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Bedscha

Bedscha

Bedscha (auch Beja oder Bedauwiyah genannt) ist ein eigener Zweig der Afro-asiatischen Sprachen, der aus nur einer einzigen Sprache besteht. Sie wird von 951.000 Menschen, vor allem dem Volk der Ababde, in der arabischen Wüste im Sudan und Ägypten gesprochen. Man weiß aus schriftlichen Dokumenten, dass sie schon zur Zeit der Pharaonen dort gesprochen wurde. Sie weist folgende Dialekte auf:
- Bischari
- Hadendowa
- Beni Amir
- Halenga Der ISO 639-2 Kode für Bedscha ist bej, der SIL-Code is BEI.

Siehe auch


- Liste der Sprachen im Sudan

Weblinks


- [http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=BEI Ethnologue] Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Sprache im Sudan Kategorie:Afrikanische Sprache

Afroasiatische Sprachen

Die afroasiatischen Sprachen (früher auch als hamitosemitisch oder semitohamitisch bezeichnet) bilden eine eigene Sprachfamilie, deren Zusammenhang von der vergleichenden Sprachwissenschaft entdeckt wurde. Diese Sprachfamilie ist eine der drei allgemein anerkannten, genetisch nicht miteinander verwandten Sprachfamilien Afrikas. Man unterscheidet folgende Zweige:
- Semitische Sprachen
- Berbersprachen
- Kuschitische Sprachen
- Bedscha (oft noch zu den kuschitischen Sprachen gezählt)
- Ägyptische Sprache
- Omotische Sprachen (lange zu den kuschitischen Sprachen gezählt)
- Tschadische Sprachen Die in Äthiopien gesprochene Sprache Birale gehört auch zur afroasiatischen Familie, die Eingruppierung in einen bestimmten Zweig ist jedoch noch nicht gelungen. Kategorie:Sprachfamilie Kategorie:Afrikanische Sprache ja:アフロ・アジア語族

Ababde

Die Ababde sind eine Ethnie der Bedscha-sprachigen Nomaden in Oberägypten und Nubien. Sie fühlen sich den Bischarin am nächsten verwandt. Sie sind meist von dunkler Hautfarbe und haben schwarzes, aber meist nicht krauses, sondern eher gelocktes Haar. Die Zahl der Ababde wird auf etwa 40.000 Personen geschätzt. Kategorie:Afrikanische Ethnie Kategorie:Ethnie im Sudan

Sudan

---Sidenote START---
Die Republik Sudan ist ein Staat in Nordost-Afrika, der am Roten Meer liegt und an Ägypten, Libyen, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Äthiopien und Eritrea grenzt. Der Sudan ist das flächengrößte Land Afrikas und Khartum ist seine Hauptstadt.

Geographie

Ein Teil des Staates Sudan ist Teil der Großlandschaft Sudan. Durch den Sudan verlaufen die Nordäquatorialschwelle und die Zentralafrikanische Schwelle. Weitere geographische Objekte, an denen der Sudan Anteil hat, sind die Nubische Wüste, die Sahelzone und der Nil. Der höchste Berg ist der Kinyeti (3.187 m ü. NN).

Wichtige Städte

Die Städte mit über einer Million Einwohner (Stand 1. Januar 2005) sind Omdurman (2.809.445 Einwohner), Khartum (1.974.647 Einwohner) und Bahri (1.530.443 Einwohner), die sich in enger Nachbarschaft am Zusammenfluss des Weißen Nils mit dem Blauen Nil befinden. Alle anderen Städte bleiben unter der Grenze von 500.000 Einwohnern. Unverzichtbar für den Außenhandel ist die Stadt Bur Sudan, die über den einzigen Meerhafen des Landes verfügt. Entlang des Nils findet man noch folgende größere Städte von Nord nach Süd: Wadi Halfa, Atbara, Kusti, Malakal, Bur und Dschuba. Siehe auch:
- Liste der Städte im Sudan
- :Kategorie:Ort im Sudan

Bevölkerung

Bevölkerung Sudans Der Sudan hat eine Bevölkerung von 40.187.486 (Stand: Juli 2005, geschätzt) und diese wächst mit 2,6 Prozent pro Jahr (Stand: 2005). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt 18 Jahre (Stand: 2005) und die Lebenserwartung 58,54 Jahre (Stand: 2005).

Lebenserwartungen, BSP/BIP pro Kopf

Die Lebenserwartung beträgt bei Männern 54,2 Jahre und bei Frauen 58 Jahre. Das Bruttonationaleinkommen (BSP) pro Kopf beträgt 383 Euro (Stand 2003) und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf beträgt 2.246 Dollar (Stand 2005) (rund 1.826 Euro).

Sprachen

Wichtigste Sprachen in Reihenfolge der Sprecherzahl: Arabisch (Sudanesisch-Arabisch; wird vor allem im Norden gesprochen), Nuer-Dinka (im Süden von 17 % der Gesamtbevölkerung gesprochen), Nubisch (am mittleren Nil von 9 % der Bevölkerung gesprochen), Bedscha (im Nordosten von 6 % der Bevölkerung gesprochen), Azande (im Südwesten von 3 % der Bevölkerung gesprochen), Bari (im Südosten von 2 % der Bevölkerung gesprochen). Eine kleine Bevölkerungsgruppe spricht Ndogo.
Siehe auch: Liste der Sprachen im Sudan

Religionen

Der Islam ist in Sudan Staatsreligion. 70 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 25 % Animisten und 5 % Christen. Die Nichtmuslime leben hauptsächlich im Süden des Landes, der seit 1956 für die eigene Unabhängigkeit kämpft. Seit 2005 ist ein Friedensprozess eingeleitet worden, um den Krieg zu beenden.

Zusammensetzung

52 % der Bevölkerung sind Schwarzafrikaner, 39 % sind arabischer Abstammung, 6 % gehören zum Volk der Beja, 2 % sind Ausländer (meist Flüchtlinge der diversen Kriege in Afrika) und 1 % anderer Zugehörigkeit.

Geschichte

Beja
Hauptartikel: Geschichte Sudans Die Geschichte Sudans reicht bis in die Pharaonenzeit zurück. Nach der Christianisierung im 6. Jahrhundert wird der Sudan - mit Ausnahme des Südens - zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert islamisiert. 1821 fällt das Land unter türkisch-ägyptische Herrschaft und wird nach einer kurzen Periode der Unabhängigkeit, infolge des Mahdi-Aufstands und Mahdi Reichs in den Jahren 1881 bis 1898, anglo-ägyptisches Kondominium. Faktisch bleibt es bis 1953 britische Kolonie. Nach einer Phase der vorbereitenden Machtübergabe wird der Sudan 1956 unabhängig. Bis 1972 herrscht ein Bürgerkrieg, ausgelößt durch die Vormachtstellung des arabisch-moslimischen Nordens über den afrikanischen, christlich-animistischen Süden und als weitreichende Folge der Nord-Südtrennung während der Kolonialzeit. Die deutlich werdende ökonomische Benachteiligung des nun eigentlich autonomen Süd-Sudan und die Einführung der Scharia im gesamten Sudan führt ein Jahrzehnt nach Friedensbeschluß zum erneuten Kriegsausbruch. Von 1983 bis 2005 befindet sich das Land praktisch ununterbrochen im Bürgerkrieg. 2005 wird ein Friedensabkommen zwischen der Regierung im Khartum und der SPLA, der südsudanesischen Rebellengruppe, unterzeichnet. Es sieht ein Referendum über die Unabhängigkeit des Süd-Sudan für 2011 vor.

Politik

Allgemein

Der Sudan ist seit dem 1. Januar 1956 eine unabhängige Republik mit einer demokratischen Verfassung,
de facto aber von 19581964 und seit 1989 eine Militärdiktatur mit Präsidialcharakter. Der ehemalige Staatsideologe Hassan al-Turabi war Vorsitzender des sudanesischen Zweiges der Muslimbruderschaft. Siehe auch: Liste der Präsidenten des Sudan

Außenpolitik

Aufenthalt Osama Bin Ladens im Sudan

Nachdem Osama Bin Laden 1992 in Saudi-Arabien zur
persona non grata erklärt worden war – 1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen –, reiste er in den Sudan. Dort plante er den weiteren internationalen Aufbau und die Vernetzung der terroristischen Vereinigung Al-Qaida. Er fand Anhänger in Somalia, Algerien, Marokko, Pakistan und anderen Staaten. Außerdem baute er Kontakte nach Europa und in die USA auf. Im Sudan heiratete er auch die Nichte Hassan al-Turabis. 1996 wurde er jedoch des Landes verwiesen und reiste nach Afghanistan weiter.

Innere Konflikte

Süd-Sudan

Afghanistan
- Seit etwa 1955 herrscht im Süd-Sudan Bürgerkrieg um dessen Unabhängigkeit/Selbstbestimmung. Dieser Konflikt beherrscht die Innenpolitik wesentlich, da dadurch wertvolle Ressourcen gebunden werden, die der weiteren Entwicklung des Landes fehlen. Im Juni 2002 wurden, unter Mitwirkung des UN-Sonderbeauftragten John C. Danforth, in Machakos (Kenia) zwischen der Regierung und der
Sudanese People's Liberation Movement/Army (SPLM/A) Friedensverhandlungen aufgenommen, welche auch tatsächlich Teilerfolge erzielen konnten. So einigte man sich unter anderem darauf, dem Süden für eine Dauer von 6 Jahren ein Selbstbestimmungsrecht einzuräumen und anschließend ein Referendum durchzuführen. Eine der Ursachen für den Krieg ist der Erdölreichtum verschiedener Südprovinzen. Die chinesischen Bemühungen Erdöl aus Afrika zu erhalten, fokussieren sich auf den Sudan. :Siehe auch: Sezessionskrieg im Süd-Sudan
- Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Sklaverei im Sudan. Sie hat in dieser Region eine lange Tradition und betrifft die schwarze, meist christliche Bevölkerung des Südens, die von arabisch-muslimischen Nomaden, die als Paramilitärs von Khartum benutzt werden, versklavt und verkauft werden. :Siehe auch: Sklaverei im Sudan

Darfur

Sklaverei im Sudan Darfur wurde 2003 zum Schauplatz einer blutigen Rebellion gegen die arabisch-dominierte sudanesische Regierung mit zwei (schwarzafrikanischen) Rebellengruppen – der Sudanesischen Befreiungsarmee (Sudan Liberation Army, SLA) und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (Justice and Equality Movement, Jem), die die Regierung beschuldigen, Afrikaner zugunsten der Araber zu unterdrücken. Im Gegenzug begann die Regierung einen Feldzug mit Luftbombardements und Bodenangriffen, durchgeführt von einer arabischen Miliz, den Dschandschawid. Die sudanesische Regierung wies jedoch eine Mitschuld an den Verbrechen muslimischer Milizen in Darfur zurück. Am 8. April 2004 wurde, aufgrund des internationalen Drucks, ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, für dessen Einhaltung die Friedensmission African Union Mission in Sudan (AMIS) mit logistischer Unterstützung der Nato sorgen soll. Siehe auch: Konflikt in Darfur, Darfur-Krise

Administrative Gliederung

Der Sudan ist in 26 Bundesstaaten (
wilayat) unterteilt. Diese teilen sich wiederum in 66 Provinzen und 218 Bezirke. Siehe dazu: Sudanesische Bundesstaaten

Infrastruktur

Straßenverkehr

Das Straßennetz umfasst 11.900 Kilometer, wovon 4.320 Kilometer asphaltiert sind.

Schienenverkehr

Das Schienennetz umfasst 5.995 Kilometer.

Wasserverkehr

Der wichtigste Seehafen befindet sich in Port Sudan, über den das Erdöl aus dem Landesinneren mittels einer Pipeline exportiert werden kann. Der Sudan verfügt über etwa 4.068 Kilometer Wasserstraßen, wovon 1.723 Kilometer (Blauer Nil und Weißer Nil) ganzjährig befahrbar sind. Wichtige Flusshäfen sind Dschuba, Khartum, Kusti, Malakal, Nimule und Wadi Halfa.

Pipelines

Das Pipeline-Netz umfasst für Erdöl 2.365 Kilometer, für Erdölprodukte 810 Kilometer und für Gas 156 Kilometer.

Wirtschaft

Wirtschaft Sudans Der Süden des Landes verfügt über reichhaltige Bodenschätze, wie zum Beispiel Erdöl, Gold, Diamanten und Uran. Allein die Erdölvorkommen werden nach US-amerikanischen Schätzungen aus den 1990er Jahren auf rund 3 Milliarden Barrel beziffert. Bisher sind die meisten dieser Bodenschätze noch nicht erschlossen – teilweise sind sogar die Konzessionen noch nicht vergeben. Haupt-Export-Länder (Stand 2004) sind China (64,3 %), Japan (13,8 %) und Saudi Arabien (3,7 %). Haupt-Import-Länder (Stand 2004) sind Saudi-Arabien (11,7 %), China (10,7 %), die VAE (6,2 %), Ägypten (5,2 %), Deutschland (4,9 %), Indien (4,6 %), Australien (4,1 %) und Großbritannien (4 %).

Beziehung mit China

Die Volksrepublik China ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Mittlerweile deckt das afrikanische Land schätzungsweise 6 bis 8 % der gesamten Ölimporte Pekings; 60 Prozent des sudanesischen Erdöls geht nach China. Derzeit fördert der Sudan 340.000 Barrel am Tag. Man erwartet in absehbarer Zeit eine steigerung auf 800.000 Barrel täglich. Trotz ständiger Menschenrechtsverletzungen verhindert China mit seinem Vetorecht im Uno-Sicherheitsrat internationale Sanktionen gegen Khartum, das 60 Prozent der Ölerlöse in (chinesisches) Kriegsgerät investiert.

Beziehung mit Deutschland

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Sudan bewegen sich im untergeordneten Bereich, haben aber weiter an Intensität gewonnen. Das Handelsvolumen entspricht mit 150 Mio. Euro nicht dem eigentlichen Potenzial beider Länder. Da bislang noch keine Hermesdeckung der Bundesregierung für Auslandgeschäfte mit dem Sudan möglich ist, bleiben die Perspektiven für eine Ausweitung des bilateralen Handelsaustausches noch beschränkt. Großprojekte wie die Erweiterung des sudanesischen Telekommunikationssektors sowie im Kraftwerksbau und im Luftfahrtbereich haben das Interesse deutscher Unternehmen geweckt, die sich an entsprechenden Ausschreibungen beteiligen. Im März 2004 wurde in Khartum ein deutscher Wirtschaftskreis gegründet, der als Ansprechpartner fungieren und den Austausch beider Seiten fördern soll. Das bilaterale Handelsvolumen betrug im Jahr 2003 gut 150 Mio. Euro. Sudan exportierte Waren im Wert von 39,7 Mio. Euro nach Deutschland. Traditionelle Hauptexportgüter sind Baumwolle, Gummi Arabicum sowie in geringen Mengen Sesam, Nüsse und Häute. Die sudanesischen Importe aus Deutschland umfassten im Jahr 2003 Waren im Wert von 111 Mio. Euro, darunter hauptsächlich Maschinen und Ausrüstungen, sowie Fertigerzeugnisse, Chemikalien, Lebensmittel und Textilien.

Siehe auch


-

Weblinks

Regierung


- [http://www.sudan.gov.sd/english.htm Webseite der Regierung des Sudans (englisch)]
- [http://www.sudan-embassy.de/pages/sudan_embassy.depag.html Botschaft der Republik Sudan in Deutschland]

Überblick


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=163 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes

Nachrichten


- [http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Laenderauswahl/Sudan.php Ärzte ohne Grenzen zum Thema Sudan]
- [http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID3262992_REF1_NAV,00.html Tagesschau-Dossier: Die Katastrophe im Sudan]

Verzeichnisse


- [http://www.sudan.net/ www.sudan.net]
- [http://www.globalsecurity.org/military/world/war/sudan.htm www.globalsecurity.org]

Tourismus


- Kategorie:Staat ja:スーダン ko:수단 ms:Sudan simple:Sudan th:ประเทศซูดาน zh-min-nan:Sudan


Pharao

Für das auch Pharao genannte Kartenspiel siehe Pharo ----

Ursprung und Verwendung

Mit dem Wort Pharao wird in der Bibel und von den griechisch-römischen Schriftstellern der Herrscher Ägyptens bezeichnet. Der Begriff geht auf das ägyptische Wort "Per aa" O1:O29 (wörtl. "großes Haus") zurück, das ursprünglich (wie es im hebräischen Original der Bibel verstanden wird) weder ein Herrschertitel noch ein Eigenname, sondern vielmehr die Bezeichnung für den Palast war. Die Bezeichnung Pharao für die Person des Königs kam erst ab Thutmosis III. auf, als Titel vor dem Herrschernamen ab Scheschonq I., die Schreibung in der Kartusche seit der 22. Dyn. Im koptischen - der letzten Sprachstufe des ägyptischen - ist es dann das normale Wort für König. Ein ägyptischer König hatte fünf Titel, wobei die Bezeichnung "Nesut" oder "Nisut" die häufigste ist, wenn auf den König als weltlichen Herrscher verwiesen wird. Das bedeutet: Der von der Binse, bezeichnete allerdings nur den Herrscher Oberägyptens, also Südägyptens. Der Titel des Pharaos von Unterägypten war "Biti", das heißt: Der von der Biene. Die beiden Titel wurden in offiziellen Inschriften verbunden zu nesut-biti. Trotz alle dem hielt sich die Bezeichnung "Pharao" in den meisten Sprachen bis heute für die Bezeichnung des altägyptischen Herrschers.

Weitere königliche Titel

In religiösen Texten wird auf den ägyptischen König meist als Horus verwiesen. Andere Titel, in eher weltlichen Kontext waren z.B. neb, "der Herr", oft als "Herr der Zwei Länder", oder "hem"; immer wieder übersetzt als "Majestät". Es bedeutet eigentlich nur Person und erscheint meist in Formulierungen wie seine Person des Herrn der Zwei Länder (hemef n neb-tauy). koptisch in Kairo]]

Verständnis

In der Frühzeit und im frühen Alten Reich besaß der Pharao vermutlich göttlichen Status; in der 5. Dynastie tritt hier ein offensichtlicher Ideologiewandel ein: Der Pharao galt nur noch als Sohn der Götter, zum Gott wurde er erst wieder nach seinem Tod. Erst viel später versuchten einzelne Pharaonen (Amenophis III., Ramses II.), sich wieder bereits zu Lebzeiten als Gott verehren zu lassen.

Pharaonische Insignien


- die Rote und die Weiße Krone, zusammen getragen die Doppelkrone
- andere Kronen, wie der Chepresh oder das Nemes-Tuch
- Uräus und Geier, meist zusammen, z.B. auf Totenmasken, die bekannteste ist die des Tutenchamun
- Krummstab und Wedel (oft auch Geißel genannt); sie stehen für Unter- und Oberägypten und geben einen Hinweis auf die Anfänge der Hochkultur.
- der Zeremonialbart: Pharaonen tragen auf allen Reliefs und Malerien einen langen, gebogenen Bart. Dieser Bart war nie gewachsen, sondern künstlich hergestellt und wurde - ebenso wie die Kronen etc. - zu offiziellen Anlässen angelegt.

Die bekanntesten Pharaonen


- Cheops
- Echnaton
- Hatschepsut
- Kleopatra
- Nofretete
- Ramses II.
- Thutmosis III.
- Tutenchamun Siehe auch: Liste der Pharaonen, Liste der Pyramiden, Liste der römischen Kaiser, Pyramide (Bauwerk), Fluch des Pharao

Weblinks


- [http://www.manetho.de/pharao/index.htm Chronologische Übersicht der ägyptischen Pharaonen]
- [http://www.semataui.de/ Semataui.de - weitere Übersicht]
- [http://www.chufu.de/ Pharaonenliste und ausführliches Material über Pharao Chufu (Cheops)]
- [http://www.pharaonen.info/ Pharaonen.info - weitere Infos über Ägypten]
- [http://www.mein-altaegypten.de/internet/Alt_Aegypten_2/pharaoframe.html Der Pharao]
- [http://www.cartigli.it/Storica/Titolatura.htm Titulaturen (Kartuschen) bekannter Pharaonen] (italienisch)
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/254836.html Das zahnlose Lächeln der Pharaonen: Alte Ägypter hatten keine Zahnärzte] Kategorie:Adelstitel Kategorie:Ägyptologie ja:ファラオ simple:Pharaoh

ISO 639

ISO 639 ist ein internationaler Standard, der Sprachen Sprachkennungen zuordnet. Die Buchstabenkürzel werden in kleinen Buchstaben geschrieben (siehe dazu auch das Kapitel Abgrenzung zu ISO 3166 und RFC 1766).

Struktur

Gemäß der ISO-Website sind bislang zwei Teile von ISO 639 veröffentlicht:
- ISO 639-1:2002 -- Codes for the representation of names of languages -- Part 1: Alpha-2 code (Kurzbezeichnung aus jeweils zwei Buchstaben)
- ISO 639-2:1998 -- Codes for the representation of names of languages -- Part 2: Alpha-3 code (Kurzbezeichnung aus jeweils drei Buchstaben) Weitere Teile befinden sich derzeit noch in Entwicklung:
- ISO 639-3:2006? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 3: Alpha-3 code for comprehensive coverage of languages ([http://xml.coverpages.org/Nx74Clews-part3.pdf Draft technical report: Language codes part 3] (PDF))
- ISO 639-4:2007? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 4: Implementation guidelines and general principles for language coding
- ISO 639-5:2006? -- Codes for the representation of names of languages -- Part 5: Alpha-3 code for language families and groups

Beispiele

Eine (englischsprachige) Liste der Kürzel in beiden Varianten ist im englischen Artikel zur ISO 639 enthalten. Die deutschen Entsprechungen sind im Wiktionary auf der Seite Wiktionary:Sprachen verzeichnet.
- Für heutiges Deutsch gibt es drei Kürzel: ger (bibliographischer Code), deu (terminologischer Code) und de.
- Mittelhochdeutsch (ca. 1050 - 1500) ist gmh (German, Middle High),
- Althochdeutsch (ca. 750 - 1050) goh (German, Old High) und
- Platt nds (Low Saxon). Es werden auch Kunstsprachen (z. B. Klingonisch unter tlh) in die ISO-Listen aufgenommen.

Language Code nach ISO 639 (Liste/Auswahl)

Klingonisch Klingonisch (Liste bestehend nur aus Sprachen mit Codes nach ISO 639-1 und ISO 639-2!)

Abgrenzung zu ISO 3166 und RFC 3066

Während ISO 639 die sprachliche Einteilung definiert, beschreibt ISO 3166 die geografische Einteilung. ISO 639-1 und ISO 3166 verwenden dabei beide 2-buchstabige Kürzel, aber während diese im ISO 639-1 aus Kleinbuchstaben bestehen, verlangt die ISO 3166 Großbuchstaben. Abweichend vom Standard wird die Sprachkodierung aber oft in Großbuchstaben angegeben. Dies kann zur Verwechslung mit der Geografiekodierung führen, da einige Länder die selben Kürzel für ihre geografische und sprachliche Einteilung haben während andererseits das selbe Kürzel für völlig verschiedene Geografien bzw. Sprachen stehen kann. Beispielsweise stehen DE/de für Deutschland/deutsch, FR/fr stehen für Frankreich/französisch, aber BE/be stehen für Belgien/belorussisch. Andererseits lautet die geografische Einteilung für Griechenland GR, während die sprachliche Einteilung für die griechische Sprache el lautet. Es existieren viele weitere Beispiele. Das Kürzel EU/eu steht einerseits für die geografische Einteilung Europäische Union, andererseits für die sprachliche Einteilung baskische Sprache. Das Kürzel AF/af steht einerseits für die geografische Einteilung Afghanistan, andererseits für die sprachliche Einteilung Afrikaans. Sämtliche Homographen finden sich auf :meta:Language codes/Conflicts (engl.). Die Einteilung in Geografie und Sprache ist jedoch sinnvoll: beispielsweise gilt, dass Deutsch nicht nur in Deutschland und Französisch nicht nur in Frankreich gesprochen wird. In Kombination mit den Geografiecodes nach ISO 3166 für Länder erklärt der RFC 3066 (früher RFC 1766) die Angabe von Sprachenkürzeln wie man sie für Locales benutzt, z.B. en_US (englische Sprache im Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika; amerikanisch) im Gegensatz zu en_GB (englische Sprache im Gebiet des Vereinigten Königreichs; britisch). Die Sprachkürzel werden hier durch Kleinbuchstaben symbolisiert, die Länder durch Großbuchstaben. Neben dem Unterstrich (engl. underscore) kommt als Trennzeichen auch oft der Bindestrich zum Einsatz. Locales definieren aber nicht nur eine Landessprache bzw. Regionalsprache, sondern werden auch zur Lokalisierung herangezogen.

Weblinks


- [http://lcweb.loc.gov/standards/iso639-2/codechanges.html ISO 639-2/RA Änderungsangaben] der Library of Congress
- [http://www.loc.gov/standards/iso639-2/langcodes.html Komplette Codeliste] (alphabetisch sortiert)
- [http://www.loc.gov/standards/iso639-2/normtext.html Details] at Library of Congress website
- RFC 3066, Tags for the Identification of Languages, Best Current Practice, Januar 2001
- [http://www.ethnologue.com/iso639/ ISO 639 and the Ethnologue]
- [http://fara.cs.uni-potsdam.de/~georgk/639.xml XML version] of the official ISO 639 HTML data at the Library of Congress
- Künftige [http://www.sil.org/iso639-3/codes.asp ISO 639-3-Codes bei der SIL] (Online-Version) Kategorie:Sprache Kategorie:ISO-Standard ja:ISO 639 ko:ISO 639 th:ISO 639 zh-min-nan:ISO 639

Liste der Sprachen im Sudan

Diese Liste enthält alle bekannten Sprachen im Sudan, neben den Amtssprachen Arabisch und Englisch (zusätzliche Amtssprache im Süd-Sudan), Verkehrssprache ist Sudanesisch-Arabisch, ein Dialekt des Arabischen.

Alphabetische Liste

Lebende Sprachen

Tote Sprachen


- Baygo
- Berti
- Birked
- Gule
- Homa
- Mittu
- Togoyo
- Torona

Weblinks

[http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=SD Ethnologischer Report für den Sudan (Englisch)] Kategorie:Sudan Kategorie:Liste (Sprache)

Kategorie:Sprache im Sudan

Kategorie:Sudan Kategorie:Kultur (Sudan) Sudan

Kategorie:Afrikanische Sprache

Sprache Sprache Kategorie:Sprache

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