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Beerenberg
Beerenberg ist der nördlichste aktive Vulkan der Welt. Der Beerenberg ist ein Stratovulkan auf dem mittelatlantischen Rücken und liegt auf der zu norwegischem Territorium zugehörigen Insel Jan Mayen. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1985. Bis zum Ausbruch 1970 galt der Vulkan als erloschen, jedoch hat es 1732 und 1818 ebenfalls Ausbrüche gegeben. Der höchste Punkt des Berges ist 2277 m hoch und trägt den Namen Haakon VII. Die Erstbesteigung des Berges erfolgte im April 1944 durch Per Wexels und Magne Råum. Beide waren Mitglieder der norwegischen meteorologischen Station, die während des 2. Weltkrieges auf Jan Mayen eingerichtet war.
Kategorie:Abhängiges Gebiet (Norwegen)
Kategorie:Berg in Skandinavien
Kategorie:Vulkan
StratovulkanSchichtvulkane, auch Stratovulkane genannt, erkennt man an ihrer relativ steilen, spitzkegeligen Form.
Entstehung
]
Ursache dafür ist vor allem der Kieselsäure-Gehalt des Magmas, der bei solchen Vulkane meist zwischen etwa 55% und 60% liegt. Dadurch ist das Magma relativ zähflüsssig- fließt also nicht sehr weit und bildet dicke Lavaströme. Es handelt sich dabei meist um differenziertes Magma, also Magma, das sich aus basaltischem Magma entwickelt hat oder um Magma, das durch Einschmelzung des unteren Teils der Erdkruste entsteht. Es ist mit ca. 700°C bis 900°C relativ kalt, was die Zähflüssigkeit (neben dem hohen Kieselsäuregehalt) erhöht. Der hohe Gasanteil bewirkt, dass die Eruptionen explosiv verlaufen und zwar meist im Wechsel zwischen austretendem Lockermaterial (Bomben, Lapilli, Aschen) und Lava. Eine solche Abfolge verursacht bei Erkaltung und Ablagerung die charakteristische Schichtung, die namensgebend für diesen Vulkantyp ist.
Die Gewalt der Eruptionen, auch als plinianische Eruptionen bezeichnet, ist bei dieser Form des Vulkanismus so groß, dass die vulkanischen Lockermassen als vulkanische Aschen bis in Höhen von 40 km in die Erdatmosphäre geschleudert werden können.
Vorkommen
Erdatmosphäre
Schichtvulkane machen die Mehrzahl aller Vulkane aus. Sie sind bekannter als die meisten Schildvulkane, auch rote Vulkane genannt, denn zwei Drittel aller Schichtvulkane sind auf dem Festland tätig. Meist erleben wir ihre Ausbrüche als Naturkatastrophen.
Schichtvulkane finden sich z.B. entlang des pazifischen Feuerrings, meist an Subduktionszonen, aber auch in Island, .
Einige ihrer berühmtesten Vertreter sind der Fujisan in Japan, der Mount Saint Helens in den USA, der Pinatubo auf den Philippinen, der Vesuv in Italien und der Snæfellsjökull in Island.
Der höchste Schichtvulkan der Erde ist der Nevado Ojos del Salado in Chile mit 6887 m ü.NN.
Weblinks
- http://www.vulkanismus.de
- http://www.kle.nw.schule.de/gymgoch/faecher/fahrten/ital99/root.htm
Kategorie:Vulkanismus
[[no:Stratovulkan])
Mittelatlantischer Rücken
Der sehr langgestreckte Mittelatlantische Rücken (auch Mittelatlantische Schwelle genannt) ist ein unterhalb des Meeresspiegels liegendes Gebirge im Atlantischen Ozean, das zu den Schwellen und Rücken gehört und deren weltweit größten bzw. längsten "Rücken" darstellt.
Durch diesen s-förmigen Rücken, der ziemlich genau entlang der Ozean-Mittellinie verläuft und sich vom Arktischen Ozean bis zur Bouvetinsel am Rand des Atlantisch-Indischen Südpolarbeckens vor der Antarktis erstreckt, wird der Atlantik in zwei Hälften geteilt - in eine West- und Osthälfte. Am Äquator wird er durch den bis 7.730 m tiefen Romanchegraben in den Nord- bzw. Südatlantischen Rücken (auch als Nord- bzw. Südatlantische Schwellen bezeichnet) zerteilt. Etwa ab der Bouvetinsel geht der Mittelatlantische Rücken in Richtung Osten über den Atlantisch-Indischen-Rücken, der als Südausläufer des Südatlantischen Rückens gilt, in das Rückensystem des Indischen Ozeans über.
Der Kamm des Mittelatlantischen Rückens liegt im Durchschnitt etwa 1.500 bis 3.000 m unter der Wasseroberfläche. Charakteristisch für ihn ist sein tiefer Zentralgraben, der sich von Nord nach Süd in Längsrichtung durch den gesamten Rücken zieht. Dieser Grabenbruch, der 1952 von der Meereskartographin Marie Tharp entdeckt wurde, misst 25 bis 50 km Breite. Quer verlaufende Verwerfungen und parallele Schwellen und Rücken bilden im Bereich dieses Mittelozeanischen Rückens ein grobes Raster auf dem Meeresboden. Außerdem wird der Rücken auf seinem Verlauf durch den Atlantik von zahlreichen westlich und östlich angrenzenden Tiefseebecken begleitet.
Der Mittelatlantische Rücken ist durch die Ausbreitung des Meeresbodens (Sea floor spreading) entstanden und nach wie vor vulkanisch äußerst aktiv. Hier entfernen sich durch die Plattentektonik die amerikanische und die europäische Platte voneinander - ein weiterhin anhaltender Vorgang. Die vulkanische Aktivität lässt mit zunehmender Entfernung vom Grabenbruch nach. Je weiter man sich vom Rücken in Richtung der Küsten entfernt, desto älter sind die Meeresböden.
Direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken "sitzen" Inseln bzw. Inselgruppen, die die höchsten Erhebungen dieses größtenteils untermeerischen Gebirges darstellen. Diese sind, von Norden nach Süden, mit ihren jeweils höchsten Gipfeln, Höhe in Meter, und Koordinaten:
Nordhalbkugel (Nordatlantischer Rücken):
#Jan Mayen (zu Norwegen), im Arktischen Ozean, (Beerenberg), 2277 m, 71°06'N, 08°12'W)
#Island (Hvannadalshnúkur im Vatnajökull, 2119 m, 64°01'N, 16°41'W)
#Azoren (zu Portugal), (Ponta do Pico oder Pico Alto, auf der Insel Pico, 2351 m, 38°28'0"N, 28°24'0"W) (höchste Erhebung des Mittelatlantischen Rückens)
#Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen (zu Brasilien), (Southwest Rock, 22.5 m, 00°55'08"N, 29°20'35"W)
Südhalbkugel (Südatlantischer Rücken):
#Ascension (zu Sankt Helena), (The Peak, Green Mountain, 859 m, 07°59'S, 14°25'W)
#Tristan da Cunha (zu Sankt Helena), (Queen Mary's Peak, 2062 m, 37°05'S, 12°17'W)
#Gough-Insel (zu Sankt Helena), (Edinburgh Peak, 909 m, 40°20'S, 10°00'W)
#Bouvet-Insel (zu Norwegen), (Olavtoppen, 780 m, 54°24'S, 03°21'E)
Weblinks
- [http://www.iceland.de/index.php?id=142 Plattentektonik am Beispiel Island]
Kategorie:Gebirge
Norwegen
Das Königreich Norwegen (norwegisch: Kongeriket Norge/Noreg) ist ein Land in Nordeuropa.
Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an jene Schottlands. Norwegens Staatsform entspricht einer parlamentarischen Monarchie (Königreich mit parlamentarischer Legislative) und ist als Zentralstaat organisiert.
Geographie
Zentralstaat
Hauptartikel: Geographie Norwegens
Die Geographie Norwegens ist von Gebirgsketten und kargen Hochebenen, den Fjells geprägt. Das "Land der Trolle und Fjorde" macht seinem Namen alle Ehre: Die etwa 20.000 km lange Atlantikküste wird unzählige Male von den schmalen und tiefen Buchten unterbrochen, die Meerwasser bis weit ins Landesinnere bringen. Die charaktervolle Landschaft lädt Naturliebhaber und Romantiker ein, ebenfalls an die kleinen Fabelwesen zu glauben, die jeder Norweger als Trolle kennt. Im Landesinneren gestalten hohe Wasserfälle und fischreiche Flüsse die Oberflächenstruktur.
Die Bevölkerung ist nicht nur in den größten Städten konzentriert, sondern über das Land ausgebreitet - von Süd nach Nord nimmt die Bevölkerungsdichte allerdings ab.
Außer Oslo hat Norwegen drei Städte mit über 100.000 Einwohnern, nämlich Bergen, Trondheim und Stavanger.
Norwegen besitzt fünf überseeische Regionen:
- Svalbard (Spitzbergen und Bäreninsel) im Nordatlantik und Nordpolarmeer
- Jan Mayen im Nordatlantik
- Bouvetinsel im Südpolarmeer
- Peter-I.-Insel im Südpolarmeer
- Königin-Maud-Land in der Antarktis
Siehe auch: Liste der Städte in Norwegen, Nationalparks in Norwegen
Bevölkerung
Nationalparks in Norwegen
Einwohnerzahl
Im Herbst 2004 ist die Zahl der Norweger auf über 4,6 Mio. gestiegen und sie steigt um ca. 30.000 Menschen jedes Jahr. Viele davon sind zugewanderte Flüchtlinge oder Einwanderer. Norwegen hat außerdem eine höhere Geburtenrate als andere Länder Europas.
Zusammensetzung
92,1 % der Bevölkerung sind Norweger, dazu zählen auch die Minderheiten der ca. 40.000 Saami (Lappen) und ca. 10.000 Finnen (Kvener).
Am 1. Januar 2005 wohnten 364.981 Ausländer in Norwegen; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 7,9%. Die nicht-norwegische Bevölkerung verteilt sich nach den folgenden Herkunftsländern:
Pakistan (26.950), 0,6 %;
Schweden (22.859), 0,5 %;
Dänemark (19.197), 0,4 %;
Irak (18.369), 0,4 %;
Vietnam (17.864), 0,4 %;
Somalia (16.765), 0,4 %;
Bosnien (14.641), 0,3 %;
Iran (13.983), 0,3 %;
Türkei (13.504), 0,3 %;
Serbien (12.455), 0,3 %.
(Stand jeweils: 1. Januar 2005)
75 % der Norweger leben in Städten.
Größte Kommunen
Religion
Es gibt eine amtlich Evangelisch-lutherische Staatskirche: die protestantische, basierend auf der evangelisch-lutherischen Religion. Oberhaupt der protestantischen Staatskirche ist der König. Alle Einwohner Norwegens haben das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Rund 10% nehmen regelmäßig an Gottesdiensten oder anderen religiösen Veranstaltungen teil. Verteilung nach Religionen:
- Mitglieder der lutherischen Staatskirche: 85,7 %
- andere Protestanten: 3,5 %
- Katholiken: 1,0 %
- Moslems: 1,7 %
- Buddhisten: 0,2 %
- ohne Religion: 5,6 %
Stand: 1. Januar 2004
Gesundheit, Soziales und Bildung
Sprachen
Norwegisch ist eine nordgermanische Sprache, z. T. stark geprägt vom Niederdeutschen. Die Schriftsprache teilt sich in zwei Varianten: Etwa 85-90 % der Einheimischen schreiben Bokmål (wörtlich: 'Buch-Sprache'). Das Bokmål ist sowohl vom Dänischen als auch von den verschiedenen Mundarten beeinflusst. Etwa 10-15 % schreiben Nynorsk ('Neu-Norwegisch'). Das Nynorsk, das bis 1929 als Landsmål bekannt war und 1885 als zweite offizielle Schriftsprache anerkannt wurde, ist eine künstliche, von Ivar Aasen aus den Dialekten des westlichen Teils des Landes geformte Sprache und wird heute vor allem an der Westküste, in der Fjordregion und in Telemark verwendet. Als gesprochene Sprache spielen heute Dialekte immer noch eine große Rolle.In der Schule müssen norwegische Schüler sowohl Bokmål als auch Nynorsk lernen.
Zu den verschiedenen Sprachen siehe ausführlich Norwegische Sprache.
Neben Norwegisch werden vor allem im Norden des Landes von den nationalen Minderheiten noch Samisch und Finnisch gesprochen.
Norweger lernen wahlfrei Deutsch oder Französisch (die Mehrheit Deutsch) und obligatorisch Englisch als Fremdsprachen in der Schule. Deutsch war traditionell (bis etwa 1950) die erste Fremdsprache in Norwegen (wie auch im restlichen Skandinavien). Heute ist Englisch der Verbreitung nach die erste Fremdsprache, vor Deutsch als zweiter Fremdsprache und Französisch als dritter Fremdsprache. Englisch, Deutsch und Französisch haben einen offiziellen Status als Primärfremdsprachen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Norwegens
Die menschliche Besiedlung Norwegens begann nach der letzten Eiszeit etwa im 8. Jahrtausend v. Chr., als Jäger und Sammler dem schmelzenden Eis nach Norden folgten. Die bisher ältesten Funde menschlicher Besiedlung sind rund 10.300 Jahre alt. Sie wurden bei Tunnelarbeiten unweit des Nordkaps gefunden.
Der steinzeitlichen Megalithkultur Skandinaviens folgten in der Bronze- und Eisenzeit germanische Einflüsse. In der Zeit der Wikinger (800-1050) wurde Norwegen durch König Harald Hårfagre um das Jahr 900 geeint. In dieser Zeit erfolgte von Norwegen aus die Besiedlung Islands, der Färöer und Grönlands. Einige erreichten sogar Neufundland im heutigen Amerika. Aber auch die Normandie in Frankreich wurde von den 'Nordmännern' besiedelt.
Normandie
Ab 1380 in Personalunion mit Dänemark, trat Norwegen 1397 der Kalmarer Union bei und wurde darin ein relativ unbedeutendes Mitglied. Das Kalmarer Reich hielt formell bis 1523 (Ausscheiden Schwedens), mit Dänemark jedoch bis 1814. Wegen politischer Unterstützung Frankreichs musste Dänemark Norwegen nach den Napoleonischen Kriegen im Frieden von Kiel an den König von Schweden abtreten. Die Übergabe geschah allerdings nicht direkt, weshalb Norwegen für kurze Zeit unabhängig war und sich am 17. Mai 1814 in Eidsvoll seine Verfassung gab, die mit leichten Änderungen bis heute gültig ist. Der 17. Mai ist seitdem Nationalfeiertag. Es folgten 91 Jahre einer Personalunion mit Schweden, bevor sie nach einer Volksabstimmung am 13. August 1905, in der sich eine überwältigende Mehrheit der männlichen Norweger für die Beendigung der Zwangs-Union aussprachen, aufgelöst wurde. Neuer König wurde Prinz Carl aus dem Hause Glücksburg als Haakon VII. Im Ersten Weltkrieg erklärte Norwegen zusammen mit Dänemark und Schweden seine Neutralität. 1920 trat das Land dem Völkerbund bei.
Im Zweiten Weltkrieg, im April 1940, wurde das neutrale Norwegen von Deutschland im Rahmen der Operation Weserübung besetzt. Als Reichskommissar für das besetzte Norwegen wurde Josef Terboven ernannt. Militärisch wurde die Okkupation mit den strategisch wichtigen Häfen an der norwegischen Küste und besonders auch mit dem Hafen Narvik zum Nachschub von Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna und einer bevorstehenden englischen Landung begründet. Die Bedeutung Narviks für die deutsche Kriegswirtschaft ist jedoch umstritten, denn das Dritte Reich war weniger auf die schwedischen Eisenerzlieferungen angewiesen als gemeinhin angenommen. Vielmehr galt es, durch die Besetzung des Hafens England von seinen schwedischen Erzzufuhren abzuschneiden. Dies findet seine Bestätigung in der Anweisung Hitlers, die Hafenanlagen für den Gegner und damit zwangsläufig auch für Deutschland unbrauchbar zu machen. Von größerer Bedeutung waren die norwegischen Rohstoffe für die deutsche Kriegswirtschaft, was die Besetzung des Landes vor dem Hintergrund der Schaffung eines "Europäischen Großwirtschaftsraumes" unter deutscher Hegemonie erforderlich machte. Als Hauptrohstoffe seien Eisenerz, Schwefelkies, Molybdän und Aluminium genannt. Gerade der Ausbau der Aluminiumindustrie wurde im "Leichtmetallausbau Norwegen" besonders gefördert. Es handelte sich hierbei um ein gigantisches Investitionsprojekt, durch das die Aluminiumproduktion verachtfacht werden sollte ("Koppenberg-Plan") und an dem auch die deutsche Großindustrie (IG-Farben) aktiv beteiligt war. Letztendlich führte der Kriegsverlauf bereits 1943 zu einer weitgehenden Einstellung der Vorhaben. Norwegen leistete zwar sechs Wochen lang militärischen Widerstand, war aber der deutschen Marine unterlegen. Außerdem gab es auch norwegische Nationalsozialisten (unter ihnen Vidkun Quisling), die sich mit den Deutschen verbündeten und dadurch schließlich an die Macht kamen. Da der größte Teil der norwegischen Bevölkerung ihnen aber ablehnend gegenüberstand, erlangten Widerstandsorganisationen einen hohen Stellenwert. In der Folge kam es immer wieder zu Gefechten der deutschen Truppen mit Großbritannien.
Beim Rückzug der deutschen Truppen wandten diese die Politik der verbrannten Erde an. Viele Orte und Anlagen in Nord-Norwegen wurden vollständig niedergebrannt.
Die moderne Geschichte seit 1969 ist geprägt von Wachstum und Reichtum durch das Erdöl.
Siehe auch: Norwegische Kolonien
Politik
Verfassung
Norwegische Kolonien
Das norwegische Grundgesetz vom 17. Mai 1814 ist von der französischen Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts inspiriert.
Das Prinzip der Gewaltenteilung von Montesquieu war wesentliches Vorbild.
Trotz dieses liberalen Einflusses waren Juden und Jesuiten im Reich bis in die 1850er Jahre illegale Minderheiten.
Die in der Verfassung festgeschriebene Gewaltenteilung führte zu mehreren Machtproben zwischen der Regierungsbürokratie (Exekutive), die wesentlich vom schwedischen Königshaus kontrolliert wurde, und dem Storting (der norwegischen Nationalversammlung; Legislative).
Die Krone versuchte, ihre Privilegien als Exekutivmacht auszubauen und das Storting unter Berufung auf die Verfassung weitgehend von den Regierungsgeschäften auszuschließen.
Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als sich im Zuge der Industrialisierung die Klassenunterschiede zwischen der beamteten Machtelite und dem aufsteigenden Bürgertum auch in Norwegen verschärften.
In der Gesellschaft wuchs die Ablehnung des königlichen Beamtenstaates.
In der Kommunalpolitik war der nationale Regierungsapparat bereits 1837 durch die Einführung der lokalen Selbstverwaltung praktisch entmachtet. Entsprechend energisch bemühte sich der schwedische Adel um die Wahrung seines Einflusses auf nationaler Ebene.
Die Spannungen eskalierten bis 1884, dem Jahr, das in Norwegen die Einführung des Parlamentarismus markiert.
Der bürgerlich-liberale Stortings-Abgeordnete Johan Sverdrup setzte gegen den Widerstand des Königs Oskar II. von Norwegen das staatsrechtliche Prinzip durch, dass eine Regierung für den eigenen Machterhalt die Unterstützung des Storting benötigt.
Durch diese Abhängigkeit war die durch die Gewaltenteilung festgeschriebene politische Souveränität der Monarchie zugunsten einer Stärkung des Parlaments faktisch aufgehoben.
Der König musste Sverdrup als neuen Ministerpräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragen.
In Norwegen gilt das Prinzip des Parlamentarismus. Das Parlament, das aus 165 Abgeordneten besteht, besitzt die Macht. Alle vier Jahre werden neue Repräsentanten gewählt (bis 1936 jedes dritte).
Das Parlament (Stortinget, buchstäblich übersetzt "Das große Thing") besteht aus zwei Teilen, Odelstinget und Lagtinget. Der Unterschied ist aber nicht sehr deutlich, so dass man es als Einkammer-System bezeichnen kann.
Zudem gibt es die gemeindliche Selbstverwaltung. Die 437 norwegischen Kommunen wählen auch jedes vierte Jahr ihre Repräsentanten für die lokale Verwaltung. Norwegen ist jedoch ein Zentralstaat, in dem die lokalen Behörden immer mehr an Einfluss verloren haben. Traditionell ist aber das Prinzip von lokaler Macht wichtig.
In Norwegen haben Große Koalitionen keine Tradition. Minderheiten mit Unterstützung des Parlamentes sind häufiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur zweimal eine Mehrheitsregierung. Die Sammlungsregierung von Einar Gerhardsen gleich nach dem Krieg, und die Arbeiterpartei-Regierung (Sozial-Demokraten) von 1959. In den letzten Jahren haben die Minderheitsregierungen zu "Stortingsregjering" (Parlamentsregierung) geführt und sind unter Druck geraten.
Bei den Wahlen am 12. September 2005 konnte die "Arbeiderpartiet" (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) mit 32,8 % die meisten Stimmen erlangen, so dass zusammen mit der Senterpartiet (grüne Zentrumspartei) und der Sosialistisk Venstreparti (Sozialistischen Linkspartei) die bei den Wahlen angestrebte rot-grüne Regierungsalternative gebildet werden konnte. Neuer Premierminister wurde Jens Stoltenberg. Das Staatsoberhaupt ist König Harald V..
In Norwegen gab es bisher 6 Volksabstimmungen:
- 1905 über die Auflösung der Union mit Schweden. (Ergebnis: Ja)
- 1905 über die Einsetzung Prinz Carls von Dänemark als König Haakon VII. (Ergebnis: Ja)
- 1916 über das Verbot von Alkohol. (Ergebnis: Ja)
- 1927 über die Aufhebung dieses Verbots. (Ergebnis: Ja)
- 1972 über den Beitritt in die Europäische Gemeinschaft. (Ergebnis: Nein)
- 1994 über den Beitritt in die Europäische Union. (Ergebnis: Nein)
Siehe auch: Liste von norwegischen Regierungen, Liste der norwegischen Könige
Parteien
im Storting sind zur Zeit vertreten:
- Arbeiderpartiet (Arbeiterpartei / Sozialdemokratische Partei)
- Høyre (Rechte / Konservative)
- Fremskrittspartiet (Fortschrittspartei / Rechte Protestpartei)
- Sosialistisk Venstreparti (Sozialistische Linkspartei)
- Kristelig Folkeparti (Christliche Volkspartei)
- Senterpartiet (Zentrumspartei / Interessenvertretung der Bauern)
- Venstre (Linke / Liberale)
andere kleine Parteien:
- Kystpartiet (Küstenpartei / Partei für Menschen an der Küste in Nord-Norwegen)
- Arbeidernes Kommunistparti (Kommunistische Partei der Arbeiter / kommunistisch)
- Norges Kommunistiske Parti (Kommunistische Partei Norwegen / kommunistisch)
- Rød Valgallianse (Rotes Wahlbündnis / Norwegens größte kommunistische Partei)
- Kristent Samlingsparti (Christliche Sammlungspartei / christlich, extrem-konservativ)
- Demokratene (Die Demokraten / extrem konservativ)
- Det Liberale Folkepartiet (Die liberale Volkspartei / liberal)
- Pensjonistpartiet (Rentner-Partei / Partei für alte Menschen)
- Miljøpartiet De Grønne (Umweltpartei die Grünen" / Umweltpartei)
Verwaltungsgliederung
Kystpartiet
Das Land ist in 19 Verwaltungsprovinzen (Fylker) eingeteilt. Die kleinste Provinz nach Fläche ist die Hauptstadt Oslo.
Wirtschaft
Die gültige Währung Norwegens ist die Norwegische Krone.
Norwegen besitzt laut HDI-Rang 2005 den höchsten Lebensstandard der Welt. Das Pro-Kopf-Einkommen ist eines der höchsten.
Erdöl
Norwegen ist der siebtgrößte Erdölförderer der Welt. 2003 wurden 151,7 Mio. Tonnen Erdöl gefördert. Die Reserven betrugen 2003 noch 10,1 Mrd. Barrel.
Tourismus
- Tourismus in Norwegen
- Skigebiete in Norwegen
Bild:Hammerfest Meridiandenkmal 1975.jpg|Hammerfest Meridianmonument
Bild:AK2 ubt.JPEG|Häuserzeile in Kristiansand.
Bild:Lofoten_Hamnoy.jpg|Hafen von Hamnøy auf den Lofoten.
Bild:Karl johan statue_1.jpg|Kgl. Schloss in Oslo.
Bild:Gudbransdalen Bahnhof 1975.jpg|Bahnhof im Gudbrandsdalen.
Bild:Fjord in Norway.jpg|Nærøyfjord
Bild:Preikestolen_platform2.png|Preikestolen am Lysefjord
Bild:Trondheim Laden 1975.jpg|Laden in Trondheim
Bild:Hanseviertel Bergen.jpg|Hanseviertel Bergen
Bild:Oslofjord.jpg|Oslofjord
Bild:Oslo Skyline.jpg|Skyline von Oslo
Bild:Oslo Hafen.jpg|Gorch Fock im Osloer Hafen
Kultur
Bibliothekswesen
Das Bibliothekswesen Norwegens wird von der bibliothekarischen Fachwelt als vorbildlich angesehen. Es gibt 892 kommunale öffentliche Bibliotheken, 336 wissenschaftliche Bibliotheken und 19 Landesbibliotheken sowie die Norwegische Nationalbibliothek. Das seit 1947 bestehende Bibliotheksgesetz schreibt den kostenlosen Zugang zu Bibliotheken vor. Norwegen hat eines der umfassendsten Systeme für Pflichtexemplarabgabe weltweit.
Literatur
Norwegen erlebte in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen kulturellen Aufschwung,
an dem Autoren wie Henrik Ibsen, Bjørnstjerne Bjørnson, Alexander Kielland, Jonas Lie, Amalie Skram, Arne Garborg, Hans E. Kinck und Knut Hamsun einen maßgeblichen Anteil hatten.
Drei Norweger erhielten den Nobelpreis für Literatur: Bjørnstjerne Bjørnson (1903), Knut Hamsun (1920) und Sigrid Undset (1928). Der Friedensnobelpreis wird nach Beschluss des norwegischen Nobelkomitees in Oslo verliehen.
Siehe auch: Liste norwegischsprachiger Schriftsteller
Musik, Theater, bildende Kunst
Die wichtigsten Theaterbühnen sind Den Norske Opera (Oper, die auch das Nationalballett beherbergt), das Nationaltheatret in Oslo, Den Nationale Scene in Bergen und das Nynorsk-Theater Det Norske Teatret in Oslo.
Der bekannteste norwegische Komponist ist Edvard Grieg.
Zu den bekannteren Rock-/Metalbands Norwegens gehören z. B. Dimmu Borgir, Burzum, Gorgoroth, Immortal, Turbonegro, Gluecifer und Kaizers Orchestra.
Der bekannteste Maler ist Edvard Munch, seine Werke sind größtenteils im Munch-Museum in Oslo zu sehen.
Siehe auch: Liste der norwegischen Beiträge beim Eurovision Song Contest
Sport
Siehe auch: Liste norwegischer Sportler
Weblinks
Kategorie:Staat
Kategorie:Monarchie
als:Norwegen
[[got:
Jan Mayen
Jan Mayen ist eine 373 km² große Insel ca. 650 km nordöstlich von Island in der Grönlandsee und ist in politischer Hinsicht ein exterritoriales Gebiet Norwegens. Die Länge der Küstenlinie beträgt etwa 124 km.
Geographie
Das Klima der Insel ist - vom Golfstrom etwas gemildert - überwiegend arktisch, das ganze Jahr über sind häufig starke Winde und Stürme zu beobachten, im Winter ist Jan Mayen von Pack- und Treibeis umgeben. Die Fauna ist geprägt durch zahlreiche Vogelarten, Walrosse und Polarfüchse. Gelegentlich sind auch Eisbären anzutreffen. Die sehr spärliche Tundrenvegetation besteht weitgehend aus einzelnen Flechten und Moosen.
Der mit 2277 m Höhe nördlichste Vulkan der Welt, der Beerenberg, zeigte 1970 und 1984/85 nach langer Ruhezeit wieder Aktivitäten. Der früheste dokumentierte Ausbruch erfolgte im Jahre 1616. Die im Südwesten der Insel gelegene Sør-Jan Gruppe mit ihren Aschekegeln und Lavadomen ist vermutlich seit etwa 10.000 Jahren erloschen.
Geschichte
Henry Hudson entdeckte die Insel 1607 während seiner ersten von vier Fahrten durch das Nordpolarmeer, um eine kürzere Seeverbindung nach China zu finden. Die Insel bekam ihren Namen 1614 nach dem niederländischen Walfangkapitän Jan Jacobs May van Schellinkhout. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Insel nur gelegentlich von Robbenjägern besucht. Eine schweizerisch-deutsche Polarfahrt unter Carl Vogt, Heinrich Hasselhorst und Georg Berna besuchte Jan Mayen im Jahre 1861. Ein Ölgemälde der Südküste von Hasselhorst befindet sich im Historischen Museum in Frankfurt am Main. Auf Anregung von Carl Weyprecht wurde 1882/1883 eine österreichisch-ungarische Forschungsstation eingerichtet. Am 27. Februar 1930 wurde Jan Mayen Teil des norwegischen Königreichs. Die Verwaltung der Insel erfolgt über die Hauptstadt Oslo mittels eines Gouverneurs auf der weiter nördlich gelegenen Inselgruppe Spitzbergen.
Spitzbergen Spitzbergen
1921 wurde die erste meteorologische Station errichtet, die seither mit kurzen Unterbrechungen betrieben wird. Derzeit (Winter 2004/2005) ist die Station mit 18 Personen besetzt, deren Zukunft allerdings ungewiss ist, da aus Kosteneinsparungsgründen über eine Schließung diskutiert wird.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Jan Mayen mehrmals durch deutsche Flugzeuge angegriffen, wobei zwei Maschinen auf der Insel abstürzten. Jan Mayen selbst konnte nicht in Besitz genommen werden und verblieb unter norwegischer Oberhoheit. Die Station wurde von der Besatzung 1940 selbst zerstört und gänzlich verlassen. 1941 wurde sie mit Hilfe von Soldaten wieder errichtet, um während des gesamten Krieges in Bereitschaft sein zu können. Nach Ende des Krieges nutzten die Norweger die 1943 errichtete amerikanische Radiostation Atlantic City im Norden der Insel.
Norwegen unterhält auf der Insel eine Wetterstation und die bemannte "Long Range Navigation" (Loran-C)-Basis, dazu eine 1585 m lange Landepiste für Flugzeuge. Unter bestimmten Wetterbedingungen induziert der Beerenberg "Karman Wind" genannte Leewellen, welche bei einer Wellenlänge von ca. 1-15km auf der Leeseite bis in eine Entfernung von mehreren 100km spürbar sind. Diese können den Flugverkehr gefährden, so kam es hier beispielsweise 1991 fast zu einem Absturz einer C-130, bedingt durch einen plötzlichen "Karman Shift" während des Starts.
Bei der Loran-C-Basis liegt auch die Wohnsiedlung Olonkinbyen, in der die Besatzung beider Stationen lebt. Als Sendeantenne verwendet die Loran-C-Station einen 190 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkturm.
Literatur
- Andreas Umbreit: Spitzbergen mit Franz-Joseph-Land und Jan Mayen, Conrad Stein Verlag 7. Aufl. 2004 ISBN 3-89392-282-2
Weblinks
- [http://www.jan-mayen.no/ Offizielle Website, englisch/norwegisch]
- http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0017583
Kategorie:Insel (Arktis)
Kategorie:Insel (Norwegen)
Kategorie:Abhängiges Gebiet (Norwegen)
ja:ヤンマイエン島
zh-min-nan:Jan Mayen
1985
Jahreswidmungen
- 1985 ist „Jahr der Vereinten Nationen“.
- 1985 ist „Internationales Jahr der Jugend“.
- Der Neuntöter (lat. Lanius collurio) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: In Deutschland geht SAT.1 auf Sendung
- 1. Januar: Die Schweiz führt die Autobahngebühr für Pkw ein
- 1. Januar: Die DDR vergrößert ihr See-Territorium von 3 auf 12 Seemeilen
- 1. Januar: Kurt Furgler wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In den meisten EG-Mitgliedsstaaten werden die ersten Europäischen Pässe ausgestellt
- 15. Januar: Der 298 Meter hohe Sendemast des Westdeutschen Rundfunks auf dem Bielstein im Teutoburger Wald stürzt um, nachdem durch starke Vereisung eine Pardune zerrissen ist
- 5. Februar: Nach 16 Jahren wird der Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar wiedereröffnet
- 12. Februar: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Saarland
- 23. Februar: Dr. Martin Bangemann wird auf dem Parteitag in Saarbrücken als Nachfolger von Hans-Dietrich Genscher zum neuen Bundesvorsitzenden der FDP gewählt
- 4. März: In Ahaus nimmt der erste deutsche Bürgerbus seinen Betrieb auf
- 10. März: Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin (West-Berlin), die Koalition von CDU und FDP unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) wird bestätigt. Die SPD erzielt ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende
- 11. März: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU
- 15. März: Wiederherstellung der Demokratie in Brasilien
- 2. April: Verurteilung der führenden RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt
- 11. April: Albanien. Tod von Enver Hoxha, Ramiz Alia übernimmt die Führung der Kommunistischen Partei, Beginn einer vorsichtigen Öffnung des Landes
- 16. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Türkei
- 8. Mai: Richard von Weizsäcker hält im Deutschen Bundestag die vielbeachtete Rede Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
- 20. Mai: Sendestart von Radio Martí
- 10. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Volksrepublik China
- 11. Juni: Im geteilten Berlin kommt es zum größten Agentenaustausch in der Nachkriegsära. 25 Westspione wechseln auf der Glienicker Brücke gegen 4 Ostagenten die Demarkationslinie
- 21. Juni: Syrien wird Mitglied in der FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
- 9. Juli: Der österreichische Glykolwein-Skandal nimmt seinen Lauf. Vor dem Genuss von Prädikatsweinen, die mit dem Frostschutzmittel Diethylenglykol gepanscht sein können, warnt das deutsche Bundesgesundheitsministerium
- 10. Juli: Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior wird von Agenten des französischen Geheimdiensts im Hafen von Auckland versenkt
- 13. Juli: Mit Live Aid findet das bis dahin größte Benefizkonzert parallel in London und Philadelphia statt
- 23. Juli: Commodore stellt den Amiga (später in Amiga 1000 umbenannt) im Lincoln Center in New York, USA, vor. Mit dabei sind unter anderem der Künstler Andy Warhol und Debbie Harry (Blondie). Er überbietet an Grafikleistung alles bisher da gewesene
- 6. August: Bolivien. Dr. Victor Paz Estenssoro wird zum 4. Mal Präsident
- 27. August: General Ibrahim Babangida übernimmt die Macht in Nigeria
- 23. September: Malediven. Staatspräsident Gayoom wird für 5 Jahre wiedergewählt
- 7. Oktober: Das Kreuzfahrtschiff Achille Lauro wird durch Palästinenser unter dem Kommando Abu Abbas' entführt
- 26. Oktober - 120 Aborigines erhalten den australischen Uluru-Nationalpark mit dem Felsen Ayers Rock zurückübertragen. Sie vereinbaren im Gegenzug mit der Regierung in Canberra, den Park für 99 Jahre auch dem Tourismus zu öffnen.
- 27. Dezember: Bei einem Terroranschlag am Flughafen Wien-Schwechat werden drei vor dem Schalter der israelischen Fluggesellschaft El Al wartende Passagiere getötet und mehr als dreißig teils schwer verletzt
- 31. Dezember: Großbritannien tritt aus der UNESCO aus
- Alexey Pajitnov programmiert das Computerspiel Tetris
- Aus dem ersten Privatsender Deutschlands, PKS, wird SAT.1
- UNO: Jahr der Jugend
Kultur
- 16. Februar - Uraufführung der Oper Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke von Siegfried Matthus an der Staatsoper in Dresden
- 19. Februar Die erste Folge der Fernsehserie Eastenders wird zum ersten Mal in der BBC ausgestrahlt.
- 22. April - Eröffnung des Käthe Kollwitz Museum in Köln.
- 13. Juni - Durch einen Brandanschlag wird im Kunsthaus Zürich das Gemälde Bildnis des spanischen Königs Philipp IV. von Peter Paul Rubens völlig zerstört
- Eröffnung der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München
- Die Stadt Augsburg feiert ihren 2000. Geburtstag
Katastrophen
- 17. Februar: In der Nähe von Düren, Deutschland ereignet sich einer der schwersten Autobahnunfälle der deutschen Nachkriegszeit, bei dem sechs Menschen ums Leben kommen. Ein auf ein Stauende treffender Fahrer hält direkt hinter einer Anhöhe und wegen der an diesem Tag häufig vorhandenen Nebelbänken fährt ein LKW mit zu hoher Geschwindigkeit auf das Stauende zu. Es kommt zur Katastrophe, bei der mehrere Menschen regelrecht zerquetscht wurden. Insgesamt werden mehr als 60 Fahrzeuge in die Massenkarambolage verwickelt
- 29. Mai: Brüssel, Belgien. Beim Europapokal-Finale zwischen Juventus Turin und Liverpool im Brüsseler Heyselstadion kommt es zur Katastrophe, als englische Fans in den gegnerischen Block stürmen und die Italiener gegen eine Mauer treiben. Bei deren Einsturz kommen 39 Menschen ums Leben
- 23. Juni: Atlantik, eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion in den Atlantik. Es waren 329 Todesopfer zu beklagen
- 19. Juli: Bei Téséro im Val di Stava (Stavatal) in Trentino-Südtirol, Italien bricht der Absetzdamm eines Bergwerks und verursacht eine Flutwelle, die zwischen 200 und 361 Todesopfer fordert
- 2. August: Fort Worth, Dallas, Texas, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Delta Air Lines stürzte während eines Sturms in der Nähe des Flughafens ab. 134 Menschen starben, 30 wurden gerettet
- 12. August: In der Nähe der Stadt Otsuki, Japan stürzte eine Boeing 747 der Japan Airlines, Flugnummer 123, ab und zerschellte. Von den 524 Menschen an Bord überlebten nur vier. Die Firma Boeing entschuldigte sich öffentlich für den Vorfall, da dieser Unfall auf eine unsachgemäß durchgeführte Reparatur zurückzuführen war
- 22. August: Manchester, Großbritannien. Eine Boeing 737 der British Airtours mit 137 Menschen an Bord, startet zum Flug nach Korfu, Griechenland. Während des Startvorgangs bricht zunächst unbemerkt an einem Triebwerk Feuer aus. Sekunden danach brachen die Piloten den Startvorgang ab. Aber der Wind intensivierte die Flammen und der Treibstoff fing ebenfalls Feuer. 55 Personen starben in den Flammen und an den Rauchvergiftungen
- 6. September: Milwaukee, Wisconsin, USA. Eine Douglas DC-9 der Midwest Express stürzte kurz nach dem Start ab. Alle 31 Menschen an Bord starben
- 19. September: Erdbeben der Stärke 8,1 in Michoacán, Mexiko, etwa 15.000 Tote
- 13. November: Ausbruch des Vulkans Nevado del Ruiz, Nähe Armero, Kolumbien. Die Stadt Armero wurde verwüstet. 31.000 Tote
- 12. Dezember: Eine gecharterte Douglas DC-8 mit US-Soldaten der Sinai-Friedenstruppe auf dem Flug nach Hause in die Weihnachtsferien stürzte unmittelbar nach dem Start in Neufundland ab. 256 Menschen kamen ums Leben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Juni: Pinklon Thomas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Weaver in Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 7. Juli: Boris Becker siegt als erster Deutscher und jüngster Tennisspieler aller Zeiten beim Grand Slam-Turnier von Wimbledon
- Bernhard Langer gewinnt als erster deutscher Golfer die US Masters in Augusta
- 8. Januar: Elisabeth Pähtz, Schachspielerin
- 11. Januar: Mark Yeates, irischer Fußballspieler
- 15. Januar: René Adler, deutscher Fußballspieler
- 19. Januar: Ulrich Maurer (Sportler), deutscher Eishockeyspieler
- 19. Januar: Daniyel Cimen, Profifußballer
- 22. Januar: Thomas Bröker, deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: Paul Thomik, deutscher Fußballspieler
- 28. Januar: Basharmal Sultani, afghanischer Boxer
- 29. Januar: Athina Onassis, Enkelin und Erbin des Vermögens von Aristoteles Onassis
- 2. Februar: Massoud Azizi, afghanischer Leichtathlet
- 4. Februar: David Lazzaroni, französischer Skispringer
- 5. Februar: Cristiano Ronaldo, portugiesischer Fußballspieler
- 7. Februar: Tina Majorino, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 9. Februar: David Gallagher, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 26. Februar: Sanya Richards, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1. März: Andreas Ottl, deutscher Fußballspieler
- 3. März: Mariel Zagunis, US-amerikanische Säbel-Fechterin
- 11. März: Sascha Rammel, deutscher Fußballspieler
- 11. März: Hakuho Sho, mongolischer Sumo-ringer
- 18. März: Marc Heitmeier, deutscher Fußballspieler
- 26. März: Keira Knightley, britische Schauspielerin
- 29. März: Christiane Fürst, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 2. April: Stéphane Lambiel, Schweizer Eiskunstläufer
- 12. April: Şəhriyar Məmmədyarov, aserbaidschanischer Schachgroßmeister
- 14. April: Olena Kostewytsch, ukrainische Sportschützin
- 19. April: Jan Zimmermann, deutscher Fußballspieler
- 26. April: Jure Bogataj, slowenischer Skispringer
- 30. April: Elena Fanchini, italienische Skirennläuferin
- 1. Mai: Philipp Fleischmann, österreichischer Schauspieler und Kurzfilmregisseur
- 2. Mai: Sarah Hughes, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 16. Mai: Anja Mittag, deutsche Fußballspielerin
- 19. Mai: Christopher Reinhard, deutscher Fußballspieler
- 22. Mai: Tranquillo Barnetta, Schweizer Fußballspieler
- 23. Mai: Nicky Adler, deutscher Fußballspieler
- 25. Mai: Markus Brzenska, deutscher Profi-Fußballspieler
- 30. Mai: Michael Phelps, US-amerikanischer Schwimmer und Weltrekordhalter
- 31. Mai: Lichtenfels (DJ), deutscher Disc-Jockey
- 1. Juni: Tirunesh Dibaba, äthiopische Leichtathletin
- 4. Juni: Anna-Lena Grönefeld, deutsche Tennisspielerin
- 4. Juni: Lukas Podolski, deutscher Fußballer
- 5. Juni: Bashir Ahmad Rahmati, afghanischer Ringer
- 8. Juni: Alexandre Despatie, kanadischer Wasserspringer
- 9. Juni: Sebastian Telfair, US-amerikanischer Basketballspieler
- 11. Juni: Tim Hoogland, deutscher Fußballspieler
- 11. Juni: Petter Tande, norwegischer Nordisch Kombinierer
- 12. Juni: Blake Ross, Softwareentwickler
- 20. Juni: Kai Hesse, deutscher Fußballspieler
- 22. Juni: Martin Liebers, deutscher Eiskunstläufer
- 27. Juni: Nico Rosberg, Rennfahrer
- 27. Juni: Swetlana Alexandrowna Kusnezowa, russische Tennisspielerin
- 1. Juli: Michael Delura, deutscher Fußballspieler
- 7. Juli: Marc Stein, deutscher Fußballspieler
- 9. Juli: Paweł Korzeniowski, polnischer Schwimmer
- 10. Juli: Mario Gomez, Profifußballspieler beim VfB Stuttgart
- 12. Juli: Timo Röttger, deutscher Fußballspieler
- 17. Juli: Francis Banecki, deutscher Fußballspieler
- 24. Juli: Teagan Presley, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 28. Juli: Christian Süß, deutscher Tischtennisspieler
- 30. August: Leisel Jones, australische Schwimmerin
- 30. August: Tianna Madison, US-amerikanische Leichtathletin
- 3. September: Friba Razayee, afghanische Judoka
- 7. September: Marcio Rafael Ferreira de Souza, brasilianischer Fußballspieler
- 11. September: Shaun Livingston, US-amerikanischer Basketballspieler
- 14. September: Felix Hell, Organist
- 16. September: Madeline Zima, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. September: Tomáš Berdych, tschechischer Tennisspieler
- 25. September: Marvin Matip, deutscher Fußballspieler
- 9. Oktober: Lukas Sinkiewicz, deutscher Fußballspieler
- 10. Oktober: Silvie Ketelaars, Schwimmerin der niederländischen Antillen
- 11. Oktober: Michelle Trachtenberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Oktober: Wayne Rooney, englischer Fußballspieler
- 24. Oktober: Victoria Max-Theurer, österreichische Dressurreiterin
- 25. Oktober: Arkadij Naiditsch, deutscher Schachspieler lettischer Herkunft
- 31. Oktober: Sascha Rabe, deutscher Eiskunstläufer
- 31. Oktober: Kerron Clement, US-amerikanischer Leichtathlet
- 3. November: Philipp Tschauner, deutscher Profifußballspieler beim 1. FC Nürnberg
- 4. November: Vanessa Struhler, eine deutsche Sängerin
- 14. November: Veroljub Salatic, Schweizer/Bosnischer Fußballspieler
- 18. November: Allyson Felix, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 27. November: Dominik Stroh-Engel, deutscher Fußballspieler
- 3. Dezember: László Cseh, ungarischer Schwimmer
- 3. Dezember: Amanda Seyfried, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Dezember: Frankie Muniz, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Dezember: Dwight Howard, US-amerikanischer Basketballspieler
- 18. Dezember: Heidi Andreasen, erfolgreiche Schwimmerin bei den Paralympics
- 27. Dezember: Thomas Ower, deutscher Eishockey-Torwart
- 27. Dezember: Karolina Swiderski, Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands
- 1. Januar: Hermann Reutter, deutscher Komponist und Musiker ( - 1900)
- 6. Januar: O. F. Weidling, Talkmaster und Conférencier im Fernsehen der DDR ( - 1924)
- 6. Januar: Wladimir Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot ( - 1904)
- 10. Januar: Anton Karas, österreichischer Komponist und Musiker ( - 1906)
- 14. Januar: Lama Anagarika Govinda, deutscher Interpret desBuddhismus ( - 1898)
- 14. Januar: Rudolf Agricola, Wirtschaftswissenschaftler, Journalist ( - 1900)
- 14. Januar: Robert T. Odeman, deutscher Kabarettist ( - 1904)
- 19. Januar: Eric Voegelin, Politologe und Philosoph ( - 1901)
- 20. Januar: Johannes Thimme, RAF-Mitglied ( - 1956)
- 22. Januar: Bernhard Sprengel, deutscher Schokoladenfabrikant und Kunstmäzen ( - 1899)
- 22. Januar: Yusuf Lule, ugandischer Politiker ( - 1912)
- 22. Januar: Michail Michailowitsch Gromow, sowjetischer Pilot ( - 1899)
- 26. Januar: Jacob Yuchtman, starker SchachspielerSchachspieler ( - 1935)
- 1. Februar: Anton Kutter, deutscher Regisseur und Konstrukteur des Kutter-Schiefspieglers ( - 1903)
- 6. Februar: Eduard Wahl, deutscher Politiker ( - 1903)
- 8. Februar: Ernst Brüche, deutscher Physiker und Wegbereiter der Elektronenoptik ( - 1900)
- 10. Februar: Werner Hinz, deutscher Schauspieler ( - 1903)
- 11. Februar: Henry Hathaway, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1898)
- 11. Februar: Jochen Müller, deutscher Fußballspieler ( - 1925)
- 19. Februar: Katharina Schroth, deutsche Physiotherapeutin ( - 1894)
- 20. Februar: Isaac Kashdan, US-amerikanischer Schach-Großmeister und Autor ( - 1905)
- 22. Februar: Albert Volkmann, deutscher Problemkomponist ( - 1908)
- 22. Februar: Emilie Kiep-Altenloh, deutsche Politikerin ( - 1888)
- 22. Februar: Efrem Zimbalist, US-amerikanischer Komponist, Musikpädagoge und Dirigent ( - 1889)
- 26. Februar: Gerd Böttcher, deutscher Schlagersänger und Schauspieler ( - 1936)
- 26. Februar: Tjalling Koopmans, US-amerikanischer Ökonom niederländischer Abstammung ( - 1910)
- 27. Februar: Henry Cabot Lodge Jr., US-amerikanischer Politiker und Diplomat ( - 1902)
- 28. Februar: David Byron, englischer Musiker ( - 1947)
- 3. März: Kyril Bonfiglioli, englischer Kunsthändler und Schriftsteller ( - 1928)
- 7. März: Tamara Ramsay, Kinderbuchschriftstellerin ( - 1895)
- 10. März: Israel Regardie, Okkultist ( - 1907)
- 10. März: Konstantin Ustinowitsch Tschernenko, russischer Politiker ( - 1911)
- 14. März: Josef Spies, deutscher Politiker ( - 1906)
- 15. März: Emmy Meyer-Laule, deutsche Politikerin ( - 1899)
- 16. März: Roger Sessions, US-amerikanischer Komponist ( - 1896)
- 21. März: Michael Redgrave, britischer Schauspieler ( - 1908)
- 23. März - Zoot Sims, US-amerikanischer Jazzmusiker ( - 1925
- 24. März: George London, Opernsänger ( - 1920)
- 26. März: Anders Cleve, finnischer Schriftsteller ( - 1937)
- 28. März: Hannelore Schlaf, deutsche Tischtennisspielerin und -funktionärin ( - 1930)
- 29. März: Gerhard Stöck, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1910)
- 30. März: Sœur Sourire, Zeichenlehrerin, Ordensschwester und Chansonnière ( - 1933)
- 1. April: Herman Roelstraete, belgischer Komponist und Dirigent ( - 1925)
- 6. April: Mark Lothar, deutscher Komponist ( - 1902)
- 7. April: Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph ( - 1888)
- 8. April: Boris Tichonowitsch Koschewnikow, russischer Komponist und Professor ( - 1906)
- 11. April: Enver Hoxha, politischer Führer Albaniens ( - 1908)
- 11. April: Bunny Ahearne, Präsident der IIHF ( - 1900)
- 20. April: Charles Francis Richter, US-amerikanischer Seismologe ( - 1900)
- 20. April: Rudolf Gnägi, Schweizer Politiker ( - 1917)
- 21. April: Joe Hembus, Filmkritiker ( - 1933)
- 21. April: Tancredo Neves, brasilianischer Politiker ( - 1910)
- 22. April: Alfred C. Gimson, englischer Sprachwissenschaftler ( - 1917)
- 23. April: Sam Ervin, US-amerikanischer Politiker ( - 1896)
- 26. April: Adolf Maislinger, KZ-Häftling im KZ Dachau ( - 1903)
- 29. April: Karen Fredersdorf, deutsche Schauspielerin ( - 1892)
- 8. Mai: Karl Marx, deutscher Komponist und Pädagoge ( - 1897)
- 8. Mai: Ulrich Dübber, Journalist und Politiker ( - 1929)
- 8. Mai: Theodore Sturgeon, Science-Fiction-Autor ( - 1918)
- 11. Mai: Piet van Mever, niederländischer Komponist ( - 1899)
- 12. Mai: Jean Dubuffet, französischer Maler und Bildhauer ( - 1901)
- 13. Mai: Alexander Alexandrowitsch Mikulin, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur ( - 1895)
- 13. Mai: Mildred Scheel, deutsche Ärztin, Gattin von Walter Scheel ( - 1932)
- 19. Mai: Hilding Rosenberg, schwedischer Komponist und Digirent ( - 1892)
- 19. Mai: Johannes Petzold, Kirchenmusiker, Komponist mehrerer Gesangbuchlieder ( - 1912)
- 21. Mai: Karl Weber, deutscher Politiker ( - 1898)
- 25. Mai: Johannes Holthusen, Slawist und Professor an der Universität Würzburg ( - 1924)
- 26. Mai: Harold Hecht, US-amerikanischer Filmproduzent ( - 1907)
- 2. Juni: Franz Korinek, österreichischer Politiker und Minister ( - 1907)
- 3. Juni: Karl Obermayr, bayerischer Volksschauspieler ( - 1930)
- 5. Juni: Josef Maria Reuss, Weihbischof in Mainz und Titularbischof von Sinope ( - 1906)
- 5. Juni: Diarmaid Ó Súilleabháin, Irischer Schriftsteller ( - 1932)
- 6. Juni: Kurt Ranke, Germanist und Volkskundler (Erzählforscher) ( - 1908)
- 7. Juni: Georgia Hale, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1905)
- 12. Juni: Helmuth Plessner, deutscher Philosoph und Soziologe ( - 1892)
- 15. Juni: Andy Stanfield, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1927)
- 16. Juni: Alois Mertes, deutscher Politiker ( - 1921)
- 21. Juni: Tage Erlander, schwedischer Premierminister ( - 1901)
- 21. Juni: Marianne Frostig, Sozialarbeiterin, Lehrerin und Psychologin ( - 1906)
- 28. Juni: Mischa Spoliansky, Komponist (Revue, Filmmusik) ( - 1898)
- 2. Juli: Josef Mühlberger, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1903)
- 3. Juli: Friedrich Ruge, Marineoffizier; Admiral; Inspekteur der Marine ( - 1894)
- 4. Juli: Lotte Strauss, deutsche Pathologin ( - 1913)
- 7. Juli: Guido Kisch, Jurist und Rechtshistoriker ( - 1889)
- 8. Juli: Simon Smith Kuznets, Nobelpreisträger und Ökonom ( - 1901)
- 9. Juli: Charlotte, von 1919 bis 1964 Großherzogin von Luxemburg ( - 1896)
- 9. Juli: Jimmy Kinnon, Gründer von Narcotics Anonymous ( - 1911)
- 13. Juli: Matthias Hoogen, deutscher Politiker ( - 1904)
- 16. Juli: Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger ( - 1917)
- 17. Juli: Susanne K. Langer, US-amerikanische Philosophin ( - 1895)
- 17. Juli: Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Musiker ( - 1934)
- 25. Juli: Willie Perryman, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1911)
- 26. Juli: Walter Richter, deutscher Schauspieler ( - 1905)
- 1. August: Sam Wooding, Jazz-Pianist, -Arrangeur und -Bandleader ( - 1895)
- 1. August: Alois Carigiet, Schweizer Künstler, Maler und Kinderbuchautor ( - 1902)
- 6. August: Forbes Burnham, guyanischer Politiker und Präsident von Guyana ( - 1923)
- 8. August: Milton Greene, US-amerikanischer Fotograf ( - 1922)
- 8. August: Louise Brooks, US-amerikanische Filmschauspielerin ( - 1906)
- 11. August: Karel Berman, tschechischer Komponist und Opernsänger ( - 1919)
- 12. August: Jakob Adlhart, Bildhauer ( - 1898)
- 12. August: Manfred Winkelhock, deutscher Formel-1-Rennfahrer ( - 1951)
- 15. August: Hubert Ehrengut, deutscher Arzt ( - 1911)
- 22. August: Paul Peter Ewald, deutscher Physiker ( - 1888)
- 24. August: Paul Creston, US-amerikanischer Musiker und Komponist ( - 1906)
- 24. August: Morrie Ryskind, US-amerikanischer Autor ( - 1895)
- 27. August: Ernst Aust, deutscher Politiker ( - 1923)
- 28. August: Ruth Gordon, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1896)
- 30. August: Taylor Caldwell, englische Schriftstellerin ( - 1900)
- 31. August: Frank MacFarlane Burnet, australischer Mediziner ( - 1899)
- 1. September: Stefan Bellof, Autorennfahrer ( - 1957)
- 7. September: George Pólya, US-amerikanischer Mathematiker ( - 1887)
- 7. September: Rodney R. Porter, englischer Biochemiker ( - 1917)
- 8. September: John Franklin Enders, US-amerikanischer Bakteriologe ( - 1897)
- 9. September: Paul John Flory, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger ( - 1910)
- 11. September: William Alwyn, englischer Komponist ( - 1905)
- 13. September: Werner Trillmich, deutscher Historiker ( - 1914)
- 13. September: Benno Sterzenbach, deutscher Theater- und Film-Schauspieler ( - 1916)
- 14. September: Cootie Williams, US-amerikanischer Jazztrompeter ( - 1910)
- 15. September: Wolfgang Abendroth, deutscher Politologe ( - 1906)
- 19. September: John Caldwell Holt, US-amerikanischer Autor und Pädagoge ( - 1923)
- 19. September: Italo Calvino, italienischer Schriftsteller ( - 1923)
- 22. September: Axel Springer, Gründer und Inhaber des Axel Springer Verlags ( - 1912)
- 24. September: Antonio Poma, Erzbischof von Bologna und Kardinal ( - 1910)
- 28. September: Günther Sare, deutscher antifaschistischer Demonstrant ( - 1949)
- 30. September: Herbert Bayer, österreichischer Grafikdesigner, Typograf, Maler und Fotograf ( - 1900)
- 2. Oktober: Hugo Decker, deutscher Politiker ( - 1899)
- 2. Oktober: Rock Hudson, US-amerikanischer Filmschauspieler ( - 1925)
- 2. Oktober: Alexander Möller, deutscher Politiker ( - 1903)
- 2. Oktober: George Savalas, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1926)
- 5. Oktober: Karl Menger, österreichischer Mathematiker ( -
1970
Jahreswidmungen
- 1970 ist „Internationales Jahr der Bildung“
Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Hans-Peter Tschudi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In Deutschland werden Arbeiter den Angestellten gleichgestellt und erhalten nun ebenfalls Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- 1. Januar- Die Volljährigkeit wird in Großbritannien von 21 auf 18 heruntergesetzt
- 1. Januar: Der neue Allgemeine Römische Kalender der katholischen Kirche tritt in Kraft
- 24. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Pakistan
- 23. Februar: Gründung der kooperativen Republik Guyana
- 18. März: Lon Nol entmachtet Prinz Norodom Sihanouk von Kambodscha
- 19. März: Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt trifft sich im Erfurter Hotel Erfurter Hof mit dem Ministerpräsidenten der DDR Willi Stoph
- 1. April: Gründung der Gemeinde Barnitz durch Zusammenschluss der bisher selbständigen Dörfer Groß Barnitz, Klein Barnitz und Lokfeld
- 21. April: Ausgründung des Fürstentums Hutt River Province aus West Australien
- 24. April: Gambia wird Republik. Staatspräsident wird Daouda Jawara
- 1. Mai: US-Invasion in Kambodscha mit dem Ziel Nachschubwege der Nord-Vietnamesen nach Südvietnam abzuschneiden
- 4. Mai – Während Protesten gegen den Vietnamkrieg werden in Ohio, USA, auf dem Campus der Kent State Universität vier Studenten von Nationalgardisten erschossen
- 14. Mai: Gründung der Rote Armee Fraktion
- 16. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Südkorea. In Kraft seit dem 16. August 1972
- 21. Mai: Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt trifft sich in Kassel mit dem stellvertretenden Staatsratsvorsitzenden der DDR Willi Stoph
- 4. Juni: Tonga erlangt Unabhängigkeit von Großbritannien
- 23. Juli: Sultan Qabus bin Said bin Taimur Al Said wird Staatspräsident in Oman
- 1. Oktober: In Kairo wird der verstorbene ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser zu Grabe getragen. Der Trauerzug, an dem acht Millionen Menschen teilnehmen, gerät außer Kontrolle, chaotische Zustände herrschen
- 10. Oktober: Fidschi erhält die Unabhängigkeit von Großbritannien
- 13. Oktober: Fidschi wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Liberia
- 30. November: Umbenennung Südjemens in Demokratische Volksrepublik Jemen
- 2. Dezember: Gründung der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency)
- 7. Dezember: Unterzeichnung des Warschauer Vertrags durch Deutschland und Polen
- 7. Dezember: Bundeskanzler Brandt Kniefall von Warschau
Kultur
- 10. April: Trennung der Beatles
- 24. Mai: Uraufführung der Oper Hus med dubbel ingång (Das Haus mit den zwei Eingängen) von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- Oktober: Abaton, das erste Programmkino Deutschlands wird eröffnet
- 29. November: Der erste Tatort („Taxi nach Leipzig“) wird in Deutschland ausgestrahlt
- Erstmalige Veröffentlichung des Kunstkompass
Luft- und Raumfahrt
- 11. Februar: Start des ersten japanischen Satelliten Osumi mit einer Lambda-4 Rakete
- 11. April: Start der Apollo 13 Mission
- 17. April: Landung der Apollo 13 Mission
- 24. April: China schickt seinen ersten Satelliten Dongfanghong Nr.1 in den Weltraum
- 29. August: Long Beach,CA (USA): Erstflug der McDonnell Douglas DC-10
- 1. November: Indienststellung des ersten Rettungshubschraubers in Deutschland, Christoph 1
- 17. November: Lunochod 1 landet als erste | | |