- 1838 - Carl Wilhelm Heine, deutscher Mediziner
- 1845 - Jorge Montt Álvarez, chilenischer Offizier und Politiker
- 1848 - Johan Thomas Lundbye, deutscher Maler
- 1863 - Arno Holz, deutscher Schriftsteller
- 1868 - Max Geißler, deutscher Redakteur und Schriftsteller
- 1875 - Syngman Rhee, koreanischer Staatspräsident von 1948-1960
- 1876 - Otto Linnemann, deutscher Maler
- 1877 - Alliott Verdon Roe, britischer Luftfahrtpionier
- 1879 - Owen Willans Richardson, britischer Physiker (Nobelpreis für Physik 1928)
- 1885 - Carl Einstein, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller
- 1886 - Ma Rainey, US-amerikanische Sängerin
- 1889 - Ludwig Wittgenstein, wichtigster österreichischer Philosoph des 20. Jahrhunderts
- 1894 - Rudolf Heß, deutscher nationalsozialistischer Politiker und Stellvertreter Hitlers
- 1896 - Ernst Udet, deutscher Jagdflieger
- 1897 - Olga Tschechowa, deutsche Schauspielerin russischer Herkunft
- 1898 - Vicente Aleixandre, spanischer Lyriker und Literaturnobelpreisträger
- 1900 - Charles Francis Richter, US-amerikanischer Geophysiker und Seismologe (Richterskala)
- 1900 - Douglas Sirk, deutsch-US-amerikanischer Bühnenregisseur und Filmregisseur der UFA
- 1903 - Alexander Möller, deutscher Politiker und Bundesfinanzminister
- 1905 - Jean Vigo, französischer Regisseur
- 1907 - Leo Kofler, deutscher Philosoph
- 1910 - Mehmed Meša Selimović, bosnischer Schriftsteller
- 1911 - Marianne Hoppe, deutsche Schauspielerin
- 1912 - Alfred Elton van Vogt, kanadischer Schriftsteller und Science Fiction Autor
- 1913 - Sigrid Hunke, Religionswissenschaftlerin und Germanistin
- 1914 - Bernard Malamud, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1916 - Werner Bischof, schweizerischer Fotograf
- 1917 - Ieoh Ming Pei, chinesischer Architekt
- 1918 - Fanny Blankers-Koen, niederländische Sportlerin; Leichtathletin des Jahrhunderts
- 1925 - Zvi Yavetz, israelischer Althistoriker
- 1926 - Michael Mathias Prechtl, deutscher Maler, Illustrator und Karikaturist
- 1927 - Roswitha Verhülsdonk, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1928 - Hertha Kräftner, österreichische Schriftstellerin
- 1930 - Maria Sebaldt, deutsche Schauspielerin
- 1930 - Martin Gotthard Schneider, deutscher Komponist
- 1931 - Norbert Greinacher, deutscher Theologe
- 1932 - Michael Smith, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1932 - Roland Dressel, deutscher Kameramann
- 1933 - Arno Penzias, US-amerikanischer Physiker (Nobelpreis für Physik 1977)
- 1934 - Konstantin Waginow, russischer Dichter
- 1936 - Heinz Vollmar, deutscher Fußballspieler
- 1937 - Hannelies Taschau, deutsche Schriftstellerin
- 1938 - Duane Eddy, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Heinz Strehl, deutscher Fußballspieler
- 1938 - Maurice Williams, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1939 - Winfried Krause, sächsischer Humorist und Kabarettist
- 1940 - Giorgio Moroder, italienischer Produzent und Komponist
- 1941 - Claudine Clark, US-amerikanische Sängerin
- 1941 - Regine Hildebrandt, deutsche Biologin und Politikerin
- 1942 - Bobby Rydell, US-amerikanischer Sänger und Entertainer
- 1942 - Wolfgang Börnsen, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1942 - Manfred Korfmann, deutscher Archäologe († 2005)
- 1943 - Gary Wright, US-amerikanischer Musiker
- 1943 - Ina Albowitz, deutsche FDP-Politikerin und MdB
- 1945 - Tony Murray, britischer Musiker
- 1945 - Winfried Glatzeder, deutscher Schauspieler
- 1946 - Ronny Dayton, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - David Byrne, irischer Politiker und EU–Kommissar
- 1949 - Jimmy Hall, US-amerikanischer Sänger
- 1955 - Kurt Bodewig, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1955 - Peter Neururer, deutscher Fußballtrainer
- 1958 - Ingolf Lück, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1959 - Tom Pauls, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 1960 - Roger Taylor, britischer Musiker
- 1963 - Jet Li, chinesischer Kampfkunst-Akteur
- 1965 - Kevin James, US-amerikanischer Schauspieler
- 1967 - Monte Warden, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1973 - Stephanie Graf, österreichische Leichtathletin (800 m)
- ((1977)) - Nathan Jonas Jordison, Schlagzeuger von Slipknot
- 1977 - Tom Welling, US-amerikanischer Schauspieler
- 1979 - Ferydoon Zandi, deutscher Fußballspieler
- 1980 - Jordana Brewster, US-amerikanisch-brasilianische Schauspielerin
- 1982 - Joanne Gobure, nauruische Dichterin
- 1983 - Jessica Lynch, US-amerikanische Soldatin ("Kriegsgefangene" im Dritten Golfkrieg)
Gestorben
Jessica Lynch
Jessica Lynch
- 1192 - Go-Shirakawa, 77. Kaiser von Japan (1155 - 1158)
- 1196 - Alfons II., König von Aragón 1162-1196
- 1490 - Matthias Corvinus, König von Ungarn und Herzog von Österreich
- 1726 - Jeremy Collier, englischer Geistlicher
- 1731 - Daniel Defoe, englischer Schriftsteller und Journalist
- 1776 - Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, erste Gattin des Zaren Paul I. (Russland)
- 1792 - Claude Joseph Rouget de Lisle, französischer Dichter (Marseillaise)
- 1815 - Carsten Niebuhr, deutsch-dänischer Mathematiker, Kartograf und Forschungsreisender
- 1827 - János Bihari, ungarischer Komponist ("Zigeunergeiger")
- 1860 - António José de Sousa Manoel de Menezes Severim de Noronha, portugiesischer Staatsmann und General
- 1863 - Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 1865 - John Wilkes Booth, US-amerikanischer Attentäter Abraham Lincolns
- 1866 - Hermann Mayer Salomon Goldschmidt, deutsch-französischer Astronom und Maler
- 1869 - Franz Michael Felder, österreichischer Schriftsteller
- 1895 - Manuel da Silva Passos, portugiesischer Rechtsanwalt und Politiker
- 1903 - Malwida von Meysenbug, deutsche Schriftstellerin
- 1908 - Karl August Möbius, Zoologe und Ökologe
- 1910 - Bjørnstjerne Bjørnson, norwegischer Erzähler und Dramatiker, Nobelpreisträger
- 1910 - Garretson W. Gibson, ehemaliger Präsident Liberias
- 1914 - Eduard Suess, österreichischer Geologe und Politiker
- 1915 - Ernst Meumann, deutscher Experimentalpsychologe
- 1920 - Friedrich Imhoof-Blumer, schweizerischer Numismatiker
- 1920 - Srinivasa Aiyangar Ramanujan, indischer Mathematiker
- 1924 - Josef Labor, österreichischer Pianist und Komponist
- 1927 - Eugen Gradmann, deutscher Pfarrer und Landeskundler
- 1931 - George Herbert Mead, Professor für Philosophie und Sozialpsychologie
- 1934 - Konstantin Konstantinowitsch Waginow, russischer Dichter
- 1934 - Konstantin Waginow, russischer Dichter
- 1938 - Edmund Husserl, deutscher Philosoph
- 1940 - Carl Bosch, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger
- 1941 - Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem, deutsche Schriftstellerin
- 1945 - Pawlo Skoropadskyj, ukrainischer Politiker
- 1946 - Hermann von Keyserling, deutscher Philosoph
- 1951 - Arnold Sommerfeld, deutscher mathematischer Physiker
- 1951 - John Alden Carpenter, US-amerikanischer Komponist
- 1955 - Heinrich Mohn, deutscher Verleger (Bertelsmann)
- 1956 - Gustav Oelsner, deutscher Architekt und Städteplaner
- 1960 - Wander Johannes de Haas, niederländischer Physiker und Mathematiker
- 1960 - Wolfgang Müller, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 1968 - John Heartfield, deutscher Maler, Graphiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner
- 1969 - Morihei Ueshiba, Begründer der Kampfkunst Aikido
- 1970 - John Knittel, Schweizer Schriftsteller
- 1972 - Johann Reichhart, letzter Scharfrichter Deutschlands
- 1976 - Andrej Antonowitsch Gretschko, sowjetischer Militär und Politiker
- 1981 - Jim Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 1984 - Count Basie, gehörte zu den führenden Jazz-Pianisten, Organisten und Bandleadern
- 1986 - Hermann Gmeiner, österreichischer Pädagoge und Gründer der SOS-Kinderdörfer
- 1986 - Lou van Burg, niederländisch-deutscher Showmaster und Entertainer
- 1988 - Valerie Solanas, US-amerikanische Feministin
- 1989 - Lucille Ball, US-amerikanische Schauspielerin, Star von I Love Lucy
- 1991 - Carmine Coppola, US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1995 - Egon Franke, deutscher Politiker
- 2003 - Peter Stone, US-amerikanischer Bühnen- und Drehbuchautor
- 2004 - Franz Staab, deutscher Historiker
- 2004 - Hubert Selby, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2005 - Josef Nesvadba, tschechischer Schriftsteller
- 2005 - Maria Schell, schweizerisch-österreichische Schauspielerin
Feier- und Gedenktage
- Welttag des geistigen Eigentums (WIPO)
Siehe auch
- 25. April - 27. April
- 26. März - 26. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0426
ja:4月26日
ko:4월 26일
simple:April 26
th:26 เมษายน
1865
- 29. Mai: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird gegründet
- 14. Juli: Erstbesteigung des Matterhorn durch Edward Whymper, Lord Douglas, Hudson, Hadow, Michel Croz und Peter Taugwalder Vater und Sohn
- am Hudson River entsteht der erste Eissegelclub der Welt
Politik
- in Leipzig wird der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) unter führender Mitwirkung von Louise Otto-Peters gegründet
- 9. April: Kapitulation der Virginia-Armee der Konföderierten Staaten von Amerika im Gerichtshaus zu Appomattox gegenüber der Nordstaaten-Armee (USA)
- 14. August: Gasteiner Konvention zwischen Preußen und Österreich zur Verwaltung von Schleswig und Holstein
- 24. Dezember: General Nathan Bedford Forrest und andere heimgekehrte Soldaten der Südstaaten gründen nach dem verlorenen Bürgerkrieg den originalen Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee
- Mihail Kogălniceanu ( - 6. September 1817 in Iaşi, † 1. Juli 1891 in Paris) erster rumänischer Ministerpräsident, Historiker und Publizist tritt zurück
Katastrophen
- 5. Mai: Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes
- 16. Juli: Eisenbahnunglück in Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte
- 25. Oktober: Das Dampfschiff „S. S. Republic“ (USA) sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 Tote (von 92 Menschen an Bord)
Wirtschaft
- BASF wird gegründet
Wissenschaft und Technik
- Johann Josef Loschmidt berechnet die Anzahl der Moleküle in einem gegebenen Volumen eines Gases unter Normalbedingungen, die so genannte Loschmidt-Zahl L, auch Avogadrozahl (in Berichte der Wiener Akademie 52 (1865), 345)
Kultur
- 17. Februar: Uraufführung der Oper Der Deserteur von Ferdinand Hiller in Köln
- 4. April: Max und Moritz von Wilhelm Busch erscheint erstmals
- 15. April: Uraufführung der Oper Le Bœuf Apis von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 28. April: Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris
- 21. Mai: Uraufführung des lyrischen Dramas Der Cid von Peter Cornelius am Hoftheater Weimar
- 10. Juni: Uraufführung der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner im Königlichen Hof- und Nationaltheater München
- 2. Juli: Gründung der Heilsarmee
- 28. September: Uraufführung der Oper Straszny Dwór (das Gespensterschloß) von Stanislaw Moniuszko in Warschau
- 18. Oktober: Allgemeiner Deutscher Frauenverein in Leipzig gegründet
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Le Voyage en Chine von François Bazin an der Opéra-Comique in Paris
- 6. Januar: Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler († 1934)
- 8. Januar: Winnaretta Singer, Musikmäzenin († 1943)
- 13. Januar: Peter Bruckmann, Fabrikant († 1937)
- 22. Januar: Jean Paul Ertel, deutscher Komponist († 1933)
- 26. Januar: Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Dichter und Politiker († 1903)
- 31. Januar: Henri Desgrange, Begründer der Tour de France († 1940)
- 9. Februar: Erich Dagobert von Drygalski, deutscher Geograph, Geophysiker und Polarforscher († 1949)
- 15. Februar: Emil Kraepelin, deutscher Psychologe († 1926)
- 17. Februar: Ernst Troeltsch, deutscher Theologe und Politiker († 1923)
- 19. Februar: Sven Hedin, schwedischer Geograf und Forschungsreisender († 1952)
- 21. Februar: Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC) († 1924)
- 22. Februar: Otto Modersohn, deutscher Maler († 1943)
- 25. Februar: Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer († 1927)
- 27. Februar: Jacques Mieses, deutsch-britischer Schachspieler († 1954)
- 19. März: William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe († 1937)
- 25. März: Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker († 1940)
- 1. April: Richard Adolf Zsigmondy, Chemiker, Bergsteiger († 1929)
- 9. April: Charles Proteus Steinmetz, deutsch-amerikanischer Elektroingenieur († 1923)
- 9. April: Erich Ludendorff, deutscher Offizier und General († 1937)
- 29. April: Max Fabiani, Architekt, Schüler Otto Wagners († 1962)
- 18. Mai: Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin († 1941)
- 25. Mai: Friedrich August III. (Sachsen), König des Königreich Sachsen († 1932)
- 25. Mai: John Raleigh Mott, US-Amerikanischer evangelischer Theologe († 1955)
- 25. Mai: Pieter Zeeman, niederländischer Physiker († 1943)
- 1. Juni: Alfred Götze, deutscher Prähistoriker († 1948)
- 3. Juni: Georg V., englischer König von 1910 bis 1936 († 1936)
- 9. Juni: Carl Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 9. Juni: Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 13. Juni: Karl Blossfeldt, deutscher Fotograf († 1932)
- 13. Juni: William Butler Yeats, irischer Dichter († 1939)
- 19. Juni: Alfred Hugenberg, deutscher Unternehmer und Politiker († 1951)
- 28. Juni: Otto Julius Bierbaum, deutscher Autor und Schriftsteller († 1910)
- 2. Juli: Lily Braun, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 6. Juli: Emil Jaques-Dalcroze, Komponist und Musikpädagoge († 1950)
- 17. Juli: Bernhard Dernburg, deutscher Politiker und Bankier († 1937)
- 18. Juli: Robert Gradmann, deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler († 1950)
- 21. Juli: Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1951)
- 22. Juli: Rudolf Heinze, deutscher Jurist und Politiker († 1928)
- 26. Juli: Philipp Scheidemann, sozialdemokratischer Politiker († 1939)
- 31. Juli: Alfons Heinrich, Herzog von Oporto und Herzog zu Sachsen († 1920)
- 1. August: Alfred Hoche, deutscher Psychiater († 1943)
- 3. August: Carl Dorno, deutscher Naturforscher († 1942)
- 6. August: Hannah Chaplin, britische Tänzerin und Sängerin († 1928)
- 8. August: Robert Haab, Schweizer Politiker († 1939)
- 10. August: Alexander Konstantinowitsch Glasunow, russischer Komponist († 1936)
- 15. August: Hantaro Nagaoka, japanischer Physiker († 1950)
- 16. August: Ettore Tolomei, italienischer Nationalist († 1952)
- 16. August: Denis Joseph Dougherty, Erzbischoff von Philadelphia († 1951)
- 24. August: Ferdinand I. (Rumänien), rumänischer König († 1927)
- 28. August: Caspar Klein, Bischof und der erste Erzbischof von Paderborn
- 12. September: Sophus Claussen, dänischer Schriftsteller († 1931)
- 18. September: Friedrich Wilhelm Kuhnert, deutscher Maler und Illustrator († 1926)
- 19. September: Oskar Dressel, deutscher Chemiker († 1941)
- 21. September: Georg Ludwig Rudolf Maercker, deutscher Generalmajor († 1924)
- 23. September: Suzanne Valadon, französische Malerin († 1938)
- 26. September: Otto Tetens, deutscher Naturwissenschaftler († 1945)
- 1. Oktober: Paul Dukas, französischer Komponist († 1935)
- 4. Oktober: Max Halbe, deutscher Schriftsteller und Dramatiker († 1944)
- 4. Oktober: Friedrich Lienhard, deutscher Schriftsteller und Wortführer der Heimatkunstbewegung († 1929)
- 7. Oktober: Theodor Scheimpflug, Entdecker der fotografischen Regel († 1911)
- 10. Oktober: Rafael Merry del Val y Zulueta, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1930)
- 11. Oktober: Emma Graf, Schweizer Frauenrechtlerin († 1926)
- 12. Oktober: Arthur Harden, britischer Biochemiker und Nobelpreisträger († 1940)
- 18. Oktober: Karl Eugen Neumann, Übersetzer der Reden des Buddha († 1915)
- 20. Oktober: Mackay-Hugh Baillie-Scott, britischer Architekt und Innenarchitekt († 1945)
- 25. Oktober: Walter Leistikow, Berliner Maler († 1908)
- 26. Oktober: Benjamin Guggenheim, US-amerikanischer Geschäftsmann († 1912)
- 28. Oktober: James Brendan Connolly, erster Olympiasieger der Neuzeit († 1957)
- 1. November: Sámuel Teleki, österreichisch-ungarischer Politiker († 1916)
- 2. November: Warren G, 29. Präsident der USA († 1923)
- 6. November: William Boog Leishman, britischer Mediziner († 1926)
- 19. November: Otto Eckmann, deutscher Maler und Grafiker († 1902)
- 24. November: Adolf Damaschke, Pädagoge und ein Führer der Bodenreformbewegung († 1935)
- 3. Dezember: Gustav Jenner, deutscher Komponist († 1920)
- 8. Dezember: Jacques Salomon Hadamard, französischer Mathematiker († 1963)
- 8. Dezember: Jean Sibelius, finnischer Komponist († 1957)
- 23. Dezember: Albrecht von Württemberg, deutscher Adliger († 1939)
- 30. Dezember: Rudyard Kipling, britischer Schriftsteller und Dichter († 1936)
- 19. Januar: Pierre Joseph Proudhon, französischer Ökonom, Soziologe und Anarchist ( - 1809)
- 10. Februar: Heinrich Friedrich Emil Lenz, deutscher Physiker ( - 1804)
- 25. Februar: Otto Ludwig, deutscher Schriftsteller ( - 1813)
- 1. März: Anna Pawlowna, Königin der Niederlande ( - 1795)
- 2. April: Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation) ( - 1825)
- 2. April: Richard Cobden, englischer Unternehmer ( - 1804)
- 5. April: Jan Kaňka, tschechischer Komponist ( - 1772)
- 15. April: Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ( - 1809)
- 26. April: John Wilkes Booth, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1838)
- 28. April: Samuel Cunard, kanadischer Geschäftsmann und Reeder ( - 1787)
- 30. April: Robert FitzRoy, britischer Marineoffizier und Meteorologe ( - 1805)
- 21. Mai: Christian Jürgensen Thomsen, dänischer Altertumsforscher ( - 1788)
- 24. Mai: Sophie Barat, Gründerin des katholischen Frauenordens der Sacré Coeur-Schwestern ( - 1779)
- 29. Mai: Bernard-Pierre Magnan, französischer General und Marschall von Frankreich ( - 1791)
- 6. Juni: William Clark Quantrill, Partisanen-Führer im amerikanischen Sezessionskrieg ( - 1837)
- 13. August: Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt (Hygiene-Pionier) ( - 1818)
- 23. August: Ferdinand Georg Waldmüller, Maler und Kunstschriftsteller ( - 1793)
- 26. August: Johann Franz Encke, deutscher Astronom ( - 1791)
- 27. August: Thomas Chandler Haliburton, kanadischer Schriftsteller ( - 1796)
- 29. August: Gustav Harkort, deutscher Unternehmer, Bankier und Eisenbahnpionier ( - 1795)
- 2. September: William Rowan Hamilton, irisch-englischer Mathematiker und Physiker ( - 1805)
- 28. September: Carl Alexander Heideloff, deutscher Architekt und Denkmalpfleger ( - 1789)
- 12. Oktober: Samuel Marot, evangelischer Theologe ( - 1770)
- 18. Oktober: Henry John Temple, britischer Politiker ( - 1784)
- 25. November: Heinrich Barth, deutscher Afrikaforscher ( - 1821)
- 28. November: Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker ( - 1794)
- 1. Dezember: Abraham Emanuel Fröhlich, Schweizer Theologe und Schriftsteller ( - 1796)
- 4. Dezember: Adolph Kolping, deutscher katholischer Priester ( - 1813)
- 10. Dezember: Leopold I. (Belgien), König von Belgien ( - 1790)
- 31. Dezember: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin und Führerin der Frauenbewegung ( - 1801)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz
ko:1865년
simple:1865
Annibale de GasparisAnnibale de Gasparis ( - 9. April 1819 † 21. März 1892) war ein italienischer Astronom. Von 1864 bis 1889 war er Direktor des Observatoriums von Capo di Monte in Neapel.
Gasparis entdeckte neun Asteroiden (siehe Liste der Asteroiden).
Zum seinem Gedenken wurden der 30 Kilometer große Mondkrater Gasparis sowie die Gasparis-Rille, eine 93 Kilometer lange Schlucht auf dem Mond, benannt.
Gasparis, Annibale de
Gasparis, Annibale de
Gasparis, Annibale de
Gasparis, Annibale de
Gasparis, Annibale de
ja:アンニーバレ・デ・ガスパリス
Beatrice PortinariBeatrice Portinari ( - 1266; † 1290) war die Jugendliebe Dante Alighieris und beeinflusste sein Schaffen maßgeblich. Ihr Leben ist nur teilweise bekannt und teilweise umstritten.
Eng verbunden mit seiner Liebe zur Poesie ist Dante Alighieris idealische Liebe zu Beatrice, der Tochter eines angesehenen Bürgers, Folco de Portinari, die er 1274, kaum neun Jahre alt (sie selbst zählte acht), bei einem Maifest zu Florenz zuerst gesehen hatte, worüber Dante selbst in seinem Erstlingswerk La Vita nuova berichtete.
Von dieser ersten Jugendliebe blieb ihm der tiefste Eindruck für das ganze Leben und steigerte sich in ihm zu jener Verklärung und Bedeutung Beatrices, wie er sie in seinem großen Gedicht verewigt hat.
Dante verheiratete sich jedoch ein oder zwei Jahre (1291) nach Beatrices frühem Tod mit Donna Gemma aus dem vornehmen Geschlecht der Donati. Daher sind manche geneigt die ganze Mitteilung Dantes über jenen Gegenstand in symbolischem Sinn aufzufassen.
Portinari, Beatrice
Portinari, Beatrice
Portinari, Beatrice
Portinari, Beatrice
Perihel
Als Apsis (griechisch "Wölbung", Plural Apsiden) bezeichnet man die beiden Hauptscheitel auf der elliptischen Umlaufbahn eines Himmelskörpers. Apoapsis ist dabei der Punkt mit der größten Entfernung zum Hauptkörper und Periapsis der mit der geringsten. Da die Ellipse genau zwei Scheitelpunkte besitzt, wird der Begriff meist im Plural verwendet.
Für die Hauptkörper Sonne, Erde und Mond haben die Apsiden eigene Namen, die aus den entsprechenden griechischen Wörtern abgeleitet sind (apo/peri = fern/nah, Helios = Sonne, Ge oder gaia = Erde, Selene = Mond).
Wenn man Bahndaten näher betrachtet und die zwei Apsiden-Distanzen mittelt, fällt manchmal auf, dass sich diese "mittlere Entfernung" von der großen Halbachse unterscheidet. Wenn der Hauptkörper nicht wesentlich größer als der zweite ist, wird daran der Effekt des Baryzentrums deutlich gemacht. Denn nicht der Mittelpunkt des Hauptkörpers steht im Brennpunkt der Bahnellipse, sondern der gemeinsame Schwerpunkt der Himmelskörper.
Beim System Erde-Mond liegt das Baryzentrum fast 5000 km außerhalb des Geozentrums, also im mond-zugewandten Bereich des Erdmantels. Der Erdmittelpunkt beschreibt daher monatlich eine Ellipse von 10.000 km Durchmesser.
Bei Doppelsternen (siehe unten) ist dieser Effekt noch wesentlich größer und kann vielfach sogar astrometrisch erfasst werden. So wurde beispielsweise schon um 1800 eine periodische Ortsveränderung des hellen Sterns Sirius festgestellt, aber erst 1862 sein kleiner Begleiter optisch nachgewiesen.
Sonne: Perihel und Aphel
Das Perihel ist der sonnennächste, das Aphel (sprich Ap_hel) der sonnenfernste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar (2.-4. Jan.) bei 147,099 Mio. km und ihren Aphel-Durchgang um den 5. Juli (3.-6. Juli) bei 152,096 Mio. km.
Entfernung der Planeten von der Sonne (Angaben in Astronomischen Einheiten und Kilometern):
dient dem Zeilenumbruch, bitte nicht entfernen
Erde: Perigäum und Apogäum
Der erdnächste bzw. der erdfernste Punkt der Mondbahn. Durch die merklich elliptische Bahnform (Exzentrizität 0,055) unterscheiden sich die beiden Entfernungen um über 13 Prozent. Sie betragen 356.410 km und 406.740 km und die große Halbachse 384.405 km (zur Differenz siehe oben, Baryzentrum).
Künstliche Erdsatelliten
Bei künstlichen Erdsatelliten heißen die Apsiden ebenso wie beim natürlichen Erdmond. Gibt man sie als Höhe über der Erdoberfläche an, fällt ihr Unterschied natürlich mehr auf als bei geozentrischen Distanzen. Wird z.B. eine 300 km hohe Kreisbahn auf eine Exzentritität von nur 0,001 geändert, ändern sich die zwei Höhen auf etwa 235 und 365 km. Russische Synchronsatelliten können sogar Werte von 500 km bis ca. 80.000 km aufweisen, und eine sog. Übergangsbahn zum Mond noch extremere.
Um stabile Satellitenbahnen zu erhalten, |